{"id":62174,"date":"2020-06-21T11:30:03","date_gmt":"2020-06-21T09:30:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62174"},"modified":"2026-01-27T11:36:59","modified_gmt":"2026-01-27T10:36:59","slug":"armut-kein-politiker-kann-sagen-er-habe-von-nichts-gewusst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62174","title":{"rendered":"Armut: \u201eKein Politiker kann sagen, er habe von nichts gewusst\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Obdachlose, Hartz-IV-Empf&auml;nger, Gefl&uuml;chtete: Die Corona-Krise hat auch diese Menschen vor besondere Herausforderungen gestellt. Der Mainzer Mediziner <strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=trabert-gerhard\">Gerhard Trabert<\/a><\/strong>, der seit vielen Jahren durch <a href=\"https:\/\/www.armut-gesundheit.de\/der-verein\/\">seine Arbeit<\/a> den Armen vor Ort hilft und sie medizinisch betreut, zeigt im NachDenkSeiten-Interview auf, wie es den Armen in der Pandemie ergeht. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ip7JWFAVZS0\">Trabert<\/a> kommt zu dem Fazit, dass auch in der Corona-Krise die Trennlinien zwischen Armen und Bessergestellten in unserer Gesellschaft deutlich sichtbar werden. Der Professor f&uuml;r Sozialmedizin kritisiert im Interview auch die Politik: &bdquo;Gegen&uuml;ber den Armen verh&auml;lt Politik sich oft mit gro&szlig;er Distanz. Politiker k&uuml;mmern sich mehr um die Lobbyisten dieser kapitalistischen Demokratie.&ldquo; Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1270\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-62174-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200622_Armut_Kein_Politiker_kann_sagen_er_habe_von_nichts_gewusst_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200622_Armut_Kein_Politiker_kann_sagen_er_habe_von_nichts_gewusst_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200622_Armut_Kein_Politiker_kann_sagen_er_habe_von_nichts_gewusst_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200622_Armut_Kein_Politiker_kann_sagen_er_habe_von_nichts_gewusst_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=62174-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200622_Armut_Kein_Politiker_kann_sagen_er_habe_von_nichts_gewusst_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200622_Armut_Kein_Politiker_kann_sagen_er_habe_von_nichts_gewusst_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=otvDY2CbUPE\">Herr Trabert<\/a>, Sie sind Arzt, setzen sich schon seit langem aktiv f&uuml;r die Armen, die Benachteiligten in unserer Gesellschaft ein. Wie erleben Sie die Auswirkungen der Pandemie auf die Armen?<\/strong><\/p><p>Schon zu Beginn der Pandemie war mir klar, dass es eine Gruppe gibt, um die wir uns besonders k&uuml;mmern m&uuml;ssen: die obdachlosen, die wohnungslosen Menschen. Wenn wir uns mit dieser Personengruppe auseinandersetzen, erkennen wir sofort, was die Pandemie f&uuml;r die &Auml;rmsten bedeutet. Ausgangsbeschr&auml;nkungen wurden angeordnet, aber diese Menschen haben &uuml;berhaupt keine Bleibe. Sie leben oft im Freien oder in Notunterk&uuml;nften. Sie k&ouml;nnen gar nicht drinnen bleiben, weil ihnen eine Wohnung fehlt. F&uuml;r unsere Patientinnen und Patienten war das eine dramatische Situation. Anlaufstellen, die normalerweise zumindest etwas Hilfe bieten, wie etwa Tafeln, Teestuben, diverse Beratungsstellen, haben pl&ouml;tzlich ihr Angebot runtergefahren, teilweise haben sie ganz geschlossen. Die obdachlosen Menschen waren ganz auf sich gestellt. Von Betroffenen, die im &ouml;ffentlichen Raum &uuml;bernachtet haben, wei&szlig; ich, dass auch die Toiletten geschlossen wurden.