{"id":62593,"date":"2020-07-03T08:34:01","date_gmt":"2020-07-03T06:34:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593"},"modified":"2020-07-03T08:34:01","modified_gmt":"2020-07-03T06:34:01","slug":"hinweise-des-tages-3644","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h01\">Wirecard<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h02\">Die niedrigsten Standards Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h03\">Scharfe Kritik des Parit&auml;tischen: Jobcenter d&uuml;rfen wieder Sanktionen verh&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h04\">Rente in der Krise? Keine Spur!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h05\">Schiedsverfahren um geplatzte Pkw-Maut soll Millionen kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h06\">&ldquo;Das universelle Grundeinkommen: Der feuchte Traum des Weltwirtschaftsforums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h07\">Corona-Krise: Mehr Umsatz f&uuml;r Online-Handel, schlechte Zeiten f&uuml;r &ldquo;gesellschaftlichen Flurfunk&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h08\">T&uuml;rkei: Mord im Auftrag des Staates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h09\">Aufstand in der letzten Kolonie: Die Regierung der Niederlande schickt die Armee nach Curacao<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h10\">Julian Assange: Sterben auf Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h11\">Wahlrechtsreform: Ein Gesetz f&uuml;r Wahlgewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62593#h12\">Zu guter Letzt: Ex-Mitarbeiter verteidigt T&ouml;nnies: &ldquo;Also ich wurde nie ausgebeutet&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirecard<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wirecard schon 2018 Fake: Credit Suisse und Ernst &amp; Young blind<\/strong><br>\nDie Milliarden-Guthaben in Fernost waren l&auml;ngst erfunden. Wirecard zahlte der Buchpr&uuml;ferin EY j&auml;hrlich rund 2 Millionen Euro.<br>\nRed. Diesen Artikel haben wir von Redaktor Lukas H&auml;ssig von Inside Paradeplatz &uuml;bernommen.<br>\nLaut einem eigenen Bericht von Ernst &amp; Young (EY) waren deklarierte Milliarden-Guthaben in Fernost l&auml;ngst erfunden. EY testierte Bilanz- und Erfolgsrechnungen trotzdem. Die Credit Suisse (CS) platzierte Anlagevehikel mit Wirecard-Aktien.<br>\nF&uuml;r zwei der wichtigsten und gr&ouml;ssten Unternehmen in der Finanzindustrie, EY und die CS, wird das Wirecard-Debakel zur harten Pr&uuml;fung. Die Revisorin winkte die Jahresabschl&uuml;sse bis 2018 durch, ohne zu pr&uuml;fen, ob behauptete Konten in Asien wirklich existierten.<br>\nDie CS platzierte derweil im Herbst 2019 eine Wandelanleihe mit unterlegten Wirecard-Aktien im Umfang von fast 1 Milliarde bei Investoren. Laut CS h&auml;tten Pensionskassen die Anleihe nicht gekauft.<br>\nWas hatten EY und CS untersucht? Welche Anstrengungen unternahmen die beiden renommierten Konzerne mit Mitarbeitern rund um den Globus, bevor sie ihren Segen gaben?<br>\nDer Fall k&ouml;nnte zu teuren Klagen f&uuml;hren. Die CS sagt, sie sehe keine gravierenden Folgen. &bdquo;Aus heutiger Sicht erwarten wir keine signifikante finanzielle Auswirkungen&ldquo;, meinte ein Sprecher letzte Woche. EY fl&uuml;chtet sich derweil in die Opferrolle. Man sei selber von Wirecard get&auml;uscht worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Wirecard-schon-2018-Fake-Credit-Suisse-und-Ernst-amp-Young-blind\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Fall Wirecard<\/strong><br>\nMit dem Skandal um den Fintech-Konzern Wirecard stehen Hoffnungen auf eine St&auml;rkung des Finanzplatzes Deutschland vor dem Scheitern. Das Unternehmen, das lange Zeit als eine der erfolgreichsten Firmengr&uuml;ndungen der Bundesrepublik galt, hatte seinen Aufstieg mit der Abwicklung von Kartenzahlungen erreicht und im September 2018 die Commerzbank im Dax, dem Index der 30 gr&ouml;&szlig;ten deutschen Konzerne, abgel&ouml;st. Wirecard