{"id":6205,"date":"2010-07-16T15:43:09","date_gmt":"2010-07-16T13:43:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6205"},"modified":"2010-07-16T15:43:09","modified_gmt":"2010-07-16T13:43:09","slug":"hinweise-des-tages-2-139","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6205","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Gemeinsam gegen die Flaute; Angst vor dem n&auml;chsten Beben; Arbeitslosigkeit &ndash; ein Scheitern der Politik; US-Finanzmarktreform; Goldman Sachs muss zahlen; Gro&szlig;razzia bei Cr&eacute;dit Suisse; kein Elterngeld f&uuml;r Mini-Jobber; mit Zwang in den Niedriglohn; Volksz&auml;hlung 2011; Schwarz-Gelb bleibt am l&auml;ngeren Hebel; Minderheitenkabinette; Weimar wirft hin; Volksentscheid in Hamburg; Lobbyregister; Solargro&szlig;kraftwerke; Taliban verscheucht Guttenberg. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Nouriel Roubini &ndash; Gemeinsam gegen die Flaute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Martin Wolf &ndash; Die Angst vor dem n&auml;chsten Beben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Employment gaps &ndash; a failure of political leadership<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">US-Finanzmarktreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Goldman Sachs und die SEC: Eine halbe Milliarde als Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Steuerhinterziehung: Gro&szlig;razzia bei Cr&eacute;dit Suisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kein Elterngeld f&uuml;r Mini-Jobber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Mit F&ouml;rdern, Fordern und Zwang in den Niedriglohnjob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Volksz&auml;hlung 2011: Argwohn gegen die Datenkrake<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Bundesrat: Schwarz-Gelb bleibt am l&auml;ngeren Hebel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Minderheitskabinette: Das Modell, das aus der K&auml;lte kam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Laumann: &ldquo;Rot-Gr&uuml;n brennt unsere D&ouml;rfer ab&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Finanzminister Weimar wirft hin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Volksentscheid &uuml;ber Hamburgs Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gr&uuml;ne fordern verbindliches Register f&uuml;r Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">F&uuml;r eine kriegs-pr&auml;ventive dezentrale Energiewirtschaft in B&uuml;rgerhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Taliban verscheuchen Gebirgsj&auml;ger Guttenberg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6205&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em>  <\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nouriel Roubini &ndash; Gemeinsam gegen die Flaute<\/strong><br>\nDas weltweite Wachstum wird sich verlangsamen. Wenn nicht alle gro&szlig;en Volkswirtschaften etwas tun, drohen der R&uuml;ckfall in die Rezession und eine weitere Finanzkrise.<br>\nWie es aussieht, steht der Weltwirtschaft in diesem Jahr eine erhebliche Abk&uuml;hlung bevor. Die Sparprogramme einiger L&auml;nder werden das Wachstum verlangsamen. Bestandsbereinigungen nehmen ihren Verlauf. Es verpuffen die Auswirkungen steuerlicher Ma&szlig;nahmen, die der Zukunft Nachfrage gestohlen haben &ndash; wie die Abwrackpr&auml;mie in den USA, Steuervorteile f&uuml;r K&auml;ufer von Eigenheimen oder Verg&uuml;nstigungen f&uuml;r umweltfreundliche Ger&auml;te. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt bleiben schwierig. Der schmerzhafte Schuldenabbau in den Bankbilanzen sowie bei finanziell angeschlagenen Privathaushalten, Finanzinstituten und Staaten setzt sich fort.<br>\nRegierungen und Verbraucher, die &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse lebten, werden nun weniger ausgeben, konsumieren und importieren. Doch deswegen geben diejenigen in China, Deutschland und Japan, die zu viel gespart haben, nicht mehr Geld aus. In einer Welt des &Uuml;berangebots wird die Erholung der weltweiten Nachfrage schwach ausfallen.<br>\nAus politischer Sicht k&ouml;nnte diese zweite weltweite Konjunkturabk&uuml;hlung zu keinem schwierigeren Zeitpunkt kommen.<br>\nDie Euro-Zone muss sparen. Sie braucht aber auch Wachstum in einer H&ouml;he, die sie am besten erreicht, wenn die Europ&auml;ische Zentralbank die Geldpolitik lockert. Auch eine fr&uuml;hzeitige Umschuldung der zahlungsunf&auml;higen Mitgliedsstaaten geh&ouml;rt auf die Tagesordnung. Deutschland sollte seine Haushaltskonsolidierung um einige Jahre verschieben, um das verf&uuml;gbare Einkommen und den Konsum zu steigern. Japan muss die Wirtschaftsreformen beschleunigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:konjunktur-nouriel-roubini-gemeinsam-gegen-die-flaute\/50144258.