{"id":62129,"date":"2020-06-18T08:44:10","date_gmt":"2020-06-18T06:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129"},"modified":"2020-06-18T08:44:10","modified_gmt":"2020-06-18T06:44:10","slug":"hinweise-des-tages-3633","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h01\">Umstrittene Abrechnung mit Regierungspolitik: Innenministerium war vor &ldquo;Corona-Rebell&rdquo; in eigenen Reihen gewarnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h02\">R&uuml;stungsexporte auf Rekordniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h03\">Die Nato kann fr&uuml;her mit Atomschl&auml;gen drohen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h04\">Mit dem Handy gegen das Virus &ndash; Was bringt die Corona-App?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h05\">Alle Jahre einen Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h06\">Der Lohn des Verzichts ist die Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h07\">CDU\/CSU und SPD verz&ouml;gern Anh&ouml;rung zum Lobbyregister im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h08\">Corona-Ausbruch mit 400 Neuinfizierten in T&ouml;nnies-Fleischfabrik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h09\">Merkels Irrtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h10\">Auch die Pflegeversicherung soll\/muss an den Steuertropf geh&auml;ngt werden. Vorerst nur ausnahmsweise. Zugleich wird die Vor-Corona-Debatte &uuml;ber eine Finanzierungsreform wiederbelebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h11\">Kolonialismus mit anderen Mitteln: Europa kontrolliert Westafrika weiterhin durch seine W&auml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h12\">Menschenrechtspolitik ist auch Technologiepolitik: Anonymisierung und Verschl&uuml;sselung ohne Hintert&uuml;ren sichern Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62129#h13\">KSK der Bundeswehr aufl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Umstrittene Abrechnung mit Regierungspolitik: Innenministerium war vor &ldquo;Corona-Rebell&rdquo; in eigenen Reihen gewarnt<\/strong><br>\nIn Horst Seehofers Haus war das eigenm&auml;chtige Vorgehen eines Beamten mit Kritik an den Pandemie-Ma&szlig;nahmen bekannt &ndash; aber es gelang nicht, es zu unterbinden<br>\nDas Bundesinnenministerium von Horst Seehofer (CSU) h&auml;tte die Ver&ouml;ffentlichung eines im Ministerium erstellten kritischen Papiers zur Corona-Politik der Regierung wom&ouml;glich unterbinden k&ouml;nnen. Zumindest war das Ministerium gewarnt und schon l&auml;nger dar&uuml;ber informiert, dass ein Mitarbeiter seine pers&ouml;nlichen Sichtweisen unbedingt zu Papier bringen wollte. Ihm war dies anschlie&szlig;end sogar ausdr&uuml;cklich verboten worden. Er setzte sich dar&uuml;ber aber offenkundig hinweg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/umstrittene-abrechnung-mit-regierungspolitik-innenministerium-war-vor-corona-rebell-in-eigenen-reihen-gewarnt\/25924034.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Interessant ist die Abwertung des Papiers mit dem Etikett rechtslastig, weil es bei Tichys Einblick erschien.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Wer besch&auml;ftigt das Innenministerium? <\/strong><br>\nDer &bdquo;Corona-Rebell&ldquo; in den eigenen Reihen. Der Beamte Stephan Kohn hatte ein Papier erstellt, in dem er die Pandemie-Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung als &bdquo;Fehlalarm&ldquo; kritisierte. Das sorgte im Mai f&uuml;r m&auml;chtig &Auml;rger. Wie mein Kollege Jost M&uuml;ller-Neuhof jetzt schreibt, war dem Ministerium bekannt, dass Kohn an so einer &bdquo;Auswertung&ldquo; gearbeitet hatte. Ihm sei das untersagt worden. Aber offensichtlich konnte man ihn nicht davon abhalten. Den Beamten k&ouml;nnten nun harte Disziplinarma&szlig;nahmen erwarten, wenn er gegen eine ausdr&uuml;ckliche Weisung versto&szlig;en hat. Auch untersucht wird offenbar, ob Kohn selbst das Dokument rechtslastigen Netzmedien zugespielt haben k&ouml;nnte, um die Opposition gegen die Pandemiepolitik zu befeuern.