{"id":62355,"date":"2020-06-26T08:47:03","date_gmt":"2020-06-26T06:47:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355"},"modified":"2020-06-26T08:47:03","modified_gmt":"2020-06-26T06:47:03","slug":"hinweise-des-tages-3639","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h01\">Der Wirecard-Skandal ist eine Pleite f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h02\">Debatte, Ordnungsruf oder Eingriff in Artikel 5?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h03\">AKK: 10% statt 2%<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h04\">SPD lehnt Immunit&auml;tsausweis weiter ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h05\">Zeit-Autoren kopieren gesamtes KATAPULT-Buch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h06\">Werner R&uuml;gemer: Strategien zur Belegschafts&uuml;bernahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h07\">Zweites Corona-Steuerhilfegesetz: Beste, zweitbeste und schlechte L&ouml;sungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h08\">B&uuml;ndnis Frist ist Frust: &bdquo;Vier Milliarden Euro f&uuml;r Befristung und Ausbeutung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h09\">Nationaler Bildungsbericht 2020: Arme Kinder bleiben in Deutschland immer mehr auf der Strecke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h10\">Konsumklima: &ldquo;Die Verbraucher erwachen aus der Schockstarre&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h11\">Regierung schreibt anlasslose Massen&uuml;berwachung in neue Gesetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h12\">Verfolgte Grundrechtstr&auml;ger?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h13\">Krawallnacht: Stuttgart steht noch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h14\">Die Pandemie-Profiteure<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Wirecard-Skandal ist eine Pleite f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDass eine deutsche Aktiengesellschaft Milliardenbetr&auml;ge ausweisen kann, die wohl gar nicht existiert haben, h&auml;tte nie geschehen d&uuml;rfen. Die Regierung w&auml;re es den B&uuml;rgern schuldig gewesen, fr&uuml;hzeitig f&uuml;r eine strenge Aufsicht zu sorgen. [&hellip;]<br>\nDie wissenschaftlichen Dienste des Bundestags haben 2009 als eine Ursache f&uuml;r die Bankenkrise die &ldquo;mangelnde &Uuml;bersicht der Beh&ouml;rden&rdquo; &uuml;ber das Zusammenspiel von Finanzakteuren ausgemacht. Spekulanten in Gro&szlig;banken hatten es wild getrieben, hatten auf einen unendlichen Immobilienboom und steigende Preise gesetzt, bis die Blase platzte. Aufsichtsbeh&ouml;rden, die keinen Durchblick haben, was windige Finanzakrobaten treiben &ndash; das ist die Linie von der Bankenkrise &uuml;ber Cum-Ex bis Wirecard. Und es gibt eine Linie bei den politischen Verantwortlichen &ndash; von Peer Steinbr&uuml;ck &uuml;ber Wolfgang Sch&auml;uble bis Olaf Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirecard-insolvenz-kommentar-1.4947377\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Donnerwetter! Die S&uuml;ddeutsche Zeitung nennt die Verantwortlichen f&uuml;r den Wirecard &ndash; Skandal: Steinbr&uuml;ck, Sch&auml;uble, Scholz. Sie erinnert auch an die Finanzkrise von 2007 und 2008, damals haben Steinbr&uuml;ck und Merkel alles mit Steuermilliarden zugedeckt, was bei IKB und HRE verspekuliert worden ist. Wenn sie auf den Nachdenkseiten zum Beispiel auf den August 2007 zur&uuml;ck gehen, dann werden Sie die Hinweise auf die damaligen kriminellen Machenschaften finden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Scholz will eine Reform der Finanzaufsicht<\/strong><br>\nAus dem Wirecard-Skandal will der Finanzminister rasch Konsequenzen ziehen. Die Bafin soll in Zukunft in Verdachtsmomenten schneller Sonderpr&uuml;fungen durchf&uuml;hren. Die Opposition stellt dagegen die Zukunft des Beh&ouml;rdenchefs Felix Hufeld in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/lehre-aus-wirecard-scholz-will-eine-reform-der-finanzaufsicht-16833270.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Debatte, Ordnungsruf oder Eingriff in Artikel 5?