{"id":61080,"date":"2020-05-18T13:00:20","date_gmt":"2020-05-18T11:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61080"},"modified":"2020-05-18T13:50:16","modified_gmt":"2020-05-18T11:50:16","slug":"leserbriefe-zum-videotalk-zu-den-hygienedemos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61080","title":{"rendered":"Leserbriefe zum \u201eVideotalk zu den Hygienedemos\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zum am Samstag eingestellten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61046\">Videotalk<\/a> zu den Hygienedemos, an dem ich teilnahm, gab es zahlreiche Leserbriefe &ndash; gr&ouml;&szlig;tenteils negativ. Es tut mir leid, dass ich meine Positionen offenbar nicht klar genug formuliert und einigen Aussagen meiner beiden Mitdiskutanten nicht deutlicher widersprochen habe und wenn ich mit anderen &ndash; unklugen &ndash; Formulierungen Teilnehmer der Demonstrationen verunglimpft oder beleidigt haben sollte. Zusammengestellt von <strong>Jens Berger<\/strong> und erg&auml;nzt um eine pers&ouml;nliche Anmerkung des Herausgebers der NachDenkSeiten, <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>: Weil mich die Kampagne gegen die Demonstrationen, die am vergangenen Freitag neue Bl&uuml;ten trieb &ndash; von Campact am Morgen bis zur Heute Show und Aspekte am Abend -,  hatte ich mich am Samstag  (trotz famili&auml;rer Verpflichtungen) an den Computer gesetzt, um diese Kampagne zu beschreiben. Um 13:11 Uhr erreichte mich dann der unten als Nr. 1 folgende Leserbrief mit dem Hinweis auf den auf den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlichten Videotalk. Das verhagelte mein Vorhaben, etwas &uuml;ber die Kampagne der anderen zu schreiben.<br>\n<!--more--><br>\nAuch Uli Gellermann wunderte sich in einer Mail an mich &uuml;ber diesen Videotalk. Zu Recht. <\/p><p>Weil wir bei den NachDenkSeiten arbeitsteilig arbeiten, hatte ich vom Videotalk vorher nichts mitbekommen. Da viele der Leserbriefschreiber das Notwendige geschrieben haben, kann ich mir weitere Kritik ersparen. Meine Anregung an unsere Leserinnen und Leser: Bewerten Sie bitte die Arbeit der NachDenkSeiten nicht nach einem einzigen Vorgang wie diesem. Die &uuml;berwiegende Mehrheit unserer Leserinnen und Leser wei&szlig; durchaus zu sch&auml;tzen, was die NachDenkSeiten an Informationsarbeit leisten. <\/p><p>Wir brauchen Ihre Unterst&uuml;tzung und Ihre Sympathie &uuml;brigens aktuell ganz besonders. Denn jetzt wird die Kampagne mit dem Etikett &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; auch auf die NachDenkSeiten ausgedehnt. So aktuell vom Berliner Tagesspiegel und &ndash; wie zu h&ouml;ren ist &ndash; auch in der Redaktion der N&uuml;rnberger Nachrichten. Das ist auch so eine Erfahrung mit unseren sogenannten Qualit&auml;tsmedien: Was im Berliner Tagesspiegel vorgekaut worden ist, wird von anderen Medien weiter verdaut.<\/p><p>Nun aber zu den Leserbriefen:<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mit Sehen dieses Interviews habe ich das erste Mal die Nachdenkseiten und deren Qualit&auml;t ernsthaft in Frage gestellt. Als Teilnehmerin dieser Demos mit Kontakt zu den Menschen, die diese Demos organisieren oder sich dort bewegen, wird deutlich, dass die drei Herren dieses NDS-Beitrags vorrangig theoretisieren, eher (festgefahrene) Meinungen, Denkmuster und Ansichten kundtun, dies ohne realen Bezug zur tats&auml;chlichen Wirklichkeit dieser Demo-Bewegung, der dort vorrangig agierenden Menschen und deren Motive. Es ist sp&uuml;rbar, dass keiner der drei Herren wei&szlig;, was tats&auml;chlich auf diesen Demos geschieht, wer sich dort trifft und worum es im Kern geht. Und Beitr&auml;ge, die auf Vermutungen, Sch&auml;tzungen, Behauptungen und eher unfundierten und undifferenzierten &Auml;u&szlig;erungen beruhen, die finde ich auch in den &ouml;ffentlich-rechtlichen. Da braucht&rsquo;s nicht noch die Nachdenkseiten.<\/p><p>A.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2.  Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich war gewappnet, hatte gute Vors&auml;tze &ndash; aber diese Homeoffive-Talkrunde konnte ich nicht zur H&auml;lfte durchhalten. Das lag weniger an Ihnen, Herr Berger (obwohl ich &uuml;ber weite Strecken auch den Eindruck habe, da&szlig; Sie bereits die Riesenpille des propagierten Narrativs fast im Ganzen geschluckt haben und nun kaum noch aus der etablierten Symptom- statt Wurzelbetrachtung ausscheren k&ouml;nnen), sondern an der Art und Weise, wie alle Beteiligten ungeniert mit den Zahlen herumjongliert haben, deren Basis unver&auml;ndert &ndash; seit Beginn des Spuks &ndash; mehr als wackelig ist. Erwartungsgem&auml;&szlig; &ndash; wie immer, wenn eine Sache nur lange genug von allerlei nebul&ouml;sen Fakten- und Zahlenspielereien verschleiert und geframed wird, bis die dabei entstandenen Verkn&uuml;pfungen im Gehirn es kaum noch zulassen in andere Richtungen zu denken &ndash; ger&auml;t die Diskussion schnell auf ein Gleis ins Nirgendwo, das in seinem Verlauf um die m.E. wesentlichen Haltestellen und Sehensw&uuml;rdigkeiten einen gro&szlig;en Bogen macht.<\/p><p>Herr Shahyar ist und war mir schon immer suspekt, ich halte ihn eher f&uuml;r das politisierte &Auml;quivalent zu einem &ldquo;Elendstouristen&rdquo; (im besten Fall) oder ein U-Boot (im schlimmsten Fall), und letzterer Eindruck hat sich in dieser Runde noch verst&auml;rkt. Prinz Chaos entwertet seinen Ruf als guter Analytiker, den er sich in der Vergangenheit durch seine Beobachtungen zur US-Politik erworben hat, durch seine (bzw. die von anderen &uuml;bernommene) Zahlenmystik. Herr Berger macht die beste Figur, weil er differenziert bleibt &ndash; aber eben nur im &ldquo;erlaubten&rdquo; Rahmen.<\/p><p>So so, in einer indischen Provinz gibt es also soundsoviele Tote und Infizierte weniger als in einer anderen&hellip; Wenn schon die Zahlen hierzulande nichts taugen, wie kann man denn auf die Idee kommen seine Argumentationsbasis auf Zahlen vom A&hellip; der Welt zu gr&uuml;nden? Das ist so absurd, da&szlig; es schon fast wieder lustig ist. Aha, in Amerika sind dieses Jahr schon 80.000 Leute gestorben (und die Hysterie, die geschaffenen statt gefundenen Fakten gebieten es, in Gedanken immerzu den Satzteil &ldquo;an Covid19&rdquo; hinzuzuf&uuml;gen; und nat&uuml;rlich gleichzeitig geflissentlich zu &uuml;bersehen, da&szlig; die USA mit dem Z&auml;hlen schon in der Vergangenheit hin und wieder ihre Probleme hatte, und mit Erregern sowieso, selbst wenn sie in Reagenzgl&auml;sern steckten). Nun, hat eigentlich schon jemand herausgefunden, welchen tats&auml;chlichen Zustand dieser Satz beschreibt? Wieviele Menschen sind eigentlich von Januar bis Mai 2019 dort verschieden? Die einzige Zahl, die schnellen unmi&szlig;verst&auml;ndlichen Aufschlu&szlig; geben k&ouml;nnte &uuml;ber die Situation, ohne da&szlig; man zu ihrem Verst&auml;ndnis Atomphysiker, Epidemiologe oder Ersteller der Arbeitslosenstatistik sein mu&szlig;, ist die &Uuml;bersterblichkeit &ndash; die Differenz zum Jahresdurchschnitt &ndash; aber gerade die wird &uuml;berall vermieden. Auch so ein Bahnhof, der nicht angefahren wird.