{"id":61180,"date":"2020-05-24T09:00:34","date_gmt":"2020-05-24T07:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180"},"modified":"2020-05-22T10:41:44","modified_gmt":"2020-05-22T08:41:44","slug":"hinweise-der-woche-161","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h01\">Medien fordern bessere Corona-Daten vom RKI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h02\">Medizinische Fachverb&auml;nde fordern: Kitas und Grundschulen wieder uneingeschr&auml;nkt &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h03\">Exclusive: Countries to face a &lsquo;wave&rsquo; of corporate lawsuits challenging emergency COVID-19 measures<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h04\">Google und Microsoft d&uuml;rfen erst New York, dann die Welt nach ihrem Geschmack umgestalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h05\">Vertrauen ohne Kontrolle: Datenschutz ausgehebelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h06\">Lieferketten unter Corona: Den Letzten bei&szlig;en die Hunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h07\">Weitergedacht &ndash; Die Wagenknecht-Kolumne: Was Deutschland jetzt braucht, um den Wohlstand der Mittelschicht zu retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h08\">Gewerkschaft bef&uuml;rchtet Abbau von mehr als 10.000 Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h09\">Pflege-Mindestlohn: 53 Jahre Arbeit f&uuml;r Rente auf Niveau der Grundsicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h10\">Schockwellenreiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h11\">Nord Stream 2: Russland allein gelassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h12\">Was heute Mainstream ist, war im Januar Verschw&ouml;rungstheorie und umgekehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180#h13\">Verschw&ouml;rungstheorien: Wem geh&ouml;rt die Wahrheit?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Medien fordern bessere Corona-Daten vom RKI<\/strong><br>\nDutzende auf die Auswertung von Datens&auml;tzen spezialisierte Journalistinnen und Journalisten fordern vom Robert Koch-Institut (RKI) eine Art Super-Datenbank zu Corona &ndash; auch, um Verschw&ouml;rungsphantasien eindeutige Fakten entgegenzusetzen. In einem &ldquo;#OpenCoronaData-Appell&rdquo; an RKI-Pr&auml;sident Lothar Wieler vom Montag, den 45 Datenjournalisten unterzeichnet haben, hei&szlig;t es unter anderem: &ldquo;Um den gesellschaftlichen und politischen Diskurs &uuml;ber die richtigen Entscheidungen in dieser Krise evidenz- und faktenbasiert zu begleiten und zu bereichern&rdquo;, br&auml;uchten Medien umfassende Informationen zur Epidemie. &ldquo;Leider reichen die Daten, die das Robert Koch-Institut bisher ver&ouml;ffentlicht, daf&uuml;r nicht aus.&rdquo; &hellip;. Die Unterzeichner stammen aus diversen ARD-Redaktionen, dem ZDF, vom &ldquo;Spiegel&rdquo;, von der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; und auch von Regionalzeitungen wie der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; und dem &ldquo;S&uuml;dkurier&rdquo;. Koordiniert hat die Initiative Johannes Schmid-Johannsen vom SWR. &ldquo;Momentan basieren viele Verlaufskurven auf Sch&auml;tzungen und N&auml;herungen, damit sind sie gar nicht korrekt&rdquo;, sagt er gegen&uuml;ber ZAPP. &ldquo;Was wir brauchen, ist ein konsistenter Datensatz mit den wesentlichen Merkmalen zu jedem einzelnen Fall, zentral angeboten vom RKI, der uns auch &uuml;ber eine lange Zeit erlaubt, damit verl&auml;sslich zu rechnen &ndash; auch r&uuml;ckwirkend.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/Medien-fordern-bessere-Corona-Daten-vom-RKI,robertkochinstitut112.html\">NDR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/datenjournalistinnen-fordern-offene-corona-daten\/\">Brief an das Robert-Koch-Institut &ndash; Datenjournalist:innen fordern offene Corona-Daten<\/a>\n<blockquote><p>&bdquo;Wir ben&ouml;tigen daher umfassende Informationen zu dieser Epidemie, um den gesellschaftlichen und politischen Diskurs &uuml;ber die richtigen Entscheidungen in dieser Krise evidenz- und faktenbasiert zu begleiten und zu bereichern. Das gelingt in besonderer Weise, wenn wir dazu verl&auml;ssliche Daten darstellen und analysieren k&ouml;nnen. Leider reichen die Daten, die das Robert Koch-Institut bisher ver&ouml;ffentlicht, daf&uuml;r nicht aus. Auch die Art der Ver&ouml;ffentlichung (z.B. in text- und bildbasierten Berichten, statt in maschinenlesbaren Datens&auml;tzen) hindert uns daran, die Bev&ouml;lkerung ausreichend &uuml;ber die Epidemie zu informieren.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Besser sp&auml;t als nie? Die bisherige Kritiklosigkeit der gro&szlig;en Medien an der Arbeit des RKI z&auml;hlt wohl mit zu den gr&ouml;&szlig;ten medialen Vers&auml;umnissen der letzten Jahre.