{"id":61536,"date":"2020-06-03T08:24:30","date_gmt":"2020-06-03T06:24:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536"},"modified":"2020-06-03T08:24:30","modified_gmt":"2020-06-03T06:24:30","slug":"hinweise-des-tages-3623","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h01\">Wieso die USA brennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h02\">Zehntausende demonstrieren in Paris gegen Rassismus und Polizeigewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h03\">Die &bdquo;heilige Angela&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h04\">Das trifft den Kern der transatlantischen Idee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h05\">Autokaufpr&auml;mien: Stoppt den sozial&ouml;kologischen Irrsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h06\">Airberlin: Moderne Raubritter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h07\">Verschon unser Haus, z&uuml;nd&rsquo;s andere an&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h08\">Verschuldung durch Corona: Es ist genug Geld da &ndash; leider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h09\">Wahlen zum Betriebsrat verboten &ndash; Corona als Vorwand, um Demokratie zu schw&auml;chen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h10\">Boeing k&uuml;ndigt 6.770 US-Mitarbeitern &ndash; Boeing-Aktie in Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h11\">BVMI schlie&szlig;t und DB schlie&szlig;en &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h12\">Grenzpolizei erschie&szlig;t behinderten Araber &ndash; Hamas fordert Rache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h13\">Wir wissen alle nicht, ob Amri den LKW gefahren hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h14\">T&ouml;dliches Mitbringsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h15\">Maas f&uuml;r &bdquo;nukleare Teilhabe&ldquo; &ndash; bei der Selbstzerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h16\">Goodbye Len&iacute;n? Ecuadors Pr&auml;sident gibt Befugnisse ab &ndash; das Land versinkt im Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h17\">&Uuml;ber die konkrete Lebenssituation armer Menschen in der Gro&szlig;stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61536#h18\">Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wieso die USA brennen<\/strong><br>\n(&hellip;) Steigender Druck sucht sein Ventil<br>\nEine wei&szlig;e Familie besitzt im Jahr 2020 in den USA im Durchschnitt zehn Mal mehr Nettoverm&ouml;gen als eine schwarze Familie. Trotz des kleinen Wirtschaftsaufschwungs der letzten Jahre bleibt die Arbeitslosigkeit unter Schwarzen doppelt so hoch wie unter Wei&szlig;en. &raquo;Diversity&laquo; wird zwar im ganzen Land gepredigt, doch unter der Oberfl&auml;che bestehen nach wie vor gravierenden Disparit&auml;ten&hellip; die Wut richtet sich nicht nur gegen Polizeigewalt, sondern gegen die kleinen und gro&szlig;en Erniedrigungen, die schwarze US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner t&auml;glich erleben.<br>\nDer jetzige Ausbruch ist kein Zufall. Kein Land wurde so stark vom Coronavirus getroffen wie die USA. &Uuml;ber 40 Millionen Menschen verloren durch die Pandemie ihre Arbeit, 100.000 starben&hellip;<br>\nDie USA befindet sich in einer akuten Krise, die Schwarze besonders trifft. Viele haben das Gef&uuml;hl, dass Staat und Reiche kein Problem damit haben, wenn ihre Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger vor Armut und Krankheit krepieren.<br>\n(&hellip;) Wie sich die Proteste entwickeln werden, ist schwer abzusehen. Entscheidend wird in den kommenden Tagen und Wochen, ob und wie aus Protest Politik wird &ndash; und wer sie macht. Bisher ist kein Zeichen einer organisierten F&uuml;hrung zu erkennen. Die politische Linke war bisher nicht in der Lage, eine Perspektive jenseits der unmittelbaren Unruhen zu formulieren. Sie scheint noch orientierungslos nach dem unerwarteten Einknicken ihres Hoffnungstr&auml;gers Bernie Sanders und ist ohnehin zu schwach vertreten in der schwarzen Bev&ouml;lkerung.<br>\nJoe Biden bem&uuml;ht sich, mit Protestierenden ins Gespr&auml;ch zu kommen. Er und andere Demokraten k&ouml;nnen letztlich jedoch nichts Weiteres anbieten als heute zu demonstrieren und morgen mehr Demokraten ins Amt zu w&auml;hlen&hellip;<br>\nIn der Tat scheint Trumps neue Strategie gegen stagnierende Umfragewerte zu sein, die jetzigen Proteste als einen Kulturkampf zu deuten und sich selbst als H&uuml;ter von Recht und Ordnung zu inszenieren&hellip;.<br>\n(&hellip;) Keine einfache Antworten<br>\nDie Pl&uuml;nderungen und Tumulte sind vielleicht nicht sch&ouml;n, aber sie sind berechtigt. Sie sind das Ergebnis tiefer gesellschaftlicher Widerspr&uuml;che, die sich immer wieder in Gewalt entladen, wenn die Bedingungen f&uuml;r die Unterdr&uuml;ckten nicht mehr auszuhalten sind. Aus der Ferne um die politische Effektivit&auml;t von Riots zu streiten oder sie mit dem &raquo;gewaltfreien Widerstand&laquo; der letzten B&uuml;rgerrechtsbewegung zu vergleichen, bringt nichts &ndash; und dient nur den Gegnern der Bewegung.<br>\nAndererseits sollte man vorsichtig damit sein, in den jetzigen Protesten den Auftakt eines revolution&auml;ren Aufstands sehen zu wollen. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter werden die Proteste vorbei sein &ndash; sp&auml;testens dann, wenn der Staat noch brutaler zur&uuml;ckschl&auml;gt. Dann stellt sich die Frage, was als N&auml;chstes kommt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/black-lives-matter-trump-rassismus-usa-george-floyd-riots\/\">Jacobin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;I can&rsquo;t breathe&ldquo;, die letzten Worte von George Floyd kann man durchaus auch in &uuml;bertragenen Sinn verstehen, als Symptom f&uuml;r die Lebensbedingungen der Armen. Die neoliberale Wirtschaftsordnung schneidet allen Unterprivilegierten auf der ganzen Welt die Luft ab. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gewalt im Dienste der Gewalt<\/strong><br>\nUnter dem Vorwand, Eigentum zu sch&uuml;tzen, geht die US-Polizei mit &auml;u&szlig;erster Brutalit&auml;t gegen Demonstrierende vor. Das hat System<br>\nDas Wort &bdquo;Gewalt&ldquo; wird h&auml;ufig gebraucht werden, um zu beschreiben, was sich in vielen Gro&szlig;st&auml;dten der USA am vergangenen Wochenende und die ganze Woche hindurch ereignet hat. Es ist daher wichtig, deutlich zu machen, von wem die Gewalt ausgeht &ndash; und was Gewalt ist. Sachbesch&auml;digung und K&ouml;rperverletzung sind zwei grundlegend unterschiedliche Tatbest&auml;nde, und von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen &ndash; offenbar Leute, die sich unter die Demonstrierenden gemischt haben &ndash; geht bei diesen Unruhen praktisch alle gegen Menschen gerichtete Gewalt von der Polizei aus.<br>\n(&hellip;) Dennoch wurde in vielen F&auml;llen mit dem Finger auf die Sachbesch&auml;digungen bzw. die Zerst&ouml;rung von Eigentum gezeigt, und es ist erschreckend zu sehen, dass einige sich mehr &uuml;ber zerbrochene Fensterscheiben aufregen als &uuml;ber einen &ouml;ffentlichen Mord &ndash; oder vielmehr, dass sie der Ansicht zu sein scheinen, die Grundlage, auf der eine Gesellschaft basiert, seien nicht Menschenrechte und Gerechtigkeit, sondern stabile Eigentumsverh&auml;ltnisse.