{"id":61001,"date":"2020-05-15T08:35:26","date_gmt":"2020-05-15T06:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001"},"modified":"2020-05-15T08:35:26","modified_gmt":"2020-05-15T06:35:26","slug":"hinweise-des-tages-3612","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h01\">Aktiv best&auml;tigte Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h02\">Corona-Studie &ndash; Viele Covid-19-Erkrankte sterben an Embolien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h03\">Steuersch&auml;tzung: Parit&auml;tischer mahnt zur solidarischen Krisenbew&auml;ltigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h04\">Konjunkturelles Kurzarbeitergeld: Ausgaben 2007 bis 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h05\">&ldquo;Eine Beleidigung zu viel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h06\">Zwickm&uuml;hle mit Wissensl&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h07\">Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h08\">Fleischindustrie &amp; Corona: Die wahre Seuche hei&szlig;t Ausbeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h09\">1100 Covid-19-Infektionen bei Pflegerinnen in einer Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h10\">Boni f&uuml;r die Namenlosen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h11\">Trotz Missst&auml;nden sieht Landwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner keinen Korrekturbedarf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h12\">Scheuers Maut-Debakel: &bdquo;Zeugen werden wahrscheinlich massiv unter Druck gesetzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h13\">Defender Europe 2020 Plus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h14\">PESCO: Debakel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h15\">Lauterbach kritisiert DFL-Hygienekonzept: &ldquo;Eine Farce&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h16\">Vom Kampf um die &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aktiv best&auml;tigte Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200515_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200515_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland sank um 588 auf 13.628, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der genesenen B&uuml;rger stieg binnen 24 Stunden um 1.400 auf 151.700.&ldquo;<\/p>\n<p><em>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die Deutschen und das Virus<\/strong><br>\nDie Bereitschaft, selbst pers&ouml;nliche Freiheiten einzuschr&auml;nken, war zu Beginn der Corona-Krise gro&szlig;. Jetzt dr&auml;ngen viele auf eine Lockerung der Ma&szlig;nahmen. Zwei gro&szlig;e Studien zeigen, wie sich die Haltung der Bev&ouml;lkerung ver&auml;ndert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-corona-krise-einschraenkungen-lockerungen-umfragen-1.4904085\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die grosse Corona-Welle ist in der Schweiz zu Ende<\/strong><br>\nTodesopfer wegen Covid-19 tendieren nach ganz unten. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamts f&uuml;r Statistik.<br>\nDie Zahl der t&auml;glich wegen Covid-19 Verstorbenen tendiert gegen Null (Grafik unten: orange-rote Balken) und bleibt unter 1600 (rote Kurve). Bei den Todesf&auml;llen k&ouml;nne man nicht unterscheiden, ob jemand &laquo;am&raquo; Coronavirus oder &laquo;mit&raquo; dem Coronavirus gestorben ist, erkl&auml;rt das deutsche Robert Koch-Institut. Zum Vergleich: Laut Beh&ouml;rden waren als Folge der starken Influenza-Welle im Winter 2014\/2015 rund 2500 Personen gestorben.<br>\nDie absoluten Zahlen, welche die Kantone und andere Quellen angeben, k&ouml;nnen von denen des Bundesamts f&uuml;r Statistik* leicht abweichen. [&hellip;]<br>\nBei obigen Zahlen ist zu beachten, dass sich die Verstorbenen schon mindestens zwei bis drei Wochen vor ihrem Tod mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Das weist darauf hin, dass der extreme Abw&auml;rtstrend der Todesf&auml;lle haupts&auml;chlich dem Verbot von grossen Menschenansammlungen, von Grossveranstaltungen sowie den Aufrufen zu Hygiene und Abstandhalten zu verdanken ist. Diese Massnahmen wurden noch vor Mitte M&auml;rz erlassen. Die nachher verordneten Schulschliessungen, Gesch&auml;ftsschliessungen und Ausgangsbeschr&auml;nkungen spielten eine untergeordnete Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Gesundheit\/Die-grosse-Corona-Welle-ist-in-der-Schweiz-endgultig-zu-Ende\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert, bemerkenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona-Studie &ndash; Viele Covid-19-Erkrankte sterben an Embolien<\/strong><br>\nBei vielen gestorbenen Covid-19-Patienten k&ouml;nnen Thrombosen und Embolien festgestellt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie am Institut f&uuml;r Rechtsmedizin des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf, wie Stefan Kluge, Direktor der UKE-Intensivmedizin am Freitag in Hamburg sagte. Demnach seien bei Obduktionen von zw&ouml;lf Covid-19-Patienten in sieben F&auml;llen verst&auml;rkt Thrombosen &ndash; also Gerinselbildungen &ndash; in den Gef&auml;&szlig;en der unteren Extremit&auml;ten festgestellt worden. Vier Patienten seien an einer Lungenembolie gestorben, ohne dass es vor ihrem Tod entsprechende Anzeichen gegeben habe.