<\/p><p>Und so weiter. Und bevor von den Teilnehmern (die allesamt den Spruch vom Glauben an selbstgef&auml;lschte Statistiken kennen d&uuml;rften), die einfache Feststellung etabliert werden kann, da&szlig; die ver&ouml;ffentlichten Zahlen bis heute nichts hergeben, weder f&uuml;r noch gegen irgendwas, befinden Sie sich schon im Streit &uuml;ber die Symptome; nicht die von Covid19, sondern die der Politik und der Schutzma&szlig;nahmen, die auf diesen Zahlen beruhen. Eine klassische Ursache-Wirkung-Umkehrung &ndash; nein, schlimmer, die Ursache wird gar nicht n&auml;her definiert, es gibt gar nichts, das man wirklich vertauschen k&ouml;nnte. Aus den drei Legosteinen, die herumliegen, ein Haus zu bauen, ist unm&ouml;glich &ndash; doch die windigen Gebilde, die dabei herauskommen, werden von den erwachsenen Kids vehement als Wolkenkratzer verteidigt. Das ist in meinen Augen das Niveau, auf dem regierungs- und beh&ouml;rdenseitig (und dann in der Folge eben auch &ldquo;kunden-&rdquo; und &ldquo;klientenseitig&rdquo;) agiert und argumentiert wird. Und diese sich aus diesem Faktenbrei, Zahlensalat und Wunderdoktordiagnosen ergebende Verwirrung ist gewollt, meiner Meinung nach, sonst w&uuml;rde man aus der im RKI betriebenen Kaffeesatzleserei kein so gro&szlig;es Geheimnis machen. Eine sinnvolle Diskussion wird unm&ouml;glich gemacht. Man sehe sich nur einmal die Pressekonferenzen an &ndash; schon lustig, wie die Weisen pl&ouml;tzlich anfangen zu stottern und zu stammeln, wenn sie gebeten werden r-Werte oder dergleichen zu erkl&auml;ren. <\/p><p>Um es kurz zu machen: Sinnlos war das Gespr&auml;ch leider. Und ein bi&szlig;chen schade ist es, da&szlig; die NDS Werbung machen f&uuml;r den Aufstandsgaffer und Facebook-Panzerposer Shahyar. Vielleicht tue ich ihm unrecht&hellip; aber mein Gef&uuml;hl t&auml;uscht mich zu meinem eigenen Mi&szlig;fallen nur selten.<\/p><p>Meine Gesch&auml;ftsidee (- und bitte, mit Sahne drauf, blendet beim n&auml;chsten Mal die M&ouml;glichkeit, da&szlig; es in einem System, in dem es bei allem immer nur ums Geld geht, auch dieses Mal nicht anders sein k&ouml;nnte, nicht vollst&auml;ndig aus -) w&auml;re &uuml;brigens Folgende: Wenn die gef&uuml;rchtete 2te Welle vorbei ist, einen neuen Universalkiller nachschieben (damit sich die Viren nicht um die Fallzahlen und Todesstatistik streiten m&uuml;ssen; das g&auml;be ein tolles Bohei). Meine Idee: Das Herpesvirus ist mutiert und macht jetzt keine Bl&auml;schen mehr, sondern grippe&auml;hnliche Symptome; und dazu noch einen Krankheitsverlauf von extrem mild bis extrem schwer. Weltweite Testungen versprechen sofort weltweit Infizierte (das l&auml;&szlig;t sich auch prima als &ldquo;hochansteckend&rdquo; promoten). Je mehr getestet wird, desto mehr findet man auch, der r-Wert explodiert. Und jeder Verblichene, der Herpes-positiv ist, ist automatisch ein Herpestoter. Sie m&ouml;chten 80.000 Tote pro Halbjahr in den USA? Kein Problem! Wer also keinen Job hat, sollte im Krematorium anfangen. Normalit&auml;t kehrt wieder ein, wenn eine Impfung entwickelt worden ist. Viel Spa&szlig;. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohannes Bichler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>herzlichen Gl&uuml;ckwunsch zu ihrer Rolle im Dreiergespr&auml;ch. <\/p><p>Als dezidiert Linker finde ich es zwar schade, dass die Hygienedemos zumindest teilweise von Rechten gekapert werden, aber ich finde es wesentlich bedenklicher, wenn sog. &bdquo;Linke&ldquo; diese Demos als grunds&auml;tzlich falsch betrachten und sogar noch fordern, sie sollten von der Polizei aufgel&ouml;st werden.<\/p><p>Ich f&uuml;hle mich, genau wie Sie, vom Staat in unertr&auml;glicher, paternalistischer Weise geg&auml;ngelt, die tats&auml;chlich hart ans Autorit&auml;re grenzt, besonders weil die Ma&szlig;nahmen selbst nach zwei Monaten (!) weitgehend nur auf Erlassen und Verordnungen beruhen und noch nicht einmal parlamentarisch legitimiert sind.<\/p><p>Erschwerend kommt hinzu &ndash; und das unterschlagen ihre Gespr&auml;chspartner komplett &ndash; : so eindeutig ist die Expertenmeinung zu Covid-19 nicht! Und noch weniger ist es die Datenlage. Ja, Herr Drosten und Herr Lauterbach w&uuml;rden am liebsten alle zu Hause einsperren, bis ein Impfstoff gefunden ist, selbst wenn es noch zwei Jahre dauern sollte. Aber es gibt eben auf der Welt auch sehr viele renommierte Experten, die die Gef&auml;hrlichkeit des Virus anders einstufen. Prof. Bhakdi und Prof. M&ouml;lling sind die bei uns wohl prominentesten Beispiele. Wenn Drosten in seinem Podcast dann anstatt auf Argumente einzugehen, allen Kritikern schlicht die Kompetenz abspricht (schon im Ruhestand, anderes Spezialgebiet usw.), tr&auml;gt das in meinen Augen nicht zur Legitimation der, vorwiegend auf seiner Expertise beruhenden, Ma&szlig;nahmen bei. Vor allem dann nicht, wenn der selbe Professor Drosten, der noch im Januar verk&uuml;ndet hat, dass Masken das Virus nicht aufhalten k&ouml;nnen, jetzt verk&uuml;ndet, das &Ouml;ffnen der Gastronomie sei eine gro&szlig;e Gefahr, weil regelm&auml;&szlig;iges H&auml;ndewaschen und Desinfizieren ja total &uuml;bersch&auml;tzt werde. Was soll ich davon halten? Beides zusammen genommen hei&szlig;t das ja: keine Maske und nicht die H&auml;nde waschen ist das Beste? <\/p><p>Auch Sie haben ja zudem das Irrlichtern der Professoren Wieler und Schaade durch ihre Statistiken w&auml;hrend der Pressekonferenzen des RKI mehrfach kritisiert. Auch das Hin und Her zwischen den entscheidungsrelevanten Kennzahlen, der st&auml;ndige Wechsel der Berechnungsmethoden; all dies kann doch nur zu Verwirrung und letztlich zu Verschw&ouml;rungstheorien f&uuml;hren.<\/p><p>Und es sprechen nunmal viele Indizien daf&uuml;r, dass wir es beim milden Verlauf der Pandemie in Deutschland nicht mit einem Pr&auml;ventionsparadoxon zu tun haben, sondern dass der Verlauf sowohl in Inzidenz als auch in Letalit&auml;t in anderen L&auml;ndern einfach gravierender war &ndash; aus Gr&uuml;nden, die sicher noch erforscht werden m&uuml;ssen. Zum jetzigen Zeitpunkt aber in Deutschland eine Masken- und Abstandspflicht immer noch mit den &bdquo;Bildern aus Italien&ldquo; zu begr&uuml;nden, ist einfach zu wenig. &Auml;rgerlich vor allem dann, wenn man wei&szlig;, dass italienische Krankenh&auml;user beinahe jedes Jahr w&auml;hrend der Grippesaison an ihre Kapazit&auml;tsgrenzen und dar&uuml;ber hinaus geraten und das nicht zuletzt aufgrund der oktroyierten Sparma&szlig;nahmen, die just von jenen deutschen Politikern stets bef&ouml;rdert wurden, die sich jetzt mit der &Uuml;berlegenheit des deutschen Gesundheitssystems br&uuml;sten.<\/p><p>Und zuletzt noch ein Punkt, der mich pers&ouml;nlich vielleicht am meisten st&ouml;rt, bei der Ablehnung des Protests durch die ver&auml;ngstigte Mehrheit: da wird oft von &bdquo;Verantwortungslosigkeit&ldquo; und &bdquo;dem unbedingten Schutz jedes Lebens&ldquo; gesprochen. Merken Sie auch, welch latenter Rassismus in dieser Argumentation liegt? Wo sind denn die selben 86%, die jetzt angeblich hinter den Ma&szlig;nahmen stehen, wenn es um den unbedingten Schutz der Leben vor Luftverschmutzung, ausbeuterischen Arbeitsverh&auml;ltnissen im globalen S&uuml;den, Verkehr oder Kriegen geht? Aber da ist einem der eigene 85-j&auml;hrige Opa eben doch n&auml;her, als das 3-j&auml;hrige jemenitische Kind, das von deutschen Waffen zerfetzt wird.