{"id":61203,"date":"2020-05-22T16:53:00","date_gmt":"2020-05-22T14:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203"},"modified":"2020-05-22T16:53:00","modified_gmt":"2020-05-22T14:53:00","slug":"hinweise-des-tages-ii-443","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h01\">500 Milliarden f&uuml;r eine neue Tapete?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h02\">Das V, das Geld und Europa &ndash; 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h03\">&bdquo;Bisher hat der Kapitalismus all seine Krisen &uuml;berlebt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h04\">Ein Schlagwort versetzt Deutschland in Aufruhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h05\">Vergabegesetz: Wirtschaftsministerium plant Lohndumping im &Ouml;PNV!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h06\">Der Staat schl&auml;gt um sich: Droht jetzt Corona-Demonstranten der Kindesentzug?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h07\">Brexit: Johnsons L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h08\">Libyen: Haftar verliert, die T&uuml;rkei gewinnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h09\">Corona-Krise: Anschub f&uuml;r eine kybernetische Wende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h10\">Schule unter Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h11\">Comeback der Grundf&auml;higkeitenversicherung: &bdquo;Weniger Personen werden ohne vertragliche Erschwernisse eine BU erhalten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h12\">Corona-Schutzausr&uuml;stung: Wo bleibt unser Geld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h13\">Strafen f&uuml;r Prostituierte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61203#h14\">Kriminalit&auml;t in der Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>500 Milliarden f&uuml;r eine neue Tapete?<\/strong><br>\nNoch ein neuer Topf. Merkel und Macron preschen vor, um die europ&auml;ische Malaise zu &uuml;berwinden. Sie h&auml;tten besser die wirklichen Probleme angehen sollen, weil sonst die Demokratie in Europa massiv gef&auml;hrdet ist.<br>\nIst es nicht ein Wunder? Europa lebt. Das Gespann Merkel-Macron hat die Rettung &uuml;bernommen und dem gro&szlig;en europ&auml;ischen Projekt wieder Leben eingehaucht. 500 Milliarden sind die magische Summe, mit der man versucht, vergessen zu machen, was nicht vergessen wird &ndash; und auch nicht vergessen werden sollte.<br>\nMan kann sich leicht vorstellen, wie es hinter den Kulissen gelaufen ist. Nach Macrons aufr&uuml;ttelndem Interview mit der Financial Times (hier besprochen) und dem verheerenden Spruch des deutschen Verfassungsgerichts (hier kritisiert) schrillten bei den Diplomaten in Paris und Berlin die Alarmglocken: Europa drohten ernsthafte Auseinandersetzungen. Nun musste schnell etwas auf die Beine gestellt werden, das aller Welt und vor allem den Europ&auml;ern demonstriert, Europa lebt, die deutsch-franz&ouml;sische Achse funktioniert und von ernsthaften Konflikten kann nicht die Rede sein.<br>\nSo geht es leider immer. Statt die offensichtlichen Risse im Euroraum offen und auch f&uuml;r die B&uuml;rger in verst&auml;ndlicher Weise zu diskutieren und L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten zu er&ouml;rtern, kleistert man eine neue Tapete an die Wand und behauptet, man m&uuml;sse sich jetzt um die Stabilit&auml;t des Geb&auml;udes keine Gedanken mehr machen. 