{"id":62313,"date":"2020-06-25T08:42:46","date_gmt":"2020-06-25T06:42:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313"},"modified":"2020-06-25T08:42:46","modified_gmt":"2020-06-25T06:42:46","slug":"hinweise-des-tages-3638","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h01\">Die offene Gesellschaft und ihre Schweiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h02\">Excess Profits Tax als Instrument zur Staatsfinanzierung in der globalen Gesundheitskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h03\">Krieg in Libyen Embargo-Bruch mit deutschen Marken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h04\">Aufr&uuml;sten f&uuml;r die Gro&szlig;machtkonfrontation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h05\">NSO: Die Absauger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h06\">Wie im Lager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h07\">EU&#8209;Ratspr&auml;sidentschaft f&uuml;r echte Finanztransaktionssteuer nutzen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h08\">Resolution des Europ&auml;ischen Parlaments &auml;ndert nichts an Chinas Entschlossenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h09\">Franz&ouml;sische Tracing-App ist ein Flop<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h10\">Nachhaltig falsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h11\">Wladimir Putin: &laquo;Verantwortung f&uuml;r Vergangenheit und Zukunft&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h12\">Studie zeigt akute Lobbygefahr f&uuml;r deutsche EU-Ratspr&auml;sidentschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h13\">Verlaufen im Labyrinth des Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62313#h14\">Zu guter Letzt: Erschreckende Studie: Immer mehr Politiker k&ouml;nnen offenbar von einem Job alleine nicht leben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die offene Gesellschaft und ihre Schweiger<\/strong><br>\nDie Schweiger sind Deutschlands eigentliches Problem. Diejenigen, die es besser wissen m&uuml;ssten, aber aus Opportunismus oder ideologischen Gr&uuml;nden nicht das sagen, was den B&uuml;rgern und der Politik helfen w&uuml;rde, die Welt besser zu verstehen. [&hellip;]<br>\nWenn jemand wie der Bundesbankpr&auml;sident zudem gro&szlig;e europ&auml;ische Verantwortung tr&auml;gt, muss man vom ihm verlangen, auch als Deutscher Klartext zu sprechen und dem eigenen Land ins Gewissen zu reden, wenn es &ndash; wieder einmal &ndash; dabei ist, europ&auml;isches Porzellan zu zerschlagen. Wer jetzt die europ&auml;ischen Schuldenregeln verteidigt und davon spricht, der &bdquo;Steuerzahler&ldquo; m&uuml;sse am Ende die Schulden bedienen und sogar zur&uuml;ckzahlen, wie Weidmann das im weiteren Verlauf des Interviews tut, sch&uuml;rt vors&auml;tzlich die Unruhe in der Bev&ouml;lkerung und in der Politik.<br>\nNiemand kann die jetzt in dieser Krise vom Staat anzuh&auml;ufenden Schulden jemals zur&uuml;ckzahlen, weil es die normalen Wachstumszeiten, wo der Staat sich leicht entschuldet, weil die Unternehmen investieren und sich daf&uuml;r verschulden, nach allem, was wir wissen, der Vergangenheit angeh&ouml;ren. Wer dennoch daran glaubt, muss erkl&auml;ren und offen diskutieren, auf welche Weise die Politik die Unternehmen wieder in die Verantwortung bringen kann. Tut er das nicht, muss man unterstellen, hier werde die Bev&ouml;lkerung bewusst get&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/06\/die-offene-gesellschaft-und-ihre-schweiger\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Staat darf in der Coronakrise nicht &uuml;berfordert werden<\/strong><br>\nVorerst werden unsere Handlungsspielr&auml;ume jedoch stark eingeschr&auml;nkt sein, was auch bedeutet, dass wir uns eine Zeit lang weniger werden leisten k&ouml;nnen. [&hellip;] Ich h&auml;tte mir jedoch gew&uuml;nscht, dass wir die Chance f&uuml;r eine grundlegende Unternehmensteuerreform mit einer maximalen Besteuerung der Unternehmen in H&ouml;he von 25 Prozent genutzt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp2.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastbeitrag-der-staat-darf-in-der-coronakrise-nicht-ueberfordert-werden\/25942150.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es sieht doch eher nach einer &Uuml;berforderung des nieders&auml;chsischen Finanzministers Reinhold Hilbers aus, der hier im Handelsblatt schreibt, dass man sich eine Zeit lang weniger werde leisten k&ouml;nnen, eine Steuersenkung f&uuml;r Unternehmen aber selbstverst&auml;ndlich immer noch machbar w&auml;re.