{"id":6185,"date":"2010-07-15T08:53:45","date_gmt":"2010-07-15T06:53:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6185"},"modified":"2010-07-15T08:53:45","modified_gmt":"2010-07-15T06:53:45","slug":"hinweise-des-tages-1181","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6185","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: die spanische Reconquista im 21. Jahrhundert, Leiharbeit: FDP bewegt sich, Klinikum verletzt Sorgfaltspflicht, Herzprobleme durch Diabetesmittel Avandia, Finanz&uuml;berwachung im Binnenmarkt, Planspiel B&ouml;rse, Oberste Richter zwingen Senat zu mehr Transparenz, das Sparen kommt bei den B&uuml;rgern an, OB rechnet mit mehr Protesten, SPD r&auml;umt Mitverantwortung f&uuml;r soziale Schieflage ein, IMK: Nicht nur &ouml;ffentliche, auch private Verschuldung z&auml;hlt, &ldquo;Der bisherige Mechanismus kann Krisen nicht verhindern&rdquo;, Ballverlust &ndash; S&uuml;dafrika nach dem Abpfiff, NRW hat neue Regierung, Stadt K&ouml;ln will umstrittene Messehallen zur&uuml;ckkaufen, wider die Tarifeinheitsfront, die falschen Versprechen der Atompolitik, L&auml;nder d&uuml;rfen &uuml;ber Anbau gentechnisch ver&auml;nderter Pflanzen entscheiden, Ohnmachtserkl&auml;rung aus Br&uuml;ssel, SPD: Konsequenzen aus den Missbrauchsf&auml;llen in Institutionen , eine Frauenquote f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te, Bertelsmann: Das heimliche Ministerium, Linksextremismus, &Uuml;brigens, zu guter Letzt. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die spanische Reconquista im 21. Jahrhundert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Leiharbeit: FDP bewegt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Klinikum verletzt Sorgfaltspflicht: Skandal ohne Richter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Herzprobleme durch Diabetesmittel Avandia: Pharmakonzern hielt jahrelang Daten zur&uuml;ck <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Finanz&uuml;berwachung im Binnenmarkt: Streit um Aufgaben Europ&auml;ischer Beh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Planspiel B&ouml;rse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Berliner Verfassungsgerichtshof: Oberste Richter zwingen Senat zu mehr Transparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Das Sparen kommt bei den B&uuml;rgern an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">OB rechnet mit mehr Protesten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">SPD r&auml;umt Mitverantwortung f&uuml;r soziale Schieflage ein <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">IMK: Nicht nur &ouml;ffentliche, auch private Verschuldung z&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">In der zusammenfassenden Pressemitteilung hei&szlig;t es: &ldquo;Der bisherige Mechanismus kann Krisen nicht verhindern&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ballverlust &ndash; S&uuml;dafrika nach dem Abpfiff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">NRW hat neue Regierung : Rot-Gr&uuml;n ist wieder da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">PPP: Stadt K&ouml;ln will umstrittene Messehallen zur&uuml;ckkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Detlef Hensche: Wider die Tarifeinheitsfront<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Der gro&szlig;e Bluff &ndash; Die falschen Versprechen der Atompolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">EU-Kommission: L&auml;nder d&uuml;rfen &uuml;ber Anbau gentechnisch ver&auml;nderter Pflanzen entscheiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Ohnmachtserkl&auml;rung aus Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">SPD: Konsequenzen aus den Missbrauchsf&auml;llen in Institutionen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Das norwegische Experiment &ndash; eine Frauenquote f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Steffen Roski: Bertelsmann: Das heimliche Ministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Linksextremismus <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">&Uuml;brigens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6185&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die spanische Reconquista im 21. Jahrhundert<\/strong><br>\nSeit 20 Jahren bl&uuml;ht in der chilenischen Wirtschaft das europ&auml;ische und im Besonderen das spanische Kapital. Es hat die Art und Weise, wie Arbeit organisiert wird, ver&auml;ndert und die Gewerkschaften vor v&ouml;llig neue Herausforderungen gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.binsenbrenner.de\/wordpress\/2010\/07\/13\/die-spanische-reconquista-im-21-jahrhundert\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+binsenbrenner+%28binsenbrenner%29\">binsenbrenner.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Leiharbeit: FDP bewegt sich<\/strong><br>\nDie FDP-Bundestagsfraktion tritt neuerdings f&uuml;r eine faire Entlohnung in der Zeitarbeit ein. Damit werde die gesellschaftliche Akzeptanz f&uuml;r die Zeitarbeit gest&auml;rkt, hei&szlig;t es. Offensichtlich kann selbst die FDP Lohndumping in der Branche nicht mehr leugnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++53b362ba-8e62-11df-537b-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> F&uuml;r die wachsende Zahl der Leiharbeiter steht zu bef&uuml;rchten, da&szlig; der FDP-Vorschlag tats&auml;chlich nur &ldquo;wei&szlig;e Salbe&rdquo; bedeutet. Da die h&ouml;here Leiharbeitnehmer-Entlohnung erst nach der Probezeit und einer von der FDP noch nicht n&auml;her spezifizierten &Uuml;bergangszeit gelten soll, steht zu vermuten, da&szlig; wegen der h&auml;ufig sehr kurzen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (mehr als die H&auml;lfte dauert nicht einmal drei Monate) nur wenige Leiharbeitnehmer von einem h&ouml;heren Lohn profitieren w&uuml;rden. Zudem besteht die Gefahr, da&szlig; die Zeitarbeitsbranche diese Regelung durch ein h&auml;ufigeres Rotieren der Leiharbeitnehmer zwischen unterschiedlichen Unternehmen unterlaufen w&uuml;rde. Dieses Hintert&uuml;rchen zu Gunsten der Zeitarbeitsbranche wurde von der FDP m&ouml;glicherweise mit voller Absicht offen gelassen. Das ganze Sinnen und Trachten der FDP zielt auf die Verhinderung eines Mindestlohns f&uuml;r die Leiharbeitnehmer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Klinikum verletzt Sorgfaltspflicht: Skandal ohne Richter<\/strong><br>\nSchwer krank hat das Klinikum Bremen Ost die Patientin Akin entlassen &ndash; aus Budgetgr&uuml;nden. Eine Verletzung der Sorgfaltspflicht, sagen Gutachter. Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren ein. VON BENNO SCHIRRMEISTER<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/nord\/artikel\/1\/skandal-ohne-richter\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Herzprobleme durch Diabetesmittel Avandia: Pharmakonzern hielt jahrelang Daten zur&uuml;ck <\/strong><br>\nLaut einem Medienbericht wusste das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline bereits 1999, dass das Diabetes-Medikament Avandia h&auml;ufiger zu Herzproblemen f&uuml;hrt. Das Mittel, mit dem jedes Jahr Milliarden umgesetzt werden, ger&auml;t jetzt immer mehr in die Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/diabetes\/aktuelles\/herzprobleme-durch-diabetesmittel-avandia-pharmakonzern-hielt-jahrelang-daten-zurueck-1583259.html\">Stern.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanz&uuml;berwachung im Binnenmarkt: Streit um Aufgaben Europ&auml;ischer Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Vorstellungen der Mitgliedstaaten (Finanzminister) &uuml;ber die Rechte der neuen europ&auml;ischen Finanzaufsichtsbeh&ouml;rden noch weit auseinanderliegen, verlangt das EU-Parlament, dass aus der Finanzkrise Konsequenzen gezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F07%2F14%2Fa0089&amp;cHash=e0d0da69ee\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Planspiel B&ouml;rse<\/strong><br>\nFinanzkrise, Wirtschaftskrise und Schuldenkrise machen hoffentlich jedem klar, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld ist. Ziel des Planspiels B&ouml;rse ist es, zukunftsorientiertes und sinnvolles Handeln schon bei jungen Leuten zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Planspiel_Boerse.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.planspiel-boerse.com\/toplevel\/impressum.htm\">Planspiel B&ouml;rse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dahinter steckt der Deutsche Sparkassenverlag. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berliner Verfassungsgerichtshof: Oberste Richter zwingen Senat zu mehr Transparenz<\/strong><br>\nDie Privatisierungsvertr&auml;ge der Berliner Wasserwerke d&uuml;rfen nun von Abgeordneten eingesehen werden. Erfolg f&uuml;r die Gr&uuml;nen-Abgeordnete Heidi Kosche: Das Berliner Verfassungsgericht best&auml;tigte ihr Recht auf volle Einsicht in die Vertr&auml;ge zur Privatisierung der Wasserbetriebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/landespolitik\/oberste-richter-zwingen-senat-zu-mehr-transparenz\/1883382.html;jsessionid=65966C5A07579A79363394DFAADDB604\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Sparen kommt bei den B&uuml;rgern an<\/strong><br>\nDie Stadt (K&ouml;ln) befindet sich in der wohl gr&ouml;&szlig;ten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. In dem Drei-Milliarden-Haushalt klafft ein Loch von mehr als 450 Millionen Euro. In laufenden Jahr, in dem sich noch nicht alle Vorschl&auml;ge umsetzen lassen, geht es um 28,5 Millionen Euro. 2011 soll die Kasse dann um 65 Millionen Euro entlastet werden.<br>\nMit rund 150 Sparvorschl&auml;gen will eine Spezialeinheit der Verwaltung den st&auml;dtischen Haushalt entlasten.<br>\nZur sog. &bdquo;Giftliste&ldquo; geh&ouml;ren u.a.:<br>\nVerzicht auf den geplanten z&uuml;gigen Ausbau der Betreuungspl&auml;tze f&uuml;r Kinder unter drei Jahren. In der &Uuml;berlegung war auch, Eltern f&uuml;r das dritte Kindergartenjahr wieder den vollen Beitrag zahlen zu lassen. Die F&ouml;rderung von Jugendeinrichtungen, der Familienhilfe und der Hausaufgabenbetreuung soll durch den Abbau von zwei Stellen reduziert werden . Die Zusch&uuml;sse f&uuml;r freie Tr&auml;ger werden verringert. Die Geb&uuml;hren der Rheinischen Musikschule sollen um f&uuml;nf Prozent erh&ouml;ht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.koelnerstadtanzeiger.de\/html\/fotolines\/1276522042020\/rahmen.shtml?1%20\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da wird oben von &bdquo;mehr Netto vom Brutto&ldquo; gesprochen und beim B&uuml;rger  und vor allem bei den Eltern fallen h&ouml;here Geb&uuml;hren an. <\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Dazu: <\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>OB rechnet mit mehr Protesten <\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Roters dr&auml;ngt auf Sparen, andere bezeichnen das als K&uuml;rzungen. Doch wie man es auch dreht: Selbstverschuldete Ursachen mit gelegentlich korruptem Hintergrund und finanziellem Desaster vergangener Jahre, sinkende Steuereinnahmen, durch die Bundesregierung von Angela Merkel aufgehalste Lasten ohne Finanzausgleich &ndash; zum Beispiel das Wachstumsbeschleunigungsgesetz &ndash; und die Wirtschaftskrise haben K&ouml;ln einen gigantischen Fehlbetrag von 463,8 Millionen Euro f&uuml;r das Jahr 2010 beziehungsweise 486 Millionen Euro f&uuml;r das Jahr 2011 beschert.<br>\nStadtk&auml;mmerer Dr. Norbert Walter-Borjans machen vor allem die steigenden Kosten der Unterkunft bei wachsenden Arbeitslosenzahlen im Hartz-IV-Bereich, wo der Bund kontinuierlich die Beteiligungsquote reduziert, der Wegfall des Heizkostenzuschusses und wegfallende F&ouml;rderungen beim Arbeitsmarkt Sorgen. Aufgrund der demographischen Entwicklung w&uuml;rden auch die Bedarfe im Bereich der Grundsicherung im Alter steigen, vor allem weil die Rentenversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger wegfallen. Weitere, nicht v&ouml;llig refinanzierte Belastungen entst&uuml;nden in den Bereichen Kindertagesbetreuung, Betreuung der unter Dreij&auml;hrigen und aus den Folgen des Einsturzes des historischen Stadtarchivs. Vielen freiwilligen Leistungen der Stadt, auch wenn sie f&uuml;r den Zusammenhalt notwendig sind, wird zunehmend der Geldhahn zugedreht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15407\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>SPD r&auml;umt Mitverantwortung f&uuml;r soziale Schieflage ein <\/strong><br>\nF&uuml;r die soziale Schieflage mitverantwortlich zu sein, sei &bdquo;vielleicht der schwerste Vorwurf, den man Sozialdemokraten machen kann oder den wir uns selbst machen m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Gabriel im Interview des ARD-Wirtschaftsmagazins &bdquo;Plusminus&ldquo;.