{"id":62251,"date":"2020-06-23T08:38:13","date_gmt":"2020-06-23T06:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251"},"modified":"2020-06-23T12:24:20","modified_gmt":"2020-06-23T10:24:20","slug":"hinweise-des-tages-3636","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h01\">T&ouml;nnies: Die Geduld ist aufgebraucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h02\">Tod im G&ouml;ttinger Ghetto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h03\">Wirecard<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h04\">EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Deutschland muss Sponsoring-Verbot durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h05\">Impulse f&uuml;r eine zukunftsf&auml;hige &Ouml;konomik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h06\">Untersucht die Corona-Folgen f&uuml;r die Politik &ndash; Politologe Prof. Wolfgang Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h07\">Was ich nicht wei&szlig;, das macht mich nicht hei&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h08\">St&auml;dtebund warnt vor sozialen Konflikten durch Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h09\">Favelas k&auml;mpfen allein gegen das Virus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h10\">Wie gef&auml;hrlich ist Covid-19 im Vergleich zur saisonalen Grippe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h11\">Sicherheitsstaat 4.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h12\">Blocking Overblocking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h13\">Manipulationen am Tatort?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h14\">Einsprachigkeit kann t&ouml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h15\">MH17-Prozess: Viele Fragen offen, Verteidigung will mehr Zeugen h&ouml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h16\">&Uuml;berraschender Inhalt: Putins Artikel &uuml;ber den Zweiten Weltkrieg wurde ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h17\">Wieso soll das verboten sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62251#h18\">Stuttgart &ndash; Erkl&auml;rungen jenseits von Alkohol und Testosteron<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&ouml;nnies: Die Geduld ist aufgebraucht<\/strong><br>\nKarl-Josef Laumanns Gesichtsz&uuml;ge verraten selten, was er wirklich denkt oder f&uuml;hlt. Entt&auml;uschung? Wut vielleicht? Er habe sich abgew&ouml;hnt, sich &uuml;ber die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie zu &auml;rgern, sagt Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister, als er vor die Presse tritt. &ldquo;Ich wei&szlig; schon lange, wie sie sind&rdquo;, f&uuml;gt er hinzu. Das gro&szlig;e Problem sei, &ldquo;dass eine Struktur geschaffen wurde, in der es keine Transparenz gibt&rdquo;, beklagt der CDU-Politiker. &ldquo;Und wenn es keine Transparenz gibt, kann es auch kein Vertrauen geben.&rdquo; Es m&uuml;ssten jetzt klare gesetzliche Regeln zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Branche her. Freiwillige L&ouml;sungen k&ouml;nne es nicht mehr geben. &hellip;<br>\nKlar ist, Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Schlachtbetrieb hat eine gewaltige Marktmacht und k&ouml;nnte vorangehen. Rund 16.000 Besch&auml;ftigte arbeiten f&uuml;r die weltweit aktive Unternehmensgruppe. 2019 verzeichnete T&ouml;nnies eigenen Angaben zufolge einen Rekordumsatz von 7,3 Milliarden Euro. Der Marktanteil bei Schweineschlachtungen liegt laut Branchenangaben bei rund 30 Prozent.<br>\nEs ist jedoch zu bezweifeln, dass bei T&ouml;nnies pl&ouml;tzlich ein grundlegender Sinneswandel eingetreten ist oder das Thema Arbeitsschutz k&uuml;nftig oberste Priorit&auml;t hat. Die anfangs versprochene Kooperation mit den Beh&ouml;rden sollte vor allem dem Ziel dienen, den Schlachtbetrieb so schnell wie m&ouml;glich wieder aufnehmen zu k&ouml;nnen. Zudem mutma&szlig;te das Unternehmen, dass osteurop&auml;ische Arbeitskr&auml;fte das Virus aus dem Heimaturlaub mitgebracht haben k&ouml;nnten. Die Situation in den Unterk&uuml;nften k&ouml;nne nicht der alleinige Grund f&uuml;r die Gr&ouml;&szlig;e des Ausbruchs sein, hie&szlig; es. Ehrliche Einsicht klingt anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2020-06\/toennies-coronavirus-infizierte-qurantaene-guetersloh-lockdown\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Gesetzliche Regeln m&uuml;ssen her zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen! Wer k&ouml;nnte diese Gesetze auf den Weg bringen? An welche Partei k&ouml;nnte der CDU Politiker sich wenden? In welcher Parte ist noch die Bundesministerin f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz? Wie bekommt der CDU Politiker Laumann Kontakt zur Partei von Julia Kl&ouml;ckner? Fragen &uuml;ber Fragen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Emp&ouml;rung der politischen Elite grenzt durchaus an Zynismus. Die Zust&auml;nde in der Fleischindustrie sind seit Jahren bekannt und es wurde bisher kein Finger daf&uuml;r daran etwas zu &auml;ndern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tod im G&ouml;ttinger Ghetto<\/strong><br>\n700 Menschen in marodem Wohnkomplex unter Quarant&auml;ne. Polizei riegelt Hochhaus ab, w&auml;hrenddessen stirbt ein Bewohner [&hellip;]<br>\nAm Montag r&auml;umte die Stadt G&ouml;ttingen gegen&uuml;ber junge Welt ein, dass &raquo;in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag&laquo; ein Mann des Geburtsjahrgangs 1977 im Geb&auml;ude verstorben sei. &raquo;Der Tod der vorerkrankten Person steht in keinerlei Zusammenhang zum &ouml;rtlichen Infektionsgeschehen&laquo;, so ein Sprecher. Der Rettungsdienst sei &raquo;unverz&uuml;glich nach Alarmierung&laquo; vor Ort gewesen, &raquo;Wiederbelebungsversuche waren jedoch vergeblich&laquo;.<br>\nDie Situation der im Geb&auml;ude lebenden Menschen ist prek&auml;r, viele sind Migranten, des Deutschen oft nicht m&auml;chtig. Die Wohnungen sind nur 19 bis 39 Quadratmeter gro&szlig; &ndash; hier leben Familien mit bis zu vier Kindern. Lediglich zwei Waschmaschinen sollen zur allgemeinen Verf&uuml;gung stehen. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln wird von den &raquo;Tafeln&laquo; organisiert, zu Beginn der Quarant&auml;ne mangelte es an vielem, darunter auch Babynahrung. Erkrankte wohnen mit negativ Getesteten auf engstem Raum, einzelne kampieren in den Fluren. Die Medizinstudentin Setare Torkieh, die bei den Massentests im Haus mitarbeitet, berichtete am Montag gegen&uuml;ber jW von schwierigen Bedingungen: Viele Menschen h&auml;tten einen schlechten allgemeinen Gesundheitszustand, unabh&auml;ngig von Corona w&uuml;rden Infektionskrankheiten grassieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/380740.coronapandemie-tod-im-g%C3%B6ttinger-ghetto.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62236\">Alle Menschen sind gleich? Nicht in Corona-Zeiten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirecard<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nicht effektiv genug, um so etwas zu verhindern<\/strong><br>\nDer Skandal um mutma&szlig;lich erfundene Ums&auml;tze und Profite des Wirecard-Konzerns ist auch ein Debakel f&uuml;r die Finanzaufsicht und legt ein Kontrollversagen offen.