{"id":610,"date":"2005-06-22T08:30:50","date_gmt":"2005-06-22T06:30:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=610"},"modified":"2016-03-13T15:35:35","modified_gmt":"2016-03-13T14:35:35","slug":"argumente-gegen-studiengebuhren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=610","title":{"rendered":"Argumente gegen Studiengeb\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p>Die SPD-Landtagsfraktion in NRW stellt 13 Argumente gegen die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren durch die neue CDU\/FDP-Landesregierung.<br>\nEin Leser der NachDenkSeiten setzt sich kritisch mit den Argumenten des RCDS f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren auseinander.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>13 Argumente zu den CDU-Positionen <\/strong><\/p><p><strong>1. CDU: Angebliche soziale Abfederung durch Studienkredite (KfW-Modell\/BDA-Modell) <\/strong><\/p><p>Wenn die Union dar&uuml;ber spricht, wie sie Studiengeb&uuml;hren sozial abfedern will, f&uuml;hrt sie <\/p><ul>\n<li>Studienkredite<\/li>\n<li>Stipendien<\/li>\n<\/ul><p>als m&ouml;gliche Optionen an. Doch f&uuml;r beide liegt bislang kein durchdachtes und funktionierendes Finanzierungsmodell vor.<\/p><p>Bei den &Uuml;berlegungen zur Finanzierung von Studiengeb&uuml;hren liegt auf der Hand, dass die Kreditwirtschaft &ndash; auch staatliche Banken wie die KfW &ndash; kein Interesse daran haben, nur f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren Darlehensmodelle anzubieten. Der Aufwand f&uuml;r dieses aus Sicht der Bank kleine Kreditvolumen w&uuml;rde sich f&uuml;r das Kreditinstitut nicht lohnen, ganz abgesehen von den Ausfallquoten (beim BAf&ouml;G liegt diese bei 30 Prozent und muss auch bei Studiengeb&uuml;hren angenommen werden) und dem Zinsrisiko. Insofern sind die Banken ausschlie&szlig;lich daran interessiert, eine umfassende Studienfinanzierung anzubieten, die neben den Studiengeb&uuml;hren auch die Lebenshaltungskosten f&uuml;r das gesamte Studium umfasst.<\/p><p>Basierend auf den KfW-Pl&auml;nen (Kreditanstalt f&uuml;r den Wiederaufbau) umfassen die Darlehen in folgenden Beispielrechnungen des BMBF sowohl Lebensunterhalt als auch Geb&uuml;hren:<\/p><ul>\n<li>Bei einer monatlichen Auszahlung von 350 Euro f&uuml;r 5 Jahre entsteht bei einer Darlehenssumme von 21.000 Euro eine Gesamtbelastung von 31.693 Euro (bei einer monatlichen R&uuml;ckzahlungsrate von 200 Euro, einem Zins von 5,1 Prozent und 11,5 Jahren Laufzeit). Damit ergibt sich allein eine Zinsbelastung von 10.693 Euro!<\/li>\n<li>Bei einer monatlichen Auszahlung von 650 Euro f&uuml;r 5 Jahre entsteht bei einer Darlehenssumme von 39.000 Euro eine Gesamtbelastung von 90.562 Euro (bei einer monatlichen R&uuml;ckzahlungsrate von 200 Euro, einem Zins von 5,1 Prozent und 35 Jahren Laufzeit). Damit ergibt sich allein eine Zinsbelastung von 51.562 Euro!<\/li>\n<\/ul><p>Bei diesem und allen weiteren bisher vorgelegten Modellen wird deutlich, dass k&uuml;nftige Studierendengenerationen am Ende ihrer Ausbildung mit einem riesigen Schuldenberg von zwischen 30.000 und 85.000 Euro dastehen werden. Im Extremfall k&ouml;nnen es sogar 126.000 Euro sein. Dies h&auml;lt die CDU\/CSU in einer Phase f&uuml;r zumutbar, in der die jungen Menschen die Gr&uuml;ndung einer Familie planen, ein eigenes Haus finanzieren oder den Schritt in die Selbst&auml;ndigkeit wagen sollen. Wo die CDU hier die Sozialvertr&auml;glichkeit ihrer Geb&uuml;hrenpl&auml;ne sieht, ist nicht nachzuvollziehen, denn Schulden belasten den Start ins Berufsleben massiv.