{"id":6258,"date":"2010-07-23T09:18:31","date_gmt":"2010-07-23T07:18:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6258"},"modified":"2010-07-23T12:28:39","modified_gmt":"2010-07-23T10:28:39","slug":"hinweise-des-tages-1187","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6258","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bankenstresstest f&auml;llt durch; Geldversteck Liechtenstein; Ackermann ist Banker des Jahres; vom Wirtschaftswunder f&uuml;r die Zukunft lernen; US-Wirtschaft &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich unsicher&rdquo;; atypische Besch&auml;ftigung; Personal im &Ouml;ffentlichen Dienst; unbegrenzt &Uuml;berstunden; Kik kickt Mitarbeiter raus; Solarstrom im Sommer; Verfassungsschutz-Urteil; mitbestimmte Innovation; Postdemokratie; im Zweifel f&uuml;r die M&auml;chtigen; kalter Putsch bei der Bundeswehr; Antragscoaching an den Unis; Mantel des Schweigens &uuml;ber Pharmaforschung; Chancengerechtigkeit; die gepl&uuml;nderte Republik; Medienkritik; Interview mit Wolfgang Lieb; zu guter Letzt. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Der Bankenstresstest f&auml;llt durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Geldversteck Liechtenstein &ndash; die n&auml;chste Steuer-CD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Ackermann ist Banker des Jahres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Vom Wirtschaftswunder f&uuml;r die Zukunft lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Zur Problematik makro&ouml;konomischer Ungleichgewichte im Euro-Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bernanke h&auml;lt US-Wirtschaft f&uuml;r &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich unsicher&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Atypische Besch&auml;ftigung im Krisenjahr 2009 r&uuml;ckl&auml;ufig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Personalanstieg im &ouml;ffentlichen Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Daimler will &Uuml;berstunden-Grenze aufheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Kik kickt angeblich arme Mitarbeiter raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Rekordsommer treibt Stromkosten nach oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Tiefe Steuern vertreiben die Alteingesessenen im Kanton Schwyz <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Verfassungsschutz-Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Mitbestimmte Innovation &ndash; kein Widerspruch in sich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Raus aus dem Finanzmarktkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Postdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Im Zweifel f&uuml;r die Reichen und M&auml;chtigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Ein kalter Putsch bei der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Mantel des Schweigens &uuml;ber Unilabor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Universit&auml;ten bieten jetzt &lsquo;Antragscoaching&rsquo; an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\"> Schl&uuml;sselqualifikationen: Die Metastasen der Bologna-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Chancengerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Rezension: Die gepl&uuml;nderte Republik <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Der Schleier der Fundamentalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Fall Shirley Sherrod: Die Rassismus-Aff&auml;re, die keine war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Radio Dreyeckland: Interview mit Wolfgang Lieb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h28\">Zu guter Letzt: Stuttmann: Nach dem Ramelow-Urteil<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6258&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Axel Troost: Der Bankenstresstest f&auml;llt durch<\/strong><br>\nAm heutigen Abend will die EU-Kommission die lang erwarteten Ergebnisse des europ&auml;ischen Bankenstresstests ver&ouml;ffentlichen.<br>\nBei genauerem Hinsehen ist allerdings verwunderlich, wie vermeintlich gespannt die Finanzbrache auf diese Ergebnisse wartet. Wesentliche Eckpunkte zur Einsch&auml;tzung des Stresstests stehen n&auml;mlich jetzt schon fest.<br>\nDie EU-Kommission hat immer wieder betont, dass der Stresstest vor alle dazu diene, Transparenz zu schaffen und das Vertrauen in die Banken zu bef&ouml;rdern. Es ist kein Geheimnis, dass Hiobsbotschaften &uuml;ber pleitebedrohte Banken nicht gerade vertrauensbildend wirken. Mit dem gew&uuml;nschten Ergebnis stand also von Anfang an fest, dass den Test im wesentlichen alle Banken bestehen w&uuml;rden, deren Durchfallen zum Problem werden k&ouml;nnte. Damit blieben als Stellschraube nur noch die Anforderungen des Tests. Diese wurden entsprechend weichgesp&uuml;lt und heruntergeschraubt, bis das gew&uuml;nschte Ergebnis herauskam.<br>\nDer gesamt Stresstest l&auml;uft im Wesentlich darauf hinaus, dass die Spielr&auml;ume im Sch&ouml;nf&auml;rben von Bankbilanzen offensichtlich weiterhin gro&szlig; genug sind, die bisherigen und noch drohenden Verluste der Krise bis auf weiteres einfach weg zu retuschieren.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100723_troost_bankenstresstest_faellt_durch.pdf\">Axel Troost MdB [PDF &ndash; 25 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hans Leyendecker: Geldversteck Liechtenstein &ndash; Steuer-CD, die n&auml;chste<\/strong><br>\nLiechtenstein, Schweiz, nun wieder Liechtenstein: Das Gesch&auml;ft mit CDs, auf denen sich S&uuml;nderdaten aus Steueroasen befinden, entwickelt sich zum schwunghaften Handel. Nun greift die schleswig-holsteinische Finanzverwaltung zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/geldversteck-liechtenstein-steuer-cd-die-naechste-1.978033\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ackermann ist Banker des Jahres<\/strong><br>\nDeutsche Bank-Chef Josef Ackermann ist &bdquo;Europas Banker des Jahres 2009&ldquo;. Die Auszeichnung wird jedes Jahr von der &bdquo;Group 20 + 1&ldquo;, einer Vereinigung von 20 Frankfurter Wirtschaftsjournalisten und dem Initiator, dem Frankfurter Kommunikationsunternehmer Nader Maleki, vergeben. Der Preis wird &bdquo;f&uuml;r herausragende Leistungen an Pers&ouml;nlichkeiten der europ&auml;ischen Bankenwelt&ldquo; verliehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2010\/07\/22\/wirtschaftsticker\/wichtige-meldungen-aus-der-wirtschaft.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die herausragendste Leistung Ackermanns bestand darin, dass wohl noch nie in der Geschichte es ein Banker geschafft hat, dem Staat so hohe Milliardenbetr&auml;ge abzupressen und die Verluste f&uuml;r kriminelle Machenschaften dem Steuerzahler aufzub&uuml;rden. Die Meute bedankt sich daf&uuml;r, dass sie jetzt sogar, dank Ackermanns Beratungsleistung gegen&uuml;ber der Bundeskanzlerin, ungeschoren davon kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Flassbeck\/Spiecker: Vom Wirtschaftswunder f&uuml;r die Zukunft lernen<\/strong><br>\nVergleicht man den Anstieg der Arbeitsproduktivit&auml;t, in der sich Innovation und Investition am besten niederschlagen, in Deutschland und den &uuml;brigen L&auml;ndern der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) in den vergangenen zehn Jahren, kommt man zu einem &uuml;berraschenden Ergebnis: In Deutschland ist die Produktivit&auml;t um etwa 0,9 Prozent pro Jahr gestiegen, in den anderen L&auml;ndern der EWU um 0,8 Prozent (Spanien 1 Prozent, Griechenland 2,1 Prozent, Frankreich 0,8 Prozent). Trotz dieses &ndash; anders als die Kanzlerin suggeriert &ndash; geringen Abstands in Sachen Innovation hat sich die deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit in der EWU tats&auml;chlich dramatisch verbessert. Wie das?