500 Milliarden Euro soll die Tapete immerhin kosten. Das klingt gewaltig, auch wenn v&ouml;llig unklar ist, ob es &uuml;berhaupt dazu kommt, wann das Geld verwendet wird und wer davon wirklich profitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/500-milliarden-fuer-eine-neue-tapete\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gr&uuml;ner Lobbyismus f&uuml;r Merkel und Macron<\/strong><br>\nStoppt &Ouml;sterreichs Kanzler Kurz den Merkel-Macron-Plan eines Aufbaufonds f&uuml;r Europa? Die deutschen Gr&uuml;nen wollen das verhindern und setzen auf ihre &ouml;sterreichischen Parteifreunde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/coronavirus-hilfe-merkel-macron-gruene-100.html#xtor=CS5-21\">ZDF<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die frechen Vier<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs Kanzler Kurz poltert mit Niederl&auml;ndern, D&auml;nen und Schweden gegen Hilfen f&uuml;r EU-Partner in der Krise. Das ist erstaunlich mutig: Er und seine Mitstreiter sanieren sich seit Jahren auf Kosten der anderen. [&hellip;]<br>\nL&auml;nder mit strukturell derart hohen Export-Import-&Uuml;bersch&uuml;ssen leben (bewusst oder nicht) von der leicht parasit&auml;ren Idee, dass es anderswo immer L&auml;nder gibt, die &ndash; gemessen an ihren Leistungsbilanzen &ndash; &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse leben (was &ndash; nur &ndash; zeitweise auf S&uuml;deurop&auml;er zutraf). Anders geht es logisch ja nicht. Kann ja nicht jedes Land auf der Welt mehr verkaufen als einkaufen, also &Uuml;bersch&uuml;sse haben. Es braucht daf&uuml;r notwendig anderswo Defizite.<br>\nWas hei&szlig;t: Das Modell, das Niederl&auml;nder, D&auml;nen, Schweden und (soft) &Ouml;sterreicher fahren, funktioniert nur, wenn es andere nicht auch machen &ndash; und daf&uuml;r sch&ouml;n Geld ausgeben, auf Pump. Andere f&uuml;r ihre Ausgabenfreude zu schelten, hat dann etwas Ulkiges.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oesterreich-niederlande-daenemark-schweden-die-frechen-vier-kolumne-a-04fe15d7-7435-4bd2-8d66-b9b94a8b9f7e\">Thomas Fricke auf DER SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das V, das Geld und Europa &ndash; 2<\/strong><br>\nWarum scheut sich die deutsche Krisenpolitik, die f&uuml;r ein &bdquo;Ferienszenario&ldquo; erforderliche Finanzierung der Wirtschaft durch staatliche Kredite zu &uuml;bernehmen? Antwort: Es ist die unbegr&uuml;ndete Angst vor staatlicher &Uuml;berschuldung und Inflation. Sie nimmt erheblichen negativen Einfluss darauf, wie Europa die Corona-Krise bew&auml;ltigt.<br>\nDie deutsche Schuldenphobie ist fatal, weil sie all das mitbestimmt, was neoliberale &Ouml;konomen zur Bew&auml;ltigung der Corona-Krise in Europa zu sagen haben, und der Einfluss dieser &Ouml;konomen auf die Politik gro&szlig; ist. Ein mit der Ablehnung staatlicher Schulden eng zusammenh&auml;ngender Punkt, der das Denken dieser &Ouml;konomen wesentlich pr&auml;gt, ist die Marktgl&auml;ubigkeit.<br>\nSo empfiehlt Clemens Fuest in dem in Teil 1 erw&auml;hnten Gespr&auml;ch des Wirtschaftsbeirats Bayern mit Hans-Werner Sinn, dass der von der EU-Kommission vorgeschlagene European Recovery Fund (ERF) nur Projekte finanzieren solle, die einen &bdquo;Mehrwert&ldquo; mit sich br&auml;chten im Vergleich zu Projekten, die genauso gut auf nationaler Ebene durchgef&uuml;hrt und finanziert werden k&ouml;nnten. Denn Schulden f&uuml;r nationale Projekte k&ouml;nnten im Prinzip alle L&auml;nder selbst aufnehmen, was gem&auml;&szlig; dem Subsidiarit&auml;tsprinzip, auf das Hans-Werner Sinn zustimmend hinweist, auch besser sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/das-v-das-geld-und-europa-2\/\">Friederike Spiecker auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Bisher hat der Kapitalismus all seine Krisen &uuml;berlebt&ldquo;<\/strong><br>\nDer Kapitalismus hat seine beste Zeit hinter sich, meint Sahra Wagenknecht. Die Linken-Politikerin will zur&uuml;ck zu einer fairen Marktwirtschaft, die allen nutzt &ndash; nat&uuml;rlich mit einem starken Staat<br>\nFrau Wagenknecht, die Bundesregierung hat binnen kurzer Zeit riesige Rettungspakete auf den Weg gebracht, theoretische Summen von bis zu einer Billion Euro stehen im Raum. Wie beurteilen Sie diese Gegenma&szlig;nahmen?