{"id":60837,"date":"2020-05-10T13:00:36","date_gmt":"2020-05-10T11:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60837"},"modified":"2020-05-10T13:23:57","modified_gmt":"2020-05-10T11:23:57","slug":"venezuela-operation-gideon-oder-das-gescheiterte-outsourcing-von-donald-trumps-ueberfallplaenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60837","title":{"rendered":"Venezuela \u2013 \u201eOperation Gideon\u201c, oder das gescheiterte \u201eOutsourcing\u201c von Donald Trumps \u00dcberfallpl\u00e4nen"},"content":{"rendered":"<p>Kinofilmreife Szene vom Sonntag, den 3. Mai. Beim Versuch einer amphibischen Landung auf der Halbinsel Chuao im zentralvenezolanischen Bundesstaat Aragua werden zwei ehemalige Soldaten der US-Spezialeinheiten und acht desertierte, ehemalige venezolanische Polizisten und Milit&auml;rs von venezolanischen Truppen und dem Geheimdienst SEBIN <a href=\"https:\/\/nypost.com\/2020\/05\/05\/moment-ex-us-special-forces-captured-in-venezuela-coup-attempt\/\">&uuml;berrascht<\/a>, die bestens &uuml;ber die geplante Landung informiert waren und auf der Lauer lagen. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Festnahme erfolgte nach dem vergeblichen Widerstandsversuch der S&ouml;ldner, die acht ihrer M&auml;nner im Feuerhagel verlieren. Die Videoaufnahmen zeigen Luke Denman (34) und Airan Barry (41), die mit vorgehaltener Waffe in der Hafenstadt La Guaira an Land gebracht und gezwungen werden, sich mit sechs weiteren &Uuml;berlebenden in Handschellen b&auml;uchlings auf den Boden zu legen.<\/p><p>Das gescheiterte Unternehmen war angeblich die Speerspitze eines erweiterten Einfalls auf venezolanisches Staatsgebiet mit 300 S&ouml;ldnern, die seit 2019 in Kolumbien rekrutiert und ausgebildet wurden. Wie bereits im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60038\">NachDenkSeiten-Artikel vom 8. April<\/a> berichtet, flog Ende M&auml;rz ein Plan zum milit&auml;rischen &Uuml;berfall auf Venezuela auf. In einem explosiven <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V-pOs4qfxaQ\">Interview<\/a> mit dem kolumbianischen Sender <em>Radio W<\/em> best&auml;tigte der seit 2017 ins kolumbianische Barranquilla exilierte, ehemalige Ch&aacute;vez-Vertraute und Maduro-Feind General Cliver Alcal&aacute;, mit Juan Guaid&oacute; einen Vertrag (O-Ton Alcal&aacute;: &bdquo;Ich habe den Vertrag hier vor mir liegen!&ldquo;) in H&ouml;he mehrerer hundert Millionen Dollar zur Aufstellung von S&ouml;ldner-Kommandos und Einschleusung von Kriegswaffen nach Venezuela unterzeichnet zu haben.<\/p><p>Wegen der Corona-Quarant&auml;ne flog der Waffentransport jedoch zuf&auml;llig auf, als ein mit Waffen beladener LKW von den kolumbianischen Gesundheits- und Sicherheitsbeh&ouml;rden angehalten wurde. Kurze Zeit darauf ergab sich Alcal&aacute; freiwillig den kolumbianischen Beh&ouml;rden, die ihn wegen der Anklage des Drogenschmuggels an die USA auslieferten. Alcal&aacute;, dessen dubiose Beziehung zur Regierung Donald Trump noch Gegenstand gr&uuml;ndlicher journalistischer Recherchen zu werden verspricht, hatte jedoch verschiedentlich zugegeben, US-S&ouml;ldner in seinem Dienst zu haben.<\/p><p>Unter den sechs ebenso verhafteten, schwer bewaffneten Venezolanern befanden sich Hauptmann Antonio Jos&eacute; Sequea &ndash; seines Zeichens Deserteur, der am gescheiterten Putsch vom 30. April 2019 teilgenommen hatte und als einer der Anf&uuml;hrer der Operation agierte &ndash; und Josnars Adolfo Baduel, ein ehemaliger Hauptmann der Nationalgarde und Sohn des ehemaligen Verteidigungsministers Raul Baduel, der 2009 wegen Korruptionsvorw&uuml;rfen zu acht Jahren Haft verurteilt und sp&auml;ter der Verschw&ouml;rung zum Sturz der Regierung beschuldigt wurde.