{"id":62018,"date":"2020-06-15T13:00:31","date_gmt":"2020-06-15T11:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62018"},"modified":"2020-06-15T14:48:01","modified_gmt":"2020-06-15T12:48:01","slug":"digitalisierung-im-konjunkturpaket-corona-krise-oder-krise-des-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62018","title":{"rendered":"Digitalisierung im Konjunkturpaket: \u201eCorona-Krise\u201c oder Krise des Kapitalismus?"},"content":{"rendered":"<p>Das &bdquo;Konjunkturpaket&ldquo; wird in der &ouml;ffentlichen Diskussion vor allem unter dem Aspekt der Steuerminderungen betrachtet, die Familien mit Kindern und Kommunen entlasten w&uuml;rden. &Uuml;ber die fragw&uuml;rdigen im &bdquo;Eckpunktepapier&ldquo; dargelegten Projekte und Finanzbedarfe der Digitalisierung wird dagegen diskret geschwiegen. Von <strong>Rudolph Bauer<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em><strong>Vorbemerkung der Redaktion:<\/strong> Der ansonsten informative Beitrag enth&auml;lt leider im Teil &bdquo;Fazit und Ausblick&ldquo; &ndash; Verzeihung: &ndash; bei Karl Marx entlehnte Spr&uuml;che und Behauptungen, die die analytische Kraft des Beitrags schw&auml;chen.<\/em><\/p><p>Zum aktuellen <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Schlaglichter\/Konjunkturpaket\/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=9\">&bdquo;Eckpunktepapier&ldquo; des &bdquo;Corona-Konjunkturpakets&ldquo;<\/a> und dazu, warum die Bundesregierung die Digitalisierung f&ouml;rdert, ist festzustellen: Die Unternehmen und Akteure des Digital- und &Uuml;berwachungskapitalismus [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] k&ouml;nnen mit weiteren Milliardengewinnen und einer enormen Ausweitung ihrer heute kaum noch kontrollierbaren Macht rechnen. Durch die Hintert&uuml;r der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; kommen sie weltweit in den Genuss der Ausweitung ihrer M&auml;rkte und zu einer Unzahl neuer Auftr&auml;ge und Profitm&ouml;glichkeiten, die sie nicht zuletzt durch den Zugriff auf pers&ouml;nliche und andere Daten unterschiedlichster Art generieren. Aktuell verspricht die Regierung der Bundesrepublik den Digitalgiganten in ihrem am 3. Juni verabschiedeten Eckpunktepapier milliardenschwere Auftragsvolumina. &Uuml;berschrieben ist das Papier mit dem irref&uuml;hrenden Merksatz &bdquo;Corona-Folgen bek&auml;mpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsf&auml;higkeit st&auml;rken&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>].<\/p><p>Angesichts dieses propagandahaften Leitmottos stellen sich Fragen, die das ver&ouml;ffentlichte Papier an keiner Stelle beantwortet: Wessen Wohlstand soll aus Steuergeldern gesichert werden? Wessen Zukunftsf&auml;higkeit &ndash; was immer das ist &ndash; bedarf einer staatlichen St&auml;rkung? Sind es wirklich nur die &bdquo;Corona-Folgen&ldquo;, gegen die staatlicherseits angek&auml;mpft wird? Was ist darunter zu verstehen, dass sie &bdquo;bek&auml;mpft&ldquo; werden? Wird ausschlie&szlig;lich gegen die &bdquo;Corona-Folgen&ldquo; vorgegangen? Gegen welche genau und in wessen Interesse? Warum werden nicht die Ursachen erforscht und &bdquo;bek&auml;mpft&ldquo;?<\/p><p>W&auml;hrend in der allgemeinen &ouml;ffentlichen Resonanz auf das Papier die vermehrte Aufmerksamkeit insbesondere den Ma&szlig;nahmen zur Steuerminderung [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] f&uuml;r Familien mit Kindern und f&uuml;r die Kommunen geschenkt wird, wird &uuml;ber die im Eckpunktepapier enthaltenen Projekte und Finanzbedarfe der Digitalisierung diskret geschwiegen. Absicht oder Gleichg&uuml;ltigkeit?<\/p><p>Das Tabu der durch den Staat kurzfristig beschlossenen Digital-F&ouml;rderung in Milliardenh&ouml;he weckt den Verdacht verdeckter Subventionen. Soll der werkt&auml;tigen Bev&ouml;lkerung durch die in Paketform verschn&uuml;rten Ma&szlig;nahmen und vorbei am Parlament sowie ohne Debatte in der &Ouml;ffentlichkeit die Finanzierung eines viele Euro-Milliarden teuren Zuschusses aus Steuermitteln aufgeb&uuml;rdet werden? Warum werden auf diese Weise und in solchem Umfang die Gewinne des Digital- und &Uuml;berwachungssektors maximiert &ndash; eines Sektors, der sich bekanntlich weitgehend von jeder Steuerb&uuml;rde zu befreien wei&szlig;?