schien Deutschland die Chance zu bieten, im Schnittfeld der Finanz- und der Digitalbranche zur Weltspitze aufzuschlie&szlig;en. Als Journalisten Anfang 2019 Unregelm&auml;&szlig;igkeiten im S&uuml;dostasiengesch&auml;ft des Unternehmens aufdeckten, nahmen zwar die Beh&ouml;rden in Singapur, dem Regionalstandort der Firma, umfassende Ermittlungen auf, nicht jedoch die zust&auml;ndigen deutschen Stellen. Die Finanzaufsicht BaFin griff vielmehr Wirecard mit dem raschen Verbot von &ldquo;Leerverk&auml;ufen&rdquo; unter die Arme und erstattete Anzeige gegen einen einschl&auml;gig recherchierenden Journalisten. Dem R&uuml;ckschlag f&uuml;r den Finanzplatz Deutschland, den der Skandal nun bewirkt, gingen weitere voraus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8322\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirecard soll seit 2014 betrogen haben<\/strong><br>\nStaatsanw&auml;lte gehen davon aus, dass der Konzern schon fr&uuml;h mit falschen Zahlen arbeitete. Aufsichtsbeh&ouml;rden und Pr&uuml;fer lie&szlig;en sich demnach ein halbes Jahrzehnt lang t&auml;uschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirecard-news-1.4954711%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirecard-Skandal: Wir haben als Erste gewarnt!<\/strong><br>\nDas #Wirecard-Fiasko ist eine Blamage f&uuml;r den deutschen Finanzplatz. &Uuml;ber die Commerzbank und die KfW stehen Millionen Steuergelder im Feuer. Das Wunderkind der deutschen #B&ouml;rse ist abgest&uuml;rzt, fast 2 Milliarden Euro fehlen in der Bilanz. Seit langer Zeit gibt es Berichte &uuml;ber Unregelm&auml;&szlig;igkeiten und den Verdacht der Geldw&auml;sche bei Wirecard. Dabei hat die Finanzaufsicht #BaFin gepennt und sogar Journalisten angezeigt, die kritisch zu Wirecard berichteten! Meine Fraktion war die einzige, die fr&uuml;hzeitig Nachfragen zu den Vorw&uuml;rfen gegen Wirecard gestellt hat. Wir brauchen eine Finanzaufsicht, die auf die digitalen Gesch&auml;ftsmodellen der neuen Finanzkonzerne passt und eine strengere Haftung der Wirtschaftspr&uuml;fer!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zVr9OaAMHJE&amp;feature=youtu.be\">DIE LINKE. im Bundestag via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die niedrigsten Standards Europas<\/strong><br>\nEin Dialog mit der Fleischindustrie ist nutzlos, sagt Alexander M&uuml;nchow von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten. Der gesamte Billigfleischsektor sei systematisch auf Ausbeutung der Besch&auml;ftigten ausgerichtet und &ldquo;die Politik hat ihren Beitrag geleistet, damit das auch gut funktioniert&rdquo;. [&hellip;]<br>\nHerr M&uuml;nchow, die &uuml;blen Arbeitsbedingungen in den gro&szlig;en Schlachtbetrieben machen aktuell Schlagzeilen. Freut sich die NGG, das Thema endlich in der breiten &Ouml;ffentlichkeit zu haben?<br>\nNein, wir freuen uns nicht. Das w&auml;re ja zynisch. Aber nat&uuml;rlich war es l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, dass die Situation und die Lebensbedingungen der Besch&auml;ftigten in der Fleischindustrie endlich an die &Ouml;ffentlichkeit kommen. Wir skandalisieren das schon seit Jahrzehnten, aber da hat die Politik hartn&auml;ckig weggeh&ouml;rt und lieber den Fleischbaronen ihr Ohr geschenkt. Die haben die Politik ja auch teilweise sehr &uuml;berschw&auml;nglich mit Parteispenden finanziert. Da h&ouml;rt man bei den Gewerkschaften gerne mal weg. Deshalb sagen wir: Die Coronakrise hat jetzt offenbar gemacht, was schon lange ein Problem war, aber von Freude kann keine Rede sein.<br>\nSie sagen, die Politik hat in vergangenen Jahren weggeh&ouml;rt &ndash; diskutiert wurde das Thema immer mal wieder und es gab freiwillige Selbstverpflichtungen der gro&szlig;en Fleischkonzerne. Warum hat sich nichts ver&auml;ndert?