{"id":62691,"date":"2020-07-06T08:19:16","date_gmt":"2020-07-06T06:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691"},"modified":"2020-07-06T08:19:16","modified_gmt":"2020-07-06T06:19:16","slug":"hinweise-des-tages-3645","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h01\">US-Geheimdienste sp&auml;hten Assange aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h02\">Slavoj Zizek: Politically correct white people who practise self-contempt are contributing NOTHING in the fight to end racism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h03\">USA sprengen globales Projekt zur Besteuerung multinationaler Unternehmen. Was nun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h04\">Das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass der Konjunktureinbruch infolge der Corona-Pandemie eine Bankenkrise in Deutschland ausl&ouml;sen k&ouml;nnte.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h05\">Fraport-Flugh&auml;fen: Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der&nbsp;Verluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h06\">Weg mit der Rentenformel! Es gibt starke Alternativen &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h07\">Kein Ansturm auf Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h08\">Corona-Chaos in Jobcentern &ndash; Niemand f&uuml;hlt sich zust&auml;ndig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h09\">Deutschland will noch bis 2038 Kohle verstromen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h10\">Trump Is Turning America Into the &lsquo;Shithole Country&rsquo; He Fears<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h11\">Neue Wehrbeauftragte regt Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h12\">Corona-R&uuml;stungswelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h13\">Innenministerium sagt Studie zu Rassismus bei der Polizei ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h14\">BIP-Aktuell 126: Annexion &ndash; oder&nbsp;was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h15\">Corona-Krise: Regierungen m&uuml;ssen Konzernklagen verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h16\">Nordost-Syrien: &Ouml;lkatastrophe unter US-Aufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h17\">Die L&uuml;ge vom gr&uuml;nen Lifestyle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62691#h18\">Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Geheimdienste sp&auml;hten Assange aus<\/strong><br>\nGerichtsakten best&auml;tigen: Hinter der &Uuml;berwachung Julian Assanges stand das Sicherheitsteam des US-Milliard&auml;rs Sheldon Adelson.<br>\nSeit Jahren l&auml;uft eine Kampagne gegen den WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange, der mit seiner Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks etliche Verbrechen der USA und weiterer Staaten aufgedeckt hat. So zum Beispiel das &laquo;Collateral Murder&raquo;-Video, das 2010 enth&uuml;llte, wie US-Streitkr&auml;fte w&auml;hrend des Irakkriegs Journalisten gezielt ermordeten und weltweit f&uuml;r grosses Aufsehen sorgte. Dem WikiLeaks-Gr&uuml;nder, der gegenw&auml;rtig im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in London sitzt, drohen in den USA 175 Jahre Gef&auml;ngnis.<br>\nDie dreisten Methoden, mit denen mehrere US-Regierungen seit bald einem Jahrzehnt gegen Assange vorgehen, steigen allm&auml;hlich an die Oberfl&auml;che. Letzten Sommer berichtete die spanische Zeitung &laquo;El Pa&iacute;s&raquo; ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die spanische Sicherheitsfirma Undercover (UC) Global, die Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London minuti&ouml;s ausgesp&auml;ht hatte. Dorthin war der WikiLeaks-Gr&uuml;nder 2012 gefl&uuml;chtet, um so einer Auslieferung an die USA zu entgehen. Anstatt Assange zu sch&uuml;tzen, gab UC Global sensible Informationen &uuml;ber Assange und sein Team an die US-Geheimdienste weiter. Schon seit 2010 f&uuml;hrten die USA Assange auf der Abschussliste. Im April 2017 kam der Pr&auml;sidentenwechsel in Ecuador von Rafael Correa zu Len&iacute;n Moreno den USA entgegen. Zum ersten Mal seit 1917 klagten sie einen Publizisten und Verleger wegen der Verletzung des Spionagegesetzes an.<br>\nAssanges Anw&auml;lte reichten letzten Sommer eine Strafanzeige gegen David Morales ein, den Gr&uuml;nder und CEO von UC Global. Er habe die Privatsph&auml;re des australischen Staatsb&uuml;rgers verletzt und die Anwalts- und Kundenprivilegien des Publizisten missbraucht. Auch Geldw&auml;sche und Bestechung geh&ouml;ren zu den Vorw&uuml;rfen. Der Nationale Gerichtshof in Madrid ermittelt diesbez&uuml;glich seit vergangenem Herbst. Richter Jos&eacute; de la Mata Amaya stellte eine Europ&auml;ische Ermittlungsanordnung aus und ersuchte die britische Justiz um Rechtshilfe. Grosse Schweizer Medien wie der Tages-Anzeiger oder die NZZ haben nicht dar&uuml;ber informiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/US-Geheimdienste-spahten-Assange-aus\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Slavoj Zizek: Politically correct white people who practise self-contempt are contributing NOTHING in the fight to end racism<\/strong><br>\n[&hellip;] And the same goes for many disputed political figures. Yes, Thomas Jefferson had slaves and opposed the Haiti revolution &ndash; but he laid the politico-ideological foundations for later black liberation. And yes, in invading the Americas, Western Europe did cause maybe the greatest genocide in world history. But European thought laid the politico-ideological foundation for us today to see the full scope of this horror.<br>\nAnd it&rsquo;s not just about Europe: yes, while the young Gandhi fought in South Africa for equal rights for Indians, he ignored the predicament of the blacks. But he nonetheless successfully led the biggest anti-colonial movement.<br>\nSo while we should be ruthlessly critical about our past (and especially the past which continues in our present), we should not succumb to self-contempt &ndash; respect for others based on self-contempt is always, and by definition, false.<br>\nThe paradox is that in our societies, the white people who participate in anti-racist protests are mostly the upper-middle class white people who hypocritically enjoy their guilt. Perhaps these protesters should learn the lesson of Frantz Fanon, who certainly cannot be accused of not being radical enough: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/op-ed\/493408-white-racism-fight-guilty\/?fbclid=IwAR2yk37EcGrdh55jesNjW6OayeJdMpEoqx1_xwMc6HZca4VXITfvJ4Gtc34\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA sprengen globales Projekt zur Besteuerung multinationaler Unternehmen. Was nun?