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Bundesregierung, Mainstream-Medien und Wirtschaftsverb&auml;nde sonnen sich momentan in dem aus dem deutschen Lohndumping und dem schwachen Euro resultierenden Wachstum der deutschen Exportwirtschaft. Die hiesigen Medien schwadronieren wieder zunehmend vom angeblichen deutschen &ldquo;Boom&rdquo;. Die Hoffnung der deutschen Exportwirtschaft auf Zuw&auml;chse in den USA kann sich sehr schnell als tr&uuml;gerisch erweisen, vor allem dann, wenn sich der Kurs des US-Dollar gegen&uuml;ber dem Euro wegen einer erneuten Wachstumsschw&auml;che der US-Wirtschaft wieder reduzieren sollte. Auch die Hoffnung der deutschen Exporteure auf den chinesischen Markt k&ouml;nnte sich sehr schnell als Fata Morgana erweisen, denn auch bez&uuml;glich der k&uuml;nftigen Wachstumsentwicklung der chinesichen Volkswirtschaft mehren sich die Fragezeichen. Siehe beispielsweise den FTD-Beirag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:sorgen-um-wachstumsstuetze-rogoff-sieht-kollaps-des-chinesischen-immobilienmarkts\/50139753.html%20\">Sorgen um Wachstumsst&uuml;tze: Rogoff sieht Kollaps des chinesischen Immobilienmarkts<\/a>&ldquo;.<br>\nDie deutsche Bundesregierung sowie die hiesigen Mainstream-Medien und Wirtschaftsverb&auml;nde m&ouml;chten jedoch scheinbar unbeirrt die deutsche Wirtschaft in eine zunehmende Abh&auml;ngigkeit vom Export hineinman&ouml;vrieren. Es besteht die Gefahr, dass dieser Kurs und die damit einhergehende chronische Schw&auml;che des deutschen Binnenmarktes sich mehr und mehr zu einem Risiko f&uuml;r die deutsche und europ&auml;ische Wirtschaft entwickeln wird. Das deutsche Lohnsenkungs- und Spardiktat an die Adresse der &uuml;brigen Staaten der Eurozone droht &uuml;ber kurz oder lang als Bumerang auf die deutsche (Export-)Wirtschaft zur&uuml;ckzuschlagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Martin Wolf &ndash; Die Angst vor dem n&auml;chsten Beben<\/strong><br>\nIn seinem Buch &ldquo;Fault Lines&rdquo; verweist (der ehemalige IWF-Chef&ouml;konom Raghuram) Rajan auf innenpolitische Spannungen in den USA. &Auml;hnliche Probleme deuten sich in Westeuropa an. Ich bezeichne es als &ldquo;das Ende der Abmachung&rdquo;. Diese Abmachung betraf die Konstituierung der Gesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. In den USA ging es im Kern um Vollbesch&auml;ftigung und hohen Konsum, in Europa um staatliche Sozialleistungen.<br>\nRasch zunehmende Ungerechtigkeit und stagnierende Realeinkommen bedrohen in den USA seit Langem diese Abmachung. Von jedem Dollar, um den das Realeinkommen zwischen 1976 und 2007 gewachsen ist, flossen 58 Cent in die Taschen des obersten Prozents der Haushalte. Das ist atemberaubend.<br>\nDie Bruchstellen innerhalb des Westens werden durch diejenigen innerhalb der Weltwirtschaft verschlimmert. Rajan verweist auf zwei Risiken: zum einen auf die strukturbedingte Exportabh&auml;ngigkeit von Volkswirtschaften wie Japan, Deutschland und China, zum anderen auf den Zusammenprall von Finanzsystemen.<br>\nWie Rajan anmerkt, haben eine ganze Reihe bedeutender Volkswirtschaften ihre Wirtschaft auf Exporte aufgebaut. Die daraus folgende Abh&auml;ngigkeit von der Auslandsnachfrage bedeutet, dass die Kreditabh&auml;ngigkeit, die sie zu Hause so stolz umgehen, im Ausland entsteht.<br>\nDas Problem ist, dass die L&auml;nder, die fr&uuml;her f&uuml;r Nachfrage gesorgt haben &ndash; wie die USA oder Spanien -, nun mit einen &uuml;berschuldeten Privatsektor dastehen. Wir haben es also mit einem Nullsummenspiel um Anteile an einer strukturell mangelhaften weltweiten Nachfrage zu tun. Das bedroht das &Uuml;berleben der Euro-Zone und sogar die offene Weltwirtschaft.<br>\nVor uns liegen zwei gro&szlig;e Bedrohungen. Die erste besteht darin, nicht zu erkennen, wie stark der Deflationsdruck ist. Es besteht die Gefahr, dass ein verfr&uuml;htes Anziehen der Z&uuml;gel in Fiskal- und Geldpolitik die Weltwirtschaft letztlich wieder in eine Rezession st&uuml;rzt, auch wenn die gr&ouml;&szlig;ten Schwellenl&auml;nder in der Lage sein sollten, sich selbst zu sch&uuml;tzen.<br>\nDie zweite Bedrohung besteht darin, die mittelfristigen strukturellen Ver&auml;nderungen zu vernachl&auml;ssigen, die in der Fiskalpolitik, im Umgang mit dem Finanzsektor und bei der Beseitigung von Handels&uuml;bersch&uuml;ssen notwendig sind. Sie sind unerl&auml;sslich, wenn eine gesunde weltweite Erholung eintreten soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:kolumne-martin-wolf-die-angst-vor-dem-naechsten-beben\/50144852.