{"id":6280,"date":"2010-07-26T09:07:33","date_gmt":"2010-07-26T07:07:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6280"},"modified":"2010-07-26T09:07:33","modified_gmt":"2010-07-26T07:07:33","slug":"hinweise-des-tages-1188","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6280","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Der Stresstest; Kritik an Obamas Gesetz; mehr Geld von den Reichen; Sparpaket spaltet Deutschland doppelt; in Deutschland tickt eine finanzielle Zeitbombe; nochmals Bundesbank Monatsbericht; der Kapitalismus ist gescheitert; Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe; Big Mac als Leitw&auml;hrung; PPP; &bdquo;Murks&ldquo; bei der Gesundheitsreform; Love Parade und Geldgier; Rechtskonkurrenz; Herdentrieb der Medien; Parteispenden in Frankreich; Kolumbien-Krise; Afghanistan-Protokolle; Rohstoff-Konflikte; Rezension. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Der Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Finanzlobby: Kritik an Obamas Gesetz \/ Vorst&ouml;&szlig;e in Berlin und Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Mehr Geld von den Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Sparpaket spaltet Deutschland doppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&ldquo;In Deutschland tickt eine finanzielle Zeitbombe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Nochmals Bundesbank Monatsbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Der Kapitalismus ist gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutschland zwischen 1950 und 2009 &ndash; Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Big Mac als Leitw&auml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Wir sind prinzipiell gegen &ldquo;Public Private Partnership&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Verfassungswidrige &ldquo;Murksreform&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Leistungsstopp f&uuml;r 150&rsquo;000 Versicherte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Polizei wirft Veranstalter Geldgier vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Rechts-Konkurrenz zur Union k&ouml;nnte 20 Prozent bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&ldquo;Das Ziel ist, die Linke zu diffamieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hohe Ausgabensteigerungen beim Hessischen Verfassungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Schavan will Zuwanderung erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Neue Steuerungsmodelle bef&ouml;rdern Mainstream-Forschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Herdentrieb der Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">No-go-area Deutschland: Fu&szlig;ball-WM-Special<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Die Parteispendenaff&auml;re in Frankreich &ndash; ein &Uuml;berblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">S&uuml;damerika besorgt &uuml;ber Kolumbien-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Die Afghanistan-Protokolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Rohstoff-Konflikte: Das Handy aus dem Kriegsgebiet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Rezension: Als Kunde bezeichnet, als Bettler behandelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6280&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Stresstest<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das waren die Kriterien des Stresstests<\/strong><br>\nWochenlang r&auml;tselten die Marktteilnehmer, wie die europ&auml;ischen Aufseher ihre Banken testen w&uuml;rden. H&ouml;chst umstritten war insbesonders die H&ouml;he des Abschlags auf Staatsanleihen. Hier ein &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:methodik-das-waren-die-kriterien-des-stresstests\/50148032.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Gemeinsame Pressenotiz von Deutscher Bundesbank und BaFin zu den Ergebnissen des EU-weiten Stresstests f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafin.de\/cln_171\/nn_1946088\/SharedDocs\/Mitteilungen\/DE\/Service\/PM__2010\/pm__100723__stresstests__veroeffentlichung.html\">BaFin<\/a><\/li>\n<li><strong>Aggregate outcome of the 2010 EU wide stress test exercise coordinated by CEBS in cooperation with the ECB<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/stress-test.c-ebs.org\/documents\/Summaryreport.pdf\">CEBS [PDF &ndash; 441 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.c-ebs.org\/EuWideStressTesting.aspx\">CEBS<\/a>\n<p><em><strong>Kleine Anmerkung zu Spanien:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/ftalphaville.ft.com\/blog\/2010\/07\/13\/283681\/stressing-spanish-banks-out-with-fitch\/\">Ratingagentur Fitch<\/a> ist Mitte des Monats bei einem Immobilienpreisr&uuml;ckgang von 30 Prozent (EU-Test: 28 Prozent) (Base-Line-Szenario)&nbsp; auf einen&nbsp; Eigenkapitalbedarf des spanischen Bankensystem von 23 Mrd. Euro gekommen (EU 2 Mrd. Euro).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bankentest: Von wegen Stress<\/strong><br>\nEuropas Banken haben sich im Stresstest gut geschlagen. Jetzt kommt es darauf an, wie der Adressat dieses Bankenschaulaufens reagiert &ndash; der Finanzmarkt. Laut CEBS waren dies die &ldquo;h&auml;rtesten und umfangreichsten Tests, die jemals in einem industrialisierten Land unternommen worden sind&rdquo;. Insgesamt h&auml;tten die Banken im Negativ-Szenario mit Verlusten von 566 Milliarden Euro zu k&auml;mpfen gehabt. Die Annahmen waren tats&auml;chlich h&auml;rter als zuvor vielfach angenommen. In seinem Superstress-Szenario ging der CEBS von einer milden Rezession f&uuml;r Euroland aus, die bis 2011 rund drei Prozentpunkte weniger Wachstum in der EU vorsieht, als alle aktuellen Prognosen vorhersagen. Zus&auml;tzlich wurde ein Zinsanstieg &uuml;ber alle Laufzeiten simuliert und eine Euro-Krise, bei der besonders s&uuml;deurop&auml;ische Staatsanleihen heftig an Wert verlieren. Insgesamt sind die Abschl&auml;ge doppelt so hoch simuliert worden wie in den stressigsten Tagen im Mai, als die Eurozone vor der Zerrei&szlig;probe stand. Zu guter Letzt wurden auch die Ausfallwahrscheinlichkeiten f&uuml;r Kredite an Unternehmen kr&auml;ftig nach oben gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2880735_Bankentest-Von-wegen-Stress.