{"id":60944,"date":"2020-05-13T10:38:13","date_gmt":"2020-05-13T08:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60944"},"modified":"2020-05-14T07:23:16","modified_gmt":"2020-05-14T05:23:16","slug":"der-staat-hat-sich-in-der-corona-krise-als-einer-der-groessten-fake-news-produzenten-erwiesen-bmi-mitarbeiter-leakt-dokument","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60944","title":{"rendered":"\u201eDer Staat hat sich in der Corona-Krise als einer der gr\u00f6\u00dften Fake-News-Produzenten erwiesen\u201c &#8211; BMI-Mitarbeiter leakt Dokument"},"content":{"rendered":"<p>Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums hat Medien eine brisante Analyse zugespielt: Demnach ist die Corona-Krise ein &bdquo;Fehlalarm&ldquo;, eine besondere Gefahr bestand &bdquo;zu keinem Zeitpunkt&ldquo;. Die Zwangsma&szlig;nahmen seien unn&ouml;tig und lebensgef&auml;hrlich: Sie sollten &bdquo;kurzfristig und vollst&auml;ndig&ldquo; aufgehoben werden.  Die Bev&ouml;lkerung werde &bdquo;desinformiert&ldquo;. Die Krisenmanager h&auml;tten &bdquo;gro&szlig;en Schaden&ldquo; angerichtet, w&uuml;rden sich aber weigern, die irrationale Strategie zu &auml;ndern. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1609\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-60944-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200513_Der_Staat_als_Fake_News_Produzent_BMI_Mitarbeiter_leakt_Dokument_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200513_Der_Staat_als_Fake_News_Produzent_BMI_Mitarbeiter_leakt_Dokument_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200513_Der_Staat_als_Fake_News_Produzent_BMI_Mitarbeiter_leakt_Dokument_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200513_Der_Staat_als_Fake_News_Produzent_BMI_Mitarbeiter_leakt_Dokument_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=60944-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200513_Der_Staat_als_Fake_News_Produzent_BMI_Mitarbeiter_leakt_Dokument_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200513_Der_Staat_als_Fake_News_Produzent_BMI_Mitarbeiter_leakt_Dokument_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Ein <a href=\"https:\/\/ichbinanderermeinung.de\/Dokument93.pdf\">internes Papier aus dem Bundesinnenministerium (BMI)<\/a>  wurde Medien zugespielt, nachdem es innerhalb des Ministeriums blockiert worden sei. Die auf diesem Weg &ouml;ffentlich gewordenen Aussagen eines Beamten des Referats&nbsp;&ldquo;KM 4:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/publikationen\/themen\/bevoelkerungsschutz\/kritis.pdf%20?__blob=publicationFile&amp;v=3\">Schutz Kritischer Infrastrukturen<\/a>  &ndash; Bundesministerium des Innern&rdquo; sind eindeutig und beunruhigend. Au&szlig;erdem haben sich die an der &uuml;ber 80-seitigen Risiko-Analyse beteiligten externen Wissenschaftler nun in <a href=\"https:\/\/www.altersdiskriminierung.de\/themen\/artikel.php?id=11310\">einer gemeinsamen Erkl&auml;rung<\/a> ge&auml;u&szlig;ert, dazu folgt sp&auml;ter im Text mehr. Zun&auml;chst zur Risiko-Analyse des BMI-Beamten, der laut <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/102356-bundespressekonferenz-zu-analyse-aus-bmi-corona-war-fehlalarm\/\">Medienberichten<\/a> die Position eines Referatsleiters (Oberregierungsrat) innegehabt haben soll. Zur Informationspolitik der Bundesregierung steht dort: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der Staat hat sich in der Corona-Krise als einer der gr&ouml;&szlig;ten Fake-news-Produzenten erwiesen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Einordnung des Gefahrenpotenzials von Corona wird als &bdquo;Fehlalarm&ldquo; bezeichnet:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID 19 lassen keine ausreichende Evidenz daf&uuml;r erkennen, dass es sich &ndash; bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft &ndash; um mehr als um einen Fehlalarm handelt. (&hellip;) Wir haben es aller Voraussicht nach mit einem &uuml;ber l&auml;ngere Zeit unerkannt gebliebenen globalen Fehlalarm zu tun.