<br>\nDa das &ouml;ffentliche Leben weitestgehend zum Erliegen kam, gab es auch kein Flaschenpfand mehr in den Papierk&ouml;rben der Stadt. Die Realit&auml;t ist: F&uuml;r nicht wenige Arme ist das Flaschenpfand eine Einkommensquelle, die sie dringend ben&ouml;tigen.<\/p><p><strong>Wie haben Sie den Menschen geholfen?<\/strong><\/p><p>Wir sind durch unsere Arbeit nat&uuml;rlich sehr nah bei den Menschen, kennen ihre Lebenssituation, sehen, was ihnen fehlt. Wir haben bei der Politik fr&uuml;hzeitig angeklopft und angesprochen, welche Probleme es gibt.<\/p><p>Daraufhin wurden die Toiletten wieder ge&ouml;ffnet. Wir haben gefordert, dass Unterbringungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r wohnungslose Menschen zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Sei es in Pensionen, Hotels usw.<\/p><p><strong>Wie hat die Stadt Mainz reagiert?<\/strong><\/p><p>Schnell. In einem Hotel konnten beispielsweise 30 Menschen ohne Unterkunft unter Vermittlung und Finanzierung durch die Stadt Mainz und das rheinland-pf&auml;lzische Sozial- und Gesundheitsministerium untergebracht werden. Das schnelle Handeln war auch dringend notwendig, denn Obdachlose geh&ouml;ren zur Hauptrisikogruppe, was Covid-19 angeht, denn sie sind h&auml;ufig chronisch krank, ihr Immunsystem ist belastet.<\/p><p>Wir haben einen sehr respektvollen Umgang miteinander beobachten k&ouml;nnen. Wir haben als Verein zusammen mit anderen Hilfsorganisationen die Menschen dort betreut. Ein Patensystem wurde aufgebaut. Das Hotel hat die Menschen mit Fr&uuml;hst&uuml;ck, Mittagessen und Abendessen und viel Empathie und Verst&auml;ndnis versorgt.<\/p><p><strong>Wie haben Sie noch geholfen?<\/strong><\/p><p>Wir sind durch die Stadt gefahren, haben Lunchpakete verteilt, haben unsere Poliklinik auf die Infektionssituation umgestellt, so dass wir weiterhin Menschen behandeln konnten, die erkrankt waren bzw. sind. Bei Bedarf konnten wir auch Covid-19-Tests durchf&uuml;hren. Unsere Sozialarbeiter begleiteten und unterst&uuml;tzen die betroffenen wohnungslosen Menschen ebenfalls weiter, unter Einhaltung der Schutzma&szlig;nahmen.<\/p><p><strong>Gibt es weitere Gruppen, die von der Pandemie besonders betroffen sind?<\/strong><\/p><p>Die Menschen, die von sozialen Transferleistungen leben, also Arbeitslosengeld 2, Sozialgeld und erg&auml;nzender finanzieller Hilfe.<\/p><p>Zu Beginn der Pandemie hat sich deutlich gezeigt: W&auml;hrend sich Menschen, die &uuml;ber ausreichend finanzielle Mittel verf&uuml;gen, mit Lebensmitteln und anderen zum Leben notwendigen Dingen eindecken konnten, war das f&uuml;r soziale Transferleistungsbezieher nicht m&ouml;glich.<\/p><p>Sie konnten nicht auf Vorrat kaufen, waren so auch gezwungen, &ouml;fter nach drau&szlig;en zu gehen, &ouml;fter f&uuml;r wenig Geld wenige Artikel zu kaufen. Dadurch haben sie sich auch einem h&ouml;heren Infektionsrisiko ausgesetzt. Hinzu kommt, dass diese Gruppe &ouml;fter &ouml;ffentliche Transportmittel nutzen muss, da kein eigenes Auto zur Verf&uuml;gung steht. Auch daraus ergibt sich ein h&ouml;heres Risiko, sich anzustecken. Des Weiteren fehlt das Geld f&uuml;r Masken. Zwar k&ouml;nnen auch handgefertigte oder, wie man sagt, &bdquo;Alltagsmasken&ldquo; wie T&uuml;cher und Schals, benutzt werden, aber diese bieten nicht so viel Schutz. Die normalen OP-Masken sind besser. Wir haben die Anhebung der Hartz-IV-S&auml;tze f&uuml;r die Zeit der Pandemie um 100 Euro gefordert.<\/p><p><strong>Das Bundesinstitut f&uuml;r Arzneimittel und Medizinprodukte hat <a href=\"https:\/\/www.bfarm.de\/DE\/Service\/Presse\/Themendossiers\/Coronavirus\/_node.html\">Hinweise<\/a> ver&ouml;ffentlicht, wie mit den Masken hygienegerecht im Alltag umzugehen ist. Wenn man sich die Hinweise anschaut, muss man sagen, dass es im Alltag realistischerweise doch geradezu unm&ouml;glich ist, diese dauerhaft zu beachten.