{"id":62041,"date":"2020-06-16T08:42:06","date_gmt":"2020-06-16T06:42:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041"},"modified":"2020-06-16T08:42:06","modified_gmt":"2020-06-16T06:42:06","slug":"hinweise-des-tages-3631","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h01\">Alles Verschw&ouml;rer au&szlig;er Mutti<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h02\">Corona trifft sozial Benachteiligte h&auml;rter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h03\">Corona-Aufarbeitung: Warum alle falsch lagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h04\">Der Milliardenpuffer schmilzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h05\">Tracing-App &ndash; Der Freiwilligkeits-Schwindel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h06\">Die Priorit&auml;ten der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h07\">Private Equity pr&auml;sentiert sich als Krisengewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h08\">Jeder Dritte in Kurzarbeit f&uuml;rchtet um seinen Arbeitsplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h09\">F&uuml;r&rsquo;n Appel und&rsquo;n Ei arbeiten und dabei noch unter der Knute der Arbeitsverwaltung stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h10\">&Uuml;ber Nacht einige Millionen mehr Patientinnen und Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h11\">Opfer der eigenen Vorurteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h12\">Bittere Orangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h13\">Krankes Krisenmanagement<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h14\">Neues Virus aus Peking ist Mutation von Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h15\">USA setzen die Einkreisung Russlands und Chinas fort &ndash; mit Unterst&uuml;tzung Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h16\">Bei mir war immer der Druck da, gut zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h17\">Markus Lanz im ZDF: Ein Moderator verbl&uuml;fft mit gewaltiger Ignoranz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62041#h18\">Der schwere Irrtum der einfachen Wahrheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Alles Verschw&ouml;rer au&szlig;er Mutti<\/strong><br>\nDie deutsche Presse ist ganz aus dem H&auml;uschen. Bei Corona lauern pl&ouml;tzlich an jeder Ecke Verschw&ouml;rungstheoretiker.<br>\nBis vor kurzem waren Verschw&ouml;rungstheoretiker Leute, die irgendwelchen Schwachsinn glaubten. Dass die Welt von Eidechsen &uuml;bernommen werden soll, Politiker das Blut von Kindern trinken, Pharmafirmen Nanochips in ihren Impfstoffen verstecken und dergleichen. Doch in Zeiten der Krise ist man nicht mehr so streng. Jetzt reicht es auch, wenn man irgendetwas an der Regierung auszusetzen hat und daf&uuml;r auf die Stra&szlig;e geht.<br>\nMarkus Feldenkirchen, sogenannter &bdquo;Koordinator f&uuml;r Meinungsfragen&ldquo; beim Spiegel, schreibt eine Kolumne (gleichzeitig auch Audiostory und Leitartikel) mit dem Titel: &bdquo;Die Politik darf sich von verwirrten Verschw&ouml;rern nicht verr&uuml;ckt machen lassen.&ldquo; (Moment? Macht der Meinungskoordinator hier aus den Verschw&ouml;rungstheoretikern mir nichts dir nichts Verschw&ouml;rer? Sind nicht Verschw&ouml;rungstheoretiker die, die hinter allem irgendwelche Verschw&ouml;rer sehen? Egal. Hauptsache irgendetwas mit Verschw&ouml;rung.) Die Botschaft seines Textes: Demonstrationsfreiheit sch&ouml;n und gut. Aber warum demonstrieren ausgerechnet in Deutschland so viele Leute, wo wir doch hier so erfolgreiche Pandemiebek&auml;mpfer sind? Naja, liegt wohl daran, dass einige &bdquo;Hornochsen&ldquo; sind und &bdquo;chronisch einen an der Waffel&ldquo; haben. Das scheint so die koordinierte Meinung beim Spiegel zu sein.<br>\nBei der S&uuml;ddeutschen ist man auch nicht zimperlich. Sie berichtete &uuml;ber den Kritiker des Lockdowns, Stefan Homburg, Direktor des Instituts f&uuml;r &Ouml;ffentliche Finanzen der Leibniz-Universit&auml;t Hannover, unter der schmissigen &Uuml;berschrift &bdquo;Corona-Infodemie. Prof. Dr. Verschw&ouml;rung&ldquo;, ohne in dem Artikel auch nur einen Beleg daf&uuml;r nennen zu k&ouml;nnen, dass Homburg einer Verschw&ouml;rungstheorie anh&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.novo-argumente.com\/artikel\/alles_verschwoerer_ausser_mutti\">Thilo Spahl auf Novo Argumente<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona trifft sozial Benachteiligte h&auml;rter<\/strong><br>\nSozial benachteiligte Menschen haben ein deutlich h&ouml;heres Risiko, wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Das zeigt eine Analyse der Uniklinik D&uuml;sseldorf und der Krankenkasse AOK, die das ARD-Mittagsmagazin initiiert hat.<br>\nOberarzt Cihan Celik ist auf Visite im Klinikum Darmstadt. Mit Mundschutz, Kopfbedeckung, Schutzkittel und Handschuhen h&ouml;rt er die Lunge eines Patienten ab. Das muss er machen. Denn bei der Aufnahme muss jeder Patient auf Corona getestet werden.Seit einigen Wochen kommen immer weniger Verdachtsf&auml;lle ins Klinikum nach Darmstadt. Und die, die kommen, sind vielfach andere Patienten als fr&uuml;her, sagt Celik. Zu Beginn der Pandemie sei die Zusammensetzung der Patienten f&uuml;r eine Lungenstation sehr untypisch gewesen: Studenten, Gesch&auml;ftsreisende oder Urlaubsr&uuml;ckkehrer.<br>\nDoch das habe sich ver&auml;ndert. Die Patienten kommen zunehmend aus einkommensschwachen Verh&auml;ltnissen. Schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige L&ouml;hne, wenig Platz zum Wohnen. All das erh&ouml;he das Infektionsrisiko, sagt Celik.