{"id":61638,"date":"2020-06-05T10:40:22","date_gmt":"2020-06-05T08:40:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61638"},"modified":"2020-06-05T16:22:04","modified_gmt":"2020-06-05T14:22:04","slug":"werkvertraege-in-der-fleischindustrie-abschaffen-das-vordergruendige-skandal-management-der-bundesregierung-luegen-inbegriffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61638","title":{"rendered":"Werkvertr\u00e4ge in der Fleischindustrie abschaffen? Das vordergr\u00fcndige Skandal-Management der Bundesregierung &#8211; L\u00fcgen inbegriffen."},"content":{"rendered":"<p>Bundesarbeitsminister Heil will in der Fleischindustrie &bdquo;aufr&auml;umen&ldquo;: Da soll es keine Werkvertr&auml;ge mehr geben und sogar auch keine Leiharbeit mehr! Das klingt radikal. Die pl&ouml;tzlich bekannt gewordenen hohen Corona-Infektionsraten bei den osteurop&auml;ischen Fleischzerlegern waren zum &bdquo;Skandal&ldquo; geworden. Da musste reagiert werden.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Aber diese Bundesregierung und andere brauchen f&uuml;r das Ziel noch ganz anderen Druck. Der geht auch von Gewerkschaften nicht aus, die jetzt freudig zustimmen. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8953\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-61638-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200605_Werkvertraege_in_der_Fleischindustrie_abschaffen_Luegen_inbegriffen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200605_Werkvertraege_in_der_Fleischindustrie_abschaffen_Luegen_inbegriffen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200605_Werkvertraege_in_der_Fleischindustrie_abschaffen_Luegen_inbegriffen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200605_Werkvertraege_in_der_Fleischindustrie_abschaffen_Luegen_inbegriffen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=61638-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200605_Werkvertraege_in_der_Fleischindustrie_abschaffen_Luegen_inbegriffen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200605_Werkvertraege_in_der_Fleischindustrie_abschaffen_Luegen_inbegriffen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das Bundeskabinett hat am 20. Mai 2020 die &bdquo;Eckpunkte Arbeitsschutzprogramm f&uuml;r die Fleischwirtschaft&ldquo; beschlossen. Danach soll &bdquo;ab dem 1. Januar 2021 das Schlachten und Zerlegen von Fleisch in Betrieben der Fleischwirtschaft nur noch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zul&auml;ssig sein. Damit w&auml;ren Werkvertragsgestaltungen und Arbeitnehmer&uuml;berlassungen nicht mehr m&ouml;glich.&ldquo;<\/p><p>Gute Absicht. Aber glaubw&uuml;rdig? Seit vielen Jahren sind die Arbeits-Unrechts-Verh&auml;ltnisse in den Fleischkonzernen am Standort Deutschland bekannt: bei T&ouml;nnies, Vion, Danish Crown, Westfleisch, M&uuml;ller Fleisch, B&ouml;seler Goldschmaus usw.<\/p><p>Da hatte die deutsche Niedrigl&ouml;hnerei der Hartz-Allparteien-Koalitionen, ob von Schr&ouml;der\/SPD oder Merkel\/CDU gef&uuml;hrt, kr&auml;ftig mitgeholfen. Ausl&auml;ndische Schlachtkonzerne wie Danish Crown aus D&auml;nemark und Vion aus den Niederlanden verlegten Betriebe in den f&uuml;hrenden Arbeits-Unrechts-Staat Deutschland, um mithilfe der noch heftigeren Ausbeutung ausl&auml;ndischer Arbeiter das Billigfleisch europa- und weltweit exportieren zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Das wurde immer wieder heftig kritisiert, allerdings nie von den Bundesregierungen und auch nicht von den Landesregierungen in NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-W&uuml;rttemberg, Sachsen-Anhalt und Bayern, wo die Fleischindustrie konzentriert ist.