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Debatte zur Schuldenbremse in Hessen: Gerangel um Coronahilfs-Geld<\/strong><br>\nDer Hessische Landtag kann sich nicht entschlie&szlig;en, die Schuldenbremse zu kippen. Nun plant die Regierung einen gewagten Schritt. [&hellip;]<br>\nSechs lange Verhandlungsrunden hatten die Regierungsparteien CDU und Gr&uuml;ne mit SPD und FDP um den Plan gerungen, ein &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; au&szlig;erhalb des regul&auml;ren Haushalts einzurichten. Daf&uuml;r muss die Schuldenbremse ausgesetzt werden, was wiederum die Zweidrittelmehrheit im Parlament n&ouml;tig macht. &Uuml;ber das &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; will die schwarz-gr&uuml;ne Regierung ein 12 Milliarden Euro teures Hilfspaket finanzieren, dass die Auswirkungen der Coronakrise abmildern soll. Auf Pump und mit langer Tilgungsfrist. Von Anfang an hatten SPD und FDP aber Bedenken, dass dabei das Budgetrecht des Parlaments ausgehebelt werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Debatte-zur-Schuldenbremse-in-Hessen\/!5696952\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wenn es noch eines Beweises bedurft h&auml;tte, um zu zeigen, wie absurd eine Schuldenbremse in der Verfassung ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Excess Profits Tax als Instrument zur Staatsfinanzierung in der globalen Gesundheitskrise<\/strong><br>\nKurzarbeit, Kitaschlie&szlig;ungen, Konjunkturpaket. Die Kosten der Coronakrise und ihrer Bew&auml;ltigung werden gewaltig ausfallen. W&auml;hrend die tats&auml;chlichen Kosten erst r&uuml;ckblickend beziffert werden k&ouml;nnen, wird eine Frage schon jetzt &ndash; wo erste deutsche Gemeinden &uuml;ber Sparvorschl&auml;ge debattieren und L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens eine Stundung ihres Schuldendienstes erhandeln m&uuml;ssen &ndash; immer wichtiger: Wer soll all das bezahlen? In der US-amerikanischen Diskussion hat dabei ein Vorschlag Aufsehen erregt, der auch f&uuml;r Deutschland, Europa und auf globaler Ebene interessant sein kann, hierzulande jedoch bisher kaum erwogen wird: die (tempor&auml;re) Einf&uuml;hrung einer Excess Profits Tax oder &Uuml;bergewinnsteuer als progressives Instrument der krisenad&auml;quaten Weiterentwicklung des Steuersystems. (&hellip;)<br>\nWas sind Excess Profits Taxes? Die dieser Steuer zugrundeliegende Idee ist, dass es einzelne Unternehmen gibt, die von der Krise profitieren, w&auml;hrend die gro&szlig;e Mehrheit von Unternehmen und Privatpersonen, unter ihr leidet. Excess profit oder &Uuml;bergewinn ist also der Gewinn, den ein Unternehmen aufgrund au&szlig;ergew&ouml;hnlicher und nicht beeinflussbarer Umst&auml;nde, n&auml;mlich aufgrund der Krise, erwirtschaftet. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, dass eine Krise, welche die Gesellschaft als Ganzes betrifft, solidarisch zu bew&auml;ltigen ist, ohne dass Einzelne profitieren. Ein charmanter Gedanke, der keineswegs neu ist. In den USA hat es bereits zweimal eine Excess Profits Tax gegeben, n&auml;mlich w&auml;hrend des ersten und zweiten Weltkrieges. &Uuml;bergewinne, die ein Unternehmen aufgrund des Krieges generierte, etwa in der Waffenindustrie, wurden mit bis zu 95 % besteuert. Auch Kanada, Gro&szlig;britannien, Australien, Neuseeland, S&uuml;dafrika, Frankreich und Italien haben von dieser M&ouml;glichkeit zeitweise Gebrauch gemacht. In Deutschland wurde die Einf&uuml;hrung einer &Uuml;bergewinnsteuer immerhin schon einmal diskutiert, n&auml;mlich angesichts der &Ouml;lpreiskrise im Jahr 1973 (beispielhaft: Br&uuml;mmerhoff, Besteuerung von &Uuml;bergewinnen, 1975).<br>\nEs scheint daher naheliegend, Excess Profits Taxes im Jahr 2020 angesichts der globalen Gesundheitskrise durch Covid-19 wieder ins Spiel zu bringen. So sprachen sich etwa Emmanuel Saez und Gabriel Zucman in einem New York Times Gastartikel vom 30. M&auml;rz 2020 f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Excess Profits Tax aus, vorerst jedoch ohne auf die genaue Ausgestaltung einer solchen Steuer einzugehen. Einen durchaus ausgereifteren Vorschlag unterbreitete Reuven S. Avi-Yonah von der University of Michigan in einem Blogbeitrag und nur einen Monat sp&auml;ter in seinem Paper Covid-19 and US Tax Policy &ndash; What needs to change? Einen Schritt weiter gehend, ver&ouml;ffentlichte Allison Christians von der McGill University in Montreal kurz darauf auf taxnotes.com einen Beitrag, in welchem sie sich f&uuml;r die globale Einf&uuml;hrung einer Global Excess Profits Tax im Rahmen des BEPS-Projekts der OECD aussprach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/excess-profits-tax-zur-staatsfinanzierung-in-globaler-gesundheitskrise\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krieg in Libyen Embargo-Bruch mit deutschen Marken<\/strong><br>\nDas Waffenembargo gegen Libyen wird offenbar in bislang unbekanntem Ausma&szlig; mit R&uuml;stungsg&uuml;tern deutscher Konzerne gebrochen. Das zeigen Recherchen von Report M&uuml;nchen und des &ldquo;Stern&rdquo;.