&nbsp;<br>\nEs ging &uuml;ber die L&ouml;hne. Sie sind in Deutschland real schw&auml;cher gestiegen als die Produktivit&auml;t, im Rest der EWU aber im Gleichschritt oder etwas st&auml;rker. Einzelne Unternehmen k&ouml;nnen ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit nur durch Produktivit&auml;tssteigerung ausbauen, da die L&ouml;hne durch Tarifvereinbarungen vorgegeben sind. Ganze L&auml;nder jedoch k&ouml;nnen ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit &uuml;ber das nationale Lohnniveau steigern. Die Politik muss es schaffen, den Menschen ein allgemeines G&uuml;rtel-enger-Schnallen zu verordnen, indem sie beispielsweise auf die Tarifpartner einwirkt.<br>\n.Die Welt insgesamt hat nichts davon, wenn ein Land durch Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse w&auml;chst, weil das automatisch zu Lasten der restlichen L&auml;nder geht.<br>\nDoch was f&uuml;r eine &ldquo;St&auml;rke&rdquo; ist das? Jede Milliarde Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss der Deutschen, die beim hiesigen Wachstum positiv zu Buche schl&auml;gt, stellt im Rest der Welt ein Minus beim Wachstum dar.<br>\nDas deutsche Wirtschaftsmodell setzt &hellip; klar auf Export&uuml;bersch&uuml;sse und tr&auml;gt damit entscheidend zur Entstehung neuer Krisen bei, weil hohe Handels&uuml;bersch&uuml;sse die Weltwirtschaft destabilisieren. Das liegt daran, dass Handelsungleichgewichte zwingend den Aufbau von Schuldenpositionen der Defizit-L&auml;nder bedeuten. Gibt es hier keine Umkehr, gewinnt ein Land also immer, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Abtragen der Schulden nur noch durch ihre abrupte Entwertung m&ouml;glich ist&hellip;<br>\nWie die europ&auml;ische Krise zeigt, sind die Folgen solcher Eruptionen f&uuml;r beide, Gl&auml;ubiger wie Schuldner, gewaltig.<br>\nIm Lichte dessen ist die Vermutung, Deutschland sei gest&auml;rkt aus der Krise gekommen, weil es wieder Schuldner gefunden hat, abenteuerlich.<br>\nWas muss an die Stelle des deutschen Exportmodells treten? Eine R&uuml;ckkehr Deutschlands zu dem Modell, dem Deutschland das Wirtschaftswunder zu verdanken hat.<br>\nEs wird immer vergessen, dass von 1951 bis 1980 die Reall&ouml;hne pro Stunde immer etwas st&auml;rker als die Produktivit&auml;t gestiegen sind und in den drei Jahrzehnten durchschnittlich um mehr als sechs Prozent pro Jahr zulegten. Damals florierten Konsum, Investitionen und der Export. In den vergangenen zehn Jahren dagegen sind die realen Stundenl&ouml;hne mit 0,3 Prozent praktisch nicht mehr gestiegen und deutlich hinter der Produktivit&auml;t von 0,9 Prozent zur&uuml;ckgeblieben. Wer verhindern will, dass die Schuldner in noch gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten kommen und vom Gl&auml;ubiger Deutschland wieder k&uuml;nstlich beatmet werden m&uuml;ssen, muss konzeptionell zur Wirtschaftswunderzeit zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-07\/exportabhaengigkeit%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank wird allerdings bedingungslos am bisherigen Kurs festgehalten und den anderen L&auml;ndern das deutsche Modell empfohlen.<\/strong><\/p><\/li>\n<p>Siehe: <\/p>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zur Problematik makro&ouml;konomischer Ungleichgewichte im Euro-Raum<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise hat offengelegt, dass hinter den erheblichen au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichten dieser EWU-L&auml;nder (mit Handels- und Leistungsbilanzdefiziten) nicht tragf&auml;hige binnenwirtschaftliche Entwicklungen standen. Derartige makro-&ouml;konomische Fehlentwicklungen bedeuten nicht nur eine erh&ouml;hte wirtschaftliche und finanzpolitische Verletzbarkeit der entsprechenden L&auml;nder. Angesichts der Ausstrahlungseffekte &uuml;ber die stark verflochtenen Finanzm&auml;rkte der W&auml;hrungsunion bilden sie zudem eine Gefahrenquelle f&uuml;r andere Mitgliedsl&auml;nder und damit f&uuml;r den W&auml;hrungsraum insgesamt&hellip;<br>\nMit Blick auf die Ausgangsfrage der makro-&ouml;konomischen Ungleichgewichte kann somit das Gros der zur Korrektur erforderlichen strukturellen Anpassungen nur von den Defizitl&auml;ndern selbst vorgenommen werden.<br>\nKompensierende Ma&szlig;nahmen von L&auml;ndern des Euro-Raums mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen mittels einer Stimulierung ihrer Binnennachfrage w&auml;ren weder problemad&auml;quat noch w&uuml;rden sie angesichts der gering ausgepr&auml;gten Ausstrahlungseffekte den Defizitl&auml;ndern merklich Entlastung verschaffen.<br>\nWirksam helfen w&uuml;rde diesen L&auml;ndern vielmehr ein verbessertes Umfeld f&uuml;r eine stabilit&auml;tsgerechte Geldpolitik, in dem alle Mitgliedsl&auml;nder der EWU eine binnenwirtschaftlich<br>\nnachhaltige Ausrichtung der Wirtschaftspolitik verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/volkswirtschaft\/monatsberichte\/2010\/201007mb_bbk.pdf\">Deutsche Bundesbank Monatsbericht Juli [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist, dass laut Grafik S. 24 Deutschland von 1999 bis 2009 in den EWU 16-L&auml;ndern vor Italien das zweitschw&auml;chste reale BIP-Wachstum zu verzeichnen hatte. Merken sollte man sich auch: &bdquo;Dagegen nahm die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft von 1999 bis 2008 stetig zu, und zwar um insgesamt 12%. Die verbesserte Wettbewerbssituation hierzulande war vor allem Reflex der moderaten Lohnpolitik, die durch die einschneidenden Reformen am Arbeitsmarkt gef&ouml;rdert wurde.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bernanke h&auml;lt US-Wirtschaft f&uuml;r &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich unsicher&rdquo;<\/strong><br>\nDiese Worte schrecken auf: Die Erholung der US-Wirtschaft sei &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich unsicher&rdquo;, sagte der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, am Mittwoch in Washington. Sogar so unsicher, dass die Fed bereit sei, neue geldpolitische Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um die Konjunktur zu st&uuml;tzen.<br>\nZwar sei die Erholung der US-Wirtschaft insgesamt auf einem guten Weg, weil unter anderem der private Konsum, Exporte und Investitionen der Unternehmen zugenommen h&auml;tten. So sei f&uuml;r 2010 mit einem Plus zwischen 3,0 und 3,5 Prozent zu rechnen und in den beiden Jahren danach mit 3,5 bis 4,5 Prozent. Doch gebe es derzeit gro&szlig;e Abw&auml;rtsrisiken f&uuml;r das Wachstum, sagte der Fed-Chef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,707831,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;hrend man in den USA bei 3,5 bis 4,5 % Wachstum &uuml;ber konjunkturst&uuml;tzende Ma&szlig;nahmen nachdenkt, wird bei uns mit eineinhalb Prozent Wachstum eine &bdquo;Exit&ldquo;-Strategie befolgt. Angeblich weil bei uns die Konjunktur ja wieder tritt fasst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Atypische Besch&auml;ftigung im Krisenjahr 2009 r&uuml;ckl&auml;ufig<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten im Jahr 2009 gegen&uuml;ber 2008 um 130&nbsp;000&nbsp;Personen auf rund 7,6&nbsp;Millionen Personen verringert. Dieser R&uuml;ckgang um 1,7% ist auf den Abbau befristeter Besch&auml;ftigung und von Zeitarbeitsverh&auml;ltnissen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nZu den atypischen Besch&auml;ftigungsformen werden &ndash; im Unterschied zum Normalarbeitsverh&auml;ltnis &ndash; befristete und geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung, Teilzeitarbeit bis zu 20&nbsp;Wochenstunden sowie Zeitarbeit gez&auml;hlt. Die negativen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sp&uuml;rten vor allem Zeitarbeitnehmer und befristet Besch&auml;ftigte. Die Zahl der Zeitarbeitnehmer ging um 8,5% auf 560&nbsp;000 zur&uuml;ck, die der befristet Besch&auml;ftigten sank um 3,3% auf gut 2,6&nbsp;Millionen. Die Zahl der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten und Teilzeitbesch&auml;ftigten hat sich dagegen kaum ver&auml;ndert. Diese Entwicklung macht deutlich, dass vor allem Zeitarbeit und befristete Besch&auml;ftigung von den Unternehmen als Mittel genutzt wurden, flexibel auf die konjunkturellen Ver&auml;nderungen zu reagieren.