<\/p><p>Auch das von Arbeitgeber-Pr&auml;sident Dieter Hundt vorgestellte Modell zur sozialen Absicherung von Studiengeb&uuml;hren bedeutet, dass Studierende in Zukunft nach ihrer Hochschulausbildung mit mindestens 50.000 Euro Schulden ins Berufsleben starten w&uuml;rden. Der BDA schl&auml;gt ein vom Staat finanziertes Ausbildungsbudget von 15.000 Euro f&uuml;r jeden Studierenden vor. Es soll Kindergeld, Baf&ouml;g und Ausbildungsfreibetrag ersetzen und so kostenneutral sein. Dieses Budget soll allen Studierenden zur Verf&uuml;gung stehen und nicht zur&uuml;ckgezahlt werden. Es soll erg&auml;nzt werden durch Darlehen bis zu 35.600 Euro <\/p><p>Der BDA-Vorschlag ist nicht akzeptabel. Wer allen Kindern aus einkommensschwachen Schichten das dringend ben&ouml;tigte Kindergeld und BAf&ouml;G wegnehmen will, um es auch Studierenden aus reichem Elternhaus zu geben, handelt sozial nicht gerecht. Daneben kommt auch dieses Modell der Arbeitgeber nicht ohne staatliche B&uuml;rgschaften f&uuml;r Kreditausf&auml;lle und Zinsrisiken aus, die durch staatliche B&uuml;rgschaften zu niedrigen Zinsen angeboten werden sollten, etwa von der staatlichen Bank KfW und Gesch&auml;ftsbanken. <\/p><p><strong>2. CDU: Studiengeb&uuml;hren sind finanziell zu verkraften, 500 Euro sind zumutbar<\/strong><\/p><p>Wie die nachfolgenden Einkommens-Beispiele zeigen, sind 500 Euro im Semester bereits f&uuml;r viele Haushalte &ndash; einkommensschwache, aber auch Mittelstandsfamilien &ndash; eine H&uuml;rde:<\/p><p>Beispiele f&uuml;r monatliche <strong>Brutto-Durchschnittseinkommen<\/strong>:<\/p><ul>\n<li>Mittlerer Bankangestellter 4003 Euro<\/li>\n<li>B&uuml;rofachkr&auml;fte 3457 Euro<\/li>\n<li>Datenverarbeitungsfachleute 4479 Euro<\/li>\n<li>Elektroinstallateur 2540 Euro<\/li>\n<\/ul><p>Gerade f&uuml;r Studierende, die BAf&ouml;G beziehen, bedeuten Studiengeb&uuml;hren von 500 Euro pro Semester oder 85 Euro im Monat einen kaum zu verkraftenden Einschnitt:<br>\nDie GESIS (Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V.) hat f&uuml;r 2002 den Einkommensdurchschnitt verschiedener Berufsgruppen in Deutschland ermittelt: Danach hat im Durchschnitt eine<\/p><ul>\n<li>Arbeiterfamilie, ein Verdiener, zwei Kinder, netto 2.200 Euro im Monat. In diesem Fall betr&auml;gt der BAf&ouml;G-Satz (H&ouml;chstsatz w&auml;re 585 Euro), wenn ein Kind studiert und eins noch auf dem Gymnasium ist, 439 Euro. <strong>Die Studiengeb&uuml;hren w&uuml;rden also im Monat knapp 20 Prozent des BAf&ouml;G auffressen!<\/strong><\/li>\n<li>Angestelltenfamilie, ein Verdiener, zwei Kinder, netto 2.700 Euro im Monat. Hier l&auml;ge der BAf&ouml;G-Satz f&uuml;r das studierende Kind bei 214 Euro. <strong>Die Studiengeb&uuml;hren w&uuml;rden also im Monat knapp 40 Prozent des BAf&ouml;G verschlingen!<\/strong><\/li>\n<\/ul><p>Abgesehen davon, wird es &ndash; das wird bereits jetzt deutlich &ndash; nicht bei den im ersten Anlauf angek&uuml;ndigten Geb&uuml;hrenh&ouml;hen bleiben, diese Einsch&auml;tzung teilen etliche Fachleute:<\/p><blockquote><p>Ich rechne damit, dass ein Studiengang an einer durchschnittlichen deutschen Uni in f&uuml;nf Jahren etwa 2.500 Euro pro Semester kosten wird.<\/p>\n<div class=\"cite_hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<p class=\"reference\">Klaus F. Zimmermann, Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, Handelsblatt, 27.1.2005<\/p>\n<\/blockquote><p>Der Pr&auml;sident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter Gaethgens, hat eine Obergrenze von 1.000 Euro pro Semester vorgeschlagen:<\/p><blockquote><p>Das entspricht einer H&ouml;he von rund 20 Prozent der Kosten in der Lehre. (&hellip;) Bei v&ouml;lliger Freigabe k&ouml;nnten es auch bald 5.000 oder 10.000 Euro sein &ndash; wie in anderen L&auml;ndern.