{"id":62220,"date":"2020-06-22T08:20:18","date_gmt":"2020-06-22T06:20:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220"},"modified":"2020-06-22T08:31:16","modified_gmt":"2020-06-22T06:31:16","slug":"hinweise-des-tages-3635","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h01\">Spahn &ndash; Durch zu viele Tests mehr falsch-positive F&auml;lle als Echte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h02\">Im Gespr&auml;ch: Jens Berger (&bdquo;Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen?&ldquo;)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h03\">Wie aus Kayvan Soufi-Siavash der Verschw&ouml;rungsideologe Ken Jebsen wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h04\">Fabio de Masi, DIE LINKE: Konjunkturpaket &ndash; Wer macht den Abwasch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h05\">Wut auf T&ouml;nnies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h06\">Cum-Ex, Verj&auml;hrung und das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h07\">Als der Mainstream von rechts kam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h08\">Krisengerechte Kinder statt kindergerechtem Krisenmanagement?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h09\">&ldquo;Corona&rdquo;: Wie die Politik die Wissenschaft benutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h10\">In Schwedens Kliniken gab es keine Engp&auml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h11\">Russian Capitalism and the Coronavirus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h12\">EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Deutschland muss Sponsoring-Verbot durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h13\">Koalition einigt sich laut SPD auf Lobbyregister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h14\">Protestaktion gegen Pestizid-Exporte: Bayer antwortet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h15\">S21-Begr&uuml;ndung Wohnungsbau wird zur Schim&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h16\">Kampf ums Geld: Wie Facebook mit WhatsApp gegen WeChat vorgeht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h17\">Meinungshoheit &ndash; Corona und die deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h18\">Verhandlungen und Aktionen ab September!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62220#h19\">Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Spahn &ndash; Durch zu viele Tests mehr falsch-positive F&auml;lle als Echte<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?time_continue=31&amp;v=L24VACS9lhA&amp;feature=emb_logo\">Westfernsehen via You Tube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich, dass Jens Spahn mit dieser Aussage unseren Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61836\">Covid-19-Fallzahlen &ndash; das Problem der falsch positiven Ergebnisse<\/a>&rdquo; direkt best&auml;tigt. Einige wenige Leser haben uns doch glatt vorgeworfen, &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; zu verbreiten. So schnell wird aus vermeintlich alternativen Fakten offizielle Fakten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: PCR-Tests auf SARS-CoV-2: Ergebnisse richtig interpretieren<\/strong><br>\nDa kein Test 100-prozentig sicher ist, muss das dem Betroffenen mitzuteilende Testergebnis in seinem Kontext interpretiert werden. (&hellip;)<br>\nRT-PCR-Tests weisen virale RNA nach. F&uuml;r die operative Zuverl&auml;ssigkeit des Tests selbst sind die Sensitivit&auml;t und die Spezifit&auml;t wesentliche Parameter. Die Sensitivit&auml;t ist der Prozentsatz, mit dem eine erkrankte Person als positiv getestet wird. Ein Test mit einer Sensitivit&auml;t von 98 % identifiziert 98 von 100 Infektionen und 2 nicht. Die Kehrseite eines hoch sensitiven Tests: Er kann viele falsch-positive Befunde liefern, wenn er nicht spezifisch genug ist. Die Spezifit&auml;t ist der Prozentsatz, zu dem nich infizierte Personen als gesund erkannt werden. Ein Test mit einer Spezifit&auml;t von 95 % liefert bei 5 von 100 Gesunden ein falsch-positives Ergebnis.<br>\nBei Angaben zu Sensitivit&auml;t und Spezifit&auml;t der in Deutschland verwendeten PCR-Tests halten sich sowohl das Robert Koch-Institut als auch das nationale Konsiliarlabor am Institut f&uuml;r Virologie der Charit&eacute; bedeckt. Die oft zitierte, nahezu 100-prozentige Sensitivit&auml;t unter Laborbedingungen d&uuml;rfte in der Praxis nie erreicht werden, schon weil beim Testen selbst erhebliche Unsicherheitsfaktoren hinzukommen. So weist beispielsweise jeder Test die Viren nur in einem bestimmten Zeitfenster nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/214370\/PCR-Tests-auf-SARS-CoV-2-Ergebnisse-richtig-interpretieren\">aerzteblatt.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Auch ohne neue Corona-F&auml;lle steigen die &laquo;Fallzahlen&raquo; weiter!<\/strong><br>\nMassnahmen abh&auml;ngig zu machen von neuen F&auml;llen pro 100&rsquo;000 Einwohner und von der R-Zahl, sei Unsinn, erkl&auml;rt ein Mathematiker.<br>\nDas Kernproblem besteht darin, dass die Tests, die mit einem Rachenabstrich untersuchen, ob jemand angesteckt ist, fehlerbehaftet sind. Denn erstens wegen der Ungenauigkeit der Tests an sich (z.B. Verwechslung verschiedener Coronaviren) sowie zweitens auch wegen unsorgf&auml;ltiger Handhabung beim Testen gibt es keine Tests, die hundertprozentig zuverl&auml;ssige Resultate liefern. Entweder erkennen sie tats&auml;chlich Infizierte nicht als solche (= falsch negative Resultate) oder sie weisen vom Virus nicht angesteckte als Infizierte aus (= falsch positive Resultate).<br>\nSolche falsch positiven Resultate stehen hier im Zentrum: Sie geben &laquo;Angesteckte&raquo; oder &laquo;Infizierte&raquo; an, obwohl die Betroffenen das Virus nicht erwischt haben und frei von Sars-Cov-2 sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Auch-ohne-neue-Falle-von-Corona-steigen-die-Fallzahlen-weiter\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Im Gespr&auml;ch: Jens Berger (&bdquo;Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen?&ldquo;)<\/strong><br>\n&bdquo;Ich w&auml;r&lsquo; so gerne Million&auml;r&ldquo;, sangen Anfang der 90er Jahre ein paar selbst ernannte Adelige und wurden damit ber&uuml;hmt. Eine Million Euro besitzen &ndash; das w&auml;re schon was. F&uuml;r diejenigen, &uuml;ber die wir heute im Jahr 2020 reden, ist eine Million aber kaum noch von Bedeutung. &bdquo;Peanuts&ldquo;, wie man so sch&ouml;n sagt. Die Rede ist von den &bdquo;Big Playern&ldquo; am Finanzmarkt, und die k&uuml;mmern sich lieber um die gro&szlig;en N&uuml;sse &ndash; Kokosn&uuml;sse, riesige Kokosn&uuml;sse&hellip;<br>\nUm den Zahlendimensionen kurz ein einigerma&szlig;en vorstellbares Bild zu verleihen: 1 Milliarde sind 1.000 Millionen, 1 Billion steht f&uuml;r 1.000 Milliarden, also eine Million Millionen. Irgendwie ist das kaum noch begreifbar. Dennoch werden bei einem Verm&ouml;gensverwalter wie BlackRock mehr als 7 Billionen US-Dollar in 2.000 Tochterfirmen verwaltet.<br>\nHinter BlackRock steht Laurence D. Fink, der den Traum vom Sohn eines Schuhverk&auml;ufers zum Milliard&auml;r lehrbuchartig hat wahr werden lassen. Seine Fondsgesellschaft ist mittlerweile in nahezu allen DAX-Unternehmen investiert.<br>\nDoch BlackRock ist nicht der einzige Gigant auf dem Markt. Die Vanguard Group oder die State Street Corporation spielen ebenso in der Oberliga der &bdquo;Geldverwalter&ldquo; mit. Doch was wird hier eigentlich verwaltet? Gewinnmaximierung. Und was ist das Ziel? Macht. Und wie gewinnt man? Indem andere verlieren.