<\/strong><br>\nEs bestehen rechtliche Zweifel an der Antisemitismus-Strategie der Bundesregierung.<br>\nDie Auseinandersetzung um die Antisemitismus-Vorw&uuml;rfe gegen den kamerunischen Historiker Achille Mbembe hat einen rechtlichen Kern. Es geht um die Qualit&auml;t parlamentarischer Beschl&uuml;sse und ihre Umsetzung in exekutives Handeln. Schon l&auml;nger als die Feuilletons besch&auml;ftigen sich Gerichte mit den damit verbundenen Fragen. Die juristische Dimension der Debatte wird an Bedeutung gewinnen, und die Causa Mbembe ist dabei nur ein Fall von vielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/feuilleton\/2020-06-24\/e369a2e058b53b0349274b565c4a3559\/?GEPC=s5\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>AKK: 10% statt 2%<\/strong><br>\nN-tv berichtet, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer habe vorgeschlagen, sich angesichts der Coronakrise an einem neuen Indikator f&uuml;r den Verteidigungsaushalt zu orientieren: &bdquo;Aber wenn man sich jetzt die Zahlen in Prozent vom Bip ansieht, ist das vielleicht die falsche Zahl. Denn bei einer erneuten Rezession w&uuml;rden wir viel schneller auf zwei Prozent kommen, h&auml;tten aber nicht die F&auml;higkeiten aufgebaut, die wir eigentlich brauchen&ldquo;, so Kramp-Karrenbauer. Wichtig w&auml;re es, Deutschland bis 2030 wie vereinbart zehn Prozent der Milit&auml;rkapazit&auml;ten der Nato aufbaue.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/06\/25\/akk-10-statt-2\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56209\">an die Worte der Bundesverteidigungsministerin<\/a>: &ldquo;Ein Land unserer Gr&ouml;&szlig;e und unserer wirtschaftlichen und technologischen Kraft, ein Land unserer geostrategischen Lage und mit unseren globalen Interessen, das kann nicht einfach nur am Rande stehen und zuschauen&rdquo;. So gesehen &ndash; bei derartigen Machtanspr&uuml;chen, ist der &ldquo;Vorschlag&rdquo; konsequent. Aber angesichts wirklich dr&auml;ngender Probleme hierzulande auch irgendwie verr&uuml;ckt, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD lehnt Immunit&auml;tsausweis weiter ab<\/strong><br>\nDie SPD ist weiter gegen einen Immunit&auml;tsausweis im Sinne eines Passierscheins. Das stellte SPD-Fraktionsvize Bas klar. Zuvor hatten mehrere Agenturen gemeldet, dass sie Zustimmung signalisiere. Doch ihr Statement sei falsch wiedergegeben worden.<br>\nDie SPD lehnt die Einf&uuml;hrung eines Corona-Immunit&auml;tsausweises im Sinne eines Passierscheins weiter ab. &ldquo;Wir wissen nicht, ob und wie lange jemand immun ist, bei dem Antik&ouml;rper nachgewiesen werden k&ouml;nnen. Wir wissen auch nicht sicher, ob man trotz Antik&ouml;rpern infekti&ouml;s sein kann&rdquo;, betonte die SPD-Gesundheitspolitikerin B&auml;rbel Bas. Eine Immunit&auml;t sei nach wie vor nicht nachweisbar, sie k&ouml;nne und d&uuml;rfe daher auch nicht dokumentiert werden. &ldquo;Alles andere w&auml;re leichtsinnig.&rdquo;<br>\nZuvor hatten mehrere Nachrichtenagenturen einen Artikel der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; zitiert, wonach auf das Virus getestete Menschen Bas zufolge einen Anspruch auf einen solchen Nachweis h&auml;tten. Ihr urspr&uuml;ngliches Statement sei verf&auml;lscht worden, sagte Bas auf Twitter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-immunitaetsausweis-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Britische Regierung h&auml;lt weiter an der Idee eines Covid-19-Immunit&auml;tsausweises fest<\/strong><br>\nF&uuml;r die Umsetzung von Immunit&auml;tsausweisen k&ouml;nnte die deutsche Firma IDnow, die seit Ende 2019 auch in Gro&szlig;britannien t&auml;tig ist, in Frage kommen. Am 9. Juni meldete die Firma, dass Gespr&auml;che mit der britischen Regierung &uuml;ber die Erstellung von Immunit&auml;tsausweisen f&uuml;r Menschen stattfinden, die von Covid-19 genesen sind. Mit der ID-Technik k&ouml;nne festgestellt werden, wer k&uuml;rzlich getestet wurde und zur&uuml;ck an den Arbeitsplatz oder in ein Flugzeug steigen darf.