<\/strong><br>\nBumms. Die USA haben &ldquo;BEPS 2.0&rdquo;, den Steuerreformprozess der OECD, gesprengt. Laut Financial Times hat US-Finanzminister Steve Mnuchin an vier europ&auml;ische Finanzminister geschrieben, um ihnen mitzuteilen, dass die USA &ldquo;selbst einer vorl&auml;ufigen &Auml;nderung des globalen Steuerrechts, die amerikanische Digitalunternehmen betreffen w&uuml;rde, nicht zustimmen k&ouml;nnten&rdquo;. (&hellip;)<br>\nIn Wahrheit war der Prozess bereits vorher ins Stocken geraten. Vor allem die L&auml;nder mit niedrigem Einkommen, die &uuml;ber das Inclusive Framework an den Verhandlungen beteiligt waren, bem&auml;ngelten, dass die OECD ihre Ansichten nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt. Stattdessen habe die OECD auf Gehei&szlig; der USA den gr&ouml;&szlig;ten Teil des urspr&uuml;nglichen Ziels bereits aufgegeben und einen Kompromiss verhandelt, der &ndash; so die Sch&auml;tzungen vom Tax Justice Network (TJN) und der unabh&auml;ngigen Kommission f&uuml;r die Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung (ICRICT) auf Basis der nur sehr unvollst&auml;ndig ver&ouml;ffentlichten Daten &ndash; nur wenige der in Steueroasen deklarierten Gewinne in die L&auml;nder zur&uuml;ckverlagert h&auml;tte, in denen die reale Wirtschaftst&auml;tigkeit stattfindet. Der Kompromiss h&auml;tte den Sch&auml;tzungen nach vor allem einige wenige OECD-Mitglieder, darunter die USA, gegen&uuml;ber allen anderen beg&uuml;nstigt. (&hellip;)<br>\nAber: Steuern auf digitale Dienste sind schlechte Steuern. Sie befassen sich nicht mit der Gewinnverschiebung. Sie sorgen nicht f&uuml;r gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Unternehmen (ganz im Gegenteil). Sie befassen sich nicht mit den globalen Ungleichheiten bei der internationalen Verteilung von Besteuerungsrechten. Steuern auf digitale Dienste befassen sich nicht mit dem Problem der Krisengewinne aus der Pandemie. Und sie tragen auch nichts zu den erforderlichen umfassenderen Reformen der Unternehmenssteuer bei (wiederum, ganz im Gegenteil).<br>\nWas bewirken Steuern auf digitale Dienste stattdessen? Sie k&ouml;nnen einige &ndash; in der Regel kleine &ndash; zus&auml;tzliche Einnahmen bringen, und das zu einer Zeit, in der diese dringend ben&ouml;tigt werden. Sie k&ouml;nnen die effektive Bevorteilung eines Sektor verringern, der besonders aggressiv bei der Steuerhinterziehung vorgegangen ist. Okay. Steuern auf digitale Dienste erm&ouml;glichen es den Regierungen, auf den &ouml;ffentlichen Druck zu reagieren und etwas gegen Steuervermeidung zu unternehmen &ndash; ohne dass tats&auml;chlich sehr viel getan wird. Sie k&ouml;nnen allemal den Druck f&uuml;r internationale Fortschritte erh&ouml;hen. (&hellip;)<br>\nDrei Optionen zeichnen sich ab.\n<ol>\n<li>Die M&ouml;glichkeit regional gef&uuml;hrter Reformen. Eine Kombination aus einer technischen und einer politischen Organisation (z.&nbsp;B. das Afrikanische Steuerverwaltungsforum, das mit der Afrikanischen Union zusammenarbeitet); oder eine technische Gruppe, die mit einer regionalen Macht zusammenarbeitet (z.&nbsp;B. CIAT, das Interamerikanische Zentrum f&uuml;r Steuerverwaltungen, mit Argentinien). <\/li>\n<li>Die UN k&ouml;nnte endlich ihre Rolle als globales Forum f&uuml;r die globalen Verhandlungen &uuml;ber die letztlich unabdingliche globale Steuerreform &uuml;bernehmen. Wichtig w&auml;re hier die Entscheidung des hochrangigen UN-Panel f&uuml;r finanzielle Rechenschaftspflicht, Transparenz und Integrit&auml;t (FACTI), in dessen Abschlussbericht im Januar 2021 den Vorschlag f&uuml;r ein UN-Steuerabkommen voll und ganz zu unterst&uuml;tzen. Ein solches Instrument sollte echte multilaterale Verpflichtungen zu Steuertransparenz hervorbringen und gleichzeitig das Forum f&uuml;r die Verhandlungen schaffen. OECD-Mitglieder haben bereits ihre Ablehnung bekundet, nachdem sie seit langem eine sinnvolle Rolle der UNO im Steuerbereich blockiert haben. Auch das k&ouml;nnte sich &auml;ndern; aber f&uuml;r den Augenblick k&ouml;nnte die dritte Option die beste L&ouml;sung sein: <\/li>\n<li>Dies w&auml;re ein von den Gruppen der 24 (G24) oder der 77 (G77) gef&uuml;hrter Prozess. Die Idee w&auml;re nicht, sofort zu einer formellen, globalen Verhandlung &uuml;berzugehen. Stattdessen k&ouml;nnten die Gruppen eine offene Diskussion zwischen den Staaten mit starker technischer Unterst&uuml;tzung einberufen, um die verschiedenen Optionen sowie deren Einnahmeneffekte und wirtschaftliche Auswirkungen zu untersuchen &ndash; was das Inclusive Framework eigentlich machen sollte &ndash;, aber diesmal mit offener Beteiligung. So k&ouml;nnte sich nicht nur im Laufe der Zeit ein Konsens etablieren; die beteiligten Staaten erhielten auch die n&ouml;tige technische Unterst&uuml;tzung, um angesichts der momentanen Krisenzeiten und einbrechenden Staatseinnahmen zeitnahe Gegenma&szlig;nahmen umzusetzen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/usa-sprengen-verhandlungen-besteuerung-digitalkonzerne\/%20\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass der Konjunktureinbruch infolge der Corona-Pandemie eine Bankenkrise in Deutschland ausl&ouml;sen k&ouml;nnte.<\/strong><br>\nWegen des Lockdowns im M&auml;rz und April w&uuml;rden in den n&auml;chsten Monaten zahlreiche Firmen pleitegehen oder Kredite nicht bedienen k&ouml;nnen, sagten die IWH-Forscher dem &ldquo;Spiegel&rdquo;. Das k&ouml;nnte zahlreiche Sparkassen sowie Privat- und Genossenschaftsbanken in Schieflage bringen, die zusammen Darlehen in dreistelliger Milliardenh&ouml;he in den B&uuml;chern haben.<br>\nSelbst wenn sich die Konjunktur rasch erholt, sind der Analyse zufolge rund sechs Prozent der Geldh&auml;user in Gefahr. H&auml;lt die Flaute monatelang an, gerieten sogar 28 Prozent der Kreditinstitute in Not, so die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ad-hoc-news.de\/wissenschaft\/das-leibniz-institut-fuer-wirtschaftsforschung-halle-iwh-prognostiziert\/60314050\">Ad Hoc News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Helge Peukert:<\/strong> Das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass in Folge des Lockdowns zahlreche Firmen pleitegehen und viele Kredit nicht zur&uuml;ckgezahlt werden. Das k&ouml;nnte v.a. Sparkassen und Privat- und Genossenschaftsbanken in Schieflage bringen, da sie zusammen Darlehen in dreistelliger Milliardenh&ouml;he vergaben. Bei rascher Konjunkturerholung seien ggf. 6 % der Institute gef&auml;hrdet, bei monatelangem Anhalten der Flaute w&uuml;rde es f&uuml;r 28 % der Institute kritisch, die dann abgewickelt, vom Staat oder durch Fusionen gerettet werden m&uuml;ssen. Selbst wenn sich die Wirtschaft schnell erhole, sei eine neue Bankenrisse wahrscheinlich, urteilt der nicht als Kassandra ausgewiesene IWH-Pr&auml;sident Reint Gropp.