{"id":6198,"date":"2010-07-16T08:55:43","date_gmt":"2010-07-16T06:55:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6198"},"modified":"2010-07-16T08:55:43","modified_gmt":"2010-07-16T06:55:43","slug":"hinweise-des-tages-1182","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6198","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sparen oder anschieben; Politik zwingt Kommunen zum Rotstift; Absahner beim Finanzdisaster der BayernLB; Urteil gegen fr&uuml;heren IKB-Chef; Manager im Zwielicht; der Deal mit den K&ouml;lner Messehallen; zum Wohle anonymer Investoren; Schildknappen der Steuerhinterzieher; Knochenjob f&uuml;r 8,50 Euro; Kurzarbeit-Effekt l&auml;sst nach; &ldquo;B&uuml;rgerarbeit&rdquo; in Bremen; Laufzeitverl&auml;ngerung trotz Sicherheitsdefiziten; Patienten-Abgabe; Frankreich stoppt Autobahnbau; Maut; Flugsteuer; Hitzekollaps der Bahn; unsportliche WM-Nachbetrachtung; Focus-Chef Markwort stellt sich hinter Sarrazin. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Sparen oder anschieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Politik zwingt Kommunen zum Rotstift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Finanzdesaster der BayernLB &ndash;  Dubioser Beratervertrag kommt ans Licht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Prozess gegen diverse Banken in Italien vertagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Urteil gegen fr&uuml;heren IKB-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Manager im Zwielicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">PPP: Messehallen K&ouml;ln &ndash; Eine verh&auml;ngnisvolle Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Zum Wohle anonymer Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Schildknappen der Steuerhinterzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Knochenjob f&uuml;r 8,50 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kurzarbeiter-Effekt l&auml;sst nach: Industrie baut wieder Stellen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">B&uuml;rgerarbeit: Bremen schafft 200 Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Atomkraft &ndash; Laufzeitverl&auml;ngerung trotz Sicherheitsdefiziten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Regierungsberater fordern Patienten-Abgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Frankreich stoppt Bau neuer Autobahnen &ndash; Deutschland baut und baut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Pl&auml;doyer f&uuml;r Autobahngeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die deutsche Flugsteuer ist moderne Wegelagerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Hitzekollaps der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Eine unsportliche Nachbetrachtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Focus-Chef Markwort stellt sich hinter Sarrazin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em> <\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sparen oder anschieben<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>DGB: Finanzkrise: Verfehlte deutsche Gr&uuml;ndlichkeit<\/strong><br>\nDie Bundesregierung begeht einen schweren Fehler, wenn sie sich auf die L&ouml;sung der vermeintlichen Schuldenkrise konzentriert. Das wahre Problem ist, dass die Finankrise andauert.<br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht vorbei, auch wenn Frau Merkel sie f&uuml;r beendet erkl&auml;rt, auch wenn Bundesregierung, neoliberale &Ouml;konomenzunft und konservative Bl&auml;tter lieber von der Schuldenkrise reden.<br>\nDie dringend erforderliche Regulierung der Finanzm&auml;rkte und eine Kostenanlastung nach dem Verursacherprinzip, die Umkehrung der Umverteilung von unten nach oben und der Abbau der Ungleichgewichte &ndash; innerhalb der EU und global &ndash; werden zugunsten des Sparens auf die lange Bank geschoben. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik reduziert sich auf das &bdquo;solide&ldquo; Haushalten unter der Bedingung einer Schuldenbremse. Man tut das, was man am Besten zu k&ouml;nnen glaubt: Politik nach Kassenlage, Sozialk&uuml;rzungen statt Zukunftsinvestitionen.<br>\nAber: Ohne Investitionen wird es kein Wachstum, keine Jobs und kein Einkommen geben. Alles Sparen hilft nichts, wenn die Menschen immer weniger verdienen. Dann fehlt ihr Konsum, um f&uuml;r Wachstum, neue Arbeitspl&auml;tze und kr&auml;ftige Steuereinnahmen zu sorgen. Umso mehr, wenn sich der Staat ebenfalls einer Zwangsdi&auml;t bis hin zur fiskalischen Magersucht verschreibt. Die Bundesregierung will sich, aber auch uns alle, zur schw&auml;bischen Hausfrau umerziehen. Bescheidenheit als Tugend sollen alle praktizieren &ndash; nach dem Vorbild der Regierung. Dass der ganze Wirtschaftskreislauf zusammenbricht, wenn alle sparen und nicht konsumieren, leuchtet ihr nicht ein.<br>\nDamit nicht genug: Das Sparpaket der Bundesregierung startet faktisch einen Raubzug bei den &Auml;rmsten der Armen, um Wohltaten f&uuml;r die Wohlhabenden, Reichen und Finanzjongleure in diesem Land zu finanzieren. Sie will ausgerechnet bei denen das Geld f&uuml;r die Rettung der Zocker holen, die Opfer der Krise geworden sind. Ausgerechnet bei denen, die am wenigsten am Reichtum dieses Landes teilhaben. Daf&uuml;r werden Privilegien f&uuml;r Hoteliers, Bankmanager, Verm&ouml;gende und reiche Erben gew&auml;hrt. So verkommt die Bundesregierung zusehends zum Anwalt dieser Klientel und verst&auml;rkt eine der wesentlichen Ursachen der Krise.<br>\nDaf&uuml;r instrumentalisiert die Bundesregierung nicht nur die wegen der Krise aufgenommenen Schulden. Schlimmer noch: Der Anstieg der Staatsverschuldung wird nicht als eine Folge, sondern als Ursache der Krise in Deutschland und in Europa uminterpretiert. &bdquo;Wir haben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo; folgt dem &bdquo;Die Griechen haben in Saus und Braus gelebt&ldquo;.