<br>\nDie Firma wirbt mit KI-basierter Technik zur Pr&uuml;fung des Ausweises mit der Smartphone-Kamera, der biometrischen Erfassung des Gesichts und einer Identifizierung per Video-Chat. IDnow erkl&auml;rt, man benutze nicht den Begriff des Immunit&auml;tsausweises, das mache die britische Regierung. Man stelle nur die Identifizierungstechnik bereit, das k&ouml;nnten auch die von der Regierung gespeicherten Testergebnisse sein.<br>\nWeitere Firmen stehen in den Startl&ouml;chern, um aus m&ouml;glichen Immunit&auml;tsausweisen ein Gesch&auml;ft zu machen. Mit IDnow konkurriert beispielsweise die britische Firma Onfido. In Deutschland bietet AU-Schein.de von Can Ansay bereits solche Immunit&auml;tsausweise f&uuml;r Menschen an, die positiv auf Sars-CoV-2-Antik&ouml;rper getestet wurden.<br>\nDer deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn wollte sie auch bereits im Mai in das &ldquo;Zweite Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite&rdquo; aufnehmen und verstand sie wie Impfp&auml;sse. Das geschah auch im Zusammenhang mit einem Deal mit Roche zur millionenfachen Lieferung des neuen Antik&ouml;rper-Bluttests Elecsys. Spahn zog dann das Vorhaben wieder aus dem Gesetz zur&uuml;ck und schaltete den Ethik-Rat ein, die es zuerst pr&uuml;fen sollten. Bekanntlich hat die WHO, auf die Roche auch verwies, erkl&auml;rt, dass es bisher noch keinen Nachweis daf&uuml;r gibt, dass Menschen mit Antik&ouml;rpern vor einer Neuinfizierung sicher seien. Gewarnt wird vor den damit einhergehenden Risiken einer tr&uuml;gerischen Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Britische-Regierung-haelt-weiter-an-der-Idee-eines-Covid-19-Immunitaetsausweises-fest-4794736.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zeit-Autoren kopieren gesamtes KATAPULT-Buch<\/strong><br>\nKATAPULT wird immer wieder kopiert. Neuer H&ouml;hepunkt: Autoren des Zeit-Verlages haben im Auftrag des Hoffmann und Campe Verlags ein gesamtes KATAPULT-Buch kopiert. (&hellip;)<br>\nNeuer H&ouml;hepunkt: Ein Verlag aus Hamburg hat Autoren des renommierten Zeitverlags beauftragt, unsere Karten samt Layout zu kopieren und daraus ein Buch zu machen, dessen Cover sogar haargenau so aufgebaut ist wie das von unserem Buch. Hart, oder?<br>\nDamit kann man Millionen Scheine verdienen und jetzt kommt&rsquo;s: Die Kn&uuml;ller von der renommierten &raquo;Zeit&laquo; haben den Auftrag wirklich angenommen. Die KATAPULT-Kopie liegt jetzt im Buchhandel direkt neben unserem originalen KATAPULT-Buch &ndash; sehr schmerzhaft. Ich meine das wirklich ernst, Leute, ich habe keine Lust auf diese zerst&ouml;rerischen Artikel und ich versuche neuerdings auch, bessere Schimpfw&ouml;rter zu benutzen, aber wir haben uns hier m&uuml;hselig einen kleinen Verlag in Greifswald aufgebaut, der regelm&auml;&szlig;ig von den ganz Gro&szlig;en kopiert wird. (&hellip;)<br>\nIch fasse zusammen:\n<ul>\n<li>Das Cover hat das gleiche Format wie das unseres ersten Buches.<\/li>\n<li>Das Cover ist genau wie unser erstes Buch aufgebaut. Der Titel sollte urspr&uuml;nglich eine KATAPULT-Kopie werden: &raquo;100 Karten, die &hellip;&laquo;, die ich dann juristisch habe verbieten lassen. Das Buch hat genau das gleiche Text-Bild-Verh&auml;ltnis wie unser Buch.<\/li>\n<li>Der Grafikstil &auml;hnelt stark dem von KATAPULT und nicht dem der Zeit.<\/li>\n<li>Viele Karten gab es inhaltlich schon mal im KATAPULT-Magazin.<\/li>\n<li>Hoca verstichwortet das Buch bei METIS (wichtigstes Verlags-Analysetool) mit &raquo;Katapult&laquo;, aber nicht mit &raquo;Zeit&laquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/zeit-autoren-kopieren-gesamtes-katapult-buch\/\">Katapult Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Strategien zur Belegschafts&uuml;bernahme<\/strong><br>\nRede zum Start unserer Konferenz Arbeiter*innenkontrolle statt Betriebe schlie&szlig;en<br>\nWir beraten heute und morgen &uuml;ber folgendes Thema: Wie k&ouml;nnen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte aus ihrer Abh&auml;ngigkeit heraustreten, sich organisieren, und zwar nicht nur f&uuml;r Arbeitsbedingungen und Arbeitseinkommen, sondern auch f&uuml;r die Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen, f&uuml;r deren sozialen und &ouml;kologischen Sinn? Wie k&ouml;nnen also abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte etwas unternehmen weit &uuml;ber etwa gewerkschaftliche Mitgliedschaft hinaus, also wie k&ouml;nnen sie UnternehmerInnen werden? Und das gerade jetzt, wo die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in einer zus&auml;tzlich geschw&auml;chten Lage sind, in m&ouml;glicherweise einer der schwersten Krisen des gegenw&auml;rtigen Kapitalismus, der eigentlich ohnehin abgewirtschaftet hat, auch politisch?