<br>\nDer Skandal um mutma&szlig;lich erfundene Ums&auml;tze und Profite des Wirecard-Konzerns ist auch ein Debakel f&uuml;r die Finanzaufsicht und legt ein Kontrollversagen offen, das sich wohl h&auml;tte vermeiden lassen. Davon zeugt nicht zuletzt die Reaktion von Bafin-Pr&auml;sident Felix Hufeld am Montag in Frankfurt, wonach die Aufsicht &ldquo;nicht effektiv genug&rdquo; gewesen sei, &ldquo;um so etwas zu verhindern&rdquo;. Dass sie also nicht genau hingeschaut hat bei einem Konzern, der m&ouml;glicherweise jahrelang Investoren und Banken, seine Wirtschaftspr&uuml;fer und die &Ouml;ffentlichkeit genauso get&auml;uscht hat wie gute Teile der eigenen Belegschaft. &hellip;.<br>\nDas sah zun&auml;chst aus, als werde eine Schutzmauer um Wirecard gebaut: Weil es in den vorigen Jahren schon derartige Unstimmigkeiten gegeben hatte, passte das Vorgehen der Bafin zur Erz&auml;hlung von kriminellen Spekulanten, die sich auf Kosten von Wirecard und dessen Aktion&auml;ren bereichern wollten. Der Linken-Bundestagsabgeorndete Fabio de Masi urteilt: &ldquo;Die Bafin betrieb offenbar eher Standortpflege als Aufsicht.&rdquo; Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht das anders: Die Aufsicht habe sehr hart gearbeitet und ihren Job gemacht, und das sehe man jetzt, sagte er am Montag in Frankfurt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bankenaufsicht-nicht-effektiv-genug-um-so-etwas-zu-verhindern-1.4943962\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirecard ist der gr&ouml;&szlig;te B&ouml;rsenskandal Deutschlands. Und es ist auch ein Aufsichtsskandal<\/strong><br>\nSeit vor gut einem Jahr eine Zeitung dem Wirecard-Management in mehreren Artikeln Bilanzmanipulationen vorwarf, sind die Ger&uuml;chte nicht mehr abgerissen. Jetzt ist das Kartenhaus von Wirecard zusammengebrochen, die Aktie st&uuml;rzt ab. 1,9 Milliarden Euro sollen sich auf Konten in den Philippinen, die laut der dortigen Banken gar nicht existieren, in Luft aufgel&ouml;st haben. Fabio De Masi spricht vom gr&ouml;&szlig;ten B&ouml;rsenskandal Deutschlands. &ldquo;Die Altersvorsorge von vielen Menschen ist kaputt &ndash; auch weil die Aufsicht in Deutschland gepennt hat&rdquo;, sagt der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. &ldquo;Die Verm&ouml;gen der Ex-Vorst&auml;nde Markus Braun und Jan Marsalek m&uuml;ssen abgesch&ouml;pft werden und sie m&uuml;ssen sich endlich strafrechtlich verantworten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/photos\/a.128711298433\/10157443136453434\/?type=3&amp;theater\">Fraktion DIE LINKE via facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Was Anleger aus dem Wirecard-Debakel lernen sollten<\/strong><br>\nDas Finanzdrama um Wirecard d&uuml;rfte deutsche Sparer nicht gerade dazu ermutigen, ihr Geld in Aktien anzulegen. Sie sollten es trotzdem tun &ndash; und dabei leichte Fehler vermeiden.<br>\nDer Kurssturz der Wirecard-Aktie ist ohne Beispiel in der deutschen B&ouml;rsengeschichte. Binnen 25 Stunden hat der Dax-Konzern mehr als 80 Prozent seines B&ouml;rsenwerts verloren. Dabei galt das Unternehmen aus Aschheim bei M&uuml;nchen lange als gr&ouml;&szlig;te Tech-Hoffnung Deutschlands.<br>\nDer gigantische Kurseinbruch d&uuml;rfte deutsche Sparer nicht gerade dazu ermutigen, ihr Geld in Aktien anzulegen. Der eine oder andere wird sich zu Recht fragen, wie es um die Finanzbranche bestellt ist, wenn ein im Chaos versinkendes Unternehmen zu den 30 wichtigsten deutschen B&ouml;rsengesellschaften geh&ouml;rt. &ldquo;Die Causa Wirecard k&ouml;nnte das Misstrauen der Deutschen gegen&uuml;ber dem Kapitalmarkt zementieren&rdquo;, schreiben meine Kollegen im aktuellen SPIEGEL-Leitartikel. Der Schaden, den Wirecard der Aktienkultur zuf&uuml;ge, sei bereits jetzt immens. &hellip;<br>\nDaraus zu schlie&szlig;en, dass Aktien generell nicht f&uuml;r die Altersvorsorge geeignet seien, ist aber falsch. Trotz aller zwischenzeitlichen Unternehmenskrisen bleibt es dabei: Wer in Zeiten von ultraniedrigen Zinsen noch eine Rendite auf sein Erspartes erzielen will, kommt an Aktien nicht vorbei. Die Erfahrung zeigt, dass es sich trotz aller Krisen in der Regel lohnt, dauerhaft auf Aktien zu setzen. Da sind sich so gut wie alle &Ouml;konomen und Finanzexperten einig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/wirecard-welche-lehren-anleger-aus-dem-aktien-debakel-ziehen-sollten-a-5c253bc5-c31b-4952-aa6b-694445800f82#\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r das &ldquo;Young Money Blog&rdquo; (cooler Titel &uuml;brigens!!) ist klar, was &ldquo;Anleger&rdquo; (sprich: Spekulanten) &ldquo;aus dem Wirecard-Desaster lernen sollten&rdquo;: Aktien kaufen. Weil das ja klar ist und &ldquo;sich so gut wie alle &Ouml;konomen und Finanzexperten einig [sind]&rdquo;. Dass diese Finanzexperten alle eigene Interessen haben (z. B. am Aktienhandel mitverdienen), wird nicht erw&auml;hnt, und dass eben ein paar (wahrscheinlich abseitige) &Ouml;konomen darauf hinweisen, dass die ausgewiesenen angeblichen Renditen am Aktienmarkt (&ldquo;positive Rendite &uuml;ber 20 Jahre immer sicher&rdquo; usw.) viel mit dem &ldquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Survivorship_Bias#Wirtschaft\">Survivorship Bias<\/a>&rdquo; (<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/2.2465\/denkfehler-die-uns-geld-kosten-34-auf-die-verlierer-kommt-es-an-11916397.html\">sogar hier in der FAZ<\/a>) zu tun haben: pleitegegangene Fonds oder Firmen werden einfach nicht mitgez&auml;hlt\/betrachtet. Fairerweise erw&auml;hnt auch dieser Artikel Aktien-Katastrophen wie ThyssenKrupp und Lufthansa, aber leider nicht &ldquo;solide Blue Chips&rdquo; wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank. Wie da ein Fonds (also die Aufteilung der Gelder auf mehrere Aktien) vor Verlusten sch&uuml;tzen k&ouml;nnte, wird nicht klar: ein Fonds auf den DAX-30 enth&auml;lt z. B. sowohl Lufthansa als auch Wirecard, und auch die Luftnummer Enron war sicher in wichtigen Fonds notiert. Die Beispiele von Firmen, die durch Missmanagement, Betrug oder einfach sich &auml;ndernde Wirtschaftsumst&auml;nde gescheitert sind, sind Legende. Mit anderen Worten, theoretisch kann der &ldquo;Anleger&rdquo; immer Gewinne machen, aber nur dann, wenn er jeweils bei den richtigen Titeln (oder Fonds) zum richtigen Zeitpunkt ein- und aussteigt, was in der Realit&auml;t ein Wunschtraum bleibt und, im globalen Ma&szlig;stab, unm&ouml;glich ist, weil es bei jeder Wette (Kauf oder Verkauf) immer einen gibt, der Recht hat, und einen, der falsch liegt. Nachdem der SPIEGEL sich aktiv an der Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Umlagerente beteiligt hat (und sich die jungen Leser des &ldquo;Young Money Blog&rdquo; deshalb v&ouml;llig zurecht Sorgen &uuml;ber Altersarmut machen), muss er wohl weiterhin gegen jede Erfahrungstatsache immunisieren und die Fiktion aufrecht erhalten, dass mit &ldquo;privater&rdquo;, &ldquo;kapitalgedeckter&rdquo; Altersvorsorge ein Blumentopf zu gewinnen w&auml;re. Auch insofern v&ouml;llig widersinnig, als ein guter Teil der Firmengewinne (und der Aktienrenditen) das Ergebnis der radikalen Lohnsenkungen (auch durch Rentenk&uuml;rzungen) ist. W&uuml;rde man die L&ouml;hne und die Renten auf ein vern&uuml;nftiges Niveau anheben &ndash; das Geld ist ja ganz offensichtlich vorhanden, erkennbar an den &Uuml;berrrenditen der Firmen), dann br&auml;uchte kein Mensch den Aktienquatsch. Aber wenn der SPIEGEL schon seit 20 oder 30 Jahren auf der v&ouml;llig falschen F&auml;hrte ist, dann konsequent, bis der Karren wie Sonderm&uuml;ll an der Wand klebt. Auch beim n&auml;chsten Aktiencrash wird es wieder hei&szlig;en, &ldquo;jetzt erst recht&rdquo; &ndash; nachdem Millionen Menschen tats&auml;chlich gro&szlig;e Teile ihrer Altersvorsorge verloren haben. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Deutschland muss Sponsoring-Verbot durchsetzen<\/strong><br>\nRum&auml;nien hat sich von Coca-Cola unterst&uuml;tzen lassen, &Ouml;sterreich von Audi, Bulgarien von BMW: Sponsoring-Praktiken im Rahmen der EU-Ratspr&auml;sidentschaft sind hoch umstritten. Die Bundesregierung k&ouml;nnte ein Verbot durchsetzen &ndash; doch offenbar kann sie selbst nicht auf Sponsoren verzichten.<br>\nDer Vorsitz im Rat der Europ&auml;ischen Union rotiert unter den 27 EU-Mitgliedstaaten im Halbjahres-Rhythmus. Ab Juli &uuml;bernimmt ihn Deutschland. Es w&auml;re die Chance f&uuml;r die Bundesregierung, endlich Schluss zu machen mit dem Sponsoring von Unternehmen f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaften &ndash; eine Praxis, die seit Jahren existiert. 2018 hat sich &Ouml;sterreich zum Beispiel von Audi und der Versicherungsgruppe VIG sponsern lassen, Bulgarien vom Verband der bulgarischen Getr&auml;nkeindustrie und von BMW. 2011 unterst&uuml;tzte Coca-Cola die polnische Pr&auml;sidentschaft. Unter anderem lieferte der Konzern 140.000 Liter Getr&auml;nke f&uuml;r die Meetings. Zur gleichen Zeit wurde die EU-Lebensmittelinformationsverordnung beschlossen und eine EU-weit verbindliche N&auml;hrwertkennzeichnung in Ampelfarben verhindert. &hellip;<br>\nDoch Deutschland tut sich offenbar schwer damit, selbst auf Sponsoren zu verzichten. Im Mai &auml;u&szlig;erte sich der Repr&auml;sentant der St&auml;ndigen Vertretung von Deutschland in Br&uuml;ssel, Michael Clau&szlig;, zu Sponsoring-Ma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber foodwatch so: &bdquo;Der Verzicht auf Sponsoring wird als politisches Zeichen der Unabh&auml;ngigkeit betrachtet und soll zeigen, dass die Durchf&uuml;hrung der EU-Ratspr&auml;sidentschaft ohne Sponsoring durch die Privatwirtschaft m&ouml;glich ist.&ldquo; Diese Erkl&auml;rung steht jedoch im Widerspruch zu Protokollen aus einer Ratssitzung vom Februar. Demnach hat die deutsche Pr&auml;sidentschaft &bdquo;einige Sponsoring-Vertr&auml;ge mit kleineren lokalen Unternehmen&ldquo; abgeschlossen, um &bdquo;informelle regionale Veranstaltungen&ldquo; zu unterst&uuml;tzen.Was denn nun: Beabsichtigt die deutsche Ratspr&auml;sidentschaft, w&auml;hrend ihrer Pr&auml;sidentschaft in irgendeiner Form Sponsoring anzunehmen oder nicht? Die Bundesregierung muss unverz&uuml;glich bekannt geben, welche dieser Aussagen zutrifft und welche Unternehmen die Ratspr&auml;sidentschaft unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2020\/eu-ratspraesidentschaft-deutschland-muss-sponsoring-verbot-durchsetzen\/\">Foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Impulse f&uuml;r eine zukunftsf&auml;hige &Ouml;konomik<\/strong><br>\nDiese Frage scheint berechtigt, wenn trotz Klimakrise und wachsender sozialer Ungleichheit die alten &ouml;konomischen Dogmen wie &ldquo;freie M&auml;rkte&rdquo; und &ldquo;mehr Wachstum&rdquo; wiederholt werden. Es ist an der Zeit, Wirtschaft neu zu denken &ndash; menschlicher, gerechter, &ouml;kologischer!<br>\nDas Netzwerk Plurale &Ouml;konomik e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt zukunftsweisender, &ouml;konomischer Ideen in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft zu f&ouml;rdern und aktiv einen Wandel in Forschung und Lehre zu gestalten.<br>\nIn diesem Impulspapier pr&auml;sentieren wir Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine umfassende, transparente und konstruktive Modernisierung der &Ouml;konomik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.plurale-oekonomik.de\/projekte\/impulspapier\/#c919\">Netzwerk Plurale &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Untersucht die Corona-Folgen f&uuml;r die Politik &ndash; Politologe Prof. Wolfgang Merkel<\/strong><br>\nDas novellierte Infektionsschutzgesetz vom 25. M&auml;rz 2020 erteilt dem Gesundheitsministerium und der Regierung weitreichende Kompetenzen im Fall einer Epidemie von &ldquo;nationaler Tragweite&rdquo;. Erst in letzter Minute wurde verhindert, dass die Regierung selbst diesen Notstand erkl&auml;ren und dann administrieren kann. Legislative und Exekutive w&auml;ren schlicht eins geworden. So analysiert der Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Merkel. Und er fragt: Was bedeutet die Corona-Krise f&uuml;r das deutsche Parteiensystem?  Demokratieforschung geh&ouml;rt zu seinen Forschungsschwerpunkten an der Humboldt-Universit&auml;t in Berlin. Seit 2004 ist er Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung. Und er sagt: &ldquo;Dauernd die Krise der Demokratie auszurufen, hilft nicht &ndash; schadet aber wom&ouml;glich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rhEGiWBfQYQ\">SWR1 Leute via You Tube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was ich nicht wei&szlig;, das macht mich nicht hei&szlig;<\/strong><br>\nEine verantwortliche Politik h&auml;tte sich bem&uuml;ht, ein m&ouml;glichst genaues Bild von den negativen Folgen eines Lockdowns zu verschaffen (&hellip;)<br>\nEine verantwortungsvolle Politik h&auml;tte aber zwingend versuchen m&uuml;ssen (auch im Verlauf des Lockdowns), die negativen Folgen des Lockdowns einzusch&auml;tzen und daher Experten beauftragen m&uuml;ssen, Antworten auf Fragen wie diese zu finden:\n<ul>\n<li>Wie viele Menschen sterben voraussichtlich aufgrund fehlender medizinischer Versorgung, da wichtige Operationen verschoben werden m&uuml;ssen, um Krankenhauskapazit&auml;ten f&uuml;r Covid-19-Patienten freizuhalten?<\/li>\n<li>Wie viele Menschen (gerade &auml;ltere) werden voraussichtlich aufgrund der sozialen Isolation sterben?<\/li>\n<li>Wie viele Menschen werden voraussichtlich aufgrund der Isolation im Shut-down Selbstmord begehen?<\/li>\n<li>Wie viele Menschen werden voraussichtlich sterben, weil aufgrund fehlender medizinischer Vorsorge eine sich ank&uuml;ndigende t&ouml;dliche Krankheit nicht entdeckt wurde?<\/li>\n<li>Wie viele Menschen werden sich voraussichtlich aufgrund ihrer pl&ouml;tzlich katastrophalen wirtschaftlichen Lage selbst t&ouml;ten?<\/li>\n<li>Um wie viele Lebensjahre wird voraussichtlich die Lebenserwartung der Menschen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Gesamtsituation im Schnitt sinken?<\/li>\n<li>Um wie viele Lebensjahre wird voraussichtlich die Lebenserwartung der Menschen aufgrund der gesundheitssch&auml;digenden Erfahrung des Lockdowns im Schnitt sinken?