<br>\nSAHRA WAGENKNECHT: Wenn man nicht will, dass massenhaft Unternehmen pleitegehen, muss man mit Steuergeld Unterst&uuml;tzung leisten. Das war also richtig. Allerdings sehe ich eine deutliche Schieflage zugunsten gro&szlig;er Unternehmen und von Unternehmen, die nicht ganz unverschuldet in diese Situation geraten sind. Wenn man wie Adidas seit 2018 &uuml;ber 2 Mrd. Euro ausgegeben hat, um eigene Aktien zur&uuml;ckzukaufen, selbst Anfang 2020 noch, und wenige Wochen sp&auml;ter einen staatlichen Hilfskredit &uuml;ber 2,4 Mrd. Euro beantragt, passt das nicht zusammen.<br>\nGilt das auch f&uuml;r die Lufthansa?<br>\nNat&uuml;rlich sollte man die zentrale Airline des Landes nicht pleitegehen lassen. Aber auch die Lufthansa hatte eine klare Unternehmensstrategie, gro&szlig;e Teile ihres Gewinns an die Aktion&auml;re auszusch&uuml;tten, statt sie im Konzern zu behalten. Es darf diesmal nicht so laufen wie in der Bankenkrise: Wenn es Probleme gibt, greift man dem Steuerzahler in die Tasche &ndash; und sobald es wieder Gewinne gibt, flie&szlig;en sie an die Aktion&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/sahra-wagenknecht-bisher-hat-der-kapitalismus-all-seine-krisen-ueberlebt\">capital<\/a>\n<p>dazu: <strong>Corona-Hilfen und Klimaschutz: Staatliche Kaufpr&auml;mie f&uuml;r die E-Klasse<\/strong><br>\nIn der Bundesregierung bahnt sich eine Einigung zu den umstrittenen Kaufpr&auml;mien f&uuml;r Autos an &ndash; zulasten des Klimas. Gro&szlig;e Spritschlucker gelten dann als umweltfreundlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/corona-hilfen-und-klimaschutz-staatliche-kaufpraemie-fuer-die-e-klasse-a-00000000-0002-0001-0000-000171037293\">DER SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Schlagwort versetzt Deutschland in Aufruhr<\/strong><br>\n&laquo;Nukleare Teilhabe&raquo; geh&ouml;rt neben &laquo;China-Virus&raquo;, &laquo;Corona-Rebellen&raquo; und anderen zu den Unworten des Jahres 2020.<br>\n&laquo;Ostereier suchen&raquo;, hiess es fr&uuml;her, wenn die Friedensaktivisten jeweils an Ostern in B&uuml;chel demonstrierten. Gemeint waren die Atombomben, die in unterirdischen Silos auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt B&uuml;chel in der Eifel lagern. Das kleine Dorf im Landkreis Cochem-Zell liegt eine halbe Autostunde entfernt von dem Ort an der Mosel, in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Es handelt sich um rund 20 Nuklearsprengk&ouml;pfe vom Typ B-61, jeder mit einer Sprengkraft von etwa 50 Kilotonnen. Das ist etwa viermal die Sprengkraft der Bombe, die die USA auf Hiroshima warfen.<br>\nIn Deutschland, &laquo;von dessen Boden nur Frieden ausgehen wird&raquo;, wie im Zwei-plus-Vier-Vertrag beim Zusammenschluss mit der untergegangenen DDR versprochen wurde, lagern also Atomwaffen, und das wird &laquo;nukleare Teilhabe&raquo; genannt.<br>\n&laquo;Man hat seine eigene W&auml;sche, man w&auml;scht sie mitunter. Man hat nicht seine eigenen W&ouml;rter, und man w&auml;scht sie nie&raquo;, schrieb Bert Brecht 1920, zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, in sein Tagebuch. Das Schlimmste sei, wenn die Dinge sich in W&ouml;rtern verkrusteten, betonte er. Die W&ouml;rter m&uuml;ssten &laquo;aufgestachelt werden, enth&auml;utet, b&ouml;s gemacht.