{"id":62759,"date":"2020-07-08T08:19:47","date_gmt":"2020-07-08T06:19:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759"},"modified":"2020-07-08T08:19:47","modified_gmt":"2020-07-08T06:19:47","slug":"hinweise-des-tages-3647","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h01\">Tod von George Floyd: Hat die politische Korrektheit versagt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h02\">Die Auftragsm&ouml;rder <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h03\">Eine Milliarde hungernde Menschen bef&uuml;rchtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h04\">Jair Bolsonaros Corona-Infektion &ndash; Erwischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h05\">USA verlassen die Weltgesundheitsorganisation in einem Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h06\">Rettung von Fluglinien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h07\">Ein Euro-Ausstieg darf kein Tabu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h08\">Krisenmanagement versagt nach Corona-Cluster in Ober&ouml;sterreichs Fleischindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h09\">Wo bleibt der Aufschrei?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h10\">Wie ein internationaler Knebelvertrag die Energiewende verhindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h11\">Frankreich: Radikale Vorschl&auml;ge zum Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h12\">Acht Millionen Hektar abgebrannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h13\">SPD unter Bedingungen f&uuml;r Drohnenbewaffnung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h14\">Anhaltende Gewalt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h15\">Trump&rsquo;s Rekord in der Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h16\">Hongkong: Ohne Ma&szlig; und ohne Sitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h17\">&raquo;Ziviler Putsch&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62759#h18\">Zu guter Letzt: Ausgeschlachtet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tod von George Floyd: Hat die politische Korrektheit versagt?<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Vorf&auml;lle in den USA zeigen die Unzul&auml;nglichkeit des Systems der politischen Korrektheit und seiner Idee von Gerechtigkeit auf<br>\nDie Absurdit&auml;t der Strategien der politischen Korrektheit gegen die Ungerechtigkeiten auf der Welt wird vielleicht besonders anschaulich anhand einer vor einigen Wochen in Umlauf gekommenen Nachricht &uuml;ber eine Errungenschaft in der israelischen Armee. Als Erfolg wird vermeldet: Endlich wurde f&uuml;r Transgenderpersonen das Recht auf Unisex-Uniformen erk&auml;mpft.<br>\nKlarer h&auml;tte man nicht zum Ausdruck bringen k&ouml;nnen, worin f&uuml;r die f&uuml;hrenden K&ouml;pfe des zeitgen&ouml;ssischen &ouml;ffentlichen Diskurses die emp&ouml;renden Ungerechtigkeiten der Weltgeschichte liegen&hellip;die Hauptsorge dreht sich heutzutage darum, ob dabei gendergerecht vorgegangen wird oder nicht.<br>\nIrrige Strategien der politischen Korrektheit<br>\nEinem &auml;hnlich irrigen Strickmuster folgen jedoch manche der Protestaktionen, zu denen es in Folge der T&ouml;tung des Schwarzen George Floyd durch Polizisten in den USA kam. Was ich damit meine, ist etwa das Umst&uuml;rzen der Statuen von Sklavenh&auml;ndlern aus der Kolonialzeit.<br>\nWie bombastisch wird das von den Medien ins Bild ger&uuml;ckt &ndash; und wie wenig &auml;ndert es an den wirklichen gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen&hellip;.<br>\nWer nicht imstande ist, den modernen Sklaventreibern zu Leibe zu r&uuml;cken, zum Beispiel dem Amazon-Chef Jeff Bezos, wer an der Macht der heutigen Eliten und Gro&szlig;konzerne nicht r&uuml;tteln kann, der tobt sich aus in solchen Ersatzhandlungen, der r&uuml;ckt Denkm&auml;lern von Personen zu Leibe, die gar nicht mehr existieren und schon lange nichts mehr zu sagen haben. Von &ldquo;Aufarbeitung der kolonialistischen Vergangenheit&rdquo; ist da zwar vollmundig die Rede, die Frage ist vielmehr aber, ob es nicht eher um Ablenkung geht, um eine den heutigen M&auml;chtigen nur willkommene Ablenkung des Zorns auf Ersatzobjekte.<br>\n(&hellip;) Alle diese Aktionen jedoch, die am Ende haupts&auml;chlich blo&szlig; der moralischen Selbstbeweihr&auml;ucherung derer dienen, die sie durchf&uuml;hren, haben beispielsweise bislang nichts daran ge&auml;ndert, dass meine &auml;ltere Bekannte, die ihr Leben lang hart gearbeitet hat, mit ihren 70 Jahren immer noch gelegentlich putzen gehen muss, weil ihre Pension sonst kaum soweit ausreichen w&uuml;rde, dass sie &uuml;ber die Runden kommt.<br>\nDer Unterschied zwischen pseudolinks &hellip;<br>\nAuf den Punkt bringt es Maria W&ouml;lflingseder in einem Beitrag, der in der j&uuml;ngsten Ausgabe der linken Zeitschrift &ldquo;Streifz&uuml;ge&rdquo; ver&ouml;ffentlicht wurde:<br>\n    &bdquo;Zur Zeit arbeiten die Beh&ouml;rden und Universit&auml;ten akribisch daran, Geschlechtergerechtigkeit herzustellen. Die gesamte Verwaltungssprache soll geschlechtsneutral werden. Aus &lsquo;Vater&rsquo; und &lsquo;Mutter&rsquo; wird &lsquo;Elternteil 1&rsquo; und &lsquo;Elternteil 2&rsquo;&hellip; Je mehr Sternderln, desto weniger Diskriminierung? Schade nur, dass die Sternderln, Binnen-Is, Unterstriche und all die anderen Fuzerl-Fetische nicht gegen die tats&auml;chlichen Diskriminierungen helfen. Gegen die Armut, die immer mehr (alleinerziehende) M&uuml;tter, Kinder und Frauen &uuml;ber 60 bedroht!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tod-von-George-Floyd-Hat-die-politische-Korrektheit-versagt-4837744.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu auch von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62742\">Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr soll weichen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Auftragsm&ouml;rder <\/strong><br>\nT&ouml;dliche Polizeigewalt wie im Fall George Floyd ist Teil eines systematischen Kriegs des US-Establishments gegen die Armen<br>\nWar es nur pers&ouml;nliches Versagen eines Uniformierten, was am 25. Mai in Minneapolis geschah? Hatte George Floyd, der unter den Knien eines Polizisten grausam erstickte, einfach nur das Pech gehabt, an einen besonders schwierigen Charakter geraten zu sein? Die Wahrheit ist leider noch schlimmer. Brutale Polizeigewalt, wie sie sich hier zeigte, hat System. Kriminalit&auml;t und Terrorgefahr wurden &uuml;ber Jahrzehnte zum Vorwand genommen, die Befugnisse der Polizei auf Kosten der B&uuml;rgerrechte auszuweiten. Bis zu einem Punkt, an dem Brutalit&auml;t und Willk&uuml;r regieren. Und der Rassismus? Vielleicht geht es dem US-Establishment weniger darum, Schwarze auszuschalten als die Arbeiterklasse zu unterdr&uuml;cken, in der sie eine Gefahr f&uuml;r den eigenen Machterhalt sieht. Schwarze sind unter den Armen und prek&auml;r Lebenden &uuml;berdurchschnittlich repr&auml;sentiert. Deshalb auch installierten die USA das gr&ouml;&szlig;te Gef&auml;ngnissystem der Weltgeschichte, sperrten Tausende von Menschen wegen Bagatelldelikten wie Drogenbesitz weg. Es ist wichtig, dass die Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus jetzt nicht nachlassen &mdash; und dass auch &uuml;ber die tieferliegenden Ursachen geredet wird.