<br>\nEine gemeinsame Analyse des Instituts f&uuml;r Medizinische Soziologie des Universit&auml;tsklinikums D&uuml;sseldorf und der AOK Rheinland\/Hamburg belegt nun: Bei sozial benachteiligten Menschen ist das Risiko, aufgrund von Covid-19 ins Krankenhaus zu kommen, deutlich erh&ouml;ht. Demnach liegt das Risiko f&uuml;r ALG-II-Empf&auml;nger im Vergleich zu erwerbst&auml;tig Versicherten um 84,1 Prozent h&ouml;her, f&uuml;r ALG-I-Empf&auml;nger um 17,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/corona-sozial-schwache-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona-Aufarbeitung: Warum alle falsch lagen<\/strong><br>\nDas Coronavirus verzieht sich allm&auml;hlich. Was hat sich in den vergangenen Wochen eigentlich abgespielt? Die Experten haben grundlegende Zusammenh&auml;nge &uuml;bersehen. Die Immunantwort gegen das Virus ist viel st&auml;rker, als man dachte.<br>\nDies ist keine Anklageschrift, aber eine schonungslose Bilanz. Ich k&ouml;nnte mich selber ohrfeigen, weil ich das Virus SARS-Cov-2 viel zu lange mit Panik im Nacken betrachtet habe. Ein wenig &auml;rgere ich mich auch &uuml;ber viele meiner Immunologen-Kollegen, die bislang die Diskussion rund um Covid-19 den Virologen und Epidemiologen &uuml;berlassen haben. Mir scheint, es w&auml;re Zeit, einige der haupts&auml;chlichen und komplett falschen Aussagen rund um dieses Virus in der &Ouml;ffentlichkeit zu kritisieren.<br>\nErstens: Es war falsch, zu behaupten, das Virus sei neu.<br>\nZweitens: Noch falscher war es, zu behaupten, es best&uuml;nde in der Bev&ouml;lkerung keine Immunit&auml;t gegen dieses Virus.<br>\nDrittens: Es war sozusagen die Kr&ouml;nung der Dummheit, zu behaupten, man k&ouml;nne die Krankheit Covid-19 symptomlos durchmachen oder andere gar ohne Symptome anstecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/corona_aufarbeitung_warum_alle_falsch_lagen\">Beda M. Stadler auf der Achse des Guten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ausnahmsweise mal ein lesenswerter Artikel auf dieser ansonsten kritisch zu sehenden Plattform. Auch wenn Stadler stellenweise zuspitzt sind seine Ausf&uuml;hrungen zur Immunit&auml;t sehr interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Milliardenpuffer schmilzt<\/strong><br>\nKrankenversicherungen schwelgten eben noch im finanziellen &Uuml;berfluss. Jetzt aber brechen pl&ouml;tzlich die Einnahmen weg. Steigen die Beitr&auml;ge? M&uuml;ssen B&uuml;rger und Kliniken sich auf Sparrunden einstellen?<br>\nWie die derzeitige Krise auf die Kassenfinanzen durchschl&auml;gt, ist bislang kaum abzusch&auml;tzen. Im Grundsatz gilt: Weil die Kassenbeitr&auml;ge auf L&ouml;hne und Geh&auml;lter erhoben werden, geraten die Einnahmen der GKV unter Druck, wenn Rezessionen den Arbeitsmarkt erreichen. Noch ist allerdings unklar, wie stark die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr steigt und wie sich die Zahl der Kurzarbeiter &ndash; zuletzt sieben Millionen &ndash; entwickeln wird. Sozialbeitr&auml;ge werden f&uuml;r Kurzarbeiter gezahlt, allerdings in reduziertem Umfang.<br>\nEin m&ouml;gliches Minus von etwa 15 Milliarden Euro<br>\nJ&uuml;rgen Wasem von der Universit&auml;t Duisburg-Essen stellt deshalb eine &Uuml;berschlagsrechnung an. L&ouml;hne und Geh&auml;lter seien in vergangenen Wirtschaftskrisen stets etwas geringer zur&uuml;ckgegangen, als die Wirtschaftsleistung insgesamt. Sinke das Bruttoinlandsprodukt 2020 also beispielsweise um acht Prozent, k&ouml;nne man im schlimmsten Falle mit GKV-Einnahmen von sechs Prozent unter Plan rechnen.<br>\nDas w&auml;re ein Minus von etwa 15 Milliarden Euro gegen&uuml;ber den Kalkulationen vom vergangenen Herbst. Da auf der anderen Seite zus&auml;tzliche Ausgaben in Milliardenh&ouml;he anfallen d&uuml;rften, m&uuml;ssten &ndash; sofern der Bund die L&uuml;cke nicht mit Steuergeld schlie&szlig;t &ndash; die Beitragss&auml;tze 2021 deutlich steigen: der gesetzlich festgelegte Beitragssatz an den Gesundheitsfonds von 14,6 auf 15,7 Prozent, die Zusatzbeitr&auml;ge der Kassen im Schnitt von 1,1 auf 1,3 Prozent, so Wasem. &hellip;<br>\nWolfgang Greiner, Professor f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie an der Universit&auml;t Bielefeld, sieht die Gesundheitspolitik nun vor einer Zeitenwende. Unter den heute aktiven Gesundheitspolitikern seien &ldquo;viele, die nie an harten Spargesetzen beteiligt waren&rdquo;. Wenn die Pandemie &uuml;berwunden sei &ldquo;muss es zu Strukturreformen kommen, sp&auml;testens nach der n&auml;chsten Bundestagswahl.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/krankenkassen-muessen-die-beitraege-bald-doch-steigen-a-a471423e-1469-49fc-9ccb-8aa07862126e#\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Corona-Epidemie ist noch nicht &uuml;berwunden und schon wird &uuml;ber neue Sparrunden und steigende Beitr&auml;ge im Gesundheitssystem phantasiert. Dabei waren doch alle noch gerade voll des Lobes &uuml;ber das angeblich so hervorragende deutsche Gesundheitssystem, das dazu beigetragen haben soll, die Epidemie glimpflich zu &uuml;berstehen. Dies entlarvt auch die w&auml;hrend der Corona-Epidemie zur Rechtfertigung des Ausnahmezustandes aufgestellte Behauptung, der Schutz menschlichen Lebens habe absolute Priorit&auml;t, als Phrase, denn wenn es so w&auml;re, wie kann man dann schon wieder &bdquo;harte Spargesetze&ldquo; f&uuml;r das Gesundheitssystem fordern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tracing-App &ndash; Der Freiwilligkeits-Schwindel<\/strong><br>\nIn K&uuml;rze soll die Corona-App