{"id":62418,"date":"2020-06-29T08:27:43","date_gmt":"2020-06-29T06:27:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418"},"modified":"2020-06-29T08:27:43","modified_gmt":"2020-06-29T06:27:43","slug":"hinweise-des-tages-3640","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h01\">Europarat nimmt Corona-Bericht von Andrej Hunko mit gro&szlig;er Mehrheit an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h02\">Wie Corona die deutsche Leistungsbilanz wieder ins Lot bringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h03\">Eurozone geht auf negative Inflation zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h04\">Krisengewinner st&auml;rker besteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h05\">So bleibt die Rente sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h06\">Umgang mit coronabedingten Mietschulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h07\">Das falsche Versprechen von der &raquo;Grundrente&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h08\">Corona in Deutschland: &bdquo;Nicht in falscher Sicherheit wiegen&ldquo; &ndash; Spahn warnt vor &Uuml;berbewertung von Tests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h09\">Nobelpreistr&auml;ger warnen vor Gefahren f&uuml;r die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h10\">Was bringt ein Immunit&auml;tsausweis?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h11\">So funktioniert die Schlachtbank Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h12\">Der n&auml;chste Crash von Andreas Scheuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h13\">Stars and stripes rise over Vistula River<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h14\">Das grosse Wegwerfen bei Aldi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h15\">Schwarz-gr&uuml;ner Schmusekurs: Die Gr&uuml;nen entdecken ihre Bewunderung f&uuml;r die CDU, Merz sieht neue Koalitionsm&ouml;glichkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h16\">Wahlrechtsreform &ndash; Brinkhaus f&uuml;r 750 Abgeordnete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h17\">Boltons Buch &uuml;ber Trump: Eine erschreckende Selbstenth&uuml;llung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h18\">Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europarat nimmt Corona-Bericht von Andrej Hunko mit gro&szlig;er Mehrheit an<\/strong><br>\nMit 90 Prozent Zustimmung hat der St&auml;ndige Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Euro-parates einen Berichtsentwurf des Aachener Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko angenommen. Der in kurzer Zeit erstellte Bericht befasst sich mit ersten Lehren aus dem Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Im Vordergrund stehen Herangehensweisen, die gesundheitlich effektiv sind und zugleich die Grundrechte so wenig wie m&ouml;glich einschr&auml;nken. Da die Parlamentarische Versammlung derzeit wegen der Pandemie nicht tagt, hat der St&auml;ndige Ausschuss vor&uuml;bergehend diese Funktion eingenommen. Hierzu erkl&auml;rt Andrej Hunko:<br>\n&bdquo;Ich freue mich &uuml;ber die breite Zustimmung zu meinem Bericht. Es hat sich gezeigt, dass beim Umgang mit Pandemien schnelle und effektive Reaktionen entscheidend sind, um gravierende Ma&szlig;nahmen zu vermeiden. Daf&uuml;r ist zentral, dass sich Staaten gut auf derartige Gesundheitskrisen vorbereiten. Es ist bedauerlich, dass die Empfehlungen des Europarates zur Pandemievorbeugung aus dem Jahr 2016 nicht voll umgesetzt wurden.<br>\nIch begr&uuml;&szlig;e, dass die Versammlung sich f&uuml;r eine Reform der WHO stark macht, um sie unabh&auml;ngig von freiwilligen und zweckgebundenen Beitr&auml;gen zu machen sowie sie demokratisch zu kontrollieren. Ebenso teile ich die Aufforderung an die Mitgliedsstaaten, ihre Gesundheitssysteme am Bedarf statt am Profit auszurichten und allen Menschen den freien Zugang zu garantieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.andrej-hunko.de\/presse\/pressemitteilungen\/4991-europarat-corona-bericht?fbclid=IwAR2HeRwcUHmAodhNUjMJteEK3Xz1QIQHqU0mL8gM9cAERtuKWEBtU6NzbLw%20\">Andrej Hunko<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.assembly.coe.int\/LifeRay\/SOC\/Pdf\/TextesProvisoires\/2020\/20200603-CovidLessons-EN.pdf\">Lessons for the future from an effective and rights-based response to the COVID-19 pandemic Committee on Social Affairs, Health and Sustainable Development<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung sucht man in den unz&auml;hligen Tickern auf SPON, Tagesschau.de und Co. nat&uuml;rlich vergebens.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie Corona die deutsche Leistungsbilanz wieder ins Lot bringt<\/strong><br>\nWas Donald Trump und EU-Kommission mit ihren mehr oder minder freundlichen Appellen nicht geschafft haben, gelingt Corona im Handumdrehen: Der im Ausland seit Jahren angeprangerte enorme deutsche Export&uuml;berschuss wird nach Prognose von Bundesbank und f&uuml;hrenden Instituten wegen der weltweiten Rezession in diesem Jahr kr&auml;ftig sinken.<br>\nZum ersten Mal seit 2011 d&uuml;rfte daher der &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz unter sechs Prozent des Bruttoinlandsproduktes fallen &ndash; eine Marke, deren &Uuml;berschreiten die EU-Kommission langfristig f&uuml;r stabilit&auml;tsgef&auml;hrdend h&auml;lt. Es mehren sich sogar Hinweise, dass dies dauerhaft so bleiben k&ouml;nnte. &ldquo;Die Zeiten hoher deutscher Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse sind wohl vor&uuml;ber&rdquo;, sagt der Pr&auml;sident des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr.<br>\nDie deutsche Exportst&auml;rke und das lange Z&ouml;gern der Bundesregierung, die Binnennachfrage mit hohen Ausgaben f&uuml;r die Infrastruktur zu stimulieren, &auml;rgert internationale Organisationen seit langem. US-Pr&auml;sident Trump sieht sein Land sogar von Deutschland ausgebeutet und droht wiederholt mit Strafz&ouml;llen auf den deutschen Exportschlager schlechthin &ndash; Autos. Die EU-Kommission sorgt sich vor allem um das Gleichgewicht in Europa: L&auml;ndern mit hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen stehen solche mit gro&szlig;en Defiziten gegen&uuml;ber, die diese mit Schulden finanzieren m&uuml;ssen. Seit 2014 prangert sie dieses &ldquo;makro-&ouml;konomische Ungleichgewicht&rdquo; regelm&auml;&szlig;ig an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/finanzen-und-wirtschaft\/news\/wie-corona-die-deutsche-leistungsbilanz-wieder-ins-lot-bringt\/\">Euractiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurozone geht auf negative Inflation zu<\/strong><br>\nDie fallenden Energiepreise freuen Verbraucher. Doch sie senken auch die Inflation in der Eurozone &ndash; schon im Juni k&ouml;nnte sie negativ werden. Wird das ein Problem f&uuml;r die Geldpolitik?