<br>\nZugleich mahnte er einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz an: &bdquo;Wenn jetzt das Land in Schwierigkeiten kommt, dann m&uuml;ssen auch diejenigen, die durch eigene Leistung, aber auch durch das Land selber reich und wohlhabend geworden sind, bereit sein, einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz zahlen&ldquo;, sagte er. Die rot-gr&uuml;ne Regierung hatte parallel zu den Hartz-Gesetzen den Spitzensteuersatz der Einkommensteuer von 53 auf 42 Prozent gesenkt.<br>\nDie Leiharbeit, die die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung seinerzeit erheblich gef&ouml;rdert hatte, bezeichnete der SPD-Chef als &bdquo;Scheunentor zur Zerst&ouml;rung von Voll-Arbeitspl&auml;tzen&ldquo;. Dadurch sei ein &bdquo;gigantischer Niedriglohnsektor&ldquo; entwickelt worden. &bdquo;Dem m&uuml;ssen wir dringend einen Riegel vorschieben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-spd-raeumt-mitverantwortung-fuer-soziale-schieflage-ein;2617440%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An die Kritik der Hartz-Gesetze, als die strategische Weiche hin zu Lohndruck und prek&auml;rer Besch&auml;ftigung und damit auch zur Umverteilung von unten nach oben traut sich Gabriel mit seiner Selbstkritik aber immer noch nicht heran.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IMK: Nicht nur &ouml;ffentliche, auch private Verschuldung z&auml;hlt<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise hat einen massiven Anstieg der staatlichen Verschuldung nach sich gezogen, ohne dass der europ&auml;ische Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt dies h&auml;tte verhindern k&ouml;nnen. Die meisten Regierungen in der Europ&auml;ischen Union steuern nun mit harten Konsolidierungsprogrammen gegen. Durch die Krise ist offenkundig geworden, dass die bestehenden institutionellen Rahmenbedingungen f&uuml;r die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion nicht ad&auml;quat sind. Daher hat eine Debatte &uuml;ber den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt eingesetzt. Dabei dominieren allerdings Reformvorschl&auml;ge, die die einseitige Fixierung des Paktes auf die &ouml;ffentliche Verschuldung fortf&uuml;hren bzw. noch versch&auml;rfen w&uuml;rden.<br>\nSowohl konjunkturell als auch in Hinsicht auf die mittelfristigen Wachstumsaussichten kann sich diese Strategie als fatal erweisen: Sie belastet aktuell die Erholung der europ&auml;ischen Wirtschaft und geht zudem an den wirklichen Problemen des Euroraums vorbei. Nicht nur die staatliche Verschuldung ist ein potenzieller Gefahrenherd f&uuml;r die Stabilit&auml;t der W&auml;hrungsunion, auch die private. Ohne eine Neuausrichtung des Paktes lassen sich die Probleme des Euroraums dauerhaft nicht &uuml;berwinden. Nach einer kritischen W&uuml;rdigung der aktuell diskutierten Reformvorschl&auml;ge schl&auml;gt das IMK im Folgenden ein konkretes Konzept f&uuml;r einen reformierten Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt vor. Dabei liegt der Fokus auf den Leistungsbilanzsalden, die Fehlentwicklungen sowohl im staatlichen als auch im privaten Sektor signalisieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_51_2010.pdf%20\">IMK [PDF &ndash; 197 KB]<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In der zusammenfassenden Pressemitteilung hei&szlig;t es: &ldquo;Der bisherige Mechanismus kann Krisen nicht verhindern&rdquo;<\/strong>\n<p>IMK: Euro-Stabilit&auml;tspakt funktioniert nur auf neuer methodischer Grundlage <\/p>\n<p>Die dringend notwendige Reform des europ&auml;ischen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts (SWP) kann nur gelingen, wenn die Verengung auf die Staatsfinanzen durch einen neuen methodischen Ansatz abgel&ouml;st wird. Statt sich wie bisher lediglich auf zwei isolierte Kenngr&ouml;&szlig;en &ndash; die Defizitgrenze von drei Prozent und die &ouml;ffentliche Schuldenstandsquote &ndash; zu st&uuml;tzen, muss die Finanzsituation von Staat und Privatsektor in einem EU-Land k&uuml;nftig gemeinsam analysiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer neuen Untersuchung. Ein guter Indikator daf&uuml;r ist die nationale Leistungsbilanz, deren Saldo sich in einem Korridor zwischen plus zwei und minus zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bewegen sollte (mehr zum IMK-Reformvorschlag oben). Die Wissenschaftler warnen davor, an den &ldquo;falschen Regeln des gescheiterten aktuellen Pakts festzuhalten&rdquo;, diese nur verbindlicher durchzusetzen und damit alle EU-L&auml;nder gleichzeitig auf einen Sparkurs zu verpflichten: &ldquo;Kurzfristig drohten dem Euroraum ein konjunktureller R&uuml;ckschlag und ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit. L&auml;ngerfristig w&auml;re ein Auseinanderbrechen der W&auml;hrungsunion zu bef&uuml;rchten&rdquo;, schreiben die &Ouml;konomen im heute ver&ouml;ffentlichten IMK Report. Die aktuellen Reformvorschl&auml;ge aus EU-Kommission und Europ&auml;ischer Zentralbank gingen in die falsche Richtung.