<br>\nDer notwenige Kontext f&uuml;r das unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Abzielen der Polizei auf Schwarze wird ersichtlich, wenn man die Daten nach wirtschaftlichen Klassen ordnet. Arme und wei&szlig;e Angeh&ouml;rige der Arbeiterklasse werden etwa so oft verhaftet wie arme Schwarze und deren Angeh&ouml;rige der Arbeiterklasse.<br>\nNaturgem&auml;&szlig; sagen die Daten nichts &uuml;ber die Geschichte aus. Aber sie bieten strukturelle und politische Einblicke. Zu Ersterem: Die Geschichte lehrt zwar die Gegenwart, definiert sie aber nicht. Zu Letzterem: Erstens trennt die Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Rasse Menschen voneinander, die ansonsten gemeinsame Klasseninteressen teilen w&uuml;rden, und zweitens ringen &bdquo;Alliierte&ldquo; der Armen und der Arbeiterklasse um ihren eigenen Freiraum vor Polizeigewalt, unabh&auml;ngig von ihren Zielen.<br>\nDiese Arithmetik der Ungleichheit beinhaltet, dass ein h&ouml;herer Anteil von Schwarzen als Wei&szlig;en arm ist und zur Arbeiterklasse geh&ouml;rt. Eine Erkl&auml;rung, dass die Rasse &ouml;konomische M&ouml;glichkeiten bestimmt, ist &uuml;beraus gro&szlig;z&uuml;gig gegen&uuml;ber der Wirkungsweise des Kapitalismus&hellip;<br>\nRichard Nixon hat den Gef&auml;ngnisstaat geschaffen, um die politischen Feinde des Kapitals einzusperren&hellip;Die politische Fragestellung bez&uuml;glich &bdquo;Kriminalit&auml;t&ldquo; war nicht: Welches sozial-destruktive Verhalten soll bestraft werden? Sie lautete: Welche Gesetze k&ouml;nnen erlassen werden, die speziell auf die politischen Gegner der Interessen des Establishments abzielen, um sie davon abzuhalten, effektive politische Herausforderungen f&uuml;r diese Interessen aufzubauen?<br>\n(&hellip;) &Auml;hnlich wie die Rassenzugeh&ouml;rigkeit in fr&uuml;herer Zeit wurde ein Gef&auml;ngnisaufenthalt zur Kennzeichnung einer Klasse, die extrem gut auszubeuten war. Die Eingesperrten &mdash; &uuml;berwiegend Arme und Angeh&ouml;rige der Arbeiterklasse &mdash; wurden f&uuml;r ihre Inhaftierung zur Kasse gebeten, h&auml;ufig durch Arbeit f&uuml;r Privatfirmen zu L&ouml;hnen unterhalb des Marktniveaus; sie waren die zuletzt Eingestellten und zuerst Gek&uuml;ndigten nach ihrer Entlassung aus dem Gef&auml;ngnis, und sie waren von politischer Partizipation ausgeschlossen durch das Verbot der Stimmabgabe f&uuml;r Verbrecher&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/die-auftragsmoerder-toedliche-polizeigewalt-wie-im-fall-george-floyd-ist-teil-eines-systematischen-kriegs-des-us-establishments-gegen-die-armen\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Endlich ein Beitrag, der die Polizeigewalt auf den Grund zur&uuml;ckf&uuml;hrt. Nicht Rassismus, sondern Klassenunterdr&uuml;ckung sind der wahre Hintergrund. <\/em><\/p>\n<p><em>Dem Kapital ist es egal, ob der Arbeiter schwarz, oder wei&szlig;, m&auml;nnlich oder weiblich ist, solange es seine Arbeitskraft ausbeuten kann. Daf&uuml;r soll der Staat und die Polizei sorgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eine Milliarde hungernde Menschen bef&uuml;rchtet<\/strong><br>\nDie Welthungerhilfe warnt vor verheerenden Folgen der Corona-Pandemie f&uuml;r die &auml;rmsten Menschen. Die Zahl der Hungernden drohe auf eine Milliarde Menschen anzusteigen. Auch die UN sehen den Kampf gegen Armut in Gefahr.<br>\nDie Corona-Pandemie hat nicht nur Folgen f&uuml;r die Gesundheit von vielen Menschen &ndash; sondern versch&auml;rft auch das Hungerproblem in der Welt. Davor warnt die deutsche Hilfsorganisation Welthungerhilfe in ihrem neuen Jahresbericht. Demnach droht die Zahl der Hungernden auf weltweit eine Milliarde Menschen anzusteigen. Viele w&uuml;rden in absolute Armut fallen und k&ouml;nnten ohne Hilfe nicht &uuml;berleben. &ldquo;Die Corona-Pandemie funktioniert wie ein Brandbeschleuniger f&uuml;r ohnehin schon bestehende Krisen&rdquo;, erkl&auml;rte Mathias Mogge, Generalsekret&auml;r der Welthungerhilfe. Die Vielzahl der Krisen k&ouml;nnte ein Ausma&szlig; annehmen, &ldquo;wie wir es bisher noch nie erlebt haben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/eine-milliarde-hungernde-menschen-bef%C3%BCrchtet\/a-54077260?fbclid=IwAR3_OJ_KvNxeTuPk4SPkVDfyVSwu1D5A3lus8dFdHG5b2eOJF1lNHWSqtOo\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jair Bolsonaros Corona-Infektion &ndash; Erwischt<\/strong><br>\nBrasiliens Pr&auml;sident Jair Bolsonaro ist mit dem Coronavirus infiziert. Er hat die Krankheit immer verharmlost, wie Donald Trump &ndash; mit verheerenden Folgen f&uuml;r das Land. Seine eigene Erkrankung k&ouml;nnte ihm sogar n&uuml;tzen. [&hellip;]<br>\nEs war eine Provokation, selbst in diesem Augenblick, aber sie passte zum Verhalten dieses Mannes, der Covid-19 seit Beginn der Pandemie als &ldquo;leichte Grippe&rdquo; abtut, die einem wie ihm nichts anhaben kann. In den vergangenen Monaten, in denen die Zahl der Opfer in Brasilien auf &uuml;ber 60.000 stieg, wetterte Bolsonaro immer wieder gegen die von Gouverneuren oder B&uuml;rgermeistern verordneten Isolationsma&szlig;nahmen, die in seinen Augen nur unn&ouml;tige wirtschaftliche Sch&auml;den anrichten. Immer wieder mischte er sich ohne Maske unter das Volk, sch&uuml;ttelte H&auml;nde, fasste sich ins Gesicht, so dass es im Grunde nur eine Frage der Zeit war, bis es ihn erwischen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nDieser Auftritt macht deutlich, wie der Populist Bolsonaro mit seiner Erkrankung umzugehen gedenkt: Wenn es bei leichten Symptomen bleibt, wird er sich in seiner Ansicht best&auml;tigt sehen, dass es sich bei Covid-19 um eine &ldquo;leichte Grippe&rdquo; handelt. Dann steht zu bef&uuml;rchten, dass in Zukunft noch mehr Brasilianer dem Beispiel ihres Pr&auml;sidenten folgen und die Gefahr der Pandemie ignorieren werden.