<br>\nDamit wird der Anstieg der Staatsverschuldung unabh&auml;ngig von der Krise als ein strukturelles Problem dargestellt, das man ein f&uuml;r allemal und mit der deutschen Gr&uuml;ndlichkeit einer Schuldenbremse bek&auml;mpft. Am besten &uuml;bernimmt die Weltgemeinschaft unsere Schuldenbremse, damit das Wachstum auf vermeintlich solide F&uuml;&szlig;e gestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++85062328-8ff4-11df-70b3-00188b4dc422%20\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Notenbank setzt auf Konjunkturspritzen<\/strong><br>\nIn Europa laufen die Konjunkturprogramme langsam aus, in den USA gehen sie dagegen wom&ouml;glich eine zweite Runde bevor. Wegen der schleppenden Erholung im Land denkt die Notenbank Fed zumindest stark &uuml;ber weitere St&uuml;tzen dieser Art nach.<br>\nDie Fed m&uuml;sse zus&auml;tzliche Schritte zur Belebung der Konjunktur in Erw&auml;gung ziehen, sollte sich der Ausblick sp&uuml;rbar eintr&uuml;ben, hei&szlig;t es in der am Mittwochabend ver&ouml;ffentlichten Mitschrift der Sitzung.<br>\nOffenbar blicken die Notenbanker bereits jetzt skeptischer auf die Wirtschaft als noch im Fr&uuml;hjahr: So senkten sie ihre Wachstumserwartung f&uuml;r dieses Jahr um einen Viertelprozentpunkt auf nun 3,25 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,706727,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;hrend man bei uns bei einem schwachen <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/05\/PD10__181__811,templateId=renderPrint.psml\">Wachstum von 1,7% (kalenderbereinigt von 1,6%) gegen&uuml;ber dem Vorjahr<\/a> (nach einem Einbruch von 5 % im Jahre 2009), den Ausstieg aus den Konjunkturprogrammen und einen Sparkurs einschl&auml;gt, sieht man in den USA bei einem Wachstum, das fast doppelt so hoch ist, wie bei uns, die Notwendigkeit zus&auml;tzlicher Schritte zur Belebung der Konjunktur.<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<li><strong>Michael Schlecht: Konjunktur anschieben<\/strong><br>\nDeutliche Steigerungen der Investitionen der Unternehmer, die f&uuml;r einen selbsttragenden Aufschwung charakteristisch sind, gibt es bislang nicht. Die Besserung kommt vor allem durch den Export. Der niedrige Euro hilft hierbei sowie eine erh&ouml;hte Nachfrage aus den USA und eine boomende Wirtschaft in Asien. Kein Wunder, denn diese L&auml;nder, vor allem der chinesische Drache, haben seit Beginn 2009 mit gigantischen Konjunkturprogrammen ihre Wirtschaft auf Trab gebracht. China d&auml;mpft mittlerweile seine boomende Wirtschaft, und in den USA ist die Erholung schon wieder ins Schlingern geraten.<br>\nEs kommt hinzu, dass alle EU-Staaten massive Sparprogramme aufgelegt haben. Das wird Europa nach unten dr&uuml;cken. Schlecht f&uuml;r Europa, schlecht aber auch f&uuml;r deutsche Exporte. Bislang wirkt noch das &ndash; zu schwache &ndash; deutsche Konjunkturprogramm und der Lageraufbau. Beides wird jedoch zum Jahresende an Wirkung verlieren. Wodurch soll dann die Konjunktur getragen werden? Der private Konsum ist viel zu schwach und bremst sie eher aus. Und die Finanz- und Bankenkrise ist nicht beendet. Die Institute parken wieder vermehrt Geld bei der Europ&auml;ischen Zentralbank statt es untereinander auszuleihen. Sie trauen sich wegen der Zweifel &uuml;ber die Qualit&auml;t ihrer Staatsanleihen nicht mehr &uuml;ber den Weg. Und noch immer liegen an die 100 Milliarden Euro an Giftm&uuml;ll in den Kellern der Banken. Vielleicht auch mehr.<br>\nVerantwortungsvolle Wirtschaftspolitik mu&szlig; jetzt die Konjunktur anschieben und gleichzeitig die Verschuldung zur&uuml;ckf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-16\/027.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Politik zwingt Kommunen zum Rotstift<\/strong><br>\nSt&auml;dtetags-Pr&auml;sidentin Petra Roth (CDU) erwartet f&uuml;r das laufende Jahr ein kommunales Rekorddefizit von 15 Milliarden Euro. Jede dritte deutsche Kommune musste schon f&uuml;r 2010 ein Haushaltssicherungskonzept verabschieden. Diese Kommunen k&ouml;nnen keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und m&uuml;ssen ihre gesamte Finanzplanung der jeweiligen regionalen Aufsichtsbeh&ouml;rde zur Genehmigung vorlegen. Sparen wollen die befragten Kommunen vor allem in den Bereichen Jugend- und Seniorenbetreuung. Die Stra&szlig;enbeleuchtung soll gedimmt und B&auml;der geschlossen werden. Einschr&auml;nkungen sind auch im Nahverkehr oder bei den &Ouml;ffnungszeiten der Kitas geplant (siehe Abbildung). \n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100716_rotschrift_kommunalen_leistungen.png\" alt=\"Rotschrift bei kommunalen Leistungen\"><\/p>\n<p>Die Finanznot f&uuml;hrt dazu, dass sich Kommunen nicht mehr demokratisch selbst verwalten k&ouml;nnen. Sie werden abh&auml;ngig von den Aufsichtsbeh&ouml;rden der L&auml;nder. Damit wird das verfassungsm&auml;&szlig;ige Recht auf kommunale Selbstverwaltung mit F&uuml;&szlig;en getreten.<br>\nDie Kommunen brauchen dringend mehr und stabilere eigene Einnahmen. Das geht nur &uuml;ber einen deutlichen Ausbau der Gewerbesteuer zu einer Gemeindewirtschaftsteuer. Das hei&szlig;t, auch Freiberufler wie &Auml;rzte, Anw&auml;lte oder Steuerberater sollen k&uuml;nftig diese Steuer bezahlen. Auch sie profitieren von der Infrastruktur ihrer Kommune. Da sie die Steuer in der derzeitigen Form ohnehin von der Einkommensteuer abziehen k&ouml;nnen, ist dies in erster Linie eine Umverteilung von Steueraufkommen hin zu den Kommunen. Bund und L&auml;nder k&ouml;nnen ihre Steuerausf&auml;lle problemlos und um ein Vielfaches wieder reinholen: z. B. &uuml;ber die Verm&ouml;gensteuer oder die Erh&ouml;hung der Spitzensteuersatzes. Im &Uuml;brigen brauchen die &auml;rmsten Kommunen dringend eine Entschuldung durch Bund und L&auml;nder.<br>\nKommunale Zuschl&auml;ge auf die Einkommen- oder K&ouml;rperschaftsteuern &ndash; wie sie derzeit in der Gemeindefinanzkommission diskutiert werden &ndash; lehnen die Gewerkschaften entschieden ab. Sie w&uuml;rden die Konkurrenz, den Standortwettbewerb der Kommunen um finanzkr&auml;ftige Einwohner bzw. Unternehmen so versch&auml;rfen, dass am Ende alle verlieren. &Uuml;brig blieben weniger Geld und weniger Kommune.