{"id":6230,"date":"2010-07-21T07:32:37","date_gmt":"2010-07-21T05:32:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6230"},"modified":"2010-07-21T13:30:32","modified_gmt":"2010-07-21T11:30:32","slug":"hinweise-des-tages-1185","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6230","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Luft entweicht aus dem &bdquo;Sparpaket&ldquo;; herbeigeredeter Aufschwung; HRE-Aufsichtsratsvorsitzender tr&auml;gt keine Verantwortung f&uuml;r die Pleite; Goldman b&uuml;&szlig;t ein; blamable Banken; auf privaten Autobahnen lauert der Tod; Leiharbeit statt Stammbelegschaft; EU geht an die Kohlesubventionen; EU verschafft privater Altersvorsorge Umsatz; M&uuml;nte verteidigt seine Rente mit 67; &uuml;ber 70 Grad Hitze im ICE; Patente auf Pflanzen; Ungarn will nicht l&auml;nger nach der IWF-Pfeife tanzen; mehr als eine Milliarde f&uuml;r Afghanistan; Hamburger Volksentscheid; Hinhaltetaktik bei der Studiengeb&uuml;hr; Deutschland, Deine Helden. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Minister boykottieren Sch&auml;uble<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Aufschwung auf Pump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Ermittlungen gegen fr&uuml;heren HRE-Aufsichtsratschef beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Goldman-Sachs-Gewinn bricht um 82 Prozent ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Banken im Test: Die Blamage geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">PPP: Deutschlands gef&auml;hrlichste Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Leiharbeit statt Stammbelegschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">EU will Kohle-Subventionen bis 2014 streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">EU knackt Altersvorsorge der Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">M&uuml;ntefering: Die Rente mit 67 ist richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11&gt;Geheime%20St%C3%B6rfallanalyse:%20%C3%9Cber%2070%20Grad%20im%20Hitze-ICE&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;%0A&lt;li&gt;&lt;a%20href=\">Streit um Patente auf Pflanzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ungarn will nicht weiter nach der Pfeife des IWF sparen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Mehr als eine Milliarde f&uuml;r Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Hamburger Volksentscheid: Zielgruppe verfehlt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Brigitta Huhnke: &bdquo;Springerpresse im Hamburger Schulkampf&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Hinhaltetaktik erzeugt Unmut der Studierenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Deutschland, Deine Helden <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Heribert Prantl: Wozu noch Journalismus? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Norbert Bl&uuml;m wird 75<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zu guter Letzt: Georg Kreisler &ndash; Sch&uuml;tzen wir die Polizei!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6230&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Minister boykottieren Sch&auml;uble<\/strong><br>\nHauptquertreiber ist den Angaben zufolge Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP), dessen Unterh&auml;ndler sich vor allem gegen den Abbau von Verg&uuml;nstigungen bei der &Ouml;kosteuer wehren. Sie argumentieren, dass bei einer Umsetzung der Beschl&uuml;sse Firmen mit hohem Stromverbrauch bis zu zehn Mal mehr &Ouml;kosteuer zahlen m&uuml;ssten als bisher. Das Finanzministerium bestreitet das nicht, verweist aber darauf, dass die betroffenen Betriebe derzeit oft nur Kleinstbetr&auml;ge an den Fiskus &uuml;berweisen&nbsp;m&uuml;ssten.<br>\nGenauso viel bringen soll die neue Luftverkehrsteuer, gegen die Br&uuml;derle ebenso zu Felde zieht. In einem internen Papier seines Hauses hei&szlig;t es, die Abgabe k&ouml;nne f&uuml;r den Bund zum Minusgesch&auml;ft werden, weil bis zu sechs Millionen Passagiere auf ausl&auml;ndische Flugh&auml;fen ausweichen und damit viele Arbeitspl&auml;tze in Deutschland wegfallen k&ouml;nnten. Das Verkehrsressort moniert, dass die Steuer nicht zeitlich befristet werden soll, das Sozial- und das Umweltministerium w&uuml;rden die Steuers&auml;tze gerne nach Passagierklassen oder nach dem CO2- Aussto&szlig; der Flugzeuge&nbsp;staffeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesregierung-vor-neuen-problemen-minister-boykottieren-sparpaket-1.977117-2\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir hatten es ja vorhergesagt, die &bdquo;Belastungen f&uuml;r die Wirtschaft&ldquo; sind Luftbuchungen. Die K&uuml;rzungen bei den &Auml;rmsten der Armen werden umgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Aufschwung auf Pump<\/strong><br>\nViel spricht daf&uuml;r, dass bei dieser Erholung das Beste schon vorbei ist. Wieder einmal borgt sich Deutschland einen Aufschwung vom Ausland. Doch dessen Kr&auml;fte erlahmen bereits. In den USA entlassen die Unternehmen schon wieder. China dr&uuml;ckt nach einem enormen Ansto&szlig; durch das gigantische Konjunkturprogramm auf die Bremse. Und in Europa w&uuml;rgt der kollektive Sparkurs die Konjunktur ab. Bankenkrise, &Uuml;berschuldung, globale Ungleichgewichte &ndash; die zentralen Probleme der Weltwirtschaft sind ungel&ouml;st. Vor allem kann niemand die Kernfrage beantworten: Wer soll die Nachfrage ersetzen, wenn nach den US-Verbrauchern auch die Staaten ihre Defizite herunterfahren m&uuml;ssen? Von einem selbsttragenden Aufschwung ist die private Wirtschaft weit entfernt, auch und gerade in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2864120_Kommentar-Aufschwung-auf-Pump.