<\/p><p><strong>Der Befehl: Nicol&aacute;s Maduro entf&uuml;hren und in die USA ausfliegen<\/strong><\/p><p>Von dem neuen milit&auml;rischen &Uuml;berfallversuch auf Venezuela erfuhr die Welt zun&auml;chst durch eine Fernsehansprache des potenziellen Hauptopfers des Anschlags: Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro. In der am vergangenen 4. Mai <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A190Eo0xKKo\">ausgestrahlten Sendung<\/a> zeigte der Staatschef die Ausweise Luke Denmans und Airan Barrys, die angeheuert worden waren, um nach seinem Leben zu trachten. Genauer, ihn zu entf&uuml;hren, notfalls zu ermorden und in die USA auszufliegen, wie einer der beiden US-Amerikaner <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NuipVoUhXJ0\">dem venezolanischen Geheimdienst best&auml;tigte<\/a>.<\/p><p>So lauteten die Instruktionen der ersten Umsetzungsetappe von &bdquo;Unternehmen Gideon&ldquo;. Der usurpierte, alttestamentarische Name sollte an die biblische Figur des Gideon (&bdquo;der Richter&ldquo;) erinnern und so Maduros eventuelle <em>Hinrichtung<\/em> mit dem Schein der gesegneten Vergeltung heiligen. Der venezolanische Pr&auml;sident versicherte, es l&auml;gen einwandfreie Beweise gegen den Oppositionsf&uuml;hrer Juan Guaid&oacute; und seinen politischen Berater Juan Jos&eacute; Rend&oacute;n als Auftraggeber der S&ouml;ldner vor, beschuldigte jedoch gleichzeitig die Administration Donald Trump und die kolumbianische Iv&aacute;n-Duque-Regierung.<\/p><p>H&eacute;ctor Schamis, ein in den USA ans&auml;ssiger argentinischer Lehrbeauftragter an der erzkonservativen Georgetown-Universit&auml;t, Israel-Lobbyist und seit Jahren gegen den venezolanischen Bolivarismus medial aktiv, unterstellte in <a href=\"https:\/\/aristeguinoticias.com\/0705\/mundo\/la-operacion-gedeon-exhibe-la-vulnerabilidad-de-maduro-hector-schamis\/\">einem Interview<\/a> mit der mexikanischen CNN-Kommentatorin Carmen Aristegui, &bdquo;Operation Gideon&ldquo; habe die &bdquo;Verwundbarkeit Maduros&ldquo; zur Schau gestellt.<\/p><p>Die Unterstellung mag eher einem Wunschdenken Schamis&lsquo; zuzuordnen zu sein, denn das Scheitern der Operation scheint das Gegenteil anzudeuten. N&auml;mlich die Effizienz der venezolanischen Spionage, die bei der vereitelten S&ouml;ldner-Landung offenbar auch mit der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AeroNoticiasVE\/status\/1258588537970208768\">Expertise der russischen Spezialeinheit &bdquo;Spetsnaz GRU&ldquo;<\/a> bei der Patrouillierung der K&uuml;ste und der Suche nach weiteren S&ouml;ldnern rechnen konnte, die Kolumbien mit mehreren Schnellbooten verlie&szlig;en.<\/p><p>Hinzu kommt eine weitere Pointe. Die venezolanische Journalistin Camila Vald&eacute;s Le&oacute;n <a href=\"https:\/\/twitter.com\/camilateleSUR\/status\/1258433583951331329\">erinnerte auf Twitter daran<\/a>, dass Duque sich am 2. M&auml;rz im Wei&szlig;en Haus mit Donald Trump getroffen hatte, und zitierte die Behauptung Pr&auml;sident Maduros, das Thema des Treffens sei die Planung des Anschlags auf Venezuela gewesen. Maduro regte an, der US-Kongress solle die Verschlusssachen zu den Gespr&auml;chen zwischen Duque und Trump verlangen. Der Unterton dieser Aufforderung stimmt allerdings jeden aufmerksamen Beobachter hellh&ouml;rig: Sollte etwa die venezolanische Regierung im Besitz einer geheimen Tonaufzeichnung dieses Gespr&auml;chs sein?