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die FR, siehe auch <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2879510_Analyse-Hut-ab-vor-dieser-Aufsicht.html\">Robert von Heusinger<\/a>, bewerten den Test eher positiv. Andere Reaktionen fallen skeptischer aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dem B&uuml;rger steht der Stresstest noch bevor<\/strong><br>\nEs darf getrost bezweifelt werden, dass der Stresstest den Durchbruch f&uuml;r die Restaurierung des europ&auml;ischen Bankensystems markiert. Denn dass nur so wenige Banken auf der Strecke geblieben sind, muss keinen &uuml;berraschen. Immerhin wurden die Geldh&auml;user zuvor mit Mitteln aus der Staatskasse derart stark gedopt, dass Schlappmachen bei den meisten fast ausgeschlossen war. &bdquo;Wir haben die Risiken l&auml;ngst eine Ebene h&ouml;her transferiert, hin zu den Staaten&ldquo;, sagt der Hohenheimer Bankenprofessor Hans-Peter Burghof. Dort liegen sie vorerst fest, der R&uuml;cktransfer ist nicht absehbar &ndash; und genau das ist ein Problem. Die Banken m&ouml;gen f&uuml;rs Erste stabilisiert sein &ndash; wie man sie aber dazu bringen kann, aus eigener Kraft und damit ohne staatliche Hilfe weiterzulaufen, ist auch nach dem Stresstest v&ouml;llig unklar.<br>\n&bdquo;Hochgradig politisch beeinflusst&ldquo; sei die Diskussion gewesen, kritisiert der schwedische Sanierungs-Experte Jan Eric Kvarnstr&ouml;m, der einst die Dresdner Bank entr&uuml;mpelte. &bdquo;Dass solche Tests geeignet sind, das Vertrauen in die Banken dauerhaft wiederherzustellen, ist doch sehr zu bezweifeln.&ldquo; Auch der Darmst&auml;dter Bankenprofessor Dirk Schiereck meint, &bdquo;dass der Test so konzipiert war, dass kaum einer durchf&auml;llt&ldquo;. Dazu kommt, dass der Stresstest nur einen kleinen Teil aller Bankenrisiken abbildet: Simuliert wurden ein mittelschwerer Konjunktureinbruch in Europa und neue Turbulenzen auf den Anleihem&auml;rkten. Ein Gro&szlig;teil der Anleihe-Best&auml;nde der Banken war davon aber gar nicht betroffen, weil sie so verbucht sind, dass sie nicht zu aktuellen Marktkursen bewertet werden m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem wurden Risiken au&szlig;erhalb Europas in Test ausgeblendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article8614838\/Dem-Buerger-steht-der-Stresstest-noch-bevor.html\">Welt<\/a><br>\noder auch: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:reaktionen-auf-belastungstests-stresstest-erfolgt-erfolg-ungewiss\/50148137.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Hier ist ein riesiges Geflecht zwischen Banken entstanden&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat sich f&uuml;r noch weitreichendere Stresstests bei Banken ausgesprochen. So habe die europ&auml;ische Bankenaufsicht CEBS bislang nicht untersucht, welche Folgen der Zusammenbruch einer Gro&szlig;bank auf andere Geldinstitute h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1232159\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Finanzlobby: Kritik an Obamas Gesetz \/ Vorst&ouml;&szlig;e in Berlin und Br&uuml;ssel<\/strong><br>\n&ldquo;In den USA ist die gr&ouml;&szlig;te Finanzmarktreform seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren beschlossen worden&rdquo;, schreibt die taz. Klingt gro&szlig;, hei&szlig;t wenig: die US-Finanz-Gesetzgebung ist seit Ende der 1960er Jahre eine Geschichte der De-Regulierung. Selbst diesmal konnte die Finanzlobby wichtige Regeln abschw&auml;chen &ndash; wie die taz an anderer Stelle kritisch berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/07\/finanzlobby-kritik-an-obamas-gesetz-vorstose-in-berlin-und-brussel\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mehr Geld von den Reichen<\/strong><br>\nDer Reeder und Million&auml;r Peter Kr&auml;mer &uuml;ber seine Forderung nach h&ouml;heren Steuern, ein l&auml;cherliches Sparpaket und Gangster vor der Haust&uuml;r.<br>\nSZ: Haben Sie nicht das Gef&uuml;hl, Sie zahlen schon jetzt zu viel&nbsp;Steuern?<br>\nKr&auml;mer: Nein, ganz und gar nicht. Schauen Sie mal ins Ausland! In den USA, Japan und Frankreich zahlen Wohlhabende das Vierfache, im Mutterland des Kapitalismus, in Gro&szlig;britannien, sogar das F&uuml;nffache dessen, was hierzulande f&auml;llig ist. Wenn die Reichen in Deutschland 2,0 statt bisher 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zahlen m&uuml;ssten, das entspricht dem europ&auml;ischen Durchschnittssatz, k&ouml;nnte der Fiskus 20 Milliarden Euro mehr&nbsp;einnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/reden-wir-ueber-geld-peter-kraemer-ich-will-etwas-bewegen-1.978518\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sparpaket spaltet Deutschland doppelt<\/strong><br>\nEin Sozialatlas des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes bildet die Auswirkungen des Sparpakets ab. Als Folge wird offenbar der Osten unter den gr&ouml;&szlig;ten Einkommensverlusten zu leiden haben. Der Sozialatlas, den der Verband im August offiziell vorstellen will, illustriert anhand unterschiedlicher Farbgebungen auf der Deutschlandkarte, wie sich die geplanten K&uuml;rzungen bei den Hartz-IV-Bez&uuml;gen einschlie&szlig;lich der Einsparungen zum Beispiel bei der Arbeitsf&ouml;rderung, die Streichung des Elterngeldes f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger und die avisierten K&uuml;rzungen beim Wohngeld auswirken. In den vier Jahren bis 2014 will die Bundesregierung im Bereich Arbeitsmarkt beziehungsweise bei den direkten Leistungen f&uuml;r Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit rund 23 Milliarden Euro einsparen. Es ist der gr&ouml;&szlig;te Posten innerhalb des insgesamt rund 82 Milliarden Euro umfassenden Sparpakets. Die Parit&auml;tische Forschungsstelle verweist auf den naheliegenden Zusammenhang, dass immer dort die Sparvorhaben am st&auml;rksten durchschlagen, wo Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit am h&ouml;chsten sind &ndash; also genau in jenen strukturschwachen Regionen, die eigentlich &uuml;berhaupt keine finanziellen Sonderk&uuml;rzungen verkraften k&ouml;nnen.