<br>\nFreiwillige Selbstverpflichtungen in dieser Branche bringen &uuml;berhaupt nichts. Das war uns auch zu jedem Zeitpunkt klar und das ist auch einer der Gr&uuml;nde, warum wir jetzt sagen, ein Dialog mit der Fleischindustrie bringt &uuml;berhaupt nichts. Wir setzen uns in der Sache mit denen nicht mehr an einen Tisch. Die Fleischbarone haben sich nie an Vorgaben gehalten. Einigerma&szlig;en gewirkt hat nur die Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns. Aber im Prinzip ist diese ganze Branche systematisch auf Ausbeutung der Besch&auml;ftigten ausgerichtet und die Politik hat ihren Beitrag geleistet, damit das auch gut funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/483\/die-niedrigsten-standards-europas-6846.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Uns doch Wurst!<\/strong><br>\nDeutschland entdeckt sein Herz f&uuml;r die Fleischarbeiter. Warum erst jetzt?<br>\nErst wenn es zu sp&auml;t ist, nimmt man Notiz von einem Missstand. Dass diese alte Binsenweisheit stimmt, erlebt man dieser Tage nachdr&uuml;cklich. Im Zusammenhang mit dem Los der Fleischarbeiter n&auml;mlich. Dass die es nicht leicht haben, ahnte man ja immer irgendwie. Der interessierte Beobachter tat freilich mehr als nur zu ahnen &ndash; er wusste es. Das Wissen half ihm aber nichts, es ging ja munter so weiter. Schlie&szlig;lich musste der deutsche Ausschnitt der Welt mit billigem Fleisch versorgt wird. Bis Corona kam.<br>\nDer Fleischarbeiter war halt ein Kollateralschaden. Ein Systemopfer. Systemrelevant durchaus, denn nur wer billig satt gemacht wird, rebelliert nicht. Ludwig XVI. wei&szlig; ein Lied mit seinem abgeschlagenen Haupt davon zu singen. Die Versorgungslage war seinerzeit der Revolutionsgrund schlechthin. Insofern spielt der am toten Tier T&auml;tige eine mehr als wichtige Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1138567.corona-und-die-fleischindustrie-uns-doch-wurst.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Abstimmung im Bundesrat: Noch weniger Rechte f&uuml;r die Sau<\/strong><br>\nTrotz Fleischskandal, trotz Tierwohldebatten: Der Bundesrat will einer Gesetzes&auml;nderung zustimmen, die das elende Leben der Muttersauen weiter verschlechtert. Die Gr&uuml;nen sind auch dabei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/muttersauen-bundesrat-will-gesetzesaenderung-verabschieden-zum-nachteil-der-tiere-a-62e49f90-7586-44ea-8223-50e241460b56\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Grauenhaft und pervers, und nat&uuml;rlich muss man bei solchen Entscheidungen auf die Pseudo-Gr&uuml;nen raufhauen. Aber auch wenn man nicht &ldquo;gr&uuml;n&rdquo; ist, sondern SPD oder CDU: haben die Abgeordneten und die Regierungsvertreter nicht wenigstens ein Mitleid mit den armen Tieren, damit deren &ndash; nur Monate kurzes &ndash; Leben nicht nur unertr&auml;glich ist? Aber nein: laut Artikel wird in Deutschland seit satten 20 Jahren (!!) ein gesetzeswidriger Zustand geduldet, w&auml;hrend in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern diese Art der Haltung schon lange verboten ist, also nicht einmal das &ndash; an dieser Stelle besonders uns&auml;gliche &ndash; &ldquo;Argument&rdquo; mit der Wettbewerbsf&auml;higkeit zieht. Wahrscheinlich w&uuml;rde die etwas bessere Haltung nur ein paar Cent pro kg Fleisch kosten, aber selbst die sollen\/d&uuml;rfen\/m&uuml;ssen &ldquo;eingespart&rdquo; werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.W.:<\/strong> Endlich mal ein sachlicher und zutreffender Spiegel-Artikel! Hier zeigt sich wieder einmal die Doppelz&uuml;ngigkeit der Politik und die Tatsache, dass man uns alle f&uuml;r Idioten h&auml;lt&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scharfe Kritik des Parit&auml;tischen: Jobcenter d&uuml;rfen wieder Sanktionen verh&auml;ngen<\/strong><br>\nMit Emp&ouml;rung reagiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband auf eine aktuelle Weisung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, nach der Jobcenter ab sofort grunds&auml;tzlich wieder Sanktionen gegen Hartz IV-Beziehende verh&auml;ngen d&uuml;rfen. Sanktionen waren mit der coronabedingten Schlie&szlig;ung der Jobcenter ausgesetzt worden und sollen nun mit der schrittweisen &Ouml;ffnung f&uuml;r Publikumsverkehr wieder aufgenommen werden. Der Verband erinnert mahnend an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 5. November 2019, das die Sanktionspraxis grundlegend in Frage gestellt hatte. Die durch das Urteil notwendig gewordene gesetzliche Neuregelung steht bis heute aus. Aus Sicht des Verbandes sind die Sanktionen inhuman und in der Sache nicht zu rechtfertigen. Der Parit&auml;tische spricht sich f&uuml;r eine ersatzlose Streichung aus.