{"id":62185,"date":"2020-06-20T11:30:09","date_gmt":"2020-06-20T09:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62185"},"modified":"2020-07-20T17:07:43","modified_gmt":"2020-07-20T15:07:43","slug":"leserbriefe-zu-corona-app-ein-soziales-experiment-mit-risiken-und-nebenwirkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62185","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eCorona-App \u2013 ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">diesem Beitrag<\/a> hat sich Jens Berger mit der neuen Smartphone-App befasst, die &uuml;ber das neue Coronavirus informieren soll. Er bezeichnet diese App &ndash; auch wenn sie datenschutzrechtlich konform ist &ndash; als &bdquo;ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen&ldquo;. Ein fehlendes Begleitgesetz verst&auml;rkt diesen Eindruck und nicht auszuschlie&szlig;en bzw. zu bef&uuml;rchten ist, dass mit Hilfe von &bdquo;medialer Sch&uuml;tzenhilfe und einem Angstszenario&ldquo; weitere App-Entwicklungen folgen, die juristisch fragw&uuml;rdig sein k&ouml;nnten. Auch zahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten machen sich Gedanken &uuml;ber diese neue App. Wir bedanken uns sehr f&uuml;r die Leserbriefe. Hier nun eine Auswahl der eingereichten Antworten. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ich danke Dir herzlich f&uuml;r Deine akribische Recherchearbeit und die gut verst&auml;ndlich aufgearbeitete Darstellung der entscheidenden Punkte.<br>\nF&uuml;r mich hast Du im Artikel ein weiteres Regierungsversagen, ein weitgehendes Versagen der Opposition und der kritischen Gegen&ouml;ffentlichkeit, auch in diesem Fall, sehr gut beschrieben.<\/p><p>Nur ein Punkt ist mir nicht ganz klar: Warum ist Deiner Meinung nach die Bundesregierung nicht f&uuml;r die intransparente API-Schnittstelle von Apple und Google verantwortlich? M&uuml;sste mit dieser Unsicherheit das Projekt nicht gestoppt werden, wenn es dem Auftraggeber Bundesregierung nicht geheuer w&auml;re? Oder ist es der Regierung schlicht egal? Oder ist das Risiko vernachl&auml;ssigbar? Also f&uuml;r mich nicht.<\/p><p>Bin heute ein umso gl&uuml;cklicherer Besitzer eines &auml;lteren, nicht kompatiblen Smartphones. Habe es vor etlichen Jahren auch aus Gr&uuml;nden des Datenschutzes ausgew&auml;hlt, da es sich noch per Kabel mit dem PC syncronisieren l&auml;sst, eben gerade nicht &uuml;ber eine Cloud. Benutze unsichere Programme wie Whatsapp nicht. Und jetzt sollte ich alle Bedenken &uuml;ber Bord werfen, wegen eines feuchten Traums von Herrn Spahn, der davon handelt, das Virus elektronisch beherrschen zu k&ouml;nnen?<br>\nNoch dazu mit den von Dir beschriebenen zweifelhaften Ergebnissen und zus&auml;tzlichen, wie z.B. &nbsp;St&ouml;rungen durch weitere Personen und Glasscheiben, die sich zwischen den Protagonisten befinden. Ich w&uuml;rde keinesfalls installieren, auch wenn es m&ouml;glich w&auml;re.<\/p><p>Das Entscheidende ist aber, ich finde den aufgebauten psychosozialen Druck enorm und &auml;u&szlig;erst bedenklich. Eine App, die einem vielleicht mitteilt, dass man sich einen Tag zuvor in der N&auml;he einer erkrankten Person aufgehalten hat, ist f&uuml;r mich, egal wovor sie warnt, keine reale Option, niemals und auf keinen Fall. Ich habe keine Lust dar&uuml;ber nach zu denken, wer das wohl gewesen sein k&ouml;nnte, zu &bdquo;verd&auml;chtigen&ldquo;, denn genau das wird passieren. Oder ist das ein Teilziel der App? Ja, ich wei&szlig;, Verschw&ouml;rungstheorien allerorten.<\/p><p>Vielleicht sollten Herr Spahn und die Mitglieder der Bundesregierung, die &bdquo;Oppositionellen&ldquo; und App-Bejubler mal dar&uuml;ber nachdenken, auch wenn diese App letztlich aus den von Dir genannten, vielf&auml;ltigen Gr&uuml;nden an sich eine Farce ist. Mit Abstand betrachtet wirkt heute vieles unserer Geschichte auch wie eine Torheit.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und nochmals vielen Dank f&uuml;r Deine unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit,<br>\nHarald Martin<\/p><p><em><strong>Antwort von Jens Berger:<\/strong> Lieber Harald,<br>\nmanchmal muss man halt mit dem Vorlieb nehmen, was verf&uuml;gbar ist. Frankreich hat bei seiner App-Entwicklung ja m.W. zumindest Kritik in diesem Punkt ge&auml;u&szlig;ert. Aber auch das wird folgenlos bleiben, da hier die Machtverh&auml;ltnisse klar verschoben sind. Wie Du siehst, habe ich auf Deine Frage auch keine &ldquo;echte&rdquo; Antwort. Wenn man das &ndash; begr&uuml;ndete &ndash; Misstrauen gegen Google, Apple, Facebook, Twitter usw. ernst nehmen w&uuml;rde, m&uuml;sste die Regierung wohl wieder analog kommunizieren und generell auf Apps verzichten. Das kann aber doch auch nicht die L&ouml;sung sein. F&uuml;r dieses Problem werden wir wohl keine L&ouml;sung finden.<\/em><\/p><p>liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>seit Corona (genauer seit dem 31. M&auml;rz) ist Markus Lanz neben der Anstalt das Einzige, was ich im TV sehe.