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Nach dem als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise im OECD-Vergleich &uuml;berdurchschnittlich hohen Wachstumseinbruch in Deutschland stimmen nahezu alle Medien wieder das Lied vom &ldquo;deutschen Wirtschaftsboom&rdquo; an. Einmal mehr wird der &ldquo;brummende Exportmotor&rdquo; bejubelt. Die Medienberichterstattung zu den BIP-Daten des Statistischen Bundesamtes f&uuml;r das 2. Quartal 2010 wird dies in K&uuml;rze erneut best&auml;tigen. Wie tr&uuml;gerisch dieser Enthusiasmus jedoch sein kann, wurde in den <a href=\"?p=6205#h01\">&ldquo;Hinweisen des Tages (2) vom 16. Juli 2010&rdquo;, Ziffer 1<\/a> aufgezeigt.<br>\nAuch das von zahlreichen Medien ausgerufene deutsche &ldquo;Jobwunder&rdquo; nimmt sich bei Licht betrachet deutlich n&uuml;chterner aus. Siehe den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=6174\">&ldquo;Das angebliche Jobwunder&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen fr&uuml;heren HRE-Aufsichtsratschef beendet<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen hat ihre Ermittlungen gegen den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der mittlerweile verstaatlichten Krisenbank Hypo Real Estate (HRE), Kurt Viermetz, eingestellt.<br>\nNach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 geriet der Immobilien- und Staatsfinanzierer HRE in massive Schwierigkeiten und konnte nur mit staatlichen Hilfen in H&ouml;he von rund 100 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ad-hoc-news.de\/ermittlungen-gegen-frueheren-hre-aufsichtsratschef-beendet--\/de\/News\/21490540\">ad hoc news<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vermutlich konnte die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen, dass der Aufsichtsratschef auch nur ahnen konnte, welche Gesch&auml;fte mit faulen Papieren die HRE betrieben hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Goldman-Sachs-Gewinn bricht um 82 Prozent ein<\/strong><br>\nTurbulenzen an den Kapitalm&auml;rkten und Sonderbelastungen haben dem Wall-Street-Haus Goldman Sachs stark zugesetzt und im zweiten Quartal einen heftigen Gewinnr&uuml;ckgang eingebrockt. Die Bank meldete einen Reingewinn von 613 Mio. Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal entsprach das einem R&uuml;ckgang von 82 Prozent. In dem Ergebnis sind allerdings Einmaleffekte enthalten. Die Bank zahlte in einem Vergleich 550 Mio. Dollar an die US-B&ouml;rsenaufsicht SEC und f&uuml;r eine einmalige britische Steuer auf Boni 600 Mio. Dollar. Das wichtigste Segment, Trading and Principal Investments, in dem unter anderem das Gesch&auml;ft mit festverzinslichen Wertpapieren, W&auml;hrungen und Rohstoffen (FICC) sowie Beteiligungen geb&uuml;ndelt sind, erwirtschaftete im zweiten Quartal Ertr&auml;ge von 6,6 Mrd. Dollar. Das sind 36 Prozent weniger als im Vorquartal. FICC, der gr&ouml;&szlig;te Gewinnbringer, verzeichnete einen Ertragsr&uuml;ckgang um 40 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar. Im Aktiengesch&auml;ft gingen die Einnahmen auf 1,2 Mrd. Dollar zur&uuml;ck &ndash; deutlich weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres und im Vorjahreszeitraum. Im Investmentbanking, das etwa das Beratungsgesch&auml;ft umfasst, schrumpften die Ertr&auml;ge um fast ein Viertel auf 917 Mio. Dollar.<br>\nDer viel beachtete Posten Verg&uuml;tungen, der auch die umstrittenen Boni einschlie&szlig;t, verringerte sich im Vergleich zum ersten Vierteljahr sowie zum Vojahreszeitraum. Er lag bei 3,8 Mrd. Dollar. In der ersten Jahresh&auml;lfte hat Goldman damit 43 Prozent der Nettoertr&auml;ge f&uuml;r diese Zahlungen zur&uuml;ckgelegt und damit so wenig wie noch nie in einem ersten Halbjahr seit dem B&ouml;rsengang 1999. In den ersten sechs Monaten 2009 waren es 49 Prozent gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:zweites-quartal-goldman-sachs-gewinn-bricht-um-82-prozent-ein\/50146487.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: 3,8 Mrd. Dollar, d.h. 43 Prozent der Nettoertr&auml;ge, gingen an Boni. Die Zahlung an die US-B&ouml;rsenaufsicht SEC d&uuml;rften sich Ende des Jahres als Peanuts erweisen &ndash; wenn nicht ein Crash dazwischen kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Banken im Test: Die Blamage geht weiter<\/strong><br>\nSchon im Sommer 2009 waren die Tester von Finanztest in Deutschlands Geldh&auml;usern unterwegs. Das Testergebnis damals war eine gro&szlig;e Blamage: Obwohl der Test eine einfache Aufgabe zum Inhalt hatte, schnitt keine einzige Bank gut ab, zwei waren mangelhaft. Die Tester erwarteten jetzt, dass die Banken aus ihren Fehlern gelernt und Konsequenzen gezogen h&auml;tten. Das war zu optimistisch. Das Ergebnis ist diesmal sogar noch verheerender: Keine einzige Bank ist gut. Sechs Institute erhielten die Note mangelhaft, darunter Postbank, Hypovereinsbank und Targobank.<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Problem der Banken ist: Sie missachten Gesetze. Sie m&uuml;ssen, und zwar noch bevor sie eine Anlage empfehlen, die Kunden nach ihren finanziellen und pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnissen fragen. Sie sind verpflichtet zu ermitteln, welches Ziel die Kunden mit ihrer Geldanlage erreichen wollen und welche Kenntnisse und Erfahrungen sie haben. Das hat nicht geklappt &ndash; und das, obwohl die Banken selbst hoch und heilig Besserung gelobt hatten.