{"id":6082,"date":"2010-07-05T09:11:21","date_gmt":"2010-07-05T07:11:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6082"},"modified":"2019-03-18T11:38:18","modified_gmt":"2019-03-18T10:38:18","slug":"hinweise-des-tages-1174","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6082","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem  zu folgenden Themen: 4,4 Milliarden Kreditkosten f&uuml;r Bankenrettung; Hilfspaket f&uuml;r Griechenland; die Ziele der G20; letzte Chance f&uuml;r Radikalkur; warum die Ausgabenkommission nicht dem amerikanischen Volk dient; Europa im Sparwahn; Reall&ouml;hne steigen wieder; die fabelhaften Banker Boys; Freispruch f&uuml;r Spekulanten; Vorst&auml;nde altern schneller; Tarifeinheit; Stromexportweltmeister; K&uuml;nast will Swift stoppen; lag es an der Linken?; Wulff; Afghanistan; Einfluss der Einfl&uuml;sterer; Spendenskandal an der FU; wer in China das Sagen hat; Jogis M&auml;dchen; Merkel-Werbung w&auml;hrend des Spiels. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">4,4 Milliarden Kreditkosten f&uuml;r Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Position der Bundesregierung zur Wirksamkeit des Hilfspakets f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Die vier gro&szlig;en Spiele der G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Letzte Chance Radikalkur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">James K. Galbraith: Warum die Ausgabenkommission nicht dem amerikanischen Volk dient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Europa im Sparwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Reall&ouml;hne steigen wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&bdquo;Haftstrafen f&uuml;r Kartells&uuml;nder&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die fabelhaften Banker Boys<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Abrechnung der Insolvenzverwalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Freispruch f&uuml;r Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Vorst&auml;nde altern schneller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Tarifeinheit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Stromexportweltmeister Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Datenschutz: K&uuml;nast will Swift stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lag es an der Linken?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wulff: Au&szlig;en soft, innen knallhart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Opposition bleibt zerstritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu Guttenberg: &bdquo;Afghanistan wird sich nie absolut stabilisieren lassen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Gewalt als Privatsache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zunehmender Einfluss der Einfl&uuml;sterer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Mafiaj&auml;ger Amando Spataro: Abh&ouml;rgesetz sch&uuml;tzt nicht die Privatsph&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Ein Spendenskandal an der Freien Universit&auml;t Berlin wird zum Lehrst&uuml;ck &uuml;ber Hochschulreformen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Wer in China wirklich das Sagen hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Peinlich f&uuml;r den Spiegel <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Mit Verlaub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Jogis M&auml;dchen tr&auml;umt vom Sommerm&auml;rchen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h28\">Zu guter Letzt: Nervig, diese Werbung w&auml;hrend des Spiels<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6082&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>4,4 Milliarden Kreditkosten f&uuml;r Bankenrettung<\/strong><br>\nDie zus&auml;tzlichen Kapitalkosten des Bundes f&uuml;r die Kreditbelastung durch die Bankenrettung d&uuml;rften sich bis 2013 auf 4,4 Milliarden Euro summieren. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17\/2294) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17\/2054) hervor. Danach betrugen die Kapitalkosten f&uuml;r die Bankenrettung 2009 760,5 Millionen Euro und steigen in diesem Jahr auf 869,14 Millionen Euro. Ab 2011 wird mit gleichbleibenden j&auml;hrlichen Kapitalkosten von 927,3 Millionen Euro gerechnet. Sie setze sich daf&uuml;r ein, dass der Finanzsektor angemessen an den Kosten der Krise beteiligt werde und unterst&uuml;tze daher eine international abgestimmte Besteuerung der Finanzm&auml;rkte, versichert die Regierung. Hedgefonds, Private Equity-Fonds und Versicherer sollten aber nicht an der geplanten risikoadjustierten Bankenabgabe beteiligt werden. Die Zul&auml;ssigkeit einer solchen Sonderabgabe sei an enge Voraussetzungen gekn&uuml;pft. Die Heranziehung von Unternehmen, die keine Banken sind, zur Finanzierung dieser Restrukturierungsma&szlig;nahme gen&uuml;ge den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an eine Sonderabgabe nicht.<br>\nDie gesamten bisherigen staatlichen Nettokosten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise infolge von Rekapitalisierungen sowie des Aufkaufs von Verm&ouml;genswerten w&uuml;rden sich auf 1,8 Prozent des G 20-weiten Inlandsprodukts belaufen, teilt die Regierung unter Bezugnahme auf Sch&auml;tzungen des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) mit. Die gesamten Kosten d&uuml;rften aber h&ouml;her liegen. So sch&auml;tze der IWF, dass die staatliche Verschuldung der G 20 zwischen 2008 und 2015 um nahezu 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ansteigen werde. Ein gro&szlig;er Teil dieses Anstiegs sei auf Krisenfolgen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. F&uuml;r Deutschland w&uuml;rden die bisherigen staatlichen Nettokosten vom IWF mit 4,8 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts angegeben. &rdquo;Da Deutschland bis zum Jahresende 2009 rund 85 Milliarden Euro f&uuml;r den Kauf von Verm&ouml;genswerten und rund 28 Milliarden Euro f&uuml;r Rekapitalisierungsma&szlig;nahmen eingesetzt hat, kann die vom IWF angegebene Gr&ouml;&szlig;enordnung als stimmig bezeichnet werden&ldquo;, schreibt die Regierung.<br>\n&Uuml;ber Totalverluste von privaten Anlegern durch wertlos gewordene Wertpapiere liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_07\/2010_229\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/020\/1702054.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 73.5 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Antwort der Bundesregierung grenzt an Verschleierung. Man muss dazu nur einmal die (absoluten) Kreditkosten, mit den (absoluten) Kosten f&uuml;r die Rekapitalisierungsma&szlig;nahmen und die vom IWF berechneten Nettokosten von ihrem Prozentwert am Bruttoinlandsprodukt in absolute Wert umrechnen.<br>\nAber uns wird erz&auml;hlt, die Verschuldung liege daran, dass &bdquo;wir&ldquo; &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt h&auml;tten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Position der Bundesregierung zur Wirksamkeit des Hilfspakets f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDas griechische Reformprogramm folgt der vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Europ&auml;ischer Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und im Kreis der Mitgliedstaaten geteilten Erkenntnis, dass in erster Linie die gravierende Schw&auml;che derWettbewerbsf&auml;higkeit der griechischenWirtschaft in Folge von nicht stabilit&auml;tsgerechten Preis- und Lohnentwicklungen, aber auch der Mangel an Strukturreformen sowie zu hohe &ouml;ffentliche Haushaltsdefizite und in der Folge zu hohe &ouml;ffentliche Schulden zur derzeitigen Lage beigetragen haben. Der Abbau dieser &ouml;konomischen Schwachstellen ist Voraussetzung daf&uuml;r, dass die griechische Wirtschaft in Zukunft nachhaltig, das hei&szlig;t ohne eine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Zunahme der &ouml;ffentlichen und privaten Verschuldung, wachsen kann. Die gegenw&auml;rtige Krise hat unterstrichen, dass die Kapitalm&auml;rkte nicht unbegrenzt bereit sind, L&auml;nder, die hohe Leistungsbilanz- und Fiskaldefizite aufweisen und kein schl&uuml;ssiges Reformkonzept vorlegen k&ouml;nnen, zu finanzieren. Deshalb setzt sich die Bundesregierung mit Nachdruck daf&uuml;r ein, dass wettbewerbsschwache Mitgliedstaaten der EU ehrgeizige Reformprogramme entwickeln und entschlossen umsetzen, um ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit zu erh&ouml;hen und eine finanziell nachhaltige Position wiederzuerlangen.