<br>\n&ldquo;Sanktionen sind kontraproduktiv und treiben Menschen ins Elend. Es zeugt schon von au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Kaltherzigkeit oder aber Lebensferne, wenn Menschen in der Grundsicherung trotz der offensichtlichen coronabedingten Mehrbedarfe nicht nur nach wie vor finanzielle Soforthilfe verweigert, sondern nun auch noch mit Leistungsk&uuml;rzungen gedroht wird&rdquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. &ldquo;Statt b&uuml;rokratischer Drangsalierung brauchen die &Auml;rmsten dieser Gesellschaft endlich konkrete Hilfe.&rdquo;<br>\nDer Parit&auml;tische unterstreicht seine Forderung nach einer bedarfsgerechten Anhebung der Regels&auml;tze und der kompletten Abschaffung von Sanktionen. &bdquo;Es wird h&ouml;chste Zeit, dass wir diese antiquierte Rohrstockp&auml;dagogik aus dem vorletzten Jahrhundert &uuml;berwinden und zu einem den Menschen zugewandten sanktionsfreien Hilfesystem gelangen&ldquo;, so Schneider.<br>\nDer Verband k&uuml;ndigt f&uuml;r die kommende Woche den Auftakt einer gemeinsamen Kampagne mit Sanktionsfrei e.V. an, um politisch Druck f&uuml;r eine menschenw&uuml;rdige Grundsicherung zu machen. Hintergr&uuml;nde zu der gemeinsamen Kampagne werden am 7. Juli in einem gemeinsamen Online-Pressegespr&auml;ch vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/scharfe-kritik-des-paritaetischen-jobcenter-duerfen-wieder-sanktionen-verhaengen\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><strong>dazu: Wieder Sanktionen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger m&uuml;ssen ab sofort wieder mit Sanktionen rechnen, sollten sie gegen Auflagen der Jobcenter versto&szlig;en. Eine entsprechende Weisung hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in Absprache mit dem Bundesarbeitsministerium an die Jobcenter herausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/wieder-sanktionen-fuer-hartz-vier-empfaenger-100.html\">mdr<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rente in der Krise? Keine Spur!<\/strong><br>\nRentenanpassungen ausbremsen wegen Corona? Modellrechnungen, die dramatisch steigende Beitragss&auml;tze und Bundeszusch&uuml;sse vorhersagen, sind in vielen Punkten unzul&auml;ssig verk&uuml;rzt. Eine differenzierte Betrachtung von Zusammenh&auml;ngen und Tendenzen in der Rezession [&hellip;]<br>\nAussagen, dass die Besch&auml;ftigten aufgrund der aktuellen Krise &uuml;bervorteilt w&uuml;rden, basieren auf einer verk&uuml;rzten und unvollst&auml;ndigen Modellierung der &ouml;konomischen und finanziellen Effekte. Nach aktueller Sch&auml;tzung k&ouml;nnten die VGR-L&ouml;hne in 2020 sinken, aber die ma&szlig;geblichen beitragspflichtigen L&ouml;hne steigen. Dann w&uuml;rde eine Renten-Nullrunde im Jahr 2021 sogar bedeuten, dass die Renten langsamer steigen als die beitragspflichtigen Einkommen der Besch&auml;ftigten. Dann w&auml;re sogar die gegenteilige These richtig: Die Rentnerinnen und Rentner tragen zun&auml;chst einen gr&ouml;&szlig;eren Teil der Krisenkosten und w&uuml;rden erst sp&auml;ter wieder aufholen.<br>\nWie sich die Corona-Krise auswirken wird, h&auml;ngt ma&szlig;geblich davon ab, wie die Unternehmen auf die Krise reagieren. Entlassen die Unternehmen die Besch&auml;ftigten und nutzen die Kurzarbeit kaum, dann wird das Rentenniveau n&auml;chstes Jahr nicht steigen &ndash; eher sogar auf 48 Prozent sinken. Sollten die Unternehmen das Instrument der Kurzarbeit massiv nutzen &ndash; wonach es aussieht &ndash;, dann k&auml;me es voraussichtlich zu dem angedeuteten Effekt eines Rentenniveausprungs (ohne Rentenerh&ouml;hung).