<\/em><\/p>\n<p><em>Die offenkundig wenig &bdquo;resiliente&ldquo; Konstitution der Institute h&auml;ngt mit ihren geringen Eigenmitteln zusammen, die gesetztlich vorgeschriebene Mindestmarke liegt bei nur 6 % der Kreditsumme, an der sich die Institute orientieren. Kritische Finanz&ouml;konom:innen haben nicht erst seit der Finanzkrise immer wieder darauf hingewiesen, dass diese geringen Sto&szlig;d&auml;mpfer gegen Kreditausf&auml;lle bedenkliche Risiken und Nebenwirkungen haben k&ouml;nnen, zu denen man am besten nicht Banken und ihre Berater oder die Gesetze beschlie&szlig;enden Politiker befragen sollte.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62607\">&Uuml;ber die Irrungen und Wirrungen an den Finanzm&auml;rkten w&auml;hrend der Coronakrise &ndash; ein Interview mit dem &Ouml;konomen Helge Peukert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fraport-Flugh&auml;fen: Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der&nbsp;Verluste<\/strong><br>\nEntsch&auml;digungsforderungen an den Staat f&uuml;r Corona-Verluste<br>\nKaum hat am 1. Juli der internationale Flugverkehr an den griechischen Flugh&auml;fen wieder begonnen, legt die deutsche FRAPORT als Betreiber von 14 Regionalflugh&auml;fen eine Rechnung f&uuml;r entgangene Profite vor. Einem Bericht der Kathimerini zufolge hat FRAPORT f&uuml;r das erste Halbjahr 2020 einen Verlust von 175 Mio. US-Dollar errechnet und m&ouml;chte diesen Verlust nun vom griechischen Staat ersetzt bekommen. (1) Grundlage dieser Forderungen ist der &Uuml;berlassungsvertrag, durch den 2017 die 14 Regionalflugh&auml;fen f&uuml;r 40 Jahre von FRAPORT gepachtet wurden. Die Privatisierungsma&szlig;nahme war Bestandteil der Voraussetzungen, die die Troika von Griechenland in der Krise f&uuml;r die Gew&auml;hrung von Krediten verlangt hatte. Als die Details des Vertrages damals bekannt wurden, gab es bei den Privatisierungsgegnern laute Kritik daran, dass unabh&auml;ngig vom Kaufpreis alle Vorteile bei FRAPORT und alle Nachteile und Risiken auf griechischer Seite liegen. Die jetzt vorgelegte Forderung legitimiert sich aus genau diesen Regelungen und best&auml;tigt so die Berechtigung dieser Kritik. Demnach kann der P&auml;chter finanzielle Einbu&szlig;en geltend machen, wenn Ereignisse h&ouml;herer Gewalt eintreten &ndash; und als solche ist der Zusammenbruch des Luftverkehrs in Folge der Corona-Einschr&auml;nkungen zu z&auml;hlen.<br>\nIm Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Mai 2020 reduzierte sich das Passagieraufkommen in Griechenland um 84%, bei Auslandsfl&uuml;gen sogar um 99,9%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank es im April 2020 von ca. 1,5 Mio. Passagieren auf nur 10.000 (99,3%) und im Mai um 98,4 %.<br>\nDieser Einbruch hat FRAPORT in der Tat schwer getroffen und die urspr&uuml;nglichen Planungen &uuml;ber den Haufen geworden. Mit der erstmals f&uuml;r 2022 anvisierten Aussch&uuml;ttung einer Dividende an die deutsche Muttergesellschaft wird es so wohl nichts werden. Dabei hatte die einschl&auml;gige deutsche Presse noch Mitte 2019 die erfolgreichen Gesch&auml;fte gefeiert. (2) Angesichts des niedrigen Kaufpreises von 1,2 Mrd. Euro (+ j&auml;hrlicher Konzessionsabgabe) und trotz der vertragsgem&auml;&szlig;en Investitionen f&uuml;r den Umbau (zugesagt 330 Mio., lt. FRAPORT sind tats&auml;chlich Investitionen von 400 Mio. n&ouml;tig) hatten die &uuml;ber Plan gewachsenen Passagierzahlen zu deutlichem Wachstum gef&uuml;hrt. In ihrem Gesch&auml;ftsbericht hatte FRAPORT f&uuml;r das erste Halbjahr 2019 einen Umsatz von 206,2 Mio. Euro ausgewiesen, das war gegen&uuml;ber 2018 eine Steigerung von 45,5%. Der Profit vor Steuern (EBITDA) wuchs im gleichen Zeitraum um 13,3% auf 46,8 Mio. Euro. Dass trotzdem im Gesamtergebnis ein Verlust von 19,2 Mio. Euro ausgewiesen wurde, lag an den vorgenommenen Investitionen. Der verantwortliche FRAPORT-Manager Zinell gab jedenfalls noch 2019 an, dass Kaufpreis und Investitionen &bdquo;irgendwann zwischen 2027 und 2033&ldquo; wieder erwirtschaftet seien. Mit anderen Worten: Nach maximal 15 von 40 Jahren wirft das Flughafengesch&auml;ft f&uuml;r 25 Jahre Profite ab.<br>\nDiese Aussichten sind jetzt zun&auml;chst einmal perdu. Gem&auml;&szlig; der im Pachtvertrag niedergeschriebenen Losung: &bdquo;Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste&ldquo; sollen jetzt andere zahlen: Es wird entweder auf die griechischen Steuerzahler hinauslaufen oder auf die europ&auml;ischen insgesamt, wenn Zusch&uuml;sse aus dem EU-Wiederaufbaupaket daf&uuml;r verwendet werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/griechenlandsoli.com\/2020\/07\/03\/fraport-flughafen-privatisierung-der-gewinne-und-sozialisierung-der-verluste\/%20\">griechenlandsolidarit&auml;t<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weg mit der Rentenformel! Es gibt starke Alternativen &hellip;<\/strong><br>\nDie deutsche Rentenformel ist einmalig auf der Welt. Sie ist einmalig brutal. Sie ist nicht zum Guten der jetzigen und zuk&uuml;nftigen RentnerInnen reformierbar. Sie muss weg!<br>\nDie Formel wurde 2001 und 2004 als Gesetz vom Bundestag beschlossen. Nur wenigen Abgeordneten wird klar gewesen sein, was sie da angerichtet haben.<br>\nDie Formel sieht ziemlich kompliziert aus. Sie ist es auch. Schon von der Mathematik her, aber noch viel st&auml;rker wegen der darin enthaltenen gesellschaftlichen Komponenten und Auswirkungen.<br>\nVereinfacht kann man die Auswirkungen so zusammenfassen: Der gesetzlichen Rentenversicherung wird die Schwindsucht verordnet und die Altersarmut wird systematisch bef&ouml;rdert. Als Preis f&uuml;r ein m&ouml;gliches l&auml;ngeres und gesundes Leben soll die radikale Senkung des Rentenniveaus hingenommen werden.<br>\nW&auml;re die Rentenformel bereits seit 1957 g&uuml;ltig gewesen, w&uuml;rde es heute nur wenige Renten &uuml;ber der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle von 1100 &euro; geben. (&hellip;)<br>\nDie Alternativen<br>\nMan muss gar nicht so weit &uuml;ber den Tellerrand schauen. Beamte, Politiker, &Ouml;sterreicher haben zum Beispiel feste und verl&auml;ssliche Rentengr&ouml;&szlig;en. Pro Jahr bekommen sie einen bestimmten Prozentsatz ihres Jahreseinkommens als Rentenanwartschaft gutgeschrieben. In &Ouml;sterreich sind es 1,78%, bei den Beamten in Deutschland sind es 1,79%, bei Bundestagsabgeordneten sind es 2,5%, in anderen Landtagsparlamenten sind es bis zu 3,5%.