<br>\nW&auml;hrend die Inflationsrate f&uuml;r die Eurozone im Mai noch ganz knapp im Positiven lag, bei 0,1 Prozent, ist sie in vielen Mitgliedsl&auml;ndern der W&auml;hrungsunion l&auml;ngst negativ. Das geht aus Zahlen der Statistikbeh&ouml;rde Eurostat hervor, die am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wurden. In 12 von 19 Eurostaaten hat die Inflationsrate demnach im Mai unter null gelegen. Besonders stark fielen die Preise in Estland (minus 1,8 Prozent), Luxemburg (minus 1,6 Prozent) und Zypern (minus 1,4 Prozent). Deutschland liegt, gemessen am sogenannten Harmonisierten Verbraucherpreisindex, mit 0,5 Prozent eher im oberen Bereich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/in-12-von-19-eurostaaten-ist-die-inflation-jetzt-negativ-16819418.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ach, ist das sch&ouml;n. Negative Inflation, nur um das b&ouml;se Wort Deflation zu vermeiden. Rezession und Deflation, d.h. jetzt geht es richtig in den Keller. Da gibt es aber doch Schlaumeier, die angesichts der Rettungspakete von der Gefahr einer Hyperinflation schwafeln. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krisengewinner st&auml;rker besteuern<\/strong><br>\nBundesentwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) hat die Unternehmen weltweit aufgefordert, sich finanziell st&auml;rker am Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beteiligen. Dem Bayerischen Rundfunk sagte M&uuml;ller, die Weltgemeinschaft m&uuml;sse umdenken: &ldquo;Denn es gibt Krisengewinner unglaublichen Ausma&szlig;es.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAls Beispiel nennt M&uuml;ller den Internet-H&auml;ndler Amazon. Die Corona-Krise habe ein &ldquo;Amazon-Fieber&rdquo; ausgel&ouml;st. &ldquo;Der Besitzer von Amazon ist seit Januar bis heute 35 Milliarden reicher geworden.&rdquo; Problematisch sei dabei, dass Amazon nahezu keine Steuern zahle, so M&uuml;ller.<br>\nVon der Europ&auml;ischen Ratspr&auml;sidentschaft, die Deutschland am 1. Juli &uuml;bernimmt, erwartet M&uuml;ller, dass solche Krisengewinner besteuert werden. &ldquo;Es ist nicht so, dass die Hilfen dem einfachen B&uuml;rger aus der Tasche gezogen werden m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/mueller-amazon-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hat der Bundesentwicklungsminister &bdquo;die Unternehmen weltweit aufgefordert, sich finanziell st&auml;rker am Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beteiligen&ldquo; oder fordert er eine Steuer f&uuml;r &bdquo;Krisengewinnler&ldquo;? Weshalb fordert Herr M&uuml;ller nicht eine generelle Steuer f&uuml;r reiche und verm&ouml;gende Personen hierzulande &ndash; z.B. eine h&ouml;here Erbschafts- und die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So bleibt die Rente sicher<\/strong><br>\nie wichtigsten Fragen und Antworten zur Altersvorsorge. Und die perfekte Strategie f&uuml;r den Weg in einen fr&uuml;hen Ruhestand.<br>\nDie staatliche Rente ist niedrig. Wer auch im Alter gut leben will, muss privat vorsorgen. [&hellip;]<br>\nWie hart trifft die Rezession die private Altersvorsorge?<br>\nSehr unterschiedlich. Die Kunden der Lebensversicherungen sp&uuml;ren die Corona-Folgen (noch) nicht. Die Unternehmen schreiben ihnen weiterhin die garantierten Zinsen gut (bis zu vier Prozent). Wegen der B&ouml;rsenkrise k&ouml;nnten allerdings die Gewinn&uuml;bersch&uuml;sse sinken, da die Lebensversicherungen einen Teil der Kundengelder in Aktien anlegen.<br>\nH&auml;rter hat der M&auml;rz-Crash die Besitzer von Aktien und Aktienfonds erwischt. Einige B&ouml;rsenindizes brachen um bis zu 40 Prozent ein. Allerdings haben viele zuletzt wieder kr&auml;ftig zugelegt und das Minus ausgeglichen. Wer also keine Panikverk&auml;ufe t&auml;tigte, hat auch kein Geld verloren.<br>\nSind die Aussichten f&uuml;r Lebensversicherungen immer noch top?<br>\nNein, die Prognosen sind schlecht. Die Unternehmen m&uuml;ssen ihren Kunden zwar weiterhin die hohen Garantiezinsen der Vergangenheit finanzieren. Wegen der schrumpfenden Gewinn&uuml;bersch&uuml;sse senken sie aber massiv ihre Prognosen und zahlen den Versicherten viel weniger aus als urspr&uuml;nglich vorgerechnet. In manchen F&auml;llen sogar nur noch die H&auml;lfte.<br>\nKann mein Lebensversicherer pleitegehen?<br>\nEher nicht. Die Unternehmen st&uuml;tzen sich gegenseitig und haben schon vor Jahren den Sicherungsfonds &bdquo;Protektor&ldquo; gegr&uuml;ndet. Au&szlig;erdem &uuml;berwacht die Finanzaufsicht BaFin die deutschen Lebensversicherer und h&auml;lt die Lage f&uuml;r &bdquo;derzeit beherrschbar&ldquo;.<br>\nWas w&auml;re das Schlimmste?<br>\nDass die Unternehmen am Ende nicht einmal den garantierten Mindestbetrag auszahlen. Das ist zwar extrem unwahrscheinlich, aber m&ouml;glich. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/altersvorsorge-clever-anlegen-so-bleibt-die-rente-sicher_id_12144847.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Magazin, das seine Leser so derma&szlig;en f&uuml;r dumm verkauft, ist vermutlich bei der BILD in die Lehre gegangen. Ehrlicherweise wird sogar die sehr schlechte Lage der Lebensversicherungen offen zugegeben (unter der verdummenden &Uuml;berschrift &ldquo;Sind [&hellip;] Lebensversicherungen immer noch top?&rdquo;, obwohl die Lebensversicherungsbranche und ihre angeblichen Renditen seit 20 Jahren vor die Hunde gehen), um dann &ndash; was sonst &ndash; zur Privatvorsorge zu raten. &ldquo;[D]as Schlimmste [w&auml;re], [d]ass die Unternehmen am Ende nicht einmal den garantierten Mindestbetrag auszahlen. Das ist zwar extrem unwahrscheinlich, aber m&ouml;glich.&rdquo; &ndash; Das ist nicht &ldquo;extrem unwahrscheinlich&rdquo;, sondern sehr wahrscheinlich und schon passiert, wobei auch die Auszahlung nur des Mindestbeitrags einen realen Wertverlust (nach Inflation) bedeutet. Und die Behauptung, Lebensversicherer k&ouml;nnten &ldquo;eher nicht&rdquo; pleite gehen, ist nach den Pleiten von Lebensversicherern und den vielen Rettungsaktionen durch den Staat ein b&ouml;ser Scherz. &ldquo;Der Staat kann sich nicht um alles k&uuml;mmern&rdquo; &ndash; um das Wohl der Finanzbranche anscheinend schon. Und das einzige funktionierende System &ndash; dass die betriebliche Altersvorsorge genauso wenig  funktioniert, sieht sogar der Focus ein -, die gesetzliche Rentenversicherung, ist laut Focus &ldquo;nicht wirklich zukunftsfest&rdquo;. Belege und Argumente f&uuml;r die haltlose Behauptung: nat&uuml;rlich keine.  