<br>\nDer IWF, die Europ&auml;ische Zentralbank und die Europ&auml;ische Kommission gehen auf Basis der Programmannahmen zum mit Griechenland vereinbarten finanz- und wirtschaftspolitischen Reformprogramm davon aus, dass die Arbeitslosenquote mit nahe 15 Prozent im Jahr 2015 ihren H&ouml;chststand erreichen und danach wieder zur&uuml;ckgehen wird. Es wird erwartet, dass steigendes Vertrauen sowie die geplanten und zum Teil bereits im Umsetzungsstadium befindlichen umfangreiche strukturellen Reformen ab 2012 wieder zu Wirtschaftswachstum f&uuml;hren werden. Diese Entwicklung wird sich auf Basis der Programmeinsch&auml;tzungen mittelfristig auch positiv auf die Situation des griechischen Arbeitsmarktes auswirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/023\/1702302.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 57.2 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Beleg f&uuml;r das Abhandenkommen von wirtschaftspolitischem Denken. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Martin Wolf &ndash; Die vier gro&szlig;en Spiele der G20<\/strong><br>\nDas erste findet innerhalb des Finanzsektors statt, und jeder Mitspieler will erreichen, dass faule Kredite woanders landen. Gleichzeitig streicht er f&uuml;r jedes entfernte St&uuml;ck Einpackpapier eine Geb&uuml;hr ein. Das zweite Spiel l&auml;uft zwischen dem Finanzsektor und dem Rest des Privatsektors ab. Hier geht es darum, Letzterem so viele Dienstleistungen wie m&ouml;glich zu verkaufen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Verluste beim Kunden landen. Das Ziel des dritten Spiels zwischen dem Finanzsektor und dem Staat ist es, dass der Staat die Verluste tragen muss, wenn alles schiefgeht. Und wenn er dann die Banken gerettet hat, k&ouml;nnen diese Gewinne einheimsen, indem sie gegen die L&auml;nder wetten, deren Pleite sie verursacht haben. Und das vierte Spiel wird zwischen Staaten gespielt. Hier gewinnen die &Uuml;berschussl&auml;nder, indem sie erst den privaten und dann den &ouml;ffentlichen Sektor der Handelspartner in die Pleite treiben. Innerhalb der Euro-Zone beherrscht Deutschland dieses Spiel wie kein anderer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-martin-wolf-die-vier-grossen-spiele-der-g20\/50137678.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Letzte Chance Radikalkur<\/strong><br>\nSchwaches Wachstum, alternde Gesellschaft, &uuml;berlasteter Staatsetat: Deutschland muss sich einer Langzeitstudie zufolge radikal modernisieren, um international nicht dramatisch zur&uuml;ckzufallen. SPIEGEL ONLINE zeigt, wo der gr&ouml;&szlig;te Reformbedarf besteht &ndash; und welche Erneuerungschancen die Republik hat.<br>\nDas gesetzliche Renteneintrittsalter m&uuml;sste schrittweise angehoben werden, mehr Zuwanderer m&uuml;ssen ins Land gelassen werden und mehr Frauen arbeiten. Daneben sei eine l&auml;ngere Wochenarbeitszeit zwingend &ndash; wenn auch moderat.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te wirtschaftspolitische Herausforderung stelle jedoch der Abbau der Staatsverschuldung dar: &ldquo;Diese ist nicht nur Voraussetzung f&uuml;r einen starken Euro-Raum, sondern ebenso f&uuml;r wirtschaftliches Wachstum in Deutschland.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,704283,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von einer aktiven Wirtschaftspolitik haben die Spiegelredakteure offenbar noch nie etwas geh&ouml;rt. Sie kennen nur weitere Belastung des Faktors Arbeit und Schuldenabbau (und das als Wachstumsmotor?). <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>James K. Galbraith: Warum die Ausgabenkommission nicht dem amerikanischen Volk dient<\/strong><br>\nIn einer Erkl&auml;rung, die ich im Namen der Americans for Democratic Action gegen&uuml;ber der Kommission abgab, spreche ich mich gegen K&uuml;rzungen bei der Sozialversicherung und dem Gesundheitssystem als &ldquo;Defizit-Strategie&rdquo; aus &ndash; mit der Begr&uuml;ndung, dass sie unn&ouml;tig sind und nicht wirken werden. Was wir stattdessen brauchen, ist eine Wirtschaftspolitik, die auf realistischen Annahmen gr&uuml;ndet und sich auf unsere wirklichen wirtschaftlichen Probleme konzentriert: Arbeitspl&auml;tze, die Krise der bundesstaatlichen Haushalte, &ouml;ffentliche Investitionen, Energie und Klimawandel. In meiner Erkl&auml;rung an die Kommission habe ich versucht, diese Themen etwas weiter auszuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.chaostheorien.de\/artikel\/-\/asset_publisher\/haR1\/content\/warum-die-ausgaben-kommission-nicht-dem-amerikanischen-volk-dient?redirect=%2Fartikel\">Chaostheorien.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa im Sparwahn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Leyens Etat wird stark gestutzt<\/strong><br>\nDer Etat der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll im kommenden Jahr mehr als doppelt so stark schrumpfen wie der Gesamthaushalt. Nach dem Kabinettsentwurf, der der F.A.Z. vorliegt, sollen die Ausgaben f&uuml;r Arbeit und Soziales um 7,9 Prozent auf 131,8 Milliarden Euro sinken. Die gesamten Ausgaben des Bundes sollen um 3,8 Prozent auf 307,4 Milliarden Euro fallen.<br>\nMittelfristig will die Regierung die Ausgaben des Bundes auf gut 300 Milliarden Euro begrenzen, um die Schuldenbremse des Grundgesetzes einhalten zu k&ouml;nnen. Dies gelingt nur, indem die Koalition der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im n&auml;chsten Jahr keinen Zuschuss sondern ein Darlehen zum Ausgleich ihres erwarteten Defizits gew&auml;hrt. In diesem Fall z&auml;hlt die &Uuml;berweisung als finanzielle Transaktion, sie geht damit nicht in das strukturelle Defizit ein. Dieses muss durch die neue Schuldenregel in gleichm&auml;&szlig;igen Schritten bis zum Jahr 2016 auf 0,35 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung reduziert werden. Das sind rund 10 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E019011CBE8A84D8B87AEB9C7195E7232~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Regierung spart an Kindern<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will trotz der Forderung des Verfassungsgerichts, die Hartz-IV-S&auml;tze an den wirklichen Bedarf anzupassen, kaum mehr Geld f&uuml;r die betroffenen 1,7 Millionen Kinder ausgeben. Aus dem Entwurf f&uuml;r den Haushalt 2011, der der Frankfurter Rundschau vorliegt, ergibt sich, dass die schwarz-gelbe Koalition f&uuml;r die Umsetzung des im Februar gef&auml;llten Urteils j&auml;hrlich nur 480 Millionen Euro bereit stellen will. Das sind rein rechnerisch 23 Euro je Kind und Monat. Zum Vergleich: Die im Sparpaket vorgesehene Abschaffung des Elterngeldes f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger bringt 400 Millionen Euro.\n<p>Experten waren davon ausgegangen, dass es Milliardenbetr&auml;ge kostet, dem Urteil nachzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2815010_Hartz-IV-Empfaenger-Regierung-spart-an-Kindern.