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Employment gaps &ndash; a failure of political leadership<\/strong><br>\nOvernight a kind soul (thanks M) sent me the latest Goldman Sachs US Economist Analysis (Issue 10\/27, July 9, 2010) written by their chief economist Jan Hatzius. Unfortunately it is a subscription-based document and so I cannot link to it. It presents a very interesting analysis of the current situation in the US economy, using the sectoral balances framework, which is often deployed in Modern Monetary Theory (MMT). While it relates to the US economy, the principles established apply to any sovereign nation (in the currency sense) and demonstrate that some of the top players in the financial markets have a good understanding of the essentials of MMT. But the bottom line of the paper is that the US is likely to have to endure on-going and massive employment gaps (below potential) for years because the US government is failing to exercise leadership. The paper recognises the need for an expansion of fiscal policy of at least 3 per cent of GDP but concludes that the ill-informed US public (about deficits) are allowing the deficit terrorists to bully the politicians into cutting the deficit. The costs of this folly will be enormous.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=10670\">billy blog &hellip;alternative economic thinking<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/07\/14\/und-was-sagt-goldie\/\">Und was sagt Goldie? Weissgarnix<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Finanzmarktreform<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kernpunkte der US-Finanzmarktreform<\/strong><br>\nDas ist die gr&ouml;&szlig;te Reform der Finanzm&auml;rkte in den USA seit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Das Dodd-Frank-Gesetz soll ein Wiederholen der schweren Finanzkrise von 2007 bis 2009 verhindern. Im Folgenden wichtige Punkte der zuletzt diskutierten Version des 2300 Seiten umfassenden Gesetzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2852438_Hintergrund-Kernpunkte-der-US-Finanzmarktreform.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/sieg-fuer-die-wall-street\/1868750.html\">US-Finanzmarktreform Sieg f&uuml;r die Wall Street<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong><\/p>\n<li><strong>So l&ouml;chrig ist die US-Finanzmarktreform<\/strong><br>\n&ldquo;Das Amerikanische Volk wird nie wieder aufgefordert werden, die Rechnung f&uuml;r die Fehler der Wall Street zu zahlen.&rdquo; Mit diesen Worten dr&uuml;ckte US-Pr&auml;sident Barack Obama am Donnerstag die Hoffnung vieler aus: dass die radikalste Finanzmarktreform seit den 1930er-Jahren eine Wiederholung der extremen Turbulenzen der vergangenen Jahre verhindert.Das Gesetzespaket, das Obama wahrscheinlich Ende kommender Woche unterschreiben wird, ber&uuml;hrt praktische jede Aktivit&auml;t von Banken und bringt auch anderen Finanzunternehmen neue Regeln. Unter anderem untersagt die Reform Geldh&auml;usern Gesch&auml;fte auf eigene Rechnung, schr&auml;nkt ihre Investitionen in Hedge-Fonds ein, schafft Regeln zur Abwicklung systemisch wichtiger Institute und eine neue Verbraucherschutzbeh&ouml;rde.<br>\nDennoch bleiben viele Beobachter skeptisch. Das Gesetzespaket weise L&uuml;cken auf, kritisieren Analysten des Researchhauses Creditsights. &ldquo;An verschiedenen Stellen wird der Kern des Problems, das sich auf dem H&ouml;hepunkt der Krise Ende 2008 und Anfang 2009 zeigte, nicht angegangen&rdquo;, schreiben sie und f&uuml;gen hinzu: &ldquo;Viele wichtige Fragen sind noch offen f&uuml;r Interpretationen durch die Regulierer und weitere Studien, was die Unsicherheit f&uuml;r die Branche erh&ouml;ht und die Auswirkungen der Gesetze im Unklaren l&auml;sst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:lehren-aus-der-krise-so-loechrig-ist-die-us-finanzmarktreform\/50145084.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Goldman Sachs und die SEC: Eine halbe Milliarde als Strafe<\/strong><br>\nSpektakul&auml;re Verfahren der US-B&ouml;rsenaufsicht enden h&auml;ufig mit einem Vergleich. Doch der ist teuer f&uuml;r Goldman Sachs: 550 Millionen US-Dollar werde die Bank als Strafe zahlen &ndash; und ihre Gesch&auml;ftspraktiken &auml;ndern.