<\/p><p>Es stellen sich daher weitere Fragen: Wer hat an dem Eckpunktepapier &bdquo;mitgeschrieben&ldquo;? Welche Ministerien und ministeriellen Abteilungen waren an der Entstehung des Konzepts beteiligt? Welche Lobby-Kr&auml;fte haben Einfluss genommen? Bzw. mit Hilfe welcher von der Digitalindustrie gef&ouml;rderten Organisationen wurde das Papier erstellt? [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Nicht alle dieser Wissensl&uuml;cken lassen sich ohne Insider-Kenntnisse beantworten. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Ein erster Schritt f&uuml;r zumindest mehr Transparenz ist es zun&auml;chst, das Eckpunktepapier unter der Fragestellung auszuwerten, welche digitalen Entwicklungsbereiche staatlich bezuschusst und\/oder aus der staatlichen Kontrolle entlassen werden sollen. Die im Papier daf&uuml;r vorgesehenen Posten lassen sich geb&uuml;ndelt folgenden drei Vorhaben zuordnen: 1. dem weiteren Ausbau der bereits vorhandenen digitalen Infrastruktur; 2. der Entwicklung und Einrichtung neuer digitaler Technologien; 3. der F&ouml;rderung der Digitalisierung in einer Reihe von gesamtgesellschaftlich relevanten Bereichen wie z. B. der Wirtschaft, der Kultur, der Politik und Verwaltung, dem Schul- und Gesundheitswesen sowie dem Milit&auml;r.<\/p><p><strong>Weiterer Ausbau der bereits vorhandenen digitalen Infrastruktur<\/strong><\/p><p>Mit mehr als 3,65 Milliarden Euro sollen vier bisher vernachl&auml;ssigte bzw. nicht abgeschlossene Entwicklungsma&szlig;nahmen finanziell unterst&uuml;tzt werden: die Schaffung der technischen Voraussetzungen f&uuml;r den fl&auml;chendeckenden Online-Zugang und f&uuml;r die Sicherstellung des Mobilfunkzugangs auf den Schienenwegen, der Glasfaser-Breitbandausbau sowie das &bdquo;Smart City&ldquo;-Programm.<\/p><p>Den gr&ouml;&szlig;ten Posten beim Ausbau der vorhandenen Infrastruktur bildet mit drei Milliarden Euro die Unterst&uuml;tzung der Bundesl&auml;nder und der Kommunen bei der z&uuml;gigen Gew&auml;hrleistung des fl&auml;chendeckenden Online-Zugangs. Geringere Beitr&auml;ge sind veranschlagt f&uuml;r die Verbesserung des Mobilfunk-Empfangs entlang der 39.000 Kilometer Schienenwege durch Umr&uuml;stung bei den 450 zugelassenen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Ferner sind die Aufstockung des &bdquo;Smart City&ldquo;-Programms um weitere 500 Millionen Euro vorgesehen sowie der Glasfaser-Breitbandausbau in nicht wirtschaftlichen Bereichen.<\/p><p>Letzterer soll sowohl durch die Bereitstellung von Mitteln als auch durch die &bdquo;Entb&uuml;rokratisierung&ldquo; des F&ouml;rdersystems beschleunigt werden. W&auml;hrend die genannten Ausbau-Ma&szlig;nahmen dazu beitragen werden, die digitale Versorgungsstruktur f&uuml;r die Verkehrsteilnehmer und die Bev&ouml;lkerung auf dem flachen Land zu verbessern, dient &bdquo;Smart City&ldquo; vor allem urbanen Belangen der technologischen Aufr&uuml;stung: der &Uuml;berwachung im st&auml;dtischen Raum sowie der Belebung von Konsum und urbanem Shopping in den Innenst&auml;dten.<\/p><p>Die Kritik am &bdquo;Smart City&ldquo;-Programm unterstreicht, dass es konzeptionell &ndash; trotz gegenteilig &bdquo;gr&uuml;ner&ldquo; Intentionen der smarten &bdquo;Entschleunigung&ldquo; &ndash; weiterhin der kapitalistischen Wachstumslogik unterliegt und den Klimawandel negativ beeinflusst. 2018 erhielt das Konzept der &bdquo;Smart City&ldquo; deshalb den deutschen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Big_Brother_Awards\">Big Brother Award<\/a> in der Kategorie PR &amp; Marketing. Die Begr&uuml;ndung lautet, das Konzept ziele ab auf eine &bdquo;mit Sensoren gepflasterte, total &uuml;berwachte, ferngesteuerte und kommerzialisierte Stadt. &sbquo;Smart Cities&lsquo; reduzieren B&uuml;rger auf ihre Eigenschaft als Konsumenten, machen Konsumenten zu datenliefernden Objekten und unsere Demokratie zu einer privatisierten Dienstleistung.&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Diese Entwicklung wie auch die anderen Ma&szlig;nahmen zum Ausbau der bereits vorhandenen digitalen Infrastruktur haben in &ouml;konomischer Hinsicht zur Folge, dass die gro&szlig;en Konzerne der Digitalindustrie ihren Kundenstamm zu erweitern und noch st&auml;rker an sich zu binden verm&ouml;gen. Das betrifft sowohl die unmittelbaren Kunden in Gestalt der Nutzer\/innen (Endverbraucher) wie auch jene Klienten, die an Werbung f&uuml;r ihre Angebote, am Ankauf von Daten &uuml;ber die Verbraucher\/innen sowie am (online-)Verkauf ihrer via Amazon auslieferbaren Produkte und Handelwaren interessiert sind.