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung k&uuml;rzt Wohngeld um 40 Prozent<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Ausgaben f&uuml;r das Wohngeld offenbar um 40 Prozent k&uuml;rzen. Wie der Deutsche Mieterbund (DMB) am Freitag mitteilte, plant die Koalition, die Ausgaben des Bundes von derzeit etwa 800 Millionen Euro auf 491 Millionen zusammenzustreichen. Dazu sollen die erst zum 1. Januar 2009 eingef&uuml;hrte Heizkostenkomponente ersatzlos wegfallen und der Wohngeldanspruch soweit gek&uuml;rzt werden, da&szlig; weitere 30 Prozent der Ausgaben eingespart werden k&ouml;nnen. Dies geht laut DMB aus dem Koalitionsentwurf f&uuml;r das Haushaltsbegleitgesetzes 2011 hervor. &raquo;Das ist ein beispielloser sozialpolitischer Kahlschlag&laquo;, kommentierte DMB-Pr&auml;sident Franz-Georg Rips. &raquo;Mit diesem &rsaquo;Wohngeld-Hammer&lsaquo; zeigt die Bundesregierung ihr wahres Gesicht. F&uuml;r uns sind die Regierungspl&auml;ne v&ouml;llig unakzeptabel.&laquo; Die Koalition wolle auf &raquo;dem R&uuml;cken der Einkommensschw&auml;chsten &uuml;ber 300 Millionen Euro sparen&laquo;. Er f&uuml;rchte, da&szlig; viele der bisherigen Wohngeldbezieher k&uuml;nftig Arbeitslosengeld II beantragen m&uuml;ssen. Dann w&uuml;rden &raquo;auch die Kommunen die Sparpl&auml;ne der Bundesregierung ausl&ouml;ffeln&laquo; m&uuml;ssen, so Rips.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-03\/067.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Britische Regierung pr&uuml;ft noch h&auml;rteren Sparkurs<\/strong><br>\nIm Kampf gegen die hohe Staatsverschuldung erw&auml;gt die britische Regierung einen noch h&auml;rteren Sparkurs. Das Finanzministerium teilte am Samstag mit, mehrere Ministerien seien angewiesen worden zu pr&uuml;fen, inwieweit sie ihre Ausgaben um bis zu 40 Prozent senken k&ouml;nnten. Ausgenommen von der nun angepeilten zweiten Sparrunde seien die Ressorts Bildung, Gesundheit und Verteidigung. Die meisten anderen Ressorts, darunter die Ministerien f&uuml;r Inneres, Verkehr sowie Arbeit und Renten, m&uuml;ssten aber weitere K&uuml;rzungen durchspielen und ihre Ergebnisse bis Ende des Monats in einem Bericht zusammenfassen. Gewerkschaften kritisierten die Ank&uuml;ndigung scharf und sprachen von einer Schock-Politik der neuen Regierung. Durch K&uuml;rzungen von bis zu 40 Prozent gingen sch&auml;tzungsweise eine Million Arbeitspl&auml;tze im &ouml;ffentlichen Dienst verloren, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Mark Serwotka.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/grossbritannien_staat_budget_haushalt_kuerzungen_1.6385197.html\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Spanien streicht mehr als 10.000 Beamtenstellen<\/strong><br>\nZur Eind&auml;mmung der Schuldenkrise will Spanien nun seinen Beamtenapparat ausd&uuml;nnen. Die sozialistische Regierung beschloss am Freitag, bis 2013 rund 10.600 Stellen in der staatlichen Verwaltung abzuschaffen. Damit k&ouml;nnten 250 Millionen Euro eingespart werden, sagte Vizeregierungschefin Mar&iacute;a Teresa Fern&aacute;ndez de la Vega in Madrid. Entlassungen solle es aber nicht geben. Vielmehr w&uuml;rden derzeit vakante sowie freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt. Im Kampf gegen das hohe Haushaltsdefizit von zuletzt 11,2 Prozent ist in Spanien unter anderem ein Sparpaket von zus&auml;tzlich 15 Milliarden Euro verabschiedet worden. Es sieht unter anderem eine K&uuml;rzung der Beamtengeh&auml;lter sowie eine Nullrunde f&uuml;r Rentner im n&auml;chsten Jahr vor. Bis 2013 will Spanien sein Haushaltsdefizit auf die zul&auml;ssigen 3,0 Prozent senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/578684\/index.do?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/index.do\">die presse.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Europa im Sparexzess! Einmal ganz abgesehen von den kontraktiven Auswirkungen auf den Konjunkturverlauf, bedarf es nur wenig Fantasie, um sich vorzustellen, dass unsere politische Eliten mit ihren sozial unausgewogenen Ma&szlig;nahmen eine kritische Masse f&uuml;r gesellschaftliche Revolten vorbereiten.<br>\n<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne steigen wieder<\/strong><br>\nDie L&ouml;hne in Deutschland sind Anfang des Jahres so stark gestiegen wie seit Ende 2008 nicht mehr. Die realen Monatseinkommen waren im ersten Quartal 0,8 Prozent h&ouml;her als ein Jahr zuvor, berichtet das Statistische Bundesamt. Die Beh&ouml;rde hat sich nur Vollzeit-Besch&auml;ftigte angeschaut. Begr&uuml;ndung: Wenn man auch Teilzeitkr&auml;fte ber&uuml;cksichtigt, sinkt das Lohnniveau nur deshalb, weil es mehr Teilzeitkr&auml;fte gibt.\n<p>Das Durchschnittseinkommen f&uuml;r einen vollen Job betr&auml;gt demnach 3180 Euro brutto, inklusive Sonderzahlungen. Dabei gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen&hellip;<br>\nF&uuml;r die kommenden Monate sind die Aussichten nicht gerade rosig: So haben die f&uuml;hrenden Wirtschaftsforschungsinstitute bereits im Fr&uuml;hjahr prophezeit, dass im gesamten Jahr 2010 die realen Stundenl&ouml;hne sinken werden. In einer aktuellen Analyse kommt das Forschungsinstitut IMK zum gleichen Ergebnis.<\/p>\n<p>Industriefirmen werden im gro&szlig;en Stil schlecht bezahlte Leiharbeiter einstellen, erl&auml;utert Gerhard Bosch, Direktor des Instituts Arbeit und Qualifikation an der Uni Duisburg-Essen. Neue Jobs entstehen auch in Dienstleistungssektoren wie Gesundheit und Soziales. Und in Branchen wie der Altenpflege sei es nun mal schwierig, gr&ouml;&szlig;ere Zuschl&auml;ge durchzusetzen, so Oliver Holtem&ouml;ller, Konjunkturchef des Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle.<\/p>\n<p>Seit Jahren seien die Lohnzuw&auml;chse in Deutschland niedriger als in anderen europ&auml;ischen Staaten, betont Bosch. Er sieht keine Anzeichen, dass sich daran etwas &auml;ndert. Denn die Politik lehnt einen Mindestlohn und die Anhebung der Leiharbeiter-Verdienste auf Stammkr&auml;fte-Niveau ab. Und Gewerkschaften werden geschw&auml;cht, weil in der Industrie weiter die Jobangst umgeht. Die Nachricht der Statistiker ist also kein Grund, auf ein Ende der Lohnzur&uuml;ckhaltung zu hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=2809974&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Haftstrafen f&uuml;r Kartells&uuml;nder&ldquo;<\/strong><br>\nWettbewerb: Bundeskartellamt und EU haben j&uuml;ngst etliche F&auml;lle aufgedeckt, in denen Unternehmen den Wettbewerb durch Absprachen unterlaufen haben. Kartelle d&uuml;rften nicht mehr als Ordnungswidrigkeit eingestuft werden, sie m&uuml;ssten als Straftat gelten, fordert der &Ouml;konom Heinz-J. Bontrup von der FH Gelsenkirchen und Autor des folgenden Artikels.<br>\nTrotz dieser Aufdeckungserfolge kann man nicht zufrieden sein. Die Kartelldunkelziffer d&uuml;rfte so gro&szlig; sein, dass der Volkswirtschaft jedes Jahr ein Schaden in hoher zweistelliger Milliardenh&ouml;he entsteht.<br>\nKartellmitglieder, die Preise, Produktionsmengen, Produktqualit&auml;ten und Absatzgebiete absprechen, tun dies jeweils zur Erzielung hoher Profitraten zu Lasten der Allgemeinheit. Es ist eben schlicht und ergreifend f&uuml;r jeden Unternehmer verlockend, ohne Leistungserbringung Profite zu erzielen. So tr&auml;umt er jede Nacht davon, einmal Monopolist zu sein. Besonders anf&auml;llig f&uuml;r Ausbeutungen anderer Marktteilnehmer sind dabei Hersteller homogener Massenproduktionen, die sich durch ihre Produkte von anderen Unternehmen im Wettbewerb nicht abheben k&ouml;nnen. Und auch in der Wirtschaftskrise, bei insgesamt r&uuml;ckl&auml;ufiger Nachfrage mit einer deflatorischen Tendenz, steigt der Hang, die Preise durch illegale Absprachen zu stabilisieren oder sogar zu erh&ouml;hen.