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Medizinische Fachverb&auml;nde fordern: Kitas und Grundschulen wieder uneingeschr&auml;nkt &ouml;ffnen<\/strong><br>\nF&uuml;r etwa zehn Millionen Sch&uuml;ler und Kitakinder ist der Alltag noch immer nicht so, wie er einmal war. Der eingeschr&auml;nkte Betrieb von Kitas und Schulen st&ouml;&szlig;t auf Kritik. Nun fordern medizinische Fachverb&auml;nde, die Einrichtungen wieder uneingeschr&auml;nkt zu &ouml;ffnen. [&hellip;]<br>\nSo steht etwa in der Stellungnahme, dass die Kinder weder Abstand wahren noch Masken tragen m&uuml;ssten. &ldquo;Entscheidender als die individuelle Gruppengr&ouml;&szlig;e ist die Frage der nachhaltigen Konstanz der jeweiligen Gruppe und Vermeidung von Durchmischungen.&rdquo; Ferner hei&szlig;t es im Papier:<br>\nKinder k&ouml;nnen in Grundregeln der Hygiene wie H&auml;ndewaschen und achtsames Hygieneverhalten im Umgang miteinander, beim Essen und in den Sanit&auml;reinrichtungen spielerisch und kindgerecht unterwiesen werden. Dies und die dazu erfoderliche angemessene Ausstattung aller Schultoiletten und H&auml;ndewaschpl&auml;tze mit Seifenspendern und Papierhandt&uuml;chern h&auml;tte nach heutigem Wissensstand langfristig erhebliche positive Auswirkungen auf die Ausbreitung vieler anderer kontagi&ouml;ser Erreger in solchen Einrichtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/102648-medizinische-fachverbande-fordern-kitas-und\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mediziner berichten von massiver Gewalt gegen Kinder<\/strong><br>\n&Auml;rzte sind alarmiert: Sie sehen Verletzungen wie sonst nur nach Autounf&auml;llen. Die Zahl der Anrufe bei der Kinderschutzhotline steigt stark.<br>\nKinder&auml;rztepr&auml;sident Thomas Fischbach hatte gegen&uuml;ber der NOZ betont: &bdquo;Der rein virologische Blick auf die Lage ist nicht ausreichend.&ldquo; Gerade f&uuml;r Kinder sei der soziale Kontext von existenzieller Bedeutung. &bdquo;Das dauerhafte Einsperren der Kinder f&uuml;hrt zu innerfamili&auml;ren Konflikten&ldquo;, so Fischbach.<br>\nAuch weltweit hat die Gewalt gegen Kinder einem Bericht der Hilfsorganisation World Vision zufolge w&auml;hrend der Coronavirus-Pandemie stark zugenommen. In Bangladesch beispielsweise h&auml;tten Eltern und Erziehungsberechtigte Kinder 42 Prozent h&auml;ufiger geschlagen und es habe 40 Prozent mehr Anrufe beim Kinder-Not-Telefon gegeben, hei&szlig;t es in einem am Freitag in Berlin ver&ouml;ffentlichten Bericht von World Vision.<br>\nDie Organisation rechnet damit, dass die Gewalt gegen Kinder infolge der Coronavirus-Krise weltweit um mindestens 20 Prozent ansteigt. Ein Grund f&uuml;r diese Situation ist nach Auffassung der Advocacy-Direktorin von World Vision International, Dana Buzducea, die Schlie&szlig;ung von Schulen und anderen sozialen Einrichtungen. Kindern fehle der Schutz und die Unterst&uuml;tzung, die sie dort sonst erhielten, so Buzducea. &bdquo;Das Zuhause ist nicht f&uuml;r alle Kinder ein sicherer Ort und durch Kontaktsperren sind viele Familienmitglieder mit gewaltt&auml;tigen Menschen isoliert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nebenwirkung-des-lockdowns-mediziner-berichten-von-massiver-gewalt-gegen-kinder\/25833740.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Exclusive: Countries to face a &lsquo;wave&rsquo; of corporate lawsuits challenging emergency COVID-19 measures<\/strong><br>\nResearch claims top law firms are preparing to &lsquo;cash in&rsquo; on the pandemic by helping corporations sue states for measures that have impaired profits.<br>\nCountries could soon face a &lsquo;wave&rsquo; of multi-million dollar lawsuits from multinational corporations claiming compensation for measures introduced to protect people from COVID-19 and its economic fallout, according to a new report.<br>\nResearchers have identified more than twenty corporate law firms offering services to mount such cases, which would seek compensation from states for measures that have negatively impacted company profits &ndash; including lost future profits.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.opendemocracy.net\/en\/oureconomy\/wave-of-corporate-lawsuits-challenging-emergency-covid-19-measures\/\">openDemocracy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was f&uuml;r Aussichten. Kanzleien wie Shearman &amp; Stirling wittern ein gutes Gesch&auml;ft mit Hilfe der fragw&uuml;rdigen Investoren-Schiedsgerichte ISDS und auf dem Pr&auml;sidentenstuhl des Bundesverfassungsgerichts sitzt mit Stephan Harbarth ein ehemaliger Miteigent&uuml;mer dieser Kanzlei. Derweil regt sich eine Regionalpartei aus dem S&uuml;den furchtbar dar&uuml;ber auf, wer an das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern gew&auml;hlt wird.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Regierungen drohen Schadensersatzklagen wegen Corona-Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nLaut einer Studie &ldquo;bereitet die Anwaltsindustrie &uuml;berall auf der Welt Klagen&rdquo; dagegen vor. Doch was ist gerechtfertigt und wo beginnt das Fehlverhalten einer Regierung?