<br>\nDer Besch&auml;ftigungsabbau betraf vor allem Branchen mit hohem M&auml;nneranteil. So ist der R&uuml;ckgang der atypischen Besch&auml;ftigung fast ausschlie&szlig;lich auf die Entwicklung im Produzierenden Gewerbe und bei den Unternehmensdienstleistungen (unter anderem Zeitarbeitsunternehmen) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die zusammen ein Minus von 190&nbsp;000 zu verzeichnen hatten. Im weiblich dominierten Bereich der &ouml;ffentlichen und privaten Dienstleistungen stieg dagegen sowohl die Zahl der Normalarbeitnehmer (+&nbsp;141&nbsp;000) als auch die der atypisch Besch&auml;ftigten (+&nbsp;31&nbsp;000) an.<br>\nTrotz des R&uuml;ckgangs im Krisenjahr 2009 ist die Anzahl der Personen in atypischen Besch&auml;ftigungsformen in den letzten zehn Jahren gestiegen. 1999 waren 19,7% aller Arbeitnehmer in atypischen Besch&auml;ftigungsformen besch&auml;ftigt. Bis 2009 ist ihre Anzahl um 1,8&nbsp;Millionen Personen auf 7,6&nbsp;Millionen angestiegen. Der Anteil hat sich damit im Jahr 2009 auf 24,8% aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/07\/PD10__257__132,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Statistische Bundesamt entwickelt sich immer mehr zur Jubelbeh&ouml;rde f&uuml;r die Politik der Bundesregierung. Da wird der leichte R&uuml;ckgang von prek&auml;ren Arbeitspl&auml;tzen geradezu als Erfolgsmeldung pr&auml;sentiert. Die dramatische Entwicklung, dass innerhalb eines Jahrzehnts atypische Besch&auml;ftigungsformen um 1,8 auf 7,6 Millionen und damit auf fast ein Viertel aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten angestiegen ist, wird verharmlosend ins Kleingedruckte abgeschoben.<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Gleiches gilt f&uuml;r die nachfolgende Statistik:<\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Personalanstieg im &ouml;ffentlichen Dienst<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Personalstandstatistik mitteilt, waren zum Stichtag 30. Juni 2009 rund 4,5&nbsp;Millionen Besch&auml;ftigte im &ouml;ffentlichen Dienst t&auml;tig. Das waren 42&nbsp;500&nbsp;Personen oder 0,9% mehr als noch ein Jahr zuvor. Damit ist das Personal im &ouml;ffentlichen Dienst erstmalig seit 1991 wieder angestiegen. Der Anstieg geht jedoch zu gro&szlig;en Teilen auf eine Zunahme der befristeten Arbeitsverh&auml;ltnisse zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/07\/PD10__258__741,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>Dazu erkl&auml;rt Ottmar Schreiner:<\/strong><br>\n<em>Zur heutigen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes &ldquo;Personalanstieg im &ouml;ffentlichen Dienst&rdquo; erkl&auml;rt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen in der SPD und Mitglied des Parteivorstandes, Ottmar Schreiner:<\/em><\/p>\n<p><em>Der vom Statistischen Bundesamt gemeldete &ldquo;Personalanstieg im &ouml;ffentlichen Dienst&rdquo; f&uuml;hrt die &Ouml;ffentlichkeit in die Irre: Seit Anfang der 90er Jahre ist die Zahl der Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst um mehr als 2 Millionen abgebaut worden. Allein bei der jetzt auch aufgrund ihrer Serviceleistungen in der Kritik stehenden Deutschen Bundesbahn ist die Zahl der Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst von &uuml;ber 470 Tausend auf rund 46 Tausend zur&uuml;ckgegangen. Auch vor diesem Hintergrund ist der angestrebte B&ouml;rsengang der Bahn ein politischer Irrl&auml;ufer und muss gestoppt werden.<\/em> <\/p>\n<p><em>Immerhin verweist das Statistische Bundesamt darauf, dass der jetzt gemeldete, ohnehin nur marginale Anstieg der Besch&auml;ftigung noch dazu zu gro&szlig;en Teilen auf einer Zunahme befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse zur&uuml;ckgeht, und dass Privatisierungen wie bei kommunalen Krankenh&auml;usern zu einem Besch&auml;ftigungsabbau in diesem Bereich gef&uuml;hrt haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Deutschland als gr&ouml;&szlig;tes EU-Land hat den kleinsten &ouml;ffentlichen Dienst in Europa. Gleichzeitig sind Schulen und Krankenh&auml;user, Finanz&auml;mter, Gerichte und andere Bereiche der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge nicht gen&uuml;gend mit Personal ausgestattet, um eine verantwortliche und b&uuml;rgernahe Versorgung der Bev&ouml;lkerung zu gew&auml;hrleisten.<\/em> <\/p>\n<p><em>Der &ouml;ffentliche Dienst muss wieder zu einem Motor f&uuml;r sozialversicherungspflichtige, existenzsichernde Arbeitspl&auml;tze werden. Stattdessen zeigt die Statistik, dass der &Ouml;ffentliche Dienst in Deutschland auf dem besten Weg ist, zu einem Hort prek&auml;rer Besch&auml;ftigung zu werden. Dabei kann die Politik in keinem anderen Bereich so direkt f&uuml;r gute Arbeit und gute Ausbildung Sorge tragen, wie im &ouml;ffentlichen Dienst. Dieser Verantwortung wird sie nicht gerecht. <a href=\"http:\/\/www.ottmarschreiner.de\/\">Das muss sich &auml;ndern<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Daimler will &Uuml;berstunden-Grenze aufheben<\/strong><br>\nDer Autobauer Daimler will einem Teil der Belegschaft mehr &Uuml;berstunden abverlangen. Im Komponentenwerk Stuttgart-Untert&uuml;rkheim liefen Verhandlungen mit dem Betriebsrat, um in einigen Werksteilen die bisher geltende Obergrenze von 20 &Uuml;berstunden pro Mitarbeiter und Monat auszusetzen, sagte eine Daimler-Sprecherin. Die Auslastung sei in einigen Teilen des Werks hoch, daher soll die Begrenzung der &Uuml;berstundenzahl vor&uuml;bergehend wegfallen. Diese M&ouml;glichkeit lasse der Tarifvertrag zu. Daimler und andere Autobauer kommen derzeit mit der Produktion neuer Fahrzeuge kaum nach. Sonderschichten und verst&auml;rkte Einstellung von Leiharbeitern sind wegen hoher Nachfrage im Ausland an der Tagesordnung. Vor Festeinstellungen neuer Mitarbeiter scheuen die Konzern jedoch trotz der guten Auslastung der Werke zur&uuml;ck. Bis vor wenigen Wochen hatten die Unternehmen ihren Besch&auml;ftigten noch Kurzarbeit verordnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2872500_Hohe-Nachfrage-Daimler-will-ueberstunden-Grenze-aufheben.