<br>\nAm 2. April war Linus Neumann, Sprecher des Chaos-Computer-Club, bei Lanz eingeladen zum<br>\nThema &ldquo;Corona-App&rdquo;. Zuvor hatte ich am 30. M&auml;rz den Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59739\">&ldquo;Handydatennutzung in Pandemiezeiten?&rdquo;<\/a> von Jens Berger gelesen und war dementsprechend ablehnend eingestellt angesichts einer auf GPS basierenden Corona-App.<br>\nLinus Neumann erkl&auml;rte indes bei Lanz, dass eine solche App Bluetooth basiert sei. Darauf &auml;nderte ich meine Meinung und habe mir &ndash; mangels Smartphone &ndash; am n&auml;chsten Tag ein gebrauchtes iPhone gekauft. Naiverweise nahm ich an, dass eine App im Laufe des Aprils zur Verf&uuml;gung gestellt werden w&uuml;rde, alsbald entstand bei mir eher der Eindruck, dass die App nicht vor SARS-CoV-4 zur Verf&uuml;gung stehen werde!<\/p><p>Einige der Ma&szlig;nahmen, die der Bund und Landesregierungen im Kontext von Corona ergriffen haben, betrachte ich aus meiner Nicht-Expertensicht als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und gesellschaftlich mehr schad- als nutzbringend. Ich bin der Auffassung, dass es nicht die Aufgabe des Staates ist, mich vor einer Infektion zu sch&uuml;tzen, es aber sehr wohl Aufgabe des Staates ist, mir im Falle einer COVID-19 Erkrankung eine medizinische Behandlung zu gew&auml;hrleisten, so wie Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, die geeignet sind, eine Epidemie zu unterbinden. (Daher halte ich z. B. eine Maskenpflicht im &Ouml;PNV f&uuml;r geboten; eine Maskenpflicht wie z. B. auf dem Wochenmarkt jedoch schon fast als konterkarierend.) Das Verfolgen und Unterbrechen von Infektionsketten erachte ich als eine angemessene staatliche wie gesellschaftliche Ma&szlig;nahme, die ich mit der Installation der App uneingedenk alle datenschutzrechtlichen Bedenken unterst&uuml;tzen wollte.<\/p><p>Die Kritik, die Jens Berger in seinem zweiten Artikel zur App &auml;u&szlig;ert, finde ich im hohen Ma&szlig;e nachvollziehbar. In meinen Augen ist diese App per se sinnlos, wenn eine Benachrichtigung per App von den Krankenkassen nicht als ausreichend betrachtet wird, um unb&uuml;rokratisch einen Test zu bezahlen.<\/p><p>Ich m&ouml;chte bei der Gelegenheit bitte noch Folgendes mitteilen:<br>\nIn der von der Bundesregierung beauftragen Risikoanalyse 2012 (Drucksache 17\/12051) im Fall einer m&ouml;glichen Pandemie <a href=\"https:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/120\/1712051.pdf#page=55\">hei&szlig;t es auf Seite 68<\/a>: &ldquo;F&uuml;r die Akzeptanz der kommunizierten Botschaften ist essentiell, dass die Beh&ouml;rden &bdquo;auf Augenh&ouml;he&ldquo; mit der Bev&ouml;lkerung kommunizieren. Der B&uuml;rger sollte als Partner, nicht als &bdquo;Befehlsempf&auml;nger&ldquo; verstanden werden.&rdquo;<br>\nWas ich in dem Kontext f&uuml;r kontraproduktiv gehalten habe, war der zeitweise paternalistische Tonfall, der seitens der Politik gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung angeschlagen worden ist. Sinngem&auml;&szlig; in etwa dergestalt: &ldquo;Wenn die Bev&ouml;lkerung in der n&auml;chsten Zeit das geforderte Verhalten an den Tag legt, k&ouml;nne eine Lockerung der Verbote in Betracht gezogen werden.&rdquo;<\/p><p>Da ich mich anfangs als Lanzfan geoutet habe, m&ouml;chte ich gerne erkl&auml;ren d&uuml;rfen warum.<br>\nDie Sendungen von Lanz hatte ich vor Corona &ndash; bitte den Ausdruck zu entschuldigen &ndash; wie die Pest gemieden.<br>\nExemplarisch f&uuml;r meinen Sinneswandel in Sachen Lanz m&ouml;chte ich die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OsuLDeqs5Fc\">Sendung vom 28. Mai<\/a> anf&uuml;hren.<\/p><p>Was man hier &ndash; vom Inhaltlichen ab &ndash; sehen kann, halte ich f&uuml;r bemerkenswert: Es wird einander zugeh&ouml;rt, es wird nachgedacht und dann entgegnet und zwar nicht in ideologischer Weise in Form von unverr&uuml;ckbaren Standpunkten und Behauptungen wie in Talkshows &uuml;blich sondern argumentativ! Ich finde andere Sichtweisen und Positionen alles andere als &auml;rgerlich, wenn sie begr&uuml;ndet und in einer argumentativen Form vorgetragen werden. Daher ist f&uuml;r mich nicht jeder, der mit den Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung weitestgehend konform geht, ein &ldquo;Merkel-Bewunderer&rdquo; (&ldquo;Bewunderer der Corona-Politik von Angela Merkel&rdquo;). Mir ist jemand, der eine andere Meinung als ich vertritt, aber seine Position nachvollziehbar und vor allem argumentativ begr&uuml;ndet, lieber als jemand, der meine Meinung vertritt, diese aber manipulativ und voreingenommen vortr&auml;gt. In Corona-Zeiten hatte ich bei den NDS zuweilen den Eindruck, dass sich der Fokus mehr auf die inhaltlichen Aspekte eines Artikels richtet als auf die Art und Weise, wie diese dargelegt werden. Dies empfinde ich aber gerade bei einer Seite, die sich von ihrem Ursprung her aufkl&auml;rerisch gegen einen manipulativen Journalismus(stil) engagiert, als bedauerlich. Denn Inhalte sind im Grunde austauschbar, die Techniken der Manipulation indes bleiben im Prinzip immer die gleichen.