<br>\n&nbsp;Nach den Erkenntnissen von Rudolf Martens, Leiter der Forschungsstelle des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, ergeben die Werte eine Dreiteilung Deutschlands: Da ist, wie erw&auml;hnt, der sozial am schlechtesten gestellte Osten mit seinen vielen und gro&szlig;fl&auml;chigen Problemzonen, dann der Westen mit seinen problematischen alten industriellen Kernen und schlie&szlig;lich der wohlhabende S&uuml;den der Bundesrepublik. Diese Dreiteilung wird durch die Auswirkungen des Sparpakets zementiert, die regionalen Unterschiede vertieft, prophezeien die Sozialforscher, weil die Sozialk&uuml;rzungen nicht gleichm&auml;&szlig;ig, sondern selektiv wirken. Rudolf Martens, Leiter der Forschungsstelle des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sparpaket-spaltet-deutschland-doppelt\/1890790.html;jsessionid=3351E21CD3E157BA8A27CF6E9EB60E23\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;In Deutschland tickt eine finanzielle Zeitbombe&rdquo;<\/strong><br>\nArbeitsmarktexperte Berndt Keller warnt vor einer stark zunehmenden Altersarmut in Deutschland.<br>\nDie Zahl der befristet Besch&auml;ftigten ist in Deutschland 2009 gesunken. Im Vergleich zu 1998 allerdings stark gestiegen.<br>\nDie Integration dieser Jobs in die sozialen Sicherungssysteme ist &uuml;beraus schlecht. Das f&auml;ngt schon bei regul&auml;ren Teilzeitstellen an, die zu 80 Prozent von Frauen besetzt sind, und setzt sich bis zu Minijobs fort. Wenn eine Frau viele Jahre als Teilzeitkraft t&auml;tig ist, reduzieren sich die Anspr&uuml;che an die gesetzliche Rentenversicherung entsprechend. Und dann ist die Frau schnell auf Hartz-IV-Niveau und muss aus dem allgemeinen Steueraufkommen unterst&uuml;tzt werden. Parallel sinkt die Zahl derer, die mit Beitr&auml;gen aus ihren regul&auml;ren Vollzeitjobs die sozialen Sicherungssysteme tragen. Da tickt eine finanzielle Zeitbombe in Deutschland. Kurzfristig freut man sich, dass die Arbeitslosenquote sinkt, aber langfristig entsteht ein Problem, von dem wir lange dachten, es sei ein historisches: Altersarmut in Deutschland.<br>\nIm Moment leben 15 Prozent der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen in Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bietigheimerzeitung.de\/bz1\/news\/wirtschaft_swp_artikel.php?artikel=5152249\">Bietigheimer Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nochmals Bundesbank Monatsbericht<\/strong><br>\nWenn die Bundesbank-Volkswirte in ihrem Fazit schreiben:\n<blockquote><p>&ldquo;Alles in allem sind die gro&szlig;en Leistungsbilanzdefizite der europ&auml;ischen Peripheriel&auml;nder in den letzten Jahren Ausdruck dortiger binnenwirtschaftlicher Ungleichgewichte gewesen: Die Nachfrage war gemessen an den heimischen Produktionsm&ouml;glichkeiten zu gro&szlig;. Derartige Fehlentwicklungen in Teilen eines gemeinsamen W&auml;hrungsraums sind nicht nur f&uuml;r die betroffenen L&auml;nder angesichts der sich ergebenden erheblichen makro-&ouml;konomischen Anpassungserfordernisse ein Grund zur Besorgnis.&rdquo;<br>\nDann h&auml;ngen sie entweder einer Wirtschaftstheorie an, die nur in eine Richtung wirkt &ndash; und daher als irrelevant verworfen werden sollte &ndash; oder sie m&uuml;ssten sich eingestehen, dass der exakt gleiche Satz auch andersrum gilt:<br>\n&ldquo;Die Nachfrage war gemessen an den heimischen Produktionsm&ouml;glichkeiten zu NIEDRIG. Derartige Fehlentwicklungen in Teilen eines gemeinsamen W&auml;hrungsraums sind nicht nur f&uuml;r die betroffenen L&auml;nder angesichts der sich ergebenden erheblichen makro-&ouml;konomischen Anpassungserfordernisse ein Grund zur Besorgnis.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit w&auml;ren wir aber ratzfatz bei Deutschland. Es ist absolut nicht einzusehen, warum eine zu hohe Binnenmarktnachfrage ein Problem sein soll, eine zu niedrige Binnenmarktnachfrage andererseits aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/07\/21\/reiche-und-arme-lander\/\">weissgarnix<\/a><\/p>\n<p><em>Hierzu erg&auml;nzend <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/deutschland-gut-sagt-die-bundesbank.php\">Robert Misik &ndash; &ldquo;Deutschland gut!&rdquo; sagt die Bundesbank&rdquo;<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Argumentation der Bundesbanker insinuiert ja letzlich, dass das mit den Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen der Deutschen schon in Ordnung gehe, weil die sich ja auch nicht so leicht reduzieren lie&szlig;en &ndash; schlie&szlig;lich h&auml;tten ja die schlampigen Mediterraner nix, was sie exportieren k&ouml;nnten. Nix Mercedes, keine Windr&auml;der, keine Maschinen, nix. Nur Oliven, Pfirsiche, Melonen. Aber so einfach sind die Dinge nicht. Denn schlie&szlig;lich k&ouml;nnte man, was wir so sch&ouml;n makro&ouml;konomisch &ldquo;schw&auml;chelnde Nachfrage&rdquo; in Deutschland nennen, auch anders bezeichnen: Die deutschen Arbeiter und Angestellten haben zuwenig Geld in der Tasche, weil die L&ouml;hne zur&uuml;ckgehen. Und um dieses Geld, das ihnen fehlt, k&ouml;nnen sie sich weniger kaufen. Sie k&ouml;nnen weniger Mercedes kaufen, ja. Aber sie k&ouml;nnen auch weniger Tickets bei Neckermann kaufen. Sie machen auch weniger Urlaub, oder seltener, oder billiger. Und damit &uuml;bersetzt sich die schw&auml;chelnde Nachfrage auch in weniger Einnahmen f&uuml;r griechische oder portugisische Unternehmen. Und insofern hat der &ldquo;Kostenwettbewerb&rdquo; &ndash; also das Lohndumping &ndash; deutscher Unternehmen sehr wohl seine Auswirkungen auf die Leistungsbilanzdefizite von Griechenland &amp; Co.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es grenzt schon an Volksverdummung, wenn die hiesigen neoliberalen Kreise in Deutschland behaupten, der seit der Fixierung der Euro-Wechselkurse drastisch angestiegene deutsche Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss habe nichts mit der deutschen Niedriglohnpolitik zu tun, sondern resultiere aus den &ldquo;innovativen deutschen Produkten&rdquo;. Es ist schon sehr merkw&uuml;rdig: Gab es mit dem Jahrtausendwechsel einen pl&ouml;tzlichen &ldquo;Innovationsschub&rdquo; in der deutschen Wirtschaft? Wohl kaum! Auch in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts war die Produktpalette etwa der deutschen Automobilindustrie oder des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus wettbewerbsf&auml;hig. Im Unterschied zu heute wurde das Auseinanderdriften der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit innerhalb der EU jedoch durch die Anpassung der Wechselkurse (i.d.R. DM-Aufwertungen, von welchen die deutschen Verbraucher wegen der dadurch gestiegenen DM-Kaufkraft profitierten) eingeschr&auml;nkt. Heute &uuml;ben die Au&szlig;enhandelsdefizite und die daraus resultierenden &ouml;konomischen Probleme zahlreicher Staaten der Eurozone im Verh&auml;ltnis zur &ldquo;&uuml;brigen Welt&rdquo; einen Abwertungsdruck auf den Euro aus, so dass die deutsche Exportwirtschaft aus den &ouml;konomischen Schwierigkeiten zahlreicher Eurozonen-Staaten zus&auml;tzlich profitiert.