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kik kickt angeblich arme Mitarbeiter raus<\/strong><br>\nDem Textildiscounter wird vorgeworfen, Mitarbeiter ausspioniert und Besch&auml;ftigte mit finanziellen Schwierigkeiten gek&uuml;ndigt zu haben. Tengelmann-Chef Haub findet die Firmenpolitik human. Er sieht in Kik einen Entwicklungshelfer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:unter-verdacht-kik-kickt-angeblich-arme-mitarbeiter-raus\/50147538.html\">Financial Times Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/panoramakik100.html\">Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rekordsommer treibt Stromkosten nach oben<\/strong><br>\nDas Extremwetter in Deutschland ist gut f&uuml;r die Solarindustrie &ndash; und teuer f&uuml;r B&uuml;rger, Unternehmen und klassische Energiekonzerne. Neue Daten zeigen, dass die geballte Sonnenkraft die Stromkosten nach oben treibt. Die Energiepreise drohen unkalkulierbar zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,707534,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In dem Beitrag werden so ziemlich alle Argumente gegen die F&ouml;rderung der Solarenergie aufgelistet: Die Hilfen f&uuml;r die Solarenergie fl&ouml;ssen ins Ausland, weil die Zellen und Module im Ausland produziert w&uuml;rden; der Strompreis gerate ins Schwanken; je mehr Solarstrom eingespeist w&uuml;rde, desto mehr m&uuml;sse wegen der F&ouml;rderung des Solarstroms der Verbraucher bezahlen; der Strompreis drohe zu steigen;  der Solarstrom k&ouml;nnte die (ach so wirtschaftliche) Atomkraft verdr&auml;ngen; Strompreissteigerungen k&ouml;nnten Firmen in die Insolvenz treiben; der Solarboom belasteten die Energiekonzerne; konventionelle Kraftwerke bek&auml;men eine starke Konkurrenz, einzelne Kraftwerke und ganze Energieunternehmen seien in ihrer Existenz bedroht; die Renditen f&uuml;r Solaranlagen seien zu hoch. Fazit: Der Solarboom m&uuml;sse gebremst werden, durch eine Begrenzung der F&ouml;rderung, m&ouml;glicherweise sogar durch eine Aufhebung des Einspeisungsprivilegs.<br>\nNun ist es doch gerade die Logik der Subventionierung des Solarstroms, dass damit Ressourcen verzehrende und das Klima belastende konventionelle Kraftwerke abgeschaltet und auf Dauer sogar ersetzt werden sollen. Die Subventionen f&uuml;r die Atomkraft (Entwicklung, Endlagerung etc.) werden nat&uuml;rlich nicht dagegen gestellt.<br>\nEinen interessanten Hinweis hinsichtlich der Glaubw&uuml;rdigkeit des vom Spiegel beauftragten Arrhenius-Instituts gab uns unser Leser J.D.: Die Verfasser der Studie fordern daher eine Begrenzung des Ausbaus der Solarenergie auf eine <a href=\"http:\/\/www.arrhenius.de\/uploads\/media\/arrhenius_PV_Study_Pressemitteilung_20042010_03.pdf\">Megawatt-H&ouml;chstgrenze [PDF &ndash; 28 KB]<\/a>.<br>\nDas Arrhenius-Institut bezeichnet sich als unabh&auml;ngiger Think-Tank in Sachen Energie- und Klimapolitik, allerdings findet sich unter den Partnern die Universit&auml;t Leipzig mit einer &bdquo;Vattenfall-Europe-Professur&ldquo; sowie Firmen, die mit <a href=\"http:\/\/www.arrhenius.de\/4.0.html\">Klima-Zertifikaten handeln<\/a>. Beide <a href=\"http:\/\/www.arrhenius.de\/6.0.html\">Gr&uuml;nder des Instituts<\/a> waren zuvor in leitenden Positionen bei der Hamburger Elektricit&auml;ts-Werke AG, die im Jahre 2006 in die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hamburgische_Electricit%C3%A4ts-Werke\">Vattenfall Europe<\/a> aufgingen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tiefe Steuern vertreiben die Alteingesessenen im Kanton Schwyz <\/strong><br>\nWenn ein Kanton die Steuern f&uuml;r die Reichen senkt, profitiert am Schluss das ganze Volk. Die Einnahmen durch neu zuziehende Reiche f&uuml;hren dazu, dass der Kanton nach und nach f&uuml;r alle die Belastung senken kann. So lautet das Credo des Steuerwettbewerbs, den B&uuml;rgerliche f&uuml;r eine der h&ouml;chsten Tugenden halten und Linke stets kritisiert haben.<br>\nSeit immer mehr Kantone auf Steuerdumping setzen, kommen indes auch bei B&uuml;rgerlichen Zweifel auf: Im Tiefsteuerkanton Schwyz hat die CVP eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, den Zusammenhang zwischen den tiefen Steuern und den Lebenshaltungskosten zu analysieren. Der Verdacht: Die Steuern sind zwar auch f&uuml;r die Mittelschicht gesunken, die neu zugezogenen Reichen haben aber die Preise in unerschwingliche H&ouml;hen getrieben. &laquo;Die Gesamtrechnung sah f&uuml;r viele Menschen in Schwyz fr&uuml;her trotz h&ouml;heren Steuern besser aus&raquo;, sagt CVP-Nationalrat Reto Wehrli.<br>\n&laquo;Die Bodenpreise steigen laufend, Wohneigentum ist f&uuml;r die meisten unerschwinglich. Gleichzeitig wird das Land zersiedelt, und es kommt auch im vermeintlichen Agrarkanton Schwyz zu immer mehr Staus auf der Strasse.&raquo;<br>\n&Uuml;berdies bewirke der Wettbewerb, dass zu wenig Geld f&uuml;r wichtige staatliche Angebote vorhanden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/Tiefe-Steuern-vertreiben-die-Alteingesessenen-im-Kanton-Schwyz-\/story\/25848219\">Tages Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verfassungsschutz-Urteil<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein miserables Urteil<\/strong><br>\nEs ist nicht eine einzige &Auml;u&szlig;erung Ramelows aus den vergangenen Jahren bekannt, die seine Beobachtung durch den Verfassungsschutz rechtfertigen w&uuml;rde. Er gilt als integrer Politiker, der ganz erfolgreich auf die Ver&auml;nderung von Mehrheitsverh&auml;ltnissen hinarbeitet, aber ganz gewiss nicht auf den Umsturz der Machtverh&auml;ltnisse. Und was f&uuml;r Ramelow gilt, das gilt &ndash; zumindest auf diesen Punkt bezogen &ndash; auch f&uuml;r die Partei. Mag es in ihren Reihen auch etliche Spinner geben, Revolutionstr&auml;umer und Steinzeitmarxisten, aufs Ganze gesehen kann niemand bestreiten, dass die Linke l&auml;ngst im Parlamentarismus, in der Parteiendemokratie, im Rechtsstaat angekommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2872452_Leitartikel-Ein-miserables-Urteil.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der FR-Kommentator Christian Bommarius bezieht in seinem Beitrag sich auf folgende Zitate bundesdeutscher Nachkriegspolitiker, die wohl nach dem gestrigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts als &ldquo;verfassungsfeindlich&rdquo; einzustufen w&auml;ren:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Kurt Schumacher (SPD): &ldquo;Weil die Deutschen im Wohlergehen nicht Sozialisten werden wollten, werden sie jetzt aus Armut Sozialisten werden m&uuml;ssen.&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Karl Arnold (CDU): &ldquo;Bei einer Formaldemokratie in der Politik und beim Vorhandensein eines Absolutismus in der Wirtschaft kann niemals eine Grundlage f&uuml;r eine sinnvolle Neuordnung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens gefunden werden.&rdquo;<br>\n<\/em><\/li>\n<li><em>Zu dem CDU-Politker Jakob Kaiser schreibt Christian Bommarius: &ldquo;Da &uuml;berrascht es kaum, dass ein dritter Vertreter sogar eine &ldquo;Zeitenwende vom b&uuml;rgerlichen Zeitalter zum Zeitalter des werkt&auml;tigen Volkes&rdquo; ausgerufen hat, nicht ohne die wenig beruhigende Beteuerung hinterherzuschicken, &ldquo;wenn wir von Sozialismus sprechen, so sehen wir f&uuml;r uns darin eine ganz bestimmte geistige Grundhaltung&rdquo;.&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Nicht nur rechtswidrig, sondern dumm <\/strong><br>\nMan kann sich &uuml;ber Lafontaine und Ramelow &auml;rgern, ihre Politik f&uuml;r unsinnig halten. Aber politischer &Auml;rger darf kein Anlass sein, den Leuten den Verfassungsschutz auf den Hals zu hetzen. Ein Fehlurteil.<br>\nWenn schon das Wort &ldquo;demokratischer Sozialismus&rdquo; beim Verfassungsschutz Alarm ausl&ouml;st, dann m&uuml;sste auch die SPD beobachtet werden; denn Wort und Ziel finden sich auch im deren Programm. Wenn schon partielles Missfallen am Grundgesetz Alarm ausl&ouml;st, m&uuml;sste auch Wolfgang Sch&auml;uble beobachtet werden; er hat oft genug gefordert, das Grundgesetz zu &auml;ndern, um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu erm&ouml;glichen. Und wenn eine Forderung nach Vergesellschaftung von Grund und Boden, Natursch&auml;tzen und Produktionsmitteln Alarm ausl&ouml;st, dann m&uuml;sste gar das Grundgesetz selbst f&uuml;r verfassungsfeindlich erkl&auml;rt werden &ndash; denn diese Vergesellschaftung wird von Artikel 15 Grundgesetz&nbsp;erm&ouml;glicht.