<\/p><p>Und wo waren die Demonstranten eigentlich, die einen Lockdown gefordert haben, als die letzte schlimme Grippewelle 25.000 Opfer gefordert hat? Auch hier h&auml;tte die Absage von Gro&szlig;veranstaltungen, Schulschlie&szlig;ungen etc. sicher das ein oder andere Leben nicht nur von Hochbetagten retten k&ouml;nnen. <\/p><p>Was ich sagen will: wer entscheidet denn k&uuml;nftig, welche Leben uns aus welchem Grund, welche Einschr&auml;nkungen wert sind? Dar&uuml;ber wird man gesellschaftlich debattieren und streiten m&uuml;ssen. Und dazu geh&ouml;ren  Demonstrationen auf der Stra&szlig;e. Oder sollen wir diese Entscheide k&uuml;nftig nur noch den Experten ala Drosten und Wieler &uuml;berlassen? Genau diese Gefahr droht, wenn wir jetzt weiter alles akzeptieren, was uns die Regierung als alternativlose, wissenschaftliche Erkenntnis vorsetzt und uns vor jedem neuen Gesslerhut beugen, wie es leider auch offensichtlich Pedram Shayar und Prinz Chaos vorhaben.<\/p><p>Geradezu abenteuerlich finde ich schlie&szlig;lich die Hoffnung der beiden, aus dieser Krise k&ouml;nnte sich etwas gesellschaftlich Positives entwickeln. Das Gegenteil wird der Fall sein: die Kapitalseite wird ihre Macht weiter ausbauen. Sie wird das weltweite Elend nutzen, soziale Errungenschaften zu schleifen, den Umwelt- und Klimaschutz zur&uuml;ck zu fahren und weitere Teile der Mittelschicht zu prekarisieren.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig; aus Taufkirchen<\/p><p>Martin Sutor<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Ihre Analysen und Kommentare auf den Nachdenkseiten empfand ich bisher als wichtige und konstruktive Beitr&auml;ge zur Meinungsbildung. Jedoch haben mich nicht nur Ihre Ansichten in der Diskussionsrunde am 16.05.2020 auf dem Videoblog Komm:on  ziemlich verwundert. Dies m&ouml;chte ich an zwei Beispielen begr&uuml;nden:<\/p><p>W&auml;hrend sie als Linksintellektuelle dar&uuml;ber diskutieren, ob im Hinblick auf die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie der Fokus bei k&uuml;nftigen politischen Diskussionen und Aktionen eher auf die Bewahrung des Grundgesetzes oder st&auml;rker auf den Schutz und die Verbesserung sozialer Ma&szlig;nahmen gerichtet werden sollte, haben dies die Menschen auf der Stra&szlig;e und engagierte Verb&auml;nde nicht blo&szlig; selbst schon l&auml;ngst f&uuml;r sich entschieden, sondern daraus bereits auch konkrete Forderungen formuliert. Stellvertretend f&uuml;r Vieles hier nur zwei Beispiele daf&uuml;r:<\/p><p>Steuersch&auml;tzung: Parit&auml;tischer mahnt zur solidarischen Krisenbew&auml;ltigung (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61001#h03\">siehe Hinweis Nr. 3 auf den NDS vom 15.05.20<\/a>)<\/p><p>Ken Jebsens Rede anl&auml;&szlig;lich der Demonstration f&uuml;r Grundrechte auf den Cannstatter Wasen am 9. Mai 2020 (Da haben h&ouml;rbar sicher nicht nur Rechte oder sog. &bdquo;Verstrahlte&ldquo; lautstark zugestimmt):<\/p><p><a href=\"https:\/\/kenfm.de\/ken-jebsens-rede-anlaesslich-der-demonstration-fuer-grundrechte-auf-den-cannstatter-wasen-am-9-mai-2020\/\">kenfm.de\/ken-jebsens-rede-anlaesslich-der-demonstration-fuer-grundrechte-auf-den-cannstatter-wasen-am-9-mai-2020\/<\/a><\/p><p>Ich denke, es geht in diesen politisch bewegten Zeiten bei der aktuellen Schwerpunktsetzung in Debatten und Aktionen nicht um die Fragen Entweder\/Oder, oder: Was ist wichtiger?<\/p><p>So vielf&auml;ltig, umfassend und weitreichend aktuell politische Entscheidungen getroffen werden, so breit sollten auch der Debattenraum und aus demokratischer Sicht auch Proteste ausgerichtet sein, was ja nicht ausschlie&szlig;t, das dabei Priorit&auml;ten gesetzt werden. <\/p><p>So gesehen bin ich schon der Meinung, dass dem Kampf um die Bewahrung und Verbesserung von Grund- und B&uuml;rgerrechten eine hohe Bedeutung zukommt. Nicht zuf&auml;llig war dieses Thema bei allen bedeutenden Protestbewegungen der Vergangenheit stets auch eine zentrale Forderung, denn ohne entsprechende Rechtsgrundlage werden weitere Aktionen f&uuml;r die Durchsetzung sozialer Forderungen auf demokratischem und juristischem Weg um so schwerer durchf&uuml;hrbar. <\/p><p>Dies sehen wir doch gerade bei den zuletzt beschlossenen &Auml;nderungen zum Grundgesetz bzw. auch bei anderen beschlossenen Gesetzen:<\/p><ul>\n<li>Erleichterung von Privatisierungen<\/li>\n<li>Schuldenbremse<\/li>\n<li>&Uuml;berwachung der B&uuml;rger, inkl. Datenschutz<\/li>\n<li>Durchsetzung staatlicher Gewalt etc.<\/li>\n<\/ul><p>Und die Menschen wissen auch, dass unpopul&auml;re Gesetze im Bundestag oft dann beschlossen werden, wenn die Aufmerksamkeit der Bev&ouml;lkerung auf beispielsweise sportliche oder andere Gro&szlig;ereignisse gerichtet ist.<\/p><p>Aktuell haben wir das Mega-Gro&szlig;ereignis &bdquo;Corona&ldquo;, und da w&auml;re doch zumindest die Frage zu beantworten, ob die von der Regierung, dem Bundesrat und in anderen Gremien beschlossenen Ma&szlig;nahmen und Gesetze unter Beachtung demokratischer Prinzipien in Kraft gesetzt wurden, auch wenn die Situation au&szlig;ergew&ouml;hnlich ist und ob es sich dabei um befristete oder grunds&auml;tzliche Einschnitte mit Fortbestand handelt. <\/p><p>Ich halte es daher nicht f&uuml;r verwunderlich, wenn &bdquo;normale&ldquo; Menschen (und nicht nur &bdquo;Verstrahlte&ldquo; und Rechte) sich jetzt solche Fragen stellen, misstrauisch werden und sich mangels plausibler Erkl&auml;rungen seitens der Politiker Gedanken &uuml;ber eventuell auch andere Intentionen machen. <\/p><p>Ich glaube nicht, dass es unter den aktuellen Bedingungen und der immanenten Dynamik der Proteste m&ouml;glich ist, Demonstrationen zu organisieren, die politisch hundertprozentig korrekt und perfekt durchorganisiert verlaufen &ndash; das war 1989 in der DDR auch nicht m&ouml;glich. Aber meine bisherige Erfahrung ist: Wenn die Menschen jetzt nicht schnell zeigen, dass und wie in erster Linie sie von den beschlossenen Ma&szlig;nahmen betroffen sind und daher ihr Recht auf Begr&uuml;ndung und die Einhaltung von Rechtm&auml;&szlig;igkeit und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit einfordern, die Gefahr besteht, dass, ob gewollt oder ungewollt, Entscheidungen zu sehr nach technokratischen Gesichtspunkten getroffen werden. <\/p><p>In einer solchen Situation wird nicht jeder mit allem von verschiedensten Rednern Gesagtem &uuml;bereinstimmen. Nat&uuml;rlich sollten aber Veranstalter von Kundgebungen daf&uuml;r sorgen, dass keine Redner auftreten, die sich rassistisch, ausl&auml;nderfeindlich oder rechtsradikal &auml;u&szlig;ern und appellieren, dass Abstandsregeln eingehalten werden &ndash; dies sollte zumindest der kl&uuml;gste, gemeinsame Nenner sein. <\/p><p>Auch ich sehe manches anders, was Ken Jebsen auf der Demo in Stuttgart am 9. Mai gesagt hat, aber sein engagiertes Pl&auml;doyer f&uuml;r das Grundgesetz halte ich gerade in der jetzigen Situation f&uuml;r sehr wichtig, und f&uuml;r seine Ausf&uuml;hrungen hierzu erhielt er auch von den Demonstranten die lautst&auml;rkste Zustimmung. <\/p><p>Das Ringen um Vernunft lohnt sich allemal, verlangt aus meiner Sicht aber auch vertretbare Kompromisse, damit sich viele, fortschrittliche gesellschaftliche Kreise daf&uuml;r zusammenschlie&szlig;en und somit eine erfolgreiche Breitenwirkung erreicht werden kann.