<br>\nIch meine: Gerade deswegen! Weil die bisher Verantwortlichen bzw. Un-Verantwortlichen die Krise herbeigef&uuml;hrt haben, im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft, lange vor der Pandemie. Und sich jetzt als Retter aufspielen. Also gerade jetzt: Wie k&ouml;nnen wir &ndash; und damit meine ich ein sehr breites Spektrum von abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, schlecht und gut Bezahlten, &Uuml;berbesch&auml;ftigten und Unterbesch&auml;ftigten, Selbst&auml;ndige und Scheinselbst&auml;ndige, Arbeitslosen, gig- und crowdworker &ndash; wie also wir, dieser bunte Haufen der gegenw&auml;rtig arbeitenden Klasse, also wie k&ouml;nnen wir solche Unternehmen, die jetzt gescheitert sind oder scheitern k&ouml;nnen oder scheitern werden, insolvent werden, wie k&ouml;nnen wir schlecht und asozial und verantwortungslos gef&uuml;hrte Unternehmen &uuml;bernehmen, retten, umgr&uuml;nden, auch neue gr&uuml;nden, und diese dann auch f&uuml;hren, qualitativ besser f&uuml;hren, sozial, &ouml;kologisch, demokratisch, und noch wirtschaftlich erfolgreich und das auch noch auf lange Sicht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/werner-ruegemer-strategien-zur-belegschaftsuebernahme\/\">arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zweites Corona-Steuerhilfegesetz: Beste, zweitbeste und schlechte L&ouml;sungen<\/strong><br>\nMit dem &bdquo;Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz&ldquo; will der Bundestag Haushalte und Unternehmen entlasten. Die Wirtschaft soll gest&auml;rkt werden. Aber nicht alle Ma&szlig;nahmen sto&szlig;en auf Zuspruch der Gewerkschaften. Der DGB-klartext. [&hellip;]<br>\nUnterschiedlich bewertet der DGB die Ma&szlig;nahmen zur Entlastung der Unternehmen. So ist wenig gegen Fristverl&auml;ngerungen zur Steuerzahlung einzuwenden, die &uuml;ber Liquidit&auml;tsengp&auml;sse hinweghelfen. Auch vor&uuml;bergehend bessere Abschreibungsregeln regen erfahrungsgem&auml;&szlig; die Investitionst&auml;tigkeit an. Auf Ablehnung der Gewerkschaften st&ouml;&szlig;t aber, dass die f&uuml;r die Kommunen dringend notwendige Gewerbesteuer dauerhaft ausgeh&ouml;hlt werden soll und auch sehr profitable Unternehmen manche Steuerrechts&auml;nderung zu ihrem Vorteil nutzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++bb690190-b6ce-11ea-b2e6-52540088cada%20\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>B&uuml;ndnis Frist ist Frust: &bdquo;Vier Milliarden Euro f&uuml;r Befristung und Ausbeutung&ldquo;<\/strong><br>\nAls Vergeben einer historischen Chance bewertet das B&uuml;ndnis &bdquo;Frist ist Frust&ldquo; den &bdquo;Zukunftsvertrag Studium und Lehre st&auml;rken&ldquo;. Den Aushandlungsprozess zu diesem Bund-L&auml;nder-Vertrag wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) voraussichtlich am Freitag (26.6.) in Berlin endg&uuml;ltig abschlie&szlig;en. Das B&uuml;ndnis, initiiert vom Netzwerk f&uuml;r Gute Arbeit in der Wissenschaft sowie den Gewerkschaften ver.di und GEW, kritisiert, dass die j&auml;hrlich rund vier Mrd. Euro, die durch den Vertrag ab 2021 zeitlich unbegrenzt an die Hochschulen flie&szlig;en, nicht an mehr dauerhafte Besch&auml;ftigung und bessere Arbeitsbedingungen an den Hochschulen gekn&uuml;pft werden. Stattdessen werde die Verantwortung vom Bund an die L&auml;nder und von dort an die einzelnen Hochschulen verschoben. Das B&uuml;ndnis hatte unter anderem gefordert, die Schaffung von Dauerstellen verbindlich im Vertrag festzuschreiben, eine