<br>\nBei den Rentner*innen in Deutschland sind es derzeit nur noch 1%. Die werden aber in den n&auml;chsten 20 Jahren auf rund 0,85% weiter sinken &ndash; dank der uns&auml;glichen deutschen Rentenformel&hellip;.<br>\nIn Schleswig-Holstein hat der Landtag Mitte Juni ein Pensions-Reformgesetz beschlossen. Die Abgeordneten bekommen ab 2022 pro Jahr eine garantierte Pensionsanwartschaft von 1,5% ihrer Grunddi&auml;ten. Das ist eine Gr&ouml;&szlig;enordnung, die f&uuml;r alle Erwerbst&auml;tigen passen k&ouml;nnte. Sie ist klar, durch keine Rechentricks manipulierbar und ausreichend, um den erarbeiteten Lebensstandard im Alter einigerma&szlig;en zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/weg-mit-der-rentenformel-es-gibt-starke-alternativen\/%20\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kein Ansturm auf Hartz IV<\/strong><br>\nIn der Coronakrise wurde der Zugang zu Hartz IV deutlich vereinfacht. Bisher haben aber nur 68.000 Selbstst&auml;ndige die Grundsicherung beantragt. Warum? (&hellip;)<br>\nAngesichts der Verbesserungen wirkt es allerdings erstaunlich, wie wenige Selbstst&auml;ndige seit M&auml;rz &uuml;berhaupt Grundsicherung beantragten. Nach den neuen Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vom Mittwoch waren es von April bis Juni nur gut 68.000 bundesweit. Als die Bundesregierung ihr Sozialschutzpaket beschloss, rechnete sie mit einer Million Antragsteller*innen aus dem Kreis der freien Berufe und Soloselbstst&auml;ndigen.<br>\nDie niedrige Zahl l&auml;sst sich in zwei Richtungen interpretieren. Einerseits wurden die H&uuml;rden bei Hartz IV nur gesenkt, nicht abgeschafft. Wer Grundsicherung erhalten will, muss weiterhin seine oder ihre Bed&uuml;rftigkeit nachweisen. Das bedeutet etwa, dass zun&auml;chst Ehe- und Lebenspartner*innen mit ausreichendem Einkommen f&uuml;r den Lebensunterhalt verantwortlich sind, nicht der Staat. Das mag potenzielle Bewerber*innen abschrecken.<br>\nAndererseits zeigte sich aber wohl auch, dass der Sozialstaat nicht &uuml;berrannt wird, selbst wenn er sich kulant verh&auml;lt. Viele Leute wollen offenbar keine Nothilfe, wenn sie nicht wirklich in Not sind. Das gilt &uuml;brigens nicht nur f&uuml;r die Selbstst&auml;ndigen, sondern auch f&uuml;r die gro&szlig;e Gruppe der Hartz-IV-Bezieher*innen, deren Zahl trotz Corona im Jahresvergleich nur um 150.000 auf gut vier Millionen stieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Solo-Selbststaendige-in-Coronakrise\/!5693635\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Chaos in Jobcentern &ndash; Niemand f&uuml;hlt sich zust&auml;ndig<\/strong><br>\nEs f&auml;llt auf: In der Corona-Pandemie scheint jedes Jobcenter nach seinen eigenen Regeln zu agieren. Eine Beh&ouml;rde hat teilweise ge&ouml;ffnet, eine andere ist zu.&nbsp;Einige verschicken&nbsp;bereits wieder Vorladungen, andere nur Stellenangebote oder bisweilen auch gar nichts. Einige Jobcenter sind gut, andere hingegen gar nicht pers&ouml;nlich erreichbar.<br>\nAuch mit den Unterlagen, die von Leistungsbeziehern angefordert werden, verfahren die &Auml;mter h&ouml;chst unterschiedlich. Mancherorts kann man sie &ndash; zumindest nach der &ouml;ffentlichen Darstellung &ndash; an Notschaltern abgeben und sich den Eingang absegnen lassen. Woanders ist dies nicht m&ouml;glich. Dabei ist gerade ein solcher Nachweis wichtig f&uuml;r Hilfesuchende. Sozialverb&auml;nde klagen nicht ohne Grund dar&uuml;ber, dass in Jobcentern so h&auml;ufig Papiere verschwinden. &ldquo;Als w&auml;ren das schwarze L&ouml;cher&rdquo;, sagt Hannemann. (&hellip;)<br>\nEs stellt sich eine Frage: Gibt es kein bundesweites Konzept, das die &Ouml;ffnung sowie den Umgang mit Notf&auml;llen regelt? Nein, meint BA-Sprecherin Susanne Eikemeier auf Nachfrage der Autorin. Sie erkl&auml;rt:<br>\nJedes Jobcenter entscheidet nach seinen eigenen regionalen Gegebenheiten und in eigener Verantwortung.<br>\nEine Begr&uuml;ndung liefert die BA-Sprecherin auch gleich mit: Ihre Beh&ouml;rde sei den Jobcentern gegen&uuml;ber gar nicht weisungsbefugt. Die BA k&ouml;nne daher keine Anweisungen erteilen, sondern &ldquo;nur Empfehlungen aussprechen&rdquo;. Das verwundert, denn die meisten Jobcenter sind sogenannte gemeinsame Einrichtungen. Zum Teil unterstehen sie der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, zum Teil der Kommune. Zweitens handeln sie nach Bundesgesetzen. Und: Die BA gibt regelm&auml;&szlig;ig &ldquo;fachliche Weisungen&rdquo; an die Jobcenter heraus.<br>\nF&uuml;r den Kontakt mit Hilfesuchenden w&auml;hrend der Corona-Pandemie spielt das offenbar keine Rolle. &ldquo;Die Jobcenter entscheiden selbst und sind auch selbst f&uuml;r ihren Dienstbetrieb und ihre Erreichbarkeit verantwortlich&rdquo;, betont Eikemeier eindr&uuml;cklich. Und sie beschwichtigt: Es gebe zus&auml;tzliche Hotlines, und f&uuml;r dringende Anliegen halte jedes Amt einen Notfallschalter zur Vorsprache bereit.<br>\nAngesprochen darauf, dass L&uuml;neburg dies offensichtlich anders handhabe, erkl&auml;rte sie, dort gebe es stattdessen &ldquo;Notfallb&uuml;ros&rdquo;. &ldquo;Wo die sein sollen, ist mir und den Betroffenen, die mich um Rat baten, bisher nicht bekannt geworden&rdquo;, kommentierte Hannemann die Aussage. Aber vielleicht helfe der Hinweis weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/104118-corona-chaos-in-jobcentern-niemand\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland will noch bis 2038 Kohle verstromen<\/strong><br>\nNun ist es beschlossene Sache: Deutschland verbietet die Verstromung von Kohle erst nach 2038. Das regelt das Kohleausstiegsgesetz, f&uuml;r das der Bundestag am heutigen Freitag gestimmt hat.<br>\nGleichzeitig haben die Abgeordneten auch das Strukturst&auml;rkungsgesetz passieren lassen, das Milliardenhilfen f&uuml;r die Kohleregionen sichert. Beide Gesetze hat auch der Bundesrat kurz darauf best&auml;tigt.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einem &ldquo;Generationenprojekt&rdquo;. Die Opposition lehnte zumindest das Kohleausstiegsgesetz geschlossen ab, wenn auch aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden.<br>\nW&auml;hrend die AfD entgegen energie&ouml;konomischen Prognosen vor Stromausf&auml;llen warnte, h&auml;tte die FDP den Kohleausstieg gern dem Energiemarkt &uuml;berlassen. Linke und Gr&uuml;ne finden, dass das letzte Kohlekraftwerk sp&auml;testens 2030 vom Netz gehen soll.<br>\nGr&uuml;nen-Chefin Annalena Baerbock sprach im Bundestag von einem &ldquo;18 Jahre langen finanziellen Kohleabsicherungsgesetz&rdquo;, weil die wirtschaftliche Lage auf ein viel schnelleres Ende der Kohle hindeute. Das Gesetz sei mit den Anforderungen des globalen Klimaschutzes nicht vereinbar.