<br>\nGoldman habe, so der Vorwurf, ein kompliziertes Finanzprodukt entwickelt, das es dem Hedgefonds-Manager John Paulson erlaubte, auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes zu wetten. Die Tatsache, dass Paulson an der Konstruktion des Produktes mit Namen &ldquo;Abacus&rdquo; mitgewirkt habe, sei den Goldman-Kunden verschwiegen worden, worin die SEC den Tatbestand des Betrugs erf&uuml;llt sah.<br>\nGoldman zahlt 550 Millionen Dollar Geldbu&szlig;e und verspricht, die eigenen Gesch&auml;ftspraktiken zu &uuml;berpr&uuml;fen. Es ist die h&ouml;chste Geldbu&szlig;e, die je in der Geschichte der SEC &uuml;ber eine Finanzfirma verh&auml;ngt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/goldman-sachs-das-haessliche-wort-betrug-1.975633\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Goldman Sachs hat 2008 seinen Spitzenmanagern etwa 4,8 Milliarden Dollar <a href=\"http:\/\/www.bernerzeitung.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Zig-Milliarden-Staatshilfe-landeten-im-Portemonnaie-der-Banker\/story\/29578563\">an Pr&auml;mien bezahlt<\/a>, dagegen wirkt die Strafzahlung wie Peanuts. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung: Gro&szlig;razzia bei Cr&eacute;dit Suisse<\/strong><br>\nDer schwarze Tag f&uuml;r die Credit Suisse beginnt an einem sonnigen Morgen: Zehn Staatsanw&auml;lte aus D&uuml;sseldorf sowie 140 Polizisten und Steuerfahnder kommen zur Gro&szlig;razzia in alle deutschen Filialen, Daten werden beschlagnahmt, Unterlagen sichergestellt. Der Vorwurf: Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Hunderten F&auml;llen &ndash; ein Desaster f&uuml;r das verschwiegene Kreditinstitut mit der feinen Kundschaft.<br>\nEs gehe dabei um internationale &ldquo;mafia&auml;hnliche Strukturen&rdquo; im Finanzsektor, hei&szlig;t es aus gut informierten Kreisen. Es gebe Hinweise auf Personengruppen, die organisiert und gewerbsm&auml;&szlig;ig mit illegalen Methoden als Beihelfer und Anstifter der Steuerhinterzieher arbeiteten.<br>\nF&uuml;r Credit Suisse steht viel auf dem Spiel: Gegen 1100 Kunden der Bank laufen bereits Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Kundschaft ist nerv&ouml;s. Nach dem Kauf der Steuers&uuml;nder-CD durch die Beh&ouml;rden hatten sich Tausende Deutsche selbst angezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2847724_Steuerhinterziehung-Grossrazzia-bei-Credit-Suisse.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kein Elterngeld f&uuml;r Mini-Jobber<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der schwarz-gelben Regierung, das Elterngeld f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger zu streichen, gehen weiter als bislang bekannt. Mit einem geringeren staatlichen Zuschuss m&uuml;ssen auch Mini-Jobber und Paare rechnen, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten. Dies geht aus dem Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums hervor, der der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Wer wegen seines geringen Verdienstes zus&auml;tzlich vom Staat Hartz-IV-Leistungen erh&auml;lt und so sein Einkommen aufstockt, wird genauso wie alle Hartz-IV-Bezieher bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen.<br>\nDie Bundesregierung hatte in ihrem Sparpaket von Anfang an vorgesehen, gut ein Drittel des Sparvolumens von mehr als 13 Milliarden Euro im Jahr 2011 bei den Sozialleistungen hereinzuholen. Die K&uuml;rzungen beim Elterngeld belaufen sich auf 600 Millionen Euro. Aus dem Referentenentwurf von Familienministerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) geht nun hervor, dass die schwarz-gelbe Koalition den Beziehern h&ouml;herer Einkommen deutlich weniger zumutet als den &auml;rmsten Eltern.<br>\nSo will die Bundesregierung etwa 155 Millionen Euro durch ein niedrigeres Elterngeld bei Nettoeinkommen von mehr als 1240 Euro im Monat sparen. Fast dreimal so gro&szlig; sind die K&uuml;rzungen bei den &auml;rmeren Familien, sie summieren sich auf 440 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sparpaket-der-bundesregierung-kein-elterngeld-fuer-mini-jobber-1.975735%20%20\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>CSU-Politikerin gei&szlig;elt K&uuml;rzungen f&uuml;r Mini-Jobber<\/strong><br>\nDie CSU macht Front gegen das Vorhaben aus dem Familienministerium, Geringverdienern das Elterngeld zu k&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article8493484\/CSU-Politikerin-geisselt-Kuerzungen-fuer-Mini-Jobber.html%20\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mit F&ouml;rdern, Fordern und Zwang in den Niedriglohnjob<\/strong><br>\nDas Modell der B&uuml;rgerarbeit, welches