{"id":62828,"date":"2020-07-10T08:16:24","date_gmt":"2020-07-10T06:16:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828"},"modified":"2020-07-10T08:16:24","modified_gmt":"2020-07-10T06:16:24","slug":"hinweise-des-tages-3649","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h01\">Das sind die gr&ouml;&szlig;ten Risikofaktoren f&uuml;r einen t&ouml;dlichen Covid-19-Verlauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h02\">Virologe nennt Lauterbachs Corona-Warnungen &bdquo;hochgef&auml;hrlich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h03\">Corona: Viele grosse Medien &uuml;bertreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h04\">Corona-Krise wird mehr Menschen zu modernen Sklaven machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h05\">&ldquo;Immer tiefere Spaltung&rdquo;: Sahra Wagenknecht im Interview mit der NOZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h06\">Krisengewinner Amazon und die &ldquo;Helden der Arbeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h07\">&ldquo;Jetzt sind die Besch&auml;ftigten dran&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h08\">Mobilisierung von Bauland durch handlungsf&auml;hige Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h09\">Staatstrojaner: WhatsApp &amp; Co. sollen Netzverkehr an Geheimdienste umleiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h10\">Aus der Folterkammer des Wirtschaftskriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h11\">Europa st&auml;rken, Investitionsbremsen l&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h12\">Hilfslieferungen nach Syrien: Kampf um die Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62828#h13\">Zu guter Letzt: Witzige Stellenanzeige: IBM sucht Bewerber mit 12 Jahren Erfahrung in 6 Jahre alter Technik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das sind die gr&ouml;&szlig;ten Risikofaktoren f&uuml;r einen t&ouml;dlichen Covid-19-Verlauf<\/strong><br>\nForscher haben Daten von gut 17 Millionen Menschen in Gro&szlig;britannien analysiert, von denen fast 11.000 an Covid-19 gestorben sind. Neben Alter und Vorerkrankungen gibt es demnach weitere wichtige Risikofaktoren. (&hellip;)<br>\nDie wichtigsten Faktoren sind demnach: m&auml;nnliches Geschlecht, h&ouml;heres Alter, Armut beziehungsweise ein niedriger sozio&ouml;konomischer Status, verschiedene Vorerkrankungen (darunter Diabetes, schweres Asthma und Autoimmunerkrankungen), starkes &Uuml;bergewicht (Body-Mass-Index &uuml;ber 35). Zudem hatten People of Color ein h&ouml;heres Risiko, an Covid zu sterben. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die wichtige Botschaft dieser Studie ist, dass die Gesundheit der Menschen in diesem Land weiter stark von sozialen Faktoren beeinflusst wird, wie Armut, Ethnizit&auml;t und Ungerechtigkeit &ndash; und dass Covid-19 keine Ausnahme darstellt&rdquo;, sagt Tom Wingfield von der Liverpool School of Tropical Medicine, der an der Studie nicht beteiligt war. Es reiche nicht aus, diese Risiken zu identifizieren und dann nichts weiter zu tun. &ldquo;Wir m&uuml;ssen gemeinsam daran arbeiten, die Ursachen zu beseitigen&rdquo;, fordert er und nennt unter anderem einen besseren Zugang zu Gesundheits- und Sozialleistungen, den Abbau von Ungleichheiten, den Ausbau von Kranken- und Berufsunf&auml;higkeitsversicherungen und den Kampf gegen Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/britische-studie-zu-covid-19-das-sind-die-groessten-risikofaktoren-fuer-einen-toedlichen-verlauf-a-ad91c69b-ee1e-4e79-b928-969e31ee276b%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man h&ouml;re und staune. Da gibt es doch tats&auml;chlich