Stattdessen empfiehlt der Focus Aktien-ETF, wobei die enorme Volatilit&auml;t oder das hohe Verlustrisiko unter den Tisch geredet werden. Solche Artikel sind verbrecherisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Umgang mit coronabedingten Mietschulden<\/strong><br>\nDie bisherige getroffene Ma&szlig;nahme zum erweiterten K&uuml;ndigungsschutz ist zu begr&uuml;&szlig;en, reicht jedoch bei weitem nicht aus. Deshalb tritt der Parit&auml;tische f&uuml;r Folgendes ein:<br>\nAusweitung des K&uuml;ndigungsschutzes\n<ol type=\"a\">\n<li>Mit dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid 19-Pandemie Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht wurde u.a. das Recht des Vermieters zur K&uuml;ndigung von Mietverh&auml;ltnissen &uuml;ber Wohn- und Gewerbefl&auml;chen befristet eingeschr&auml;nkt. Demnach d&uuml;rfen Vermieter wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 das Mietverh&auml;ltnis nicht k&uuml;ndigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Ausgeschlossen sind sowohl die au&szlig;erordentliche fristlose als auch die ordentliche K&uuml;ndigung eines Wohnraummietverh&auml;ltnisses. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibt im Gegenzug im Grundsatz bestehen. Gleiches gilt f&uuml;r Gewerber&auml;ume. Die coronabedingten Mietschulden m&uuml;ssen bis zum 30.06.2022 zur&uuml;ckgezahlt sein, da die K&uuml;ndigungsbeschr&auml;nkung mit Ablauf dieses Datums endet. K&ouml;nnen Mieter die coronabedingten Einnahmeausf&auml;lle bis dahin nicht kompensieren und zur&uuml;ckzahlen, droht ihnen schlimmenstenfalls die K&uuml;ndigung. Die Bundesregierung kann per Rechtsverordnung und ohne Zustimmung des Bundesrates die K&uuml;ndigungsbeschr&auml;nkung auf Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nde ausweiten, die im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. September 2020 entstehen.<br>\nForderung: Es ist nicht abzusehen, wie lange die Corona-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen noch andauern werden. Aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit werden die Mieter auch nach Juni 2020 vielerorts in finanziellen Schwierigkeiten sein und ihre Miete teilweise oder vollst&auml;ndig nicht zahlen k&ouml;nnen. Deshalb ist der Zeitraum, in welchem coronabedingte Mietschulden entstehen k&ouml;nnen und das K&uuml;ndigungsrecht des Vermieters eingeschr&auml;nkt ist, mindestens bis zum September 2020 auszudehnen. Je nach Lage der Pandemie und anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Mieter und Gewerbemieter*innen, ist dieser Zeitraum weiter auszudehnen. Verzugszinsen sind abzulehnen.<\/li>\n<li>Nach dem Wortlaut des Gesetzes kann jedoch gek&uuml;ndigt werden, wenn sich der Mieter bereits vor dem 1.4.2020 in Zahlungsverzug befand, die H&ouml;he dieses Zahlungsverzugs jedoch noch keine K&uuml;ndigung rechtfertigte. Wird dieser &ndash; die K&uuml;ndigung ausl&ouml;sende &ndash; Mietr&uuml;ckstand nun durch nach dem 1.4. coronabedingte (Teil-)Verz&uuml;ge erreicht, ist eine K&uuml;ndigung m&ouml;glich. Gleiches gilt f&uuml;r die F&auml;lle, in denen Mieter nach dem 30.06.2020 zus&auml;tzliche Mietr&uuml;ckst&auml;nde anh&auml;ufen und sich dadurch R&uuml;ckst&auml;nde summieren, die eine K&uuml;ndigung insgesamt rechtfertigen.<br>\nForderung: Der Schutz vor K&uuml;ndigungen wegen pandemiebedingter Mietzahlungsschwierigkeiten im Zeitraum von April bis Juni 2020 muss auch auf solche Mieter bzw. R&uuml;ckst&auml;nde ausgedehnt werden, die bereits vor dem 1.4. bestanden bzw. nach dem 30.6. entstehen. Es kann nicht sein, dass durch die Corona-Krise bedingte Mietr&uuml;ckst&auml;nde mit anderen (Teil-)R&uuml;ckst&auml;nden summiert werden und dem Mieter infolge der Krise letztlich doch gek&uuml;ndigt werden kann. <\/li>\n<li>Dar&uuml;ber hinaus ist die derzeitige Rechtslage zum K&uuml;ndigungsschutz grunds&auml;tzlich nicht ausreichend. Dies gilt zwar unabh&auml;ngig von der Corona-Krise, wird jetzt aber umso deutlicher. Spricht der Vermieter wegen Zahlungsverzugs eine ordentliche und au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung aus, heilt eine Zahlung der Mietschulden innerhalb der Schonfrist (&sect; 569 III Nr. 2 S. 1 BGB) nur die au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung. Die ausgesprochene ordentliche K&uuml;ndigung bleibt dennoch bestehen.<br>\nForderung: Dauerhaft muss es m&ouml;glich sein, dass bei bestehenden Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nden die Heilungsm&ouml;glichkeiten der au&szlig;erordentlichen K&uuml;ndigung auch f&uuml;r die ordentliche K&uuml;ndigung gelten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfo\/stellungnahmen-und-positionen\/umgang-mit-coronabedingten-mietschulden\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das falsche Versprechen von der &raquo;Grundrente&laquo;<\/strong><br>\nIm Mai beriet der Bundestag erstmalig, nach fast einem Jahr Streit, &uuml;ber die sogenannte Grundrente. Was dabei herauskommt, verdient den Namen nicht.<br>\nNoch vor der ersten Debatte lie&szlig; die Union verk&uuml;nden, sie werde die weiteren Beratungen so lange blockieren, bis die Finanzierung auf solider Grundlage stehe. Dies war nur der letzte Akt in einer H&auml;ngepartie, die mit dem Koalitionsvertrag vom M&auml;rz 2018 begann. Dort war das Ziel verabredet worden, dass lebenslanges Arbeiten zu einer Rente f&uuml;hren m&uuml;sse, die 10 Prozent &uuml;ber der &raquo;Grundsicherung im Alter&laquo; liege. Das entspr&auml;che heute einer Nettorente von 895,40 Euro.<br>\nEs dauerte bis zum Mai 2019, bis das Sozialministerium einen ersten Referentenentwurf vorlegte, der noch dem Anspruch gerecht wurde, dass jahrzehntelange Schufterei im Niedriglohnsektor im Alter nicht mehr zwangsl&auml;ufig in der Sozialhilfe endet. Dann folgte aber ein knapp einj&auml;hriges Sperrfeuer der Union. Am Ende legte Arbeitsminister Hubertus Heil im Februar 2020 ein komplett neues Gesetz vor &ndash; mit einem b&uuml;rokratischen H&uuml;rdenlauf und einer dreisten K&uuml;rzung der eh schon mickrigen Leistungen um 12,5 Prozent.<br>\nVon einer echten Grundrente, wie es sie zum Beispiel in den Niederlanden gibt, waren Union und SPD von Beginn an meilenweit entfernt. Dort erhalten alle alleinstehenden Rentnerinnen und Rentner, die 50 Jahre in den Niederlanden wohnen, eine Grundrente von 1.255 Euro netto.