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klage-schadenersatz-regierung-investoren-1.4911746\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Google und Microsoft d&uuml;rfen erst New York, dann die Welt nach ihrem Geschmack umgestalten<\/strong><br>\nDer ehemalige Chef von Google, Eric Schmidt, und der ehemalige Chef von Microsoft, Bill Gates, sind aus der US-amerikanischen und zum Teil weltweiten Politik seit langem kaum noch wegzudenken. Nun bestimmen sie ma&szlig;geblich &uuml;ber die Seuchen- und Technologiepolitik der USA und der westlichen Welt. Das Ergebnis ist eine IT-konforme Gesellschaft.<br>\nDer Nationale Sicherheitsrat f&uuml;r k&uuml;nstliche Intelligenz der US-Regierung (NSCAI), geleitet von Eric Schmidt, beklagte im letzten Jahr in einer Pr&auml;sentation, dass China die USA bald bei der Nutzung von k&uuml;nstlicher Intelligenz und in der Folge auch geopolitischer Macht &uuml;berfl&uuml;geln werde. Und zwar weil die Digitalfirmen der USA von Datenschutzregeln und zu gut funktionierenden analogen L&ouml;sungen in ihrer Entwicklung gehemmt w&uuml;rden.<br>\nZu dem was Google und Microsoft schon lange gerne st&auml;rker digitalisieren w&uuml;rden, um ihre k&uuml;nstliche Intelligenz mit &auml;hnlich viel Daten trainieren zu k&ouml;nnen wie chinesische Gro&szlig;konzerne, geh&ouml;rt das Gesundheits- und das Schulwesen. Google ist au&szlig;erdem stark bei den sogenannten Smart Cities engagiert, musste dabei jedoch herbe R&uuml;ckschl&auml;ge einstecken, weil die B&uuml;rger die sch&ouml;ne neue Welt der total&uuml;berwachten, ferngesteuerten St&auml;dte eher als Bedrohung denn als Verhei&szlig;ung sahen.<br>\nDoch das ist nun Vergangenheit, wie Naomi Klein, die f&uuml;hrende kritische Expertin f&uuml;r Schocktherapie von widerstrebenden Gesellschaften, in The Intercept darlegt.<br>\nAm 8. Mai verk&uuml;ndete der B&uuml;rgermeister der Corona-geplagten Metropole New York, Adrew Cuomo, freudestrahlend zusammen mit dem per Video zugeschalteten Eric Schmidt, dass dieser eine Kommission leiten werde, die New York f&uuml;r die Nach-Corona-Zeit &bdquo;neu erfindet&ldquo;. In jeden Bereich des t&auml;glichen Lebens soll die digitale Technologie integriert werden. &bdquo;Unsere ersten Priorit&auml;ten hei&szlig;en Tele-Gesundheit und Fernlernen und Breitbandanschl&uuml;sse&ldquo;, k&uuml;ndigte er an.<br>\nErst am Vortag hatte Cuomo eine Partnerschaft mit der Bill &amp; Melinda Gates Foundation verk&uuml;ndet, um ein &bdquo;kl&uuml;geres&ldquo; Bildungssystem zu entwickeln. Die Pandemie habe eine Situation geschaffen, freute er sich, die es m&ouml;glich mache, Gates vision&auml;re Ideen wahr zu machen. &bdquo;Wozu all diese Geb&auml;ude, all diese physischen Klassenzimmer, wo wir doch diese Technologie haben&ldquo;, fragte er rhetorisch. Was spielt es da f&uuml;r eine Rolle, dass die meisten Studien bisher zu dem Ergebnis kommen, dass digitales Lernen nicht gut funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/schmidt-new-york\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu: <strong>Screen New Deal<\/strong><br>\nUnder Cover of Mass Death, Andrew Cuomo Calls in the Billionaires to Build a High-Tech Dystopia<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2020\/05\/08\/andrew-cuomo-eric-schmidt-coronavirus-tech-shock-doctrine\/\">Naomi Klein auf The Intercept<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vertrauen ohne Kontrolle: Datenschutz ausgehebelt<\/strong><br>\nDer Bundestag ignoriert mit dem zweiten Pandemieschutzgesetz den Datenschutz. Das Justizministerium schweigt. Heiko Maas beweist tiefschwarzen Humor &ndash; Ein Kommentar [&hellip;]<br>\nAm 14. Mai wurde in Bezug auf das informationelle Selbstbestimmungsrecht der B&uuml;rger gegen den ausdr&uuml;cklichen Protest des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber die staatliche Begr&uuml;ndungspflicht f&uuml;r Grundrechtseingriffe faktisch ausgesetzt.<br>\nOhne eine rechtsstaatlichen Prinzipien gen&uuml;gende Begr&uuml;ndung beschloss der Bundestag mit dem zweiten Pandemieschutzgesetz, dass k&uuml;nftig u.a. bundesweit personenbezogene Daten von nicht infizierten B&uuml;rgern nach erfolgter negativer Testung (SARS-CoV und SARS-CoV-2) staatlich erfasst und an das Gesundheitsminister Spahn unterstellte Robert-Koch-Institut weitergeleitet werden m&uuml;ssen (Spahn will auch Daten von Nicht-Infizierten). [&hellip;]<br>\nGut eine Stunde sp&auml;ter bewies der deutsche Au&szlig;enminister seinen Sinn f&uuml;r tiefschwarzen Humor. Nachdem die Regierungskoalition gerade unter Missachtung des rechtsstaatlichen Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzips erhebliche Eingriffe in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung durchs Parlament gebracht hatte, verteidigte Maas im Bundestag leidenschaftlich die europ&auml;ische Grundwerte-Initiative in der Corona-Krise und betonte dabei auch die Bedeutung des rechtsstaatlichen Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzips. Es reiche nicht aus, verk&uuml;ndete Maas mit &auml;u&szlig;erst ernstem Gesichtsausdruck, &rdquo; sich nur rhetorisch zu diesen Grundwerten zu bekennen. Diese Werte m&uuml;ssen gelebt werden! [&hellip;] Und dort, wo das nicht der Fall ist, muss dem in aller Form widersprochen werden!