<br>\nEin Blick in das Zahlenwerk des Statistischen Bundesamtes zeigt die Fadenscheinigkeit der neoliberalen &ldquo;Argumentation&rdquo;: Betrug 1985 der deutsche Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss 38 Mrd. Euro, so ist dieser 13 Jahre sp&auml;ter (1998) auf lediglich 65 Mrd. Euro angestiegen. Der zwischenzeitliche R&uuml;ckgang in den Jahren 1991 bis 1994 resultierte aus der starken Konzentration der deutschen Wirtschaft auf die Belieferung der neuen Bundesl&auml;nder (wegen des Zusammenbruchs der ostdeutschen Wirtschaftsstrukturen nach der Wende). Im darauffolgenden 8-Jahreszeitraum (1999 bis 2007, dem Jahr vor Ausbruch der Wirtschaftskrise) erh&ouml;hte sich der deutsche Aussenhandels&uuml;berschuss hingegen dramatisch: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/Aussenhandel\/Gesamtentwicklung\/Tabellen\/Content100\/GesamtentwicklungAussenhandel,property=file.pdf\">Von 65 Mrd. Euro um 130 Mrd. Euro auf 195 Mrd. Euro. [PDF &ndash; 35 KB]<\/a><\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Fazit:<\/strong> Die hiesigen Neoliberalen schwadronieren von angeblich &ldquo;innovativen deutschen Produkten&rdquo; als Ursache des extrem angestiegenen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;berschusses. Einen &ldquo;Innovationsschub&rdquo; der deutschen Produkte hat es jedoch nicht gegeben. Vielmehr ist das seit vielen Jahren betriebene deutsche Lohndumping die eigentliche Ursache f&uuml;r die zunehmenden au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte, die mit einer wachsenden Auslandsverschuldung der unter Au&szlig;enhandelsdefiziten leidenden Staaten einhergehen. Geht es nach dem Willen der hiesigen neoliberalen Kreise, dann wird die Exportabh&auml;ngigkeit der deutschen Wirtschaft zuk&uuml;nftig sogar das Niveau vor Ausbruch der aktuellen Wirtschaftskrise noch &uuml;bertreffen. Diese Entwicklung steuert auf eine europ&auml;ische deflation&auml;re Abw&auml;rtspirale zu, die mit einem europ&auml;ischen Lohn- und Sozialdumping einhergeht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Kapitalismus ist gescheitert<\/strong><br>\nDer Managementexperte und Bestsellerautor Fredmund Malik &uuml;ber Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise &ndash; und warum sich niemand vorzeitig in Sicherheit wiegen sollte:<br>\n&ldquo;Wer jetzt Entwarnung gibt, hat anscheinend nicht die Krise der 30er-Jahre studiert. Die aktuelle Erholung an der B&ouml;rse &auml;hnelt der von 1930, als auf den Crash im Oktober 1929 eine sensationelle Rally bis hinein in den April folgte. Zu diesem Zeitpunkt gaben alle Auguren der damaligen Zeit Entwarnung. Man glaubte auch an die Wirksamkeit der Fed-Ma&szlig;nahmen. Dabei begann das Debakel erst. Am Ende stand der Dow Jones im Jahr 1932 bei 40 Punkten. &hellip; Die Finanzm&auml;rkte sind um ein Vielfaches gr&ouml;&szlig;er, als die Realwirtschaft dies f&uuml;r ihre Investitionen und ihren Handel braucht. Die Volumina sind so aufgebl&auml;ht, dass sie im Zuge dieser Krise deutlich zur&uuml;ckgehen werden &ndash; um mindestens ein Drittel, wahrscheinlich auch zwei Drittel. Viele Banker und Broker werden nichts mehr zu tun haben. Bankberatung braucht man im Moment sowieso nicht. Man sollte sein Geld einfach liegen lassen, durch die Deflation wird es jeden Tag mehr wert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/anlagestrategie\/der-kapitalismus-ist-gescheitert;2431526\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland zwischen 1950 und 2009 &ndash; Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe<\/strong><br>\nBetrachtet man diese Folge von Hoffnungen, Euphorie, Absturz und Katastrophe und die in dieser Zeit erreichte weltwirtschaftliche Entwicklung &ndash; die niedrigste Rate der Produktivit&auml;tsentwicklung seit dem 2. Weltkrieg &ndash; wird klar, dass der Finanzmarktkapitalismus einschlie&szlig;lich der damit verbundenen Globalisierung des Geld- und Kapitalverkehrs, die Etablierung des Wettbewerbsstaats und das Shareholder-Value-Prinzip in den durch Finanzkapital gesteuerten Unternehmen eine gigantische Fehlentwicklung darstellen. Sie ist nur zu erkl&auml;ren durch die Erosion und die Krisenprozesse des Kapitalverwertungssystems und den aus betriebswirtschaftlicher Sicht einleuchtenden Versuch, den negativen Skaleneffekten einer prek&auml;r gewordenen Industrieentwicklung zu entkommen, indem man in Finanzanlagen investiert. Weltwirtschaftlich und volkswirtschaftlich kann diese Strategie aber nicht aufgehen, weil niemand volkswirtschaftliche Realeinkommen aus den Wertsteigerungen von Finanzanlagen zaubern kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rainer-land-online.de\/media\/DIR_41625\/e4a04a29d6c633caffff88d3ac144221.pdf\">Th&uuml;nen Institut [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Studie mit zahlreichen brauchbaren Statistiken und Grafiken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Big Mac als Leitw&auml;hrung<\/strong><br>\nGourmets m&ouml;gen &uuml;ber die Globalisierung und das weltweite Geschmackseinerlei jammern, &Ouml;konomen gewinnen der allgegenw&auml;rtigen Ausbreitung der amerikanischen Fastfoodkette McDonald&rsquo;s durchaus auch eine positive Seite ab: Der Big-Mac-Index gilt unter ihnen seit Jahren als halboffizielles Korrektiv zu den offiziellen Wechselkursen. Ma&szlig; der Dinge ist der durchschnittliche Preis, den McDonald&rsquo;s in den USA f&uuml;r einen Big Mac verlangt &ndash; derzeit 3,73 Dollar. Dem werden die in Dollar umgerechneten Big-Mac-Preise in 120 L&auml;ndern der Welt gegen&uuml;bergestellt. Die Differenz zwischen Burger-Wechselkurs und dem realem Devisenkurs zeigt an, wie stark eine W&auml;hrung &uuml;ber- oder unterbewertet ist.