<\/p><p><strong>Entwicklung und Einrichtung neuer digitaler Technologien<\/strong><\/p><p>Weitere elf Milliarden Euro sind f&uuml;r die Entwicklung und Einrichtung digitaler &bdquo;Zukunftstechnologien&ldquo; vorgesehen. Finanziell gef&ouml;rdert werden hier die 5G- und 6G-Technologie [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>], die Quantentechnologie [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] sowie die K&uuml;nstliche Intelligenz (KI) [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]. Fragen hinsichtlich einer wissenschaftlichen Absch&auml;tzung der mit diesen Neuerungen verbundenen Technik- bzw. Technologiefolgen (z. B. Gesundheits-, &Uuml;berwachungs- und Spionagerisiken) werden nicht angesprochen. Die F&ouml;rderung einer entsprechenden, gar kritischen Forschung ist nicht vorgesehen.<\/p><p>Die Ma&szlig;nahmen im Zusammenhang mit der 5G- und 6G-Technologie-Entwicklung haben zwei Schwerpunkte. Zum einen soll bis 2025 der Ausbau eines fl&auml;chendeckenden 5G-Netzes in ganz Deutschland gef&ouml;rdert werden, u. a. durch den Aufbau einer mit f&uuml;nf Milliarden Euro ausger&uuml;steten Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes. Andererseits sollen &bdquo;innovative Unternehmen&ldquo; bei der Entwicklung und Erprobung neuer, softwaregesteuerter Netztechnologien mit einem Finanzvolumen von zwei Milliarden Euro gef&ouml;rdert werden. Eine &bdquo;Erleichterung des Markteintritts&ldquo; dieser Firmen soll u. a. auch im Rahmen der &bdquo;&Uuml;berpr&uuml;fung regulatorischer Ma&szlig;nahmen&ldquo; auf nationaler und europ&auml;ischer Ebene erfolgen. Damit werden demokratische Genehmigungs- und Kontrollm&ouml;glichkeiten weitgehend, wenn nicht v&ouml;llig unterlaufen,<\/p><p>Im Bereich der Quantentechnologie soll die staatliche F&ouml;rderung mit zwei Milliarden Euro dazu beitragen, dass die Bundesrepublik &bdquo;wirtschaftlich und technologisch an der Weltspitze konkurrenzf&auml;hig ist&ldquo;. Die geplanten Investitionen in KI werden bis 2025 von drei Milliarden Euro auf insgesamt f&uuml;nf Milliarden erh&ouml;ht. Neben der Aufstockung bestehender Programme [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] werden zus&auml;tzliche Supercomputer angeschafft, &bdquo;um dem Bedarf an Rechenkapazit&auml;t gerecht zu werden sowie die systematische digitale Bereitstellung von Daten bisher nicht zug&auml;nglicher Datenpools &ndash; gegebenenfalls in Echtzeit &ndash; f&uuml;r KI-Anwendungen zu erm&ouml;glichen&ldquo;.<\/p><p>Wie bei 5G wird bei der F&ouml;rderung neuer digitaler Technologien mit keinem Wort die Notwendigkeit einer zus&auml;tzlichen Voraus- oder\/und Begleitforschung in Erw&auml;gung gezogen. Es wird auch nichts dar&uuml;ber ausgesagt, durch wen und anhand welcher Kriterien die Mittel- bzw. Auftragsvergabe erfolgt. Ebenso bleibt offen, ob und in welchem Umfang Unternehmensgewinne aus Patenten, Anwender- und Geb&uuml;hrenzahlungen an den Staat als eine Art Investor sowie f&uuml;r die durch ihn geleistete Bereitstellung von Infrastruktur zur&uuml;ckflie&szlig;en.<\/p><p>Man gewinnt zwar den Eindruck, dass sowohl die Investitionen in neue digitale Technologien als auch die Gew&auml;hrleistung der daf&uuml;r erforderlichen Infrastruktur zum Zweck der Entwicklung und Einrichtung dieser Technologien wie selbstverst&auml;ndlich als eine steuerfinanzierte staatliche Aufgabe angesehen werden. Nutznie&szlig;er aber sind die Unternehmen der Digitalindustrie und die (Folgezeit-)Investoren aus den Reihen der gro&szlig;en Kapitalorganisatoren (Black Rock &amp; Co.), der Private-Equity-Investoren, Hedgefonds und Banken. Eine neue Dimension der Verstaatlichung von Kosten und der Privatisierung von Gewinnen!<\/p><p><strong>F&ouml;rderung der Digitalisierung in Schwerpunktbereichen<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die F&ouml;rderung der Digitalisierung in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Politik\/Verwaltung, Schul- und Gesundheitswesen sowie Milit&auml;r plant das Eckpunktepapier die Investition von 33,8 Milliarden Euro. Der Gro&szlig;teil der Mittel ist mit vier Milliarden Euro f&uuml;r die Wirtschaft veranschlagt und mit acht Milliarden f&uuml;r das Gesundheitswesen. Die f&uuml;r Letzteres vorgesehenen Investitionen k&ouml;nnen in Anbetracht der Privatisierung und &Ouml;konomisierung des Sektors Gesundheit auch dem Bereich Wirtschaft zugeschlagen werden, so dass sich das zus&auml;tzliche Gesamtf&ouml;rdervolumen f&uuml;r die Digitalisierung der Wirtschaft auf zw&ouml;lf Milliarden Euro bel&auml;uft.