Experten, die auch mal was Schlaues sagen. Dass diese Botschaft auch geh&ouml;rt wird, ist jedoch leider sehr unwahrscheinlich, f&uuml;hren die realen &ldquo;Ma&szlig;nahmen&rdquo; doch dazu, dass die Kluft zwischen arm und reich nicht kleiner, sondern gr&ouml;&szlig;er wird und die prek&auml;ren Verh&auml;ltnisse, die als Risikofaktor f&uuml;r Covid-19 gelten, nicht ab-, sondern zunehmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die Reichen der Welt sind noch reicher geworden<\/strong><br>\nIhr Geld liegt in Aktien und Fonds, dank B&ouml;rsenboom stieg ihr Verm&ouml;gen auf rund 66 Billionen Euro. Viele Million&auml;re leben in den USA, Japan, China &ndash; und Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-07\/vermoegen-reichtum-aktienkurse-anstieg-millionaere-capgemini\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Virologe nennt Lauterbachs Corona-Warnungen &bdquo;hochgef&auml;hrlich&ldquo;<\/strong><br>\nDer Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat den SPD-Politiker Karl Lauterbach f&uuml;r seine breit gestreuten Warnungen zur Verbreitung des Coronavirus kritisiert. &bdquo;Ich nenne das dysfunktionale Dramatisierung&ldquo;, sagt er im Interview mit dem &bdquo;Hamburger Abendblatt&ldquo;.<br>\nEr bezog sich auf die j&uuml;ngste von Lauterbach vertretene Ansicht, mit Covid-19 Infizierte k&ouml;nnten in Gesch&auml;ften auch Waren kontaminieren. Der SPD-Politiker, der h&auml;ufig in Fernsehshows zu Gast ist, zeichnet sich vor allem durch Empfehlungen wie strikte Schlie&szlig;ungen von Kitas und Schulen oder Grippeimpfungen aus und r&auml;t von Lockerungen wie der Aufhebung der Maskenpflicht ab, um die Verbreitung des Coronavirus einzud&auml;mmen. Lauterbach warnt h&auml;ufig vor einer zweiten Welle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article211311909\/Virologe-nennt-Lauterbachs-Corona-Warnungen-hochgefaehrlich.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>passend dazu: H&auml;ufig Hirnschaeden durch Corona &ndash; UKE widerspricht Lauterbach<\/strong><br>\nF&uuml;r Aufsehen hatte am Wochenende Karl Lauterbach, Bundestagsabgeordneter der SPD und Gesundheitsexperte seiner Partei, mit seiner Einsch&auml;tzung zu m&ouml;glichen Sp&auml;tfolgen von Corona gesorgt. &bdquo;Die Menschen m&uuml;ssen verstehen, dass Covid-19 nicht nur zum Tod f&uuml;hren kann. Viele von denen, die es &uuml;berleben, werden bleibende Sch&auml;den behalten und erhebliche Behinderungen erleiden&ldquo;, sagte Lauterbach der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;. Der Politiker und Mediziner sagte weiter: &bdquo;Viele &Auml;ltere, die es &uuml;berstehen, werden danach ein Pflegefall sein. Die Muskulatur und die Hirnleistung werden abgebaut.&ldquo;<br>\nAuf Abendblatt-Anfrage erkl&auml;rte dazu Prof. Christian Gerloff, Direktor der Klinik und Poliklinik f&uuml;r Neurologie im UKE: &bdquo;Wir haben noch keine belastbaren wissenschaftlichen Daten zu spezifischen Covid-19-Sp&auml;tfolgen, schon gar nicht in Bezug auf das Gehirn. Die meisten Patienten machen die Infektion als eher milde Erkrankung der Atemwege durch und wir haben keinen Grund anzunehmen, dass diese Patienten Sp&auml;tsch&auml;den des Nervensystems davontragen k&ouml;nnten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/article228861893\/Haeufig-Hirnschaeden-durch-Corona-UKE-widerspricht-Lauterbach.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62278\">Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona: Viele grosse Medien &uuml;bertreiben<\/strong><br>\nDie Einteilung in &laquo;Neuinfizierte&raquo; und &laquo;Genesene&raquo; weckt den falschen Eindruck, es w&uuml;rden alle Angesteckten krank.