die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, derzeit als gro&szlig;en Fortschritt preist, ist eine Fortf&uuml;hrung der 1-Euro-Jobs &ndash; wobei es ein paar Unterschiede gibt: Zum einen waren 1-Euro-Jobs befristet (im Mittel betrug die Einsatzzeit 6 Monate), zum anderen wird bei der B&uuml;rgerarbeit ein Arbeitsvertrag zwischen dem bisher Arbeitssuchenden und dem neuen Arbeitgeber geschlossen. Zu diesen Arbeitgebern sollen laut den offiziellen FAQs des Bundesarbeitsministeriums auch Gemeinden, St&auml;dte und Kreise sowie Wohlfahrtsverb&auml;nde und Vereine z&auml;hlen. Doch wie auch bei den 1-Euro-Jobs stellt sich die Frage, wer hier inwiefern &uuml;berhaupt gef&ouml;rdert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32960\/1.html%20\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Volksz&auml;hlung 2011: Argwohn gegen die Datenkrake<\/strong><br>\n10.000 Menschen reichen heute beim Bundesverfassungsgericht Klage ein gegen den &ldquo;Zensus 2011&rdquo;. In ihren Augen ist die anstehende &ldquo;Volksz&auml;hlung&rdquo; nicht nur &uuml;berfl&uuml;ssig, sondern verst&ouml;&szlig;t in zwei zentralen Punkten gegen das Grundgesetz und die Rechtsprechung des Verfassungsgesetzes. Die Initiatoren der Sammelklage, die im Fr&uuml;hjahr bereits erfolgreich die Vorratsdatenspeicherung zum Kippen brachten, werfen der Bundesregierung &uuml;berdies vor, bewusst wenig &uuml;ber den Zensus zu informieren, um gr&ouml;&szlig;ere Proteste zu verhindern.<br>\nIn ihren Augen ist dieser Abgleich ein Missbrauch der Daten, weil sie zu diesem Zweck nicht erhoben worden seien. Sie f&uuml;rchten durch die Zusammenf&uuml;hrung der Daten eine steigende Gefahr von Datenlecks bei den Verwaltungen. &Uuml;berhaupt &auml;rgern sie sich &uuml;ber die Auskunftspflicht der Befragten.<br>\nEs ist ein grunds&auml;tzliches Misstrauen gegen die &ldquo;Datenkrake Staat&rdquo;, das viele Menschen zu dieser Klage animiert.<br>\nSo nachvollziehbar dies angesichts von Sicherheitsgesetzen, Vorratsdatenspeicherung und Gro&szlig;em Lauschangriff erscheinen mag, l&auml;sst es doch im Konkreten zwei wichtige Errungenschaften aus dem Urteil von 1987 au&szlig;er Acht: Erstens ist das Bewusstsein f&uuml;r den Datenschutz bei B&uuml;rgern wie bei Beh&ouml;rden massiv gewachsen. Zweitens gibt es einen &auml;u&szlig;erst kritischen Bundesdatenschutzbeauftragten, der den Zensus begleitet. Und Peter Schaar, der sich sonst nicht scheut, auf Verst&ouml;&szlig;e gegen das Grundgesetz aufmerksam zu machen, sagt: Der Zensus ist unbedenklich.<br>\nAll dies spricht daf&uuml;r, dass die Richter in Karlsruhe &auml;hnlich urteilen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2851300_Analyse-Argwohn-gegen-die-Datenkrake.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesrat: Schwarz-Gelb bleibt am l&auml;ngeren Hebel<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb hat mit 31 von 69 Stimmen keine Mehrheit mehr im Bundesrat. Die Opposition aber noch viel weniger. Die SPD kommt mit den Gr&uuml;nen auf 13 Stimmen. Z&auml;hlt man die rot-roten L&auml;nder hinzu, sind es 21 Stimmen. Beide Bl&ouml;cke sind also gezwungen, Verb&uuml;ndete zu finden. Die sechs NRW-Stimmen z&auml;hlen zum rot-gr&uuml;nen Block. Sie werden einheitlich auf Weisung der Landesregierung abgegeben.<br>\nMerkel wird wohl versuchen, mit Versprechungen das schwarz-gr&uuml;ne Hamburg und das schwarz-gelb-gr&uuml;ne Saarland auf ihre Seite zu locken. Das br&auml;chte sechs Stimmen und die Mehrheit im Bundesrat. Rot-Gr&uuml;n d&uuml;rfte die von gro&szlig;en Koalitionen regierten L&auml;nder Sachsen-Anhalt, Th&uuml;ringen und Mecklenburg-Vorpommern umwerben, die elf Stimmen haben.<br>\nDie Regierung wird sich bem&uuml;hen, ihre Vorhaben gesetzestechnisch so zu gestalten, dass sie der Zustimmung nicht bed&uuml;rfen. Das hat sie f&uuml;r Sparpaket, Gesundheitsreform und AKW-Laufzeitverl&auml;ngerung angek&uuml;ndigt. Der Bundesrat muss aber grunds&auml;tzlich immer einwilligen, wenn L&auml;nderinteressen betroffen sind. Die SPD hat daher Verfassungsklagen angedroht, falls die Regierung das Atomgesetz und die Gesundheitsreform ohne Bundesrat beschlie&szlig;en will. Die Gesetze w&auml;ren allerdings bis zu einem anderslautenden Spruch aus Karlsruhe g&uuml;ltig.<br>\nImmer dann, wenn schwarz-gelbe Gesetze im Bundesrat scheitern, d&uuml;rften Bundestag oder Regierung das 32-k&ouml;pfige Schlichtungsgremium aus Bundestag und -rat anrufen. Auch hier hat Schwarz-Gelb mit 15 Mitgliedern keine Mehrheit. Zw&ouml;lf Stimmen entfallen auf die Opposition. Eine entscheidende Rolle spielen auch hier die gro&szlig;en Koalitionen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Th&uuml;ringen sowie Hamburg und das Saarland, die je einen Vertreter entsenden.