{"id":61383,"date":"2020-05-29T08:44:11","date_gmt":"2020-05-29T06:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383"},"modified":"2020-05-29T08:44:11","modified_gmt":"2020-05-29T06:44:11","slug":"hinweise-des-tages-3621","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h01\">Wie Deutschland die Corona-Pandemie verschlief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h02\">Warum Drosten und sein Team ihre Arbeit h&auml;tten zur&uuml;ckziehen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h03\">Die Krise der Minderleister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h04\">Sachverst&auml;ndigenrat in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h05\">Die Ordnung der Wirtschaft: Gefahr f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit der Notenbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h06\">Der Dax, ein Club der Steuersparer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h07\">Deutschlands Handelspartner in der Krise: Abnehmer dringend gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h08\">Tyson \/ USA: COVID-19 im Schlachthof-Dschungel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h09\">Kampfdrohnen f&uuml;r die Bundeswehr: Wo sind die Stimmen der Opfer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h10\">US-Africom warnt vor russischen Kampflugzeugen in Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h11\">Spanien: Generalangriff von rechtsau&szlig;en auf die Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h12\">Wer die Bek&auml;mpfung von &laquo;Fake-News&raquo; finanziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h13\">Dokumente zu Rainer Wendt: So umging die NRW-Regierung das Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h14\">Mecklenburg-Vorpommern: Kritik an neuer Richterin des Landesverfassungsgerichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h15\">Andrea Nahles soll als Beh&ouml;rdenchefin bis zu 200.000 Euro verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61383#h16\">Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie Deutschland die Corona-Pandemie verschlief<\/strong><br>\nMitten in der Corona-Pandemie ist der Bund auf milliardenschwere Einkaufstour gegangen. &Uuml;berall in Deutschland fehlte Schutzausr&uuml;stung. Doch niemand will daf&uuml;r verantwortlich sein.<br>\nAls sich das Coronavirus in Deutschland verbreitet, muss pl&ouml;tzlich alles ganz schnell gehen: Masken, Schutzausr&uuml;stung und Desinfektionsmittel m&uuml;ssen her, &uuml;berall in Deutschland fehlen sie. Krankenh&auml;user und Pflegeheime schlagen Alarm, manche Arztpraxen schlie&szlig;en ganz den Betrieb. In der Not wenden sich Tr&auml;ger und Verb&auml;nde an den Staat. Was war schiefgelaufen, dass das Bundesgesundheitsministerium mehr als vier Wochen nach dem ersten positiven Corona-Test pl&ouml;tzlich eilig und zun&auml;chst wenig erfolgreich auf Einkaufstour gehen musste?<br>\nDas ganze Ausma&szlig; der Versorgungsl&uuml;cke in Deutschland zu diesem Zeitpunkt ist nun erstmals an Zahlen abzulesen, die t-online.de exklusiv vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_87880944\/coronavirus-wie-deutschland-die-vorsorge-der-covid-19-pandemie-verschlief.html\">T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum Drosten und sein Team ihre Arbeit h&auml;tten zur&uuml;ckziehen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie Unsicherheit der Daten war zu gro&szlig;, das Verfahren f&uuml;r die statistische Auswertung ungeeignet &ndash; und f&uuml;hrte zu einem Fehler mit Folgen. Ein Gastbeitrag. Alexander S. Kekul&eacute;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/studie-zur-ansteckung-von-kindern-warum-drosten-und-sein-team-ihre-arbeit-haetten-zurueckziehen-muessen\/25866488.