<br>\nSo klar, so verst&auml;ndlich. Doch Jens Berger, der Autor des Buches &bdquo;Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen?&ldquo; geht tiefer. Er analysiert die Auswirkungen auf den Finanzmarkt, auf die Wirtschaft und auf den Endverbraucher. Er deckt auf, wie viele Steuern ein solch finanzkr&auml;ftiges Unternehmen eigentlich bezahlt und erkl&auml;rt, warum BlackRock immer gewinnt &ndash; egal ob Krise, steigende Kurse, B&ouml;rsencrash oder Boom.<br>\nIm Gespr&auml;ch geht es um einen Haufen Geld, um einen schwarzen Fels und um einen riesigen Berg von Erkenntnisgewinn. BlackRock&lsquo;n&lsquo;Roll!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/jens-berger\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie aus Kayvan Soufi-Siavash der Verschw&ouml;rungsideologe Ken Jebsen wurde<\/strong><br>\nMit wirren Thesen zur Coronakrise erreicht KenFM Zehntausende Zuschauer im Internet. Der SPIEGEL hat den Werdegang des Machers nachgezeichnet. Auff&auml;llig sind seine Verbindungen nach Russland.<br>\nEs ist 4.35 Uhr, mitten in der Nacht des 6. November 2011, als der Publizist Henryk Broder im Netz die E-Mail eines gewissen Kayvan Soufi-Siavash ver&ouml;ffentlicht und zwei Ereignisse in Gang setzt. Zum einen sorgt er daf&uuml;r, dass Soufi-Siavash, damals wie heute besser bekannt als Ken Jebsen, seinen Job als Radiomoderator des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks rbb verliert. Zum anderen startet er die Internetkarriere von Soufi-Siavash, der fortan gegen die klassischen Medien hetzt und Verschw&ouml;rungsideologien verbreitet.<br>\nDie krude Quintessenz von Soufi-Siavashs Mail, die Broder verbreitete: Dunkle M&auml;chte regierten die Weltgeschicke. Soufi-Siavash faselt ohne R&uuml;cksicht auf Grammatik und Zeichensetzung von der CIA, der Nato und &uuml;ber &ldquo;die grosse sache derer die ganz oben uns alle wie marionetten tanzen lassen&rdquo;. Die Zeilen waren nicht f&uuml;r Broder bestimmt, sie wurden ihm von einem H&ouml;rer des rbb zugespielt. Der H&ouml;rer hatte sich &uuml;ber die Beitr&auml;ge Soufi-Siavash beschwert und prompt eine Antwort des Radiomoderators erhalten: &ldquo;Sie brauchen mir keine holocaus informatinen zukommen lassen. ich habe mehr als sie. ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat.&rdquo; Broder ver&ouml;ffentlicht die Mail &ndash; und sorgt f&uuml;r einen Skandal im rbb.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/verschwoerungstheoretiker-ken-jebsen-ein-verbales-maschinengewehr-a-81948d79-f7b3-428e-9506-04a9bd56cd29?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Jetzt aber volle Attacke gegen Ken Jebsen. Selbstverst&auml;ndlich steckt Russland dahinter und Jebsen &bdquo;hetzt&ldquo; gegen die klassischen Medien, er &bdquo;faselt&ldquo;, verbreitet &bdquo;krude&ldquo; Nachrichten und &bdquo;wirre&ldquo; Thesen. Infam auch die best&auml;ndige, durchaus h&ouml;hnisch gemeinte Verwendung des eigentlichen Namen Jebsens. Dies zeigt auf welchen Niveau sich der Spiegel wirklich bewegt. Aber das scheint der &bdquo;Neue Journalismus&ldquo; zu sein, der vor kurzem im Spiegel ausgerufen wurde und der sich endlich vom &bdquo;&uuml;berholten Ideal von neutralem Journalismus&ldquo; verabschieden und &bdquo;Haltung&ldquo; zeigen soll. Wie das aussieht, l&auml;sst sich in diesem Artikel lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fabio de Masi, DIE LINKE: Konjunkturpaket &ndash; Wer macht den Abwasch?<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen in der Krise Geld in die Wirtschaft pumpen, damit auch wieder Geld im Land verdient wird. Wir begr&uuml;&szlig;en den Kinderbonus und die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kommunen. Aber klatschen reicht nicht, wo bleibt ein dauerhafter Pflege-Bonus? Deutschland braucht mehr &ouml;ffentliche Investitionen in die Zukunft. Mit der Schuldenbremse droht nach der Wahl der K&uuml;rzungshammer. Daher brauchen wir nach der Corona-Krise eine Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Milliard&auml;re &ndash; damit nicht die Leute den Abwasch machen m&uuml;ssen, die jetzt den Laden f&uuml;r alle am Laufen halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=g8KgOiJ8Oqg&amp;app=desktop\">Die Linke. im Bundestag via You Tube<\/a>\n<p><strong>Dazu: Konjunkturpaket: Lothar Binding (SPD) und Fabio de Masi (Die Linke) im Bundestagstalk am 19.06.20<\/strong><br>\nphoenix-Korrespondent Erhard Scherfer im Bundestagsgespr&auml;ch mit Lothar Binding (SPD, Finanzpolitischer Sprecher) und Fabio de Masi (Die Linke, Finanzpolitischer Sprecher) zu den Gesetzentw&uuml;rfen und Antr&auml;gen zur Finanzpolitik in der Corona-Krise am 19.06.20<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E8HbgG2SyCM&amp;feature=youtu.be\">phoenix via You Tube<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: &bdquo;Dann w&auml;re die GroKo bekloppt&ldquo;<\/strong><br>\nMehrwertsteuer runter und dann wieder rauf? Fabio De Masi, Wirtschaftsexperte der Linken, warnt davor: Wenn senken, dann dauerhaft.<br>\ntaz: Herr De Masi, 2006 hat die Linke die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer gegei&szlig;elt, nun sind Sie gegen deren tempor&auml;re Absenkung. Wie passt das zusammen?<br>\nFabio De Masi: Wir sind nicht gegen eine Senkung. Die SPD wollte einst 0 Prozent Erh&ouml;hung und die Union 2 Prozent und dann kamen 3 Prozent raus. Das war ein Griff ins Portemonnaie. Aber eine Erh&ouml;hung wird von Unternehmen immer st&auml;rker an Verbraucher weitergegeben als eine Senkung. Wenn man die Mehrwertsteuer nach einem halben Jahr wieder erh&ouml;ht, dann zieht man eine dicke wirtschaftliche Bremsspur. Wenn man daher die Mehrwertsteuer senkt, dann dauerhaft.<br>\nDie Senkung soll ja jetzt kurzfristig den Konsum ankurbeln.<br>\nIch bin skeptisch, ob sich Leute jetzt einen neuen K&uuml;hlschrank kaufen, die um ihren Job bangen. Um Unsicherheit zu &uuml;berwinden, muss der Staat mehr investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Linken-Politiker-ueber-Konjunkturpaket\/!5696244\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wut auf T&ouml;nnies<\/strong><br>\nMindestens 730 T&ouml;nnies-Mitarbeiter in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck haben sich mit dem Coronavirus infiziert &ndash; die industrielle Fleischproduktion bietet gute Bedingungen f&uuml;r die Viren. Die Wut der Menschen in der Region w&auml;chst. (&hellip;)<br>\nAber jetzt ist die Produktion gestoppt, und wann sie wieder startet, ist ungewiss. Das ist nicht nur ein Problem f&uuml;r den Konzern, sondern auf Dauer auch f&uuml;r die deutschen Fleischkonsumenten. Und f&uuml;r die Politiker. Denn die m&uuml;ssen wom&ouml;glich entscheiden, was wichtiger ist: die Eind&auml;mmung des Coronavirus &ndash; oder der Schweinefleischnachschub.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wut-auf-toennies-a-942c155d-6740-42c6-81a1-12757468124f?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> so etwas gibt es nicht nur in der Fleischindustrie!<\/em><\/p>\n<p><em>Zwei H&auml;user weiter von mir in M&uuml;nchen, wohnen Bauleute aus ex. Jugoslawien.<\/em><\/p>\n<p><em>Bis zu 13 Namensschilder sind auf einem Briefkasten. In den Hausfluren t&uuml;rmt sich der Sperrm&uuml;ll.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Guatchterin, die aufgrund der Baustelle gegen&uuml;ber in den Wohnungen war, sprach von katastrophalen Zust&auml;nden.