<\/p>\n<div class=\"cite_hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<p class=\"reference\">HRK-Pr&auml;sident Peter Gaethgens in der Handelsblatt-Ausgabe vom 28.01.2005.<\/p>\n<\/blockquote><p><strong>3. CDU: Studiengeb&uuml;hren sind nicht ungerecht und f&uuml;hren nicht zur sozialen Ausgrenzung<\/strong><\/p><ul>\n<li>In &Ouml;sterreich zahlen Studierende seit 2001 363,36 Euro pro Semester. Dies f&uuml;hrte zu einer sozialen Ausgrenzung.<br>\n<blockquote><p>In jeder Hinsicht sozial gerecht sei das System nicht, r&auml;umt Kolland ein. Acht der zwanzig Prozent, die nach der Geb&uuml;hreneinf&uuml;hrung ihr Studium abgebrochen haben, kamen aus bildungsfernen Schichten. &hellip;. Obwohl die Studienhilfe sozialer geworden sei, inzwischen 15-20 Prozent der Studierenden von der Geb&uuml;hrenpflicht befreit, werden diejenigen ohne Anspruch belastet: Zehn Prozent aller Studierenden arbeiten inzwischen mehr, um ihr Studium selbst finanzieren zu k&ouml;nnen, zehn Prozent haben seit der Geb&uuml;hreneinf&uuml;hrung damit angefangen, zu jobben.<\/p>\n<div class=\"cite_hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<p class=\"reference\">Franz Kolland, Professor f&uuml;r Soziologie an der Universit&auml;t Wien in einem Artikel von Ulrike Winter &bdquo;Wer f&uuml;r die Uni zahlt, verdient mehr&rdquo; in der Rheinischen Post vom 31.01.2005<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/li>\n<li>In den USA haben jahrzehntelange Untersuchungen ergeben,<br>\n<blockquote><p>dass sich rund um die Ivy League eine Klassengesellschaft gebildet hat, in der, wer im Einkommen den unteren 20 Prozent angeh&ouml;rt, so gut wie keine Chance hat, in das obere Einkommens-F&uuml;nftel aufzusteigen. Der Wohlstand ist in den USA fast komplett von der Ausbildung abh&auml;ngig geworden. Die Geh&auml;lter der High-School-Absolventen stiegen von 1975 bis 1999 im Schnitt &uuml;berhaupt nicht. Die Durchschnittseinkommen derer, die von der Ivy League oder auch von Stanford in Palo Alto kommen, haben sich dagegen vervielfacht.<\/p>\n<div class=\"cite_hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<p class=\"reference\">Aus: Winfried M&uuml;nster &bdquo;Goldener Mittelweg&rdquo;, in: Rheinische Post vom 25.01.2005<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ul><p><strong>4. CDU: Studiengeb&uuml;hren f&uuml;hren zu besser Ausstattung und besseren Studienbedingungen an den Hochschulen; Studiengeb&uuml;hren gehen an Hochschulen<\/strong><\/p><p>Bisher hat kein Unionsland gesetzesfest geregelt, dass die Studiengeb&uuml;hren ausschlie&szlig;lich an die Hochschulen flie&szlig;en &ndash; auch nicht die CSU, die dazu die Mehrheit h&auml;tte.<\/p><p>In Bayern haben Ministerpr&auml;sident Edmund Stoiber und Wissenschaftsminister Goppel eine Zusage, wonach die Hochschulen die eingenommenen Studiengeb&uuml;hren behalten d&uuml;rfen, lediglich bis zum Jahr 2008 gegeben. Hier ist keine dauerhafte Mehrausstattung zu erwarten, sondern ein kurzfristiges Strohfeuer.<\/p><p>Laut Berechnungen von Baden-W&uuml;rttembergs Wissenschaftsminister Frankenberg w&uuml;rden von den Einnahmen durch die Studiengeb&uuml;hren nach Abzug der Kosten (B&uuml;rgschaftsrisiko, Verwaltung usw.) lediglich bundesweit noch 1,4 Milliarden Euro bei zwei Millionen Studierender erwartet.<\/p><p>Was bedeutet das bundesweit gesehen an Finanzmitteln f&uuml;r alle deutschen Hochschulen? Mit dieser Summe (1,4 Mrd. &euro;) w&auml;re nicht einmal zehn Prozent der staatlichen Finanzierung f&uuml;r die etwa 350 deutschen Hochschulen gedeckt. Im Jahr 2002 bekamen diese von Bund und L&auml;ndern insgesamt 18,6 Milliarden Euro.