{"id":61031,"date":"2020-05-17T09:00:43","date_gmt":"2020-05-17T07:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031"},"modified":"2020-05-15T15:38:09","modified_gmt":"2020-05-15T13:38:09","slug":"hinweise-der-woche-160","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h01\">Das Versagen des Bundespr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h02\">Studie zur Coronakrise &ndash; 2,1 Millionen Deutsche in ihrer Existenz bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h03\">Corona-Daten unter Verschluss: RKI bremst Diskurs aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h04\">Haushaltspolitik der SPD-Bundestagsfraktion &ndash; Warum die &bdquo;schwarze Null&ldquo; die Grundlage f&uuml;r die Corona-Hilfspakete ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h05\">Wir d&uuml;rfen die Corona-Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h06\">Coronavirus in Schweden &ndash; T&ouml;dlicher Sonderweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h07\">Wir retten Menschenleben mit Menschenleben, ohne dar&uuml;ber zu verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h08\">Die grosse Corona-Welle ist in der Schweiz zu Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h09\">Gott ist tot, es lebe die Gesundheit: Notizen eines alternden Mediziners und Bildungsb&uuml;rgers zur Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61031#h10\">Der Markt wird es nicht regeln<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Versagen des Bundespr&auml;sidenten<\/strong><br>\nIn seiner Rede hat sich Frank-Walter Steinmeier nicht vor den Soldaten der Alliierten verneigt. Und warum sprach er nicht von den Deutschen, die dem Ruf Hitlers millionenfach gefolgt waren?<br>\nIn seiner Rede zum 75. Jahrestag des Kriegsendes hielt Bundespr&auml;sident Steinmeier solchem Schmutz leider nur Floskelhaftes entgegen: &bdquo;Gewaltherrschaft&ldquo;, &bdquo;Unheil&ldquo;, &bdquo;beispiellos&ldquo;, &bdquo;Corona&ldquo;, &bdquo;Shoah&ldquo;, &bdquo;Hanau&ldquo;, &bdquo;Meilenstein im Ringen&ldquo;, &bdquo;Zivilisationsbruch&ldquo;, &bdquo;schmerzhafter Weg&ldquo;, &bdquo;W&uuml;rde des Menschen&ldquo;, &bdquo;Nie wieder&ldquo; usw. usf. Dabei w&auml;re es nicht schwer gewesen, spannungsreich zu sprechen &ndash; auch in kurzer Form. Steinmeier vermied jedes Wort an die Soldaten der Anti-Hitler-Koalition und an deren Familien. Vor ihnen h&auml;tte er sich verneigen m&uuml;ssen. Auch sprach er nicht davon, dass die Teilung Europas die noch nachwirkende Folge deutscher Angriffskriege war, sondern wich in die halbwahre Phrase von &bdquo;der Freiheitsliebe im Osten unseres Kontinents&ldquo; aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/am-8-9-mai-versagte-der-bundespraesident-li.83257\">G&ouml;tz Aly in Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Axel-Springer-Medien: D&ouml;pfner ruft zu neuem Kalten Krieg auf<\/strong><br>\ner bekannteste Medien-Manager Deutschlands vertritt hundertprozentig die Interessen der USA. Die Hintergr&uuml;nde.<br>\n&laquo;Krisen haben etwas Kl&auml;rendes. So auch die Corona-Krise. Wenn eine Therapie gegen das Virus gefunden ist, die Shutdown- und Lockerungsdebatten verklungen sind und die Rezession ihr h&auml;ssliches Gesicht zeigt, muss nichts Geringeres gekl&auml;rt werden als die Weltordnung. Konkreter: die B&uuml;ndnisfrage. Wo steht Europa? An der Seite Amerikas oder an der Seite Chinas?