<br>\nIn China beispielsweise kostet ein Big-Mac derzeit 13,2 Yuan (umgerechnet 1,95 Dollar). Im direkten Vergleich mit dem US-Preis (3,73 Dollar) ergibt sich daraus ein Wechselkurs von 3,54 Yuan pro Dollar. Der offizielle Umrechnungskurs liegt jedoch bei 6,77 Yuan pro Dollar. Der &ldquo;Economist&rdquo; schlie&szlig;t daraus auf eine Unterbewertung des Yuan um 48 Prozent. Schlechter schneiden nur Hongkong (-49 Prozent) und Argentinien (-52 Prozent) ab. Auf der anderen Seite der Tabelle steht als Spitzenreiter Norwegen, wo Fastfoodfreunde umgerechnet sensationelle 45 Kronen (7,20 Dollar) f&uuml;r einen Big Mac auf den Tresen legen m&uuml;ssen. Das entspricht einer &Uuml;berbewertung der Norwegischen Krone um 93 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgt die Schweiz, deren Franken laut Index um 66 Prozent &uuml;berbewertet ist. Die Euro-Zone kommt dagegen mit einer &Uuml;berbewertung von 16 Prozent vergleichsweise glimpflich davon.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/lifestyle\/outofoffice\/:burger-index-2010-big-mac-als-leitwaehrung\/50147947.html\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/node\/16646178?story_id=16646178\">Econmist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wir sind prinzipiell gegen &ldquo;Public Private Partnership&rdquo;<\/strong><br>\nWiesbaden: B&uuml;rgerinitiative verhindert Millionenverschwendung der Stadt durch Sporthallenbau. Ein Gespr&auml;ch mit Peter Silbereisen, Schauspieler und Vertrauensperson des Wiesbadener B&uuml;rgerbegehrens &ldquo;Kein teures Public Private Partnership (PPP)-Projekt am Platz der Deutschen Einheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-26\/015.php\">junge Welt<\/a>\n<p>Siehe auch <strong>Krimi im Parlament<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/wiesbaden\/2880184_Platz-der-Deutschen-Einheit-Krimi-im-Parlament.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verfassungswidrige &ldquo;Murksreform&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gesundheitsreform der schwarz-gelben Koalition ist aus Expertensicht in einem zentralen Punkt verfassungsrechtlich bedenklich.<br>\nDer Frankfurter Jurist Ingwer Ebsen komme in einem Gutachten im Auftrag der SPD zu dem Schluss, dass der f&uuml;r Geringverdiener geplante Sozialausgleich dem Gleichheitsgebot im Grundgesetz widerspreche, berichtet die Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; unter Berufung auf die ihr vorliegende Expertise. Das Bundesgesundheitsministerium wies dies als unzutreffend zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=2881671&amp;em_loc=1231\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leistungsstopp f&uuml;r 150&rsquo;000 Versicherte<\/strong><br>\nRund 400&rsquo;000 Schweizerinnen und Schweizer werden von den Krankenkassen betrieben, weil sie ihre Pr&auml;mien nicht bezahlen. Gegen 150&rsquo;000 Personen ist ein Leistungsstopp verf&uuml;gt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/schweiz\/leistungsstopp_fuer_150000_versicherte_1.6870597.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was ist nur los mit der Schweiz? 150.000 Pr&auml;mienschuldner m&uuml;ssen Arzt-, Apotheken- und Krankenhauskosten aus der eigenen Tasche bezahlen &ndash; oder mangels Geld auf medizinische Betreuung verzichten. Das ist nicht nur eine Blamage f&uuml;r die reiche Schweiz, sondern ein humanit&auml;rer Skandal.<br>\nEine Betreibung ist die schweizerische Form der Zwangsvollstreckung, um Geldforderungen einzutreiben (Wikipedia).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Polizei wirft Veranstalter Geldgier vor<\/strong><br>\nDie Deutsche Polizeigewerkschaft reagierte offiziell. Der Duisburger Kreisvorsitzende Wolfgang Orscheschek stellt sich vor seine Kollegen, attackiert jedoch den Veranstalter Lopavent aufs Heftigste: Die 19 Toten und 342 Verletzte seien &bdquo;Opfer materieller Interessen eines Veranstalters, der unter dem Deckm&auml;ntelchen der ,Kulturhauptstadt 2010&rsquo;, unter Ausnutzung planbarer Medienreaktionen&ldquo; so viel Druck auf Landespolitiker ausge&uuml;bt habe, &bdquo;dass sie zum Ereignis Loveparade, trotz eindringlicher Warnungen aus dem Sicherheitsbereich, nur &bdquo;ja&ldquo; sagen konnten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/duisburg\/Polizei-wirft-Veranstalter-Geldgier-vor-id3284028.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei aller Betroffenheit kommt da Zorn auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rechts-Konkurrenz zur Union k&ouml;nnte 20 Prozent bekommen<\/strong><br>\nNoch eine schlechte Nachricht f&uuml;r die Union: Angesichts der schlechten Umfragewerte f&uuml;r CDU und CSU sieht der Meinungsforscher Klaus-Peter Sch&ouml;ppner gute Chancen f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer konservativen Partei rechts von den Schwesterparteien. &ldquo;Ausgerechnet die treuesten Unionsw&auml;hler str&ouml;men derzeit in Scharen zu den Nichtw&auml;hlern&rdquo;, schreibt der Chef des Meinungsforschungsinstituts Emnid in einem Beitrag f&uuml;r &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Eine Partei der christlich gepr&auml;gten Konservativen, die Wirtschaft mit Werten verbinde, k&ouml;nne auf Anhieb 20 Prozent W&auml;hler gewinnen.<br>\nNach Einsch&auml;tzung Sch&ouml;ppners h&auml;tte eine neue Partei mit Politikern wie dem scheidenden hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch, dem fr&uuml;heren CDU\/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) beste Chancen, sich zu etablieren. In Umfragen liegt die Union derzeit unter 35 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,708377,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Gefahr besteht meines Erachtens schon, dass mit dem Scheitern des neoliberalen menschenverachtenden Kurses, auch in Deutschland der rechte Rand mit der Flucht in konservative und nationale Werte wieder st&auml;rker wird. Wir haben das ja schon in &Ouml;sterreich, in Frankreich und in den Niederlanden erfahren m&uuml;ssen.<br>\nSiehe auch: Die gr&ouml;&szlig;te Neigung zu rechts haben mit 27 Prozent die J&uuml;ngeren. Bei den Unionsanh&auml;ngern sind es 21 Prozent, bei denen von der FDP 18 oder von der SPD 17 Prozent. Die Gr&uuml;nensympathisanten haben nur eine geringe Neigung nach rechts, daf&uuml;r aber erstaunlicherweise <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148078\">25 Prozent der Linkspartei<\/a>.