<br>\nDie Ergebnisse der Studie h&auml;tten sich auch bei weiteren Obduktionen wiedergefunden, sagte der Direktor des Instituts f&uuml;r Rechtsmedizin, Klaus P&uuml;schel. Insgesamt seien in seinem Institut bisher 190 gestorbene Covid-19-Patienten untersucht worden.<br>\nDie Ergebnisse h&auml;tten auch Einfluss auf die Behandlung Erkrankter, sagte Kluge. &laquo;Wir haben jetzt die M&ouml;glichkeit, einen Teil der Patienten zu behandeln mit Blutverd&uuml;nnern. Und das sollten wir auch tun.&raquo;<br>\nDass in die den Angaben zufolge weltweit erste Studie dieser Art nur vergleichsweise wenig Obduktionen eingingen, sei auch dem Zeitfaktor geschuldet, sagte der Oberarzt des Instituts f&uuml;r Rechtsmedizin, Jan Sperhake. H&auml;tte man mehr F&auml;lle ber&uuml;cksichtigt, &laquo;w&auml;ren wir nicht schnell genug gewesen. So einfach ist das.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VvH3mG-v0Ms\">Welt Nachrichtensender via YouTube<\/a>\n<p><strong>dazu: Aktuelles zur Corona-Pandemie &ndash; Pressetermin am 8.5.2020 im Universit&auml;tsklinikum Hamburg Eppendorf<\/strong><br>\nProf. Dr. Klaus P&uuml;schel, Direktor des Institutes f&uuml;r Rechtsmedizin, Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik f&uuml;r Intensivmedizin, und Prof. Dr. Jan Sperhake, Institut f&uuml;r Rechtsmedizin, informieren &uuml;ber Ergebnisse von Obduktionen von COVID-19-Patienten (Pressegespr&auml;ch, 8.5.2020).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GXhxorBBPYI\">Universit&auml;tsklinikum Hamburg-Eppendorf | UKE via YouTube<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: phoenix pers&ouml;nlich mit Virologe Prof. Hendrik Streeck<\/strong><br>\nProf. Hendrik Streeck z&auml;hlt zu den f&uuml;hrenden Virologen des Landes und hat nun gemeinsam mit seinem Bonner Forscherteam die vielbeachtete Heinsberg-Studie vorgelegt. Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen wurde nach einer Karnevalssitzung zu einer Art Hotspot f&uuml;r das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, hier breitete sich das Virus besonders fr&uuml;hzeitig und massenhaft aus. Streeck und seine Kollegen befragten eine gro&szlig;e Zahl von Einwohnern, nahmen Proben und analysierten diese.<br>\nSo konnten sie u.a. Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 und die Sterblichkeitsrate ermitteln. Der Studie zufolge liegt die Infektionssterblichkeitsrate in Gangelt bei 0,37 Prozent, die Dunkelziffer der Infizierten ist gut 5-fach h&ouml;her als die der offiziell Gemeldeten. F&uuml;r ganz Deutschland sch&auml;tzen die Forscher die Gesamtzahl der Infizierten auf etwa 1,8 Millionen.<br>\nWelche Schl&uuml;sse aus den Studienergebnissen gezogen werden, h&auml;ngt von vielen Faktoren ab, die &uuml;ber eine rein wissenschaftliche Betrachtung hinausgehen&ldquo;, so Hendrik Streeck, Direktor des Instituts f&uuml;r Virologie am Universit&auml;tsklinikum Bonn. &bdquo;Die Bewertung der Erkenntnisse und die Schlussfolgerungen f&uuml;r konkrete Entscheidungen obliegen der Gesellschaft und der Politik.&ldquo;<br>\nIn der Sendung &ldquo;phoenix pers&ouml;nlich&rdquo; spricht Alfred Schier mit dem Virologen Hendrik Streeck &uuml;ber die Ergebnisse der Heinsberg-Studie, die Folgerungen, die sich daraus ergeben und &uuml;ber das Bild der Virologen in der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=d6uKzUON5SA\">phoenix via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuersch&auml;tzung: Parit&auml;tischer mahnt zur solidarischen Krisenbew&auml;ltigung<\/strong><br>\nAngesichts der Kosten f&uuml;r eine sozial gerechte Bew&auml;ltigung der Folgen der Corona-Pandemie bei gleichzeitigem Einbruch der Steuereinnahmen fordert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband eine Verm&ouml;gensabgabe zur solidarischen Krisenbew&auml;ltigung. Der Verband warnt vor einer gef&auml;hrlichen Versch&auml;rfung der sozialen Spaltung, sollte die Gro&szlig;e Koalition jetzt nicht zu einem sozial ausgewogenen, solidarischen Krisenmanagement finden. Dazu geh&ouml;re zwingend ein sofortiges armutspolitisches Notprogramm sowie die Heranziehung sehr gro&szlig;er Verm&ouml;gen zur Finanzierung der Krisenbew&auml;ltigung.