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ein weiterer schwerer Vorwurf in dem Papier ist, dass &bdquo;in der Vergangenheit (leider wider besseren institutionellen Wissens) keine ad&auml;quaten Instrumente zur Gefahrenanalyse und -bewertung aufgebaut&ldquo; worden seien. Es sei unverz&uuml;glich eine angemessene Analyse und Bewertung durchzuf&uuml;hren: &bdquo;Anderenfalls k&ouml;nnte der Staat f&uuml;r entstandene Sch&auml;den haftbar sein.&ldquo;<\/p><p><strong>Gigantischer Kollateralschaden<\/strong><\/p><p>Unsere Gesellschaft lebe ab sofort mit einer gestiegenen Verletzlichkeit und mit h&ouml;heren Ausfallrisiken von lebenswichtigen Infrastrukturen, so das Dokument. Der Kollateralschaden sei inzwischen h&ouml;her als der erkennbare Nutzen: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der (v&ouml;llig zweckfreie) Kollateralschaden der Coronakrise ist zwischenzeitlich gigantisch. Ein gro&szlig;er Teil dieses Schadens wird sich sogar erst in der n&auml;heren und ferneren Zukunft manifestieren. Dies kann nicht mehr verhindert, sondern nur noch begrenzt werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Analyse fordert, die &bdquo;Sinnlosigkeit&ldquo; der Corona-Ma&szlig;nahmen offiziell anzuerkennen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die staatlich angeordneten Schutzma&szlig;nahmen, sowie die vielf&auml;ltigen gesellschaftlichen Aktivit&auml;ten und Initiativen, die als urspr&uuml;ngliche Schutzma&szlig;nahmen den Kollateralschaden bewirken, aber inzwischen jeden Sinn verloren haben, sind gr&ouml;&szlig;tenteils immer noch in Kraft. Es wird dringend empfohlen, sie kurzfristig vollst&auml;ndig aufzuheben, um Schaden von der Bev&ouml;lkerung abzuwenden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Nochmals geht das Dokument auf die (Des-)Informations-Politik ein:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Defizite und Fehlleistungen im Krisenmanagement haben in der Konsequenz zu einer Vermittlung von nicht stichhaltigen Informationen gef&uuml;hrt und damit eine Desinformation der Bev&ouml;lkerung ausgel&ouml;st.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Politik der Desinformation<\/strong><\/p><p>Ein Teil dieser Desinformation werde durch das Robert Koch-Institut angerichtet. Zu diesem Aspekt haben die NachDenkSeiten bereits diverse Beitr&auml;ge gebracht, etwa <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59903\">hier<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59776\">hier<\/a>. Gerade hat sich Jens Berger <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">in diesem Artikel<\/a> damit befasst. Die Analyse des BMI-Mitarbeiters sagt dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die vom RKI gelieferten Daten sind als Grundlage f&uuml;r die Entscheidungsfindung nicht zu gebrauchen. Die Bewertungen des RKI sind durch die vorgelegten Daten nicht gedeckt. Die Bewertungen sind vielfach spekulativ, teilweise unplausibel. Leider besteht der Lagebericht des Krisenstabs alleine aus einer Aufbereitung dieser Daten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zum Gefahrenpotenzial des Virus &ndash; die zentrale Orientierung f&uuml;r alle Corona-Ma&szlig;nahmen &ndash; ist zu lesen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Durch das neue Virus bestand vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine &uuml;ber das Normalma&szlig; hinausgehende Gefahr f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung (Vergleichsgr&ouml;&szlig;e ist das &uuml;bliche Sterbegeschehen in DEU). (&hellip;) Die Gef&auml;hrlichkeit von Covid-19 wurde &uuml;bersch&auml;tzt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Obwohl jeder Tag Todesopfer fordern k&ouml;nne, an dem trotz dieser (angeblichen) Harmlosigkeit des Virus der Lockdown fortbestehe, sei eine Einsicht kaum zu erwarten:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es kann zwar beim genauen Hinsehen keinen vern&uuml;nftigen Zweifel mehr daran geben, dass die Coronawarnung ein Fehlalarm war, dass das Krisenmanagement die Arbeit der Gefahrenabwehr suboptimal verrichtet und Fehler gemacht hat, die einen gro&szlig;en Schaden verursacht haben und jeden Tag weiter verursachen (einschlie&szlig;lich Todesopfer), an dem die Ma&szlig;nahmen nicht ersatzlos gestrichen werden. Da der Krisenstab und das gesamte Krisenmanagement einschlie&szlig;lich