<br>\nDeshalb war &raquo;Grundrente&laquo; schon von Anfang an ein falscher Begriff &ndash; schlimmer noch: ein falsches Versprechen von Union und SPD. Im Ergebnis haben CDU und CSU die Anforderungen f&uuml;r die sogenannte Grundrente so hoch geschraubt, dass nicht mehr 3 Millionen Menschen, sondern nur noch etwa 1,3 Millionen Menschen &uuml;berhaupt etwas bekommen werden. Bei einer Leistung von durchschnittlich nicht einmal 80 Euro ist eine Einkommenspr&uuml;fung v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig. F&uuml;r Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, ist diese gar entw&uuml;rdigend. (&hellip;)<br>\nWer mehr als 5.000 Euro Erspartes oder ein kleines H&auml;uschen hat, erh&auml;lt gar nichts. Die Fraktion DIE LINKE hat den Gesetzentwurf mit &Auml;nderungsantr&auml;gen &uuml;bersch&uuml;ttet. Sozialverb&auml;nde, Rentenexperten und die Gewerkschaften haben einen Rentenzuschlag f&uuml;r Niedrigverdienende zwar grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;t, seine jetzt vorgesehene Ausgestaltung aber scharf kritisiert.<br>\nAus einer schlechten sogenannten Grundrente muss eine gute Mindestrente werden, die ihren Namen verdient! Denn zu einem solidarischen Rentensystem geh&ouml;rt, dass jahrelange Arbeit zu miesen L&ouml;hnen sp&auml;ter nicht in Altersarmut f&uuml;hren darf. Das gilt in Krisenzeiten mit massenhafter Kurzarbeit und explodierender Arbeitslosigkeit umso mehr.<br>\nDaran &auml;ndert auch der zus&auml;tzliche Freibetrag im Rentner-Hartz-IV nichts. Eines wird durch den CDU-Murks deutlich: Die beste aller L&ouml;sungen w&auml;re eine echte solidarische Mindestrente, die allen Menschen im Alter ein armutsfestes Einkommen von aktuell mindestens 1.050 Euro netto und zus&auml;tzlich Wohngeld im Einzelfall sichert! Die darf und muss dann auch einkommens- und verm&ouml;gensgepr&uuml;ft sein!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/clara.linksfraktion.de\/2020\/06\/das-falsche-versprechen-von-der-grundrente\/?fbclid=IwAR0lOVFxkW5__txUGFuyIytbTeKTEsvJyzEjSB50bi8JsuYpqmaEWa_oEvc\">Matthias W. Birkwald in Clara<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte sehen Sie dazu auch dieses Video: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61038#h10\">Matthias W. Birkwald, DIE LINKE: Die sogenannte Grundrente &ndash; nicht Fisch, nicht Fleisch!<\/a>&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona in Deutschland: &bdquo;Nicht in falscher Sicherheit wiegen&ldquo; &ndash; Spahn warnt vor &Uuml;berbewertung von Tests<\/strong><br>\nBayern startet mit einer &bdquo;Corona-Testoffensive&ldquo;. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt derweil vor einer &Uuml;berbewertung der Ergebnisse von Covid-19-Tests.<br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist f&uuml;r eine Ausweitung von Coronavirus-Tests in Deutschland, warnt aber vor einer &Uuml;berbewertung der Ergebnisse.<br>\n&bdquo;Umfangreiches Testen ist sinnvoll, insbesondere um regionale Ausbr&uuml;che schnell einzud&auml;mmen. Dazu haben wir das Testkonzept des Bundes bereits vor Wochen angepasst&ldquo;, sagte Spahn am Sonntag (28.06.2020) der Deutschen Presse-Agentur. Zus&auml;tzliche Testangebote durch die L&auml;nder k&ouml;nnten das erg&auml;nzen. &bdquo;Allerdings ist ein Test immer nur eine Momentaufnahme. Er darf nicht in falscher Sicherheit wiegen.&ldquo;<br>\nSpahn reagiert mit seinen &Auml;u&szlig;erungen auf die Ank&uuml;ndigung Bayerns, dass sich k&uuml;nftig jeder in dem Bundesland auf das Coronavirus testen lassen kann &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob man Symptome hat oder einem besonderen Risiko ausgesetzt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.az-online.de\/deutschland\/corona-coronavirus-deutschland-rki-tagesaktuelle-fallzahlen-reproduktionszahl-wert-zr-13807691.html?cmp=defrss\">AZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Zitat Spahn  &ldquo;Allerdings ist ein Test immer nur eine Momentaufnahme. &ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Aha und warum fordert Spahn dann einen &ldquo;Immunit&auml;tsausweis&rdquo;, wenn er selbst wei&szlig; , dass so ein Test nur eine &ldquo;Momentaufnahme&rdquo; ist, und wissenschaftlich noch nicht feststeht, wenn man einmal Covid hatte, dies nicht auch noch einmal bekommen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nobelpreistr&auml;ger warnen vor Gefahren f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nInitiiert wurde das Schreiben vom in Stockholm ans&auml;ssigen zwischenstaatlichen Demokratie-Institut IDEA und der 1983 gegr&uuml;ndeten  US-Organisation National Endowment for Democracy. Zu den mehr als 500 Unterzeichnern z&auml;hlen neben rund 70 Organisationen au&szlig;erdem 13 Nobelpreistr&auml;ger wie die Friedensnobelpreistr&auml;ger Frederik Willem de Klerk, Juan Manuel Santos und Lech Walesa sowie knapp 60 fr&uuml;here Staats- und Regierungschefs. Auch der Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong, der Schauspieler und Tibet-Aktivist Richard Gere und der ehemalige EU-Parlamentsabgeordnete Elmar Brok finden sich auf der Liste.<br>\nZustimmung f&uuml;r das Anliegen kommt aus den verschiedensten Bereichen. Dabei sind auch die polnische Filmregisseurin Agnieszka Holland, der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama und der Brite Timothy Garton Ash sowie die Literaturnobelpreistr&auml;ger Mario Vargas Llosa und Wole Soyinka.<br>\nIn dem Schreiben hei&szlig;t es unter anderem: &bdquo;Die Covid-19-Krise ist ein alarmierender Weckruf und eine dringende Warnung, dass die von uns wertgesch&auml;tzten Freiheiten in Gefahr sind und wir sie nicht als selbstverst&auml;ndlich hinnehmen d&uuml;rfen.&ldquo; Wenig &uuml;berraschend sei, dass autorit&auml;re Regime die Lage nutzten, um Kritiker zum Schweigen zu bringen und ihre Macht zu festigen, hie&szlig; es in dem Schreiben.<br>\nAber auch einige demokratisch gew&auml;hlte Regierungen w&uuml;rden die Pandemie mithilfe von Notstandsbefugnissen bek&auml;mpfen, die die Menschenrechte einschr&auml;nkten und die staatliche &Uuml;berwachung ausweiteten. Parlamente w&uuml;rden &uuml;bergangen, Journalisten festgenommen und Minderheiten zu S&uuml;ndenb&ouml;cken gemacht. Dabei werde Unterdr&uuml;ckung nicht helfen, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Die Demokratie sei weiterhin das effektivste System, um globalen Krisen zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/nobelpreistraeger-warnen-vor-gefahren-fuer-die-demokratie-li.89648?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das trifft leider auch auf Deutschland und s&auml;mtliche Staaten der EU zu &ndash; zumindest sind einige Schritte in diese Richtung unternommen worden: &bdquo;auch einige demokratisch gew&auml;hlte Regierungen w&uuml;rden die Pandemie mithilfe von Notstandsbefugnissen bek&auml;mpfen, die die Menschenrechte einschr&auml;nkten und die staatliche &Uuml;berwachung ausweiteten. Parlamente w&uuml;rden &uuml;bergangen, Journalisten festgenommen und Minderheiten zu S&uuml;ndenb&ouml;cken gemacht.