<br>\nDeshalb ist es geradezu naiv zu glauben, mit Bu&szlig;geldbescheiden, auch nach Einf&uuml;hrung einer Kronzeugen-Regelung, hinreichend potenziellen Kartellen den Garaus machen zu k&ouml;nnen. Im Gegenteil: Die Kartellmitglieder planen im Rahmen eines &bdquo;return pricing systems&ldquo; die m&ouml;glichen Bu&szlig;gelder &ndash; sollte das Kartell auffliegen &ndash; schon vorab in die Preise ein, sodass am Ende der Nachfrager durch die v&ouml;llig &uuml;berh&ouml;hten Preise das Bu&szlig;geld schon l&auml;ngst mit bezahlt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=48532&amp;source=rubrik&amp;sitestat=&amp;ivw=redaktion%20\">vdi-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die fabelhaften Banker Boys<\/strong><br>\nBeim Handel mit Emissionsrechten soll es in Deutschland ein Betr&uuml;gernetz geben &ndash; m&ouml;glicherweise sind Mitarbeiter der Deutschen Bank daran beteiligt. Und wenn Razzien bevorstehen, dann wissen die Betroffenen vorher Bescheid. Ein Wirtschaftskrimi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/deutsche-bank-handel-mit-emissionsrechten-die-fabelhaften-banker-boys-1.969223\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Abrechnung<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngig vom Erfolg &ndash; warum Insolvenzverwalter Klaus Hubert G&ouml;rg und seine Kollegen fast immer gut verdienen. Zur Grundverg&uuml;tung, die sich am erzielten Verm&ouml;gen, der sogenannten Insolvenzmasse, orientiert, kommen eine ganze Menge Sonderzahlungen. Nur die Grundverg&uuml;tung ist gesetzlich geregelt, bei den Zuschl&auml;gen haben die Insolvenzverwalter viel Spielraum. So wird allein jede der 37 Gesellschaften aus dem ehemaligen Reich von Karstadt und Quelle gesondert abgerechnet. Dazu kommen Aufschl&auml;ge f&uuml;r die einj&auml;hrige Fortf&uuml;hrung von Karstadt und die komplizierte Investorensuche. Ein Sprecher von G&ouml;rg wollte sich zu dessen Verdienst nicht &auml;u&szlig;ern. Ein Insolvenzberater, der am Fall Karstadt beteiligt ist, legt sich dagegen fest: &bdquo;G&ouml;rg bekommt auf jeden Fall mehr als zehn Millionen Euro.&ldquo; Doch was die Arbeit eines Insolvenzverwalters auszeichnet, dar&uuml;ber wird in der Branche heftig gestritten. Denn ob es gelingt, m&ouml;glichst viele Arbeitspl&auml;tze zu erhalten, spielt f&uuml;r den Verdienst des Verwalters kaum eine Rolle. Im Gegenteil. &bdquo;Wenn Insolvenzverwalter schnell abwickeln, zerschlagen und liquidieren, k&ouml;nnen sie mehr Geld verdienen, als wenn sie sich in die M&uuml;hen einer Sanierung begeben&ldquo;, beklagt Hans Haarmeyer, Professor f&uuml;r Wirtschafts- und Insolvenzrecht.<br>\nBisher, so kritisiert Haarmeyer, k&ouml;nnen Verwalter ihre Bez&uuml;ge durch Sonderzahlungen immer mehr in die H&ouml;he treiben &ndash; zum Schaden der Gl&auml;ubiger und der Firmen. &bdquo;Das Verg&uuml;tungssystem ist in den letzten Jahren explodiert, ohne dass es daf&uuml;r eine sachliche Rechtfertigung gibt&ldquo;, sagt Haarmeyer, der fr&uuml;her lange als Insolvenzrichter t&auml;tig war. Im Grunde diene das Verfahren nur noch dazu, den Verwalter &uuml;ppig zu verg&uuml;ten. Nach seiner Berechnung flie&szlig;t inzwischen 70 Prozent der Insolvenzmasse an den Verwalter selbst. Deshalb fordert er eine Gehaltsobergrenze: &bdquo;Wir brauchen eine Deckelung der Geh&auml;lter bei h&ouml;chstens 30 Prozent des Firmenverm&ouml;gens.&ldquo; Auch die mangelnde Aufsicht erhitzt die Gem&uuml;ter. Formal pr&uuml;ft das zust&auml;ndige Amtsgericht die Abrechnung des Insolvenzverwalters. Doch Andree Wernicke, der im Fr&uuml;hjahr das Buch &bdquo;Kartell der Plattmacher&ldquo; auf den Markt brachte und darin die r&uuml;cksichtslosen Methoden vieler Insolvenzverwalter aufdeckte, bem&auml;ngelt die fachliche Kompetenz der Gerichte. &bdquo;Die Wirtschaftssprache wird in den seltensten F&auml;llen verstanden&ldquo;, schreibt er. Die Insolvenzverwalter nennt er &bdquo;Sonnenk&ouml;nige ohne Kontrolle&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/die-abrechnung\/1874798.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Freispruch f&uuml;r Spekulanten<\/strong><br>\nSteigende Nachfrage und zunehmender Wohlstand seien Schuld an den hohen Lebensmittelpreisen, behauptet die OECD. Weltern&auml;hrungsorganisationen haben daran berechtigte Zweifel.<br>\nDass sich zwischen 2006 und 2008 die Preise f&uuml;r Weizen, Mais und Soja mehr als verdoppelten und in &auml;rmeren L&auml;ndern wie Haiti, &Auml;gypten und Niger Hungerrevolten stattfanden, das kann auch die OECD nicht bestreiten.<br>\nDoch nicht das war nach Ansicht der OECD schuld an der rasanten Teuerung, sondern die gestiegene reale Nachfrage aufgrund der wachsenden Weltbev&ouml;lkerung, zunehmenden Wohlstands in Schwellenl&auml;ndern und des Booms bei Biotreibstoffen. Seltsam nur, dass sich all diese Faktoren 2008 verschworen zu haben scheinen, um eine solche Preisexplosion hervorzurufen. Seither haben sich die Preise etwas stabilisiert, wenn auch auf h&ouml;herem Niveau als zuvor.<br>\nDass es irgendwann zu einer Normalisierung kommt, sp&auml;testens wenn die Ernte eingefahren ist und reale Abnehmer gefunden werden m&uuml;ssen, &uuml;berrascht nicht. Heiner Flassbeck, Chef&ouml;konom der UN-Handels- und Entwicklungskonferenz (Unctad), gab jedoch zu bedenken, dass bis dahin Zeit vergeht &ndash; &ldquo;und in dieser Zeit k&ouml;nnen Menschen in armen L&auml;ndern verhungert sein, weil einige Fonds oder Banken versucht haben, Traumrenditen zu erzielen&rdquo;.<br>\nDie Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) fordert daher in einer anderen aktuellen Studie eine Regulierung der M&auml;rkte f&uuml;r Agrar-Futures. Im Gegensatz zur OECD glaubt sie, dass der weltweite Preisanstieg bei Lebensmitteln vor zwei Jahren &ldquo;durch die Spekulanten in den Futures-M&auml;rkten verst&auml;rkt worden sein k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/freispruch-fuer-spekulanten\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vorst&auml;nde altern schneller<\/strong><br>\nIm Berufsleben gibt es zwei verschiedene Alterungsprozesse: Vorst&auml;nde altern schneller als gew&ouml;hnliche Arbeitnehmer. F&uuml;r Otto Normalverbraucher schiebt die Regierung die gesetzliche Altersgrenze von 2012 an Jahr f&uuml;r Jahr um einen Monat auf 67 Jahre hinaus. Der wichtigste Grund f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit ist die wachsende Lebenserwartung. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschiebt sich das Verh&auml;ltnis von Lebensarbeitszeit und Ruhestand stetig in Richtung Rentnerdasein. Die angehobene Altersgrenze soll dem Kollaps der gesetzlichen Rentenversicherung vorbeugen. Ganz anders sieht die Entwicklung in den F&uuml;hrungsetagen der deutschen Wirtschaft aus. Vorst&auml;nde werden immer fr&uuml;her in den Ruhestand geschickt. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Booz &amp; Company ist das Durchschnittsalter freiwillig oder unfreiwillig ausscheidender Vorstandsvorsitzender von knapp 59 Jahren im Jahr 2003 auf knapp 56 Jahre im vergangenen Jahr gesunken. Die f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte jahrzehntelang bei 65 Jahren liegende Altersgrenze ist in vielen Unternehmenssatzungen auf die Regelaltersgrenze von 60 Jahren zur&uuml;ckgesetzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EE9C956C8B0234AEBA7D5E65261908E46~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tarifeinheit?