&nbsp;<br>\nBaerbock kritisierte auch, dass die Ausgestaltung des Gesetzes es kommenden Regierungen schwerer machen werde, den Kohleausstieg zu beschleunigen. Als Beispiele nannte sie die Streichung der urspr&uuml;nglich vorgesehenen Revision f&uuml;r das Gesetz im Jahr 2023 sowie die bundespolitische Garantie f&uuml;r den Braunkohletagebau Garzweiler als &ldquo;energiepolitische Notwendigkeit&rdquo;. &Auml;hnlich sei es bei dem Steinkohlekraftwerk Datteln&nbsp;4, das erst vor einigen Wochen ans Netz gegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/deutschland-will-kohle-noch-bis-2038-verstromen%20\">klimareporter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Weshalb auch die SPD &ndash; <a href=\"https:\/\/www.spdfraktion.de\/themen\/kohleausstieg-beschlossen?utm_campaign=kampagne.spd.de&amp;utm_content=LK&amp;utm_medium=nl&amp;utm_source=nl\">hier die Bundestagsfraktion<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/deutschland-steigt-aus-kohle-aus\/03\/07\/2020\/\">hier der Co-Bundesvorsitzende Walter-Borjans<\/a> &ndash; diese Entscheidung lobt, bleibt wohl ihr Geheimnis. Der Kohleausstieg ist u.a zu langsam und zu teuer. Es ist ein Sieg der Energiekonzerne und deren Lobbyarbeit, f&uuml;r die sich insbesondere Bundeswirtschaftsminister Altmaier eingesetzt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Trump Is Turning America Into the &lsquo;Shithole Country&rsquo; He Fears<\/strong><br>\nThe president&rsquo;s mindless nationalism has come to this: Americans are not welcome in Europe or Mexico. [&hellip;]<br>\nThe numbers of American sick and dead are a source of wonder and marvel all over the world. They also inspire fear and anxiety. The European Union has decided to allow some foreigners to cross its borders now, but not Americans. Uruguayans and Rwandans can go to Italy and Spain, but not Americans. Moroccans and Tunisians can go to Germany and Greece, but not Americans. For the first time in living memory, Canada has kept its border closed with the United States. On July 3, the governor of the Mexican state of Sonora delivered the coup de grace: She announced the temporary closure of the border with Arizona and banned Americans from Sonoran beaches.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/ideas\/archive\/2020\/07\/when-trumps-understanding-of-the-world-is-flipped-on-its-head\/613840\/\">The Atlantic<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Wehrbeauftragte regt Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht an<\/strong><br>\nDas Ende der Wehrpflicht in Deutschland sei ein &ldquo;Riesenfehler&rdquo; gewesen, sagt Wehrbeauftragte Eva H&ouml;gl. Eine R&uuml;ckkehr k&ouml;nne die Bundeswehr vor Rechtsextremismus sch&uuml;tzen. (&hellip;)<br>\nLaut H&ouml;gl reichen die Probleme in der Bundeswehr &ldquo;von rechtsextremen &Auml;u&szlig;erungen bis hin zu rechtsextremen Verbindungen und Aktivit&auml;ten&rdquo;. Auf die Frage, ob sich eine Untergrundarmee formiere, antwortete die Wehrbeauftragte den Funke Medien: &ldquo;Das wollen wir alle nicht hoffen. Wir wissen es nicht.&rdquo;<br>\nBisher gebe es aber &ldquo;keine Anzeichen f&uuml;r die Existenz einer Armee in der Armee oder einer Untergrundarmee&rdquo;, sagte H&ouml;gl. Warum in der Bundeswehr Sprengstoff und Munition verschwunden seien, m&uuml;sse der Staat allerdings &ldquo;mit allen rechtsstaatlichen Mitteln aufkl&auml;ren&rdquo;. &Uuml;ber viele Jahre sei der Rechtsextremismus &ldquo;nicht ausreichend als Problem in der Bundeswehr thematisiert&rdquo; worden. Das gelte auch f&uuml;r den Milit&auml;rischen Abschirmdienst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-07\/bundeswehr-wehrbeauftragte-eva-hoegl-wehrpflicht-deutschland-wiedereinfuehren-rechtsextremismus%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kramp-Karrenbauer plant neuen Bundeswehr-Freiwilligendienst<\/strong><br>\nDie Linkspartei lehnt eine Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht strikt ab. &bdquo;Rechtsextremistisches Gedankengut und rechtsterroristische Gewaltfantasien in der Bundeswehr stehen nicht kausal mit dem Ende der Wehrpflicht in Zusammenhang, sondern mit einer Kultur in der Bundeswehr, die dies &uuml;ber Jahrzehnte zugelassen und toleriert hat&ldquo;, sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch. (&hellip;)<br>\nEine Debatte um die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht sei &bdquo;ein gef&auml;hrlicher Pappkamerad&ldquo;, der die offensichtlichen Probleme in der Truppe nicht l&ouml;sen werde. &bdquo;Statt jungen Leuten mit der Wehrpflicht selbstbestimmte Zeit zu nehmen, brauchen wir auf allen Ebenen der Bundeswehr eine Nulltoleranz gegen&uuml;ber geschichtsvergessenen Faschisten, die glauben, in Uniform ihr krankes Gedankengut ausleben zu k&ouml;nnen&ldquo;, betonte Bartsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/rueckkehr-zur-wehrpflicht-kramp-karrenbauer-plant-neuen-bundeswehr-freiwilligendienst\/25975772.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die neue Wehrbeauftragte, Frau H&ouml;gl, begr&uuml;ndet ihren Vorschlag zur Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht mit dem Schutz der Bundeswehr vor Rechtsextremismus. Aber w&auml;re eine erneute Wehrpflicht nicht auch n&uuml;tzlich im Rahmen der zunehmenden geostrategischen Konfrontationen &ndash; vor allem mit China und Russland?<\/em><\/p>\n<p><em>Erinnert sei an: <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/aussenpolitik\/wehrpflicht-1935.html\">Die Wiedereinf&uuml;hrung der allgemeinen Wehrpflicht 1935<\/a>. Im dem Jahr war vielen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern vermutlich nicht klar, dass Kriege mit den Nachbarstaaten bereits beschlossene Sache waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona-R&uuml;stungswelle<\/strong><br>\nDie Bundesregierung missbraucht die Corona-Hilfen, um h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben durchzusetzen. Im Corona-Nachtragshaushalt sind allein rund 700 Millionen Euro f&uuml;r Milit&auml;rzwecke versteckt. Zum Beispiel 70 Millionen Euro f&uuml;r ein Digitalisierungs- und Technologieforschungszentrum der Bundeswehr, oder 135 Millionen, um alte Liegenschaften der Bundeswehr wiederzuer&ouml;ffnen.<br>\nDamit werden Corona-Hilfen zweckentfremdet. Wir brauchen jetzt jeden Cent, um mit der Pandemie fertig zu werden. Alle R&uuml;stungsprojekte m&uuml;ssen auf die Warteliste. Es gibt jetzt Wichtigeres, als alte R&uuml;stungsprojekte neu zu beleben. Deshalb: Kein Konjunkturpaket f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie!<br>\nDoch die Bundesregierung macht das Gegenteil: Vor der Sommerpause haben Union und SPD neue R&uuml;stungsbeschaffungen im Wert von 9,3 Milliarden Euro durch den Bundestag gebracht. In den beiden Sitzungen vor der Sommerpause wurden zum Beispiel beschlossen: vier Mehrzweckkampfschiffe MKS 180 f&uuml;r rund 5,5 Milliarden Euro und ein neues Radarsystem f&uuml;r den Eurofighter, der deutsche Anteil betr&auml;gt dabei 2,85 Milliarden Euro.<br>\nNach der Sommerpause soll es so weiter gehen: Geplant sind unter anderem eine Beschlussvorlage f&uuml;r die Eurodrohne, Flugk&ouml;rper f&uuml;r die Korvetten K 130 und Lenkbomben f&uuml;r den Eurofighter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/07\/02\/corona-ruestungswelle\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ein diskreter Dammbruch der R&uuml;stungsforschung<\/strong><br>\nDas Corona-Konjunkturpaket dient auch der Stimulation staatsnaher und milit&auml;rischer Forschung<br>\nAnfang Juni 2020 hat die Bundesregierung mit ihrem &bdquo;Konjunkturpaket&ldquo; nach Jahren restriktiver Ausgabenpolitik ein sog. &bdquo;Konjunkturpaket&ldquo; im Umfang von 130 Mrd. Euro auf den Weg gebracht. &bdquo;Mehrwertsteuersenkung und Familienbonus beschlossen&ldquo;, titelte der Deutschlandfunk am 29. Juni 2020, nach der Zustimmung des Bundestages zur entsprechenden &Auml;nderung des Steuergesetzes. Zugleich wird im Konjunkturpaket allerdings mehrfach das Ziel proklamiert, dass &bdquo;Deutschland gest&auml;rkt aus der aktuellen Krise hervorgeh[en]&ldquo; solle.1 Dies ist v.a. auch Aufgabe und Inhalt des 50 Mrd. Euro schweren &bdquo;Zukunftspakets&ldquo;, das Teil des Konjunkturpaketes ist und mit dem die Bundesregierung erkl&auml;rterma&szlig;en versucht, die Wettbewerbsposition der heimischen Industrie auszubauen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf sog. Schl&uuml;sseltechnologien, von denen sich Deutschland auch milit&auml;rische Vorteile erhofft. Wesentliche Teile des Zukunftspaketes werden mit der nun anstehenden Verabschiedung des Nachtragshaushaltes umgesetzt, &uuml;ber die bislang recht wenig &ouml;ffentlich berichtet und diskutiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/07\/02\/ein-diskreter-dammbruch-der-ruestungsforschung\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Innenministerium sagt Studie zu Rassismus bei der Polizei ab<\/strong><br>\nEs sollte eine Untersuchung zu Racial Profiling durch Polizisten geben. Horst Seehofer hat nach Informationen von ZEIT ONLINE entschieden, dass sie nicht ben&ouml;tigt wird. (&hellip;)<br>\nWeiterhin verweist das Innenministerium auf ein Ma&szlig;nahmenpaket der Bundesregierung zur Bek&auml;mpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalit&auml;t, das im Oktober 2019 vorgelegt und inzwischen &ldquo;weitgehend umgesetzt&rdquo; sei. Dazu geh&ouml;rt unter anderem der Ausbau von Pr&auml;ventionsarbeit, eine erleichterte Identifizierung der Urheber von Hassbotschaften im Netz und eine Versch&auml;rfung von auf &ldquo;Hetze und aggressive Beleidigung&rdquo; ausgesetzten Strafen. Allerdings ist darin nicht die Rede von potenziellem Rassismus unter Mitarbeitern von Sicherheitsbeh&ouml;rden.<br>\nDennoch sieht das Innenministerium die bisher zur Bek&auml;mpfung von Rassismus bei Beh&ouml;rden eingeleiteten Ma&szlig;nahmen offenbar als ausreichend an: Die Bundesregierung wende sich inzwischen &ldquo;verst&auml;rkt auch dem Problem des Rassismus in Institutionen zu&rdquo;. Dazu geh&ouml;rten auch &ldquo;m&ouml;gliche rassistische Stereotype von Mitarbeitern in staatlichen Institutionen&rdquo;, die sich &ldquo;direkt oder indirekt in diskriminierender Weise auf Arbeitsprozesse ausdr&uuml;cken k&ouml;nnen&rdquo;. (&amp; )<br>\nDiskriminierendem Handeln von Beh&ouml;rden sei &ldquo;von den Vertreterinnen und Vertretern aller demokratischen Institutionen entgegenzutreten&rdquo;. Auf welche Weise dies bereits geschehe, pr&auml;zisierte der Ressortsprecher in seiner Stellungnahme gegen&uuml;ber ZEIT ONLINE allerdings nicht, sondern verwies dabei lediglich auf die Umsetzung des 2017 beschlossenen Nationalen Aktionsplanes gegen Rassismus, die &ldquo;fortlaufend Gegenstand des Austausches mit \n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch in anderen Bereichen des &Ouml;ffentlichen Dienstes sind Diskriminierungen bekannt. Bitte lesen Sie dazu z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38981#h05\">Allein gegen den Sachbearbeiter<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>BIP-Aktuell 126: Annexion &ndash; oder&nbsp;was?<\/strong><br>\nKeine Sternstunde des Bundestags (&hellip;)<br>\nNun haben die USA den Termin f&uuml;r die Annexionspl&auml;ne Netanjahus doch nicht freigegeben. Ihre Unterh&auml;ndler, der US-Botschafter in Israel David Friedman und der Nahostgesandte Avi Berkowitz, ein Jugendfreund von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, haben die Uneinigkeit in der jungen israelischen Regierungskoalition und die negativen Reaktionen weltweit gegen die Annexion wohl bewogen, die Pl&auml;ne noch einmal zu &uuml;berarbeiten. Netanjahu &auml;u&szlig;erte sich dazu, man m&uuml;sse &uuml;ber das Thema Souver&auml;nit&auml;t noch sprechen, womit er bestimmt nicht die Souver&auml;nit&auml;t Israels, sondern die Souver&auml;nit&auml;t der dann noch verbleibenden pal&auml;stinensischen Landflecken meinte, die nach dem Willen Trumps den versprochenen Staat Pal&auml;stina ausmachen sollen. (&hellip;)<br>\nAu&szlig;er Vorw&uuml;rfen und Mahnungen f&auml;llt kein einziges freundliches Wort &uuml;ber die Pal&auml;stinenser, sodass man vergessen k&ouml;nnte, dass schlie&szlig;lich sie die Opfer der jahrzehntelangen Besatzung und anstehenden Annexion sind und nicht die Israelis. Zwar fehlt auch in diesem Beschluss die Standardformel von &bdquo;einem j&uuml;dischen und demokratischen Staat Israel und einem unabh&auml;ngigen, demokratischen und lebensf&auml;higen pal&auml;stinensischen Staat&ldquo; nicht, aber der Beschluss sorgt sich allein um Existenz und Sicherheit des j&uuml;dischen Staates. Das Mantra der &bdquo;Zweistaatenl&ouml;sung&ldquo; erh&auml;lt auch mit diesem Beschluss keine Schubkraft, da sich die Koalition nicht darauf einigen konnte, die notwendige Grenzziehung mit der &bdquo;Gr&uuml;nen Linie&ldquo; von 1967 zu konkretisieren. Damit h&auml;lt der Bundestag die T&uuml;r f&uuml;r Israel auf, die demn&auml;chst annektierten Gebiete auch zu einem legalen, vertraglich ausgehandelten Teil Israels zu machen. Allein B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN haben diese Grenze in ihrem Beschlussantrag zur Grundlage eines Staatenb&uuml;ndnisses gemacht. Sie fordern auch eine gerechte und faire Vereinbarung &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingsfrage, der sich Israel immer verwehrt hat, und Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten, die nach dem Trump-Plan ganz an Israel gehen w&uuml;rde. Diese Forderungen sind bei der LINKEN unstrittig, zudem fordern sie gemeinsam mit den GR&Uuml;NEN ein Ende des v&ouml;lkerrechtswidrigen Siedlungsbaus. Von all dem steht in dem schlie&szlig;lich mit der Koalitionsmehrheit abgestimmten Beschluss nichts.