&rdquo;<br>\nDas sah nach dem Bundestag einen Tag sp&auml;ter auch der Bundesrat ein wenig anders. Unter Tagesordnungspunkt 71 wurde im Schnellverfahren das Pandemiegesetz samt Eingriffen in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung durchgewinkt. Jetzt muss nur noch der Bundespr&auml;sident unterschreiben. Der hatte erst letztes Jahr anl&auml;sslich der gro&szlig;en Feierlichkeiten zum 70-j&auml;hrigen Bestehen des Grundgesetzes bem&auml;ngelt, dass die Deutschen ihre Verfassung zu wenig kennen w&uuml;rden. Hoffen wir, dass wenigstens er sie kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vertrauen-ohne-Kontrolle-Datenschutz-ausgehebelt-4723641.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r? Arbeitgeber d&uuml;rfen k&uuml;nftig Impfstatus &ldquo;verarbeiten&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bundestag nahm am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit ein Zweites Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite an. Kritiker wurden als &ldquo;Verschw&ouml;rungsideologen und Merkel-Hasser&rdquo; diffamiert, dabei birgt das Gesetz durchaus Konfliktpotential.<br>\nEine halbe Stunde lang debattierten die Bundestagsabgeordneten am 14. Mai &uuml;ber die vom Gesundheitsministerium eingebrachte und durch die CDU\/CSU bearbeitete Drucksache 19\/18967. Am Ende stimmten 369 Abgeordnete (ausschlie&szlig;lich CDU\/CSU und SPD) daf&uuml;r, 214 dagegen, 63 enthielten sich und weitere 63 gaben ihren Stimmzettel erst gar nicht ab. Damit wurde der Gesetzesentwurf mit einigen wenigen Anpassungen f&uuml;r das Zweite Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite angenommen.<br>\nWer Kritik an dem versch&auml;rften Gesetz &uuml;bt, wird umgehend als &ldquo;Verschw&ouml;rungsideologe und Merkel-Hasser&rdquo; abgeb&uuml;gelt, wie es beispielsweise der Staatsminister f&uuml;r Europa, Michael Roth (SPD), getan hat.<br>\nAuch wenn es durchaus krude Verschw&ouml;rungstheorien im Umlauf gibt, verhindert man aber mit einer solchen Pauschalisierung eine dringend notwendige politische Auseinandersetzung mit Themen, die selbst der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung kritisiert. Denn worauf dieses neue Gesetz abzielt, sind unsere pers&ouml;nlichen Gesundheitsdaten und eine l&uuml;ckenlose Nachverfolgung von Infektionsketten. Selbst wenn nur der Verdacht einer Infektion besteht &ndash; wobei unklar ist, wie genau solch ein Verdacht aussieht und wer das festlegt &ndash;, soll das Umfeld der betroffenen Person mit Namen und Adresse gemeldet werden. (&hellip;)<br>\nDass die Bedenken des Datenschutzbeauftragen der Bundesregierung nicht unbegr&uuml;ndet sind, zeigt die vom Bundestag angenommene &Auml;nderung (Seite 20 der Drucksache 19\/18967) von &sect; 23a des Infektionsschutzgesetzes. Darin hei&szlig;t es neu im ersten Satz:<br>\nSoweit es zur Erf&uuml;llung von Verpflichtungen aus &sect; 23 Absatz 3 in Bezug auf &uuml;bertragbare Krankheiten erforderlich ist, darf der Arbeitgeber personenbezogene Daten eines Besch&auml;ftigten &uuml;ber dessen Impf- und Serostatus verarbeiten, um &uuml;ber die Begr&uuml;ndung eines Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses oder &uuml;ber die Art und Weise einer Besch&auml;ftigung zu entscheiden.<br>\nMit anderen Worten d&uuml;rfen demnach Arbeitgeber solche sensiblen medizinischen Daten verlangen, die eigentlich von der DSGVO gesch&uuml;tzt sind, um sie als Entscheidungshilfen bei Personalfragen zu benutzen.<br>\nAuch wenn in dem neuen Gesetz nirgendwo von einer Impfpflicht die Rede ist, wie es der SPD-Politiker Michael Roth korrekt wiedergibt, so bedarf es keiner besonderen Verschw&ouml;rungstheorien, um sich vorzustellen, dass sich Menschen gen&ouml;tigt f&uuml;hlen werden, sich doch eines Tages impfen zu lassen, wenn davon der eigene Job oder der positive Verlauf eines Bewerbungsgespr&auml;chs abh&auml;ngig ist. Vorausgesetzt nat&uuml;rlich, dass ein Impfstoff existiert.<br>\nVerwerflich ist hingegen die Art und Weise, wie Roth das Thema Impfpflicht abschmettert. Es sei &ldquo;eine komische, verquaste Mischung aus Verschw&ouml;rungsideologen, aus Merkel-Hassern und irgendwelchen Fantasten&rdquo;, die &ldquo;verantwortungslos&rdquo; solche Behauptungen aufstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/102502-impfpflicht-ueber-hintertuer-arbeitgeber-duerfen\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Klingt wie: Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Eine Katastrophe, ein Gesetz mit einer derartigen Tragweite wird nach einer halbst&uuml;ndigen Debatte durchgewunken. Das Parlament macht sich gerade selbst &uuml;berfl&uuml;ssig. Kritik wird entsprechend den vorbereiteten Narrativ als &ldquo;Quatsch&rdquo; abqualifiziert. Unsere Demokratie h&auml;ngt wirklich an einem seidenen Faden.