<br>\nIm Ausland dramatisieren insbesondere die grossen TV-Kan&auml;le CNN (USA) und CGTN (China). Mit fast st&uuml;ndlichen &laquo;Updates&raquo; m&ouml;chte CNN dazu aufrufen, Pr&auml;sident Trump wegen seiner Verharmlosung der Corona-Krise nicht mehr zu w&auml;hlen. CGTN dagegen m&ouml;chte der Welt mit t&auml;glich aufaddierten Infizierten und Todesf&auml;llen zeigen, wie gut China die Pandemie bew&auml;ltigt und wie katastrophal dies vergleichsweise in den USA geschieht.<br>\nCNN weckt &Auml;ngste, indem der Sender auf Sars-CoV-2 positiv Getestete als &laquo;Infizierte&raquo; bezeichnet und im Bild immer wieder mit Spitalbetten illustriert. Es entsteht der falsche Eindruck, dass alle &laquo;Infizierten&raquo; krank waren, krank sind oder noch krank werden und h&auml;ufig im Spital landen. Diese Irref&uuml;hrung wird in Kauf genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Corona-Viele-grosse-Medien-ubertreiben-noch-immer-massiv\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben relativ fr&uuml;h auf nicht korrekte Angaben auch seitens des RKI, aber auch in etlichen Hauptmedien hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu u.a. Schluss mit Irref&uuml;hrung: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59903\">Wir brauchen harte, gesicherte Fakten statt nur scheinbar objektive<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch das &ndash; so ist zu bef&uuml;rchten, vermuten &ndash; wird wohl so weiter gehen bis ein Impfstoff entwickelt ist, so jedenfalls  Ministerpr&auml;sident Kretschmann bereits am 20. M&auml;rz 2020 im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59500\">Heute Journal des ZDF<\/a>. Und am 09. April 2020 zitierte &ldquo;Welt&rdquo; die Bundeskanzlerin so: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article207167375\/Merkel-zu-Corona-Solange-wir-keinen-Impfstoff-haben-wird-das-gelten.html\">Auch wenn die Zahlen mal einen Tag besser werden, sie (die Pandemie) wird nicht verschwinden, bis wir wirklich einen Impfstoff haben, mit dem wir die Bev&ouml;lkerung immunisieren k&ouml;nnen.<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Krise wird mehr Menschen zu modernen Sklaven machen<\/strong><br>\n2015 verabschiedete das Unterhaus den Modern Slavery Act, ein auf der Welt einmaliges Gesetzeswerk im Kampf gegen moderne Sklaverei. Doch trotz dieser Bem&uuml;hungen macht das Vereinigte K&ouml;nigreich derzeit Skandalschlagzeilen.<br>\nVor zwei Wochen verh&auml;ngte die Regierung einen Lockdown f&uuml;r die mittelenglischen Stadt Leicester, weil dort die Zahl der Corona-Neuinfektionen rapide anstieg. Als ein Infektionsherd wurden sogenannte Sweatshops identifiziert. Seit der Corona-Krise florieren diese wie selten zuvor, wegen der steigenden Nachfrage nach Kleidung im Internet. Und stehen f&uuml;r viele Kritiker inzwischen stellvertretend daf&uuml;r, wie Gier und die Lust am Konsum gleich zwei globale Seuchen befeuern k&ouml;nnten: Sklavenarbeit und die Corona-Pandemie.<br>\nLeicester kam dank seiner erfolgreichen Textilproduktion im 19. Jahrhundert zu gro&szlig;em Reichtum. Eine Branche, die sich auch heute noch in der Stadt h&auml;lt. Sie beliefert Billigketten wie Bohoo, Nasty Gal oder Missguided, deren Kundinnen heute ein Kleid von Kim Kardashian sehen und es morgen online bestellen wollen.<br>\nIn einigen Fabriken haben sich die Arbeitsbedingungen seit Viktorianischer Zeit allerdings nicht entscheidend ver&auml;ndert, mancherorts erinnern sie sogar an jene in Billiglohnl&auml;ndern wie Bangladesch. Fabrikarbeiter sitzen f&uuml;r weniger als umgerechnet f&uuml;nf Euro die Stunde an N&auml;hmaschinen, es gibt keine geregelten Arbeitszeiten, kein Krankengeld.