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1777367c-8fe9-11df-70b3-00188b4dc422%20\">DGB Klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finanzdesaster der BayernLB &ndash;  Dubioser Beratervertrag kommt ans Licht <\/strong><br>\nF&uuml;r den desastr&ouml;sen Kauf der Hypo Group Alpe Adria durch die BayernLB haben Berater Millionen Euro bekommen.<br>\nAn dem Kauf der Hypo Group Alpe Adria durch die BayernLB hat die Rothschild Investmentbank acht Millionen Euro verdient. Rothschild sollte die BayernLB bei der Kaufentscheidung beraten. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks wurde ein Grundhonorar von rund einer halben Million Euro vereinbart &ndash; im Falle eines Kaufes wurde zus&auml;tzlich eine Erfolgspr&auml;mie in H&ouml;he von acht Millionen Euro in Aussicht gestellt und auch bezahlt.<br>\nGesamtverlust: 3,7 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayern1\/bayernmagazin\/regionalnews-bayernmagazin-bayern-lb-ID1278593534149.xml\">BR Bayern 1<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sie werden sich sicher daran erinnern: Wir haben immer gesagt, man sollte bei solchen Deals immer zuerst danach fragen, wer daran verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Prozess gegen diverse Banken in Italien vertagt<\/strong><br>\nIn Italien ist ein Prozess wegen Betrugs gegen die UBS, die Deutsche Bank und zwei weitere Banken bis September vertagt worden.<br>\nDie vier Banken sollen der Stadt hoch komplizierte und risikoreiche Finanzprodukte mit dem Argument verkauft haben, dass sie durch die Investition in die Papiere Geld spare. Mailand sch&auml;tzt die Verluste durch den mutmasslichen Betrug bislang auf 300 Mio EUR. Endg&uuml;ltig sei dies aber erst 2035 zu sagen, wenn der Vertrag ausl&auml;uft. Die Banken sollen an dem Gesch&auml;ft 100 Mio EUR verdient haben. Die Finanzinstitute weisen die Anschuldigungen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/news\/newsticker\/wirtschaft\/UBS\/Prozess_gegen_diverse_Banken_in_Italien_vertagt.html?cid=17964786%20\">swissinfo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Urteil gegen fr&uuml;heren IKB-Chef: N&uuml;chtern<\/strong><br>\nWer sich von dem Prozess gegen den fr&uuml;heren IKB-Chef Stefan Ortseifen eine Generalabrechnung mit dem Spekulationswahn der Banken erhofft hat, sieht sich entt&auml;uscht. Das Gericht ist der Versuchung nicht erlegen, der berechtigten Wut der Steuerzahler Genugtuung zu verschaffen. Sehr n&uuml;chtern hat sich die Vorsitzende Richterin Brigitte Koppenh&ouml;fer auf die Frage konzentriert, die das Gericht beurteilen kann: Ist Ortseifen als Vorstand einer b&ouml;rsennotierten Gesellschaft seiner Pflicht nachgekommen, die M&auml;rkte schnell und umfassend mit kursrelevanten Informationen zu versorgen. Offensichtlich nicht &ndash; und die Strafe daf&uuml;r fiel keineswegs milde aus. Im Nachhinein m&ouml;gen wir alle die Finanzkrise besser beurteilen k&ouml;nnen &ndash; ob Hybris, Unwissenheit oder schlicht Feigheit dahintersteckte, als Ortseifen die Belastung aus dem US-Immobilienprozess auf diese Weise herunterspielte, bleibt schwer zu beurteilen. Seiner Verantwortung gegen&uuml;ber Anlegern, Kunden und Mitarbeitern ist er damit jedenfalls nicht gerecht geworden. Und wohin mit der Wut derer, die am Ende die Zeche f&uuml;r die Zockereien der Banken zahlen m&uuml;ssen? Jedenfalls nicht vor die Gerichte, denn die Ursachen liegen nicht in ihrem Zust&auml;ndigkeitsbereich. Zur Verantwortung ziehen muss man Politiker und Aufsichtsbeh&ouml;rden. Sie waren es, die im Irrglauben an die &Uuml;berlegenheit der M&auml;rkte der Finanzbranche in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr Spielraum gaben, obwohl sie wussten, dass das Risiko letzten Endes immer der Steuerzahler tr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2848277&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Anna Sleegers geht sehr milde mit der Richterin um. Richtig ist wohl, dass das Strafrecht, gegen diese Art systemische Kriminalit&auml;t nicht die geeigneten Waffen besitzt. Was legal ist und wof&uuml;r es keine Gesetze gibt, kann eben nicht bestraft werden, auch wenn es noch so unmoralisch ist. Das Urteil ist dennoch milde, schon allein wenn man die Geldbu&szlig;e an den Einkommen misst. Die richtige Konsequenz aus diesem Urteil w&auml;re, strafrechtliche Grundlagen zu schaffen, die solche Zockereien mit angemessenen Strafen bewehren<\/em>.<\/p><\/li>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong> <\/p>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Manager im Zwielicht<\/strong><br>\nJuristische Konsequenzen der Arcandor-Pleite: Zahlreiche Vorw&uuml;rfe gegen Middelhoff<br>\nBei der 175-Millionen-Euro-Schadenersatzklage von Insolvenzverwalter Klaus Hubert G&ouml;rg gegen Middelhoff und zehn weitere Ex-Manager geht es &ndash; ebenso wie bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum &ndash; um Immobiliengesch&auml;fte, die Middelhoffs Vorg&auml;nger Wolfgang Urban mit der Privatbank Sal. Oppenheim und dem &ldquo;Maurerpolier&rdquo; Josef Esch auskl&uuml;ngelte.<br>\nWertvolle Immobilien in Leipzig, Potsdam, Wiesbaden, M&uuml;nchen und Karlsruhe wurden an den Oppenheim-Esch-Fonds verkauft. Unter Wert, glaubt Insolvenzverwalter G&ouml;rg. Nach aufwendigen Um- und Neubauten musste Karstadt sp&auml;ter stark &uuml;berh&ouml;hte Mieten zahlen. Ein ruin&ouml;ses Gesch&auml;ft, f&uuml;r das Middelhoff &amp; Co. sp&auml;ter Schadenersatz von Wolfgang Urban und seinem Management h&auml;tten fordern m&uuml;ssen, argumentiert G&ouml;rg.<br>\nMiddelhoff behauptet: Klagen gegen das Ex-Management h&auml;tten wenig Aussicht auf Erfolg gehabt, h&auml;tten dem Image des Konzerns auf dem Kapitalmarkt aber erheblich schaden k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nAuf eine Klage verzichtete Middelhoff auch gegen Josef Esch, den Projektentwickler. Esch soll dem Konzern n&auml;mlich Ausgleichsgesch&auml;fte in dreistelliger Millionenh&ouml;he versprochen haben. Doch statt der Gesch&auml;fte gab es von Esch eine Einmalzahlung von 25 Millionen Euro&hellip;.