Obergrenze f&uuml;r die Lehrverpflichtung einzuziehen und die Besch&auml;ftigten in den Prozess einzubeziehen. Nichts davon werde aus Sicht des B&uuml;ndnisses umgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailseite\/neuigkeiten\/buendnis-frist-ist-frust-vier-milliarden-euro-fuer-befristung-und-ausbeutung\/\">GEW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nationaler Bildungsbericht 2020: Arme Kinder bleiben in Deutschland immer mehr auf der Strecke<\/strong><br>\nDie soziale Herkunft von Kindern bestimmt in Deutschland weiterhin ihre Bildungswege und Berufschancen. Und offenbar wird die obere Spitze mit der Entwicklung digitaler Technologie d&uuml;nner. Ein bisher beobachteter Anstieg des allgemeinen Bildungsniveaus scheint sich seit einigen Jahren ins Gegenteil zu verkehren: Immer weniger Sch&uuml;ler wechseln aufs Gymnasium oder an eine Hochschule, mehr Jugendliche fallen durchs Raster. Und: Die Schulschlie&szlig;ungen zur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie versch&auml;rfen diese Entwicklung. Zu diesem Ergebnis kommt der Nationale Bildungsbericht 2020, den Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag vorgestellt hat. (&hellip;)<br>\nDie Gewerkschaft f&uuml;r Erziehung und Wissenschaften (GEW) forderte nach der Pr&auml;sentation des Nationalen Bildungsberichts die Politik auf, &ldquo;endlich ihre Hausaufgaben zu machen&rdquo;.<br>\nDer Einsatz digitaler Medien im Rahmen des Homeschoolings h&auml;nge sozial und wirtschaftlich benachteiligte Kinder und Jugendliche weiter ab. So verst&auml;rke sich das bereits vorhandene soziale Gef&auml;lle in Schulen. Die verantwortlichen Landes- und Bundespolitiker m&uuml;ssten &ldquo;Raum f&uuml;r die Entwicklung p&auml;dagogischer Konzepte schaffen, f&uuml;r eine stabile digitale Infrastruktur sorgen, Systemadministratoren einstellen sowie Lehrkr&auml;fte und Sch&uuml;ler mit Endger&auml;ten ausstatten&rdquo;, sagte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann am Dienstag.<br>\nBereits Anfang Juni hatte die GEW darauf hingewiesen, dass 90 Prozent der Lehrkr&auml;fte ihre privaten Computer f&uuml;r die Sicherstellung des Heimunterrichts nutzen m&uuml;ssten. Zudem fehlten vielen Lehrern ebenfalls n&ouml;tige Kenntnisse. &ldquo;Die Fortbildungsangebote f&uuml;r Lehrkr&auml;fte zur Digitalisierung m&uuml;ssen ausgebaut werden&rdquo;, verlangt Hoffmann. Bisher seien die Schulen zu wenig bei der Entwicklung ber&uuml;cksichtigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/103837-neue-bildungsberichte-arme-kinder-bleiben-auf-der-strecke\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Digitalisierung insbesondere im Bildungsbereich ist auf und von den NachDenkSeiten mehrfach thematisiert worden. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62018\">Digitalisierung im Konjunkturpaket: &bdquo;Corona-Krise&ldquo; oder Krise des Kapitalismus?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53682\">Digitalisierung: die unsichtbare Gefahr<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50213\">Die Digitalisierung ist ein Experiment an unseren Kindern.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62255\">Corona: Ein Land ignoriert seine Kinder<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Generell d&uuml;rfte der Inhalt dieses Beitrages aus dem Jahr 2008 immer noch zutreffend sein: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3036\">&Ouml;konomisierung von Bildung und Privatisierung von Bildungspolitik &ndash; P&auml;dagogische An- und Einspr&uuml;che<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Konsumklima: &ldquo;Die Verbraucher erwachen aus der Schockstarre&rdquo;<\/strong><br>\nDie Corona-Einschr&auml;nkungen haben den Konsum einbrechen lassen, jetzt hellt sich das Konsumklima laut neuen GfK-Zahlen langsam wieder auf. Fraglich sei aber, ob die Deutschen je wieder so viel kaufen wie vor der Krise.