<\/p><p><strong>Vier Milliarden Euro f&uuml;r die Digitalisierung der Wirtschaft (ohne das Gesundheitswesen)<\/strong><\/p><p>Das Eckpunktepapier sieht vor, im Bereich Wirtschaft die Digitalisierung folgender Bereiche zu f&ouml;rdern: die Forstwirtschaft, die Energiewirtschaft, die Schifffahrt sowie die Industrien der Fahrzeughersteller und der Zulieferbetriebe.<br>\nZwei Milliarden Euro stehen f&uuml;r Unternehmen der Fahrzeugherstellung und f&uuml;r die Zulieferindustrie zur Verf&uuml;gung. Die Bundesregierung beabsichtigt, ein &bdquo;Bonus-Programm&ldquo; zur F&ouml;rderung von Investitionen in neue digitale Technologien, Verfahren und Anlagen aufzulegen. Das Programm soll der Forschung und Entwicklung &bdquo;f&uuml;r transformationsrelevante Innovationen und neue regionale Innovationscluster&ldquo; dienen. Vor allem wird die Zulieferindustrie in den Jahren 2020 und 2021 mit je einer Milliarde Euro f&uuml;r Digitalisierungsprojekte bedacht werden.<\/p><p>Die Digitalisierung in der Forstwirtschaft und beim Energiesystem wird mit 700 bzw. 300 Millionen Euro gef&ouml;rdert. In beiden F&auml;llen handelt es sich m. E. um kosmetische Leistungen, die der Beschwichtigung der Klimabewegung zur Reduzierung von CO2 dienen. Aus den gleichen Gr&uuml;nden ist eine weitere Milliarde Euro vorgesehen f&uuml;r die Modernisierung und Digitalisierung der Schifffahrt, wobei u. a. digitale Testfelder eingerichtet werden. (Hier nicht ber&uuml;cksichtigt wird die F&ouml;rderung der Automobilwirtschaft im Bereich der e-Mobilit&auml;t und durch die Einrichtung von Stromtankstellen.)<\/p><p><strong>Eine Milliarde Euro f&uuml;r die Digitalisierung der Kultur<\/strong><\/p><p>Ebenfalls im Stil einer Beschwichtigungsgeste f&ouml;rdert die Bundesregierung laut Eckpunktepapier die &bdquo;Erhaltung und St&auml;rkung der Kulturinfrastruktur&ldquo;. Der Betrag von einer Milliarde Euro soll u. a. der F&ouml;rderung digitaler Angebote zur Verf&uuml;gung stehen. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p><strong>F&uuml;r die Digitalisierung von Politik\/Verwaltung: 1,3 Milliarden Euro<\/strong><\/p><p>Im Bereich Politik\/Verwaltung soll ein weiterer Betrag in H&ouml;he von einer Milliarde Euro der Verwaltungsdigitalisierung dienen, eine Summe von 0,3 Milliarden Euro der Registermodernisierung.<\/p><p>Bei Letzterer handelt es sich um &bdquo;Schritte zur einmaligen Erfassung von personenbezogenen Daten bei B&uuml;rgerinnen, B&uuml;rgern und Unternehmen (&sbquo;Once Only&lsquo;) durch eine fehlerfreie register&uuml;bergreifende Identifikation von Personen sowie den diese betreffenden Datenaustausch zwischen den Beh&ouml;rden&ldquo;. Merke: Hier wird durch die Hintert&uuml;r der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; der Prozess der beh&ouml;rdlichen Personen-Erfassung in Gang bzw. fortgesetzt, der auch bei einer &bdquo;Normalisierung&ldquo; nicht mehr gestoppt und r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden kann. Die Gesellschaft wird im Verlauf der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; mental infiziert, die Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber pers&ouml;nliche Daten der &ouml;ffentlichen Verwaltung und letztendlich der Ausbeutung durch den &Uuml;berwachungskapitalismus zu &uuml;berlassen. Privatsph&auml;re wird abgeschafft. Von jedem Menschen immer zu wissen, wo er sich befindet, was er tut und wie sein biologischer Zustand ist, ist charakteristisch f&uuml;r den &Uuml;berwachungskapitalismus, der zugleich ein Ende der Demokratie bedeutet.<\/p><p>Das mit einer weiteren Milliarde Euro ausgestattete Projekt der Verwaltungsdigitalisierung sieht vielf&auml;ltige Ma&szlig;nahmen vor. Sie bezwecken die Digitalisierung und Beschleunigung der Prozesse (a.) der &ouml;ffentlichen Verwaltung, (b.) der Kundenkontakte von Unternehmen, (c.) der digitalen Bef&auml;higung von Kommunen sowie (d.) der Wirtschaft durch Abschreibungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r digitale Wirtschaftsg&uuml;ter, den Aufbau einer souver&auml;nen Infrastruktur sowie ein F&ouml;rderprogramm zur Unterst&uuml;tzung des Auf- und Ausbaus von Plattformen. Schlie&szlig;lich sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) bef&auml;higt werden, ihre &bdquo;digitale Transformation&ldquo; und die Bef&auml;higung dazu zu beschleunigen.