<br>\nDass die Neigung zu rechts nunmehr in Bild am Sonntag und Spiegel vor allem auf die CDU bezogen wird, zeigt nur dass beide Zeitungen vor allem die CDU-Vorsitzende Merkel nach rechts dr&auml;ngen wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Das Ziel ist, die Linke zu diffamieren&rdquo;<\/strong><br>\nKlaus Ernst im Interview<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/7\/0,1872,8093191,00.html\">ZDF Sommerinterview<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zugegeben Klaus Ernst antwortet oft ziemlich ungelenk. Aber achten Sie mal drauf, ob die Vorsitzenden der anderen Parteien in den ZDF-Sommerinterviews vergleichbar penetrant attackiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hohe Ausgabensteigerungen beim Hessischen Verfassungsschutz<\/strong><br>\nBund der Steuerzahler Hessen: Personal- und Kostenausweitung h&ouml;her als in anderen Bundesl&auml;ndern.<br>\nAuff&auml;llig ist nach den Recherchen des Steuerzahlerbundes insbesondere die Zunahme von &uuml;ber 33 Prozent bei den Beamtenstellen zwischen den Jahren 2006 bis 2009. Die Zahl der Planstellen stieg von 148 auf 198. Insgesamt weist der Stellenplan des Hessischen Landesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz zur Zeit 252 Stellen aus. Eine derart ausgepr&auml;gte Entwicklung ist in keinem anderen der untersuchten Bundesl&auml;nder zu beobachten.<br>\nDer Stellenzuwachs d&uuml;rfte wesentlich mit daf&uuml;r verantwortlich sein, dass das j&auml;hrliche Ausgabenvolumen beim Hessischen Verfassungsschutz seit dem Jahr 2002 um mehr als 50 Prozent auf nunmehr &uuml;ber 15 Millionen Euro gestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.steuerzahler-hessen.de\/Hohe-Ausgabensteigerungen-beim-Hessischen-Verfassungsschutz\/32835c39483i1p214\/index.html\">Bund der Steuerzahler Hessen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Koch erkl&auml;rt lieber Steuerfahnder f&uuml;r psychisch krank und entl&auml;sst sie aus dem Dienst, statt dass er auf seinen &bdquo;verl&auml;ngerten Arm&ldquo; (Heribert Prantl), den&ldquo; Verfassungs&ldquo;-Schutz  verzichtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schavan will Zuwanderung erleichtern<\/strong><br>\nDeutschland soll f&uuml;r Fachkr&auml;fte aus dem Ausland attraktiver werden, fordert Bildungsministerin Schavan. Ein Arbeitgeberverband plant schon einen Anwerbeservice.<br>\nAngesichts des Fachkr&auml;ftemangels in Deutschland wird der Ruf nach Korrekturen am Zuwanderungsrecht lauter. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte am Sonntag, f&uuml;r &bdquo;hochqualifizierte Kr&auml;fte&ldquo; aus dem Ausland m&uuml;ssten H&uuml;rden etwa beim Familienzuzug abgebaut werden. Der Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, warnte, ohne eine &Ouml;ffnung des Arbeitsmarkts f&uuml;r Zuwanderer k&ouml;nne eine Exportnation wie Deutschland &bdquo;in der globalisierten Welt nicht bestehen&ldquo;.<br>\nZimmermann, der auch Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) ist, wandte sich gegen Forderungen aus der Union, sich um die Integration von deutschen Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu k&uuml;mmern, statt mehr Zuwanderer ins Land zu holen. Er entgegnete: &bdquo;Es bringt uns nicht weiter, deutsche Arbeitslose einerseits und Zuwanderer andererseits gegeneinander ausspielen zu wollen.&ldquo; Denn in den technischen Berufen und bei den sozialen Diensten fehlten zum Beispiel &bdquo;trotz aller Qualifizierungsbem&uuml;hungen bereits heute Zehntausende von Fachkr&auml;ften&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/facharbeitermangel-schavan-will-zuwanderung-erleichtern_aid_533989.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist auf kurze Sicht auch viel billiger, ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte, die auf Kosten ihrer Heimatl&auml;nder qualifiziert worden sind, abzuwerben, als f&uuml;r die Integration und die Bildung von schon l&auml;nger hier ans&auml;ssigen Migranten zu sorgen. Ob diese &bdquo;gew&uuml;nschten&ldquo; Ausl&auml;nder aber kommen werden, angesichts der Diskriminierung, die andere Ausl&auml;nder hier erfahren, ist ziemlich fraglich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Neue Steuerungsmodelle bef&ouml;rdern Mainstream-Forschung<\/strong><br>\nLeistungsorientierte Mittelvergabe (LoM) an Hochschulen beeinflusst die M&ouml;glichkeit, ergebnisoffene Forschung zu betreiben. &bdquo;Mit der Umsetzung neuer Steuerungsmodelle scheinen sich nicht nur die finanziellen M&ouml;glichkeiten zu verringern, ergebnisoffene Forschungsprojekte verfolgen zu k&ouml;nnen, auch Forschungslinien werden st&auml;rker von Au&szlig;en beeinflusst.&ldquo; Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler Regina von G&ouml;rtz, Richard Heidler und Dorothea Jansen in der neuesten Ausgabe der &bdquo;Beitr&auml;ge zur Hochschulforschung&ldquo;. Die Forschergruppen orientierten sich bei der Wahl ihrer Themen st&auml;rker am Mainstream der Fachgemeinschaft, an W&uuml;nschen der Drittmittelgeber und ihrer Forschungsorganisation. Auch wenn es grunds&auml;tzlich richtig ist, dass sich das Gros der Forschung im Mainstream bewegt, warnen die Autoren: &bdquo;Der wissenschaftliche Durchbruch entsteht nur selten im Mainstream der Forschung, sondern viel eher bei der Verfolgung zun&auml;chst abseitig erscheinender Ideen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news379949\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Herdentrieb der Medien<\/strong><br>\n&ndash; Frankfurter Rundschau<br>\nKonjunkturdaten l&ouml;sen Partylaune aus<br>\n&ndash; Junge Welt<br>\nDeutsche Wirtschaft in Partylaune<br>\n&ndash; S&uuml;ddeutsche<br>\n&ldquo;Die Wirtschaft ist wieder in Partylaune&rdquo;<br>\n&ndash; Stern<br>\nWirtschaft wieder in Partylaune<br>\n&ndash; Handelsblatt<br>\n&bdquo;Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune&ldquo;<br>\n&ndash; Tagesspiegel<br>\nDeutsche Wirtschaft in &ldquo;Partylaune&rdquo;<br>\n&ndash; FAZ<br>\n&bdquo;Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune&ldquo;<br>\n&ndash; Welt<br>\n&ldquo;Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune&rdquo;&nbsp;<br>\n&ndash; BILD<br>\nStimmung in der Wirtschaft so gut wie seit 20 Jahren nicht! Experten euphorisch: &bdquo;Partylaune&ldquo;, &bdquo;Wahnsinnszahl&ldquo;, &bdquo;unglaublich&ldquo;&nbsp;<br>\n&ndash; wallstreet-online<br>\nDAX und ifo in Partylaune&nbsp;<br>\n&ndash; news.de<br>\nDeutsche Wirtschaft in Partylaune&nbsp;<br>\n&ndash; DiePresse.com<br>\nGesch&auml;ftsklima: &ldquo;Deutsche Wirtschaft in Partylaune&rdquo;&nbsp;<br>\n&ndash; Merkur<br>\nDeutsche Wirtschaft in &ldquo;Party-Laune&rdquo;<br>\n&ndash; n24<br>\nDeutsche Wirtschaft &ldquo;in Partylaune&rdquo;&nbsp;<br>\n&ndash; Tagesschau&nbsp;<br>\nb5aktuell &ndash; B&ouml;rse kompakt am Abend<br>\nDie Deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune<br>\n&ndash; boerse.ARD.de<br>\n&ldquo;Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune&rdquo;, freute sich Sinn.