<br>\nIn diesem Fall d&uuml;rfte auch der Konsum des Malariamittels Chloroquin explodieren, das Bolsonaro seit Monaten als Wundermittel gegen das Virus preist. Er nehme das Medikament, von dessen Gebrauch bei Covid-19 die meisten Spezialisten und die WHO wegen der schweren Nebenwirkungen abraten, seit einiger Zeit zur Prophylaxe und habe nach den ersten Symptomen ein paar Pillen mehr eingeworfen, verk&uuml;ndete er. Danach seien die Beschwerden sofort abgeklungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jair-bolsonaro-mit-corona-infiziert-was-bedeutet-das-fuer-brasilien-a-59ecc12b-4ff1-4af7-b352-c9939420e339\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sowas kommt von sowas. Der Bericht der SPIEGEL weist jedoch an einer recht delikaten Stelle eine sicherlich absichtliche L&uuml;cke auf. Es ist richtig, dass &bdquo;die meisten Spezialisten und die WHO wegen der schweren Nebenwirkungen ab[ge]raten&ldquo; haben. <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2020\/may\/25\/who-world-health-organization-hydroxychloroquine-trial-trump-coronavirus-safety-fears\">Dies war am 25. Mai<\/a>. Eine Woche sp&auml;ter kam jedoch heraus, dass die Daten zu den Nebenwirkungen vor allem aus einer kommerziellen Datenbank stammten, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2020\/jun\/03\/covid-19-surgisphere-who-world-health-organization-hydroxychloroquine\">die vom US-Unternehmen Surgisphere schlicht erfunden wurden<\/a>  &ndash; ein Wissenschaftsskandal der obersten Kategorie, &uuml;ber den in Deutschland <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/forschungsskandal-surgisphere-suspekter-datenhaendler.676.de.html?dram:article_id=478441\">nur am Rande berichtet wurde<\/a>, weil Hydroxychloroquine ja ausgerechnet von Trump und Bolsonaro empfohlen wurde. Daraufhin zogen sogar die Autoren der Lancet-Studie ihr eigenes Paper zur&uuml;ck, auf dessen Basis die WHO den Teststopp verh&auml;ngt hatte. Die WHO gab die Testreihe nun wieder frei, stoppte sie jeodch am 17. Juni wieder, weil seri&ouml;se umfangreiche Studien aus <a href=\"https:\/\/www.recoverytrial.net\/files\/hcq-recovery-statement-050620-final-002.pdf\">Gro&szlig;britannien<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.who.int\/emergencies\/diseases\/novel-coronavirus-2019\/global-research-on-novel-coronavirus-2019-ncov\/solidarity-clinical-trial-for-covid-19-treatments\">anderen Staaten<\/a> zeigten, dass das Mittel keine Vorteile gegen&uuml;ber der Standardmedikation bei klinischen Covid-19-F&auml;llen <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/q-a-detail\/q-a-hydroxychloroquine-and-covid-19#\">gezeigt hatte<\/a>. Von &bdquo;schweren Nebenwirkungen&ldquo; ist aber in keiner dieser Studien mehr die Rede. Dies sollte eigentlich auch dem SPIEGEL bekannt sein. Wie dem auch sei ist Bolosonaros &bdquo;Selbstmedikation&ldquo; ohnehin unsinnig, da es nie Hinweise darauf gab, dass Chloroquin prohylaktisch wirken k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA verlassen die Weltgesundheitsorganisation in einem Jahr<\/strong><br>\nDie USA haben die UNO offiziell vom Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kenntnis gesetzt. Die Ank&uuml;ndigung, die am 6. Juli 2021 wirksam werde, sei bei UNO-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres eingereicht worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Dienstag in Washington. Ein Sprecher von Guterres in New York best&auml;tigte den Schritt. [&hellip;]<br>\nMehrfach verwies er darauf, dass die USA mehr Geld an die Organisation zahlten als China. Er machte die in Genf ans&auml;ssige Organisation mitverantwortlich f&uuml;r die hohe Anzahl der Toten. Die WHO habe sich zudem notwendigen Reformen verschlossen. Der US-Pr&auml;sident beschuldigt zudem China, die weltweite Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben, und droht mit Konsequenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000118569987\/usa-verlassen-die-weltgesundheitsorganisation\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Schritt ist nur folgerichtig. Entweder die USA dominieren eine internationale Organisation oder sie kehren ihr den R&uuml;cken. Wann immer von &bdquo;Weltgemeinschaft&ldquo; die Rede ist, sollten die USA ausgeklammert werden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rettung von Fluglinien<\/strong><br>\n(&hellip;) Wie viele andere europ&auml;ische L&auml;nder hat auch Portugal seine Fluglinie wegen Corona retten m&uuml;ssen. Anders als &Ouml;sterreich hat die portugiesische Regierung jedoch strenge Bedingungen an die Aktion&auml;re der Airline gestellt und jetzt &uuml;ber 70 Prozent Anteil am Unternehmen. So kann die Regierung auch sicherstellen, dass keine Arbeitspl&auml;tze abgebaut werden.<br>\n&Uuml;berall in Europa sind Fluglinien am Straucheln, so auch in Portugal. Im Vergleich zu &Ouml;sterreich, hat die linke Regierung Portugals aber einen anderen Weg gew&auml;hlt.<br>\nAktion&auml;re wollten keinen Beitrag leisten<br>\nAls das portugiesische Pendant zur AUA, die TAP, wegen Corona vor dem Zusammenbruch stand, bot die Regierung zuerst einen Notkredit von maximal 1,2 Milliarden Euro an. Doch als Gegenleistung verlangte sie von den privaten Aktion&auml;ren ebenfalls einen Beitrag &ndash; was genau die Bedingungen waren, wurde nicht &ouml;ffentlich. Die Aktion&auml;re schlugen das Angebot jedoch aus.<br>\nAls Reaktion darauf bereitete die Regierung unter Premierminister Ant&oacute;nio Costa bereits die Zwangsverstaatlichung des Unternehmens vor&hellip;<br>\n(&hellip;) Die portugiesische Regierung hat dadurch die Kontrolle &uuml;ber das Unternehmen und kann sicherstellen, dass keine Arbeitspl&auml;tze verloren gehen. Au&szlig;erdem bekommt der Staat den L&ouml;wenanteil von zuk&uuml;nftigen Gewinnen des Unternehmens und darf bei der Umstrukturierung mitreden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/portugal-airline-corona\/\">kontrats at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein Euro-Ausstieg darf kein Tabu sein<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie hat zu einer schweren Wirtschaftskrise in ganz Europa gef&uuml;hrt. Ein wirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel ist dennoch wenig wahrscheinlich. Eher fr&uuml;her als sp&auml;ter wird sich daher die Frage nach einem Euro-Ausstieg wieder stellen.<br>\nDie Kritiker eines Euro-Ausstiegs halten ein solches Vorhaben vor allem aus drei Gr&uuml;nden f&uuml;r sinnlos und gef&auml;hrlich:<br>\nErstens sei die Vorstellung falsch, eine R&uuml;ckkehr zu nationalen W&auml;hrungen erlaube den aus dem Euro ausscheidenden Krisen-L&auml;ndern eine Abwertung ihrer W&auml;hrungen und damit eine Verbesserung ihrer Leistungsbilanzposition&hellip;<br>\nZweitens w&uuml;rden L&auml;nder mit hohen staatlichen Budgetdefiziten und hohen Staatsschuldenquoten nach einer Wiederherstellung ihrer nationalen W&auml;hrungen sofort von den Finanzm&auml;rkten abgestraft&hellip;<br>\nDrittens w&uuml;rden die Staatsschulden aller Abwertungsl&auml;nder eben wegen der Abwertung ihrer W&auml;hrungen massiv ansteigen (in nationaler W&auml;hrung gerechnet) &hellip;<br>\nTats&auml;chlich ist keines dieser Argumente gegen einen Ausstieg aus der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion &uuml;berzeugend&hellip;<br>\n(&hellip;) Zur Schuldenfalle<br>\nDie Kritiker eines Euro-Ausstiegs gehen offenkundig davon aus, dass alle bestehenden Verbindlichkeiten der jeweiligen Staaten in Euro, nicht aber in (neuer) heimischer W&auml;hrung bedient werden m&uuml;ssen. Allerdings w&auml;re ein solches Verfahren bei einer Aufl&ouml;sung der Eurozone insgesamt nicht m&ouml;glich, da in diesem Fall die Schuldw&auml;hrung gar nicht mehr existieren w&uuml;rde.