<\/li>\n<\/ul>\n<p>&hellip;<br>\nEine m&ouml;glichst genaue Einsch&auml;tzung der negativen Folgen durch den Lockdown sind auch nach dessen Ende von besonderer Bedeutung. Denn zum einen k&ouml;nnen Teilaspekte sehr wichtig f&uuml;r die Entscheidungen sein, wie schnell nun die Gesellschaft in allen Aspekten m&ouml;glichst zu einer neuen Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehrt, zum anderen um m&ouml;glichst klare Lehren f&uuml;r die Zukunft zu ziehen.<br>\nDie Betrachtung und Abw&auml;gung der Risiken angesichts der drohenden Ausbreitung von Covid-19 und der m&ouml;glichen Antwort auf den Lockdown sind aber auch in einer weiteren Hinsicht hilfreich: Sie f&uuml;hren zu einer m&ouml;glichen Strategie, die kaum von Regierung und &Ouml;ffentlichkeit diskutiert wurde, aber sich durchaus als die Alternative erweisen kann, die die geringsten Risiken und Sch&auml;den gezeitigt h&auml;tte. Eine Strategie, die Dr. Klaus Reinhardt, Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer unterst&uuml;tzt, und die Julian Nida-R&uuml;melin schon sehr fr&uuml;h vorschlug: &ldquo;Cocooning&rdquo; statt &ldquo;social distancing&rdquo;. Die Menschen, die zu den Risikogruppen geh&ouml;ren, sollten &ldquo;systematisch und konsequent gesch&uuml;tzt werden&rdquo;, wobei &ldquo;diese Menschen auch selbst entscheiden k&ouml;nnen, ob sie ein Infektionsrisiko eingehen oder nicht. Cocooning hei&szlig;t nicht soziale Isolation, (&hellip;) sondern lediglich r&auml;umliche Distanz wahren und alles tun, damit jedes Infektionsrisiko minimiert wird.&rdquo;<br>\nDie Menschen hingegen, die nur ein sehr geringes Gef&auml;hrdungsrisiko haben, sollten hingegen m&ouml;glichst ihrem Leben normal nachgehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-ich-nicht-weiss-das-macht-mich-nicht-heiss-4790163.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>St&auml;dtebund warnt vor sozialen Konflikten durch Corona<\/strong><br>\nDer Corona-Ausbruch bei Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem Fleischproduzenten T&ouml;nnies in Nordrhein-Westfalen droht, au&szlig;er Kontrolle zu geraten. Angesicht der teils heftigen Ausbr&uuml;che und einhergehenden Einschnitten im Alltag warnt der Deutsche St&auml;dte- und Gemeindebund nun vor m&ouml;glichen sozialen Konflikten.<br>\n&ldquo;Wir d&uuml;rfen Menschen nicht diskriminieren oder benachteiligen, die zum Beispiel im Niedriglohnbereich unter schlechten Wohnverh&auml;ltnissen die preiswerte Fleischproduktion in bestimmten Betrieben gew&auml;hrleistet haben&rdquo;, sagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er hob hervor, man d&uuml;rfe Menschen, die in beengten Verh&auml;ltnissen wohnen, keinen Vorwurf machen, weil es dort eher zu Infektionen kommen kann.<br>\nEs seien insbesondere die Betriebe gefordert, f&uuml;r anst&auml;ndige L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen zu sorgen, aber insbesondere auch f&uuml;r Wohnverh&auml;ltnisse, in denen ausreichende Hygienestandards gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nnen. &hellip;.<br>\nGr&uuml;nen-Fraktionschef Anton Hofreiter rief die Supermarktketten zu einem Boykott von Produkten des Konzerns auf. &ldquo;Das Gebaren der Fleischbarone, die nur auf Profit setzen, und meinen, sich an keine Regeln halten zu m&uuml;ssen, ist ein Skandal&rdquo;, sagte Hofreiter der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Es sei an der Zeit, dass sich die gro&szlig;en Supermarktketten &ldquo;nicht l&auml;nger mitschuldig machen&rdquo;, sagte Hofreiter. &ldquo;Sie sollten die T&ouml;nnies-Produkte aus ihrem Angebot nehmen.&rdquo;<br>\nVon einem Boykott riet Heil jedoch ab: &ldquo;Ich bin nicht f&uuml;r Boykottaufrufe. Ich bin daf&uuml;r, dass wir Regeln einhalten, weil wir reden nicht &uuml;ber dieses eine Unternehmen nur.&rdquo; Er sei auch die Personalisierung ein bisschen leid, auch in anderen Fleischfabriken habe es F&auml;lle gegeben. &ldquo;Es ist insgesamt in dieser Branche etwas umzukrempeln und aufzur&auml;umen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/staedtebund-warnt-vor-sozialen-konflikten-durch-corona-a-50a9b925-4749-4afe-a1e9-f569e00ddbeb\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Krokodilstr&auml;nen flie&szlig;en, jeder zieht seinen Stiefel durch (&ldquo;was ich schon immer sagen wollte&hellip;&rdquo;), alle haben jahrelang weggeschaut oder sogar die Zust&auml;nde &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich gemacht (massenhafte Ausweitung der Leiharbeit und Erlaubnis zur mehr oder weniger unregulierten Sklavenarbeit von Osteurop&auml;ern durch Rot\/Gr&uuml;n bis 2005 bzw. Schwarz\/Rot nach 2005), und pl&ouml;tzlich sind alle ganz betroffen. Man kann gar nicht so viel essen&hellip; Der Deutsche St&auml;dte- und Gemeindebund &ldquo;warnt [&hellip;] vor sozialen Konflikten&rdquo;, wobei man den Niedrigl&ouml;hnern &ldquo;keinen Vorwurf&rdquo; f&uuml;r ihre schlechten Wohnverh&auml;ltnisse machen solle. Nein &ndash; warum sollte man auch? Die Schuld tragen nicht die ausgebeuteten Arbeiter, sondern die Firma T&ouml;nnies, die eine uns&auml;gliche Arbeitsgesetzgebung ausnutzen, und noch viel mehr der Bundesgesetzgeber, der geschlagene 15 Jahre diese unfassbaren Verh&auml;ltnisse geduldet, wo nicht sogar gef&ouml;rdert hat &ndash; und auch die EU, die massenhafte Arbeitsmigration quer durch den Wirtschaftsraum f&uuml;r niedrigstm&ouml;gliche L&ouml;hne als Garant f&uuml;r h&ouml;chstm&ouml;gliche Firmengewinne zum Daseinszweck erkoren hat (man denke nur an die hart wirtschaftsliberale Bolkesteinrichtlinie mit dem uns&auml;glichen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtlinie_2006\/123\/EG_%C3%BCber_Dienstleistungen_im_Binnenmarkt#Herkunftslandprinzip\">Herkunftslandprinzip<\/a> &ndash; , die zwar zum Gl&uuml;ck entsch&auml;rft wurde, aber immer noch von der EU gegen die Mitgliedstaaten durchgedr&uuml;ckt wird). Die Gr&uuml;nen fordern &ldquo;Boykotte&rdquo; durch die Superm&auml;rkte, angesichts der Marktmacht von T&ouml;nnies &ndash; und bei der Suche nach dem niedrigstm&ouml;glichen Preis &ndash; v&ouml;llig unrealistisch, oder schieben dem Verbraucher, der selbst bei bestem Willen praktisch keine Chance hat, die Lieferkette zu durchschauen, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Covid-19-in-der-Fleischindustrie\/!5681708&amp;s=schlachtbetrieb+verbraucher\/\">die Verantwortung zu<\/a>. Der Staat muss &ndash; und nur er kann! &ndash; durch Gesetze und Kontrollen f&uuml;r vern&uuml;nftige Arbeitsbedingungen und halbwegs akzeptable Bedingungen bei der Tierhaltung sorgen, auch wenn das den wirtschaftsliberal gewordenen Gr&uuml;nen nicht passt. Und die SPD, vertreten durch Heil, droht gesetzliche Regelungen und Kontrollen an &ndash; jetzt, 15 Jahre zu sp&auml;t und in seinem dritten Jahr als Bundesarbeitsminister, erst unter dem massiven Druck von Corona. Dass T&ouml;nnies (angeblich) f&uuml;r den Schaden und die Gesundheitskosten aufkommen soll, ist eigentlich selbstverst&auml;ndlich, denn die osteurop&auml;ischen &ldquo;Werkvertragsarbeiter&rdquo; zahlen vermutlich keine Beitr&auml;ge zur Krankenversicherung &ndash; m. a. W., im Moment kommt die Allgemeinheit f&uuml;r Kosten auf, denen keine Beitr&auml;ge gegen&uuml;ber stehen. Ob Heil Ernst macht oder wieder (was ich bef&uuml;rchte) das Prinzip &ldquo;Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren&rdquo; zum Tragen kommt, wird man sehen. Und, wie gesagt: ohne die Corona-Katastrophe h&auml;tte das die n&auml;chsten 20 Jahre keinen Politiker ernsthaft gest&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Favelas k&auml;mpfen allein gegen das Virus<\/strong><br>\nBrasilien hat die Marke von einer Million Infizierten durchbrochen. Mehr als 50.000 Patienten sind tot. Die Armenviertel von Rio de Janeiro und S&atilde;o Paulo leiden besonders. Mangels Staat organisieren sich die Bewohner dort selbst.