{"id":60902,"date":"2020-05-12T08:10:10","date_gmt":"2020-05-12T06:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902"},"modified":"2020-05-12T07:48:33","modified_gmt":"2020-05-12T05:48:33","slug":"hinweise-des-tages-3609","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h01\">Nahles als Chefin f&uuml;r Bundesbeh&ouml;rde vorgesehen &ndash; Scholz&rsquo; letzter Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h02\">Wir d&uuml;rfen die Corona-Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h03\">Corona-Bill und die Kirchen der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h04\">Die WHO und der Philantrokapitalismus in Zeiten von Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h05\">Der digitale Seuchenpass darf keine L&ouml;sung sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h06\">Die Ideologie der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h07\">Piketty, Wagenknecht &amp; De Masi: Milliard&auml;re besteuern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h08\">Woran Europa zerbricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h09\">Es ist kein Zufall, dass sich in deutschen Schlachth&ouml;fen bereits hunderte Besch&auml;ftigte mit dem Coronavirus infiziert haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h10\">Grund zu gro&szlig;er Sorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h11\">Bei Amazon zu arbeiten ist lebensgef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h12\">Bund hilft Bahn mit Milliarden: Vergiftete Finanzspritze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h13\">Die Corona-Festspiele der Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h14\">Alle Corona-Patienten mit Blutverd&uuml;nnern behandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h15\">Corona-Ma&szlig;nahmen: Fehlende inhaltliche Auseinandersetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h16\">Spahn und die Roadmap der EU zum digitalen Impfausweis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h17\">EU in Zeiten von Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h18\">Die zweite Wutwelle rollt &ndash; und bald auch die zweite Infektionswelle?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nahles als Chefin f&uuml;r Bundesbeh&ouml;rde vorgesehen &ndash; Scholz&rsquo; letzter Dienst<\/strong><br>\nEs gab viele Spekulationen, nun hat die fr&uuml;here SPD-Partei und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles dank ihres Wegbegleiters Olaf Scholz eine neue Aufgabe in Aussicht. Bis zu ihrem R&uuml;cktritt nach dem SPD-Debakel bei der Europawahl Anfang 2019 war sie die erste Frau an der Spitze der deutschen Sozialdemokratie und eine der F&uuml;hrungsfiguren in der gro&szlig;en Koalition, nun soll sie sich um die Versorgung der Beamten des fr&uuml;heren Staatsunternehmens Deutsche Bundespost mit ihren Nachfolgeunternehmen Telekom, Post und Postbank k&uuml;mmern.Die 49-J&auml;hrige soll wahrscheinlich ab August neue Pr&auml;sidentin der Bundesanstalt f&uuml;r Post und Telekommunikation werden, wie das Medien-Start-up Media Pioneer berichtete. In Regierungskreisen wurde dies am Montag best&auml;tigt, allerdings muss der Verwaltungsrat die Personalie Mitte Juni noch billigen. Das Amt ist auf f&uuml;nf Jahre befristet. Da die Beh&ouml;rde in Bonn sitzt, h&auml;tte Nahles es nicht weit von ihrer Heimat in der Eifel.<br>\nDie Beh&ouml;rde mit rund 1400 Besch&auml;ftigten ist dem Finanzministerium untergeordnet, an dessen Spitze als Minister Olaf Scholz (SPD) steht. Er und Nahles waren es ma&szlig;geblich, die bis zu ihrem R&uuml;cktritt die Regierungsarbeit der SPD gesteuert hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nahles-als-chefin-fuer-bundesbehoerde-vorgesehen-scholz-letzter-dienst\/25820674.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Magisterarbeit von Andrea Nahles im Fach Germanistik hatte &uuml;brigens den Titel &bdquo;Die Funktion von Katastrophen im Serien-Liebesroman&ldquo;. In welcher Form sie dies f&uuml;r die Leitung einer Bundesbeh&ouml;rde, die die Arbeit von Post- und Telekommunikationsanbietern &uuml;berwacht und reguliert, qualifiziert, bleibt dahingestellt. Daf&uuml;r bezieht Nahles nun eine &bdquo;Apanage&ldquo; in H&ouml;he von 150.000 Euro pro Jahr &ndash; finanziert vom Steuerzahler. Und da wundere sich noch einmal jemand &uuml;ber &bdquo;Wutb&uuml;rger&ldquo; und &bdquo;Politikerverdrossenheit&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir d&uuml;rfen die Corona-Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen<\/strong><br>\nStatt den G&uuml;rtel bei den Steuerzahlen enger zuschnallen, braucht es Investitionen. Die Schulden sollten langfristig finanziert und &uuml;berw&auml;lzt werden. [&hellip;]<br>\nZu deren Finanzierung sind sp&auml;ter weder Verm&ouml;gensabgaben, noch andere Steuererh&ouml;hungen oder gar K&uuml;rzungen von Sozialausgaben notwendig. Austerit&auml;t w&auml;re, zumal wenn zu fr&uuml;h verabreicht, eine geradezu katastrophale Medizin. [&hellip;]<br>\nDabei m&uuml;ssen wir einen pragmatischen Umgang mit den Corona-Schulden finden. Sie sollten m&ouml;glichst langfristig finanziert und durch permanentes &Uuml;berw&auml;lzen &ndash; also die Ausgabe neuer Anleihen zur Bedienung der alten&ndash; immer weiter in die Zukunft geschoben werden. So k&ouml;nnen Industriestaaten aus dem Schuldenproblem der Corona-Krise einfach herauswachsen. Absolut betrachtet bleiben die Schulden zwar immer da, aber relativ zum BIP sinkt die Quote wieder ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-wir-duerfen-die-corona-schulden-nicht-zurueckzahlen\/25813024.html\">Jens S&uuml;dekum im Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da die Zinsen f&uuml;r Bundesanleihen jetzt und auf absehbare Zeit negativ sind, ist dieses Szenario in der Tat &bdquo;alternativlos&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona-Bill und die Kirchen der Angst<\/strong><br>\n&bdquo;Angst essen Seele auf&ldquo; hei&szlig;t ein Film von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974, dessen