<br>\nDass die Fabrikbetreiber die Corona-Sicherheitsvorschriften missachteten, belegt die hohe Zahl der infizierten Mitarbeiter. Zu verf&uuml;hrerisch war der Profit, den sie aus ihrem durch den landesweiten Lockdown gewonnenen Standortvorteil schlagen wollten. W&auml;hrend die Lieferketten anderer Anbieter kollabierten, profitierten sie vom Wunsch der zu Hause sitzenden Konsumenten nach neuen Klamotten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article211318013\/Grossbritannien-Die-Corona-Krise-beguenstigt-moderne-Sklaverei.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Derartiges verschweigt man nat&uuml;rlich gerne, wenn wieder mit steigenden Infektionszahlen Panik verbreitet wird. Wie im Fall T&ouml;nnies produziert, man kann es nur so ausdr&uuml;cken, dass Schweinesystem die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Ausnahmezustand gleich selbst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Immer tiefere Spaltung&rdquo;: Sahra Wagenknecht im Interview mit der NOZ<\/strong><br>\nFrau Wagenknecht, Oskar Lafontaine hat mit Blick auf die Corona-Krise einen Neustart der linken Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; angek&uuml;ndigt. Sind Sie dabei?<br>\nDie Bewegung wird heute von jungen Leuten geleitet. Sie sind hochmotiviert und ich w&uuml;nsche ihnen sehr viel Erfolg. Das Anliegen von &bdquo;Aufstehen&ldquo; ist ja nicht erledigt. Wir brauchen eine Bewegung, die die soziale Frage, die Frage der wachsenden Ungleichheit, wieder auf die Tagesordnung setzt. Wir hatten die &bdquo;Fridays-for-future&ldquo;-Bewegung &ndash; und auch deshalb hat die Politik wieder mehr &uuml;ber Klimawandel diskutiert. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, &uuml;ber die soziale Polarisierung in Deutschland zu reden, &uuml;ber Unsicherheit, schlechte Arbeitsverh&auml;ltnisse und niedrige Renten. Wir haben ein immer tiefer gespaltenes Land. Auf Dauer h&auml;lt das keine Demokratie aus.<br>\nAber in der Corona-Krise gab es doch Applaus f&uuml;r die so genannten &bdquo;Helden des Alltags&ldquo; &hellip;<br>\nJa, und was ist daraus geworden? Die &bdquo;Helden des Alltags&ldquo; werden immer noch miserabel bezahlt. Zwar hat endlich sogar die Bundesregierung gemerkt, wer in unserem Land wirklich systemrelevant ist: die Leute, die trotz Corona und mit wenig Schutz in den Superm&auml;rkten, in den Pflegeheimen, in den Krankenh&auml;usern gearbeitet haben. Die Pakete zugestellt und G&uuml;ter transportiert haben. Was sie daf&uuml;r bekommen haben, war wohlfeiler Applaus. Der Mindestlohn, der zumindest f&uuml;r einen Teil von ihnen relevant ist, steigt im Januar um kl&auml;gliche 15 Cent. Und so driftet das Land weiter auseinander &ndash; mit enormem Reichtum auf der einen Seite, w&auml;hrend andere um ihr bisschen Wohlstand immer mehr k&auml;mpfen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2969.immer-tiefere-spaltung.html%20\">Sahra Wagenknecht<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/2083372\/warum-sahra-wagenknecht-auch-den-linken-die-leviten-liest\">NOZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krisengewinner Amazon und die &ldquo;Helden der Arbeit&rdquo; <\/strong><br>\nWochenlang wurde die deutsche &Ouml;ffentlichkeit zuvor mit dem einm&uuml;tigen nationalen Lob auf die &ldquo;Helden des Alltags&rdquo; bei Laune gehalten: &ldquo;Helden&rdquo;, die uns alle in der schweren Krise versorgen und dabei extrem schlecht bezahlt werden &ndash; Supermarkt-Kassiererinnen, LKW-Fahrer, Altenpflegerinnen und nat&uuml;rlich auch die Kollegen im Versandhandel.