<\/p><p>Und was w&uuml;rden bundesweit fl&auml;chendeckende Studiengeb&uuml;hren finanziell f&uuml;r die NRW-Hochschulen bedeuten? F&uuml;r das Land NRW, in dem jeder vierte deutsche Student eingeschrieben ist, w&auml;ren das theoretisch Einnahmen in H&ouml;he von 350 Millionen Euro. Auch hier w&uuml;rden nicht einmal zehn Prozent der staatlichen Finanzierung der Hochschulen gedeckt. Allein die Hochschuletats einer einzelnen Universit&auml;t wie Aachen, Bonn oder Bochum liegen jeweils bei rund 300 Millionen Euro im Jahr.<\/p><p>Der Betrag aus dem Vorschlag Frankenbergs entspricht exakt der Summe, die im Jahr 2006 (1,488 Milliarden Euro) aus der Abschaffung der Eigenheimzulage zu erwarten w&auml;re.<\/p><p><strong>Die Abschaffung der Eigenheimzulage w&auml;re bildungspolitisch gerechter und sozial verantwortlicher.<\/strong> Doch das haben CDU\/CSU erst am 28.01.2005 erneut im Bundestag abgelehnt! <\/p><p><strong>Allein durch die Blockade des Exzellenzwettbewerbs durch die Union werden den Hochschulen 1,9 Milliarden pro Jahr vorenthalten.<\/strong><\/p><p>Wenn es der Union also um eine Zukunftsf&auml;higkeit des Standorts Deutschland geht, ist nicht zu verstehen, warum sie die Eigenheimzulage und die 1,9 Milliarden aus dem Exzellenzwettbewerb blockiert.<\/p><p>Das zeigt: Geb&uuml;hren f&uuml;r das Erststudium sind ein geringer finanzieller Gewinn, erkauft um den hohen Preis der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunftschancen vieler junger Menschen.<\/p><p><strong>5. CDU: Studiengeb&uuml;hren sind international &uuml;blich<\/strong><\/p><ul>\n<li>Die PISA-Sieger Finnland und Schweden erheben keine Studiengeb&uuml;hren.<\/li>\n<li>In den L&auml;ndern, in denen es bereits Studiengeb&uuml;hren gibt, werden diese zurzeit &ndash; beispielsweise in GB &ndash; drastisch erh&ouml;ht. In GB werden von 2006 an die j&auml;hrlichen Studiengeb&uuml;hren von jetzt einheitlich 1100 Pfund (1600 Euro) auf bis zu 3000 Pfund (4300 Euro) angehoben. In den USA sparen die Familien entweder von Geburt an betr&auml;chtliche Betr&auml;ge f&uuml;r die sp&auml;tere Universit&auml;tsausbildung der Kinder oder m&uuml;ssen sich enorm verschulden (Hypothek auf das Haus). Insgesamt haben die stark gestiegenen Studiengeb&uuml;hren die Verschuldung der amerikanischen Mittelschichtfamilien in den vergangenen Jahren dramatisch nach oben getrieben.<\/li>\n<\/ul><p><strong>6. CDU: Studiengeb&uuml;hren f&uuml;hren zu mehr Studienerfolg<\/strong><\/p><ul>\n<li>Der Studienerfolg in Deutschland liegt nach der OECD-Studie &bdquo;Bildung auf einen Blick&rdquo; mit 70 % im OECD-Mittel. In den Hochgeb&uuml;hren-L&auml;ndern USA und Australien liegt der Erfolg mit 66 bzw. 69 % nicht besser.<\/li>\n<li>Behauptet wird: Weil dann ernsthafter und zielstrebiger studiert wird, senken Studiengeb&uuml;hren die Abbrecherquoten und heben den Studienerfolg. Tatsache ist: Mit Studienkonten erreichen wir dasselbe Ziel, nur intelligenter &ndash; ohne Schulabg&auml;nger vom Studium abzuschrecken.<\/li>\n<\/ul><p><strong>7. CDU: nachgelagerte Studiengeb&uuml;hren f&uuml;hren nicht zu finanziellen Mehrbelastungen des Staates:<\/strong><\/p><p>Gegenbeispiel Australien: F&uuml;r den Fall, dass die Studierende die Geb&uuml;hr nicht sofort aufbringen k&ouml;nnen (was ihnen einen Nachlass von 25 Prozent erm&ouml;glicht) werden in Australien die Geb&uuml;hren durch ein Kreditsystem aufgefangen. Dieses HECS-Modell (Higher Education Contribution Scheme) koppelt die R&uuml;ckzahlungsmodalit&auml;ten an die H&ouml;he des sp&auml;teren Einkommens. Dieses Modell ist in den vergangenen Jahren in erhebliche Schieflage geraten. Zurzeit &uuml;bersteigen die HECS-Kredite die R&uuml;ckzahlungen um 9 Mrd. Dollar (ca. 5,5 Milliarden Euro). Bis 2007 erwarten Experten sogar eine L&uuml;cke von 15 Mrd. Dollar (ca. 9,1 Milliarden Euro), die letztlich von der &ouml;ffentlichen Hand gedeckt werden muss.