Titel sich zu einem gefl&uuml;gelten Wort entwickelt hat. Es kam mir in den Sinn, als ich &uuml;ber die merkw&uuml;rdige und bedr&uuml;ckende und Atmosph&auml;re nachdachte, in die Corona und Lockdown die Gesellschaft versetzt hat. Die &bdquo;Kirche der Angst&ldquo; hat mehr Gl&auml;ubige versammelt als je zuvor, und zwar in beiden &bdquo;Konfessionen&ldquo;: Angst vor einer Massenvernichtungs-Pandemie auf der einen Seite und Angst vor einer Massen&uuml;berwachungs-Diktatur auf der anderen &ndash; und in beiden Kirchen orgeln Panik-Orchester und verk&uuml;nden jeweils die allein seligmachende Wahrheit. Dass das  geisterhafte Erscheinen eines unsichtbaren Virus einen Glaubens-und Religionskrieg entfacht hat, ist indes kein Wunder &ndash; bis vor ein paar Monaten war dieses Wesen v&ouml;llig unbekannt, es gab kein Wissen &uuml;ber seine Verbreitung, keine Fakten &uuml;ber seine Wirkung, keinerlei Einsch&auml;tzungen &uuml;ber seine Gef&auml;hrlichkeit. Das ist mittlerweile ein wenig anders, aber eben nur ein wenig.  SARS-Cov-2 ist noch immer ein gro&szlig;er Unbekannter &ndash; und k&ouml;nnten wir ihn als gro&szlig;en schwarzen Hund sehen, w&uuml;rden die einen sofort in Deckung gehen, denn er k&ouml;nnte ja bei&szlig;en und die anderen &ndash; Abteilung &bdquo;ganz normale Grippewelle&ldquo; &ndash;sagen: &bdquo;Der will doch nur spielen&ldquo;.  Wirklich Bescheid wei&szlig; aber gar keiner, denn dieses Wesen ist neuartig und nicht unter Kontrolle, es ist nicht einmal klar, ob es ganz nat&uuml;rlich entstanden ist oder eine Chim&auml;re, an der gentechnisch herumgeschraubt wurde. Wo aber so viel Unwissen und Unsicherheit herrscht entsteht fast zwangsl&auml;ufig Angst &ndash; jeder will wissen, was ihn erwartet und was er oder sie m&ouml;glicherweise zu bef&uuml;rchten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.broeckers.com\/2020\/05\/11\/corona-bill-und-die-kirchen-der-angst\/\">Mathias Broeckers<\/a>\n<p><strong>dazu Fefe: Als lustige Quarant&auml;ne-Unterhaltung empfehle ich &uuml;brigens, die Verschw&ouml;rungstheorien in Kombination zu betrachten.<\/strong><br>\nDann kommt n&auml;mlich raus, dass Bill Gates der d&auml;mlichste Kriminelle aller Zeiten ist. Sowas wie eine Kombination aus den Panzerknackern und Dr. Evil.<br>\nBill Gates will die Weltbev&ouml;lkerung dezimieren, deren Windows- und Office-K&auml;ufe die H&auml;lfte seines Verm&ouml;gens ausmachen. Daf&uuml;r kauft er in einem chinesischen Biowaffenlabor das schlechteste Virus, das sie haben. Experten sagen, das Virus ist ungef&auml;hrlicher als die saisonale Grippe! Ich w&uuml;rde ja einen Wiley-Coyote-Joke machen, aber Wiley Coyote hat von ACME immer zuverl&auml;ssige, funktionierende Produkte gekauft.<br>\nMit diesem Virus f&auml;hrt er dann die Weltwirtschaft runter, von der die andere H&auml;lfte seines Verm&ouml;gens kommt.<br>\nAber keine Sorge, Gates hat einen Trumpf im &Auml;rmel. Er kauft &uuml;ber &ouml;ffentlich deklarierte Spenden 10% Einfluss in der WHO, der Beh&ouml;rde mit den wenigsten Befugnissen weltweit. Bedenkt, dass Bill Gates &uuml;ber Windows und Office praktisch alle Beh&ouml;rden der Welt h&auml;tte erpressen k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.fefe.de\/?ts=a0484386\">Fefe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die WHO und der Philantrokapitalismus in Zeiten von Corona<\/strong><br>\nDie Welt ist infiziert und befindet sich im politischen Ausnahmezustand. Am 30.1. dieses Jahres hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Derzeit erleben wir, wie demokratische Regierungen drastische Ma&szlig;nahmen ergreifen, die insbesondere mit der Einschr&auml;nkung von politischen Grundfreiheiten und dem &ouml;ffentlichen Leben einhergehen. So auch in &Ouml;sterreich. Bisher ist eine Mehrheit in der Bev&ouml;lkerung mit dem Krisenmanagement der Regierung zufrieden. Doch ist sie das zurecht? Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die strukturellen Ursachen der Corona-Pandemie betrachtet.<br>\nCorona ist Ausdruck eines eklatanten politischen Versagens &ndash; sowohl auf der nationalen, auf der europ&auml;ischen wie auch globalen Ebene. Die Corona-Krise verdeutlicht auf drastische Weise, dass Krankheiten nicht vor Staatsgrenzen halt machen, sondern eine globale Dimension haben. Bereits im Anschluss an die Ebola-Krise, die nicht zuf&auml;llig von 2014-2016 in den drei &auml;rmsten L&auml;ndern Afrikas wu&#776;tete, zeigte sich, dass existierenden Strukturen zur Bek&auml;mpfung globaler Gesundheitskrisen gro&szlig;e Defizite aufweisen und eklatante Schw&auml;chen in der internationalen Zusammenarbeit bestehen. Das Ebola-Virus wurde lange ignoriert, so lange es nur in Afrika grassierte. &Auml;hnliches l&auml;sst sich u&#776;ber Corona sagen. Auch hier hatte die internationale Gemeinschaft Corona viel zulange fu&#776;r ein Problem Chinas gehalten. Dies hatte zur Folge, dass entsprechende Schutzma&szlig;nahmen, wie sie bereits im Rahmen der &bdquo;International Health Regulations&ldquo; im Anschluss an die SARS-Epidemie im Jahr 2005 von der WHO verabschiedet wurden, nicht greifen konnten. Die einzelnen Regierungen vers&auml;umten zudem die jeweiligen Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Pandemie untereinander zu koordinieren. Eine international koordinierte Gesundheitsstrategie liegt bis heute nicht vor. Im Gegenteil: Bereits auf der EU-Ebene scheitert ein solidarisches Vorgehen, wie die derzeitige Ablehnung der Eurobonds insbesondere von &Ouml;sterreich, Deutschland und den Niederlanden zeigt. Hinzu kommt, dass die italienische Regierung mit Beginn der Coronakrise die EU aufrief, das EU-Katastrophenschutzverfahren in Gang zu setzen. Dies h&auml;tte der EU-Kommission ein Mandat verliehen, die Krise zentral zu koordinieren. Doch eine Reaktion blieb aus.