<\/p><p><strong>US-Regierung bestreitet Beteiligung, aber war der Einsatzleiter ein Bodyguard Donald Trumps?<\/strong><\/p><p>Milit&auml;rischer Ausbilder der S&ouml;ldner ist der US-amerikanische Milit&auml;rveteran Jordan Goudreau, Besitzer der in Florida ans&auml;ssigen Sicherheits- und S&ouml;ldnerrekrutierungsfirma Silvercorp. Goudreau scheute sich nicht, als Organisator der Invasion aufzutreten und best&auml;tigte die Teilnahme Barrys und Denmans. &bdquo;Sie arbeiten mit mir. Das sind meine Leute&ldquo;, erkl&auml;rte das mit mehreren Verdienstmedaillen ausgezeichnete, ehemalige Mitglied der Special Forces im US-amerikanischen Krieg gegen Afghanistan und den Irak in <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/the_americas\/from-a-miami-condo-to-the-venezuelan-coast-how-a-plan-to-capture-maduro-went-rogue\/2020\/05\/06\/046222bc-8e4a-11ea-9322-a29e75effc93_story.html\">Gespr&auml;chen mit US-amerikanischen Medien<\/a>.<\/p><p>Das US-Au&szlig;enministerium Mike Pompeos &auml;u&szlig;erte sich nicht sofort zu den Festnahmen, bestritt jedoch nachdr&uuml;cklich jegliche Beteiligung der US-Regierung an dem &Uuml;berfall. Die Deutsche Welle beeilte sich mit der Versicherung, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-keine-beteiligung-an-invasion-in-venezuela\/a-53347274\">&bdquo;USA: Keine Beteiligung an Invasion in Venezuela&ldquo;<\/a>, hielt es jedoch nicht f&uuml;r notwendig, der Frage nachzugehen, wieso einer der beiden US-S&ouml;ldner im Besitz eines im deutschen Schweinfurt ausgestellten F&uuml;hrerscheins war. Genauer: Was trieben die US-S&ouml;ldner in Deutschland?<\/p><p>Goudreau br&uuml;stete sich wiederum damit, hochrangige Regierungskontakte zu pflegen und 2018 zum Sicherheitspersonal Pr&auml;sident Trumps w&auml;hrend einer seiner politischen Kundgebungen in North Carolina geh&ouml;rt zu haben. Als Best&auml;tigung postete Silvercorp auf Instagram Fotos, die w&auml;hrend der politischen Kundgebung Trumps am 26. Oktober 2018 in Charlotte, North Carolina, hinter den Kulissen aufgenommen worden zu sein scheinen. &bdquo;Schutz unserer besten Verm&ouml;genswerte&ldquo;, hei&szlig;t es im Titel, worunter <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/en_us\/article\/v7g4d8\/venezuela-mercenaries-silvercorp-gordon-goudreau-trump-rally\">ein Sicherheitsagent erkennbar<\/a> ist, der Goudreau &auml;hnlich sieht.<\/p><p>In einem Werbevideo auf der Silvercorp-Website ist Goudreau bei der gleichen Trump-Rallye in North Carolina mit einem drahtlosen Headset bei der Abschirmung Trumps zu sehen, der an einem Podium vor einer gro&szlig;en Menschenmenge spricht. Andere Silvercorp-Bilder zeigen Goudreau in Houston mit Trump-Anh&auml;ngern sowie beim Gang in Richtung eines Privatjets, der angeblich zu Trumps Bodyguards geh&ouml;rt, usw. Nachdem die Bilder breite Verbreitung in den Medien fanden, wurden sie jedoch auf Instagram gel&ouml;scht.<\/p><p>&bdquo;Der Secret Service setzt keine vertraglich vereinbarten Sicherheitsorganisationen oder Mitarbeiter ein, um Schutzma&szlig;nahmen durchzuf&uuml;hren &hellip; Diese Person ist kein Angestellter oder Auftragnehmer des Geheimdienstes&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.univision.com\/noticias\/america-latina\/que-sabia-el-gobierno-de-eeuu-sobre-los-mercenarios-en-venezuela\">erkl&auml;rte ein Geheimdienstler<\/a> gegen&uuml;ber dem privaten US-TV-Sender Univision, f&uuml;gte jedoch hinzu, es sei bei Veranstaltern &uuml;blich, dass der Pr&auml;sident Unternehmen und Einzelpersonen anstellt, um den Zugang der &Ouml;ffentlichkeit zum Ort zu erleichtern.