&raquo;<br>\nDer das sagt, heisst Mathias D&ouml;pfner und ist Vorstandsvorsitzender und Miteigent&uuml;mer des deutschen Medienkonzerns Axel Springer SE, der unter anderem die deutsche &laquo;BILD&raquo;-Zeitung und &laquo;Die Welt&raquo; herausgibt. Und der gem&auml;ss eigenen Worten und offizieller Verk&uuml;ndigung auf seiner Website &laquo;Weltmarktf&uuml;hrer im digitalen Journalismus&raquo; werden will. Mathias D&ouml;pfners Wort hat Gewicht.<br>\nLetzte Woche, ausgerechnet wenige Tage vor dem 8. Mai, dem Erinnerungstag &laquo;75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges&raquo;, und mitten in der weltweiten Corona-Krise hat sich dieser bekannteste deutsche Medien-Manager mit einem eigenen Aufruf an die Leserschaft der &laquo;Welt&raquo; &ndash; und damit an die deutsche Politik und ans deutsche Volk &ndash; gewandt. Und was hat er &laquo;seinen&raquo; Deutschen zu sagen?<br>\n1.Es gibt nur eine Weltmacht, die demokratisch ist: die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Axel-Springer-Mathias-Dopfner-USA-China-Entscheidung\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Studie zur Coronakrise &ndash; 2,1 Millionen Deutsche in ihrer Existenz bedroht<\/strong><br>\nEs gibt diverse Hilfsprogramme f&uuml;r Opfer der Coronakrise &ndash; doch viele fallen durchs Raster. Einer Umfrage zufolge sind die finanziellen Engp&auml;sse f&uuml;r Millionen Menschen existenzbedrohend.<br>\nHunderttausende Deutsche fallen in der Coronakrise offenbar durch das Raster der staatlichen Hilfen. 2,6 Prozent der Deutschen erleiden dadurch existenzbedrohende finanzielle Verluste, also rund 2,1 Millionen B&uuml;rger, wie die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; unter Berufung auf eine repr&auml;sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Postbank berichtete.<br>\nWeitere 4,2 Prozent oder 3,5 Millionen Deutsche verzeichnen dem Bericht zufolge erhebliche finanzielle Einbu&szlig;en, 14,4 Prozent leichte K&uuml;rzungen. Insgesamt m&uuml;sse damit mehr als ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung mit weniger Geld auskommen als vor der Krise.<br>\n&Uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig m&uuml;ssen demnach Familien sowie Menschen in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren Einbu&szlig;en verkraften. Unter den Haushalten mit drei Personen sei fast jeder Dritte betroffen (30,4 Prozent). Bei den 30- bis 39-J&auml;hrigen seien sogar 37 Prozent betroffen. F&uuml;r 6,8 Prozent aus dieser Gruppe sei der finanzielle Ausfall existenzbedrohend.<br>\nZu denen, die von der Krise besonders hart getroffen sind, geh&ouml;ren K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler. Kanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer w&ouml;chentlichen Videobotschaft gesagt, man wolle sie &ldquo;so gut, wie es geht&rdquo; durch Hilfsprogramme unterst&uuml;tzen, &ldquo;aber auch dadurch, dass wir sagen, wie wichtig sie f&uuml;r uns sind&rdquo;.<br>\nDer Bundesverband Bildender K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler hatte zuvor kritisiert, dass die von den Corona-Auflagen besonders betroffenen K&uuml;nstler von staatlicher Unterst&uuml;tzung nur unzureichend erreicht w&uuml;rden. Die Vorsitzende Dagmar Schmidt sagte der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;: &ldquo;Die Soforthilfen greifen in den meisten Bundesl&auml;ndern nur bedingt.