<br>\nDie Rechtslage ist hier eindeutig: Alle Vertr&auml;ge mit Auslandsbezug (Anleihen, Darlehen etc.) sind bei einer Aufl&ouml;sung der W&auml;hrungsunion &bdquo;in der Nachfolgew&auml;hrung der f&uuml;r das Vertragsverh&auml;ltnis zust&auml;ndigen Rechtsordnung zu erf&uuml;llen&ldquo; (S. 613). Das bedeutet: Im Falle von Anleihen &bdquo;werden ausl&auml;ndische Gl&auml;ubiger [&hellip;] die heimische W&auml;hrung akzeptieren m&uuml;ssen&ldquo; (S. 615) &hellip;<br>\n(&hellip;) Zur Zinsfalle<br>\nAber wie sieht es mit der Zinsfalle aus? Selbst wenn die Staatsanleihen der L&auml;nder nach einem Ausscheiden aus der Eurozone nunmehr in eigener W&auml;hrung und nicht mehr in Euro denominiert w&auml;ren, k&auml;me es in diesen L&auml;ndern nicht trotzdem zu einem massiven Anstieg der Zinss&auml;tze dieser Papiere, der eine drastische Sparpolitik in den &ouml;ffentlichen Haushalten erzwingen w&uuml;rde?<br>\nDie Antwort ist ein eindeutiges &bdquo;Nein&ldquo;, sofern sich die Staaten beziehungsweise ihre Zentralbanken nicht selber aus ideologischen Gr&uuml;nden Handlungsbeschr&auml;nkungen &ndash; etwa Begrenzungen f&uuml;r den Ankauf von Staatsanleihen durch die Zentralbanken (auch auf dem Sekund&auml;rmarkt) oder &Auml;hnliches &ndash; auferlegen&hellip;<br>\nDie Macht der Zentralbanken<br>\nEs ist eben nicht so, dass die Bondm&auml;rkte einen souver&auml;nen Staat in die Knie zwingen k&ouml;nnen. Tats&auml;chlich liegt die wahre Macht in den H&auml;nden dieses Staates, wenn er sich dazu entschlie&szlig;en kann, sie auch zu nutzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/ein-euro-ausstieg-darf-kein-tabu-sein\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krisenmanagement versagt nach Corona-Cluster in Ober&ouml;sterreichs Fleischindustrie<\/strong><br>\nIn Ober&ouml;sterreich kam es in mehreren fleischverarbeitenden Betrieben zu Corona-Ausbr&uuml;chen. Doch die Landesregierung l&auml;sst die Betriebe ge&ouml;ffnet. Dabei haben wir aus Deutschland gelernt: Corona kann sich gerade in Fleischindustrie schnell ausbreiten. Schlie&szlig;lich wird eng an eng gearbeitet &ndash; und teilweise auch gewohnt.<br>\nIn &Ouml;sterreich steigen die Corona-Fall-Zahlen wieder deutlich. Erstmals seit 19. Mai gibt es wieder mehr als 1.000 aktive F&auml;lle. Von 4. auf 5. Juli infizierten sich 123 Personen. Die meisten davon &ndash; n&auml;mlich 67 &ndash; in Ober&ouml;sterreich. In keinem anderen Bundesland verbreitet sich das Virus derzeit so schnell. Ober&ouml;sterreich ist zum Corona-Sorgenkind geworden. Zuerst entstand ein Cluster in einer Freikirche, jetzt sind in mehreren fleischverarbeitenden Betrieben F&auml;lle aufgetaucht. Insgesamt stehen 25 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit Betrieben aus den Bezirken Ried, Wels-Land, Braunau und Linz&hellip;<br>\nn der Fleischindustrie kann sich das Virus schnell ausbreiten<br>\nUnd das obwohl wir aus Deutschland wissen, dass sich das Virus in den fleischverarbeitenden Betrieben besonders schnell ausbreiten kann. Das liegt daran, dass in dieser Branche bei maximal 12 Grad gearbeitet werden muss. Aufgrund der K&auml;lte sind die Atemwege bereits gereizt und anf&auml;llig f&uuml;r das Virus. Au&szlig;erdem wird dort eng nebeneinander gearbeitet. Aber auch prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse spielen eine Rolle. Branchenvertreter sind bem&uuml;ht, zu betonen, dass die Arbeitsbedingungen in &ouml;sterreichischen Betrieben nicht vergleichbar sind mit jenen in Deutschland. Doch die Gewerkschaft berichtet von zunehmender Leiharbeit und beengten Unterk&uuml;nften f&uuml;r ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/corona-fleischindustrie-fleischfabrik-schlachthof-oberoesterreich\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wo bleibt der Aufschrei?<\/strong><br>\n(&hellip;) Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch von Massentierhaltung schweigen<br>\nEs geht schon lange nicht mehr allein darum, die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die grausamen Haltungsbedingungen der Tiere aufzukl&auml;ren. Inzwischen d&uuml;rften die sattsam bekannt sein. Es braucht vielmehr ein Bewusstsein f&uuml;r Tierleid, also eine Verdr&auml;ngung der Verdr&auml;ngung. Wir d&uuml;rfen nicht l&auml;nger so tun, als handele es sich bei den Schmerzensschreien von Tieren um das Knarzen von Maschinen. Schweine sind soziale, leidf&auml;hige und sensible Wesen, denen ein Grundrecht auf ein schmerzfreies und artgerechtes Leben zusteht. Es gibt keinen ethisch vertretbaren Grund, ausgerechnet den zum Schlachten gez&uuml;chteten Tieren dieses Grundrecht zu verwehren.<br>\nUnd da haben wir &uuml;ber die unw&uuml;rdigen, gesundheitssch&auml;dlichen und allzu oft schwer traumatisierenden Bedingungen, unter denen Menschen in Fleischfabriken arbeiten m&uuml;ssen, noch gar nicht geredet. Allein der Corona-Ausbruch bei T&ouml;nnies hat den alten Brecht-Spruch &bdquo;Die im Dunkeln sieht man nicht&ldquo; mal wieder best&auml;tigt. Dessen St&uuml;ck Die heilige Johanna der Schlachth&ouml;fe ist &uuml;brigens der Text der Stunde. Zeigt er doch, dass ein anderer ber&uuml;hmter Spruch (diesmal einer von Max Horkheimer) in abgewandelter Form bis heute ebenso g&uuml;ltig ist: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch von Massentierhaltung schweigen.<br>\nDenn das Allheilmittel gegen die legalisierte Tierqu&auml;lerei sehen manche Parteig&auml;nger der Gr&uuml;nen und der ein oder andere Klima-Bewegte in einer drastischen Erh&ouml;hung der Fleischpreise. Das w&uuml;rde aber den R&uuml;ckfall in feudale Zeiten bedeuten, in denen der P&ouml;bel seinen Kanten Brot zu fressen hatte, derweil die Eliten es sich an der reich gedeckten Tafel im herrschaftlichen Palast beim Spanferkelfest bequem machten&hellip;<br>\nBei allen Fragen des Tierschutzes geht es also auch um die Frage nach Eigentum und Einkommensverteilung. Wer die Massentierhaltung beenden will, muss in einem Atemzug fordern, dass der Mindestlohn erheblich steigt und das Massendem&uuml;tigungsinstrument namens Hartz IV endlich durch eine menschenw&uuml;rdige Mindestsicherung ohne Lohnarbeitszwang ersetzt wird. Im besten Fall w&auml;re es sogar eine M&ouml;glichkeit, die vielen Konzepte der Wirtschaftsdemokratie gleich mal in der Fleischindustrie zu testen. F&uuml;r Mensch und Tier k&ouml;nnte es in die beste aller Welten f&uuml;hren, denn letztlich liegen ihre Interessen enger beisammen, als gemeinhin angenommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/wo-bleibt-der-aufschrei\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie ein internationaler Knebelvertrag die Energiewende verhindert<\/strong><br>\nDas internationale Investitionsabkommen &bdquo;Vertrag &uuml;ber die Energiecharta&ldquo; oder kurz ECT (aus dem Englischen: Energy Charter Treaty) k&ouml;nnte den Ausstieg aus Kohle und Gas verhindern. Das Abkommen r&auml;umt Energiekonzernen das Recht ein, Staaten auf &bdquo;Entsch&auml;digung&ldquo; zu klagen und nimmt daher massiven Einfluss auf die europ&auml;ische Klimapolitik. Wie das Abkommen genau funktioniert und wie wir aus diesem Knebelvertrag rauskommen, erkl&auml;rt Martin Konecny.