kommen. Die Nutzung soll freiwillig sein, doch schon jetzt wird gro&szlig;er sozialer Druck aufgebaut, diese App zu installieren. Ein App-Begleitgesetz ist daher dringend n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/tracing-app-corona-1.4932256\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Snowden warnt: &Uuml;berwachungsstaat, den wir jetzt schaffen, wird Corona &uuml;berstehen<\/strong><br>\nDer Ex-NSA-Mitarbeiter und Whistleblower warnt vor den Tracking-Ma&szlig;nahmen, die weltweit gegen die Pandemie gesetzt werden<br>\nWeltweit sehen immer mehr Staaten &Uuml;berwachungsmethoden als M&ouml;glichkeit an, um gegen das Coronavirus vorzugehen. Auch die Bundesregierung erwog, Smartphone-Tracking einzelner Personen einzusetzen, etwa bei der Suche nach Kontaktpersonen einer erkrankten Person, ins Coronagesetz schafften es diese Pl&auml;ne aber vorerst nicht. Jedoch erkl&auml;rte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag, dass man pr&uuml;fe, wie andere L&auml;nder mit der Thematik umgehen &ndash; die &ldquo;neue Normalit&auml;t&rdquo; werde nicht so sein wie vor dem Coronavirus.<br>\nF&uuml;r den US-Whistleblower Edward Snowden sind solche Ma&szlig;nahmen keineswegs gerechtfertigt. W&auml;hrend eines Interviews beim Copenhagen International Film Festival stellte er die Frage, was Beh&ouml;rden eigentlich davon abhalte, &Uuml;berwachungsmethoden aufrechtzuerhalten, wenn das Coronavirus besiegt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000116169370\/snowden-warnt-ueberwachungsstaat-den-wir-jetzt-schaffen-wird-corona-ueberstehen\">DerStandard.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Priorit&auml;ten der EU<\/strong><br>\nVerteidigungsminister der vier gr&ouml;&szlig;ten EU-Staaten fordern wegen Covid-19-Pandemie weitere St&auml;rkung des Milit&auml;rs.<br>\nDie EU und ihre Mitgliedstaaten sollen auf die Covid-19-Pandemie mit einer weiteren St&auml;rkung des Milit&auml;rs reagieren: Dies fordern die Verteidigungsminister der vier gr&ouml;&szlig;ten EU-Staaten vor ihrer morgigen Videokonferenz mit s&auml;mtlichen EU-Amtskollegen. Wie es in einem Schreiben der vier Minister, darunter Annegret Kramp-Karrenbauer, hei&szlig;t, gelte es nicht nur, die &ldquo;strategische Kommunikation&rdquo; gegen&uuml;ber der eigenen Bev&ouml;lkerung zu intensivieren sowie &ldquo;feindlichen Narrativen&rdquo; entgegenzuwirken. Man m&uuml;sse zudem die Wirtschaft umfassender mit dem Milit&auml;r verzahnen und dessen &ldquo;Operationen und Missionen&rdquo; ausweiten. Dabei sei unter anderem eine &ldquo;St&auml;rkung der Europ&auml;ischen F&uuml;hrungsstrukturen&rdquo; n&ouml;tig. Die EU-Kommission hat bereits begonnen, den Druck auf soziale Netzwerke zur Entfernung tats&auml;chlicher oder angeblicher &ldquo;Falschnachrichten&rdquo; zu erh&ouml;hen. Mitarbeiter einflussreicher Think-Tanks fordern, die Wehrbudgets in der EU gegen K&uuml;rzungen zu &ldquo;impfen&rdquo;. &ldquo;Die aktuelle Pandemiekrise&rdquo;, fordern die vier Verteidigungsminister, &ldquo;sollte die EU an ihre Priorit&auml;ten erinnern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8306\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Private Equity pr&auml;sentiert sich als Krisengewinner<\/strong><br>\nDie Branche frohlockt bereits: Geringe Wertschwankungen und zweistellige Renditen d&uuml;rften au&szlig;erb&ouml;rsliche Beteiligungen f&uuml;r Anleger auch in Corona-Zeiten attraktiv machen.<br>\nW&auml;hrend der Finanzkrise 2008 brauchten die Beteiligungsh&auml;user nach der Analyse von Triago noch 24 Monate, bis sich die Branche von den Tiefst&auml;nden erholt hatte und sich wieder auf dem vorherigen Niveau einpendelte. Diesmal sollte es den Prognosen nach schneller gehen. Der Berater begr&uuml;ndet das unter anderem mit den massiven Staatshilfen f&uuml;r die Wirtschaft.<br>\nDie Experten sind sich sicher: Private Equity wird nach der Coronakrise seinen Siegeszug fortsetzen. In normalen Zeiten liegen die Renditen zwischen elf und 16 Prozent. Dagegen bleibt die Unsicherheit an den weltweiten Aktienm&auml;rkten hoch. Und bei Bonds wie beispielsweise den zehnj&auml;hrigen Bundesanleihen sind nur Negativzinsen drin. Anleger bekommen am Ende der Laufzeit also weniger Geld ausbezahlt, als sie investiert haben.<br>\nDerzeit verf&uuml;gen die Beteiligungsh&auml;user nach der Berechnung des Analysehauses Preqin &uuml;ber rund 1,5 Billionen Dollar, die sie f&uuml;r Firmenk&auml;ufe einsetzen k&ouml;nnen &ndash; Tendenz steigend. &bdquo;Es ist jedoch ein gewisser Konzentrationsprozess hin zu den gr&ouml;&szlig;eren Fondsgesellschaften zu beobachten&ldquo;, erkl&auml;rt Coller-Capital-Mann von Deuten. Nach der Umfrage seines Hauses erwarten zwei Drittel der Gro&szlig;anleger &uuml;ber die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre eine Konzentration auf die gr&ouml;&szlig;ten Beteiligungsh&auml;user.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp2.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/beteiligungsbranche-private-equity-praesentiert-sich-als-krisengewinner\/25910744.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Reichen und Superreichen gewinnen auch in der Krise. Umso unverst&auml;ndlicher ist es, dass eine &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber eine angemessene Beteiligung der Verm&ouml;gensbesitzer an den &ouml;konomischen Rettungsma&szlig;nahmen v&ouml;llig unterdr&uuml;ckt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jeder Dritte in Kurzarbeit f&uuml;rchtet um seinen Arbeitsplatz<\/strong><br>\nDie Kurzarbeit soll in der Coronakrise Arbeitspl&auml;tze retten &ndash; allerdings kann sie die Sorgen vieler Arbeitnehmer vor dem Verlust ihrer Stelle nicht ausr&auml;umen. Unter den Kurzarbeitern halte etwa ein Drittel den eigenen Arbeitsplatz f&uuml;r akut gef&auml;hrdet, hei&szlig;t es in einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Untersuchung des Leibniz-Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW). Noch pessimistischer sind demnach Menschen, die bereits ohne Lohn freigestellt wurden.