<br>\nAm 24. Januar sticht in der t&uuml;rkischen Hafenstadt Mersin ein Schiff namens &ldquo;Bana&rdquo; in See. Das offizielle Ziel ist Genua. Die &ldquo;Bana&rdquo; soll dort Autos an Bord nehmen. Sie passiert planm&auml;&szlig;ig Zypern und Kreta. Doch pl&ouml;tzlich, am 27. Januar um 17:28 Uhr, sendet das Schiff ein letztes Positionssignal und verschwindet vom Radar. Die &ldquo;Bana&rdquo; bleibt zwei Tage lang verschollen. Als sie pl&ouml;tzlich wieder auftaucht, befindet sie sich 25 Kilometer vor der libyschen Hauptstadt Tripolis und setzt ihre Fahrt fort, als w&auml;re nichts gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/report-muenchen\/waffenembargo-libyen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufr&uuml;sten f&uuml;r die Gro&szlig;machtkonfrontation<\/strong><br>\nMit der Auftragsvergabe f&uuml;r den Bau von vier Kampfschiffen f&uuml;r die deutsche Marine und mit weiteren R&uuml;stungsprojekten treibt die Bundeswehr ihre Umorientierung auf Gro&szlig;machtkonfrontationen voran. Den Auftrag zum Bau des neuen Mehrzweckkampfschiffs MKS 180 hat die Bundeswehr am vergangenen Freitag erteilt &ndash; nur zwei Tage nach einem entsprechenden Votum des Bundestags. Die MKS 180 sind dabei nur ein Vorhaben von vielen, mit denen das F&auml;higkeitsprofil der Bundeswehr systematisch aus- und umgebaut werden soll; weitere gelten den Landstreitkr&auml;ften und der Luftwaffe. Um die Pl&auml;ne zu finanzieren &ndash; sie kosten eine dreistellige Milliardensumme -, soll der R&uuml;stungsetat weiterhin kontinuierlich wachsen. Im Vordergrund steht zur Zeit vor allem die Ausstattung der Bundeswehr f&uuml;r ihre F&uuml;hrungsrolle bei der NATO-&ldquo;Speerspitze&rdquo; im Jahr 2023; dabei stellen die deutschen Streitkr&auml;fte die Landkomponente. Bei der Umorientierung von K&auml;mpfen gegen &uuml;berwiegend nichtstaatliche Kr&auml;fte auf einen Krieg gegen eine Gro&szlig;macht steht ein m&ouml;glicher milit&auml;rischer Konflikt mit Russland am Horizont.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8315\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>NSO: Die Absauger<\/strong><br>\nDie israelische Firma NSO stellt Schn&uuml;ffelprogramme f&uuml;r Polizei und Geheimdienste her. Ist sie verantwortlich, wenn damit Unschuldige &uuml;berwacht werden? [&hellip;]<br>\nMit einem Programm wie Pegasus kann man das Leben eines Mobiltelefonbenutzers bis in den letzten Winkel durchleuchten. Die Frage ist nur: Darf ein privates Unternehmen im Auftrag von Geheimdiensten so tief in die Privatsph&auml;re einbrechen?<br>\nDiese Frage wird derzeit vor einem kalifornischen Bundesbezirksgericht in San Francisco verhandelt. Geklagt hat Facebook, dem auch der Messengerdienst WhatsApp geh&ouml;rt. Der Internetgigant aus den USA wirft NSO vor, den Messenger zur Spionage zu missbrauchen. Tats&auml;chlich nutzte NSO einige Zeit lang eine WhatsApp-Sicherheitsl&uuml;cke, die damals noch nicht bekannt war, als Einfallstor in 1400 Handys. Facebook will NSO verbieten lassen, k&uuml;nftig noch auf WhatsApp oder Facebook zuzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/27\/spionage-ueberwachung-nso-israel-pegasus\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie im Lager<\/strong><br>\nIn Deutschland ist alles geregelt. Das gilt auch f&uuml;r die rund 4000 Werkvertragsarbeiter aus Rum&auml;nien, die j&auml;hrlich hierzulande arbeiten. Die meisten am Bau, immer mehr aber auch in gro&szlig;en, privaten Schlachth&ouml;fen.<br>\n1200 Euro im Monat, geregelte Arbeitszeit, kostenlose Unterbringung und Transport hatte der Chef der rum&auml;nischen Firma Social Com versprochen. Ioan Raescu, Daniel Kincza und ihre Kollegen vertrauten ihm. Was sie allerdings in Deutschland erlebten fasst Kincza in einem Satz zusammen: &ldquo;Es war wie im Lager.