<br>\nAmazon hat nun klargestellt, wie dieses Lob gemeint war. Erfinder und Haupteigent&uuml;mer Jeff Bezos hat &ndash; im Unterschied zu vielen anderen Unternehmern &ndash; die Corona-Krise zwar prima nutzen k&ouml;nnen: Sein privates Verm&ouml;gen ist seit deren Beginn um sage und schreibe 34 Milliarden gr&ouml;&szlig;er geworden, weil Versandhandel in der Lockdown-Phase enorm zugelegt hat. Das ist f&uuml;r Amazon allerdings kein Anlass, die Spendierhosen anzuziehen und die &ldquo;Helden&rdquo;, die in dieser Zeit beim Sortieren und Verpacken ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben, am Ende gar freiwillig besser zu bezahlen.<br>\nGanz im Gegenteil. Amazon weist die Forderungen der Gewerkschaft Verdi, die sich ausgerechnet hat, im Zuge der &ldquo;Corona-Solidarit&auml;t&rdquo; gute Verhandlungs-Karten zu haben, cool zur&uuml;ck und l&auml;sst es auch auf Streiks ankommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Krisengewinner-Amazon-und-die-Helden-der-Arbeit-4839405.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Jetzt sind die Besch&auml;ftigten dran&rdquo;<\/strong><br>\nWie w&auml;re es denn besser gelaufen?<br>\nEs w&auml;re sinnvoll gewesen, wenn die p&auml;dagogischen Fachkr&auml;fte st&auml;rker eingebunden gewesen w&auml;ren in die Ma&szlig;nahmen. Wir als Gewerkschaft haben ja lange einen Runden Tisch gefordert, aber darauf hat sich die Politik erst &uuml;berhaupt nicht eingelassen. Und als es endlich dazu kam, wurden unsere Forderungen zur Kenntnis genommen, aber nichts Richtung Umsetzung unternommen. Und es ist nat&uuml;rlich ein Problem, wenn fachfremde Politikerinnen und Politiker sich Konzepte f&uuml;r Kitas &uuml;berlegen, ohne genauere Ahnung dar&uuml;ber zu haben oder den Kita-Alltag sowie die allt&auml;glichen Herausforderungen zu kennen, die die p&auml;dagogische Fachkraft jeden Tag meistern muss.<br>\nWas fordert Verdi konkret in Bezug auf die Kitas?<br>\nWir haben einen Riesenkatalog. Ganz grunds&auml;tzlich muss man sagen, dass sich mit Corona die Probleme der seit Jahren verfehlten Politik deutlich gezeigt haben: Im &ouml;ffentlichen Dienst wird privatisiert, die soziale Infrastruktur wurde nicht aus-, sondern abgebaut. Au&szlig;erdem haben wir das Problem, dass nach wie vor diese Bereiche weniger Anerkennung finden als in der Privatwirtschaft. Man verdient mehr, wenn man Autos zusammenschraubt, als wenn man Kinder erzieht. Und das alles hat nat&uuml;rlich zu Fachkr&auml;ftemangel gef&uuml;hrt.<br>\nIhr Eindruck insgesamt: Wie ist die &ouml;ffentliche Hand bezogen auf die Kitas mit dem Lockdown umgegangen?<br>\nDas war absolutes Chaos. Bei der Stadt Stuttgart zum Beispiel gab&rsquo;s am Freitag die Info, es wird geschlossen und am Montag konnten die Kinder noch kommen. Oder die Frage der Notbetreuung: Ich finde, da h&auml;tte man von Anfang an soziale Kriterien st&auml;rker ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen. Es ist ein Riesenunterschied, ob ein Kind aus einer &ouml;konomisch privilegierten Familie kommt, die Haus mit Garten und vielen Zimmern zur Verf&uuml;gung hat, oder ob ein Kind aus einer Familie mit beengten Wohnverh&auml;ltnissen und ohne Garten kommt. Da h&auml;tte man fr&uuml;her kl&auml;ren m&uuml;ssen, welche Kinder fr&uuml;her wieder in die Einrichtungen kommen d&uuml;rfen als andere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/484\/jetzt-sind-die-beschaeftigten-dran-6864.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Eltern in der Bredouille: Keine Rotznasen in der Kita erw&uuml;nscht<\/strong><br>\nKindertageseinrichtungen sind derzeit vorsichtig, was leicht erkrankte Kinder betrifft. Aber Eltern m&uuml;ssen nach der Pandemie auch mal wieder normal arbeiten.