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndreas Muschiol<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Verehrter Jens Berger,<\/p><p>Das Gespr&auml;ch zwischen Ihnen, Pedram Shahyar und Forian Kirner ist sehr aufschlussreich. Es zeigt meiner Ansicht unter anderem, wie wenig rational die Diskussion in der Causa Corona gef&uuml;hrt wird.<\/p><p>Florian Kirner f&uuml;hrt als Beispiel f&uuml;r die Wirksamkeit von Lock-Down-Ma&szlig;nahmen das Geschehen in Indien an. Indien hat 1,3 Milliarden Einwohner. Pro Tag sterben in Indien aus allen m&ouml;glichen Gr&uuml;nden etwa 30.000 Menschen (<a href=\"https:\/\/countrymeters.info\/de\/India\">countrymeters.info\/de\/India<\/a>) . In den, grob gesch&auml;tzt, 100 Tagen seit Beginn von Covid-19 sind somit 3.000.000 Menschen verstorben. Im COVID-19 Dashboard der John Hopkins Universit&auml;t (JHU) werden f&uuml;r Indien im selben Zeitraum 90.000 Infizierte (kumuliert) und 2.760 Tote gemeldet.<\/p><p>Ich frage: Ist es angesichts dieser Zahlen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig drastische Ma&szlig;nahmen zu ergreifen? Ist es &uuml;berhaupt sinnvoll in Indien diese Zahlen weiter zu erheben? <\/p><p>Und: Was hei&szlig;t das &uuml;berhaupt &ldquo;infiziert&rdquo;? Wie wird die Zahl der &ldquo;Infizierten&rdquo; ermittelt? Wo ist der Unterschied zwischen einem &ldquo;infizierten&rdquo; Menschen und einem &ldquo;erkrankten&rdquo;? Wie gro&szlig; ist die Anzahl der &ldquo;Infizierten&rdquo;, die nicht krank sind? Keine Zahlen dazu. Nrgends. Und es sind auch keinerlei Bestrebungen zu erkennen, diesen Missstand zu beheben. Oder habe ich etwas verpasst?<\/p><p>In einem Diskussionspapier zur Selbstverst&auml;ndigung einer linken Organisation &uuml;ber das Verhalten in der Causa Corona findet sich dieser Satz: Dar&uuml;ber welche Ma&szlig;nahmen zu ergreifen sind, darf und muss kontrovers gestritten werden, nicht aber dar&uuml;ber, dass welche ergriffen werden m&uuml;ssen, um Menschenleben zu sch&uuml;tzen.<\/p><p>Und in der Diskussion wurde dieser Satz geschrieben: Die Bilder aus den Krankenh&auml;usern Italiens und dem verzweifelten Kampf der dortigen Gesundheitsarbeit sind mittlerweile im kollektiven Ged&auml;chtnis in Deutschland verankert und sie sind &ndash; anders als einige meinen &ndash; keine Erfindung, sondern real.<\/p><p>Die traurige Gewissheit, dass jeder Mensch eines Tages stirbt, wird in der modernen Gesellschaft verdr&auml;ngt. Weil viel zu oft weder der Einzelne noch die Gesellschaft eine angstfreie L&ouml;sung f&uuml;r dieses existentielle Problem des Menschseins finden. Alte und Sterbende werden aus dem &ouml;ffentlichen Bewusstsein verdr&auml;ngt und in spezielle Einrichtungen abgeschoben. Wird der Tod in Gestalt von S&auml;rgen visualisiert und in die Wohnzimmer der Menschen gebracht, bricht sich die Angst unkontrolliert Bahn. Angst ist ein schlechter N&auml;hrboden f&uuml;r rationale Entscheidungen.<\/p><p>Die Forderung, &ldquo;alles zu tun um Menschenleben zu retten&rdquo;, die als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die drastischen Ma&szlig;nahmen dient, ist die Grundl&uuml;ge der Diskussion. Man sieht jeden Tag, dass in vielen Bereichen nicht &ldquo;alles getan wird, um Menschenleben zu retten&rdquo;. Das geht bei Kriegen und Sanktionsma&szlig;nahmen mit t&ouml;dlichen Folgen gegen ganze L&auml;nder los, und h&ouml;rt mit Stra&szlig;enverkehr, Luftverschmutzung, dem Einsatz von Pestiziden und den fehlenden Ma&szlig;nahmen gegen den Klimawandel noch lange nicht auf. Diese Wirtschaft t&ouml;tet. Sagt der Papst. Ma&szlig;nahmen? Keine.<\/p><p>Der Wunsch nach einem ewigen Leben mittels Medizin und Pharmaindustrie ist infantil. Er f&uuml;hrt dazu, dass wir &bdquo;nicht mehr sterben d&uuml;rfen&ldquo; wenn die Lebensquantit&auml;t um jeden Preis &uuml;ber die Lebensqualit&auml;t gestellt wird (Palliativ- vs. Intensivmedizin). Die Gesellschaft hat es verlernt, konstruktiv &uuml;ber den Tod zu sprechen.<\/p><p>Es gibt viele gef&auml;hrliche Krankheiten an denen Menschen sterben k&ouml;nnen. Und ja, Covid-19 geh&ouml;rt dazu. Aber ist das ein Grund, derarart drastische Ma&szlig;nahmen zu ergreifen? Laut den Daten der am besten untersuchten L&auml;nder und Regionen liegt die Letalit&auml;t von Covid19 bei durchschnittlich ca. 0.2% und damit im Bereich einer sehr starken und sehr heftigen Influenza (Grippe) und rund zwanzigmal tiefer als von der WHO urspr&uuml;nglich angenommen.<\/p><p>Eine rationale Bewertung f&uuml;hrt zum Urteil, die weltweiten Ma&szlig;nahmen sind v&ouml;llig &uuml;berzogen, vor allem wenn die schweren Nebenwirkungen der Therapie betrachtet werden. Dass dieses rationale Urteil von vielen Menschen, die sich selbst als links verorten, als &ldquo;unverantwortlich&rdquo; und moralisch verwerflich angesehen wird, kann ich mir nur durch Angst und Panik erkl&auml;ren. Angst vor dem eigenen Tod. Panik, gesch&uuml;rt durch angstbesetzte Begriffe, Bilder und Geschichten der gro&szlig;en Meinungsmacher. Bereits die Ausrufung einer &ldquo;Pandemie&rdquo; durch die WHO sch&uuml;rt Angst. Denn Pandemie wird mit Pest, Cholera und au&szlig;ergew&ouml;hnlich vielen toten Menschen assoziert. Dass &ldquo;Pandemie&rdquo; inzwischen nichts anderes hei&szlig;t, als dass ein Erreger in vielen L&auml;ndern festgestellt wird, ist den meisten Menschen nicht bewusst.<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans-Joachim Zeller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht,<\/p><p>grad sehe ich die Diskussion &uuml;ber die Hygienedemos etc., ver&ouml;ffentlicht am 16. Mai 2020. Ich habe das Video gestoppt, um gleich auf eine Passage am Anfang einzugehen, woraus Du siehst, lieber Albrecht, da&szlig; dies eine spontane Reaktion ist &hellip;<\/p><p>Ab 5.03 Minuten spricht Jens Berger von Teilnehmern an der Demo, die keine homogene Gruppe sei, &hellip; auch aus der esoterischen Ecke k&auml;men &hellip; die Impfgegnergegner oder Impfkritiker, &hellip; auff&auml;llig viele Klimaleugner seien dabei, die ja ohnehin h&auml;ufig politisch in die AFD-Richtung tendierten. Allerdings geht aus dieser Passage nicht eindeutig hervor, ob er die Klimaleugner in die esoterische Ecke rechnet.<\/p><p>Ich bin, ehrlich gesagt, entsetzt, das von einem Redakteur der von mir gesch&auml;tzten, ja, verehrten NachDenkSeiten zu h&ouml;ren. Meine Erw&auml;gung im nun folgenden Satz ist kein Argument, das wei&szlig; ich wohl: Demnach tendierten Angelika und ich wie auch Hunderte unserer Freunde (wir haben wirklich so viel, und es sind dennoch alle enge Freunde), darunter Wissenschaftler, politisch zur AFD.<\/p><p>Ist Jens Berger nicht klar, da&szlig; diese, nun, ja, Analyse &uuml;ber die Ma&szlig;en undifferenziert, verantwortungslos und also h&ouml;chst unsachlich ist? Schon allein der Begriff Klimaleugner ist ein Kampfbegriff. Er ist wie der Begriff Verschw&ouml;rungstheorie ein Todschalgsargument. Kennt Jens Berger nicht Dein tolles Buch? Hat Jens Berger noch nichts von den Manipulationen des Weltklimarats geh&ouml;rt oder gelesen? Von den E-Mail-leaks aus diesem Hause? Die ber&uuml;hmte Monaloa-Kurve, auch Hockeyschl&auml;gerkurve genannt, ist manipuliert (falsche Darstellung der CO&#8322;-Entwicklung). Der Weltklimarat ist selbst keine wissenschaftliche Institution, sondern gibt, dazu wurde er gegr&uuml;ndet, Empfehlungen an Regierungen auf der Grundlage von Modellen. Modelle sind keine wissenschaftlichen Analysen. In den Medien werden sie aber so gehandhabt. Und oft genug beschweren sich zig Wissenschaftler dar&uuml;ber, da&szlig; ihre Erkenntnisse, sie beizutragen vom Weltklimarat aufgefordert, &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;cksichtigt werden, n&auml;mlich wenn sie den Herren nicht in den Kram passen. Wei&szlig; das Jens Berger nicht?