&rdquo;<br>\nDer Arbeitstag begann morgens um 3.00 h mit dem Transport in oft &uuml;berf&uuml;llten VW-Bussen zur Schlachterei. Kontrollen der Fahrzeuge durch die Polizei finden offensichtlich nicht statt, und wenn doch &ndash; so bleiben sie ohne Wirkung. Statt acht Stunden mussten sie in der Regel 10 bis 12, manchmal auch l&auml;nger als 14 Stunden arbeiten. Es gab auch Pausen &ndash; &ldquo;pro Tag 2 mal 15 Minuten&rdquo;.<br>\nDie versprochenen 1200 erhielten sie nach eigenen Angaben nie. Immer wieder gab es Abz&uuml;ge &ndash; f&uuml;r die &uuml;berf&uuml;llte Unterkunft genau so, wie f&uuml;r das ben&ouml;tigte Arbeitsmaterial (Messer, Kettenahndschuhe, Stiefel etc.). Alles mussten sie bezahlen. Abrechnungen wurden ihren Aussagen nach von den Arbeitern blanko unterschrieben, f&uuml;r m&ouml;gliche Kontrollen durch das Arbeitsamt wurden im Vorfeld bestimmte Aussagen hinsichtlich der angeblichen Arbeitszeit und Entlohnung vorsorglich einstudiert.<br>\nBereits kurz nach Ankunft hatte ihnen der Dolmetscher des deutschen Vertreters der Firma Social Com ihre P&auml;sse und Visa abgenommen, sie erhielten stattdessen Kopien. Daniel Kincza erkl&auml;rt: &ldquo;Ich habe das gesamte Jahr 2002 bei der Firma Gausepohl durchgearbeitet, Urlaub habe ich nicht bekommen.&rdquo; Angeblich so wurde ihm erkl&auml;rt, sei zuviel zu tun und au&szlig;erdem habe er kein g&uuml;ltiges Visa. Da ihm weiterhin sein Pass verweigert wurde, konnte Kincza das nicht selbst &uuml;berpr&uuml;fen. F&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des Visums w&auml;re zudem das &ouml;rtliche Ausl&auml;nderamt zust&auml;ndig gewesen. So blieb Daniel Kincza bis Januar 2003 durchgehend in Deutschland, &ldquo;im Lager&rdquo; wie er sagt.<br>\nWeil L&ouml;hne aus dem November und Dezember ausstanden, entschlossen sich die Arbeiter zu einem Streik. Was folgte, war die Androhung des Firmenvertreters, er werde sie allesamt rauspr&uuml;geln und mit dem Bus nach Hause verfrachten. Als auch diese Drohung nichts half, wurden die Streikenden tats&auml;chlich am folgenden Tag in ihrer Unterkunft in Badbergen brutal verpr&uuml;gelt. Eines der Pr&uuml;gelopfer musste mit Knochenbr&uuml;chen ins Krankenhaus, mit dem Kopf von einem der Arbeiter wurde ein Waschbecken zerschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-im-Lager-3429765.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wohlgemerkt: Ver&ouml;ffentlicht wurde dieser Inhalt bereits 2003. Jetzt &ndash; und lediglich wegen eines Virus &ndash; sollen angeblich positive Ver&auml;nderungen zugunsten der Arbeitnehmerschaft realisiert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU&#8209;Ratspr&auml;sidentschaft f&uuml;r echte Finanztransaktionssteuer nutzen!<\/strong><br>\nAm 1. Juli beginnt die deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft. Gemeinsam mit anderen Organisationen der ehemaligen Kampagne &bdquo;Steuer gegen Armut&ldquo; fordert Attac die Bundesregierung auf, die Einf&uuml;hrung einer echten, umfassenden Finanztransaktionssteuer zu einem Schwerpunkt ihrer Pr&auml;sidentschaft zu machen. Bei der Bew&auml;ltigung der Corona-Pandemie m&uuml;ssen auch die Folgen in den &auml;rmeren Teile der Welt in den Blick genommen und daf&uuml;r erhebliche zus&auml;tzliche Finanzmittel zur Verf&uuml;gung gestellt werden.<br>\n&ldquo;W&auml;ren die 2011 und 2013 von der Europ&auml;ischen Kommission vorgelegten Richtlinienentw&uuml;rfe f&uuml;r die EU beziehungsweise die Staaten der Verst&auml;rkten Zusammenarbeit z&uuml;gig umgesetzt worden, h&auml;tten die daran beteiligten Staaten in den vergangenen Jahren insgesamt mehrere hundert Milliarden Euro an Einnahmen verbuchen und f&uuml;r dr&auml;ngende Aufgaben verwenden k&ouml;nnen. Jetzt steht der Weltwirtschaft die schwerste Rezession nach dem zweiten Weltkrieg bevor. Um die Folgen auf nationaler, europ&auml;ischer und weltweiter Ebene zu bew&auml;ltigen, kann auf die erheblichen Einnahmen aus einer umfassenden Finanztransaktionssteuer nicht verzichtet werden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung.<br>\nDie Finanztransaktionssteuer ist die Gr&uuml;ndungsforderung von Attac. Ihr Ziel ist es, den Handel mit riskanten Finanzprodukten aller Art einzud&auml;mmen und mit den Einnahmen weltweit Armut zu bek&auml;mpfen sowie den Umwelt- und Klimaschutz zu  f&ouml;rdern. Daf&uuml;r soll  jede Finanztransaktion mit einer Steuer in H&ouml;he von 0,1 bis 0,01 Prozent belegt werden.