<\/p>\n<p>&ldquo;Wir f&uuml;hren keine abgehobene Methodendebatte&rdquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. &ldquo;Es geht um unser Geld, um die Zukunft unserer gemeinsamen W&auml;hrung. Wir stehen vor den Tr&uuml;mmern eines Stabilit&auml;tspakts, der die dramatische Krise der Eurozone nicht verhindern konnte. Und das lag nicht daran, dass er nicht streng genug ist, um eine unsolide Haushaltspolitik zu bremsen. Dieser popul&auml;re Eindruck bildet allenfalls ein Nebenproblem ab, das in einzelnen L&auml;ndern bestand. Das Hauptproblem ist ein ganz anderes: Wir haben Stabilit&auml;t und Wachstum der Eurozone mit einem Mechanismus absichern wollen, der dazu gar nicht in der Lage ist, weil er entscheidende wirtschaftliche Ungleichgewichte ausblendet. Der Euro-Wachhund ist blind. Das muss sich &auml;ndern, sonst ist die n&auml;chste Krise vorprogrammiert.&rdquo; <\/p>\n<p>&ndash; Das popul&auml;re Bild vom &ldquo;Schuldenstaat&rdquo; trifft nicht zu &ndash;<\/p>\n<p>Hintergrund: Die Wissenschaftler k&ouml;nnen bei einer umfangreichen Analyse der j&uuml;ngsten Euro-Krise und ihrer Vorgeschichte &ldquo;keinerlei systematischen Zusammenhang&rdquo; entdecken zwischen dem Staatsdefizit oder der &ouml;ffentlichen Schuldenstandsquote eines Mitgliedslandes und dem potenziellen Risiko, das dieses f&uuml;r die Stabilit&auml;t der W&auml;hrungsunion darstellt. Schon das vermeintlich klare Bild von den &ldquo;Schuldenstaaten&rdquo; stimmt nicht, zeigen die Forscher.<br>\nSo sanken in Spanien und Irland &ndash; an den Finanzm&auml;rkten gegenw&auml;rtig als Risikostaaten gehandelt &ndash; zwischen dem Beginn der W&auml;hrungsunion und dem Ausbruch der Finanzkrise die &ouml;ffentlichen Schuldenst&auml;nde deutlich: In Irland ging die Quote zwischen 1999 und 2007 zur&uuml;ck von 49 Prozent des BIP auf 25 Prozent. In Spanien sank sie von 62 Prozent auf 36 Prozent. Dementsprechend erzielte der irische Staat mit Ausnahme des Jahres 2002 stets Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse, der spanische immerhin von 2005 bis 2007. Dieses nach den Regeln des Euro-Pakts &ldquo;gleichsam musterg&uuml;ltige Verhalten&rdquo; der Fiskalpolitik wurde aber begleitet von einer wachsenden Verschuldung des Privatsektors und einer sinkenden internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit der Unternehmen. Unter dem Strich wuchsen in Irland und Spanien, wie auch in Griechenland und Portugal, die Leistungsbilanzdefizite. Die akute Krise der Staatsfinanzen brach sowohl in Spanien als auch in Irland los, als der Staat in der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Platzen von Kreditblasen und einen Nachfrageeinbruch im Privatsektor reagieren musste. &ldquo;De facto wurden private in staatliche Schulden umgewandelt, so dass die &ouml;ffentlichen Schuldenstandsquoten rasant in die H&ouml;he schnellten&rdquo;, analysiert das IMK.<\/p>\n<p>&ndash; Chronische &Uuml;bersch&uuml;sse sind Teil des Problems &ndash; <\/p>\n<p>&ldquo;Das Beispiel von Spanien und Irland zeigt: Entscheidende Fehlentwicklungen hat der Stabilit&auml;tspakt gar nicht erfassen k&ouml;nnen, weil er sich einseitig auf Defizite in den Staatsfinanzen konzentriert und Defizite im Privatsektor au&szlig;en vor l&auml;sst&rdquo;, sagt IMK-Direktor Horn. &ldquo;Das ist aber nicht der einzige Fehler. Wenn ein Stabilit&auml;tspakt wirklich funktionieren soll, darf er nicht nur auf problematische Defizit-Entwicklungen reagieren, sondern er muss auch dauerhafte einseitige &Uuml;bersch&uuml;sse als Problem wahrnehmen. Die &Uuml;bersch&uuml;sse der gesamten Volkswirtschaft, privat und staatlich, sind in einer W&auml;hrungsunion die Kehrseite der Defizite einer anderen Volkswirtschaft.&rdquo;<\/p>\n<p>Daher m&uuml;sse auch die Debatte &uuml;ber das deutsche Wirtschaftsmodell fortgesetzt werden, betont das IMK. Die Bundesrepublik ist das einzige EU-Land, dessen Staatsausgaben zwischen 1999 und 2007 real sanken. Gleichzeitig stiegen die nominalen Lohnst&uuml;ckkosten lediglich um 1,8 Prozent und damit weit unterdurchschnittlich. Der Leistungsbilanz&uuml;berschuss stieg auf knapp acht Prozent im Jahr 2007. Dies f&uuml;hrte zu einer &ndash; gemessen am Stabilit&auml;tsziel der EZB &ndash; zu niedrigen Inflationsrate und hohen Realzinsen. Binnennachfrage und Wirtschaftswachstum entwickelten sich nur schwach: &ldquo;Anders als viele in Deutschland meinen, ist diese Konstellation weder vorbildlich noch nachhaltig. Sie setzt unsere wichtigsten Handelspartner unter permanenten Druck und destabilisiert die W&auml;hrungsunion&rdquo;, so Horn. Auch in diesem Jahr wird der Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands mit knapp f&uuml;nf Prozent hoch sein.<\/p>\n<p>&ndash; Leistungsbilanzsaldo statt Haushaltsdefizit als Kriterium &ndash;<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler schlagen vor, in einem reformierten Pakt die Obergrenze f&uuml;r das Haushaltsdefizit durch eine Obergrenze f&uuml;r die nationalen Leistungsbilanzsalden (&Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite) zu ersetzen. Sie sollten einen Wert von plus beziehungsweise minus zwei Prozent vom BIP nicht &uuml;berschreiten. &ldquo;Dies w&auml;re ein geeigneter Indikator f&uuml;r mangelnde Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung.&rdquo; Die staatliche Haushaltsentwicklung w&uuml;rde dabei weiter ber&uuml;cksichtigt, auch wenn das Budgetdefizit nicht mehr als explizites Kriterium verwendet wird, betont das IMK: &ldquo;Nur eine nachhaltige Fiskalpolitik ist kompatibel mit dem neuen Stabilit&auml;tspakt.