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Billigjobberei geht zu Lasten der Gesundheit der Bev&ouml;lkerung, zu Lasten der Steuerzahler, der sozialen Kassen und auch zu Lasten der Unternehmer, die vern&uuml;nftige Einkommen zahlen und vern&uuml;nftige Arbeitsbedingungen haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Letztere subventionieren T&ouml;nnies und co. &uuml;ber ihre Steuern und Sozialbeitr&auml;ge und bekommen obendrein hinterher von ihnen Konkurrenz.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62164\">Covid-19, das System T&ouml;nnies und die Wegwerfmenschen &ndash; die NachDenkSeiten bieten Nachhilfe f&uuml;r alle, die sich jetzt emp&ouml;ren<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cum-Ex, Verj&auml;hrung und das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz<\/strong><br>\nF&uuml;r die Verj&auml;hrung von Steuerstraftaten &auml;ndert sich durch die beabsichtigte Gesetzes&auml;nderung Folgendes: Es wird die Verj&auml;hrungsfrist von 5 Jahren f&uuml;r die &bdquo;normale&rdquo; Steuerhinterziehung und von 10 Jahren f&uuml;r die besonders schwere Steuerhinterziehung (ab 50.000 &euro;) nicht ver&auml;ndert. Doch wird durch die geplante Gesetzes&auml;nderung zumindest die Frist f&uuml;r die absolute Verj&auml;hrung auf das Zweieinhalbfache der bisherigen Dauer verl&auml;ngert, und zwar nur f&uuml;r die besonders schwere Steuerhinterziehung. Bisher betrug der Zeitrahmen daf&uuml;r 20 Jahre &ndash; k&uuml;nftig soll er 25 Jahre andauern.<br>\nDies ist bedeutsam, weil derzeit insbesondere im Bereich der Cum-Ex-Betr&uuml;gereien eine Vielzahl von besonders aufwendigen und schwierigen Ermittlungen und Verfahren laufen. Deshalb wird diese Verl&auml;ngerung der Frist ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;t. Damit kann m&ouml;glicherweise sichergestellt werden, dass Straft&auml;ter bei komplizierten Verfahren und trotz Personalknappheit nicht straffrei ausgehen. Zus&auml;tzlich ist es allerdings notwendig, dass die personelle Aufstockung der betroffenen Stellen sowie eine bessere technische und finanzielle Ausstattung der Ermittlungsbeh&ouml;rden erreicht wird. Denn der Anspruch muss sein, auch bei komplexen Sachverhalten lange vor der neuen Verj&auml;hrungsfrist von 25 Jahren Verfahren zum Abschluss zu bringen. Zudem muss die Verj&auml;hrung weiterhin innerhalb von zehn Jahren nach Tatbeendigung etwa durch Ermittlungen unterbrochen werden, damit die neuen Fristen zum Tragen kommen. Gerade bei fr&uuml;hen Cum-Ex-F&auml;llen, die bereits 1990 ihren Anfang genommen haben, hilft die Frist&auml;nderung daher nicht.<br>\nBedauerlich ist, dass es in den geplanten &Auml;nderungen keine Verl&auml;ngerung der Festsetzungsverj&auml;hrung geben soll. Das Finanzamt kann weiterhin nach zehn Jahren einen Steuerbescheid, der auf Hinterziehung beruht, nicht mehr &auml;ndern. Aber es wird durch die Einf&uuml;gung des &sect; 375a AO die M&ouml;glichkeit geschaffen, trotz erloschener Steuerschuld und trotz verj&auml;hrter Straftat bei Vorliegen einer Steuerhinterziehung den Tatertrag einzuziehen. Verantwortlich ist in dem Fall die Staatsanwaltschaft, nicht das Finanzamt. Die M&ouml;glichkeit der Einziehung ist nicht auf die besonders schwere Steuerhinterziehung begrenzt. Da die Durchf&uuml;hrung der selbst&auml;ndigen Verm&ouml;gensabsch&ouml;pfung in Deutschland als aufwendig gilt, bleibt abzuwarten, wie intensiv dieses Mittel eingesetzt wird. Die Initiative ist dennoch ebenfalls sehr zu begr&uuml;&szlig;en.<br>\nDer Gesetzesvorschlag in seiner jetzigen Form ist ein Schritt nach vorne; kein Trippelschritt, aber auch kein Weitsprung. Um Cum-Ex konsequent aufzuarbeiten, muss vor allem ausreichend Personal zur Verf&uuml;gung stehen, sonst helfen alle Gesetze nichts. Dieses Personal wird nicht nur in den aufkl&auml;renden Staatsanwaltschaften ben&ouml;tigt, sondern auch in Landesfinanz&auml;mtern und dem Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern, falls alte F&auml;lle von vor 2009 noch einmal systematisch aufgearbeitet werden sollen. Soll Betr&uuml;gereien mit der Kapitalertragsteuern grunds&auml;tzlich ein Riegel vorgeschoben werden, m&uuml;ssen zudem Dividendenzahlung und Erstattung technisch einzelnen Aktienanteilen zuordenbar gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/cum-ex-verjaehrung-und-das-zweite-corona-steuerhilfegesetz\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Als der Mainstream von rechts kam<\/strong><br>\nDriftet Deutschland wirtschaftspolitisch gerade nach links? Quatsch. Es endet nur wom&ouml;glich die Zeit, in der Top&ouml;konomen mit politisch konservativer bis rechter Schlagseite dominierten. (&hellip;)<br>\nWie stark der konservative Einschlag war, l&auml;sst sich erahnen, wenn man nachverfolgt, was aus so manchem Topinfluencer jener Neunziger- und fr&uuml;hen Nullerjahre geworden ist, in denen marktliberale Dogmen ihre Hochzeit hatten, und es als (einzige) &ouml;konomische Vernunft galt, L&ouml;hne zu senken, Sozialausgaben zu kappen und daf&uuml;r Reiche (Leistungstr&auml;ger) zu entlasten.<br>\nOmnipr&auml;sent war damals ein Hans-Olaf Henkel, der als Chef des Bundesverbands der Industrie f&uuml;r die Verschlankung des Sozialstaats durch Sabine Christiansens Sendungen tingelte &ndash; und sp&auml;ter eine Wahlperiode lang f&uuml;r die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) im EU-Parlament sa&szlig;. Bei den Gr&uuml;nen war das Oswald Metzger &ndash; heute Kolumnist beim rechtskonservativen Blog &ldquo;Tichys Einblick&rdquo; und bei der mitunter rechtspopulistischen &ldquo;Achse des Guten&rdquo;. Ebenso wie Stefan Homburg, der sich wiederum seit jeher auch mit national aufgeladenem Geschimpfe &uuml;ber S&uuml;deurop&auml;er und &uuml;ber den Euro meldet. Ein Thema, bei dem so mancher deutsche Einfluss&ouml;konom ohnehin in das bei Konservativen gelegentlich beliebte Ressentiment-Fach wechselt; da kann man dann tausendmal sagen, dass der Italiener gar keine Au&szlig;endefizite hat &ndash; die hat der, sonst w&auml;re er ja kein schludernder Italiener. (&hellip;)<br>\nDer Traum von der staatlichen Sparsamkeit hat umgekehrt fatal dazu beigetragen, dass zu wenig in Schulen, Unis, Stra&szlig;en, Schienen und &auml;hnliches investiert wurde. Sozialleistungen zu kappen, gef&auml;llt zwar konservativen H&auml;ngemattenneurotikern, hat aber Studien zufolge dazu beigetragen, dass es Wutb&uuml;rger und R&uuml;ckenwind f&uuml;r Populisten gibt. Und in der Pandemie wirkt pl&ouml;tzlich abwegig, wie schlecht existenziell wichtige Pflegekr&auml;fte und Kassiererinnen bisher bezahlt wurden &ndash; weil das der Markt so wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rechtspopulismus-und-deutsche-wirtschaftspolitik-kolumne-a-d3a1595e-8f46-4b66-b8bf-ae8b88ed3d95\">Thomas Fricke in Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krisengerechte Kinder statt kindergerechtem Krisenmanagement?