<\/p><p><strong>Neun Milliarden Euro f&uuml;r die Digitalisierung des Schul- und Gesundheitswesens<\/strong><\/p><p>Neun Milliarden Euro betr&auml;gt der im Eckpunktepapier veranschlagte Finanzbedarf f&uuml;r die Digitalisierung des Schul- und Gesundheitswesens. Beide Bereiche unterliegen einem gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozess, der sich als eine fortschreitende &Ouml;konomisierung auf alle Lebensbereiche auswirkt. Dieser Vorgang f&uuml;hrt &ndash; nicht zuletzt in Verbindung mit der geplanten Digitalisierung &ndash; dazu, dass zun&auml;chst das Gesundheitswesen und in absehbarer Zeit auch das Schul- und Bildungswesen in den profitorientierten Prozess des kapitalistischen Kreislaufs einbezogen werden.<\/p><p>Was das <strong>Bildungswesen<\/strong> betrifft, geht das Eckpunktepapier von der Vorstellung aus, dass in Zukunft &ldquo;Pr&auml;senzunterricht in der Schule und E-Learning zu Hause miteinander zu verbinden (sind)&ldquo; (!). Aus diesem Grund &ndash; die Konsequenzen f&uuml;r die Schulen und den Unterricht werden im Eckpunktepapier nicht bedacht &ndash; wird in dem bereits bestehenden, mit f&uuml;nf Milliarden Euro ausgestatteten &bdquo;Digitalpakt Schule&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] der Katalog der f&ouml;rderf&auml;higen Investitionen mit zus&auml;tzlich zwei Milliarden um die Bereiche Digitalisierung und digitales Lernen erweitert.<\/p><p>Im Rahmen des bundesdeutschen Kulturf&ouml;deralismus sagt das Eckpunktepapier der Regierungskoalition zu, sich an den Schulen dar&uuml;ber hinaus pauschaliert bei der Ausbildung und Finanzierung der digitalen Administratoren zu beteiligen &ndash; vorausgesetzt, dass die Bundesl&auml;nder im Gegenzug die digitale Weiterbildung der Lehrkr&auml;fte verst&auml;rken.<\/p><p>Im Bereich <strong>Gesundheitswesen<\/strong> erhalten die Gesundheits&auml;mter vier Milliarden Euro. Die Krankenh&auml;user werden mit drei Milliarden ausgestattet. In beiden F&auml;llen sind die Mittel zum Gro&szlig;teil f&uuml;r die Digitalisierung vorgesehen &ndash; bei den &Auml;mtern im Interesse einer verbesserten digitalen Information und Kommunikation (I&amp;K), bei den Krankenh&auml;usern zum Zweck der Umr&uuml;stung auf ihre organisatorische, medizinische und medizintechnische Digitalisierung.<\/p><p>Die finanzielle Unterst&uuml;tzung der Gesundheits&auml;mter soll deren bisher vernachl&auml;ssigte technische und digitale Auf- und Ausr&uuml;stung bei der Hard- und Software-Ausstattung gew&auml;hrleisten. Ziel sei die Optimierung des Meldewesens und der Krisenreaktion. Zu verbessern seien die Informations- und Kommunikationstechnologie sowie die Schulung der Mitarbeiter. In einer &bdquo;Muster-Ausstattung&ldquo; f&uuml;r Digitales sollen in s&auml;mtlichen Gesundheits&auml;mtern der Bundesrepublik gemeinsame Standards zur Sicherstellung einer &uuml;bergreifenden Kommunikation gelten. Wird damit &sbquo;dank Corona&lsquo; der zentralistischen Lenkung &ndash; wie sie zuletzt im NS-Staat herrschte [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] &ndash; statt einer freiwilligen &Uuml;bereinkunft in gesundheits- und bev&ouml;lkerungspolitischer Hinsicht der Weg bereitet?<\/p><p>In den Krankenh&auml;usern sollen die im Eckpunktepapier vorgesehenen Mittel einen entscheidenden Beitrag leisten zur F&ouml;rderung der digitalen Infrastruktur. Im Einzelnen digital zu verbessern seien sowohl intern als auch sektoren&uuml;bergreifend Aufgaben wie die Versorgung, die Ablauforganisation und Kommunikation, die Telemedizin und Telematik [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>], Robotik, Hightech-Medizin und das Dokumentationswesen. Ferner sind Investitionen in die IT- und Cybersicherheit des Gesundheitswesens vorgesehen.<\/p><p><strong>F&uuml;r Sicherheit und milit&auml;rische Zwecke: 10,5 Milliarden Euro<\/strong><\/p><p>Mit zehn Milliarden Euro will der Bund erreichen, dass diverse Digitalisierungsvorhaben im R&uuml;stungs- und Sicherheitsbereich auf die Jahre 2020 und 2021 vorgezogen werden. Ferner ist die Vergabe von 0,5 Milliarden Euro f&uuml;r die Errichtung eines Zentrums f&uuml;r Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr geplant.<\/p><p>Bei den auf die Jahre 2020 und 2021 vorzuziehenden Digitalisierungsprojekten soll es sich um solche &bdquo;mit hohem Wertsch&ouml;pfungsanteil&ldquo; in den Bereichen Verwaltung, Sicherheit und Verteidigung handeln. N&auml;here Einzelheiten l&auml;sst das Eckpunktepapier offen. Aufgrund fr&uuml;herer Erfahrungen muss daher davon ausgegangen werden, dass die Digitalindustrie auf die im Eckpunktepapier ausgelobten Mittel zugreift, ohne aktuell zu liefern in der Lage zu sein.