<\/p><p><strong>Kontroverse: Pentagon und CIA aus &Uuml;berfall zur&uuml;ckgezogen?<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/JackMurphyRGR\/status\/1257433652763463686\">Ein Tweet<\/a> des ehemaligen Rangers und Special-Forces-Veterans Jack Murphy deutet allerdings eine &uuml;berst&uuml;rzte &bdquo;Spontanit&auml;t&ldquo; Goudreaus und der venezolanischen Deserteure an, die Pentagon, CIA und selbst Juan Guaid&oacute;s Umfeld offenbar f&uuml;r zu gewagt empfanden. Murphy kommentierte: &bdquo;Veteranen der 10. Special Forces Group wurden verhaftet, weil sie angeblich am Putschversuch in Venezuela teilgenommen hatten. Luke Denman (ODA 0136) und Airan Barry ben&ouml;tigten 8 finstere Tage f&uuml;r die &Uuml;berquerung der Grenze. Das Schlimmste dabei: Die CIA bekam Wind davon und versuchte, sie in Jamaika davon abzubringen. Keine USG-geduldete Operation&ldquo;.<\/p><p>In dem zitierten Bericht der Washington Post hei&szlig;t es, dass sich Vertreter Juan Guaid&oacute;s unter F&uuml;hrung seines politischen Strategen J. J. Rend&oacute;n im September 2019 in einem schillernden Wolkenkratzer in Miami mit Jordan Goudreau trafen, um Terrain und m&ouml;gliche Optionen zu erkunden, die die Ausschaltung Nicol&aacute;s Maduros zum Ziel hatten. Bei diesem Treffen habe Goudreau versichert, 800 M&auml;nner zur geheimen Infiltrierung von Kolumbien nach Venezuela bereitstellen zu k&ouml;nnen. Im Oktober schien der Plan vertragsreif, doch die Gesamtfinanzierung von 212 Millionen US-Dollar wurde an bestimmte Bedingungen gekn&uuml;pft. J. J. Rend&oacute;n gibt zu, einen Vorvertrag unterschrieben und 50.000 US-Dollar an Jordan Goudreau gezahlt zu haben, den er als Pilotversuch bezeichnete, der jedoch nie genehmigt worden sei.<\/p><p>In der Version J. J. Rend&oacute;ns begann Goudreau, &bdquo;unberechenbar&ldquo; zu handeln: Er legte keine Beweise f&uuml;r die finanzielle Unterst&uuml;tzung vor, die er f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Operation geltend gemacht hatte, und forderte die sofortige Zahlung eines Vorschusses von 1,5 Millionen Dollar. Es gab auch keine Beweise f&uuml;r die 800 Mann. Um die Operation nicht zu verz&ouml;gern, &uuml;berwies ihm Rend&oacute;n trotzdem 50.000 US-Dollar. Die Beziehung zwischen beiden M&auml;nnern verschlechterte sich zusehends.<\/p><p>Dass die Trump-Regierung nichts mit dem &Uuml;berfall zu tun hatte, ist eine Chim&auml;re, der Goudreau bereits vor Monaten energisch widersprach. &bdquo;Washington ist sich seiner direkten Teilnahme an dem Projekt voll bewusst und ich m&ouml;chte nicht, dass (die Regierung) das Vertrauen verliert&ldquo;, warnte der S&ouml;ldner-Kontrakteur in einer SMS vom 10. Oktober 2019 an Rend&oacute;n. Anfang November kam es dann bei einem neuen Treffen in Rend&oacute;ns Wohnung in Miami zu einer heftigen Diskussion. Der exilierte Venezolaner erkl&auml;rte, er sei zusammen mit anderen Oppositionsmitgliedern der Ansicht, dass die Operation &bdquo;gestorben&ldquo; sei. Doch sie lebte weiter bis zum Sonntagmorgen, den 3. Mai, als bekannt wurde, dass die Regierung Maduro die Invasion vereitelt hatte. Stunden sp&auml;ter erschien Goudreau in einem Video mit einem pensionierten Offizier der bolivarischen Nationalgarde. Sie schrieben sich einen anderen &Uuml;berfall in der Stadt Macuto im Bundesstaat Vargas zu und k&uuml;ndigten den Beginn einer breiten Operation &bdquo;zur Befreiung Venezuelas&ldquo; an.