<\/p><p><strong>8. CDU: Studiengeb&uuml;hren verbessern die Chancen des Wirtschaftsstandorts Deutschland<\/strong><\/p><ul>\n<li>Ein viel gr&ouml;&szlig;erer Wirtschaftsschaden entst&uuml;nde, wenn weniger junge Menschen ausgebildet w&uuml;rden, weil sie sich durch Geb&uuml;hren von der Aufnahme eines Studiums abschrecken lie&szlig;en &ndash; wir brauchen jedoch nicht weniger, sondern im Gegenteil dringend mehr gut ausgebildete junge Menschen.<\/li>\n<li>CD- Studie &bdquo;Bildung auf einen Blick&rdquo; zeigt: Deutschland hat die niedrigste Akademikerquote aller Industriel&auml;nder.<\/li>\n<li>Der Universit&auml;tspr&auml;sident der TU Darmstadt, Johann Dietrich W&ouml;rner, bef&uuml;rchtet, dass durch die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren vor allem Studierende aus &auml;rmeren L&auml;ndern davon abgehalten werden k&ouml;nnten, sich in Deutschland um einen Studienplatz zu bem&uuml;hen. &bdquo;Ich bin sicher, dass wir an dieser Stelle einen Einbruch bei unseren Bem&uuml;hungen um Internationalisierung bekommen werden. Die Zahl der Studierenden insbesondere aus den finanzschw&auml;cheren Auslandsbereichen wird zur&uuml;ckgehen.&rdquo; Damit f&uuml;hren Studiengeb&uuml;hren zu einer Auslese auch ausl&auml;ndischer Studierender. [Aus: Deutschlandfunk &sbquo;Campus &amp; Karriere&rsquo; vom 02.02.2005 &bdquo;Hochschulautonomie auch bei Studiengeb&uuml;hren&rdquo;, von Ludger Fittkau]<\/li>\n<\/ul><p><strong>9. CDU: Die Bev&ouml;lkerung hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren<\/strong><\/p><ul>\n<li>Nein &ndash; laut Umfrage von &bdquo;Politbarometer&rdquo; vom 28.01.2005 sprechen sich nur 16 Prozent f&uuml;r generelle Studiengeb&uuml;hren aus, f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren nach &Uuml;berschreiten der Regelstudienzeit 65 Prozent. 15 Prozent sind gegen jegliche Geb&uuml;hren.<\/li>\n<li>Nach einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der WELT, ver&ouml;ffentlicht in der Welt am 01.02.2005, glaubt die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) nicht, dass Studiengeb&uuml;hren zu einer Verbesserung der Qualit&auml;t des Studiums f&uuml;hren. In der Altersgruppe der unter 29j&auml;hrigen, also potentiellen Studierende, ist die Mehrheit (59 Prozent) der Ansicht, dass Studiengeb&uuml;hren nichts zur Qualit&auml;tssteigerung beitragen.<\/li>\n<\/ul><p><strong>10. CDU: Angebliche soziale Abfederung durch Stipendien<\/strong><\/p><p>Hinsichtlich eines funktionierenden Stipendiensystems, das soziale H&auml;rten abfedern k&ouml;nnte, liegt Deutschland im Vergleich zu anderen L&auml;ndern extrem zur&uuml;ck. Hier beginnt die Wirtschaft jetzt gerade erst einmal mit grunds&auml;tzlichen &Uuml;berlegungen dazu, wie ein solches Stipendiensystem aussehen k&ouml;nnte. Ein solches System aufzubauen wird Jahre dauern, und bis 2007\/2008 ist es nicht etabliert. Ein solches System w&auml;re jedoch eine der Grundvoraussetzungen f&uuml;r ein sozial ausgewogenes und vertretbares Studiengeb&uuml;hrenmodell, das niemanden aufgrund seiner sozialen Herkunft von der Teilhabe an der Hochschulausbildung ausschlie&szlig;t.<\/p><ul>\n<li><strong>Nach der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks erhalten gerade einmal zwei Prozent der rund zwei Millionen Studierende Stipendien.<\/strong> Dabei decken sie auch nicht die gesamten Lebenshaltungskosten, sondern erg&auml;nzen lediglich andere Einnahmen der Studierende.