<br>\nQuelle: Tagesspiegel Morgenlage<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte auf Rekordniveau<\/strong><br>\nDeutschlands R&uuml;stungsexporte erreichen ein neues Rekordniveau. Dies geht aus dem gestern publizierten R&uuml;stungsexportbericht der Bundesregierung f&uuml;r 2019 hervor. Demnach hat die Regierung deutschen Waffenschmieden im vergangenen Jahr die Ausfuhr von Kriegsger&auml;t im Wert von &uuml;ber acht Milliarden Euro genehmigt &ndash; mehr denn je seit Beginn der Publikation von R&uuml;stungsexportberichten im Jahr 1999. Bei zweien der drei Top-Empf&auml;nger deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter handelt es sich um Staaten, in denen Milit&auml;rs die Regierung kontrollieren und Proteste von Oppositionellen teils blutig niederschlagen; beide sind traditionell gute Kunden deutscher R&uuml;stungsfirmen. R&uuml;stungsk&auml;ufe im Wert von &uuml;ber einer Viertelmilliarde Euro hat die Bundesrepublik zudem den Vereinigten Arabischen Emiraten genehmigt, die nicht nur im Jemen Krieg f&uuml;hren, sondern auch den Libyenkrieg mit umfangreichen Waffenlieferungen befeuern. Eine erhebliche Menge an Kriegsger&auml;t darf zudem an Rivalen Chinas geliefert werden. Wieder im Aufschwung befindet sich nicht zuletzt der deutsche Kleinwaffenexport.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8309\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Nato kann fr&uuml;her mit Atomschl&auml;gen drohen<\/strong><br>\nBei der Nato ist britisches &bdquo;Understatement&ldquo; angesagt. Wie beil&auml;ufig k&uuml;ndigte der Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg am Dienstag an, die Verteidigungsminister w&uuml;rden Entscheidungen zu &bdquo;Abschreckung und Verteidigung&ldquo; treffen, &bdquo;einschlie&szlig;lich unserer Antwort auf neue nuklearf&auml;hige Raketen aus Russland&ldquo;. So geschah es, wie Stoltenberg nach einer Sitzung der sogenannten nuklearen Planungsgruppe am Mittwoch best&auml;tigte: &bdquo;Die Nato &auml;ndert sich, weil sich das Sicherheitsumfeld &auml;ndert.&ldquo;<br>\nEs klang wie Routine, tats&auml;chlich war es jedoch ein Einschnitt. Von &bdquo;substantiellen und bedeutsamen Schritten&ldquo; sprach ein Eingeweihter. Die Allianz habe sich auf einen &bdquo;Rahmen f&uuml;r die Abschreckung&ldquo; geeinigt, wie es ihn seit den sechziger Jahren nicht mehr gegeben habe. Also seit der hei&szlig;esten Zeit des Kalten Krieges und der nuklearen Konfrontation zwischen den Superm&auml;chten. Leider k&ouml;nne man aber nicht mehr verraten, denn die Pl&auml;ne seien streng geheim. (&hellip;)<br>\nEs ist wohl kein Zufall, dass Moskau Anfang des Monats ein neues Dokument zu seiner Nukleardoktrin ver&ouml;ffentlichte. Darin sind die Risiken aufgelistet, die Russland mit seiner nuklearen Abschreckung &bdquo;neutralisieren&ldquo; m&uuml;sse. Erstmals werden ausdr&uuml;cklich landgest&uuml;tzte Kurz- und Mittelstreckensysteme genannt, auch wenn sie nur konventionell bewaffnet sind. Fachleute glauben, dass Moskau die Nato-Verteidigungsminister damit warnen wollte. Staaten, die solche Systeme k&uuml;nftig bei sich aufstellen, wissen nun, dass sie im Visier russischer Raketen sein werden &ndash; wenn sie es nicht ohnehin schon sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/die-nato-kann-frueher-mit-atomschlaegen-drohen-16819571.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anstatt durch Dialoge Probleme anzugehen, werden m&uuml;ndliche Verabredungen gebrochen, Russland umkreist und nun wieder Entscheidungen getroffen, die die Konfrontation verst&auml;rken. Wann endlich begreifen insbesondere die europ&auml;ischen NATO-Mitglieder &ndash; auch und gerade Deutschland -, dass es Sicherheit in Europa nicht gegen, sondern nur in Kooperation mit Russland geben kann?