&rdquo; <\/p>\n<p>Liegt die Leistungsbilanz eines Euro-Landes au&szlig;erhalb des Zwei-Prozent-Korridors, sieht das IMK-Modell ein mehrstufiges Verfahren vor. L&auml;nder mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen werden zun&auml;chst aufgefordert, ihre Binnennachfrage zu stimulieren. Dazu m&uuml;sse die Regierung einen geeigneten Mix aus expansiver Fiskalpolitik sowie Investitionsanreizen und Strukturreformen entwickeln, die etwa eine h&ouml;here Besch&auml;ftigung, ein kr&auml;ftigeres nominales Lohnst&uuml;ckkostenwachstum und eine gleichm&auml;&szlig;igere Einkommensverteilung unterst&uuml;tzen und so den privaten Konsum bef&ouml;rdern. Defizitl&auml;ndern wird dagegen empfohlen, einen Mix aus restriktiver Fiskalpolitik und Anreizen zu verst&auml;rktem Sparen im privaten Sektor zu verfolgen. In diesen L&auml;ndern muss gegebenenfalls die Wettbewerbsf&auml;higkeit durch Reformen erh&ouml;ht werden. <\/p>\n<p>Die Europ&auml;ische Kommission pr&uuml;ft j&auml;hrlich, ob die Empfehlungen befolgt werden und sich die Leistungsbilanzsalden in Richtung des Zielkorridors bewegen. Ist der innerhalb von drei Jahren erreicht, endet das Verfahren. Falls das nicht gelingt, greifen Sanktionen: Den Regierungen der betroffenen L&auml;nder werden von der Eurogruppe verbindliche Pfade f&uuml;r ihre Staatsausgaben vorgegeben. Defizitl&auml;ndern k&ouml;nnte dann bindend vorgeschrieben werden, Einsparungen oder Steuererh&ouml;hungen umzusetzen. Chronische &Uuml;berschussl&auml;nder m&uuml;ssten hingegen beispielsweise eine St&auml;rkung der Binnennachfrage durch mehr &ouml;ffentliche Investitionen vornehmen. Defizitl&auml;nder, die von den vorgegebenen Ausgabenpfaden abweichen, riskieren in letzter Konsequenz ihre Insolvenz, f&uuml;r die nach dem IMK-Modell ein geordnetes Verfahren entwickelt werden soll. <\/p>\n<p>&ndash; Weiter notwendig: Krisenmanagement durch expansive Finanzpolitik &ndash;<\/p>\n<p>Unabh&auml;ngig von der Reform des Stabilit&auml;tspakts halten es die Wissenschaftler f&uuml;r unabdingbar, dass in der Euro-Zone &uuml;ber 2010 hinaus das erfolgreiche Krisenmanagement durch eine expansive Finanzpolitik fortgesetzt wird. Der beginnende Aufschwung in Europa sei noch zu fragil, um in praktisch allen L&auml;ndern parallel einsetzende &ldquo;massive Konsolidierungsprogramme&rdquo; zu &uuml;berstehen, warnt das IMK. Daher empfehlen die &Ouml;konomen eine &ldquo;asymmetrische&rdquo; fiskalpolitische Reaktion, bei der L&auml;nder wie Griechenland, deren Haushalte &uuml;berm&auml;&szlig;ig verschuldet sind und die erhebliche Leistungsbilanzdefizite aufweisen, auf Sparkurs gehen, w&auml;hrend L&auml;nder wie Deutschland, die Niederlande und &Ouml;sterreich, die eher niedrige Defizite und vor allem Export&uuml;bersch&uuml;sse aufweisen, weiterhin ihre Binnennachfrage stimulieren. Dadurch steigen nach der Analyse des IMK die Chancen auf einen kr&auml;ftigen, selbst tragenden Aufschwung. Mit dem R&uuml;ckenwind einer starken Konjunkturentwicklung lie&szlig;en sich die zus&auml;tzlichen expansiven Ma&szlig;nahmen z&uuml;gig &uuml;ber h&ouml;here Steuereinnahmen gegenfinanzieren und damit auch die Konsolidierung rascher voranbringen.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ballverlust &ndash; S&uuml;dafrika nach dem Abpfiff<\/strong><br>\nDie WM ist vorbei &ndash; was bleibt f&uuml;r S&uuml;dafrika? Die Stimmung war gut, das Publikum entz&uuml;ckt, das Gesch&auml;ft lief &ndash; auf jeden Fall f&uuml;r die Fifa. Ob sich wirtschaftlich jetzt in S&uuml;dafrika etwas ver&auml;ndert, ob die Apartheid f&uuml;r immer verdr&auml;ngt wird, daran darf gezweifelt werden. Das neue Selbstbewusstsein der S&uuml;dafrikaner und die weltweite Aufmerksamkeit k&ouml;nnen aber sehr wohl nachhaltig wirken. Und wie h&auml;lt S&uuml;dafrika nach dem Abpfiff den Ball im Spiel?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20100712.mp3\">hr2\/Kultur &ndash; &bdquo;Der Tag&ldquo; [Audio-Podcast]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NRW hat neue Regierung : Rot-Gr&uuml;n ist wieder da<\/strong><br>\nDie Sozialdemokratin Kraft ist neue Ministerpr&auml;sidentin und l&ouml;st Arbeiterf&uuml;hrer R&uuml;ttgers nach f&uuml;nf Jahren ab. Die CDU k&uuml;ndigt Fundamentalopposition an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/rot-gruen-ist-wieder-da\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Wenn Rot-Gr&uuml;n nur dazu da ist &ndash; wie bisher praktiziert &ndash; ihre Verursacher-Rolle an der jetzigen Krise durch Finanzmarkt- und Arbeitsmarkt-Deregulierungen zu verdr&auml;ngen statt &ldquo;aufzuarbeiten&rdquo;, wird dieser politischen Konstellation sicher kein &ldquo;langes Leben&rdquo; beschieden sein. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>PPP: Stadt K&ouml;ln will umstrittene Messehallen zur&uuml;ckkaufen<\/strong><br>\nWie von der NRhZ am 10. Juli in dem Bericht &bdquo;Der gr&ouml;&szlig;te Fall in Colonia Corrupta&ldquo; angek&uuml;ndigt, hat der K&ouml;lner Stadtrat in der vergangenen Nacht in einer nicht&ouml;ffentlichen Sitzung beschlossen, die K&ouml;lner Messehallen dem Esch-Oppenheim-Fonds wieder abzukaufen, anstatt sie, wie vertraglich festgelegt, 30 Jahre lang f&uuml;r etwa 600 Millionen Euro zu mieten. Beschlossen wurde &ndash; weil, wie von der NRhZ berichtet, der Europ&auml;ische Gerichtshof im Oktober 2009 entschieden hatte, dass die Vergabe des Bauauftrags an den privaten Investment-Fonds ohne Ausschreibung rechtswidrig war &ndash; den Vertrag mit dem Fonds nun wegen &bdquo;Nichtigkeit&ldquo; au&szlig;erordentlich zu k&uuml;ndigen und Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude dem Fonds &bdquo;abzukaufen&ldquo;. Der Fonds, in dem der fr&uuml;here K&ouml;lner Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier gesch&auml;ftsf&uuml;hrend t&auml;tig ist, hat allerdings durchblicken lassen, dass er auf die durch die Mieten zu erwartenden Gewinne nicht verzichten wolle. Die Europ&auml;ische Kommission hat der Stadt allerdings eine Frist bis zum 3.August gesetzt, um den gesetzeswidrigen Vertrag mit dem Fonds zu &auml;ndern. Sollte dies nicht geschehen, drohen der Bundesrepublik Deutschland hohe Strafzahlungen oder eine erneute Klage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof. Mehr Informationen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/suche.php?ressort_id_menu=-1&amp;ressort_menu=News\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15380\">Der gr&ouml;&szlig;te Fall in &bdquo;Colonia Corrupta&ldquo; Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Detlef Hensche: Wider die Tarifeinheitsfront<\/strong><br>\nDer Grundsatz &bdquo;ein Betrieb, ein Tarifvertrag&ldquo; reflektierte das Organisationsmodell der nach dem Zweiten Weltkrieg gegr&uuml;ndeten Industrie- und Einheitsgewerkschaften, das sich von der Zersplitterung in Berufs- und Richtungsgewerkschaften fr&uuml;herer Zeiten zukunftstr&auml;chtig abhob. Soweit konkurrierende Gewerkschaften und Berufsverb&auml;nde, wie etwa die DAG, Tarifvertr&auml;ge abschlossen, waren sie den DGB-Gewerkschaften entweder in Tarifkooperation verbunden; oder sie &uuml;bernahmen regelm&auml;&szlig;ig das von der jeweiligen DGB-Gewerkschaft durchgesetzte Ergebnis.