<br>\nEs gab einmal eine Zeit, in der die Verfassungssch&uuml;tzer sogar einen sp&auml;teren Bundespr&auml;sidenten &uuml;berwacht haben; es war Gustav Heinemann. Aber der Kalte Krieg ist lang vorbei. Manchmal hat man den Eindruck, der Verfassungsschutz (samt Bundesverwaltungsgericht) muss das noch lernen. Vielleicht lernt er es, wenn er beginnt, seine<br>\nseine eigene Vergangenheit&nbsp;aufzuarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/urteil-verfassungsschutz-darf-linke-beobachten-nicht-nur-rechtswidrig-sondern-dumm-1.978080%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> &bdquo;Der W&auml;hler mag es nicht, wenn der Verfassungsschutz als verl&auml;ngerter Arm der die Regierung tragenden Parteien fungiert.&ldquo; schreibt der Volljurist und Richter a.D. Heribert Prantl. Wenn er da mal richtig liegt. Der W&auml;hler ist so beeinflusst, dass er das mehrheitlich bef&uuml;rworten wird oder es ihm egal ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mitbestimmte Innovation &ndash; kein Widerspruch in sich!<\/strong><br>\nInnovationen, wenn sie nicht gerade mit Finanzmarktprodukten zu tun haben, sind mehr denn je gefordert, um wieder Wachstumsimpulse und eine verbesserte Wettbewerbsf&auml;higkeit zu erlangen und damit auch Besch&auml;ftigung und Arbeit zu sichern.<br>\nMitbestimmung &hellip;, als repr&auml;sentative oder direkte Form der Besch&auml;ftigtenbeteiligung an Unternehmens-Entscheidungen und Arbeitsprozessen, schien solches eher zu behindern oder gar zu blockieren.<br>\nSolche Vorstellungen f&uuml;hren freilich in mehrfacher Hinsicht in die Irre. Weder haben Innovationen nur den einen entscheidenden unternehmerischen Treiber, noch steht Regulierung per se im Widerspruch zu Innovationsf&auml;higkeit. Selbst in den angesprochenen Feldern entstehen und entwickeln sich technologische Innovationen &uuml;berwiegend in komplexen kooperativen Zusammenh&auml;ngen und Beziehungen mit vielen Akteuren. Muster einer l&auml;ngerfristigen &bdquo;sch&ouml;pferischen Akkumulation&ldquo; von Wissen und Innovationsressourcen spielen eine ausschlaggebende Rolle&hellip;<br>\nEs ist deshalb wenig verwunderlich, dass es der &ouml;konomisch orientierten Mitbestimmungsforschung in den letzten Jahrzehnten nirgends gelang, einen &uuml;berzeugenden empirischen Nachweis daf&uuml;r zu erbringen, dass Mitbestimmung im spezifisch deutschen Kontext Produktivit&auml;t und Innovativit&auml;t von Industrie-Unternehmen vermindert, was ideologisch begr&uuml;ndete Anschauungen dennoch nicht ersch&uuml;ttert hat. Dagegen sind in der j&uuml;ngsten Zeit einige sozialwissenschaftliche Beitr&auml;ge vorgelegt worden, die die angedeuteten sozialen Voraussetzungen von Innovationsprozessen &ndash; und ihre Mitbestimmungsimplikationen &ndash; ins rechte Licht r&uuml;cken. Sie k&ouml;nnen auf empirischer Grundlage nachweisen, dass Mitbestimmung durchaus eine innovationsunterst&uuml;tzende Rolle zu spielen vermag.<br>\nMitbestimmte Innovation ist kein Widerspruch in sich. Innovation und Mitbestimmung stehen in einem Spannungsverh&auml;ltnis, aber sie bilden ein durchaus produktives Spannungsfeld. Mitbestimmung kann sowohl Sicherungs- als auch Gestaltungsaufgaben wahrnehmen, die die Bedingungen und die Nachhaltigkeit von Kooperation und Innovativit&auml;t im Forschungs- und Entwicklungsbereich positiv beeinflussen. Durch eine Absicherung von Innovationsressourcen und durch formalisierte wie informelle Vereinbarungen und Regelungen kann Mitbestimmung zur Absorption von Ungewissheit bei Innovationsprozessen beitragen. Diese Erfahrungen und konzeptionellen &Uuml;berlegungen verst&auml;rkt in die aktuelle Debatte um zuk&uuml;nftige Perspektiven der Wirtschaftsordnung und &ndash;entwicklung einzubringen, kann dabei nur hilfreich und n&uuml;tzlich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/04-2010\/++co++086b46c4-94d4-11df-7315-001ec9b03e44%20\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Raus aus dem Finanzmarktkapitalismus<\/strong><br>\nLange Zeit schielte die Politik in Deutschland auf die &lsquo;radikale Innovationskultur&rsquo; in den USA, wo spektakul&auml;re Neugr&uuml;ndungen eine High Tech- Industrie befl&uuml;gelten. Gro&szlig;z&uuml;gig wurde aber &uuml;bersehen, dass das dortige Bildungssystem hochgradig exklusiv ist und innovatorische Fortschritte nicht unwesentlich auf den Zustrom ausl&auml;ndischer Studenten und Fachkr&auml;fte zur&uuml;ckgehen, die von den wenigen Eliteuniversit&auml;ten und Forschungseinrichtungen unter Einsatz au&szlig;erordentlicher finanzieller Mittel angezogen werden. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren zwar mehr und mehr ein exklusives Bildungssystem herausgeformt, bei dem soziale Schranken eine zentrale Selektionsrolle spielen. Anders als in den USA haben sich aber keine attraktiven Forschungs- und Lehreinrichtungen entwickelt. Statt dem US-Modell nachzueifern, w&auml;re es angebrachter, sich auf die Vorteile eines inklusiven Bildungssystems zu besinnen, das den Erwerb von Wissen f&uuml;r eine m&ouml;glichst gro&szlig;e Zahl von Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ein sozial-&ouml;kologisch nachhaltiges Akkumulationsregime ben&ouml;tigt eine breite Schicht kompetenter Produzenten und Konsumenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/04-2010\/++co++1c84eb8c-85bc-11df-4d26-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Arno Kl&ouml;nne: Postdemokratie<\/strong><br>\nDie Bundeszentrale f&uuml;r Politische Bildung gibt als Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament eine Art Zeitschrift unter dem Titel Aus Politik und Zeitgeschichte heraus. Die Beitr&auml;ge darin sind in gehobener Wissenschaftssprache gehalten, die Gefahr, da&szlig; sie beim Empf&auml;ngerkreis Aufregung verursachen k&ouml;nnten, ist dementsprechend gering. Aber mitunter ist darin Brisantes zu lesen. So in Heft 2&ndash;3\/10 in einem Text von Claudia Ritzi und Gary S. Schaal, beide politologisch an der Hamburger Universit&auml;t der Bundeswehr t&auml;tig. Einem Untersuchungskonzept von Colin Crouch folgend beschreiben Ritzi und Schaal, wie sich &raquo;politische F&uuml;hrung&laquo; in den Staaten des Westens zur &raquo;Postdemokratie&laquo; hin entwickelt: &raquo;Auf der formal-institutionellen Ebene bleiben demokratische Prozeduren erhalten, so dass der Blick von au&szlig;en, ohne Kenntnis des internen Prozesses, sie f&uuml;r normativ intakt halten w&uuml;rde, das entspricht jedoch nicht der Realit&auml;t, da sie massiv an Bedeutung f&uuml;r die demokratische Entscheidung verloren haben.&laquo; Parteipolitik und Wahlk&auml;mpfe seien zunehmend von &raquo;Inhalten, die sp&auml;ter Regierungspolitik programmieren sollen, befreit&laquo;. Politische Weichenstellungen w&uuml;rden immer mehr von der &raquo;Firma&laquo; vorgenommen, worunter die Autoren das feste B&uuml;ndnis von &raquo;politischen und &ouml;konomischen Eliten&laquo; verstehen. In marktwirtschaftlichen Begriffen gedeutet, handele es sich um einen Schwenk im Politiksystem von der Nachfrage- zur Angebotsorientierung. Die Folge sei, wie Crouch sie schildert, dass &raquo;die B&uuml;rgerinnnen und B&uuml;rger als Demos zwar nicht de jure, aber de facto entmachtet werden&laquo;. Mit &raquo;exit&laquo; oder mit &raquo;voice&laquo; k&ouml;nnten diese dann regieren &ndash; indem sie innerlich aus dem Politiksystem in die Politikverdrossenheit auswandern oder indem sie nicht mehr schweigen, sondern sich mit Protest zu Wort melden. Eine lesenswerte Lagebeschreibung, die da im Fachjargon geliefert wird. &raquo;Postdemokratie&laquo; als gesellschaftliche Zukunft? Der Begriff verharmlost. &raquo;Post&laquo; bedeutet, wie der Lateiner wei&szlig;, einen Zustand nach dem Ende des vorhergehenden Zustandes. &raquo;Postdemokratie&laquo; w&auml;re demnach ein politisches Entscheidungssystem, in dem die Demokratie abgeschafft ist, die