<\/p><p>Klimaleugner. Warum sollte ich leugnen, da&szlig; es Klima gibt? Da&szlig; das Klima sich st&auml;ndig &auml;ndert, seit es es gibt? Da&szlig; es sich also entwickelt? Die entscheidende Frage ist doch, ob und wenn ja, inwelchem Ma&szlig;e, der CO&#8322;-Anstieg f&uuml;r die &Auml;nderung verantwortlich ist, genauer: der Mensch daf&uuml;r verantwortlich ist. Und das mu&szlig; jetzt noch sein: DER Mensch? Vielmehr geht es doch wohl um die kapitalistische Produktionsweise in ihrer aktuellen Auspr&auml;gung.<\/p><p>Ich bin, zugegeben, ziemlich ver&auml;gert dar&uuml;ber, wohin ich, der ich, dem Rat eines gro&szlig;artigen Buches entsprechend, mich darum bem&uuml;he, wenig zu glauben, alles zu hinterfragen und selbst zu denken, gestellt werde.<\/p><p>Und weil ich sowieso schon sauer bin, hier noch der Rat an Jens Berger, sich doch mal den Unterschied von transitiv und intransitiv in der Beugung von aufh&auml;ngen anzugucken.<\/p><p>So. Und halten zu Gnaden-<\/p><p>In der Hoffnung, nicht Dich ver&auml;rgert zu haben, und da&szlig; es Euch gut geht &ndash;<\/p><p>herzlichst k.d. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>diesem Talk entnehme ich eine gewisse Ratlosigkeit &uuml;ber den Charakter der Demonstrationen.<\/p><p>Das ist nicht verwunderlich, denn es bildet sich eine v&ouml;llig neue Konstellation heraus, die sich von den bisherigen &ldquo;systemkonformen&rdquo; Demonstrationen wie &ldquo;FFF&rdquo; oder &ldquo;Klima&hellip;&rdquo; v&ouml;llig unterscheidet.<\/p><p>Jetzt aber k&auml;mpfen Regierung, alle Parteien von CDU bis zur Linken, die &ouml;ffentlichen Medien und fast alle gro&szlig;en Tageszeitungen gemeinsam mit der Antifa gegen die Demonstranden &ndash; Diese aber, und mir scheint, dass Sie das nicht erfassen k&ouml;nnen, kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Es ist also eine b&uuml;rgerliche Protestbewegung, so wie die Bewegung vom Hambacher Schloss von 1832. Auch dort wurden die Grundrechte gefordert, damals gegen die F&uuml;rsten, heute gegen die &ldquo;Gesundheitsdiktatur&rdquo;.<\/p><p>So wie damals die F&uuml;rsten gegen diese Bewegung vorgingen, so gehen heut die M&auml;chtigen (egal aus welcher Partei) gegen die Demonstranden vor.<\/p><p>Die Demonstrationen sind keine &ldquo;Corona-Demonstrationen&rdquo;, sondern sie sind f&uuml;r die Wiederherstellung der Grundrechte.<\/p><p>Aber schon die Bezeichnung &ldquo;Corona-Demonstrationen&rdquo; enth&uuml;llt ein Framing, das unterschwellig vermitteln soll, die Demonstranden seien gegen Coronama&szlig;nahmen. Und dies ist eindeutig falsch, aber eine wirksame Propaganda bei den vielen durch die offizielle Propaganda in Angst versetzten Menschen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG. Nesemann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Heute war ich mit meiner zw&ouml;lfj&auml;hrigen Tochter bei der Nicht-ohne-uns-Kundgebung in Freiburg. Wir waren ca. 75 Minuten im Auto unterwegs, meine Tochter wollte unbedingt mitkommen. Auf dem Platz waren die Bereiche, in denen man sich aufhalten konnte, markiert, Gesichtsmasken waren vorgeschrieben. Die Stimmung war sehr friedlich. Es wurden zun&auml;chst Zitate von Sophie Scholl verlesen, dann wurde gesungen &bdquo;Die Gedanken sind frei&ldquo; in einer aktualisierten Version. Anschlie&szlig;end wurde das zweiseitige Fazit der Gef&auml;hrdungsanalyse von Stephan Kohn aus dem BMI verlesen, f&uuml;r die der Autor vom Dienst suspendiert wurde. W&auml;hrenddessen st&uuml;rmten schwarz gekleidete und vermummte Gegendemonstranten auf den Platz und begannen mit Mikrofon und Lautsprecher die Kundgebung zu &uuml;bert&ouml;nen. Ich wollte mit diesen Leuten reden. Es war ein Ring schwarz &bdquo;uniformierter&ldquo; junger M&auml;nner, die die Rednerin abschirmten. Der Mann, den ich trotz der Lautst&auml;rke anzusprechen versuchte, antwortete mir nicht. Schlie&szlig;lich musste ich dann h&ouml;ren, wie die Anwesenden der Kundgebung von der Rednerin der Gegendemonstranten als Antisemiten beschimpft wurden.<\/p><p>Ich habe mich mein Leben lang noch nie f&uuml;r einen Antisemiten gehalten. Es sind Momente tiefster Traurigkeit, immer wenn ich mit den Verbrechen, die durch deutsche Antisemiten ver&uuml;bt wurden, konfrontiert werde. Ein K&uuml;nstler, den ich im meinem Studium zu bewundern gelernt habe, der nach seiner Ermordung in Majdanek lange in Vergessenheit gefallen ist, war Otto Freundlich, ein Vertreter der K&ouml;lner Progressiven der 20er Jahre, der aber in Paris lebte, im &Uuml;brigen ein esoterisch angehauchter &bdquo;Spinner&ldquo;. Ich habe mich selbst immer als Linker verstanden, inzwischen muss ich sagen, dass ich die Linke sicher nicht mehr w&auml;hlen werde, aber das steht auf einem anderen Blatt. Ich unterst&uuml;tzte schon vor 2016 und bis heute regelm&auml;&szlig;ig Pro Asyl. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass die Menschen, die zu uns kommen, sich ganz sicher nicht freiwillig auf den Weg gemacht haben und dass wir, nachdem unsere Regierung an der Zerst&ouml;rung der Herkunftsl&auml;nder einen geh&ouml;rigen Anteil tr&auml;gt, dazu verpflichtet sind, den Opfern beizustehen und dabei ist es mir &uuml;brigens auch v&ouml;llig egal, ob Leute vermuten, dass seien ja sowieso die Privilegierten ihrer Herkunftsl&auml;nder. Ich z&auml;hle das jetzt ehrlich nicht in der Hoffnung auf, mich damit in Weihrauch h&uuml;llen zu k&ouml;nnen als guter Linker, das bin ich nicht mehr. Ich sage das nur, damit mich vielleicht irgendjemand von denen, die so gerne mit Bewertungen um sich schmei&szlig;en, verstehen kann und nachempfinden kann, was ich eigentlich so verletzend finde.<\/p><p>Also, ich bin von meiner Sozialisation und meiner Empfindung her Linker, ich wei&szlig; nicht, was ich mit einem Rechten, einem Neonazi oder einem Antisemiten gemein haben sollte, au&szlig;er dass der auch ein Mensch ist, vielleicht auch in Deutschland geboren und vielleicht gegen den Lockdown eingestellt. Zwar finde ich die israelische Politik grauenhaft, aber auch nicht grauenhafter als die Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik unseres Landes, geschweige denn der USA oder auch Frankreichs und ich glaube nicht, dass es meine Aufgabe ist, nun mit Kritik an Israel hervorzutreten.<\/p><p>Also diese Zuschreibung des Antisemitismus empfand ich als unsachlich, v&ouml;llig unbegr&uuml;ndet und beleidigend und somit habe ich mich verleiten lassen, die Leute anzubr&uuml;llen mit: &bdquo;Faschisten raus!&ldquo;, denn ich komme allerdings zu dem Schluss, dass so eine Haltung, wie sie diese Schwarzvermummten herausgebr&uuml;llt haben, bevor dann nach 10 Minuten die Polizei das Schauspiel beendete, dass so eine Haltung im Geiste faschistisch ist, denn sie zielt, ohne R&uuml;cksicht auf Verluste auf Gleichmachung und Gleichschritt, was ich von jeher ablehne, sie ist menschenfeindlich.