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mit dem Handy gegen das Virus &ndash; Was bringt die Corona-App?<\/strong><br>\nLange angek&uuml;ndigt, ab Dienstag ist sie einsatzbereit: Die Corona-Warn-App soll helfen, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Bedenken der Datensch&uuml;tzer scheinen ausger&auml;umt. Die Daten werden anonym gesammelt und nur lokal auf dem Handy gespeichert. F&uuml;r viele das Wichtigste: Die Nutzung ist freiwillig. Das wollen allerdings nur etwa 40 Prozent der Deutschen auch tun &ndash; zu wenig, sagen Experten.<br>\nViel Aufwand, wenig Nutzen? Wie sicher ist die App? Und wie wichtig ist sie im Kampf gegen die Pandemie?<br>\nAlexander K&auml;hler diskutiert mit:<br>\n&ndash; Alexander Kekul&eacute;, Virologe<br>\n&ndash; Constanze Kurz, Chaos Computer Club<br>\n&ndash; Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter f&uuml;r Datenschuz<br>\n&ndash; Florian Kutzner, Sozialpsychologe Uni Heidelberg<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.phoenix.de\/sendungen\/gespraeche\/phoenix-runde\/mit-dem-handy-gegen-das-virus--was-bringt-die-corona-app-a-1652730.html\">phoenix<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant sind insbesondere die Ausf&uuml;hrungen von Herrn Kekul&eacute; hinsichtlich der technischen Probleme und Risiken sowie der medizinische (Nicht-)Nutzen. Alle teilnehmenden Personen sind sich einig, dass die App f&uuml;r die jetzige Coronakrise zu sp&auml;t kommt. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">Corona-App &ndash; ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Einlass nur mit App auf dem Handy!<\/strong><br>\nZu den vertrauensbildenden Ma&szlig;nahmen, mit denen die Corona-Warn-App einer m&ouml;glichst gro&szlig;en Zahl von Handynutzern nahegebracht werden soll, geh&ouml;rt ein heiliges Versprechen der Bundesregierung: Installation und Nutzung der App seien vollkommen freiwillig. Rechtlich gibt es in der Tat keine App-Pflicht &ndash; aber faktisch k&ouml;nnte sich das anders entwickeln. Denn falls sich das Tool tats&auml;chlich als wirksam bei der Warnung potenziell Infizierter erweist, w&auml;re der durchschnittliche Corona-App-Nutzer weniger ansteckungstr&auml;chtig als seine Mitmenschen ohne App. Die meisten werden sich ja testen lassen, sobald ein riskanter Kontakt gemeldet wird.<br>\nDas aber wirft ungem&uuml;tliche Fragen auf: Darf ein Betrieb, der sich gerade m&uuml;hsam vom Shutdown erholt, seine Belegschaft zum Download verpflichten, um die Firma virenfrei zu halten? Kann der Restaurantbesitzer, der endlich wieder &ouml;ffnen darf, Besucher ohne Warn-App abweisen? Droht also, mit anderen Worten, die Diskriminierung app-loser Menschen? Und was w&auml;re das Freiwilligkeitsversprechen dann noch wert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/corona-warn-app-smartphone-pflicht-1.4937787\">S&uuml;ddeutsche<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, hat man die M&ouml;glichkeit dieser Entwicklung nicht vielleicht ins Kalk&uuml;l gezogen? Selbstverst&auml;ndlich ist Nutzung der Corona-App freiwillig &ndash; niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. Aber wenn eben Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Nutzung verpflichten oder Gastronomiebetriebe nur Zutritt mit Corona-App gew&auml;hren? Das w&auml;re diskriminierend, nat&uuml;rlich, aber wie dagegen vorgehen? Vor Gericht ziehen? Dieser M&uuml;he wird sich vermutlich keiner unterziehen wollen, vor allem wenn die App mit nur zwei Fingertipps installiert ist. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang wieder einmal die Doppelmoral der Gr&uuml;nen, die einen Gesetzentwurf beschlossen haben, der eine derartige Diskriminierung verhindern soll, w&auml;hrend auf der anderen Seite der Parteivorsitzende Robert Habeck eine Corona-Impfpflicht <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-krise-staerkt-robert-habecks-wunsch-nach-regierungsverantwortung-a-db7513a5-e0d1-44ca-9ff7-ed13299055ed\">fordert<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alle Jahre einen Snowden<\/strong><br>\nTech-Journalist Stefan Mey bringt Menschen bei, wie sie sich gegen die Datensammelwut im Netz wehren k&ouml;nnen. Daf&uuml;r muss man kein Computergenie sein. Bereits kleine Kniffe helfen viel, sagt er im Gespr&auml;ch &ndash; und erschweren es schn&uuml;ffelnden Konzernen und Beh&ouml;rden.<br>\nHerr Mey, von wem werden wir denn digital angegriffen, dass wir uns verteidigen m&uuml;ssen?<br>\nDa gibt es im Wesentlichen drei Akteure: die klassischen Cyberkriminellen, die versuchen, sch&auml;dliche Software auf den Rechner aufzuspielen. Zweitens die gro&szlig;en Internetkonzerne und vielen kleinen Werbedienstleister, die einen maximal durchleuchten wollen. Schlie&szlig;lich gibt es noch den Staat als Akteur. Vor Edward Snowden dachte man da an Verschw&ouml;rungstheorien, heute wei&szlig; man, dass auch westliche Geheimdienste massenweise Daten abgreifen.<br>\nDie NSA-Enth&uuml;llungen sind sieben Jahre her. Hat sich seitdem substanziell etwas ge&auml;ndert?<br>\nNein, substanziell nicht. Das Problem an den Snowden-Enth&uuml;llungen ist, dass sie mittlerweile relativ alt sind. Es hat sich seitdem viel ge&auml;ndert. Smartphones etwa spielten damals noch keine Schl&uuml;sselrolle. Heute schon. Auch die Auswertungsm&ouml;glichkeiten sind fortschrittlicher. K&uuml;nstliche Intelligenz ist h&ouml;her entwickelt. Man br&auml;uchte alle zwei Jahre einen Edward Snowden &ndash; am besten in jedem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/481\/alle-jahre-einen-snowden-6820.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Lohn des Verzichts ist die Katastrophe<\/strong><br>\nEs gibt kein Zur&uuml;ck zur Normalit&auml;t von vor der Krise. Die neuen Lektionen m&uuml;ssen schnell gelernt werden, sonst droht eine wirtschaftliche Katastrophe. Insbesondere bei den Schulden und beim Lohn der Arbeit m&uuml;ssen die Weichen jetzt richtig gestellt werden.<br>\nAlle wollen zur&uuml;ck zur Normalit&auml;t &ndash; auch wirtschaftlich. Was die meisten allerdings noch nicht wahrhaben wollen: Die Normalit&auml;t von vor der Krise wird es nicht mehr geben. Die Wirtschaft wird nach der Krise nicht mehr die Wirtschaft sein, die wir vorher kannten. Es ist ganz anders gekommen, als es sich die Politiker und vermutlich auch die Virologen und Epidemiologen vorgestellt hatten. Die Operation &bdquo;Gro&szlig;e Ferien&ldquo;, nach der die Welt nach drei oder vier Monaten einfach wieder zum altbekannten Leben zur&uuml;ckkehren sollte, ist grandios gescheitert.<br>\nWir wollen nicht erneut &uuml;ber die Gr&uuml;nde des Scheiterns reden. Jetzt kommt es darauf an, nicht neue gravierende Fehler zu machen, die in Deutschland und ganz Europa die wirtschaftliche Entwicklung auf Jahrzehnte hinaus sch&auml;digen k&ouml;nnen.<br>\nEin Muster, das zu vollkommen falschen Entscheidungen f&uuml;hrt, k&uuml;ndigt sich schon an. Genau wie nach der Finanzkrise von 2008\/2009 &uuml;berf&auml;llt die Koalition&auml;re in Berlin panische Angst vor der eigenen Courage. Nachdem man damals die Finanzkrise mit &ouml;ffentlichen Schulden erfolgreich bek&auml;mpft hatte, wurde in rasendem Tempo die Schuldenbremse in die Verfassung geschrieben und jahrelang das Ziel der Schwarzen Null verfolgt &ndash; zum Schaden nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern auch der der EWU-Partner.