<br>\nDass demokratische Regierungen nun auf eine kollektive Quarant&auml;ne setzen und dabei auf eine seit dem Ende des zweiten Weltkriegs noch nie dagewesene Einschr&auml;nkung von bu&#776;rgerlichen Grundfreiheiten vornehmen, erscheint derzeit alternativlos. Nun sitzen wir alle im Lockdown und die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen vor allem aber politischen Folgen der Politik des Ausnahmezustands und der Notstandsgesetzgebung sind noch gar nicht absehbar. Doch die derzeitige Gesundheitskrise hat tiefliegende Wurzeln: Weltweit wird das Gesundheitswesen durch neoliberale Politik &ouml;konomisiert, privatisiert und entsolidarisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jbi.or.at\/globale-gesundheitspolitik-die-who-und-der-philantrokapitalismus-in-zeiten-von-corona\/\">Marie Jahoda &ndash; Otto Bauer Institut<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der digitale Seuchenpass darf keine L&ouml;sung sein<\/strong><br>\nNachdem viele Beobachter die Idee des Contact Tracing per App zur Eind&auml;mmung der COVID-19-Epidemie mittlerweile sehr skeptisch sehen, wird nun das n&auml;chste Konzept in Stellung gebracht: Der digitale Seuchenpass. Mehrere Gruppen von Wissenschaftlern und Software-Entwicklern versuchen gerade, ein solches &ldquo;digitales Gesundheitszertifikat&rdquo; m&ouml;glichst datenschutzkonform umzusetzen.<br>\nSie lassen dabei aber die wichtigste Frage, die sich eigentlich zuerst stellen m&uuml;sste, komplett au&szlig;er acht. Denn was uns bei diesem Konzept eigentlich interessieren sollte, ist nicht, ob wir solche Daten am besten in einer Blockchain lagern und ob die Krypto des Systems funktioniert, sondern ob diese Idee nicht grunds&auml;tzlich dem Schutz der Menschenw&uuml;rde und dem Schutz vor Diskriminierung widerspricht, die das Fundament unserer Grundrechte bilden. &hellip;<br>\nAber die Frage, die sich hier doch wohl offensichtlich stellt, ist nicht, ob wir eine Blockchain brauchen, oder nicht? Die Frage ist, ob wir in einer Welt leben wollen, in der Menschen wegen der Art der Antik&ouml;rper in ihrem Blut diskriminiert werden.<br>\nDu hattest den Virus schon? Dann kannst du arbeiten gehen. Du wurdest positiv getestet? Dann darfst du sechs Monate nicht fliegen. Es ist offensichtlich, wohin solch eine Technik f&uuml;hrt. Auch ist v&ouml;llig egal, ob Tests und Seuchenpass-Apps freiwillig sind oder nicht. Wenn man das Leben von Menschen aufgrund von freiwilligen Ma&szlig;nahmen stark einschr&auml;nkt, h&ouml;ren diese Ma&szlig;nahmen per definitionem auf, freiwillig zu sein. Wenn Menschen auf einmal ohne Smartphone und Antik&ouml;rpertest nicht mehr einkaufen oder ihrer Arbeit nachgehen k&ouml;nnen, sind das keine optionalen Vergn&uuml;gungen, die ihnen entgehen. Das ist de facto ein Smartphone- und Antik&ouml;rpertest-Zwang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Der-digitale-Seuchenpass-darf-keine-Loesung-sein-4717904.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Ideologie der Ungleichheit<\/strong><br>\nJede menschliche Gesellschaft muss ihre Ungleichheiten rechtfertigen. Sie muss gute Gr&uuml;nde f&uuml;r sie finden, da andernfalls das gesamte politische und soziale Geb&auml;ude einzust&uuml;rzen droht. So bringt jedes Zeitalter eine Reihe kontroverser Diskurse und Ideologien hervor, um Ungleichheit in der Gestalt, in der es sie gibt oder geben sollte, zu legitimieren und wirtschaftliche, soziale und politische Regeln aufzustellen, die geeignet sind, das gesellschaftliche Ganze zu organisieren. Dieser zugleich intellektuellen, institutionellen und politischen Auseinandersetzung entspringen im Allgemeinen eine oder mehrere herrschende Erz&auml;hlungen, auf die sich die bestehenden Ungleichheitsregime st&uuml;tzen.<br>\nIn den heutigen Gesellschaften &uuml;bernimmt diese Rolle vor allem die proprietaristische[1] und meritokratische, den Unternehmergeist beschw&ouml;rende Erz&auml;hlung: Die moderne Ungleichheit ist gerecht und angemessen, da sie sich aus einem frei gew&auml;hlten Verfahren ergibt, in dem jeder nicht nur die gleichen Chancen des Marktzugangs und Eigentumserwerbs hat, sondern &uuml;berdies ohne sein Zutun von dem Wohlstand profitiert, den die Reichsten akkumulieren, die folglich unternehmerischer, verdienstvoller, n&uuml;tzlicher als alle anderen sind. &hellip;<br>\nTats&auml;chlich sind wachsende sozio-&ouml;konomische Ungleichheiten seit den 1980er und 1990er Jahren in fast allen Teilen der Welt zu verzeichnen. In manchen F&auml;llen haben sie so dramatische Ausma&szlig;e angenommen, dass es zusehends schwieriger wird, sie im Namen des Allgemeininteresses zu rechtfertigen. Zudem g&auml;hnt allenthalben ein Abgrund zwischen den offiziellen meritokratischen Verlautbarungen und den Realit&auml;ten, mit denen sich die beim Bildungs- und Reichtumserwerb benachteiligten Klassen konfrontiert sehen. Allzu oft dient der meritokratische, das Unternehmertum preisende Diskurs den Gewinnern des heutigen Wirtschaftssystems offenbar dazu, auf bequeme Weise jedes erdenkliche Ungleichheitsniveau zu rechtfertigen, ohne es &uuml;berhaupt in Augenschein nehmen zu m&uuml;ssen, und die Verlierer ob ihres Mangels an Verdienst, Flei&szlig; und sonstigen Tugenden zu brandmarken. Diese Schuldigsprechung der &Auml;rmsten hat es in fr&uuml;heren Ungleichheitsregimen, die eher die funktionale Entsprechung zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Auge hatten, nicht oder zumindest nicht in diesem Ausma&szlig; gegeben.<br>\nDie moderne Ungleichheit zeichnet sich denn auch durch eine Reihe von Diskriminierungspraktiken und ethnisch-religi&ouml;sen oder den Rechtsstatus betreffenden Ungleichheiten aus, deren gewaltsamer Charakter zu den meritokratischen Ammenm&auml;rchen so recht nicht passen will und uns vielmehr in die N&auml;he der brutalsten Formen vergangener Ungleichheiten r&uuml;ckt, mit denen wir doch nichts gemein haben wollen. Man denke an die Diskriminierung, der Obdachlose oder Menschen einer bestimmten Herkunft und aus bestimmten Vierteln ausgesetzt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/april\/die-ideologie-der-ungleichheit\">Thomas Piketty in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Piketty, Wagenknecht &amp; De Masi: Milliard&auml;re besteuern?