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Sehr, sehr sachlicher Beitrag von Alexander Kekul&eacute;. Christian Drosten lag mit seiner Einsch&auml;tzung zur sog. Schweinegrippe schon mal daneben. Das kann passieren, und daf&uuml;r sollte man keinen Wissenschaftler an den Pranger stellen &ndash; wenn aus dem Irrtum oder der falschen Einsch&auml;tzung, die die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Wissenschaft funktioniert nun mal so: In der Forschung werden Hypothesen aufgestellt, die best&auml;tigt werden k&ouml;nnen oder nicht. Und wenn man falsch liegt, sollte man das offen einr&auml;umen &ndash; nur so kommen wir in der Forschung weiter.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Wissenschaft hat kein politisches Mandat&rdquo;<\/strong><br>\nCui Bono, lautet eine bekannte Frage. Die Kampagne der Bild-Zeitung gegen Drosten und die dadurch entfachte Debatte dienen doch ganz klar einem Zweck. Die Regierung, der in Umfragen eine gute Arbeit bescheinigt wird, obwohl sie viele Missst&auml;nde zu verantworten hat, soll weiter gesch&uuml;tzt und abgesichert werden. F&uuml;r das wachsende Unbehagen muss also jemand anderes Verantwortung tragen. Nur wieso sollte Herr Drosten eigentlich Schuld daran sein, dass die Kinderg&auml;rten und Schulen immer noch geschlossen sind? Das war eine politische Entscheidung, die, und das wird immer vergessen, die Aussagen von Drosten bewusst in Geiselhaft nahm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/200528bild-ist-nicht-die-ursache-sondern-die-folge\">TauBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Krise der Minderleister<\/strong><br>\nMitten in der Corona-Krise und der dr&auml;ngenden Frage, wie man die wirtschaftlichen H&auml;rten abfedern kann, kommt aus der CDU das angestaubteste und im Wortsinn asozialste Konzept aus der Mottenkiste: Nehmt denen, die ohnehin schon nicht viel haben, noch mehr weg.<br>\nKonkret geht es um den Plan, die n&auml;chste Erh&ouml;hung des Mindestlohns auszusetzen oder ihn gar abzusenken. Zur Erinnerung: Das ist dieselbe Partei, die zeitgleich plant, der Autoindustrie Milliarden Euro &uuml;ber eine Kaufpr&auml;mie zu geben. Einer Industrie, die in den letzten Jahren trotz sinkender Abs&auml;tze Milliardengewinne gemacht, in der Abgasaff&auml;re ihre Kunden betrogen hat, soll nun der Steuerzahler ein Geschenk machen und zugleich K&auml;ufern von Neuwagen (also tendenziell wohlhabenden Menschen) zu einem Schn&auml;ppchen verhelfen.<br>\nAber ein Einschnitt beim Mindestlohn ist nicht nur in diesem Kontext ungerecht. Er ist auch widersinnig. Denn weniger Mindestlohn bedeutet weniger Steuereinnahmen und weniger Einnahmen in den Sozialkassen in einer Zeit, in der beide Posten argen Belastungen ausgesetzt sind. Eine kontraproduktivere Idee ist w&auml;hrend einer Rezession kaum denkbar.<br>\nDie Profiteure dieser Politik sind regelm&auml;&szlig;ig diejenigen, die nach dem freien Markt rufen, wann immer es darum geht, L&ouml;hne zu erh&ouml;hen und Arbeitnehmerrechte auszubauen und die jede derartige Reform so reflexhaft wie durchschaubar als sozialistisch gei&szlig;eln. Sobald sie aber Subventionen abgreifen k&ouml;nnen, wird der freie Markt pl&ouml;tzlich furchtbar uninteressant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Krise-der-Minderleister-4765715.