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Violence is the voice of the unheard&ldquo;<br>\nMartin Luther King nannte Aufst&auml;nde in einer ber&uuml;hmt gewordenen Wendung &bdquo;die Stimme der Unerh&ouml;rten&ldquo; &ndash; und als Aufschrei von Menschen, die jahrhundertelang absolut alles andere versucht haben, bedeuten Sachbesch&auml;digungen etwas grundlegend anders als solche, die allein aus b&ouml;sem Willen oder aus Langeweile erfolgen.<br>\n(&hellip;) Strukturelle Gewalt trifft Afroamerikaner*innen besonders hart<br>\nEs gibt eine weitere Art von Gewalt, &uuml;ber die wir reden m&uuml;ssen. Das ist die strukturelle Gewalt. Sie besteht in der Art und Weise, wie Institutionen und Gesellschaften organisiert sind, um eine bestimmte Gruppe von Menschen zu unterdr&uuml;cken. F&uuml;r Afroamerikaner umfasste dies die Sklaverei, den langen Terror von Jim Crow und Lynchmorde, die Unterdr&uuml;ckung von Wahlberechtigten vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, Redlining, die Vergabe zweitklassiger Hypotheken, Diskriminierung im Wohnungs-, Bildungs- und Besch&auml;ftigungsbereich und vieles mehr.<br>\nGegenw&auml;rtig fallen mehrere Formen struktureller Gewalt besonders ins Gewicht: der chronische Stress und der mangelnde Zugang zur Gesundheitsversorgung, Wohnungsprobleme und die Arbeitssituationen, die dazu gef&uuml;hrt haben, dass Afroamerikaner*innen weitaus h&auml;ufiger an Covid-19 sterben als andere Bev&ouml;lkerungsgruppen&hellip;<br>\nWenn die Polizei mit Tr&auml;nengas und Schlagst&ouml;cken anr&uuml;ckt, um Proteste zu unterdr&uuml;cken, erkl&auml;rt sie das damit, dass sie ist, was sie ist und was sie sein will: eine Gewalt aus&uuml;bende Gewalt im Dienste der Gewalt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/gewalt-im-dienste-der-gewalt\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Protestwelle in USA: Polizei beschie&szlig;t gezielt Journalisten<\/strong><br>\nDie gewaltsamen Proteste in den Vereinigten Staaten rei&szlig;en nicht ab. Die Polizei geht zum Teil hart gegen die Demonstranten vor. Doch auch Berichte &uuml;ber gezielte &Uuml;bergriffe gegen Pressevertreter mehren sich. Unter den Betroffenen sind auch deutsche Journalisten.<br>\n&ldquo;Wir sind entsetzt &uuml;ber die fortgesetzte Anwendung harter und manchmal gewaltt&auml;tiger Ma&szlig;nahmen der Polizei gegen Journalisten, die ihre Arbeit tun. Dies sind direkte Verletzungen der Pressefreiheit, eines grundlegenden verfassungsm&auml;&szlig;igen Wertes der Vereinigten Staaten&rdquo;, erkl&auml;rte Carlos Martinez de la Serna, Direktor der Nichtregierungsorganisation Komitee zum Schutz von Journalisten (CJP) in New York.<br>\nSeit dem 29. Mai hat die NGO mindestens 125 Verst&ouml;&szlig;e, darunter 20 Verhaftungen, gegen Journalisten verzeichnet, die &uuml;ber die Proteste berichteten, die durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in Polizeigewahrsam ausgel&ouml;st wurden.<br>\nDie Polizei habe &ldquo;Dutzende weitere&rdquo; Reporter mit Tr&auml;nengas, Pfefferspray oder Gummigeschossen beschossen, selbst nachdem sie ihre Presseausweise gezeigt hatten, so CPJ unter Berufung auf verschiedene Quellen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/103075-protestwelle-in-usa-polizei-beschiesst-gezielt-journalisten\/\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zehntausende demonstrieren in Paris gegen Rassismus und Polizeigewalt<\/strong><br>\nIn mehreren franz&ouml;sischen St&auml;dten haben Zehntausende gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Allein in Paris kamen etwa 20.000 Menschen vor einem Gerichtsgeb&auml;ude zusammen &ndash; trotz eines Demonstrationsverbots.<br>\nIm Norden der franz&ouml;sischen Hauptstadt versammelten sich eine gro&szlig;e Menschenmenge und ignorierte damit ein Demonstrationsverbot, das wegen der Corona-Pandemie und aus Sorge vor drohenden Ausschreitungen verh&auml;ngt worden war. Das teilte eine Sprecherin der Pariser Polizeipr&auml;fektur mit. Am Rande des Protests kam es Medienberichten zufolge zu Zusammenst&ouml;&szlig;en mit der Polizei. Demonstranten warfen Wurfgeschosse auf Beamte, diese reagierten mit dem Einsatz von Tr&auml;nengas. Auch aus Lyon und Marseille wurden derartige Protestaktionen gemeldet.<br>\nDie &uuml;berwiegend jungen Demonstranten riefen bei der gr&ouml;&szlig;tenteils friedlichen Anti-Rassismus-Kundgebung in Paris als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA Slogans der &ldquo;Black Lives Matter&rdquo;-Bewegung. Viele hielten au&szlig;erdem Schilder mit englischen Slogans wie &ldquo;I can&rsquo;t breathe&rdquo; in die H&ouml;he. Damit bezogen sie sich auf die derzeitigen Proteste in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz.<br>\nVon Traor&eacute; bis Floyd<br>\nDer Protest in der franz&ouml;sischen Hauptstadt wurde von Assa Traor&eacute;, der &auml;lteren Schwester des in Polizeigewahrsam gestorbenen Adama Traor&eacute;, organisiert. Der 24-J&auml;hrige war 2016 zu Tode gekommen, nachdem er sich der Festnahme seines Bruders widersetzt hatte. Eine Schuld der Polizei an seinem Tod lie&szlig; sich offiziell nicht nachweisen.<br>\nSeither wird in Frankreich dar&uuml;ber gestritten, ob die Polizisten Schuld an Traor&eacute;s Tod waren. Vergangene Woche hatten mehrere &Auml;rzte die Polizisten entlastet und einen von der Familie in Auftrag gegebenen Bericht zur&uuml;ckgewiesen, wonach der junge Mann erstickt sein soll. Ein weiterer Bericht der Familie vom Dienstag kommt zu dem Schluss, dass der Tod mit den Methoden der Polizei bei der Festnahme Traor&eacute;s zusammenhing.<br>\n&ldquo;Das ist heute nicht mehr nur der Kampf der Familie Traor&eacute;, es ist unser aller Kampf. Wenn wir heute f&uuml;r George Floyd k&auml;mpfen, k&auml;mpfen wir f&uuml;r Adama Traor&eacute;&rdquo;, sagte Assa Traor&eacute; zu den Demonstranten, die &ldquo;Revolte&rdquo; und &ldquo;Die ganze Welt hasst die Polizei&rdquo; riefen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/zehntausende-demonstrieren-in-paris-gegen-rassismus-und-polizeigewalt\/a-53663112\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Assa Traor&eacute; k&auml;mpft um Gerechtigkeit f&uuml;r ihren Bruder Adama, der 2016 in einer franz&ouml;sischen Gendarmerie get&ouml;tet wurde, Aus der Rede von Assa Traro&eacute;: &ldquo;Wenn wir heute in den Vereinigten Staaten f&uuml;r Georges Floyd k&auml;mpfen, der unser Bruder ist, dann k&auml;mpfen wir f&uuml;r Adama&rdquo;. Denn wenn sich die Medien heute mehrheitlich auf die Seite der amerikanischen Demonstranten stellen, vertuschen sie weiterhin die Gewalt, die in Frankreich, in seinen Vierteln oder in seinen Kolonien weitergeht.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p><em>Auch in Frankreich wendet der Staat die gleichen Zwangsmethoden an, nicht nur, um prek&auml;re Bev&ouml;lkerungsgruppen mit Migrationshintergrund einzud&auml;mmen, sondern generell, um Proteste zu unterdr&uuml;cken, wie die Nachdenkseiten bereits des &Ouml;fteren im Zuge der Proteste der Gelbwesten und der Proteste gegen die Rentenreform von Macron berichteten. Sieh z.b. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48665\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48643\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Tausende von Demonstranten in verschiedenen St&auml;dten auf der ganzen Welt haben sich zu Demonstrationen zusammen gefunden, mit Slogans, die &uuml;ber die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus Resonanz fanden und zum Slogan auch in Italien, Kanada, D&auml;nemark, den Niederlanden, Deutschland, England, aber auch Brasilien oder sogar Neuseeland wurden. In verschiedenen St&auml;dten der Welt war der Mord an George Floyd Anlass f&uuml;r Mobilisierungen, um Gerechtigkeit und Wahrheit f&uuml;r alle Opfer von Polizeibrutalit&auml;t zu fordern, so auch in Berlin, wo sich Tausende von Demonstranten vor dem US-Konsulat zu einer Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt versammelten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die &bdquo;heilige Angela&ldquo;<\/strong><br>\nZur Fairness geh&ouml;rt es, dass man auch dem politischen Gegner Beifall spendet, wenn er es verdient. Dass Angela Merkel und die Ministerpr&auml;sidenten im Monat M&auml;rz auf die Corona-Krise vern&uuml;nftig reagiert haben, habe ich mehrfach &ouml;ffentlich anerkannt. Mittlerweile gehen mir die Jubel-Arien aber zu weit. Gerade habe ich selbst in einem Podcast von Le Monde geh&ouml;rt, dass Merkel in der Corona-Krise hervorragende Arbeit geleistet habe. Und bei uns wird l&auml;ngst wieder die Platte aufgelegt, ob die &bdquo;heilige Angela&ldquo; nicht eine f&uuml;nfte Amtsperiode ins Auge fassen sollte. Das ist des Guten dann doch zu viel&hellip;<br>\n(&hellip;) Jetzt wird entschieden, wie die durch die Pandemie entstandenen Lasten auf die Bev&ouml;lkerung verteilt werden. Und daf&uuml;r ist Angela Merkel mit ihrer Partei, der CDU, wahrlich die Falsche. Die wachsende Ungleichheit, die dazu f&uuml;hrt, dass inzwischen die 45 reichsten Familien in Deutschland so viel besitzen wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung zusammen, geht mit auf ihr Konto. Und ihre Parteisoldaten wollen selbst die zu niedrige Grundrente verhindern und Einkommensmillion&auml;re noch weiter entlasten. Friedrich Merz will alle staatlichen Leistungen &uuml;berpr&uuml;fen, sprich k&uuml;rzen. Andere CDU-Politiker wollen den zu geringen Mindestlohn senken. Und bei der Verteilung der Corona-Hilfen bekommen die &Auml;rmsten wieder am Wenigsten ab.<br>\nVergessen wir nicht: Angela Merkel hat den Sozialstaat mit zertr&uuml;mmert. Sie ist mit ihrem Lohn- und Steuerdumping mit verantwortlich f&uuml;r das Auseinanderdriften Europas und daf&uuml;r, dass die erfolgreichste &Auml;ra deutscher Au&szlig;enpolitik, die Entspannungspolitik Willy Brandts, aufgegeben wurde &ndash; inzwischen stehen wieder deutsche Panzer an der russischen Grenze. Merkel beteiligt die Bundeswehr an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen, l&auml;sst Waffenlieferungen in Kriegsgebiete zu, gibt zus&auml;tzliche Milliarden f&uuml;r die weitere Aufr&uuml;stung Deutschlands aus und ist mit ihrem sturen Festhalten an der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; und ihrer Weigerung, Millionen-Einkommen, -Verm&ouml;gen und -Erbschaften gerecht zu besteuern, mit schuld am Zerfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Man k&ouml;nnte diese Liste endlos fortsetzen. F&uuml;r eine Heiligsprechung Merkels besteht wahrlich kein Anlass.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3095688177159295\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das trifft den Kern der transatlantischen Idee<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag von Mich&egrave;le Flournoy und Jim Townsend.<br>\nDie Biden-Berater Mich&egrave;le Flournoy und Jim Townsend werfen dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf M&uuml;tzenich vor, mit seinem Vorschlag f&uuml;r ein atomwaffenfreies Deutschland die Nato zu schw&auml;chen.<br>\nDer Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Rolf M&uuml;tzenich hat einen R&uuml;ckzug Deutschlands aus der nuklearen Teilhabe der Nato gefordert.<br>\n(&hellip;) Dies geschieht zu einer Zeit, in der Russland aktiv versucht, die transatlantische Einheit zu untergraben. Moskau investiert massiv in die Modernisierung seines nuklearen Arsenals, einschlie&szlig;lich der auf Europa gerichteten Waffen. Seine Milit&auml;rdoktrin beruht auf der Idee der &ldquo;Eskalation zur Deeskalation&rdquo;, das hei&szlig;t, der Gegner soll zu Beginn eines Konflikts nuklear bedroht werden, um seine Entschlossenheit zu brechen&hellip;<br>\nDeutschland muss jetzt die Nationen Europas f&uuml;hren und gleichzeitig ein globaler Akteur sein, der deutsche und europ&auml;ische Interessen im Ausland wahrnimmt. Und in einer Zeit des geopolitischen Umbruchs in Europa f&uuml;hrend zu sein, bedeutet, die schwere Last der Sicherheit und Verteidigung zu teilen.<br>\nDeutschland zieht aus der nuklearen Teilhabe der Nato erheblichen Nutzen. Es hat dadurch eine starke Stimme bei der Gestaltung der Nuklearpolitik des B&uuml;ndnisses und bei der Stationierung von Atomwaffen in Europa. Sollte Deutschland sich aus der nuklearen Teilhabe zur&uuml;ckziehen, w&uuml;rde seine Stimme erheblich an Gewicht verlieren&hellip; Die B&uuml;ndnispartner sehen ohnehin die Tatsache kritisch, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben noch immer nicht hinreichend erh&ouml;ht hat. Ein Ausstieg aus einer weiteren Nato-Verpflichtung w&uuml;rde den Eindruck verst&auml;rken, dass das Land seine B&uuml;ndnisverpflichtungen nicht ernst nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/joe-biden-berater-ueber-nukleare-teilhabe-das-trifft-den-kern-der-transatlantischen-idee-a-8c1446db-b1a4-474c-9c13-3037697c2a03\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.M.:<\/strong>  Es wird einmal mehr deutlich, wie wenig sich die Politik der USA auch unter dem ach so liberalen Herrn Biden &auml;ndern w&uuml;rde. Wer wundert sich da noch, wenn Trump tats&auml;chlich wiedergew&auml;hlt w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;Deutschland zieht aus der nuklearen Teilhabe der Nato erheblichen Nutzen.&ldquo; Das kann man auch anders sehen. Sp&auml;testens seit der Aufl&ouml;sung des Warschauer Paktes stellt sich vielmehr die Frage, welchen Nutzen die NATO &uuml;berhaupt noch haben soll. Zur Friedenssicherung tr&auml;gt sie jedenfalls nicht bei. Und von Mitsprache in der NATO auch kaum die Rede sein. Die USA bestimmen dort alleine was geschieht und scheren sich nicht um die Meinung ihrer &bdquo;Partner&ldquo;. Lesen Sie dazu auch den gestrigen Beitrag von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61505\">Wer so mit den eigenen B&uuml;rgern umgeht, geht auch gewaltt&auml;tig mit dem Rest der Welt um<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Autokaufpr&auml;mien: Stoppt den sozial&ouml;kologischen Irrsinn<\/strong><br>\nGeht es nach den Ministern Altmaier und Scheuer, dann sollen auch SUV mit einer Kaufpr&auml;mie gef&ouml;rdert werden. Damit verfehlt das Konjunkturprogramm das, was es jetzt braucht: einen &ldquo;Green Deal&rdquo; f&uuml;r die deutsche Wirtschaft.