<br>\nUnd das ist eigentlich unglaublich:<br>\nSoweit es zur Erf&uuml;llung von Verpflichtungen aus &sect; 23 Absatz 3 in Bezug auf &uuml;bertragbare Krankheiten erforderlich ist, darf der Arbeitgeber personenbezogene Daten eines Besch&auml;ftigten &uuml;ber dessen Impf- und Serostatus verarbeiten, um &uuml;ber die Begr&uuml;ndung eines Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses oder &uuml;ber die Art und Weise einer Besch&auml;ftigung zu entscheiden.<br>\nWie ist das zu interpretieren? Kein Immunit&auml;tsnachweis,kein Impfnachweis, kein Job? Das &ouml;ffnet der Diskriminierung und Stigmatisierung T&uuml;r und Tor. Wie unser Leser schreibt: Niemand hat die Absicht eine Impfpflicht einzuf&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lieferketten unter Corona: Den Letzten bei&szlig;en die Hunde<\/strong><br>\nAls Adidas im M&auml;rz ank&uuml;ndigte, aufgrund der Coronakrise die Mietzahlungen f&uuml;r seine Filialen auszusetzen, brach &uuml;ber das Unternehmen eine Welle der Emp&ouml;rung herein. Ob Katarina Barley oder Andreas Scheuer: Politiker*innen jeder Couleur gei&szlig;elten das unsolidarische Gebaren des Milliardenkonzerns, der die Krise schamlos ausnutze und die Kosten auf andere abw&auml;lze.<br>\nDie Kritik war berechtigt. Weitaus skandal&ouml;ser und verheerender ist jedoch der aktuelle Umgang zahlreicher Modekonzerne mit ihren Zulieferbetrieben in Bangladesch, Pakistan, Kambodscha oder Myanmar. Im M&auml;rz stornierten sie kurzerhand Bestellungen in Milliardenh&ouml;he und verweigerten die Zahlung selbst f&uuml;r bereits produzierte Textilien. Betroffen sind diesmal keine wohlhabenden Immobilieneigent&uuml;mer, sondern Millionen Frauen und M&auml;nner, die daraufhin meist fristlos entlassen und ohne Abfindung nach Hause geschickt wurden. Die stets vollmundigen Bekenntnisse der Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte in den Zulieferbetrieben sind vergessen. Was z&auml;hlt, ist die Minimierung der Kosten um jeden Preis. &hellip;<br>\nEinmal mehr steht der Textilsektor paradigmatisch f&uuml;r die Schattenseiten des neoliberalen Turbokapitalismus. Mit bis zu zw&ouml;lf Kollektionen im Jahr ist die Branche auf extrem kurze und kosteng&uuml;nstige Produktionszyklen ausgelegt. Um die Nachfrage bei den Verbraucher*innen am Laufen zu halten, m&uuml;ssen die Preise niedrig sein. Daher m&uuml;ssen die Kosten f&uuml;r Herstellung und Logistik gedr&uuml;ckt werden, wo es nur geht. Bezahlt wird die Ware allerdings erst 60 bis 90 Tage nach Erhalt.[7] Die Zulieferbetriebe tragen also das gesamte Risiko der Produktion &ndash; von der Materialbeschaffung bis zu den Lohnkosten.<br>\nDie letztlich Leidtragenden sind die Textilarbeiter*innen. Ein funktionierendes staatliches Sozialversicherungssystem gibt es in Bangladesch, wie in vielen anderen L&auml;ndern, nicht. Die bestehenden gesetzlichen Verpflichtungen f&uuml;r Arbeitgeber werden in der Realit&auml;t umgangen, denn es mangelt an effektiver staatlicher Kontrolle. Zudem sind die Gewinnmargen f&uuml;r die Textilproduzenten denkbar schmal, so dass selbst gewillte Arbeitgeber*innen ihre Belegschaft kaum angemessen absichern k&ouml;nnen.<br>\nDie Konsequenzen dieser Art des Wirtschaftens werden in den kommenden Wochen offensichtlich werden: Millionen von entlassenen Arbeiter*innen werden sich und ihre Familien nicht mehr ern&auml;hren, geschweige denn die Miete f&uuml;r Unterkunft und Kosten f&uuml;r Gesundheitsversorgungen zahlen k&ouml;nnen &ndash; und das alles in Zeiten einer weltweiten Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/mai\/lieferketten-unter-corona-den-letzten-beissen-die-hunde\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weitergedacht &ndash; Die Wagenknecht-Kolumne: Was Deutschland jetzt braucht, um den Wohlstand der Mittelschicht zu retten<\/strong><br>\nSchon in der letzten gro&szlig;en Finanzkrise hat der Motor der Globalisierung zu stottern begonnen. Mit Zollerh&ouml;hungen und verbalen Kampfansagen an Handelspartner streut US-Pr&auml;sident Trump seit Beginn seiner Amtszeit zus&auml;tzlich Sand ins Getriebe.<br>\nDer Ausbruch der Corona-Pandemie schlie&szlig;lich hat nicht nur globale Lieferketten zusammenbrechen lassen, sondern auch ein grelles Licht auf die Abh&auml;ngigkeit und Verletzbarkeit geworfen, in die sich eine Volkswirtschaft begibt, wenn Schl&uuml;sselelemente der Fertigung oder auch lebenswichtige G&uuml;ter wie Arzneimittel oder Schutzmasken nur noch am anderen Ende der Welt produziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/weitergedacht\/gastbeitrag-von-sahra-wagenknecht-billigimporte-zu-verhindern-ist-nicht-nationalistisch-sondern-demokratische-pflicht_id_12008736.