<br>\n&ndash; ZDF heute<br>\nStimmung in der deutschen Wirtschaft sensationell verbessert<br>\nDie Wirtschaft sei &ldquo;in Partylaune&rdquo;, sagen Experten. (im Text)&nbsp;<br>\n&ndash;&nbsp;S&uuml;dwestpresse<br>\nDeutsche Wirtschaft in &laquo;Party-Laune&raquo;&nbsp;<br>\n&ndash; Badische Zeitung<br>\nWirtschaft ist in Partylaune<br>\n&ndash; Freies Wort (S&uuml;ddeutscher Verlag, Mantel in allen Regionalzeitungen gleichgeschaltet)<br>\nDeutsche Wirtschaft in &laquo;Party-Laune&raquo;<br>\n&ndash; Weser-Kurier<br>\nDeutsche Wirtschaft in &laquo;Party-Laune&raquo;&nbsp;<br>\n&ndash; Tagblatt (5 Schw&auml;bische Regionalzeitungen)<br>\n&ldquo;Wirtschaft in Partylaune&rdquo;&nbsp;<br>\n&ndash; S&auml;chsische Zeitung<br>\nDeutsche Wirtschaft in &ldquo;Partylaune&rdquo;&nbsp;<br>\n&ndash; t-online.de<br>\n&ndash; Ifo-Institut: Deutsche Wirtschaft ist in Partylaune&nbsp;<br>\n&ndash; web.de und GMX (United Internet)<br>\nDeutsche Wirtschaft in &ldquo;Party-Laune&rdquo;&nbsp;<br>\n&ndash; finanzen.freenet.de<br>\nDeutsche Wirtschaft &ldquo;in Partylaune&rdquo;&nbsp;<br>\nQuelle: Schauen Sie einfach bei Google nach. Bis gestern Nachmittag eine halbe Million Suchergebnisse aus den letzten drei Tagen.\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.B.:<\/strong> Es w&auml;re wohl deutlich einfacher gewesen, die Tageszeitungen zu finden, die nichts von Partylaune schreiben.&nbsp;<br>\nAber halt es gab auch einen etwa kritischen Beitrat in der taz und bei <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2010\/07\/23\/professor-un-sinn-partylaune-9026550\/\">Tautenhahn<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch Herr Sinn, Sie haben es mal wieder geschafft, mit Ihrer Kaffeesatzleserei nahezu alle Medien gleichzuschalten. Wie hei&szlig;t es doch bei George Orwell:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete L&uuml;ge glaubten &ndash; wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die L&uuml;ge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>No-go-area Deutschland: Fu&szlig;ball-WM-Special<\/strong><br>\nNeonazi-Randale, Sachbesch&auml;digungen, K&ouml;rperverletzungen und drei Tote: so die Bilanz des &ldquo;fr&ouml;hlichen Partyotismus&rdquo; bis zum Aus der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale der Fu&szlig;ball-WM. Aus gegebenem Anla&szlig; pr&auml;sentiert KONKRET diese Spezialausgabe der Chronik aus dem ganz normalen &ldquo;Fu&szlig;ball-Deutschland&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.konkret-verlage.de\/kvv\/txt.php?text=a1\">konkret<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man stelle sich vor, w&auml;hrend der Demonstrationsveranstaltungen gegen die Sozialk&uuml;rzungspl&auml;ne der schwarz-gelben Bundesregierung w&uuml;rde nur ein Bruchteil der von Konkret gelisteten 24 Vorkommnisse passieren: Unsere Mainstream-Medien w&uuml;rden das politische Anliegen von Zehntausenden von friedlichen Demonstrationsteilnehmern nahezu vollst&auml;ndig ignorieren und fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Ausschreitungen einer kleinen Minderheit der Demonstrationsteilnehmer berichten. Merke: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die Parteispendenaff&auml;re in Frankreich &ndash; ein &Uuml;berblick<\/strong><br>\nUnternehmensspenden an Parteien sind in Frankreich untersagt, Privatspenden nur bis 7.500 Euro zul&auml;ssig. Wenn der Schatzmeister der Regierungspartei UMP 150.000 Euro in Bar annimmt, stellt das einen einen eklatanten Rechtsbruch dar. Die Parteispendenaff&auml;re um Sarkozys Partei besch&auml;ftigt das Land nun schon seit Monaten. Deren langj&auml;hriger Schatzmeister, Eric Woerth, hat dieses Amt mittlerweile nieder gelegt, fungiert aber nichts desto trotz weiter als franz&ouml;sischer Arbeitsminister &ndash; und steht vor einem polizeilichen Verh&ouml;r. Das Kabinett billigte einen entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft Kurioserweise sprach Sarkozy seinem Minister zwar das Vertrauen aus und sah die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Anschuldigungen vielmehr in einer &bdquo;Verlemundungskampagne&ldquo; &ndash; zum R&uuml;cktritt vom Amt des UMP-Schatzmeisters forderte er ihn dennoch auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/07\/die-parteispendenaffare-in-frankreich-ein-uberblick\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>S&uuml;damerika besorgt &uuml;ber Kolumbien-Krise<\/strong><br>\nW&auml;hrend Regierungen S&uuml;damerikas sich in Bezug auf die Angriffe Kolumbiens gegen Venezuela kritisch zur Politik der US-nahen Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) &auml;u&szlig;erten, st&auml;rkte die deutsche Bundesregierung dieser Organisation den R&uuml;cken. Man hoffe und gehe davon aus, &ldquo;dass die zust&auml;ndige Regionalorganisation&nbsp;in diesem Fall die OAS (&hellip;) zur Entsch&auml;rfung dieses Konflikts und zum Abbau von Spannungen beitragen kann&rdquo;, sagte in Berlin am Freitag der Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes, Dirk Augustin.<br>\nIndes mehren sich die Hinweise auf eine kalkulierte Eskalation durch die Uribe-F&uuml;hrung. Der fr&uuml;here Vertreter Venezuelas vor dem UNO-Sicherheitsrat (1991-1994), Diego Arrias, hatte bereits Ende vergangenen Jahres &ldquo;eine Zuspitzung Mitte 2010&rdquo; angek&uuml;ndigt. Der venezolanische Ch&aacute;vez-Gegner berief sich nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIAN &ldquo;auf Angaben der kolumbianischen Aufkl&auml;rung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/nachrichten\/2010\/07\/6083\/suedamerika-kolumbien-krise\">amerika21<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>2000 Leichen im S&uuml;den Kolumbiens<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/nachrichten\/2010\/07\/5802\/leichen-kolumbien-macarena\">amerika21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Die Afghanistan-Protokolle<\/strong><br>\nDas gab es noch nie: Fast 92.000 US-Dokumente &uuml;ber den Afghanistan-Krieg sind an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt. SPIEGEL, &ldquo;New York Times&rdquo; und &ldquo;Guardian&rdquo; haben