<br>\nDie Verantwortlichen bei Audi haben sich noch nicht einmal die M&uuml;he gegeben, ihren Gel&auml;ndewagen vom Typ Q7 mit einem &Ouml;koslogan zu versehen. Im Katalog wird lieber das Infotainment und der Allradantrieb angepriesen, auch das &ldquo;kraftvolle Design&rdquo; findet Erw&auml;hnung, genauso wie das &ldquo;umfangreiche Platzangebot&rdquo;. Mit einem Aussto&szlig; von &uuml;ber 200 Gramm CO2 pro Kilometer ist der 340-PS-Wagen auch genau das Gegenteil eines umweltbewussten Autos.<br>\nUnd doch ist er qualifiziert, dass Kunden der VW-Tochter vom Staat mit 2500 Euro unterst&uuml;tzt werden, um diese Unvernunft auf vier R&auml;dern zu kaufen.<br>\nZumindest, wenn es nach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht. Dessen Beamten gehen mit einem entsprechenden Vorschlag f&uuml;r eine Kaufpr&auml;mie in die heutigen Verhandlungen des Koalitionsausschusses &uuml;ber ein Konjunkturprogramm ins Rennen, der auch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) propagiert wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/autopraemie-stoppt-den-sozialoekologischen-irrsinn-kommentar-a-c595e4bd-11d0-4adb-85fd-91d9027dfdc3\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Airberlin: Moderne Raubritter<\/strong><br>\nModerne Raubritter hingegen kommen in einem gediegenen Anzug mit Krawatte, sind unbewaffnet und zivilisiert. Statt einer Waffe besitzen sie ein Dokument, mit dem sie ihre Eigentumstitel vor jedem Gericht geltend machen k&ouml;nnen. Und wer sich gegen sie wehrt, sie niederschl&auml;gt, der kommt vor Gericht und hinter Gitter.<br>\nSo geschieht es aktuell bei Airberlin, die vor beinahe drei Jahren in die Insolvenz ging.<br>\nBis zuletzt hatten die 8600 Kolleg\/innen in der Hoffnung auf eine Rettung ihrer Arbeitspl&auml;tze geschuftet. Die K&uuml;ndigungen wurden vom Bundesarbeitsgericht im Mai 2020 f&uuml;r unrechtm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt. Doch ihre Anspr&uuml;che auf weitere Lohn- und Gehaltszahlung stehen nur auf einem Papier, das nichts wert ist. Sie bekommen nichts! Andere dagegen haben wertvollere Papiere wie Schuldscheine, Eintragungen ins Grundbuch, Sicherungsvertr&auml;ge. Und diese Herrschaften, die da im teuren Anzug mit Krawatte zur Insolvenzkasse dr&auml;ngen, haben eben Vorrang vor denen, die &uuml;ber viele Jahre die Profitmaschine Airberlin am Laufen hielten und diesen feinen Herrschaften ihre Profite, Dividenden, Zinszahlungen m&ouml;glich gemacht haben. Daher erhalten sie Geld aus der Insolvenzmasse, und die Kolleg\/innen, deren Forderungen juristisch &bdquo;nachrangig&ldquo; sind, gehen leer aus. Sie haben auf dem Papier recht, wertloses Recht.<br>\nDas Kapital hat sich ein feines juristisches Netz gekn&uuml;pft, wonach es immer Vorrang hat. Moderne Raubritter ben&ouml;tigen daher keine sichtbaren Waffen. Das erledigt der b&uuml;rgerliche Staat f&uuml;r sie. Sollten die Kolleg\/innen auf die Idee kommen, sich ihr Eigentum mit Gewalt zu nehmen, dann w&uuml;rde der Staat sie gewaltsam daran hindern. Sie k&auml;men hinter Gitter.<br>\nEin Rechtsstaat? Ja, aber ein Rechtsstaat des Kapital!<br>\nEine Demokratie? Nein, eine Diktatur des Kapitals!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-zukunft.de\/2020\/05\/31\/airberlin-moderne-raubritter\/#more-7113\">Arbeit-Zukunft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verschon unser Haus, z&uuml;nd&rsquo;s andere an&hellip;<\/strong><br>\nVon Heiner Flassbeck<br>\nBeamtete &Ouml;konomen und blinde Weltverbesserer treiben die Menschen zur Verzweiflung, die in dieser Krise ohne jede eigene Schuld um ihre Existenz f&uuml;rchten. Es ist Zeit, die Augen aufzumachen und die katastrophale wirtschaftliche Lage zur Kenntnis zu nehmen.<br>\nZu Anfang dieses Artikels muss ich noch einmal feststellen, was eigentlich selbstverst&auml;ndlich sein sollte: Der Corona-Schock wurde vom Staat bewusst ausgel&ouml;st, um gesundheitliche Gefahren f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung in Grenzen zu halten. Dass viele Menschen davon h&ouml;chst negativ betroffen sind, ist den unzul&auml;nglichen Schutzma&szlig;nahmen des Staates zuzuschreiben (wie hier erkl&auml;rt). Jedoch hat sich niemand von denen, die darunter besonders leiden, pers&ouml;nlich etwas zu Schulden kommen lassen oder in anderer Weise pers&ouml;nlich versagt.<br>\nMan muss diese Trivialit&auml;ten festhalten, weil sich die Corona-Krise immer mehr zu einem Verteilungskampf der besonderen Art entwickelt. Es sind n&auml;mlich diejenigen, die einfach &bdquo;den falschen Beruf&ldquo; haben, zwischen zwei M&uuml;hlsteine geraten, aus denen es kaum ein Entkommen gibt&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Staat verordnet zum Schutz aller B&uuml;rger Pandemie-Bek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen. Wenn die B&uuml;rger v&ouml;llig zuf&auml;llig und asymmetrisch davon betroffen sind, ist das ihr privates Risiko und sie m&uuml;ssen sich mit dem Hartz IV-Niveau begn&uuml;gen, obwohl sie absolut nichts mit der Konstellation zu tun haben, wof&uuml;r Hartz IV geschaffen wurde. Man erinnere sich, dass das Niveau von Hartz IV so niedrig festgesetzt wurde, um einen &bdquo;angemessenen&ldquo; Abstand von den unteren Einkommen zu halten und den Betroffenen einen &bdquo;ausreichenden&ldquo; Anreiz zu geben, sich um Arbeit zu bem&uuml;hen.<br>\nNichts davon l&auml;sst sich auf die Kurzarbeiter oder Arbeitslosen dieser Krise &uuml;bertragen. Einem K&uuml;nstler, dem der Staat die Arbeit verboten hat, weil er dazu Publikum braucht, zu sagen, er d&uuml;rfe immerhin Hartz IV beziehen, ist mehr als zynisch, es ist unversch&auml;mt. Dass der Gesetzgeber die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung f&uuml;r einen von ihm bed&uuml;rftig gemachten Menschen erleichtert hat, hebt man sogar noch als besondere Umsicht und Gro&szlig;z&uuml;gigkeit hervor.<br>\nDas ist das Privatisieren von staatlich erzeugten Verlusten ohne jeden Skrupel&hellip;<br>\nDie linken Weltverbesserer<br>\nDer zweite M&uuml;hlstein sind die Weltverbesserer, die sich regelm&auml;&szlig;ig in linken Lagern treffen. Auch bei dieser Gruppe muss man konstatieren, dass sie offensichtlich von Arbeitslosigkeit noch nichts geh&ouml;rt haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/06\/verschon-unser-haus-zuends-andere-an\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verschuldung durch Corona: Es ist genug Geld da &ndash; leider<\/strong><br>\n(&hellip;) Betriebs- und Volkswirtschaft ist nicht das Gleiche<br>\nDieser Ablauf ist typisch. Weil es noch immer nicht zum Allgemeinwissen geh&ouml;rt, dass Volks- und Betriebswirtschaft zwei paar Stiefel sind, wendet sich die Zeitung mit einer volkswirtschaftlichen Frage an einen Betriebswirtschafter. Dieser h&auml;lt sich f&uuml;r zust&auml;ndig und antwortet aus seiner unternehmerischen Optik und Erfahrung: Klar, wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten ger&auml;t und Schulden macht, h&auml;ngt die Kreditw&uuml;rdigkeit davon ab, dass es ein glaubw&uuml;rdiges Schuldentilgungsprogramm vorlegt. Deshalb der Verweis auf die &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; und auf eine &bdquo;Verzichtsplanung&ldquo;.