&raquo; Man m&uuml;sse sie &laquo;f&uuml;ttern und herauslocken unter der Schale&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ein-Schlagwort-versetzt-Deutschland-in-Aufruhr\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vergabegesetz: Wirtschaftsministerium plant Lohndumping im &Ouml;PNV!<\/strong><br>\nBei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen im &Ouml;PNV in Niedersachsen wird bisher nach fairen Tarifen gezahlt. Das ist gut und soll auch so bleiben. Doch nun will das Nds. Wirtschaftsministerium einen miesen Tarifvertrag einer Pseudogewerkschaft zus&auml;tzlich f&uuml;r repr&auml;sentativ erkl&auml;ren. Die Folgen w&auml;ren Lohndumping und Schmutzkonkurrenz. Das bedroht die Existenzgrundlage von vielen Besch&auml;ftigten. Der Wirtschaftsminister muss von diesem Plan abr&uuml;cken, fordert das #schlaglicht 20\/2020. [&hellip;]<br>\nSollte es dennoch zur Umsetzung kommen, drohen massive Wettbewerbsverzerrungen. Der Dumpingtarifvertrag der Pseudo-Gewerkschaft G&Ouml;D sichert den Besch&auml;ftigten durchg&auml;ngig nur 12,01 Euro pro Stunde zu. Dagegen bieten der Tarifvertrag Verkehrsbetriebe (AVN) und der Spartentarifvertrag Nahverkehrsbetriebe (TVN) &ndash; beide repr&auml;sentativ &ndash; und der Tarifvertrag f&uuml;r Bedienstete von Kraftverkehrsbetrieben (ETV) den Besch&auml;ftigten deutlich bessere Konditionen (siehe Tabelle). Der Dumpingtarif w&uuml;rde daf&uuml;r sorgen, dass der faire Wettbewerb unter die R&auml;der kommt. Durch die h&ouml;heren Personalkosten h&auml;tten viele kommunale und private Arbeitgeber kaum noch Chancen auf &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge. Die Existenz der Besch&auml;ftigten steht auf dem Spiel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++c4b19296-9a70-11ea-8127-001a4a16011a\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Staat schl&auml;gt um sich: Droht jetzt Corona-Demonstranten der Kindesentzug?<\/strong><br>\nEin Schreiben des Staatsministeriums f&uuml;r Kultus des Freistaats Sachsen droht Eltern, wenn diese sich nicht an die Corona-Vorschriften halten.<br>\nIm Zuge der Corona-Krise m&uuml;ssen Eltern in Sachsen nun strikte Vorschriften beachten, wenn es um den Schulbesuch ihrer Kinder geht. So m&uuml;ssen sie jeden Tag dem Kind eine Gesundheitsbest&auml;tigung mitgeben, in der sie per Unterschrift Angaben &uuml;ber den Gesundheitszustand des Kindes geben m&uuml;ssen. Sollte dieses Formular vergessen werden, haben die Eltern ihr Kind unverz&uuml;glich von der Schule abzuholen. Ebenso sind die Eltern verpflichtet zu best&auml;tigen, dass auch bei anderen Familienmitgliedern keine Symptome einer Erk&auml;ltungskrankheit wahrgenommen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wochenblick.at\/droht-jetzt-corona-demonstranten-der-kindesentzug\/\">Wochenblick<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schul&ouml;ffnungen ab 18. Mai 2020<\/strong><br>\nAm 08. Mai 2020 wurde seitens der Landesregierung entschieden, dass die Schul&ouml;ffnungen in die dritte Phase gehen. W&auml;hrend die weiterf&uuml;hrenden Schulen wie Oberschulen und Gymnasien etc., den Pr&auml;senzunterricht kapazit&auml;tsabh&auml;ngig planen konnten, bestand f&uuml;r die Grundschulen und die Primarstufe der F&ouml;rderschulen die Ma&szlig;gabe alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der Klassenstufe 1 bis 4 in der Schule zu unterrichten. Ebenfalls wurden von den sonst gebotenen Abstandsregeln in Grund- und F&ouml;rderschulen abgesehen und daf&uuml;r die strikte Einhaltung von festen Klassen- oder Gruppenverb&auml;nden vorgegeben, welches ebenfalls f&uuml;r die Hortbetreuen gelten soll, soweit die personell und r&auml;umlich m&ouml;glich ist. Diese strikte Trennung soll ein Durchmischen der Gruppen verhindern und so die Infektionsketten nachvollziehbar machen.