<\/strong><br>\nAuswirkungen der Corona-Krise auf die Lebensbedingungen junger Menschen (&hellip;)<br>\nObgleich Bund, L&auml;nder und Kommunen auch in Zeiten der Corona-Pandemie zur vollumf&auml;nglichen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet waren, konnte mit dieser Untersuchung nachgewiesen werden, dass dies in der Praxis weitgehend vers&auml;umt wurde. Wie die Vize-Pr&auml;sidentin des Berufsverbands der Kin-der- und Jugend&auml;rzte (BVKJ), Sigrid Peter es formuliert hat, wurden die &raquo;Kinder als Mittel zum Zweck gesehen&laquo; (Frankfurter Rundschau v. 13.5.2020). So sind nachweis-lich elementare Schutz-, F&uuml;rsorge- und Beteiligungs-rechte von Kindern und Jugendlichen verletzt worden. Praktisch alle Entscheidungen und Ma&szlig;nahmen der Politik seit M&auml;rz\/April 2020 wurden somit v&ouml;lkerrechts-versto&szlig;end und bundesgesetzwidrig ohne vorrangige Ber&uuml;cksichtigung des Kindeswohls vorgenommen. Kinder und Jugendliche sind in diesem Zusammenhang keineswegs ausreichend beteiligt worden oder zu-mindest in Entscheidungsprozessen einbezogen oder wenigstens angeh&ouml;rt worden. Und das war sogar so offensichtlich, dass sich selbst die Kinderkommission des Deutschen Bundestages am 7. Mai 2020 schlie&szlig;lich gen&ouml;tigt sah anzumahnen, &raquo;die Bed&uuml;rfnisse und die in der UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Rechte von Kindern in der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick zu verlieren&laquo;.39 Eine weitreichende Verletzung von Kinder-rechten ist demnach anzuzeigen. Oder, um es mit den Worten der Monitoring-Stelle f&uuml;r die UN-Kinderrechts-konvention beim Deutschen Institut f&uuml;r Menschrechte in ihrer Stellungnahme vom 29. Mai 2020 auszudr&uuml;cken: &raquo;Die politischen Diskussionen und getroffenen Ma&szlig;-nahmen in Deutschland haben gezeigt, dass Kinder als Tr&auml;ger_innen eigenst&auml;ndiger Rechte schnell &uuml;bersehen werden. Staatliche Ma&szlig;nahmen greifen in Deutschland bislang zu kurz, wenn es um die Verwirklichung der UN-KRK in der aktuellen Krisensituation geht. Auch Kinder und Jugendliche sind gef&auml;hrdet und ihre Rech-te sind zu ber&uuml;cksichtigen, besonders jetzt in Zeiten einer Pandemie. Gerade in Krisensituationen muss sich das gesellschaftliche und politische Handeln an den Menschenrechten messen lassen und deutlich machen, dass jedes Leben gleich gesch&auml;tzt wird.&laquo;40  (&hellip;)<br>\nAngesichts der dramatischen Situation vor allem f&uuml;r arme und armutsgef&auml;hrdete Familien spricht viel f&uuml;r ei-nen schnellstm&ouml;glichen Krisenzuschlag in H&ouml;he von 200 Euro pro Monat pro Person r&uuml;ckwirkend ab M&auml;rz 2020 auf die Grundsicherung sowie den Verzicht auf Sanktio-nen und Verm&ouml;genspr&uuml;fungen. Auch sollte die zeitnahe Einf&uuml;hrung eines Krisen-Elterngeldes erwogen werden, um Einkommensverluste durch notwendige Kinderbe-treuung zu reduzieren. Derweil m&uuml;ssen zumindest die den Eltern und Kindern als Teil ihres Existenzminimums zustehenden Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabe-paket schleunigst als Teil der Existenzsicherung den betroffenen Familien zu Gute kommen. Auch die Bezugs-h&ouml;he des Kurzarbeitergeldes muss f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten auf mindestens 90 Prozent ihres Nettoentgelts erh&ouml;ht werden, damit die betroffenen Familien der mehr als 10 Millionen angek&uuml;ndigten und bereits &uuml;ber 7 Millio-nen angemeldeten Besch&auml;ftigten nicht zu stark sozial abrutschen. Zugleich muss der Unterhaltsvorschuss unb&uuml;rokratisch und z&uuml;gig bewilligt werden, w&auml;hrend das Kindergeld nur zur H&auml;lfte auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden sollte. Trotz Corona-Krise m&uuml;s-sen Teilhabeleistungen und kulturelle Bildung gew&auml;hrt bleiben (z.B. kostenlose Online-Angebote &ouml;ffentlicher Bibliotheken, wo m&ouml;glich Sportvereinen das Training erm&ouml;glichen, Unterst&uuml;tzung bei Musikschulangeboten durch kostenlose Instrumentausleihe etc.). Langfristig w&auml;re dann zudem eine Kindergrundsicherung einzuf&uuml;h-ren, um Kinderarmut zu verhindern.Wichtig ist bei allen &Uuml;berlegungen &ndash; auch in Richtung Kindergrundsicherung &ndash;, dass Kinder und ihre Familien nach den anvisierten Ma&szlig;nahmen auch wirklich aus Ar-mut und Hilfsbed&uuml;rftigkeit befreit werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/fileadmin\/user_upload\/200608_Studie_Corona_Kinderland.pdf\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Corona&rdquo;: Wie die Politik die Wissenschaft benutzt<\/strong><br>\nUnd wie die Wissenschaft sich gern benutzen l&auml;sst<br>\nDie Diskussion um die Pandemie ist zu gro&szlig;en Teilen schon ziemlich verwirrend. Da verwundert es nicht, dass auch Verschw&ouml;rungstheorien ihre Anh&auml;nger finden. So erl&auml;utert der Kanzleramtsminister und Mediziner Helge Braun bei Maybrit Illner (14.6.2020): Der massenhafte Einsatz von Tests bringe nichts angesichts der geringen Infektionsrate und der hohen Fehlerquote bei den Ergebnissen. Es gebe viel falschen Alarm und wenig Ergebnisse. Dieser Test bildet aber zugleich den Ausgangspunkt f&uuml;r die neue App, die er den B&uuml;rgern ans Herz legt. Die App sei f&uuml;r die R&uuml;ckverfolgung von Kontaktpersonen von Infizierten sehr wichtig.<br>\nWas nun, wenn die Tests nicht angebracht sind und fehlerhaft? Welche Ergebnisse sollen sie dann bringen bei denen, die mit der App gefunden werden? Und das ist nicht das einzige Beispiel, wie im Zusammenhang mit der Pandemie mit Argumenten, Fakten oder wissenschaftlichen Erkenntnissen umgegangen wird, die die politischen Ma&szlig;nahmen begleiten. Es hat auch damit etwas zu tun, wozu die Fakten oder Belege angef&uuml;hrt werden. (&hellip;)<br>\nAls Ratgeber sind die Wissenschaftler gefragt, die die eigene Position unterst&uuml;tzen. Als solche geben diese sich auch gerne her und sind auch bereit, ihr Wissen ganz in den Dienst der Politik zu stellen. Wenn Wissenschaftler nur als Ratgeber von Politikern gefragt sind, f&uuml;r deren Beruf keine Ausbildung vonn&ouml;ten ist, dann bestimmt die Wissenschaft auch nicht die Politik, wie manche meinen, die von einer Diktatur der Virologen reden. Dann bestimmt nicht das Wissen oder die Vernunft die Politik, wenn ein solches Verh&auml;ltnis gleich als Diktatur bestimmt wird, sondern dann verfolgt die Politik andere Anliegen, als einfach den besten Schutz der Bev&ouml;lkerung vor dem Virus. (&hellip;)<br>\nWas der Ma&szlig;stab f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen in der Pandemie ist, daraus hat die Politik nie ein Geheimnis gemacht: Das Gesundheitswesen soll durch die schwer kranken Corona-F&auml;lle nicht &uuml;berfordert werden. F&uuml;r dieses Kriterium muss man gar nicht so genau wissen, wie viele Menschen sich infiziert haben, wichtig sind doch nur die schweren Verl&auml;ufe &ndash; und bei solchem Verdacht wird getestet. Solange noch Betten auf den Intensivstationen frei sind, liegt man mit seinen Ma&szlig;nahmen richtig und kann sich f&uuml;r das geschickte Krisenmanagement loben und auf die Schulter klopfen, auch wenn man gar nicht wei&szlig;, warum es in Deutschland relativ wenig Schwerkranke und in anderen mehr gibt.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ere Zahl an schweren Verl&auml;ufen im Ausland beweist eben, dass dort alles falsch gemacht wurde, auch wenn denen genauso die Schutzmittel fehlten wie hier. Die geringere Zahl an Patienten, die Intensivpflege oder Beatmungsger&auml;te bedurften, beweist zudem die G&uuml;te unseres Gesundheitssystems, eben weil es gar nicht erst so in Anspruch genommen wurde. Da macht es auch gar nichts, dass deutschen &Auml;rzten nichts anderes zur Verf&uuml;gung steht wie denen im Ausland. Schlie&szlig;lich gibt es kein Medikament gegen diese Krankheit, und die Mediziner sind ganz auf die Selbstheilungskr&auml;fte des Patienten angewiesen. Wenn der &uuml;berlebt, hatte er eben eine gute Physis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Wie-die-Politik-die-Wissenschaft-benutzt-4789323.html\">Suitbert Cechura inTelepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>In Schwedens Kliniken gab es keine Engp&auml;sse<\/strong><br>\nSchweden hat sich f&uuml;r weniger strengere Corona-Ma&szlig;nahmen entschieden und musste verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohe Todeszahlen in Kauf nehmen. War der Weg also falsch? So einfach ist es nicht, sagt der in Schweden arbeitende Mediziner Jan Gebel. (&hellip;)<br>\ntagesschau.de: Wie empfinden Sie den Alltag in Schweden? Nimmt die Bev&ouml;lkerung das Virus noch ernst?