<br>\n&laquo;Verzichtsplanung&raquo; versch&auml;rft die Krise<br>\nDoch aus volkswirtschaftlicher Sicht sieht das ganz anders aus: Wir sind in die Wirtschaftskrise gerutscht, weil es eine Verzichtsplanung gab. Der Bundesrat hat uns &ndash; aus guten epidemiologischen Gr&uuml;nden &ndash; gezwungen, auf den Coiffeur, auf das Fitnessstudio, auf den Gang ins Restaurant etc. zu verzichten. Er hat damit eine Nachfragekrise geschaffen. Und weil dieser Verzicht die Schweizer Bev&ouml;lkerung sehr unterschiedlich getroffen hat, wurde diese Nachfragekrise durch ein Verteilungsproblem versch&auml;rft: Die grosse Mehrheit hat dank dem sogenannten &laquo;Lockdown&raquo; viel Geld gespart, andere haben ihr ganzes Einkommen verloren. Das h&auml;tte eine zweite Runde der Nachfragekrise und vermutlich einen Teufelskreis ausgel&ouml;st, wenn der Staat die ausfallenden Einkommen nicht mit Zusch&uuml;ssen und Krediten wenigstens teilweise kompensiert h&auml;tte&hellip;<br>\n(&hellip;) Das Kapital gewinnt auf Kosten der Kaufkraft<br>\nDer wichtigste Grund f&uuml;r diese &bdquo;Schuldenmacherei&ldquo; sind aber nicht die von der NZZ immer wieder getadelten &bdquo;Begehrlichkeiten&ldquo; der Politiker, sondern es ist die weltweit immer einseitigere Verteilung der Einkommen. Die (gro&szlig;en) Unternehmen setzen ihre Preise so hoch an und dr&uuml;cken die L&ouml;hne (vor allem die der Unterlieferanten) so tief, dass zu wenig Kaufkraft da ist, um ihre Produkte abzusetzen. Damit haben die Aktion&auml;re und die Manager ein Problem: Sie m&uuml;ssten die Preise senken, die L&ouml;hne erh&ouml;hen oder die Produktion drosseln und Leute entlassen. Damit aber bekommen auch die Politiker ein Problem. Steigt die Arbeitslosigkeit, werden sie abgew&auml;hlt. Die Manager hingegen riskieren die (meistens mit einem goldenen Fallschirm abgefederte) Entlassung, wenn der Gewinn im n&auml;chsten Quartal sinkt.<br>\nDieses Pokerspiel endet seit bald zwei Jahrzehnten regelm&auml;&szlig;ig damit, dass das Kapital gewinnt und der Staat die fehlende Kaufkraft durch Sozialausgaben ersetzt. Das Geld verschafft er sich durch Anleihen, die im Wesentlichen von den reichsten 10 Prozent gezeichnet werden &ndash; von den Topmanagern und den Aktienbesitzern. Damit flie&szlig;t das Geld, das die Unternehmen an L&ouml;hnen und Steuern gespart haben, in Form von Krediten wieder in den Wirtschafts- und Verschuldungskreislauf zur&uuml;ck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Verschuldung--durch-Corona-Es-ist-genug-Geld-da--leider\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wahlen zum Betriebsrat verboten &ndash; Corona als Vorwand, um Demokratie zu schw&auml;chen<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Corona-Pandemie in der Fabrik arbeiten &ndash; vollkommen unbedenklich. W&auml;hrend der Corona-Pandemie den Betriebsrat w&auml;hlen &ndash; h&ouml;chst gef&auml;hrlich. In der Anton Paar GmbH und der Schiebel Elektronische Ger&auml;te GmbH wurden Wahlen zum Betriebsrat gerichtlich untersagt. Die Argumentation beider Unternehmensf&uuml;hrungen war, dass die Wahl aus Gr&uuml;nden des Arbeitsschutz nicht stattfinden kann. Gewerkschaften und Arbeitsrechtler sehen darin einen Versuch, die Mitbestimmung der Arbeitnehmer zu verhindern.<br>\nIn &Ouml;sterreich nehmen die Corona-Zahlen zunehmend ab, Bars und Gasth&auml;user sperren wieder auf und langsam kehrt wieder Normalit&auml;t ein. Trotzdem versuchen gerade zwei &ouml;sterreichische Unternehmen Wahlen zum Betriebsrat zu verhindern. Die zwei Unternehmen sind der Hersteller f&uuml;r Labortechnik Anton Paar GmbH und Schiebel Elektronische Ger&auml;te GmbH. Das Argument f&uuml;r das Verbot der Wahl: Aufgrund von Corona k&ouml;nne der Arbeitsschutz bei der Wahl nicht gew&auml;hrleistet werden. Dieses Argument &uuml;berrascht, da in den Produktionsst&auml;tten beider Firmen w&auml;hrend der Pandemie gearbeitet wurde und es zu keinen Krankheitsf&auml;llen kam. Arbeiten geht also, w&auml;hlen aber nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/corona-betriebsrat-arbeitsschutz-anton-paar-schiebel\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Boeing k&uuml;ndigt 6.770 US-Mitarbeitern &ndash; Boeing-Aktie in Gr&uuml;n<\/strong><br>\nDer angeschlagene Flugzeugbauer Boeing macht in der Corona-Krise mit seinem gro&szlig;en Stellenabbau ernst.<br>\nRund 6770 US-Mitarbeitern erhalten diese Woche ihre Entlassungsschreiben, wie der Airbus-Rivale am Mittwoch mitteilte. Die K&uuml;ndigungen kommen demnach zus&auml;tzlich zu etwa 5.520 Angestellten, die Abfindungsangebote angenommen haben und den Konzern in den n&auml;chsten Wochen verlassen. In den kommenden Monaten werde es Tausende weitere Abg&auml;nge geben, erkl&auml;rte Boeing -Chef Dave Calhoun in einem Memo an die Mitarbeiter.<br>\nDie Entlassungswelle kommt nicht &uuml;berraschend: Boeing hatte bereits Ende April angek&uuml;ndigt, seine Besch&auml;ftigtenzahl von rund 160.000 um etwa zehn Prozent zu reduzieren. Dieser Plan wurde nun lediglich konkretisiert. Der Konzern steckt aufgrund des Problemfliegers 737 Max, der nach zwei verheerenden Abst&uuml;rzen seit mehr als einem Jahr weltweit mit Startverboten belegt ist, schon l&auml;nger tief in der Krise. Die Corona-Pandemie, die den Luftverkehr nahezu zum Erliegen gebracht hat, hat das Unternehmen noch st&auml;rker unter Druck gebracht.<br>\nAnleger zeigen sich erleichtert: Die Boeing-Aktie gewann an der NYSE 3,3 Prozent auf 149,51 US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/jobkahlschlag-boeing-kuendigt-6-770-us-mitarbeitern-boeing-aktie-in-gruen-8909190\">Finanzen.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Entwicklung zeigt sich weltweit, die Entlassungswelle rollt bereits. Da freuen sich die Anleger, denn ihre Aktien steigen. Des einen Leid ist des anderen Freud&lsquo;. Jeder f&uuml;r sich und der &bdquo;Markt&ldquo; immer gegen die Wehrlosen. Jeder ist seines Gl&uuml;ckes eigener Schmied. Und wer keinen Hammer hat: selber schuld, wenn er sich nicht rechtzeitig einen besorgt hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Frankreich hat Renault, Nissan und Mitsubishi ein milliardenschweres Rettungspaket gew&auml;hrt, zum Dank daf&uuml;r daf&uuml;r planen diese nun Werksschlie&szlig;ungen. Mehr als 20.000 Arbeitspl&auml;tze werden dadurch zerst&ouml;rt. Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen will rund 15.000 abbauen, die H&auml;lfte davon in Deutschland. Das Ende der Fahnenstange ist noch l&auml;ngst nicht erreicht. Die Werkt&auml;tigen sollen die Krise wieder einmal ausbaden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BVMI schlie&szlig;t und DB schlie&szlig;en &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo;<\/strong><br>\nAufgrund der eingebrochenen Nachfrage ihm Bahnverkehr gr&uuml;ndete das Bundesverkehrsministerium zusammen mit der Deutschen Bahn, der Eisenbahngewerkschaft EVG und dem Konzernbetriebsrat das &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo;. Nach Auskunft des B&uuml;ndnisses stellt die Bahn nicht nur einen systemrelevanten Faktor f&uuml;r die Mobilit&auml;t der B&uuml;rger und die Aufrechterhaltung der Lieferketten dar, sondern leiste einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge.<br>\n&bdquo;Die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise verst&auml;rkt die Bedeutung zukunftsgerichteter Investitionen in das klimafreundliche Transportmittel Eisenbahn. Der Schienenverkehr bleibt das R&uuml;ckgrat einer klimagerechten Mobilit&auml;t und Logistik. Nur mit ihm werden wir die Verkehrsverlagerungs-und Klimaziele erreichen.&ldquo;<br>\nDemnach sei die Bundesregierung bereit, dem Haushaltsgesetzgeber vorzuschlagen, 80 Prozent der nach Gegensteuerung verbleibenden Sch&auml;den aus der Corona-Pandemie auszugleichen &ndash; und zwar durch eine Eigenkapitalerh&ouml;hung der Deutschen Bahn. Dar&uuml;ber hinaus soll die Verschuldungsgrenze angehoben werden. Diesen Pl&auml;nen muss jedoch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages zustimmen.<br>\nAuch die DB will ihren Beitrag zur &Uuml;berwindung der Krise leisten: so soll der DB Vorstand f&uuml;r das Jahr 2020 auf Bonuszahlungen verzichten. Gleichzeitig sollen kostensenkende Ma&szlig;nahmen im Personal- und Sachaufwandsbereich realisiert werden.<br>\nUnter den Gewerkschaften herrscht hingegen Uneinigkeit &uuml;ber das Positionspapier: Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bef&uuml;rwortet dieses, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) hingegen lehnt eine Unterzeichnung mit der Begr&uuml;ndung die Schiene k&ouml;nne nicht als &bdquo;R&uuml;ckgrat eines klimagerechten Verkehrs&ldquo; entwickelt werden ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/magistrale.org\/bvmi-schliesst-und-db-schliessen-buendnis-fuer-unsere-bahn\/\">Magistrale<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Den Text des Abkommens &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/resource\/blob\/5239626\/c3e705558b18550c9c97745c1eb2e1fb\/Buendnis-Bahn-data.pdf\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Text besteht aus lauter &bdquo;Worth&uuml;lsen, die inhaltlich nicht ausgef&uuml;llt sind&ldquo; (Weselsky, GDL). Er beinhaltet vage Verpflichtungen, die Krise soll &bdquo;gemeinschaftlich und solidarisch&ldquo; gemeistert werden, sprich: das Personal der Bahn soll &uuml;ber Lohnzur&uuml;ckhaltungen usw. die Misere ausbaden. Es geht keine Rede von K&uuml;ndigungsschutz.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Staat soll Milliarden in die Aktiengesellschaft der Bahn geben obwohl diese nicht der Kontrolle der Allgemeinheit unterliegt. Der Vorstand verzichtet daf&uuml;r dieses Jahr auf seinen Bonuszahlungen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Keine Unterzeichnung des &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo;<\/strong><br>\nStrategiepapier nicht geeignet<br>\nDie GDL ist der Ansicht, dass dazu das Strategiepapier mit dem wohlklingenden Namen &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo; nicht geeignet ist, denn nicht der Global Player Deutsche Bahn ist systemrelevant. Systemrelevant ist das Schienennetz in Deutschland mit dem direkten Personal zum Transport von Menschen und G&uuml;tern.<br>\n(&hellip;) Die f&uuml;nf Punkte sind mit dem &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r unsere Bahn&ldquo; faktisch nicht vereinbar. Selbst die &Uuml;berschrift &ldquo;&hellip;f&uuml;r unsere Bahn&rdquo; ist in Frage zu stellen, denn es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Bahnen, die den Personen- und G&uuml;tertransport bew&auml;ltigen. Die GDL wird ihre Unterschrift nicht unter das B&uuml;ndnis von Bund, Deutsche Bahn, Tarifpartner und Konzernbetriebsrat setzen.<br>\nDem Gesamtsystem Eisenbahn verpflichtet<br>\nDie GDL ist Tarifpartner von 54 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) in Deutschland und daher dem Gesamtsystem Eisenbahn verpflichtet. Die GDL fordert eine schonungslose Analyse des Ist-Zustandes des gesamten DB-Konzerns. durch eine vom Parlament eingesetzte Expertenkommission. Anschlie&szlig;end sind die heutigen Strukturen aufzul&ouml;sen und in f&uuml;r das Kerngesch&auml;ft relevante Struktureinheiten zusammenzuf&uuml;hren. Dabei ist die im Monopolbereich befindliche Eisenbahninfrastruktur aus der Gewinnerzielungsverpflichtung herauszunehmen und direkt vom Eigent&uuml;mer mitgesteuert dem eigentlichen Zweck zu unterwerfen. &bdquo;Mit dieser &sbquo;Bahnreform II&lsquo; verbunden mit dem integrierten Deutschlandtakt kann die Schiene fit f&uuml;r die Zukunft gemacht werden und dem Allgemeinwohl und der Daseinsvorsorge dienen. Ein gut ausgebautes Netz in &ouml;ffentlicher Hand ist gleichzeitig Garant f&uuml;r einen gesunden Wettbewerb auf der Schiene&ldquo;, so Weselsky.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gdl.de\/Aktuell-2020\/Pressemitteilung-1590497279\">GDL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.gdl.de\/Aktuell-2020\/Podcast-1590491248\">Siehe dazu auch die Pressekonferenz der GDL hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grenzpolizei erschie&szlig;t behinderten Araber &ndash; Hamas fordert Rache<\/strong><br>\nIsraelische Grenzpolizisten haben am Samstag in Jerusalem einen 32-j&auml;hrigen Araber erschossen, der an Autismus leidet und auf dem Weg zur Schule war. Nach Angaben der Beh&ouml;rden war er Polizisten am L&ouml;wentor zur Altstadt aufgefallen, weil er einen &bdquo;verd&auml;chtigen Gegenstand&ldquo; bei sich hatte, den sie f&uuml;r eine Waffe hielten. Die Polizisten forderten den jungen Mann auf, stehen zu bleiben, aber er rannte weg. Zwei Grenzpolizisten verfolgten ihn und gaben mehrere Sch&uuml;sse ab, die den Fl&uuml;chtenden t&ouml;dlich trafen. Bei der anschlie&szlig;enden Suche nach dem &bdquo;verd&auml;chtigen Gegenstand&ldquo; wurde dieser nicht gefunden.<br>\nPal&auml;stinenser: &bdquo;Mord&ldquo; und &bdquo;Kriegsverbrechen&ldquo;<br>\nDer Vorfall l&ouml;ste heftige Reaktionen aus. Die Fatah-Partei von Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Abbas sprach von einem &bdquo;Kriegsverbrechen&ldquo;. F&uuml;r die &bdquo;Hinrichtung&ldquo; des jungen Mannes trage Regierungschef Netanjahu die volle Verantwortung. Die radikalislamische Hamas, die im Gazastreifen regiert, erkl&auml;rte, die t&ouml;dlichen Sch&uuml;sse befeuerten &bdquo;die Revolution unseres Volkes, die nicht aufh&ouml;ren wird, bevor die Besatzer das gesamte pal&auml;stinensische Land verlassen.&ldquo; Die Terrorgruppe warnte vor einer neuen Intifada, einem gewaltt&auml;tigen Pal&auml;stinenseraufstand. Die &bdquo;Exekution&ldquo; des behinderten jungen Mannes zeige &bdquo;den Sadismus der israelischen F&uuml;hrung.&ldquo;<br>\nDer Rechtsanwalt der Opferfamilie, Gad Kadmani, sagte in einer Stellungnahme: &bdquo;Dies ist ein Mord, und dies ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert ist. Der Fall muss gr&uuml;ndlich untersucht werden. Acht Kugeln wurden auf ihn abgefeuert &ndash; es gibt Kameras, die alles aufgezeichnet haben.&ldquo; F&uuml;r den Abend wurden mehrere Demonstrationen angek&uuml;ndigt. Die Polizei, die angesichts der aufgeheizten Atmosph&auml;re Krawalle bef&uuml;rchtet, schloss die Tore zur Altstadt.