<\/p><p>Ein Betrag von 0,5 Milliarden ist f&uuml;r die Errichtung eines Bundeswehr-Zentrums f&uuml;r Digitalisierungs- und Technologieforschung vorgesehen. Ziel sei die Sicherung &bdquo;digitaler Souver&auml;nit&auml;t&ldquo; durch die &bdquo;F&auml;higkeit zu souver&auml;nem Handeln im Cyber- und Informationsraum&ldquo;, &bdquo;um die nationale Verf&uuml;gbarkeit digitaler und technologischer Innovationen f&uuml;r &ouml;ffentliche und private Bereiche zu verbessern und innovative und interdisziplin&auml;re Forschung in einem sicheren Umfeld zu betreiben&ldquo;.<\/p><p><strong>Fazit und Ausblick<\/strong><\/p><p>Die hier vorgenommene Auswertung des Eckpunktepapiers l&auml;sst deutlich erkennen, dass die Digitalindustrie einer der gro&szlig;en Nutznie&szlig;er der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; ist. Damit beantworten sich auch die eingangs gestellten Fragen.<\/p><p>Der Begriff &bdquo;Zukunftsf&auml;higkeit&ldquo; im Sinne des Eckpunkte-Leitmotivs ist gleichbedeutend mit Digitalisierung [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]. Unverkennbar ist es die Wohlstandsmehrung &ndash; sprich: die Profitmaximierung &ndash; bei den Digital- und &Uuml;berwachungskapitalisten, deren Sicherung aus Steuergeldern sich die Bundesregierung zur Aufgabe macht. Damit best&auml;tigt sich der Verdacht, dass das Tabu der durch den Staat kurzfristig beschlossenen Digital-F&ouml;rderung in Milliardenh&ouml;he den Tatbestand der &ouml;ffentlichen Subventionierung verdeckt.<\/p><p>Ist nicht bis zum Beweis des Gegenteils davon auszugehen, dass die Digital-Lobby bei der Formulierung der sie betreffenden Passagen des Eckpunktepapiers Einfluss genommen hat oder sogar federf&uuml;hrend beteiligt war? Falls dies nicht zutreffen sollte, ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass Verb&auml;nde, Stiftungen und\/oder Think Tanks aus dem Umfeld der Digitalisierungs-Lobby an der Ausarbeitung der Digital-Passagen beteiligt waren. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Offensichtlich ist auch, dass das staatliche Ma&szlig;nahmenpaket des Eckpunktepapiers nicht in erster Linie gegen die &bdquo;Corona-Folgen&ldquo; ank&auml;mpft. In der Hauptsache dient die Aussch&uuml;ttung der Euro-Milliarden dem Ziel, auf die Wirtschaftskrise zu reagieren, die sich weltweit und nicht zuletzt in der Bundesrepublik schon seit l&auml;ngerem abzuzeichnen begann, etwa in der Autoindustrie. Das Auftreten des Corona-Virus hat den &ouml;konomischen Krisenprozess beschleunigt. Zugleich verschleiert der Virus-Schock [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] das fundamentale &ouml;konomische Dilemma struktureller Art: die &Uuml;berproduktion auf der einen, die Absatzschw&auml;che und Unterkonsumtion auf der anderen Seite. Die Profitrate sinkt.<\/p><p>F&uuml;r die kapitalistische &Ouml;konomie gibt es aus der Krise nur einen &bdquo;Ausweg&ldquo;. Es muss ihr &ndash; wenn nicht anders, dann unter der Voraussetzung kriegs&ouml;konomischer Verh&auml;ltnisse und\/oder eines faschistischen Regimewechsels &ndash; gelingen, sowohl die Dimension als auch die Struktur der Produktionsweise grundlegend zu &auml;ndern. Was das Ausma&szlig; der Produktion betrifft, hat die Entdeckung neuer Ressourcen und die Eroberung neuer M&auml;rkte Vorrang. Beides setzt vor allem Expansion voraus: milit&auml;rische und industriell-technologische Expansion.<\/p><p>Was die Struktur der Produktionsweise betrifft, erweitert sich das Produktionsgeschehen von der analogen hin zur digitalen Wertsch&ouml;pfung, von der absoluten Mehrwertproduktion hin zur relativen. [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Die werkt&auml;tigen Produzenten m&uuml;ssen nicht mehr nur formal &ndash; etwa stundenweise &ndash; unter die Knute des Kapitals gezwungen werden, sondern sie sollen real &ndash; mit Haut und Haar, rund um die Uhr und digital &uuml;berwacht &ndash; Teil der kapitalistischen Produktionsweise werden.<\/p><p>Oder aber die werkt&auml;tigen Produzenten erkennen, worauf das Mantra der kapitalistischen Produktionsweise hinausl&auml;uft, und erheben sich dagegen &ndash; f&uuml;r eine Gesellschaft der Kooperation, der Freiheit auf Gegenseitigkeit und der menschheitlichen Emanzipation.