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Auch vor diesen Hintergr&uuml;nden erscheint eine Untersuchung des Ausnahmezustandes, der merkw&uuml;rdigen Corona-Zeit durch eine unabh&auml;ngige Expertenkommission mehr als geboten und durchaus sinnvoll zu sein &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61624#h07\">&auml;hnlich wie bereits in D&auml;nemark geplant<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was bringt ein Immunit&auml;tsausweis?<\/strong><br>\nEin Immunit&auml;tsausweis soll bescheinigen, dass jemand eine COVID-19-Erkrankung &uuml;berstanden hat und nun &ndash; wahrscheinlich &ndash; immun ist. Ein solcher Pass br&auml;chte Vorteile, etwa beim Reisen, der Jobsuche oder beim Altenheimbesuch. Doch das Konzept steckt voller Fallstricke. (&hellip;)<br>\nDurch die Einf&uuml;hrung solcher Ausweise darf es nicht zu Diskriminierungen, Stimatisierung und einer Zweiklassengesellschaft kommen. Zudem gibt es derzeit nicht genug Antik&ouml;rpertests, um in L&auml;ndern wie Deutschland oder den USA einen Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung zu untersuchen. Datensch&uuml;tzer gehen sogar noch weiter und f&uuml;rchten, dass das der Einstieg in eine umfassende Registrierung des Gesundheitszustands der Menschen sein k&ouml;nnte. Mit diesen Themen besch&auml;ftigt sich der Ethikrat, von dessen Votum viel abh&auml;ngt.<br>\nZudem warnt unter anderem der Soziologe Armin Nassehi im Dlf vor einem Missbrauch. &bdquo;Es k&ouml;nnte einen Anreiz geben, sich zu infizieren als junger gesunder Mensch, um diesen Ausweis zu bekommen und Vorteile zu haben&ldquo;, sagte er im Deutschlandfunk. Zudem k&ouml;nnte es verfassungsrechtlich bedenklich sein, &bdquo;wenn man Menschen je nachdem, ob sie Antik&ouml;rper haben oder nicht, bestimmte Rechte zuweist, bestimmte Veranstaltungen zu besuchen, einen Arbeitsplatz zu haben oder &auml;hnliches.&ldquo; (&hellip;)<br>\nGibt es Erfahrungen aus dem Ausland?<br>\nJa, zum Beispiel Chile hat Immunit&auml;tsp&auml;sse eingef&uuml;hrt. Dort nennt man das &bdquo;Ausgangs-Karten&ldquo;, erkl&auml;rt Molekularbiologin Natalie Kofler von der Harvard Medical School im Dlf [AUDIO]. &bdquo;Sie stellen es praktisch Menschen aus, die die Krankheit &uuml;berstanden haben. Die k&ouml;nnen sich dann frei bewegen. Estland will Menschen mit Immunit&auml;tsp&auml;ssen bei der R&uuml;ckkehr zum Arbeitsmarkt helfen.&ldquo; Auch die britische Regierung pr&uuml;ft die Idee.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/massnahmen-in-der-coronakrise-was-bringt-ein.2897.de.html?dram:article_id=479364\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &ldquo;Durch die Einf&uuml;hrung solcher Ausweise darf es nicht zu Diskriminierungen, Stigmatisierung und einer Zweiklassengesellschaft kommen.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist alles Geschw&auml;tz. Ist der Immunit&auml;tsausweis erst einmal eingef&uuml;hrt, wird er der Ausgangspunkt f&uuml;r Diskriminierung sein. Wer das nicht will, muss diesen ablehnen, klipp und klar. <\/em><\/p>\n<p><em>Aber niemand hat ja die Absicht einen Immunit&auml;tsausweis einzuf&uuml;hren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So funktioniert die Schlachtbank Europas<\/strong><br>\nDurch die Corona-Infektionen in deutschen Schlachth&ouml;fen ger&auml;t eine Branche in den Blick, die sonst lieber im Verborgenen arbeitet.<br>\nImmer wieder die Fleischindustrie: Die Corona-Ausbr&uuml;che bei T&ouml;nnies in Nordrhein-Westfalen und einer Wiesenhof-Schlachterei in Niedersachsen besch&auml;ftigen ganz Deutschland &ndash; und sch&uuml;ren die Angst vor einer zweiten Welle der Pandemie. Und je st&auml;rker sich die Ausbr&uuml;che auf eine Branche konzentrieren, um so gr&ouml;&szlig;er wird der Wunsch nach Wissen &uuml;ber diese sonst eher diskrete Branche. [&hellip;]<br>\nWo also liegen die gr&ouml;&szlig;ten Probleme der Fleischindustrie in Deutschland &ndash; und was wird getan?<br>\nKonzentration der Betriebe<br>\nVom n&ouml;rdlichen Nordrhein-Westfalen &uuml;ber das westliche Niedersachsen erstreckt sich eine Region, die manche den Schweineg&uuml;rtel nennen. Die N&auml;he zu den Seeh&auml;fen galt als wichtig, um billig Futter importieren zu k&ouml;nnen. Es entstand die wohl deutscheste aller denkbaren Kopien des amerikanischen Belt-Konzepts: Allein in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg leben rund sechsmal so viele Schweine wie Menschen, jeder dritte Job h&auml;ngt an der Tierhaltung. Doch w&auml;hrend die Zahl der geschlachteten Tiere in der Fleischbranche hoch bleibt, sinkt die Zahl der Betriebe, unter M&auml;stern wie unter Schlachtern.<br>\nDas f&uuml;hrt zu verwobenen Konzernen, die ihre Macht ausbauen. [&hellip;]<br>\nDie kleinen Schlachth&ouml;fe wiederum klagen &uuml;ber hohe Kosten &ndash; aber auch &uuml;ber strenge Auflagen der EU. Kleine Schlachter, so Forscher Hamm, h&auml;tten zudem &ldquo;bewusst nicht die M&ouml;glichkeit genutzt, sich von ausl&auml;ndischen Schlachtbrigaden abh&auml;ngig zu machen&rdquo;.<br>\nArbeitsbedingungen<br>\nSeit den Corona-Ausbr&uuml;chen wird besonders &uuml;ber die Lage der Arbeiter in Schlachth&ouml;fen diskutiert. Unter ihnen sind seit der EU-Erweiterung viele aus Osteuropa. Die gro&szlig;en Betriebe verlassen sich zunehmend auf die flei&szlig;igen, aber schlecht bezahlten Arbeitskr&auml;fte, angeblich auch weil Menschen aus Deutschland diese Arbeit nicht mehr machen w&uuml;rden. Daran k&ouml;nnten aber auch die L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen schuld sein. In der Coronakrise wird entsprechend viel &uuml;ber enge Unterbringung in Massenunterk&uuml;nften sowie Lohndumping durch Werkvertr&auml;ge und Subunternehmertum diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-fleischfabriken-in-der-corona-krise-schlachtbank-europas-a-bc67c942-27ce-4668-8908-ecde4af86619\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Am &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; in den Schlachtbetrieben &ldquo;k&ouml;nnten aber auch die L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen schuld sein&rdquo;? Das b&ouml;se Wort &ldquo;Lohndumping&rdquo;? Diese zaghafte Anmerkung zu den uns&auml;glichen Lohn- und Arbeitsbedingungen in dieser schlimmen Branche ist f&uuml;r den neoliberalen SPIEGEL geradezu revolution&auml;r. Nachdem er viele Jahre die Augen geschlossen hat, k&ouml;nnte er sich vielleicht anschie&szlig;end in vielen anderen Bereichen in Deutschland umschauen, deren Arbeitsbedingungen auch dank der jahrelangen SPIEGEL-Propaganda von der angeblichen &ldquo;mangelnden Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; &auml;hnlich katastrophalen sind. &ldquo;Und es werden nicht nur Tiere aus Deutschland geschlachtet. &ldquo;Wir haben in den letzten Jahren einen Schlachttiertourismus aufgebaut&rdquo;, sagt Agrar&ouml;konom Hamm. &ldquo;Lebende Schweine aus den Niederlanden und zum Teil auch aus D&auml;nemark werden zum Schlachten &uuml;ber die Grenze gebracht, weil die Schlachth&ouml;fe hierzulande billiger arbeiten, unter Bedingungen, die, wie die Werkvertr&auml;ge, im Ausland teils bereits verboten sind.