<\/p><p>Was Goudreau offenbar nicht wahrhaben wollte, CIA und Pentagon jedoch vermuteten und deshalb den Plan inoffiziell zur&uuml;ckpfiffen, ist, dass &bdquo;Unternehmen Gideon&ldquo; l&auml;ngst von Nicol&aacute;s Maduros Agenten in Kolumbien unterwandert war. Daniel Blanco, ein von der erzkonservativen <em>PanAm Post<\/em> <a href=\"https:\/\/es.panampost.com\/sabrina-martin\/2020\/05\/05\/norteamericanos-capturados-maduro\/\">interviewter Sicherheitsexperte<\/a> warnte, &bdquo;Operation Gideon&ldquo; sei eine unwiderlegbare Tatsache, obwohl viele politische Akteure (in Washington) sie zu leugnen versuchten.<\/p><p>Blanco berichtete, dass die S&ouml;ldnergruppe vor der Landung &bdquo;fast die gesamte taktische Ausr&uuml;stung&rdquo; verloren hatte und zwei weitere Kommandos aufgegeben hatten. Als Begr&uuml;ndung nannte der Journalist schlechte Planung sowie schlechte Ausbildung und er kritisierte Goudreaus absurde mediale Auftritte mit der Freigabe milit&auml;rischer Geheimnisse, darunter die Anzahl der Soldaten und ihrer Einsatzorte. Die gesamte Operation sei &bdquo;von Kopf bis Fu&szlig;&rdquo; infiltriert gewesen und erinnert an die Kollision eines venezolanischen Patrouillenboots mit einem Hamburger Kreuzfahrtschiff auf &bdquo;Reinigungsfahrt&ldquo; im vergangenen April, auf dem die venezolanischen Beh&ouml;rden US-amerikanische S&ouml;ldner vermuteten.<\/p><p>Die Best&auml;tigung der Unterwanderung lieferte Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/mundo\/noticias-america-latina-52546757\">vor laufenden Kameras<\/a>. &bdquo;Wir wussten alles: wor&uuml;ber sie sprachen, was sie a&szlig;en, was sie nicht a&szlig;en, was sie tranken, was sie nicht tranken, wer sie finanzierte&rdquo;.<\/p><p>&bdquo;Operation Gideon&ldquo; wird in Anlehnung an die <em>Schweinebucht<\/em>-Invasion auf Kuba bereits als die venezolanische &bdquo;Schweinchen-Bucht&ldquo;-Aff&auml;re bezeichnet. Der von der CIA mit rund 1.300 nach der Revolution von 1959 aus Kuba geflohenen S&ouml;ldnern gesteuerte milit&auml;rische Angriff hatte den Sturz Fidel Castros zum Ziel und wurde am 17. April 1961 in der Bahia de Cochinos (Schweinebucht) von vorbereiteten kubanischen Einheiten niedergeschlagen.<\/p><p>Titelbild: StringerAL \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinofilmreife Szene vom Sonntag, den 3. Mai. Beim Versuch einer amphibischen Landung auf der Halbinsel Chuao im zentralvenezolanischen Bundesstaat Aragua werden zwei ehemalige Soldaten der US-Spezialeinheiten und acht desertierte, ehemalige venezolanische Polizisten und Milit&auml;rs von venezolanischen Truppen und dem Geheimdienst SEBIN <a href=\"https:\/\/nypost.com\/2020\/05\/05\/moment-ex-us-special-forces-captured-in-venezuela-coup-attempt\/\">&uuml;berrascht<\/a>, die bestens &uuml;ber die geplante Landung informiert waren und auf der Lauer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60837\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":60838,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,20],"tags":[2576,901,2565,2160,2071,663,1418,2579,1800,1556,1333],"class_list":["post-60837","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","tag-duque-ivan","tag-geheimdienste","tag-guaido-juan","tag-kolumbien","tag-maduro-nicolas","tag-putsch","tag-regime-change","tag-soeldner","tag-trump-donald","tag-usa","tag-venezuela"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/shutterstock_646602409.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60837"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60837\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60841,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60837\/revisions\/60841"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/60838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}