<\/strong><br>\nEin Livestream-Event mit Sahra Wagenknecht, Thomas Piketty und Fabio De Masi.<br>\nDie Corona-Krise ist die schwerste Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren. Die Ungleichheit der Verm&ouml;gen ist wieder auf demselben extremen Niveau wie zu Beginn der Industrialisierung. K&ouml;nnte die Corona-Krise ein Wendepunkt sein, um die oberen 1 Prozent zu besteuern und die Wirtschaft in Europa wieder aufzubauen? Es ist an der Zeit, dass die Milliard&auml;re nicht fragen, was das Land f&uuml;r sie tun kann, sondern was sie f&uuml;r dieses Land tun k&ouml;nnen.<br>\nAm 19. Mai um 18.30 Uhr diskutiert Fabio De Masi dar&uuml;ber im Livestream mit dem franz&ouml;sischen Star&ouml;konomen, Bestsellerautor und Ungleichheitsforscher Thomas Piketty sowie mit Sahra Wagenknecht:\n<ul>\n<li>Thomas Piketty, Professor Paris School of Economics (Autor von &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; und &bdquo;Kapital und Ideologie&ldquo;)<\/li>\n<li>Sahra Wagenknecht, ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Bundestag (Autorin von &bdquo;Reichtum ohne Gier&ldquo;)<\/li>\n<li>Fabio De Masi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie haben Fragen an Thomas Piketty, Sahra Wagenknecht oder Fabio De Masi zum Thema &bdquo;Verm&ouml;gen &amp; Ungleichheit&ldquo;? Stellen Sie sie hier schon vor der Veranstaltung. Die Diskutanten werden Fragen ausw&auml;hlen und live beantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/topic\/4.termine.html?id=412\">Fabio de Masi<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Woran Europa zerbricht<\/strong><br>\nEuropa kann jetzt sehr schnell zerbrechen. Wenn Deutschland nicht endlich beginnt, seine Rolle in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion aufzuarbeiten, ist den unwissenden Richtern aus Karlsruhe nicht einmal ein Vorwurf zu machen.<br>\nDas Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 5. Mai 2020 zur Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) wird in die Geschichte eingehen &ndash; zumindest dar&uuml;ber sind sich viele einig. Doch was die tieferen Ursachen f&uuml;r ein solches Urteil sind, dar&uuml;ber wird auf allen Seiten noch lange ger&auml;tselt werden. Sicher scheint mir nur, dass sich zuk&uuml;nftige Historiker schwertun werden, das, was vorgegangen ist, zu verstehen. Sich zur Kl&auml;rung der Umst&auml;nde in eine Bibliothek zu begeben und nach den Ursachen zu forschen, wird diesmal nicht von Erfolg gekr&ouml;nt sein. Man muss den Zeitgeist und sein mediales Echo kennen und verstehen, um die Frage beantworten zu k&ouml;nnen, wie es m&ouml;glich ist, dass sich nachgewiesenerma&szlig;en intelligente Menschen total verrennen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/woran-europa-zerbricht\/?fbclid=IwAR2idkhlGEn1-TMtRq2XNH4XNpvrsscTCWXA71-7HtEZ-krqHVdqkI8lcBQ\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Es ist kein Zufall, dass sich in deutschen Schlachth&ouml;fen bereits hunderte Besch&auml;ftigte mit dem Coronavirus infiziert haben<\/strong><br>\nWo Menschen wie Arbeitssklaven behandelt, bis zur Ersch&ouml;pfung ausgebeutet und anschlie&szlig;end in Sammelunterk&uuml;nfte verfrachtet werden, wo Arbeitsschutz ein Fremdwort und Betriebsr&auml;te die Ausnahme sind, dort kann sich nat&uuml;rlich auch eine Pandemie ungehindert ausbreiten. Die skandal&ouml;sen Zust&auml;nde in deutschen Schlachth&ouml;fen sind schon seit Jahren bekannt, doch im Interesse von T&ouml;nnies und anderen Fleischkonzernen hat die Bundesregierung hier bislang beide Augen fest zugedr&uuml;ckt.<br>\nIn Sonntagsreden feierte man die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit in Europa &ndash; dabei ist sie f&uuml;r viele nicht mit Freiheit verbunden, sondern mit moderner Sklaverei. Wieso l&auml;sst man Betriebe, die sich einen Dreck um die Gesundheit ihre Besch&auml;ftigten scheren, die sich um den Mindestlohn oder um Sozialversicherungsbeitr&auml;ge dr&uuml;cken, seit Jahren ungeschoren davonkommen? Warum gab und gibt es hier so wenige Kontrollen? Egal ob es um Mitarbeiter in Schlachth&ouml;fen, um Erntehelfer, um Arbeiter auf Baustellen oder Pflege- und Putzkr&auml;fte geht: Die &sbquo;Freiz&uuml;gigkeit&rsquo; f&uuml;r Arbeitnehmer darf nicht l&auml;nger ein Freibrief f&uuml;r Unternehmen sein, L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen auf ein erb&auml;rmliches Niveau zu dr&uuml;cken und Besch&auml;ftigte unter widrigen Bedingungen in Gefahr zu bringen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.1826036450747077\/3579067118777326\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht via facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Grund zu gro&szlig;er Sorge<\/strong><br>\nNormalerweise schauen Schulen und Kitas auch darauf, ob es Kindern gut geht. In Corona-Zeiten geht das nicht. Einer deutschlandweiten Umfrage von WDR und SZ zufolge sorgen sich nun die Jugend&auml;mter um die Situation in Familien.<br>\nDie Kitas geschlossen, viele Schulen weitgehend dicht &ndash; und ein Gro&szlig;teil der Kinder zu Hause. Nicht nur f&uuml;r den Bildungserfolg haben die Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie Konsequenzen, sondern auch f&uuml;r den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt und Missbrauch.<br>\nJetzt belegen erstmals Zahlen: Viele Jugend&auml;mter bekamen nach dem Beginn der Mitte M&auml;rz bundesweit verh&auml;ngten Corona-Einschr&auml;nkungen deutlich weniger konkrete Hinweise auf akute Misshandlungen oder Verwahrlosungen von Kindern. Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten Umfrage von WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; (SZ). Den Grund f&uuml;r den R&uuml;ckgang sehen viele Jugend&auml;mter darin, dass Kitas und Schulen geschlossen sind. Von dort kommt sonst ein Gutteil der Meldungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/jugendaemter-coronavirus-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bei Amazon zu arbeiten ist lebensgef&auml;hrlich<\/strong><br>\nAus einem der Taz vorliegenden internen Schreiben geht hervor, dass es im Winsener Logistikzentrum bereits zw&ouml;lf COVID-19-Erkrankungen gab. Dennoch wurde das Werk bislang nicht stillgelegt. Das Manager-Magazin spricht mittlerweile sogar von 68 F&auml;llen. Weder informierte Amazon die &Ouml;ffentlichkeit, noch kommunizierte es, wie weiteren Infektionen vorgebeugt werden soll. Es herrscht eine gef&auml;hrliche Intransparenz. Unter diesen Bedingungen k&ouml;nnte das Arbeiten im Werk f&uuml;r Risikogruppen lebensgef&auml;hrlich sein.<br>\nIn dieser Gemengelage ist bisher keine allgemeine Strategie der Gewerkschaft erkennbar. Die normalerweise regelm&auml;&szlig;ig stattfindenden Streiks wurden im letzten Monat nicht durchgef&uuml;hrt. Einziges Lebenszeichen der Hauptamtlichen-Struktur war eine Pressemitteilung des Fachbereiches Einzel- und Versandhandel, in der die mangelnden Hygienevorkehrungen und die von Amazon gew&auml;hrte Anwesenheitspr&auml;mie von 2 Euro Stundenlohn kritisiert wurden.<br>\nDoch gerade jetzt m&uuml;sste Ver.di mit weiteren Forderungen zum Schutz der Arbeitenden Druck aus&uuml;ben. Denkbar w&auml;re zum Beispiel, den Versand von nicht &uuml;berlebensnotwendigen G&uuml;tern einzustellen, um die Zahl der Arbeitenden in einer Schicht zu reduzieren. Eventuelle Kurzarbeit sollte durch Amazon voll ausgeglichen werden. Kolleginnen und Kollegen, die Kinder haben, brauchen eine bezahlte Freistellung, bis eine regul&auml;re Kinderbetreuung wieder stattfinden kann. Sowohl Besch&auml;ftigte mit Infektionsverdacht als auch Risikopersonen m&uuml;ssen auch ohne Krankschreibung eine bezahlte Freistellung erhalten k&ouml;nnen. Amazon k&ouml;nnte sich das durchaus leisten &ndash; immerhin profitiert das Unternehmen derzeit ungemein von der Corona-Pandemie.<br>\n&Auml;hnliche Forderungen werden auch in anderen L&auml;ndern aufgestellt. In Polen, den USA, Spanien, Italien und Frankreich fordern Amazon-Besch&auml;ftigte bezahlte Freistellungen bei Infektionsverdacht und die Einhaltung von Hygiene- und Distanzierungsma&szlig;nahmen. Allen voran steht in diesen L&auml;ndern jedoch die Forderung, jene Logistikzentren zu schlie&szlig;en, in denen Besch&auml;ftigte positiv getestet wurden. Dass der Shutdown eines Standorts zur Minderung des Ansteckungsrisikos nicht v&ouml;llig unrealistisch ist, zeigt die Entwicklung in Frankreich. Nach einer Klage der Gewerkschaft wurden die Warenlager dort aufgrund des Gesundheitsrisikos per Gerichtsbeschluss geschlossen. Amazon hat nun Zeit nachzur&uuml;sten und ist zur Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft verpflichtet. Warum kommt der Arbeitskampf hierzulande trotz der gef&auml;hrlichen Bedingungen nicht in Gang?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/corona-amazon-streik-verdi-leipzig\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bund hilft Bahn mit Milliarden: Vergiftete Finanzspritze<\/strong><br>\nBundesregierung und Bahnmanager haben sich Medienberichten zufolge auf ein milliardenschweres Rettungspaket geeinigt, damit der Staatskonzern die Coronakrise bew&auml;ltigen kann. Die Deutsche Bahn hat massive finanzielle Probleme, weil sie trotz Fahrgasteinbruchs das Angebot im Fernverkehr aufrechterh&auml;lt, um so die Mobilit&auml;t der B&uuml;rgerInnen zu gew&auml;hrleisten. Da der Konzern &uuml;ber Tochterunternehmen unter anderem den Nahverkehr in europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern sowie Lkw-und Flugtransporte betreibt, trifft ihn die weltweite Krise mit voller Wucht.<br>\nEin Konzeptpapier von Bundesfinanz- und Bundesverkehrsministeium sieht laut dpa vor, dass die Bahn eine Eigenkapitalerh&ouml;hung von 6,9 bis 8,4 Milliarden Euro bekommt. Au&szlig;erdem soll der Bahn in Abstimmung mit dem Haushaltsausschusses des Bundestags erlaubt werden, mehr Kredite aufzunehmen als bislang gestattet. Bislang liegt die Schuldenobergrenze bei 25 Milliarden Euro. Die hat die Bahn auch ohne Coronakrise schon erreicht.<br>\nDem Papier zufolge soll die Bahn ihrerseits durch K&uuml;rzungen bis zu 5,1 Milliarden Euro mobilisieren, um die entstandenen Verluste auszugleichen. Dazu soll sie vor allem Personal- und Sachkosten reduzieren, zum Beispiel den Verwaltungsapparat verkleinern oder Einsparungen beim Marketing vornehmen. An den vorgesehenen Investitionen soll festgehalten werden. Die Bahn ist ein zentraler Bestandteil des Klimapakets der Bundesregierung.<br>\nDie Bahn k&ouml;nne den geforderten Eigenbeitrag nicht erwirtschaften, ohne dass sie beim Personal spart und das Angebot reduziert sowie die Qualit&auml;t leidet, kritisierte der haushaltspolitische Sprecher der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler. &bdquo;Mit dieser Strategie schieben Andreas Scheuer und Olaf Scholz die Deutsche Bahn aufs Abstellgleis&ldquo;, sagte er. &bdquo;Die Bundesregierung muss es schaffen, dass die Bahn gest&auml;rkt und nicht geschw&auml;cht aus der Krise hervorgeht.&ldquo; Die Gr&uuml;nen fordern, dass die Schuldenobergrenze f&uuml;r die Bahn ganz aufgehoben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bund-hilft-Bahn-mit-Milliarden\/!5681733\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Ah ja, so sieht also die Mobilit&auml;tswende aus. Von einem Herren Scheuer war vermutlich auch nichts anderes zu erwarten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Corona-Festspiele der Lobbyisten<\/strong><br>\nDie EU-Kommissare in Br&uuml;ssel sind einiges an Dreistigkeit gewohnt, wenn es um Forderungen von Lobbyisten geht. Doch neulich platzte Kommissionsvize Frans Timmermans der Kragen. Anlass war ein Vorsto&szlig; des Dachverbands europ&auml;ischer Kunststoffverarbeiter (EuPC).<br>\nDer Branchenverband hatte gefordert, die geplante EU-Richtlinie zum Verbot von Einwegplastik um mindestens ein Jahr zu verschieben. Im Kampf gegen das Coronavirus habe sich der Kunststoff als unersetzlicher Bestandteil von medizinischen Ger&auml;ten und Schutzausr&uuml;stung erwiesen.