<br>\nVon 2009 an k&auml;mpfte Attac gemeinsam mit vielen anderen Organisationen &ndash; darunter der DGB, Oxfam, Brot f&uuml;r die Welt und die Jesuitenmission &ndash; mit der Kampagne &ldquo;Steuer gegen Armut&rdquo; f&uuml;r ihre Einf&uuml;hrung. Die breite &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung sorgte daf&uuml;r, dass sich die Bundesregierung, viele weitere EU-Staaten und die EU-Kommission die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer zu eigen machten. Die Verhandlungen dar&uuml;ber versandeten jedoch. Ende 2018 wurde schlie&szlig;lich ein fast ausgehandelter Richtlinienentwurf fallen gelassen und durch eine von Deutschland und Frankreich vorangetriebene Initiative f&uuml;r eine Aktiensteuer verdr&auml;ngt.<br>\nDies untergr&auml;bt alles, was von der Zivilgesellschaft angestrebt wurde: Die Aktiensteuer w&uuml;rde weder den fragw&uuml;rdigen, computerbasierten Hochgeschwindigkeitshandel ausbremsen noch Finanzwetten mithilfe von Derivaten erfassen. Weder dr&auml;ngt sie riskante Finanzpraktiken zur&uuml;ck, noch generiert sie angemessene Ertr&auml;ge.<br>\nAm 29. Januar 2014 sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel w&ouml;rtlich:  &bdquo;Eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt, setzt deshalb alles daran, dass alle, dass die ganze Welt die Lektionen aus dieser damaligen Krise lernt. Eine davon ist und bleibt: Kein Finanzmarktakteur, kein Finanzprodukt und kein Finanzplatz darf ohne angemessene Regulierung bleiben; Finanzakteure m&uuml;ssen durch die Finanztransaktionsteuer zur Verantwortung gezogen werden.&ldquo;<br>\nGerade jetzt, im Anbeginn einer neuen schweren Weltwirtschaftskrise, ist es h&ouml;chste Zeit, diesen Worten endlich Taten folgen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/teaser-detailansicht\/news\/eu-ratspraesidentschaft-fuer-echte-finanztransaktionssteuer-nutzen\/?no_cache=1&amp;cHash=2b3bf09be4e2769ea93352d073a09094\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Resolution des Europ&auml;ischen Parlaments &auml;ndert nichts an Chinas Entschlossenheit<\/strong><br>\nAm 19. Juni verabschiedete das Europ&auml;ische Parlament eine Resolution, in der es Chinas nationale Sicherheitsgesetzgebung f&uuml;r Hongkong kritisierte. Unter anderem hei&szlig;t es darin f&auml;lschlicherweise, dass das Gesetz das Prinzip &bdquo;ein Land, zwei Systeme&rdquo; verletze und die &bdquo;demokratische Freiheit&rdquo; in Hongkong einschr&auml;nke. Au&szlig;erdem forderte das Parlament die EU-Institutionen dazu auf, vor internationalen Gerichten Klagen gegen das geplante Gesetz einzureichen.<br>\nDer Schritt des Europ&auml;ischen Parlaments stellt nicht nur eine ernsthafte Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dar, sondern k&ouml;nnte auch die generelle Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten negativ beeinflussen &ndash; kurz vor dem chinesisch-europ&auml;ischen Gipfeltreffen in der folgenden Woche kommt ein solcher Schritt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.<br>\nEs ist unschwer zu erkennen, dass einige Politiker im Europ&auml;ischen Parlament unter dem Deckmantel der &bdquo;demokratischen Menschenrechte&rdquo; aus eigenem politischen Interesse mit dem Finger auf China zeigen und sich in die sino-europ&auml;ischen Beziehungen einmischen. Doch diese Doppelmoral und die ideologischen Vorurteile k&ouml;nnen der unbeirrbaren Entschlossenheit der chinesischen Regierung, die stabile Regierungsf&uuml;hrung in Hongkong auf geordnete Art und Weise zu verteidigen, nichts anhaben.<br>\nErstens ist es eindeutig, dass das Europ&auml;ische Parlament in der Frage der demokratischen Menschenrechte voller Doppelmoral ist. Die einzigen Kriterien, die das Parlament in Bezug auf Menschenrechte und Demokratie hat, sind die sogenannte Meinungsfreiheit und die Aufrechterhaltung des Wahlsystems nach westlichem Modell. Dabei vers&auml;umt es jedoch, auch die tats&auml;chliche Sicherheit, das Wohlergehen sowie die soziale Ordnung der Menschen zu betrachten. (&hellip;)<br>\nZweitens greift das Europ&auml;ische Parlament mit der Resolution grob in die Souver&auml;nit&auml;t eines anderen Landes ein. Dabei stellt die gegenseitige Achtung der Souver&auml;nit&auml;t des jeweils anderen Landes die Grundnorm der internationalen Beziehungen dar und ist ein wichtiges Prinzip eines gleichberechtigten und harmonischen Austauschs zwischen den L&auml;ndern. Man sollte davon absehen, aus welchem Grund oder unter welcher Ausrede auch immer, sich in die inneren Angelegenheiten anderer L&auml;nder einzugreifen. Es liegt in der Verantwortung der Regierung jedes einzelnen Landes, die nationale Sicherheit im eigenen Land zu gew&auml;hrleisten und daf&uuml;r einen geeigneten Rahmen rechtlicher Standards zu schaffen. Hongkong geh&ouml;rt China, und damit sind Fragen im Zusammenhang mit dem Ausland und der Sicherheit vor Ort Angelegenheiten der chinesischen Zentralregierung. Keine externe Kraft hat das Recht, sich einzumischen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2020-06\/24\/content_76199125.