<\/p><p>So und Jens Berger spricht nun von Spinnern und meint damit die Esoteriker, diejenigen, die an die Wirkung geister Kr&auml;fte glauben. Und sein Mitdiskutant, Florian Kirner, erkl&auml;rt mein Weltbild so: &bdquo;Jeder googlet sich frei Schnauze sein Weltbild, seine Weltanschauung zusammen und gleichzeitig ist man so unter dem Druck, das kennt ja auch jeder von uns, dass du zu allem und jedem eine Meinung haben musst. (&hellip;) &hellip; das f&uuml;hrt zu einer Art von Politisierung &hellip; die aber halt unheimlich messi ist und das zeigt sich auf diesen Demos wie auch in der digitalen Medienszene halt auf dramatische Weise.<\/p><p>Also dann habe ich das jetzt auch: Ich bin also ein Spinner, und meine Politisierung ist &bdquo;messi&ldquo; (schmutzig? und psychisch krank?), also wieder nicht ganz sauber, was Florian Kirner so als lupenrein durchgehen l&auml;sst, wahrscheinlich seine eigene politische Haltung. Ich will jetzt nicht ungem&uuml;tlich werden und etwa zum Ausdruck bringen, dass mich solche Zuschreibungen nur noch ankotzen. Das w&auml;re unsch&ouml;n und vor allem unsachlich. Ich will euch nur sagen, dass ihr mit dieser Spreche und dieser vorschnellen Beurteilung anderer Menschen unheimlich viel kaputt macht. Was die Spinner betrifft: Spinner haben immerhin den einen &bdquo;Vorteil&ldquo;, dass sie mitunter an irgendetwas glauben und das kann durchaus auch das freie Menschenwesen sein. Es gibt n&auml;mlich ganz unterschiedliche Arten von Spinnern. Die Nazis haben zwar ihren F&uuml;hrerkult zelebriert und die germanische Mythologie bem&uuml;ht, aber eigentlich geglaubt haben sie nur an den Tod. Daran kann man sie &uuml;brigens auch sehr leicht erkennen. Auf der Kundgebung in Freiburg sind einige Leute mit sehr fantasievoll gestalteten Aluh&uuml;ten unterwegs gewesen. Ich habe das als einen ironischen und erfreulich souver&auml;nen Umgang mit den Zuschreibungen interpretiert, aber es w&uuml;rde mich auch &uuml;berhaupt nicht wundern, diese absurden Aluh&uuml;te als Beleg der Versponnenheit in der Presse kommentiert zu finden. Humor ist der Feind des Faschismus.<\/p><p>Was nun die Verwendung des Kampfbegriffs Antisemitismus betrifft, so meine ich, dazu in den Nachdenkseiten schon einiges gelesen zu haben, zum Beispiel im Zusammenhang mit Jeremy Corbyn und der Kampagne gegen ihn. Jawohl, es gibt Antisemitismus, und inzwischen meine ich, auch mit diesen Leuten, ja, auch mit diesen Leuten w&uuml;rde ich, wenn sie mir begegnen, zumindest versuchen zu reden.<\/p><p>Also: Die eigentliche Gefahr kommt nicht von rechts, das ist mir inzwischen auch klar geworden. Diejenigen, die mich zun&auml;chst in meiner Sichtweise zum Corona-Shutdown inspiriert haben, waren Wolfgang Wodarg, Sucharit Bhakdi, Bodo Schiffmann. Das sind nach meiner Kenntnis keine Rechten. Bei allem bleibt f&uuml;r mich zun&auml;chst einmal die Frage offen, wie gef&auml;hrlich dieses Virus tats&auml;chlich ist, dennoch sage ich: Es ist unfassbar, dass wir uns damit abfinden, unser Leben in einen Zustand &uuml;berf&uuml;hren zu lassen, in dem das Lebendige grunds&auml;tzlich kompromittiert erscheint. Das ist f&uuml;r mich der zentrale Punkt und die eigentliche Gefahr in dieser ganzen Entwicklung. Und dahin geh&ouml;ren auch alle Versuche, Widerstrebendes zu denunzieren zu diskreditieren zu ignorieren oder l&auml;cherlich zu machen.<\/p><p>Jens Berger meint, man d&uuml;rfe sich wegen &bdquo;irgendwelcher Spinner&ldquo; (Spinner ist sein Lieblingswort) die wichtigen Themen nicht verbieten lassen. Ihm und Florian Kirner, der zwar meditiert, aber trotzdem an Wissenschaft glaubt) ist ihre Einordnung als vern&uuml;nftige Linke sehr wichtig und da ist es offenbar dann auch wichtig, die Spinner (also die Esoteriker, die an Geistiges glauben, so wie ich), die Rechtsradikalen und die Messis entweder auszugrenzen oder zumindest pauschal abzuwerten. Vielleicht ist es cool, zu sagen, es sei ein Ausweis von &bdquo;Schwachsinn&ldquo;, wenn man meint Bill Gates wolle der Menschheit Mikrochips einpflanzen, die Frage ist aber f&uuml;r mich, ob das das Problem ist oder vielleicht doch eher die Brutalit&auml;t, die darin liegt, andere zuallererst mal als schwachsinnig zu bezeichnen.<\/p><p>Inzwischen hat sich mir gezeigt, dass die eigentliche Gefahr nicht von rechts kommt, sondern die Gefahr &auml;u&szlig;ert sich gerade in dieser Brutalit&auml;t des Umgangs. Brutal sind viele bei den Rechten und ca. genauso viele bei den Linken. Wenn ich also ein (sorry) Idiot bin, dann seid ihr Linksfaschisten (sorry).<\/p><p>Die ganze Diskussion entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem abgehobenen Schwadronieren &uuml;ber letztlich f&uuml;r die Diskutanten un&uuml;bersichtliche und unverstandene Tatsachen und die Sinnhaftigkeit von Ma&szlig;nahmen, da gibt es auch eine Menge Unwissen. Da ist dann auch viel von Gef&uuml;hlen die Rede. Man wei&szlig; wenig, man recherchiert nicht systematisch, was es bereits an gesichertem Wissen gibt, aber ununterbrochen werden Beleidigungen abgesondert.<\/p><p>Eins will ich euch mal sagen: Diejenigen, die am st&auml;rksten unter dieser Krise leiden sind die jungen Menschen, die Kinder, und die alten Menschen und ich kann es einfach nicht glauben, dass wir Menschen es dabei bewenden lassen, diese noch ein weiteres Dreivierteljahr zu qu&auml;len und in Angst zu versetzen, durch das Bild des oder der Maskierten.<\/p><p>Ich will meinen Leserbrief, mein Feedback, wie man heute so sch&ouml;n sagt, an die Herren Pedram Shahyar, Florian Kirner und Jens Berger noch einmal etwas erg&auml;nzen.<\/p><p>In meiner gestrigen Zuschrift bin ich auf die Form eingegangen, in der Sie sich ge&auml;u&szlig;ert haben, man mag diese Form flapsig nennen, ich finde sie unertr&auml;glich. Jetzt m&ouml;chte ich aber noch einmal auf den Inhalt eingehen, das, worum es geht. <\/p><p>Es ist sehr aufschlussreich zu h&ouml;ren in solchen Diskussionsbeitr&auml;gen von progressiven Denkern, wie wenig sie in der Lage sind, &uuml;ber den eigenen Tellerrand zu schauen.<\/p><p>Man k&ouml;nnte ja argumentieren: Es werden Ma&szlig;nahmen ergriffen, um ein gef&auml;hrliches Virus einzud&auml;mmen. Wie verhalten sich nun diese Ma&szlig;nahmen zu den Gefahren, die von dem Virus ausgehen. Von einem progressiven in seiner Solidarit&auml;t internationalistisch gesinnten Denker w&uuml;rde ich allerdings erwarten, dass er &uuml;ber den eigenen Tellerrand zu schauen in der Lage ist und zu irgendeinem Zeitpunkt, fr&uuml;her oder sp&auml;ter, an den Punkt kommt, sich zu fragen: Was passiert eigentlich zur Zeit mit den N&auml;herinnen in Bangladesch, was passiert mit Hungernden in afrikanischen L&auml;ndern, mit armen Leuten in Indien, was f&uuml;r Polster haben die, um die krassen wirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdown, den sich der Westen zum eigenen Schutz verordnet hat, abzufedern. Und wie rechnen wir das eigentlich in Tote um. Sind die Verhungerten dann auch Covid-19-Tote?<\/p><p>Gut das interessiert uns vielleicht nicht, weil es auch im Augenblick vielleicht nicht die Zeit ist f&uuml;r Internationalismus. Aber was macht der Lockdown eigentlich mit denen, die bei uns prek&auml;r leben. Was passiert, wenn so etwas durchgezogen wird und was f&uuml;r Folgen haben die Ma&szlig;nahmen denn ganz konkret. Haben sich die Linksintellektuellen dar&uuml;ber schon Gedanken gemacht.