{"id":61090,"date":"2020-05-19T08:34:42","date_gmt":"2020-05-19T06:34:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090"},"modified":"2020-05-19T08:34:42","modified_gmt":"2020-05-19T06:34:42","slug":"hinweise-des-tages-3614","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h01\">Demonstrationen in bizarren Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h02\">Die Linkspartei in der Coronakrise: Kassandra im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h03\">Auftritt vor Corona-Rebellen in Aachen &ndash; Eklat um Linken-Fraktionsvize Andrej Hunko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h04\">Lieferketten unter Corona: Den Letzten bei&szlig;en die Hunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h05\">Der Siegeszug der Wohlt&auml;tigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h06\">Existenz&auml;ngste f&uuml;hren zu Suizid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h07\">Mediziner berichten von massiver Gewalt gegen Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h08\">Schlachth&ouml;fe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h09\">Verm&ouml;gend durch Geburt &ndash; legitimer Startvorteil?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h10\">Eine gerechte &amp; solide Krisenfinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h11\">Warum die Interpretation der Reproduktionszahl nicht immer so einfach ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h12\">Schockwellenreiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h13\">Google und Microsoft d&uuml;rfen erst New York, dann die Welt nach ihrem Geschmack umgestalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h14\">Politik der Verschw&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h15\">Digitalisierung: Speerspitze des Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h16\">Ballermann der Alpen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61090#h17\">Irres Tempo<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Demonstrationen in bizarren Zeiten<\/strong><br>\nDemokratie ist sehr viel mehr als eine Wahl. Eine richtige Demokratie findet an jedem Tag statt, sie findet statt im m&uuml;hsamen Begr&uuml;nden, Streiten und Aushandeln &ndash; wenn, ja wenn nicht gerade Corona und also das Sich-Versammeln schwer ist, das Demonstrieren auch. &ldquo;Teams&rdquo; und &ldquo;Zoom&rdquo; und Videokonferenzen werden im Moment gefeiert. &ldquo;Endlich!&rdquo; sagen viele, &ldquo;endlich kommen die Leute darauf, dass man Verhandlungen auch via Bildschirm f&uuml;hren kann.&rdquo; Aber je l&auml;nger das w&auml;hrt, umso mehr wird auch sp&uuml;rbar, dass diese Art der Diskussion kein Ersatz ist, sondern ein Behelf. Videokonferenzen sind keine wirkliche Begegnung. Dazu geh&ouml;rt das Nebengespr&auml;ch mit dem Nachbarn, die Verst&auml;ndigung &uuml;ber Blicke und Gesten, das informelle Gespr&auml;ch in der Pause. Demokratie stellt nicht soziale Distanz her, Demokratie will soziale Distanz &uuml;berwinden. Der neunmalkluge Einwand, dass man den Lockdown nicht Social Distancing, sondern Physical Distancing nennen sollte, ist ebenfalls ein Behelf &ndash; es ist der wohlmeinende Versuch, den sozialen Verlust begrifflich zu verharmlosen. Eine Demokratie leidet an Ausgangsbeschr&auml;nkungen, an Kontakt- und Versammlungsverboten, so notwendig solche Verbote kurzfristig auch sein m&ouml;gen. Der Satz &ldquo;Not kennt kein Gebot&rdquo; ist ein Satz, der nicht zu einer Demokratie und nicht zu einem Rechtsstaat passt. Auch die Not kennt Gebote: Sie sind in den Grundrechten formuliert. &hellip;<br>\nGerade &uuml;ber die sogenannten Verschw&ouml;rungstheoretiker kann man sich jetzt herrlich aufregen, sie medial aufblasen. &ldquo;Ist es nicht schrecklich? Ja, es ist schrecklich&rdquo;, kann man sich emp&ouml;ren und seine eigene Aufgekl&auml;rtheit beweisen und ein gutes Gewissen haben, weil man selbst nicht auf Grundrechts-Demos geht. Man kann sein ganzes Repertoire an Ironie &uuml;ber die Idiotie abspielen, man kann das Spintisieren analysieren und sich distanzieren, man kann die Verschw&ouml;rungsphantasmen zum x-ten Mal als den Versuch demaskieren, einfache L&ouml;sungen zu finden und solche beeindruckenden W&ouml;rter wie &ldquo;Komplexit&auml;tsreduktion&rdquo; anbringen. Man kann &uuml;ber die kursierenden Hirngespinste &uuml;ber Bill Gates den Kopf sch&uuml;tteln, bis er abf&auml;llt. Aber: Man sollte bei aller Emp&ouml;rung dar&uuml;ber nicht ganz vergessen, was wahrlich ein Grund zur Emp&ouml;rung angesichts einer Pandemie sein k&ouml;nnte. Wahr ist n&auml;mlich, dass die WHO ohne einen M&auml;zen wie Bill Gates finanziell am Ende w&auml;re, weil die Staaten zu wenig Beitr&auml;ge zahlen und die USA die Zahlungen v&ouml;llig gestoppt haben. Letzteres ist wirklich ein Grund zum Demonstrieren. &hellip;<br>\nEine gute Zukunft haben wir nur dann, wenn uns eine b&uuml;rgerschaftliche Demokratie gelingt &ndash; auch in Corona-Zeiten. Das ist eine Demokratie, die die Verantwortung f&uuml;r die Demokratie und Gesellschaft nicht bei den Parlamenten, bei der Regierung, der Verwaltung oder bei den Virologen abgibt, so notwendig deren Sachverstand auch ist. Eine gute Demokratie muss auch an die Eigenverantwortung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger glauben, sie muss diese Eigenverantwortung st&auml;rken und nicht denunzieren; eine gute Demokratie traut der Vernunft ihrer B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-coronavirus-demonstrationen-verschwoerungstheorien-grundrechte-1.4910885\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Linkspartei in der Coronakrise: Kassandra im Bundestag<\/strong><br>\nLinken-Vorsitzende Katja Kipping will die Republik noch eine Weile stilllegen. Doch die Wirklichkeit hat sie schon &uuml;berholt.<br>\nKaum jemand im Bundestag nimmt die Hygieneempfehlungen der Regierung derzeit so ernst wie die Abgeordnete Katja Kipping. Als Einzige in ihrer Fraktion Die Linke und als eine von ganz wenigen im Plenum &uuml;berhaupt verfolgte sie am vergangenen Donnerstag die Debatte &uuml;ber Hilfen f&uuml;r Studierende mit professioneller Schutzmaske. Die Vorsitzende der oppositionellen Linken ist disziplinierter als die Regierung selbst, denn auch auf der Regierungsbank verh&uuml;llte &ndash; trotz klarer eigener Empfehlung &ndash; niemand Mund und Nase.