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewerkschaften: Ein Gesetz gegen die Feuerwehr <\/strong><br>\nArbeitgeber und DGB haben sich verb&uuml;ndet. Sie wollen kleine Gewerkschaften klein halten. Nachdem das Bundesarbeitsgericht das Prinzip &ldquo;ein Betrieb, ein Tarif&rdquo; gekippt hat, k&ouml;nnte es k&uuml;nftig n&auml;mlich noch mehr Interessenvertretungen und st&auml;ndige Arbeitsk&auml;mpfe geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ein-gesetz-gegen-die-feuerwehr\/1874768.html;jsessionid=968730E42D4FBC61F255D83B6FA8280D\">tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Es wird kein Chaos geben<\/strong><br>\nArbeitsrechtler Wolfgang D&auml;ubler &uuml;ber die Legitimation der Berufsgewerkschaften, die Monopolstellung des DGB und die Weimarer Republik:<br>\n&ldquo;Zun&auml;chst einmal haben wir im Grundgesetz die Freiheit zur Gr&uuml;ndung von Gewerkschaften und damit zur Tarifpluralit&auml;t. Anders als in China gibt es nicht nur eine Organisation. Und das beschworene Chaos sehe ich gar nicht. Irgendwie erinnern mich die Besorgnisse von BDA und DGB an die &Auml;u&szlig;erung des preu&szlig;ischen Innenministers von Puttkamer, der einmal sagte, hinter jedem Streik lauere die Hydra der Revolution. &hellip; Es geht um die Etablierung eines bilateralen Monopols. Aber funktioniert ein Monopol besser als der Wettbewerb? Es mag f&uuml;r die Akteure bequemer sein, aber wie sind die Resultate? &hellip; In den Unternehmen sind heute im Schnitt h&ouml;chstens 15 bis 20 Prozent der Belegschaften in einer Gewerkschaft organisiert. Statt durch bessere Politik mehr Mitglieder zu gewinnen, wird auf juristischem Wege jede Alternative blockiert. Das hat viele Parallelen zur Flucht in die staatliche Zwangsschlichtung w&auml;hrend der Weimarer Zeit. Wer keine eigene Kraft mehr hat, muss sie sich von anderen leihen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/es-wird-kein-chaos-geben\/1874766.html;jsessionid=968730E42D4FBC61F255D83B6FA8280D\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ist die entscheidende Frage: Wie sind die Resultate? Wenn der Staat &uuml;ber einen eisernen Sparkurs und die Ausdehnung eines Niedriglohnsektors die L&ouml;hne niedrig halt, f&auml;llt es in die Verantwortung der Gewerkschaften, sich Lohnsteigerungen unter dem Produktivit&auml;tsentwicklung zu verweigern. Vielleicht bringt die Konkurrenz die Gro&szlig;gewerkschaften dazu, ihre Spielr&auml;ume mehr auszureizen. Der W&auml;hler steht in der Pflicht, Parteien abzuw&auml;hlen, die dem Kapital erlauben &uuml;ber Niedrigl&ouml;hne Profite einzufahren und nicht f&uuml;r den Mindestlohn eintreten. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stromexportweltmeister Deutschland<\/strong><br>\nDer Exportweltmeister Deutschland macht auch beim Strom seinem Ruf alle Ehre: Im ersten Quartal 2010 erzielte die Bundesrepublik mit gut 9 Milliarden Kilowattstunden den h&ouml;chsten Export&uuml;berschuss ihrer Geschichte. Das belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Damit wurde im ersten Quartal in Deutschland 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht &ndash; obwohl die Atomkraftwerke Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel nicht eine einzige Kilowattstunde produzierten. Der Export&uuml;berschuss entsprach ziemlich exakt jener Menge, die in der gleichen Zeit in den alten Reaktoren Biblis A und B, Neckarwestheim I, Isar 1, Philippsburg 1 und Grafenrheinfeld erzeugt wurde. Das bedeutet: Deutschland h&auml;tte auf acht Atomkraftwerke verzichten k&ouml;nnen &ndash; und h&auml;tte selbst dann noch eine ausgeglichene Bilanz. Indizien f&uuml;r eine &ldquo;Stroml&uuml;cke&rdquo;, die von der Atomlobby f&uuml;r den Fall des Ausstiegs angef&uuml;hrt wird, gibt es folglich nicht. Zumal der Export&uuml;berschuss Deutschlands seit Jahren steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F07%2F02%2Fa0131&amp;cHash=5a98161aa8\">taz<\/a><\/li>\n<li><a hame=\"h15\"><\/a><strong>Datenschutz: K&uuml;nast will Swift stoppen<\/strong><br>\nDie Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen, Renate K&uuml;nast, &uuml;bt an der Neufassung des Swift-Abkommens scharfe Kritik: &ldquo;Der Vorschlag ist in Sachen Datenschutz genauso unzumutbar wie der erste&rdquo;, sagte sie der Frankfurter Rundschau. Deshalb appelliert K&uuml;nast an das EU-Parlament, wieder Nein zu Swift zu sagen. Im ersten Anlauf hatten die EU-Parlamentarier das Abkommen gestoppt &ndash; aus Gr&uuml;nden des Datenschutzes, aber auch, weil die Kommission versucht hatte, den Vertrag ohne Einbeziehung des Parlaments den Weg zu bringen. Bei der Abstimmung des Europaparlaments &uuml;ber den Swift-Vertrag in dieser Woche wird allerdings mit einer klaren Mehrheit gerechnet. Nachdem der Innenausschuss des EU-Parlaments am heutigen Montag sein Votum dazu abgibt, wird am Mittwoch noch das Parlament im Plenum abstimmen.<br>\nDie Nachbesserungen beim neuen Abkommen gehen K&uuml;nast nicht weit genug. Ein entscheidender Knackpunkt in ihren Augen ist dabei, dass Daten &ldquo;vollkommen unbescholtener B&uuml;rger&rdquo; f&uuml;nf Jahre lang gespeichert werden sollen, sagte sie der FR. Au&szlig;erdem sollen &ldquo;noch immer keine einzeln angefragten Daten &uuml;bermittelt werden, sondern ganze Datenpakete&rdquo;, klagt die Fraktionsvorsitzende. &ldquo;Das spricht jedem Datenschutz Hohn.&rdquo; Aus diesem Grund, mahnt K&uuml;nast, d&uuml;rften die EU-Parlamentarier ihre fr&uuml;heren Bedenken nun nicht leichtfertig beiseite schieben. Vor allem die sozialistische Fraktion im EU-Parlament fordert sie auf, dem &ldquo;zweiten Aufguss eines falschen Abkommens nicht zuzustimmen&rdquo;. Zugleich greift K&uuml;nast die FDP f&uuml;r ihren Kurswechsel beim Swift-Abkommen an: &ldquo;Dass Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger f&uuml;r die Bundesregierung zugestimmt hat, zeigt dass alle Beschl&uuml;sse der FDP f&uuml;r mehr B&uuml;rgerrechte das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2814937_Datenschutz-Kuenast-will-Swift-stoppen.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwas sp&auml;t greifen die Gr&uuml;nen in die Debatte um das Swift-Abkommen ein. Aber nat&uuml;rlich hat Frau K&uuml;nast recht, wenn sie betont, dass vor allem die FDP, die als Regierungspartei konkrete Machtoptionen gehabt h&auml;tte, wieder einmal mehr ihre liberale Tradition verraten hat. &Auml;u&szlig;erungen nach der letzten Klausurtagung, dass sie nicht nur Steuerpartei sein wolle, sondern in Zukunft Bildungs- und B&uuml;rgerrechtsfragen st&auml;rker betonen w&uuml;rde, erweisen sich in der konkreten Situation als Geschw&auml;tz.<br>\nTraurig ist auch das Einknicken des Europ&auml;ischen Parlaments, das nach einigen mehr kosmetischen Eingriffen den USA die Abfrage gro&szlig;er Mengen unspezifischer Daten von europ&auml;ischen Bankkunden erlauben wird. Viel Heuchelei ist im Spiel, wenn behauptet wird, dass die Massenabfrage deshalb notwendig sei, weil Europa nicht in der Lage sei, spezifische Bankdaten eines Verd&auml;chtigen aus den Auslands&uuml;berweisungen herauszufiltern. Hier dr&uuml;ckt man sich recht fadenscheinig vor der politische Verantwortung, da das Problem technologisch sehr wohl gel&ouml;st werden kann. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lag es an der Linken?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Franz Walter: &ldquo;Schlimm, dass die Gr&uuml;nen mitspielen&rdquo;<\/strong><br>\nRechnerisch ein R&uuml;ckfall, okay. Aber wieso b&uuml;ndnispolitisch?<br>\nWalter: Weil sich bei der SPD wieder die typische Art zeigt, wie sie vor zehn, 20 Jahren mit den Gr&uuml;nen umgesprungen ist: Man erpresst den kleinen, nicht f&uuml;r voll genommenen, im Grunde ungeliebten Partner, zwingt ihn zu einem bestimmten Votum &ndash; und denunziert ihn bei abweichendem Verhalten als &ldquo;unpolitisch&rdquo; oder vorgestrig. So ist es doch am Mittwoch mit der Linkspartei gelaufen. Allianzen, die funktionieren und halten sollen, laufen anders. Schlimm &uuml;brigens, dass die vor wenigen Jahren selbst noch maltr&auml;tierten Gr&uuml;nen das alles bedenkenlos mitspielen.<br>\nWer sagt, dass Sigmar Gabriel eine Allianz mit der Linken wollte?