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewerkschaft bef&uuml;rchtet Abbau von mehr als 10.000 Stellen<\/strong><br>\n&bdquo;Es droht ein dramatischer Stellenabbau&ldquo;, sagt der amtierende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel der Zeitung &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;: &bdquo;Die Deutsche Bahn AG will im Gegenzug f&uuml;r staatliche Hilfen etwa f&uuml;nf Milliarden Euro, davon etwa 2,25 Milliarden beim Personal, einsparen&ldquo;, f&uuml;hrt er aus. &bdquo;Die Umsetzung dieser Vereinbarung zwischen dem Konzern und der Bundesregierung hei&szlig;t im Klartext: Abbau von weit &uuml;ber 10.000 Stellen bei der Deutschen Bahn im gesamten Bundesgebiet.&ldquo;<br>\nDies m&uuml;sse unbedingt verhindert werden, so Hommel. Die Bahn-Mitarbeiter h&auml;tten in der Corona-Krise schlie&szlig;lich &bdquo;jeden Tag ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt&ldquo;, um den Zugverkehr aufrechtzuerhalten, betonte der Gewerkschaftschef. Er warnte vor &bdquo;einer knallharten Sparpolitik auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten mit einer Halbierung der Ausbildungspl&auml;tze und einem Stopp der dringend ben&ouml;tigten Neueinstellungen&ldquo;. Mitarbeitervertretung und Gewerkschaften m&uuml;ssten in einem &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r Besch&auml;ftigung und Mobilit&auml;t&ldquo; Regelungen f&uuml;r sichere Arbeitspl&auml;tze vereinbaren. Derzeit hat die Bahn in Deutschland etwa 213.000 Mitarbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/gewerkschaft-befuerchtet-bei-der-bahn-abbau-von-mehr-als-10-000-stellen-16773585.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Es wird Zeit, die DB wieder in eine non-Profit-Organisation zu &uuml;berf&uuml;hren und s&auml;mtliche Defizite ohne Wenn und Aber aus Steuermitteln zu decken. Niemand w&uuml;rde wohl auf die Idee kommen, zigtausende Soldaten bei der Bundeswehr zu entlassen oder den Sold zu k&uuml;rzen, blo&szlig; weil es im Vorjahr keinen Krieg gab. Immerhin macht die Bundeswehr in 2020 mindestens 47 Mrd. &euro; Verluste, die dann auch der Steuerzahler decken muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pflege-Mindestlohn: 53 Jahre Arbeit f&uuml;r Rente auf Niveau der Grundsicherung<\/strong><br>\nAuswertung der Antwort des BMAS auf eine schriftliche Frage, wie viele Jahre f&uuml;r den ab Juli 2020 geltenden Mindestlohn f&uuml;r Pflegehilfskr&auml;fte gearbeitet werden muss, um eine Rente in H&ouml;he der Grundsicherung zu erhalten<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/pflege-mindestlohn-53-jahre-arbeit-fuer-rente-auf-niveau-der-grundsicherung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schockwellenreiter<\/strong><br>\nIn der &ldquo;dritten Welle&rdquo; werden &ldquo;Ordnung und Daseinsvorsorge besser durch die Entscheidung von Leuten gew&auml;hrleistet, die au&szlig;erhalb des Staates, ja selbst au&szlig;erhalb der etablierten Einrichtungen des Expertenwissen &hellip; zu finden sind.&rdquo;<br>\nEin Schelm, der jetzt denkt, ich w&uuml;rde mit diesem Zitat auf den Informationsrevolution&auml;r und Nichtmediziner Gates anspielen! Es geht hier um eine Struktur, nicht um Einzelpersonen.<br>\nJonathan Simon wird gleich im folgenden Satz noch deutlicher:2<br>\nIn einer g&auml;nzlich umgewandelten postindustriellen Gesellschaft werden Entscheidungen in der Gesundheitsvorsorge &hellip; so weit wie m&ouml;glich durch Vertr&auml;ge und pers&ouml;nliche Entscheidungen zwischen Konsumenten und Anbietern geregelt.<br>\nJonathan Simon<br>\nKaum eine Seite weiter kommt er zu dem entscheidenden Punkt, dass sich die wirklichen Ver&auml;nderungen in dieser Gesellschaft &ldquo;zwischen den Staatsfunktionen&rdquo; abspielen. Die Tendenz geht weg von zur F&ouml;rderung von Einkommen und Lebensstandard. Das Resultat jener Wandlung sind &ldquo;Regierungsbem&uuml;hungen&rdquo;, die sich vollkommen auf &ldquo;Kriminalit&auml;tsfurcht und Parteinahme f&uuml;r Opfer&rdquo;, letztlich auf &Uuml;berwachen und Strafen richten. Simon nennt diese politische Kultur &ldquo;Regieren mittels Verbrechen&rdquo;.<br>\nMit &ldquo;Kriminalit&auml;tsfurcht&rdquo; ist die (methodisch erzeugte) Angst vor einer Zunahme von Verbrechen gemeint. Nun ist eine pandemisch wirkende Virus-Erkrankung noch kein Verbrechen &ndash; jedenfalls nicht, solange man die Ursachen erfolgreich ausblendet. Doch das Sich-Einf&uuml;hlen in die Opfer geschieht immer dann, wenn die B&uuml;rger glauben, jedermann k&ouml;nne jederzeit von einer Gefahr betroffen sein.