Verpackung aber die alte bleibt, damit keine Aufregung entsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/4b927785e82fb\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wolfgang Ne&scaron;kovic: Im Zweifel f&uuml;r die Reichen und M&auml;chtigen<\/strong><br>\nAusschlaggebend f&uuml;r die unangemessene Milde, mit der die Justiz Wirtschaftskriminalit&auml;t im Vergleich zur ganz gew&ouml;hnlichen Alltagskriminalit&auml;t behandelt, ist etwas Anderes. Seit Jahren ist die Justiz personell und sachlich schlecht ausgestattet. Seit Jahren steht sie unter steigendem Erledigungsdruck. Dies wirkt sich jedoch v&ouml;llig unterschiedlich aus, je nachdem, ob es beispielsweise um einen Bankraub oder Steuerbetrug geht. Bankr&auml;uber und Steuerbetr&uuml;ger sind bereits real ungleich. Ihre materielle Situation unterscheidet sich. Der Erste versucht, durch die Straftat Reichtum zu erlangen, der Zweite m&ouml;chte durch die Tat seinen Reichtum mehren. Der Bankr&auml;uber entzieht sich der sozialen Pflicht, sein Verm&ouml;gen gesetzestreu zu erlangen. Der Steuerbetr&uuml;ger stiehlt sich aus seiner sozialen Pflicht, zur Finanzierung von Schulen, Stra&szlig;en und sozialer Sicherheit beizutragen. Beide Verbrechen sind grob asozial.<br>\nDer Ermittlungsaufwand unterscheidet sich jedoch deutlich. Das Verbrechen des Bankr&auml;ubers kann eine simple &Uuml;berwachungskamera festhalten. Zur Tataufkl&auml;rung gen&uuml;gt dann die Vorlage eines Videobandes. Ganz anders sieht es in Steuerstrafsachen aus. F&uuml;r eine erfolgreiche Aufdeckung trickreich verschleierter Verm&ouml;genslagen und intelligent getarnter Geldwege bedarf es aufw&auml;ndiger Ermittlungen. Aus der Not der Justiz entsteht ihre Neigung, dem Steuerverbrecher einen Handel anzubieten: F&uuml;r seine Mithilfe bei der Aufkl&auml;rung der Tat erh&auml;lt er Strafmilderung &ndash; meist in Form einer Bew&auml;hrungsstrafe &ndash; zugesichert. Dieser Deal beinhaltet eine Vereinbarung &uuml;ber einen Leistungsaustausch: Die Leistung des Angeklagten besteht im Verzicht darauf, die personelle Schw&auml;che des Rechtsstaats erkennbar zu machen. Die Gegenleistung des Rechtsstaats besteht im Verzicht auf eine schuldangemessene Strafe. So wird das Strafgesetzbuch zum Handelsgesetzbuch.<br>\n&nbsp;Es ist paradox: Der wohlhabende Angeklagte sorgt mit der von ihm selbst zu verantwortenden hohen Komplexit&auml;t der Tat f&uuml;r eine &uuml;berforderte und genau deshalb milde gestimmte Justiz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15425\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein kalter Putsch<\/strong><br>\nDie Bundeswehr soll k&uuml;nftig wieder einen Generalstabschef haben wie einst die Wehrmacht. F&uuml;r Ex-Staatssekret&auml;r Wimmer (CDU) ein restauratives Zeichen ausgerechnet zum 20. Juli.<br>\nFREITAG: Meinen Sie, es dient jener Wechsel als historische Vorlage, den es beim &Uuml;bergang von der Weimarer Republik zur NS-Diktatur beziehungsweise von der Reichswehr zur Wehrmacht gab, die wieder einen Generalstabschef hatte?<br>\nWIMMER: Der Eindruck dr&auml;ngt sich jedenfalls auf, und wir tun gut daran, uns den 30. Januar 1933 stets vor Augen zu halten. Dabei gibt es keine sachliche Notwendigkeit f&uuml;r einen solchen Schritt, weil die Armee gerade zum Aufstand &uuml;bergeht. Am Wochenende war den Zeitungen zu entnehmen, dass Soldaten, die zu Auslandseins&auml;tzen geschickt werden, sich massiv dar&uuml;ber beklagen, dass die milit&auml;rische F&uuml;hrung versagt &ndash; sowohl bei der Ausbildung wie der Ausstattung der Truppe. In einem solchen Moment macht man sich in der Bundeswehrspitze ausgerechnet Gedanken dar&uuml;ber, ob nicht ein Aufstieg zu alter Gr&ouml;&szlig;e m&ouml;glich ist. Unmittelbar nach der Wiedervereinigung hat man bereits versucht, das Rad der Geschichte zur&uuml;ckzudrehen, indem gefordert wurde, dass ein Verteidigungsminister mindestens den Rang eines Vier-Sterne-Generals haben solle. Man will zur&uuml;ck zu preu&szlig;ischer Tradition und die milit&auml;rische F&uuml;hrung wieder mehr ins Zentrum des Staates r&uuml;cken &ndash; eine Tendenz von extrem restaurativer Art.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1028-ein-kalter-putsch\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kooperation mit Bayer AG: Mantel des Schweigens &uuml;ber Unilabor<\/strong><br>\nIn Universit&auml;tslaboren forschen Wissenschaftler an neuen Medikamenten &ndash; doch wer ihr Gehalt bezahlt bleibt im Dunkeln. Jetzt werfen Datensch&uuml;tzer ein Auge auf die K&ouml;lner Kooperation mit dem Pharmaunternehmen Bayer.<br>\nBald aber k&ouml;nnte die geheime Absprache zwischen der Hochschule und dem Chemiekonzern gel&uuml;ftet werden. Denn jetzt pocht der Landesdatenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper, auf eine Ver&ouml;ffentlichung: &ldquo;Die Rahmenvereinbarung ist offen zu legen&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben an die Universit&auml;t. Der Datensch&uuml;tzer beruft sich dabei auf das sogenannte Informationsfreiheitsgesetz. Die junge Novelle spricht jedem B&uuml;rger das Recht zu, Zugang zu amtlichen Akten zu erhalten.<br>\nF&uuml;r Torsten Bultman ist die Kooperation an sich noch kein Skandal. &ldquo;Dass Universit&auml;ten mit au&szlig;eruniversit&auml;ren Einrichtungen kooperieren, ist durchaus gew&uuml;nscht&rdquo;, so der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BDW). &ldquo;Wenn aber auf diese Weise wissenschaftliche Ergebnisse oder Risiken vorenthalten werden, ist der &ouml;ffentliche Ethos der Wissenschaft in Gefahr&rdquo;, so Bultman.<br>\nDabei seien diese Kooperationen leider &ouml;fter so intransparent wie in K&ouml;ln. &ldquo;Die Firmen verhandeln h&auml;ufig direkt mit den Lehrst&uuml;hlen und kein &ouml;ffentliches Gremium muss dem mehr zustimmen&rdquo;, kritisiert Bultman.<br>\nTats&auml;chlich k&ouml;nnte der K&ouml;lner Kontrakt bedeutsam f&uuml;r viele Universit&auml;ten des Landes sein. Zahlreiche Institute, gerade in den wirtschaftsnahen Ingenieurwissenschaften oder der Pharmakologie, lassen sich von Konzernen unterst&uuml;tzen. Allein die nordrhein-westf&auml;lischen Universit&auml;ten haben im Jahr 2008 260 Millionen Euro aus der privaten Wirtschaft eingenommen. Konzerne f&ouml;rdern Diplomanden oder Forschungsprojekte oder investieren in Material und Laborausstattung. In vielen F&auml;llen hapert es laut Bultman dabei an der Transparenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=2872238&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Universit&auml;ten bieten jetzt &lsquo;Antragscoaching&rsquo; an<\/strong><br>\nGeld ist nicht da, aber Geld kann man sich holen, mit etwas Geschick. Das ist die &Uuml;berlebensformel des heutigen Universit&auml;tswissenschaftlers. Neben der eigentlichen Forschung, der er sich im Rahmen von Forschungszeitfenstern widmet, muss er sich vor allem zum Virtuosen der Rhetorik von Antr&auml;gen entwickeln. Mit diesen erh&auml;lt man die magischen Drittmittel, also eine F&ouml;rderung zeitlich begrenzter Projekte durch externe Organisationen, ob es sich nun um individuelle Vorhaben handelt oder um die F&uuml;nfjahrespl&auml;ne der Exzellenzinitiative.<br>\nDurch das Antragschreiben wird die ganze Existenz des Wissenschaftlers zu einem einzigen dringenden Desiderat. Das Leben wird zur behaupteten Forschungsl&uuml;cke.