<br>\nWalter: Um die schwarz-gelbe Bundesregierung in eine veritable Koalitionskrise zu st&uuml;rzen, h&auml;tte er die Linke schon gebraucht. Denn so ist ja nichts geschehen, was die politischen Machtverh&auml;ltnisse gedreht h&auml;tte. Bereits in einem Jahr wei&szlig; doch kaum noch jemand, dass der Bundespr&auml;sident erst im dritten Wahlgang gew&auml;hlt wurde. Oder war Ihnen das bei Herzog damals pr&auml;sent?<br>\nSelbst wenn nicht, was folgern Sie aus alledem?<br>\nWalter: Das deutsche B&uuml;rgertum ist tats&auml;chlich hoch irritiert. Es zweifelt zutiefst an seinen traditionellen Parteien. Es hadert mit der eigenen Regierung. Es fl&uuml;chtet sich erneut in die alte Distanz zu Parteien und komplizierten parlamentarischen Vermittlungen. Das ist furchtbar gef&auml;hrlich. Aber es ist keine vern&uuml;nftige L&ouml;sung, diese ziellosen Verdrossenheiten noch sozialdemokratisch anzuheizen. Zumal dann nicht, wenn man zu alternativen Mehrheitsb&uuml;ndnissen selbst unf&auml;hig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2810424_Politikprofessor-zur-Wulff-Wahl-Schlimm-dass-die-Gruenen-mitspielen.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Die Zeit<\/strong><br>\n&hellip; ist f&uuml;r mich der Inbegriff einer Zeitung, die es immer wieder fertigbringt, dem Leser glauben zu machen, es sei alles gar nicht so, wie er die Realit&auml;t wahrnimmt, sondern es sei doch in Wirklichkeit ganz anders.<br>\nSoboczynski schreibt einleitend:&gt;&gt;Nat&uuml;rlich ist es kein neues Ph&auml;nomen, Politik v&ouml;llig verengt als eine Kunst von Strategien, Intrigen, der trickreichen T&auml;uschungen zu begreifen, wie es die Kommentatoren des Politikbetriebs gemeinhin tun. Doch frappieren die Vehemenz und die H&auml;ufigkeit, mit denen Politikern heute Verlogenheit unterstellt wird.&lt;&lt; \nNehmen wir zum Beispiel die Nachdenkseiten als Ausgangspunkt: Aus dieser Sicht haben wir es mit einer Presse zu tun, welche die L&uuml;gen der Politik unreflektiert, unkommentiert, lautsprecherartig verbreitet. Wolfgang Lieb zeigt das erst heute wieder an der demagogischen (demagogisch, weil verlogenen) Behauptung auf, die LINKE sei daran schuld, dass Wulff Bundespr&auml;sident wurde. Einerseits h&ouml;rt man, Wulff habe im 3. Wahlgang mit absoluter Mehrheit die Wahl gewonnen, aber dass sei nur m&ouml;glich gewesen, weil die Stimmen der Linken f&uuml;r Gauck gefehlt h&auml;tten.\nIm Gegensatz zu Lieb, dem zufolge die rot-gr&uuml;nen Politiker l&uuml;gen, ist die L&uuml;ge f&uuml;r Soboczynski nur eine Unterstellung, denn in Wirklichkeit l&uuml;gen die Politiker nicht; weil wir &ldquo;Politik-Kritischen&rdquo; aber den Politikern die L&uuml;ge unterstellen, werden mir mitschuldig am Niedergang der Politik.\nIch halte das f&uuml;r eine &auml;u&szlig;erst krause Logik.\nWas Soboczynski macht, gleicht einer Tabuisierung des Denkens. \nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.klaus-baum.info\/2010\/07\/02\/die-zeit-2\/\">Klaus Baum Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wulff: Au&szlig;en soft, innen knallhart<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Christian Wulff verk&ouml;rpert perfekt die Strategie von Konsens und Konfliktvermeidung nach au&szlig;en<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F07%2F02%2Fa0142&amp;cHash=74a5217955\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Medien sollten allm&auml;hlich zur Tagesordnung &uuml;bergehen und sich den konkreten Politikinhalten von Schwarz\/Gelb zuwenden. Diese zum Showdown f&uuml;r Angela Merkel hoch stilisierte Wahl, hat nur gezeigt, dass Frau Merkel doch nicht der weibliche Machiavelli Deutschlands ist. H&auml;tte sie den Vorschlag der SPD angenommen, sie sich h&auml;tte an so manch einer f&uuml;r die SPD unangenehmen Ausf&uuml;hrung eines Pr&auml;sidenten Gauck delektieren k&ouml;nnen. So konnten sich die Medien in einer Kritik an Merkel hochgeilen, die sich zum Teil gegenseitig ausschloss: Einerseits die autorit&auml;re, machtbewu&szlig;te Politikerin, die ihren Kandidaten durchpeitschte, andererseits die Politikerin, die ihren Laden nicht zusammenhalten konnte. Die Blamage f&uuml;r die Medien besteht u.a. darin, dass sie nicht nur an den tats&auml;chlichen Machtverh&auml;ltnissen in der Bundesversammlung vorbei geschrieben haben, sondern auch die Stimmung der Bev&ouml;lkerung nicht erfasst haben. Im letzten Deutschlandtrend empfanden 58 Prozent Wulff als die richtige Wahl und nur 35 Prozent meinten, dass Gauck der bessere Pr&auml;sident gewesen w&auml;re.<br>\nLeider hat sich die Ahnung best&auml;tigt, dass diese Wochen ganz im Zeichen des Theaters um die Wahl des Bundespr&auml;sidenten und der Weltmeisterschaft in S&uuml;dafrika stehen w&uuml;rden. &ndash; Zur Kenntnisnahme: Am Tag des Argentinienspiels beschloss Schwaz\/Gelb die Erh&ouml;hung der Krankenkassenbeitr&auml;ge, R&uuml;cknahme der Senkung von 2009. Die unterschiedlichen Beitragss&auml;tze von Arbeitgebern und Arbeitnehmern werden festgefroren. <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2812054_Krankenversicherung-Wirtschaft-warnt-vor-hoeheren-Beitragssaetzen.html.\">K&uuml;nftige Kostensteigerungen werden allein von den Arbeitnehmern zu zahlen sein<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Opposition bleibt zerstritten<\/strong><br>\nEin Gipfeltreffen von SPD, Gr&uuml;nen und Linkspartei, welches der Vorsitzender der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo;, Klaus Ernst, vorgeschlagen hatte, kommt voraussichtlich nicht zustande.<br>\nSPD-Parteichef Sigmar Gabriel bezeichnete den Vorschlag als &ldquo;Offenbarungseid und einen Ausdruck &auml;u&szlig;erster Hilflosigkeit&rdquo;. Statt den inneren Kampf zwischen Reformern und Betonkommunisten in der Linkspartei auszutragen, suche Ernst &ldquo;mal wieder einen &auml;u&szlig;eren Feind&rdquo;, sagte Gabriel der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Renate K&uuml;nast bezeichnete die Linkspartei im &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; als derzeit &ldquo;nicht politikf&auml;hig&rdquo;.<br>\nDer Fraktionschef der Linkspartei, Gregor Gysi, erneuerte im &ldquo;Bericht aus Berlin&rdquo; derweil seine Kritik an SPD und Gr&uuml;nen. Mit der Nominierung von Joachim Gauck als Kandidat f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten h&auml;tten sie versucht, die Linkspartei vorzuf&uuml;hren, sagte er. &ldquo;Die SPD und die Gr&uuml;nen schauen sich die Umfragen an. Und solange sie hoffen, sie k&ouml;nnen das alleine, werden sie entsprechend garstig zu uns sein&rdquo;, so Gysi: &ldquo;Wenn sie pl&ouml;tzlich mitkriegen, sie schaffen es doch nicht alleine, dann werden sie wieder freundlicher.&rdquo;<br>\nUm eine Ann&auml;herung zwischen den drei Oppositionsparteien zu erzielen, m&uuml;sse sich das Gespr&auml;chsklima deutlich &auml;ndern, so Gysi weiter. Auf Bundesebene seien inhaltliche Fragen das eigentliche Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/babgysi100.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu Guttenberg: &bdquo;Afghanistan wird sich nie absolut stabilisieren lassen&ldquo;<\/strong><br>\nJa, wir m&uuml;ssen, so bitter diese Aussage auch ist, weiter mit Verlusten und Verwundeten rechnen. Der Sommer wird eine harte Belastungsprobe f&uuml;r uns alle bedeuten. Wir stehen kurz vor den afghanischen Parlamentswahlen, und an den Hot Spots nimmt die Gewalt zu.<br>\nWir m&uuml;ssen weiterhin deutlich machen, wozu dieser Einsatz dient und welche Ziele realistisch erreichbar sind und welche nicht. Wesentlich ist doch: Von Afghanistan darf keine Gef&auml;hrdung der internationalen Gemeinschaft mehr ausgehen &ndash; das Nichterreichen anderer W&uuml;nsche, auch von Traumbildern, wird man wohl mehr und mehr und klarer in Kauf nehmen m&uuml;ssen. Wie etwa die Illusion von einer Idealdemokratie in Afghanistan. F&uuml;r Illusionen d&uuml;rfen wir weder unsere Soldaten noch Polizisten oder zivile Helfer diesen Gefahren aussetzen&hellip;<br>\nWir sollten aber den Anspruch haben, allersp&auml;testens im n&auml;chsten Jahr mit der &Uuml;bergabe in Verantwortung zu beginnen und das nicht aus fadenscheinigen Gr&uuml;nden auf die lange Bank schieben lassen. Aber ich bleibe dabei: Es w&auml;re ein Fehler, sich auf ein Enddatum festzulegen.