<br>\nWie es ab 2022 weitergeht, ist aktuell noch schwerer abzusch&auml;tzen. Dies h&auml;ngt neben den Fragen, wie die Krise sich dieses Jahr auswirkt, insbesondere auch von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung im n&auml;chsten Jahr ab. Klar ist aber: So oder so ist ab 2022 mit mehreren, sich &uuml;berlagernden Effekten zu rechnen, so dass gr&ouml;&szlig;ere Schwankungen zu erwarten sind. Die absehbaren Effekte werden aber das Rentensystem nicht aus dem Gleichgewicht werfen. Vielmehr wird sich das System auch unter ver&auml;nderten Bedingungen auf einen neuen Pfad aus Beitragssatz, Rentenwert und Rentenniveau einpendeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/blog-17857-rente-in-der-krise-keine-spur-24599.htm\">WSI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schiedsverfahren um geplatzte Pkw-Maut soll Millionen kosten<\/strong><br>\nAllein der Spitzenanwalt, der den Bund vertritt, berechnet 675 Euro &ndash; pro Stunde. Andreas Scheuers Ministerium erwartet unabh&auml;ngig vom Ausgang hohe Kosten. Fachleute sehen das neuerliche Verfahren vor dem Schiedsgericht nicht nur deshalb kritisch.<br>\nDie Aff&auml;re um die Pkw-Maut wird f&uuml;r deutsche Steuerzahler ein millionenschweres Nachspiel haben. Im Rechtsstreit um die K&uuml;ndigung des vor einem Jahr geplatzten CSU-Prestigeprojekts erwartet das Bundesverkehrsministerium Anwaltskosten von mehreren Millionen Euro. Das verlautet nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR aus Ministeriumskreisen. Vertrauliche Regierungsdokumente zeigen, dass allein der Top-Anwalt des Ministeriums im Schiedsverfahren 675 Euro verdient &ndash; pro Stunde. Weil mehrere Anw&auml;lte Monate, wenn nicht Jahre, an dem Fall arbeiten m&uuml;ssen, werden die Kosten insgesamt wohl in die Millionen gehen, verlautet es aus dem BMVI.<br>\nDas geheime Schiedsverfahren zu den finanziellen Folgen des Maut-Debakels l&auml;uft bereits seit einigen Monaten hinter verschlossenen T&uuml;ren. Der EuGH hatte die Maut im Juni 2019 als europarechtswidrig eingestuft und gestoppt. Weil Scheuer die milliardenschweren Betreibervertr&auml;ge schon vor dem Urteil abschloss, fordern die Maut-Betreiber 560 Millionen Euro Schadenersatz. &Uuml;ber diese Forderungen und Gegenforderungen des Staates muss das Schiedsgericht entscheiden. Die vertraulichen Informationen zeigen nun, dass das Verfahren auch v&ouml;llig unabh&auml;ngig vom Ausgang f&uuml;r deutsche Steuerzahler teuer wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pkw-maut-schiedsverfahren-millionen-kosten-1.4954523\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Das universelle Grundeinkommen: Der feuchte Traum des Weltwirtschaftsforums<\/strong><br>\nDas Weltwirtschaftsforum, der Club der gr&ouml;&szlig;ten multinationalen Konzerne, propagiert seit einigen Jahren die Idee des weltweiten universellen Grundeinkommens. Dahinter steckt nicht Menschenfreundlichkeit, sondern Machtkalk&uuml;l und Gewinnstreben. Die &Uuml;berschneidungen mit den Kampagnen gegen das Bargeld und f&uuml;r die biometrische Identifizierung sind enorm.(&hellip;)<br>\nEin weltweites Grundeinkommen f&uuml;r alle w&auml;re so etwas wie die Kr&ouml;nung der Programme zur Massen&uuml;berwachung, die auf Betreiben oder mit t&auml;tiger Mithilfe von US-Regierung und Weltwirtschaftsforum bereits vorangetrieben werden. In diesen Kreisen denkt und plant man gro&szlig; und sehr langfristig. Alle Erdenb&uuml;rger sollen an das digitale System angeschlossen werden, das von der US-Regierung und den US-Digitalkonzernen kontrolliert wird. Das soll mit einem Strau&szlig; von Programmen bewerkstelligt werden. Dazu geh&ouml;rt die Beseitigung des Bargelds. Schl&uuml;sselspieler der Kampagne gegen das Bargeld sind auch ma&szlig;geblich an dem Grundeinkommensprojekt im Sudan beteiligt, namentlich mindestens USAID, Weltbank und das Omidyar Network. Das Weltwirtschaftsforum wirbt sowohl f&uuml;r finanzielle Inklusion als auch f&uuml;r das universelle Grundeinkommen. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Das universelle Grundeinkommen hat alle Merkmale von &sbquo;Brot und Spiele&lsquo;, die das r&ouml;mische und das byzantinische Reich nutzten um Unzufriedenheit zu zerstreuen und die Massen ruhigzustellen, anstatt ihnen &ouml;konomische Chancen und politische Mitsprache zu erm&ouml;glichen.&ldquo;<br>\nViele der heutigen sozialen Probleme h&auml;tten ihre Wurzeln in der Missachtung des demokratischen Prozesses. &bdquo;Die L&ouml;sung ist nicht, genug Kr&uuml;mel zu verteilen, um die Leute daheim, abgelenkt und sonstwie befriedigt zu halten, sondern den demokratischen Prozess wiederzubeleben.&ldquo;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/grundeinkommen-weltwirtschaftsforums\/\">Nobert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Ein ganz wichtiger Artikel von Norbert Haering der zurecht auf immer wieder auf die &ldquo;feuchten Tr&auml;ume&rdquo; des Weltwirtschaftsforums in Davos hinweist, dass im Zuge der allgemeinen Verunsicherung im Rahmen der Scheinwerfer auf Corona viele Konzepte zur &Uuml;berwachung und Ruhigstellung der Massen realisieren will. Egal ob Bargeldabschaffung, ID2020, Known Traveller oder das universelle Grundeinkommen (viele Artikel dazu auch auf dem Blog von Norbert Haering) &ndash; allen Konzepten gemein ist die massive Bedrohung von dem was wir bisher noch unter Freiheit kennen, ersetzt durch massiven Technikeinsatz, Kontrolle, &Uuml;berwachung, Repressionen, Zwang zur Anschaffung immer neuer, zu aktualisierten &Uuml;berwachungstechnik (Smartphone und Co.). Nat&uuml;rlich gibt es auch einige Gewinner und Profite, aber die breite Masse w&uuml;rde vieles verlieren, was das Leben &uuml;berhaupt lebenswert macht. Nachdenken ist angesagt, ob das gesellschaftspolitisch vom Gro&szlig;teil der Menschen erw&uuml;nscht ist!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona-Krise: Mehr Umsatz f&uuml;r Online-Handel, schlechte Zeiten f&uuml;r &ldquo;gesellschaftlichen Flurfunk&rdquo;<\/strong><br>\nAngeblich &ouml;ffnen die Deutschen ihre Geldbeutel wieder, aber es freut sich nur ein Teil des Einzelhandels. Mehr Kurzarbeitende, Arbeitslose und Hartz-IV-Empf&auml;nger deuten auf Fortdauer der Krise<br>\nDer Einzelhandel hat sich im Mai belebt, im Augenblicksschnappschuss &auml;hnelt die Belebung sogar dem oft beschworenen &ldquo;V&rdquo;. Aber die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni erneut gestiegen, die Zahl der Kurzarbeitenden ist die h&ouml;chste jemals ermittelte, und ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Hartz-IV-Empf&auml;nger: Das ist das Bild zur Lage, das zwei Meldungen des Statistischen Bundesamts (hier und hier) zu Anfang der zweiten Jahresh&auml;lfte 2020 machen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Auswirkungen der Corona-Krise.<br>\nDie deutschen Konsumenten w&uuml;rden seit den fr&uuml;hen Gesch&auml;fts&ouml;ffnungen im Mai &ldquo;wieder ihre Geldb&ouml;rsen &ouml;ffnen&rdquo;, frohlockt ein deutscher Volkswirt in der Financial Times &uuml;ber die Nachricht von der Wende im Einzelhandel. Das Bild f&uuml;hrt etwas in die Irre. Da es &ndash; unterlegt mit dem Aufmacherbild zum Artikel, das eine belebte Fu&szlig;g&auml;ngerzone zeigt &ndash; suggeriert, dass viele wieder in Gesch&auml;ften einkaufen gehen.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Zuwachsraten im Einzelhandel verzeichnet jedoch, was auch die britische Finanzzeitung prominent herausstellt, der Online-Handel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Krise-Mehr-Umsatz-fuer-Online-Handel-schlechte-Zeiten-fuer-gesellschaftlichen-Flurfunk-4801032.