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Linkspartei-in-der-Coronakrise\/!5681811\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.B.:<\/strong> Man kann nur hoffen, dass Katja Kipping der Linkspartei eine weitere Kandidatur erspart. Unter ihrem Co-Vorsitz hat sich der Niedergang der Linkspartei von einer Arbeiter- zur einer Akademikerpartei beschleunigt, die Sozialpolitik mit Minderheitenpolitik verwechselt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bisher hat es die Linke (nicht nur die Partei) nicht geschafft, eine klare Position zu den Grundrechtseinschr&auml;nkungen und der Versch&auml;rfung des Infektionsschutzgesetzes (dazu findet aktuell keinerlei &ouml;ffentliche Debatte statt) zu entwickeln bzw. tritt wie Kipping sogar f&uuml;r einen noch h&auml;rteren Lockdown ein, unter v&ouml;lliger Ignoranz der sozialen und &ouml;konomischen Folgen. Viele Linke m&ouml;chten also unter eingeschr&auml;nkter Versammlungsfreiheit im Lockdown verharren, w&auml;hrend Neoliberale wie Friedrich Merz die Gelegenheit wittern, in der Corona-Krise den Rest des Sozialstaates zu erledigen. Wie im Ausnahmezustand mit stark eingeschr&auml;nkter Versammlungsfreiheit (wie die aktuellen Demos zeigen geht die Polizei inzwischen massiv gegen die Verletzung der teils willk&uuml;rlichen Auflagen vor) dagegen Widerstand geleistet werden soll, kann uns Kipping dann bei Gelegenheit einmal erkl&auml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auftritt vor Corona-Rebellen in Aachen &ndash; Eklat um Linken-Fraktionsvize Andrej Hunko<\/strong><br>\nBei den Linken warnen Partei und Fraktion einhellig vor der Teilnahme an &bdquo;Hygiene-Demos&ldquo;. Den Aachener Bundestagsabgeordneten Hunko juckt das nicht.<br>\nDie Position von Linken-Parteichefin Katja Kipping ist eindeutig &ndash; und nach ihren Angaben mit der Fraktionsf&uuml;hrung abgestimmt. Es gebe eine gemeinsame Linie zu Corona-Protesten, sagt Kipping am Montag vor der Presse im Berliner Karl-Liebknecht-Haus, nachdem der Aachener Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrej Hunko am Wochenende vor selbsterkl&auml;rten Corona-Rebellen in seiner Heimatstadt aufgetreten ist. Sowohl im Parteivorstand als auch in der Fraktionsf&uuml;hrung gebe es eine &bdquo;sehr kritische Haltung zu den sogenannten ,Hygiene-Demos&rsquo;&ldquo;, sagt die Parteivorsitzende. (&hellip;)<br>\nHunko, der auch Mitglied des Parteivorstandes ist, sieht das offenbar &auml;hnlich. Der 56-J&auml;hrige kritisierte in seiner Rede eine &bdquo;starke einseitige Ausrichtung auf Impfprogramme&ldquo;. Er erw&auml;hnte die Rolle von &bdquo;Einzelpersonen&ldquo; wie dem US-Unternehmer Bill Gates, die einen &bdquo;nicht zu legitimierenden Einfluss&ldquo; auf die Ausrichtung der Weltgesundheitsorganisation WHO nehmen w&uuml;rden.  (&hellip;)<br>\nHunko r&auml;umt sp&auml;ter ein, die Wortmeldung von Hinckeldeyn sei &bdquo;sehr emotional&ldquo; gewesen. Zugleich aber kritisiert er es als &bdquo;v&ouml;llig falsch&ldquo;, wenn sich die Linke &bdquo;als konsequenteste Lockdown-Partei positioniert&ldquo;, wie es Parteichefin Kipping fordere. Kipping hatte in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel geschrieben: Was die Lockerungslobby &bdquo;als Exitstrategie verkauft, f&uuml;hrt nur in eine zweite Infektionswelle&ldquo;. Der Preis werde hoch sein.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/auftritt-vor-corona-rebellen-in-aachen-eklat-um-linken-fraktionsvize-andrej-hunko\/25839888.html?fbclid=IwAR32VggIM7gvRMMDkXKMKEJ56eSQVHvHuuBCsXhyZAKt_sXIyvBKUF9AsZM\">Matthias Meisner im Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.andrej-hunko.de\/start\/aktuelles\/4954-redemanuskript-gedanken-sind-frei\">Redemanuskript f&uuml;r die Kundgebung &bdquo;Die Gedanken sind frei&ldquo; am 16. Mai in Aachen<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/nina.Hinckeldeyn\/posts\/2793139070804542\">Der im Artikel erw&auml;hnte aber &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo; nicht verlinkte Beitrag von Nina Hinckeldeyn auf Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist unglaublich, mit welcher Vehemenz der als Kipping-Vertraute bekannte Tagesspiegel-Journalist Matthias Meisner schon wieder auf Linken-Politiker eindrischt, die der Parteivorsitzenden widersprechen und sich weigern, ihren (selbst)zerst&ouml;rerischen Kurs mitzugehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lieferketten unter Corona: Den Letzten bei&szlig;en die Hunde<\/strong><br>\nAls Adidas im M&auml;rz ank&uuml;ndigte, aufgrund der Coronakrise die Mietzahlungen f&uuml;r seine Filialen auszusetzen, brach &uuml;ber das Unternehmen eine Welle der Emp&ouml;rung herein. Ob Katarina Barley oder Andreas Scheuer: Politiker*innen jeder Couleur gei&szlig;elten das unsolidarische Gebaren des Milliardenkonzerns, der die Krise schamlos ausnutze und die Kosten auf andere abw&auml;lze.<br>\nDie Kritik war berechtigt. Weitaus skandal&ouml;ser und verheerender ist jedoch der aktuelle Umgang zahlreicher Modekonzerne mit ihren Zulieferbetrieben in Bangladesch, Pakistan, Kambodscha oder Myanmar. Im M&auml;rz stornierten sie kurzerhand Bestellungen in Milliardenh&ouml;he und verweigerten die Zahlung selbst f&uuml;r bereits produzierte Textilien. Betroffen sind diesmal keine wohlhabenden Immobilieneigent&uuml;mer, sondern Millionen Frauen und M&auml;nner, die daraufhin meist fristlos entlassen und ohne Abfindung nach Hause geschickt wurden. Die stets vollmundigen Bekenntnisse der Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte in den Zulieferbetrieben sind vergessen. Was z&auml;hlt, ist die Minimierung der Kosten um jeden Preis. &hellip;<br>\nEinmal mehr steht der Textilsektor paradigmatisch f&uuml;r die Schattenseiten des neoliberalen Turbokapitalismus. Mit bis zu zw&ouml;lf Kollektionen im Jahr ist die Branche auf extrem kurze und kosteng&uuml;nstige Produktionszyklen ausgelegt. Um die Nachfrage bei den Verbraucher*innen am Laufen zu halten, m&uuml;ssen die Preise niedrig sein. Daher m&uuml;ssen die Kosten f&uuml;r Herstellung und Logistik gedr&uuml;ckt werden, wo es nur geht. Bezahlt wird die Ware allerdings erst 60 bis 90 Tage nach Erhalt.[7] Die Zulieferbetriebe tragen also das gesamte Risiko der Produktion &ndash; von der Materialbeschaffung bis zu den Lohnkosten.<br>\nDie letztlich Leidtragenden sind die Textilarbeiter*innen. Ein funktionierendes staatliches Sozialversicherungssystem gibt es in Bangladesch, wie in vielen anderen L&auml;ndern, nicht. Die bestehenden gesetzlichen Verpflichtungen f&uuml;r Arbeitgeber werden in der Realit&auml;t umgangen, denn es mangelt an effektiver staatlicher Kontrolle. Zudem sind die Gewinnmargen f&uuml;r die Textilproduzenten denkbar schmal, so dass selbst gewillte Arbeitgeber*innen ihre Belegschaft kaum angemessen absichern k&ouml;nnen.<br>\nDie Konsequenzen dieser Art des Wirtschaftens werden in den kommenden Wochen offensichtlich werden: Millionen von entlassenen Arbeiter*innen werden sich und ihre Familien nicht mehr ern&auml;hren, geschweige denn die Miete f&uuml;r Unterkunft und Kosten f&uuml;r Gesundheitsversorgungen zahlen k&ouml;nnen &ndash; und das alles in Zeiten einer weltweiten Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/mai\/lieferketten-unter-corona-den-letzten-beissen-die-hunde\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Siegeszug der Wohlt&auml;tigkeit<\/strong><br>\nAjay Banga ist der Sohn eines indischen Offiziers. Er wurde in Khadki geboren, einem milit&auml;rischen St&uuml;tzpunkt einige Stunden au&szlig;erhalb von Mumbai. Nach seinem Wirtschaftsstudium an der Universit&auml;t Delhi begann Banga einen Master of Business Administration am indischen Institut f&uuml;r Management und startete nach dessen Abschluss eine illustre Karriere bei transnationalen Unternehmen wie Nestl&eacute; und Pepsi. 