<br>\nVon ihnen glaube mit 27 Prozent nur noch etwa jeder vierte, dass der eigene Job die Krise &uuml;berleben werde, erkl&auml;rte das ZEW. &ldquo;Besonders Besch&auml;ftigte, die schon vor der Corona-Pandemie unter prek&auml;ren Bedingungen angestellt waren, sp&uuml;ren die Auswirkungen der Krise. Sie hatten bereits in den ersten Wochen des Lockdowns ein wesentlich h&ouml;heres Risiko, arbeitslos zu werden, und sch&auml;tzen nun ihr zuk&uuml;nftiges Arbeitslosigkeitsrisiko vergleichsweise hoch ein&rdquo;, sagte Co-Autorin Katja M&ouml;hring.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/studie-jeder-dritte-in-kurzarbeit-fuerchtet-um-seinen-arbeitsplatz-a-e49ed268-4d13-4efc-b9d4-00a3f2d382c5\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>F&uuml;r&rsquo;n Appel und&rsquo;n Ei arbeiten und dabei noch unter der Knute der Arbeitsverwaltung stehen<\/strong><br>\nIn Deutschland wurde mit der Umsetzung des Hartz-Konzeptes die Entstehung des Niedriglohnsektors gef&ouml;rdert. Auf dem World Economic Forum in Davos am 28. Januar 2005, &auml;u&szlig;erte der damalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der: &bdquo;Wir m&uuml;ssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich damit besch&auml;ftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur mit den Berichten &uuml;ber die Gegebenheiten. Deutschland neigt dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen, obwohl es das Falscheste ist, was man eigentlich tun kann. Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterst&uuml;tzungszahlung Anreize daf&uuml;r, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.&ldquo;<br>\nAls Gerhard Schr&ouml;der dies sagte, waren die Hartz Gesetze gerade in Kraft getreten und die Fakten und Voraussetzungen f&uuml;r den Niedriglohnsektor geschaffen. Auch in den Gro&szlig;st&auml;dten wurde diese Linie von SPD und Gewerkschaften unkritisch &uuml;bernommen und anschlie&szlig;end die langzeitarbeitslosen Menschen immer weniger gef&ouml;rdert, aber daf&uuml;r um so mehr gefordert. (&hellip;)<br>\nDen Teil des Arbeitsmarktes, in dem sich die Tage- und Stundenl&ouml;hner verdingen m&uuml;ssen, nennt man in den Gro&szlig;st&auml;dten den &bdquo;Arbeiterstrich&ldquo; und meint damit diejenigen Menschen, die an der Stra&szlig;e stehen und auf einen &bdquo;Arbeitgeber&ldquo; warten, der sie f&uuml;r`n Appel und`n Ei einige Stunden f&uuml;r sich schuften l&auml;sst. Dabei wird leicht &uuml;bersehen, dass der Personenkreis viel gr&ouml;&szlig;er ist, als die bis zu hundert Menschen, die dort sichtbar sind.<br>\nKaum jemand wei&szlig;, dass es regelrechte Kolonien in den Industriegebieten gibt, in denen vor allem Menschen aus den &ouml;stlichen Nachbarl&auml;ndern als &bdquo;illegale&ldquo; Menschen unter Plastikplanen hausen und auf dem Stundenl&ouml;hnermarkt immer weniger konkurrenzf&auml;hig sind, da sie f&uuml;r die harte Arbeit gesundheitlich gar nicht mehr in der Lage sind.<br>\nDie zunehmende Anzahl von obdachlosen Menschen ist ebenfalls auf diese Art der Besch&auml;ftigung angewiesen, vorausgesetzt, das Pfandflaschensammeln l&auml;sst ihnen noch Zeit daf&uuml;r. Die anderen Flaschensammler m&uuml;ssen stundenweise f&uuml;r ein Trinkgeld arbeiten, weil sie mit dem Geld vom Jobcenter nicht auskommen k&ouml;nnen oder durch Sanktionen nur noch einen Teil vom Regelsatz erhalten.<br>\nParallel zum Niedriglohnsektor ist im Rahmen der Hartz-Gesetze ein Ma&szlig;nahmen- und Programmarbeitsmarkt entstanden, in dem vor allem langzeitarbeitslose Menschen festsitzen und im Rahmen des &bdquo;Forderns und F&ouml;rderns&ldquo; als 1-Euro-Jobber schuften oder ihr Lohn dem Unternehmen bis zu 100 Prozent erstattet wird. (&hellip;)<br>\nImmer mehr &ouml;ffentliche und private Unternehmen ziehen sich weiter aus ihrer Verantwortung zur Schaffung von regul&auml;ren Arbeitspl&auml;tzen zur&uuml;ck. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass eine bewusst erzeugte Unterfinanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte forciert wird: mit Hinweis auf die leeren Kassen wird eine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz gef&ouml;rdert, notwendige Arbeiten durch Arbeitskr&auml;fte aus dem &bdquo;Sozialen Arbeitsmarkt&ldquo; erledigen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/ueber-die-konkrete-lebenssituation-armer-menschen-in-der-grossstadt-fuern-appel-undn-ei-arbeiten-und-dabei-noch-unter-der-knute-der-arbeitsverwaltung-stehen\/#more-8567\">gewerkschaftsforum.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Uuml;ber Nacht einige Millionen mehr Patientinnen und Patienten<\/strong><br>\nLange Jahre hat die Pharmaindustrie medizinische Fortbildungsveranstaltungen gesponsert, Referenten ein hohes Sal&auml;r und Begleitpersonen ein attraktives Unterhaltungsprogramm bezahlt. Damit konnten Hersteller ihre Produkte in der &auml;rztlichen Verordnungspraxis verankern. Doch mit den professoralen Mietm&auml;ulern klappt es nicht mehr, seit die &Auml;rztekammern die gekaufte Fortbildung nicht mehr anerkennen.