<\/li>\n<li>Der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, r&auml;umt ein: &bdquo;Bislang ist die Zahl der Stipendien f&uuml;r Studenten in Deutschland verschwindend gering.&rdquo; [In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 30.01.2005 &bdquo;Wer finanziert das Studium f&uuml;r die Kinder armer Leute?&rdquo; von Carsten Germis und Winand von Petersdorff]<\/li>\n<\/ul><p><strong>11. Im Ruhrgebiet w&uuml;rden sich Studiengeb&uuml;hren besonders negativ auswirken<\/strong><\/p><p>Professor Klaus Tenfelde, Leiter des Instituts f&uuml;r soziale Bewegungen an der Ruhr-Universit&auml;t Bochum, warnt: <\/p><blockquote><p>Besonders im Ruhrgebiet mit seiner durchschnittlich schw&auml;cheren Einkommensstruktur sei es n&ouml;tig, Geb&uuml;hren sozial zu flankieren, um negative Auswirkungen zu vermeiden.<\/p>\n<div class=\"cite_hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div>\n<p class=\"reference\">Prof. Klaus Tenfelde, Leiter des Instituts f&uuml;r soziale Bewegungen an der Ruhr-Universit&auml;t Bochum, in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 28.01.2005 &bdquo;Wirtschaft will mehr Rechte f&uuml;r Studenten&rdquo; von Christopher Onkelbach.<\/p>\n<\/blockquote><p><strong>12. Geb&uuml;hrenbef&uuml;rworter: Der Kindergarten in NRW kostet doch auch<\/strong><\/p><p>Auch bei der vorschulischen Betreuung &uuml;bernimmt letztendlich das Land den B&auml;renanteil. Das gilt insbesondere auch bei den Geb&uuml;hren f&uuml;r Kindergarten, Mittagsbetreuung, unter 3 Betreuung und Hort, wo das Land einspringt, wenn die Eltern gar keinen oder nur einen verminderten Beitrag leisten k&ouml;nnen. Im Jahr 2001 betrugen die Gesamtbetriebskosten der Kinderg&auml;rten, Horte etc. 2,4 Milliarden Euro. Daran betr&auml;gt der Anteil der Elternbeitr&auml;ge, die v&ouml;llig zu recht einkommensabh&auml;ngig gestaffelt sind, gerade einmal 15,97 % (390 Millionen Euro). <\/p><p><strong>Schon heute ist f&uuml;r 15 % der Kindergarten geb&uuml;hrenfrei<\/strong>, weitere 18,5 % zahlen lediglich 26 Euro im Monat und rund 33 % 45 Euro. <strong>Also zahlen insgesamt 66 % aller Eltern (bis zur Einkommensgruppe von 36.813 &euro;) Kindergartengeb&uuml;hren von maximal 44 &euro;.<\/strong> Nur 9,48% der Eltern sind in der obersten Beitragsklasse (&uuml;ber 61.355 &euro; Einkommen) und zahlen den H&ouml;chstbetrag von 151 &euro; (Alle Zahlen auf Datenbasis 2001).<\/p><p>Wenn die Geb&uuml;hrenbef&uuml;rworter die Kindergartengeb&uuml;hren angesichts dieser Zahlen als soziale H&uuml;rde brandmarken, w&auml;ren es Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r jeden &ndash; auch f&uuml;r Kinder aus einkommensschwachen Schichten &ndash; von mindestens 500 Euro pro Semester erst recht. <\/p><p>Und das vor der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, dass Deutschland f&uuml;r seine Zukunftsf&auml;higkeit drei statt zwei Millionen Studierende braucht. <\/p><p><strong>13. CDU: SPD ist in der Studiengeb&uuml;hren-Frage nicht geschlossen<\/strong><\/p><ul>\n<li>Der SPD-Parteirat hat sich in seinem Beschluss am 31.01.2005 einstimmig &bdquo;f&uuml;r ein geb&uuml;hrenfreies Studium und Bildung f&uuml;r alle!&rdquo; ausgesprochen. Demnach gilt f&uuml;r sozialdemokratische Bildungspolitik, dass das Erststudium in Deutschland geb&uuml;hrenfrei bleibt, jedem, unabh&auml;ngig vom Geldbeutel der Eltern ein Studium in Deutschland erm&ouml;glicht wird und die Ausbildungsf&ouml;rderung in den Grunds&auml;tzen Bestand hat, eine st&auml;rkere soziale Ausgrenzung zu verhindern. Das ist zudem die Beschlusslage sowohl auf Bundes- als auch auf L&auml;nderebene.