<br>\nW&auml;hrend die Regierung des rechtspopulistischen Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro die Coronakrise am liebsten aussitzen w&uuml;rde, organisieren sich die Bewohner der Armenviertel selbst. Die Favela Para&iacute;s&oacute;polis in S&atilde;o Paulo, wo 100.000 Menschen leben, hat nun sogar &Auml;rzte und Krankenwagen unter Vertrag.<br>\nDie regul&auml;re Ambulanz kommt nicht mehr. &ldquo;Wir haben erkannt, dass die Sache gro&szlig; wird und die &ouml;ffentliche Politik die Favelas nicht erreicht&rdquo;, sagte Gilson Rodrigues, eine der Verantwortlichen. &ldquo;Also machen wir unsere eigene Politik&rdquo;.<br>\nAuch Bewohner anderer &auml;rmlicher Siedlungen haben Informationskampagnen gestartet, Lebensmittel und Hygieneartikel verteilt sowie Datenbanken erstellt. &ldquo;Alles bereitet uns Sorgen&rdquo;, sagt Neila Marinho vom &ldquo;Krisenkabinett&rdquo; der Favela Complexo do Alem&atilde;o in Rio de Janeiro. &ldquo;Angefangen damit, dass die Leute wissen, was passiert. Bis dahin, dass wir ihnen Essen und Seife bringen.&rdquo;<br>\nIn Europa kehrt wieder Normalit&auml;t zur&uuml;ck, aber Brasilien hat gerade die Marke von einer Million Corona-Infizierten durchbrochen. Wie das brasilianische Gesundheitsministerium am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte, sind inzwischen mehr als 50.000 Menschenleben der Pandemie zum Opfer gefallen.<br>\nDamit liegt das gr&ouml;&szlig;te Land Lateinamerikas sowohl bei der Zahl der Infektionen als auch bei den Toten auf Platz zwei der am meisten betroffenen L&auml;nder der Welt. Nur in den USA ist es noch schlimmer. Die tats&auml;chliche Zahl d&uuml;rfte in Brasilien jedoch weit h&ouml;her sein &ndash; auch, weil das Land sehr wenig testet.<br>\nDie Armensiedlungen von Rio und S&atilde;o Paulo, wo viele Schwarze leben, leiden besonders. Den Bewohnern fehlt es oft am N&ouml;tigsten. &ldquo;Wer hier wohnt, hat kein Wasser, um sich die H&auml;nde zu waschen&rdquo;, sagt Gabriela Anast&aacute;cia von der Sozialhilfe-Organisation &ldquo;Observat&oacute;rio das Favelas&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/news\/coronavirus\/corona-hotspot-brasilien-favelas-kaempfen-virus-34813144\">web.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie gef&auml;hrlich ist Covid-19 im Vergleich zur saisonalen Grippe?<\/strong><br>\nDie Letalit&auml;t von Covid-19 ist wahrscheinlich f&uuml;nf- bis zehnmal h&ouml;her als bei der Influenza<br>\nIn einer ersten Bilanz habe ich am 17.4.2020 in Telepolis beschrieben, dass es sich bei Covid-19 um eine gef&auml;hrliche neue Viruserkrankung handelt. Grundlage dieser Einsch&auml;tzung waren nicht so sehr Zahlen und Statistiken, die bis heute teilweise verwirrend sind, sondern vor allem die praktischen Erfahrungen, die die Behandler in den Kliniken mit der neuen Covid-19-Patientengruppe gemacht haben.<br>\nIn einem zweiten Artikel habe ich dann am 7.5.2020 dargestellt, dass das Virus im menschlichen Organismus &ldquo;vom Kopf bis zu den Zehen&rdquo; schwere Zerst&ouml;rungen und erhebliche Sch&auml;den anrichten kann. Diese betreffen vor allem die Lunge, aber auch andere Organsysteme wie Herz und Kreislauf, Nieren, das Gehirn und die Blutgerinnung.<br>\nAuch wenn es sich dabei um noch vorl&auml;ufige Erkenntnisse aus den letzten Monaten handelt, die von vielen &Auml;rzten und Wissenschaftlern weltweit zusammengetragen worden sind, so gibt es doch aus meiner Sicht keinen Zweifel daran, dass wir Covid-19 nicht untersch&auml;tzen oder auf die leichte Schulter nehmen d&uuml;rfen.<br>\nIn den letzten Monaten sind allerdings auch eine Reihe von Ver&ouml;ffentlichungen in von mir bisher gesch&auml;tzten alternativen Medien ins Netz gestellt worden, in denen die Position vertreten wird, dass eine besondere Gef&auml;hrlichkeit von Covid-19 wissenschaftlich nicht belegt sei und die Sterblichkeit durch Covid-19 im Bereich der saisonalen Grippe (Influenza) liege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-gefaehrlich-ist-Covid-19-im-Vergleich-zur-saisonalen-Grippe-4790313.html\">Klaus-Dieter Kolenda auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sicherheitsstaat 4.0<\/strong><br>\nNeu ist, dass im Gegensatz zu fr&uuml;her &ndash; etwa bei den stark umk&auml;mpften Grundgesetz&auml;nderungen beim Erlass der Notstandsgesetze &ndash; die Verfassung einfach nicht mehr beachtet wurde. Wesentliche Grundrechte wurden unter Ausschaltung des Parlaments per Regierungsdekret faktisch au&szlig;er Kraft gesetzt. Dies unter R&uuml;ckgriff auf ein Seuchengesetz, das exekutive Erm&auml;chtigungen nur sehr vage definiert. Das im M&auml;rz 2020 neu gefasste Infektionsschutzgesetz enth&auml;lt eine Generalklausel ohne jegliche Spezifizierung und bietet der Exekutive einen fast unbeschr&auml;nkten Spielraum. Das ist nach den herrschenden Verfassungsgrunds&auml;tzen eigentlich unzul&auml;ssig. Au&szlig;er Kraft gesetzt wurden nicht nur Freiheits- und Eigentumsrechte, sondern auch das Demonstrationsrecht und damit ein zentrales Moment politischer Beteiligung. Eine bei Grundrechtseinschr&auml;nkungen notwendige Pr&uuml;fung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit dieser Ma&szlig;nahmen fand nicht statt. Ein vom Grundgesetz &uuml;berhaupt nicht vorgesehenes, aus der Kanzlerin und den Ministerpr&auml;sident*innen bestehendes Gremium wurde zum Gesetzgeber. Heraus kam ein autorit&auml;rer Staat unter Beibehaltung eines institutionell-demokratischen Beiwerks. (&hellip;)<br>\nDe facto wurde also eine Art von Notstands- oder Ausnahmestaat eingef&uuml;hrt, begr&uuml;ndet mit der Gesundheitsbedrohung durch die Pandemie. Eine genaue und empirisch abgest&uuml;tzte Pr&uuml;fung der Sinn- und Zweckhaftigkeit sowie der rechtsstaatlichen Zul&auml;ssigkeit getroffenen Ma&szlig;nahmen fand nicht statt. Und es wurde &uuml;berhaupt nicht in Erw&auml;gung gezogen, die Einhaltung von Schutzma&szlig;ahmen den Leuten zu &uuml;berlassen, was angesichts der insgesamt verbreiteten Einsicht in ihre Notwendigkeit durchaus sinnvoll gewesen w&auml;re. Auch dies ist ein Aspekt des autorit&auml;ren Staates.