<br>\nNun aber hat die Goethe-Universit&auml;t in Frankfurt am Main, wie sie stolz mitteilt, daf&uuml;r &lsquo;einen millionenschweren F&ouml;rdertopf eingerichtet sowie ein bundesweit einmaliges Coaching-Angebot etabliert, das Nachwuchsforscher fit macht f&uuml;r das Verfassen von Antr&auml;gen bei wissenschaftlichen F&ouml;rdereinrichtungen&rsquo;. Das darwinistische Vokabular passt. Zum Bildungsangebot geh&ouml;rt ein &lsquo;Antragscoaching&rsquo;, in dem &lsquo;alle Fertigkeiten trainiert werden, die f&uuml;r einen erfolgreichen Antrag n&ouml;tig sind&rsquo;. F&uuml;r den Universit&auml;tspr&auml;sidenten geh&ouml;rt diese Wissenschaftsf&ouml;rderung dritter Ordnung zum &lsquo;strategischen Konzept zur Zukunftssicherung unserer Hochschule&rsquo;. Und wann gibt es die ersten Professuren, Bachelorstudieng&auml;nge und Fachbereiche f&uuml;r Drittmittelantragsdidaktik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/unis-in-geldnot-jagd-nach-drittmitteln-das-leben-ist-eine-forschungsluecke-1.978040\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Schl&uuml;sselqualifikationen: Die Metastasen der Bologna-Reform<\/strong><br>\nSchl&uuml;sselqualifikationen werden zunehmend wichtiger, denn Abiturienten fehlt Kompetenz. Jedenfalls sehen das die Universit&auml;ten so. Darum werden die ohnehin schon verk&uuml;rzten Studieng&auml;nge mit Themen wie Teamf&auml;higkeit oder Gespr&auml;chsf&uuml;hrung gef&uuml;llt, was zu Lasten des Fachwissens geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EA42C2C822D3D4B029ACFBE5E2BD362D0~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kompetenz statt Wissen, Verhaltenstraining statt Bildung durch Wissenschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Chancengerechtigkeit<\/strong><br>\n&bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; &hellip; diese Vokabel bringt gleich mehrere Ideologisierungsgefahren ins Spiel. Sie zieht gleichsam die objektive &bdquo;Chancengleichheit&ldquo; mit deren objektiver &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit aus dem Verkehr und r&uuml;ckt an deren Stelle die schwammige Fantasie von einem g&uuml;tigen Richter, der vollkommen gerecht v&ouml;llig ungleiche Lebenschancen verteilt. Diese Vokabel entwirft damit das Bild einer hierarchisch-strukturierten Kampfgesellschaft aller gegen alle, ergo das Bild einer Welt, in welcher der Unterlegene &bdquo;zu Recht&ldquo; verloren hat. Holdger Platta: &bdquo;Der Begriff der &sbquo;Chancengerechtigkeit&rsquo; stellt eine Selbstbeweihr&auml;ucherungsvokabel sondergleichen dar, sie ist nichts anderes als die ethisch aufgemotzte Selbstfeier einer in Wahrheit inhuman entfesselten Globalisierungswelt.&ldquo;<br>\nGleichwohl schloss er den ersten Teil Analyse mit der Frage: &bdquo;Oder &uuml;bertreibe ich? &Uuml;bertreibe ich vielleicht sogar ma&szlig;los?&ldquo; Hier, im zweiten Teil seiner Untersuchung, die eindeutige Antwort darauf &ndash; mit Belegen unter anderem aus Programmpapieren der FDP und CDU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15411%20\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Rezension: Die gepl&uuml;nderte Republik <\/strong><br>\nDer Autor will erkunden, &raquo;wie uns Banken, Spekulanten und Politiker in den Ruin treiben&laquo;. Folglich ist dieses Buch eine Sammlung von Fakten, wer wo und wie Geld an sich gebracht hat. Und wer es verlor.<br>\nBetrachtet werden die Jahre von 2006\/07 bis heute. Die Tatsachen sind demjenigen, der die Wirtschaftspolitik aufmerksam verfolgt hat, bereits alle begegnet. Sie hier gesammelt zu finden, ist dem besseren Durchblick auf das dahinterstehende neoliberale System dienlich, das seit der Agenda 2010 von den Regierenden in der Bundesrepublik praktiziert wird unter dem Begriff &raquo;alternativlos&laquo;. Der Autor nimmt sich alle Pleitebanken vor. Am Beispiel der HRE (Hypo Real<br>\nEstate) wird &uuml;ber 13 Stationen &raquo;das Szenario des Schreckens&laquo; beleuchtet, wie sie vom 28. September 2008 bis zum 4.Oktober 2009 mit der &raquo;unverfrorenen Pl&uuml;nderung des Staatsverm&ouml;gens&laquo; zu einem Fass ohne Boden wurde. Aber HRE war eigentlich nur die Spitze des Eisbergs in der Chronik des Versagens. Diese wie andere Banken galten als systemrelevant, weshalb &uuml;ber ihnen der bekannte Rettungsschirm von 480 Milliarden Euro aufgespannt wurde. Das veranlasst den Autor zu untersuchen, wo &uuml;berall das Zauberwort<br>\n&raquo;systemrelevant&laquo; f&uuml;r die Vergabe unm&auml;&szlig;iger Steuerzahlergeschenke hergehalten hat. Manches streift er nur sehr knapp, l&auml;sst aber kein Gebiet aus, auf dem die Staatskassen &ndash; also die Steuerzahler &ndash; belastet werden. Wie steht es um die Subventionen, fragt er &ndash; gerade stehen sie aktuell zur Diskussion und betreffen beileibe nicht nur den Steinkohlebergbau, sondern den Molkereikonzern Campina wie den Stromriesen RWE oder landwirtschaftliche Adelsg&uuml;ter. Weiter: Ungeheure Summen flie&szlig;en f&uuml;r externe Berater der Politiker; das h&ouml;chste Einzelhonorar<br>\nvon rund 1,1 Mio &euro; wurde 2007 beim Gesetzentwurf zur Neuorganisation der Eisenbahnen gezahlt. Beraterfirmen k&ouml;nnen in Deutschland bestens leben. Das ist nicht nur ein Finanzproblem, sondern wirft ein Schlaglicht auf die unversch&auml;mte Praxis, Gesetzesvorlagen von Lobbyisten verfertigen zu lassen.<br>\nUnverbl&uuml;mt verurteilt der Autor die seit Jahren betriebene Umverteilung von unten nach oben. Dazu passt die abgedruckte UNO-Rangliste zur Lebensqualit&auml;t: Auf ihr erreicht die reiche Bundesrepublik einen hinteren Platz 22. Zur Pl&uuml;nderung geh&ouml;rt eben zunehmend die des Sozialstaates. W&auml;hrend der Anteil der Sozialausgaben 2004 noch 31,52 Prozent der Gesamtausgaben betrug, sank er 2008 auf 28,96 Prozent.<br>\n&raquo;Lieber reich und gesund&laquo; ist ein Kapitel ironisch &uuml;berschrieben, in dem das Gesundheitswesen beleuchtet wird. In irgendeiner Weise hat jeder unbemittelte B&uuml;rger den Sozialabbau bereits am eigenen Leib zu sp&uuml;ren bekommen, was mit den aktuellen Sparbeschl&uuml;ssen potenziert wird &ndash; mit Recht spricht der Autor nicht nur von materiellen Einbu&szlig;en, sondern vom Pl&uuml;ndern der Lebensqualit&auml;t.<br>\nDieses Buch erschien kurz bevor die schwarz-gelbe Regierungsmehrheit ihr Sparpaket verk&uuml;ndete. Hier ist nachzulesen, wo Quellen f&uuml;r die Staatssanierung sprudeln, aber nicht angezapft werden. Und wie ma&szlig;los unsozial das Beschlossene ist. &Auml;rgerlich fragt der Autor, &raquo;was der gr&ouml;&szlig;ere Skandal ist: Die unversch&auml;mte Misswirtschaft zu Lasten der Allgemeinheit oder die Tatsache, dass die B&uuml;rger ihre eigene Auspl&uuml;nderung nahezu lethargisch hinnehmen&laquo;.<br>\nWieczorek schreibt mit frecher spitzer Feder, sein unakademischer klarer Stil macht das Verstehen leicht. Wer nachfragen m&ouml;chte, findet ein umfangreiches Quellenregister.<br>\nAnnemarie G&ouml;rne. Aus das &bdquo;Sprachrohr&ldquo; ver.di Juli 2010<br>\nThomas Wieczorek: Die gepl&uuml;nderte Republik.<br>\nKnaur Taschenbuch. 284 Seiten. 8,95 &euro;.