<\/strong><\/p><p>Da haben Sie vollkommen recht, mit diesen Stoffmasken ist das so gut wie nicht umsetzbar. Wer &uuml;ber mehr Geld verf&uuml;gt, hat also auch hier Vorteile. Er kann mehrere Masken kaufen, nach dem Gebrauch entsorgen, eine neue aufsetzen. Die Maske ist wie eine Trennlinie zwischen Armen und den Wohlhabenden.<\/p><p>Von politischer Seite h&auml;tten auch in leichter Sprache Informationen an die Bev&ouml;lkerung weitergegeben werden m&uuml;ssen, wie die Masken zu handhaben sind. Eine Sprache in Piktogrammen w&uuml;rde ich f&uuml;r sehr sinnvoll halten. Wir d&uuml;rfen nicht vergessen: In Deutschland gibt es fast 10 Millionen funktionelle Analphabeten, das hei&szlig;t, das sind Menschen, die k&ouml;nnen zwar lesen und schreiben, haben allerdings Schwierigkeiten, komplexere Inhalte zu verstehen.<\/p><p><strong>Wenn ich es richtig raush&ouml;re, haben Sie auf lokaler Ebene eine Politik beobachtet, die zumindest den Obdachlosen hilft, aber bei der Bundespolitik sieht das anders aus. Warum tut die Bundesregierung sich so schwer damit, den Armen zu helfen?<\/strong><\/p><p>Die Stadt Mainz hat gut reagiert. Aber auch nicht bei allem und das trifft eben auch nicht auf alle lokalen Kommunen zu. Auch wenn es mir schwerf&auml;llt zu begreifen, vermute ich, dass es viel mit Ignoranz und Unwissenheit zu tun hat. Die Politik ist einfach zu weit von der Lebensrealit&auml;t der Armen entfernt.<\/p><p><strong>Sie reden doch auch viel mit Politikern. Haben Sie konkrete Erfahrungen gemacht?<\/strong><\/p><p>Wir haben viel mit Vertretern des Gesundheitsministeriums in Rheinland-Pfalz zu tun. Einerseits hat das Ministerium die Versorgung Obdachloser in einem Hotel gef&ouml;rdert, andererseits war in Gespr&auml;chen dann beispielsweise zu h&ouml;ren, die Armen k&ouml;nnten sich doch einen Schal vor das Gesicht binden. All das, was ich in unserem Interview ausgef&uuml;hrt habe, wird da nicht beachtet.<\/p><p>Mir f&auml;llt bei solchen Gespr&auml;chen immer wieder auf, dass es an einem grundlegenden Wissen, was die Lebenssituation der armen Menschen angeht, fehlt. Gegen&uuml;ber dieser von Einkommensarmut betroffenen Personengruppe verh&auml;lt die Politik sich oft mit gro&szlig;er Distanz. Politiker k&uuml;mmern sich mehr um die Lobbyisten dieser kapitalistischen Demokratie.<\/p><p>Wenn ich als Regierung 9 Milliarden zur Rettung der Lufthansa zur Verf&uuml;gung stelle, dann muss ich auch das Geld haben, um alle Bezieher von Transferleistungen in der aktuellen Situation so zu unterst&uuml;tzen, damit diese ihre Gesundheit sch&uuml;tzen und die Hygienestandards einhalten k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Sie sagen, dass bei Politikern oft auch ein Unwissen vorherrscht. Aber im Grunde genommen ist doch schon seit langer Zeit bekannt, dass Armut in Deutschland eine Realit&auml;t ist.<\/strong><\/p><p>Das stimmt. Kein Politiker kann sagen, er habe davon nichts gewusst, gerade auch bez&uuml;glich der gesundheitlichen Folgen f&uuml;r die Betroffenen. Die nationale Armutskonferenz, Betroffeneninitiativen, Vereine wie wir: Sie, wir alle, verweisen immer wieder auf die Zust&auml;nde. Doch wirklich unternommen wird nichts &ndash; partei&uuml;bergreifend! Das ist f&uuml;r mich ein Skandal. Wenn man Politikern wirklich Unwissen zugute halten w&uuml;rde, m&uuml;sste man davon ausgehen, dass sie mit Ignoranz geschlagen sind.<\/p><p><strong>Politiker haben zwar Ausgangsbeschr&auml;nkungen beschlossen, aber kaum ein Wort wurde dar&uuml;ber verloren, dass es einen Unterschied macht, ob sich ein finanziell gut dastehender B&uuml;rger mit ger&auml;umiger Eigentumswohnung oder eigenem Haus an die Verf&uuml;gungen halten soll oder die alleinerziehende Mutter, die in der beengten Sozialraumwohnung ohne Balkon oder Garten lebt.