<\/p><p><strong>2017 schon mal ein Gesetz gegen Werkvertr&auml;ge in der Fleischindustrie<\/strong><\/p><p>Weil die Kritik mal wieder zugenommen hatte, machte die CDU\/SPD-Bundesregierung mit der Arbeitsministerin Andrea Nahles 2017 ein Gesetz. Vorher hatten die f&uuml;hrenden Arbeiterausbeuter-Parteien, die christlichen Fleischfraktionen der CDU und der CSU, Widerstand geleistet und das Gesetz abgeschw&auml;cht. Entsprechend sah es aus, das Gro&szlig;e Koalitions-Gesetz: &bdquo;Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft&ldquo;, abgek&uuml;rzt GSA Fleisch. Erinnert sich jemand?<\/p><p>In Paragraph 1 hie&szlig; es und da steht es immer noch: &bdquo;Ziel ist die Sicherung von Rechten und Anspr&uuml;chen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Verhinderung von Umgehungen zur Pflicht zur Zahlung von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen durch die Beauftragung von Nachunternehmern.&ldquo;<\/p><p>Das war genderm&auml;&szlig;ig hochkorrekt formuliert. Sonst war aber nix. Das Gesetz war wirkungslos. Die Werkvertr&auml;ge nahmen noch zu. Werkvertragsf&uuml;rst Clemens T&ouml;nnies verdiente viel Geld und beruhigte als Sponsor des ex-proletarischen Fu&szlig;ballclubs Schalke 04 das Volk. Seine Hass-Spr&uuml;che gegen die des Nachts zu viele Kinder produzierenden Afrikaner wurden von den professionellen Hass-Bek&auml;mpfern als vor&uuml;bergehendes Kavaliersdelikt behandelt.<\/p><p><strong>Der Umweg ist schon programmiert: Entsendegesetz<\/strong><\/p><p>Die neuen Eckpunkte von 2020 verweisen auf das Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Es geht auf die Entsende-Richtlinie der Europ&auml;ischen Union zur&uuml;ck. (Richtlinie 1996\/71, seitdem in Deutschland mehrfach &uuml;berarbeitet, zuletzt 2019). Es regelt die Arbeitsbedingungen ausl&auml;ndischer Besch&auml;ftigter im Inland in ausgew&auml;hlten neun Branchen wie Bau, Geb&auml;udereinigung, Briefdienste, Sicherheit und auch in Fleischbetrieben. Und zwar f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die &bdquo;vor&uuml;bergehend&ldquo; t&auml;tig sind und aus EU-Staaten &bdquo;entsandt&ldquo; werden. Hier haben die Bundesregierungen die EU-Richtlinie eingeschr&auml;nkt: Die Fleischindustrie wurde erst ganz sp&auml;t in die Liste aufgenommen, und durch die Liste werden die Geltungsbereiche eingeschr&auml;nkt, nicht alle entsandten Arbeiter sind gemeint.<\/p><p>Die Formulierungen sind zudem gewollt schwammig, also eigentlich untauglich. Sie widersprechen den elementarsten Anforderungen an die Rechtssicherheit von Gesetzen. Deutsche Variante des Rechtsstaats: So hei&szlig;t es in &sect; 1, dass es &bdquo;angemessene Mindestarbeitsbedingungen&ldquo; geben soll. Gleichzeitig soll aber auch &bdquo;der Wettbewerb&ldquo; gew&auml;hrleistet sein durch &bdquo;faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen&ldquo;.<\/p><p>F&uuml;r die ausl&auml;ndischen Arbeiter sollen also nicht die &uuml;blichen Bedingungen gelten, wie in der EU-Richtlinie vorgesehen, sondern es gelten &bdquo;angemessene Mindest-Bedingungen&ldquo;. Hier wird gesetzlich das Tor f&uuml;r Ausnahmeregelungen weit ge&ouml;ffnet, und daf&uuml;r, dass sie auf jeden Fall unterhalb der sonstigen Standards liegen. &bdquo;Angemessen&ldquo; &ndash; woran gemessen? Das bestimmen T&ouml;nnies, Vion, Danish Crown, Westfleisch &amp; Co. Jedenfalls bestimmen das &bdquo;Angemessene&ldquo;, wie wir seit zwei Jahrzehnten wissen, nicht die Arbeiter aus Bulgarien, Polen, Rum&auml;nien, Ungarn, Moldau, Ukraine. Die h&auml;tten sicherlich gern etwas mehr, wenn man sie fragen w&uuml;rde. Aber sie werden nicht gefragt. Die w&uuml;rden auch gern weniger f&uuml;r das Bett im Mehrbettzimmer bezahlen, wenn man sie fragen w&uuml;rde. Die w&uuml;rden auch gern ihre w&ouml;chentlichen 20 &Uuml;berstunden bezahlt kriegen, wenn man sie fragen w&uuml;rde, oder, was meinen Sie?