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Hilfe f&uuml;r Unternehmen muss an Bedingungen gekn&uuml;pft sein<\/strong><br>\nD&auml;nemark macht es vor: Unternehmen, die in Steueroasen registriert sind, erhalten keinen Zugang zu &ouml;ffentlichen Beihilfen. Warum nicht ein Zertifizierungssystem, das &ouml;ffentliche Gelder an die Unternehmenskultur koppelt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/hilfe-fuer-unternehmen-muss-an-bedingungen-geknuepft-sein\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndigenrat in der Krise<\/strong><br>\nWiederholt hat der Sachverst&auml;ndigenrat zur Corona-Krise Stellung genommen, j&uuml;ngst in dem Beitrag &bdquo;So kann sich die Wirtschaft erholen&ldquo;. Doch es ist nicht zu erkennen, dass er aus seinen Fehlern lernt. Stattdessen liefert seine Beratung Sprengstoff f&uuml;r die W&auml;hrungsunion. [&hellip;]<br>\nWenn die negativste Entwicklung f&uuml;r das Jahr 2020, die der SVR im M&auml;rz f&uuml;r m&ouml;glich hielt, bereits nach zwei Monaten mehr oder weniger obsolet ist, muss man sich fragen, was beim Prognostizieren schiefgelaufen ist. Liegt es in erster Linie an zu optimistischen Annahmen hinsichtlich der Dauer und Sch&auml;rfe der Shutdown-Ma&szlig;nahmen oder liegt es eher daran, dass ihre Folgewirkungen auf die Wirtschaft falsch eingesch&auml;tzt wurden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/sachverstaendigenrat-in-der-krise\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Erholung nach der Krise: Ifo-Institut rechnet f&uuml;r 2021 mit kr&auml;ftigem Aufschwung<\/strong><br>\nZehn Prozent Wachstum: Das trauen Unternehmen einer Ifo-Umfrage zufolge der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr zu. Zun&auml;chst kommt jedoch wohl der Rekordeinbruch. [&hellip;]<br>\nDie Prognose steht allerdings in mehrfacher Hinsicht unter Vorbehalt. Alle drei Szenarien gehen von einer allm&auml;hlichen Lockerung ab Ende April aus. Die neue Prognose wurde unter der Annahme erstellt, dass die Ausbreitung des Coronavirus einged&auml;mmt und keine zweite Infektionswelle kommt. Die Ifo-Konjunkturforscher schlossen bei den Berechnungen zudem eine globale Insolvenzwelle aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/corona-konjunktur-ifo-institut-rechnet-mit-starkem-wirtschaftsaufschwung-in-2021-a-3d1423f6-2076-4966-8000-337cfe40302b%20\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kaffeesatzleserei; anscheinend soll der Aufschwung herbeigeredet werden. Schon die Prozentangaben mit Nachkommastelle sind angesichts der hohen Unsicherheit mehr als dubios, und die Annahmen, wie im Artikel beschrieben, eher optimistisch (&ldquo;keine zweite Infektionswelle&rdquo;, &ldquo;[k]eine globale Insolvenzwelle&rdquo;). Im als wahrscheinlichsten angenommenen Szenario &ndash; minus 6,6 Prozent f&uuml;r 2020, plus 10,2 Prozent f&uuml;r 2021 &ndash; steht die deutsche Wirtschaft Ende 2021 bei plus 2,9 Prozent gegen&uuml;ber Ende 2019. Das w&auml;re phantastisch, aber wie soll das m&ouml;glich sein? Dass die binnenwirtschaftliche Nachfrage einbricht bzw. eingebrochen ist, ist sicher; und wie sollen solche Nachfrage-Impulse, dann noch in dieser H&ouml;he, aus dem gr&ouml;&szlig;tenteils noch schlimmer betroffenen Ausland kommen???