<br>\nGebel: Auf jeden Fall. Auch hier gab es Regeln, an die sich die meisten gehalten haben. Viele haben sich Sorgen gemacht. Ich kenne aber die Bilder von den unbek&uuml;mmerten Schweden. Da war vielleicht auch ein bisschen Framing dabei. Das trifft wirklich nicht zu, soweit ich das beurteilen kann. Es wird schon Abstand gehalten. Daten des schwedischen Mobilfunkanbieters Telia haben auch ergeben, dass die Mobilit&auml;t um 90 Prozent zur&uuml;ckgegangen war. Klar, jetzt gibt es einige Erm&uuml;dungserscheinungen, &auml;hnlich wie in Deutschland. Schlauchbootpartys wie in Berlin gab es hier aber nicht (lacht).<br>\ntagesschau.de: Gibt es keine Maskenpflicht?<br>\nGebel: Nein, die gibt es nicht. Das verstehe ich auch nicht so recht. Das lie&szlig;e sich ja einfach durchsetzen und ich glaube, dass die Menschen in Schweden auch da mitgehen w&uuml;rden. Einige, vor allem im Personennahverkehr, tragen auch jetzt schon eine Maske.<br>\ntagesschau.de: Gretchenfrage: War der Sonderweg dann im Ergebnis richtig?<br>\nGebel: Das l&auml;sst sich so pauschal nicht beantworten. Es war zumindest f&uuml;r meine Region nicht grunds&auml;tzlich falsch. Man muss vielleicht auch noch bedenken, dass das Institut, das man wohl mit dem deutschen Robert Koch-Institut vergleichen kann, eine Volksgesundheitsbeh&ouml;rde ist. Die schauen nicht nur auf das blanke Infektionsgeschehen. Die gucken sich auch an, welche Auswirkungen einzelne Ma&szlig;nahmen auch auf die soziale Situation haben kann. Das mag bei der Entscheidung, etwa Schulen offen zu lassen, auch eine Rolle gespielt haben. Als Vater von drei Kindern bin ich froh, in Schweden zu leben. Es ist auch nicht so, dass es in den Schulen n&auml;mlich gar keine Regeln gab.<br>\ntagesschau.de: Gibt es eine Grenze f&uuml;r diesen Sonderweg?<br>\nGebel: Das kann ich nicht wirklich bewerten. Aber nat&uuml;rlich muss man das &uuml;berdenken, wenn die Infektionen stark ansteigen und die Kontrolle wegrutscht. Aber das haben wir zum Gl&uuml;ck nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/interview-arzt-schweden-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Russian Capitalism and the Coronavirus<\/strong><br>\nRussia&rsquo;s social and labour spheres under pandemic conditions<br>\nCoronavirus is not a worldwide conspiracy. Quarantine measures have been adopted both in authoritarian (not Communist) China, where living people were welded up behind sealed doors, and in democratic Europe. Everywhere, economies and the big capital that lies behind the media and the governments of the world suffered huge losses. Separate experiments in Sweden, Belarus, and especially Brazil that endeavoured to ignore the problem have demonstrated the public danger of ignoring the pandemic.<br>\nRussia had a number of beneficial advantages that allowed it to weather the epidemic with fewer losses:\n<ul>\n<li>Poverty and a lack of mass external tourism;<\/li>\n<li>Low population density and low frequency of communications between regions;<\/li>\n<li>A fairly responsible population ready to follow instructions (in this, we are psychologically closer to the Germans than to the Italians);<\/li>\n<li>Anti-epidemic traditions, built back in the period of the Empire and especially the USSR.<\/li>\n<\/ul>\n<p>The outcome turned out to be the second-highest number of infections in the world as of May, but more importantly, an inescapable, serious decline in incomes and a deep political reversal in the social mood that the authorities had obviously sought to avoid.<br>\nWhy did this happen? (&hellip;)<br>\nThe Russian capitalist state has proven its low efficiency during the corona crisis. A strong state is not one that can disperse its own citizens with the help of police batons, but one that can overcome serious challenges with minimal losses to society. In this case, the recipe was initially understood: a short, hard quarantine to allow the healthcare system to adapt and flatten the epidemic curve. Realizing such a scenario required that people have a full refrigerator.<br>\nAt the same time, the authorities had no intention of feeding the population during the pandemic. The neoliberal methods of &ldquo;targeting&rdquo; its help to citizens quite expectedly came down mainly to an inconclusive PR campaign, clearly confirmed by the figures and examples above. It was only natural that people who find themselves without money began to massively ignore the &ldquo;self-isolation regime&rdquo; and look for insidious machinations behind anti-epidemic measures.<br>\nA serious blow was dealt to the economy. According to former Minister of Finance Alexei Kudrin, the number of unemployed will reach eight million. We have been reminded again of the robberies and street shootings that seemed to be in the distant past&mdash;so far in isolated examples, but everyone understands that crime is caused by the lack of unemployment benefits.<br>\nThe consequences for the health of the population are difficult to assess, and hope remains that the virus will expire on its own and that collective immunity will form.<br>\nThe most important conclusion is also obvious, namely that global threats such as an epidemic can only be overcome by socialist measures: a developed public health system and public funds that provide high unemployment benefits and help small businesses as a serious generator of jobs.<br>\nThe alternative to this is not even a continuation of the status quo&mdash;that is impossible in a changing external environment. Rather, the alternative to democratic socialism is the &ldquo;Iron Heel&rdquo;, in the words of Jack London&mdash;the dictatorship of the oligarchy. The coronavirus epidemic has confirmed that fact quite explicitly.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/en\/news\/id\/42400\/russian-capitalism-and-the-coronavirus?cHash=7e3d894ff260e3138ea8eb634f718204&amp;pk_campaign=NewsletterEuropa&amp;pk_medium=Juni+2020\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Deutschland muss Sponsoring-Verbot durchsetzen<\/strong><br>\nDer Vorsitz im Rat der Europ&auml;ischen Union rotiert unter den 27 EU-Mitgliedstaaten im Halbjahres-Rhythmus. Ab Juli &uuml;bernimmt ihn Deutschland. Es w&auml;re die Chance f&uuml;r die Bundesregierung, endlich Schluss zu machen mit dem Sponsoring von Unternehmen f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaften &ndash; eine Praxis, die seit Jahren existiert. 2018 hat sich &Ouml;sterreich zum Beispiel von Audi und der Versicherungsgruppe VIG sponsern lassen, Bulgarien vom Verband der bulgarischen Getr&auml;nkeindustrie und von BMW. 2011 unterst&uuml;tzte Coca-Cola die polnische Pr&auml;sidentschaft. Unter anderem lieferte der Konzern 140.000 Liter Getr&auml;nke f&uuml;r die Meetings. Zur gleichen Zeit wurde die EU-Lebensmittelinformationsverordnung beschlossen und eine EU-weit verbindliche N&auml;hrwertkennzeichnung in Ampelfarben verhindert. (&hellip;)<br>\nDoch Deutschland tut sich offenbar schwer damit, selbst auf Sponsoren zu verzichten. Im Mai &auml;u&szlig;erte sich der Repr&auml;sentant der St&auml;ndigen Vertretung von Deutschland in Br&uuml;ssel, Michael Clau&szlig;, zu Sponsoring-Ma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber foodwatch so: &bdquo;Der Verzicht auf Sponsoring wird als politisches Zeichen der Unabh&auml;ngigkeit betrachtet und soll zeigen, dass die Durchf&uuml;hrung der EU-Ratspr&auml;sidentschaft ohne Sponsoring durch die Privatwirtschaft m&ouml;glich ist.