<br>\nDie Beziehung zwischen Middelhoff und Esch hatte sich sp&auml;testens ab 2001 entwickelt. Die Millionen, die er als Vorstandschef der Bertelsmann AG zur Belohnung f&uuml;r den Milliardengewinn aus dem Verkauf der AOL-Anteile kassiert hatte, legte er in Oppenheim-Esch-Fonds an &ndash; ausgerechnet in jenen Fonds also, die seinen sp&auml;teren Arbeitgeber so teuer zu stehen kamen. Diese Fondsanteile verkaufte er auch nicht, als er sp&auml;ter KarstadtQuelle-Chef wurde&hellip;.<br>\n W&auml;hrend von normalen Karstadt-Besch&auml;ftigten Selbstbeschr&auml;nkung und Verzicht verlangt wurde, zeigte Middelhoff bis zum bitteren Ende kein Mitleid mit der ihm anvertrauten Firma. Laut Wirtschaftswoche handelte er einen Bonus (Wert: 533.000 Euro), eine Abfindung (Wert: 1,54 Millionen Euro) und die Fortzahlung der Bez&uuml;ge f&uuml;r ein Jahr aus. 1,1 Millionen Euro sollte er zudem f&uuml;r eine zweij&auml;hrige Wettbewerbssperre erhalten. Bereits im Dezember 2008 hatte er dem Magazin zufolge 2,3 Millionen Euro als Sanierungspr&auml;mie (f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007) eingesteckt &ndash; obwohl Arcandor gerade dreistellige Millionenverluste schrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nw-news.de\/owl\/regionale_wirtschaft\/3650329_Manager_im_Zwielicht.html\">Neue Westf&auml;lische<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>PPP: Messehallen K&ouml;ln &ndash; Eine verh&auml;ngnisvolle Aff&auml;re<\/strong><br>\nIm nicht &ouml;ffentlichen Teil der Sitzung, in dem weder Zuschauer noch Journalisten zugelassen sind, beschlie&szlig;t der Stadtrat im Eilverfahren ein Gesch&auml;ft mit einer Grundst&uuml;cksgesellschaft unter dem Dach der Oppenheim-Esch-Holding. Der private Investor wird vier neue Messehallenbauen bauen und an die Stadt vermieten.<br>\nDas sind die Vertragsbedingungen: Der Oppenheim-Esch-Fonds soll 30 Jahre Miete von der Stadt erhalten; anfangs 20,7 Millionen Euro im Jahr, sp&auml;ter, angepasst an die allgemeine Preissteigerung, wird die Summe steigen. Die Stadt wiederum vermietet die Hallen an die Messe weiter.<br>\nDie Besonderheit: Falls ihr Tochterunternehmen Messe die Zahlungen nicht mehr leisten kann, verzichtet die Stadt auf das Geld. Dieses Risiko f&uuml;r den Steuerzahler &bdquo;kann nicht ausgeschlossen werden&ldquo;, teilt der damalige K&auml;mmerer Peter-Michael So&eacute;nius in seiner Beschlussvorlage mit. F&uuml;r die rund 30 Fonds-Zeichner, darunter Quelle-Erbin Schickedanz und Ex-Arcandor-Chef Middelhoff, ist das Vertragsgeflecht wie ein Lottogewinn: Einen bessere Miet-Garant als eine Gro&szlig;stadt wie K&ouml;ln d&uuml;rfte kaum zu finden sein.<br>\nIm Oktober 2009 entscheidet der Europ&auml;ische Gerichtshof: Die Auftragsvergabe war rechtswidrig. Das Gesch&auml;ft h&auml;tte ausgeschrieben werden m&uuml;ssen, da es sich tats&auml;chlich nicht um einen Mietvertrag gehandelt habe, sondern um einen Bauauftrag.<br>\nMan kann es auch so sehen: Die Luxemburger Richter bereiten der k&ouml;lschen Trickserei ein Ende. Weder Schramma noch So&eacute;nius sind zu der Zeit noch im Amt. Ihre Nachfolger, Oberb&uuml;rgermeister J&uuml;rgen Roters und K&auml;mmerer Norbert Walter-Borjans, sagen der EU-Kommission zu, die Angelegenheit innerhalb der gesetzten Frist bis zum 3. August 2010 zu bereinigen. Doch die Verhandlungen mit dem Oppenheim-Esch-Fonds scheitern.<br>\nDie Vertreter der Stadt wollen die Hallen kaufen oder einen neuen Mietvertrag abschlie&szlig;en. In jedem Fall m&uuml;sse die Kommune von den k&uuml;nftigen Vertragsbedingungen profitieren. Das lehnen die Gesellschafter des Fonds ab. Der Versto&szlig; gegen das Vergaberecht sei allein der Stadt K&ouml;ln anzulasten. Und deshalb k&auml;men nur solche L&ouml;sungen in Frage, bei denen die Investoren keine Nachteile h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1278950774563.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der ganze Zynismus liegt darin, dass nun der Oppenheim-Esch-Fonds den Versto&szlig; der Stadt K&ouml;ln anlasten will. Dazu muss man wissen, dass der heutige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer dieses Fonds also vormaliger Oberstadtdirektor der Stadt den ganzen Deal eingef&auml;delt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Zum Wohle anonymer Investoren<\/strong><br>\nAm 3. M&auml;rz 2009 st&uuml;rzte das K&ouml;lner Stadtarchiv, ein Geb&auml;ude von 55 Metern L&auml;nge, pl&ouml;tzlich in die davor liegende Baugrube der U-Bahn. Zwei Menschen wurden get&ouml;tet, mehrere Nachbarh&auml;user st&uuml;rzten ebenfalls ein oder mu&szlig;ten abgerissen werden. Ursache war, wie bald feststand, das ungenehmigte Abpumpen von Grundwasser an der Baustelle. Aber auch mehr als ein Jahr sp&auml;ter waschen alle Beteiligten ihre H&auml;nde in Unschuld. Beginnen wir mit den sogenannten Verantwortlichen in der Stadt K&ouml;ln und im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Nach dem Wahlsieg der schwarz-gelben Parteien im Jahre 1999 wurde in K&ouml;ln die Stadtverwaltung &raquo;verschlankt&laquo;, und alles h&ouml;rte auf das Zauberwort &raquo;Entb&uuml;rokratisierung&laquo;. In der Ratssitzung vom 23. Mai 2000 feierte Professor Rolf Bietmann von der CDU &raquo;das gr&ouml;&szlig;te Reformwerk der Verwaltung nach dem Zweiten Weltkrieg&laquo;. Die Verwaltung solle, so der ebenso wenig christliche wie demokratische Fraktionsvorsitzende und vielberatende Rechtsanwalt, &raquo;das, was besser und kosteng&uuml;nstiger au&szlig;erhalb der Verwaltung erledigt werden kann, auch au&szlig;erhalb erledigen&laquo;. Und der Vertreter der gelben Gefahr im K&ouml;lner Rathaus, Ralph Sterck, jubelte: &raquo;Die Investoren werden uns ewig dankbar sein!