<br>\nAlle Fraktionen fordern den Verzicht auf die geplanten Annexionen; dass sie v&ouml;lkerrechtswidrig sind, kann nicht bestritten werden. Mit unterschiedlichen Begr&uuml;ndungen sind alle Fraktionen au&szlig;er der AfD dazu einheitlicher Meinung. Nur &uuml;ber die Mittel, mit denen dieses Ziel erreicht werden kann, herrscht keine Einigkeit. CDU\/CSU und SPD haben gemeinsam mit der FDP ihre Position in den Bundestagsbeschluss eingebracht, keine Sanktionen zu fordern und jede Diskussion dazu zu unterlassen. Lassen wir die Widerspr&uuml;chlichkeit zu ihrer Sanktionsfreudigkeit gegen Syrien, den Iran, Russland etc. beiseite.<br>\nDie LINKE fordert immerhin, die Milit&auml;rkooperation und Waffenexporte einzustellen. Von der EU fordert sie, &bdquo;notwendige und angemessene Reaktionen&ldquo; gegen&uuml;ber Israel zu ergreifen und das EU-Assoziierungsabkommen auszusetzen, &ndash; alles jedoch erst im Falle der Annexion. Das sind in der Tat keine Sanktionen, die auch in der Fraktion umstritten sind, aber immerhin ein Ansatz, den notwendigen Druck auf Israel zu erh&ouml;hen, damit es seine politisch wie v&ouml;lkerrechtlich unhaltbare Position &auml;ndert. Die LINKE ist es auch, die den bereits lange diskutierten und sinnvollen Vorschlag f&uuml;r eine Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten in ihren Beschlussantrag aufgenommen hat. Der Vorschlag wird auch dadurch nicht falsch, dass er ebenfalls von der AfD in ihrem Antrag eingebracht worden ist, so unerfreulich diese ungewollte Partnerschaft auch ist. Der Antrag der LINKEn wurde von allen anderen Fraktionen einstimmig abgelehnt.<br>\nWas bleibt, ist ein Beschluss des Bundestages, der der historischen Situation vollkommen unangemessen ist und dessen Autoren man eher im Ministerium f&uuml;r strategische Angelegenheiten in Jerusalem vermuten k&ouml;nnte als im Bundestag in Berlin. Der Tagesschau war er nicht einmal eine Erw&auml;hnung wert. (&hellip;)<br>\nSchon jetzt haben Annexion und Besatzung faktisch das Ein-Staat-Modell vorweggenommen, allerdings in der Form eines Apartheidsystems. Um daraus einen j&uuml;dischen und demokratischen Staat zu formen, m&uuml;sste die vollst&auml;ndige Gleichberechtigung aller j&uuml;dischen, arabischen und &uuml;brigen Bewohner durchgesetzt werden. Ob in einer f&ouml;deralen Struktur, wie Omri Boehm es in seinem neuen Buch &bdquo;Israel &ndash; eine Utopie&ldquo; fordert, oder in einer anderen staatlichen Organisation, ist eine nachrangige Frage. Voraussetzung w&auml;re vor allem, dass sich die Einsicht durchsetzt, dass die Sicherheit und Zukunft der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung besser gemeinsam mit der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung als gegen sie garantiert werden kann. Der Kampf um Demokratie m&uuml;sste die alte Gegnerschaft und Frontstellung &uuml;berwinden und ein gemeinsamer Kampf werden. Derzeit eine Utopie &ndash; aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass es anders wohl keine Zukunft gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bibjetzt.wordpress.com\/2020\/07\/05\/bip-aktuell-126-annexion-oder-was\/%20\">Norman Paech in BIB jetzt Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Corona-Krise: Regierungen m&uuml;ssen Konzernklagen verhindern<\/strong><br>\nWeltweit ergreifen Regierungen in der Corona-Pandemie Ma&szlig;nahmen im &ouml;ffentlichen Interesse, um Leben zu retten und Arbeitspl&auml;tze zu sichern. Doch dies k&ouml;nnte Konzerne und Investoren auf den Plan rufen, die dadurch ihre Profite gef&auml;hrdet sehen.<br>\nMit Hilfe von Sonderklagerechten f&uuml;r Konzerne (Investor State Dispute Settlement, ISDS), die in vielen Handels- und Investitionsabkommen verankert sind, k&ouml;nnten sie Staaten f&uuml;r entgangene Profite verklagen. (1) Die UN-Organisation f&uuml;r Handel und Entwicklung (UNCTAD), zahlreiche Anwaltskanzleien sowie prominente Handels- und Menschenrechtsexpert*innen rechnen bereits mit einer bevorstehenden Welle von Konzernklagen. Auf Staaten, die schon jetzt unter der Gesundheits- und Wirtschaftskrise leiden, w&uuml;rden so enorme zus&auml;tzliche Kosten zukommen. Bis Ende 2018 mussten Staaten im Rahmen von ISDS-Schiedsspr&uuml;chen oder -Vergleichen insgesamt &uuml;ber 88 Milliarden US-Dollar an Investoren zahlen. Einige L&auml;nder des globalen S&uuml;dens sind derzeit noch mit ISDS-Klagen in Milliardenh&ouml;he konfrontiert.<br>\nEs gibt rechtliche M&ouml;glichkeiten, diese Paralleljustiz zu stoppen<br>\nWeltweit fordern 630 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Attac Deutschland, daher ihre Regierungen in einem offenen Brief auf, Corona-Ma&szlig;nahmen sofort von der Anwendbarkeit dieser Paralleljustiz auszunehmen und diese v&ouml;llig zu stoppen.<br>\nIn einer Zeit, in der staatliche Ressourcen als Reaktion auf eine Krise bereits mehr als ausgereizt sind, soll &ouml;ffentliches Geld Leben, Arbeitspl&auml;tze und Lebensgrundlagen retten &ndash; und nicht f&uuml;r Anwaltskosten und Entsch&auml;digungszahlungen an internationale Konzerne verwendet werden, hei&szlig;t es in dem Appell.<br>\n&ldquo;Regierungen d&uuml;rfen jetzt nicht tatenlos auf die ersten Konzernklagen warten. Sie k&ouml;nnen die Zustimmung zu dieser Paralleljustiz verweigern, zur&uuml;ckziehen oder ein Abkommen zur Aussetzung der Klagen abschlie&szlig;en. Zudem k&ouml;nnen sie laufende ISDS-Verfahren oder Zahlungen aussetzen. Aktuelle Verhandlungen m&uuml;ssen beendet und bestehende Abkommen, die Sonderklagerechte enthalten, gek&uuml;ndigt werden&rdquo;, sagt Hanni Gramann von der Attac-Arbeitsgruppe Welthandel und WTO. F&uuml;r alle diese Szenarien existieren rechtliche M&ouml;glichkeiten.