&ldquo; Diese Erkl&auml;rung steht jedoch im Widerspruch zu Protokollen aus einer Ratssitzung vom Februar. Demnach hat die deutsche Pr&auml;sidentschaft &bdquo;einige Sponsoring-Vertr&auml;ge mit kleineren lokalen Unternehmen&ldquo; abgeschlossen, um &bdquo;informelle regionale Veranstaltungen&ldquo; zu unterst&uuml;tzen.Was denn nun: Beabsichtigt die deutsche Ratspr&auml;sidentschaft, w&auml;hrend ihrer Pr&auml;sidentschaft in irgendeiner Form Sponsoring anzunehmen oder nicht? Die Bundesregierung muss unverz&uuml;glich bekannt geben, welche dieser Aussagen zutrifft und welche Unternehmen die Ratspr&auml;sidentschaft unterst&uuml;tzen.<br>\nF&uuml;r foodwatch ist klar: Wenn ein Mitgliedstaat w&auml;hrend seiner EU-Pr&auml;sidentschaft Lebensmittel, Getr&auml;nke, Transportmittel oder eine andere Art von Waren oder Dienstleistungen braucht, dann muss er diese einfach auf normalem Wege beschaffen und daf&uuml;r einen fairen Preis bezahlen. Es besteht absolut keine Notwendigkeit f&uuml;r Sponsoring. Hinterzimmer-Gesch&auml;fte und Unternehmens-Sponsoring geh&ouml;ren abgeschafft!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2020\/eu-ratspraesidentschaft-deutschland-muss-sponsoring-verbot-durchsetzen\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Koalition einigt sich laut SPD auf Lobbyregister<\/strong><br>\nLange hat sich die Union gegen ein Lobbyregister gewehrt. Nach den Vorw&uuml;rfen gegen ihren Abgeordneten Philipp Amthor hat sie diesen Widerstand offenbar aufgegeben. (&hellip;)<br>\nEinflussnahmen auf parlamentarische Entscheidungsprozesse sollten k&uuml;nftig klar erkennbar sein, sagte Bartke. Noch gepr&uuml;ft werde dar&uuml;ber hinaus, ob alle Formen von Unternehmensbeteiligungen inklusive Aktienoptionen offenzulegen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-06\/lobbyismus-koalition-lobbyregister-spd-bundestag-philipp-amthor\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Amthor-Aff&auml;re: Noch ist nichts gekl&auml;rt<\/strong><br>\nAmthor spricht inzwischen von einem &bdquo;Fehler&ldquo;, den er bereue. Seine knappe Erkl&auml;rung l&auml;sst echtes Problembewusstsein jedoch leider vermissen und liefert auch keine weiteren Informationen &uuml;ber seine Rolle bei Augustus Intelligence. So bleibt offen, wie die Aktienoptionen f&uuml;r Amthor genau aussahen, wer seine Reisekosten finanzierte und ob er &uuml;ber die Kontakte im Wirtschaftsministerium hinaus an der Lobbyarbeit des Unternehmen beteiligt war.<br>\nOffen ist auch, welche Anliegen die Firma konkret im Wirtschaftsministerium verfolgt hat. In dem Brief Amthors, in dem er sich f&uuml;r das Unternehmen einsetzt, spricht er laut Spiegel von den hohen Stromkosten als Problem. Das Unternehmen will K&uuml;nstliche Intelligenz-L&ouml;sungen entwickeln. Ob es allerdings erfolgversprechende Produkte in der Entwicklung hat, ist umstritten. Ehemalige Mitarbeiter werfen dem Unternehmen &bdquo;Betrug, Illegalit&auml;t und Korruption&ldquo; vor. (&hellip;)<br>\nTrotzdem k&ouml;nnte Amthors Fehler m&ouml;glicherweise strafrechtlich relevant sein: Es ist derzeit noch unklar, ob sein Einsatz f&uuml;r das Unternehmen in Verbindung mit geldwerten Vorteilen den Tatbestand der Abgeordnetenbestechung erf&uuml;llt. Das Strafgesetz regelt in diesem Tatbestand lediglich F&auml;lle, in denen Gegenleistungen f&uuml;r politischen Einsatz versprochen oder in Aussicht gestellt werden. Sogenannte &bdquo;Dankesch&ouml;n-Spenden&ldquo; werden nicht erfasst. Wie die Aktienoptionen eingestuft werden, wird auch von weiteren Informationen &uuml;ber deren Bedingungen abh&auml;ngen und davon, wann sie vereinbart wurden.<br>\nPhilip Amthor sollte deshalb sein Mandat ruhen lassen, bis der Skandal um seine Lobbyt&auml;tigkeit umfassend aufgekl&auml;rt ist. Doch es braucht dar&uuml;ber hinaus gesetzliche Konsequenzen: Ein verpflichtendes Lobbyregister ist &uuml;berf&auml;llig. (&hellip;)<br>\nAusgerechnet die Union hat lange ein solches Transparenz-Instrument verhindert. Jetzt steht sie stark unter Druck. Ihr Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer verk&uuml;ndete bereits, das Thema stehe in der Koalition auf der Tagesordnung. Allerdings: Nach wie vor ist es m&ouml;glich, dass die GroKo nur eine Scheinl&ouml;sung vorschl&auml;gt. In der Diskussion ist etwa ein Lobbyregister ohne gesetzliche Grundlage, das lediglich in der Gesch&auml;ftsordnung des Bundestags verankert ist. Ein solches Register w&uuml;rde die meisten Lobbyaktivit&auml;ten gar nicht erfassen &ndash; n&auml;mlich all jene, die auf die Bundesregierung mit den Ministerien zielen. Auch Schlupfl&ouml;cher werden diskutiert, darunter ausgerechnet solche f&uuml;r Lobby-Kanzleien. (Mehr dazu im Hintergrund zu unserer Lobbyregister-Aktion).<br>\nMit einem Schmalspur-Register, wie es einigen Unionspolitikern vorschwebt, lie&szlig;e sich vielleicht das ramponierte Image etwas aufbessern. Aber echte Transparenz h&auml;tten wir damit nicht. Notwendig ist ein gesetzlich verpflichtendes, umfassendes Register ohne Schlupfl&ouml;cher. (&hellip;)<br>\nMit Amthors Fehler-Eingest&auml;ndnis ist der Skandal noch lange nicht vorbei. Wir brauchen umfassende Aufkl&auml;rung und ein ernstzunehmendes Paket f&uuml;r mehr Transparenz zum Schutz unserer Demokratie. Zu den wesentlichen Ma&szlig;nahmen sollten geh&ouml;ren<\/p>\n<ul>\n<li>die Einf&uuml;hrung eines verpflichtenden, umfassenden Lobbyregisters auf gesetzlicher Grundlage<\/li>\n<li>eine legislative Fu&szlig;spur, die Lobby-Interventionen in Gesetzesvorhaben offenlegt<\/li>\n<li>verbesserte Regeln f&uuml;r Nebeneink&uuml;nfte, wie die Pflicht zur Offenlegung aller geldwerten Vorteile (inklusive Aktienoptionen)<\/li>\n<li>ein Verbot von bezahlter Lobbyt&auml;tigkeit durch Abgeordnete<\/li>\n<li>ein unabh&auml;ngiger Lobbybeauftragter, der die Einhaltung der Regeln kontrolliert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutschland hat es bis heute vers&auml;umt, Empfehlungen der Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) umzusetzen. Diese fordert seit Jahren, die Offenlegungspflichten f&uuml;r Abgeordnete zu versch&auml;rfen. Diese sollten weiter gefasst werden und beispielsweise Angaben zu signifikanten Verm&ouml;genswerten erfassen &ndash; auch Unternehmensbeteiligungen unterhalb der derzeit noch viel zu hohen Schwellenwerte. Das muss jetzt endlich nachgeholt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/06\/amthor-affaere-noch-ist-nichts-geklaert\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Protestaktion gegen Pestizid-Exporte: Bayer antwortet<\/strong><br>\nBereits mehr als 50.000 Menschen haben sich dem foodwatch-Protest angeschlossen und die Chemieriesen Bayer-Monsanto, BASF und Syngenta aufgefordert, den Export hochgiftiger Pestizide einzustellen. Die Konzerne nutzen die laxen Regulierungen in vielen Nicht-EU-L&auml;ndern aus und machen dort Profit mit umwelt- und gesundheitssch&auml;dlichen Stoffen, die in der EU l&auml;ngst verboten sind. Nun hat der Bayer-Konzern in einem Brief zu den Vorw&uuml;rfen Stellung bezogen &ndash; aus foodwatch-Sicht ist die Antwort wenig &uuml;berzeugend.<br>\nBayer behauptet in seinem Brief, dass es sich zu Sicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Wahrheit ist, dass  der Konzern Produkte vertreibt, die eine Gefahr f&uuml;r Mensch, Tier und Umwelt darstellen. Landwirte im Globalen S&uuml;den zum Beispiel leiden unter Gesundheitssch&auml;den und Umweltzerst&ouml;rung durch Pestizide. Die Versprechungen und Zusagen des Konzerns sind voller Schlupfl&ouml;cher, so dass Bayer weiterhin Stoffe verkaufen kann, die nachweislich gef&auml;hrlich sind. Offenbar will Bayer seine Gewinne mit diesen gef&auml;hrlichen Pestiziden nicht aufgeben.