<br>\nTimmermans sch&auml;umte. Die Pandemie, wetterte der Niederl&auml;nder, werde als Vorwand genutzt, um Regeln zur&uuml;ckzuschrauben, die die M&uuml;llberge aus Plastikbesteck und Trinkhalmen abtragen sollen. Das Ansinnen der Plastiklobby, die zum Teil dramatische Situation in den Krankenh&auml;usern mit der geplanten Abschaffung von Einwegplastik zu verkn&uuml;pfen, sei schlicht &ldquo;Unsinn&rdquo;.<br>\nEin Einzelfall ist das nicht. Im Windschatten von Corona br&uuml;ten Industrievertreter immer neue Ideen aus, um die Spendierfreude der Politik auszunutzen. Nach dem Motto &ldquo;Wenn nicht jetzt, wann dann&rdquo; bombardieren Wirtschaftsverb&auml;nde und Unternehmen die Regierungen fast t&auml;glich mit Vorschl&auml;gen &ndash; direkte staatliche Transfers, Pr&auml;mien, Deregulierung. Die Forderung der Autoindustrie nach einer Neuauflage der Abwrackpr&auml;mie ist da nur das prominenteste Beispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/corona-festspiele-der-lobbyisten-sie-fordern-mehr-staatsgelder-und-weniger-auflagen-a-00000000-0002-0001-0000-000170816311\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alle Corona-Patienten mit Blutverd&uuml;nnern behandeln<\/strong><br>\nManche Covid-19-Patienten w&auml;ren nicht gestorben, wenn man ihnen rechtzeitig Gerinnungshemmer gegeben h&auml;tte. Das zeigen Obduktionen.<br>\n&laquo;In unserer Universit&auml;tsklinik behandeln wir jetzt alle aufgenommenen Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, mit dem Gerinnungshemmer Heparin&raquo;, sagte Kluge. Man m&uuml;sse daran denken, s&auml;mtliche an Covid-19 Erkrankten [mit st&auml;rkeren Symptomen auch ausserhalb der Spit&auml;ler] prophylaktisch mit Heparin zu behandeln. Heparin wird intraven&ouml;s (akute Phase) aber auch subkutan gespritzt (Prophylaxe, l&auml;ngere Therapie). Studien m&uuml;ssten untersuchen, in welchem Rahmen Medikamente zur Blutverd&uuml;nnung am effektivsten seien, ohne Komplikationen durch ein erh&ouml;htes Blutungsrisiko hervorzurufen.<br>\nDie Obduktionen in Hamburg f&uuml;hrte Pathologe Professor Klaus P&uuml;schel durch. Er versteht nicht, warum das Robert Koch-Institut anf&auml;nglich von Obduktionen abriet wegen einer angeblichen Ansteckungsgefahr. &laquo;Wir sind es gewohnt, mit Schutzkleidungen und Absaugeinrichtungen zu arbeiten&raquo;, meinte er ebenfalls im &laquo;ARD-extra&raquo;. Jetzt h&auml;tten sie nicht nur Gewebsblutungen in der Lunge, sondern auch im Hirn und in anderen Organen festgestellt. Entsprechend brauche es auch andere Therapien als bisher. Man m&uuml;sse gegen Blutgerinnung generell vorbeugen. P&uuml;schel zeigt sich davon &uuml;berzeugt, dass eine allf&auml;llige zweite Corona-Welle keinen Tsunami mehr ausl&ouml;sen w&uuml;rde.<br>\nInfosperber hatte schon am 23. M&auml;rz darauf hingewiesen, dass zu den Hochrisikopatienten nicht nur solche mit gr&ouml;sseren Lungenproblemen z&auml;hlen, sondern auch Menschen mit stark erh&ouml;htem Blutdruck und starkem &Uuml;bergewicht. Am 30. April informierte Infosperber, dass &laquo;Covid-19 auch die Niere, das Herz und das Hirn angreift&raquo;. Professor Alexandar Tzankov vom Universit&auml;tsspital Basel hatte bis dann 41 an Corona Verstorbene obduziert. Er war zum gleichen Schluss gekommen wie P&uuml;schel in Hamburg: &laquo;Die wenigsten hatten eine Lungenentz&uuml;ndung.&raquo; Vielmehr hat Tzankov unter dem Mikroskop eine schwere St&ouml;rung der Mikrozirkulation in der Lunge festgestellt. Der Fluss der roten Blutk&ouml;rperchen in die Lunge funktioniert nicht mehr; die Sauerstoffversorgung kollabiert. Tzankovs Vermutung: Gewissen Patienten k&ouml;nne man &laquo;so viel Sauerstoff geben, &lsaquo;wie man will&rsaquo;. Sie sterben trotzdem.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Alle-Corona-Patienten-mit-Blutverdunnern-behandeln\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Das Argument &ldquo;Menschenleben retten&rdquo; ist ja zum peinlich inflation&auml;ren Terminus verkommen. Aber, wo es passt, da passt es. H&auml;tten nicht in Deutschland tausende Menschenleben gerettet werden k&ouml;nnen, wenn man den tats&auml;chlichen Todesursachen bei den Covid-19 Toten rechtzeitig auf den Grund gegangen w&auml;re? Anstelle dessen r&auml;t das staatliche Robert Koch Institut von Obduktionen ab, die recht fr&uuml;h wissenschaftliche Ergebnisse h&auml;tten bringen k&ouml;nnen. Wer &uuml;bernimmt jetzt die Verantwortung f&uuml;r diese geopferten Menschenleben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Corona-Ma&szlig;nahmen: Fehlende inhaltliche Auseinandersetzung<\/strong><br>\nDie Angst vor der Au&szlig;erkraftsetzung von Schutz- und Grundrechten, die Angst vor einer Selbstentm&auml;chtigung des parlamentarischen Systems ist mindestens genauso berechtigt wie die Angst vor Corona.<br>\nIn den letzten Wochen wurde heftig &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen, die die Pandemie eind&auml;mmen sollen, gestritten. Sind sie gerechtfertigt, ma&szlig;voll, alternativlos? Oder &uuml;bertrieben, unn&ouml;tig und haben gar nichts mit dem Schutz der Gesundheit zu tun? An dieser (Gesundheits-)Front kommen gro&szlig;e Kaliber zum Einsatz: Da ist von &ldquo;Querfront&rdquo;, von &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; die Rede. Auf der anderen Seite wird vor einer &ldquo;Hygiene-Diktatur&rdquo;, einem &ldquo;Ausnahmezustand&rdquo; gewarnt. H&ouml;chste Zeit also, um eine Expedition entlang der Schlagworte zu unternehmen.<br>\nDas (regierungsnahe) Lager vereint alle Parteien im Bundestag, ob als Regierungs- oder als Oppositionspartei. Es reicht von der Partei DIE LINKE, &uuml;ber die SPD, die CSU\/CDU bis hin zur AfD.<br>\nDiesem steht ein Lager gegen&uuml;ber, das diese Ma&szlig;nahmen f&uuml;r &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; h&auml;lt und als einen Angriff auf die Schutzrechte gegen&uuml;ber dem Staat anklagt. Es hat keine parlamentarische Stimme, ist nicht im Parlament vertreten. Dieses Lager erhebt seine Stimme unter den Bedingungen eines Ausnahmezustandes, auf der Stra&szlig;e und in den nicht-monopolisierten Medien.