<\/p><p>Zur&uuml;ck zu Lanz: Irritierend bis nervig finde ich es, dass Markus Lanz eine Vorliebe f&uuml;r immer die gleichen G&auml;ste praktiziert: Allein in den 14 Sendungen zu Corona im April war f&uuml;nfmal Karl Lauterbach (SPD) zu Gast. Ginge es nach Karl Lauterbach, h&auml;tte es <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/sport\/fussball\/bundesliga1\/bundesliga-fussballer-sind-nicht-systemrelevant-streit-um-geplanten-neustart-bei-markus-lanz_id_11918190.html\">keinen Anpfiff f&uuml;r die Bundesliga gegeben<\/a>.<\/p><p>(Obwohl diese, um ihren Beruf nachgehen zu k&ouml;nnen, ein mehr als plausibles Konzept zur Unterbrechung von Infektionsketten vorgelegt haben. Folgendes Argument Lauterbachs war in meinen Augen v&ouml;llig verfehlt: Er meinte, die Bundesliga gebe damit ein falsches Signal an die Jugend &ndash; geben sozusagen ein schlechtes Vorbild ab &ndash; also seinen Beruf nicht aus&uuml;ben, um als Vorbild f&uuml;r das Abstandsgebot zu fungieren &hellip;),<br>\ndie Schulen und Kitas w&auml;ren vermutlich immer noch dicht und der Lockdown h&auml;tte mindestens noch zwei Wochen l&auml;nger gedauert. Das ehemalige Aufsichtsratsmitglied der Klinikkette Rh&ouml;n hatte 2013 noch f&uuml;r die Schlie&szlig;ung weiterer Krankenh&auml;user <a href=\"https:\/\/www.apotheke-adhoc.de\/nachrichten\/detail\/politik\/krankenhaeuser-lauterbach-will-weniger-kliniken\">pl&auml;diert<\/a>.<\/p><p>Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass irgendjemand Karl Lauterbach fragen w&uuml;rde, ob er jetzt aufgrund von Corona froh ist, dass er sich damals mit seinem Ansinnen nicht hat durchsetzen k&ouml;nnen. Aber auch ein Gregor Gysi huldigt lieber Karl Lauterbach, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ugNsczId3gc\">als ihn mit so was zu konfrontieren<\/a>.<\/p><p>Karl Lauterbach habe ich als jemanden erlebt, der sich auf einer Art Mission zu befinden scheint: Als Hardliner, dem der Lockdown eher noch nicht zu weit ging und der jede Stimme, die sich f&uuml;r weniger restriktive Ma&szlig;nahmen ausgesprochen hat, fachlich und moralisch diskreditiert hat und der sich auch nicht scheut, f&uuml;r diese seine Mission Angst zu streuen. In der Lanz-Sendung vom 29. April <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9mkuXPjkRsM&amp;t=15m22s\">spekuliert Karl Lauterbach<\/a> im Disput mit Boris Palmer wie aus dem Stegreif, dass es m&ouml;glich sei, dass ehemalige Infizierte sich sp&auml;ter erneut infizieren k&ouml;nnten, dann aber durch die Erstinfektion m&ouml;glicherweise vorgesch&auml;digt seien und daraufhin beim zweiten Mal einen schwereren Krankheitsverlauf als beim ersten Mal durchlaufen m&uuml;ssten.<\/p><p>Auch wenn ich, wie sollte es auch anders sein, wenn einem an jemanden liegt und man denjenigen ernstnimmt, zuweilen pflichtschuldig Kritik an den NachDenkSeiten &auml;u&szlig;ere, verbleiben die NDS f&uuml;r mich doch weit vor Markus Lanz und allem anderen, die wichtigste und liebste Informationsquelle.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nStefan Eichardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Bei Millionen von &Ouml;PNV-Pendlern wird, anders als z. B. bei Restaurantbesuchen, dank Monatstickets nicht registriert, wer wann in welcher Bahn f&auml;hrt. In diesem Szenario sehe ich durchaus Sinn der Nutzung der App.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMatthias Schmidt<\/p><p><em><strong>Antwort von Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Schmidt,<br>\ndas ist richtig. Ich w&uuml;rde das Infektionsrisiko dank der Maskenpflicht hier aber nicht f&uuml;r so gro&szlig; einsch&auml;tzen.<\/em><\/p><p>Danke und beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJens Berger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>lt. Medien hat die Entwicklung der App 20 Mio. &euro; gekostet. F&uuml;r 20 Mio. k&ouml;nnte man eine Menge sehr guter Programmierer ziemlich lange besch&auml;ftigen. Wieso muss das Geld dann an SAP und Telekom flie&szlig;en?<br>\nDer Quellcode schaut jetzt nicht derart komplex aus, als br&auml;uchte man Konzernkapazit&auml;ten.<br>\nAber vielleicht sind 20 Mio. in Zeiten, in denen nur noch &uuml;ber Billionen geredet wird auch wirklich nur noch peanuts?<\/p><p>Mit Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMartin Sutor<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihr kritisches Nachdenken. Wie Sie richtig bemerkt haben ist nicht alles so klar oder transparent wie es kommuniziert wird. Denn was passiert wenn Sie Corona bekommen, dann sind Sie positiv getestet und das wird auf Ihrem Handy gespeichert &hellip; UND vom Gesundheitsamt weitergegeben auf den RKI Server, was ich wohl als Zentral betrachten kann. Und was liegt auf dem RKI Server noch, richtig, die Bewegungsprofile die das RKI von den Telekommunikationsfirmen freigebig bekommen hat. Und damit haben wir wieder das urspr&uuml;ngliche Problem digitaler Datenverarbeitung, vereinzelt gesammelt mag alles harmlos sein, aber wenn die verschiedenen Daten zusammenkommen dann kann man oft mit Hilfe einfacher Verkn&uuml;pfungen den feuchten Traum der Stasi wahrmachen, die Total&uuml;berwachung. Die gem&uuml;tliche Diktatur der B&uuml;rokratie geht weiter, was f&uuml;r eine sch&ouml;ne neue Welt !