<br>\n&ldquo;Es wird un&uuml;bersichtlicher&rdquo;, urteilt der langj&auml;hrige Bundesrats- experte eines SPD-Landes: &ldquo;Wir werden &Uuml;berraschungen erleben.&rdquo; Aber letztlich, r&auml;umt er ein, sitze die schwarz-gelbe Koalition noch immer &ldquo;am l&auml;ngeren Hebel&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2851832_Bundesrat-Schwarz-Gelb-bleibt-am-laengeren-Hebel.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Minderheitskabinette: Das Modell, das aus der K&auml;lte kam<\/strong><br>\nD&auml;nemark ist noch heute das Paradebeispiel daf&uuml;r, dass es keine Mehrheit braucht, um ein Land zu regieren. Wenn die D&auml;nen im n&auml;chsten Jahr w&auml;hlen, k&ouml;nnen sie auf 40 Jahre zur&uuml;ckblicken, in denen es nur ein einziges Mal 20 Monate lang eine Koalition mit eigener Mehrheit gab. Auch in Schweden und Norwegen sind die aktuellen Majorit&auml;tsregierungen eher Ausnahme- als Normalfall.<br>\nDass in Skandinavien schlechter regiert wurde als in L&auml;ndern, in denen Minderheitskabinette unter Chaosverdacht stehen, wird niemand behaupten.<br>\nDas Konsensmodell dagegen betrachte die Parteien als Interessenvertreter und halte es f&uuml;r ein demokratisches Gut, m&ouml;glichst viele Gruppen in den kollektiven Beschlussprozess einzubinden. Statt Vorschl&auml;ge in der Koalition auszuhandeln und nur noch zum Abnicken ins Parlament zu bringen, finden die entscheidenden Debatten in der Volksvertretung statt &ndash; so lautet das Ideal. In der Realit&auml;t wird allerdings auch im Minderheitssystem hinter verschlossenen T&uuml;ren geschachert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2851322_Minderheitskabinette-Das-Modell-das-aus-der-Kaelte-kam.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Laumann: &ldquo;Rot-Gr&uuml;n brennt unsere D&ouml;rfer ab&rdquo;<\/strong><br>\nRot-Gr&uuml;n ist dabei, unsere D&ouml;rfer abzubrennen. Sie wollen alles zur&uuml;ckdrehen, was wir in f&uuml;nf Jahren erreicht haben, Kopfnoten und Studiengeb&uuml;hren sofort wieder abschaffen. Sie zerst&ouml;ren unser Werk und wollen dann Kaffee mit uns trinken. Das ist doch keine Einladung.<br>\nDiese so genannte Sponsoring-Aff&auml;re, die keine war, hat J&uuml;rgen R&uuml;ttgers extrem geschadet und aus der Bahn geworfen. Zweitens hat uns die Berliner Regierung unglaublich geschadet. Ich nehme es ihnen &uuml;bel, dass sie streiten, statt zu regieren. Aus meiner Sicht ist der Berliner Koalitionsvertrag so ungenau und unrealistisch formuliert, dass jetzt st&auml;ndig gerungen werden muss. Das h&auml;tte bei den Koalitionsverhandlungen fr&uuml;her passieren m&uuml;ssen. Aber damals hat sich die Bundes-FDP auch m&auml;chtig &uuml;bersch&auml;tzt. Und wir schwitzen hier. Wir haben jetzt 330000 W&auml;hler verloren, die gar nicht mehr zur Wahl gegangen sind. Denen war die CDU schlichtweg gleichg&uuml;ltig. Die m&uuml;ssen wir wieder einfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2851760_Nordrhein-Westfalen-Rot-Gruen-brennt-unsere-Doerfer-ab.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man die Finanzsituation zahlloser Kommunen in NRW betrachtet, dann sind die D&ouml;rfer schon l&auml;ngst abgebrannt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Finanzminister Weimar wirft hin<\/strong><br>\nMit dem hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch (CDU) geht auch sein dienst&auml;ltester Minister von Bord. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) k&uuml;ndigte am Freitag in Wiesbaden seinen R&uuml;ckzug an. &ldquo;Nach insgesamt mehr als 15 Jahren Ministert&auml;tigkeit ist die anstehende Kabinettsbildung der richtige Zeitpunkt, den Platz neuen und j&uuml;ngeren Kr&auml;ften frei zu machen&rdquo;, sagte der 60-J&auml;hrige in einer Mitteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2854797_Hessen-Finanzminister-Weimar-wirft-hin.