<br>\n&bdquo;Es steht v&ouml;llig au&szlig;er Frage, dass die Folgen dieser Krise nur bew&auml;ltigt werden k&ouml;nnen, wenn diejenigen, die &uuml;ber sehr gro&szlig;en Reichtum verf&uuml;gen, zur solidarischen Finanzierung der Kosten herangezogen werden&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Angesichts der aktuellen Steuersch&auml;tzung, die von Mindereinnahmen in dreistelliger Milliardenh&ouml;he ausgeht, seien entschlossene steuerpolitische Ma&szlig;nahmen zwingend. &bdquo;Es darf auch in dieser Koalition keine steuerpolitischen Tabus mehr geben. Auf den Kabinettstisch geh&ouml;ren genauso gut Konzepte f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe wie f&uuml;r eine Reichensteuer. Wenn jetzt die falschen Ma&szlig;nahmen ergriffen werden, droht unsere Gesellschaft auseinanderzubrechen&ldquo;, warnt Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/steuerschaetzung-paritaetischer-mahnt-zur-solidarischen-krisenbewaeltigung\/?fbclid=IwAR3AQZleZrwRMVaj02zKBPLw5FD1PwPsJ-4LO5hj3dpwAR-MFgaBctUHh_Q\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><strong>dazu: Steuerloch mit einer Verm&ouml;gensabgabe und Krediten stopfen<\/strong><br>\nDie einen haben Angst um ihre Existenz und die anderen um ihre Boni. Das 100-Milliarden-Euro-Steuerloch muss mit einer Verm&ouml;gensabgabe und Krediten gestopft werden&ldquo;, kommentiert Gesine L&ouml;tzsch, haushaltspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die aktuelle Steuersch&auml;tzung. L&ouml;tzsch weiter:<br>\n&bdquo;Es wird bei dem prognostizierten 100-Milliarden-Euro-Steuerloch nicht bleiben. Die neuen Rettungsschirme m&uuml;ssen auch noch finanziert werden. Das darf nicht auf dem R&uuml;cken der Menschen erfolgen, die schon 2008 f&uuml;r die Finanzkrise zahlen mussten.<br>\nDie Kanzlerin lehnt eine Verm&ouml;genssteuer oder -abgabe ab, obwohl ein Prozent der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber 50 Prozent des Verm&ouml;gens verf&uuml;gt. Sie sagt nicht, wie sie die Corona-Krise bezahlen will. Wer sich nur als Verm&ouml;gensverwalter einer Minderheit versteht, betr&uuml;gt die gro&szlig;e Mehrheit der Menschen in unserem Land.<br>\nDIE LINKE fordert eine solidarische Verm&ouml;gensabgabe und eine Streichung der Schuldenbremse aus dem Grundgesetz. Wer in der Niedrigzinsphase keine weiteren Kredite aufnehmen will, der ist ein ideologischer Prinzipienreiter und kein verantwortungsvoller Politiker.<br>\nWir wollen Rettungsschirme f&uuml;r Menschen, die wirklich Hilfe brauchen. Rettungsschirme f&uuml;r Aktion&auml;re und DAX-Vorst&auml;nde, die auf Boni bestehen, lehnen wir ab. Der Finanzminister sollte die Bazooka aus der Hand legen und denen auf die Finger hauen, die die Krise nutzen, um sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/steuerloch-mit-einer-vermoegensabgabe-und-krediten-stopfen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Steuersch&auml;tzung: Schwerste Belastung der Nachkriegszeit: Kommunen brauchen milliardenschweren Rettungsschirm<\/strong><br>\nSteigende Ausgaben und wegbrechende Einnahmen wegen der Coronakrise: Der Finanzschaden f&uuml;r St&auml;dte und Gemeinden d&uuml;rfte bei rund 20 Milliarden Euro liegen. [&hellip;]<br>\nSt&auml;dte und Gemeinden werden von der Krise derzeit besonders getroffen. Denn w&auml;hrend Bund und L&auml;nder die Ausnahmeregelungen der Schuldenbremse nutzen k&ouml;nnen, sind die Kommunen in ihren Haushalten viel st&auml;rker beschr&auml;nkt. Vor allem bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen, werden dramatische Einbr&uuml;che erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/steuerschaetzung-schwerste-belastung-der-nachkriegszeit-kommunen-brauchen-milliardenschweren-rettungsschirm\/25824502.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konjunkturelles Kurzarbeitergeld: Ausgaben 2007 bis 2020<\/strong><br>\nDie bis zum 12-Monatszeitraum September 2017-August 2018 auf 53,2 Millionen Euro gesunkenen Ausgaben sind bis zum 12-Monatszeitraum M&auml;rz 2019-Februar 2020 auf 187,4 Millionen Euro gestiegen. Das im Haushalt der BA veranschlagte Soll von 255 Millionen Euro w&auml;re 2020 vermutlich &ndash; auch &ldquo;ohne Corona&rdquo; &ndash; &uuml;berschritten worden. Allerdings nur minimal im Vergleich zum gegenw&auml;rtig erwarteten und sich bereits bis Ende April 2020 zeigenden Anstieg auf 460,1 Millionen Euro in den 12 Monaten von Mai 2019 bis April 2020. (siehe BIAJ-Abbildung 1 mit dem Hinweis auf weitere Ausgaben)<br>\nMit den am 01. M&auml;rz 2020 r&uuml;ckwirkend in Kraft tretenden &ldquo;Erleichterungen der Kurzarbeit&rdquo; (Verordnung &uuml;ber Erleichterungen der Kurzarbeit &ndash; Kurzarbeitergeldverordnung &ndash; KugV) wird von der Bundesregierung ein Anstieg der Ausgaben f&uuml;r die konjunkturelle Kurzarbeit auf &uuml;ber 13 Milliarden Euro erwartet &ndash; nominal etwa das Dreifache der Ausgaben im BA-Haushaltsjahr 2009, dem Haushaltsjahr mit den bisher h&ouml;chsten Ausgaben f&uuml;r das konjunkturelle Kurzarbeitergeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1369-konjunkturelles-kurzarbeitergeld-ausgaben-2007-bis-2020.