&rdquo;<br>\nAuch zahlreiche Filmschaffende haben sich mit einem Hilferuf an die Politik gewandt. In einem offenen Brief fordern sie, in Zeiten der Coronakrise das deutsche Kino zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-krise-2-1-millionen-deutsche-in-ihrer-existenz-bedroht-a-b1162e72-c371-4903-adc3-73275cecd2a9\">SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona-Daten unter Verschluss: RKI bremst Diskurs aus<\/strong><br>\nDie derzeit wichtigste Ma&szlig;zahl daf&uuml;r, ob Einschr&auml;nkungen gelockert oder versch&auml;rft werden, sind die aktuellen Neuerkrankungen mit Covid-19. Doch zeitnahe Daten f&uuml;r die Bundesl&auml;nder, denen die Bundeskanzlerin gerade die Verantwortung f&uuml;r die Kontrolle &uuml;ber das Virus zugesprochen hat, gibt es beim RKI nicht. (&hellip;)<br>\nDas Institut ver&ouml;ffentlicht zwar t&auml;glich die von den regionalen Gesundheitsbeh&ouml;rden nach Berlin gemeldeten F&auml;lle. Doch bis das RKI diese herausgibt, liegt der eigentlich Erkrankungsbeginn schon bis zu zwei Wochen oder mehr zur&uuml;ck. Kommt es zu einem neuen Ausbruch, wird er erst sp&auml;t erkannt. (&hellip;)<br>\nDiese Gr&uuml;nde sind fadenscheinig. Der Datenschutz ist mangels Personenbezug entweder &uuml;berhaupt nicht betroffen oder die Daten lie&szlig;en sich leicht datenschutzkonform zusammenfassen. Und Sch&auml;tzungen gibt es in der Welt der amtlichen Daten zuhauf. Mit diesem Argument d&uuml;rfte keine einzige Wirtschafts- oder Bev&ouml;lkerungsprognose ver&ouml;ffentlicht werden. In Berlin sieht man sich als H&uuml;ter der Datensch&auml;tze, an deren Deutungshoheit man sich klammert. Die Beh&ouml;rde gibt Teile der Daten, mit denen sich die Details der Epidemie analysieren und Ma&szlig;zahlen nachrechnen lie&szlig;en, nicht heraus. So entzieht sie sich &ndash; und damit den Staat &ndash; zumindest teilweise der Kontrolle durch &Ouml;ffentlichkeit und Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/Corona-Daten-unter-Verschluss-RKI-bremst-Diskurs-aus,rki118.html\">NDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Haushaltspolitik der SPD-Bundestagsfraktion &ndash; Warum die &bdquo;schwarze Null&ldquo; die Grundlage f&uuml;r die Corona-Hilfspakete ist<\/strong><br>\nDie SPD-Bundestagsfraktion hat Dennis Rohde am 12. Mai einstimmig als Nachfolger von Johannes Kahrs zum haushaltspolitischen Sprecher gew&auml;hlt. Im vorw&auml;rts-Interview erkl&auml;rt er, wof&uuml;r er Kahrs besonders dankbar ist und warum eine solide Haushaltspolitik uns gerade heute in der Corona-Pandemie hilft.<br>\nDennis Rohde, was sind Ihre wichtigsten Ziele als neuer haushaltspolitischer Sprecher?<br>\nWir befinden uns mitten in einer der gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen Herausforderungen seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik Deutschland. In den n&auml;chsten Monaten wird es entscheidend darauf ankommen, dass wir weiterhin die richtigen Impulse zur Stabilisierung der Wirtschaft und damit zum Erhalt unz&auml;hliger Arbeitspl&auml;tze schaffen. Die fiskalischen Voraussetzungen hierf&uuml;r haben wir in den Jahren 2014-2019 durch eine solide Haushaltspolitik geschaffen &ndash; das hilft uns heute. [&hellip;]<br>\nDie Corona-Pandemie hat die bisherigen Haushaltsplanungen &uuml;ber den Haufen geworfen. Was sind f&uuml;r Sie die wichtigsten haushaltspolitischen Konsequenzen, die aus dieser Krise gezogen werden sollten?<br>\nZun&auml;chst zeigt sich, dass es richtig war, in wirtschaftlich guten Zeiten die M&ouml;glichkeiten zum Absenken der Staatsschuldenquote zu nutzen. Davon profitieren wir heute. Sicherlich werden wir staatliche Subventionen und F&ouml;rderprogramme k&uuml;nftig auch unter der &Uuml;berschrift eines m&ouml;glichen Beitrages zur Krisenfestigkeit unseres Landes diskutieren. Wir werden uns z.B. unabh&auml;ngiger von chinesischen Produkten machen m&uuml;ssen.