<br>\nDeswegen nimmt jetzt eine andere Strategie immer gr&ouml;sseren Raum ein: Nicht mehr &Auml;rzt*innen werden manipuliert, sondern es werden gleich die gesamten Grundlagen der Medizin in Besitz genommen. Die Europ&auml;ische Gesellschaft f&uuml;r Kardiologie ESC hat im Juni 2019 mit neuen &laquo;ESC-Richtlinien&raquo; die erst drei Jahre alten Zielwerte f&uuml;r Cholesterin erneut gesenkt, kompliziert abgestuft je nach Patientengruppen. Das macht Millionen von bisher gesunden Menschen zu neuen, behandlungsbed&uuml;rftigen Fettstoffwechsel-Kranken und ist sehr gut f&uuml;r den Umsatz von Lipidsenkern. In den letzten f&uuml;nfzehn Jahren haben sich deren Verordnungen nahezu vervierfacht. Etwa jeder vierte Versicherte &uuml;ber 50 Jahren nimmt Lipidsenker ein. Offensichtlich sind dies f&uuml;r die Pharmakonzerne immer noch zu wenige.<br>\nSobald die g&uuml;ltigen Leitlinien neue, tiefere Zielwerte enthalten, haben sich &auml;rztliche Behandlungen danach zu richten. Vor kurzem erst sind neue und teure Lipidsenker, sogenannte PCSK9-Hemmer, auf den Markt gekommen. Zwischen der Senkung der &laquo;erw&uuml;nschten&raquo; Cholesterinwerte und der Lancierung dieser neuen, teureren Cholesterinsenkern gibt es eine Korrelation. 14 der 21 ESC-Autoren haben direkte finanzielle Verflechtungen mit den Herstellern dieser teuren PCSK9-Hemmer. 70 Prozent des Budgets der ESC besteht aus direkten Zuwendungen der Pharmaindustrie: allein im Jahr 2019 50 Millionen Euro.<br>\nEin Schelm, wer B&ouml;ses dabei denkt. Das unabh&auml;ngige Arznei-Telegramm tut es und bezeichnet die &ldquo;aktualisierte&ldquo; ESC-Leitlinie als &bdquo;Marktvorbereitung&ldquo; f&uuml;r die neuen PCSK9-Hemmer. Und auch der unabh&auml;ngige Arzneimittelbrief stellt die Frage, ob solche Fachgesellschaften &bdquo;&uuml;berhaupt Leitlinien erstellen sollten&ldquo;. Ich frage mich ausserdem, ob man dieses l&auml;cherliche, teure Feigenblatt mit den gekauften Expert*innen nicht gleich ganz abschaffen kann und es der Pharmaindustrie in Zukunft ohne Umweg &uuml;berl&auml;sst, wer wann welches Medikament einzunehmen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Uber-Nacht-Millionen-mehr-Patienten-als-Pharmakunden\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Opfer der eigenen Vorurteile<\/strong><br>\nDer Protest gegen den gewaltsamen Tod von George Floyd mobilisierte auch hierzulande Demos. Ihre Teilnehmer tappten in die klassische Falle der Identit&auml;tspolitik. Sie &uuml;berwinden keine Interessengegens&auml;tze, sie spalten.<br>\nGenau so funktioniert Identit&auml;tspolitik. Sie konstruiert Gegens&auml;tze, die im Einzelfall und situativ vorhanden sein m&ouml;gen, als einzig relevante Grabenbr&uuml;che und &uuml;bert&uuml;ncht so andere Konfliktlinien, die mindestens ebenso wirkungsm&auml;chtig sind: die zwischen Arm und Reich, zwischen Globalisierungsverlierern und -gewinnern, zwischen formal Gering- und Hochgebildeten.<br>\nIm &Uuml;brigen auch zwischen verschiedenen Migrantengruppen, die ja, je nach Herkunftsland, in Deutschland sehr unterschiedlich re&uuml;ssieren. W&auml;hrend viele, deren Eltern etwa einst aus Ex-Jugoslawien oder dem Iran gekommen sind, durch enorme Bildungsanstrengungen l&auml;ngst in der Mittelschicht angekommen sind, sind etliche andere noch genau da, wo sie am Tag ihrer Ankunft in Deutschland waren: ganz unten. Die identit&auml;tspolitische Pr&auml;misse, nach der es vor allem der latente oder manifeste Rassismus der Mehrheitsgesellschaft ist, der Einwanderer am Fortkommen hindert, geh&ouml;rt deshalb auf den Pr&uuml;fstand.<br>\nWarum ist Identit&auml;tspolitik so brandgef&auml;hrlich? Weil sie, anstatt auf die Solidarit&auml;t der Mehrheitsgesellschaft zu setzen, an ihr schlechtes Gewissen appelliert. Weil sie, statt die auseinanderdriftenden Segmente der Nation zusammenzuf&uuml;hren, Gr&auml;ben aufrei&szlig;t. Man lasse sich von demonstrativen politischen Gesten wie dem jetzt in den USA beliebten Niederknien wei&szlig;er Politiker oder der religi&ouml;s aufgeladenen Symbolik der Fu&szlig;waschungen nicht t&auml;uschen: Die Mehrheit plagen keine Schuldgef&uuml;hle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/proteste-rassismus-spaltung-identitaetspolitik-schwarze?utm_source=website_startseite&amp;utm_campaign=meistgelesen\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bittere Orangen<\/strong><br>\nBrasilien produziert den Grossteil des weltweit konsumierten Orangensafts. W&auml;hrend die Coronakrise die halbe Welt paralysiert, geraten die Pfl&uuml;ckerinnen und Pfl&uuml;cker zwischen den endlosen Orangenbaumreihen des Bundesstaats S&atilde;o Paulo immer weiter in die Prekarit&auml;t. Unsere Recherche, die wir kurz vor Ausbruch der Pandemie durchgef&uuml;hrt hatten, beleuchtet die miserablen Arbeitsbedingungen der Menschen, die f&uuml;r den aus der Schweiz operierenden Multi Louis Dreyfus Orangen ernten.<br>\nDie Arbeitsbedingungen in der Orangenindustrie sind bitter, so viel ist sicher, und in Krisenzeiten gilt das ganz besonders. Doch selbst als die Corona-Pandemie Brasilien erreichte, hat der Exportverband Citrus BR trotz der Risiken nie die Absicht erkennen lassen, den Fuss vom Gaspedal zu nehmen. In einem Interview vom April 2020 best&auml;tigte der Direktor des Verbands, Ibiapaba Neto, dass die Produktionskette &laquo;normal&raquo; funktioniere und dass LDC sowie die beiden anderen im Verband zusammengeschlossenen Orangensaftgiganten Cutrale und Citrosuco beabsichtigten, &laquo;zu 100% aktiv zu bleiben&raquo; &ndash; egal, wie sehr das Coronavirus das brasilianische Gesundheitssystem auf die Probe stelle.