<br>\nSeit 2010 sind die Institute zudem verpflichtet, &uuml;ber jedes Anlagegespr&auml;ch, in dem sie Wertpapiere ansprechen, ein Beratungsprotokoll anzufertigen und auszuh&auml;ndigen. Auch das klappte nicht. In 126 von 146 Beratungsgespr&auml;chen war die Rede von Wertpapieren und ein Beratungsprotokoll w&auml;re Pflicht gewesen. Aber nur 61-mal gab es eines. 65-mal haben die Berater ihre Pflicht nicht erf&uuml;llt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.test.de\/themen\/geldanlage-banken\/test\/Banken-im-Test-Die-Blamage-geht-weiter-4113924-4114313\/\">Stiftung Warentest<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.test.de\/themen\/geldanlage-banken\/test\/Banken-im-Test-Die-Blamage-geht-weiter-4113924-4114315\/\">Testergebnisse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>PPP: Deutschlands gef&auml;hrlichste Stra&szlig;e<\/strong><br>\nEndlose Baustellen, viele Tote auf der A 1: Seit die Regierung Autobahnen wie die zwischen Hamburg und Bremen an private Firmen verpachtet, sind sie zu Horrorpisten geworden. Heimlich haben Politiker die Gesch&auml;fte eingef&auml;delt.<br>\nEin Ausbund an Geheimniskr&auml;merei ist die Autobahn A1. Fast die ganze Strecke zwischen Hamburg und Bremen, ein 75 Kilometer langer Abschnitt, wurde im Jahr 2008 f&uuml;r 30 Jahre einem privaten Firmenverbund &uuml;bertragen, bestehend aus den Bauunternehmen Bilfinger Berger und Johann Bunte und dem britischen Investor John Laing. In nur vier Jahren, bis Ende 2012, soll dieser viel befahrene Abschnitt v&ouml;llig neu gebaut und au&szlig;erdem von vier auf sechs Spuren verbreitert und bis zum Jahr 2038 von den Firmen betrieben werden. Das hei&szlig;t zum Beispiel: Salz streuen im Winter, Gras m&auml;hen im Sommer, Leitplanken reparieren.<br>\nW&auml;hrend der 30 Jahre erhalten die Firmen die Einnahmen aus der Lkw-Maut. Je mehr Lastwagen &uuml;ber die Piste donnern, desto mehr Geld flie&szlig;t in die Kassen. Doch wie sich die Maut berechnet und wie hoch das Aufkommen derzeit ist, geben die Regierung und die Baufirmen nicht preis. Wie das bisher gr&ouml;&szlig;te &ouml;ffentlich-private Gemeinschaftsprojekt kalkuliert ist, welchen Vorteil der Staat hat und welchen Profit die Unternehmen haben &ndash; das ist zur Verschlusssache erkl&auml;rt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/29\/DOS-Autobahn\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.W.:<\/strong> Die Kritik reicht von &ldquo;Mehr t&ouml;dliche Unf&auml;lle, wenn Autobahnen privat betrieben werden&rdquo; &uuml;ber &ldquo;Berater und Rechtsanw&auml;lte verdienen mit&rdquo; bis &ldquo;Der Staat handelt geheim, Kosten und Nutzen sind nicht transparent&rdquo;.<br>\nUmfangreich, auf f&uuml;nf Seite.<br>\nUnklar bleibt, wieso in unserem Land, wo jeder Cafe-Stuhl auf dem Gehweg eine &ldquo;Sondernutzung&rdquo; ist und jedes Bauger&uuml;st an der Stra&szlig;e beim Ordnungsamt angemeldet werden muss, f&uuml;r Autobahnbaustellen keine festen Regeln gelten. Z.B.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Gro&szlig;r&auml;umige Umleitungen m&uuml;ssen ausgeschildert werden<\/li>\n<li>Mindestfahrspurbreiten d&uuml;rfen nicht unterschritten werden<\/li>\n<li>Geschwindigkeitsbegrenzung abh&auml;ngig von den Fahrspurbreiten&hellip; <\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu jedem inner&ouml;rtlichen Tempo-30-Schild wird die Polizei um Stellungnahme gebeten, aber die Verkehrsregelung einer Autobahnbaustelle &uuml;berlegt sich der Polier allein?<br>\n<\/p>\n<\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Leiharbeit statt Stammbelegschaft<\/strong><br>\nGut 50 Prozent der offenen Stellen der Agentur f&uuml;r Arbeit in Memmingen stammen von Leiharbeitsfirmen. Damit werde die &bdquo;eigentlich sinnvolle&ldquo; gesetzliche Regelung der Leiharbeit untergraben. Denn mit der Abfederung hoher Nachfragespitzen habe dies nichts mehr zu tun. Gloning, der DGB-Regionsvorsitzende, ist &uuml;berzeugt, dass so die langsam aufkeimende Konjunktur zu einer Schw&auml;chung der Stammbelegschaften f&uuml;hre. Mehr Leiharbeiter zum Niedriglohn, daf&uuml;r weniger Stammbelegschaft.<br>\nWerner Gloning sieht den Schwarzen Peter nicht nur bei den Firmen, die billigere Leiharbeiter einstellen. Denn die w&uuml;rden dem Kostendruck ihrer Konkurrenten folgen. Gefragt sei die Politik. So verlangt Jena eine gesetzliche Regelung, die nach einem bestimmten Zeitraum &bdquo;gleichen Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&ldquo; festschreibt. Jena kann von Gabelstaplerfahrern erz&auml;hlen, die seit neun Jahren bei ein und derselben Firma Leiharbeiter sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/Home\/Lokales\/Neu-Ulm\/Lokalnachrichten\/Artikel,-Leiharbeit-statt-neue-Stammbelegschaft-_arid,2199952_regid,2_puid,2_pageid,4503.html\">Augsburger Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU will Kohle-Subventionen bis 2014 streichen<\/strong><br>\nDen letzten Steinkohlezechen in Deutschland droht m&ouml;glicherweise schon 2014 das Aus. Bis dahin will die EU die F&ouml;rderung unrentabler Bergwerke einstellen. Eigentlich sollten die Beihilfen f&uuml;r die rund 27.000 deutschen Kumpel noch vier Jahre l&auml;nger flie&szlig;en.<br>\nDie geltende Verordnung zu Steinkohle-Subventionen in der EU l&auml;uft Ende dieses Jahres aus. Die Kommission will die unrentablen Steinkohleproduzenten nicht weiter f&ouml;rdern, weil ihr Anteil an der Energieversorgung ohnehin gering sei und die EU-Staaten erneuerbare saubere Energien bevorzugten.