<br>\nDazu geh&ouml;ren auch &ldquo;Demonstrationen&rdquo;, unter Einhaltung des Abstandsgebots, mit Schutzmasken, unter Bedingungen, die den Sinn einer Demonstration ad absurdum f&uuml;hren: Mal d&uuml;rfen es nur 20 Personen, die sich namentlich erfassen lassen m&uuml;ssen, mal darf nicht einmal ein Demonstrant alleine seine Meinung (mittels Plakat) kundtun. Diese handverlesenen &ldquo;Demonstrationen&rdquo;, wenn man sich daran nicht gew&ouml;hnen will, sind keine Demonstrationen der TeilnehmerInnen, sondern eine Demonstration der Polizeigewalt, der Staatsgewalt. Mittlerweile versammeln sich auch Tausende, missachten das Abstandsgebot, dr&auml;ngen sich aneinander, ohne Mundschutz &ndash; und die Polizei sieht zu.<br>\nW&auml;hrend das erste Lager die Ma&szlig;nahmen im Gro&szlig;en und Ganzen rechtfertigt und sich gegenseitig f&uuml;r die Handlungsf&auml;higkeit des Staates lobt, sucht das andere Lager nach Begrifflichkeiten, nach der Qualifizierung eines Zustandes, der eben nicht der Normalzustand ist. Es kursieren Begriffe wie &ldquo;Ausnahmezustand&rdquo;, &ldquo;Hygienediktatur&rdquo;, &ldquo;Ende der Demokratie&rdquo; bis hin zum &ldquo;Staatsstreich&rdquo;.<br>\nDas bringt das erste Lager in Wallung &ndash; &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg: Sie werfen ihnen vor, &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; zu verbreiten. Das ist nicht besonders originell und auch ziemlich langweilig. Der zweite Allrounder-Vorwurf besteht darin, den Unangepassten vorzuwerfen, dass sie eine &ldquo;Querfront&rdquo; bilden w&uuml;rden. Auch das geh&ouml;rt mittlerweile zum Standardrepertoire. &hellip;<br>\nDer Vorwurf, eine &ldquo;Querfront&rdquo; zu bilden, entbehrt in diesem Zusammenhang nicht einer besonderen Ironie: Bei der Suche nach &ldquo;Gr&uuml;nden&rdquo;, diesen Protest zu diskreditieren, arbeiten Regierungs- und Oppositionsparteien, staatsloyale Medien und Linke (ob als Antifa oder als antirassistische Gruppierung) zusammen. Die Frage, ob ein solches Zusammenspiel (-wirken) nicht genauso die Kriterien einer &ldquo;Querfront&rdquo; erf&uuml;llt, stellen sich diese Koalition&auml;re nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Massnahmen-Fehlende-inhaltliche-Auseinandersetzung-4718119.html\">Wolf Wetzel auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Spahn und die Roadmap der EU zum digitalen Impfausweis<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine ungew&ouml;hnlich vorausschauenden Pl&auml;ne zur Einf&uuml;hrung eines digitalen Immunit&auml;tsausweises nach Protesten erst einmal zur&uuml;ckgezogen. Was er weder bei der Vorstellung seiner Pl&auml;ne, noch bei seinem R&uuml;ckzieher sagte: es handelt sich beim elektronischen Impfausweis um ein Projekt auf EU-Ebene, das weiter verfolgt werden wird.<br>\nSpahn hat, wie andere europ&auml;ische Gesundheitsminister, zu Beginn dieser Epidemie eklatant versagt und durch str&auml;fliches Nichtstun gegen alle selbst gesetzten Vorgaben der Regierung versto&szlig;en, wie in einer Protestnote des Medizinerverbands IG Med e.V. an den Kanzleramtsminister dokumentiert. Dadurch hat er den extrem teuren Lockdown l&auml;nger und einschneidender gemacht, als sonst n&ouml;tig gewesen w&auml;re.<br>\nUmso auff&auml;lliger ist, mit wie viel Voraussicht er schon bevor &uuml;berhaupt eine Impfung gegen das Virus absehbar ist, die rechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r einen elektronischen Immunit&auml;tsausweis schaffen wollte. Bei seinem sonstigen Arbeitstempo k&ouml;nnte man den Verdacht haben, dass hier einfach etwas ohnehin Geplantes unter dem Stichwort Corona beschleunigt werden sollte.<br>\nMit diesem Verdacht l&auml;ge man wohl richtig. Denn Digitalisierung unserer Gesundheitsdaten und Behandlung &ndash; unter Missachtung aller Gefahren, die das f&uuml;r uns mit sich bringt &ndash; ist nicht nur ein Arbeitsschwerpunkt dieses Ministers. Der elektronische Impfausweis ist auch ein Projekt der EU, f&uuml;r das es eine ausf&uuml;hrliche &ldquo;Roadmap&rdquo; (Umsetzungsplanung) gibt.<br>\nWenn Spahn seine Pl&auml;ne nach Protesten vorerst gestoppt hat, so liegt die Betonung nicht auf gestoppt, sondern ganz klar auf vorerst. &bdquo;Die Frage, ob im Falle von Corona zus&auml;tzlich ein Immunit&auml;tsausweis sinnvoll ist, sollten wir als Gesellschaft in Ruhe abw&auml;gen und debattieren&ldquo;, twitterte der Minister am Montagabend. Deshalb habe er den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme gebeten. &bdquo;Dieser laufenden Debatte wollen wir nicht vorgreifen und regeln dazu vorerst gesetzlich nichts&ldquo;, so Spahn.<br>\nAus anderen Gr&uuml;nden als Corona und nicht &ldquo;vorerst&rdquo; soll der digitale Impausweis aber kommen, das war schon vor Corona beschlossen. Die EU-Roadmap sieht die Einf&uuml;hrung des europ&auml;isch harmonisierten digitalen Impfausweises vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/eu-digitaler-impfausweis\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>EU in Zeiten von Corona<\/strong><br>\nDa es in der EU eine gemeinsame Finanz-, Steuer- und Sozialpolitik nicht gibt, m&uuml;sste Deutschland als Exportnation und Hauptnutznie&szlig;er des Euros besondere R&uuml;cksicht auf die Partnerl&auml;nder nehmen. Das Gegenteil ist der Fall. Das Bundesverfassungsgericht hat am 5. Mai der Klage des Euro-Gegners von der CSU, Peter Gauweiler, und des Gr&uuml;nders und fr&uuml;heren Vorsitzenden der AfD, Bernd Lucke, teilweise stattgegeben und den Kauf von Staatsanleihen einzelner EU-L&auml;nder durch die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) in den vergangenen Jahren als &bdquo;Versto&szlig; gegen das Grundgesetz&ldquo; gewertet. Damit stellte es sich ausdr&uuml;cklich gegen einen gegenteiligen Beschluss des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH). Der hatte geurteilt, dass die Ankaufspraxis der EZB vertragskonform ist. Damit hat sich Deutschland, das sich gegen&uuml;ber anderen EU-L&auml;ndern, nicht nur Polen und Ungarn, stets als Sachwalter der europ&auml;ischen Idee geriert, &uuml;ber das EU-Recht gestellt. Das Bundesverfassungsgericht will &bdquo;letzte Instanz&ldquo; auch der EU sein.