<br>\nMan k&ouml;nnte meinen, die brasilianischen Orangen seien unwiderstehlich. Man findet sie in mehr als der H&auml;lfte des weltweit konsumierten Orangensafts. Und die Region S&atilde;o Paulo stellt allein fast vier F&uuml;nftel der inl&auml;ndischen Produktion her, die praktisch zur G&auml;nze f&uuml;r den Export bestimmt ist.<br>\nDer Konzern LDC, der seinen operativen Hauptsitz in Genf hat, von wo aus er auch sein Fruchtsaftgesch&auml;ft steuert, war urspr&uuml;nglich nur im Handel t&auml;tig und begann dann in den 1990er-Jahren mit dem Aufbau einer eigenen Orangenproduktion in Brasilien. Dort verwaltet er heute 38 Zitrusplantagen mit einer Gesamtfl&auml;che von &uuml;ber 25&rsquo;000 Hektaren. Die eigene Produktion macht nach Angaben, die wir von LDC vor Ort erhielten, ungef&auml;hr die H&auml;lfte der vom Konzern verarbeiteten Orangen aus, die andere H&auml;lfte wird externen Produzenten abgekauft.<br>\nAll diese Orangen &ndash; die genaue Menge gilt als Gesch&auml;ftsgeheimnis &ndash; werden in den drei LDC-Saftfabriken der Region verarbeitet und anschliessend als gefrorenes Konzentrat oder pasteurisierter Saft in die wichtigsten M&auml;rkte der Welt verschifft. Sind sie einmal in der im Hinterland von S&atilde;o Paulo gelegenen Saftfabrik von &shy;Bebedouro abgeladen worden, l&auml;sst sich nicht mehr erkennen, ob die Orangen von einer LDC-Plantage stammen oder von einem der Zulieferer. Der Konzern spricht gerne &uuml;ber sein Blockchain-basiertes Projekt zur R&uuml;ckverfolgbarkeit von Orangensaft. Doch die Liste seiner Zulieferer wollte LDC uns auf Anfrage nicht zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stories.publiceye.ch\/orangen\/?pk_campaign=WEB20ORANGEN&amp;pk_source=nl&amp;pk_medium=nlde&amp;pk_content=read\">Public Eye<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krankes Krisenmanagement<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wollte Leben sch&uuml;tzen &ndash; hat aber gleichzeitig das Leben vieler Patienten gef&auml;hrdet. Durch die einseitige Fokussierung auf Covid-19 hat sie andere Krankheiten zu Kollateralsch&auml;den herbeigeredet.<br>\nMit etwas zeitlichem Abstand zu jenen Wochen, in der diese Republik wie gel&auml;hmt erschien &ndash; und ja auch per Infektionsschutzgesetz gel&auml;hmt war -, zeigt sich nun doch, wie es kranken Menschen erging. Besonders Onkologen und Kardiologen meldeten sich zu Wort. Ihre Patienten kamen sp&auml;ter als gut f&uuml;r sie war in die Praxen. &raquo;Bedingt durch Corona&laquo;, hei&szlig;t es meistens, wenn die Medien &uuml;ber diese tragischen Einzelschicksale schreiben, die hinter den Klagen der Fach&auml;rzte stecken.<br>\nDas stimmt aber so nicht. Es m&uuml;sste eigentlich hei&szlig;en: &raquo;Bedingt durch die Corona-Politik.&laquo; Die einseitige Mobilmachung des Gesundheitssektors auf Covid-19-Erkrankte war fahrl&auml;ssig. Gepaart mit der Angstmaschinerie hat das dazu gef&uuml;hrt, dass Menschen dringende medizinische Behandlungen verschoben haben. Etwaige Sterbef&auml;lle werden aber nicht in die Statstik der Corona-Toten aufgenommen &ndash; auch wenn sie eigentlich zu dieser traurigen Gruppe geh&ouml;ren. &Uuml;berhaupt wird man wohl eher wenig &uuml;ber die Folgesch&auml;den erfahren, unter anderem auch, weil sich Krankheitsverl&auml;ufe nun mal nicht rekonstruieren lassen.<br>\nDaheimbleiben. Das war die Devise. Was ja zun&auml;chst vern&uuml;nftig klang, wurde zu einer Obsession der ersten Tage, als Corona das &ouml;ffentliche Leben in den Griff bekam. Jogger wurden angefeindet, Parkbesucher als pflichtvergesse Ichlinge diffamiert. Die Alten sollten die eigenen vier W&auml;nde &raquo;bis es vorbei ist&laquo; nicht verlassen; Initiativen formierten sich, die die Senioren mit Lebensmittel versorgen sollten. Was gut gemeint war, war aber nicht gut, denn so gar nicht aus dem Haus zu gehen: Gesund f&uuml;r Psyche und Physis ist das freilich nicht. Man wollte in den ersten Wochen das Daheimbleiben kultivieren, &ouml;ffentliche Sender blendeten den passenden Hashtag ein, Medien animierten dazu, es sich auf dem Sofa gem&uuml;tlich zu machen, boten den dort Sitzenden aber nur Langeweile und Corona &ndash; was eine andere Geschichte w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2020\/06\/patienten-und-corona-krankes-krisenmanagement\/\">Neulandrebellen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neues Virus aus Peking ist Mutation von Corona<\/strong><br>\nIn China steigt die Angst einer zweiten Corona-Welle. Vor allem deshalb, weil offenbar ein neues Virus im Umlauf ist.<br>\nErneut erkranken immer mehr Menschen in China. Zun&auml;chst dachte man, dass sich das Coronavirus erneut ausbreiten w&uuml;rde. Dem ist aber offenbar nicht so. Die neuen F&auml;lle sind auf eine Mutation zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nLaut jetzigem Stand ist der Genstamm des neuen Virus ein anderer, zitiert die &ldquo;Global Times&rdquo; den Epidemiologen Zeng Guang. Man habe den neuen Erreger bis zu einem Hackbrett auf dem Xinfadi-Gro&szlig;markt zur&uuml;ckf&uuml;hren k&ouml;nnen. Dort sei Lachs verarbeitet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/neues-virus-aus-peking-ist-mutation-von-corona-100086928?fbclid=IwAR3mFCLAsBi__4wsuIOh7M5PPhZbA4lRnNmhwNbBKvGJoUHuQUYGQVtCpjc\">Heute.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Solche Berichte sind nicht nur unglaublich, sondern auch unverantwortlich. In der zitierten Quelle <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/content\/1191574.shtml?fbclid=IwAR3cq1cPaJAMPKkWt1TxcuPKgofUW9O4xBCaUHnfMY0CmwdKijDReDhcWsc\">hei&szlig;t es leicht verst&auml;ndlich<\/a>: &bdquo;Genome sequencing showed that the coronavirus came from Europe.