<br>\nWollen wir die Klimakrise stoppen, reicht es nicht aus, erneuerbare Energien auszubauen. Wir m&uuml;ssen bestehende fossile Energiequellen stilllegen. F&uuml;r Konzerne, die mit fossilen Energien wirtschaften, w&uuml;rde das deutliche Gewinneinbu&szlig;en bedeuten. Das wissen die Konzerne. Deshalb tun sie alles, um ihre Profite zu sch&uuml;tzen und die Energiewende zu blockieren. Bekannte Methoden sind massives Lobbying oder die Finanzierung von Klimawandelleugner*innen. Doch weitgehend abseits der &Ouml;ffentlichkeit haben die Konzerne aber noch ein weiteres, machtvolles Instrument benutzt: den ECT.<br>\nWas genau ist der ECT?<br>\nDer ECT wurde 1994 unterschrieben und sollte urspr&uuml;nglich vor allem dazu dienen, Investitionen europ&auml;ischer Energiekonzerne w&auml;hrend der neoliberalen Transformation Osteuropas abzusichern. Sie sollten nicht durch staatliche Interventionen gef&auml;hrdet sein. Mitglieder sind neben den EU-Mitgliedsstaaten noch eine Reihe weiterer Staaten vor allem in Osteuropa und Zentralasien. Der Vertrag deckt Handel, Transit und Investitionen in Energie ab und sch&uuml;tzt in seinem Kern alle Energieinvestitionen &ndash; und die beinhalten nach wie vor meist Kohle, &Ouml;l und Gas. Im Klartext bedeutet das, dass der ECT heute in allen Mitgliedsl&auml;ndern jene Energieinvestitionen sichert, die wir eigentlich l&auml;ngst stilllegen m&uuml;ssten.<br>\nDie Konsequenz: Alle gedeckten Investitionen werden, wenn sie wie geplant und durch das Abkommen gesch&uuml;tzt weiterlaufen, noch unvorstellbare 57 Gigatonnen CO2 aussto&szlig;en. Das ist mehr als doppelt so viel, als die EU aussto&szlig;en darf, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. Dazu kommt, dass die durch das Abkommen gesch&uuml;tzten Investitionen mehr werden, j&auml;hrlich um rund 50 Milliarden Euro, die Mehrheit davon in fossile Energie. Der ECT f&ouml;rdert somit eine Entwicklung, die exakt im Gegensatz zur notwendigen Politik steht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/knebelvertrag-ect\/\">Mosaik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich: Radikale Vorschl&auml;ge zum Klimaschutz<\/strong><br>\n(&hellip;) Wenn B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger selbst &uuml;ber den Kurs der Regierung entscheiden, sind ihre Vorschl&auml;ge &uuml;berraschend radikal. Das Tempo runter auf maximal 110 Kilometer pro Stunde, keine Inlandfl&uuml;ge mehr und in Kantinen soll k&uuml;nftig immer Veggie-Day sein. Diese Aufz&auml;hlung ist keine Wunschliste einer Umweltorganisation, sondern der Wille des franz&ouml;sischen Volkes.<br>\nOder zumindest eines repr&auml;sentativen Teils davon. Ende Juni hat der franz&ouml;sische B&uuml;rgerrat 149 Empfehlungen zum Klimaschutz verabschiedet. Die &laquo;Convention Citoyenne pour le Climat&raquo; wurde im vergangenen Jahr einberufen. Nicht zuletzt, um nach Macrons Gelbwesten-Debakel das Vertrauen der W&auml;hler in die franz&ouml;sische Politik wiederherzustellen.<br>\n(&hellip;) Das 500 Seiten starke B&uuml;rgergutachten enth&auml;lt dazu &uuml;berraschend radikale Vorschl&auml;ge in den Bereichen Konsum, Verkehr, Wohnen, Produktion, Landwirtschaft und Ern&auml;hrung&hellip;<br>\nUmweltschutz soll in die Verfassung<br>\nDie vielleicht gr&ouml;&szlig;ten &Auml;nderungen: Der Schutz der Umwelt soll in der franz&ouml;sischen Verfassung verankert werden. Der Rat m&ouml;chte dazu zus&auml;tzlich den Straftatbestand des &laquo;&Ouml;kozids&raquo; einf&uuml;hren. Zu beidem sollen in Frankreich Referenden abgehalten werden. Der B&uuml;rgerrat empfiehlt au&szlig;erdem das Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA der EU mit Fokus auf Umweltziele neu zu verhandeln.<br>\nDie vom Klima-B&uuml;rgerrat erarbeiteten Punkte sind nur Vorschl&auml;ge. Nicht darauf einzugehen kann sich der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron aber politisch kaum leisten. Schlie&szlig;lich war er es, der den Klimarat als direktdemokratisches Element einberufen hat. Nicht zuletzt als Reaktion auf die anhaltenden Ausschreitungen der Gilets jaunes gegen seine CO2-Steuer.<br>\n(&hellip;) Macron hat am 30. Juni bereits angek&uuml;ndigt, dass er 146 der 149 Vorschl&auml;ge des Rates ins Parlament einbringen m&ouml;chte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/Frankreich-Radikale-Vorschlage-zum-Klimaschutz\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die 150 Mitglieder des B&uuml;rgerkonvents f&uuml;r das Klima wurden am 29. Juni, bereits einen Tag nach den Kommunalwahlen in Frankreich, im Elys&eacute;e-Palast empfangen. Die Partei von Macron hatte ein desastr&ouml;ses Ergebnis bei den Kommunalwahlen eingefahren, der gro&szlig;e Sieger waren die Gr&uuml;nen gewesen. Trotzdem wird Macron sein neoliberales Programm zu Gunsten der Wirtschaft weiter fortsetzen. Er muss zwar jetzt symbolisch auf die Gr&uuml;nen zu gehen, wird aber keine ihrer Forderungen ber&uuml;cksichtigen sobald sie das Kapital belasten. Seine Bekundungen sind reine Taktik. Bei Macron kommen immer die Profitinteressen seiner Klientel vor dem Umweltschutz. Macron bereitet gerade mit einer Regierungsumbildung die n&auml;chsten Angriffe gegen den Sozialstaat, oder besser gegen den Rest, der vom Sozialstaat noch &uuml;briggeblieben ist, vor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Acht Millionen Hektar abgebrannt<\/strong><br>\nBr&auml;nde in Sibirien verursachen CO2-Rekord<br>\nExtreme Trockenheit, Wind und bis zu 37 Grad Hitze fachen die Waldbr&auml;nde in Sibirien seit Wochen an. Nun berichten Klimaforscher von extremen Emissionswerten.<br>\nDie russische Wildnis leidet weiter stark unter ungew&ouml;hnlich warmem Wetter mit gro&szlig;er Trockenheit und Waldbr&auml;nden. In Sibirien und im &auml;u&szlig;ersten Osten Russlands sind durch die Feuer seit dem Start der Saison Anfang Mai gesch&auml;tzt 59 Megatonnen Kohlendioxid in die Atmosph&auml;re geraten.<br>\nDas sind sechs Megatonnen mehr als im Juni des Vorjahres, teilten Experten des europ&auml;ischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus mit. Es seien die h&ouml;chsten Emissionen, die vom Copernicus-Atmosph&auml;ren&uuml;berwachungsdienst im Laufe seiner 18 Jahr<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/sibirien-hoechste-co2-werte-seit-mindestens-18-jahren-erfasst-a-3ac27930-89e7-467f-9bf6-fc3558faf8a8#:~:text=Acht%20Millionen%20Hektar%20abgebrannt%20Br%C3%A4nde,in%20Sibirien%20seit%20Wochen%20an.\">SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD unter Bedingungen f&uuml;r Drohnenbewaffnung?