<br>\nHat f&uuml;r Sie die so genannte &bdquo;schwarze Null&ldquo; noch Berechtigung?<br>\nDie schwarze Null ist die Grundlage f&uuml;r die &bdquo;Bazooka&ldquo; in der Corona-Krise. Momentan befinden wir uns noch mitten in der Krise, die wir zun&auml;chst bew&auml;ltigen m&uuml;ssen. Viel wird dabei auch von der H&ouml;he k&uuml;nftiger Steuereinnahmen abh&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/schwarze-null-grundlage-corona-hilfspakete\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das klingt nicht nach einer Verbesserung zum Vorg&auml;nger Kahrs, der &auml;hnlich dogmatisch argumentierte. Auch Rohde behauptet, im &uuml;brigen im Einklang mit den Haush&auml;ltern aus anderen Fraktionen, mit Ausnahme der Linken und der Gr&uuml;nen, dass die schwarze Null und eine niedrige Staatsschuldenquote erst Voraussetzung daf&uuml;r sei, jetzt in die Vollen gehen zu k&ouml;nnen. Das ist Unsinn, da die 156 Milliarden zus&auml;tzlicher Kredite und rund 1 Billion an B&uuml;rgschaften nicht irgendwo im Sparstrumpf der schw&auml;bischen Hausfrau herumliegen. Fakt ist, dass der Staat seine Ausgaben immer erh&ouml;hen kann, egal ob er gerade &Uuml;bersch&uuml;sse oder Defizite im Haushalt ausweist. Und weil das so ist, ist das deutsche Modell mit schwarzer Null und Schuldenbremse auch vollkommen sinnlos. Durch die Krise ist das M&auml;rchen aufgeflogen. Deshalb, so mein Eindruck, wird die bisherige Politik der schwarzen Null vom neuen Haushaltssprecher der SPD aber lieber verkl&auml;rt. Dabei gibt es in der Fraktion Leute, die es schon l&auml;ngst begriffen haben, wie Michael Schrodi zum Beispiel&hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Richtungsweisender Beitrag f&uuml;r eine volkswirtschaftlich sinnvolle Wirtschafts- und Finanzpolitik.Warnung an die schw&auml;bischen Hausfrauen: Der Beitrag k&ouml;nnte das alte Weltbild nachhaltig besch&auml;digen. Sparen hilft nicht, milliardenschwere Investitionen schon.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/t.co\/1U55eajlwt\">https:\/\/t.co\/1U55eajlwt<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Michael Schrodi (@mischrodi) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/mischrodi\/status\/1259880888558669825?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 11, 2020<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Verr&uuml;ckte Welt. Im neoliberalen Handelsblatt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60902#h02\">pl&auml;diert der &Ouml;konom Jens S&uuml;dekum<\/a> f&uuml;r einen progressiven Ansatz und gleichzeitig spielt der Vorw&auml;rts sich als Gralsh&uuml;ter des Neoliberalismus und der monetaristischen Geldpolitik auf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wir d&uuml;rfen die Corona-Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen<\/strong><br>\nStatt den G&uuml;rtel bei den Steuerzahlen enger zuschnallen, braucht es Investitionen. Die Schulden sollten langfristig finanziert und &uuml;berw&auml;lzt werden. [&hellip;]<br>\nZu deren Finanzierung sind sp&auml;ter weder Verm&ouml;gensabgaben, noch andere Steuererh&ouml;hungen oder gar K&uuml;rzungen von Sozialausgaben notwendig. Austerit&auml;t w&auml;re, zumal wenn zu fr&uuml;h verabreicht, eine geradezu katastrophale Medizin. [&hellip;]<br>\nDabei m&uuml;ssen wir einen pragmatischen Umgang mit den Corona-Schulden finden. Sie sollten m&ouml;glichst langfristig finanziert und durch permanentes &Uuml;berw&auml;lzen &ndash; also die Ausgabe neuer Anleihen zur Bedienung der alten&ndash; immer weiter in die Zukunft geschoben werden. So