<br>\nDie Frage ist, welche Interessen hinter dieser Entwicklung standen. Dies ist nicht ganz einfach zu beantworten, zumal man nicht davon ausgehen kann, dass hinter der Entwicklung ein planm&auml;&szlig;ig operierender Akteur steht. Vielmehr handelt sich um einen Komplex von Interessen, die in ihrem Zusammenspiel eine eigene Dynamik entstehen lie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nEine ganz zentrale Rolle spielte Kanzlerin Merkel, die schon fr&uuml;h auf rigide Schutzma&szlig;nahmen dr&auml;ngte. Es l&auml;sst sich vermuten, dass es ihr auch darum ging, die Fehler nicht zu wiederholen, die die Fl&uuml;chtlingskrisenpolitik 2015 gekennzeichnet hatten. F&uuml;r die Politik insgesamt war wohl wichtig, auf jeden Fall nichts zu tun oder zu unterlassen, f&uuml;r das man h&auml;tte die Verantwortung h&auml;tte tragen m&uuml;ssen. Die weitgehend ungepr&uuml;ft &uuml;bernommenen und in ihrem jeweiligen Zusammenhang kaum bewerteten Horrorzahlen aus China und Italien gaben dazu einigen Anlass. (&hellip;)<br>\nMan muss keiner Verschw&ouml;rungstheorie anh&auml;ngen wenn man vermutet, dass die Pandemie von einigen Akteuren dazu benutzt wird, den Sicherheits- und Ausnahmestaat auszubauen und nach M&ouml;glichkeit auf Dauer zu stellen. Die bevorstehende schwere Wirtschaftskrise mit ihren noch kaum absch&auml;tzbaren gesellschaftlichen Folgen d&uuml;rfte dazu einigen Anlass geben. Ganz abgesehen von den sozialen Verwerfungen, die der Lockdown selbst auf l&auml;ngere Sicht nach sich ziehen wird. Es bedarf gar nicht einer zweiten Infektionswelle ab dem Herbst 2020: Die n&auml;chste Grippewelle kommt mit Sicherheit. Ein Indiz daf&uuml;r ist wiederum der Umgang mit Zahlen. Angesichts abnehmender Infektionsf&auml;lle wird nun wieder die sogenannte Reproduktionszahl, die das Verh&auml;ltnis zwischen bereits Infizierten und neu Infizierten bezeichnet. Diese muss tendenziell steigen, je weniger Infizierte es gibt. Ganz abgesehen davon, dass sie ohnehin wenig aussagekr&auml;ftig ist, solange die effektive Zahl der Infizierten gar nicht bekannt ist. Ihre Gr&ouml;&szlig;e h&auml;ngt wesentlich davon ab, in welchem Umfang getestet wird. Jetzt soll sie dazu herhalten, bereits bestehende Lockerungen wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wp.links-netz.de\/?p=444\">Links-Netz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.R.:<\/strong> Joachim Hirsch hatte in den 80er Jahren als Professor f&uuml;r Politikwissenschaften an der Universit&auml;t Frankfurt zentrale Arbeiten zur Form- und Funktionsbestimmung des b&uuml;rgerlichen Staates ver&ouml;ffentlicht. Interessant ist, dass er in dem von ihm und anderen betriebenen Blog &bdquo;links-netz&ldquo; am 14. April 2020 noch begr&uuml;ndet hatte, <a href=\"http:\/\/wp.links-netz.de\/?p=432\">warum die Redaktion sich einen Beitrag zur Corona-Krise erspart<\/a> und lieber auf die virologischen Experten vertraut. Allerding schon verbunden mit der Kritik, dass der &bdquo;autorit&auml;re Ausnahmestaat per Regierungsdekret kommt.&ldquo; Erfreulich ist, dass er bereits f&uuml;nf Wochen sp&auml;ter dann diese kritische Bewertung geschrieben hat, die viele Aspekte beinhaltet, die auch auf den NachDenkSeiten diskutiert werden. Ich denke es w&auml;re sinnvoll auf diesen Text hinzuweisen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Blocking Overblocking<\/strong><br>\nDas franz&ouml;sische Gesetz gegen Hasskriminalit&auml;t im Internet ist zu weiten Teilen verfassungswidrig &ndash; das hat der Conseil Constitutionnel am Donnerstag entschieden. Nach einem langwierigen und in Politik und &Ouml;ffentlichkeit kontrovers diskutierten Gesetzgebungsverfahren hatte die franz&ouml;sische Nationalversammlung das Gesetz am 13. Mai 2020 beschlossen. Das Inkrafttreten war bereits f&uuml;r den 1. Juli geplant. Daraus wird nun nichts: Die Kernelemente des Gesetzes versto&szlig;en laut Conseil Constitutionnel gegen die Meinungsfreiheit, garantiert in Art. 11 der franz&ouml;sischen Erkl&auml;rung der Menschen- und B&uuml;rgerrechte von 1789. Just am selben Tage, an dem der Conseil Constitutionnel seine Entscheidung verk&uuml;ndete, sendete Deutschland gegenteilige Signale: Der Bundestag hat am Donnerstag das Gesetz zur Bek&auml;mpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalit&auml;t verabschiedet. Der deutsche Gesetzgeber &auml;ndert darin unter anderem das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) und best&auml;tigt den auch in Deutschland umstrittenen Ansatz, Netzwerkanbieter im Kampf gegen Hass im Netz st&auml;rker in die Verantwortung zu nehmen. Was folgt aus der franz&ouml;sischen Entscheidung f&uuml;r die verfassungsrechtliche Bewertung des deutschen NetzDG?<br>\nIn Frankreich wie in Deutschland ist die Bef&uuml;rchtung gro&szlig;, dass bu&szlig;geldbewehrte gesetzliche Vorgaben, Meldewege einzurichten und Pr&uuml;f- und Entfernungspflichten bestimmter strafbarer Inhalte auszugestalten, die Anbieter sozialer Netzwerke dazu verleiten, auch solche Inhalte zu l&ouml;schen oder zu sperren, die nicht rechtswidrig sind &ndash; sogenanntes Overblocking. Der Conseil Constitutionnel stellt fest: &bdquo;&hellip;les dispositions contest&eacute;es ne peuvent qu&rsquo;inciter les op&eacute;rateurs de plateforme en ligne &agrave; retirer les contenus qui leur sont signal&eacute;s, qu&rsquo;ils soient ou non manifestement illicites&ldquo; &ndash; die angegriffenen Vorschriften setzen den Plattformanbietern Anreize, die ihnen gemeldeten Inhalte zu entfernen, seien sie offensichtlich rechtswidrig oder nicht (Rn. 19). Der Verfassungsrat teilt also die Bef&uuml;rchtungen nicht nur der Senator*innen, die aus Furcht vor Overblocking den Normenkontrollantrag gestellt und damit die verfassungsgerichtliche Entscheidung herbeigef&uuml;hrt haben. Auch in der franz&ouml;sischen &Ouml;ffentlichkeit wird die Entscheidung &uuml;berwiegend positiv aufgenommen (vgl. etwa hier und hier, anders aber gestern in Le Monde). (&hellip;)<br>\nVom franz&ouml;sischen Gesetz gegen Hass im Netz ist nun kaum noch etwas &uuml;brig. Dennoch bleibt angesichts dieses weiteren nationalen Vorsto&szlig;es eines marktm&auml;chtigen Mitgliedsstaats der Druck auf die EU gro&szlig;, binnenmarkt-einheitliche Vorgaben f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Hass und Hetze in sozialen Netzwerken zu schaffen. Die Entscheidung des Conseil Constitutionnel verdeutlicht, welchen Herausforderungen die EU in einem so grundrechtssensiblen Bereich gegen&uuml;bersteht. Wie sie im geplanten Digital Services Act mit dieser Aufgabe umgeht, bleibt abzuwarten. Bis dahin lohnt der regelm&auml;&szlig;ige gegenseitige Blick &uuml;ber die Grenze, um die Bek&auml;mpfung von Hass und Hetze im Netz ohne Schaden f&uuml;r die Meinungsfreiheit der B&uuml;rger*innen weiter zu optimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/blocking-overblocking\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Manipulationen am Tatort?<\/strong><br>\nEiner der ersten Zeugen am Tat-LKW auf dem Berliner Breitscheidplatz war Michael Roden, Schausteller mit eigener Bude auf dem Weihnachtsmarkt und als Vorsitzender des Berliner Schaustellerverbands zugleich einer der Verantwortlichen der Veranstaltung. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags schilderte er jetzt seine Wahrnehmungen. Sein Stand lag etwa 80 Meter von der Anschlagsschneise entfernt. Als er etwa eine Minute sp&auml;ter am LKW ankam, stand die Fahrert&uuml;r sperrangelweit offen, die Beifahrert&uuml;re war geschlossen. Er sah im Cockpit nach rechts gebeugt einen toten Mann liegen.