<\/p><p>Und warum bleiben sie stumm, warum werden sie stumm gehalten im Rechtsstaat, in dem die Meinungsfreiheit so ein alleroberster Wert ist? Und auch deren Vermittler, die Werkvertragsfirmen, unterwerfen sich den Vorgaben von T&ouml;nnies &amp; Co. Omert&agrave;.<\/p><p>Und das Entsendegesetz zielt auf &bdquo;vor&uuml;bergehende&ldquo; Arbeit. Wie lange das &bdquo;vor&uuml;bergehend&ldquo; dauert, bleibt schwammig. Die Arbeiter sollen also von vornherein nicht einen Dauer-Arbeitsplatz bekommen. Vielmehr sollen sie nach Gebrauch bzw. Verbrauch unter &bdquo;Mindest&ldquo;-Standards wieder abhauen, zur&uuml;ckgeschickt werden, ausgetauscht werden. Je nachdem, wie lange sie es in der engen, teuren Massenunterkunft des deutschen Un-Rechtsstaats aushalten.<\/p><p><strong>Bisher: Dauerhafter, fl&auml;chendeckender Rechtsbruch<\/strong><\/p><p>Das Entsendegesetz verlangt, eigentlich, dass f&uuml;r die vor&uuml;bergehend aus dem Ausland &bdquo;entsandten&ldquo; Besch&auml;ftigten die gleichen Bedingungen wie f&uuml;r sonstige Besch&auml;ftigte gelten, etwa hinsichtlich Mindestlohn, Arbeitszeit, Urlaub, Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, und auch bei der &bdquo;&Uuml;berlassung von Arbeitskr&auml;ften, insbesondere durch Leiharbeitsfirmen&ldquo;.<\/p><p>Es ist also nur von Arbeitnehmer-&Uuml;berlassung (=Leiharbeit) und nur von Leiharbeitsfirmen die Rede. Von Werkvertr&auml;gen ist nicht die Rede. Aha &ndash; die Bundesregierung und alle Aufsichtsbeh&ouml;rden und auch der direkt zust&auml;ndige Zoll haben also dauerhaft und fl&auml;chendeckend bisher Werkvertr&auml;ge geduldet, gesetzwidrig.<\/p><p>Oder genauer: In Wirklichkeit handelte es sich sowieso um Leiharbeit, denn die Werkvertragsfirmen hatten sowieso keine eigenen Werkzeuge, keine eigenen Arbeitsst&auml;tten, kein eigenes know how, gaben in den Schlachtfabriken von T&ouml;nnies &amp; Co keine konkreten Arbeitsanweisungen, sondern machten reine Arbeitsvermittlung. Dazu hatten und haben sie bis heute aber nicht die gesetzlich vorgeschriebene Lizenz durch die Arbeitsagentur. Durch die Simulation als Werkvertrag wurden die Arbeiter im Vergleich zur Leiharbeit noch weiter entrechtet und verbilligt. Beispielsweise das Recht von Leiharbeitern, nach 9 Monaten dauerhaft und zu besseren tariflichen Bedingungen angestellt zu werden &ndash; dieses Recht wurde den gefaketen Werkvertraglern rechtswidrig vorenthalten.<\/p><p>Bisher also: Dauerhafter, fl&auml;chendeckender Rechtsbruch unter allen bisherigen Regierungen, durch die Parteien CDU, CSU, Gr&uuml;ne, FDP, durch Bundesregierungen und Landesregierungen und Aufsichtsbeh&ouml;rden, durch die BundesarbeitsministerInnen Riester, M&uuml;ntefering, Clement, von der Leyen, Scholz, Nahles, Barley, Heil.<\/p><p><strong>Umgehung auch noch anders m&ouml;glich<\/strong><\/p><p>Clemens T&ouml;nnies hat jetzt nach der Infektionswelle schon signalisiert: Wir sind einverstanden &ndash; keine Werkvertr&auml;ge mehr, auch keine Leiharbeit, sondern Direktanstellung!<\/p><p>Die Fleischindustrie braucht sich nur umzusehen im Arbeits-Unrechts-Staat Deutschland. Da gilt v&ouml;llig legal die sachgrundlose Befristung. Der Unternehmer braucht nicht anzugeben, warum ein Arbeitsvertrag befristet ist, auf ein Jahr, auch auf zwei Jahre, auf drei Jahre.<\/p><p>Oder wie es in der Hotelreinigung &uuml;blich ist: Unter den geschlossenen Augen der gesetzesfreudigen Bundesregierungen werden Vertr&auml;ge etwa &uuml;ber 20 Wochenstunden abgeschlossen. Weil aber die Arbeit pro St&uuml;ck &ndash; sprich pro gereinigtes Zimmer &ndash; zu erledigen ist, kann da schon mal eine 25- oder 30-Stunden-Woche herauskommen. Im Vertrag steht zwar hochkorrekt der geltende Mindestlohn und die genderm&auml;&szlig;ige Formulierung. Aber durch die notwendig h&ouml;here Stundenzahl wird der Mindestlohn unterlaufen.