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Ordnung der Wirtschaft: Gefahr f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit der Notenbank<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgerichts hat sich von der deutschen Tradition verabschiedet, dass Geldpolitik von einer unabh&auml;ngigen Zentralbank betrieben wird, die nur dem Ziel der Preisstabilit&auml;t verpflichtet ist. Vieles von dem, was die Deutsche Bundesbank fr&uuml;her gemacht hat, w&auml;re nach der Logik des Gerichts nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/wirtschaft\/2020-05-29\/718c1aa2c02646120c1229e71d9533e5\/?GEPC=s3\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Dax, ein Club der Steuersparer<\/strong><br>\nAlle im wichtigsten deutschen Aktienindex gelisteten Konzerne haben Tochterfirmen in Steueroasen, zeigt eine Analyse der Linksfraktion. Was hei&szlig;t das f&uuml;r Staatshilfen?<br>\nAlle 30 im deutschen Aktienindex Dax gelisteten Firmen verf&uuml;gen &uuml;ber Tochterunternehmen in Steueroasen &ndash; das ist das Ergebnis einer Analyse im Auftrag Linksfraktion im Bundestag und ihres Obmanns im Finanzausschuss, Fabio De Masi. Zudem haben 22 Dax-Unternehmen T&ouml;chter in deutschen Niedrigsteuerkommunen. W&auml;hrend Bund, L&auml;ndern und Kommunen Steuerausf&auml;lle von 98,6 Milliarden Euro drohen, k&ouml;nnten einige eben jener Dax-Firmen mit T&ouml;chtern in Steueroasen bald Staatshilfen erhalten, in Form von Abwrackpr&auml;mien oder staatlichen Beteiligungen. Linken-Vizefaktionschef De Masi fordert daher: &bdquo;Manager sind sich nicht zu schade, Staatshilfen zu nutzen und gleichzeitig Gewinne aus Deutschland in Steueroasen zu schieben. Wir brauchen verbindliche Regeln f&uuml;r Steuertransparenz bei Staatshilfen.&ldquo; D&auml;nemark etwa hatte j&uuml;ngst erkl&auml;rt, Unternehmen mit Sitz in Steueroasen von Staatshilfen prinzipiell auszunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-dax-ein-club-der-steuersparer\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschlands Handelspartner in der Krise: Abnehmer dringend gesucht<\/strong><br>\nDeutschlands Betriebe produzieren wieder &ndash; doch f&uuml;r wen? Haupthandelspartner wie die USA, Gro&szlig;britannien und Italien stecken noch tief in der Krise. Zwei Hoffnungstr&auml;ger kommen aus dem Osten.<br>\nDeutschlands Wirtschaft dr&uuml;ckt den Knopf f&uuml;r den Neustart, jedenfalls jener Teil der Betriebe, die wegen der Coronakrise ihr Gesch&auml;ft ganz oder teilweise einstellen mussten. Doch wie schnell sie sich vom Corona-Einbruch erholen wird, h&auml;ngt nicht nur von der Lage in Deutschland ab. Kaum eine andere Volkswirtschaft ist so eng mit dem Ausland verflochten wie die deutsche, 47 Prozent der Wirtschaftsleistung entfallen auf den Export. F&uuml;r Nachbar Frankreich etwa liegt dieser Wert bei 31 Prozent. Die Krise hat das Tempo der Globalisierung &ndash; lange f&uuml;r Deutschland ein Segen &ndash; merklich gedrosselt, und zwar im Wortsinn:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutschlands-handelspartner-in-der-krise-abnehmer-dringend-gesucht-a-a5ed4e32-516b-44c9-86b3-24dd68709505%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass der hohe bzw. extreme Exportanteil von 47 Prozent f&uuml;r Deutschland eben nicht, wie hier behauptet, &ldquo;ein Segen&rdquo;, sondern eine einzige Katastrophe ist und ein Anzeichen einer v&ouml;llig dysfunktional aufgestellten Volkswirtschaft, kann der SPIEGEL nat&uuml;rlich nicht sehen. Aber es ist wohl schon ein Fortschritt, dass sich der SPIEGEL mal ein paar tiefere Gedanken dar&uuml;ber macht, wohin man &uuml;berhaupt exportieren und womit Deutschland sein Geld verdienen kann, wenn es den gr&ouml;&szlig;ten Kunden schlecht geht. Die naheliegende L&ouml;sung, dringend die deutsche Binnenwirtschaft durch h&ouml;here L&ouml;hne, h&ouml;here Sozialleistungen und mehr Investitionen anzukurbeln, liegt im SPIEGEL-Universum leider noch zu weit weg.