<br>\nNun wirft der damals eingef&auml;delte R&uuml;ckzahlmechanismus seine Schatten bei der derzeitigen Krisenbek&auml;mpfung voraus. Und auch das zweite gro&szlig;e Thema, das ebenso entscheidend daf&uuml;r sein wird, welche langfristigen &ouml;konomischen Sch&auml;den die Corona-Krise in Deutschland und Europa hinterlassen wird &ndash; n&auml;mlich die Lohnabschl&uuml;sse in den n&auml;chsten 12 bis 24 Monaten &ndash; scheint sich bereits in eine fatale Richtung zu entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/06\/der-lohn-des-verzichts-ist-die-katastrophe\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Makroskop<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hunderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler f&uuml;r Mindestlohn von 12 Euro<\/strong><br>\nHunderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen sich f&uuml;r eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro sowie gegen eine &ldquo;Corona-Nullrunde&rdquo; beim Mindestlohn aus. Der Text der gemeinsamen Initiative ist heute als ganzseitige Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen. Die Initiative wird vom DGB unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++af90c5da-b000-11ea-9219-001a4a16011a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>CDU\/CSU und SPD verz&ouml;gern Anh&ouml;rung zum Lobbyregister im Bundestag<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist ein fatales Signal, dass CDU\/CSU und SPD Transparenz als Belastung empfinden und nicht als Chance, f&uuml;r die Demokratie zu werben. Der Fall Amthor zeigt, dass niemand mehr mit der Einf&uuml;hrung eines verbindlichen Lobbyregisters warten sollte, erst recht nicht die CDU. Wann, wenn nicht jetzt, w&auml;re der richtige Zeitpunkt, dazu?&ldquo;, kommentiert Jan Korte, 1. Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, die heutige Entscheidung der schwarz-roten Mehrheit im Gesch&auml;ftsordnungsausschuss des Bundestags, die Anh&ouml;rung unter anderem zum Gesetzentwurf der LINKEN f&uuml;r ein verpflichtendes Lobbyregister erst nach der Sommerpause am 1. Oktober 2020 durchzuf&uuml;hren. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Seit Jahren fordern nicht nur DIE LINKE, sondern auch Transparenzorganisationen ein Lobbyregister. Seit Beginn der Legislaturperiode liegt unser Gesetzentwurf vor, auch Gr&uuml;ne und FDP haben Initiativen dazu vorgelegt. Eine Anh&ouml;rung vor der Sommerpause w&auml;re nicht nur ein Zeichen der Koalition gewesen, dass sie verstanden hat, was die Menschen bewegt. Sie h&auml;tte ihr auch die M&ouml;glichkeit geboten, Erkenntnisse aus der Anh&ouml;rung in einen m&ouml;glichen Koalitionsentwurf aufzunehmen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass sie diese Chance hat verstreichen lassen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cducsu-und-spd-verzoegern-anhoerung-zum-lobbyregister-im-bundestag\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Ausbruch mit 400 Neuinfizierten in T&ouml;nnies-Fleischfabrik<\/strong><br>\nEine Zeit lang sah es so aus, als w&uuml;rde der ostwestf&auml;lische Fleischfabrikant T&ouml;nnies recht glimpflich durch die Corona-Krise kommen. Jetzt aber gibt es einen riesigen Ausbruch. Der Landkreis G&uuml;tersloh rei&szlig;t deutlich die Corona-Obergrenze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article209745555\/Corona-in-Toennies-Fleischfabrik-im-Landkreis-Guetersloh-400-Faelle.html\">Welt Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kreis G&uuml;tersloh schlie&szlig;t s&auml;mtliche Schulen und Kitas<\/strong><br>\n400 infizierte Mitarbeiter &ndash; der erneute Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb T&ouml;nnies in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck hat Folgen: Im Kreis G&uuml;tersloh werden alle Kitas und Schulen geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/coronavirus-kreis-guetersloh-schliesst-schulen-und-kitas-a-668a61f3-55e9-467a-93ce-bf322515597b\">DER SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Merkels Irrtum<\/strong><br>\nBeim letzten Treffen am 6. Mai wurde das Krisenmanagement weitgehend in die H&auml;nde der Ministerpr&auml;sidenten und Landr&auml;te gelegt. Die Runde hatte einige Lockerungen beschlossen, zum Teil gegen den Widerstand Merkels, die aus Wut gesagt haben soll, sie sei kurz davor aufzugeben.