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit den zahlreichen Aff&auml;ren des hessischen Finanzministers hat der R&uuml;cktritt selbstverst&auml;ndlich nichts zu tun. Wie schrieb doch die FR anfangs des Jahres:<br>\n&ldquo;F&uuml;r den hessischen Finanzminister Karlheinz Weimar ger&auml;t derzeit einiges in Unordnung: W&auml;hrend bundesweit &uuml;ber Steuergerechtigkeit und die Verfolgung von Steuerhinterziehung diskutiert wird, muss Weimar dem Untersuchungsausschuss des Landtages erkl&auml;ren, warum ein erfolgreiches Team zur Verfolgung von Gro&szlig;steuerhinterziehern im Finanzamt Frankfurt aufgel&ouml;st wurde. Warum vier Steuerfahnder dieses Teams, die gegen gro&szlig;e Banken und im CDU-Schwarzgeld-Skandal ermittelten, mit falschen Gutachten aus dem Dienst entfernt wurden. Jedenfalls nicht, um Steuers&uuml;nder zu schonen, sagt Minister Weimar. Das sei nie geschehen, kein derartiger Fall sei bekannt. Der hessische Rechnungshof sieht das ganz anders. Er listet in seinem j&uuml;ngsten Bericht derart viele solcher F&auml;lle auf, dass er gravierende M&auml;ngel und teilweise ein regelrechtes Versagen der hessischen <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2296604_Hessischer-Rechnungshof-Freie-Fahrt-fuer-Steuersuender.html\">Finanzverwaltung feststellt<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Volksentscheid &uuml;ber Hamburgs Schulen <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hamburger Schulreform: Psychokrieg um Volksentscheid<\/strong><br>\nWer am Sonntag f&uuml;r &bdquo;Ja, wir wollen eine bessere Schule&ldquo; stimmt, unterst&uuml;tzt die Schulreform der schwarz-gr&uuml;nen Regierungskoalition. Den Reformpl&auml;nen zufolge findet der &Uuml;bertritt auf die weiterf&uuml;hrende Schule k&uuml;nftig erst nach der sechsten Klasse statt. Die verl&auml;ngerte Grundschulzeit soll Lehrern mehr Zeit geben, die herkunftsbedingten Nachteile von Kindern aus bildungsfernen Elternh&auml;usern auszugleichen. Anschlie&szlig;end folgt ein zweigliedriges Schulsystem: Nach der Primarschulzeit geht es entweder aufs Gymnasium oder in eine Stadtteilschule. Die Gymnasiasten machen nach zw&ouml;lf Schuljahren das G8-Abitur. Die Stadtteilsch&uuml;ler k&ouml;nnen s&auml;mtliche Schulabschl&uuml;sse erwerben, vom Hauptschulabschluss &uuml;ber die Mittlere Reife bis zum Abitur. Das Abi erreichen sie &ndash; wie die Sch&uuml;ler im alten G9 &ndash; nach insgesamt 13 Schuljahren. Flankiert wird die Schulstrukturreform durch Ma&szlig;nahmen, die zur Verbesserung der Unterrichtsqualit&auml;t beitragen sollen. Dazu geh&ouml;ren beispielsweise kleinere Klassen, mehr Lehrer und individueller Unterricht.<br>\nWas f&uuml;r die Regierung der Weg aus der Hamburger Schulmisere ist, ist f&uuml;r viele Hamburger der Untergang der abendl&auml;ndischen Bildung. Erst vom G9 zum G8, nun vom G8 zum G6! Die Demontage des Gymnasiums wird nicht stillschweigend hingenommen, die Wogen schlagen hoch. 184 500 Stimmen sammelten die Reformgegner um Rechtsanwalt Walter Scheuerl beim Volksbegehren am 17. November 2009 und erzwangen damit den anstehenden Volksentscheid. Wer am Sonntag f&uuml;r den Aufruf der Reformgegner &bdquo;Ja, wir wollen lernen&ldquo; stimmt, spricht sich f&uuml;r die Beibehaltung der vierj&auml;hrigen Grundschulzeit und f&uuml;r den uneingeschr&auml;nkten Elternwillen bei der Gestaltung der weiterf&uuml;hrenden Schulkarriere aus. Um das Votum f&uuml;r sich zu entscheiden, braucht die Initiative genau 247 335 Stimmen und zugleich mehr Ja-Stimmen als die Vorlage der B&uuml;rgerschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/schule\/schule\/bildungspolitik\/hamburger-schulreform-psychokrieg-um-volksentscheid_aid_530601.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir brauchen sie alle&rdquo;<\/strong><br>\nBetriebsr&auml;te gro&szlig;er Firmen werben f&uuml;r die Primarschule. Das jetzige Schulsystem bringe zu wenig gute Sch&uuml;ler hervor, darum seien Ausbildungspl&auml;tze schwer zu besetzen.<br>\nSollte die Primarschule gestoppt werden, warnt Uwe Grund, &ldquo;wird der Standort Hamburg geschw&auml;cht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/nord\/hamburg\/artikel\/1\/wir-brauchen-sie-alle\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Schulreform in Hamburg (2008-2012) <\/strong><br>\nInformationen der Beh&ouml;rde f&uuml;r Schule und Berufsbildung (Schulbeh&ouml;rde)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arge.schule-hamburg.de\/Archiv\/STISchulreform.html%20\">Arge Schule<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne fordern verbindliches Register f&uuml;r Lobbyisten<\/strong><br>\nDie T&auml;tigkeiten von Lobbyisten, die &rdquo;im Bereich von Bundesregierung und Deutschem Bundestag&ldquo; aktiv sind, soll nach dem Willen der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen in einem verbindlichen &ouml;ffentlichen Register erfasst werden. Zur Errichtung eines solchen Registers solle die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, fordert die Fraktion in einem Antrag (17\/2486).