<br>\nDie Hinweise, dass dieses Konzept vielerorts nicht realisierbar ist und damit dieses Konzept als eher als Gefahr f&uuml;r die Gesundheit der Kinder angesehen wird, wurden vom S&auml;chsischen Staatsministerium f&uuml;r Kultus (SMK) nur bedingt geh&ouml;rt. Vielmehr f&uuml;hrten erst zwei gerichtliche Eilantr&auml;ge beim Verwaltungsgericht Leipzig dazu, dass das SMK &ndash; wenn auch ohne Verst&auml;ndnis dar&uuml;ber &ndash; zur&uuml;ckrudert und die Schulbesuchspflicht der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der Grund- und F&ouml;rderschulen bis zum 05. Juni 2020 aussetzt.<br>\nDas hei&szlig;t konkret, dass Sie als Eltern entscheiden, ob Ihr Kind ab Montag, den 18. Mai 2020 in die Schule geht oder nicht. Sollten Sie sich daf&uuml;r entscheiden, Ihr Kind zuhause zu lassen, sind Sie dazu verpflichtet die Lernaufgaben der Schule zu bearbeiten.<br>\nWeitere Kritik erntet die geforderte Gesundheitsbest&auml;tigung, welche t&auml;glich von den Eltern zu unterschreiben ist. Hiermit soll best&auml;tigt werden, dass das schulpflichtige Kind und die im Haushalt lebenden Personen keine Symptome ausweisen, welche denen einer Covid-19 Erkrankung &auml;hneln. Weiterhin pr&auml;zisiert Staatsminister Piwarz, dass diese t&auml;gliche Erkl&auml;rung, sp&auml;testens ab dem 15. Mai 2020, Voraussetzung f&uuml;r den Schulbesuch sein wird und wie beim Fehlen der Erkl&auml;rung verfahren werden soll. In erster Line ist der betroffene Sch&uuml;ler zu isolieren, die Eltern sind zu informieren und verpflichtet ihr Kind abzuholen. Sollte die nicht gelingen, so ist die Schulleitung in letzter Instanz dazu verpflichtet das Ordnungsamt einzuschalten, sodass eine Inobhutnahme des Kindes veranlasst werden kann.<br>\nDiesem Verfahren widersprechen wir, als Landeselternrat Sachsen, entschieden. Generell herrscht absolutes Unverst&auml;ndnis bez&uuml;glich der Gesundheitserkl&auml;rung. Den Eltern diesbez&uuml;glich mit Inobhutnahme zu drohen, verst&auml;rkt die ablehnende Meinung dazu um so mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.landeselternrat-sachsen.de\/aktuelles\/schulecorona\/schuloeffnungen-ab-18-mai-2020\/\">LandesElternRat Sachsen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Brexit: Johnsons L&uuml;ge<\/strong><br>\nKeine Kontrollen f&uuml;r den Warenverkehr zwischen Gro&szlig;britannien und Nordirland &ndash; das hatte Johnson versprochen. Jetzt r&auml;umt er ein, dass das gelogen war. Sein Eingest&auml;ndnis ist bislang der einzige Lichtblick in den Brexit-Verhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/boris-johnson-brexit-verhandlungen-1.4914102\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Libyen: Haftar verliert, die T&uuml;rkei gewinnt<\/strong><br>\nDer Abzug der LNA von der Luftwaffenbasis Watia wird als Wendepunkt bewertet. Nato-Generalsekret&auml;r Stoltenberg deutet Unterst&uuml;tzung der Regierung Sarradsch an<br>\nSyrer k&auml;mpfen gegen Syrer in Libyen und die T&uuml;rkei ist dabei, einen festen strategischen Au&szlig;enposten in Nordafrika zu etablieren. Das Kriegsgeschehen in Libyen hat sich mit dem milit&auml;rischen Einsatz der T&uuml;rkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, ver&auml;ndert.<br>\nAm Montag machten die von ihr mit 57 Luftangriffen binnen zwei Wochen unterst&uuml;tzten Milizen der Einheitsregierung (GNA) eine wichtige Eroberung: den Milit&auml;rflughafen Watia s&uuml;dwestlich von Tripolis. Damit wurden ihrem Gegner, dem Milizenverbund unter dem Namen Libysche Nationalarmee (LNA), ein zentraler St&uuml;tzpunkt genommen. Die Truppen unter Befehl des Feldmarschalls Khalifa Haftar zogen sich zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Libyen-Haftar-verliert-die-Tuerkei-gewinnt-4725092.