<br>\nAfghanistan wird sich nie nach unseren Ma&szlig;st&auml;ben absolut stabilisieren lassen. Aber f&uuml;r den Fall, dass es k&uuml;nftig wieder nachweisbar zu einem st&auml;ndigen R&uuml;ckzugsort f&uuml;r Terrorzellen w&uuml;rde, die international agieren, muss es von internationalem Interesse sein, solchen Terrorelementen zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E6651CA8C02FF4EF5BA76E008CF14CF18~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Gewalt als Privatsache<\/strong><br>\nDaniel Robert Kramer und Allison Stanger warnen vor der Renaissance des S&ouml;ldnertums im Westen. Wie die Handelskompanien sind auch die heutigen Milit&auml;rfirmen transnationale Unternehmen: Sie sind in einem Staat registriert, zahlen dort Steuern und agieren legal auf dem internationalen Markt. Ebenso wie der heimische Staat in der Expansion der Handelskompanien ihr Partner gewesen ist, da er die ben&ouml;tigten Privilegien vergab, werden heute die Sicherheitsunternehmen mit &bdquo;Schutzbriefen&ldquo; ausgestattet, um Auftr&auml;ge in einem anderen Staat auszuf&uuml;hren. Hierbei geht es nun nicht mehr um die milit&auml;rische Absicherung von Plantagen, sondern um den Schutz der Anlagen von Rohstoff f&ouml;rdernden transnationalen Unternehmen und ihres Handels mit den gewonnenen Ressourcen. Wie die Handelskompanien in den Kolonien S&ouml;ldner rekrutierten, um den Aufbau &ouml;konomischer Strukturen milit&auml;risch abzusichern, unterst&uuml;tzen heute die USA und die EU lokale bewaffnete Verb&auml;nde in &uuml;berseeischen Territorien. Dies geschieht entweder direkt durch staatliche Sicherheitskr&auml;fte oder indirekt, indem private Milit&auml;rfirmen die Ausbildung, Beratung und das Training &uuml;bernehmen. Dabei greifen die &ouml;konomischen Interessen von transnationalen Unternehmen, Milit&auml;rfirmen und ihren Heimatstaaten eng ineinander, zumal sich die Direktorate der am Markt erfolgreichen Sicherheitsunternehmen zum gro&szlig;en Teil aus ehemaligen Milit&auml;rs, Mitarbeitern von Nachrichtendiensten, Politikern und finanzkr&auml;ftigen Investoren zusammensetzen. Das Ergebnis ist eine sicherheitspolitische &bdquo;Public Private Partnership&ldquo;, wie es sie seit der kolonialen &Auml;ra der Handelskompanien nicht mehr gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/gewalt-als-privatsache\/1875404.html\">Tagespiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zunehmender Einfluss der Einfl&uuml;sterer<\/strong><br>\nDas lange Warten auf strengere Finanzmarktregeln ist auch auf den massiven Druck von Lobbyisten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Weil deren Macht zunimmt, wird auf Lobbying-Regeln gepocht.<br>\nWenn es um die verschwiegene Branche der professionellen Lobbyisten geht, ist in der EU vieles im Argen. Zwar gibt es seit 2008 eine Datenbank f&uuml;r Lobbyisten. Dieses Register ist jedoch im Gegensatz zu seinem Pendant in den USA freiwillig &ndash; und ausgesprochen l&uuml;ckenhaft, sobald es um die konkreten Auftr&auml;ge geht. Auch d&uuml;rften die meisten Lobbyisten darin erst gar nicht aufscheinen: Mit Stand 4. Juli sind 2833 Interessenvertreter registriert; gesch&auml;tzt wird aber, dass mindestens 15.000 Lobbyisten und 1500 Lobbyingorganisationen in Br&uuml;ssel werken.<br>\nEin Beispiel: Die von Verbrauchersch&uuml;tzern und &Auml;rzteverb&auml;nden lange geforderte Ampel-Kennzeichnung bei Lebensmittel wurde dieses Fr&uuml;hjahr im EU-Parlament abgeschmettert. Dabei h&auml;tte diese einfache Rot\/Gelb\/Gr&uuml;n-Kennzeichnung auf einen Blick gezeigt, wie gesund oder eben nicht ein Lebensmittel ist. Da dies aber gegen die Interessen der wachsenden Snack- und Fertiggerichte-Industrie gewesen war, hatte im Vorfeld zur Abstimmung eine &ldquo;Lobby-Schlacht sondergleichen&rdquo; stattgefunden, wie der schwedische gr&uuml;ne Abgeordnete Carl Schlyter in einem Interview erkl&auml;rte. Der Interessenverband der EU-Lebensmittelindustrie (CIAA) habe eine Milliarde Euro ausgegeben, um die Lebensmittelampel zu verhindern &ndash; mit Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1277337358705\/Lobbyismus-Zunehmender-Einfluss-der-Einfluesterer\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Mafiaj&auml;ger Amando Spataro: Abh&ouml;rgesetz sch&uuml;tzt nicht die Privatsph&auml;re<\/strong><br>\n<strong>STANDARD:<\/strong> Welche Auswirkungen wird das neue Gesetz &uuml;ber die Einschr&auml;nkung von Telefonabh&ouml;rungen haben, das Italiens Parlament noch Ende Juli verabschieden will?<br>\n<strong>Spataro:<\/strong> Offensichtlich handelt es sich nicht um ein Gesetz, das die Privatsph&auml;re sch&uuml;tzen, sondern um eines, das Ermittlungen erschweren soll. Es wird schwieriger, gegen Korruption, aber auch gegen die Mafia und Terrorismus vorzugehen.<br>\n<strong>STANDARD:<\/strong> In Italien gab es gro&szlig;en Wirbel um ver&ouml;ffentlichte Telefonabh&ouml;rprotokolle. Wie handhaben andere L&auml;nder den Umgang mit solchen Daten?<br>\n<strong>Spataro:<\/strong> Nach Angaben einer verl&auml;sslichen Quelle wurden in Italien im Vorjahr 108.000 Telefonate abgeh&ouml;rt. Die von Regierungschef Silvio Berlusconi genannte Zahl von einer Million entspricht nicht der Realit&auml;t. W&auml;hrend in Italien jegliches Anzapfen einer Telefonleitung von einem Richter genehmigt werden muss, kontrollieren in Gro&szlig;britannien und in den USA die Geheimdienste dieses Ph&auml;nomen. Die Zahl der abgeh&ouml;rten Telefonate liegt dort zweifellos weit &uuml;ber dem Schnitt Italiens, allerdings wird deren Publikation in diesen L&auml;ndern erschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1277337364313\/Schwieriger-gegen-Mafia-vorzugehen%20\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Ein Spendenskandal an der Freien Universit&auml;t Berlin wird zum Lehrst&uuml;ck &uuml;ber Hochschulreformen <\/strong><br>\nSelbst ernannte Hochschulreformer treffen auf eine Verwaltung, die &uuml;ber die Jahre offenbar verlernt hat, ihre eigenen Interessen von denen der Institution zu unterscheiden. Es sind Auseinandersetzungen, wie sie an vielen Unis ausgetragen werden. Doch was nun folgt, ist so beispielhaft wie au&szlig;ergew&ouml;hnlich: in seiner H&auml;rte und auch in seinem Ausgang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/27\/C-Spendenskandal?page=all\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Wer in China wirklich das Sagen hat<\/strong><br>\nDie Parteistrukturen sind ein Paralleluniversum zu den Staatsstrukturen &ndash; auch wenn der Staat heute st&auml;rker ist als in der Mao-&Auml;ra: &ldquo;Der St&auml;ndige Ausschuss des Politb&uuml;ros ist noch immer die Spitze der Macht&rdquo;, sagt Joseph Cheng, Professor an der City University of Hong Kong. Zu den neun Mitgliedern geh&ouml;ren Pr&auml;sident Hu und Ministerpr&auml;sident Wen Jiabao &ndash; aber auch Unbekanntere wie Zhou Yongkang, der die Sicherheitsorgane steuert. In den Provinzen ist der Parteichef h&ouml;herrangig als der Gouverneur. Das Kabinett mit Wen an der Spitze hat vier Hierarchieebenen: unter Wen vier Vizepremiers, f&uuml;nf Staatsr&auml;te und 27 Minister &ndash; zu denen auch Zentralbankchef Zhou Xiaochuan z&auml;hlt sowie der Chef der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), Zhang Ping. Das Gewicht der Ministerien ist dabei sehr unausgewogen: Die NDRC hat weit mehr Macht als etwa das zahnlos geltende Handelsministerium. &ldquo;Die NDRC hat eine zentrale Rolle beim Entwurf der F&uuml;nfjahrespl&auml;ne &ndash; die heute Programme hei&szlig;en&rdquo;, sagt Cheng. &ldquo;Und sie verteilt Rohstoffe.