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/4bc8243111cbc\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Razzia bei der Credit Suisse: Schildknappen der Steuerhinterzieher<\/strong><br>\nL&auml;nder wie die Schweiz haben jahrelang davon gelebt, dass sie reichen Leuten, die dem heimischen Fiskus nicht geben wollten, was des Fiskus ist, eine Art Geldexil verschafft haben. Wer in der Schweiz &ndash; oder fr&uuml;her auch in Liechtenstein &ndash; sein Geld versteckte, konnte einigerma&szlig;en sicher sein, dass ihm die Steuer nicht auf die Schliche kam. Das Bankgeheimnis war ein Schutzschild f&uuml;r die Unehrlichen. Rechtshilfe wurde in solchen F&auml;llen abgelehnt.<br>\nWer davon lebt, dass er systematisch verschmutztes oder gar schmutziges Geld ins Land lockt, kann keine wei&szlig;en H&auml;nde behalten. Die jahrzehntelange Schwindelei funktioniert nicht mehr, weil Bankmitarbeiter heimlich Daten sammeln und als CD verkaufen.<br>\nIn Verhandlungen &uuml;ber Steuerabkommen wird von ausl&auml;ndischen Politikern immer wieder eine Amnestie f&uuml;r die eigenen Bankleute ins Spiel gebracht. Diese Amnestie darf es nicht geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/razzia-bei-der-credit-suisse-schildknappen-der-steuerhinterzieher-1.975162\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Knochenjob f&uuml;r 8,50 Euro<\/strong><br>\nKnapp 600.000 Pflegekr&auml;fte erhalten ab dem 1. August einen gesetzlichen Mindestlohn. Nach monatelangem Tauziehen billigte das Bundeskabinett am Mittwoch eine entsprechende Rechtsverordnung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).  Als verbindliche Untergrenze gilt k&uuml;nftig ein Stundenlohn von 8,50 Euro in den westdeutschen Bundesl&auml;ndern und Berlin sowie von 7,50 Euro in Ostdeutschland. Im Januar 2012 und im Juli 2013 werden die S&auml;tze noch einmal um jeweils 25 Cent angehoben.<br>\nDie Regelung, die ohne weitere Best&auml;tigung des Bundestags in Kraft treten kann, gilt bis Ende 2014. Damit ist auch die Forderung von Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) vom Tisch, den Pflege-Mindestlohn bis Ende 2011 zu befristen. Er wird aber &ndash; wie auch alle anderen Branchen-Mindestl&ouml;hne &ndash; im Verlauf des Jahres 2011 auf seine Wirkung &uuml;berpr&uuml;ft. Br&uuml;derle hatte urspr&uuml;nglich sein Veto eingelegt und das Verfahren damit verz&ouml;gert. Zun&auml;chst sollte der Mindestlohn f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte schon zum 1. Juli eingef&uuml;hrt werden. In Deutschland arbeiten derzeit etwa 800.000 Menschen in der Pflege, aber nicht alle von ihnen fallen unter die neue Regelung. Die Mindestlohn-Verordnung gilt nach Angaben des Arbeitsministeriums nur f&uuml;r Arbeitnehmer, die &uuml;berwiegend &ldquo;Grundpflegeleistungen&rdquo; erbringen. Dazu geh&ouml;ren etwa das Waschen der Patienten, Hilfe beim Anziehen oder Treppensteigen sowie die Zubereitung von Mahlzeiten und das F&uuml;ttern. Ausgeschlossen bleiben hingegen reine Haushaltshilfen sowie Auszubildende und Praktikanten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2846724&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR online<\/a>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Reich werden sie nicht<\/strong><br>\nDie Entscheidung, den Mindestlohn f&uuml;r Hilfskr&auml;fte in der Altenpflege umzusetzen, war &uuml;berf&auml;llig. Sie vernichtet auch keine Arbeitspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2848315_Kommentar-Reich-werden-sie-nicht.html\">FR online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> F&uuml;r das Dienstleistungssegment Altenpflege hat die FDP den Mindestlohn, trotz ideologischer Vorbehalte, z&auml;hneknirschend akzeptiert. Denn die Arbeitgeber werden von der schwarz-gelben Bundesregierung wegen der zunehmend um sich greifenden Deckelung der Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung f&uuml;r die zu erwartenden Zusatzkosten h&ouml;chstwahrscheinlich nicht in die Pflicht genommen.<br>\nF&uuml;r die Zeitarbeitsbranche hingegen verfolgt die FDP eine andere Taktik. <a href=\"\/?p=6185#h02\">Siehe Hinweise des Tages vom 15. Juli 2010, Ziffer 2<\/a>. Insbesondere die FDP sperrt sich gegen jeden Versuch, das von der deutschen Industrie ausgehende Lohndumping durch die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes zu unterbinden. Die Arbeitnehmer in Deutschland sowie in den &uuml;brigen Staaten der Eurozone h&auml;tten die Folgen einer solchen Politik voraussichtlich doppelt zu schultern:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Wegen der Entkoppelung der hiesigen L&ouml;hne und Geh&auml;lter von der Produktivit&auml;tsentwicklung. Diese Entwicklung geht, wie seit vielen Jahren zu beobachten, auch zu Lasten des deutschen Binnenmarktes.<\/em><\/li>\n<li><em>Wegen dem aus dem deutschen Lohndumping resultierenden Verlust an Wettbewerbsf&auml;higkeit bei den &uuml;brigen Staaten der Eurozone. Diese Entwicklung f&uuml;hrt entweder zu &ldquo;Transferleistungen&rdquo; (steuerfinanzierte &ldquo;Rettungspakete&rdquo;) an die unter au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichten leidenden Eurozonen-Staaten und \/ oder zu einem Druck auf das europ&auml;ische Lohn- und Gehaltsniveau sowie die Sozialleistungen. Eine solche Entwicklung w&uuml;rde mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer europ&auml;ischen deflation&auml;ren Abw&auml;rtsspirale m&uuml;nden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kurzarbeiter-Effekt l&auml;sst nach: Industrie baut wieder Stellen ab<\/strong><br>\nDer jobsichernde Effekt der Kurzarbeit l&auml;uft langsam aus. Der Abbau von Stellen wird zumindest in der deutschen Industrie wieder zum Normalfall. Dies zeigen die j&uuml;ngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes &uuml;ber die Entwicklung der Besch&auml;ftigung, der L&ouml;hne und der Arbeitskosten im Verarbeitenden Gewerbe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2848271&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>B&uuml;rgerarbeit: Bremen schafft 200 Stellen<\/strong><br>\nDie von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ins Leben gerufene B&uuml;rgerarbeit st&ouml;&szlig;t auch in Bremen auf breite Zustimmung. Ab kommendem Fr&uuml;hling werden etwa 200 Langzeitarbeitslose gemeinn&uuml;tzige Arbeit in der Hansestadt verrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/Druckansicht\/Bremen\/Vermischtes\/198446\/Buergerarbeit%3A+Bremen+schafft+200+Stellen.html\">Weserkurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Auch in Bremen werden die neuen Sklavenjobs eingerichtet, die B&uuml;rgerarbeit genannt werden. Mit 900 Euro Brutto werden die Betroffenen in der Regel zus&auml;tzlich auch noch Hartz IV beantragen m&uuml;ssen und stehen finanziell schlechter da, als wenn sie einen Ein-Euro-Job machen w&uuml;rden. ..Von einer Reduzierung oder gar Abschaffung der Ein-Euro-Jobs reden die bremischen Rotgr&uuml;nen schon lange nicht mehr. Die B&uuml;rgerarbeit in Bremen tr&auml;gt nebenbei noch zur Sanierung des Haushaltes bei, Bremen muss ja dann die Miet- und Heizkosten der B&uuml;rgerarbeiterInnen nicht mehr finanzieren. Nebenbei kann man den angek&uuml;ndigten massiven Personalabbau im &ouml;ffentlichen Dienst sicherlich auf die eine oder andere kreative Art mit Hilfe der B&uuml;rgerarbeit in Bremen abfedern. Und in der &Ouml;ffentlichkeit verkauft man das dann als soziale Errungenschaft (siehe den gek&uuml;rzten Artikel &ndash; im Vergleich zur Printausgabe) und die Arbeitslosenstatistik wird im Land Bremen um 410 Arbeitslose (200 in Bremen und 210 in Bremerhaven) bereinigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Atomkraft &ndash; Laufzeitverl&auml;ngerung trotz Sicherheitsdefiziten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Atomkraftwerke l&auml;nger am Netz lassen. Experten warnen vor hochgef&auml;hrlichen Sicherheitsdefiziten der gut 30 Jahre alten Meiler. Der T&Uuml;V betont, es werde ausreichend gepr&uuml;ft. Doch KONTRASTE deckt auf: An mindestens einem deutschen Atomkraftwerk wurden die Reaktordruckbeh&auml;lter seit Jahrzehnten nicht ausreichend kontrolliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_15_07\/atomkraft___laufzeitverlaengerung.html\">Kontraste rbb<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Besonders interessant ist, dass die Atomaufsicht ein Sprachrohr des   pr&uuml;fende T&Uuml;V ist, der wiederum eine AG ist, dessen Gesch&auml;ftsfeld die Pr&uuml;fung der Atomreaktoren ist, mit Auftr&auml;gen im dreistelliger Millionenbereich in den n&auml;chsten 8 Jahren. Zweidrittel der Aktien des T&Uuml;V S&uuml;d AG besitzen die Betreiber der umstrittenen Atomkraftwerke, E.on, Vattenfall und EnBW.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regierungsberater fordern Patienten-Abgabe<\/strong><br>\nPatienten k&ouml;nnten schon bald einen Eigenanteil an ihren Behandlungskosten &uuml;bernehmen m&uuml;ssen &ndash; zumindest, wenn es nach der regierungsnahe Monopolkommission geht. Das Gesundheitssystem solle &ldquo;um ein Element einer zwingenden Beteiligung von Patienten an den von ihnen verursachten Kosten&rdquo; erg&auml;nzt werden, sagte der Kommissionsvorsitzende Justus Haucap am Mittwoch in Berlin.<br>\nBislang entschieden sich Patienten unabh&auml;ngig von Kostenerw&auml;gungen f&uuml;r bestimmte Behandlungen. Eine allgemein verpflichtende Eigenbeteiligung k&ouml;nne dazu beitragen, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Auch hier m&uuml;sse aber das Solidarprinzip gelten, dass Gutverdiener st&auml;rker belastet werden als sozial Schwache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,706575,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ohne Moos keine Behandlung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Frankreich stoppt Bau neuer Autobahnen &ndash; Deutschland baut und baut <\/strong><br>\nFrankreich plant eine radikale Wende in der Verkehrspolitik: Von den 170 Mrd. Euro, die nach einem Regierungsplan in den kommenden zwei Jahrzehnten in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden sollen, sind 90 Prozent f&uuml;r Verkehrsmittel bestimmt, die Alternativen zum Flug- und Stra&szlig;enverkehr bieten sollen. Allein 85 Mrd. Euro und damit die H&auml;lfte des Geldes sollen in Trassen f&uuml;r Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge investiert werden. Mit zus&auml;tzlichen 53 Mrd. Euro soll die Infrastruktur f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr ausgebaut werden. F&uuml;r neue Nationalstra&szlig;en sind lediglich 4,5 Prozent des Geldes eingeplant.<br>\n&bdquo;W&auml;hrend Frankreich faktisch den Bau neuer Autobahnen stoppt und mit aller Kraft auf den Ausbau des effizienten Schienenverkehrs setzt, wird in Deutschland immer noch Jahr f&uuml;r Jahr dreimal soviel Geld f&uuml;r den Bau neuer Autobahnen und Bundesstra&szlig;en ausgegeben wie f&uuml;r den Bau neuer Schienenwege&ldquo;, kritisierte Allianz pro Schiene-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. Aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen Bundestagsfraktion geht hervor, dass der deutsche Staat von 2006 bis 2010 insgesamt 13,2 Milliarden Euro in den Neu- und Ausbau von Autobahnen und Bundesstra&szlig;en investiert hat, in den Neu- und Ausbau von Bundesschienenwegen dagegen lediglich 4,3 Milliarden Euro. &bdquo;Pro Kopf und Jahr zahlt jeder Deutsche 13 Euro f&uuml;r den Bau neuer Autobahnen und Bundesstra&szlig;en und lediglich 4 Euro f&uuml;r den Ausbau des Schienennetzes. Diese einseitige Bevorzugung des Stra&szlig;enbaus durch die Bundesregierung ist nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;&ldquo;, monierte der Allianz pro Schiene-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/2010\/033-frankreich-stoppt-autobahnbau\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pl&auml;doyer f&uuml;r Autobahngeb&uuml;hren: Wer traut sich Maut?