<br>\nDiese &uuml;ber mehrere Jahrzehnte praktizierte Tarifdominanz der DGB-Gewerkschaften wird seit einiger Zeit durch zwei gegenl&auml;ufige Entwicklungen in Frage gestellt: durch Unterbietungskonkurrenz von Dumping-Organisationen und durch &Uuml;berbietung seitens einiger Berufsverb&auml;nde. Beide Entwicklungen sind scharf voneinander zu unterscheiden.<br>\nWenn der DGB-Vorsitzende eine Krise des Tarifsystems ausmacht, so trifft dies die erstgenannte Tendenz. Seit langem suchen sich Arbeitgeber der Bindung an bestehende Tarifvertr&auml;ge zu entziehen oder sie nutzen die willf&auml;hrig angebotenen Dienste christlicher Gewerkschaften und &auml;hnlicher Verb&auml;nde und schlie&szlig;en Dumping-Tarifvertr&auml;ge ab. Die Politik begleitet diese Art von Wettbewerb mit Wohlwollen. Der Gesetzgeber f&ouml;rdert ihn, indem er den gesetzlichen Mindestschutz zur Disposition der Tarifvertragsparteien stellt, also zum Abbau frei gibt, und &uuml;berdies den Arbeitgebern gestattet, den tarifvertraglich sanktionierten Schutzverzicht arbeitsvertraglich auch solchen Arbeitnehmern aufzun&ouml;tigen, die der Unterbietungsgewerkschaft nicht angeh&ouml;ren.<br>\nZu dieser durch Tarifflucht und Unterbietungskonkurrenz ausgel&ouml;sten Krise des Tarifsystems schweigt sich das Papier von BDA und DGB aus. Kein Wort zum systematischen Ausstieg aus der Tarifbindung; kein Wort der Distanzierung von der Inanspruchnahme der Handlangerdienste christlicher oder arbeitgeberfinanzierter Gewerkschaften. Zumindest h&auml;tte es sich in einer an den Gesetzgeber adressierten Initiative gegen &bdquo;die Zersplitterung des Tarifvertragssystems&ldquo; aufgedr&auml;ngt, auf ein Ende der inflation&auml;r gewordenen Praxis zu dr&auml;ngen, den gesetzlichen Mindestschutz dem freien Fall gewerkschaftlicher Unterbietungskonkurrenz anheimzugeben. Doch deren Eind&auml;mmung ist offenkundig nicht gewollt.<br>\nWorauf sich die Hoffnung des DGB und der Linkspartei gr&uuml;ndet, dass die gesetzliche Tarifeinheit der Spirale nach unten ein Ende setzen w&uuml;rde, bleibt unerfindlich. Die Rechtsprechung zur Tarifeinheit betraf nicht die Unterbietungskonkurrenz der christlichen Gewerkschaften.<br>\nNein, nicht der eigentlichen Krise des Tarifsystems, dem Unterlaufen tarifvertraglicher Normen, gilt die Sorge der Einheitsallianz, sondern dem umgekehrten Ph&auml;nomen, der wechselseitigen &Uuml;berbietung. Stein des Ansto&szlig;es sind die bekannten Konflikte mit einigen Berufsverb&auml;nden, mit denen sich Bahn-, Flugverkehrs- und Krankenhaus-Arbeitgeber konfrontiert sehen und die sie zum Teil in bemerkenswerter Torheit selbst provoziert haben. Die St&ouml;renfriede sind bekannt und an einer Hand aufzuz&auml;hlen: Marburger Bund (MB), Vereinigung Cockpit (VC), Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) &ndash; s&auml;mtlich gefestigte Gewerkschaften mit respektabler Geschichte, die ehemals in Tarifgemeinschaften mit der zust&auml;ndigen DGB-Gewerkschaft agierten. Hinzugekommen sind 1992 die Unabh&auml;ngige Flugbegleiterorganisation (UFO) und 2004 die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), die ihrerseits aus Vorl&auml;uferorganisationen entstanden ist. Weitere Neugr&uuml;ndungen handlungsf&auml;higer Verb&auml;nde sind nicht in Sicht.<br>\nBeiden Wurzeln berufsverbandlicher Absonderungen ist durch gesetzliche Reglementierung nicht beizukommen. Ein Modell, dem die organisations- und tarifpolitischen Grundlagen abhanden gekommen sind, l&auml;sst sich durch ein obrigkeitliches Kontroll- und Ausschlussregime nicht aufrechterhalten. Zwischengewerkschaftliche Konflikte sind allein gewerkschaftspolitisch zu l&ouml;sen. Dritte, erst recht Arbeitgeber oder Staat, sind in diesem Konflikt die schlechtesten Verb&uuml;ndeten; sie desavouieren die eigene Position.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15388\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Bluff &ndash; Die falschen Versprechen der Atompolitik<\/strong><br>\nAtomkraft &ndash; Ja, bitte! Die Bundesregierung will die Laufzeiten von Atomkraftwerken verl&auml;ngern, den Ausstieg aus der Kernenergie r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Nur so k&ouml;nne eine g&uuml;nstige Stromversorgung garantiert und die Klimaschutzziele erreicht werden. 2010 ist das Jahr, in dem sich der Kampf um den Weg in die Energiezukunft entscheidet. Die Dokumentation von Steffen Judzikowski und Christian Rohde zeigt Stationen der Debatte, beantwortet Fragen zu den zentralen gesellschaftlichen Konflikten und pr&auml;sentiert dazu Argumente und Belege.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/20\/0,1872,8078996,00.html\">ZDF Frontal21<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1090144\/Frontal21-Dokumentation-Der-grosse-Bluff#\/beitrag\/video\/1090144\/Frontal21-Dokumentation-Der-grosse-Bluff\">ZDF Frontal 21 Video-Stream<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Achtung, nach dem neuen Rundfunkstaatsvertrag ist dieser Bericht nur kurze Zeit zug&auml;nglich und muss dann aus dem Netz gel&ouml;scht werden. Wenn Sie daran interessiert sind, m&uuml;ssen Sie ihn speichern.  <\/em><\/p>\n<p>Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission  &ldquo;Momentaufnahme zu den erneuerbaren Energien&rdquo;: 2020 k&ouml;nnten 40% des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen<br>\nAus dem Bericht geht hervor, dass schon im vergangenen Jahr 608 Terawattstunden des europaweiten Strombedarfs &uuml;ber erneuerbare Energiequellen erzeugt wurden. Das waren 2009 insgesamt 19,9% des gesamten Stroms, das sind 6% mehr als noch 2005.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Teil wurde &uuml;ber Wasserkraft (11,6%) produziert. Schon deutlich dahinter lagen die Windkraft (4,2%) und die Biomasse (3,5%). Abgeschlagen bleibt weiterhin die Solarenergie, die nur 0,4% zur Stromproduktion beitrug.