<br>\nAus heutiger Sicht hat sich Merkel geirrt. Trotz der Lockerungen sind die Fallzahlen gesunken. Auch wenn es immer noch neue Infektionen gibt, rechtfertigen die Zahlen keine drastischen Eingriffe in die Freiheit. Einzelne Hotspots k&ouml;nnen lokal und regional bek&auml;mpft werden. Auch das ist nur ein Zwischenstand, aber wenn es dabei bleibt, kann man nur froh sein, dass Merkel ihren h&auml;rteren Kurs Anfang Mai nicht mehr durchsetzen konnte. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Shoppen ist jetzt erste B&uuml;rgerpflicht&rdquo; hei&szlig;t heute eine &Uuml;berschrift im Wirtschaftsteil der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;. Es geht um Gro&szlig;britannien, aber so &auml;hnlich gilt das auch f&uuml;r Deutschland. Tats&auml;chlich geistert dieser Satz schon seit einigen Wochen durch meinen Kopf und l&ouml;st in mir ein gewisses Widerstreben aus. (&hellip;)<br>\nVor Corona war aber Shoppen eines der Probleme der Welt. Auch weil so viel gekauft wurde, stiegen die Temperaturen zum Schaden der Erde und der Menschen. Als guter Staatsb&uuml;rger galt da eher, wer nachhaltig shoppte oder mal verzichtete. (&hellip;)<br>\nIch bin gern Staatsb&uuml;rger, aber wenn ich shoppen muss, um mich darin zu beweisen, kann etwas nicht stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-angela-merkel-coronakrise-rezession-nato-bundesliga-a-733854e9-264a-42ee-b5c5-8ccfc69b8687\">DER SPIEGEL<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht lediglich aus heutiger Sicht hat sich die Bundeskanzlerin &ndash; und mit ihr auch die Landesregierungen &ndash; &ldquo;geirrt&rdquo;. Seit April liegen (Zwischen-)Ergebnisse von medizinischen Studien vor &ndash; u.a. die Heinsberg-Studie. Sie verdeutlichen, dass die Gefahr, die vom neuen Coronavirus ausgeht, deutlich geringer ist, als zun&auml;chst von einigen bef&uuml;rchtet. Bitte sehen dazu z.B. das Video Corona-Studie Heinsberg: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60150#h05\">Virologe Streeck informiert<\/a> an. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59558\">Vermutlich w&auml;re es sinnvoll, die am Sonntag beschlossenen Ma&szlig;nahmen in 14 Tagen auslaufen zu lassen<\/a>.<br>\nWenn Frau Merkel aktuell mit den Worten &ldquo;Wir m&uuml;ssen sehr vorsichtig sein, damit wir die schon schwierige Lage in der Wirtschaft nicht nochmal verschlechtern&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeskanzlerin-angela-merkel-warnt-eindringlich-vor-rueckschlag-in-corona-krise-a-38f9d4b4-1fe4-4d21-b283-c4170e4bb42a\">zitiert wird<\/a>, so beklagt sie einen Zustand, den sie selber mit zu verantworten hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auch die Pflegeversicherung soll\/muss an den Steuertropf geh&auml;ngt werden. Vorerst nur ausnahmsweise. Zugleich wird die Vor-Corona-Debatte &uuml;ber eine Finanzierungsreform wiederbelebt<\/strong><br>\nDie Soziale Pflegeversicherung ist nicht nur der j&uuml;ngste Zweig der Sozialversicherung in Deutschland, sie zeichnet sich auch dadurch aus, dass hier bislang &ndash; anders als in der Renten- oder Krankenversicherung &ndash; keine Steuermittel geflossen sind, sondern die Finanzierung &uuml;ber Beitragseinnahmen sichergestellt wurde. Mit entsprechenden Auswirkungen in Form von Beitragssatzanhebungen in der Vergangenheit aufgrund der Leistungsausweitungen in den zur&uuml;ckliegenden Jahren, verbunden mit der aus demografischen Gr&uuml;nden steigenden Inanspruchnahme. (&hellip;)<br>\nVor dem Hintergrund des nun erstmals auf den Weg gebrachten Steuerzuschusses an die Pflegeversicherung l&auml;sst sich in Berlin eine Wiederbelebung der vor Corona gef&uuml;hrten pflegepolitischen Diskussion &uuml;ber eine Reform der Finanzierung beobachten: &raquo;Sozialpolitikerinnen der SPD-Fraktion im Bundestag haben am Dienstag mehr als einen einmaligen Bundeszuschuss gefordert. &bdquo;Wir m&uuml;ssen die Pflegeversicherung dauerhaft aus Haushaltsmitteln unterst&uuml;tzen, weil sonst das Problem der Eigenanteile in den Altenheimen nicht gel&ouml;st wird&ldquo;, sagten die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion B&auml;rbel Bas und Katja Mast bei einer Videokonferenz am Dienstag&laquo;, berichtet Fricke in seinem Artikel. &raquo;Mit einem j&auml;hrlichen Bundeszuschuss wollen die Sozialdemokraten ab n&auml;chstem Jahr an dieser Stelle eingreifen.