2010 wurde Banga Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Mastercard, einem Unternehmen mit Hauptsitz im Dorf Purchase, New York. &hellip;<br>\nWirtschaftsbl&auml;tter loben seine Innovationskraft: Banga habe die Rolle von Technologie massiv gest&auml;rkt, eine unternehmensinterne Entwicklungsabteilung gegr&uuml;ndet und Mastercard Contactless eingef&uuml;hrt, ein kabelloses Bezahlsystem.<br>\nDoch die gr&ouml;&szlig;te Innovation von allen d&uuml;rfte sein Fokus auf die 2,5 Milliarden &raquo;banklosen&laquo; Menschen des Planeten sein. Wie ein Artikel &uuml;ber Banga im Fortune erkl&auml;rt: Er habe realisiert, dass &raquo;die gr&ouml;&szlig;ten Chancen f&uuml;r das Unternehmen in den Teilen der Welt zu finden sind, in welchen digitale Portemonnaies noch Jahrzehnte entfernt sind&laquo;. Er steht an der Speerspitze einer wachsenden Gruppe von Unternehmensf&uuml;hrern, die sich bewusst geworden sind, dass auch mit globaler Armut Profit erwirtschaftet werden kann.<br>\nWas Fortune allerdings verschweigt, ist die Herkunft des Geldes, das Banga in die &raquo;banklosen&laquo; Massen investiert. Tats&auml;chlich kommt ein gro&szlig;er Teil dessen gar nicht aus dem von ihm geleiteten Unternehmen. Es kommt weder von den Mastercard-Aktion&auml;ren noch aus seinem stetig wachsenden Gehalt. Es kommt vielmehr aus den Taschen der weltgr&ouml;&szlig;ten Wohlt&auml;tigkeitsorganisation: Die Bill and Melinda Gates Foundation.<br>\n2014 k&uuml;ndigte die Gates Foundation an, 11 Millionen US-Dollar an Mastercard zu &uuml;berweisen, damit in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, ein &raquo;Labor&laquo; zur finanziellen Eingliederung des Landes in den Weltmarkt gegr&uuml;ndet werden kann. Das Darlehen hat eine Laufzeit von drei Jahren, und Mastercard hat angek&uuml;ndigt, nach dessen Ablauf die Investitionen zur weiteren Expansion selbst zu finanzieren, sollte sich das Programm als ausreichend lukrativ erweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/philanthropie-bill-gates-stiftung-wohltaetigkeit\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Existenz&auml;ngste f&uuml;hren zu Suizid<\/strong><br>\nIsolation, Geldsorgen und ein Gef&uuml;hl der Ohnmacht bestimmen den Alltag vieler Amerikaner seit Beginn der Corona-Pandemie. US-Wissenschaftler f&uuml;rchten, dass die Zahl der Suizide und F&auml;lle von Drogenmissbrauch stark zunehmen werden.<br>\nDas Coronavirus fordert nicht nur Menschenleben, sondern die weltweite Pandemie hat auch erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Besonders Menschen, die schon vorher seelisch gelitten hatten, sind betroffen.<br>\nJay aus dem US-Bundesstaat Montana ist eine 33-j&auml;hrige gesunde Mutter. Als sie vor zehn Jahren eine seltene Hormonkrankheit bekam, schwand ihr Lebensmut. Zweimal habe sie damals versucht, sich das Leben zu nehmen, erz&auml;hlt die junge Frau. Mit der Pandemie kamen ihre Suizidgedanken pl&ouml;tzlich wieder zur&uuml;ck. Als sie pl&ouml;tzlich Covid-19 Symptome zeigte, hatte sie Angst um ihre Existenz, um ihre Familie und vor allem Angst um ihre eigene Gesundheit.<br>\n&ldquo;Es gab nur einen Ort, an dem ich mich testen lassen konnte. Ich wusste aber nicht, ob sie mich dran nehmen, ich habe mich wirklich krank gef&uuml;hlt und sehr gestresst. Und dann sind pl&ouml;tzlich diese Suizidgedanken wiedergekommen&rdquo;, erz&auml;hlt Jay.<br>\nDiese Gef&uuml;hle der Verzweiflung und Ohnmacht haben viele Amerikaner in diesen Wochen. In etlichen Bundesstaaten herrscht seit Mitte M&auml;rz Ausgangssperre. Die Massenarbeitslosigkeit hat ein gigantisches Rekordhoch erreicht. Dazu kommen Unsicherheit und Angst vor dem, was noch passieren wird.<br>\nUS-Wissenschaftler warnen, dass in den n&auml;chsten Jahren bis zu 75.000 Amerikaner zus&auml;tzlich entweder durch Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder durch Suizid ums Leben kommen werden. Jack Westfall, Direktor des Robert Graham Center in Washington, hat an dieser Studie des Well Being Trust mitgearbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-corona-psyche-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mediziner berichten von massiver Gewalt gegen Kinder<\/strong><br>\n&Auml;rzte sind alarmiert: Sie sehen Verletzungen wie sonst nur nach Autounf&auml;llen. Die Zahl der Anrufe bei der Kinderschutzhotline steigt stark.<br>\nKinder&auml;rztepr&auml;sident Thomas Fischbach hatte gegen&uuml;ber der NOZ betont: &bdquo;Der rein virologische Blick auf die Lage ist nicht ausreichend.&ldquo; Gerade f&uuml;r Kinder sei der soziale Kontext von existenzieller Bedeutung. &bdquo;Das dauerhafte Einsperren der Kinder f&uuml;hrt zu innerfamili&auml;ren Konflikten&ldquo;, so Fischbach.<br>\nAuch weltweit hat die Gewalt gegen Kinder einem Bericht der Hilfsorganisation World Vision zufolge w&auml;hrend der Coronavirus-Pandemie stark zugenommen. In Bangladesch beispielsweise h&auml;tten Eltern und Erziehungsberechtigte Kinder 42 Prozent h&auml;ufiger geschlagen und es habe 40 Prozent mehr Anrufe beim Kinder-Not-Telefon gegeben, hei&szlig;t es in einem am Freitag in Berlin ver&ouml;ffentlichten Bericht von World Vision.<br>\nDie Organisation rechnet damit, dass die Gewalt gegen Kinder infolge der Coronavirus-Krise weltweit um mindestens 20 Prozent ansteigt. Ein Grund f&uuml;r diese Situation ist nach Auffassung der Advocacy-Direktorin von World Vision International, Dana Buzducea, die Schlie&szlig;ung von Schulen und anderen sozialen Einrichtungen. Kindern fehle der Schutz und die Unterst&uuml;tzung, die sie dort sonst erhielten, so Buzducea. &bdquo;Das Zuhause ist nicht f&uuml;r alle Kinder ein sicherer Ort und durch Kontaktsperren sind viele Familienmitglieder mit gewaltt&auml;tigen Menschen isoliert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nebenwirkung-des-lockdowns-mediziner-berichten-von-massiver-gewalt-gegen-kinder\/25833740.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schlachth&ouml;fe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auf die Schlachtbank<\/strong><br>\nIn der Fleischindustrie liefert es nun erdr&uuml;ckende Beweise. Dass dort etwas schiefl&auml;uft im Hinblick auf Produktions-, Arbeitsbedingungen und deren Kontrolle, steht als Verdacht schon lange im Raum; an Kritik von Gewerkschaften, Tier- und Klimasch&uuml;tzern fehlte es nie. Eines aber war stets schwer zu beurteilen: Gab es echte Strukturprobleme &ndash; oder wurden eher Einzelf&auml;lle aller Art f&uuml;r interessenpolitische Generalanklagen benutzt?<br>\nVon ungl&uuml;cklichen Einzelf&auml;llen kann jetzt keine Rede mehr sein. Die H&auml;ufung von Infektionen an weit voneinander entfernten Schlachthofstandorten ist nur so zu erkl&auml;ren, dass Unternehmen strukturell verantwortungslos gehandelt haben. Und das rechtfertigt die Absicht der Regierung, strukturell etwas zu &auml;ndern.