&rdquo; Vor allem NDRC-Vize Zhang Guobao, zugleich Chef der beigeordneten Nationalen Energiekommission, sei &ldquo;superm&auml;chtig&rdquo;, sagt ein westlicher Schwerindustriemanager. Au&szlig;erdem managt der Staatsrat Beh&ouml;rden von der State-Owned Assets Supervision and Administration Commission (SASAC) &ndash; Eignerin der gro&szlig;en Staatsfirmen &ndash; &uuml;ber die Bankenaufsicht bis hin zur amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:chinas-heimliche-elite-wer-in-china-wirklich-das-sagen-hat\/50137615.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel bietet einige ganz interessante Informationen zur F&uuml;hrungsstruktur der Volksrepublik, so z.B. die Herausbildung von Familiendynastien. F&uuml;r manche mag die geringe Bedeutung des Handelsministeriums eine &Uuml;berraschung sein, da die Exportkraft Chinas im Mittelpunkt der allgemeinen Berichterstattung steht. Hier besteht aber im Westen ein gewaltiges Missverst&auml;ndnis.<br>\nW&auml;hrend die westlichen Industrienationen vor allem auf die Marktkr&auml;fte im Freihandel setzen, konzentriert sich China auf die Frage, wie entwickle ich wettbewerbsf&auml;hige Industrien, die auf dem Weltmarkt bestehen k&ouml;nnen. An dieser Stelle kommt die &uuml;berragende Bedeutung der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) in das Spiel. Sie entscheidet nicht nur &uuml;ber die Entwicklungsprogrammatik, sondern f&ouml;rdert ganz konkret z.B. &uuml;ber die Rohstoffzuteilung, welche Branchen, Unternehmen f&ouml;rderungsw&uuml;rdig sind. China vertraut keineswegs den reinen Marktkr&auml;ften, sondern verpflichtet beispielsweise ausl&auml;ndische Investoren, einheimische Zulieferer zu akzeptieren oder Technologisches Know-How zu transferieren. So hat die NDRC beispielsweise die industrielle Zusammenarbeit mit Airbus vereinbart. China hatte erkl&auml;rt, dass der Kauf von 160 Airbus-Flugzeugen durch die Volksrepublik nur zustande k&auml;me, wenn Airbus einen chinesischen Produktionsstandort einrichten w&uuml;rde und einem gewissen Technologietransfer zustimmen w&uuml;rde. Zurzeit wird der A320 in Tianjiin montiert. Nat&uuml;rlich behauptet Airbus, dass dies keine Auswirkungen auf die Produktionsstandorte Toulouse und Hamburg habe.<br>\nChina setzt weniger auf den freien Markt, sondern auf den intervenierenden Entwicklungsstaat. Eine Lehre, die die L&auml;nder an der europ&auml;ischen Peripherie in ihrer Ablehnung des planenden Staates verworfen haben, und sich dem hochentwickelten europ&auml;ischen Zentrum ohne &ldquo;Wenn und Aber&rdquo; ge&ouml;ffnet haben. Nur funktioniert das Konzept, Wettbewerbsf&auml;higkeit entsteht durch Wettbewerb, nur zwischen Volkswirtschaften, die auf Augenh&ouml;he miteinander konkurrieren. So stellt sich heute f&uuml;r etliche Staaten der europ&auml;ischen Peripherie, die nicht von Verlagerungen aus dem europ&auml;ischen Zentrum profitieren konnten, wie Frage, was habe ich im europ&auml;ischen Handel anzubieten. Die chinesische Antwort auf diese Frage, global gewendet, ist die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC). Diese hat unter Einsatz aller Mittel eine global wettbewerbsf&auml;hige Produktion zu gew&auml;hrleisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Peinlich<\/strong><br>\nDer Spiegel zeigte in einer Fotostrecke &bdquo;WM-Manie: Wohnst Du noch oder lebst Du schon Schwarz-Rot-Gold?&ldquo; ein Bild mit einem Flaggengesch&auml;ft. Bildunterschrift: Fahnen, Per&uuml;cken, Cowboyh&uuml;te: Ein Gesch&auml;ft in Murnau ist f&uuml;r den Schwarz-Rot-Gold-Hype bestens gewappnet. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/nazi_laden.jpg\" alt=\"Nazi Laden\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/fotostrecke\/fotostrecke-56644-3.html\">Spiegel Fotostrecke<\/a> (<em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Bild ist inzwischen ersetzt<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Ein Leser schreibt uns:<\/strong> Bei dem Gesch&auml;ft handelt es sich um den bekannten Nazi-Laden &ldquo;Hobbyland Murnau&rdquo;, auf den es schon diverse Farbanschl&auml;ge gab (deren Spuren im Foto gut erkennbar sind). Im gleichen Haus (Burggraben 62) befindet sich auch der Nazi-Versand &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.versand-der-bewegung.de\/shop\/shop_content.php?coID=82\">Versand der Bewegung<\/a>&rdquo; bzw. &ldquo;Sturmversand&rdquo;, ausserdem wohnt dort auch der NPD-Kreisvorsitzende Matthias Polt.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht einmal die <a href=\"http:\/\/picture.yatego.com\/images\/435366d2991c57.8\/Reichkriegsflagge1919.gif\">Schals mit der Reichskriegsflagge<\/a>, ein Erkennungszeichen der Neo-Nazis, sind den ach so kritischen Spiegelredakteuren zun&auml;chst aufgefallen. (Bild links unten) <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Mit Verlaub<\/strong><br>\nDer inzwischen zur&uuml;ckgetretene Vorstandsvorsitzende des Automobilzulieferers Continental, Manfred Wennemer, hat mir bei einer Diskussion an der Universit&auml;t Passau in sch&ouml;ner Offenheit die Vorteile von Hartz IV f&uuml;r sein Unternehmen benannt. Es sagte, Hartz IV sei unverzichtbar, weil seit seiner Einf&uuml;hrung der Krankenstand bei &ldquo;Conti&rdquo; sich auf dem niedrigsten Niveau halte, das es in der Firma je gegeben habe. Auf die Frage, warum dies so sei, antwortete Wennemer, &ldquo;weil die Menschen Angst haben, nach Hartz IV abgestuft zu werden&rdquo;.<br>\nDie &Ouml;konomisierung der Gesellschaft hat die Einstellung der politisch Verantwortlichen und der Angeh&ouml;rigen der Verwaltungen gegen&uuml;ber Antragstellern und Hilfesuchenden pervertiert. Kostenargumente dominieren, die pers&ouml;nlichen Schicksale betroffener Menschen verschwinden hinter einer Wand von Paragraphen und Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/07\/sit-venia-verbo.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Jogis M&auml;dchen tr&auml;umt vom Sommerm&auml;rchen<\/strong><br>\nAngela Merkel macht es richtig. Es kriselt im Koalitionsgeb&auml;lk, die Umfrageergebnisse d&uuml;mpeln im demoskopischen Kellerloch vor sich hin und dann vermasseln ihr ihre Parteifreunde auch noch den Durchmarsch ihres Pr&auml;sidentschaftskandidaten. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: die H&uuml;tte brennt, die Stimmung ist mies, die Kanzlerin im Popularit&auml;tsloch. Und was macht die Regentin? Sie setzt sich in ihren Flieger und schaut sich im fernen S&uuml;dafrika das Fu&szlig;ballspiel der deutschen Equipe gegen die Argentinier an. Adieu Tristesse! Jogis M&auml;dchen wei&szlig;, dass das positive Image der jungen deutschen Mannschaft nur positiv auf sie abf&auml;rben kann und Politik und Fu&szlig;ball in diesem unseren Lande oft Hand in Hand durch die Geschichte gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/3472\/54-74-90-2010-jogis-madchen-traumt-vom-sommermarchen\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Nervig, diese Werbung w&auml;hrend des Spiels<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\">http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: 4,4 Milliarden Kreditkosten f&uuml;r Bankenrettung; Hilfspaket f&uuml;r Griechenland; die Ziele der G20; letzte Chance f&uuml;r Radikalkur; warum die Ausgabenkommission nicht dem amerikanischen Volk dient; Europa im Sparwahn; Reall&ouml;hne steigen wieder; die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6082\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6082"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6082\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50222,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6082\/revisions\/50222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}