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere Staaten der NATO steuern seit l&auml;ngerer Zeit auf einen Konflikt mit China zu &ndash; auch wegen Hongkong. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54420\">Hongkong &ndash; der neue Systemkonflikt<\/a> von Werner R&uuml;gemer. Auch Deutschland ist loyal an der &ldquo;westlichen&rdquo; Seite. Wohl stellvertretend f&uuml;r die gesamte Bundesregierung hatte sich z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54741\">Bundesau&szlig;enminister Maas mit Joshua Wong &ndash; &bdquo;Hongkong-Held&ldquo; oder US-Marionette?<\/a> &ndash; getroffen. Und auch deutsche Medien flankieren die Konfrontation der Bundesregierung, die teilweise von der Opposition unterst&uuml;tzt wird, mit China. Bitte lesen Sie dazu auch den Hinweis <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61982#h17\">Tagesschau-Stil: &hellip; &acute;s sind ja blo&szlig; Chinesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Tracing-App ist ein Flop<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Tracing-App StopCovid, die auch &uuml;ber Bluetooth die in der N&auml;he sich aufhaltenden anderen Smartphone-Benutzer detektiert, wurde innerhalb von drei Wochen gerade einmal 1,9 Millionen Mal heruntergeladen. Bis zum 22. Juni wurde sie 1,8 Millionen Mal aktiviert, wie Le Monde berichtet. Im Gegensatz zur deutschen Tracing-App werden hier die Daten zentral auf einem Server gespeichert.<br>\nFrankreichs Regierung hat trotzdem versichert, dass keine Lokalisierung erfolgt, dass die Kontakte ebenso wenig identifiziert werden k&ouml;nnen wie die Infizierten. Aber vielleicht trauen die Franzosen der Regierung nicht, aber die App ist zumindest f&uuml;r iPhone-Nutzer kaum brauchbar, weil sie im Hintergrund nicht aktiv ist.<br>\nWie viele Nutzer die App t&auml;glich aktiviert haben, ist unbekannt. Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass es nur 350.000 sein k&ouml;nnten. Daf&uuml;r haben nach Regierungsinformationen 460.000 Menschen die App w&auml;hrend der drei Wochen wieder deinstalliert.<br>\nSonderlich effektiv scheint sie auch nicht zu sein. &Uuml;ber die App wurden bisher gerade einmal 68 Personen als positiv infiziert gemeldet, was offenbar nur zu 14 Hinweisen f&uuml;r andere App-Nutzer gef&uuml;hrt hat, die sich l&auml;nger als 15 Minuten in einem Abstand von weniger als einem Meter von einem Infizierten aufgehalten haben. Nach dem franz&ouml;sischen Au&szlig;enminister spricht dies daf&uuml;r, dass die Fallzahlen stark zur&uuml;ckgegangen sind, aber eben auch die App kaum angenommen wurde.<br>\nJetzt hei&szlig;t es, die App sei einfach ein zus&auml;tzliches Mittel. 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung m&uuml;ssten sie nicht aktiviert haben, das sei nur notwendig um die Pandemie zu stoppen. Aber sie k&ouml;nnte den Beginn einer zweiten Welle signalisieren. &Uuml;berdies w&uuml;rde sie nur zwischen 80.000 und 180.000 im Monat kosten, w&auml;hrend die deutsche, die von mehr als 10 Millionen heruntergeladen wurde, im Monat zwei oder drei Millionen koste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Franzoesische-Tracing-App-ist-ein-Flop-4793391.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">Corona-App &ndash; ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nachhaltig falsch<\/strong><br>\nImmer mehr Unternehmen beteuern, ergr&uuml;nen zu wollen. Das Beispiel der Stuttgarter Fichtner-Gruppe zeigt, wie unglaubw&uuml;rdig das oft ist: Im Internet inszeniert sich das Ingenieurb&uuml;ro klimaschonend mit Windr&auml;dern &ndash; in Bangladesch baut es einen Kohlemeiler unweit bedrohter Mangrovenw&auml;lder. Seit Jahren regt sich dagegen Protest, ge&auml;ndert hat das nichts.<br>\nAngesichts von Milliardenums&auml;tzen war es nur ein Miniauftrag. Doch die Lieferung einer Zugsignalanlage im Wert von 18 Millionen Euro an eine Kohlemine in Australien bescherte Siemens im vergangenen Januar ein PR-Desaster. Heftig protestierten Klimaaktivisten gegen das Gesch&auml;ft. Selbst Greta Thunberg meldete sich zu Wort und forderte den M&uuml;nchner Konzern auf, das Engagement bei der Erschlie&szlig;ung des Carmichael-Kohlebergwerks zu &uuml;berdenken.