<br>\nOffenbar herrschte in der Fleischindustrie anders als unter Spargelbauern die Ansicht vor, dass ausl&auml;ndische Entsendearbeiter nicht nur anspruchslose Arbeitskr&auml;fte seien, man erhalte mit ihnen auch noch Rabatt auf den Gesundheitsschutz. H&auml;tte deren Einsatz mit einem Mangel einheimischer Fleischzerleger zu tun, w&uuml;rden die Unternehmen mehr f&uuml;r Gesundheitsschutz tun. Aber sie vermeiden es sogar, diese Arbeitskr&auml;fte bei sich anzustellen &ndash; lieber lagern sie den Betrieb ganzer Schlachth&ouml;fe an kaum kontrollierbare Drittfirmen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/infektionen-auf-schlachthoefen-auf-die-schlachtbank-16775830.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Wunder, ein Wunder: die FAZ bef&uuml;rwortet die Regulierung dieser schlimmen Zust&auml;nde in der Schlachtindustrie! Man kann zwar meinen, nur wegen der hohen Gesundheitsgefahr f&uuml;r die Restbev&ouml;lkerung, aber immerhin zeigt sich hier ein Schimmer von sozialem Verantwortungsbewu&szlig;tsein. Anders bei der Union: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/streitfall-werkvertraege-heil-scheitert-vorerst-mit-regulierungsplaenen-fuer-die-fleischindustrie\/25840084.html\">die hat noch immer &ldquo;Gespr&auml;chsbedarf&rdquo;<\/a> &ndash; wor&uuml;ber eigentlich? Ob die Zust&auml;nde nun &ldquo;katastrophal&rdquo; oder &ldquo;pervers&rdquo; sind? Angeblich lehnt die Union &ldquo;ein Verbot von Werkvertr&auml;gen in der Branche&rdquo; ab, man kann nicht glauben, wie sehr die geschmiert sein m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nicht nur ein Tierschutzproblem<\/strong><br>\nim Grunde wissen wir seit langem, dass in den Schlachth&ouml;fen vieles falsch l&auml;uft. Dass die Rum&auml;nen, Bulgaren, T&uuml;rken, die dort arbeiten, es sich oft nicht leisten k&ouml;nnen, zum Arzt zu gehen oder krank zu Hause zu bleiben. Weil sie schlecht versichert sind, weil sie nicht mal den Mindestlohn bekommen, Krankengeld sowieso nicht. Weil sie von Subunternehmern ausgebeutet werden und die deutschen Verantwortlichen sich nicht verantwortlich f&uuml;hlen. Alle paar Jahre kocht ein Skandal hoch, die Landwirtschaftsminister von Bund und L&auml;ndern sprechen dann von schwarzen Schafen, versprechen Ma&szlig;nahmen und machen dann ein bisschen Kosmetik.<br>\nDas bewusste Wegschauen ist leider Teil der deutschen Agrarpolitik. Denn die Produktion von Billigfleisch ist ein Gesch&auml;ftszweig der deutschen Landwirtschaft, der &uuml;ber die Jahre immer gr&ouml;&szlig;er geworden ist. Deutschland, ein Industrieland, ein Hochlohnland, gilt international als Produzent und Exporteur von billigem Fleisch. Frankreich und Belgien beschweren sich regelm&auml;&szlig;ig in Br&uuml;ssel &uuml;ber die Dumping-Exporte der Deutschen, die in ihren L&auml;ndern alles platt machen. Deutsches Fleisch treibt selbst in Afrika noch viele Bauern in den Ruin, weil nicht einmal afrikanische Bauern mit den Niedrigstpreisen mithalten k&ouml;nnen. &hellip;.<br>\nDas ist nicht nur ein Tierschutzproblem. In deutschen St&auml;llen werden mehr Antibiotika verabreicht als in allen Krankenh&auml;usern zusammen. Je mehr Antibiotika ins Grundwasser und in die Umwelt gelangen, desto schneller entstehen resistente Keime. Schon heute sterben laut Robert-Koch-Institut allein in Europa jedes Jahr 33.000 Menschen an Keimen, gegen die kein Medikament mehr hilft. Viermal so viel wie noch vor zehn Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/billigfleisch-nicht-nur-ein-tierschutzproblem.720.de.html?dram:article_id=476812\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Seltsamer Weise hat die Tatsache, dass, wie oben erw&auml;hnt, jedes Jahr 33.000 Menschen in Europa an multiresistenten Keimen sterben bisher niemanden so recht interessiert und ebenso wenig haben die m&ouml;rderischen Arbeitsbedingungen in den Schlachth&ouml;fen bisher irgendjemanden interessiert insbesondere jene nicht, die jetzt pl&ouml;tzlich den Schutz der menschlichen Gesundheit als h&ouml;chstes Gut entdeckt haben wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Den Deutschen sind die Rum&auml;nen einfach egal<\/strong><br>\nWas in den Deutschen Schlachtfabriken abgeht, ist eigentlich kein Geheimnis: Und der Skandal im Fleischskandal ist, dass es seit Jahren kaum einen interessiert.<br>\nDeshalb noch mal in aller Deutlichkeit: Seit Jahren werden vor unseren Augen Zehntausende Osteurop&auml;er in einer Art und Weise ausgebeutet, die an moderne Sklaverei grenzt. Sie verschulden sich, um nach Deutschland zu kommen, zahlen an dubiose deutsche Firmen Vermittlungsgeb&uuml;hren, um sich dann in deutschen Schweinefabriken zugrunde zu schuften.<br>\nZehn bis zw&ouml;lf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche, dann geht&rsquo;s zum Schlafen in verschimmelte Schrottimmobilien,  f&uuml;r die sie dann noch ein paar 100 Euro an &bdquo;Miete&ldquo; an den Subunternehmer abdr&uuml;cken m&uuml;ssen.<br>\nDen gesetzlichen Mindestlohn bekommen die Arbeiter oft nur auf dem Papier, &Uuml;berstunden werden nicht gezahlt, es gibt Abz&uuml;ge f&uuml;r Arbeitskleidung, Arbeitsschuhe und Dinge, die gar nicht existieren. 9,35 Euro gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r h&auml;rteste k&ouml;rperliche Arbeit? Viel zu viel. Sind doch nur Rum&auml;nen, zuhause kriegen die doch noch weniger.<br>\nWir reden hier nicht von ein paar schwarzen Schafen in der Branche: Denn diese Ausbeutung hat System und war und ist von der Politik geduldet &ndash; wenn nicht sogar gewollt. Denn der Fleischindustrie wird es extrem leicht gemacht, die Ausbeutung &bdquo;outzuscourcen&ldquo;, an eine Riege dubioser Subunternehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/coronafaelle-in-der-fleischindustrie-den-deutschen-sind-die.720.de.html?dram:article_id=476623\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verm&ouml;gend durch Geburt &ndash; legitimer Startvorteil?<\/strong><br>\nVerm&ouml;gen ist in &Ouml;sterreich enorm ungleich verteilt. Unversteuerte Erbschaften und Schenkungen tragen wesentlich dazu bei. Neben &ouml;konomischem Kapital erh&ouml;hen auch famili&auml;r tradiertes kulturelles und soziales Kapital individuelles Kapitalvolumen und damit pers&ouml;nliche Lebenschancen. Diesen Startvorteil legitimieren Verm&ouml;genserbInnen in der subjektiven Deutung ihrer Herkunft und ihrer Lebensgeschichte auf zwei unterschiedlichen Wegen. So werden Machtpositionen und strukturelle soziale Ungleichheiten verfestigt und aus Gerechtigkeitsanspr&uuml;chen erwachsende Forderungen nach Umverteilung delegitimiert. (&hellip;)<br>\nSeit 2010 erhebt die OeNB in Kooperation mit der EZB &uuml;ber den Household Finance and Consumption Survey regelm&auml;&szlig;ig Daten zu den Verm&ouml;gensbest&auml;nden der &ouml;sterreichischen Bev&ouml;lkerung. So wissen wir seither &uuml;ber die enorm ungleiche Verteilung von Verm&ouml;gen Bescheid. Das reichste Prozent hat einen Anteil von knapp vierzig Prozent des gesamten Privatverm&ouml;gens, w&auml;hrend sich die verm&ouml;gensarme H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung weniger als vier Prozent dieses Verm&ouml;gens teilt.