<\/p><p>Und nicht nur auf der &ouml;konomischen Ebene &ndash; was passiert, wenn man eine Bev&ouml;lkerung mit grassierenden Viren systematisch in Panik versetzt. Jeder kann das ja bei sich selbst beobachten. Werden wir vielleicht aggressiv. Entwickeln wir Hassgef&uuml;hle. Entwickeln wir &Auml;ngste, so dass wir uns nur noch sicher f&uuml;hlen, wenn wir eine Maske tragen? Was macht eigentlich eine solche Maske mit psychisch labilen Menschen, denen wir begegnen, Menschen, die eine Angstst&ouml;rung haben? Generalisierte Angstst&ouml;rungen betreffen jedes Jahr vielleicht 2% der Bev&ouml;lkerung, auf jeden Fall sehr sehr viele Menschen. Sie gehen in knapp 80 % der F&auml;lle mit Depressionen einher. Also es geht mir nur darum an ein paar recht willk&uuml;rlichen Beispielen darauf hinzuweisen, dass was gerade stattfindet ist nicht irgendeine kleine Beeintr&auml;chtigung f&uuml;r wohlstandsverw&ouml;hnte Weicheier. Das, was wir tun, stellt f&uuml;r sehr viele Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Und da stellt sich mir nun die Frage: W&auml;re es da eigentlich nicht sinnvoll oder besser im h&ouml;chsten Grade geboten, diese Ma&szlig;nahmen in ihrer ganzen Breite auf ihre Notwendigkeit zu pr&uuml;fen, sie kritisch zu hinterfragen und sehr genau abzuw&auml;gen zwischen Schaden und Nutzen der Ma&szlig;nahmen. Jetzt frage ich die ehemals kritischen Linksintellektuellen: Vertrauen Sie der Regierung, dass sie diese Pr&uuml;fung, unabh&auml;ngig von aller politischen Opportunit&auml;t im gebotenen Ma&szlig;e vornimmt und wie erkl&auml;ren Sie sich, dass diese Pr&uuml;fungsprozesse offenkundig im Geheimen stattfinden? Nun ja, es gibt die Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpr&auml;sidenten, ist es das? Und es gibt das RKI &hellip;<\/p><p>Hierzu vielleicht einmal noch einen anderen Blickwinkel: Was gibt uns eigentlich das Vertrauen, dass diese Regierung und die Regierungen weltweit den Schutz des Lebens als das h&ouml;chste Ziel ihrer Politik betrachten. Wie verh&auml;lt es sich in unserem Land mit den Preisen f&uuml;r neu erforschte Krebsmedikamente, die f&uuml;r Kassenpatienten nicht zur Verf&uuml;gung stehen. Das ist nur aus dem Bereich der Medizin ein willk&uuml;rlich herangezogenes Beispiel. Oder wie verhielt es sich vor einigen Jahren mit den Aids-Medikamenten in afrikanischen Staaten? Und wie steht es eigentlich um Waffenexporte &hellip;?<\/p><p>Also, ich glaube das nicht, dass es hier einen ausgedachten, verabredeten Plan gibt. Ich glaube allerdings nicht an eine Verschw&ouml;rung, auch wenn ich sagen muss, dass ich sehr gut verstehen kann, dass es Menschen gibt, die Verschw&ouml;rungen vermuten, denn Verschw&ouml;rungen sind ja &uuml;berhaupt nichts Ungew&ouml;hnliches. Es gibt jede Menge davon. Preisabsprachen, das Wirken von Industrielobbyisten, der Abgasskandal. Wenn Journalisten solchen F&auml;llen nachgehen, dann geht es um Verschw&ouml;rungen und es ist tats&auml;chlich schwer und es f&auml;llt mir auch schwer, in diesem Fall nicht eine Verschw&ouml;rung in Betracht zu ziehen, denn nat&uuml;rlich gibt es Profiteure.<\/p><p>Was eine Verschw&ouml;rungstheorie, die wie gesagt erst einmal naheliegend erscheint, in diesem Fall nicht erkl&auml;ren kann, ist insbesondere Ihre Reaktion, die Reaktion der Linksintellektuellen und der linken Parteien.<\/p><p>Hier besteht verbl&uuml;ffenderweise ein gro&szlig;er Einklang. Klar, manche wie Herr Berger sind etwas kritischer, andere verweigern das eigene Denken aber scheinbar v&ouml;llig. Sie haben zun&auml;chst einmal Angst &ndash; das ist kein Vorwurf. Und in der Angst weigern sie sich, notwendige Fragen zu stellen. Solche Fragen zu stellen ist zudem unbequem: Man kann damit zur Zeit keinen Blumentopf gewinnen, man kann sich bei seinen Freunden unm&ouml;glich machen. Aber das ist es auch nicht. Da ist kein inneres Ringen. Vielleicht ist es auch nicht nur Angst, sondern auch Befriedigung.<\/p><p>Die Ma&szlig;nahmen versprechen soziale Distanz auf lange, unabsehbare Zeit, vielleicht von jetzt an f&uuml;r immer. Vielleicht wird es einen Impfstoff geben, aber es werden neue Viren kommen, es kommen immer neue Viren und wir werden nicht noch einmal die Wirtschaft mit all diesen Kollateralsch&auml;den komplett an die Wand fahren lassen k&ouml;nnen, weil wir das &ouml;konomisch nicht &uuml;berstehen w&uuml;rden. Also bleibt nur soziale Distanz. Jetzt und in Zukunft. Das andere, was die Ma&szlig;nahmen versprechen, ist Ausbau der Digitalisierung, denn Digitalisierung schafft in allen Erscheinungsformen Distanz. Distanz wird durch Digitalisierung ertr&auml;glich. Ja, es wird vielleicht sogar richtig gut. Ein k&ouml;rperlicher Kontakt ist etwas anderes als ein Kontakt &uuml;ber Video &ndash; er ist gef&auml;hrlich.<\/p><p>Diese Vorstellungen sind inzwischen tief verwurzelt. Sie werden nicht von Bill Gates oder Angela Merkel gerade in die Welt gesetzt, sie entsprechen vielmehr inzwischen dem Stand unseres Bewusstseins und zwar quer durch alle politischen Lager.<\/p><p>Und weil das so ist, stehen wir inzwischen unabweisbar vor einer Entscheidung, wie wir in Zukunft leben wollen. Mit etwas Pathos k&ouml;nnte ich sagen: Wir stehen vor der Entscheidung, ob wir in Zukunft weiter als lebendige Menschen leben wollen. Diese Entscheidung muss letztlich jeder f&uuml;r sich treffen. Man k&ouml;nnte es auf zwei Parolen reduzieren:<\/p><p>Es lebe der Tod!<\/p><p>Lieben wir das Leben!<\/p><p>Nur um eines bitte ich nochmals. Nennen Sie mich nicht einen Antisemiten und r&uuml;cken Sie mich nicht in die N&auml;he von Faschisten. Faschisten sind auch Menschen, auch bei ihnen kann und muss man fragen, wie sie zu dem geworden sind, was sie geworden sind, aber der Faschismus zeigt sich heute nicht mehr in erster Linie an der Parteizugeh&ouml;rigkeit. Es gibt linke, rechte und b&uuml;rgerliche Faschisten. Aber die, die sich f&uuml;r das Leben entscheiden, sind keine.<\/p><p>Mitmenschliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMoritz Klingmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Also: im Prinzip ist das Alles gut mit Lockdown etc&hellip;&hellip;.. Schade nur,dass es nicht von &ldquo;links&rdquo; kommt. Dann haben &ldquo;wir&rdquo; ja eigentlich das , was wir &ldquo;verdient&rdquo; haben. Ihr redet nicht dar&uuml;ber, wie sich di8e Zahlen zu einer &ldquo;normalen&rdquo; Grippe unterscheiden, was ist ein &ldquo;Krankenhauskeim&rdquo;?, Bei &ldquo;HIV&rdquo; hat sich die WHO darauf geeinigt, es ist ein Virus, o9bwohl HIV nach medizinischem screening nicht die features eines&rdquo;virus&rdquo; erf&uuml;llt. Schade , etwas zu kurz gegriffen und leuder sehr &ldquo;ideologisch&rdquo; verf&auml;rbt.<\/p><p>Gruss vom Bodensee<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10.  Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<br>\ndieses &ldquo;Interview&rdquo; mit Jens Berger hat mich ersch&uuml;ttert und entt&auml;uscht.<\/p><p>Soviel Arroganz und Ignoranz, toleriert von und mit Herrn Berger hat mein WE verhagelt.<\/p><p>Wenn die Nachdenkseiten nicht mehr nachdenken, kann man den Mut verlieren. F&uuml;r so ein d&uuml;mmliches Gepl&auml;nkel ist die Zeit zu kostbar und dieses Thema zu wichtig.<\/p><p>Am &auml;rgerlichsten fand ich, dass &uuml;berhaupt kein Wissen vorhanden war, nur laues, dummes Geplapper &ndash; erinnerte an 14j&auml;hrige Erstkiffer, die meinen das Licht zu sehen!