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Eine Beleidigung zu viel&rdquo;<\/strong><br>\nDie Auseinandersetzungen um das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihek&auml;ufen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) halten im In- und Ausland an. Die EZB weigert sich bislang, den Anma&szlig;ungen der Karlsruher Richter nachzukommen und ihre Geldpolitik zu modifizieren; die EU-Kommission sieht sich gezwungen, mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik zu drohen. Tats&auml;chlich gef&auml;hrdet das Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht nur die politische Stabilit&auml;t der Union, es stellt letztlich auch die Durchf&uuml;hrung der EU-Konjunkturma&szlig;nahmen in Frage, die die Kommission im Kampf gegen die anschwellende Coronakrise plant. Die Zeit dr&auml;ngt: Der Wirtschaft der Eurozone droht ein Einbruch um 7,7 Prozent; die Neuauftr&auml;ge der deutschen Industrie st&uuml;rzten zuletzt um 15,8 Prozent ab. Beobachter nennen den Kollaps &ldquo;epochal&rdquo;. Im Kampf gegen die Krise warnt nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel davor, die Anleihek&auml;ufe der EZB zu beschr&auml;nken. Im Kampf um globalen Einfluss sei die EU auf eine kraftvolle eigene W&auml;hrung angewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8277\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zwickm&uuml;hle mit Wissensl&uuml;cken<\/strong><br>\nStaaten regieren immer autorit&auml;rer und nutzen daf&uuml;r Gelegenheiten, die die Krise er&ouml;ffnet. Dagegen gilt es, sich zu wehren, meint unser Autor &ndash; aber auch gegen Personen, die ihre individuelle Freiheit &uuml;ber das Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Gemeinschaft erheben.<br>\nEin neuer Autoritarismus ist in den vergangenen Jahrzehnten als Prozess im Gange, der weltweit zu beobachten ist. Gemeint sind damit nicht nur die bekannten autokratischen Herrscher und ihre Regierungen in Ungarn, Russland, der T&uuml;rkei und so weiter, sondern insgesamt die Verschiebung hin zur Dominanz der Exekutive mit Schw&auml;chung oder sogar Ausschaltung der Parlamente und der parlamentarischen Entscheidungs- und Kontrollbefugnisse.<br>\nInsofern ist es gerade in der durch die Corona-Pandemie bedingten Ausnahmesituation geboten, das Regierungshandeln darauf hin zu befragen, ob diese Situation zum weiteren Ausbau autorit&auml;rer und totalit&auml;rer Herrschaft genutzt wird wie etwa in Ungarn. Oder ob von der Regierung getroffene Ma&szlig;nahmen, auch wenn sie Freiheiten beschr&auml;nken, gerechtfertigt sind zur Bek&auml;mpfung der Pandemie.<br>\nEin Kriterium zur Beurteilung der Ma&szlig;nahmen ist auf alle F&auml;lle: Diese m&uuml;ssen klar gekennzeichnet sein f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum der unmittelbaren Gefahrenabwehr; sie d&uuml;rfen aber nicht als von der Exekutive erlassene Gesetze formuliert werden, die &uuml;ber diesen beschr&auml;nkten Zeitraum hinaus Geltung beanspruchen. Insofern ist die Aufmerksamkeit auf und der Protest der B&uuml;rgerschaft gegen Ma&szlig;nahmen der Exekutive nicht nur berechtigt, sondern geboten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/476\/zwickmuehle-mit-wissensluecken-6731.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Propaganda<\/strong><br>\n&raquo;Solidarit&auml;t&laquo; hat derzeit Hochkonjunktur in der EU &ndash; das Wort wohlgemerkt, nicht die Praxis. W&auml;hrend Politiker wie der Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas die &raquo;gelebte EU-Solidarit&auml;t&laquo; preisen, erf&auml;hrt Deutschlands Egoismus in der Corona-Krise wie auch sein Zuchtmeister-Gehabe in der Wirtschaftspolitik Kritik und Ablehnung von L&auml;ndern, die zu den Verlierern dieser Politik geh&ouml;ren. Der ehemalige Kommissionspr&auml;sident Jacques Delors warnt wegen der mangelnden Solidarit&auml;t in Zeiten der Pandemie vor dem Zerfall der EU. In einer solch krisenhaften Phase ist ein &raquo;zuverl&auml;ssiger&laquo; Feind viel wert. Mit seiner Hilfe k&ouml;nnen Regierungen die Stimmung der Bev&ouml;lkerung zu lenken versuchen, manchmal auch vom eigenen Versagen ablenken. Das dachten wohl auch EU-Beamte, als sie einen internen Bericht der East StratCom Task Force rasch an ausgew&auml;hlte Medien weitergaben. Der Ausw&auml;rtige Dienst der EU richtete im Jahr 2015 die Task Force f&uuml;r &raquo;proaktive Kommunikation der EU-Politiken und -Aktivit&auml;ten&laquo; (Wikipedia) ein, um &raquo;Russlands laufenden Desinformationskampagnen entgegenzuwirken&laquo;, wie der Europ&auml;ische Rat begr&uuml;ndete.