<br>\nSimons heutzutage gut nachvollziehbare These ist deswegen, dass ein Herrschen durch Hervorhebung der Bedrohung jene Form von Staatlichkeit sei, die konsequent aus der &ldquo;Dritten Welle&rdquo; erw&auml;chst. Die Verschiebung wesentlicher Aufgaben des Staates in Richtung auf Plattform-Unternehmen und global operierende Konzerne geht schlussrichtig mit der laufenden &ldquo;Digitalisierung&rdquo; einher. (&hellip;)<br>\nWas wird heute getan angesichts der aktuellen Bewegungseinschr&auml;nkungen, gegen die massive Belastung der Bev&ouml;lkerung mit Risiken wie Junkfood, Stress, ganzt&auml;gigem Vor-dem-Bildschirm-hocken? Vor fast 30 Jahren, 1992-1994, habe ich gemeinsam mit Rob Moonen eine Recherche zu den Folgen &ldquo;sozialer Isolation und sensorischer Deprivation&rdquo; durchgef&uuml;hrt und als Buch ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDie Ergebnisse waren erschreckend. Schon nach kurzer Zeit der Einsperrung unter Sinnesentzug und ohne Kontakt zu anderen Menschen bricht unsere sog. &ldquo;Identit&auml;t&rdquo; zusammen. Denn das, was man meint &ldquo;zu sein&rdquo;, ergibt sich durch ein komplexes Gef&uuml;ge von Handlungen und Reaktionen. Fallen diese Impulse weg, wird man zum &ldquo;wei&szlig;en Blatt&rdquo;, das leicht neu &ldquo;beschreibbar&rdquo; ist. Insofern gesellt sich zu den oben beschriebenen k&ouml;rperlichen Auswirkungen des &ldquo;lockdown&rdquo; ein viel schlimmeres Risiko: der psychische Kollaps. (&hellip;)<br>\nZur stigmatisierenden Wortwahl geh&ouml;ren dabei nicht nur die Begriffe &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; und alle m&ouml;glichen Termini aus dem semantischen Feld von &ldquo;Faschismus&rdquo; (anti-semitisch, Neo-Nazi, rechts etc.). Zentral in diesem Feld: der Begriff &ldquo;Leugner&rdquo; (Fakten- oder Corona-Leugner, analog zu &ldquo;Holocaust-Leugner&rdquo;). Dem gegen&uuml;ber steht als Kampfbegriff an der &ldquo;framing&rdquo;-Front der &ldquo;ausgewiesene Fakten-Checker&rdquo;, der &ldquo;inglourious basterd&rdquo; in seiner Schlacht gegen die &ldquo;fake news&rdquo;.<br>\nWas ist das Geheimnis dieser neuen Berufsgruppe? Sie erspart uns das eigene Nachdenken. Sie macht aus einem &ldquo;strittigen Anliegen&rdquo; (Elisabeth Wehling, S.8) durch moralisches Framing eine unabdingbare Notwendigkeit. Vor ein paar Jahren hie&szlig;en solche Kampagnen noch &ldquo;spin doctoring&rdquo;. Der Spindoctor gibt der Angelegenheit einen &ldquo;besonderen Dreh&rdquo;. Das beschreibt den Aspekt der Inszenierung treffender als &ldquo;framing&rdquo;, das eher an politische Notwehr erinnert. (&hellip;)<br>\nMedikamente l&ouml;sen niemals soziale Probleme. Das gilt auch und insbesondere f&uuml;r Impfstoffe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schockwellenreiter-4720732.html?seite=all\">Olaf Arndt in Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Dieser &ndash; zugegeben recht umfangreiche &ndash; Artikel erl&auml;utert sehr sch&ouml;n, die im Moment benutzten sprachlichen Methoden von Politik und Medien und ihre Auswirkungen auf uns als Gesellschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nord Stream 2: Russland allein gelassen<\/strong><br>\nRussland stehen schwierige Zeiten bevor. Gem&auml;&szlig; National Defense Authorization Act 2020 ist es das ausgemachte Ziel der Vereinigten Staaten, Russland wirtschaftlich zu schw&auml;chen. Oberste Priorit&auml;t hat die Vereitelung der Fertigstellung der Pipeline Nord Stream 2, etwa mittels Sanktionen. Washington argumentiert, die Pipeline w&uuml;rde Russland neuen Einfluss auf Europa verschaffen. Doch nicht nur Sanktionen bedrohen die Fertigstellung der Nord Stream 2.<br>\nDie Bundesnetzagentur hat am Freitag den Antrag der Nord Stream 2 AG auf eine Freistellung von der Regulierung der Ostseepipeline im deutschen Hoheitsgebiet abgelehnt mit der Begr&uuml;ndung, dass &ldquo;die Nord Stream 2 zum 23. Mai 2019 noch nicht komplett verlegt war.&rdquo; Sie beruft sich dabei auf die EU-Gasrichtlinie, die im April 2019 verabschiedet wurde. Im November 2019 hat der Deutsche Bundestag diese Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt.<br>\nDas hei&szlig;t, dass Nord Stream 2 zumindest im Teil der deutschen K&uuml;stengew&auml;sser EU-Regeln unterworfen wird: F&uuml;r Pipelines, die aus Drittstaaten in die Europ&auml;ische Union f&uuml;hren, gilt, dass auf deutschem Hoheitsgebiet Lieferant des Gases und Betreiber der Pipeline nicht identisch sein d&uuml;rfen. Zudem werden f&uuml;r den 54 Kilometer langen Abschnitt die Entgelte f&uuml;r die Nutzung der Pipeline von der Regulierungsbeh&ouml;rde kontrolliert. Au&szlig;erdem muss die Leitung grunds&auml;tzlich auch diskriminierungsfreien Zugang f&uuml;r Dritte bieten, also anderen Nutzern als dem russischen Eigner Gazprom offenstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nord-Stream-2-Russland-allein-gelassen-4722619.