&ldquo; Es handelt sich also nicht um &bdquo;ein neues Virus&ldquo;, sondern ganz einfach um den &bdquo;Re-Import&ldquo; des mittlerweile mutierten Virus&rsquo; aus Europa. Kein Grund zur Panik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA setzen die Einkreisung Russlands und Chinas fort &ndash; mit Unterst&uuml;tzung Deutschlands<\/strong><br>\nDie Nato nimmt die Ukraine in das &bdquo;Enhanced Opportunities Program&rdquo; auf. Russland d&uuml;rfte die Entscheidung als Provokation wahrnehmen, meint der &bdquo;Spiegel&ldquo; und hat Recht.<br>\nImmer noch begreifen viele Politiker und Journalisten nicht, dass die USA Russland und China einkreisen und damit den Weltfrieden immer mehr gef&auml;hrden. Dass die Regierung Merkel diese Politik unterst&uuml;tzt ist gegen unsere Interessen. Die US-Truppen sind nicht in Deutschland, um uns zu sch&uuml;tzen, sondern um Russland unter Druck zu setzen und die verbrecherischen Drohnenkriege &uuml;ber ihre milit&auml;rischen Einrichtungen bei uns zu steuern.<br>\nGef&auml;hrlich ist auch, dass sich die au&szlig;enpolitischen Laien in Berlin bereitfinden, die US-Einkreisung Chinas zu unterst&uuml;tzen. So will Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer Bundeswehr-Schiffe ins s&uuml;dchinesische Meer schicken. Und die Gr&uuml;nen, die, obwohl sie sich als Partei der Menschenrechte verstehen, nicht auf die Idee kommen, die Einhaltung von Menschenrechten von Washington zu fordern, das sie in aller Welt t&auml;glich mit F&uuml;&szlig;en tritt, sind vorne mit dabei, eine parlamentarische transatlantische Allianz gegen China aufzubauen &ndash; mit dabei unter anderem der ehemalige Gr&uuml;nen-Vorsitzende Reinhard B&uuml;tikofer, der in der Studentenbewegung beim maoistischen Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) aktiv war, und sich in den 70er Jahren in der Gesellschaft f&uuml;r Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) engagierte. So &auml;ndern sich die Gr&uuml;nen.<br>\nDiese Gruppe meint in v&ouml;lliger Ausblendung der Realit&auml;ten, die Au&szlig;enpolitik der EU gegen&uuml;ber China m&uuml;sse werteorientiert sein und &uuml;bersieht, dass die USA, in deren Diensten sie steht, wie kein anderes Land der Welt mit ihren Bombenkriegen, Drohnenkriegen, Handelskriegen und Sanktionen, die zum Tode von Millionen Menschen f&uuml;hren, gegen genau diese Werte versto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3130647486996697\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bei mir war immer der Druck da, gut zu sein<\/strong><br>\nLinda Zervakis pr&auml;sentiert seit &uuml;ber sieben Jahren die 20-Uhr-Nachrichten der &ldquo;Tagesschau&rdquo;. Im Interview berichtet sie, wieso diese gro&szlig;e &Ouml;ffentlichkeit Fluch und Segen sein kann.<br>\nDoch egal, wie souver&auml;n, wie seri&ouml;s und zuverl&auml;ssig Zervakis ihre Aufgabe erf&uuml;llt: F&uuml;r viele Menschen ist und bleibt sie &ldquo;die erste &lsquo;Tagesschau&rsquo;-Sprecherin mit Migrationshintergrund&rdquo;. Es ist der zweite Satz im Wikipedia-Artikel &uuml;ber sie, ein Stempel, der ihr mit Antritt ihres Jobs im Jahr 2013 versehen wurde. Und den sie seitdem nicht mehr loswird.<br>\nUnd Ihre Herkunft, Ihre griechischen Eltern spielten in der Schule nie eine Rolle?<br>\nNein, &uuml;berhaupt nicht. Deswegen war ich 2013 so &uuml;berrascht, als dieses Thema eine so gro&szlig;e Rolle spielte. Dieser Stempel haftet mir erst an, seitdem ich um 20 Uhr im Ersten Nachrichten pr&auml;sentiere. In der Schule hatte ich ganz andere Probleme. Ich war ein Arbeiterkind und meine Eltern konnten sich gewisse Dinge nicht leisten &ndash; das war quasi eher meine Ausgrenzung.<br>\nSie wurden wegen der fehlenden finanziellen Mittel ausgegrenzt?<br>\nManchmal auch ganz unbewusst. Wenn meine Freunde in den Herbstferien in den Urlaub auf die Kanaren geflogen sind, konnte ich nicht mitkommen, weil ich es mir nicht leisten konnte. Das war die Ausgrenzung, die ich als Kind erlebt habe &ndash; mit meiner Herkunft hatte das nicht das Geringste zu tun. Aufgrund der griechischen Herkunft meiner Eltern habe ich pers&ouml;nlich nie Probleme gehabt.<br>\nSpielte das mal sp&auml;ter im Zuge der Diskussion &uuml;ber die griechische Schuldenkrise im Jahr 2010 und dar&uuml;ber hinaus eine Rolle f&uuml;r Sie? Wie nimmt man g&auml;ngige Betrachtungsweisen aus Deutschland auf das Land seiner Eltern wahr?<br>\nDiese ganze Berichterstattung hat mich traurig gemacht. Als ich das alles gelesen habe, dachte ich, wir fallen zur&uuml;ck ins Mittelalter. Da wurde sehr viel auf plumpe Art und Weise stigmatisiert. Stichwort: der faule Grieche. Das war einfach nur maximal unangenehm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_88044794\/tagesschau-sprecherin-linda-zervakis-kritisiert-etikett-migrationshintergrund-.html\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier wird ein Punkt angesprochen, den des b&uuml;rgerlich-liberalen Milieu bei der Diskussion von Diskriminierung gerne verdr&auml;ngt, die ungebrochenen soziale Diskriminierung in Deutschland. Die Hartz IV Gesetzgebung, die in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebenden B&uuml;rgern offen Dem&uuml;tigungen und Schikanen aussetzt, ist nur ein prominentes Beispiel. Die Tatsache, dass die soziale Herkunft noch immer eines der wesentlichen Kriterien f&uuml;r Bildungserfolg in Deutschland ist, ein anderes. Auch die Griechenlandberichterstattung der deutschen Medien, die Linda Zarvakis anspricht, sollte man nicht vergessen. Die gleichen Medien, die sich nun mit Solidarit&auml;tsadressen f&uuml;r die Protestbewegung in den USA &uuml;berschlagen, schreckten in der Griechenlandkrise 2010 nicht vor Artikeln zur&uuml;ck, die man ohne weiteres als rassistisch bezeichnen darf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Markus Lanz im ZDF: Ein Moderator verbl&uuml;fft mit gewaltiger Ignoranz<\/strong><br>\nEr unterbricht permanent, er h&ouml;rt nicht zu, er ignoriert Argumente. Hauptsache, er hat recht (hat er aber oft nicht) &ndash;  Markus Lanz.