<br>\nUnternehmen m&uuml;ssten ohne staatliche Hilfe &uuml;berleben k&ouml;nnen, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia. &ldquo;Das ist nicht nur eine Frage der Fairness gegen&uuml;ber den Wettbewerbern, die keine staatliche Unterst&uuml;tzung bekommen, sondern auch im Interesse des Steuerzahlers und der stark strapazierten Staatskassen.&rdquo; Die Kommission werde Beihilfen nur noch zustimmen, wenn ein Stilllegungsplan existiere. Die finanzielle Hilfe m&uuml;sse dazu verwendet werden, die sozialen und &ouml;kologischen Folgen der Betriebsschlie&szlig;ung aufzufangen.<br>\nDeutschland unterst&uuml;tzt die Steinkohle mit rund zwei Milliarden Euro im Jahr. Der Betrag nimmt aber j&auml;hrlich ab. Ohne diese Beihilfen k&ouml;nnten die Zechen nicht &uuml;berleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,707585,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man mag ja &uuml;ber die Kohlesubventionen geteilter Meinung sein, aber dass die EU-Kommission sich im Namen des Wettbewerbs einfach so mal &uuml;ber ein jahrelang zwischen Bund, L&auml;ndern und Bergbaubetreibern ausgehandeltes Steinkohlefinanzierungsgesetz aus dem Jahr 2007 hinwegsetzen k&ouml;nnen soll, ist schon bemerkenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU knackt Altersvorsorge der Kommunen<\/strong><br>\nPrivate Versicherer blieben bisher beim Gesch&auml;ft mit der kommunalen betrieblichen Altersvorsorge au&szlig;en vor. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten den Markt abgeschottet. Jetzt hat der EuGH entschieden, dass die Auftr&auml;ge ausgeschrieben werden m&uuml;ssen. Viele Fragen sind aber noch offen.<br>\nPrivaten Versicherern winkt ein lukratives neues Gesch&auml;ftsfeld. Der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass kommunale Arbeitgeber ihre betriebliche Altersvorsorge f&uuml;r private Anbieter &ouml;ffnen m&uuml;ssen.<br>\nDie Entscheidung ist ein schwerer Schlag f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Versicherer der Sparkassen. Betroffen von dem Urteil sind rund 2,3 Millionen &ouml;ffentliche Angestellte. Sie haben genauso wie Besch&auml;ftigte in der Privatwirtschaft Anspruch darauf, Teile ihres Gehalts in einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge zu stecken. Dabei geht es um Beitr&auml;ge von bis zu 2,5 Mrd. Euro j&auml;hrlich.<br>\nPrivate Anbieter wie HUK-Coburg oder Debeka blieben bei diesem Gesch&auml;ft bisher au&szlig;en vor. Denn ein 2003 zwischen den kommunalen Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi geschlossener Tarifvertrag sieht vor, dass Kommunen und ihre Unternehmen nur mit ausgew&auml;hlten Anbietern Rahmenvertr&auml;ge abschlie&szlig;en d&uuml;rfen: mit &ouml;ffentlichen Versorgungseinrichtungen, den Versicherern der Sparkassen &ndash; etwa der Provinzial &ndash; und Kommunalversicherern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:oeffnung-des-marktes-eu-knackt-altersvorsorge-der-kommunen\/50146014.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt d&uuml;rfen also &ouml;ffentliche Arbeitgeber nicht einmal selbst entscheiden, wie sie ihre Zusatzversorgung f&uuml;r die Rente organisieren wollen und wo sie diese Beitr&auml;ge anlegen d&uuml;rfen. Wie die FTD richtig schreibt, winkt damit den privaten Versicherern einmal mehr ein &bdquo;lukratives neues Gesch&auml;ftsfeld&ldquo;. Das ist ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie die Rechtsgrundlagen der EU auf denen der EuGH ja entscheidet, die Privatisierungsideologie und marktradikalen Prinzipien zum Durchbruch verhelfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>M&uuml;ntefering: Die Rente mit 67 ist richtig<\/strong><br>\nDie SPD versucht mit einem gro&szlig; angelegten Konzept, die Rente mit 67 zu verteidigen. F&uuml;r den ehemaligen Parteivorsitzenden Franz M&uuml;ntefering, vor einigen Jahren selbst an diesem Beschluss beteiligt, besteht weiterhin kein Zweifel: &bdquo;Es ist richtig.&ldquo;<br>\n&ldquo;Rente mit 67 bedeutet, dass ab 2030 rund zwei Mio. Menschen mehr im erwerbsf&auml;higen Alter sein werden&rdquo;, verteidigte der ehemalige Parteivorsitzende und Leiter der Arbeitsgruppe &ldquo;Demografie&rdquo; der SPD-Bundestagsfraktion, Franz M&uuml;ntefering, die Reform. Dies sei aufgrund der demografischen Entwicklung zwingend, sagte er dem Handelsblatt. &ldquo;Wir m&uuml;ssen das generelle Renteneintrittsalter anheben. Es ist richtig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/franz-muentefering-die-rente-mit-67-ist-richtig;2621619\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Handelblatt zieht hier ein schon etliche Wochen zur&uuml;ckliegendes <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/app\/politik\/content\/muentefering_papier.pdf\">Papier von M&uuml;ntefering [PDF &ndash; 130 KB]<\/a> nochmals hoch. Dazu hatten wir damals angemerkt: Wie schon in seinen Zeiten als Sozialminister st&uuml;tzt sich M&uuml;ntefering auf Vorausberechnungen f&uuml;r die Jahre bis 2050. Er unterstellt eine Schrumpfung der Bev&ouml;lkerung auf 65 Millionen oder &ndash; ohne positiven Wanderungssaldo &ndash; gar auf 61 Millionen und er rechnet vor, dass auf 100 Personen im Alter von 20 bis 64 im Jahr 2050 65 Personen kommen, die &auml;lter als 65 Jahre sein werden. Wieder einmal werden langfristige Rechnungen mit Modellcharakter als Prognosen und sozusagen aus unausweichliche Entwicklungen unterstellt, als seien sie