der Politik weitestgehend den rechtlichen, organisatorischen und sonstigen Rahmenvorgaben entsprechend gehandelt haben, scheint f&uuml;r sie zun&auml;chst jedoch wenig Anlass zu bestehen, &Auml;nderungen vorzunehmen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Gefahrenpotenzial zweifelhaft <\/strong><\/p><p>Da die offiziell verk&uuml;ndete medizinische Grundlage f&uuml;r die Corona-Ma&szlig;nahmen unseri&ouml;s sei und deren Folgen nicht angemessen ber&uuml;cksichtigt w&uuml;rden, gerate die gesamte darauf gr&uuml;ndende juristische Abw&auml;gung in Schieflage:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von Eingriffen in Rechte von z.B. B&uuml;rgern ist derzeit nicht gegeben, da staatlicherseits keine angemessene Abw&auml;gung mit den Folgen durchgef&uuml;hrt wurde.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Ma&szlig;nahmen ohne nachvollziehbare Grundlage fortzuf&uuml;hren, gef&auml;hrde das Vertrauen in den Staat und sei gesellschaftlich gef&auml;hrlich: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Angesichts des sachlichen Befunds der vorliegenden Analyse und der dazu im Kontrast stehenden Entscheidungen der Politik, kann bei gesch&auml;digten Au&szlig;enstehenden m&ouml;glicherweise die Bef&uuml;rchtung aufkommen, dass das bestimmende Schutzziel des nationalen Krisenmanagements nicht mehr die Sicherheit und Gesundheit der Bev&ouml;lkerung ist.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Wissenschaftler kritisieren Ministerium<\/strong><\/p><p>Auch die an der Risiko-Analyse beteiligten externen Wissenschaftler haben nun <a href=\"https:\/\/www.altersdiskriminierung.de\/themen\/artikel.php?id=11310\">eine gemeinsame Erkl&auml;rung<\/a> zum Verhalten des Ministeriums gegen&uuml;ber seinem Mitarbeiter verfasst. Zu den Unterzeichnern  geh&ouml;ren unter vielen anderen etwa Peter Schirmacher (Professor der Pathologie, Heidelberg, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina),  Sucharit Bhakdi (Universit&auml;tsprofessor f&uuml;r Medizinische Mikrobiologie, im Ruhestand\/Universit&auml;t Mainz) und Andreas S&ouml;nnichsen (stellvertretender Curriculumsdirektor der Medizinischen Universit&auml;t Wien). <\/p><p>Die Autoren widersprechen massiv der offiziellen Darstellung des Ministeriums zum Bericht und seiner Entstehung, wonach ein Mitarbeiter viele interne Regeln missachtet habe. Laut den Wissenschaftlern hat der mittlerweile beurlaubte Verfasser seine Analyse nach eigenen Angaben zun&auml;chst am 25. M&auml;rz an einen kleinen internen Verteiler verschickt. Seine Bitte, die&nbsp;Analyse&nbsp;Innenminister Horst Seehofer&nbsp;vorzulegen,&nbsp;sei ohne Pr&uuml;fung des Inhalts abgelehnt worden. Erst daraufhin habe der Mitarbeiter diese&nbsp;an den Krisenstab sowie an die fachlichen BMI-Arbeitskreise auf Bundes- und L&auml;nderebene weitergeleitet. Im weiteren Verlauf wurde die Analyse dann dem Online-Portal &bdquo;Tichys Einblick&ldquo;&nbsp;zugespielt.<\/p><p>Die Wissenschaftler beurteilen die Analyse, die sie als &bdquo;Anfang einer noch umfangreicheren Pr&uuml;fung&ldquo; bezeichnen, folgenderma&szlig;en:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Renommierte Kollegen und Kolleginnen, allesamt hervorragende Vertreter ihres Fachs,  nahmen zu konkreten Fragen auf der Basis der angefragten Expertise sachlich Stellung. Daraus resultierte eine erste umfangreiche Einsch&auml;tzung der bereits eingetretenen sowie der drohenden medizinischen Sch&auml;den, einschlie&szlig;lich zu erwartender Todesf&auml;lle. (&hellip;) Unserer Auffassung nach m&uuml;ssten die adressierten Fachbeamten aufgrund dieses Papiers eine sofortige Neubewertung der Schutzma&szlig;nahmen einleiten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>BMI-Mitarbeiter kaltgestellt<\/strong><\/p><p>Das Ministerium leitete aber zun&auml;chst zus&auml;tzliche Schutzma&szlig;nahmen ein &ndash; n&auml;mlich gegen den geleakten Bericht. Laut <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/exklusiv-auf-te-ein-vorwurf-koennte-lauten-der-staat-hat-sich-in-der-coronakrise-als-einer-der-groessten-fake-news-produzenten-erwiesen\/\">&bdquo;Tichys Einblick&ldquo;<\/a>  hat das BMI folgenden Brief an alle Empf&auml;nger der Analyse verschickt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\nich m&ouml;chte Sie darauf hinweisen, dass es sich vorliegend um ein von einem einzelnen Mitarbeiter verfasstes Papier handelt. Der Mitarbeiter war weder am Krisenstab beteiligt, noch beauftragt oder autorisiert eine solche Analyse zu erstellen oder zu ver&ouml;ffentlichen. Sie gibt seine private Auffassung wieder, nicht die des Bundesministeriums des Innern, f&uuml;r Bau und Heimat.