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tyson \/ USA: COVID-19 im Schlachthof-Dschungel<\/strong><br>\nAggressive Finanzinvestoren wie BlackRock &amp; Co., der Schlacht-Konzern Tyson und die USA in Zeiten der Pandemie. Wer braucht diese Leute als Berater und dieses Land als Vorbild?<br>\nSchlachth&auml;user f&uuml;r Schweine und Gefl&uuml;gel erweisen sich als Corona-Hotspots der USA. Die f&uuml;hrende Milit&auml;r- und Finanzmacht &ndash; deren Stern als Wirtschaftsmacht sinkt &ndash; f&uuml;hrt auch in absoluten Zahlen und Ausbreitungsgeschwindigkeit die weltweiten Corona-Statistiken an. (Relativ f&uuml;hren Spanien und Belgien.) BlackRock geh&ouml;rt zu den Gro&szlig;aktion&auml;ren des US-Schlachtkonzerns Tyson und bekam gerade jetzt aus Br&uuml;ssel den Beratungsauftrag der EU f&uuml;r Umwelt, Soziales und gutes Regieren.18 Passt doch, oder?<br>\nAuch in Deutschland und den Niederlanden erweisen sich Schlachth&auml;user und erb&auml;rmliche Sammelunterk&uuml;nfte der Fleisch-Industrie als Top-Seuchenherde. Gut, dass die EU nun Berater aus den USA hat!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/tyson-usa-covid-19-im-schlachthof-dschungel\/\">arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampfdrohnen f&uuml;r die Bundeswehr: Wo sind die Stimmen der Opfer?<\/strong><br>\n&bdquo;Todesengel&ldquo; &ndash; so nennen Afghanen die US-Kampfdrohnen, die nicht nur viele Zivilisten get&ouml;tet, sondern auch die &Uuml;berlebenden traumatisiert haben. Deren Stimme sollte in der Debatte um Kampfdrohnen in der Bundeswehr geh&ouml;rt werden, fordert Emran Feroz.<br>\nWenn Kabir Aluzai von seinem Bruder spricht, wirkt er traurig und gebrochen. &bdquo;Er wurde einfach get&ouml;tet. Sogar seine Knochen verbrannten im Auto&ldquo;, sagt er. Aluzais Bruder Karim wurde 2013 zum Ziel eines amerikanischen Drohnenangriffs in der afghanischen Provinz Wardak. Er war Obsth&auml;ndler. Sein Auto war mit Melonen beladen.<br>\n2017 traf ich Aluzai in seinem Heimatdorf, das von den &bdquo;Todesengeln&ldquo; &ndash; so werden die Drohnen von vielen Einheimischen genannt &ndash; heimgesucht wird. Aluzai und andere Menschen aus dem Dorf beschrieben, wie die Drohnen ihren Alltag bestimmen. Die Kinder haben Angst beim Spielen und k&ouml;nnen nicht schlafen, w&auml;hrend Erwachsene, etwa Feld- oder Minenarbeiter, nicht sorglos im Freien arbeiten k&ouml;nnen. Jeder wirkte traumatisiert. Sobald der Himmel frei ist, tauchen die Predator-Drohnen der US-Armee auf und feuern ihre Hellfire-Raketen ab. Sie unterscheiden nicht zwischen aufst&auml;ndischen Taliban-K&auml;mpfern und unbewaffneten afghanischen Zivilisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kampfdrohnen-fuer-die-bundeswehr-wo-sind-die-stimmen-der.1005.de.html?dram:article_id=477506\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Africom warnt vor russischen Kampflugzeugen in Libyen<\/strong><br>\nUS-Luftwaffengeneral sieht f&uuml;r Europa &ldquo;sehr echte Sicherheitsprobleme auf der s&uuml;dlichen Flanke&rdquo; zukommen. Die problematische Rolle des Nato-Mitglieds T&uuml;rkei wird ausgeblendet<br>\nDas Afrikanisches Kommando der Vereinigten Staaten (US Africa Command) meldete vor zwei Tagen, dass Russland Kampfflugzeuge nach Libyen gebracht hat. Damit sei die Verwicklung Russlands in den libyschen Konflikt nicht l&auml;nger abzustreiten, so der US-Africom-General Stephen Townsend.<br>\nSeither stellt sich nicht nur unter Beobachtern aus Medien und Think-Tanks, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Nato-Kreisen die Frage, was Russland in Libyen vorhat. Da es niemand genau wei&szlig;, tauscht man sich &uuml;ber mal mehr, mal weniger erregte Spekulationen aus.