<\/strong><br>\nIst die Vorentscheidung f&uuml;r eine Bewaffnung der Bundeswehrdrohnen gefallen?<br>\nNachdem die SPD in der vergangenen Legislaturperiode die Beschaffung von Drohnen des Typs G-Heron TP noch hat platzen lassen, wurde sich in den Koalitionsverhandlungen 2018 mit den Unionsparteien CDU und CSU darauf geeinigt, zun&auml;chst zu Aufkl&auml;rungszwecken diese Drohnen zu leasen und zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt die Entscheidung &uuml;ber eine Bewaffnung zu treffen. Die SPD hatte folgende Bedingung in den Koalitionsvertrag hineinverhandelt: &bdquo;&Uuml;ber die Beschaffung von Bewaffnung wird der Deutsche Bundestag nach ausf&uuml;hrlicher v&ouml;lkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer W&uuml;rdigung gesondert entscheiden&ldquo;.<br>\n(&hellip;) schlie&szlig;lich wollte man f&uuml;r den Schritt der Bewaffnung werben, man ma&szlig;te sich auch nicht an als neutraler Akteur aufzutreten. Au&szlig;erdem wollte das BMVg, so versicherte Tauber wiederholt, die Diskussion anschieben. Doch eine klare Richtung wurde bereits 2018 eingeschlagen, als der Leasingvertrag unterschrieben wurde (wobei die Vorbereitung f&uuml;r die Bewaffnung bereits f&uuml;r 50 Mio. &euro; mit abgedeckt war) und 2019 die Ausbildung des Bedienpersonals in Israel begann, wo die bis zu sieben Drohnen auch stationiert werden. Da g&uuml;nstigere &Uuml;berwachungsdrohnen zur Verf&uuml;gung gestanden h&auml;tten, hat man mit der Entscheidung bereits eine Pfadabh&auml;ngigkeit geschaffen&hellip;<br>\nDie &bdquo;strengen Bedingungen&ldquo; der SPD<br>\nAm 28. Juni 2020 drang schlie&szlig;lich an die &Ouml;ffentlichkeit, die SPD sei nun unter bestimmten Bedingungen bereit, einer Bewaffnung der Heron TP Drohnen zuzustimmen. Die Fachpolitiker*innen der SPD h&auml;tten gemeinsam einen Katalog erarbeitet, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriela Heinrich. Zitiert wird sie wie folgt: &bdquo;Wir sind offen in der Frage der Bewaffnung von Drohnen. Aber nur, wenn strenge Bedingungen erf&uuml;llt werden&hellip;<br>\nDebatte vorbei?<br>\nAlso was bleibt von den &bdquo;strengen Bedingungen&ldquo; der SPD: Einige wird das BMVg bereits als erf&uuml;llt ansehen, andere leicht erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Auch sind die Bedingungen zumindest bisher noch teilweise so allgemein oder ungenau formuliert, dass eine Konkretisierung n&ouml;tig w&auml;re&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/07\/06\/spd-unter-bedingungen-fuer-drohnenbewaffnung\/\">IMI<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> So kennt man die SPD: Verrat in kleineren Schritten. Statt entschieden gegen das Unannehmbare vorzugehen, w&auml;hlen die Genossen wieder einmal das kleinere &Uuml;bel. So wird man zwar unglaubw&uuml;rdig, bleibt aber &bdquo;regierungsf&auml;hig&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: DIE LINKE wird die geplante Bewaffnung von Drohnen der Bundeswehr auf allen politischen Ebenen bek&auml;mpfen<\/strong><br>\nPressemitteilung von Tobias Pfl&uuml;ger, 07. Juli 2020<br>\n&bdquo;DIE LINKE spricht sich unzweideutig gegen die Bewaffnung von Drohnen der Bundeswehr aus. Bewaffnete Drohnen werden die Kriegsf&uuml;hrung und Eins&auml;tze der Bundeswehr ver&auml;ndern. Der angebliche Schutz von eigenen Soldaten im Einsatz, wie in dem Bericht als Argument f&uuml;r die Beschaffung durch das Verteidigungsministerium aufgef&uuml;hrt, ist ein vorgeschobenes Argument und entspricht in keiner Weise der Praxis von Drohnen-Eins&auml;tzen&ldquo;, erkl&auml;rt Tobias Pfl&uuml;ger, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur aktuellen Debatte um bewaffnete Drohnen und anl&auml;sslich eines ver&ouml;ffentlichten Berichts des Bundesverteidigungsministeriums zu Drohnen. Pfl&uuml;ger weiter:<br>\n&bdquo;Viele L&auml;nder, insbesondere auch Verb&uuml;ndete der Bundesrepublik, wie zum Beispiel die USA, nutzen Kampfdrohnen, um umfangreich Gegner auszuschalten und nehmen dabei billigend den Tod vieler Zivilisten in Kauf. Die Behauptung von Drohnenbef&uuml;rwortern, dass bewaffnete Drohnen bei der Bundeswehr nur &sbquo;korrekt&lsquo; eingesetzt w&uuml;rden, ist auch angesichts der Entwicklungen in anderen L&auml;ndern realit&auml;tsfremd.<br>\nDie Anschaffung von bewaffneten Drohnen &ouml;ffnet die B&uuml;chse der Pandora. Bei der sp&auml;teren Nutzung der Kampfdrohnen wird sich das Ministerium f&uuml;r seine heutige Argumentation nicht mehr interessieren. Ziel des Verteidigungsministeriums ist es, an die Bewaffnung f&uuml;r die jetzigen Heron TP zu kommen und sp&auml;ter die schon jetzt bewaffnet geplante Eurodrohne zu beschaffen. In welcher Form der Bundestag bei Drohnen-Eins&auml;tzen das letzte Wort haben soll, ist v&ouml;llig unklar. So ist unter anderem die Frage offen, ob es namentliche Abstimmungen &uuml;ber die Drohneneins&auml;tze geben soll.<br>\nDie angeblichen Kriterien f&uuml;r einen Einsatz lassen sich einfach widerlegen. Die<br>\nlinke hat schon darauf hingewiesen, als die SPD ihr Einknicken bez&uuml;glich der Bewaffnung von Bundeswehr-Drohnen angek&uuml;ndigt hat. Angeblich soll immer ein Mensch einen Einsatz von bewaffneten Drohnen steuern. Warum wird dann aber beim &sbquo;Future Combat Air System&lsquo; (FCAS) die Begleitung der Kampfflugzeuge durch &ndash; per k&uuml;nstliche Intelligenz gesteuerte &ndash; Drohnenschw&auml;rme geplant?<br>\nDIE LINKE wird die geplante Bewaffnung von Drohnen der Bundeswehr auf allen politischen Ebenen bek&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/die-linke-wird-die-geplante-bewaffnung-von-drohnen-der-bundeswehr-auf-allen-politischen-ebenen-bekaem\/?fbclid=IwAR2q-4dqmMAb567twsSJi5yDOI_mi81XOmywcdywD6vJyB_TOVrXS3E5_z4\">Die Linke<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: UN-Expertenbericht: Ermordung von Soleimani war v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nAm Dienstag wird dem UN-Menschenrechtsrat ein Untersuchungsbericht zum US-Drohnenangriff vom 3. Januar auf einen Fahrzeugkonvoi in Bagdad vorgelegt, bei dem der iranische Generalmajor Qassem Soleimani und neun weitere Menschen ums Leben kamen.<br>\nBereits am Montag gab Agnes Callamard, UN-Sonderberichterstatterin f&uuml;r au&szlig;ergerichtliche, standrechtliche oder willk&uuml;rliche Exekutionen, erste Erkenntnisse ihrer Untersuchung des US-Drohnenangriffs vom 3. Januar in Bagdad bekannt. Dieser Angriff sei der erste bekannte Fall gewesen, bei dem sich ein Staat auf das Recht der Selbstverteidigung berief und mit einer Drohne einen Staatsvertreter in einem Drittland exekutierte.