<br>\nZugleich ist dies ein Vorgeschmack auf das deutsche Agieren in Sachen finanzieller Abfederung der Corona-Folgen. Alle EU-L&auml;nder versuchen derzeit, Hilfspakete zu schn&uuml;ren &ndash; jedes f&uuml;r sich. Die EU-Kommission und die Staats- und Regierungschefs verk&uuml;nden zwar, gemeinsame Ma&szlig;nahmen initiieren zu wollen, letztlich aber bleibt es im nationalen Rahmen. Die Finanzpolitik in der EU bleibt an die wirtschaftliche Hackordnung gebunden, ganz oben Deutschland. Das nationale deutsche Hilfspaket (Bund und L&auml;nder) angesichts von Corona betrug bereits Anfang April 2020 1,8 Billionen Euro. Deutsche Bundeswertpapiere haben derzeit eine Verzinsung von Null Prozent, sie werden von den US-amerikanischen Ratingagenturen auf der h&ouml;chsten Stufe &bdquo;AAA&ldquo; eingestuft. Italien dagegen wurde jetzt kurz &uuml;ber &bdquo;Ramsch-Stufe&ldquo; eingeordnet. Jede Kreditaufnahme unter Corona-Bedingungen muss hier mit hohen Zinsen bezahlt werden. Die Staatsschulden Italiens werden auf 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ansteigen.<br>\nGemeinsame Anleihen, die Deutschland ablehnt, k&ouml;nnten ein gemeinsamer Ausweg sein. Forderten die Deutschen in der Fl&uuml;chtlingskrise &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo;, wird sie jetzt erneut verweigert. So bemerkte Eric Gujer, Chefredaktor der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung (03.04.2020): &bdquo;Deutschland will die F&uuml;hrungsmacht Europas sein, verh&auml;lt sich aber wie dessen Chefbuchhalter&ldquo;. Es gibt eine zweite Seuche, sie hei&szlig;t: deutsche Selbstgef&auml;lligkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2020\/05\/eu-in-zeiten-von-corona-52492.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die zweite Wutwelle rollt &ndash; und bald auch die zweite Infektionswelle?<\/strong><br>\nVielerorts haben sie am Wochenende gegen die Corona-Regeln demonstriert, die neuen Wutb&uuml;rger. In M&uuml;nchen gut 3000, in Berlin mehr als 1000, Proteste auch in Frankfurt oder K&ouml;ln. In Stuttgart, wo die Leute einst Mu&szlig;e hatten, einen Bahnhof zu bek&auml;mpfen, versammelten sich sogar rund 5000 Menschen.<br>\nNichts gegen Demonstrationen! Aber es sind eben auch sehr viele Spinner am Start.<br>\nBeispiel Berlin: Am Alexanderplatz und vorm Reichstag fanden sich Verschw&ouml;rungstheoretiker jeglicher Schattierung ein, Impfgegner, Rechts- und Linksextreme, Putin-Verehrer oder C-Prominenz wie der Showkoch Attila Hildmann (&ldquo;Gehe ich im Kampf f&uuml;r unsere Freiheit drauf, dann nur mit Waffe in der Hand und erhobenen Hauptes&rdquo;).<br>\nWeil auch normale B&uuml;rger teilnehmen, werden die Extreme anschlussf&auml;hig, Hass und Wut sickern in die Mitte ein. Und wie viele Menschen m&ouml;gen sich am Wochenende auf diesen Demonstrationen infiziert haben, das Virus nun weitertragen?<br>\nBei einer Demonstration in Gera, die ebenfalls Wirrk&ouml;pfe anzog, lief Thomas Kemmerich mit. Bilder zeigen ihn ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne den n&ouml;tigen Abstand zu anderen. Sp&auml;ter tat ihm das leid. Kemmerich, Sie erinnern sich? Der FDP-Kurzzeit-Ministerpr&auml;sident von Th&uuml;ringen, der sich von der AfD ins Amt hieven lie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-corona-wutbuerger-angela-merkel-robert-koch-institut-a-d30229bb-b30c-4309-a9c3-e717112fa97b\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Detlef, Ken und Attila wissen Genaueres<\/strong><br>\nIn den sozialen Medien und mittlerweile auch auf der Stra&szlig;e formiert sich in Sachen Corona gerade eine Allianz des Schwachsinns. In Teilen gewaltbereit. C-Prominente mit Sehnsucht nach Aufmerksamkeit machen mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/corona-verschwoerungstheorien-detlef-ken-und-attila-wissen-genaueres-kolumne-a-e10ce3d3-1826-467d-8d2a-204f304b1378\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Stimmen, die dem offiziellen Regierungsnarrativ widersprechen, werden inzwischen als &ldquo;Spinner&rdquo;, &ldquo;Schwachsinnige&rdquo;, &ldquo;Wirrk&ouml;pfe&rdquo;, potentielle Infektionsherde usw. bezeichnet  Einen derartig aggressiven Umgang mit Meinungen, die nicht dem Mainstream entsprechen, gab es bisher noch nicht. Diese Pathologisierung von Protest ist im Grunde menschenverachtend. Denn was macht man am besten mit &ldquo;Gef&auml;hrdern&rdquo; und psychisch Kranken, einsperren. Das hat mit einer auch nur ann&auml;hernd seri&ouml;sen Berichterstattung nichts mehr gemein. Das ist Bild-Niveau. Hier werden Menschen anderer Meinung diffamiert und &ouml;ffentlich zum Abschuss freigegeben. Der Zynismus dabei, dieselben &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; beklagen dann an anderer Stelle best&auml;ndig die &ldquo;Verrohung&rdquo; der &ouml;ffentlichen Debatte, heizen diese aber selbst nach Kr&auml;ften an.<\/em><\/p>\n<p><em>Die existenzbedrohenden Folgen der, dem Lockdown nun auf dem Fu&szlig; folgenden, tiefgreifenden Rezession werden sich erst in den n&auml;chsten Wochen und Monaten richtig bemerkbar machen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu weit massiveren Protesten kommen kann als jetzt. Da ist es sicher von Vorteil, wenn der &ouml;ffentliche Diskursrahmen bereits entsprechend abgesteckt ist und Menschen, die aus reiner Not heraus auf die Stra&szlig;e gehen pauschal als Idioten und Verr&uuml;ckte abgestempelt werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein ehemaliges Nachrichtenmagazin, f&uuml;r das Wladimir Putin hinter so ziemlich allem steckt, keilt gegen &bdquo;C-Prominente&ldquo;, f&uuml;r die Bill Gates hinter so ziemlich allen steckt. W&auml;re es nicht so traurig, man k&ouml;nnte das Popcorn auspacken und sich pr&auml;chtig am&uuml;sieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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