<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIngo Erik Moltzen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Jens Berger,<\/p><p>die kritische Einsch&auml;tzung zur Corona-App teile ich,<br>\naus Sicht &ldquo;Datenschutz&rdquo;&nbsp; klar verbessert und inzwischen ok,<br>\nzur Pandemiebek&auml;mpfung&nbsp; vermutlich wenig hilfreich,<\/p><p>enorme Kosten&nbsp; &ndash; bekanntlich 20 mio. Entwicklungslkosten + 2-3 Mio monatlich f&uuml;r Hotline<\/p><p>erstaunlich wenige konkrete Einsch&auml;tzungen von den sonst medial sehr pr&auml;senten Virologen,<br>\ninteressieren w&uuml;rden mich vor allem die 15 min, damit App&nbsp; meldet,&nbsp;&nbsp; hei&szlig;t das im<br>\nUmkehrschluss, dann in k&uuml;rzerer Zeit kaum Ansteckungsgefahr besteht &hellip;<\/p><p>Falls es funktioniert, dass positive Laborergebnisse rasch an Infizierte gemeldet werden, was bislang &uuml;ber die Gesundheits&auml;mter anscheinend 3-4 Tage dauerte, so ist dies wenigstens ein <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/phoenix\/video\/phoenix-vor-ort-kanzleramtschef-braun-beste-corona-app-weltweit\/phoenix\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTg4YWE3ZmY5LWUxMmUtNGZmMy04ZjAyLWU2MzRhMTgyNjM0MA\/\">Zeitgewinn<\/a>.<\/p><p>&Auml;rgerlich finde ich vor allem, dass Kanzleramtschef Braun auch noch meint, nun von der &ldquo;besten Coronna-App weltweit&rdquo; sprechen zu m&uuml;ssen, das ist peinlich bis &uuml;berheblich.<br>\nAngemessen w&auml;re gewesen zu sagen, dass mit gespannt beobachten wird,&nbsp; ob die App in den n&auml;chsten Tagen sich positiv f&uuml;r die Pandemiebek&auml;mpfung erweisen wird.<\/p><p>Aber die Politik hatte die letzten Wochen immer nur als Hoffnungszeichen die m&ouml;gliche Impfung bzw. die App&nbsp; anzubieten, nach all dieser Verz&ouml;gerung&nbsp; muss man sich nun selbst mit einem Presseshow&nbsp; bzw. PR-Show hochloben &hellip;..<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nGerhard G&uuml;nther<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>Sie schreiben so gute Kommentare; eine klare, verst&auml;ndliche Sprache und hervorragend recherchiert!<\/p><p>Ich bin eine dankbare Leserin!<\/p><p>Die Corona-Warn-App, die st&ouml;&szlig;t ein unheilvolles Hintert&uuml;rchen auf, das so schnell nicht mehr zu schlie&szlig;en sein wird, denn die Begehrlichkeiten sind riesengro&szlig;!<\/p><p>Die Kosten sind auch kein Pappenstil: 20 Millionen und weitere 3 bis 4 Millionen, die Monat f&uuml;r Monat zu zahlen sind!<br>\nEin Prestigeobjekt, das heute mit geschwellter Brust belobigt wurde, einschlie&szlig;lich des Datenschutzbeauftragten Ulrich Kelber; Herrn Spahn platzte bald das Jackett, sein breites Grinsen sprach B&auml;nde!<\/p><p>&bdquo;Never ever&ldquo;, dieser App traue ich nicht und ich glaube, sie sch&uuml;tzt mich auch nicht vor Ansteckung.<br>\nIhre Beispiele Herr Berger, die best&auml;tigen mich in meiner Haltung und Entscheidung!<\/p><p>Alles Gute!<br>\nM.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,<\/p><p>Es war einmal ein Bundesfinanzminister Steinbr&uuml;ck, der sich einfach nicht damit abfinden wollte, da&szlig; die Bewohner dieses sch&ouml;nen Landes die Ma&szlig;nahmen aus der Agenda 2010 ablehnen. Deshalb hat er ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem zusammengefa&szlig;t werden soll, mit welchen sozialwissenschaftlichen Methoden die K&auml;lber dazu gebracht werden k&ouml;nnen, die Metzger als ihre besten Freunde zu betrachten. Das Gutachten hei&szlig;t &ldquo;Psychologie, Wachstum und Reformf&auml;higkeit&rdquo; hrsg. von Friedrich Heinemann u.a. es ist der Band 88 der ZEW Wirtschaftsanalysen (ZEW: Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung, Mannheim. Das ist der neoliberale Think Tank des Landes Baden-W&uuml;rttemberg, 1990 gegr&uuml;ndet. BA-W&uuml; wollte auch so was haben); erschienen 2008 in Baden-Baden (Nomos). Man mu&szlig; aber nicht versuchen, es zu beschaffen. Erstens war der Preis f&uuml;r so ein Heftle sehr, sehr hoch, zweitens ist es in einem kaum verst&auml;ndlichen Soziologen-Chinesisch geschrieben und drittens ist es schon l&auml;ngst vergriffen, man sieht, es war nicht f&uuml;r die Allgemeinheit bestimmt.<\/p><p>Ein paar Zitate gef&auml;llig, die die Vermutung von Jens Berger vom Experiment best&auml;tigen?<\/p><p>&ldquo;Realistischer sind Experimente im Bereich des Arbeitsmarktes zu beurteilen, wo ja in Bezug auf das arbeitsmarktpolitische Instrumentarium ohnehin schon lange eine Art Trial and Error-Prozess praktiziert wird.