(&hellip;) Wochenlang lief die Kampagne w&auml;hrend der Corona-Krise gegen &raquo;russische Desinformation&laquo;; im M&auml;rz hatten Bild und Tagesspiegel begonnen, dann wurde sie in zahlreichen Medien weitergef&uuml;hrt, mit wenig Substanz, aber harten Propaganda-Bandagen: &raquo;Die bezahlten Propheten des Untergangs. Russische Propagandamedien versuchen, Europa zu destabilisieren. Verfassungsschutz beobachtet&laquo; (BNN, 6.4.2020). Eine differenzierte Sicht oder gar eine eigene &Uuml;berpr&uuml;fung der etwa 150 angeblichen russischen Fake News fand man nirgends. (&hellip;) EU und NATO betreiben Propaganda &ndash; manche sagen: einen Informationskrieg &ndash; f&uuml;r eigene Machterweiterung, zumal &raquo;der Westen&laquo; global an Wirtschaftskraft und Einfluss verliert. Massenmedien unterst&uuml;tzen sie dabei. Wir m&uuml;ssen nicht Putin lieben und RT-Follower werden. Wir sollten aber an einige Fakten erinnern: Wer hat wen &uuml;berfallen und in einem Vernichtungskrieg 27 Millionen Menschen ermordet? Wer hat wen &ndash; trotz gegenteiliger Zusagen &ndash; in den letzten zwanzig Jahren systematisch umzingelt? Betr&auml;gt etwa das Milit&auml;rbudget Russlands das F&uuml;nfzehnfache der NATO &ndash; oder umgekehrt? Werden die Fragen richtig beantwortet, brauchen wir kein NATO Strategic Communication Centre of Excellence, und auch die East StratCom Task Force er&uuml;brigt sich: Das k&ouml;nnte eine gute Ausgangslage sein f&uuml;r ehrliche Verhandlungen und Vertr&auml;ge mit Russland und China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/9-2020&amp;textfile=5130\">Ossietzky 9\/2020<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fleischindustrie &amp; Corona: Die wahre Seuche hei&szlig;t Ausbeutung<\/strong><br>\nCorona in der Fleischindustrie &ndash; &uuml;berraschend? Seit Jahren sind die &uuml;blen Lebens- und Arbeitsbedingungen der &uuml;berwiegend osteurop&auml;ischen Besch&auml;ftigten bekannt. Es ist h&ouml;chste Zeit, die Ausbeutung und Gef&auml;hrdung der Arbeiter in der Branche zu beenden. Was braucht es dazu? Mehr Kontrollpersonal in den Beh&ouml;rden, Schluss mit Werkvertr&auml;gen, die neuen Standards f&uuml;r Unterk&uuml;nfte einhalten &ndash; appelliert das #schlaglicht 19\/2020.<br>\nJetzt hat es auch Niedersachsen erwischt. Nachdem es bei Besch&auml;ftigten auf Schlachth&ouml;fen in anderen Bundesl&auml;ndern zu Infektionen mit Covid-19 gekommen ist, wurden nun im Emsland die ersten positiven F&auml;lle best&auml;tigt. Die Landesregierung hat bereits reagiert und umfangreiche Tests in der Fleischindustrie angek&uuml;ndigt. Das ist notwendig, um die Gesundheit der dort arbeitenden Besch&auml;ftigten besser zu sch&uuml;tzen. Dessen ungeachtet: Der Corona-Ausbruch ist nur das j&uuml;ngste Symptom einer viel tiefergehenden Krise. Das auf Werkvertr&auml;gen fu&szlig;ende System ist &ndash; von einigen Ausnahmen abgesehen &ndash; krank. Und zwar nicht erst seit gestern!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++4a43ebb4-95b4-11ea-a620-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>1100 Covid-19-Infektionen bei Pflegerinnen in einer Woche<\/strong><br>\nInnerhalb einer Woche gab es 1100 neue Covid-19 F&auml;lle in medizinischen Einrichtungen. Damit ist die Anzahl von &uuml;bermittelten Covid-19 F&auml;llen von 10.269 am 06.05 auf 11.369 am 13.05 gestiegen. Die Anzahl der Verstorbenen liegt bei 17 und hat sich nicht erh&ouml;ht. Die ausgewerteten Fallzahlen sind als &ldquo;Mindestangaben&rdquo; zu verstehen.<br>\nDazu erkl&auml;rt Susanne Ferschl, stellvetretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKe. im Bundestag:<br>\n&ldquo;In Wuhan hat sich gezeigt, dass in dem Moment, als die Schichten auf 6 Stunden reduziert wurden, weniger Patienten starben und sich weniger Besch&auml;ftigte infiziert haben. Daher fordert DIE LINKE die sofortige R&uuml;cknahme der Covid-19 Arbeitszeitverordnung, welche 12-Stunden-Schichten erm&ouml;glicht, und eine schnellstm&ouml;gliche Arbeitszeitverk&uuml;rzung auf 6-Stunden f&uuml;r Besch&auml;ftigte im Gesundheitswesen, die Covid-19 Patienten betreuen.<br>\nWir m&uuml;ssen jetzt handeln und gleichzeitig die Weichen f&uuml;r die Zukunft stellen. Ein einmaliger Bonus alleine reicht nicht. 400.000 Pflegekr&auml;fte haben aufgrund mieser Arbeitsbedingungen, schlechter Bezahlung und &Uuml;berlastung ihrem Beruf den R&uuml;cken gekehrt. Die fehlen jetzt, genauso wie diejenigen, die sich in Teilzeit gefl&uuml;chtet haben. All diese gut ausgebildeten Fachkr&auml;fte gewinnen wir nur mit verbindlichen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zur&uuml;ck. Dazu geh&ouml;ren eine tarifliche Bezahlung, eine 30-Stunden-Woche und ein fester Personalschl&uuml;ssel.&rdquo;<br>\nInformationen zu den Zahlen des RKI-Reports (PDF)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/1100-covid-19-infektionen-bei-pflegerinnen-in-einer-woche\/?fbclid=IwAR2XWgcogydrJ8D-6pdQHph4z0jHZMJXikufii8KY-JAu4glliCPbKjxMHI\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Boni f&uuml;r die Namenlosen!<\/strong><br>\nMehr als 600.000 Menschen arbeiten in Deutschlands Geb&auml;udereiniger-Branche. Das sind die, die im einheitlichen Outfit mit Firmenlogo durch G&auml;nge und B&uuml;ros wuseln. Unsichtbar nachts, auch untertags kaum beachtet. Dabei sind sie ganz und gar unverzichtbar. Immer. Nicht nur in Gesundheitskrisen.