<br>\nSeine Beschreibung des LKW-Inneren deckt sich nicht mit den Fotos, die die Spurensicherung sp&auml;ter gemacht hat. Er sah innen ein &ldquo;benutztes Fahrzeug&rdquo;, wie es &ldquo;in einem LKW eben aussieht&rdquo;, so der Zeuge, aber &ldquo;kein Chaos&rdquo;. Die Bilder der Tatortermittler zeigen dagegen etwas anderes: ein wildes Durcheinander. Als ihm die Fotos im Ausschuss vorgelegt wurden, war er &uuml;berrascht: Nein, so habe er die Kabine nicht in Erinnerung. Vor allem eine Stoffdecke, die auf den Bildern zu sehen ist, habe seiner Meinung nach dort nicht gelegen.<br>\nUnter der Decke fanden die Spurensicherer der Tatortgruppe am Folgetag die Geldb&ouml;rse, in der Anis Amris Duldungsbescheinigung steckte. Es ist das entscheidende Fundst&uuml;ck, das zu der Festlegung des T&auml;ters f&uuml;hrte. Die zwei anderen Fundst&uuml;cke, zwei Handys, waren nicht direkt als Eigentum Amris zu erkennen. Ein Handy wurde au&szlig;en in einem Karosserieloch gesichert, das andere ebenfalls im LKW-Inneren. Doch w&auml;hrend dieses Ger&auml;t mit Glasstaub bedeckt war, also tats&auml;chlich im Fahrzeug gelegen haben muss, als es zu den Kollisionen auf dem Weihnachtsmarkt kam, fehlte auf der Geldb&ouml;rse der Glasstaub. Sie lag unter jener Decke, die noch nicht dagewesen sein soll, als der Schausteller Michael Roden kurz nach dem Anschlag in die Kabine schaute.<br>\n&ldquo;Dann muss jemand den Tatort ver&auml;ndert haben&rdquo;, so Ausschussmitglied Irene Mihalic (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) &ndash; oder wie sonst sei das Chaos in den LKW gekommen? Ist die Unordnung vielleicht durch die Bergung des toten Fahrers entstanden? Aber w&uuml;rde das auch das Gesamtbild und den fehlenden Glasstaub an der Geldb&ouml;rse erkl&auml;ren?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Manipulationen-am-Tatort-4790438.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Einsprachigkeit kann t&ouml;ten<\/strong><br>\nIn Bremen scheitern Polizisten daran, sich mit einem Mann in einer psychosozialen Krise zu verst&auml;ndigen &ndash; mit t&ouml;dlichen Folgen<br>\nWenn ein Mensch infolge eines Polizeieinsatzes stirbt, ist ein entsetzlicher Fehler passiert. Immer. Wer schuld ist, dass am Donnerstag ein Mann im Gr&ouml;pelinger Breitenbach-Hof erschossen wurde, spielt dabei eine geringe Rolle. Politisch relevant ist hingegen die Frage: Was im System hat dazu gef&uuml;hrt, dass hier geschossen wurde? Lie&szlig;e sich das k&uuml;nftig vermeiden?<br>\nDarauf geben Smartphone-Videos vom Vorfall mehr Hinweise als auf die Frage, wohin der Todessch&uuml;tze traf: Ob jemand verblutet, weil eine Polizeikugel seine Oberschenkel-Arterie durchtrennt &ndash; so starb ebenfalls am Donnerstag ein 23-J&auml;hriger im Kreis Emsland &ndash; oder ob ein Vitalorgan besch&auml;digt wurde, ist unwichtig. Gut l&auml;sst sich jedoch nachvollziehen, wie die Kommunikation scheitert zwischen den Polizist*innen und dem Mann, der sp&auml;ter sterben wird.<br>\nUnd das macht klar, dass es kein Zufall ist, sondern Folge systeminh&auml;renter Xenophobie, dass mal ein Marokkaner, mal ein Guineer Opfer werden. Denn die sehr erregte Ansprache der Profis verf&auml;ngt sich sofort in rasendem Leerlauf: &bdquo;Sie legen das sofort aus der Hand!&ldquo; &ndash; &bdquo;Was haben Sie da?&ldquo; &ndash; &bdquo;Leg das Messer weg!&ldquo; &ndash; -&bdquo;Legen Sie das Messer auf den Boden, dann machen wir die Waffen auch weg!!!&ldquo; &ndash; &bdquo;Mit Messer.&ldquo; &ndash; &bdquo;Das Messer!&ldquo; &ndash; &bdquo;Das Messer!!&ldquo; &ndash; &bdquo;Legen Sie das Messer weg!!!&ldquo; &ndash; &bdquo;Messer weg!&ldquo; &ndash; &bdquo;Mach Pfeffer klar!&ldquo; &ndash; &bdquo;Das Messer weg!!!&ldquo; &ndash; &bdquo;Das Messer!&ldquo;<br>\nEs fehlt jeder Versuch, zu kl&auml;ren, ob der Umzingelte auch versteht, wozu er da aufgefordert wird. Es fehlt ein Versuch, in eine andere Sprache zu wechseln, Arabisch w&auml;re gut, aber oft reichen schon Englisch, Franz&ouml;sisch oder Spanisch, um einen gemeinsamen Kanal zu finden. Sich auf das Gegen&uuml;ber, das gerade eine psychische Krise erlebt, einstellen zu k&ouml;nnen, das ist in einem Einwanderungsland oft eine Frage um Leben und Tod; in diesem Fall war es eine. Ben&ouml;tigt wird daf&uuml;r eine Polizei, die nicht im monolingualen Habitus gefangen bleibt. Denn der ist t&ouml;dlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Toedlicher-Polizei-Schuss-in-Bremen\/!5696443\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nun traue ich mir kein Urteil zu, was da passiert ist; selbst <a href=\"https:\/\/taz.de\/Polizist-erschiesst-psychisch-Kranken\/!5691703\/\">in einem anderen Artikel in der taz<\/a> wird auf die ganz unterschiedlichen Bewertungen hingewiesen. Offenbar ist ein Mann aus Marokko in einer psychischen Extremsituation erschossen worden; ein Missverst&auml;ndnis, Tragik, eventuell Vorsatz der Polizei, was ich aber nicht hoffe und nicht glauben kann&hellip; Was ich aber wei&szlig;: dass die taz wirklich mit jedem Tag bekloppter wird. F&uuml;r den Verfasser dieses Artikels ist das Geschehen &ldquo;kein Zufall [&hellip;], sondern Folge systeminh&auml;renter Xenophobie&rdquo;, weil (wieder einmal) ein Ausl&auml;nder gestorben ist. Der Fehler der Polizei bestand n&auml;mlich darin, den Mann nur auf Deutsch angesprochen zu haben und nicht &ldquo;in eine andere Sprache zu wechseln, Arabisch [oder wenigstens] Englisch, Franz&ouml;sisch oder Spanisch&rdquo;. Englisch mag noch nachvollziehbar sein, aber wer in Deutschland spricht Arabisch oder (ausreichend gut) Franz&ouml;sisch oder Spanisch? Wissen wir, ob der Mann &uuml;berhaupt Englisch verstand? Die Forderung (!) kommt von derselben Zeitung, die vor ein paar Tagen denselben (allen) Polizisten jedwede Qualifikation abgesprochen hat und sie zum Abfall schicken wollte, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Abschaffung-der-Polizei\/!5689584\/\">wo sie &ldquo;unter ihresgleichen&rdquo; w&auml;ren<\/a>. Aber die &ldquo;Xenophobie&rdquo; (Fremdenfeindlichkeit) bestand laut taz darin, dass die Polizisten nicht wenigstens eine Kommunikation auf Arabisch versucht haben. Bei einem Armenier also Armenisch, und bei einem Indonesier h&auml;tte die taz der Polizei mangelnde Fertigkeiten im Indonesichen vorgeworfen bzw. die angeblich *Weigerung* (?), diese Sprachen zu versuchen. Im &Uuml;brigen ist so ein Kommentar eine phantastische Negativwerbung f&uuml;r die von der taz postulierte Einwanderungsgesellschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>MH17-Prozess: Viele Fragen offen, Verteidigung will mehr Zeugen h&ouml;ren<\/strong><br>\nDas JIT habe einseitig am Buk-Szenario festgehalten, die Verteidigung bringt den Abschuss durch ein ukrainisches Kampfflugzeug wieder ins Spiel<br>\nGestern wurde der MH17-Prozess nach der Verlesung der Anklage mit der Verteidigung fortgesetzt. Von den vier Angeklagten ist keine nach Den Haag gekommen, nur Oleg Pulatow, ein Reserve-Oberstleutnant der russischen Arme, l&auml;sst sich von Anw&auml;lten, einer russischen Anw&auml;ltin und den niederl&auml;ndischen Anw&auml;lten Sabine ten Doesschate und Boudewijn van Eijck, vertreten. Die Angeklagten werden beschuldigt, f&uuml;hrend in der Kommandokette zum Transport und zur Bereitstellung des Buk-Systems gestanden zu haben.