k&ouml;nnen Industriestaaten aus dem Schuldenproblem der Corona-Krise einfach herauswachsen. Absolut betrachtet bleiben die Schulden zwar immer da, aber relativ zum BIP sinkt die Quote wieder ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-wir-duerfen-die-corona-schulden-nicht-zurueckzahlen\/25813024.html\">Jens S&uuml;dekum im Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Coronavirus in Schweden &ndash; T&ouml;dlicher Sonderweg<\/strong><br>\nDer Schutz alter Menschen war Schweden beim Kampf gegen das Virus wichtig &ndash; ist aber nicht gelungen. Die Zahl der Opfer ist hoch, wirklich verantwortlich f&uuml;hlt sich niemand. (&hellip;)<br>\nSchwedens sonst weiter selbstbewusste Beh&ouml;rdenvertreter gestehen mittlerweile an diesem Punkt ihr Scheitern ein. Allerdings geben sie dabei gerne ihre &ldquo;&Uuml;berraschung&rdquo; zu Protokoll, wie das auch am Wochenende der Chef der Gesundheitsbeh&ouml;rde, Johan Carlson, in einer Talkshow tat: Keiner habe gewusst, wie schlimm es um den Zustand der Altenpflege im Lande bestellt gewesen sei, sagte Carlson.<br>\nKeiner au&szlig;er all den Leuten, die sich auskennen mit Schwedens Altersheimen. Jeder habe wissen k&ouml;nnen, &ldquo;dass es so kommen w&uuml;rde&rdquo;, sagte Ingmar Skoog, ein G&ouml;teborger Professor f&uuml;r Altern und Gesundheit im April der Nachrichtenagentur TT. Die Corona-Krise habe nur die M&auml;ngel blo&szlig;gelegt, die seit Jahren System seien.<br>\nEinsparungen und Privatisierungen in dem Sektor haben dazu gef&uuml;hrt, dass es in Altersheimen an allem fehlt. &ldquo;Die hatten dort Papierservietten und tackerten Gummis dran, das waren ihre Gesichtsmasken&rdquo;, erz&auml;hlte eine &Auml;rztin in Schweden der SZ von Bekannten, die in Altersheimen arbeiten. &ldquo;Wir waren das schlechteste aller nordischen L&auml;nder, als es darum ging, unsere Alten zu retten&rdquo;, schreibt Aftonbladet: Die Privatisierung des Sektors sei in Schweden viel weiter gegangen als in den Nachbarl&auml;ndern. &ldquo;Gier und Privatisierung erweisen sich nun als t&ouml;dlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/schweden-coronavirus-1.4904015\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Artikel trifft das Problem im Kern. Man kann keine Strategie des laissez faire fahren und vorgeben, die Risikogruppe ganz besonders intensiv zu sch&uuml;tzen und sich gleichzeitig beim Schutz der Risikogruppe auf ein durch und durch nach der neoliberalen Ideologie auf Rendite getrimmtes Pflegesystem verlassen. Hier besteht &uuml;brigens nach wie vor auch in Deutschland sehr dringender Handlungsbedarf, da der Schutz der Risikogruppen mit dem Auslaufen vieler Lockdown-Ma&szlig;nahmen eine besondere Bedeutung gewinnt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wir retten Menschenleben mit Menschenleben, ohne dar&uuml;ber zu verhandeln<\/strong><br>\nIn der Corona-Berichterstattung werden von Anfang an Meinungen mit Fakten verwechselt. Deshalb war eine demokratische Diskussion sinnvoller oder notwendiger Ma&szlig;nahmen nie m&ouml;glich. Kommentar<br>\nEs gibt tats&auml;chlich eine Corona-L&uuml;ge, die uns von Anfang an begleitet, und die von den Medien bereitwillig als Faktum genommen wurde, nicht aus Demagogie heraus, sondern schlicht mangels Recherche. Die L&uuml;ge &ndash; oder ohne unterstellten Vorsatz: die falsche Behauptung &ndash; lautet: Wir m&uuml;ssen alles tun, um Erkrankungen mit dem Corona-Virus zu vermeiden, und wir m&uuml;ssen alles tun, um Erkrankten zu helfen.