&rdquo; &ndash; Deutschland ist das Billiglohnland und deshalb die &ldquo;Schlachtbank Europas&rdquo; (ein wohlverdienter Titel!), so klar und simpel k&ouml;nnte der SPIEGEL schreiben. Tragisch, dass am Ende wieder der Verbraucher in die Pflicht genommen wird f&uuml;r etwas weniger schlimme Tierhaltungsbedingungen, die der Staat zu regulieren h&auml;tte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Crash von Andreas Scheuer<\/strong><br>\nNeuer &Auml;rger f&uuml;r den CSU-Minister: Der Bundesrechnungshof sieht Rechtsverst&ouml;&szlig;e bei der geplanten Autobahnreform &ndash; und die Pr&uuml;fer formulieren eine eindringliche Warnung. (&hellip;)<br>\nDer Minister bekommt Aufmerksamkeit, denn er treibt die gr&ouml;&szlig;te Verwaltungsreform der vergangenen Jahre in Deutschland voran. Es geht um viel Geld und hochsensible Projekte. Der Bund will Planung, Bau und Betrieb des knapp 13 000 Kilometer gro&szlig;en Bundesautobahnnetzes in eine eigene Gesellschaft auslagern &ndash; und so auch von den Bundesl&auml;ndern &uuml;bernehmen. Um Bauprojekte zu beschleunigen, wie Scheuer betont, werden Beh&ouml;rden zusammengelegt und Niederlassungen neu &uuml;ber das Land verteilt.<br>\nDoch nun macht ein vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofs klar, dass auch dieses Prestigeprojekt zum Streitfall wird. Wie schon in einem Bericht zur hastigen Mauteinf&uuml;hrung &auml;u&szlig;ern die Kontrolleure der Regierung auch an zentralen Teilen der Bundes-Autobahngesellschaft massive Kritik.<br>\nIn dem 16-seitigen Papier vom 25. Juni, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, werfen sie Scheuer ungeschminkt Rechtsverst&ouml;&szlig;e vor &ndash; und fordern vom Bundestag und von Finanzminister Olaf Scholz (SPD), dass Haushaltsmittel gesperrt bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/scheuer-verkehrsminister-bundesrechnungshof-autobahn-reform-1.4948848%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie viele Hinweise ben&ouml;tigt die Bundeskanzlerin noch, um diesen offenbar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">unf&auml;higen, Maut-Ideologie-getriebenen und Privatisierungen<\/a> f&ouml;rdernden Minister zu entlassen? Die Pannen-Liste ist sehr lang. <\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die Fehlleistungen dieses Bundesministers hingewiesen &ndash; u.a. hier (jeweils mit Anmerkungen):<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58112#h06%20\">Neue schwere Vorw&uuml;rfe gegen Scheuer<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h15%20\">Teures Gutachten soll Scheuer entlasten<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h11\">Tempolimit: Scheuer kritisiert neue Haltung des ADAC<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Noch besser w&auml;re, dass Herr Scheuer selber Konsequenzen zieht und zur&uuml;cktritt. Aber das ist wohl zu bezweifeln &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stars and stripes rise over Vistula River<\/strong><br>\nDuda&rsquo;s visit coincided with the Victory Parade on Moscow&rsquo;s Red Square commemorating the 75th anniversary of the Soviet Union&rsquo;s defeat of Nazi Germany. Echoes of a controversial past could be audible in the attic of history &mdash; the Ribbentrop-Molotov Pact of 1939, an extremely sensitive topic in Russia and Poland alike.<br>\nRussia often feels that the West is trying to underplay and marginalise the memory of the Soviet contribution to Allied victory in World War 2, accounting for well over half of Germany&rsquo;s military losses at a cost of almost 30 million Soviet lives. (&hellip;)<br>\nThe &ldquo;Old Europe&rdquo; will no doubt suspect that the US is imposing its agenda. They regard Duda as an aberration on Europe&rsquo;s liberal-democratic landscape &mdash; anti-democratic, authoritarian, and a populist &lsquo;strongman&rsquo;.<br>\nBut these are qualities that endear Duda to Trump, who has voiced support for his candidacy for re-election as president in the upcoming poll on 28th June. Poland under Duda is Trump&rsquo;s secret weapon to demolish European integration and reassert US hegemony, to put Germany down and to keep Russia out.<br>\nHow far the US will succeed in this direction remains to be seen. Trump&rsquo;s foreign policy record is dismal. In the final analysis, it is a self-centred policy with no strategic coherence. It is improbable that Trump&rsquo;s leadership will be acceptable to Germany or France. Russia too will militate against such hegemonic ambitions.<br>\nAbove all, US&rsquo; capacity to impose its will on other countries is fast diminishing, and its priorities in immediate terms will be on its own economic recovery. Trump may only succeed in further straining the transatlantic partnership by such blatant attempts to dictate to the major European powers in a strategy of &ldquo;divide and rule&rdquo;, which they would deeply resent.<br>\nThen, there is a dark horse &ndash; China, which is positioning itself quietly with a long-term perspective to be a meaningful partner on the long and winding road to recovery and reconstruction for the European economies ravaged by the pandemic in the post-Covid era. Europe will certainly negotiate the optimal terms of engagement with China, but is unlikely to spurn the Chinese overtures at Trump&rsquo;s bidding.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/indianpunchline.com\/stars-and-stripes-rise-over-vistula-river\/\">Indian Punchline<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das grosse Wegwerfen bei Aldi<\/strong><br>\nAldi betont sein Engagement gegen Food Waste. Ein Augenschein in seine M&uuml;lltonnen zeigt, dass es sich dabei prim&auml;r um PR handelt.<br>\nRed. Grossverteiler verk&uuml;nden gerne, wie sorgsam sie mit den vielen Lebensmitteln umgehen, deren Verkaufsdatum abgelaufen ist. Janosch Fischer, der &uuml;ber foodsharing.de das Abholen und Verteilen von &uuml;bersch&uuml;ssigen Lebensmitteln organisiert, hat bei Aldi-Filialen die Probe aufs Exempel gemacht.