<br>\nWarum sich Pulatow, der die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zur&uuml;ckweist, durch Anw&auml;lte vertreten l&auml;sst, ist nicht bekannt. Manche vermuten, dass Russland interessiert ist, ein Bein in der Verhandlung zu haben und an Informationen zu kommen. Allerdings w&auml;re ohne auch nur einen Vertreter der Angeklagten der Prozess eine groteske Veranstaltung. Die niederl&auml;ndischen Anw&auml;lte hatten sich von Beginn an kritisiert, nicht gen&uuml;gend Zeit zu haben, um die mittlerweile fast auf 40.000 Seiten angewachsene Gerichtsakte zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/MH17-Prozess-Viele-Fragen-offen-Verteidigung-will-mehr-Zeugen-hoeren-4791983.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Uuml;berraschender Inhalt: Putins Artikel &uuml;ber den Zweiten Weltkrieg wurde ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nEnde 2019 hat Putin angek&uuml;ndigt, einen Artikel &uuml;ber die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges zu schreiben. Der sehr lange Artikel ist am Freitag ver&ouml;ffentlicht worden und sein Inhalt d&uuml;rfte viele &uuml;berraschen. Ich habe Putins Artikel &uuml;bersetzt.<br>\nDa Putins Artikel in der Tat sehr lang ist, erlaube ich mir dazu ein paar einleitende und zusammenfassende Worte, die aus meiner Sicht beim Verst&auml;ndnis des Artikels helfen.<br>\nIn seinem Artikel schl&auml;gt Putin einen sehr weiten Bogen. Er schreibt &uuml;ber das, was er in Archiven &uuml;ber den Weg in den Zweiten Weltkrieg und &uuml;ber den Verlauf des Krieges gefunden hat und beruft sich auf neue, in Russland ver&ouml;ffentlichte Originaldokumente. Das macht den gr&ouml;&szlig;ten Teil des Artikels aus.<br>\nAber Putin schl&auml;gt dann den Bogen weiter zur Nachkriegszeit und bis heute. Er pl&auml;diert daf&uuml;r, aus der Vergangenheit zu lernen, nicht die Geschichte umzuschreiben oder bestehende Regeln und Institutionen, die seit 1945 einen neuen Weltkrieg verhindert haben, zu schw&auml;chen. Im Gegenteil pl&auml;diert Putin f&uuml;r die Beibehaltung und die Achtung des nach 1945 entstandenen V&ouml;lkerrechts und er pl&auml;diert f&uuml;r das, was manche Journalisten als &bdquo;neue Jalta-Konferenz&ldquo; bezeichnet haben, wie Putin ganz am Ende des Artikels schreibt. Auf dieser Konferenz &ndash; so Putins Wunsch &ndash; sollen sich die &bdquo;Gro&szlig;en F&uuml;nf&ldquo; auf Regeln einigen, die auch in Zukunft einen globalen Konflikt verhindern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/ueberraschender-inhalt-putins-artikel-ueber-den-weg-in-den-zweiten-weltkrieg-wurde-veroeffentlicht\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wieso soll das verboten sein?<\/strong><br>\ntaz-Anwalt Johannes Eisenberg vertritt die taz-Kolumnist*in Hengameh Yaghoobifarah. Hier sch&auml;tzt er Horst Seehofers Anzeigeank&uuml;ndigung ein.<br>\nundesinnenminister Seehofer hat ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zu Pers&ouml;nlichkeits- und Grundrechten: In Bremen hat er in grober Weise die Rechte der fr&uuml;heren Leiterin der Ortstelle des BAMF verletzt und diese verleumden lassen. Er wei&szlig; noch nicht einmal, was er &uuml;ber die AfD auf der Webseite seines Ministeriums ver&ouml;ffentlichen darf.<br>\nAber er wei&szlig;, und tut dies lautsprecherisch kund, dass sich die taz-Autor*in Yaghoobifarah strafbar gemacht hat mit dem Artikel &bdquo;All cops are berufsunf&auml;hig&ldquo;. Der Mann ist Verfassungsminister, er kennt die Verfassung nicht und missachtet das Grundrecht auf Meinungs&auml;u&szlig;erungsfreiheit.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat in einer Vielzahl von Entscheidungen, zuletzt am 19. Juni 2020, auf die erforderlichen Abw&auml;gungsprozesse bei der strafrechtlichen Sanktion von Meinungs&auml;u&szlig;erungen hingewiesen. (Ein Anwalt wurde durch die Instanzgerichte verurteilt, weil er &uuml;ber einen Beh&ouml;rdenvertreter im Kampf um das Recht geschrieben hatte, dessen Verhalten &bdquo;sehen wir mittlerweile nur noch als offenbar pers&ouml;nlich b&ouml;sartig, hinterh&auml;ltig, amtsmissbr&auml;uchlich und insgesamt asozial uns gegen&uuml;ber an&ldquo;.)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verteidigung-taz-Kolumne\/!5696661\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Stuttgart &ndash; Erkl&auml;rungen jenseits von Alkohol und Testosteron<\/strong><br>\nIn Stuttgart lebt man gut und glaubt, das Gl&uuml;ck erfunden zu haben. Aber irgendetwas muss fehlen, wenn dort nun einige ihre Erf&uuml;llung in sinnfreier Randale suchen. [&hellip;]<br>\nUnd doch gilt es, jenseits der notwendigen Bekundung von Solidarit&auml;t mit den Ordnungskr&auml;ften und Abscheu gegen sinnfreie Gewalt, auch nach Erkl&auml;rungen zu suchen jenseits von Alkohol und Testosteron, obwohl diese Stoffe ziemlich viel erkl&auml;ren. Es gilt, sich der existenziellen Tristesse zu n&auml;hern, die sich Stuttgart nennt. [&hellip;]<br>\nEs ist etwas Verkrampftes und Unfrohes in der Stuttgarter Luft. Reich, aber unsexy. Als ich damals zu den Lehrbuchdiskussionen einflog, wusste ich schon, dass die H&auml;lfte meiner Ideen scheitern w&uuml;rde an der genauen Lehrplankenntnis der mitarbeitenden Stuttgarter Lehrkr&auml;fte. &ldquo;Hier steht aber unter Paragraf f&uuml;nf, Absatz drei &hellip;&rdquo;. Mein Einwand, dass in Berlin jedenfalls kein Mensch den Lehrplan liest, stie&szlig; auf blankes Unverst&auml;ndnis. &ldquo;Mystiker ohne Phantasie&rdquo; nannte Heinrich Heine die deutschen Pietisten, doch die Mystik der Stuttgarter Pietisten entz&uuml;ndet sich an Regeln: Lehrpl&auml;ne und Bauordnungen, Kehrwoch und nach der Arbeit Viertele schlotzen. Ich wei&szlig;, dass schw&auml;bische Bodenst&auml;ndigkeit mit Ursache f&uuml;r Deutschlands Wohlstand ist, aber sie ist auch zum Schreien. Oder zum Ausflippen nachts in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone. Der Ministerpr&auml;sident des Landes, Ex-Maoist zwar, doch einer, von dem es hei&szlig;t, er habe schon beim KBW vor allem das huldvolle Gr&uuml;&szlig;en ge&uuml;bt, illustriert Heines Diktum perfekt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2020-06\/stuttgart-ausschreitungen-wutbuerger-party-gewalt-polizei-elend\">Alan Posener in der ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist erstaunlich und &auml;rgerlich, wie Alan Posener eine Verbindung zwischen den gewaltt&auml;tigen Krawallen am Wochenende und dem Widerstand gegen Stuttgart 21 zieht und dabei sogar noch mehr oder weniger elegant die Querfronthese hinausposaunt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62251","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62251","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62251"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62251\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62270,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62251\/revisions\/62270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62251"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62251"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62251"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}