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Die wichtigsten Unternehmen der Digitalindustrie sind die &bdquo;Internet-Kapitalisten: Google, Facebook, Amazon &amp; Co&ldquo; (Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. K&ouml;ln 2018, S. 149-216). &ndash; Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des &Uuml;berwachungskapitalismus. Frankfurt\/Main, New York 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Ver&ouml;ffentlicht durch das Bundesfinanzministerium <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Schlaglichter\/Konjunkturpaket\/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=9\">hier<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Etwa bei Rudolph Hickel betr. &bdquo;Mehrwertsteuerparadoxon&ldquo;: <a href=\"http:\/\/rhickel.iaw.uni-bremen.de\/ccm\/homepages\/hickel\/aktuelles\/mehrwertsteuerparadoxon-im-130-mrd--konjunkturprogramm.de\">http:\/\/rhickel.iaw.uni-bremen.de\/ccm\/homepages\/hickel\/aktuelles\/mehrwertsteuerparadoxon-im-130-mrd&ndash;konjunkturprogramm.de<\/a> &ndash; abgerufen am 09.06.20<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Siehe den Hinweis von LobbyControl, dass eine von Google in den USA ver&ouml;ffentlichte Liste der durch die Firma unterst&uuml;tzten Wirtschaftsverb&auml;nde und Denkfabriken &bdquo;94 Verb&auml;nde und 256 sogenannte Third Party Organisationen&ldquo; umfasst. Eine vergleichbare Liste existiere f&uuml;r die Bundesrepublik und die EU nicht: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/06\/googles-lobbynetzwerk-aufdecken\/\">https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/06\/googles-lobbynetzwerk-aufdecken\/<\/a> &ndash; abgerufen am 09.06.20<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Soweit Fragen dieser Art zu ihrer Beantwortung Insider-Kenntnisse voraussetzen, sieht sich der Fragesteller dem in der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; popul&auml;ren Totschlag-&bdquo;Argument&ldquo; gegen&uuml;ber, ob er etwa eine Verschw&ouml;rung vermute.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/bigbrotherawards.de\/2018\/pr-marketing-smart-city\">https:\/\/bigbrotherawards.de\/2018\/pr-marketing-smart-city<\/a> &ndash; abgerufen am 08.06.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] 5G ist das K&uuml;rzel f&uuml;r die seit 2019 verbreitete 5. Generation des Mobilfunks sowie die damit verbundenen Standards f&uuml;r <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mobiles_Internet\">mobiles Internet<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mobiltelefon\">Mobiltelefonie<\/a>. Die 5G-Technologie soll u. a. Video-on-Demand, autonomes Fahren und Industrie-Automation erm&ouml;glichen sowie die Vernetzung physischer und virtueller Gegenst&auml;nde (&bdquo;Internet der Dinge&ldquo;) . Bei 6G handelt es sich um die noch zu entwickelnden Mobilfunkstandards der Zukunft, an denen gegenw&auml;rtig schon geforscht wird. &ndash; Zur Kritik an den gesundheitlichen Folgen der 5G-Strahlenbelastung siehe exemplarisch (unter Angabe weiterer Quellen): <a href=\"https:\/\/www.diagnose-funk.org\/publikationen\/artikel\/detail?newsid=1566\">https:\/\/www.diagnose-funk.org\/publikationen\/artikel\/detail?newsid=1566<\/a> und <a href=\"https:\/\/kompetenzinitiative.com\/stellungnahmen\/\">https:\/\/kompetenzinitiative.com\/stellungnahmen\/<\/a> &ndash; abgerufen am 09.06.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Teilgebiete der Quantentechnologie sind die Sensorik (Anwendungsfelder: Medizintechnik, Navigation, Geologie, &Uuml;berwachung), Kommunikation (Quantenkryptographie bei verschl&uuml;sselten Nachrichten), Rechnen (Beschleunigung von Rechenoperationen) und Simulation (etwa im Bereich der Biotechnologie).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] K&uuml;nstliche Intelligenz (KI) ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich v. a. mit maschinellen Prozessen des Verhaltens, des Lernens und der Wissensgenerierung befasst.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Siehe dazu aus November 2018: <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/files\/Nationale_KI-Strategie.pdf\">https:\/\/www.bmbf.de\/files\/Nationale_KI-Strategie.pdf<\/a>; aus August 2019: <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/files\/Sachstand_KI.pdf\">https:\/\/www.bmbf.de\/files\/Sachstand_KI.pdf<\/a> ; aus November 2019: <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/files\/Sachstand_KI.pdf\">https:\/\/www.bmbf.de\/files\/Sachstand_KI.pdf<\/a> &ndash; abgerufen am 09.06.