<br>\nDie Verm&ouml;gensverteilung ist auch deshalb so ungleich, weil (hohes) Verm&ouml;gen innerhalb von Familien durch weitgehend unversteuerte Erbschaften und Schenkungen inter vivos, also Schenkungen zu Lebzeiten, weitergegeben und Kapital so akkumuliert wird. Verm&ouml;gende Familien k&ouml;nnen so ihr Kapital &uuml;ber Generationen an ihre Erben weitergeben und vermehren. Denn nach Thomas Piketty vermehrt sich Verm&ouml;gen &uuml;ber die Kapitalrendite vor allem dort, wo es bereits vorhanden ist. Sich im Verlauf des Lebens durch Leistung &uuml;ber Lohnarbeitsverh&auml;ltnisse Verm&ouml;gen zu erarbeiten, wird hingegen immer unwahrscheinlicher. (&hellip;)<br>\nIn &Ouml;sterreich fehlt nach wie vor weitgehend das Bewusstsein f&uuml;r Verm&ouml;gensungleichheit. So gibt es in der Bev&ouml;lkerung eine starke Tendenz, sich selbst auch in der Verm&ouml;gensverteilung der traditionell bedeutungsvollen Mitte zuzuordnen. Insbesondere Verm&ouml;gende untersch&auml;tzen ihre eigene Position enorm. In der Forschung ist dieses Ph&auml;nomen bislang aus unteren Klassen als &bdquo;problem of fairness&ldquo; bekannt. Das bedeutet, dass Menschen Gerechtigkeitsfragen, wie jene nach einer fairen Verteilung &ouml;konomischer G&uuml;ter, im sozio&ouml;konomisch nahen Umfeld beurteilen. Sie vergleichen sich selbst mit Personen in gleichen oder &auml;hnlichen Lebenslagen und blenden gr&ouml;&szlig;ere Ungleichheiten dabei aus. So entsteht das subjektive Gef&uuml;hl, sich &bdquo;irgendwo in der Mitte&ldquo; zu befinden. Andere argumentieren, dass das Verkennen der eigenen Privilegien unter Verm&ouml;genden eine Strategie ist, um sich der Rechtfertigung dieser und einer daraus ableitbaren Verantwortung zu entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/vermoegend-durch-geburt\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine gerechte &amp; solide Krisenfinanzierung<\/strong><br>\nDie Krise hat die &Uuml;berlegenheit des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens und des Sozialstaates im Allgemeinen gezeigt. Ihre Finanzierung muss auf solide Beine gestellt werden, daf&uuml;r ist vor&uuml;bergehend ein h&ouml;heres Defizit in Kauf zu nehmen. Die Finanzierungsstrategie der Regierung darf nicht bei erstbester Gelegenheit wieder auf K&uuml;rzungsprogramme zulasten der breiten Masse setzen. Das Losungswort der Regierung lautete zu Beginn der Krise: &bdquo;Koste es, was es wolle.&ldquo; Das darf nicht nur f&uuml;r die Rettung der Wirtschaft gelten, sondern muss so lange gelten, bis Arbeitsmarkt und Sozialstaat wieder auf sicheren Beinen stehen und auch in der Klimapolitik klare Fortschritte gemacht wurden. Es ist sowohl f&uuml;r die Menschen als auch f&uuml;r die Volkswirtschaft als Ganzes gef&auml;hrlich, bereits 2021 wieder ein &bdquo;Nulldefizit&ldquo; als Ziel der Budgetpolitik zu definieren. Ein enges Nulldefizit-Sparkorsett schn&uuml;rt uns die Luft ab, wir m&uuml;ssen aber atmen k&ouml;nnen, um aus dieser Krise herauszukommen. (&hellip;)<br>\nSteuergeschenke f&uuml;r die Kapitalseite, wie im Rahmen der urspr&uuml;nglichen Steuerreformpl&auml;ne der Regierung angek&uuml;ndigt, widersprechen diesen Empfehlungen ganz klar. Sie waren bereits in wirtschaftlich &bdquo;normalen&ldquo; Zeiten ungeeignet und h&auml;tten dazu gef&uuml;hrt die Schieflage im &ouml;sterreichischen Steuersystem noch zus&auml;tzlich zu versch&auml;rfen. In wirtschaftlichen Krisenphasen gilt das umso mehr, sie w&uuml;rden die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r aktive Konjunkturpolitik massiv beschr&auml;nken. Diese Steuergeschenke m&uuml;ssen abgesagt werden! (&hellip;)<br>\nAu&szlig;ergew&ouml;hnliche Herausforderungen verlangen jedoch nicht nur ausgleichende Ma&szlig;nahmen, sondern eben auch au&szlig;erordentliche Beitr&auml;ge. Diese m&uuml;ssen von jenen kommen, die es sich leisten k&ouml;nnen. Nur so wird sichergestellt, dass dadurch auch keine negativen Nachfrageeffekte entstehen. Gerade verm&ouml;gensbezogene Steuern sind hier eine wachstumsneutrale M&ouml;glichkeit.<br>\nEine befristete Verm&ouml;genssteuer auf herausragenden Millionen- und Milliardenreichtum in H&ouml;he von 2 Prozent pro Jahr f&uuml;r Verm&ouml;gen &uuml;ber 10 Millionen Euro, 3 Prozent f&uuml;r Verm&ouml;gen &uuml;ber 100 Millionen und 4 Prozent f&uuml;r Verm&ouml;gen &uuml;ber 1 Milliarde w&uuml;rde lediglich 1 Prozent aller Haushalte treffen und ca. 7 Milliarden pro Jahr an zus&auml;tzlichen Einnahmen ins Budget sp&uuml;len. Das w&uuml;rde helfen, den besonderen Finanzierungsbedarf zu decken.<br>\nDar&uuml;ber hinaus w&uuml;rde auch eine befristete Anhebung der Kapitalertragsteuer auf Dividenden von 27,5 auf 35 Prozent einen zus&auml;tzlichen Finanzierungsbeitrag von ca. 600 Millionen Euro pro Jahr bringen. Eine befristete Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 75 Prozent f&uuml;r Spitzeneinkommen &uuml;ber einer Million Euro k&ouml;nnte weitere rund 80 Millionen beitragen und w&uuml;rde dabei nur etwa 300 SpitzenverdienerInnen treffen. Dies w&auml;re nicht nur wachstums- und besch&auml;ftigungsschonend, sondern vor allem gerecht.<br>\nDemgegen&uuml;ber d&uuml;rfen zus&auml;tzliche Finanzierungsbeitr&auml;ge keinesfalls bei der breiten Masse und den ArbeitnehmerInnen ansetzen. Das w&uuml;rde negative Nachfrageeffekte bringen, die gerade aktuell problematisch sind, zu sozialen Verwerfungen f&uuml;hren und die Schieflage im Steuersystem weiter versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/gerechte-solide-krisenfinanzierung\/%20\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Wirtschaft braucht ein sozial-&ouml;kologisches Konjunkturprogramm<\/strong><br>\n&bdquo;Der Wirtschaftseinbruch war zu erwarten, und er wird sich im 2. Quartal noch deutlich versch&auml;rfen. Nach den sofort wirkenden Hilfsprogrammen brauchen wir jetzt ein ambitioniertes sozial und &ouml;kologisch ausgerichtetes Konjunkturprogramm&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, die vom Statistischen Bundesamt bekanntgegebenen Quartalsdaten zur Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Das Konjunkturprogramm muss die Nachfrageseite genauso im Blick haben wie die Angebotsseite, also die gezielte F&ouml;rderung von Investitionen. Eine deutliche Anhebung insbesondere des Mindestlohns, die Erleichterung von fl&auml;chendeckenden Tarifvertr&auml;gen, die Einf&uuml;hrung einer Grundrente, ein Verbot von Leiharbeit sowie die Verhinderung unakzeptabler Arbeitsbedingungen und L&ouml;hne durch sch&auml;rfere Kontrollen seitens der Beh&ouml;rden sind zur Stabilisierung der Nachfrage unumg&auml;nglich.