<br>\nGro&szlig;es Potential wird weiter in der Windenergie gesehen. Es wird davon ausgegangen, dass alleine &uuml;ber den Wind bis 2020 etwa 20% des gesamten EU-Strombedarfs gedeckt werden kann, wie es Spanien bisweilen schon leistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/147964%20\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>EU-Kommission: L&auml;nder d&uuml;rfen &uuml;ber Anbau gentechnisch ver&auml;nderter Pflanzen entscheiden<\/strong><br>\nDie neuen Empfehlungen stellen es den Mitgliedsstaaten weitgehend frei, wie sie den Anbau von gv-Pflanzen regulieren. Sie k&ouml;nnen sehr restriktive Anbauvorschriften erlassen oder sogar f&uuml;r bestimmte Regionen &ldquo;gentechnik-freie&rdquo; Zonen vorschreiben. M&ouml;glich ist aber auch ein Verzicht auf nationale Koexistenz-Vorschriften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transgen.de\/aktuell\/1201.doku.html\">TranGEN<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ohnmachtserkl&auml;rung aus Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nWenn sich die Kommission nun einer f&uuml;r den Verbraucherschutz immanent wichtigen Aufgabe so einfach entledigen will, indem sie die Verantwortung wieder auf die Nationalstaaten abw&auml;lzt, birgt das erhebliche Gefahren f&uuml;r Europas Verbraucher.<br>\nEine Folge des Br&uuml;sseler Vorschlags ist schlie&szlig;lich auch, dass kritische Staaten die Zulassung von gentechnisch ver&auml;nderten Organismen in Zukunft nicht mehr blockieren k&ouml;nnen. Verbraucher m&uuml;ssen dann vor allem bei Importprodukten ihre Lebensmittelverpackungen noch genauer studieren als ohnehin schon. Dallis Entscheidung ist aber nicht nur eine schlechte L&ouml;sung f&uuml;r die B&uuml;rger, sondern auch eine Ohnmachtserkl&auml;rung der europ&auml;ischen Politik.<br>\nDenn wer kann sich in Europa Konflikte mit Bayer, BASF und Monsanto zum Wohle der 500 Millionen Lebensmittelk&auml;ufer besser leisten, als die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde?<br>\nw&auml;hrend die Kommission bei der Regulierung der Finanzm&auml;rkte bis zur Erm&uuml;dung betont, dass Finanzstr&ouml;me nicht an der Grenze halten, soll dies bei Saatgut pl&ouml;tzlich der Fall sein?<br>\nF&uuml;r deutsche Verbraucher ist diese Politik doppelt &auml;rgerlich. Findet die Inkonsequenz doch in Berlin ihre Fortsetzung. Da hat nicht mal die CDU\/CSU eine klare Haltung. Von der Bundesregierung ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-07\/gentechnik-eu-kommission\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gerade beim Anbau gentechnisch ver&auml;nderten Pflanzen auf das Subsidiarit&auml;tsprinzip zu setzen, wird dazu f&uuml;hren, dass angesichts des grenz&uuml;berschreitenden freienVertriebs von Nahrungs- und Futtermittel die Verbraucher den &Uuml;berblick verlieren und fr&uuml;her oder sp&auml;ter die Barrieren vollends fallen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>SPD: Konsequenzen aus den Missbrauchsf&auml;llen in Institutionen <\/strong><br>\n<strong>Positionspapier: Hinsehen, handeln, helfen!<\/strong>\n<p>Niederschwellige Beratungsangebote und Anlaufstellen sind f&uuml;r Kinder und Jugendliche, die Opfer sexueller Gewalt wurden, aber auch f&uuml;r Eltern und p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte, besonders wichtig. Zwar gibt es zahlreiche Beratungs- und Hilfsangebote f&uuml;r Betroffene. Diese sind jedoch nicht &uuml;berall vorhanden und haben h&auml;ufig mit finanziellen und personellen Engp&auml;ssen zu k&auml;mpfen.<br>\nNotwendig ist eine bedarfsgerechte und fl&auml;chendeckende Infrastruktur an niedrig schwelligen Beratungsstellen und Hilfsangeboten &uuml;berall in Deutschland, um dem Anspruch von Betroffenen auf Beratung gerecht zu werden. Die Angebote m&uuml;ssen ausgebaut und finanziell abgesichert werden. Dies ist nur mit einer dauerhaften institutionellen F&ouml;rderung m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spdfraktion.de\/cnt\/rs\/rs_datei\/0,,13349,00.pdf%20\">SPD Bundestagsfraktion [PDF &ndash; 320 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das norwegische Experiment &ndash; eine Frauenquote f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te<\/strong><br>\nNorwegen hat 2003 als erstes Land der Welt eine Geschlechterquote von 40 Prozent f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te eingef&uuml;hrt. Dies hat in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern eine gesellschaftliche Debatte &uuml;ber Frauen in F&uuml;hrungspositionen der Wirtschaft ausgel&ouml;st. In Deutschland kreist die politische Diskussion vor allem um die Frage, ob eine gesetzlich vorgeschriebene Quote notwendig ist, oder ob auf eine freiwillige Verpflichtung der Unternehmen gesetzt werden sollte.<br>\nDiese Studie soll einen Beitrag dazu leisten, das norwegische Modell besser zu verstehen und von ihm zu lernen. Daf&uuml;r wird zun&auml;chst die &ouml;ffentliche Debatte, die der Einf&uuml;hrung der Quote voraus ging, beleuchtet und der politische Entscheidungsprozess nachgezeichnet. Die Rolle der unterschiedlichen Akteure wird analysiert und die wichtigsten Argumente f&uuml;r und gegen die Quote er&ouml;rtert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den gesetzlichen Regelungen und ihrer Umsetzung; vor allem aber der Rolle, die Sanktionen dabei gespielt haben. Schlie&szlig;lich liefern die Autorinnen erste Erkenntnisse hinsichtlich der Auswirkungen der Quote auf die Rekrutierung von Aufsichtsr&auml;tinnen, die Erfahrungen der Unternehmen sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz der Quote.<br>\nDie Erfahrungen Norwegens legen nahe, dass der Schl&uuml;ssel zum Erfolg eine sanktionsbewehrte gesetzliche Quote ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07310.pdf\">Friedrich-Ebers-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Steffen Roski: Bertelsmann: Das heimliche Ministerium<\/strong><br>\nDie Bertelsmann Stiftung setzt ihre neoliberalen Bildungskonzepte f&uuml;r Universit&auml;ten und Schulen &uuml;ber die Politik durch. Der Bertelsmann AG wird so ein Milliardenmarkt geschaffen.