<br>\nDanach sollen sich Lobbyisten, die die im Gesetz vorgesehenen Rechte in Anspruch nehmen wollen, in dem Register registrieren lassen m&uuml;ssen. Auch solle der Begriff des registrierungspflichtigen Lobbyisten definiert werden. &rdquo;Dabei sollte die Absicht, Entscheidungen und Abl&auml;ufe der Exekutive und Legislative im Sinne der Auftraggeber zu beeinflussen, das entscheidende Kriterium sein&ldquo;, hei&szlig;t es in der Vorlage. Vorgesehen werden k&ouml;nne auch, dass Lobbyisten, deren Lobbyt&auml;tigkeit einen bestimmten zeitlichen und finanziellen Aufwand nicht &uuml;bersteigt, nicht registrierungspflichtig sind.<br>\nIn das Register aufgenommen werden sollen nach den Vorstellungen der Fraktion unter anderem bestimmte Daten zu den Lobbyisten, ihren Arbeit- beziehungsweise Auftragsgebern sowie zu den finanziellen Aufwendungen, die sie in die Interessenvertretung investieren. Jeder B&uuml;rger soll dem Antrag zufolge das Recht auf kostenlose Einsichtnahme in das Register haben, das vom Bundestagspr&auml;sidenten gef&uuml;hrt und zumindest im Internet ver&ouml;ffentlicht werden soll. Die &rdquo;unmittelbare oder mittelbare Beeinflussung&ldquo; von f&uuml;r den Bundestag bestimmte Vorlagen der Exekutive durch Lobbyisten soll laut Gr&uuml;nen-Fraktion dokumentiert und f&uuml;r den weiteren Beratungsprozess transparent gemacht werden.<br>\nNur nach einer Registrierung soll Lobbyisten der Zugang zu Bundesministerien und nachgeordneten Bundesbeh&ouml;rden &rdquo;und jede Kontaktaufnahme zu deren Personal&ldquo; m&ouml;glich sein, &rdquo;sofern eine Lobbyt&auml;tigkeit beabsichtigt ist&ldquo;, schreiben die Antragsteller weiter. Auch die Ausgabe von Hausausweisen f&uuml;r den Bundestag an Lobbyisten will die Fraktion von einer Registrierung abh&auml;ngig machen. An Anh&ouml;rungen und vergleichbaren Veranstaltungen des Parlaments oder seiner Organe und Hilfsorgane sollten nur registrierte Lobbyisten teilnehmen d&uuml;rfen, sofern sie in ihrer Eigenschaften als Lobbyisten auftreten. Ferner solle der Bundestag daf&uuml;r Sorge tragen, dass der Kontakt von Interessenvertretern zu Abgeordneten und Fraktionen uneingeschr&auml;nkt m&ouml;glich bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_07\/2010_253\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>F&uuml;r eine kriegs-pr&auml;ventive dezentrale Energiewirtschaft in B&uuml;rgerhand<\/strong><br>\nNach jahrelangen Diskussionen um die W&uuml;stenstrom- Konzeption &bdquo;Desertec&ldquo; soll mit dem vorliegenden Beitrag der Versuch unternommen werden, die wesentlichen Hintergr&uuml;nde und Motive wie auch die Erfolgschancen dieses Vorhabens zu beleuchten. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r eine kriegs-pr&auml;ventive dezentrale Energiewirtschaft in B&uuml;rgerhand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/images\/stories\/pdf\/SZA%202_2010_Paulitz_Desertec-Kritik.pdf\">Eurosolar [PDF &ndash; 116 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Taliban verscheuchen Gebirgsj&auml;ger Guttenberg<\/strong><br>\nEigentlich wollte der Verteidigungsminister deutsche Soldaten mit einem Besuch &uuml;berraschen. Talibank&auml;mpfer kamen ihm zuvor und &uuml;berraschten die Deutschen mit einem Angriff. Der Minister musste umdrehen, doch wenigstens konnte er seine neuen Panzerhaubitze bewundern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:besuch-in-afghanistan-taliban-verscheuchen-gebirgsjaeger-guttenberg\/50145043.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bleibt zu w&uuml;nschen, dass diese Erfahrung unserem Minister etwas mehr Realismus in diesen seit dem Drei&szlig;igj&auml;hrigen l&auml;ngsten Krieg einbringt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Gemeinsam gegen die Flaute; Angst vor dem n&auml;chsten Beben; Arbeitslosigkeit &ndash; ein Scheitern der Politik; US-Finanzmarktreform; Goldman Sachs muss zahlen; Gro&szlig;razzia bei Cr&eacute;dit Suisse; kein Elterngeld f&uuml;r Mini-Jobber; mit Zwang in den Niedriglohn; Volksz&auml;hlung 2011; Schwarz-Gelb bleibt am l&auml;ngeren Hebel; Minderheitenkabinette; Weimar wirft hin; Volksentscheid in Hamburg; Lobbyregister; Solargro&szlig;kraftwerke; Taliban<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6205\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6205","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6205"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6205\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6209,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6205\/revisions\/6209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}