<br>\nMan nennt sie nicht umsonst liebevoll &bdquo;Rotzg&ouml;ren&ldquo;: Kleinkindern l&auml;uft gerne mal die Nase, auch Husten, Fieber und Durchfall sind in den meisten Familien gute Bekannte. Die Frage, wie angeschlagen der Dreik&auml;sehoch noch in die Kita darf, kann schon in &bdquo;normalen&ldquo; Zeiten f&uuml;r Spannungen zwischen Eltern und Kitaleitungen sorgen. Doch durch die Corona-Pandemie und die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in Berliner Kitas hat sich die Situation zugespitzt: Ein leicht erk&auml;ltetes, aber fieberfreies Kind sollte nach den Empfehlungen des Musterhygieneplans eigentlich zu Hause bleiben. Gleichzeitig haben viele Eltern wegen der Kitaschlie&szlig;ungen freie und Kinderkrankentage aufgebraucht und sind dringend auf Betreuung angewiesen.<br>\nBei Corinna Balkow von Landeselternausschuss Kita haben sich mehrere Eltern gemeldet, die ihre Kinder wegen leichter Krankheitssymptome wieder mit nach Hause nehmen mussten. Das Problem, so Balkow, sei jetzt noch kein riesiges: Wegen der Sommerferien gehen derzeit viele Kinder gar nicht in die Kita. &bdquo;Aber alle sind sehr nerv&ouml;s, wie die Anordnungen im Herbst aussehen werden, wenn die Schnupfensaison beginnt&ldquo;, sagte Balkow der Berliner Zeitung. &bdquo;Wenn da weiterhin so streng vorgegangen wird, wird das f&uuml;r Eltern sehr schwierig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/lernen-arbeiten\/keine-rotznase-in-der-kita-li.92249\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mobilisierung von Bauland durch handlungsf&auml;hige Kommunen<\/strong><br>\nEs gibt immer weniger preisg&uuml;nstiges Bauland. Das wirkt sich negativ auf den Wohnungsbau auf. Die Bundesregierung will nun mit Gesetzes&auml;nderungen dagegen vorgehen und mehr bezahlbare Wohnungen errichten. Das Gesetz enth&auml;lt zweifellos wichtige Verbesserungen, bleibt aber hinter den bodenpolitischen Forderungen der Gewerkschaften zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nUm gegen Baul&uuml;cken und Brachen vorzugehen, k&ouml;nnen Kommunen Eigent&uuml;mer verpflichten, baureife Grundst&uuml;cke binnen einer Frist zu bebauen. Von diesem Instrument wird wegen hoher H&uuml;rden bislang kaum Gebrauch gemacht. Positiv ist, dass solche Verpflichtungen in bestimmten Gebieten k&uuml;nftig nicht mehr im Einzelfall begr&uuml;ndet werden m&uuml;ssen.<br>\nDer Gesetzgeber plant jedoch, eine weitere H&uuml;rde einzubauen: Wenn ein brachliegendes Grundst&uuml;ck vom Eigent&uuml;mer f&uuml;r ein Familienmitglied vorgehalten wird, kann die Bebauungsverpflichtung der Kommune abgewiesen werden. Da dabei weder geregelt ist, welchen Nachweis der Eigent&uuml;mer bringen muss, noch wie lange das Grundst&uuml;ck unbebaut bleiben darf, ist die Ausnahme ein Schlupfloch, um weiter nicht zu bebauen und auf steigende Baulandpreise zu spekulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++71940dc0-c124-11ea-b194-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatstrojaner: WhatsApp &amp; Co. sollen Netzverkehr an Geheimdienste umleiten<\/strong><br>\nDigitalverb&auml;nde kritisieren den Seehofer-Entwurf zu Staatstrojanern f&uuml;r Geheimdienste scharf, der Dienstanbieter zu Hilfssheriffs machen w&uuml;rde.<br>\nDie Digitalbranche l&auml;uft Sturm gegen den Referentenentwurf aus dem Bundesinnenministerium f&uuml;r ein Gesetz &ldquo;zur Anpassung des Verfassungsschutzrechts&rdquo;. Laut der Initiative von Ressortchef Horst Seehofer (CSU) sollen das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND), der Milit&auml;rische Abschirmdienst (MAD) und die 16 Landes&auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz mit Staatstrojanern Chats auf Messengern wie WhatsApp, Signal oder Threema sowie Internet-Telefonate und Video-Calls abh&ouml;ren d&uuml;rfen. Dass die betroffenen Diensteanbieter dabei im gro&szlig;en Stil als Hilfsspione agieren sollen, f&uuml;hrt zu Unmut.