<br>\nPolitiker: Parallelen zu Minneapolis<br>\nUnterschiedliche Reaktionen gab es im israelischen Parlament, der Knesset&hellip;Mehrere Politiker sahen Parallelen zum Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis (USA).<br>\nDie israelische Polizei gab eine Presseerkl&auml;rung ab, in der sie vor verantwortungslosen Verallgemeinerungen warnte&hellip;<br>\nSch&uuml;tze unter Hausarrest<br>\nErmittler der Polizei untersuchen derzeit den genauen Hergang&hellip;Der Kommandeur wurde unter Auflagen freigelassen. Der Beamte, der die t&ouml;dlichen Sch&uuml;sse abgab, wurde unter Hausarrest gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fokus-jerusalem.tv\/2020\/05\/30\/grenzpolizei-erschiesst-behinderten-araber-hamas-fordert-rache\/\">Fokus Jerusalem<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61490#h05\">Von Enten, Kr&uuml;ppeln und Helden in unseren gestrigen Hinweisen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wir wissen alle nicht, ob Amri den LKW gefahren hat<\/strong><br>\nIm Untersuchungsausschuss entpuppt sich die Spurenauswertung des BKA in weiten Teilen als mutwillig und willk&uuml;rlich<br>\nEs ist ein Satz wie ein Verdikt, das die massiven Zweifel an der offiziellen Tat- und T&auml;terversion des Anschlags vom Breitscheidplatz in Berlin zum Ausdruck bringt: &ldquo;Wir wissen alle nicht, ob Anis Amri gefahren ist. Aber nach der Spurenlage waren noch andere Personen im LKW.&rdquo; Gesagt hat ihn der Gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz im Laufe der j&uuml;ngsten Sitzung des Untersuchungsausschusses. Das vernichtende Urteil galt einem Kriminalhauptkommissar des BKA, der viele Spuren nicht erkl&auml;ren konnte, aber trotzdem an der offiziellen Amri-Alleint&auml;ter-Version festhielt &ndash; so wie vor und nach ihm weitere BKA-KollegInnen.<br>\nDie Arbeit des Untersuchungsgremiums dr&auml;ngt zu einer Konsequenz: War Amri der Mann, der im LKW sa&szlig;? &ldquo;Wir wissen nicht, ob es Amri war&rdquo;, hei&szlig;t noch nicht: &ldquo;Amri war es nicht.&rdquo; Aber wir stehen unmittelbar vor dieser Feststellung. Von Notz spricht inzwischen nur vom &ldquo;vermeintlichen Attent&auml;ter Amri&rdquo;. Das ist weniger als die Formel vom &ldquo;mutma&szlig;lichen T&auml;ter&rdquo; und viel weniger als die Behauptung: &ldquo;Amri war der T&auml;ter.&rdquo;<br>\nDas Dr&auml;ngen zur Konsequenz beinhaltet auch die Frage: Warum haben sich die zentralen Ermittlungsinstanzen so mutwillig auf den angeblichen Alleint&auml;ter Amri festgelegt? Der Tunesier war zweifelsfrei zur Tatzeit in Tatortn&auml;he. Das belegt die Videoaufnahme von 20:06 Uhr in der U-Bahnunterf&uuml;hrung am Bahnhof Zoo. Und er war im Besitz der Tatpistole. Er war mindestens Teil einer T&auml;tergruppierung. Wenn er aber nicht der Fahrer war, dann sa&szlig; jemand anderes am Steuer des Mordfahrzeuges.<br>\nDas hei&szlig;t zugleich: Der Anschlag ist offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wir-wissen-alle-nicht-ob-Amri-den-LKW-gefahren-hat-4770810.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>T&ouml;dliches Mitbringsel<\/strong><br>\nVor Corona sind alle gleich? Eine fromme M&auml;r. Eingeschleppt von den Reichen, trifft das Virus in Lateinamerika die Armen mit voller Wucht.(&hellip;) Das Virus erreichte die Region durch Gesch&auml;fts- oder Urlaubsreisende, &auml;hnlich wie in Europa. Doch die &ouml;ffentlichen Gesundheitssysteme Lateinamerikas sind zu schwach, um einer gro&szlig;en Anzahl pl&ouml;tzlich Erkrankter effektiv zu helfen. Daher kennt das Virus zwar keine Grenzen und macht vor niemandem Halt. Die Epidemie als solche ist aber nicht demokratisch. Es trifft bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen wesentlich st&auml;rker. In Lateinamerika sind die Risikogruppen neben den &Auml;lteren oder Vorerkrankten vor allem Arme&hellip;<br>\nPersonen wie Cleonice, Ramona oder Sonia, die nur &uuml;ber einen minimalen oder gar keinen Krankenversicherungsschutz verf&uuml;gen, gehen zu sp&auml;t in die Klinik, da sie die Kosten f&uuml;rchten. &Ouml;ffentliche Kliniken verf&uuml;gen h&auml;ufig nicht &uuml;ber die ben&ouml;tigte Infrastruktur. Wohlhabendere wiederum fl&uuml;chten sich in das System privat gut ausgestatteter Krankenh&auml;user. Der Tod erz&auml;hlt noch mehr. Er macht die abstrakte soziale Ungleichheit und damit verbundene Ungleichheit von &Uuml;berlebenschancen sichtbar&hellip;<br>\n(&hellip;) In den meisten F&auml;llen verlieren Siedlungsbewohner ihre Eink&uuml;nfte durch die Erlahmung oder den Stopp der Wirtschaftsaktivit&auml;t. Viele arbeiten in informellen Verh&auml;ltnissen, von der Hand in den Mund, mit T&auml;tigkeiten auf dem Bau, Stra&szlig;enverk&auml;ufen, Einsammeln von Metall oder Papier; Ersparnisse gibt es nicht, home office ist ein Wort aus einer anderen Welt, eine Art von Kurzarbeit bleibt Besch&auml;ftigten mit festen Arbeitspl&auml;tzen vorbehalten. Es gilt das Gesetz: Wenn ich nicht verkaufe, esse ich nicht. Eine Arbeitslosenversicherung gibt es praktisch nur in den s&uuml;dlichen L&auml;ndern wie Argentinien, Uruguay und Brasilien.<br>\nSobald das Virus in die Favelas und &auml;rmeren Viertel der lateinamerikanischen Gro&szlig;st&auml;dte eindringt, betritt es eine Welt von Armut, chronischem Hunger, gro&szlig;en infrastrukturellen Problemen und bereits vorhandenen Gesundheitsrisiken wie Tuberkulose, Dengue oder Diabetes. Die organisierte Kriminalit&auml;t dringt in die Ecken vor, die der Staat verwaisen l&auml;sst. Banden &uuml;bernehmen dann die Verteilung von Medizin und Lebensmitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/lateinamerika\/artikel\/detail\/toedliches-mitbringsel-4400\/?utm_campaign=de_40_20200602&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=newsletter\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Maas f&uuml;r &bdquo;nukleare Teilhabe&ldquo; &ndash; bei der Selbstzerst&ouml;rung<\/strong><br>\nDie Tagesschau unterschl&auml;gt Nachrichten &uuml;ber das US-Atombombenlager in B&uuml;chel und &uuml;ber den Betrug am deutschen W&auml;hler<br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit der Bundesb&uuml;rger ist gegen die Stationierung von Atombomben auf deutschem Boden. F&uuml;r ein Verbot, hierzulande US-amerikanische Massenvernichtungswaffen zu lagern, sprechen sich 86 Prozent der Befragten aus. (1) Das prinzipielle &bdquo;Nein&ldquo; des Volkes besteht schon l&auml;nger als ein halbes Jahrhundert. Entsprechend haben auch die Bundesregierungen seit 1990 behauptet, sie w&uuml;nschten den Abzug. Tats&auml;chlich machten sie aber keinen Finger krumm, sondern nur B&uuml;ckling, wenn die USA ihr nukleares Arsenal in Deutschland zu erweitern w&uuml;nschten. Ganz vorn dabei unter den Doppelz&uuml;ngigen: Au&szlig;enminister Heiko Maas, SPD. (2) Was bringt die Tagesschau dar&uuml;ber? So gut wie nichts.<br>\nUm einer Legende abzuhelfen: Die USA unterhalten nicht nur im rheinland-pf&auml;lzischen B&uuml;chel ein Atombombenlager. Vielmehr haben sie nukleare Massenvernichtungsmittel auf weitere rund zwei Dutzend Sondermunitionslager, Raketenstellungen und Artilleriegarnisonen verteilt. Auf Standorte in Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. (3) Es handelt sich um Gefechtsk&ouml;pfe f&uuml;r Raketen, um Minen und Artilleriegeschosse. In welchen Mengen sie in unserer Republik bereitgehalten werden, wei&szlig; nicht mal die Bundesregierung genau.