<br>\nDurch gezielte F&ouml;rderung von Investitionen in die Energiegewinnung der Zukunft, in moderne Mobilit&auml;t und in den Ausbau nachhaltiger Verkehrssysteme kann die Krise als Motor f&uuml;r eine Industriepolitik dienen, die auch den Pariser Klimazielen gerecht wird. Eine aktive Beteiligung des Staates an Unternehmen kann die Durchsetzung einer solchen Politik erleichtern. Zur Finanzierung des Konjunkturprogramms ist eine Verm&ouml;gensabgabe und mittelfristig eine h&ouml;here Besteuerung hoher Einkommen notwendig, damit niedrige Einkommen nicht durch &ndash; &ouml;konomisch kontraproduktive &ndash; zus&auml;tzliche Abgaben belastet werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/die-wirtschaft-braucht-ein-sozial-oekologisches-konjunkturprogramm\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum die Interpretation der Reproduktionszahl nicht immer so einfach ist<\/strong><br>\nDie Schweiz hat sich f&uuml;r einen gestaffelten Ausstieg aus dem Lockdown entschieden. Ob diese Strategie aufgeht, soll die Reproduktionszahl zeigen. Doch deren Aussagekraft ist h&auml;ufig beschr&auml;nkt.<br>\nDie Reproduktionszahl mag ein wichtiger Leitfaden f&uuml;r Politiker sein. Doch bei ihrer Interpretation muss man vorsichtig sein. Die Berechnung von R beruht auf Annahmen und kann deshalb nicht als exakter Wert verstanden werden. Ohne Angaben dar&uuml;ber, wie unsicher die Berechnung ist, sind Verwirrungen vorprogrammiert.<br>\nDas Robert-Koch-Institut berechnet die Reproduktionszahl &auml;hnlich wie die Schweizer Task-Force. Der grosse Unterschied ist, dass das RKI mit der Anzahl der Personen rechnet, bei welchen an dem besagten Tag Symptome auftreten, anstatt wie die Schweizer Forscher mit der Anzahl best&auml;tigter F&auml;lle pro Tag. Das RKI verwendet also f&uuml;r die Berechnung der Reproduktionszahl f&uuml;r den 3. Mai die Anzahl Personen mit Symptombeginn am 8. Mai. In der Regel entwickeln Patienten f&uuml;nf Tage nach der Infektion Symptome.<br>\nWenn man mit dem Symptombeginn rechnet, ist man etwas aktueller als mit der Ansteckung, denn die Ansteckung liegt immer etwa zehn Tage zur&uuml;ck, der Symptombeginn nur f&uuml;nf. Auch die Forscher am RKI ber&uuml;cksichtigen bei ihrer Rechnung die Verz&ouml;gerungen, die bei der Diagnose, der Meldung und der &Uuml;bermittlung der F&auml;lle auftreten. Somit fliesst dort das gleiche statistische Verfahren in die Berechnung mit ein wie bei der Schweizer Task-Force. Das RKI nennt die Methodik &laquo;Nowcasting&raquo;.<br>\nSomit sind sowohl die Sch&auml;tzungen der Task-Force als auch diejenige des RKI um 8 bis 10 Tage verz&ouml;gert. So lag die vom RKI am 10. Mai ver&ouml;ffentlichte Reproduktionszahl, welche das Infektionsgeschehen von vor ungef&auml;hr 8 bis 10 Tagen abbildet, mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent in einem Intervall zwischen 0,94 und 1,35. Die verk&uuml;rzte Aussage, dass die Reproduktionszahl gr&ouml;sser als 1 war, steht damit statistisch gesehen auf wackligen Beinen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/corona-epidemie-reproduktionszahl-ist-nicht-das-mass-aller-dinge-ld.1556012\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schockwellenreiter<\/strong><br>\nIn der &ldquo;dritten Welle&rdquo; werden &ldquo;Ordnung und Daseinsvorsorge besser durch die Entscheidung von Leuten gew&auml;hrleistet, die au&szlig;erhalb des Staates, ja selbst au&szlig;erhalb der etablierten Einrichtungen des Expertenwissen &hellip; zu finden sind.&rdquo;<br>\nEin Schelm, der jetzt denkt, ich w&uuml;rde mit diesem Zitat auf den Informationsrevolution&auml;r und Nichtmediziner Gates anspielen! Es geht hier um eine Struktur, nicht um Einzelpersonen.<br>\nJonathan Simon wird gleich im folgenden Satz noch deutlicher:2<br>\nIn einer g&auml;nzlich umgewandelten postindustriellen Gesellschaft werden Entscheidungen in der Gesundheitsvorsorge &hellip; so weit wie m&ouml;glich durch Vertr&auml;ge und pers&ouml;nliche Entscheidungen zwischen Konsumenten und Anbietern geregelt.<br>\nJonathan Simon<br>\nKaum eine Seite weiter kommt er zu dem entscheidenden Punkt, dass sich die wirklichen Ver&auml;nderungen in dieser Gesellschaft &ldquo;zwischen den Staatsfunktionen&rdquo; abspielen. Die Tendenz geht weg von  zur F&ouml;rderung von Einkommen und Lebensstandard. Das Resultat jener Wandlung sind &ldquo;Regierungsbem&uuml;hungen&rdquo;, die sich vollkommen auf &ldquo;Kriminalit&auml;tsfurcht und Parteinahme f&uuml;r Opfer&rdquo;, letztlich auf &Uuml;berwachen und Strafen richten. Simon nennt diese politische Kultur &ldquo;Regieren mittels Verbrechen&rdquo;.<br>\nMit &ldquo;Kriminalit&auml;tsfurcht&rdquo; ist die (methodisch erzeugte) Angst vor einer Zunahme von Verbrechen gemeint. Nun ist eine pandemisch wirkende Virus-Erkrankung noch kein Verbrechen &ndash; jedenfalls nicht, solange man die Ursachen erfolgreich ausblendet. Doch das Sich-Einf&uuml;hlen in die Opfer geschieht immer dann, wenn die B&uuml;rger glauben, jedermann k&ouml;nne jederzeit von einer Gefahr betroffen sein.<br>\nSimons heutzutage gut nachvollziehbare These ist deswegen, dass ein Herrschen durch Hervorhebung der Bedrohung jene Form von Staatlichkeit sei, die konsequent aus der &ldquo;Dritten Welle&rdquo; erw&auml;chst. Die Verschiebung wesentlicher Aufgaben des Staates in Richtung auf Plattform-Unternehmen und global operierende Konzerne geht schlussrichtig mit der laufenden &ldquo;Digitalisierung&rdquo; einher. (&hellip;)<br>\nWas wird heute getan angesichts der aktuellen Bewegungseinschr&auml;nkungen, gegen die massive Belastung der Bev&ouml;lkerung mit Risiken wie Junkfood, Stress, ganzt&auml;gigem Vor-dem-Bildschirm-hocken? Vor fast 30 Jahren, 1992-1994, habe ich gemeinsam mit Rob Moonen eine Recherche zu den Folgen &ldquo;sozialer Isolation und sensorischer Deprivation&rdquo; durchgef&uuml;hrt und als Buch ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDie Ergebnisse waren erschreckend. Schon nach kurzer Zeit der Einsperrung unter Sinnesentzug und ohne Kontakt zu anderen Menschen bricht unsere sog. &ldquo;Identit&auml;t&rdquo; zusammen. Denn das, was man meint &ldquo;zu sein&rdquo;, ergibt sich durch ein komplexes Gef&uuml;ge von Handlungen und Reaktionen. Fallen diese Impulse weg, wird man zum &ldquo;wei&szlig;en Blatt&rdquo;, das leicht neu &ldquo;beschreibbar&rdquo; ist. Insofern gesellt sich zu den oben beschriebenen k&ouml;rperlichen Auswirkungen des &ldquo;lockdown&rdquo; ein viel schlimmeres Risiko: der psychische Kollaps. (&hellip;)<br>\nZur stigmatisierenden Wortwahl geh&ouml;ren dabei nicht nur die Begriffe &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; und alle m&ouml;glichen Termini aus dem semantischen Feld von &ldquo;Faschismus&rdquo; (anti-semitisch, Neo-Nazi, rechts etc.). Zentral in diesem Feld: der Begriff &ldquo;Leugner&rdquo; (Fakten- oder Corona-Leugner, analog zu &ldquo;Holocaust-Leugner&rdquo;). Dem gegen&uuml;ber steht als Kampfbegriff an der &ldquo;framing&rdquo;-Front der &ldquo;ausgewiesene Fakten-Checker&rdquo;, der &ldquo;inglourious basterd&rdquo; in seiner Schlacht gegen die &ldquo;fake news&rdquo;.