&rdquo; S. 195 (geh&ouml;rt zwar nicht direkt hierher, macht aber deutlich, wie Sozial- und Wirtschaftpolitik &ldquo;umgesetzt&rdquo; wird.)<\/p><p>&ldquo;[&hellip;] hat gezeigt, dass die Krisenhypothese (Reformen werden typischerweise nach krisenhaften &ouml;konomischen Entwicklungen implementiert) robust best&auml;tigt wird.&rdquo; ebd.<\/p><p>&ldquo;In jedem Fall ist es essenziell, dass Reformvorhaben &lsquo;neutral&rsquo; ohne offensichtlich einseitige Einflussnahme von bestimmten Lobbys konstruiert [sic!] werden. Die nachvollziehbare Basierung von Reformen auf Gemeinwohlkategorien im Gegensatz zu Partikularinteressen ist essenziell f&uuml;r deren allgemeine Akzeptanz.&rdquo; S. 198<\/p><p>&ldquo;Die Motivation l&auml;sst sich vor allem durch Betonung individueller Betroffenheit oder der Betroffenheit des nahen und pers&ouml;nlichen Umfeldes (z.B. der Kinder) des Adressaten steigern. Im Hinblick auf Reformen kommt es hier darauf an, den oftmals anonymen Reformgewinnern ein Gesicht zu geben. Dies erleichtert es den Adressaten, sich in die Situation von (positiv) Betroffenen hineinzuversetzen., kann Empathie erzeugen und erh&ouml;ht dann die Motivation zur Informationsverarbeitung.&rdquo; S. 199 (wird dann wohl in einer weiteren Phase erfolgen)<\/p><p>&ldquo;Sie [die Zielgruppen] beurteilen die Validit&auml;t von Argumenten z.B. anhand bestimmter Merkmale des Kommunikators wie seiner grunds&auml;tzlichen Glaubw&uuml;rdigkeit oder der Sympathie, die sie ihm entgegenbringen. [&hellip;] Demzufolge ist bei einer wenig motivierten und f&auml;higen Zielgruppe auf Merkmale des Kommunikators, die optische Gestaltung eines Mediums oder die Glaubw&uuml;rdigkeit und Reputation eines Medium zu achten.&rdquo; S. 200<\/p><p>&ldquo;In den Datailanalysen verschiedener Experimente hat sich gezeigt, dass der Grad der wahrgenommenen Fairness und sozialen Vertr&auml;glichkeit eines Reformvorhabens die Akzeptanz ma&szlig;geblich beeinflusst.&rdquo; S. 201<\/p><p>&ldquo;Je unausweichlicher eine Ver&auml;nderung dargestellt wird, desto eher werden die Menschen beginnen, auch die positiven Aspekte dieser Ver&auml;nderung zu betrachten.&rdquo; S. 201 f.<\/p><p>Im Grunde genommen m&uuml;&szlig;te man jetzt die unterschiedlichen Akteure (Bundeskanzlerin &ndash; good guy, Bundesgesundheitsminister &ndash; bad guy, Bundesdatenbeauftragter, Computer Chaos Club) auf die Rollen hin untersuchen, die sie gem&auml;&szlig; dieses Gutachtens eingenommen haben bzw. einnehmen, sei es als Treiber oder als instrumentalisierte Trottel. Ebenso wird damit deutlich, warum regelm&auml;&szlig;ige Corona-Tests auf der Basis von repr&auml;sentativen Stichproben nicht durchgef&uuml;hrt worden sind bzw. werden &ndash; jeder h&auml;tte dann aufgrund von Stand und Entwicklung der Krankheit bewerten k&ouml;nnen, ob und wie Ma&szlig;nahmen sinnvoll sein k&ouml;nnen oder auch nicht. Was im &uuml;brigen auch die Debatte dar&uuml;ber h&auml;tte sehr versachlichen k&ouml;nnen. Auch wird deutlich, wieso von Beginn an von Politik und Medien derma&szlig;en Angst gesch&uuml;rt wurde. Ohne die w&auml;re doch eine App, die aus gutem Grund privates Einverst&auml;ndnis voraussetzt, niemals zu vermitteln gewesen. Das private Einverst&auml;ndnis deshalb, weil Datenschutz und Grundgesetz diesen Eingriff in die Privatsph&auml;re verbieten. Staatliche Anordnungen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung sind n&auml;mlich immer m&ouml;glich &ndash; sofern sie nicht gegen elementare Gesetze versto&szlig;en!<\/p><p>Zum Schlu&szlig; &uuml;brigens bef&uuml;rchten die Autoren des Gutachtens, da&szlig; sie ertappt sein k&ouml;nnten: &ldquo;Dabei sollte allerdings vor einem m&ouml;glichen Missverst&auml;ndnis gewarnt werden: Es ist nicht m&ouml;glich (und schon gar nicht w&uuml;nschenswert), mit irgendwelchen kommunikativen &lsquo;Tricks&rsquo; f&uuml;r jede Art von Reform, egal wie mangelhaft sie auch konzipiert sein mag, Akzeptanz zu erzeugen.&rdquo; S. 219. Soso.<\/p><p>Und wenn sie nicht gestorben sind, so verappeln sie noch weiter.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ&uuml;rgen Falkenstein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&ldquo;Die App ist vor allem eins &ndash; ein riesiges soziales Experiment.&rdquo;&nbsp; Genau, daher sehr richtig, dass Jens Berger das in den Fokus r&uuml;ckt.<\/p><p>Auch ohne App haben die sog. Corona-Schutzma&szlig;nahmen gezeigt, wie rasch es geht mit der Aussetzung von Grundrechten durch &lsquo;f&uuml;rsorgliche Entm&uuml;ndigung&rsquo;. Die N&auml;he von Politik zur Gesundheitsindustrie zeigt ja bereits jetzt die Tendenz in Richtung &lsquo;Gesundheitsdiktatur&rsquo;. Menschen wird zunehmend das eigene Gesp&uuml;r f&uuml;r Gesundheit und Wohlbefinden durch die Sicherheitsversprechen von Apparatemedizin, Pharmakologie, Impfungen&hellip;.. &lsquo;aberzogen&rsquo;. Auch wenn die App scheitert, d&uuml;rfte damit die Begehrlichkeit eines digitalen &Uuml;berwachungskapitalismus noch nicht vom Tisch sein.