<br>\nISBN 978-3-426-78373-3<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Medien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Journalisten recherchieren immer weniger<\/strong><br>\nDie Befragten gaben mehrheitlich an, dass der Aufdeckungsjournalismus von fr&uuml;her teilweise in Vergessenheit geraten ist. Hinter dem mittlerweile stark ansteigenden Sensations- und Eventjournalismus st&uuml;nde zumeist eine Charaktershow, so Andy Kaltenbrunner, Gesellschafter des Medienhauses Wien und einer der Herausgeber der Studie. Politiker oder Prominente r&uuml;ckten in der Berichterstattung an die Stelle der reinen Sachverhalte. Dabei sinke die Anzahl der sorgf&auml;ltig recherchierten Nachrichten sowie die der ausf&uuml;hrlichen Hintergrundberichterstattungen auffallend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/kultur\/medien\/582766\/index.do?from=gl.home_kultur\">Die Presse<\/a><\/li>\n<li><strong>Martin Sonneborn im Gespr&auml;ch: &ldquo;Ein Todesurteil gegen mich&rdquo;<\/strong><br>\nPolitclown, Guerilla-Journalist oder Etikettenschwindler? Martin Sonneborn &uuml;ber naive Lobbyisten, Guido Westerwelle und die Vorw&uuml;rfe des ZDF gegen den Satiriker. Seine Undercover-Filme sind eines der Aush&auml;ngeschilder der heute-show im ZDF: Martin Sonneborn, 45, lockt Politiker und Normalb&uuml;rger gerne in die Falle. Wegen eines Interviews mit einem Lobbyisten der Pharma-Industrie ist der ehemalige Chef des Satire-Magazins Titanic nun in die Kritik geraten. Es hie&szlig;, die ausgestrahlte Passage sei nicht autorisiert gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/2.220\/martin-sonneborn-im-gespraech-ein-todesurteil-gegen-mich-1.969744\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier ist nochmal das betreffende <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yW405x_18_0\">Interview mit dem Pharma-Lobbyisten<\/a><\/em>. <\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;ffentlich-rechtlicher Journalismus: Im W&uuml;rgegriff der Parteien<\/strong><br>\nMedienpolitik: Parteien haben die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender fest im Griff &ndash; Folgen f&uuml;r den Journalismus: Gef&auml;lligkeit, Verharmlosung, Bequemlichkeit<br>\nJournalistische Glanzst&uuml;cke &ndash; die es durchaus gibt &ndash; wie das NDR-Magazin ,,Zapp&rdquo; oder die Reportagen ,,Aghet&rdquo; und ,,Das Erbe der Quandts&rdquo; werden lieblos in den dritten Programmen oder nach Mitternacht versendet, also weitgehend unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit, um niemandem weh zu tun. Zur besten Sendezeit laufen stattdessen belanglose Schmonzetten, Volksmusik oder pseudopolitische Talkshows, in denen die stets gleichen Gesichter ihre Versatzst&uuml;cke durcheinander rufen. Die &Ouml;ffentlich-rechtlichen haben sich in eine ruin&ouml;se Abw&auml;rtsspirale im Wettbewerb mit den Privatsendern begeben. Bei Sport&uuml;bertragungen oder im Unterhaltungsbereich sind sie kaum noch von diesen unterscheidbar. Drei Beispiele aus diesem Jahr demonstrieren die &ouml;ffentlich-rechtliche Kapitulation vor der Politik exemplarisch: Regierungssprecher Ulrich Wilhelm, ein Mann mit CSU-Parteibuch, wird Intendant des Bayerischen Rundfunks. Im Gegenzug wird ZDF-Nachrichtensprecher Steffen Seibert neuer Verk&uuml;nder der Bundesregierung &ndash; was jedem journalistischen Berufsethos widerspricht. Und beim Zweiten Deutschen Fernsehen wird der Vertrag von Chefredakteur Nikolaus Brender nicht verl&auml;ngert &ndash; nicht zuletzt dank des emsigen Einsatzes des hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch (CDU).<br>\nDie Sender sind zu einem Spielball und personellen Selbstbedienungs- und Selbstversorgungsladen der Politik verkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.echo-online.de\/freizeit\/multimedia\/medienpublizistik\/100720ardzdf.\/Im-Wuergegriff-der-Parteien;art2550,1023452\">Echo online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Der Schleier der Fundamentalisten<\/strong><br>\nDer muslimische Ganzk&ouml;rperschleier ist nicht nur zutiefst menschenverachtend, sondern er bedeutet auch den totalen Sieg des politisierten Islam. Burka, Nikab und Tschador geh&ouml;ren deshalb verboten &ndash; fordert Alice Schwarzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~EA041CEEF683D4EA38C4F79429F60DFD6~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> &Uuml;ber Manches in diesem Kommentar kann man streiten. Aber nachdem Frau Schwarzer Jahre lang gegen die Nackedeifotos in der BILD-Zeitung Stimmung und vor wenigen Jahren ausgerechnet <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2373\/alice-schwarzer-nicht-zwangsprostituiert\/\">Werbung f&uuml;r die BILD-Zeitung<\/a> machte &ndash; nachdem sie einen Preis von einem Verlag entgegen nahm, der viel <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/archiv\/printmedien\/zapp676.html\">Geld mit Pornographie verdient<\/a> &ndash; nachdem sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=1232\">1-Euro-Jobberinnen in der Emma-Redaktion einsetzen wollte<\/a>, halte ich sie trotz aller Verdienste nicht mehr f&uuml;r glaubw&uuml;rdig. Au&szlig;erdem lesen wir hier im Kleingedruckten, dass im September ein Buch von ihr erscheinen wird, dass sich offensichtlich mit diesem Themenkomplex besch&auml;ftigen wird &ndash; da liest sich der Text wie eine Werbung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Fall Shirley Sherrod: Die Rassismus-Aff&auml;re, die keine war<\/strong><br>\nEin Video zeigte sie, wie sie angeblich &uuml;ber Wei&szlig;e herzog &ndash; deswegen dr&auml;ngte die US-Regierung die schwarze Beamtin Shirley Sherrod zur K&uuml;ndigung. Jetzt steht fest: Die Vorw&uuml;rfe sind haltlos. US-Pr&auml;sident Obama hat ein Problem. Er rief die Frau pers&ouml;nlich an, dr&uuml;ckte sein Bedauern aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,707979,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Ein einzelner &ndash; eindeutig von Rassismus motivierter &ndash; Blogger rei&szlig;t ein Teil einer Rede aus dem Zusammenhang, um dem Redner das genaue Gegenteil von dem zu unterstellen, was er tats&auml;chlich gesagt hat, und Fox-News l&auml;sst dieses Video wiederholt im Fernsehen laufen. Das ist nicht neu. Dass dies aber auf h&ouml;chster Stelle ungepr&uuml;ft f&uuml;r bare M&uuml;nze genommen wird, und ein entsprechendes Handeln ausl&ouml;st, zeigt die St&auml;rke dieser Meinungsmanipulation auch auf die Regierenden &ndash; und die Angst der Regierenden vor der Demagogie von Rechts. Der Demagoge Glenn Beck schlachtet diesen Vorfall aus, und stellt Frau Sherrod als Opfer der Leichtfertigkeit der Obama-Regierung dar, wie die <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/07\/22\/opinion\/22thu4.html?ref=opinion\">NYT in einem Kommentar erw&auml;hnt<\/a>. Beck ist ein Demagoge der &uuml;belsten Sorte, und es ist echt peinlich, dass er mit diesem Satz tats&auml;chlich Recht hat. Auch <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/07\/21\/fooled-again-and-again-and-again\/\">Paul Krugman kritisiert die Angst in Washington vor den Rechtskonservativen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Radio Dreyeckland: Interview mit Wolfgang Lieb <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freie-radios.net\/portal\/content.php?id=35186%20\">Radio Dreyeckland [MPEG &ndash; 27.9 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Nach dem Ramelow-Urteil<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/230710_klaus_stuttmann.png\" alt=\"Nach dem Ramelow-Urteil\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur.php\">Klaus Stuttmann<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bankenstresstest f&auml;llt durch; Geldversteck Liechtenstein; Ackermann ist Banker des Jahres; vom Wirtschaftswunder f&uuml;r die Zukunft lernen; US-Wirtschaft &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich unsicher&rdquo;; atypische Besch&auml;ftigung; Personal im &Ouml;ffentlichen Dienst; unbegrenzt &Uuml;berstunden; Kik kickt Mitarbeiter raus; Solarstrom im Sommer; Verfassungsschutz-Urteil; mitbestimmte Innovation; Postdemokratie; im Zweifel f&uuml;r die M&auml;chtigen; kalter Putsch bei der Bundeswehr; Antragscoaching<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6258\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6258","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6258"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6258\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6272,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6258\/revisions\/6272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}