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Mord im Auftrag des Staates<\/strong><br>\nMit Drohnen gegen die Zivilbev&ouml;lkerung; weitere Angriffe im Nordirak. Deutsche Waffen in Libyen<br>\nIm Krieg gegen die kurdische Bev&ouml;lkerung in der T&uuml;rkei, in Nordsyrien und im Nordirak setzt die T&uuml;rkei zunehmend Kampfdrohnen ein. Mit dem Argument, gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK vorzugehen, versucht sie ihre v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe in den Nachbarl&auml;ndern zu legitimieren. Tats&auml;chlich trifft es jedoch die Zivilbev&ouml;lkerung: vor allem Frauen und Kinder.<br>\nLetzte Woche wurden in einem Dorf bei Kobane im Norden Syriens drei Zivilistinnen, darunter zwei Aktivistinnen der kurdischen Frauenorganisation Kongreya Star durch eine t&uuml;rkische Kampfdrohne der t&uuml;rkischen Armee get&ouml;tet. Trotz der eindeutigen T&auml;terschaft der T&uuml;rkei war diese extralegale Hinrichtung syrischer Staatsb&uuml;rgerinnen innerhalb Syriens fast allen deutschen Medien keine Meldung wert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkei-Mord-im-Auftrag-des-Staates-4800416.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Bombenkrieg gegen Kurden und Jesiden<\/strong><br>\nNeben Libyen und Syrien f&uuml;hrt das t&uuml;rkische Milit&auml;r seit Mitte Juni Krieg auch im Nordirak. Ein Bericht aus Sicht der Betroffenen.<br>\nDie j&uuml;ngste Operation der t&uuml;rkischen Armee im Nordirak unter dem phantasievollen Namen &laquo;Adlerkralle&raquo; begann mitternachts am 15. Juni 2020: Dutzende Kampfjets F-16 und unbemannte Drohnen starteten in Diyarbakir, der heimlichen Hauptstadt der Kurden in der T&uuml;rkei, und bombardierten im benachbarten Nordirak fl&auml;chendeckend ein Gebiet, das von der syrischen Grenze im Westen bis hin zum Iran im Osten reicht. Es handelte sich um die gr&ouml;sste Operation der T&uuml;rkei im Nachbarland seit 2015. Zeitgleich &uuml;bermittelte das t&uuml;rkische Verteidigungsministerium medienwirksam Bilder vom Verteidigungsminister Hulusi Akar, der vor einem Bildschirm die Operation beobachtete und &auml;hnlich wie ein Fussballfan bei einem Tor seiner Mannschaft bei jeder Explosion die Arme in die Luft hob und laut jubelte. &laquo;Adlerkralle&raquo; und die Bodenoffensive t&uuml;rkischer Sonderkommandos, welche zwei Tage sp&auml;ter unter dem ebenso geistreichen Namen &laquo;Tigerkralle&raquo; eingesetzt hatte, waren Chefsache, so lautete die Botschaft an die t&uuml;rkische &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Bombenkrieg-gegen-Kurden-und-Jesiden\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aufstand in der letzten Kolonie: Die Regierung der Niederlande schickt die Armee nach Curacao<\/strong><br>\nSeit Mittwoch befindet sich die zum niederl&auml;ndischen K&ouml;nigreich geh&ouml;rende Karibikinsel Cura&ccedil;ao in Aufruhr. L&auml;den werden gepl&uuml;ndert und in Brand gesteckt. Nun sollen niederl&auml;ndische Soldaten mithelfen, die &raquo;Ordnung&laquo; wieder herzustellen, berichtetete der &ouml;ffentlich-rechtliche Nachrichtenverteiler NOS am Sonnabend. Cura&ccedil;ao hat seit 2010 zwar weitgehende Autonomierechte, untersteht in Verteidigungsfragen jedoch den Niederlanden. Rund 800 Soldaten sind auf der Insel stationiert. Auch &uuml;ber die K&uuml;stenwache hat Den Haag die Befehlsgewalt. Aufgrund der Kolonialgeschichte ist der Einsatz von Soldaten im Inneren mindestens heikel.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/381120.proteste-in-curacao-den-haag-schickt-soldaten.html%20%20\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/niederlande\/politik-nl\/aufstand-in-der-letzten-kolonie-die-regierung-der-niederlande-schickt-die-armee-nach-curacao\/\">LabourNet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Die Niederlande schickt Soldaten nach Curacao. Wie w&auml;re wohl das Echo in westlichen Medien und westlicher Politik, wenn das &ldquo;b&ouml;se&rdquo; China zus&auml;tzliche Soldaten nach Hongkong schicken w&uuml;rde?