<\/p><p>Empfehle den Roman von Juli Zeh zu lesen: &ldquo;Corpus Delicti&rdquo; und\/oder&nbsp; ihre &ldquo;Fragen zu Corpus Delicti&rdquo;.<\/p><p>L.G.-Ute Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>entsprechend dem Infektionsschutzgesetz ist es doch sicher mindestens regelwidrig, wenn ein Infizierter sich wissentlich in die N&auml;he anderer Menschen begibt.<\/p><p>Noch dazu bei einer so hochinfekti&ouml;sen und t&ouml;dlichen Krankheit hat kann das doch in k&uuml;rzester Zeit zur Katastrophe f&uuml;hren ! Mit dieser App wird also die Meinung verbreitet, etwas anderes als konsequente Quarant&auml;ne w&auml;re auch o.k.<\/p><p>Es tut einfach nur noch weh, was heutzutage passiert.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIhr Leser. Drechsel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Macher,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den Artikel.<\/p><p>Es pa&szlig;t, da&szlig; heute in der (unertr&auml;glichen) WAZ eine ganzseitige Werbeanzeige geschaltet war, mit der f&uuml;r den Download der App geworben wurde, und da&szlig; meine Nachbarin von ihrem Arbeitgeber aufgefordert wurde, die App zu installieren.<\/p><p>Noch einige Aspekte:<\/p><p>Die App ist auf Github gespeichert. Das ist ein riesiger Speicher f&uuml;r Software, der Microsoft geh&ouml;rt. Die App ist damit nicht nur von Apple oder Google Abh&auml;ngig, sie ist auch in der Verf&uuml;gungsgewalt von Microsoft.<\/p><p>F&uuml;r den Betrieb werden die sogenannten Google-Dienste ben&ouml;tigt, f&uuml;r die der Programm-Text nicht eingesehen werden kann. Mit dem Zugang zum Programmtext ist es also nicht so weit her.<\/p><p>Damit ist klar, da&szlig; die App nicht &uuml;ber den sehr zu empfehlenden Freien App Store F-Droid (F-Droid.org) angeboten werden kann. Um die App unter Android zu installieren, wird deshalb ein Account im Google Playstore ben&ouml;tigt. Gerade die Leute, die sich Gedanken dar&uuml;ber machen, welche Software sie auf ihrem Smartphone installieren, sind also von der Nutzung ausgeschlossen. Bei diesen Personen findet sich aber sicher ein hoher Anteil von Verweigerern.<\/p><p>Es ist allerdings zu erwarten, da&szlig; die App in vermutlich nicht so ferner Zukunft in das Betriebssystem integriert wird. Dann kann man sich ihr nur entziehen, indem man ein Google freies Betriebssystem verwendet wie beispielsweise das freie FairPhone OpenOS oder auf ein Linux Smartphone wechselt, von denen einige im Laufe des Jahres 2020 angeboten werden. Da auf diesen Ger&auml;ten der Quellcode der gesamten Software zug&auml;nglich ist, w&auml;re<br>\nman damit wohl auf der sicheren Seite.<\/p><p>Die zusammenfassende Bewertung von <a href=\"https:\/\/digitalcourage.de\/\">Digitalcourage<\/a>, da&szlig; die App ein Placebo mit Nebenwirkungen ist, pa&szlig;t sehr gut auch zu Ihrem Artikel.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWolfgang Romey<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenker,<\/p><p>Passend zu Euren Corona App-Beitr&auml;gen zeigt eine &Auml;u&szlig;erung des obersten Sch&uuml;tzers unserer Daten (Ulrich Kelber), die er&nbsp; &ndash; von vielen wohl &uuml;berh&ouml;rt &ndash; gestern abend als kr&ouml;nenden Abschlu&szlig; der Phoenix-Runde&nbsp; zum Thema: Mit dem Handy gegen das Virus &ndash; Was bringt die Corona-App? von sich gegeben hat.<\/p><p>Seine S&auml;tze lassen erkennen, warum die Regierung und ihre Koalition&auml;re keine gesetzliche Regelung f&uuml;r diese App wollen.<\/p><p>Kelber scheint bereits zu wissen und zu akzeptieren, dass die Bef&uuml;rworter dieser App noch weitere Dinge mit diesem Instrument vorhaben: z.B. unsere Daten der &ldquo;forschenden&rdquo; Pharma-Industrie zur Verf&uuml;gung zu stellen sowie &ldquo;andere Verbesserungen&rdquo; vorbereiten.<\/p><p>Zuh&ouml;ren und zu sehen ab ca Minute 43.20 der <a href=\"https:\/\/www.phoenix.de\/sendungen\/gespraeche\/phoenix-runde\/mit-dem-handy-gegen-das-virus--was-bringt-die-corona-app-a-1652730.html\">Sendung<\/a>. Dort sagt er auf die Frage ob die App ihre eigentliche Wirkung in Zukunft noch entfalten w&uuml;rde:&rdquo;Sie wird sich noch weiter entwickeln, es wird die Interoperabilit&auml;t &uuml;ber die Landesgrenzen geben, wir werden vielleicht mit zus&auml;tzlicher Einwilligung zus&auml;tzliche Daten f&uuml;r die&nbsp; epidemologische Forschung von einem Teil der Nutzer bekommen und es wird noch andere Verbesserungen geben&rdquo;<\/p><p>Vielleicht ist dieser Hinweis f&uuml;r Eure Leser von Interesse.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHans-Reimar von Mutius<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die App soll ja Sicherheit suggerieren.<\/p><p>Wie ist es aber, wenn ich vielleicht mehreren Menschen begegnet bin, die infekti&ouml;s waren, aber keine bedeutenden Symptome hatten und nie getestet wurden ? Was n&uuml;tzt es dann, dass alle die App hatten?