<\/p><p>Auch das Schlachten und Zerlegen von Schweinen, Rindern und H&uuml;hnern l&auml;sst sich pro St&uuml;ck vergeben.<\/p><p><strong>Noch im M&auml;rz 2020: Bundesregierung simuliert Unwissen<\/strong><\/p><p>Am 6. M&auml;rz 2020, also ein paar Tage vor der versp&auml;tet eingestandenen Corona-Epidemie, antwortete die Bundesregierung auf die Anfrage der Linkspartei (Jutta Krellmann, Susanne Ferschl, Matthias Birkwald) zu Werkvertr&auml;gen in der Fleischindustrie. Die Antwort war durch das Arbeitsministerium unter Hubertus Heil vorbereitet worden (Drucksache des Bundestages 19\/17679 vom 6.3.2020):<\/p><p>Wie hoch ist der Anteil der Werkvertr&auml;ge in der Fleischindustrie?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor&ldquo;.<\/p><\/blockquote><p>Unterschiede zwischen Werkvertragsarbeitern und Kernbelegschaft?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Bundesregierung hat keine Kenntnis dar&uuml;ber, ob die Arbeitsbedingungen stark voneinander abweichen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Scheinwerkvertr&auml;ge, da es sich in Wirklichkeit um Leiharbeit handelt?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor&ldquo;.<\/p><\/blockquote><p>Welche Werkvertragsfirmen sind in Deutschland t&auml;tig?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Unternehmen, die auf Grundlage von Werkvertr&auml;gen t&auml;tig sind, k&ouml;nnen nicht identifiziert werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Wieviele Kontrollen von Werkvertr&auml;gen haben in der Fleischindustrie von 2008 bis 2019 stattgefunden?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Bundesregierung liegen dar&uuml;ber keine Zahlen vor.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Ausma&szlig; der betrieblichen Mitbestimmung in der Fleischindustrie, Betriebsr&auml;te?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Werkvertragsbesch&auml;ftigte haben in ihrem Betrieb die M&ouml;glichkeit, einen Betriebsrat nach den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes zu w&auml;hlen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Bundesregierung und Arbeitsminister l&uuml;gen hier mutma&szlig;lich doppelt: Erstens sind die Werkvertragler nicht in &bdquo;ihrem Betrieb&ldquo; angestellt, zweitens haben in Deutschland Werkvertragler bei T&ouml;nnies &amp; Co noch nie einen Betriebsrat gew&auml;hlt. So simulierte sich die Bundesregierung noch vor wenigen Wochen als unwissend in der Heile-Heile-Fleisch-Arbeitswelt, agierte als mutma&szlig;liche Komplizin von Dauer-Rechtsbrechern.<\/p><p><strong>Jetzt mehr Kontrollen als bisher?<\/strong><\/p><p>Jetzt pl&ouml;tzlich wollen die unwissenden Unrechts-Komplizen es ganz anders machen. Die Eckpunkte des Bundeskabinetts fordern jetzt verst&auml;rkte Kontrollen in der Fleischwirtschaft, an den Arbeitspl&auml;tzen und in den Unterk&uuml;nften. Gefordert wird auch eine verpflichtende digitale Zeiterfassung.<\/p><p>Ok, klingt vielleicht gut. Aber nirgends gibt es eine Festlegung, dass die in den letzten Jahrzehnten immer weiter ausged&uuml;nnten und kaum Aufsicht aus&uuml;benden Aufsichtsbeh&ouml;rden &ndash; Zoll, Gewerbeaufsicht, Gesundheits&auml;mter, Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung &ndash; aufgestockt werden. Das w&auml;re zudem ja vielfach L&auml;ndersache.