<br>\nSie hei&szlig;en Birg&uuml;l oder &Ouml;zlem, Milena, Berisha, Vasil oder Said. Sie sind schnell, manchmal vielleicht auch ein bisschen langsamer, weil der karge Lohn pro Stunde sonst gar nicht reicht. Vor&uuml;bergehenden sind sie selten ein L&auml;cheln wert, von einem freundlichen ganz zu schweigen. Kaum jemand k&ouml;nnte ausreichende Angaben f&uuml;r ein Phantombild machen oder den vollen Namen nennen. Weshalb Phantasieanreden zwar &uuml;blich sind, aber nicht lustig.<br>\nIn Privathaushalten bl&uuml;ht die Schwarzarbeit, wie einschl&auml;gige Untersuchungen zuhauf zeigen. Bis zu 90 Prozent der Frauen arbeiten an Fiskus und Rentenkassen vorbei. Das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; hat sich der heiklen Thematik angenommen unter der sch&ouml;nen &Uuml;berschrift &ldquo;Wann Putzhilfen Probleme machen&rdquo;. Und der zweite Hammer folgt auf dem Fu&szlig;e: &ldquo;Wenn die gute Seele von der Leiter f&auml;llt, wird das unsch&ouml;n.&rdquo; Denn dann fliege meist &ldquo;die gesamte Schwarzbesch&auml;ftigung auf&rdquo;. Zudem m&uuml;sse &ldquo;dann die Hausdame ihrer verletzten Putzhilfe Arzt, Krankenhaus, Arznei-, Verbands- und Hilfsmittel zahlen&rdquo;. Hausdame? Ihrer Putzhilfe? Ach, w&auml;re es nur Satire.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/476\/boni-fuer-die-namenlosen-6736.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Post meldet Rekordzahlen &ndash; und verweigert den Boten die 1000-Euro-Pr&auml;mie<\/strong><br>\nPostchef Appel lehnt eine Gewerkschaftsforderung &uuml;ber 1000 Euro Sonderzahlung f&uuml;r die Zusteller ab. Das Anliegen sei &bdquo;nicht an der Zeit&ldquo;. Sein Fokus liege darauf, die &bdquo;Mitarbeiter in Arbeit zu halten&ldquo;. Zugleich verk&uuml;ndet er Rekordzahlen f&uuml;r das erste Quartal. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend die Post-Tochtergesellschaft DHL an normalen Tagen bis zu f&uuml;nf Millionen Pakete an die Haust&uuml;ren bringt, waren es im Vorfeld der Ostertage bis zu neun Millionen Sendungen &ndash; so viele wie sonst nur in den Weihnachtswochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article207917993\/Post-meldet-Rekordzahlen-und-verweigert-den-Boten-die-1000-Euro-Praemie.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nach der Krise ist vor der Krise im Sinne von: es geht alles weiter wie gehabt. Nein, sogar noch extremer. Wie hier geschildert, bekommen die Postler nicht nur nicht die Pr&auml;mie, sondern m&uuml;ssen sogar mehr arbeiten f&uuml;rs selbe Geld. Der Postchef Appel steckt das Geld umstandslos ein, damit sich (logisch) der Gewinn erh&ouml;ht und die Aktion&auml;re (f&uuml;rs Abwarten und Nichtstun) besser bezahlt werden. Am besten dann seine Spr&uuml;che dazu, unversch&auml;mt und noch mehr aus der Zeit gefallen als sonst: &ldquo;Dagegen gibt es nach der Erkenntnis von Postchef Appel eine &bdquo;positive Resonanz&ldquo; bei den Mitarbeitern auf seine Absage an eine Sonderzahlung.&rdquo; &ndash; Die Mitarbeiter sollen *bef&uuml;rworten*, dass es keine Sonderzahlung gibt? Wer soll das glauben? &bdquo;Unser Fokus liegt darauf, die Besch&auml;ftigten in Arbeit zu halten&ldquo; &ndash; das ist aktuell bei stetig steigenden Sendungsmengen kein Problem. Der &ldquo;Postchef&rdquo; will wohl andeuten, dass die Besch&auml;ftigten und die Gewerkschaften lieber auf h&ouml;here L&ouml;hne verzichten, um *Arbeitspl&auml;tze* zu sichern, w&auml;hrend die Post doch sowieso immer mehr Leute einstellt. Also ist die Gegen&uuml;berstellung Lohn &lt;-&gt; Arbeitspl&auml;tze v&ouml;lliger Unsinn. Das Einzige, was durch den Verzicht auf die Pr&auml;mie und auf Lohnerh&ouml;hungen &ldquo;gesichert&rdquo; wird, ist der absolute Rekordgewinn der Post. Von dem haben die Angestellten nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trotz Missst&auml;nden sieht Landwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner keinen Korrekturbedarf<\/strong><br>\nSaisonarbeitskr&auml;fte sind auch in Deutschland Arbeitskr&auml;fte zweiter Klasse, wie auch Besch&auml;ftigte mit Werksvertr&auml;gen in der Schlacht- und Zerlegeindustrie. Das BMEL sieht offensichtlich weiter auch keinen Korrekturbedarf. Und das, obwohl z. B. Gemeinschaftsunterk&uuml;nfte mit einem erh&ouml;hten Gesundheitsrisiko verbunden sind&ldquo;, erkl&auml;rt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zur Situation von Erntehelferinnen und Erntehelfern und anl&auml;sslich des heutigen Statements von Landwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner. Tackmann weiter:<br>\n&bdquo;Neben der Infektionsgefahr werden die Betroffenen bei Infektionsgeschehen an den Pranger gestellt wegen der Folgen f&uuml;r die Region. Unterf&uuml;ttert von den vielen Berichten &uuml;ber Verst&ouml;&szlig;e gegen die ohnehin nicht verbindlichen Regelungen, die den sonst g&uuml;ltigen Arbeitsschutz aufweichen. Diese Missst&auml;nde mit Mahnungen an die Betriebe und Hinweise auf die Verantwortung von L&auml;ndern und Kommunen zu belassen, ist zu wenig. Wer regelt, muss auch sichern, dass die Regeln eingehalten werden.