<br>\nWas ist das Geheimnis dieser neuen Berufsgruppe? Sie erspart uns das eigene Nachdenken. Sie macht aus einem &ldquo;strittigen Anliegen&rdquo; (Elisabeth Wehling, S.8) durch moralisches Framing eine unabdingbare Notwendigkeit. Vor ein paar Jahren hie&szlig;en solche Kampagnen noch &ldquo;spin doctoring&rdquo;. Der Spindoctor gibt der Angelegenheit einen &ldquo;besonderen Dreh&rdquo;. Das beschreibt den Aspekt der Inszenierung treffender als &ldquo;framing&rdquo;, das eher an politische Notwehr erinnert. (&hellip;)<br>\nMedikamente l&ouml;sen niemals soziale Probleme. Das gilt auch und insbesondere f&uuml;r Impfstoffe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schockwellenreiter-4720732.html?seite=all\">Olaf Arndt in Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Dieser &ndash; zugegeben recht umfangreiche &ndash; Artikel erl&auml;utert sehr sch&ouml;n, die im Moment benutzten sprachlichen Methoden von Politik und Medien und ihre Auswirkungen auf uns als Gesellschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Google und Microsoft d&uuml;rfen erst New York, dann die Welt nach ihrem Geschmack umgestalten<\/strong><br>\nDer ehemalige Chef von Google, Eric Schmidt, und der ehemalige Chef von Microsoft, Bill Gates, sind aus der US-amerikanischen und zum Teil weltweiten Politik seit langem kaum noch wegzudenken. Nun bestimmen sie ma&szlig;geblich &uuml;ber die Seuchen- und Technologiepolitik der USA und der westlichen Welt. Das Ergebnis ist eine IT-konforme Gesellschaft.<br>\nDer Nationale Sicherheitsrat f&uuml;r k&uuml;nstliche Intelligenz der US-Regierung (NSCAI), geleitet von Eric Schmidt, beklagte im letzten Jahr in einer Pr&auml;sentation, dass China die USA bald bei der Nutzung von k&uuml;nstlicher Intelligenz und in der Folge auch geopolitischer Macht &uuml;berfl&uuml;geln werde. Und zwar weil die Digitalfirmen der USA von Datenschutzregeln und zu gut funktionierenden analogen L&ouml;sungen in ihrer Entwicklung gehemmt w&uuml;rden.<br>\nZu dem was Google und Microsoft schon lange gerne st&auml;rker digitalisieren w&uuml;rden, um ihre k&uuml;nstliche Intelligenz mit &auml;hnlich viel Daten trainieren zu k&ouml;nnen wie chinesische Gro&szlig;konzerne, geh&ouml;rt das Gesundheits- und das Schulwesen. Google ist au&szlig;erdem stark bei den sogenannten Smart Cities engagiert, musste dabei jedoch herbe R&uuml;ckschl&auml;ge einstecken, weil die B&uuml;rger die sch&ouml;ne neue Welt der total&uuml;berwachten, ferngesteuerten St&auml;dte eher als Bedrohung denn als Verhei&szlig;ung sahen.<br>\nDoch das ist nun Vergangenheit, wie Naomi Klein, die f&uuml;hrende kritische Expertin f&uuml;r Schocktherapie von widerstrebenden Gesellschaften, in The Intercept darlegt.<br>\nAm 8. Mai verk&uuml;ndete der B&uuml;rgermeister der Corona-geplagten Metropole New York, Adrew Cuomo, freudestrahlend zusammen mit dem per Video zugeschalteten Eric Schmidt, dass dieser eine Kommission leiten werde, die New York f&uuml;r die Nach-Corona-Zeit &bdquo;neu erfindet&ldquo;. In jeden Bereich des t&auml;glichen Lebens soll die digitale Technologie integriert werden. &bdquo;Unsere ersten Priorit&auml;ten hei&szlig;en Tele-Gesundheit und Fernlernen und Breitbandanschl&uuml;sse&ldquo;, k&uuml;ndigte er an.<br>\nErst am Vortag hatte Cuomo eine Partnerschaft mit der Bill &amp; Melinda Gates Foundation verk&uuml;ndet, um ein &bdquo;kl&uuml;geres&ldquo; Bildungssystem zu entwickeln. Die Pandemie habe eine Situation geschaffen, freute er sich, die es m&ouml;glich mache, Gates vision&auml;re Ideen wahr zu machen. &bdquo;Wozu all diese Geb&auml;ude, all diese physischen Klassenzimmer, wo wir doch diese Technologie haben&ldquo;, fragte er rhetorisch. Was spielt es da f&uuml;r eine Rolle, dass die meisten Studien bisher zu dem Ergebnis kommen, dass digitales Lernen nicht gut funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/schmidt-new-york\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politik der Verschw&ouml;rung<\/strong><br>\nAll diese Spinner und Wirrk&ouml;pfe, die nicht einfach hinnehmen, was man ihnen an Infos bietet, ja, die sich sogar auf Verschw&ouml;rungstheorien zur&uuml;ckziehen, scheinen vielen da drau&szlig;en unerkl&auml;rlich. Sind sie aber gar nicht. Sie sind das Produkt einer politischen Vertrauenskrise. Und an Vertrauen mangelt es nicht erst seit neulich.<br>\nDenn wer sich verschw&ouml;rerischen Gedanken hingibt, der vertraut ja nicht dem, was offiziell und allgemein anerkannt als die wahren Umst&auml;nde deklariert wird. Er vertraut nicht dem Massenstrom, hat das Vertrauen abgelegt oder gar nie entwickelt. Au&szlig;erhalb des allgemeinen Kontextes sucht er nach Antworten. Lassen wir den Aspekt mal beiseite, ob er da was findet oder nicht, was eine allgemeinen Betrachtung verdienen w&uuml;rde: Jedenfalls ist er ein Abtr&uuml;nniger, ein Ausgesto&szlig;ener aus dem Vertrauensmodus, in dem wir unser Leben eingerichtet haben. Sie sind aus dem Vertrauen ausgeschert. &hellip;.<br>\nDie Eliten haben sich mit einer Ideologie der Ungleichheit, einer &Ouml;konomie des Unausgeglichenheit und einer Triebfreude an der Ausbeutung der Schw&auml;cheren zu einer Verschw&ouml;rung verabredet. Das ist nicht bildlich gemeint, nicht so, wie es Verschw&ouml;rungsj&uuml;nger oft meinen. Man spricht sich nicht bei einer Sitzung ab. Es entwickelt sich. Bis es normal ist. Und dann h&auml;lt man daran fest. Wider aller Argumente und Fakten, die gegen diesen Kurs sprechen. Das Festhalten ist die Verschw&ouml;rung. Das Vertrauen in die, die f&uuml;r die Allgemeinheit im Einsatz sein sollten, schwindet w&auml;hrenddessen weiter. Wird zum neuen Watergate. Ohne Hotel. Ohne Einbrecher und Deep Throat. Aber mit denselben Konsequenzen f&uuml;r die Gesellschaft. Man wendet sich ab, sucht Alternativen. Verschw&ouml;rt sich gegen das allgemeine Bild, das man uns vermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2020\/05\/vertrauen-politik-der-verschwoerung\/\">Roberto J. De Lapuente auf Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Digitalisierung: Speerspitze des Neoliberalismus<\/strong><br>\nMit der Digitalisierung wollen sich die Herrschenden ihren Traum von l&uuml;ckenloser &Uuml;berwachung und Verhaltenssteuerung in naher Zukunft erf&uuml;llen.<br>\nDigitalisierung ist nicht nur eine skurrile Idee von Christian Lindner &ndash; sie ist die Zukunft, die die Eliten &uuml;ber uns verh&auml;ngt haben, die sie uns auf Teufel komm raus aufzwingen und aufschwatzen werden.<br>\nDie Digitalisierung ist Sirenenton, Trojanisches Pferd und Rammbock zur endg&uuml;ltigen Durchsetzung der &bdquo;Kannibalistischen Weltordnung&ldquo;.<br>\nSie wird mit Einwilligung der technik-affinen Mehrheit bisher nicht da gewesene Exzesse der &Uuml;berwachung erm&ouml;glichen. Sie wird ein wachsendes Heer von &Uuml;berfl&uuml;ssigen produzieren &ndash; nat&uuml;rlich ohne Arbeitszeiten zu verk&uuml;rzen, vielmehr um den Druck auf Arbeitslose und Arbeitende zu erh&ouml;hen. Sie wird die Privatsph&auml;re abschaffen und soziale Kontrolle auch au&szlig;erhalb des Arbeitsplatzes perfektionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/02\/29\/digitalisierung-speerspitze-des-neoliberalismus\/\">Neue Debatte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Westen &ndash; auch in Deutschland &ndash; wird China Massen&uuml;berwachung u.a. per App vorgeworfen. Zu bef&uuml;rchten ist, dass auch eine &ldquo;Corona-App&rdquo; der &Uuml;berwachung von Massen dienen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Artikel weist au&szlig;erdem auf eine Wirtschaftskrise 2019 hin als deren Folge die Zahl der erwerbslosen Personen steigen werde. Erinnert sei an einen &auml;lteren Artikel des &ldquo;manager magazin&rdquo;. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/schulden-und-rezession-2019-wird-das-jahr-der-krisen-in-der-euro-zone-a-1240458-4.html\">2019 kehren die Krisen zur&uuml;ck<\/a>&rdquo; ist u.a. zu lesen: &ldquo;Unsere Infrastruktur ist derweil deutlich schlechter als in anderen L&auml;ndern der EU. Kurzfristig ben&ouml;tigen wir 120 Milliarden f&uuml;r das N&ouml;tigste. Mittelfristig m&uuml;ssen wir die Ausgaben nachhaltig erh&ouml;hen, was mindestens einem Betrag von zus&auml;tzlich 750 Milliarden Euro in den kommenden 30 Jahren entspricht.&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Ist es nun Zufall, dass der Deutsche Bundestag Ende M&auml;rz finanzielle Hilfe in exakt dieser H&ouml;he beschlossen hat? In Focus Online ist zu lesen: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/konjunktur\/bund-und-laender-versprechen-massive-hilfen-750-milliarden-euro-das-ist-die-corona-quittung-die-deutschland-jetzt-zahlt_id_11813526.html\">750 Milliarden Euro! Das ist die Corona-Quittung, die Deutschland jetzt zahlt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Da k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, das neue Corona-Virus w&auml;re genau rechtzeitig gekommen, um von einer Krise der Wirtschaft ablenken zu k&ouml;nnen. Aber das w&auml;ren wohl verschw&ouml;rungstheoretische Gedanken &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ballermann der Alpen<\/strong><br>\nBis M&auml;rz 2020 war Ischgl ein gut gehender Tiroler Skiort. 12.000 G&auml;stebetten bei 1.600 Einwohnern, hundert garantierte Schneetage auf dreihundert Pistenkilometern, die Skilifte der bis in die Schweiz reichenden &bdquo;Silvretta Arena&ldquo; konnten 93.000 Personen pro Stunde auf den Berg schaufeln. Die Saison wurde mit dem Konzert eines Weltstars er&ouml;ffnet und beendet: &bdquo;Top of the Mountains&ldquo;. Eine &Uuml;bernachtung kostete Hunderte von Euro, die G&auml;ste waren reich oder Skandinavier.Seit M&auml;rz 2020 ist Ischgl ein Schandfleck. In der Apr&egrave;s-Ski-Bar Kitzloch arbeitete offenbar infiziertes Personal, und ein norwegischer Barmann lieh G&auml;sten seine Trillerpfeife, etwa wenn eine D&auml;nin hundert Schn&auml;pse zu ihrem Tisch trug.  &hellip;. Ischgl wird vorgeworfen, das Gesch&auml;ft trotz Corona noch tagelang mitgenommen zu haben. 25 Corona-Tote werden auf Ischgl zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, f&uuml;r Island und Norwegen d&uuml;rfte Ischgl die Corona-Hauptquelle gewesen sein.<br>\nDa ich unm&ouml;glich aus &Ouml;sterreich rauskomme, fahre ich eben nach Ischgl. Mich interessiert vor allen Dingen der &ouml;rtliche Guru G&uuml;nther Aloys. Er schlug einen Snow-Park in den K&ouml;rperformen von Pamela Anderson vor, wollte einen k&uuml;nstlichen See mit K&ouml;nigspinguinen sowie ein gl&auml;sernes 150-Meter-Gipfelkreuz mit Turbolift. Und er verkauft Prosecco in B&uuml;chsen, Name des Produkts: Rich. &hellip;<br>\nAloys&rsquo; Vorzug ist, dass er gro&szlig;m&auml;ulig ausposaunt, was sich andere Touristiker nur insgeheim denken. &Uuml;ber die Alpen sagt er: &bdquo;Ein gro&szlig;er Entertainmentpark, nichts anderes.&ldquo; &Uuml;ber den Klimawandel: &bdquo;Wir haben in Ischgl 1.200 Schneekanonen, das interessiert uns nicht. Die Natur darf in unserem Business &uuml;berhaupt keine Rolle spielen.&ldquo; Er beteuert, dass nur drei Prozent der Kommunenfl&auml;che touristisch genutzt werden w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ballermann-der-alpen\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Irres Tempo<\/strong><br>\nChina ist in vielerlei Hinsicht das f&uuml;hrende Land des 21. Jahrhunderts, nicht nur, aber vor allem auch bei technologischen Innovationen<br>\nIn der chinesischen Innovationsdynamik gibt es technologisch Bemerkenswertes, wie die Quantentechnologie und die sogenannten Quantencomputer, den Vorsprung bei Fluggeschwindigkeiten in der (defensiven) Milit&auml;rtechnologie, bei E-Mobilit&auml;t, alternativen Antrieben und intelligenter Infrastruktur, bei Bezahlsystemen und in anderen Bereichen.<br>\nDer ehemalige US-Milit&auml;ringenieur und heutige selbstst&auml;ndige Blogger Fred Reed liefert hierzu erstaunliche Aussagen. Er schreibt etwa &uuml;ber das solarbetriebene Flugzeug, das in 20 Kilometern H&ouml;he fliegt und monatelang in der Luft bleiben kann, &uuml;ber die Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge, die zentral sind f&uuml;r die k&uuml;nftige (gegen&uuml;ber Flugzeugen und Hochseeschiffen &ouml;kologischere) schnelle Landverbindung zwischen Europa und Asien, oder &uuml;ber Investitionen in Solarenergie, um die Abh&auml;ngigkeit vom &Ouml;l zu mindern, vor allem aus dem Persischen Golf und den entsprechenden Meerestransportwegen, die anf&auml;llig f&uuml;r Blockaden durch die US-Marine sind.<br>\nDas sogenannte Nationale Innovationssystem Chinas etwa im Bereich der Fotovoltaik ist intensiv beforscht worden. Diese Studien haben bekannte, typische Merkmale des Innovationssystems best&auml;tigt, etwa die kombinierten &ldquo;Treiber&rdquo; von Regierungspl&auml;nen und Marktdynamiken (&ldquo;Staat und Markt&rdquo;), von lokalen Vernetzungen und internationalem Wettbewerb oder nationalen &ouml;ffentlichen Forschungs- und Entwicklungs-(FUE-)Investitionen und lokaler Wirtschaftsf&ouml;rderung.<br>\nUnd nur durch &ouml;ffentliche Orientierung, F&ouml;rderung und Koordination der zahlreichen privaten innovativen Aktivit&auml;ten konnte China der lang anhaltende Nach- und Aufholprozess gelingen, der ja insgesamt in der j&uuml;ngeren Geschichte einmalig ist.1<br>\nChinas Innovationsdynamik ist intensiv auch unter dem Aspekt vorliegender Patentstatistiken analysiert worden. Bereits 2014 wurde China die mit wachsendem Abstand f&uuml;hrende Innovationsnation, was die Zahl der Patentanmeldungen betrifft: Inzwischen verzeichnet das Land mehr als die H&auml;lfte aller Patentanmeldungen weltweit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Irres-Tempo-4722802.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-61090","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=61090"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61090\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61093,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61090\/revisions\/61093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=61090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=61090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=61090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}