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Krise: Anschub f&uuml;r eine kybernetische Wende<\/strong><br>\nOptimierung stellt das ideale Einfallstor f&uuml;r Kontroll-, Sicherheits- und &Uuml;berwachungstechnologien dar<br>\nMenschen stehen maskiert in langen Schlangen mit gro&szlig;en Abst&auml;nden zur Vorderfrau an, um an einer Schleuse vor dem Einkaufszentrum bereitwillig die Unterarme wie zum Gebet zu &ouml;ffnen, damit ihnen eine zur Unkenntlichkeit vermummte Person ein Desinfektionsmittel auf die Handfl&auml;chen spr&uuml;ht. Noch vor einem halben Jahr w&auml;re man nach einer solchen Filmszene auf ein anderes Fernsehprogramm gesprungen, eine derma&szlig;en unrealistische Darstellung h&auml;tte auch als Science Fiction niemand sehen wollen. Nun l&auml;uft die Szene jeden Einkaufssamstag in der Wiener Favoritenstra&szlig;e ab; und die KundInnen scheinen es, ihrer K&ouml;rperhaltung nach &ndash; dem Gesichtsausdruck kann man ja nichts entnehmen &ndash; bereits als Selbstverst&auml;ndlichkeit zu nehmen.<br>\nIn Windeseile haben sich neue Kulturtechniken verbreitet. H&auml;nde sch&uuml;tteln ist zur ostentativen Oppositionshaltung geworden, T&uuml;rklinken werden mit dem Ellbogen ge&ouml;ffnet, instinktiv weicht das Gegen&uuml;ber zur&uuml;ck, wenn man selbst einen Schritt nach vorne macht, der Vor&uuml;bergehende wendet den Blick ab oder wechselt den Gehweg. Die Maske im &ouml;ffentlichen Raum ist zum Symbol einer Angst-durchtriebenen Gesellschaft geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Krise-Anschub-fuer-eine-kybernetische-Wende-4723168.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schule unter Verdacht<\/strong><br>\nIm Mai 1945 kapitulierte Nazideutschland. Die vier Siegerm&auml;chte standen nun vor der Frage: Wie soll ein neues Deutschland aussehen? In einem Punkt waren sie sich fr&uuml;h einig: Das Bildungssystem muss reformiert werden. &Uuml;ber die Schule sollte den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern ein Verst&auml;ndnis von Demokratie nahegebracht werden. Im Westen wie im Osten gab es den Wunsch danach, dass auch deswegen alle Sch&uuml;ler l&auml;nger auf eine Schule gehen sollten. Eine Gesamtschule, so wie sie sich auch viele Bildungsreformer schon seit Langem w&uuml;nschten. Der Politikwissenschaftler Benjamin Edelstein erkl&auml;rt hier im Gastbeitrag, warum diese Demokratisierung nur zur H&auml;lfte gelang.<br>\nEs waren aber auch allgemeinere gesellschaftspolitische Erw&auml;gungen, aus denen sich die US-Amerikanische Schulkritik speiste und die in weiten Teilen auch der Argumentationslinie der deutschen Reformkr&auml;fte entsprachen, zu denen vor allem die linken Parteien und progressive Lehrerverb&auml;nde aus der Volksschullehrerschaft z&auml;hlten. Zum einen ging es um die Frage der Chancengleichheit.<br>\nNach Auffassung der Kommission brachte die Aufteilung der Sch&uuml;lerschaft nach einer nur vierj&auml;hrigen Grundschulzeit ein mit demokratischen Verh&auml;ltnissen unvereinbares Ma&szlig; an sozialer Selektivit&auml;t hervor. &ldquo;Schon im Alter von 10 Jahren oder fr&uuml;her&rdquo; sehe sich &ldquo;ein Kind gruppiert oder klassifiziert durch Faktoren, auf die es keinen Einfluss hat, wobei diese Einstufung fast unvermeidlich seine Stellung f&uuml;r das ganze Leben&rdquo; bestimme. Demokratie aber bedeute &ldquo;dass allen die gleichen M&ouml;glichkeiten geboten