<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nE. Seubert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>vermutlich w&uuml;rden sich gerne der &auml;ltere und gef&auml;hrdetere Teil der Bev&ouml;lkerung die App herunterladen. Oft hat diese Generation zumeist noch tadellos funktionierende Smartphones, die vor 2016 hergestellt wurden. Diese m&uuml;ssten erstmal durch neue ersetzt werden. Die App ist also eine versteckte Wirtschaftssubvention &ndash; willkommen im Konsumismus.<\/p><p>VG Michael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>danke f&uuml;r ihren Artikel &uuml;ber den Corrona-App.<br>\nAuf meine Webseite &ldquo;freistadt.online&rdquo; habe ich meine begr&uuml;ndete Zweifel an diesen App formuliert.<br>\nIch habe Medizin studiert und arbeite schon lange in der EDV.<br>\nWenn Sie wollen k&ouml;nnen Sie die Text nutzen (&hellip;).<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJan van Leeuwen<\/p><p>Corona App &ndash; 10.5.2020<br>\nWas ist es?<br>\nMomentan laufen in verschiedenen europ&auml;ischen L&auml;ndern Initiativen f&uuml;r die Programmierung einer sogenannte &bdquo;Corona-App&ldquo;, welche in der Bev&ouml;lkerung m&ouml;glichst weit verbreitet werden soll. Vorbild ist S&uuml;dkorea, wo solch eine App schon fr&uuml;h im Einsatz war.Ich werde hier nicht alle Details erkl&auml;ren, denn daf&uuml;r gibt es <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/COVID-19_App\">Wikipedia<\/a><\/p><p>Wozu dient es?<br>\nAuf den Handys soll aufgezeichnet werden, welche andere Handies in der N&auml;he waren. Falls ein Benutzer sich mit Corona infiziert, werden alle anderen Benutzer gewarnt, die sich in unmittelbarer r&auml;umlicher N&auml;he aufgehalten haben, und aufgefordert, sich einem Test zu unterziehen. Damit soll die Verbreitung des Virus einged&auml;mmt werden.<br>\nWer produziert so ein App?<br>\nEs sind viele Organisationen und Betriebe, kleine und gro&szlig;e, die sich mit der Programmierung profilieren wollen.<br>\nIn Holland hat das Gesundheitsministerium sogar ein &bdquo;Appathon&ldquo; ausgerufen. Jeder, der eine solche App anbieten kann, durfte Vorschl&auml;ge einreichen. Von 300 wurden 7 ausgew&auml;hlt, die sich letztlich s&auml;mtlich als ungeeignet erwiesen.<br>\nGoogle und Apple arbeiten ebenso an der App, bisher ohne Ergebnis.<br>\nIn &Ouml;sterreich haben wir die Coronavirus-Tracking-App &ldquo;Stopp Corona&rdquo;.<br>\nEs ist ein Streit entbrannt &uuml;ber den Datenschutz und die Privatsph&auml;re, und wie diese gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nnen. Auch die EU hat dazu einige Ideen vorgebracht. Die technische Terminologie ist Laien fremd und der Inhalt nicht nachvollziehbar.<br>\nWo hakt es?<br>\nEin Virus und eine Infektion sind biologische Begriffe. Um zu verstehen, wie ein Virusinfekt sich verbreitet, haben wir Epidemiologen und Virologen. Techniker hingegen haben meist kaum Ahnung von biologische Prozessen, beide sprechen ein v&ouml;llig andere Sprache.<br>\nDazu kommt, dass nicht jeder ein Handy besitzt, nicht jeder so ein fragw&uuml;rdiges Programm auf seinem Handy haben will. Es soll freiwillig sein, aber es m&uuml;&szlig;ten ungef&auml;hr wenigstens 60% der gesamte Bev&ouml;lkerung mitmachen, um eine Chance auf Erfolg zu haben.<br>\nDazu kommt, da&szlig; viele Handys f&uuml;r diese Anwendung gar nicht geeignet sind. Laut <a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/tech-policy\/2020\/04\/2-billion-phones-cannot-use-google-and-apple-contract-tracing-tech\/\">arstechnica<\/a><br>\nEin Problem ist auch die Ungenauigkeit der Messungen. Radiowellen &ndash; wie Bluetooth- gehen durch W&auml;nde, das Virus aber nicht, daher ist ein Kontakt laut Handy nicht immer wirklich ein potentiell infekti&ouml;ser Kontakt.<\/p><p>Hr. Boos (in Deutschland in der &bdquo;Digitalrat&ldquo; &ndash; Merkel nah) behauptet, die App k&ouml;nne registrieren, ob W&auml;nde das Signal d&auml;mpfen.<br>\nDer Erfinder von Bluetooth Jaap Haartsen hat da eine v&ouml;llig andere Meining.<br>\nOriginal:<br>\nVolgens bluetooth-uitvinder Jaap Haartsen is bluetooth niet nauwkeurig genoeg voor contactonderzoek naar corona. Hij benadrukt dat het bereik van het signaal, dat in de huidige generatie van de draadloze technologie varieert tussen de &eacute;&eacute;n en de twintig meter, onvoldoende zekerheid geeft over afstand. Dat leidt volgens Haartsen tot onbetrouwbare uitkomsten.<br>\n&lsquo;Met bluetooth kun je bijhouden wie er binnen radiobereik is geweest. Bereik is niet hetzelfde als afstand. Bereik wordt bepaald door het zendvermogen, de ontvangstgevoeligheid, de afstand (ja) en de omgeving (muren, obstakels, reflectoren et cetera). Uit bereik kun je de afstand afleiden, maar dit is niet erg nauwkeurig.&rsquo;<br>\n&Uuml;bersetzt:<br>\nLaut dem Bluetooth-Erfinder Jaap Haartsen ist Bluetooth f&uuml;r die Coronakontaktforschung nicht genau genug. Er betont, dass die Reichweite des Signals, die in der aktuellen Generation der drahtlosen Technologie zwischen einem und zwanzig Metern variiert, keine ausreichende pr&auml;zise Angabe &uuml;ber die Entfernung bietet. Die Ergebnisse seien unzuverl&auml;ssig.