<br>\nDiese Behauptung gibt es in zig Variationen, und sie ist die Grundlage sowohl f&uuml;r den staatlichen Infektionsschutz als auch f&uuml;r die b&uuml;rgerliche Emp&ouml;rung &uuml;ber jeden, der irgendwo einen kritischen Gedanken, gar nur eine Frage kundtut: Wer nicht bereit ist, dem Schutz des Lebens alles andere unterzuordnen, ist ein &ldquo;M&ouml;rder&rdquo;. Oder wenigstens ein gemeingef&auml;hrlicher Egoist.<br>\nEinen H&ouml;hepunkt erlebt dieses Credo gerade mit der Erregung &uuml;ber Boris Palmer, der es wagte, ein Nachdenken dar&uuml;ber anzuregen, was der Corona-Schutz weit au&szlig;erhalb der Pandemie bedeuten k&ouml;nnte, so rein vom &Uuml;berleben her.<br>\nDiese falsche Behauptung gibt es keineswegs erst seit der &ldquo;Corona-Krise&rdquo;. Ob Jungpolitiker etwas Kritisches zur Gesundheitspflege im Alter sagen oder jemand fragt, welche Fl&uuml;chtlingspolitik unterm Strich am humansten ist: mit der Behauptung, der Lebensschutz sei nicht nur oberste, sondern auch im Ausma&szlig; unverhandelbare Staatsaufgabe, wird jeder Zweifel als menschenverachtend ge&auml;chtet (und zwar durchaus w&ouml;rtlich, wenn wir uns anschauen, mit welcher verbalen Energie die zu Menschenfeinden erkl&auml;rten Menschen von Menschenfreunden bek&auml;mpft werden).<br>\nDoch stimmt die Grundannahme &uuml;berhaupt, die Behauptung, &ldquo;der Staat&rdquo; oder &ldquo;die Gesellschaft&rdquo; m&uuml;ssten alles tun, was irgendwie m&ouml;glich ist, um Menschen vor einer Virusinfektion zu sch&uuml;tzen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wir-retten-Menschenleben-mit-Menschenleben-ohne-darueber-zu-verhandeln-4715085.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die grosse Corona-Welle ist in der Schweiz zu Ende<\/strong><br>\nTodesopfer wegen Covid-19 tendieren nach ganz unten. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamts f&uuml;r Statistik.<br>\nDie Zahl der t&auml;glich wegen Covid-19 Verstorbenen tendiert gegen Null (Grafik unten: orange-rote Balken) und bleibt unter 1600 (rote Kurve). Bei den Todesf&auml;llen k&ouml;nne man nicht unterscheiden, ob jemand &laquo;am&raquo; Coronavirus oder &laquo;mit&raquo; dem Coronavirus gestorben ist, erkl&auml;rt das deutsche Robert Koch-Institut. Zum Vergleich: Laut Beh&ouml;rden waren als Folge der starken Influenza-Welle im Winter 2014\/2015 rund 2500 Personen gestorben.<br>\nDie absoluten Zahlen, welche die Kantone und andere Quellen angeben, k&ouml;nnen von denen des Bundesamts f&uuml;r Statistik* leicht abweichen. [&hellip;]<br>\nBei obigen Zahlen ist zu beachten, dass sich die Verstorbenen schon mindestens zwei bis drei Wochen vor ihrem Tod mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Das weist darauf hin, dass der extreme Abw&auml;rtstrend der Todesf&auml;lle haupts&auml;chlich dem Verbot von grossen Menschenansammlungen, von Grossveranstaltungen sowie den Aufrufen zu Hygiene und Abstandhalten zu verdanken ist. Diese Massnahmen wurden noch vor Mitte M&auml;rz erlassen. Die nachher verordneten Schulschliessungen, Gesch&auml;ftsschliessungen und Ausgangsbeschr&auml;nkungen spielten eine untergeordnete Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Die-grosse-Corona-Welle-ist-in-der-Schweiz-endgultig-zu-Ende\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert, bemerkenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gott ist tot, es lebe die Gesundheit: Notizen eines alternden Mediziners und Bildungsb&uuml;rgers zur Corona-Krise<\/strong><br>\nIch geh&ouml;re zur vulnerablen Gruppe der Alten. Einerseits will mich der Staat sch&uuml;tzen, anderseits will er, dass ich in