<br>\nZwei Entwicklungen aber erscheinen derzeit als gut m&ouml;glich und absehbar: Dass sich die T&uuml;rkei einen festen milit&auml;rischen St&uuml;tzpunkt in Libyen aufbaut und Russland sich seinerseits eine Position in Libyen festigt, die von Africa Command mit dem englischen Begriff Anti-Access Area Denial (A2AD) wiedergegeben wird. Auf deutsch: ein Areal, das besser nicht angegriffen wird, weil die Kosten daf&uuml;r zu hoch sind &ndash; wer will sich schon mit dem russischen Milit&auml;r anlegen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Africom-warnt-vor-russischen-Kampflugzeugen-in-Libyen-4768700.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Spanien: Generalangriff von rechtsau&szlig;en auf die Regierung<\/strong><br>\nDie Ultrarechte mobilisiert auf der Stra&szlig;e und auch mit gef&auml;lschten Polizeiberichten, um strafrechtlich gegen die Regierung vorzugehen. Kommentar<br>\nAm vergangenen Wochenende hat die ultrarechte Vox-Partei in ganz Spanien mit Autokorsos gegen die sozialdemokratische Regierung protestiert. Obwohl sich die Proteste im &uuml;berschaubaren Rahmen hielten, machte die Bild-Zeitung daraus &ldquo;Massen-Demos&rdquo;. Dies in einem Medium, in dem &uuml;ber Massen-Demos in Katalonien mit der Beteiligung von einer Million Menschen gew&ouml;hnlich nicht berichtet wird.<br>\nVon Massen war im Baskenland jedenfalls gar nichts zu sehen; in San Sebastian gab es gar keinen rechtsradikalen Protest. In anderen St&auml;dten hielten sie sich mit einem guten Dutzend Fahrzeuge in Bilbao oder Vitoria in sehr engen Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Spanien-Generalangriff-von-rechtsaussen-auf-die-Regierung-4767758.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wer die Bek&auml;mpfung von &laquo;Fake-News&raquo; finanziert<\/strong><br>\nVor Falschmeldungen warnen zurzeit fast t&auml;glich Faktenpr&uuml;fer. Doch sie sind mit den Machteliten verflochten und wenig glaubw&uuml;rdig.<br>\nTag f&uuml;r Tag entdecken sogenannte Faktenpr&uuml;fer neue Falschmeldungen. In Zeiten von Corona haben sie geradezu Hochkonjunktur. Viele Medien, darunter die NZZ und die Republik, berufen sich gerne auf die H&uuml;ter der Wahrheit bei der Brandmarkung falscher Nachrichten aus dem Kreise sogenannt alternativer Medien. Auff&auml;llig dabei ist: Die Machtposition der Faktenpr&uuml;fer wird nie in Frage gestellt. Diese werden gerne als neutrale und seri&ouml;se Quellen behandelt, obwohl viele es in Wirklichkeit nicht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Bekampfung-von-Fake-News-im-Interesse-der-Machtigen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dokumente zu Rainer Wendt: So umging die NRW-Regierung das Gesetz<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt wurde jahrelang rechtswidrig vom Dienst freigestellt. Wir ver&ouml;ffentlichen dazugeh&ouml;rige Dokumente. Sie zeigen, dass mehrere Innenminister gegen das Gesetz verstie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2020\/05\/28\/dokumente-zu-rainer-wendt-so-umging-die-nrw-regierung-das-gesetz\/\">Frag den Staat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mecklenburg-Vorpommern: Kritik an neuer Richterin des Landesverfassungsgerichts<\/strong><br>\nVor zwei Wochen hat der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern f&uuml;nf neue Mitglieder f&uuml;r das Landesverfassungsgericht gew&auml;hlt. Seitdem gibt es Kritik vor allem in der CDU. Denn deren Abgeordnete w&auml;hlten auch Barbara Borchardt mit, die von der Linksfraktion vorgeschlagen worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mecklenburg-vorpommern-kritik-an-neuer-richterin-des.1783.de.html?dram:article_id=477598%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Wo blieb die Kritik bei der Wahl zum neuen Bundesverfassungsgerichtspr&auml;sidenten? Au&szlig;er in einem sehr lesenswertem Originalbeitrag &bdquo;Unternehmens-Lobbyist als H&uuml;ter des GG&ldquo; am 9. M&auml;rz 2020 der NachDenkSeiten habe ich medial nichts dazu gelesen! Als Anwalt und sp&auml;ter Miteigent&uuml;mer (Partner wie es in diesen Kreisen wohl hei&szlig;t!) der Kanzlei Shearman &amp; Stirling, wurde der gr&ouml;&szlig;te Steuerbetrug der deutschen Geschichte, der Cum-Ex-Milliarden-Trick, zur juristischen Reife gebracht. Belohnung, dank des richtigen Parteibuches, f&uuml;r Herrn Stephan Harbarth: Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts! SPD, die Union, FDP und die Oliv-GR&Uuml;NEN in Berlin haben diesem Deal zugestimmt!  Der reinste und blankste Hohn, den die Volks-&bdquo;Vertreter&ldquo; in Berlin da ausgekl&uuml;ngelt haben!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Andrea Nahles soll als Beh&ouml;rdenchefin bis zu 200.000 Euro verdienen<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here SPD-Parteichefin soll Chefin der Bundesanstalt f&uuml;r Post und Telekommunikation werden. In ihrem neuen Job wird Nahles deutlich besser bezahlt als bisher vermutet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ex-spd-politikerin-andrea-nahles-soll-als-behoerdenchefin-bis-zu-200-000-euro-verdienen\/25864784.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200529_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200529_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland sank seit vorgestern um 307 auf 7.908, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der genesenen B&uuml;rger stieg in den letzten 48 Stunden um 1.300 auf 164.100.<\/p>\n<p><em>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Analyse zeigt: Covid-19-Opferkurve entspricht &ldquo;normaler&rdquo; Mortalit&auml;t<\/strong><br>\nMehr als 240 Menschen sind bisher in &Ouml;sterreich an Covid-19 gestorben. Martin Posch vom Zentrum f&uuml;r Medizinische Statistik der MedUni Wien und sein Team haben erstmals die Alters- und Geschlechterverteilung analysiert. Fazit: Die Covid-19-Opferkurve entspricht in &Ouml;sterreich etwa der &ldquo;normalen&rdquo; Mortalit&auml;t bei M&auml;nnern und Frauen in den einzelnen Altersklassen. Zwei Drittel der Opfer sind M&auml;nner. (&hellip;)<br>\nVergleicht man das mit den &ldquo;normalen&rdquo; Sterbetafeln in der &ouml;sterreichischen Bev&ouml;lkerung, zeigt sich bei SARS-CoV-2 bzw. Covid-19, dass die Mortalit&auml;t bei M&auml;nnern und Frauen nicht wesentlich anders als jene sonst auch ist. Die Wissenschafter: &ldquo;Das (Sterbe-)Risiko der M&auml;nner bleibt bis ins hohe Alter h&ouml;her als das der Frauen und n&auml;hert sich erst am Ende der Kurve dem der Frauen an.&rdquo;<br>\nFazit: &ldquo;Vergleichen wir dieses normale Sterberisiko mit den bisherigen Covid-19-Mortalit&auml;tsraten, so sehen wir, dass die Kurven nahezu parallel verlaufen. (&hellip;) Dies legt nahe, dass das Risiko, mit Covid-19 zu versterben, im Wesentlichen proportional zum normalen Risiko f&uuml;r die jeweilige Altersklasse ist, und die Altersabh&auml;ngigkeit des Risikos daher &auml;hnlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vienna.at\/analyse-zeigt-covid-19-opferkurve-entspricht-normaler-mortalitaet\/6581246\">Vienna.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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