<\/strong><br>\nSie w&auml;re sinnvoll und br&auml;chte Milliardeneinnahmen: Es ist Zeit f&uuml;r eine Pkw-Maut. Leider f&uuml;rchten sich Politiker aller Couleur noch immer vor dem Zorn der Autolobby. Das m&uuml;ssen sie nicht &ndash; angesichts der Haushaltskrise d&uuml;rften die meisten W&auml;hler auf ihrer Seite sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/0,1518,706339,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.H.:<\/strong> Ich bin heute morgen auf Spiegel-Online auf einen Artikel gesto&szlig;en, der mich aufgrund vieler suggestiver und unbewiesener Aussagen sauer gemacht hat. Es ist zwar ein Kommentar und somit per se subjektiv, das macht es aber in meinen Augen nicht besser, zumal es mir so vorkommt, als w&uuml;rden Standpunkte anderer nur allzu unkritisch wiedergegeben, was sich durch inhaltliche Widerspr&uuml;che noch untermauern l&auml;sst. Mir kommt beim Lesen von immer mehr Artikeln in den Medien immer gleich die Frage hoch: &ldquo;Von wem ist der nur wieder angestiftet worden und l&auml;sst sich als Sprachrohr missbrauchen.&rdquo;<br>\nHier nur einige der Stellen, die mir aufgesto&szlig;en sind: &ldquo;Arbeitslose m&uuml;ssen bluten, Elterngeld wird eingedampft [&hellip;]. Nur wenige gesellschaftliche Gruppen kommen ungeschoren davon. Eine davon sind die Autofahrer.&rdquo; &ldquo;F&uuml;r jeden sollte inzwischen offenkundig sein, dass es nicht weitergehen kann wie bisher. Alle m&uuml;ssen sich die Frage gefallen lassen, ob es nicht eine Nummer kleiner geht. Alle m&uuml;ssen einen Beitrag leisten, die Verschuldung zu reduzieren.&rdquo; (auf jedes beliebige Thema anwendbar dieser Tage) &ldquo;Unter Gesichtspunkten des Klimaschutzes etwa w&auml;re es &auml;u&szlig;erst sinnvoll, jene Fahrer st&auml;rker zu Kasse zu bitten, die mit ihrem Auto viele Kilometer abrei&szlig;en&hellip;&rdquo; und sp&auml;ter &ldquo;Die [Maut] bringt nicht nur zus&auml;tzliche Einnahmen f&uuml;r die Staatskasse, sondern l&ouml;st nebenbei ein Problem, das zuk&uuml;nftigen Finanzministern noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird: das der Elektroautos. Mit denen kann man n&auml;mlich von Flensburg bis Konstanz fahren, ohne daf&uuml;r einen einzigen Cent Mineral&ouml;lsteuer zu zahlen.&rdquo; (Oh, wenn da mal nicht die innovative und umweltfreundliche Autolobby dahintersteckt&hellip; Die vielen Elektroautos machen uns ja derzeit die meisten Sorgen, da dem Staat so ja ungeheure Einnahmen entgehen&hellip; Darf eigentlich jeder &hellip; Journalist werden?). Und wer im &uuml;brigen glaubt, dass mit der Einf&uuml;hrung einer PKW-Maut die KFZ- oder Mineral&ouml;lsteuer gesenkt oder gar abgeschafft w&uuml;rde&hellip; &ndash; der tut mir eigentlich nur leid.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> &Uuml;ber die Maut kann man streiten. &Uuml;berlegenswert w&auml;re eher eine sehr hohe Kraftfahrtzeug-Steuer f&uuml;r Fahrzeuge mit hohen Schadstoffemissionen, um Automobilkonzerne zur Entwicklung sparsamer und schadstoffarmer Fahrzeuge zu animieren.<br>\nDie aufgef&uuml;hrten Textbausteine, die unser Leser hier zitiert und kommentiert, sind in der Tat suggestiv, banal und trivial und kaum niveauvoller als manche Meinungsmache einer BILD-Zeitung.<br>\nZum Thema &ldquo;Von wem ist der nur wieder angestiftet worden und l&auml;sst sich als Sprachrohr missbrauchen.&rdquo; ist es hin und wieder empfehlenswert, zu den Hintergr&uuml;nden einer Autorin bzw. eines Autoren zu recherchieren. Da sto&szlig;en Sie mal auf einen zum Journalisten umgeschulten Ex-Unternehmensberater (<a href=\"\/wp-print.php?p=4391\">auch beim Spiegel<\/a>) oder einen als Redakteur getarnten Universit&auml;tsprofessor mit <a href=\"\/wp-print.php?p=4386#h10\">Verbindung zur Versicherungslobby<\/a>. Aber Spiegel-Autor <a href=\"http:\/\/www.netzfundbuero.de\/autor\/\">Tom Hillenbrand<\/a> scheint &bdquo;nur&ldquo; Spiegel-Autor und Autofan zu sein.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die deutsche Flugsteuer ist moderne Wegelagerei<\/strong><br>\nDie neue Luftfahrtsteuer schadet nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Umwelt und vor allem den Reisenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article8482335\/Die-deutsche-Flugsteuer-ist-moderne-Wegelagerei.html?print=true#reqdrucken\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kein an den Haaren herbeigezogenes &ldquo;Argument&rdquo; ist bl&ouml;d genug, um nicht in diesem Artikel verwurstet zu werden&hellip; Wie kann man so etwas Bescheuertes behaupten, dass tats&auml;chlich jemand wegen 10 oder 20 Euro Aufschlag auf den Flugpreis ins Auto umsteigt (?) oder z. B. statt von M&uuml;nchen von Prag, statt von K&ouml;ln von Br&uuml;ssel abfliegt (plus 2 x 3 Stunden Fahrtzeit, plus 2 x 40 Euro Fahrtkosten)? &ldquo;Airlines leisten bereits einen Umweltschutzbeitrag&rdquo; &ndash; unfa&szlig;bar.  Aber eine interessante Bereicherung der &ldquo;Standortdebatte&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Wer au&szlig;erdem schreibt &bdquo;Zudem ist empirisch nachgewiesen &hellip;&ldquo;, sollte die Quelle des empirischen Nachweises nennen; alles Andere ist unseri&ouml;s.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hitzekollaps der Bahn <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Klimaanlagen offenbar nur bis 32 Grad ausgelegt<\/strong><br>\nBei der Deutschen Bahn gab es erneut Hitzeprobleme bei Fernz&uuml;gen. Jetzt soll sich der Bundestag mit dem Dauerproblem befassen. Hat die Bahn ihre gesetzliche &ldquo;Sicherheitsverpflichtung&rdquo; verletzt? Daf&uuml;r gibt es Anhaltspunkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/klimaanlagen-offenbar-nur-bis-32-grad-ausgelegt\/1884052.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Bahn: Ein Fall von fahrl&auml;ssiger K&ouml;rperverletzung?<\/strong><br>\nNach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) und des Fahrgastverbandes Pro Bahn k&ouml;nnten die defekten Klimaanlagen bei der Deutschen Bahn ein Fall von &ldquo;fahrl&auml;ssiger K&ouml;rperverletzung&rdquo; sein. Wenn Meldungen stimmen, wonach die Klimaanlagen der ICEs nur bis 32 Grad ausgelegt sind und die Bahn dies wusste, ist dies ein Skandal und gegebenenfalls ein strafrechtlicher Tatbestand. Der vzbv pr&uuml;ft die M&ouml;glichkeit einer Strafanzeige gegen die Deutsche Bahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1349\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/li>\n<p><strong>Und weiter dazu:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Bahn-Berater Brunnhuber &uuml;ber das Hitze-Drama: &ldquo;Niemand ging von 35 Grad aus&rdquo; <\/strong><br>\nWer ist Schuld am ICE-Hitze-Chaos? Im stern.de-Interview spricht der Bahn-Sonderbeauftragte Brunnhuber &uuml;ber die Klimaanlagen, die Kunden, Imagesch&auml;den und die Stimmung von Bahnchef Grube.