Spit&auml;lern aushelfe. Das ist nicht der einzige Widerspruch eines neuen politischen Aktivismus in der Eidgenossenschaft. [&hellip;]<br>\nIn den Medien grassieren Panikmache und H&auml;me. Man mokiert sich &uuml;ber den britischen Premierminister &ndash; hat sich dieser doch an einer seiner, horribile dictu, ohne Social Distancing abgehaltenen Pressekonferenzen mit dem Virus angesteckt. Dass dieses Verhalten in Einklang mit der von den medizinischen Beratern verordneten Strategie stand, die Bev&ouml;lkerung m&ouml;glichst rasch zu durchseuchen, ist offenbar nebens&auml;chlich.<br>\nSkin in the game! Eine derzeit nicht nur bei Politikern kaum mehr zu findende Eigenschaft. So gibt es nach wochenlanger Funkstille pl&ouml;tzlich Nachrichten von der Bundespr&auml;sidentin. Sie besucht die intensivmedizinische Station eines Universit&auml;tsspitals und erkl&auml;rt sich tief beeindruckt. Warum sucht die Pr&auml;sidentin die N&auml;he zum wohlbestallten Medizinprofessor statt zur Coiffeuse, die um ihr materielles &Uuml;berleben k&auml;mpft? Social Distancing von der urspr&uuml;nglichen Stammw&auml;hlerschaft ihrer Partei?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/coronavirus-gott-ist-tot-es-lebe-die-gesundheit-ld.1554210\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Markt wird es nicht regeln<\/strong><br>\nDie Krise ist eine Chance, unsere Wirtschaft zum Wohle aller umzubauen. Es gilt mehr denn je, diese Welt zu retten &ndash; nicht ihre Zerst&ouml;rer.<br>\n&bdquo;Bitte nicht wiederbeleben!&ldquo; Dieses Etikett sollte an der &Ouml;l-, Flug- und Autoindustrie angebracht werden. Stattdessen sollten Regierungen die Mitarbeiter dieser Unternehmen finanziell unterst&uuml;tzen, w&auml;hrend sie die &Ouml;konomie umbauen, um neue Arbeitspl&auml;tze in anderen Wirtschaftssektoren zu schaffen. Gef&ouml;rdert werden sollten vor allem Bereiche, die dabei helfen, das &Uuml;berleben der Menschheit und der restlichen lebenden Welt zu sichern. (&hellip;)<br>\nDie Coronakrise ist schon unsere zweite gro&szlig;e Chance, die Dinge anders zumachen. Es k&ouml;nnte unsere letzte sein. Die erste Chance, im Jahr 2008, wurde spektakul&auml;r in den Sand gesetzt. Unmengen Steuergelder wurden daf&uuml;r ausgegeben, die dreckige alte Wirtschaft wieder aufzubauen, und gleichzeitig daf&uuml;r zu sorgen, dass der Reichtum ja in den H&auml;nden der Reichen bleibt. Und auch heute scheinen viele Regierungen wild entschlossen, diesen katastrophalen Fehler zu wiederholen. (&hellip;)<br>\nDie Bank von England hat beschlossen, die Schulden von &Ouml;lkonzernen wie BP, Shell und Total zu kaufen. Die britische Regierung hat EasyJet einen Kredit in H&ouml;he von an die 700 Millionen Euro zu gegeben, obwohl das Unternehmen erst vor ein paar Wochen fast 200 Millionen f&uuml;r Dividenden verschleudert hat: Profit wird privatisiert, die Risiken dagegen der Gesellschaft aufgeb&uuml;rdet. In den USA beinhaltete das erste Rettungspaket rund 23 Milliarden Euro f&uuml;r Fluggesellschaften. Insgesamt ging es bei der Rettungsaktion darum, soviel &Ouml;l wie m&ouml;glich in strategische Erd&ouml;lreserven zu lenken sowie Umweltschutzgesetze vom Tisch zu fegen und gleichzeitig die erneuerbaren Energien einzufrieren. Mehrere europ&auml;ische L&auml;nder, darunter auch und vor allem Deutschland, wollen ihre Airlines und Autohersteller retten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/der-markt-wird-es-nicht-regeln\">George Monbiot im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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