<br>\nDrei Dinge sollte mitbringen, wer als Gast zu einer Talkshow geht: Selbstbewusstsein, Kompetenz beim Thema und eine gewisse Dickfelligkeit. Wer sich von Markus Lanz einladen l&auml;sst, braucht allerdings noch etwas mehr: Ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Masochismus. Wobei: Das gilt vor allem f&uuml;r Menschen, die der Moderator (der keiner ist), verd&auml;chtigt, links zu sein. Rechtsausleger wie seine Lieblingsg&auml;ste Robin Alexander (Die Welt) oder Wolfram Weimer (Cicero) fasst er nur mit Samthandschuhen an.<br>\nDoch tr&auml;gt einer das Kainsmal &bdquo;Gr&uuml;ner&ldquo; oder &bdquo;Sozi&ldquo;, sollte er sich wappnen. Gegen permanentes Ins-Wort-Fallen, gegen Argumente &Uuml;bert&ouml;nen (wahlweise &Uuml;berh&ouml;ren), gegen Verdrehungen und Beharren auf falschen Behauptungen. Das durfte jetzt Hubertus Heil erleben, Arbeits- und Sozialminister und zu seinem Pech Sozialdemokrat. Solchen Leuten zeigt Markus Lanz allemal, dass sie sagen k&ouml;nnen, was sie wollen: Er &uuml;berf&auml;hrt sie trotzdem.<br>\nNun haben wir erst gestern eine TV-Kritik zu Lanz&rsquo; Sendung gehabt, die ihn als dem Boulevard h&ouml;rig schilderte. Und auch diese Besprechung war ja nicht der erste Verriss, und man muss schon fragen, ob Lanz ist, wie er ist, weil er durch seine pseudo-kritische Art das Erregungslevel schafft, das ihm dann die Quoten beschert. Und ob man also weiterhin berichten sollte &uuml;ber diese Mainzer Au&szlig;enstelle der Inquisition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/tv-kino\/markus-lanz-tv-kritik-esken-hubertus-heil-fakten-ignorieren-zr-13795491.html#\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die uns&auml;gliche Talkshow des Markus Lanz ist hier gut charakterisiert. Am besten einfach ausschalten. Das &auml;rgerliche ist nur, dass man auch daf&uuml;r seine Rundfunkgeb&uuml;hren zahlen muss.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So richtig die Charakterisierung von Markus Lanz ist, so sehr muss man ihm &ndash; oder besser seinem Team &ndash; auch zugutehalten, dass die Sendung zur Corona-Thematik der einzige Lichtblick im deutschen TV-Sumpf war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der schwere Irrtum der einfachen Wahrheit<\/strong><br>\nWas aber genau ist die sozialpsychologische Funktion verschw&ouml;rungsideologischer Weltbilder? Warum haben diese so &uuml;beraus h&auml;ufig einen antisemitischen Hintergrund? Welche erkenntnistheoretischen Fehler begehen die einschl&auml;gigen Akteure? Zirkulieren solche Mythen heute zahlreicher als fr&uuml;her und was ist ihr historischer Ursprung?<br>\nIn den vergangenen Jahren ist eine Reihe soziologischer und psychologischer Studien entstanden, die vielfach die Aspekte Sinn- und Identit&auml;tsstiftung, Komplexit&auml;tsreduktion, narzisstisches Distinktionsbed&uuml;rfnis sowie Entlastungs- und S&uuml;ndenbockfunktion untersucht haben. Sicher ist: &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; &ndash; in der Forschung gibt es Kontroversen dar&uuml;ber, ob der Theoriebegriff &uuml;berhaupt verwendet werden sollte &ndash; zwingen dem Chaos eine Ordnung auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/verrenkungen-der-verschwoerungsideologen-der-schwere-irrtum-der-einfachen-wahrheit\/25897986.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Tagesspiegel.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.R.:<\/strong> Der Autor bedient sich zahlreicher wertender Worte um den gro&szlig;en Einmachtopf, hier vom Autor eine Analyse genannt, zu f&uuml;llen. Ohne Scham werden willk&uuml;rliche Zusammenh&auml;nge gebildet. Impfgegner, Verschw&ouml;rungstheoretiker, Nazis, Antimodernisten, Freigeister, Antisemiten, Querfront werden zu einer Person verschmolzen. Wie auch schon von Nachdenkseiten beobachtet, wird immer h&auml;ufiger, zus&auml;zlich zur allgemeinen Diffamierung der &ldquo;Verschw&ouml;hrungstheoretiker&rdquo; die braune Schublade ge&ouml;ffnet, wie mit diesem Zitat veranschaulicht: &ldquo;Wer vom Antisemitismus nicht sprechen will, sollte auch von Verschw&ouml;rungsmythen schweigen.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In dieser &bdquo;Analyse&ldquo; ist wieder einmal besonders auff&auml;llig wie mit aller rhetorischer Gewalt versucht wird jeden, der sich nicht auf Regierungslinie bewegt, das Etikett des &bdquo;Antisemitismus&ldquo; anzuheften. Ebenso &auml;rgerlich die intellektuelle Arroganz, die aus jeder Zeile des Artikels tropft. Denn jeder, der sich mit den herrschenden Verh&auml;ltnissen nicht abfinden will, kommt eben mit unserer &bdquo;modernen, funktional ausdifferenzierte Gesellschaft mit ihren komplexen Widerspr&uuml;chen&ldquo; einfach nicht zurecht und will nur sein &bdquo;narzisstisches Distinktionsbed&uuml;rfnis&ldquo; befriedigen. Da hat der Autor im Soziologieseminar aber gut aufgepasst.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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