werden &ndash; denen, die ein besonderes Interesse und besondere F&auml;higkeiten haben und auch denen, die besonders behindert sind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2020-05\/bildung-demokratisierung-schulen-nachkriegszeit-reformen-schulsystem\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Comeback der Grundf&auml;higkeitenversicherung: &bdquo;Weniger Personen werden ohne vertragliche Erschwernisse eine BU erhalten&ldquo;<\/strong><br>\nDie Berufsunf&auml;higkeitsversicherung (BU) ist stets ein gro&szlig;es Thema. Doch zur Absicherung der Arbeitskraft gibt es auch die Grundf&auml;higkeitenversicherung (GFV), die allerdings ein Nischendasein fristet. Warum sowohl die Anbieter wie auch Kunden daran ihren Anteil haben und wie die Vermittler beim Vertrieb vorgehen sollten, erkl&auml;rt der Fachmann und Autor Alexander Schrehardt, der im VVW Verlag einen Leitfaden zum Thema geschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/versicherungswirtschaft-heute.de\/maerkte-und-vertrieb\/2020-05-19\/comeback-der-grundfaehigkeitenversicherung-weniger-personen-werden-ohne-vertragliche-erschwernisse-eine-bu-erhalten\/\">Versicherungswirtschaft heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> 2001 wurde die Gesetzliche Berufsunf&auml;higkeitsrente f&uuml;r j&uuml;ngere Jahrg&auml;nge ersatzlos gestrichen. Stattdessen sollten die Leute &ldquo;privat vorsorgen&rdquo;. Leider bekommen Leute mit Vorerkrankungen oder in belastenden Berufen keine Police oder aber nur mit absurd hohen Pr&auml;mien bzw. Leistungsausschl&uuml;ssen. Die private BU- und die Grundf&auml;higkeitsversicherung sind da nur wei&szlig;e Salbe, da auch sie psychische Krankheiten ausschlie&szlig;t.<br>\nDer Bund h&auml;tte die M&ouml;glichkeit, derartige private BU-Policen per Gesetz zu verbieten und stattdessen wieder eine ausk&ouml;mmliche staatliche Absicherung zu schaffen. Diese Absicherung k&ouml;nnte bei den Berufsgenossenschaften oder aber bei der Arbeitsagentur angesiedelt werden. Mit ma&szlig;vollen Risikozuschl&auml;gen f&uuml;r Gutverdiener und f&uuml;r Menschen in belastenden Berufen g&auml;be es dann auch eine solidarische Komponente. Gutverdiener zahlen Zuschl&auml;ge daf&uuml;r, dass sie tendenziell l&auml;nger leben, Menschen in belastenden Berufen hingegen daf&uuml;r, dass ihr BU-Risiko h&ouml;her ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona-Schutzausr&uuml;stung: Wo bleibt unser Geld?<\/strong><br>\nKritik am Management des BMG kommt nicht nur aus der Unternehmer- oder &Auml;rzteschaft. Das Open-House-Modell sei &ldquo;das v&ouml;llig falsche und &uuml;berteuerte Mittel&rdquo; gewesen, sagt Toni Drescher, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Invention-Center an der TU Aachen, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut Kliniken mit Herstellern von Schutzkleidung zusammenbringt. Das BMG habe die Preise in die H&ouml;he getrieben, sagt Drescher. &ldquo;Der Bund hat infolgedessen den freien Wettbewerb ausgehebelt und die Beschaffung f&uuml;r Klinken und Pflegeheime zus&auml;tzlich erschwert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/coronavirus-schutzmasken-jens-spahn-1.4913975\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Strafen f&uuml;r Prostituierte<\/strong><br>\n&raquo;An diesen Ma&szlig;nahmen wird wieder einmal deutlich, dass der Politik des Senats ein vollkommen falsches Bild von Prostitution zugrunde liegt&laquo;, hei&szlig;t es in dem Offenen Brief von vier Berliner Prostituiertenverb&auml;nden an den Regierenden B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller und Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (beide SPD). Die Verb&auml;nde werfen dem Senat darin die Kriminalisierung von Frauen vor, denen seit dem 22. April bei Verst&ouml;&szlig;en gegen das w&auml;hrend der Coronakrise geltende Prostitutionsverbot Bu&szlig;gelder in H&ouml;he von 250 bis 5000 Euro drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1136891.sexarbeit-strafen-fuer-prostituierte.