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Was heute Mainstream ist, war im Januar Verschw&ouml;rungstheorie und umgekehrt<\/strong><br>\n[&hellip;] Nun machte mich ein Leser auf einen Beitrag des Bayerischen Rundfunks vom 30.1. aus der Serie &ldquo;Quer&rdquo; mit Christoph S&uuml;ss aufmerksam. Darin geht es ab Minute 2:20 um die (rechten) Verschw&ouml;rungstheoretiker, die behaupten, dieser Corona-Virus sei schlimmer als die erleuchtete (Bayern-)Regierung sage, und die allen Ernstes fordern, man m&uuml;sse das Reisen einschr&auml;nken.<br>\nMan sollte sich diesen Beitrag unbedingt anschauen, um die Beitr&auml;ge des Genre &ldquo;Aufkl&auml;rung &uuml;ber Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; richtig einordnen zu k&ouml;nnen, als das, was sie sind: Propaganda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/bayern-verschwoerung\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Der Artikel bringt es in Verbindung mit dem dort verlinkten BR-Video vom 30.1.2020 auf den entscheidenden Punkt, der &uuml;brigens nicht erst im Zusammenhang mit der Coronakrise, sondern schon seit vielen Jahren ein, vielleicht sogar das Kernproblem der &ouml;ffentlichen Meinungsbildung darstellt: &ldquo;Unser&rdquo; (wahlweise der gro&szlig;en Medien, der politischen Meinungsf&uuml;hrer, zuletzt immer h&auml;ufiger auch beider zusammen) Standpunkt und unsere Sichtweise ist immer der\/die richtige. Wer das infrage stellt, ist ein Wirrkopf, von ausl&auml;ndischen M&auml;chten Gelenkter (siehe &ldquo;Putinversteher&rdquo;), Verschw&ouml;rungstheoretiker, Querfrontler. Denn wir sind im Besitz der Wahrheit. Und vertreten wir sp&auml;ter einmal einen um 180 Grad ver&auml;nderten Standpunkt, dann bleibt dies auch so. Nun ist der andere andere Standpunkt der von Verschw&ouml;rungstheoretikern, Querfrontlern und Wirrk&ouml;pfen. Denn wir sind immer noch im alleinigen Besitz der Wahrheit.<br>\nWarum nur muss ich jetzt wieder einmal an George Orwells &ldquo;1984&rdquo; denken? Vielleicht ja, weil Ozeanien seinen B&uuml;rgern weismachte, angeblich schon immer mit Eurasien im Krieg zu liegen. Nur um kurz darauf seinen B&uuml;rgern zu erkl&auml;ren, dass man gegen Ostasien Krieg f&uuml;hren w&uuml;rde. Und zwar schon immer. Alle Informationen aus B&uuml;chern, Filmen, Zeitschriften und Tonaufnahmen zum &ldquo;niemals dagewesenen&rdquo; Krieg gegen Eurasien werden vom Ministerium f&uuml;r Wahrheit gel&ouml;scht und durch neue Dokumente, die den schon immer w&auml;hrenden Krieg gegen Ostasien beweisen sollen, ersetzt. Letzteres ist ja noch nicht ganz so, wie das BR-Video zeigt. Aber man ist mit der f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien seit einem Jahrzehnt geltenden De-Publikation schon ein gutes St&uuml;ck auf diesem Weg.<br>\nLeider nicht nur f&uuml;r dieses Thema notwendiger Disclaimer: Es geht hier nicht darum, dass der eine oder der andere Standpunkt nun richtig oder falsch ist. Bei einem wissenschaftlich nach wie vor umstrittenenen Thema ohnehin unsinnig. Entscheidend ist, dass in der medialen Darstellung nur eine Seite f&uuml;r die allein g&uuml;ltige erkl&auml;rt wird und alle Andersdenkenden mit einer w&uuml;sten Kampagne &uuml;berzogen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verschw&ouml;rungstheorien: Wem geh&ouml;rt die Wahrheit?<\/strong><br>\nMit dem Begriff &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; wird im &ouml;ffentlichen Diskurs im Allgemeinen unbedacht, das hei&szlig;t naiv, umgegangen. Hinterfragt wird dieser Begriff nicht, er wird schlicht verwendet, so, als w&auml;re es absolut klar, was eine Verschw&ouml;rungstheorie ist und was nicht und dass es sich dabei nat&uuml;rlich um etwas absolut Falsches und Grausliches, ja dem Wahnsinn nahe Stehendes handeln muss. Rasch ist ein unliebsamer Standpunkt mit diesem Wort etikettiert, und praktischerweise erspart man sich damit oft auch gleich die Argumente gegen&uuml;ber abweichenden oder bizarr anmutenden beziehungsweise gegnerischen Weltanschauungen. Dass man sich damit die Sache bisweilen denn doch zu einfach macht und dieser Usus schlie&szlig;lich sogar aufkl&auml;rungsfeindlich und demokratiegef&auml;hrdend sein kann, soll im Folgenden dargelegt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000116969126\/verschwoerungstheorien-wem-gehoert-die-wahrheit\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.S.:<\/strong> Endlich mal ein sehr differenzierter Artikel zu diesem Thema in einem Massenmedium.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61180\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-61180","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=61180"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61184,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61180\/revisions\/61184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=61180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=61180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=61180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}