<br>\nAufgebrachte B&uuml;rger protestieren gegen die Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani, hinter der sie auch die israelische Regierung vermuten. (Symbolbild)<br>\nGegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur Reuters sagte sie, dass die US-Regierung aber nicht &uuml;berzeugend darstellen konnte, dass von dem iranischen Generalmajor Soleimani eine unmittelbare Bedrohung f&uuml;r die USA ausgehe, die einen solchen Angriff gerechtfertigt h&auml;tte. Deshalb sei die Ermordung Soleimanis auch eine Verletzung der Charta der Vereinten Nationen gewesen, meinte Callamard&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/104231-un-expertenbericht-ermordung-von-soleimani\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht ist strafbar. Wo bleiben die Haftbefehle?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Anhaltende Gewalt <\/strong><br>\n(&hellip;) Bogot&aacute;. Ausgel&ouml;st von der Vergewaltigung eines jungen indigenen M&auml;dchens durch Soldaten sieht sich Kolumbien mit massiven Protesten konfrontiert. Die Demonstrationen am Wochenende waren die bisher gr&ouml;&szlig;ten seit Beginn der Quarant&auml;ne aufgrund der Corona-Pandemie am 20. M&auml;rz. Die Protestierenden machen vor allem den kolumbianischen Staat f&uuml;r die systematische Vernachl&auml;ssigung indigener Territorien, f&uuml;r Menschenrechtsverletzungen, die Militarisierung des Landes und die Ermordung von Aktivisten und Ex-Kombattanten der Farc-EP verantwortlich.<br>\nKolumbiens Streitkr&auml;fte gaben am Freitag bekannt, 31 Soldaten, die wegen sexuellen Missbrauchs von Minderj&auml;hrigen beschuldigt sind, suspendiert zu haben. Zuvor hatte der Befehlshaber der Armee, General Eduardo Zapateiro, eingestanden, dass aktuell gegen 118 Soldaten strafrechtliche und disziplinarische Untersuchungen wegen sexueller Gewalt gegen Minderj&auml;hrige durchgef&uuml;hrt werden. Die 240.000 Mann starke Armee blickt auf eine lange Liste von Anschuldigungen wegen Menschenrechtsverletzungen zur&uuml;ck.<br>\nDie Indigenen und Frauenrechtsorganisationen fordern allerdings mehr als nur die Bestrafung der T&auml;ter: Um weitere F&auml;lle zu verhindern m&uuml;sse das Land entmilitarisiert sowie die Milit&auml;r- und Polizeidoktrin &uuml;berarbeitet werden.<br>\n(&hellip;) Mit der Initiative wollen die Organisatoren auf die Ermordung von Aktivisten sozialer Bewegungen und von ehemaligen Guerilleros aufmerksam machen und fordern den Staat auf, endlich Schutzma&szlig;nahmen zu ergreifen. Ein weiterer Grund f&uuml;r die Mobilisierung ist die durch verschiedene bewaffnete Gruppen ausgel&ouml;ste neue Gewaltkrise, die das s&uuml;damerikanische Land zuletzt erfasst hat. Besonders die Koka-Bauern sind betroffen und werden vermehrt Opfer der Streitkr&auml;fte&hellip;<br>\nDer Aktivist Jos&eacute; Milciades erkl&auml;rte, dass die Regierung von Iv&aacute;n Duque den Ausnahmezustand und die obligatorische Quarant&auml;ne aufgrund der Pandemie ausnutze, um &ldquo;per Dekret zu regieren&rdquo; und Entscheidungen auch gegen das Parlament durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/07\/241400\/proteste-kolumbien\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Trump&rsquo;s Rekord in der Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nVerlorene Kriege, neue Konflikte und gebrochene Versprechen<br>\nAm 13. Juni sagte Pr&auml;sident Donald Trump vor der Abschlussklasse in West Point, &bdquo;Wir beenden die &Auml;ra der endlosen Kriege&ldquo;. Das hat Trump seit 2016 versprochen, aber die &bdquo;endlosen&ldquo; Kriege sind noch nicht beendet. Trump hat mehr Bomben und Raketen abgeworfen als George W. Bush oder Barack Obama in ihren ersten Amtszeiten, und es gibt immer noch ungef&auml;hr so viele US-St&uuml;tzpunkte und Truppen in &Uuml;bersee wie zum Zeitpunkt seiner Wahl.<br>\nTrump spricht routinem&auml;&szlig;ig beide Seiten jedes Themas an, und die Unternehmensmedien beurteilen ihn immer noch mehr nach dem, was er sagt (und twittert), als nach seiner tats&auml;chlichen Politik. Daher ist es nicht &uuml;berraschend, dass er immer noch versucht, die &Ouml;ffentlichkeit betreffs seiner aggressiven Kriegspolitik zu verwirren. Aber Trump ist seit fast dreieinhalb Jahren im Amt, und er hat jetzt eine Akte &uuml;ber Krieg und Frieden, die wir untersuchen k&ouml;nnen.<br>\nEine solche Untersuchung macht eines sehr deutlich: Trump ist dem Beginn neuer Kriege mit Nordkorea, Venezuela und dem Iran n&auml;her gekommen als der Beendigung irgendeines der Kriege, die er von Obama geerbt hat. Seine Bilanz der ersten Amtszeit zeigt, dass Trump nur ein weiterer Kriegstreiber an der Spitze des Staates ist&hellip;<br>\n(&hellip;) Trump hat seine Kriegsf&uuml;hrung in noch gr&ouml;&szlig;ere Geheimhaltung geh&uuml;llt als Obama. Seit Februar 2020 hat das US-Milit&auml;r seit fast drei Jahren weder eine monatliche Zusammenfassung der Eins&auml;tze der Luftstreitkr&auml;fte noch offizielle Truppeneinsatzzahlen f&uuml;r Afghanistan, Irak oder Syrien ver&ouml;ffentlicht. Aber die Vereinigten Staaten haben seit der Macht&uuml;bernahme von Trump mindestens zwanzigtausend Bomben auf Afghanistan abgeworfen, und es gibt keine Anzeichen f&uuml;r einen R&uuml;ckgang der Bombenangriffe im Rahmen des Friedensabkommens, das die Regierung im Februar mit den Taliban unterzeichnet hat. Einige US-Truppen sind im Rahmen dieses Abkommens abgezogen worden, aber die verbleibenden 8.600 werden noch immer ersetzt, wenn ihr Einsatz enden, so dass die St&auml;rke der US-Truppen etwa auf dem gleichen Niveau bleibt wie bei Obamas Ausscheiden aus dem Amt.<br>\n(&hellip;) in Segen f&uuml;r die H&auml;ndler des Todes<br>\nNach dem Ende der gro&szlig; angelegten US-Milit&auml;rbesetzungen im Irak und in Afghanistan unter Obama sank der US-Milit&auml;rhaushalt bis 2015 auf 621 Milliarden Dollar. Seither sind die Milit&auml;rausgaben f&uuml;r Beschaffung, Forschung und Entwicklung (F&amp;E) sowie den Bau von St&uuml;tzpunkten jedoch um 39 Prozent gestiegen. Dies war ein enormer Gl&uuml;cksfall f&uuml;r die f&uuml;nf gro&szlig;en US-Waffenhersteller &ndash; Lockheed Martin, Boeing, Raytheon, Northrop Grumman und General Dynamics -, deren Einnahmen aus Waffenverk&auml;ufen zwischen 2015 und 2019 um 30 Prozent stiegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2020\/07\/06\/trumps-rekord-in-der-aussenpolitik-verlorene-kriege-neue-konflikte-und-gebrochene-versprechen\/\">Linke Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hongkong: Ohne Ma&szlig; und ohne Sitte<\/strong><br>\nWenn man lange genug an etwas arbeitet, dann f&uuml;hrt es auch irgendwann zum Erfolg. Dieser Satz stimmt nicht immer, aber oft. Die politische Berichterstattung im ZDF ist ein Beispiel f&uuml;r seine G&uuml;ltigkeit.