ein unausweichliches demografisches Naturgesetz. Der Statistiker Gerd Bosbach hat dargestellt, dass 50 Jahres-Prognosen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/gbosbach_demogr.pdf\">&ldquo;moderne Kaffeesatzleiserei&rdquo; [PDF &ndash; 183 KB]<\/a> seien. Sie seien in der Vergangenheit unm&ouml;glich gewesen und das seien sie auch in der Zukunft. Was die Unsicherheit von Bev&ouml;lkerungsprognosen anbetrifft, so habe etwa das Statistische Bundesamt seine Verausberechnungen kurzfristig um mehrere Millionen korrigiert. Selbst wenn die Vorausberechnungen eintr&auml;fen, vernachl&auml;ssigt M&uuml;ntefering einmal mehr die Tatsache, dass bei der von den Erwerbst&auml;tigen zu &ldquo;versorgenden&rdquo; Bev&ouml;lkerung nicht nur der Altenquotient, sondern auch der Jugendquotient eine Rolle spielt. Wenn man den Gesamtquotienten n&auml;hme habe sich die Dramatik schon halbiert.<br>\nNiemand k&ouml;nne auch vorhersagen, wie 2050 das tats&auml;chliche Renteneintrittsalter aussehe. Und weiter wird der Produktivit&auml;tsfortschritt &ndash; der es erm&ouml;gliche, dass mehr zwischen Erwerbst&auml;tigen und zu Versorgenden verteilt werden k&ouml;nnte &ndash; vernachl&auml;ssigt.<br>\nM&uuml;ntefering verweist darauf, dass heute in Deutschland 44 Millionen im Erwerbsalter sind, w&auml;hrend es 2050 nur noch 26 Millionen sind. &ldquo;Das klingt nicht mehr harmlos&rdquo;, f&uuml;gt er hinzu. Er vers&auml;umt aber darauf hinzuweisen, dass derzeit &ldquo;nur&rdquo; etwas &uuml;ber 27 Millionen Menschen in einem sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis sind.<br>\nAuch in 2050 wird entscheidend sein, wie viele Menschen im Erwerbsalter in Besch&auml;ftigung sein werden, inklusive Frauen und wom&ouml;glich inklusive &Auml;ltere.<br>\nUnbestreitbar ist die demografische Entwicklung ein Faktor f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Entwicklung unserer Gesellschaft, aber es ist ein gestaltbarer und auch politisch beeinflussbarer Faktor und es g&auml;be eine Menge Stellschrauben mit denen man die Dramatik der Alterung der Gesellschaft entdramatisieren k&ouml;nnte. Da w&auml;re zun&auml;chst die Frage der Besch&auml;ftigung, da w&auml;re die Steigerung des technischen Fortschritts, da w&auml;re eine Wirtschaftspolitik die Produktivit&auml;t und Arbeitskraft aussch&ouml;pft, da w&auml;ren kinder- und familienfreundliche Lebensbedingen etc.<br>\nAn vielen Stellen das Arbeitspapiers wird erkennbar, dass Franz M&uuml;ntefering damit seine vorausgegangene Politik der Agenda 2010, der Rente mit 67 oder der Einf&uuml;hrung der privaten Riester-Rente zu verteidigen versucht. So wenn er davon redet, dass mit der Agenda die Langzeitarbeitslosigkeit gesenkt worden sein (?) oder dass mehr &Auml;ltere erwerbst&auml;tig seien, &ldquo;durch konkrete Programme der Unternehmen und der Politik&rdquo;. Er behauptet, dass das Regel-Rentenalter 67 im Jahre 2030 ein Plus von rd. 2 Millionen Erwerbst&auml;tigen bedeute. Woher kennt er eigentlich den Arbeitsmarkt in zwanzig Jahren? M&uuml;ntefering fordert: &ldquo;Zus&auml;tzliche Altersversorgung muss rechtzeitig, erg&auml;nzend zur priorit&auml;ren Gesetzlichen Rentenversicherung, selbstverst&auml;ndlich werden. Ich meine: Obligatorisch.&rdquo; Er ist also nach wie vor der irrigen Auffassung, dass eine kapitalgedeckte Altersvorsorge der Ausweg aus der demografischen Entwicklung sei.<br>\nAuch wenn man viele der Pr&auml;missen, die M&uuml;ntefering zugrunde legt, mit Fug und Recht bezweifeln kann und er nach wie vor die demografische Entwicklung eindimensional als Gegebenheit unterstellt, soll nicht bestritten werden, dass manche seiner Vorschl&auml;ge richtig und Vern&uuml;nftig sind. Insbesondere was die Integration und die Bildung der Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund, die Einwanderungspolitik oder die F&ouml;rderung einer kinder- und familienfreundlicheren Lebens- und Arbeitswelt anbetrifft.<br>\n&Uuml;brigens: Im Mai 2010 waren insgesamt 28,7 Prozent (931 000) aller Arbeitslosen <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/022\/1702299.pdf\">50 Jahre oder &auml;lter [PDF &ndash; 92.1 KB]<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geheime St&ouml;rfallanalyse: &Uuml;ber 70 Grad im Hitze-ICE<\/strong><br>\nSo kam es allein am 10. Juli 2010, also an dem Tag, an dem mehrere ICE- Klimaanlagen ausfielen, insgesamt zu 293 St&ouml;rf&auml;llen bei Z&uuml;gen.<br>\nDazu z&auml;hlen Bremsst&ouml;rungen, Triebzugsch&auml;den, St&ouml;rungen an Funkeinrichtungen und Zwangsbremsungen mit unbekannter Ursache. 485 Z&uuml;ge waren insgesamt &uuml;ber 100 Stunden versp&auml;tet. Als Ursache sieht Frank Schmidt, Vorsitzender der Gewerkschaft der Lokf&uuml;hrer in Nordrhein-Westfalen, dass aus Zeitmangel die Z&uuml;ge nicht mehr richtig gewartet werden: &ldquo;Wir bem&auml;ngeln immer wieder, dass die Fahrzeuge nicht richtig repariert und auf die Schiene geschickt werden, der Fehler dann schnellstm&ouml;glich bei denselben Fahrzeugen immer wieder auftritt&rdquo;, sagte Schmidt gegen&uuml;ber Frontal21.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/19\/0,1872,8091059,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Streit um Patente auf Pflanzen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Kampf um unser Essen<\/strong><br>\nD&uuml;rfen sich Unternehmen Gem&uuml;sesorten per Patent einverleiben? Was die Gro&szlig;e Beschwerdekammer des Europ&auml;ischen Patentamts in letzter Instanz verhandelt, k&ouml;nne D&auml;mme brechen.