<\/p><p>Ob beim Aufstocken beispielsweise die NRW-Landesregierung aus CDU und FDP mitmachen w&uuml;rde? Im Bundesland mit den meisten Schlachth&ouml;fen, auch dem gr&ouml;&szlig;ten von T&ouml;nnies? Wo sie doch unter Ministerpr&auml;sident Armin Laschet sofort nach Amtsantritt 2017 nicht nur die bew&auml;hrte Steuerfahndung in Wuppertal abs&auml;gte, die Milliarden von reichen Steuerfl&uuml;chtigen hereingeholt hatte. Auch die Stabsstelle &bdquo;Umwelt-Kriminalit&auml;t&ldquo; im Umweltministerium &ndash; zust&auml;ndig auch f&uuml;r Tierschutz und Schweinemast &ndash; wurde sofort aufgel&ouml;st, und zwar durch die Ministerin Christina Schulze-F&ouml;cking: Sie war Miteigent&uuml;merin eines Schweinemastbetriebs im M&uuml;nsterland. Bei einer Anh&ouml;rung im Landtag log sie, musste zur&uuml;cktreten. Die Stabsstelle blieb geschlossen.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Zudem sollen Verletzungen des neuen Gesetzes wie im Arbeitnehmer-Entsendegesetz nicht als Straftat behandelt werden, sondern lediglich als Ordnungswidrigkeit. Bestenfalls also Kavaliersdelikte mit Bu&szlig;geld aus der Futterkasse, falls mal ein Aufsichtsbeamter vorbeikommen sollte.<\/p><p>Die EU selbst &uuml;bt keine Kontrolle auf dem Gebiet der Arbeitsrechte aus. Sie &uuml;berl&auml;sst die Kontrolle den nationalen Beh&ouml;rden &ndash; wohlwissend, dass die im Wesentlichen als Komplizen der Unternehmer handeln bzw. nicht handeln. Eine unbekannte Zahl an Unternehmern meldet eine unbekannte Zahl ihrer entsandten Besch&auml;ftigten sowieso nicht die Beh&ouml;rden &ndash; dagegen ist die EU noch nie t&auml;tig geworden.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Die EU unterh&auml;lt sechs Agenturen und Aufsichtsbeh&ouml;rden, die sich um Arbeitsmigranten &bdquo;k&uuml;mmern&ldquo;: EURES, EEPO, ELA, SLIC, OSHA, MoveS &ndash; noch nie davon geh&ouml;rt? Klar, die tun nix, jedenfalls nichts f&uuml;r Arbeitsrechte.<\/p><p>Das &uuml;bergeordnete Ziel dieser Agenturen mit tausenden gut bezahlten Mitarbeitern ist es, die Arbeitsmigration zu f&ouml;rdern. Die Einhaltung der ohnehin niedrigen &bdquo;Mindest&ldquo;-Standards, die in Staaten wie Deutschland noch gegen&uuml;ber den EU-Richtlinien abgesenkt werden, ist drittrangig.<\/p><p><strong>Verpflichtende digitale Zeiterfassung? Nicht mit dieser Bundesregierung!<\/strong><\/p><p>Die Erfassung der Arbeitszeit der Fleischarbeiter, wie in den Eckpunkten angek&uuml;ndigt, w&auml;re elementar f&uuml;r die Rechtssicherheit. Bisher werden in deutschen Unternehmen nur die vertraglichen Arbeitsstunden erfasst, aber nicht die &Uuml;berstunden, nicht nur in der Fleischindustrie, sondern &uuml;berall. Die Bundesregierung will das also zumindest jetzt in der Fleischindustrie durchsetzen.<\/p><p>Der Europ&auml;ische Gerichtshof EUGH urteilte aufgrund der Klage einer spanischen Gewerkschaft gegen die Deutsche Bank am 14.5.2019: Zur Einhaltung der Arbeitszeiten entsprechend der EU-Arbeitszeit-Richtlinie 2003\/88 und mit Bezug auf die EU-Grundrechte-Charta muss &bdquo;das Grundrecht eines jeden Arbeitnehmers auf eine Begrenzung der w&ouml;chentlichen und t&auml;glichen H&ouml;chstarbeitszeit und auf die t&auml;glichen und w&ouml;chentlichen Ruhezeiten&ldquo; gesichert werden. Und das sei nur mit einem &bdquo;System&ldquo; zur Erfassung der gesamten t&auml;glichen Arbeitszeit m&ouml;glich. Die Mitgliedsstaaten m&uuml;ssen ein solches System einrichten. (EUGH C-55\/2018)<\/p><p>Die Bundesregierung h&auml;tte hier also ein h&ouml;chstrichtliches Urteil hinter sich. Aber die simulierten deutschen EU-Mustersch&uuml;ler halten sich besonders h&auml;ufig nicht an EU-Recht, wenn es ihnen nicht passt. So folgte Wirtschaftsminister Peter Altmaier der aufgebrachten Urteils-Schelte der Lobby von BDI, BDA und CDU-Wirtschaftsrat und erkl&auml;rte umgehend: Wir werden das Urteil nicht einfach hinnehmen! Arbeitsminister Heil von der anderen Fraktion der unwissenden Rechtsbrecher erkl&auml;rte: Wir werden wegen des Urteils &bdquo;nicht alles auf den Kopf stellen&ldquo;.