<br>\nAngesichts der aktuell gro&szlig;en L&uuml;cke bei den verf&uuml;gbaren Saisonarbeitskr&auml;ften bleibt die Forderung der LINKEN nach einer Priorisierung ihres Einsatzes hoch aktuell. Zuerst muss die Arbeit in den Kulturen abgesichert werden, die f&uuml;r die Versorgungssicherung und die gesunde Ern&auml;hrung relevant sind. Gemeinwohlinteresse, Infektionsschutz und Solidarit&auml;t sind gerade in der Pandemie nicht nur auf Stra&szlig;en und in Parks systemrelevant, sondern auch auf Feldern und in St&auml;llen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/trotz-missstaenden-sieht-landwirtschaftsministerin-julia-kloeckner-keinen-korrekturbedarf\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Scheuers Maut-Debakel: &bdquo;Zeugen werden wahrscheinlich massiv unter Druck gesetzt&ldquo;<\/strong><br>\nIm Untersuchungsausschuss zum Maut-Desaster kommt es bei Mitarbeitern des Verkehrsministeriums zu eigenartigen Ged&auml;chtnisl&uuml;cken und Aussageverweigerungen. Die FDP wittert dahinter eine gezielte Strategie im Haus von Andreas Scheuer, den weitere Belege in Bedr&auml;ngnis bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article207959541\/Maut-Debakel-Zeugen-wahrscheinlich-massiv-unter-Druck-gesetzt.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Defender Europe 2020 Plus<\/strong><br>\nDie urspr&uuml;nglich f&uuml;r den Zeitraum zwischen Januar und Juni 2020 terminierte US-Gro&szlig;&uuml;bung &ldquo;Defender Europe 2020&rdquo; war als zentraler Baustein im allgegenw&auml;rtigen S&auml;belrasseln gegen Russland gedacht. Beim gr&ouml;&szlig;ten US-Man&ouml;ver seit 25 Jahren h&auml;tten eigentlich 20.000 US-Soldaten aus den USA 4000 km quer durch Europa bis an die Grenze Russlands verfrachtet werden sollen &ndash; insgesamt war von 37.000 beteiligten Soldaten die Rede. Deutschland sollte dabei sowohl in einer Reihe angegliederten NATO-Man&ouml;ver, vor allem aber auch bei der logistischen Unterst&uuml;tzung der US-Truppen eine zentrale Rolle spielen (siehe Deutschland im Auge des Sturms).<br>\nDann machte die Corona-Krise den USA allerdings einen gr&uuml;ndlichen Strich durch die Man&ouml;verrechnung. Mitte M&auml;rz 2020 war der Presse zu entnehmen: &ldquo;Das war&rsquo;s: Der Coronavirus hat das Mega-Man&ouml;ver der USA endg&uuml;ltig zum Erliegen gebracht. &lsquo;Defender 2020&rsquo; wird vorzeitig beendet.&rdquo;<br>\nBis zu diesem Zeitpunkt waren nach NATO-Angaben bereits 6000 US-Soldaten und 3000 Fahrzeuge &uuml;ber den Atlantik transportiert worden. Obwohl dies nat&uuml;rlich automatisch die Frage aufwarf, was mit diesen Truppen geschehen w&uuml;rde, antwortete die Bundesregierung Anfang April 2020 auf eine Anfrage der Linken, ob die urspr&uuml;nglich f&uuml;r Mai im Zusammenhang mit Defender 2020 stehenden &Uuml;bungen &ldquo;Allied Spirit XI&rdquo; und &ldquo;Trojan Footprint&rdquo; trotz der Corona-Krise stattfinden w&uuml;rden, dies sei &ldquo;der Bundesregierung nicht bekannt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Defender-Europe-2020-Plus-4721295.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>PESCO: Debakel<\/strong><br>\nDem Fachportal Bruxelles2 liegt der erste gro&szlig;e Evaluierungsbericht der &bdquo;St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit&ldquo; (engl.: PESCO) vor, der augenscheinlich nicht allzu schmeichelhaft ausf&auml;llt (&uuml;bersetzt mit deepL.com): &bdquo;Der innerhalb der EU-Milit&auml;rdienste ausgearbeitete Bericht, [&hellip;] ist sehr technisch und voller verschiedener Akronyme und Jargon. Diese Halbzeitbilanz enth&uuml;llt jedoch eine grundlegende Tatsache, manchmal auf grobe Art und Weise. Das Scheitern schwebt &uuml;ber dem innovativsten Kooperationsinstrument des Vertrags von Lissabon, das Ende 2017 feierlich ausgel&ouml;st wurde. [&hellip;] Auf der einen Seite haben die Staaten M&uuml;he, die Verpflichtungen zu erf&uuml;llen, die sie feierlich eingegangen sind. Auf der anderen Seite befinden sich die 47 PESCO-Projekte im Debakel: Nur ein Drittel der PESCO-Projekte k&ouml;nnte erfolgreich sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/05\/13\/pesco-debakel\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lauterbach kritisiert DFL-Hygienekonzept: &ldquo;Eine Farce&rdquo;<\/strong><br>\nAm Sonnabend nehmen die Fu&szlig;ball-Bundesliga und die Zweite Liga ihren Spielbetrieb nach &uuml;ber zweimonatiger Pause wegen der Coronavirus-Pandemie mit Geisterspielen wieder auf. Die Deutsche Fu&szlig;ball Liga (DFL) hofft, mit einem umfangreichen Hygienekonzept Infektionsf&auml;lle verhindern zu k&ouml;nnen. Doch bereits vor dem Re-Start gab es positive Befunde bei Dynamo Dresden und dem 1. FC K&ouml;ln. F&uuml;r den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach sind diese F&auml;lle nur die Spitze des Eisbergs. Der Bundestagsabgeordnete glaubt, dass es eine hohe Dunkelziffer geben k&ouml;nnte, weil die Clubs die Tests selbst durchf&uuml;hren.