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kriminalit&auml;t in der Krise<\/strong><br>\nDie letzten von der weltweiten Corona-Krise gepr&auml;gten Wochen hatten und haben nat&uuml;rlich auch Auswirkungen auf die Kriminalit&auml;t. Einiges davon wurde bereits &ouml;ffentlich besprochen. Wesentliche Schlussfolgerungen und Konsequenzen blieben einstweilen aus. (&hellip;)<br>\nBesonders hervor sticht die Geldw&auml;sche. Die Organisierte Kriminalit&auml;t (OK) verf&uuml;gt im Unterschied zur Legalwirtschaft &uuml;ber eine unglaublich gute Liquidit&auml;t. Geldw&auml;sche in Form von Unternehmensk&auml;ufen oder -beteiligungen oder Darlehensgesch&auml;fte sind aus Sicht der OK aktuell erfolgversprechende Gesch&auml;ftsmodelle. Ebenso verh&auml;lt es sich mit den unz&auml;hligen Facetten des gewerbsm&auml;&szlig;igen Betruges. Neue, ver&auml;nderte gesellschaftliche oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen erm&ouml;glichen neue T&auml;uschungsszenarien, um an das Verm&ouml;gen der Opfer zu gelangen. So war vielleicht nicht jedes Detail voraussehbar &ndash; aber dass es bei den Aussch&uuml;ttungen der staatlichen Beihilfen zu Betrugshandlungen in riesigem Ausma&szlig; kommen w&uuml;rde, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Unseren Warnungen zum Trotz wurden die Sicherheitsbeh&ouml;rden vor der Aussch&uuml;ttung nur unzureichend an den konzeptionellen Planungen der Beihilfevergaben beteiligt. (&hellip;)<br>\nNicht unerw&auml;hnt lassen m&ouml;chte ich in diesem Editorial die diesj&auml;hrige Verk&uuml;ndung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) f&uuml;r das Berichtsjahr 2019. Die Pressever&ouml;ffentlichung der PKS 2019 wurde traditionell durch Bundesinnenminister Horst Seehofer und den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, den Th&uuml;ringer Innenminister Georg Maier, vorgenommen. Sie mutete in diesem Jahr besonders skurril an. Beide Minister mussten mitten in der Phase der herunter gefahrenen Gesellschaft verk&uuml;nden, womit sich die Polizei im vergangen Jahr befasst hatte. Wenig &uuml;berraschend blieb das mediale Echo weitestgehend aus. Es interessierte sich niemand f&uuml;r diese Form der ritualisierten Vergangenheitsbew&auml;ltigung und die vors&auml;tzliche Missinterpretation der angeblich wichtigsten Statistik deutscher Innenressorts. Ein weiteres Mal bediente der Bundesinnenminister die jahrzehntealte M&auml;r, die PKS messe die Kriminalit&auml;tsentwicklung. Schlimmer noch: Sie messe die Wirkung der Aktivit&auml;ten der Sicherheitsbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bdk.de\/der-bdk\/was-wir-tun\/aktuelles\/kriminalitaet-in-der-krise\">Sebastian Fiedler in Bund Deutscher Kriminalbeamter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu ist auch Organisierte Kriminalit&auml;t als <a href=\"https:\/\/police-it.org\/organisierte-kriminalitaet-als-alternativer-geldgeber-fuer-klamme-unternehmen\">alternativer Geldgeber f&uuml;r klamme Unternehmen<\/a>. Bitte lesen Sie auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h08\">Zur Vorstellung des Bundeslagebilds OK 2018: Wer Kriminalit&auml;t nicht misst, kann Kriminalit&auml;t auch nicht feststellen<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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