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Auf diese prinzipielle Abwehrhaltung des Ministeriums gegen&uuml;ber einer akut notwendigen Analyse reagieren die Wissenschaftler in ihrer Erkl&auml;rung mit gro&szlig;em Unverst&auml;ndnis. An der geistigen oder politischen Verfassung des Autoren kann die Ablehnung laut den Wissenschaftlern nicht liegen: Der wird als &bdquo;engagierter&ldquo; und &bdquo;couragierter&ldquo; Mitarbeiter des BMI beschrieben. Das scheint ihn nicht zu sch&uuml;tzen: Die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ominoeses-papier-corona-zweifler-im-ministerium-1.4903706\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>&ldquo; berichtet, durch das Ministerium sei inzwischen &bdquo;sichergestellt worden&ldquo;, dass der Verfasser des Schreibens nicht weiter &bdquo;den Eindruck erwecken k&ouml;nne, er handele f&uuml;r oder im Namen des Ministeriums&ldquo;. Nach einem Bericht des &bdquo;Spiegel&ldquo; wurde der Mann von seinen Dienstpflichten&nbsp;entbunden.<\/p><p><strong>Das Papier muss penibel &uuml;berpr&uuml;ft werden &ndash; aber es darf nicht abgetan werden<\/strong><\/p><p>Das Papier soll durch diesen Text nicht von Kritik und penibler &Uuml;berpr&uuml;fung abgeschirmt werden. Diese Abschirmung geschieht auch eher dadurch, dass es vom Ministerium als Einzelmeinung eines verwirrten Einzelt&auml;ters abgetan wird, und somit als nicht pr&uuml;fungsw&uuml;rdig bezeichnet wird. Dabei k&ouml;nnte die Analyse doch als Herausforderung angenommen werden: von den Politikern und Journalisten, die den aktuellen irrational begr&uuml;ndeten Kurs zu verantworten haben und die keine Anstalten machen, ihn korrigieren zu wollen. In der kritischen Analyse h&auml;tten sie doch eine Steilvorlage, um ihre Ma&szlig;nahmen argumentativ zu verteidigen &ndash; soweit das m&ouml;glich ist.<\/p><p>Eine Herausforderung f&uuml;r die Kanalisation der &ouml;ffentlichen Meinung ist das Papier allemal: Immerhin kann man das Dokument angesichts seiner Herkunft und Autorenschaft nicht automatisch als rechtsextreme Spinnerei abtun. Man m&uuml;sste sich (eigentlich, endlich) den darin aufgeworfenen gravierenden Fragen stellen: In diesem Prozess k&ouml;nnten auch Aussagen der Analyse glaubhaft entkr&auml;ftet werden. Es geht ja nicht darum, eine vorgefertigte Meinung zu best&auml;tigen. Es geht darum, dass zentrale Fragen gar nicht erst besprochen werden, weil bereits das Stellen der Fragen als &bdquo;rechtsradikal&ldquo; abgetan wird.<\/p><p>Darum ist die Ver&ouml;ffentlichung der Analyse im Sinne einer kl&auml;renden Debatte zu begr&uuml;&szlig;en. Wenn in den n&auml;chsten Tagen von wissenschaftlicher Seite seri&ouml;se inhaltliche Kritik an der Analyse formuliert werden sollte, werden die NachDenkSeiten diese auch transportieren. <\/p><p>Bisher allerdings ist es &ndash; abgesehen von den Diffamierungen des Autors &ndash; auffallend ruhig im Bl&auml;tterwald.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben in zahlreichen Artikeln verschiedene Positionen zu Corona ver&ouml;ffentlicht. Bitte nutzen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47542\">unsere Suchfunktion<\/a>, um weitere interessante Beitr&auml;ge zum Thema zu entdecken.<\/p><p>Titelbild: Tupungato \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums hat Medien eine brisante Analyse zugespielt: Demnach ist die Corona-Krise ein &bdquo;Fehlalarm&ldquo;, eine besondere Gefahr bestand &bdquo;zu keinem Zeitpunkt&ldquo;. Die Zwangsma&szlig;nahmen seien unn&ouml;tig und lebensgef&auml;hrlich: Sie sollten &bdquo;kurzfristig und vollst&auml;ndig&ldquo; aufgehoben werden. Die Bev&ouml;lkerung werde &bdquo;desinformiert&ldquo;. 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