<br>\nTrotzdem steht das politische Funktionspersonal im Reichstag zum US-Regime, zwar w&uuml;rdelos, aber in Treue fest. Beispiel: Als im Juni 2017 in der UN-Generalversammlung 122 Staaten den Atomwaffen-Verbotsvertrag (4) beschlossen, enthielt sich Deutschland der Stimme. Als die Linkspartei im September dieses Jahres beantragte, Deutschland solle dem Vertrag nachtr&auml;glich beitreten, lehnte die Mehrheit von CDU\/CSU, SPD und FDP das ab. (5) Regierung und Parlamentsmehrheit pfiffen damit wie &uuml;blich auf Volkes Willen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2020\/05\/29\/maas-fuer-nukleare-teilhabe-bei-der-selbstzerstoerung\/%20\">St&auml;ndige Publikumskonferenz der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60715\">SPD fordert Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland. Unterst&uuml;tzenswert<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61112#h15\">Christof Matschie: &ldquo;Nur gemeinsam geht&rsquo;s&rdquo;<\/a>. Interessant ist auch dieses &bdquo;Monitor&ldquo;-Video &uuml;ber den nicht vorhandenen Nutzen dieser alten Strategie: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-nukleare-aufruestung-deutschlands-teilhabe-bei-atomkriegen-100.html\">Nukleare Aufr&uuml;stung: Deutschlands &ldquo;Teilhabe&rdquo; bei Atomkriegen<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Teilhabe: Uninteressant<\/strong><br>\nUm die Nukleare Teilhabe ist in j&uuml;ngster Zeit eine heftige Debatte entbrannt (siehe IMI-Analyse 2020\/22). Selbst die regierungsberatende Stiftung Wissenschaft und Politik stellt in einem neuen Papier Sinn und Zweck des Konstrukts, das immerhin zur Folge hat, dass in Deutschland US-Atomwaffen lagern, in Frage: &bdquo;Nicht recht erkennbar ist, was &uuml;ber die Bewahrung des Status quo und die allianzpolitische Symbolik hinaus die spezifisch deutschen Interessen und Ziele sind, die unter heutigen Bedingungen im Rahmen der nuklearen Teilhabe geltend gemacht werden sollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/05\/30\/teilhabe-uninteressant\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Goodbye Len&iacute;n? Ecuadors Pr&auml;sident gibt Befugnisse ab &ndash; das Land versinkt im Chaos<\/strong><br>\nDer unbeliebte ecuadorianische Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno ist politisch isoliert wie niemals zuvor. Ger&uuml;chten zufolge plant er sein Ausscheiden aus dem Amt. Unterdessen nehmen die Proteste gegen die harte Sparpolitik inmitten der Coronavirus-Pandemie zu.<br>\n(&hellip;) Pr&auml;sident Moreno k&uuml;ndigte unl&auml;ngst eine Reihe von K&uuml;rzungen an. Dazu geh&ouml;rt eine Beschneidung der Universit&auml;tsbudgets, die f&ouml;rmliche Verschrottung von sieben staatlichen Unternehmen, die Liquidierung einer staatlichen Fluggesellschaft und Schlie&szlig;ungen von Botschaften der Andenl&auml;nder. Das Vier-Milliarden-Dollar-Sparpaket &auml;hnelt auff&auml;llig jenem, welches die Regierung im Oktober vergangenen Jahres vorgelegt hatte. Der Plan l&ouml;ste damals wochenlange Unruhen aus, bei denen acht Tote und &uuml;ber 1.300 Verletzte zu beklagen waren.(&hellip;) Fast unmittelbar nachdem er die Wahlen im Jahr 2017 mit der Unterst&uuml;tzung seines linken Vorg&auml;ngers gewonnen hatte, arbeitete Moreno kontinuierlich daran, nicht nur die im Rahmen von Rafael Correas B&uuml;rgerrevolution geschaffenen Programme und Institutionen abzubauen, sondern auch den ecuadorianischen Staat als solchen. Wie ein pflichtbewusster Papagei plapperte er das neoliberale Mantra vom minimalistischen Staat als Weg zum Wohlstand nach. Dabei schenkte er der sozialen und politischen Instabilit&auml;t, in der sich das Land in den 1990er Jahren und der ersten H&auml;lfte des 21. Jahrhunderts als direkte Folge dieser Art von Politik befand, keinerlei Beachtung.<br>\n(&hellip;) Wie bereits erl&auml;utert, wurde Ecuadors rechtsgerichtete neoliberale US-Marionette von einem &ldquo;Pr&auml;sidenten&rdquo;, der tragischerweise den Namen Len&iacute;n Moreno tr&auml;gt, seit Monaten nicht mehr in der &Ouml;ffentlichkeit gesehen. Er h&auml;lt sich versteckt, w&auml;hrend sein Land zerf&auml;llt und eine schreckliche COVID-19-Krise durchlebt.<br>\nEcuadors US-Marionette, &ldquo;Pr&auml;sident&rdquo; Moreno, hat seine Befugnisse soeben an den Generalsekret&auml;r seines Kabinetts delegiert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/102965-goodbye-lenin-ecuadors-prasident-gibt-befugnisse-ab-land-sinkt-tiefer-corona-chaos\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Uuml;ber die konkrete Lebenssituation armer Menschen in der Gro&szlig;stadt<\/strong><br>\nDen Sanktionen der Jobcenter ausgesetzt<br>\nSozialberatungsstellen berichten zunehmend von Menschen, die aufgrund der Sanktionen in N&ouml;te geraten, die ihre Existenz bedrohen oder von j&uuml;ngeren Ratsuchenden, die eine Zeit lang obdachlos und ganz unten angelangt sind. Wenn man sich deren Biografie genauer anschaut, sind viele von ihnen Opfer der Sanktionen, die von den Jobcentern auf der Grundlage des SGB II ausgesprochen wurden. Da eine &Uuml;berlappung der Sanktionszeitr&auml;ume m&ouml;glich ist, k&ouml;nnen die zusammengerechneten Sanktionen bewirken, dass gar keine Auszahlung erfolgt und diese Menschen &uuml;ber keinerlei Einkommen verf&uuml;gen.<br>\n(&hellip;) Mittlerweile wehren sich die Betroffenen gegen die menschenfeindlichen Sanktionen. Mehr und mehr Erwerbslose organisieren sich und gehen gegen die Sanktionen auf die Stra&szlig;e, wie die Initiative &bdquo;AufRecht&ldquo; es tut. Sie machen darauf aufmerksam, dass vom &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo; nur noch das &bdquo;Fordern&rdquo; &uuml;briggeblieben ist, auch weil die Mittel f&uuml;r Eingliederungshilfen fast halbiert wurden.<br>\nDer Aspekt der grundgesetzlich garantierten Berufsfreiheit hat in den seit Jahren gef&uuml;hrten Diskussionen um die Sanktionsmechanismen praktisch so gut wie nie eine Rolle gespielt.<br>\nDie Menschen, die im Hartz-IV-Bezug sind, stehen permanent unter Druck m&ouml;glicher Sanktionen, weil jeder Vermittlungsvorschlag des Jobcenters ein &bdquo;nicht ablehnbares Angebot&ldquo; sein kann. Die Freiheit der Berufswahl gibt es f&uuml;r sie nicht.<br>\nDas Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Sanktionen im SGB II vom 05. November 2019 hat in der Praxis f&uuml;r die Betroffenen keine Verbesserung gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/ueber-die-konkrete-lebenssituation-armer-menschen-in-der-grossstadt-den-sanktionen-der-jobcenter-ausgesetzt\/#more-8399\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200603_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200603_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland sank seit gestern um 587 auf 6.519, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der genesenen B&uuml;rger stieg in den letzten 24 Stunden um 800 auf 167.300.<\/p>\n<p><em>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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