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Das Versprechen, die digitale Arbeitszeiterfassung in der Fleischindustrie einzuf&uuml;hren, erweist sich als L&uuml;ge.<\/p><p>Dabei hatte das Bundesarbeitsgericht schon 2003 genauso entschieden wie jetzt der EUGH. Aber Unternehmer wie Regierungen verletzen in ihrer Version des immer beschworenen Rechtsstaates dieses h&ouml;chstrichterliche Urteil. Betriebsr&auml;te haben das Recht, die Aufzeichnungen &uuml;ber erfasste Stunden anzufordern. Viele Unternehmer erkl&auml;ren: Wir machen keine Aufzeichnungen, also k&ouml;nnen wir sie auch nicht herausgeben.<\/p><p>F&uuml;r diese Ordnungswidrigkeit sieht das Arbeitszeitgesetz Bu&szlig;gelder vor &ndash; die wurden noch nie verh&auml;ngt. Dabei werden den abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Deutschland j&auml;hrlich mindestens eine Milliarde nicht erfasste und auch nicht bezahlte &Uuml;berstunden abgefordert &ndash; ein erpresstes Geschenk an die leistungslos sich Bereichernden von etwa 40 Mrd. Euro, j&auml;hrlich.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p><strong>Minister Heil l&auml;sst &bdquo;Arbeits-Unrechts-Professoren&ldquo; nach Umgehung suchen<\/strong><\/p><p>Arbeitsminister Heil beauftragte die beiden f&uuml;hrenden &bdquo;Arbeits-Unrechts-Professoren&ldquo;: Volker Rieble vom unternehmerfinanzierten Zentrum f&uuml;r Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen ZAAR (Universit&auml;t M&uuml;nchen) und den f&uuml;r die kirchliche Arbeits-Sondergerichtsbarkeit t&auml;tigen Gregor Th&uuml;sing von der Universit&auml;t Bonn mit Gutachten. Sie sollen Wege finden, wie das Urteil unterlaufen werden kann, nat&uuml;rlich rechtsf&ouml;rmig! Rieble mit ZAAR waren die wichtigsten Antreiber beim (Un)Rechtskonstrukt Werkvertrag, gegen die damals gesetzlich erweiterten Rechte f&uuml;r Leiharbeiter.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Th&uuml;sing interpretiert das EUGH-Urteil so: Es m&uuml;sse zwar ein System zur Aufzeichnung der Arbeitszeit geben. Aber jeder Arbeitnehmer k&ouml;nne doch frei entscheiden, ob er sich erfassen lassen will. Also dann angewandt auf die rum&auml;nischen Fleischzerleger, gefragt von Clemens T&ouml;nnies oder dessen Anwaltskanzlei Schertz Bergmann: M&ouml;chtest du lieber, dass wir deine &Uuml;berstunden aufzeichnen oder lieber nicht?<\/p><p>Th&uuml;sing weiter: Tarifvertrags- und Betriebsparteien k&ouml;nnten ihrerseits &bdquo;intelligente L&ouml;sungen&ldquo; finden. Auch k&ouml;nnten bestimmte Arbeitnehmer vor allem in den oberen R&auml;ngen ganz von der Erfassung ausgenommen werden.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><em>Merke:<\/em> &bdquo;Intelligent&ldquo; ist, wer im Interesse der Kapitalisten ein Urteil des EUGH m&ouml;glichst weitgehend unterlaufen kann. Wer so &bdquo;intelligent&ldquo; ist, wird in Deutschland mit einem Professorentitel belohnt, und mit einem Gutachten durch den sozialdemokratischen Arbeitsminister.<\/p><p><strong>EU: Dauerhafte Reservearmee f&uuml;r Billigarbeit<\/strong><\/p><p>Die Kehrseite der &bdquo;vor&uuml;bergehenden&ldquo; Wanderarbeit als Dauerzustand: Das Reservoir in den unterentwickelt gehaltenen neuen EU-Staaten soll erhalten bleiben. Zeitlich begrenzte Billigarbeit in den reichen EU-G&uuml;ndungsstaaten, wie auch mit den Spargelstechern und sonstigen Saisonarbeitern praktiziert &ndash; gleichzeitig werden die armen EU-Staaten in Osteuropa in volkswirtschaftlicher Unterentwicklung gehalten. So bleibt das erpressbare, stumme Reservoir f&uuml;r die mobile, austauschbare Reservearmee erhalten.