<\/strong><\/p><p>Ja, auch da sehen wir die Trennlinie. Insbesondere Kinder aus einkommensarmen Haushalten wurden und werden benachteiligt. Kinder aus Elternh&auml;usern, die keinen Internetzugang und keinen Laptop bieten, haben Probleme. F&uuml;r solche Kinder ist es keine einfache Situation, wenn sie sich in den engen Wohnverh&auml;ltnissen nicht zur&uuml;ckziehen k&ouml;nnen, um in Ruhe Hausaufgaben zu machen.<\/p><p>Aber diese Verh&auml;ltnisse sind nicht nur in der Corona-Pandemie ein Problem. Solche Kinder leiden auch schon, wenn alles &bdquo;normal&ldquo; ist. Die Pandemie verst&auml;rkt die Bildungsbenachteiligung aber eben noch einmal. Die OECD sagt schon seit Jahren, dass in keinem europ&auml;ischen Land der soziale Status der Eltern so einen Einfluss auf die Schul- und Bildungskarriere von Kindern wie in Deutschland hat. Auch da muss Politik dringend handeln.<\/p><p><strong>Wir haben &uuml;ber die Obdachlosen und die Hartz-IV-Bezieher gesprochen. Gibt es noch eine Gruppe, die unter der aktuellen Situation besonders leiden muss?<\/strong><\/p><p>Die Gruppe der Gefl&uuml;chteten. Es ist eine Katastrophe, dass diese Menschen in den engen Sammelunterk&uuml;nften leben m&uuml;ssen. Wir haben dort immer wieder Covid-19-Infektionen. Hier h&auml;tte die Politik viel fr&uuml;her reagieren m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Die Probleme betreffen also viele Menschen.<\/strong><\/p><p>Ja, nat&uuml;rlich. Die Krise macht, wie unter einem Brennglas, viele seit Jahren bestehende strukturelle Benachteiligungen sichtbarer.<\/p><p>Da ist das Problem der &bdquo;Billigl&ouml;hner&ldquo;, also der Menschen, die aus Rum&auml;nien, Bulgarien, Polen kommen, die in der Landwirtschaft unter schwierigsten Bedingungen arbeiten. Die Pandemie hat gezeigt, wie abh&auml;ngig wir doch von diesen Arbeitern sind, aber auch wie wichtig ihre Arbeit ist.<\/p><p>Oder die Arbeiter in der fleischverarbeitenden Industrie. &Uuml;ber die katastrophalen Zust&auml;nde dort wurde ja breit berichtet. Gerade auch die menschenunw&uuml;rdigen Lebensbedingungen, insbesondere die Wohnbedingungen hier in Deutschland, denen diese Menschen ausgeliefert sind, m&uuml;ssen sofort abgestellt werden. Das ist in meinen Augen eine moderne Form der Sklaverei.<\/p><p>Nicht zu vergessen die Pflegekr&auml;fte. Ende M&auml;rz wurde dort die H&ouml;chstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden erh&ouml;ht. Sobald sich die Lage entspannt, muss das wieder ge&auml;ndert werden. Auch bez&uuml;glich der Pflegekr&auml;fte haben wir gesehen, wie wertvoll und wichtig ihre Arbeit ist. Beifall reicht f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte nicht aus. Die Arbeitsbedingungen m&uuml;ssen verbessert werden, der Lohn muss erh&ouml;ht werden.<\/p><p>Oder denken wir an das Kurzarbeitergeld. Wir k&ouml;nnen sehen, dass hierzulande der Lohn immer noch viel zu gering ist. Verdienstausf&auml;lle k&ouml;nnen von einem Teil der Arbeiter nicht oder allenfalls nur f&uuml;r kurze Zeit kompensiert werden. Der Mindestlohn m&uuml;sste deutlich erh&ouml;ht werden.<\/p><p>Die Politik muss die Erkenntnisse nun schnellstens nutzen, um genau auf diese defizit&auml;ren Bereiche einzugehen. Sie muss jetzt strukturelle Ma&szlig;nahmen ergreifen, um die Zust&auml;nde nachhaltig zu verbessern.<\/p><p>Titelbild: Srdjan Randjelovic\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obdachlose, Hartz-IV-Empf&auml;nger, Gefl&uuml;chtete: Die Corona-Krise hat auch diese Menschen vor besondere Herausforderungen gestellt. 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