<br>\nZudem verh&auml;lt sich Bayer in keiner Weise transparent. Die auf der Grundlage der &ldquo;Bayer Product Stewardship Policy 2019&rdquo; erstellten Berichte sind nicht &ouml;ffentlich zug&auml;nglich und werden nur intern behandelt, obwohl sie die Auswirkungen von Exporten und die Verantwortung von Bayer aufzeigen k&ouml;nnten. foodwatch fordert Bayer auf, die vollst&auml;ndigen internen Berichte zu Vergiftungsf&auml;llen zu ver&ouml;ffentlichen. Bayer muss die Produktion, den Verkauf und den Export von Pestiziden, die in der EU verboten sind, weil sie sich eindeutig als gesundheits- und umweltsch&auml;dlich erwiesen haben, sofort stoppen und sich nicht l&auml;nger gegen eine st&auml;rkere EU-Regulierung in diesem Bereich stellen.<br>\nLesen Sie hier die Antwort von foodwatch an Bayer in voller L&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2020\/protestaktion-gegen-pestizid-exporte-bayer-antwortet\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>S21-Begr&uuml;ndung Wohnungsbau wird zur Schim&auml;re<\/strong><br>\nNachdem die Behauptungen, durch S21 werde der Bahnverkehr verbessert und w&uuml;rden Arbeitspl&auml;tze geschaffen, l&auml;ngst als Schutzbehauptungen entlarvt sind, zerbricht nun auch eine der Hauptrechtfertigungen des Projekts S21 schaffe zeitnah Wohnungen. Gestern hatte OB Kuhn zugeben m&uuml;ssen, dass eine Wohnbebauung auf dem beim Bau von S21 freiwerdenden Gleisvorfeld erst Mitte der 30-er Jahre m&ouml;glich w&uuml;rde. Bezieht man Erschlie&szlig;ung und Hochbau mit ein, so k&ouml;nnten Fertigstellung und Bezugsf&auml;higkeit bis in die 40-er-Jahre dauern. &bdquo;Angesichts der tiefen Einschnitte durch Corona und den Strukturwandel der hiesigen Schl&uuml;sselindustrien ist v&ouml;llig unabsehbar, ob und welcher Wohnungsbedarf dann bestehen wird&ldquo;, so B&uuml;ndnissprecher Martin Poguntke.<br>\nDabei ist die Erkenntnis, dass die Bebauung der durch S21 freiwerdenden Gleisfl&auml;chen erst in den 30-er-Jahren angegangen werden k&ouml;nnte, keineswegs so &uuml;berraschend, wie die Stadt nun den Eindruck erwecken will. Von Anfang an war klar, dass einer endg&uuml;ltigen Fertigstellung des Tiefbahnhofs noch Jahre f&uuml;r Probebetrieb, Gleisentfernung, Abbau der massiven Beton-&Uuml;berwerfungsbauwerke, Sanierung des nach &uuml;ber 100 Jahren Bahnbetrieb hoch kontaminierten Bodens und Modellierung der Fl&auml;chen folgen w&uuml;rden. Und auch die Eidechsen und die Naturschutzgesetze, die f&uuml;r jede Verz&ouml;gerung verantwortlich gemacht werden, waren schon damals da.<br>\nDas neuerliche Eingest&auml;ndnis von OB Kuhn ist ein Offenbarungseid und eine Blamage insbesondere f&uuml;r die hiesige SPD, die ihre Zustimmung zu S21 mit dem sozial- und wohnungspolitischen Argument begr&uuml;ndete, dabei jedoch der Bau und Immobilienwirtschaft auf den Leim gegangen ist. &bdquo;Jetzt, wo der letzte Eckpfeiler der S21-Begr&uuml;ndung weggebrochen ist, sollte das ganze Projekt auf den Pr&uuml;fstand&ldquo;, so Poguntke. &bdquo;Wenn Wohnungen gebraucht werden, dann jetzt. Und Fl&auml;chen f&uuml;r mindestens 1.000 Wohnungen sind bereits jetzt vorhanden &ndash; die Bahn muss lediglich die Baulogistikfl&auml;che beim Nordbahnhof freigeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/pm-s21-begruendung-wohnungsbau-wird-zur-schimaere\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kampf ums Geld: Wie Facebook mit WhatsApp gegen WeChat vorgeht<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick hat die Meldung von der Facebook-Tochter WhatsApp nichts mit Blockchain und Token zu tun. So gab WhatsApp diesen Montag bekannt, dass brasilianische WhatsApp-Nutzer ab sofort mit dem Messenger-Dienst Geld&uuml;berweisungen vornehmen k&ouml;nnen. Die Bezahlvorg&auml;nge laufen &uuml;ber die traditionelle Finanzinfrastruktur, ergo &uuml;ber die Kreditkartenanbieter wie Mastercard oder VISA sowie &uuml;ber Gesch&auml;ftsbanken wie Banco di Brasil oder Nubank.<br>\nDer Facebook-Konzern schafft damit ein neues Level an benutzerfreundlichen Finanzdienstleistungen. Mit 120 Millionen Brasilianern, die WhatsApp nutzen, mehr als jeder zweite, verf&uuml;gt WhatsApp &uuml;ber eine hervorragende Ausgangsposition. Banken werden damit zu einfachen Dienstleistern degradiert, die im Hintergrund die Zahlungen abwickeln. Stattdessen r&uuml;ckt sich Facebook als Finanzdienstleister Nr.1 in den Vordergrund. (&hellip;)<br>\nDass Facebook auf das gr&ouml;&szlig;te Land Lateinamerikas schielt, ist kein Zufall. W&auml;hrend in den USA eine hohe S&auml;ttigung an Finanzdienstleistungen vorhanden ist &ndash; man spricht hier auch von overbanked &ndash;, ist dies in S&uuml;damerika weniger der Fall. Das Potential ist enorm und die regulatorischen H&uuml;rden oftmals weniger hoch.<br>\nVor allem aber geht es auch darum, Marktanteile zu sichern. So besteht die Bef&uuml;rchtung, dass sich die chinesische Einflusssph&auml;re durch Geld und Digitaltechnologien weiter ausweitet. Der realpolitische Konflikt, Westen gegen Osten oder USA gegen China, zeigt sich vor allem in digitalen Infrastrukturfragen. Es w&auml;re ein herber Niederschlag f&uuml;r die USA, wenn Menschen aus Lateinamerika mit chinesischen Apps wie WeChat ihre Finanz- und Datentransaktionen abwickeln. (&hellip;)<br>\nWeChat ist das WhatsApp Chinas mit dem Mutterkonzern Tencent im R&uuml;cken. Da China im Mobile Payment den USA und erst recht Europa einige Jahre voraus ist, ist es naheliegend, dass eher der Westen von China kopiert als umgekehrt. Was f&uuml;r uns im Westen innovativ sein mag, ist in China selbstverst&auml;ndlich.<br>\nNun sind Tencent mit WeChat Pay und Alibaba mit Alipay die zwei dominierenden Bezahl-Apps in Asien. Beide Konzerne sind zeitgleich, aber auch eng mit der staatlichen Blockchain-Strategie verkn&uuml;pft. Wie sehr, zeigt die aktuelle Testphase des digitalen Yuan. So testet China seine digitale Zentralbankw&auml;hrung (CBDC) auf Tokenbasis gemeinsam mit Alipay. Auch wird deutlich, dass China einen Schritt weiter ist und das &ldquo;chinesische WhatsApp&rdquo; bereits auf Token einstimmt. (&hellip;)<br>\nVor allem aber werden, genau wie im kalten Krieg, neue Einflusssph&auml;ren geschaffen. Die Frage nach Libra, WhatsApp und den digitalen Euro, steht in einer &auml;hnlichen politischen Konfliktlinie wie die 5G Ausr&uuml;stung durch den chinesischen Mobilfunkkonzern Huawei in Europa. Dass die USA absolut gegen einen 5G Mobilfunkausbau durch Huawai in Europa sind, zielt in die gleiche Kerbe wie die digitalen Zahlungsinfrastrukturen und dazugeh&ouml;rigen tokenbasierten W&auml;hrungen. Am Ende entscheidet die Frage, wer die Infrastrukturstandards von morgen bestimmt, das politische Kr&auml;ftemessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.finanzen100.de\/finanznachrichten\/boerse\/kampf-ums-geld-wie-facebook-mit-whatsapp-gegen-wechat-vorgeht_H582999335_12119006\/\">Finanzen 100<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Meinungshoheit &ndash; Corona und die deutschen Medien<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie ebbt in Deutschland ab. Der Mainstream beanspruchte die Meinungshoheit f&uuml;r sich. Wie wurde kommuniziert, wie breit wurde diskutiert, wie offen war der Diskurs in Deutschland? Ein erstes Res&uuml;mee und eine historische Einordnung. (&hellip;)<br>\nZu Beginn der Corona-Epidemie in Deutschland passierten regierungsseitig unglaublich viele Fehler. Es wurde beispielsweise vers&auml;umt, rechtzeitig Schutzkleidung und Masken zu bestellen. Entsprechend schwierig war es, plausibel zu erkl&auml;ren, warum aus einer angeblich mangelnden Schutzwirkung von Masken einige Wochen sp&auml;ter pl&ouml;tzlich eine Maskenpflicht werden sollte, just zu dem Zeitpunkt, als wieder ausreichend Material zur Verf&uuml;gung stand. Die Kommunikation war seitens der Bundesregierung und des Robert Koch-Instituts in vielen Punkten unehrlich und verunsichernd.