<br>\nNach dem Ende der Corona-Einschr&auml;nkungen im Handel scheint die Kauflust der Deutschen nach und nach zur&uuml;ckzukehren. F&uuml;r Juli sagt das Konsumklima-Barometer der Marktforschungsfirma GfK einen Anstieg um neun Punkte auf minus 9,6 Z&auml;hler voraus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/corona-krise-konsumklima-hellt-sich-langsam-wieder-auf-a-44a7f64b-362b-44d2-999f-78fa9209e86b%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &uuml;bliche Sch&ouml;nrednerei der GfK &ndash; diesmal light. Denn auch nach GfK-Messung bewegt sich das Konsumklima noch weit im negativen Bereich und ist es unsicher, &ldquo;ob das Konjunkturklima jemals wieder den Wert von vor der Krise erreichen wird&rdquo;. Hmm&hellip; und das hat nicht nur mit &ldquo;Erwartungen&rdquo; und &ldquo;Verunsicherung&rdquo; zu tun, sondern ganz hart auch mit dem Geld, das die B&uuml;rger in der Tasche haben. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitslose-bundesarbeitsagentur-erwartet-mehr-als-drei-millionen-im-sommer-a-78f1b001-5538-4f7e-af70-6c7d0a50b3e2\">Bei rasant steigender Arbeitslosigkeit<\/a>, weiterhin viel Kurzarbeit, <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/altersvorsorge\/id_88121086\/rentenerhoehung-koennte-2021-im-westen-ausfallen.html\">stagnierenden Renten<\/a> und absehbar ganz schwachen Tarifabschl&uuml;ssen (die meisten Gewerkschaften wollen sich Besch&auml;ftigungssicherung mit stagnierenden L&ouml;hnen erkaufen, gesamtwirtschaftlich fatal) sehe ich nicht, woher eine Steigerung des Binnenkonsums kommen k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Regierung schreibt anlasslose Massen&uuml;berwachung in neue Gesetze<\/strong><br>\nObwohl die anlasslose und massenhafte Speicherung von Vorratsdaten wiederholt von Gerichten f&uuml;r illegal erkl&auml;rt wurde, beharrt die gro&szlig;e Koalition weiterhin darauf, das Instrument in Gesetzesform zu gie&szlig;en.<br>\nIm Referentenentwurf der anstehenden Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG), den wir k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlicht haben, finden sich einschl&auml;gige Passagen aus dem bisher geltenden Gesetz wieder. Die Bestimmungen wurden zuletzt vom Bundesverwaltungsgericht ausgesetzt. Derzeit pr&uuml;ft der Europ&auml;ische Gerichtshof erneut, ob eine verdachtsunabh&auml;ngige &Uuml;berwachung rechtens ist. (&hellip;)<br>\nSchlie&szlig;lich muss das geplante Gesetz bei der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt werden, bevor es in Kraft treten kann. Dies k&ouml;nnte sich als Stolperstein entpuppen, sagt Ulf Buermeyer von der Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte.<br>\n&bdquo;Aus europarechtlicher Sicht ist der TKG-Entwurf ein ziemlich klarer Versto&szlig; gegen Verpflichtung der Mitgliedstaaten der EU zu unionstreuem Verhalten, weil kein Staat Gesetze erlassen darf, die gegen Europarecht versto&szlig;en&ldquo;, so Buermeyer weiter. &bdquo;Und in diesem Fall hat die Bundesregierung bereits vom Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster schriftlich bekommen, warum die Vorratsdatenspeicherung im TKG mit Unionsrecht unvereinbar ist.&ldquo;<br>\nBereits 2017 hatte das Oberverwaltungsgericht festgestellt, dass die aus 2015 stammende und jetzt wieder aufgekochte Regelung in dieser Form unionsrechtswidrig ist. Damals bem&auml;ngelten die Richter, die Speicherpflicht erfasse pauschal die Verkehrs- und Standortdaten nahezu aller Nutzer:innen von Telefon- und Internetdiensten &ndash; ohne jeglichen Verdacht, dass diese eine Straftat begangen h&auml;tten.<br>\nAuflagen werden ignoriert<br>\n&bdquo;Erforderlich seien aber nach Ma&szlig;gabe des Gerichtshofs jedenfalls Regelungen, die den von der Speicherung betroffenen Personenkreis von vornherein auf F&auml;lle beschr&auml;nkten, bei denen ein zumindest mittelbarer Zusammenhang mit der durch das Gesetz bezweckten Verfolgung schwerer Straftaten bzw. der Abwehr schwerwiegender Gefahren f&uuml;r die &ouml;ffentliche Sicherheit bestehe&ldquo;, zeigte das Gericht auf, wo die Regierung nachbessern muss.