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/bahn-berater-brunnhuber-ueber-das-hitze-drama-niemand-ging-von-35-grad-aus-1583634-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Herr Brunnhuber, wenn ich als PkW-F&uuml;hrer mein Fahrzeug in einem Zustand betreibe, mit dem ich Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer\/innen gef&auml;hrde, mache ich mich strafbar. Mit der Gelassenheit, mit der Sie Forderungen entgegen sehen, beleidigen Sie alle Fahrg&auml;ste und die Opfer solcher Zugfahrten im Besonderen. Au&szlig;erdem ist Ihre Aufgabe die des Sonderbeauftragten f&uuml;r Beratung und politische Kommunikation; Sie sind weder Meteorologe noch Wartungstechniker &ndash; insofern beleidigen Sie unsere Intelligenz.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Eine unsportliche Nachbetrachtung<\/strong><br>\nDie 19. Fu&szlig;ballweltmeisterschaft ist mit der Findung des neuen und erstmaligen Weltmeisters Spanien vorbei. Manche sind heilfroh und manche werden auf Entzug sein, wenn erst mal keine Fu&szlig;ballspiele mehr im TV &uuml;bertragen werden. Die Berichterstattung vor allem aus den TV-Anstalten war zum Teil unertr&auml;glich. Eine Stunde vor dem Spiel und eine Stunde nach dem Spiel wurden Vorberichte und Nachberichte von Fanmeilen und vermeintlichen Fachleuten oder Politikerk&ouml;pfen gesendet. Manchmal hatte man den Eindruck, das zu &uuml;bertragende Spiel ist dabei eine Nebensache! Aber egal wie man es bewertet, das gr&ouml;&szlig;te Sportereignis der Welt hat &uuml;ber 4 Wochen hinweg auch weltweit Millionen Menschen bewegt. Bewegt hei&szlig;t in diesem Fall emotional und physisch. Eine neue Form der &bdquo;Bewegung&ldquo;an solchen Gro&szlig;ereignissen hat sich endg&uuml;ltig etabliert: Die Beteiligung an den sogenannten Public Viewing&acute;s&hellip;.<br>\nDas erstaunliche daran ist, das diese Public Viewing&acute;s in solchen Massen meist friedlich und entspannt verlaufen. Allerdings gibt es in Deutschland eine kleine Gruppe von Menschen, die mit solchen Ereignissen wenig bis gar nichts anfangen k&ouml;nnen. Erschrocken &uuml;ber die Massen an Deutschlandfahnen und Deutschlandtrikots usw. bef&uuml;rchten und propagieren sie einen neuen aufkommenden Nationalismus in Deutschland! In den entsprechenden meist linken Medien werden Sozialwissenschaftler und deren Untersuchungen bem&uuml;ht und zitiert, die solche Bef&uuml;rchtungen st&uuml;tzen. Es wird von Fahnenschwenkern gemunkelt, die sich von den Massenmedien haben gleichschalten lassen, von Ausgrenzungen anderer Nationen und entpolitisierten Massen.<br>\nNiemand muss diese Massenspektakel oder die F&auml;hnchenschwenkerei gut finden. Es ist auch nicht verwerflich, genau hinzugucken, wenn nationale Symbole bei Veranstaltungen aller Art eingesetzt werden.<br>\nAber hier wird mit einem vermeintlich aufkommenden &bdquo;gef&auml;hrlichen&ldquo; Nationalismus argumentativ mit Kanonen auf Spatzen geschossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15390\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu: <a href=\"\/?p=6049\">Reaktionen auf &bdquo;Das Schwenken der Fahnen &ndash; eine Ein&uuml;bung in Gleichschaltung f&uuml;r alles M&ouml;gliche&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Focus-Chef Markwort stellt sich hinter Sarrazin<\/strong>\n<p><strong>&Auml;rger, weil einer die Wahrheit sagt<\/strong><br>\nSarrazin, Vorstandsmitglied der Bundesbank und fr&uuml;herer Finanzsenator von Berlin, soll wegen seiner Hypothese bestraft werden, die Deutschen w&uuml;rden immer d&uuml;mmer, weil viele Menschen aus &ndash; wie es hei&szlig;t &ndash; bildungsfernen Schichten bei uns einwandern&hellip;<br>\nFalls Thilo Sarrazin wegen des Aussprechens der Wahrheit tats&auml;chlich angeklagt wird, m&uuml;sste wahrscheinlich durch Gutachten nachgewiesen werden, wie Einwanderer das Bildungsniveau eines Volkes heben oder senken k&ouml;nnen. Jeder wei&szlig; es, aber es steht noch nicht in den Akten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/magazin\/tagebuch\/chefredakteur-helmut-markwort-aerger-weil-einer-die-wahrheit-sagt_aid_529207.html%20\">Focus Tagebuch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diesen Hinweis bringen wir nur deshalb, f&uuml;r den Fall, dass jemand noch nicht erkannt haben sollte wes Geistes Kind der bisherige Chefredakteur und Herausgeber des Magazins &ldquo;Focus&rdquo; ist. An solchen &Auml;u&szlig;erungen mag man auch erkennen, wie dumm seine Parole &ldquo;Fakten, Fakten, Fakten&rdquo; ist. Er schlie&szlig;t von der Verursachung der oberfl&auml;chlichen Wirklichkeit auf die Ursachen f&uuml;r die gesellschaftliche Realit&auml;t. Das ist ungef&auml;hr die gleiche Logik, wie: Alle Arbeitslosen arbeiten nicht und weil sie nicht arbeiten sind sie fauler als die anderen. Das ist ein  Positivismus, der das Bestehende legitimiert und die Politik bzw. die Verursacher f&uuml;r die bestehenden Verh&auml;ltnisse aus der Verantwortung nimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sparen oder anschieben; Politik zwingt Kommunen zum Rotstift; Absahner beim Finanzdisaster der BayernLB; Urteil gegen fr&uuml;heren IKB-Chef; Manager im Zwielicht; der Deal mit den K&ouml;lner Messehallen; zum Wohle anonymer Investoren; Schildknappen der Steuerhinterzieher; Knochenjob f&uuml;r 8,50 Euro; Kurzarbeit-Effekt l&auml;sst nach; &ldquo;B&uuml;rgerarbeit&rdquo; in Bremen; Laufzeitverl&auml;ngerung trotz Sicherheitsdefiziten; Patienten-Abgabe; Frankreich stoppt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6198\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6198"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6204,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6198\/revisions\/6204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}