<br>\nBeim Verbot von Patenten auf Pflanzen und Tiere gilt die Bundesrepublik in Europa als eine mittlerweile treibende Kraft. Im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung von 2009 schlie&szlig;t ein Passus grunds&auml;tzlich die Patentierbarkeit von landwirtschaftlichen Nutztieren und Nutzpflanzen aus.<br>\nDerzeit ist es g&auml;ngige Praxis beim Patentamt, dass nicht nur ein Verfahren patentiert wird, das zu einer Z&uuml;chtung f&uuml;hrt, sondern auch das Saatgut und die Pflanze oder bei Tieren sogar deren Nachkommen. Patentiert wird querbeet von Sonnenblumen &uuml;ber Brokkoli bis zu Milchk&uuml;hen und Schweinen.<br>\nPatentierung von Nutztieren und Nutzpflanzen k&ouml;nnen vor allem kleine Betriebe in der Landwirtschaft und Z&uuml;chter unter einen erheblichen &ouml;konomischen Druck setzen, warnt der wissenschaftliche Beirat f&uuml;r Biodiversit&auml;t und Genetische Ressourcen beim Bundeslandwirtschaftsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2864431_Patent-Streit-Der-Kampf-um-unser-Essen.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Weltherrschaftspl&auml;ne<\/strong><br>\nBeim US-Saatgut- und Agrarchemiemulti Monsanto ist die Kontrolle &uuml;ber die Nahrungsmittelproduktion weltweit offiziell erkl&auml;rtes Unternehmensziel. Konkurrierende Konzerne wie Syngenta, BASF und Pioneer f&uuml;hren &Auml;hnliches im Schilde. Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace beherrschen schon heute zw&ouml;lf Firmen zwei Drittel des globalen Saatgutmarktes.<br>\nDa&szlig; sie sich etliche ihrer Z&uuml;chtungsmethoden und deren Ergebnisse&ndash; nicht zuletzt diejenigen, die Genmanipulationen enthalten &ndash; haben patentieren lassen, ist ein wesentlicher Grund f&uuml;r ihre steigenden Profitraten. Denn in der Folge kassieren sie auf unabsehbare Zeit Geb&uuml;hren von Z&uuml;chtern, Landwirten und sogar von den Verbrauchern. Die damit verbundene Beschneidung des althergebrachten Bauernrechts, Saatgut aus eigenem Anbau zu gewinnen, wird seit langem von den Betroffenen, von &Ouml;koverb&auml;nden und Globalisierungskritikern mit Sorge beobachtet. Am Dienstag gingen in M&uuml;nchen Vertreter von rund 300 Organisationen gegen die Patentierung von Saatgut und gegen die &raquo;Enteignung von Bauern und Z&uuml;chtern&laquo; auf die Stra&szlig;e. Denn seit gestern wird im Europ&auml;ischen Patentamt (EPA) mit Sitz in der bayrischen Landeshauptstadt &uuml;ber Beschwerden gegen zwei Patente auf Z&uuml;chtungsmethoden und die daraus entstandenen Pflanzen verhandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-21\/005.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ungarn will nicht weiter nach der Pfeife des IWF sparen<\/strong><br>\nDer IWF unterbricht die Gespr&auml;che, weil Ungarn eine Bankenabgabe einf&uuml;hren will statt noch st&auml;rker zu sparen<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat Ungarn die Auszahlung von dringend notwendigen Kredittranchen verwehrt, um das Land zu disziplinieren. Sie sind Teil eines vor zwei Jahren geschn&uuml;rten Hilfspakets &uuml;ber gut 25 Milliarden Dollar, an dem auch schon die EU mit 6,5 Milliarden beteiligt war. Die Verhandlungen &uuml;ber die ausstehenden Kredite sollten eigentlich Anfang dieser Woche abgeschlossen werden.<br>\nAm Wochenende konnte sich Ungarn nicht mit dem IWF und der EU dar&uuml;ber einigen, wie der Haushalt weiter konsolidiert werden soll. Denn obwohl die sozialistische Regierung unter der Aufsicht des IWF tiefe Einschnitte in das Sozialsystem vorgenommen hatte, konnte der Haushalt bisher nicht ausreichend konsolidiert werden. Allerdings ist das Defizit, das 2010 zwischen 3,8 und 4,1% liegen soll, im Vergleich zu Frankreich, Gro&szlig;britannien oder Spanien dann doch eher bescheiden. Trotzdem fordern der IWF und die EU aber, dass auch die konservativen Nachfolger weiter kr&auml;ftig die Schere ansetzen, um es schon 2011 unter die Euro-Stabilit&auml;tsgrenze von 3% zu dr&uuml;cken. Sowohl die Ausgabe- als auch die Einnahmeseite m&uuml;sse verbessert werden, meinte dazu der IWF.<br>\nDoch ist der Premier Viktor Orb&aacute;n offenbar derzeit nicht bereit, die einfache Bev&ouml;lkerung noch st&auml;rker f&uuml;r die Krise bluten zu lassen. Sein Wirtschaftsminister Gyorgy Matolscy sagte gestern im Fernsehen, dass zus&auml;tzliche Anstrengungen nicht in Frage k&auml;men. Die Einnahmeseite will die Regierung Orb&aacute;n aber verbessern. Daf&uuml;r will Budapest eine satte Bankenabgabe einf&uuml;hren, statt wie Rum&auml;nien die Mehrwertsteuer um 5 Prozentpunkte auf 24 % hochzuschrauben.<br>\nDie Abgabe soll dem Land noch im laufenden Jahr 700 Millionen Euro einbringen. Und eine Bankenabgabe, die im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftskraft des Landes deutlich mehr Geld von den Banken fordert, als das in Deutschland geplant ist, passt dem IWF in Washington nat&uuml;rlich gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148048\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehr als eine Milliarde f&uuml;r Afghanistan<\/strong><br>\nTrotz leerer Staatskassen wird die Bundesregierung beim Afghanistan-Einsatz nicht sparen. In den vergangenen achteinhalb Jahren sind die Ausgaben f&uuml;r den Bundeswehreinsatz, den Wiederaufbau des Landes, die Entwicklungshilfe und den Polizeiaufbau kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr summieren sich die Kosten voraussichtlich auf 1,25 Milliarden Euro.