<br>\nGefruchtet hat dies bislang nicht, allerdings steht Deutschland nicht alleine da. Europaweit dr&auml;ngen vor allem Innenminister darauf, die grundrechtsfeindliche Vorratsdatenspeicherung auf Biegen und Brechen durchzusetzen. Nur wenige L&auml;nder konnten sich bislang dazu durchringen, von dem Instrument abzur&uuml;cken und andere Verfahren einzusetzen. &Ouml;sterreich etwa setzt inzwischen auf &bdquo;Quick Freeze&ldquo;. Hierbei werden bestimmte Vorratsdaten erst dann eingefroren, wenn ein Anfangsverdacht besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/regierung-schreibt-anlasslose-massenueberwachung-in-neue-gesetze\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant w&auml;re zu erfahren, ob es erneut <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Zweifel-im-Justizministerium-an-der-geplanten-Vorratsdatenspeicherung-2775407.html\">Zweifel<\/a> im Justizministerium an der geplanten Vorratsdatenspeicherung gibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verfolgte Grundrechtstr&auml;ger?<\/strong><br>\nWas passiert im Moment mit und in unserer Polizei?<br>\nDas Bild war in allen Nachrichtensendungen pr&auml;sent, das Video wurde tausendfach angeklickt: Der Polizeibeamte, der in der Stuttgarter Innenstadt massiv angesprungen wurde. Wir sehen Gewalt gegen Polizei, nachdem in den vergangenen Wochen viel &uuml;ber Gewalt durch Polizei diskutiert wurde. Wandelt sich die Perspektive, wechseln Polizeibeamt*innen von der T&auml;ter- noch st&auml;rker in die Opferrolle? Ist zu bef&uuml;rchten, dass aus verfolgenden nun verfolgte Grundrechtstr&auml;ger werden? Wohl kaum. (&hellip;)<br>\nDie Deutsche Polizeigewerkschaft DPolG HH springt gleich auf den Zug auf, kritisiert die Justiz und fordert mehr oder weniger unverbl&uuml;mt Richter zum Rechtsbruch auf, wenn sie auf Twitter schreibt: &bdquo;Zum Autorit&auml;tsverlust der #Polizei tragen auch Richter bei, die Straft&auml;ter immer wieder laufen lassen. Gerade beim Kampf gegen Drogendelikte haben viele Beamte schon lange das Gef&uuml;hl, nicht mehr Freund &amp; Helfer, sondern Depp der Nation zu sein&ldquo; &ndash; worauf Rechtsanwalt H&uuml;ttl zurecht behauptet, dass damit vermittelt werde, ruhig mal ein paar Angeklagte einzuknasten, auch ohne sichere Feststellung der Schuld. Die Polizei soll &bdquo;vom Freund und Helfer zum Deppen&ldquo; werden, meint in diesem Kontext ein WAZ-Redakteur, und f&uuml;r ihn ist es &bdquo;auch bezeichnend, dass jetzt der Innenminister in einem Shitstorm steht, weil er eine Kolumnistin der ,taz&rsquo; anzeigen will&ldquo;. W&auml;hrend man von Journalisten (im Gegensatz zu Politikern) durchaus mehr Sorgfalt bei der Recherche erwarten kann, ist der Aufschrei der DPolG erwartbar gewesen. Die kleinste aber lauteste Gewerkschaft f&auml;llt immer wieder dadurch auf, dass sie rechtslastige Forderungen erhebt; so hatte die (nicht ganz ernst gemeinte) Forderung von Andreas H&uuml;ttl, sie durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen, durchaus einen Hintergrund.<br>\nHorst Seehofer h&auml;tte mit seiner Ank&uuml;ndigung, Strafanzeige gegen die taz-Journalistin zu stellen, nicht deutlicher machen k&ouml;nnen, dass ihm der Schutz der Polizei wichtiger ist als der Meinungsfreiheit, und damit der Verfassung. Dabei genie&szlig;t weder die Polizei als Institution noch der einzelne Polizeibeamte einen besonderen, &uuml;ber das f&uuml;r einen Bundesb&uuml;rger &uuml;bliche Ma&szlig; hinausgehenden verfassungsm&auml;&szlig;igen Schutz &ndash; Journalisten (und &uuml;brigen auch Wissenschaftler) sehr wohl. Polizisten k&ouml;nnen sich auf Gesetze und das Gewaltmonopol berufen, aber sie m&uuml;ssen immer die entsprechenden, durch das Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzip oder die Strafproze&szlig;ordnung gesetzten Grenzen einhalten. Tun sie dies nicht, d&uuml;rfen sie auch nicht gesch&uuml;tzt werden. Durch wen auch immer<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/verfolgte-grundrechtstraeger\/\">Thomas Feltes in Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krawallnacht: Stuttgart steht noch<\/strong><br>\nVieles ist nicht falsch, zu wenig aber richtig: Die Berichterstattung &uuml;ber die &ldquo;Nacht der Schande&rdquo; (&ldquo;Bild&rdquo;) in Stuttgart hat bundesweit eine mediale Realit&auml;t erzeugt, die von der Wirklichkeit weit entfernt ist. Dabei war die schlimm genug. Jetzt steht das sensationsl&uuml;sterne Zerrbild der Aufarbeitung im Weg.