<br>\n&bdquo;Mit Bluetooth k&ouml;nnen Sie verfolgen, wer sich in Funkreichweite befunden hat. Reichweite ist nicht dasselbe wie Entfernung. Die Reichweite wird durch die Sendeleistung, die Empfangsempfindlichkeit, die Entfernung (ja) und die Umgebung (W&auml;nde, Hindernisse, Reflektoren usw.) bestimmt. Au&szlig;erhalb der Reichweite kann man die Entfernung ableiten, aber das ist nicht sehr genau&rdquo;.<\/p><p>Es gibt eine Menge Vorschl&auml;ge, die Privatsph&auml;re nicht mal beachten, aber auch bei &bdquo;besseren Apps&ldquo; muss man Kontakte protokollieren, was jedenfalls kritisch f&uuml;r den Datenschutz ist.<br>\nEs gibt viele gro&szlig;e Worte von Beh&ouml;rdenseite &uuml;ber die Garantie des Datenschutzes, aber ich glaube das nicht, weil ich die Technik verstehe.<br>\nDazu haben Beh&ouml;rden einer generell zu gro&szlig;en Datenhunger, weil man damit so sch&ouml;n kontrollieren kann.<br>\nZitat:<br>\n&bdquo;Es k&ouml;nne aber nicht angehen, dass das Gesundheitsministerium auf den Einbau weiterer Funktionen dr&auml;nge, um etwa mit der App auch das Einhalten von Quarant&auml;neauflagen zu &uuml;berwachen&ldquo;<br>\nBis jetzt haben wir in &Ouml;sterreich Erfolg gehabt mit Abstand, H&auml;nde waschen und begrenztem Lockdown. Die Zahlen der Infizierten senken ebenso die Zahlen der Toten.<br>\nWarum soll jetzt ein ungeeignetes Mittel alle Kontakte protokollieren?<br>\nBeschreibungen bei heise\/golem kommen zu derselben Schlussfolgerung wie ich:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Corona-Tracking-Wie-Contact-Tracing-Apps-funktionieren-was-davon-zu-halten-ist-4709903.html\">https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Corona-Tracking-Wie-Contact-Tracing-Apps-funktionieren-was-davon-zu-halten-ist-4709903.html<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/coronakrise-schneier-haelt-contact-tracing-apps-fuer-unbrauchbar-2005-148227.html\">https:\/\/www.golem.de\/news\/coronakrise-schneier-haelt-contact-tracing-apps-fuer-unbrauchbar-2005-148227.html<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Der-digitale-Seuchenpass-darf-keine-Loesung-sein-4717904.html\">https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Der-digitale-Seuchenpass-darf-keine-Loesung-sein-4717904.html<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Corona-Apps-und-Big-Data-Ammesty-warnt-vorm-Schlafwandeln-in-die-Ueberwachung-4718679.html\">https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Corona-Apps-und-Big-Data-Ammesty-warnt-vorm-Schlafwandeln-in-die-Ueberwachung-4718679.html<\/a><\/p><p>Die meisten Politiker werden wahrscheinlich guten Willens sein, aber wenn ich lese, dass Herr Sobotka Februar 2019 auf einem EU-Polizeikongress &ouml;ffentlich f&uuml;r das chinesische Modell der v&ouml;lligen &Uuml;berwachung (Social Scoring) pl&auml;dierte, werde ich mi&szlig;trauisch.<br>\nWas Herr Axel Voss will (ohne App kein Zugang) ist so undemokratisch wie der EU.<br>\nMomentan lasse ich sogar mein Handy Zuhause, wenn ich ausgehe, denn GSM-Daten werden momentan wegen Corona gesammelt &ndash; angeblich anonymisiert.<br>\nIch bin schon lange in der EDV t&auml;tig und ich mag mein Beruf, aber es ist eine Tendenz zu einem immer st&auml;rkeren Appetit von Beh&ouml;rden und Unternehmen auf Daten aus der Privatsph&auml;re der Menschen. Die EDV liefert leider die Mittel dazu.<br>\nDeswegen werde ich nie so ein Corona-App laden und weil es das vollkommene falsche Hilfsmittel f&uuml;r diesen Zweck ist!<\/p><p>J. van Leeuwen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger ,<br>\nLiebe Nachdenkseiten Redaktion,<\/p><p>Zu dem Artikel:<br>\nCorona-App &ndash; ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen.<\/p><p>Beim lesen Ihres Artikel fiel mir eine Karikatur aus der HAZ vom 16. Juni 2020, die das Thema darstellt.<\/p><p>Nachdenkseiten Leser seit 9 Jahren, Bitte weiter so.<\/p><p>J&uuml;rgen Hecht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">diesem Beitrag<\/a> hat sich Jens Berger mit der neuen Smartphone-App befasst, die &uuml;ber das neue Coronavirus informieren soll. Er bezeichnet diese App &ndash; auch wenn sie datenschutzrechtlich konform ist &ndash; als &bdquo;ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen&ldquo;. Ein fehlendes Begleitgesetz verst&auml;rkt diesen Eindruck und nicht auszuschlie&szlig;en bzw. zu bef&uuml;rchten ist, dass mit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62185\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[184,149,103],"tags":[],"class_list":["post-62185","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ueberwachung","category-gesundheitspolitik","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62185"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62185\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62201,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62185\/revisions\/62201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}