<br>\nRoland S&uuml;&szlig; vom Attac-Koordinierungskreis erg&auml;nzt: &ldquo;Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne sind ein soziales und demokratiepolitisches Desaster, bei dem nur Profite z&auml;hlen. Es gibt keine Rechtfertigung daf&uuml;r, dass Konzerne gr&ouml;&szlig;ere rechtliche Privilegien genie&szlig;en als jene, die jetzt schon am st&auml;rksten unter der Pandemie leiden. Es ist Zeit, diese Paralleljustiz ersatzlos abzuschaffen, um eine Politik im &ouml;ffentlichen Interesse zu st&auml;rken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/teaser-detailansicht\/news\/corona-krise-regierungen-muessen-konzernklagen-verhindern\/?no_cache=1&amp;cHash=02e5a5f785f60a28d050b3abd6084598%20\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nordost-Syrien: &Ouml;lkatastrophe unter US-Aufsicht<\/strong><br>\nDie maroden &Ouml;lanlagen und Pipelines werden nicht repariert; Lecks sorgen zusammen mit &Uuml;berflutungen seit Jahren daf&uuml;r, dass sich toxische Stoffe weit verteilen<br>\nDas Erd&ouml;l im Nordosten Syriens macht Probleme. Der Rauch, der bei den improvisierten groben Raffinerietechniken &ndash; nach dem Prinzip &ldquo;haupts&auml;chlich Feuer machen&rdquo; (Mohammed Khalaf) &ndash; entsteht, schw&auml;rzt Kleider, das Wasser in Trinkwassertanks und geht an die Gesundheit der Menschen wie auch ihrer Nutztiere.<br>\nTausende solcher improvisierten &ldquo;Raffinerien&rdquo; soll es auf dem Gebiet geben, das unter der Leitung der kurdischen Selbstverwaltung steht, die auf die Eink&uuml;nfte der &Ouml;lf&ouml;rderung angewiesen ist. Solange es keine Abmachung mit der syrischen Regierung gibt und solange es mit Erdogan keine Friedensverhandlungen gibt, denen zu trauen w&auml;re, liefert die Pr&auml;senz der US-Truppen &uuml;berlebensnotwendige Garantien f&uuml;r die autonome Selbstverwaltung im Nordosten Syriens.<br>\n&ldquo;We keep the oil&rdquo; (&ldquo;Wir behalten das &Ouml;l&rdquo;), so begr&uuml;ndete Trump den R&uuml;ckzug von den Abzugspl&auml;nen, die er zuvor ge&auml;u&szlig;ert hatte. Es sollte trotz entgegen seiner urspr&uuml;nglichen &Auml;u&szlig;erungen doch einige Hundert US-Soldaten bleiben, um &ldquo;auf die &Ouml;lquellen aufzupassen&rdquo;, damit sie mehr nicht den IS-Milizen in die H&auml;nde fallen. Die Einnahmen sollten den Kurden zukommen.<br>\nDie Gesch&auml;fte sind allerdings genauso schwierig und verzwickt wie die politische Situation. &Uuml;bereink&uuml;nfte mit arabischen St&auml;mme w&uuml;rden zum Teil mit Erd&ouml;l bezahlt, so berichtet es al-Monitor. In fr&uuml;heren Meldungen wurde davon berichtet, dass das &Ouml;l auch an die syrische Regierung verkauft wird und &uuml;ber Umwege selbst an die T&uuml;rkei, wo die Kurden der selbstverwaltung bekanntlich als Terroristen gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nordost-Syrien-Oelkatastrophe-unter-US-Aufsicht-4835871.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge vom gr&uuml;nen Lifestyle<\/strong><br>\nKathrin Hartmann beschreibt in ihrem neuen Buch &bdquo;Gr&uuml;ner wird&rsquo;s nicht&ldquo; die &ouml;kologischen Grenzen kapitalistischer Gesellschaften. Ihre These: Wer Ver&auml;nderung zum Besseren will, muss die &ouml;kologische mit der sozialen und der Machtfrage verbinden. (&hellip;)<br>\nBerliner Zeitung: Frau Hartmann, mit dem Titel ihres neuen Buches &bdquo;Gr&uuml;ner wird&rsquo;s nicht&ldquo; legen Sie nahe, dass der &ouml;kologische Umbau unserer Gesellschaft eigentlich abgeschlossen ist. Ernsthaft?<br>\nKathrin Hartmann: Ganz im Gegenteil. Wir haben noch gar nicht richtig angefangen! Aber es gibt in Gesellschaft und Politik ein gro&szlig;es Gef&auml;lle zwischen gr&uuml;ner Rhetorik und Handeln. Das zeigen die Corona-Rettungsprogramme: zwar hei&szlig;t es, man behalte den Klimaschutz im Auge, doch dann wird die Lufthansa mit Milliarden und ohne Klimaschutzauflagen gerettet. Einerseits gibt es ein wachsendes Umweltbewusstsein, anderseits steigt die Zahl der Flugzeug- und Kreuzfahrtpassagiere ebenso wie der Absatz klimasch&auml;dlicher Riesenautos. (&hellip;)<br>\nWir k&ouml;nnten uns also anstrengen wie wir wollen und nur noch im Bio-Laden einkaufen: Es &auml;ndert sich nichts?<br>\nWir sollten nicht fragen: Was soll ich kaufen? Sondern: warum ist es legal, dass Produkte, f&uuml;r die Menschenrechte verletzt und Natur zerst&ouml;rt wird, in den Regalen stehen? Wir gehen v&ouml;llig falsch mit der &ouml;kologischen Krise um, wenn wir das individuelle pragmatische Handeln in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen sollten wir politische und Machtfragen stellen. Also: Wer profitiert von den Verh&auml;ltnissen, wie sie sind?<br>\nEs gibt doch eine moralische Verpflichtung, den nachfolgenden Generationen eine bessere Welt zu hinterlassen &hellip;<br>\nIch sehe das weder als Generationen- noch als moralische Frage. Es geht um globale Gerechtigkeit. Die Folgen der &ouml;kologische und soziale Krise sind kein Zukunftsszenario, sondern schon heute da &ndash; vor allem in den L&auml;ndern des S&uuml;dens, aber auch hier. Also m&uuml;ssen wir grunds&auml;tzlicher dar&uuml;ber nachdenken, wie wir das System umbauen: Wie geht gerechter Handel und eine demokratische Wirtschaft? Wie k&ouml;nnen wir anders arbeiten, konsumieren und produzieren? Wie &uuml;berwinden wir die Kluft zwischen Arm und Reich? Und: mit wem k&auml;mpfen wir daf&uuml;r und mit wem nicht?<br>\nSie trauen den Regierungen, auch und gerade demokratischen Regierungen, den &ouml;kologischen Wandel zum Besseren nicht zu?<br>\nUnser System beruht auf der Ausbeutung von Menschen und Natur. Das hat die Corona-Krise deutlich gezeigt, aktuell in den deutschen Fleischfabriken. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung soll aber nun genau die Wirtschaft, wie wir sie kennen, retten. Samt der Sch&auml;den, die sie st&auml;ndig produziert. Die Autoindustrie konnte wieder ihre Interessen durchsetzen, das Lieferkettengesetz, das deutsche Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet, wurde vom Tisch gefegt, weil es die Wirtschaft &bdquo;belastet&ldquo;. Gerade ging ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz. Die Industrie hat so viel Einfluss, dass sie ihre Privilegien ordnungspolitisch durchsetzen kann. Deswegen kommt gerechte strukturelle Ver&auml;nderung nie von oben, sondern immer von unten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/die-luege-vom-gruenen-lifestyle-li.90655%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200706_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200706_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland sank in der letzten Woche um 1.362 auf 5.338, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die NachDenkSeiten werden diese Grafik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.<\/p>\n<p><em>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62691","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62691"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62691\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62694,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62691\/revisions\/62694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}