<br>\n&ldquo;Wenn das jetzt auf die Schnelle abgestrichen wird durch Laien, ohne dass es wirklich &uuml;berwacht wird, dann kann es gut sein, dass man jede zweite Infektion nicht findet, obwohl sie da ist&rdquo;, sagte der Epidemiologe im Video-Interview mit dem NDR: &ldquo;Das Konzept halte ich nicht f&uuml;r sicher. Es werden wahrscheinlich sehr viele positive F&auml;lle &uuml;bersehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/sport\/fussball\/Lauterbach-kritisiert-DFL-Hygienekonzept-Eine-Farce,lauterbach210.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mein Gott, hat &bdquo;Karlchen &Uuml;berall&ldquo; nichts Besseres zu tun, als ich daran abzuarbeiten, dass 22 kerngesunde junge M&auml;nner au&szlig;erhalb jeglicher Risikogruppe ihrem Beruf im Freien nachgehen? Der Begriff ist zwar &uuml;berstrapaziert, aber was Lauterbach hier betriebt, ist Populismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vom Kampf um die &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nEin Gespenst geht um in Deutschland: die Verschw&ouml;rungstheorie. Dubiose Kan&auml;le im Internet, so liest und h&ouml;rt man es jetzt allerorten, haben erst die &ouml;ffentliche Debatte vergiftet und treiben jetzt unbescholtene B&uuml;rger auf die Stra&szlig;e und damit in die H&auml;nde von Rattenf&auml;ngern aller Couleur &ndash; mit ungeahnten Folgen f&uuml;r die politische Kultur und den Gesundheitszustand der Bev&ouml;lkerung. Die Diffamierung von Demonstranten hat hierzulande Tradition. Und die Geschichte lehrt: Es muss nicht immer gut ausgehen f&uuml;r die, die gerade an der Macht sind. [&hellip;]<br>\nGanz so einfach kann man das Damals nat&uuml;rlich nicht mit dem Heute vergleichen. Das Westfernsehen sendet inzwischen landesweit. Und dass dort Meinungspluralismus gefordert oder gar gelebt wird, scheint auch schon eine Weile her zu sein. Damals wie heute geht es aber um Delegitimation und Eind&auml;mmung. &Uuml;bersetzt: so wenig Menschen wie m&ouml;glich auf der Stra&szlig;e. Und die, die trotzdem gehen, sollen selbst schuld sein an dem, was mit ihnen passiert. Der Spiegel schafft das, indem er sein Reporterteam Dinge zusammenbauen l&auml;sst, die nicht zusammengeh&ouml;ren. Der Text beginnt mit Pegida und Lutz Bachmann (also mit dem B&ouml;sen schlechthin), schwenkt dann zu den Protesten gegen &bdquo;Corona-Beschr&auml;nkungen der Politik&ldquo; und r&uuml;hrt in diesem Topf schlie&szlig;lich alle zusammen, vor denen man sich zu f&uuml;rchten hat: &bdquo;Rechtsextremisten, Impfgegner, Antisemiten, Verschw&ouml;rungsideologen, Linksradikale, Alt-Autonome und Esoteriker&ldquo;. Huuuh.<br>\nJournalismus soll informieren. Journalismus soll W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern erlauben, sich selbst eine Meinung zu bilden. Der Spiegel traut uns das nicht zu. Auf genau acht Zeilen geht es um das, was Menschen in Berlin, Stuttgart, M&uuml;nchen auf die Stra&szlig;e getrieben hat. Der Job weg, das Restaurant zu, Probleme mit den Kids. Zusammengefasst: &bdquo;Sie halten die Einschr&auml;nkungen f&uuml;r unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, protestieren &sbquo;gegen staatliche Willk&uuml;r&lsquo;, f&uuml;r die &sbquo;Wiederherstellung der Grundrechte&lsquo; oder die Rettung des Stuttgarter Nachtlebens&ldquo;. Zweimal Anf&uuml;hrungszeichen (Botschaft: von wegen Willk&uuml;r, von wegen Einschr&auml;nkung der Grundrechte) und zum Schluss der Schubs ins L&auml;cherliche. Diese Rumtreiber und ihre Bars. Da h&auml;tte Rudi R&ouml;hrer von der Leipziger Volkszeitung noch etwas lernen k&ouml;nnen.<br>\nWie man &bdquo;gut&ldquo; und &bdquo;b&ouml;se&ldquo; auseinanderh&auml;lt, wusste er sicher schon. Hier &bdquo;zahlreiche f&uuml;hrende &Auml;rzte und Virologen wie Christian Drosten von der Charit&eacute;&ldquo; (Zahlreich! F&uuml;hrend!) und eine Sozialpsychologin, &bdquo;die zu Verschw&ouml;rungserz&auml;hlungen promoviert und dar&uuml;ber gerade ein Buch geschrieben hat&ldquo; (Wissenschaft!). Dort ein &bdquo;Berliner Dramaturg und Journalist&ldquo;, der &bdquo;sich mit kapitalismuskritischen Theaterauff&uuml;hrungen einen Namen gemacht&ldquo; und jetzt auch stadtbekannte NPD-Funktion&auml;re anzieht, oder ein &bdquo;pro-russischer Journalist&ldquo;, der sich &bdquo;st&auml;ndig&ldquo; von RT Deutsch und Sputnik interviewen l&auml;sst (&bdquo;Kreml-Propagandisten&ldquo;). Merke: Was diese Menschen sagen, ist v&ouml;llig egal. Das Etikett hilft uns, das Angebot zu sortieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/9558\">Medienrealit&auml;t<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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