<br>\nAllein f&uuml;r den Bundeswehreinsatz mit bis zu 5350 Soldaten sind in dem aktuellen Bundestagsmandat 784,7 Millionen Euro f&uuml;r 2010 veranschlagt. Die Polizeiausbildung kostet 36 Millionen Euro. Derzeit sind 250 deutsche Polizisten in Afghanistan im Einsatz. Die schwarz- gelbe Regierung hat zudem in diesem Jahr die Ausgaben f&uuml;r Entwicklungs- und Wiederaufbauhilfe auf 430 Millionen Euro fast verdoppelt.<br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) legte im Mai eine Studie vor, die auf deutlich h&ouml;here Ausgaben kommt. Neben dem Verteidigungshaushalt und den Investitionen anderer Ministerien ber&uuml;cksichtigten die Berliner Forscher weitere Kosten, beispielsweise f&uuml;r die Versorgung verwundeter Soldaten. Eine Fortsetzung des Einsatzes wird danach bis zu drei Milliarden Euro pro Jahr kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1279517656890\">Mitteldeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hamburger Volksentscheid: Zielgruppe verfehlt <\/strong><br>\nDem Hamburger Volksentscheid sind viele derjenigen ferngeblieben, denen die Reform zugute kommen sollte. Gerade in den &auml;rmeren Stadtteilen war die Beteiligung am Volksentscheid gering. Karin Haas, Landessprecherin der Linken in Hamburg, fasst zu Motivation und Mobilisierung zusammen: &bdquo;Die guten Ergebnisse in Stadtteilen mit sozial besser gestellter Bev&ouml;lkerung zeigen, dass diese Schichten ihre Interessen wahrnehmen und damit Erfolg haben.&ldquo; Auch Robert Heinemann, Verfassungsexperte der CDU, konstatiert, dass die direkte Demokratie nicht in allen Schichten angenommen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/zielgruppe-verfehlt\/1887650.html;jsessionid=CBD1466E4D9A7455F85CAD2489574D72\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits des Ergebnisses des &bdquo;Volksentscheids&ldquo; sind die nachtr&auml;glichen Kommentare der Politiker ein einziges &Auml;rgernis. Wie naiv k&ouml;nnen diese Damen und Herren sein bzw. tun. Insbesondere bei Kommunal- und auch Landtagswahlen ist seit Mitte der 80er Jahre in den St&auml;dten festzustellen, dass die zunehmende Wahlenthaltung eine klare Sozialstruktur hat. Wahlenthaltung findet nicht gleichverteilt in allen sozialen Schichten statt, sondern ist vor allem dem R&uuml;ckgang der Wahlbeteiligung in den &auml;rmeren Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit und anderen existenziellen N&ouml;ten geschuldet. Stadtteile mit sozial besser gestellter Bev&ouml;lkerung weisen immer noch eine Wahlbeteiligung 60 bis 70 Prozent auf, w&auml;hrend das gemeine Volk auf einen Wahlanteil von 20 bis 30 Prozent kommt. Kurzum, wir n&auml;hern uns amerikanischen Verh&auml;ltnissen, d.h. die Interessen der B&uuml;rger mit h&ouml;herem Einkommen und sozialem Rang sowie h&ouml;herer beruflicher Qualifikation sind &uuml;berrepr&auml;sentiert. &ndash; Wenn Parteien eine Politik durchsetzen wollen, die diese Interessen beschneidet, m&uuml;ssen sie diese Tendenzen zur Kenntnis nehmen und Gegenstrategien entwickeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Brigitta Huhnke: &bdquo;Springerpresse im Hamburger Schulkampf&ldquo;<\/strong><br>\nZun&auml;chst tut sich jedoch ein Problem mit der Logik auf: Der Satz &bdquo;Wir wollen lernen&ldquo; macht nur Sinn, wenn die Aussage &bdquo;Ihr wollt nicht lernen&ldquo; oder &bdquo;sie wollen nicht lernen&ldquo;, ebenfalls benannt und verifizierbar w&auml;re, zumal in einem p&auml;dagogischen Kontext.\n<ul>\n<li><em>Was<\/em> will <em>wir<\/em> lernen? Keinerlei konkrete Aussagen zu finden.<\/li>\n<li><em>Wer<\/em> will nicht lernen? Keine Aussage <\/li>\n<li><em>Wo<\/em> will <em>wir<\/em> lernen? In Hamburg im Gymnasium <\/li>\n<li>Wozu? Um schneller lernen zu k&ouml;nnen <\/li>\n<li><em>Wie<\/em>? Im alten Schulsystem.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotz vieler Erkenntnisse &uuml;ber das seit Jahrzehnten andauernde unkontrollierte Agieren der rechts-konservativen Presse in Hamburg erschrecken nach Durchsicht der lokalen Printberichterstattung (von Januar bis Anfang Mai 2010) dennoch das Ausma&szlig; journalistischer Inkompetenz sowie der Kampagnencharakter. In seit 1945 nahezu beispielloser Art und Weise treiben die Springer-Bl&auml;tter &uuml;ber Monate hinweg einen B&uuml;rgermeister und eine Fach-Senatorin vor sich her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke-hh.de\/politik\/diskussionen\/detail\/artikel\/diskussionen-2010\/springerpresse-im-hamburger-schulkampf.html\">Die Linke LV Hamburg<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hinhaltetaktik erzeugt Unmut der Studierenden<\/strong><br>\nSchnellstm&ouml;gliche Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren in Nordrhein-Westfalen gefordert. Politiker sollen Druck bekommen. Ein Gespr&auml;ch mit Hilmar Schulz,&nbsp; Mitglied im AStA der Hochschule Niederrhein und ehemaliger Koordinator der Landes-ASten-Treffen NRW<br>\n&ldquo;Viele haben SPD und Gr&uuml;ne mit der Hoffnung gew&auml;hlt, da&szlig; durch sie das Bezahlstudium abgeschafft wird. Die nun an den Tag gelegte Hinhaltetaktik von &raquo;rot-gr&uuml;n&laquo; erzeugt neuen Unmut und tr&auml;gt mit Sicherheit zur Parteienverdrossenheit auch unter Studierenden bei. Die vorgeschobenen Argumente der Minderheitsregierung, die Studiengeb&uuml;hren nicht sofort abzuschaffen, zeigen daher das wahre Gesicht dieser Parteien. Die Ank&uuml;ndigung der Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft, nach der Wahl ihr Programm einem Realit&auml;tscheck zu unterwerfen, trifft die Studierenden wie eine Ohrfeige. Da&szlig; &raquo;rot-gr&uuml;n&laquo; nun angek&uuml;ndigt hat, die Geb&uuml;hren m&ouml;glichst zum Wintersemester 2011\/12 abzuschaffen, ist unehrlich. Da&szlig; sie sich nicht konkreter ausdr&uuml;cken, ist ein Skandal und mu&szlig; auch so transportiert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-21\/047.