<br>\nDiese Unehrlichkeit wurde vom deutschen Journalismus gedeckelt. Im Gegenteil wurde alles, was sich an kritischen Fragen aufdr&auml;ngte, als Verschw&ouml;rungstheorie abgetan und Fragesteller wurden diskriminiert und in die rechte Ecke gestellt. Dabei ist unmittelbar einsichtig, dass bei einem neu auftretenden Virus, das kaum erforscht ist, es mehr Fragen als Antworten geben muss. Eine Vielfalt von Meinungen und Standpunkten ist eigentlich der nat&uuml;rliche Zustand in einer solchen Situation.<br>\nWas jedoch passierte, war, dass diese Vielfalt und diese unterschiedlichen Meinungen &uuml;berhaupt nicht zugelassen wurden. Auch in diesem Zusammenhang tat sich der Spiegel wieder besonders hervor, der nicht davor zur&uuml;ckschreckte, einen Journalistenkollegen wegen seiner anderen Haltung zu &ldquo;enttarnen&rdquo; und an den Pranger zu stellen. Aber auch die GEZ-Medien hielten sich nicht zur&uuml;ck. In den Tagesthemen gab es Raum f&uuml;r einen Kommentar, in dem all jene als &ldquo;Spinner und Wirrk&ouml;pfe&rdquo; verunglimpft werden, die den Ma&szlig;nahmen kritisch gegen&uuml;berstehen.<br>\nSo vollendete die Corona-Pandemie in Deutschland das, was seit der Agenda 2010 gut vorbereitet war. Der Riss zwischen Medien und Politik einerseits und B&uuml;rgern andererseits wurde nochmals gr&ouml;&szlig;er und tiefer. Da hilft es auch nichts, dass sich die Medienanstalten mit dem Deutschen Fernsehpreis in diesem Jahr f&uuml;r ihre Corona-Berichterstattung selbst auszeichnen. Das ist f&uuml;r aufmerksame Beobachter des Mediengeschehens in Deutschland ein recht absurd anmutender Vorgang. (&hellip;)<br>\nSo w&auml;re es denn sinnvoller, statt unter &ldquo;Corona-Kritikern&rdquo; nach Rechten und Reichsb&uuml;rgern zu suchen, von einem Rechtsrutsch des deutschen Journalismus zu sprechen, wenn man die Vokabel denn schon bem&uuml;hen m&ouml;chte. Spiegel, S&uuml;ddeutsche, Zeit und viele andere Formate haben mit der Agenda 2010 ihre kritische Funktion aufgegeben.<br>\nDas gro&szlig;e Paradox und die eigentlich gef&auml;hrliche Entwicklung ist, dass nun gerade diesen Vertretern eines affirmativen Regierungsjournalismus die Kontrolle &uuml;ber die Meinungen &uuml;berlassen wird.<br>\nSo wird ausgerechnet das recht schlampig arbeitende Recherchezentrum Correctiv mit Faktenchecks betraut, die Nachrichten auf Facebook einordnen sollen. Das geht regelm&auml;&szlig;ig schief, wie unter anderem die Auseinandersetzung mit dem Blog German-Foreign-Policy zeigt. Der Blog ist an journalistischer Sorgfalt Correctiv weit &uuml;berlegen. Dennoch hatte Correctiv die Macht, einen Beitrag f&uuml;r die Nutzer von Facebook als Fake News zu markieren. Correctiv verf&uuml;gt nicht &uuml;ber die notwendige journalistische Kompetenz.<br>\nZudem w&auml;re im Zusammenhang mit Corona zuzugeben, dass die rasante Entwicklung der Forschung im Hinblick auf Corona die Redaktionen schlicht &uuml;berfordert. Es besteht &uuml;berhaupt nicht das Potenzial, derart komplexe Vorg&auml;nge einordnen zu k&ouml;nnen.<br>\nDoch trotzdem: Gerade der Mainstream f&uuml;hlt sich berufen, eine W&auml;chterfunktion &uuml;ber Meinungen erbringen zu k&ouml;nnen, und bedroht damit in grundlegender Weise verfassungsrechtlich verb&uuml;rgte Freiheiten, die er eigentlich verteidigen sollte. Eine extrem bedrohliche Entwicklung, der wir schutzlos ausgeliefert sind. Denn genau das, was uns davor sch&uuml;tzen sollte, n&auml;mlich kritischer Journalismus, f&auml;llt seit der Agenda 2010 in zunehmendem Ma&szlig;e aus und ist selbst ma&szlig;geblicher Teil dieser Bedrohung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/103620-meinungshoheit-corona-und-deutschen-medien\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte h&ouml;ren bzw. lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62169\">Corona: Die bizarre Selbstsicht der Medien<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60422\">&bdquo;Blo&szlig; keine Panik!&ldquo; &ndash; die Medien und ihre fr&uuml;he Corona-Berichterstattung<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60413\">Medien in der Corona-Krise. Albrecht M&uuml;ller am Telefon.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Verhandlungen und Aktionen ab September!<\/strong><br>\nDie Tarifverhandlungen f&uuml;r die im &ouml;ffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Besch&auml;ftigten starten wie vor der Corona-Krise geplant am 1. September, das teilte die GEW am Freitag in Frankfurt a.M mit. Die Tarifkommissionen der Gewerkschaften des &ouml;ffentlichen Dienstes hatten beschlossen, die Entgelttabellen des Tarifvertrages f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst (TV&ouml;D) Bund und Kommunen zum 31. August 2020 zu k&uuml;ndigen, auch die Tarifkommission der Bildungsgewerkschaft hatte getagt.<br>\nZuvor war ein Sondierungsgespr&auml;ch zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern am 16. Juni gescheitert. Die Gewerkschaften hatten angeregt, wegen der Corona-Krise jetzt lediglich einen kleinen Abschluss zu vereinbaren und die eigentliche Tarifrunde auf Anfang 2021 zu verschieben. Dazu ist die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde (VKA) jedoch nicht bereit gewesen.<br>\n&bdquo;Statt die Leistungen des &ouml;ffentlichen Dienstes in der Krise zu honorieren, wollen die Arbeitgeber diese nutzen, um die Gewerkschaften zu einem Lohnverzicht zu zwingen&ldquo;, sagte Daniel Merbitz, GEW-Vorstandsmitglied f&uuml;r Tarif- und Beamtenpolitik. Er k&uuml;ndigte an, dass jetzt die Forderungen diskutiert w&uuml;rden, mit denen die Gewerkschaften in die Tarifrunde gehen. Zudem werde die GEW neue Strategien und Aktionsformen entwickeln. &bdquo;Der Gesundheitsschutz der Beteiligten steht bei m&ouml;glichen Aktionen w&auml;hrend der Tarifverhandlungen im Vordergrund&ldquo;, betonte Merbitz. Wegen der starren Position der VKA stellten sich die Gewerkschaften auf harte Verhandlungen ein. &bdquo;Nur wenn es gelingt, die Arbeitgeber gemeinsam unter Druck zu setzen, k&ouml;nnen wir diese Provokation zur&uuml;ckweisen und faire Lohnsteigerungen erreichen&ldquo;, sagte Merbitz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/verhandlungen-und-aktionen-ab-september\/\">GEW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong> So sieht also die Unterst&uuml;tzung der angeblich systemrelevanten Berufe aus. Man h&auml;tte es sich fast denken k&ouml;nnen, dass der nette Applaus alles ist, was die wackeren K&auml;mpferInnen an der Coronafront erwarten k&ouml;nnen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200622_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200622_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland steig in der letzten Woche um 892 auf 6.174, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die NachDenkSeiten werden diese Grafik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren. <\/p>\n<p>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62220","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62220"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62224,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62220\/revisions\/62224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}