<br>\nBekanntlich kam es anders als von den Klimasch&uuml;tzern gefordert. Nach &ldquo;Abw&auml;gung aller Fakten und Gespr&auml;chen mit Dritten&rdquo; liefern die M&uuml;nchner doch die Signale f&uuml;r die Bahnstrecke, auf der das schwarze Gold &uuml;ber Hunderte Meilen zu einem neuen Kohlehafen an der australischen Ostk&uuml;ste transportiert werden soll. &ldquo;Wir d&uuml;rfen kein Unternehmen sein, auf das sich die Kunden nicht verlassen k&ouml;nnen&rdquo;, begr&uuml;ndete Siemens-Chef Joe Kaeser die Entscheidung. Zudem w&uuml;rde die Mine auch ohne Siemens-Technik gebaut.<br>\nIronie der Geschichte: Millionen Tonnen Kohle aus der mit Siemens-Zugtechnik ausgestatteten Mine k&ouml;nnte in einem Kohlemeiler in Bangladesch verfeuert werden &ndash; an dessen Bau ein weiteres deutsches Unternehmen gut verdient: die Stuttgarter Fichtner-Gruppe. Frappierend sind die Gemeinsamkeiten beider Projekte, sowohl was die &ouml;kologischen Folgen als auch die Rechtfertigung der beteiligten Unternehmen betrifft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/482\/nachhaltig-gelogen-6833.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wladimir Putin: &laquo;Verantwortung f&uuml;r Vergangenheit und Zukunft&raquo;<\/strong><br>\nAm 24. Juni 2020 feiert Russland &laquo;75 Jahre Sieg &uuml;ber Nazi-Deutschland&raquo;. Dazu hat Pr&auml;sident Putin selber in die Tasten gegriffen.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump kommuniziert mit der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Twitter. Das sind dann jeweils maximal 280 Buchstaben, Wort-Zwischenr&auml;ume eingerechnet. Da kann er sich gewisse Vereinfachungen leisten &ndash; und ein wenig verdecken, dass er von dieser Welt keine grosse Ahnung hat. Leider hat er bewirkt, dass auch viele andere hohe Politiker angefangen haben, &uuml;ber Twitter zu kommunizieren. Lange Erkl&auml;rungen sind ja nicht n&ouml;tig, man sucht die politische Zustimmung, und die scheint man mit Vereinfachungen von Fakten &ndash; mit Simplifizierungen &ndash; offensichtlich zu erreichen.<br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat jetzt einen anderen Weg beschritten. Offensichtlich als Reaktion auf die &auml;usserst provokative, aber von den meisten Medien &laquo;&uuml;bersehene&raquo; Resolution im Europa-Parlament vom 19. September 2019, in der die Schuld am Zweiten Weltkrieg zur H&auml;lfte Russland in die Schuhe geschoben wurde &ndash; Infosperber hat dar&uuml;ber eingehend informiert &ndash;, hat er jetzt einen langen und detailreichen Artikel geschrieben, der &uuml;ber 200 mal l&auml;nger geraten ist als eine Twitter-Botschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Wladimir-Putin-Artikel-Zweiter-Weltkrieg-Ursachen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Studie zeigt akute Lobbygefahr f&uuml;r deutsche EU-Ratspr&auml;sidentschaft<\/strong><br>\nAm 1. Juli &uuml;bernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der EU. Eine neue Studie &bdquo;Die deutsche EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Industrie in der Hauptrolle?&ldquo;, herausgegeben von LobbyControl und der lobbykritische Br&uuml;sseler NGO Corporate Europe Observatory (CEO) zeigt, wie die Bundesregierung in dem Gremium regelm&auml;&szlig;ig die Interessen deutscher Konzerne durchgesetzt hat. (&hellip;)<br>\nDie Fallstudien haben wir diesmal nicht selbst verfasst. Sechs Organisationen, die die EU-Politik in ihrem Themenbereich genau verfolgen, beschreiben in ihren Beitr&auml;gen, wie EU-Vorhaben von der Bundesregierung zur Unterst&uuml;tzung ihrer heimischen Konzerne blockiert oder stark abge&auml;ndert wurden.<br>\nDie Studien im &Uuml;berblick:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/06\/studie-zeigt-akute-lobbygefahr-fuer-deutsche-eu-ratspraesidentschaft\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verlaufen im Labyrinth des Lobbyismus<\/strong><br>\nBesonders gef&auml;hrlich wird die Verquickung zwischen Interessensverb&auml;nden und Politik, wenn es gelingt, politisch Verantwortliche f&uuml;r einen Seitenwechsel zu gewinnen. Da ist zum Beispiel die ehemalige Ministerin im Kanzleramt Hildegard M&uuml;ller, heute Pr&auml;sidentin des Verbandes der deutschen Automobilindustrie. Das gibt es auch bei den Gr&uuml;nen. Die ehemalige Parteivorsitzende Simone Peter wurde nach Ende ihrer Amtszeit Pr&auml;sidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie. [&hellip;]<br>\nEin Ungleichgewicht zwischen dem Einfluss von Interessenvertretern und dem Handeln der Politik ist jedenfalls nicht zu &uuml;bersehen. Die Gefahr, dass Lobbyisten die Gesetzgebung in Deutschland zu ihrem Vorteil bestimmen, ist real. Immerhin gab es schon Ministerien, die Verbandsvertreter holten, damit sie halfen, Gesetzentw&uuml;rfe zu schreiben.