<br>\nEs gibt kein &ldquo;Schlachtfeld&rdquo; (CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart), auch keine Blutspur, &ldquo;die sich vom Hauptbahnhof bis zur Marienstra&szlig;e zieht&rdquo; (StN). Es gibt keine &ldquo;verw&uuml;stete Innenstadt&rdquo; (dpa) und keine &ldquo;b&uuml;rgerkriegs&auml;hnlichen Zust&auml;nde&rdquo; (AfD und SPD). Aber es gibt in der deutschen Sprache jede M&ouml;glichkeit, sich differenziert auszudr&uuml;cken &uuml;ber den Landfriedensbruch, die inakzeptablen Angriffe auf Menschen und Fahrzeuge, die Lust an Gewalt und Zerst&ouml;rung, das Macho-Gebaren und das schr&auml;ge Bewusstsein, wonach gewaltt&auml;tiger Bl&ouml;dsinn eine Art Heldentat ist, wenn sie einen Filmschnipsel auf Youtube hergibt.<br>\nStatt einzuordnen hat in der Medienberichterstattung aber vor allem die &Uuml;bertreibung Konjunktur, seit in der Nacht zum Sonntag die ersten Mitschnitte die sozialen und die ersten Meldungen die klassischen Medien eroberten. Sp&auml;ter Dutzende Live-Schalten auf allen Kan&auml;len wie aus einem Krisenherd, Sondersendungen im SWR, auf ntv, bei RTL und wie sie alle hei&szlig;en.<br>\nAllerdings h&auml;tten sich die aus Berlin, Hamburg oder M&uuml;nchen angereisten Kamerateams und Fotografen erst einmal die Augen reiben m&uuml;ssen angesichts der gelassenen Beschaulichkeit am ersten Sommertag 2020. Denn schon in den fr&uuml;hen Morgenstunden hatten Feuerwehr, Stadtreinigung, M&uuml;llabfuhr und Technisches Hilfswerk ganze Arbeit geleistet. Zwei Dutzend Spanplatten ersetzten die zersplitterten Schaufenster. F&uuml;r Horst Seehofer, eigens aus Berlin angereist, wurde extra ein heftig demoliertes Polizeifahrzeug mit zertr&uuml;mmerten Scheiben in der Oberen K&ouml;nigstra&szlig;e platziert (Bilder dazu hier). Zehn Meter weiter hatte das Eiscaf&eacute; Venedig nicht so sehr viel hergegeben an optischer Untermalung. Immerhin konnte es weniger als vierzig Stunden nach dem Krawall schon wieder KundInnen mit Kugeln und Bechern bedienen, obwohl es doch laut FAZ &ldquo;zerst&ouml;rt&rdquo; worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/482\/stuttgart-steht-noch-6827.html%20\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Pandemie-Profiteure<\/strong><br>\nAnwaltskanzleien werben f&uuml;r millionenschwere Investor-Staat-Klagen wegen der Corona-Ma&szlig;nahmen &ndash; schuld sind die Sonderrechte f&uuml;r Konzerne<br>\nAm 26. M&auml;rz 2020 z&auml;hlte Italien erstmals mehr als 8 000 Todesopfer durch das Coronavirus. Zu diesem Zeitpunkt waren das mehr als doppelt so viele wie irgendwo sonst auf der Welt. Am selben Tag sinnierten Anw&auml;lte einer italienischen Kanzlei &uuml;ber m&ouml;gliche Konzernklagen gegen staatliche Notfall-Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Virus und seiner verheerenden wirtschaftlichen Folgen. Ihr Fazit: Die &bdquo;&uuml;bereilten und schlecht koordinierten&ldquo; Ma&szlig;nahmen der italienischen Regierung k&ouml;nnten in den Geltungsbereich internationaler Investitionsabkommen fallen &ndash; und zu einer Welle teurer Schadenersatzklagen gegen Italien vor privaten Schiedsgerichten f&uuml;hren.<br>\nWeltweit erm&ouml;glichen &uuml;ber 2 600 Handels- und Investitionsabkommen ausl&auml;ndischen Investoren, Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre weitreichenden Rechte in den Vertr&auml;gen als verletzt ansehen. Dabei k&ouml;nnen Konzerne schwindelerregende Summen an Schadensersatz f&uuml;r angebliche Investitionseinbu&szlig;en fordern &ndash; und zwar infolge von Enteignungen aber auch indirekter Sch&auml;den durch quasi jegliche Art der Regulierung.<br>\nBekannte Beispiele aus Deutschland sind die beiden Investor-Staat-Klagen des schwedischen Konzerns Vattenfall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/detail\/die-pandemie-profiteure-4454\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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