<\/p><p>So wird auch die L&uuml;ge von den diversen &bdquo;Facharbeiter-L&uuml;cken&ldquo; st&auml;ndig weiter alimentiert.<\/p><p>Wenn sich die Bundesregierung nicht aus den EU-Regularien und EU-Praktiken verabschiedet, werden auch T&ouml;nnies &amp; Co wie bisher ihren in den Richtlinien garantierten Wettbewerbsvorteil immer irgendwie erhalten k&ouml;nnen, mit neuen Umgehungs-Konstrukten und mit Billigung und F&ouml;rderung von sich unwissend gebenden Dauer-Rechtsbrechern.<\/p><p><strong>EU-finanzierte Komplizenschaft des DGB<\/strong><\/p><p>In den Eckpunkten lobt das Bundeskabinett das Projekt &bdquo;Faire Mobilit&auml;t&ldquo;. Es soll zur Durchsetzung des neuen Schutzprogramms fortgef&uuml;hrt werden. Es wird aus dem Sozialfonds der EU finanziert. Der DGB betreibt damit seit mehreren Jahren Beratungsstellen f&uuml;r ausl&auml;ndische Wanderarbeiter.<\/p><p>Die Mittel werden &uuml;ber das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales zugeteilt. In 9 regionalen Beratungsstellen des DGB sollen &bdquo;mobile Arbeitnehmer\/innen aus den mittel- und osteurop&auml;ischen EU-Staaten bei der Durchsetzung von gerechten L&ouml;hnen und fairen Arbeitsbedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt unterst&uuml;tzt&ldquo; werden.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Die Beratungsstellen gehen nicht offensiv in die Betriebe, sondern warten auf ver&auml;ngstigte Werkvertragler, die es wagen, sich an die Beratungsstellen zu wenden. Die Beratung der wenigen Betroffenen beschr&auml;nkt sich auf das Unmittelbare. Aber die individuelle St&auml;rkung f&uuml;r den Gang vor Gericht oder die kollektive St&auml;rkung etwa durch praktische Heranf&uuml;hrung an die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft werden in diesem Gewerkschaftsprojekt nicht gef&ouml;rdert. Betriebsratsgr&uuml;ndung? Noch nie geh&ouml;rt.<\/p><p>Die in der Schlachtindustrie praktizierten Rechtsbr&uuml;che werden von den DGB-Beratungsstellen nicht zur Anzeige gebracht &ndash; einmal, 2017, wurden zwei Arbeiter gegen die T&ouml;nnies-Werkvertragsfirma Besselmann vor Gericht vertreten, eine Ausnahme.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Dass der Status als Werkvertragler ein Rechtsbruch, ein Betrug ist, weil es sich in Wirklichkeit um Leiharbeiter handelt &ndash; keine Kampagne beim DGB.<\/p><p><strong>Arbeits- und Gewerkschaftsrechte sind Menschenrechte &ndash; schon mal geh&ouml;rt?<\/strong><\/p><p>Gegen die Vergessenheits-Strategie von Bundesregierung und T&ouml;nnies&amp;Co ist ganz anderes n&ouml;tig, damit sich die Betroffenen wirklich und dauerhaft wehren k&ouml;nnen: Frei in eine unabh&auml;ngige Gewerkschaft eintreten! Kollektive Tarifvertr&auml;ge aushandeln! Das sind &uuml;brigens Menschenrechte, die gelten universell, &uuml;berall, auch gegen bestehende Unrechts-Gesetze &ndash; schon mal geh&ouml;rt? Betriebsr&auml;te gr&uuml;nden! Sich aus der Mehrfach-Umklammerung der Werkvertragsfirmen l&ouml;sen! Und auch ordentlich wohnen k&ouml;nnen!<\/p><p>Damit zum Beispiel auch die bisher betrogenen Werkvertragler jetzt ohne Erpressbarkeit vor deutschen Gerichten die Rechte einklagen k&ouml;nnen, die ihnen durch die Werkvertr&auml;ge vorenthalten wurden! Und damit die Vermieter die Wuchermieten zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen!<\/p><p>Recht auf freie Meinung &ndash; angeblich, hab&rsquo; ich geh&ouml;rt, ein &bdquo;europ&auml;ischer Wert&ldquo;. Aber nicht in der Arbeitswelt? Auch menschenw&uuml;rdiges Wohnen ist ein Menschenrecht &uuml;brigens! Aber nicht f&uuml;r die Unterklassen aus den EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Rum&auml;nien, Polen?