<br>\nPfingstsonntag in der Fr&uuml;h. Es d&auml;mmert bereits, die V&ouml;gel sind mitten in ihrem Morgenkonzert. Tatort: Aldi-Filiale Gals, Kanton Bern. Ich stelle mein Velo samt Anh&auml;nger am Rande des verlassenen Parkplatzes ab und ziehe die Handschuhe an. Es muss schnell gehen. Mit Rucksack und den blauen Ikea-Taschen gehe ich zu den drei Containern, die an die Wand gestellt sind und &ouml;ffne sie.<br>\nWas ich vermute, aber nicht hoffe: Bis zum Rand sind sie gef&uuml;llt mit frischem Obst und Gem&uuml;se, das unachtsam reingeworfen wurde. Ich bin nicht w&auml;hlerisch und packe ein, was meine H&auml;nde greifen. Die Tonnen sind zur H&auml;lfte mit Mangos aus Brasilien, peruanischen Bio-Avocados, Aprikosen, Pfirsichen und Peperoni aus Spanien gef&uuml;llt. Hinzu kommen frische Karoten, Fenchel, Kohlrabi, Birnen usw.<br>\nBei jedem vorbeifahrenden Auto steigt die Anspannung, handelt es sich bei dieser Aktion doch um eine unerlaubte Handlung. Es dauert, bis alle Taschen gef&uuml;llt sind. Etwa 10 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel konnte ich retten. Nach zehn Tagen Kellerlagerung ist die Mehrheit der geretteten Produkte noch immer in einwandfreiem Zustand. Die Filiale h&auml;tte also gen&uuml;gend Zeit gehabt, die Produkte weiterzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Das-grosse-Wegwerfen-bei-Aldi\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarz-gr&uuml;ner Schmusekurs: Die Gr&uuml;nen entdecken ihre Bewunderung f&uuml;r die CDU, Merz sieht neue Koalitionsm&ouml;glichkeiten<\/strong><br>\nViele mochten der CDU am Freitag ihre Reverenz erwiesen haben. Kaum ein Konkurrent allerdings tat dies mit so viel politischer Zuneigung wie die Gr&uuml;nen. Sie sandten den deutschen Christlichdemokraten, die den 75. Jahrestag des Gr&uuml;ndungsaufrufs ihrer Partei feierten, Gl&uuml;ckw&uuml;nsche und hintersinnige Geschenke zu: Einem feinen Pr&auml;sentekorb mit Ingwer- und Rhabarberschorle legten sie den neuen Entwurf des gr&uuml;nen Grundsatzprogramms bei &ndash; zur gef&auml;lligen inhaltlichen Diskussion, wie sie wissen liessen. (&hellip;)<br>\nDie neue Innigkeit kommt einigermassen unerwartet. Vor der Corona-Krise waren Union und Gr&uuml;ne alles andere als auf Schmusekurs. Noch im Februar machte etwa Friedrich Merz die &Ouml;kopartei als &laquo;Hauptgegner&raquo; bei den kommenden Bundestagswahlen aus. Nun kann ausgerechnet er sich in einem Interview mit dem &laquo;Spiegel&raquo; eine Verbindung mit den Gr&uuml;nen durchaus vorstellen: &laquo;Schwarz-Gr&uuml;n sitzt doch in vielen b&uuml;rgerlichen Familien l&auml;ngst am Fr&uuml;hst&uuml;ckstisch.&raquo; Er selbst traue sich zu, das Unionsprofil in einer Konstellation mit den Gr&uuml;nen klar erkennbar zu machen. Mit ihm w&uuml;rde es nicht nur wirtschafts- und finanzpolitisch vern&uuml;nftige Beschl&uuml;sse geben, sondern auch gesellschaftspolitisch.<br>\nDas t&ouml;nt, gerade weil es aus Merz&rsquo; Mund kommt, nach mehr als einem fl&uuml;chtigen politischen Sommerflirt. Zumal die Gr&uuml;nen mit ihrem Grundsatzprogramm neuerdings den Anspruch erheben, Deutschland zu f&uuml;hren. Auch sie wollen, wie die &laquo;liebe CDU&raquo;, weg von der Prinzipienreiterei und hin zu mehr regierungstauglichem Pragmatismus. Statt aus der Oppositionsrolle bloss zu kritisieren, wollen sie nicht nur anschlussf&auml;hig sein, sondern mehrheitsf&auml;hig werden. Wenn ergr&uuml;nte Konservative inzwischen sogar Rhabarberlimonade trinken, warum sollten sie dann noch Ber&uuml;hrungs&auml;ngste mit Unternehmen und Wirtschaft haben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/schwarz-gruen-habeck-gratuliert-koalition-fuer-merz-moeglich-ld.1563404\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die SPD &ndash; einschlie&szlig;lich ihres ach so gesch&auml;tzten Bundesfinanzministers &ndash; scheint dem vor allem programmatisch nichts entgegenhalten zu k&ouml;nnen\/wollen. Dabei liegen die Themen, mit denen die SPD bei der n&auml;chsten Bundestagswahl besser abschneiden k&ouml;nnte, buchst&auml;blich auf der Stra&szlig;e. Albrecht M&uuml;ller hat mehrfach darauf aufmerksam gemacht &ndash; bitte lesen Sie dazu u.a. diese Beitr&auml;ge:<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44640\">Wahlanalyse f&uuml;r die SPD &ndash; viel zu kurz gesprungen, rausgeworfenes Geld<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180112-nds-ueber-was-verhandeln-union-und-spd-ueber-was-sollten-sie-verhandeln.pdf\">&Uuml;ber was verhandeln Union und SPD? &Uuml;ber was sollten sie verhandeln? Was w&auml;ren sinnvolle und notwendige programmatische Entscheidungen? Das soll das Thema dieses Beitrags sein<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahlrechtsreform &ndash; Brinkhaus f&uuml;r 750 Abgeordnete<\/strong><br>\nGleichwohl reagierte die CSU ablehnend: &laquo;Der Vorschlag ist mit uns nicht abgesprochen&raquo;, sagte ihr Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer M&uuml;ller. Eine Wahlrechtsreform entspreche zwar den Ideen seiner Partei. &laquo;Einen Vorschlag allerdings, der Gewinnern von Wahlkreisen den Einzug in den Deutschen Bundestag verweigert, halten wir f&uuml;r verfassungswidrig.&raquo; &Auml;hnlich argumentierte der CDU-Abgeordnete Fischer: &laquo;Der Vorschlag mit einer Kappung von Wahlkreisen ist verfassungswidrig und damit inakzeptabel.&raquo;<br>\nDer Erste Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, begr&uuml;&szlig;te zwar die vorgesehen Deckelung der Mandate als &laquo;geeignete Grundlage f&uuml;r einen Kompromiss&raquo;. &laquo;Allerdings sollte die Obergrenze, ab der Mandate nicht mehr zugeteilt werden, nicht &uuml;ber der derzeitigen Bundestagsgr&ouml;&szlig;e liegen.&raquo; Die SPD hatte selbst eine Begrenzung bei 690 Mandaten vorgeschlagen. Ein solcher &laquo;Notfallmechanismus&raquo; f&uuml;r die n&auml;chste Bundestagswahl komme mit kleinen rechtlichen &Auml;nderungen aus und k&ouml;nne nach einer politischen Einigung in der kommenden Woche auch noch Anfang September gesetzlich verankert werden, sagte Schneider.<br>\nDagegen h&auml;lt Bundestags-Vizepr&auml;sident Kubicki eine Einigung noch vor der Sommerpause f&uuml;r erforderlich: &laquo;Gelingt dies nicht in dieser Sitzungswoche, wird das nichts mehr zur kommenden Bundestagswahl&raquo;, sagte er. &laquo;Schon jetzt ist der Zeitplan f&uuml;r alles, was daran h&auml;ngt, also der Zuschnitt der Wahlkreise, die Kandidatenaufstellung und so weiter eine riesige Zumutung.