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Siehe die zustimmende Stellungnahme des Deutschen Kulturrats: <a href=\"https:\/\/www.kulturrat.de\/presse\/pressemitteilung\/erfolg-kulturinfrastrukturfonds-kommt\/?print=print\">https:\/\/www.kulturrat.de\/presse\/pressemitteilung\/erfolg-kulturinfrastrukturfonds-kommt\/?print=print<\/a> &ndash; abgerufen am 09.06.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Siehe <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/de\/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php\">https:\/\/www.bmbf.de\/de\/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php<\/a> &ndash; abgerufen am 08.06.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Renate J&auml;ckle: &bdquo;Pflicht zur Gesundheit&ldquo; und &bdquo;Ausmerze&ldquo;; in: Medizin im NS-Staat. T&auml;ter, Opfer, Handlanger. Dachau 1988 (= Dachauer Hefte 4), S. 59-75<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Rudolph Bauer: Die Totaldigitalisierung des Systems der Krankenversorgung; in: Verhaltenstherapie Psychsoziale Praxis 4\/2017, 49. Jg., S. 929-933<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Ein weiterer Hebel f&uuml;r die Sicherung der Zukunftsf&auml;higkeit der kapitalistischen Wirtschaftsweise, der gem&auml;&szlig; Eckpunktepapier ebenfalls mit Milliarden-Subventionen bedacht wird, ist die Entwicklung erstens der Wasserstofftechnologie und zweitens der Pharmakologie und Biotechnologie, etwa im Rahmen der Erforschung und Produktion pandemisch relevanter Impfstoffe. Auch diese F&ouml;rderkomplexe des Eckpunktepapiers sind in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung unterbelichtet.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Explizit denken wir f&uuml;r die Bundesrepublik an die Bertelsmann-Stiftung in Verbindung mit den Konzern-Unternehmensgruppen Arvato und Education Group. Siehe Rudolph Bauer: Digitalisierung. Bertelsmann\/Mohn im Sprechzimmer und am Krankenbett; in: BIG Business Crime 3\/2017, 25. Jg., S. 33-38 &ndash; <a href=\"http:\/\/bcc.businesscrime.de\/bertelsmann-mohn-im-sprechzimmer-und-am-krankenbett\/#more-105\">http:\/\/bcc.businesscrime.de\/bertelsmann-mohn-im-sprechzimmer-und-am-krankenbett\/#more-105<\/a> &ndash; abgerufen am 09.06.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Siehe dazu Naomi Klein: Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Frankfurt\/Main 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Die Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Mehrwertproduktion sowie von formaler und realer Subsumtion der Produzenten unter das Joch des Kapitals geht zur&uuml;ck auf Karl Marx: Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses. Frankfurt\/Main 1969. Siehe auch Rudolph Bauer: Soziale Dienste in Gegenwart und Zukunft; in: Hubert Oppl \/ Arnold Tomaschek (Hg.): Soziale Arbeit 2000, Band 2, Modernisierungskrise und Soziale Dienste. Freiburg i. B. 1986, S. 43.70<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das &bdquo;Konjunkturpaket&ldquo; wird in der &ouml;ffentlichen Diskussion vor allem unter dem Aspekt der Steuerminderungen betrachtet, die Familien mit Kindern und Kommunen entlasten w&uuml;rden. &Uuml;ber die fragw&uuml;rdigen im &bdquo;Eckpunktepapier&ldquo; dargelegten Projekte und Finanzbedarfe der Digitalisierung wird dagegen diskret geschwiegen. Von <strong>Rudolph Bauer<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":62020,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[135,30],"tags":[1565,373,358,2094,2625,1494,2052,909,1805,215,1969,1554,2448,2063,278,394,1386],"class_list":["post-62018","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-finanzpolitik","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-automobilindustrie","tag-oekonomisierung","tag-bundeswehr","tag-digitalisierung","tag-home-office","tag-infrastruktur","tag-investitionen","tag-kapitalismus","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-konjunkturpaket","tag-mobilfunk","tag-orwell-2-0","tag-schifffahrt","tag-smarte-technik","tag-steuersenkungen","tag-subventionen","tag-wissenschaftlich-technischer-fortschritt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/shutterstock_1693977688.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62018"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62018\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62032,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62018\/revisions\/62032"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/62020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}