<br>\nAusw&uuml;chse k&ouml;nnen nur einged&auml;mmt werden, wenn es ein Lobbyregister gibt. Und endlich scheint auch die CDU ihren Widerstand dagegen aufzugeben. In einem solchen Register m&uuml;ssen alle Interessenvertreter gemeldet sein. Und egal, ob Abgeordneter, Regierungsmitglied oder Ministerialbeamter: Jeder muss seine Kontakte und die Themen der Gespr&auml;che offenlegen. Gleiches sollte auch f&uuml;r den Journalismus gelten: Beitr&auml;ge, die durch die materielle oder finanzielle Unterst&uuml;tzung von Verb&auml;nden oder Unternehmen entstehen, sollten klar gekennzeichnet werden. Nur so kann die Politik Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen, das durch den Fall Philipp Amthor verloren gegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/unter-der-lupe-amthor-lobbyismus-politik-kolumne-100.html\">mdr<\/a>\n<p><strong>dazu: Wer und was hinter Augustus Intelligence steckt<\/strong><br>\nNicht wenige Beobachter vermuteten anfangs, dass die Hinweise auf Amthors Nebenjob aus der CDU gekommen sein k&ouml;nnten &ndash; von einem Konkurrenten etwa, der Amthor schaden wollte. Das h&auml;tte dazu gepasst, dass der Politiker wenige Tage vor Bekanntwerden der Vorw&uuml;rfe ge&auml;u&szlig;ert hatte, dass er Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern werden wolle. Es w&auml;re eine aussichtsreiche Position f&uuml;r einen k&uuml;nftigen Posten als Ministerpr&auml;sident &ndash; der j&uuml;ngste in der deutschen Geschichte. Auf den ersten Blick k&ouml;nnte das Begehrlichkeiten geweckt haben.<br>\nAber wer in der CDU h&auml;tte ein Interesse, Amthor ernsthaft zu schaden? Gerade im Landesverband MV hat die Partei nicht viele prominente Politiker mit einer &auml;hnlich steilen Karriere zu bieten. Und so hei&szlig;t es auch aus CDU-Kreisen, dass der Hinweis zu Amthors Nebenjob nicht aus der Partei gekommen sei &ndash; zumal man dort ja gar keinen Zugriff auf die Dokumente gehabt haben k&ouml;nne, die das Ganze belegen. Vielmehr sei die Information von Augustus gekommen. Dort habe es Streit gegeben, wei&szlig; man bei den Christdemokraten. Und das wiederum passt zum Krach zwischen Guttenberg und den beiden Ex-Managern.<br>\nDenn es ist zumindest denkbar, dass Crumps und Pacelli nach ihrem Rauswurf Rachegel&uuml;ste hatten. Und es ist auch nicht auszuschlie&szlig;en, dass sie wussten, dass ihr &ldquo;Peiniger&rdquo; Guttenberg m&ouml;glicherweise eines Tages zur&uuml;ck in die Politik will und sie ihn mit Korruptions- und Betrugsvorw&uuml;rfen empfindlich treffen und dem Unternehmen insgesamt schaden k&ouml;nnten. Umso mehr gilt das nat&uuml;rlich f&uuml;r den Aufsichtsrat der Firma, der gleichzeitig aktiver Politiker ist: Philipp Amthor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wer-und-was-hinter-Augustus-Intelligence-steckt-article21852794.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Erschreckende Studie: Immer mehr Politiker k&ouml;nnen offenbar von einem Job alleine nicht leben<\/strong><br>\nBerlin, M&uuml;nchen (dpo) &ndash; Darf eine Gesellschaft ihre Schw&auml;chsten so im Stich lassen? Immer mehr Politiker k&ouml;nnen offenbar von ihrem Hauptberuf alleine nicht mehr leben und m&uuml;ssen daher entw&uuml;rdigende Zweitjobs in der Wirtschaft annehmen. Das ergab eine Erhebung des Instituts Opinion Control.<br>\n&ldquo;Es ist schockierend, welche Verh&auml;ltnisse wir in der Politikbranche angetroffen haben&rdquo;, erkl&auml;rt Opinion-Control-Chef Heinz Geiwasser. &ldquo;Offenbar reichen die 10.083,47 Euro, die ein Bundestagsabgeordneter monatlich bezieht, f&uuml;r viele nicht ann&auml;hernd, um &uuml;ber die Runden kommen.&rdquo;<br>\nDeshalb seien immer mehr Politiker dazu gezwungen, nebenberuflich f&uuml;r dubiose Startups Lobbyarbeit zu verrichten, gegen Honorar Reden zu halten, als Anwalt zu arbeiten oder in den Aufsichtsr&auml;ten verschiedener Firmen zu sitzen. Nicht wenige brauchen sogar gleich mehrere Nebenjobs, um sich &uuml;ber Wasser halten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/06\/arme-.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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