&laquo; Das geht nat&uuml;rlich &uuml;ber das befristete Konjunkturpaket mit einem Steuerzuschuss begrenzt auf 2020\/2021 hinaus &ndash; und er&ouml;ffnet erneut die Debatte, wie denn die Finanzierung der Pflege nach SGB XI auf Dauer und auf besseren F&uuml;&szlig;en gesichert werden kann. Gut so.<br>\nDenn der nun vereinbarte Bundeszuschuss an die Soziale Pflegeversicherung ist nicht entstanden, um eine gerechtere Lastenverteilung hinzubekommen oder zus&auml;tzliche Finanzquellen f&uuml;r einen steigenden Ausgabenbedarf zu erschlie&szlig;en, sondern handlungsleitend ist ein anderes, &bdquo;&uuml;bergeordnetes&ldquo; Ziel: eine Abgabenbegrenzung im gesamten System der umlagefinanzierten Sozialversicherungen (&bdquo;40 %-Begrenzung&ldquo;).<br>\nWas wir aber brauchen ist eine Antwort, wie wir a) die definitiv steigenden Ausgaben in der Langzeitpflege, wenn man wirklich Verbesserungen auf der Seite der Verg&uuml;tungen und der Personalschl&uuml;ssel erreichen will, mit zus&auml;tzlichem geld finanzieren k&ouml;nnen und b) wir wir die zunehmende &Uuml;berlastung der betroffenen Pflegebed&uuml;rftigen (Eigenanteile) wieder umkehren k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;rt auch der Blick auf die steigenden Hilfe zur Pflege-Ausgaben der Kommunen, die hier wieder zunehmend als Ausfallb&uuml;rge in Anspruch genommen werden.<br>\nDie Gro&szlig;baustelle ist wieder ge&ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/06\/16\/pflegeversicherung-jetzt-auch-am-steuertropf\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kolonialismus mit anderen Mitteln: Europa kontrolliert Westafrika weiterhin durch seine W&auml;hrung<\/strong><br>\nW&auml;hrend koloniale Statuen von den Sockeln gerissen werden, rangiert die Reform des afrikanischen W&auml;hrungsverbunds Franc CFA unter &raquo;ferner liefen&laquo;. Dabei ist die W&auml;hrung ein Paradebeispiel daf&uuml;r, wie europ&auml;ischer Neokolonialismus heute funktioniert.<br>\nAm 21. Dezember 2019 verk&uuml;ndeten die Pr&auml;sidenten Frankreichs und der Elfenbeink&uuml;ste, Emmanuel Macron und Alassane Ouattara, dass sie gemeinsam die neue westafrikanische Regionalw&auml;hrung Eco ins Leben rufen werden. Anfang Juli plant die franz&ouml;sische Nationalversammlung, das Vorhaben zu ratifizieren. Die neue W&auml;hrung acht fr&uuml;herer Kolonien l&ouml;st den sogenannten Franc CFA ab. Der Schritt wird in Frankreich und den europ&auml;ischen Medien als ein neues Kapitel in der Geschichte der europ&auml;isch-afrikanischen Beziehungen dargestellt. Doch was hatte es mit dem Franc CFA auf sich? Wieviel ver&auml;ndert sich durch die neue W&auml;hrung? Und inwiefern ist Deutschland an diesen Man&ouml;vern beteiligt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/neokolonialismus-franc-cfa-eco-wahrung-macron-ouattara\/\">Jacobin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Menschenrechtspolitik ist auch Technologiepolitik: Anonymisierung und Verschl&uuml;sselung ohne Hintert&uuml;ren sichern Menschenrechte<\/strong><br>\nAm Mittwoch besch&auml;ftigt sich der Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestags mit aktuellen Entwicklungen bei &Uuml;berwachungstechnologien, Anonymisierungsdiensten und der Exportkontrolle von Dual-Use-Technologien. Der Chaos Computer Club ver&ouml;ffentlicht seine schriftliche Stellungnahme.