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutschland, Deine Helden<\/strong><br>\nHeute sind nach Stauffenberg unz&auml;hlige Strassen, Pl&auml;tze und Schulen benannt. Gibt es eigentlich eine Georg-Elser-Schule? Wenn Deutschland sich schon einen Helden suchen muss, so w&auml;re Elser ein passender Kandidat. Der einfache Schreiner erkannte bereits 1938, dass Deutschland nur durch einen Tyrannenmord zu retten sei und platzierte in m&uuml;hevoller Kleinarbeit eine Zeitbombe im B&uuml;rgerbr&auml;ukeller. Das schlechte Wetter verhinderte seinen Erfolg &ndash; da Hitler nicht fliegen konnte, sondern mit der Bahn fahren musste, verlie&szlig;en er und seine Entourage den B&uuml;rgerbr&auml;ukeller 13 Minuten zu fr&uuml;h. Georg Elser starb 1945 im KZ Dachau. Als Motiv gab er gegen&uuml;ber der Gestapo an: &ldquo;Ich wollte durch meine Tat noch gr&ouml;&szlig;eres Blutvergie&szlig;en verhindern&rdquo;. Es dauerte 40 Jahre, bis die Stadt Burgdorf bei Hannover als erste Stadt in Deutschland eine Stra&szlig;e nach Elser benannte. Georg Elser war nun einmal kein Claus Schenk Graf von Stauffenberg, er war Schreiner und kein adliger Offizier &ndash; solche Helden will weder das alte noch das neue Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/3631\/deutschland-deine-helden\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Wozu noch Journalismus? <\/strong><br>\nNoch nie war das Bed&uuml;rfnis nach einem orientierenden, aufkl&auml;renden, verl&auml;sslich einordnenden, klugen Journalismus so gro&szlig; wie heute. Die Texte, die dieser Journalismus produziert, werden Nachrichten im Ursinne sein: Texte zum Sich-danach-Richten. Internet ist die globale horizontale Verbreiterung des Wissens. Guter Journalismus geht in die&nbsp;Tiefe.<br>\nEs gibt die Pressefreiheit, weil die Presse auf die Demokratie achten soll. Diese Achtung beginnt mit Selbstachtung. Es wird daher, und in den Zeiten des Internets mehr denn je, gelten: Autorit&auml;t kommt von Autor und Qualit&auml;t kommt von Qual. Dieser Qualit&auml;ts-Satz steht zwar in der Hamburger Journalistenschule, aber er gilt nicht nur f&uuml;r Journalistensch&uuml;ler. Er meint nicht, dass man Leser und User mit d&uuml;mmlichem, oberfl&auml;chlichem Journalismus qu&auml;len soll. Qualit&auml;t kommt von Qual: Dieser Satz verlangt von Journalisten in allen Medien, auch im Internet, dass sie sich qu&auml;len, das Beste zu leisten &ndash; und er verlangt von den Verlegern und Medienmanagern, dass sie die Journalisten in die Lage versetzen, das Beste leisten zu k&ouml;nnen. Dann hat der Journalismus eine gl&auml;nzende&nbsp;Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/serie-wozu-noch-journalismus-professioneller-edelblogger-1.967940\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man fragt sich, ob Heribert Prantl einen Appell oder einen Nachruf auf den Journalismus geschrieben hat. &bdquo;Orientierender&ldquo; Journalismus, hei&szlig;t doch heute vielfach Orientierung auf das was die Eliten f&uuml;r richtig halten. Wo blieb etwa die Aufkl&auml;rung und Verl&auml;sslichkeit vor und nach der Finanzkrise. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Norbert Bl&uuml;m wird 75<\/strong><br>\nSein Eintreten f&uuml;r das System der von Arbeitgebern und Arbeitnehmern parit&auml;tisch finanzierten Sozialversicherungen und seine verbalen Feldz&uuml;ge gegen den entfesselten Kapitalismus sind stets von einer Verve, hinter der man Selbstrechtfertigung vermuten muss. Bl&uuml;m verteidigt sein Leben. Andererseits ist er erwiesenerma&szlig;en schlauer gewesen als die Anfang des Jahrtausends auf neo-liberale Abwege geratene Kanzlerin &ndash; ohne dass irgendjemand im Konrad-Adenauer-Haus seither einen Entschuldigungsbrief an ihn aufgesetzt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2868175_Norbert-Bluem-wird-75-Der-Herr-Minister-von-gestern.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NachDenkSeiten gratulieren Norbert Bl&uuml;m zu seinem Geburtstag und w&uuml;nschen ihm Gesundheit und Kraft, damit seine Stimme im Kampf f&uuml;r den Erhalt des Sozialstaates noch lange durchdringen m&ouml;ge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Kreisler &ndash; Sch&uuml;tzen wir die Polizei! <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mcBGsNhwxhY\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Luft entweicht aus dem &bdquo;Sparpaket&ldquo;; herbeigeredeter Aufschwung; HRE-Aufsichtsratsvorsitzender tr&auml;gt keine Verantwortung f&uuml;r die Pleite; Goldman b&uuml;&szlig;t ein; blamable Banken; auf privaten Autobahnen lauert der Tod; Leiharbeit statt Stammbelegschaft; EU geht an die Kohlesubventionen; EU verschafft privater Altersvorsorge Umsatz; M&uuml;nte verteidigt seine Rente mit 67; &uuml;ber 70 Grad Hitze<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6230\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6230","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6230"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6230\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6235,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6230\/revisions\/6235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}