<br>\nDie Stiftung wirtschaftet &ndash; folgt man Studien des Soziologen Frank Adloff, der sich auf Stiftungen spezialisiert hat &ndash; de facto mit &ouml;ffentlichem Geld, weil durch die &Uuml;bertragung von drei Vierteln des Aktienkapitals auf die Stiftung gut zwei Milliarden Erbschafts- und Schenkungssteuer gespart werden konnten. Die j&auml;hrliche Dividendenzahlung wird steuerfrei gestellt, was bedeutet, da&szlig; die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Jahresetat von zirka 80 Millionen Euro nicht ann&auml;hernd so viel ausgibt, wie sie dem Fiskus kostet. Da&szlig; diese Konstruktion mit dem Recht in diesem Lande in Einklang steht, zeigt einmal mehr, wer tats&auml;chlich die &raquo;b&uuml;rgerliche Gesellschaft&laquo; orchestriert.<br>\nDie Bertelsmann Stiftung findet unter den Bedingungen der systematischen Unterfinanzierung der staatlichen Haushalte, also auch des Bildungsetats, ideale Wirkungsm&ouml;glichkeiten.<br>\nStrategisch wird die Unterfinanzierung als Instrument zur Ausdifferenzierung von Schulen und Hochschulen unterschiedlicher Ausstattung eingesetzt, die sich zu diesem Zweck in die Abh&auml;ngigkeit von au&szlig;erschulischen Geldgebern in Public-Private-Partnerships (PPP) begeben m&uuml;ssen.<br>\nDie Druck- und Drohkulisse chronisch unterfinanzierter &ouml;ffentlicher Haushalte macht es zudem m&ouml;glich, im Bildungsbereich den Mechanismus der marktlichen Konkurrenz gezielt einzusetzen, um Prozesse im Sinne von Bertelsmann zu steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-14\/014.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lesen Sie dazu Vieles mehr in unserer Rubrik Sachfragen <a href=\"\/?cat=27\">&bdquo;Krake Bertelsmann<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"\/?cat=17%20\">Hochschulen &amp; Wissenschaft<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Linksextremismus <\/strong><br>\nDie Linksextremisten, hei&szlig;t es im Verfassungsschutzbericht 2006,<br>\n&ldquo;&hellip; wollen anstelle der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung eine sozialistische bzw. kommunistische Gesellschaft oder eine &lsquo;herrschaftsfreie&rsquo; anarchistische Gesellschaft etablieren und orientieren ihr politisches Handeln an revolution&auml;r-marxistischen oder anarchistischen Ideologien. Revolution&auml;r-marxistische Organisationen setzen auf traditionelle Konzepte eines langfristig betriebenen Klassenkampfes. Autonomes Selbstverst&auml;ndnis ist gepr&auml;gt von der Vorstellung eines freien, selbstbestimmten Lebens in &lsquo;herrschaftsfreien&rsquo; R&auml;umen. Entsprechend wird jede Form staatlicher oder gesellschaftlicher Normen abgelehnt.&rdquo; (9)<br>\nEs gibt sicher gewaltt&auml;tige Anarchisten, aber auch solche, die Gewaltfreiheit praktizieren. Sie bilden keine partei&auml;hnlichen Organisationen, sind Marxisten-Leninisten &auml;u&szlig;erst suspekt und k&ouml;nnen faktisch ihre &ldquo;autonomen R&auml;ume&rdquo; nur in pluralistischen demokratischen Systemen entfalten, die daf&uuml;r sowohl die rechtlichen als auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, beispielsweise Toleranz, bieten. Und offensichtlich herrscht in den Reihen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) trotz des Zusammenbruchs des sowjetsozialistischen Systems noch ein marxistisch-leninistisches, auf revolution&auml;re Umgestaltung des demokratischen (kapitalistischen) System gerichtetes Denken, wird das erst dann von Belang, wenn unter Berufung auf dieses Weltbild &ldquo;eine aktiv k&auml;mpferische, aggressive Haltung gegen&uuml;ber der bestehenden Ordnung&rdquo; (10) gegen den Kern der Verfassung geplant oder durchgef&uuml;hrt werden.<br>\nIn der oben zitierten Definition des Verfassungsschutzes wird von einer &ldquo;sozialistischen bzw. kommunistischen Gesellschaft&rdquo; gesprochen. Diese Gleichsetzung ist problematisch. Am Ende des 19. Jahrhunderts haben sich zwei Richtungen innerhalb der sozialistischen Bewegung herausgesch&auml;lt: die demokratisch sozialistische wollte das sozialistische Endziel, die Beseitigung des Kapitalismus, durch schrittweise Reformen in Politik und Wirtschaft erreichen. Die kommunistische, sp&auml;ter in der Kommunistischen Partei vertreten, propagierte dagegen die Umgestaltung der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft durch eine gewaltsame Revolution. Die eine Richtung verteidigte deshalb die demokratische Republik, w&auml;hrend die andere die inzwischen weltweit gescheiterte autorit&auml;re sowjetsozialistische oder totalit&auml;re kommunistische Ordnung anstrebte. (11) Politische Parteien wie die LINKE oder auch die SPD, in deren Programmen der Begriff zu finden ist, m&uuml;ssten theoretisch gew&auml;rtig sein, durch den Verfassungsschutz beobachtet zu werden. Deshalb b&ouml;te sich eine Spezifikation des Begriffs an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/themen\/UXBBFN,0,Extremismus_%96_Linksextremismus_%96_Rechtsextremismus.html\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><strong>Siehe auch die Dossiers zu Rehtsextremismus, Islamismus und Antisemitismus<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/themen\/ZY6Z3H%20\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>&Uuml;brigens<\/strong><br>\nSteffen Seibert, der k&uuml;nftige Regierungssprecher hat entgegen anderslautenden Berichten den Protestbrief der Mitarbeiter des ZDF nicht unterschrieben. Er wurde ihm nicht vorgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=48wPneWtaaM\">Erwin Pelzig YouTube (ab 5.40)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/07\/14\/100714_1754_f_mei1df_finanzmaerkte_regulierung_71_9114191.jpg\" alt=\"Finanzmaerkte\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/07\/14\/100714_1754_f_mei1df_finanzmaerkte_regulierung_71_9114191.jpg\">fr-online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: die spanische Reconquista im 21. 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