&raquo;<br>\nKubicki, der auch stellvertretender FDP-Vorsitzender ist, wies darauf hin, dass es f&uuml;r die von den Fraktionen der FDP, Linken und Gr&uuml;nen vorgeschlagene L&ouml;sung sogar eine rechnerische Mehrheit im Parlament geben w&uuml;rde. Allerdings seien die Sozialdemokraten in dieser Frage an ihren Koalitionspartner CDU\/CSU gekettet. &laquo;Dies ist alles in allem entt&auml;uschend. Denn hier geht es schlicht nicht um eine politische Richtungsfrage, sondern um die Arbeitsf&auml;higkeit des h&ouml;chsten deutschen Parlaments.&raquo;<br>\nKubicki antwortete auf die Frage, ob f&uuml;r die Abstimmung &uuml;ber den FDP\/Gr&uuml;nen\/Linke-Gesetzentwurf der Fraktionszwang aufgehoben werden sollte: &laquo;Definitiv ja. Dann kann sich die beste L&ouml;sung am Ende durchsetzen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stimme.de\/deutschland-welt\/politik\/dw\/kubicki-scheitern-der-wahlrechtsreform-schadet-demokratie;art295,4367567%20\">Stimme.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Deutschland hat bereits jetzt hinter China das zweitgr&ouml;&szlig;te Parlament der Welt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Boltons Buch &uuml;ber Trump: Eine erschreckende Selbstenth&uuml;llung<\/strong><br>\nWer sich vornimmt, dieses Buch (John Bolton: &laquo;The Room Where it Happened&raquo;) von A bis Z zu lesen, muss wissen: Mir stehen viele Stunden voller Pein bevor. Ja, die Lekt&uuml;re artet bald in Masochismus aus &ndash; weil der Leser, die Leserin, weiss: So, wie bis jetzt, sagen wir bis zur eben bew&auml;ltigten Seite 150 oder 200, wird es weitergehen bis zur letzten Zeile auf Seite 588.<br>\nWas genau? Akribische Wiedergabe von Gespr&auml;chen und Begegnungen (Bolton notierte sich alles, wirklich alles, bei jedem Treffen); summarische Abqualifizierungen von fast jedem\/jeder, dem\/der er begegnete; pr&auml;gnante Rechtfertigung seiner eigenen Haltung und Handlungsweise &ndash; und, klar, jederzeit, s&uuml;ffig erfasst, eine &laquo;tr&auml;fe&raquo; Bemerkung &uuml;ber Donald Trumps Sprunghaftigkeit, dessen Launen, mangelnde Sachkenntnis und Tendenz, pers&ouml;nliche Dinge mit der hohen Politik zu einem Pesto zu vermischen.<br>\nKlar, dass dieser Polit-Buchhalter, gut dokumentiert, enth&uuml;llen konnte, dass Donald Trump sich nicht scheute, den chinesischen Staatspr&auml;sidenten in sein pers&ouml;nliches Boot zu holen, um sich Vorteile f&uuml;r den n&auml;chsten Pr&auml;sidentschaftswahlkampf zu sichern, ist interessant und schockierend. Was, wenn Xi Jinping darauf eingegangen w&auml;re? Die Antwort: reine Spekulation. Gut, interessant, dass Bolton auch (besser als andere Quellen) nun klar stellt, wie Trump versuchte, den unerfahrenen ukrainischen Pr&auml;sidenten, Wolodymyr Selenskyi, einzuwickeln, um sich Informationen &uuml;ber die Familie von John Biden zu verschaffen. Aber viel interessanter ist etwas anderes &ndash; n&auml;mlich die Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie es kommen konnte, dass ein John Bolton, nach all dem von ihm zuvor angerichteten Unheil, von Donald Trump ins Amt des einflussreichen Chefs des Nationalen Sicherheitsrats der USA berufen werden konnte. Stichworte: Bolton, der die so genannte Nordkorea-Frage durch Bombenangriffe &laquo;l&ouml;sen&raquo; wollte. Bolton, der empfahl, Iran zu bombardieren. Bolton, der forderte, den gordischen Knoten des Konflikts Israel\/Pal&auml;stinenser mit einer Politik zugunsten der radikalsten Kr&auml;fte in Israel zu l&ouml;sen. Bolton, der sehr gerne Bomben auch auf Venezuela geworfen h&auml;tte und der nichts von Verhandlungen mit einzelnen Nato-Mitgliedern hielt &ndash; ebenso wenig wie mit der russischen F&uuml;hrung.<br>\nAls ich mich rund gut zwei Drittel lang durch das Buch gequ&auml;lt hatte, blitzte mir ein Gedanke auf, der mich selbst schockierte: Wie gut, dass es Donald Trump gibt. Gut, weil Trump in einem entscheidenden Moment, haarscharf, noch rechtzeitig, erkannte: Diesen Mann muss ich (wieder) los werden. Tue ich das nicht, reisst er die USA, ja die Welt, in einen breitfl&auml;chigen Krieg um Iran. Und Donald Trump will ja nirgendwo einen Krieg mit Waffen &ndash; er liebt Handelskriege, Wirtschaftskriege (egal, ob bei diesen Millionen Menschen verelenden wie etwa in Syrien oder Iran). Und er liebt es, Europ&auml;er, Chinesen oder Russen einzusch&uuml;chtern. Das alles mag schlimm enden &ndash; aber wohl (?) nie in einen veritablen Krieg m&uuml;nden. H&auml;tte er John Bolton nicht entlassen (oder ihm eine halbwegs ehrenvolle K&uuml;ndigung erlaubt), st&auml;nde heute der ganze Mittlere Osten in Flammen. Und die USA h&auml;tten sich aus noch mehr internationalen Vertr&auml;gen verabschiedet.<br>\nIch hole, nach der ganzen Lekt&uuml;re, kurz Atem &ndash; und meine, dass dies das Irritierendste ist: Da erlaubt es das &laquo;System&raquo; in den USA, einem total a-historisch denkenden Rabauken, bis ganz nach oben in der Hierarchie zu kommen &ndash; Fehlentscheidungen in fr&uuml;heren Jahren (Provokation des Irak-Kriegs 2003) hin oder her.<br>\nDass Bolton nicht willig oder nicht f&auml;hig ist, in irgendwelcher Weise geschichtliche Prozesse in sein Denken mit einzubeziehen, enth&uuml;llt sich bei der Lekt&uuml;re best&auml;ndig: Kein Wort, dass Iran grenz&uuml;berschreitend (relativ) m&auml;chtig wurde, aufgrund des fehlgeleiteten Irak-Kriegs der US-Regierung von George W. Bush im Jahr 2003 (den Bolton als damaligen Unterstaatssekret&auml;r angestachelt hatte); kein Wort &uuml;ber die Entstehung des IS (Terrororganisation Islamischer Staat) als Folge dieses Kriegs. Keine Reflexion &uuml;ber den Grund des Konflikts zwischen den USA\/der Nato und Russland &ndash; da sieht Bolton nur von Moskau provozierte Verletzungen von Vertr&auml;gen mit dem Westen und die &laquo;Notwendigkeit&raquo;, die entsprechenden Vertr&auml;ge zu vernichten.<br>\nDas ist&rsquo;s, was bleibt: ein Pl&auml;doyer zum Vernichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/John-Bolton-Buch-Trump-Rezension%20\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200629_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200629_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland steig in der letzten Woche um 660 auf 6.700, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die NachDenkSeiten werden diese Grafik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.<\/p>\n<p><em>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62418","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62418"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62421,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62418\/revisions\/62421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}