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Julian Assange: Sterben auf Raten<\/strong><br>\nTrotz &auml;rztlicher Appelle wird an Willk&uuml;rhaft von Julian Assange festgehalten. Sein Tod wird in Kauf genommen<br>\nDer Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks, Julian Assange, sitzt mittlerweile seit mehr als 14 Monaten im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in London ein. Zun&auml;chst verb&uuml;&szlig;te er eine Haft wegen &raquo;Versto&szlig;es gegen Bew&auml;hrungsauflagen&laquo;, diese Strafe ist jedoch bereits seit September 2019 abgegolten. Mittlerweile sitzt der Journalist, den die USA wegen der Ver&ouml;ffentlichung von US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan vor Gericht bringen wollen, ausschlie&szlig;lich auf Grundlage des von Washington betriebenen Auslieferungsverfahrens weiter hinter Gittern. Dank der solidarischen F&uuml;rsprache seiner Mitgefangenen wurde am 24. Januar zumindest die Isolationshaft aufgehoben. Vor seiner Festnahme im April vergangenen Jahres hatte er sieben Jahre lang politisches Asyl von der damaligen linken Regierung in der ecuadorianischen Botschaft in London erhalten. Nicht nur an seinem heutigen Geburtstag, der geb&uuml;rtige Australier wird 49 Jahre alt, gibt es Woche f&uuml;r Woche auch in deutschen St&auml;dten Mahnwachen von Aktivisten, die seine sofortige Freilassung fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/381427.julian-assange-sterben-auf-raten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wahlrechtsreform: Ein Gesetz f&uuml;r Wahlgewinner<\/strong><br>\nDie Union bezeichnet ihre neuen Vorschl&auml;ge zur Reform des Wahlrechts zwar als Kompromiss, tats&auml;chlich dienen sie vor allem der Union. Das sinnvollste Konzept hingegen hat die geringsten Chancen &ndash; es stammt von der Opposition. [&hellip;]<br>\nWenn die CSU tats&auml;chlich meinen sollte, dass ihr allein schon durch die absolute Verringerung ihrer Wahlkreismandate ein unfairer Schaden zugef&uuml;gt w&uuml;rde, dann k&ouml;nnte dies nur einer Wahrnehmung geschuldet sein, dass die bestehenden Wahlkreise und die ihnen entsprechenden Mandate ihr Eigentum darstellten, in das nicht eingegriffen werden kann. Diese subjektive Eigentumswahrnehmung d&uuml;rfte aber verfassungsrechtlich wohl als eher weniger &uuml;berzeugend eingestuft werden. Auch der Einwand, durch die geografisch vergr&ouml;&szlig;erten Wahlkreise k&auml;men die Wahlkreiskandidaten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, &uuml;berzeugt nicht. Aktuelle Erkenntnisse &uuml;ber Nebent&auml;tigkeiten von Wahlkreisabgeordneten belegen zudem glaubhaft, dass diese durchaus noch &uuml;ber freie (oder gerade wieder frei gewordene) Ressourcen f&uuml;r eine geringf&uuml;gig erh&ouml;hte Betreuung ihres Wahlkreises verf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ein-gesetz-fuer-wahlgewinner-a-283e4d38-e4d9-4759-a94d-6eaa13593f4b?sara_ecid=nl_upd_1jtzCCtmxpVo9GAZr2b4X8GquyeAc9&amp;nlid=3tawr90n\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ex-Mitarbeiter verteidigt T&ouml;nnies: &ldquo;Also ich wurde nie ausgebeutet&rdquo;<\/strong><br>\nRheda-Wiedenbr&uuml;ck (dpo) &ndash; Die Emp&ouml;rung war gro&szlig;, als die Zust&auml;nde beim Fleischhersteller T&ouml;nnies in den Medien thematisiert wurden &ndash; von Ausbeutung und moderner Lohnsklaverei war die Rede. Doch nun bricht ein Ex-Mitarbeiter von Clemens T&ouml;nnies &ouml;ffentlich eine Lanze f&uuml;r seinen alten Chef: Sigmar G. gab gegen&uuml;ber dem Postillon an, stets exzellent bezahlt worden zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/07\/sigmar-g.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62593","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62593"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62595,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62593\/revisions\/62595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}