die &uuml;berwiegend geheimen Papiere analysiert. Die Dokumente werden zu einer Zeit bekannt, in der auch in den USA der Ruf nach dem Abzug der Truppen immer lauter wird. In der vergangenen Woche haben sich die Vertreter von mehr als 70 Staaten und Organisationen in Kabul zur Afghanistan-Konferenz getroffen. Sie bekundeten Pr&auml;sident Hamid Karzai ihre Zuversicht, sein Land werde bis 2014 in der Lage sein, die Sicherheit durch eigene Soldaten und Polizisten zu garantieren. Doch solch zur Schau getragener Optimismus klingt zynisch angesichts der Schilderungen in den geheimen Dokumenten. Diese zeichnen fast neun Jahre nach Kriegsbeginn ein d&uuml;steres Bild. Sie beschreiben gerade die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte als hilflose Opfer der Anschl&auml;ge durch Taliban. Sie vermitteln einen zwiesp&auml;ltigen Eindruck von den Drohneneins&auml;tzen, jener amerikanischen Wunderwaffe, die durchaus verwundbar ist. Sie zeigen auch, dass der Krieg im Norden des Landes, wo die deutschen Truppen stationiert sind, immer bedrohlicher wird. Die Zahl der Warnungen vor Taliban-Anschl&auml;gen hat sich dort im vorigen Jahr drastisch erh&ouml;ht &ndash; angeheizt von den Hinterm&auml;nnern dieses Kriegs, den Strippenziehern in Pakistan. Die Dokumente sind ein Fenster zum Krieg in Afghanistan. Wer sich k&uuml;nftig &uuml;ber ihn informieren will, wird ohne dieses Logbuch nicht mehr auskommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-708311,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Rohstoff-Konflikte: Das Handy aus dem Kriegsgebiet<\/strong><br>\nWer in den USA seinen Laptop, sein Handy oder die Spielekonsole zur Hand nimmt, soll k&uuml;nftig wissen, ob er Blut an den Fingern hat. In all diesen Ger&auml;ten steckt Tantal, ein seltenes chemisches Element, aus dem sich besonders effiziente Kondensatoren bauen lassen. Gewonnen wird das Metall aus dem Erz Coltan. Laut US-Sch&auml;tzungen stammt ein F&uuml;nftel der weltweiten Tantal-Produktion aus der Demokratischen Republik Kongo. In dem zentralafrikanischen Staat wird auch nach dem Friedensabkommen von 2008 weiter gek&auml;mpft und get&ouml;tet. Im rohstoffreichen Osten, wo neben Coltan auch Gold, Wolfram und Zinn abgebaut werden, kontrollieren bewaffnete Gruppen vielfach den lukrativen Bergbau. Kongos Reichtum wird so zu einem Fluch, weil die Rohstoff-Dollar die blutigen Konflikte sch&uuml;ren. &ldquo;Conflict minerals&rdquo; hei&szlig;en dementsprechend die Materialien. &ldquo;Hauptkunde f&uuml;r Tantal ist die Elektronikbranche&rdquo;, sagt David Sullivan vom Enough Project, einer US-Organisation, die gegen den Handel mit &ldquo;conflict minerals&rdquo; k&auml;mpft<br>\nIm Gesetz zur Neuordnung der US-Finanzm&auml;rkte, das Pr&auml;sident Barack Obama gerade in Kraft gesetzt hat, findet sich auch eine bislang wenig beachtete Passage zu Kongos Rohstoffen. Alle an US-B&ouml;rsen gehandelten Unternehmen m&uuml;ssen demnach in einem j&auml;hrlichen Bericht auflisten, ob sie Bodensch&auml;tze aus dem afrikanischen Staat verwenden. Ein Verbot ist das zwar nicht. Doch Bef&uuml;rworter der Klausel hoffen, dass Konzerne wie Apple oder Nokia sich die Peinlichkeit ersparen, &ouml;ffentlich als Hersteller von &ldquo;Bluttelefonen&rdquo; angeprangert zu werden. Die US-Regierung will nun Mechanismen entwickeln, wie sich die Herkunft der einschl&auml;gigen Bodensch&auml;tze besser kontrollieren l&auml;sst. Dazu werden die USA aber auf internationale Zusammenarbeit angewiesen sein. &ldquo;Die Erze aus Kongo werden fast ausschlie&szlig;lich in Asien eingeschmolzen&rdquo;, sagt Sullivan, &ldquo;danach l&auml;sst sich das Ursprungsland kaum noch ermitteln&rdquo;. Apple-Chef Steve Jobs dagegen &auml;u&szlig;ert sich wage: Die Frage nach Rohstoffen aus Krisengebieten sei ein &ldquo;sehr schwieriges Problem&rdquo;. Apple-Zulieferer m&uuml;ssten die Verwendung solcher Materialien zwar ausschlie&szlig;en. Ein zweifelsfreier Nachweis, erkl&auml;rte der Mann, dessen Technik sonst vorgibt, alles zu k&ouml;nnen, sei leider nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2879330_Rohstoff-Konflikte-Das-Handy-aus-dem-Kriegsgebiet.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erfreulicherweise bescheren uns die USA immer wieder mit beispielhafter Politik. Manchem mag dieser Schritt nicht weit genug gehen, zun&auml;chst aber sollten wir uns in Europa solche Ma&szlig;nahmen zum Vorbild nehmen und &auml;hnliche umsetzen. &ndash; Ein etwas optimistischer Vorschlag: Wie w&auml;re es mit einer Verpflichtung unserer Konzerne, auf ihrer Website Produktionen in L&auml;ndern zu ver&ouml;ffentlichen, die keine freie Gewerkschaften kennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Rezension: Wolfgang Gern\/Franz Segbers (Hrsg.): Als Kunde bezeichnet, als Bettler behandelt &ndash; Erfahrungen aus der Hartz-IV-Welt.<\/strong><br>\nIm Sammelband &raquo;Als Kunde bezeichnet, als Bettler behandelt&laquo; dokumentieren Mitarbeiter karitativer Organisationen ihre Arbeit und lassen zahlreiche Betroffene zu Wort kommen. Gleich eingangs wird die junge Welt zitiert: Die Summe der von Arbeitsagenturen ausgegebenen &raquo;Lohn&shy;ersatzleistungen&laquo; sinke von Jahr zu Jahr und sei 2008 so niedrig ausgefallen wie seit 18 Jahren nicht mehr. Als Folge des propagierten &raquo;Sozialneides nach unten&laquo; werden in dem Band Verzweiflungsausbr&uuml;che, Selbstmorddrohungen und Gegengewalt von seiten der Betroffenen dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-26\/032.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Der Stresstest; Kritik an Obamas Gesetz; mehr Geld von den Reichen; Sparpaket spaltet Deutschland doppelt; in Deutschland tickt eine finanzielle Zeitbombe; nochmals Bundesbank Monatsbericht; der Kapitalismus ist gescheitert; Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe; Big Mac als Leitw&auml;hrung; PPP; &bdquo;Murks&ldquo; bei der Gesundheitsreform; Love Parade und Geldgier; Rechtskonkurrenz; Herdentrieb der Medien; Parteispenden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6280\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6280","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6280"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6285,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6280\/revisions\/6285"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}