<\/p><p>Mir f&auml;llt keine h&ouml;fliche Bezeichnung f&uuml;r diese 2 Wohlstandsp&hellip;.l ein und ich hoffe, sie schauen sich das beigef&uuml;gte Video an.<\/p><p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/anrITSS4q30\">youtu.be\/anrITSS4q30 <\/a><\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS. Sievert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den Hinweis auf das Interview, das mir sonst sehr wahrscheinlich entgangen w&auml;re. Ich muss gestehen, dass es bei mir einen zwiesp&auml;ltigen bis frustierenden Eindruck hinterlassen hat.<\/p><p>Der Grund f&uuml;r meine Zeilen ist aber nicht die Diskussion &uuml;ber die Hygiene-Demos sondern das Thema, dass gegen Ende des Interviews eher unausgesprochen im Raum steht:<\/p><p>Warum ist die Linke so erfolglos, obwohl die gesellschaftlichen Zust&auml;nde auch ganz ohne Corona soviel Anl&auml;sse bieten wie noch nie in der Nachkriegs-Geschichte, eine linke Politik in der Bev&ouml;lkerung mehrheitsf&auml;hig zu verankern?<\/p><p>Oder anders formuliert: Warum erreicht die Linke die Menschen nicht?<\/p><p>Ich m&ouml;chte das exemplarisch an einer kurzen Stelle (es gibt deren mehrere) aus dem Interview diskutieren, die f&uuml;r mich ein Fingerzeig ist in welcher Richtung eine Antwort liegen k&ouml;nnte:<\/p><p>Ab 21:25 sagt Pedram: &ldquo;&hellip; meine These ist aber &hellip;&rdquo;<\/p><p>Meine spontanen Gedanken waren: Woher wei&szlig; er denn, was die Mehrheit der Teilnehmer bewogen hat, an der Demo teilzunehmen? Hat er versucht die Motive herauszufinden? Ist mein Eindruck falsch, dass bei manchen Vertretern der Linken fast eine Art &ldquo;eifers&uuml;chtiger&rdquo; Ratlosigkeit herrscht, wie man mit den aktuellen Aktivit&auml;ten umgehen soll? Eifers&uuml;chtig weil diese Aktivit&auml;ten an der Linken vorbei initiiert wurden und von ihr bisher (noch) nicht aufgefangen werden konnte. Besteht &uuml;berhaupt Kontakt der Linken zu den Mitmenschen, die hier aktiv geworden sind? An einer anderen Stelle sagt Florian Kirner ja selbst, dass er bisher auf noch keiner aktuellen Demo gewesen ist. Oder wird das etwa garnicht nicht gew&uuml;nscht? Das w&auml;re allerdings fatal, denn ein Verharren oder ein R&uuml;ckzug in elfenbeinerne Theoriet&uuml;rme w&auml;re ja schon selbst so etwas wie eine soziale Quarant&auml;ne.<\/p><p>Auch der fast reflexartige Fokus auf das Kontingent rechter und anders merkw&uuml;rdiger Teilnehmer (wieviel waren es denn wirklich?) erscheint mir mittlerweile leider typisch f&uuml;r viele Linke und unterscheidet sich aktuell kaum noch von den Kommentaren in den Leitmedien. Ist mein Eindruck falsch, dass Interesse an einem inhaltlichen Diskurs quasi nicht besteht? Ihr Beitrag &ldquo;Bin ich ein Spinner?&rdquo; ist da eine wohltuende Ausnahme und kann eine Richtung aufzeigen in die man weitergehen sollte. Ich halte das f&uuml;r einen schweren Fehler der Linken. So w&uuml;rde sie sich von den Menschen wohl immer weiter entfernen. <\/p><p>Es gibt doch ganz offensichtlich eine erstaunlich (?) starke Ver&auml;nderungsenergie, die die Menschen dazu veranlasst systemkritische Fragen bzw. Forderungen zu stellen, inklusive sozialer Forderungen, und die sich gegenw&auml;rtig u.a. durch Demo&rsquo;s versucht Luft zu machen. Dass sich da auch &ldquo;schr&auml;ge V&ouml;gel&rdquo; beteiligen ist zu erwarten. Die Menschen sind doch (bisher) noch ein bunt gemischter Haufen ohne jegliche Organisation. Aber von der Linken versucht auch niemand Sie an die Hand zu nehmen. Stattdessen wird mit verbaler Keule undifferenziert auf die Teilnehmer eingepr&uuml;gelt wegen einiger &ldquo;Exoten&rdquo; mit dem Erfolg, dass sich alle anderen ebenfalls getroffen f&uuml;hlen m&uuml;ssen.<\/p><p>Diese Ver&auml;nderungsenergie entstand ja nicht erst durch die Corona-Krise, die ist nur ein aktueller Anlass, sondern staute sich schon seit langem auf durch die Auswirkungen der neoliberalen Agenda, die mittlerweile fast alle Lebensbereiche erreicht hat. Das muss von dem Einzelnen auch nicht unbedingt kausal so reflektiert werden. Aber das Gef&uuml;hl, dass hier etwas grunds&auml;tzlich falsch ist, ist vorhanden, w&auml;chst weiter und wo soll man denn hin mit seinem Wunsch nach Ver&auml;nderung? <\/p><p>Die f&uuml;r mich bisher &uuml;berzeugenste Analyse, warum die Linke aus solchen Anl&auml;ssen bisher kein Kapital schlagen konnte, sondern im Gegenteil die Rechten Zulauf registrieren k&ouml;nnen, und das nicht nur in Deutschland stammt einmal mehr von Rainer Mausfeld.<\/p><p>Im zweiten Teil des Interviews mit Zain Raza auf dem Kanal acTVism <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=znYQEdi2g78\">youtube.com\/watch?v=znYQEdi2g78<\/a> wird im Intervall 20:28 &ndash; 26:20 deutlich was ich meine. <\/p><p>K&ouml;nnen wir Hoffnung haben, dass sich das noch einmal &auml;ndern wird?<\/p><p>Wie sehen Sie das?<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nT.M. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12.  Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich bin sehr entt&auml;uscht von dem, was da kam! Alles wirres Durcheinander, keiner hatte den Durchblick. &Uuml;berhaupt nicht informierte Personen haben dummes Zeug geredet. Absoluter Daumen nach unten.. und DAS in den Nachdenkseiten. Wenn DAS die Opposition des medialen Mainstreams sein soll .. dann Gute Nacht liebes Land!!!<\/p><p>Es geht um soziale und politische Korruption, dies sollte das Thema sein.<\/p><p>Nicht um links und nicht um rechts, und schon gar nicht um das Diskutieren allein um des diskutieren willens! Das hat man vor 60 Jahren gemacht (zu Zeiten der &bdquo;Studentenbewegung&ldquo;). Dieses &bdquo;Geschwafel&ldquo; ist einfach nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nH. M. M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum am Samstag eingestellten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61046\">Videotalk<\/a> zu den Hygienedemos, an dem ich teilnahm, gab es zahlreiche Leserbriefe &ndash; gr&ouml;&szlig;tenteils negativ. Es tut mir leid, dass ich meine Positionen offenbar nicht klar genug formuliert und einigen Aussagen meiner beiden Mitdiskutanten nicht deutlicher widersprochen habe und wenn ich mit anderen &ndash; unklugen &ndash; Formulierungen Teilnehmer der Demonstrationen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61080\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[165,103,11,161],"tags":[282,1112,644,2724,2857,2855,1222,2886,682,2834,2037],"class_list":["post-61080","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-leserbriefe","category-strategien-der-meinungsmache","category-wertedebatte","tag-buergerproteste","tag-buergerrechte","tag-berger-jens","tag-kirner-florian","tag-lockdown","tag-morbiditaet","tag-pandemie","tag-shahyar-pedram","tag-verschwoerungstheorie","tag-virenerkrankung","tag-zukunftsangst"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=61080"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61085,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61080\/revisions\/61085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=61080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=61080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=61080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}