<br>\nDer CCC wird neben seiner schriftlichen Stellungnahme [1] zu den Fragen der Abgeordneten am 17. Juni auch m&uuml;ndlich Auskunft geben, die Anh&ouml;rung wird aufgezeichnet [2]. (&hellip;)<br>\nVerschl&uuml;sselung und Anonymisierungsdienste wie Tor sind grundlegend f&uuml;r sichere Kommunikation und den Schutz von Informationen vor dem Einblick durch Fremde. F&uuml;r von Repression oder &Uuml;berwachung betroffene Menschen ist es essenziell wichtig, dass Verschl&uuml;sselungsverfahren und Anonymisierungdienste weder abgeschw&auml;cht noch mit Hintert&uuml;ren versehen werden. Jegliche Bestrebungen demokratischer Staaten, Anonymisierung und Verschl&uuml;sselung f&uuml;r die Zwecke von Strafverfolgung und Geheimdiensten zu verbieten, einzuschr&auml;nken oder zu schw&auml;chen, f&uuml;hren unmittelbar zu einer drastischen Verschlechterung der Situation von schutzbed&uuml;rftigen Personen, deren Menschenrechte auf vielf&auml;ltige Weise verletzt werden.<br>\nDie derzeitige Rolle Deutschlands und der EU bei der Ausr&uuml;stung von nicht-demokratischen Regimen mit &Uuml;berwachungssystemen und Dual-Use-Technologien bedarf einer Neubewertung und einer Reform der Exportkontrolle. Dies ist umso wichtiger, je weiter f&uuml;r &Uuml;berwachung und Menschenrechtsverletzungen geeignete Dual-Use-Technologien wie Gesichtserkennung und Distanzbiometrie oder die Auswertung digitaler Lebensspuren verbreitet werden. Automatisierte Massen-Gesichtserkennung sollte grunds&auml;tzlich verboten und ihr Export untersagt werden.<br>\nIm aktuellen Trilog zur Dual-Use-Verordnung auf EU-Ebene werden gerade neue Regeln f&uuml;r den Export von &Uuml;berwachungssystemen gesetzt. Eine Ausweitung und gleichzeitige Modernisierung der Exportkontrolle ist unbedingt notwendig, um Europa nicht weiter zum digitalen Handlanger von Diktaturen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2020\/anynomisierung-menschenrecht\">Chaos Computer Club<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>KSK der Bundeswehr aufl&ouml;sen<\/strong><br>\nDas KSK ist nicht reformierbar. Die geheim agierende, kampforientierte &sbquo;Elitetruppe&lsquo; zieht Rechte regelrecht an. Die Fehler beim KSK sind also systemischer Natur, die Einheit muss deshalb aufgel&ouml;st werden! Dass sich dort ein offensichtlich schwer durchschaubares, rechtes Netzwerk gebildet hat, ist auch das Ergebnis jahrelangen Wegsehens, mangelnder Transparenz und Fehlentscheidungen im Verteidigungsministerium&ldquo;, erkl&auml;rt Tobias Pfl&uuml;ger, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zu den rechtsextremen Umtrieben beim Kommando Spezialkr&auml;fte der Bundeswehr, die heute Thema im Verteidigungsausschuss waren. Pfl&uuml;ger weiter:<br>\n&bdquo;Die Zeitr&auml;ume zwischen dem Bekanntwerden rechter Vorf&auml;lle beim KSK werden immer k&uuml;rzer. Nun hat ein Hauptmann die Zust&auml;nde dort in einem Brief an die Ministerin geschildert. Demzufolge ist insbesondere der Bereich der KSK-Ausbildung gepr&auml;gt von erzwungenem Kadavergehorsam und &uuml;ber das Bild der Inneren F&uuml;hrung weit hinausgehenden Methoden. Das KSK scheint an wichtigen Stellen durchsetzt von Angeh&ouml;rigen der rechten Szene. Wir fordern wie der Hauptmann eine externe Untersuchung der Vorg&auml;nge.<br>\nAm Ende wird es aber nicht gen&uuml;gen, einzelne neonazistische, rechtsextreme Akteure aus dem KSK zu entfernen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Auch deuten sich in dem Brief des Hauptmanns mit Hinweisen auf direkt involvierte Firmen von Lebensgef&auml;hrtinnen weitere Untiefen an. Die Ministerin kann es sich sparen, Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r das KSK zu erarbeiten. Die Truppe muss aufgel&ouml;st werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ksk-der-bundeswehr-aufloesen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62129","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62129"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62133,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62129\/revisions\/62133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}