<\/li>\n<li>Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der hat bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in Husum am 02.02.05 die L&auml;nder ermahnt, &bdquo;mehr an die Chancengleichheit der Jugendlichen&rdquo; zu denken. In Deutschland d&uuml;rfe nicht zugelassen werden, dass &bdquo;das Kind eines Chefarztes immer noch mehr Chancen auf Bildung hat als das einer Putzfrau.&rdquo; Deutschland brauche nicht weniger, sondern mehr Studenten. &bdquo;Und dies nicht nur aus einer Schicht.&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>(Vorlage der SPD-Landtagsfraktion, Stand Februar 2005) <\/p><p><strong>Auseinandersetzung mit der Argumentation des RCDS zur Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren<\/strong><\/p><p>Da momentan viele Behauptungen &uuml;ber die Vorteile von Studiengeb&uuml;hren in den Medien herumgeistern, habe ich mal unter <a href=\"http:\/\/www.studiengebuehren.de\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.studiengebuehren.de\/\">www.studiengebuehren.de<\/a> nachgeschaut. Dahinter steht der RCDS, der sein Engagement f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren an verschiedene Bedingungen koppelt, die auf der benannten Homepage nachzulesen sind. Was jedoch nicht dazu f&uuml;hrt, dass der RCDS gegen Studiengeb&uuml;hren protestiert, die ohne eingef&uuml;hrt werden sollen, ohne dass die Bedingungen des RCDS erf&uuml;llt sind. <\/p><p><strong>&ldquo;1. Das Studium ist &ndash;gerade f&uuml;r die Studierenden &ndash; Studiengeb&uuml;hren wert.&rdquo;<\/strong><br>\nKein Argument, deshalb muss man sich nicht weiter damit befassen. Stimmt nicht ganz, weil sich hier eine typische Denke zeigt. Der Weg in den Geb&uuml;hrenzahlerstaat wird vorgezeichnet. Jeder zahlt f&uuml;r das, was er in Anspruch nimmt, Solidarit&auml;t das war einmal. <\/p><p><strong>&ldquo;2. Studiengeb&uuml;hren sind internationaler Standard.&rdquo;<\/strong><br>\nEin wirklich beeindruckender Grund auch bei uns Studiengeb&uuml;hren einzuf&uuml;hren. Am 28. Januar 2005 schrieb dazu die FAZ: &ldquo;Keine Studiengeb&uuml;hren werden in den skandinavischen L&auml;ndern, Frankreich, Irland, Polen, der Tschechischen und der Slowakischen Republik, Luxemburg, Malta und bisher Deutschland erhoben. In Malta, Schweden und der Slowakischen Republik m&uuml;ssen die ausl&auml;ndischen Studenten bezahlen. Frankreich erhebt f&uuml;r die Grandes Ecoles und Polen f&uuml;r die privaten Universit&auml;ten Geb&uuml;hren.&rdquo; Kurzum, es gibt also eine Reihe europ&auml;ischer L&auml;nder, die ohne Studiengeb&uuml;hren auskommen. Auch solche, wie D&auml;nemark, die anerkannt gute Universit&auml;ten besitzen.<\/p><p><strong>&ldquo;3. Studiengeb&uuml;hren erh&ouml;hen den hochschulinternen Marktwert und die Qualit&auml;t der Lehre und damit auch den Stellenwert der Studierenden.&rdquo;<\/strong><br>\nDiese These ist mehr als fraglich. Mehr Einfluss k&ouml;nnte zum Beispiel durch eine echte Mitbestimmung des ASTA erreicht werden. Eine M&ouml;glichkeit w&auml;re es auch, wenn man den Studenten einen Teil des Geldes, der bisher an die Universit&auml;ten geflossen zahlen w&uuml;rde, so dass sie mehr Einfluss aus&uuml;ben k&ouml;nnen. <\/p><p><strong>&ldquo;4. Studiengeb&uuml;hren st&auml;rken die Autonomie und Profilsch&auml;rfung der Hochschulen.&rdquo;<\/strong><br>\nSiehe dazu auch meine Antwort auf These 3.<\/p><p><strong>&rdquo; 5. Studiengeb&uuml;hren stellen nur eine anteilige Mitfinanzierung des Studiums dar.&rdquo;<\/strong><br>\nEs hat sich bisher immer gezeigt, dass die &ouml;ffentlichen Mittel zur&uuml;ckgefahren werden, wenn private Mittel zur Finanzierung hinzukommen. Der Anteil der Geb&uuml;hren steigt immer mehr. Siehe <a href=\"http:\/\/www.abs-bund.de\/hintergrund\/nachlaufende\/0121\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.abs-bund.de\/hintergrund\/nachlaufende\/0121\/\">hier<\/a>.