<br>\nConditio sine qua non<br>\nDort hatte man irgendwann begonnen, die K&ouml;pfe des Genres in amerikanische Think-Tanks aufzunehmen. Die wurden dort lange genug betreut, bis sie sich das Weltbild, das dort produziert wurde, aneigneten. Sie taten es w&auml;hrend ihres Dienstes kund und so verbreitete sich nicht die US-amerikanische Weltsicht, denn die gibt es genauso wenig wie die russische oder die chinesische, aber eine Anschauung, die bestimmte Kreise in den USA vertreten. Dort herrscht die Vorstellung von Welt-Hegemonie und das Modell von Zbigniew Brzezi&#324;ski vor&hellip;<br>\nDie Think-Tank-Mitglieder gingen zudem dazu &uuml;ber, als Quellen ihrer journalistischen Recherche wiederum andere Think-Tank-Mitglieder auszuw&auml;hlen&hellip;<br>\nManchmal wundert man sich, wenn mediokre, noch nie gesehene Quellen als wissenschaftlich ausgewiesen werden, weil sie von irgend einem Institut kommen, das sich bei n&auml;herem Hinsehen selbstverst&auml;ndlich als ein aus den USA finanzierter Think-Tank entpuppt, und diese analysieren dann die r&uuml;cksichtslosen Expansionspl&auml;ne Russlands oder Chinas.<br>\nDas hat Ausma&szlig;e angenommen, die das Urteil erlauben, die politische Berichterstattung &uuml;ber das Weltgeschehen im ZDF werde direkt, aber versteckt in Washington konzipiert. Billiger kann man die Souver&auml;nit&auml;t eines Landes nicht unterminieren.<br>\nHongkong als Beispiel<br>\n(&hellip;) Seit der geplanten Annullierung des Auslieferungsverbots von Hongkong-B&uuml;rgern an China und den dagegen gerichteten Protesten, donnert der deutsche Kanal gegen alles, was von Seiten der Hongkonger Regierung oder aus der chinesischen Volksrepublik unternommen wird, um das Treiben zu unterbinden.<br>\nDas, was so gerne als eine freiheitliche B&uuml;rgerbewegung dargestellt wird, hat einen militanten, eigenartigerweise auch aus Washington finanzierten Arm. Er gl&auml;nzt durch gewaltsame Attacken und Sabotage-Akte, die nichts anderes zum Ziel haben, als China zu provozieren und, sollte es unbedacht reagieren, international an den Pranger stellen zu k&ouml;nnen&hellip;<br>\nIn der M&auml;rchenstunde eines &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders, der sich als politisches Journal verkauft, werden die Nachfolger einer Kolonialbande, die sich mit Kanonen und Rauschgift etwas unter den Nagel gerissen haben, als Schutzmacht bezeichnet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/07\/07\/hongkong-ohne-mass-und-ohne-sitte\/\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&raquo;Ziviler Putsch&laquo;<\/strong><br>\nNach dem Ausbruch der Corona-Pandemie rief UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres im M&auml;rz zu einem globalen Waffenstillstand auf. Doch nur wenige Konfliktparteien schenkten ihm Geh&ouml;r. Zu den Staaten, die v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege gegen die Zivilbev&ouml;lkerung in den Nachbarl&auml;ndern fortsetzen, geh&ouml;rt die T&uuml;rkei.<br>\nDie Operationen &raquo;Adlerklaue&laquo; und &raquo;Tigerkralle&laquo; der t&uuml;rkischen Luftwaffe und Boden-Spezialkr&auml;fte richten sich angeblich gegen vermutete Guerillastellungen im nord-irakischen Kandil-Gebirge. Doch die Bombardements der t&uuml;rkischen F-16-Kampfflugzeuge treffen die Zivilbev&ouml;lkerung, vor allem Frauen und Kinder &ndash; &raquo;&Uuml;berlebende des IS-Terrors&laquo; in jesidischen D&ouml;rfern der Sindschar und das kurdische Fl&uuml;chtlingslager Machmur, in dem rund 12.000 kurdische Fl&uuml;chtlinge unter dem Schutz des UNHCR leben.<br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdo&#287;an l&auml;sst seine bestens ger&uuml;stete Armee nicht nur im Nordirak angreifen. Getrieben von seinem neo-osmanischen Gr&ouml;&szlig;enwahn will er die T&uuml;rkei als Regionalmacht etablieren.[2] Die Eins&auml;tze gehen einher mit einem Umbau der Armee: von einer gro&szlig;en, durch Wehrpflichtige gebildeten Territorial-Armee hin zu einer kleineren, mehr aus Berufssoldaten bestehenden Interventionsarmee&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/ziviler-putsch\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Aufmerksamkeit der Welt ist zurzeit nicht auf den Syrien-Konflikt und die T&uuml;rkei gerichtet. Wer sich trotzdem ein Bild dar&uuml;ber machen will, sollte den obenstehenden Beitrag lesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Komplexer Stellvertreterkrieg in Libyen: Ankara sinnt auf Vergeltung nach Luftangriff<\/strong><br>\nNicht die beiden wichtigsten libyschen Konfliktparteien, sondern ihre ausl&auml;ndischen Unterst&uuml;tzer bestimmen das Geschehen in Libyen und Berichte dar&uuml;ber. Der Angriff auf eine erst neu installierte Luftabwehrstellung der T&uuml;rkei k&ouml;nnte die Gewaltspirale weiter eskalieren lassen.<br>\nDie wichtigsten ausl&auml;ndischen Akteure in Libyen sind die T&uuml;rkei und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), gefolgt von Russland, &Auml;gypten und Jordanien. W&auml;hrend Ankara auf der Seite der Einheitsregierung (GNA) von Ministerpr&auml;sident Fayiz as-Sarradsch steht, unterst&uuml;tzen die anderen L&auml;nder Sarradschs Rivalen, den ehemaligen CIA-G&uuml;nstling Chalifa Haftar&amp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/afrika\/104243-komplexer-stell\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ausgeschlachtet<\/strong><br>\nEine Satire von Dirk Pohlmann<br>\nClemens T&ouml;nnies, Sigmar Gabriel und Philipp Amthor. An was denken Sie, wenn Sie diese Namen h&ouml;ren?<br>\nSehen Sie, das ist ihr Neidkomplex. Sie sollten sich sch&auml;men. Da haben drei M&auml;nner hart gearbeitet, na gut, sie haben vielleicht auch etwas Schwein gehabt, aber Ihnen f&auml;llt nichts Besseres ein, als das unter aller Sau zu finden. So geht das nicht.<br>\nSie schreiben jetzt 14 Tage jeden Abend 100-mal &bdquo;Leistung muss sich wieder lohnen&ldquo; in ihr Bundesgesinnungsheftchen, dann k&ouml;nnen wir vielleicht weiterreden. Die drei M&auml;nner wissen halt, wie der Hase l&auml;uft, sie bringen ihn gekonnt zur Strecke. Zwei von ihnen, T&ouml;nnies und Amthor, schie&szlig;en ihn gerne &uuml;ber den Haufen. Sie sind J&auml;ger.<br>\nEs handelt sich bei Gabriel, Amthor und T&ouml;nnies um drei M&auml;nner, die viel besser als Sie wissen, welchen tieferen Sinn das Wort &bdquo;ausschlachten&ldquo; hat. Clemens T&ouml;nnies ist gelernter Metzger, wie es sein Vater war. Also jemand, der einst in einer Woche sieben Schweine schlachtete. Aber Clemens T&ouml;nnies war kein Handwerker wie sein Vater, er war zu H&ouml;herem geboren. Mit blutarmen Gewinnmargen wollte er sich nicht abgeben. Er wollte Schweine im gro&szlig;en Stil zur Sau machen. In einem Artikel in der Deutschen Jagdzeitung sagt er: &bdquo;Wir schlachten 15 Millionen Schweine im Jahr. Und ich habe doch vor jedem einzelnen Tier Achtung.&ldquo; Sehen Sie, das ist staatsm&auml;nnisch gedacht, so &auml;hnlich sehen das auch milit&auml;rische Oberbefehlshaber, wenn sie &uuml;ber ihr Kanonenfutter reden. So geht Geistesadel!&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/ausgeschlachtet-eine-satire-von-dirk-pohlmann\/\">Ken Fm<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62759","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62759"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62762,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62759\/revisions\/62762"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}