<\/p><p>Es muss viel erneuert werden in Deutschland, in der Europ&auml;ischen Union.<\/p><p>Aber jetzt erstmal: Menschenrechte in der Fleischindustrie! Und schon mal &uuml;berlegen, was jenseits dieser Art (Un)Kultur von Tierhaltung, Schlachterei und Fleischfresserei sowieso besser ist!<\/p><p>Titelbild: El Nariz \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Hoch-Risikogruppe &ndash; Fleischarbeiter, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\">www.nachdenkseiten.de<\/a> 13. Mai 2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Wikipedia: Eintragung Christina Schulze-F&ouml;cking, abgerufen 28.5.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Zane Rasnaca \/ Magdalena Bernaciak (Hg.): Posting of workers before national courts. European Trade Union Institute (ETUI), Brussels 2020, S. 14<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Arbeitszeiterfassung: Suche nach dem K&ouml;nigsweg, Handelsblatt 14.1.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Unternehmer als ungestrafte Rechtsbrecher, in: Klaus-J&uuml;rgen Bruder (Hg.): Gesellschaftliche Spaltungen, Gie&szlig;en 2018, S. 207-222<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Portr&auml;ts von Rieble und Th&uuml;sing siehe Werner R&uuml;gemer \/ Elmar Wigand: Die Fertigmacher S. 134ff., 131f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Arbeitszeiterfassung: Suche nach dem K&ouml;nigsweg, Handelsblatt 14.1.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"http:\/\/faire-mobilitaet.de\/\">faire-mobilitaet.de\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Silke Clasvorbeck: Kein Grundsatzurteil &uuml;ber Umkleide- und Wegezeiten, dgbrechtsschutz.de 28.6.2017<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/765bdbb4147b40b8ad2d42edb6cd2591\" alt='&bdquo;\"' width=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesarbeitsminister Heil will in der Fleischindustrie &bdquo;aufr&auml;umen&ldquo;: Da soll es keine Werkvertr&auml;ge mehr geben und sogar auch keine Leiharbeit mehr! Das klingt radikal. Die pl&ouml;tzlich bekannt gewordenen hohen Corona-Infektionsraten bei den osteurop&auml;ischen Fleischzerlegern waren zum &bdquo;Skandal&ldquo; geworden. Da musste reagiert werden.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Aber diese Bundesregierung und andere brauchen f&uuml;r das Ziel noch ganz anderen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61638\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":61639,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,107,188,126],"tags":[1391,1740,2152,2255,1020,517,711,630,1253,2884,1156,305,2697,2723],"class_list":["post-61638","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-audio-podcast","category-bundesregierung","category-erosion-der-demokratie","tag-altmaier-peter","tag-arbeitsbedingungen","tag-ueberstunden","tag-befristete-arbeit","tag-betriebsraete","tag-dgb","tag-eu-richtlinie","tag-eugh","tag-heil-hubertus","tag-lebensmittelindustrie","tag-leiharbeit","tag-menschenrechte","tag-toennies-clemens","tag-werkvertrag"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/shutterstock_559442095.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=61638"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61638\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61684,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61638\/revisions\/61684"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/61639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=61638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=61638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=61638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}