<\/p><p><strong>&rdquo; 6. Studiengeb&uuml;hren schlie&szlig;en keine Begabten vom Studium aus, wenn sie erst nach dem Studium und einkommensabh&auml;ngig bezahlt werden k&ouml;nnen.&rdquo;<\/strong><br>\nEine sehr verlockende Vorstellung nach dem Studium erstmal mit 6000 Euro Schulden ins Berufsleben zu starten. Studenten mit wohlhabenderen Eltern m&uuml;ssen dies nicht. Fraglich ist auch wie die Zeit &uuml;berbr&uuml;ckt werden soll, bis die ersten Studenten ihre Schulden zur&uuml;ckzahlen. Wenn es wirklich mehr Geld f&uuml;r die Universit&auml;ten geben soll, dann muss die &ouml;ffentliche Hand vorfinanzieren, also mehr Kredite aufnehmen. &Uuml;brigens kann es auch mit Stipendien f&uuml;r Begabte keine sozial gerechten Studiengeb&uuml;hren geben. Wer das Geld hat k&ouml;nnte auch studieren ohne ein besondere Leistungen zu erbringen, wer kein Geld hat muss erst besondere Leistungen erbringen, um in den Genuss eines Studiums zu kommen.<\/p><p><strong>&ldquo;7. Studiengeb&uuml;hren erh&ouml;hen die soziale Gerechtigkeit in der Bildungsfinanzierung.&rdquo;<\/strong><br>\nDieser Satz ist nur grammatikalisch richtig, inhaltlich jedoch grundfalsch. Es wundert mich sehr, dass nicht das herzzerrei&szlig;ende Beispiel der Putzfrau gebracht wurde, die das Studium eines Arztsohnes finanziert. Ich m&ouml;chte nur kurz darauf hinweisen, dass man dem gut verdienenden Akademiker das Geld auch abnehmen kann, indem man den Spitzensteuersatz erh&ouml;ht. Es ist heute schon so, dass der Bildungsabschluss, gegen&uuml;ber der Erbschaft, an Bedeutung f&uuml;r die finanzielle Situation abnimmt. Diesem Trend sollte eine angebliche Leistungsgesellschaft entgegenstellen, statt ihn zu versch&auml;rfen.<\/p><p><strong>&rdquo; 8. Studiengeb&uuml;hren m&uuml;ssen den Hochschulen zur Verbesserung der Studienbedingungen zus&auml;tzlich zur Verf&uuml;gung stehen.&rdquo;<\/strong><br>\nIst der RCDS selbst naiv oder versucht die studentische Hilfstruppe der Union die Diskussion zu verw&auml;ssern. Fakt ist, dass die jetzigen Modelle sehr wohl dazu f&uuml;hren werden, dass die Hochschulen weniger Geld von den L&auml;ndern erhalten werden, schlie&szlig;lich wird es durch die Studiengeb&uuml;hren weniger Studenten geben. Die Bundesl&auml;nder bezahlen pro Kopf die gleiche Summe und sparen trotzdem bei der Bildung. Siehe <a href=\"http:\/\/www.abs-bund.de\/hintergrund\/nachlaufende\/0121\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.abs-bund.de\/hintergrund\/nachlaufende\/0121\/\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD-Landtagsfraktion in NRW stellt 13 Argumente gegen die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren durch die neue CDU\/FDP-Landesregierung.<br \/> Ein Leser der NachDenkSeiten setzt sich kritisch mit den Argumenten des RCDS f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren auseinander.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[192,206,17,146],"tags":[524,789,1863,534,408,234],"class_list":["post-610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cducsu","category-chancengerechtigkeit","category-hochschulen-und-wissenschaft","category-soziale-gerechtigkeit","tag-bafoeg","tag-bda","tag-hundt-dieter","tag-rcds","tag-soziale-herkunft","tag-studiengebuehren"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=610"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/610\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32071,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/610\/revisions\/32071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}