<br>\nDer Verband der Internetwirtschaft eco kritisiert vor allem, dass Anbieter die &ldquo;Einbringung von technischen Mitteln zur Durchf&uuml;hrung einer Ma&szlig;nahme&rdquo; zur sogenannten Quellen-TK&Uuml; &ldquo;durch Unterst&uuml;tzung bei der Umleitung von Telekommunikation durch die berechtigte Stelle&rdquo; erm&ouml;glichen m&uuml;ssen. Diese Klausel, die den Einsatz von Proxy-Servern f&uuml;r das Ausleiten von Datenverkehr zulie&szlig;e, werfe &ldquo;eine Vielzahl an rechtlichen und prozeduralen Fragen auf&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Staatstrojaner-WhatsApp-Co-sollen-Netzverkehr-an-Geheimdienste-umleiten-4840383.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Aus der Folterkammer des Wirtschaftskriegs<\/strong><br>\nEin europ&auml;ischer Au&szlig;enpolitik-Think Tank warnt vor einer dramatischen Ausweitung des US-Wirtschaftskriegs zu Lasten Deutschlands und der EU. Wie es in einer aktuellen Analyse des European Council on Foreign Relations (ECFR) hei&szlig;t, l&auml;sst das j&uuml;ngste US-Sanktionsgesetz gegen Nord Stream 2 keinen Zweifel daran, dass Washington im Wirtschaftskrieg kein &ldquo;Tabu&rdquo; mehr kennt. Das Gesetz, das in einigen Monaten in Kraft treten kann, soll unter anderem Zwangsma&szlig;nahmen gegen Vertreter staatlicher deutscher Stellen erm&ouml;glichen. Der ECFR weist nun auf weitere Sanktionsvorst&ouml;&szlig;e insbesondere aus den Reihen der Republikaner hin, die gravierende Folgen f&uuml;r die deutsche Wirtschaft h&auml;tten. So hei&szlig;t es in Washington nicht nur, man solle Russland zum &ldquo;staatlichen Terrorsponsor&rdquo; erkl&auml;ren. Gefordert wird auch, Russland vom Zahlungsdienstleister SWIFT abzuschneiden und weitere Sanktionen gegen China zu verh&auml;ngen. Den Versuch der EU, mit dem Finanzvehikel INSTEX die US-Sanktionen gegen Iran auszuhebeln, wollen US-Abgeordnete unterbinden. Vorgeschlagen werden zudem &ldquo;Finanzman&ouml;ver&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8329\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europa st&auml;rken, Investitionsbremsen l&ouml;sen<\/strong><br>\nDie EU braucht massive Investitionen &ndash; etwa in Schnellz&uuml;ge von Helsinki bis Lissabon &ndash; und eine Mission. Der europ&auml;ische Aufbaufonds darf nicht an nachfragehemmende Auflagen aus dem europ&auml;ischen Semester, wie etwa die Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte, gekn&uuml;pft werden&ldquo;, erkl&auml;rt Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Beratung der Eurogruppe zur fiskalischen Ausrichtung der Eurozone. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Der Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt ist angesichts der Corona-Pandemie weltfremd. Wir brauchen eine Fiskalpolitik, die auf Vollbesch&auml;ftigung ausgerichtet ist.<br>\nAuch der Europ&auml;ische Fiskalausschuss der EU-Kommission hat die investitionshemmende Wirkung des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes erkannt und diskutiert entsprechende Reformen, durch die Investitionen sowie Ausgaben f&uuml;r Bildung und Gesundheit vom K&uuml;rzungshammer verschont bleiben sollen.<br>\nDer Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt muss dementsprechend durch eine goldene Regel ersetzt werden, die Investitionen von den Schuldenregeln ausnimmt und den Investitionsbegriff erweitert. Das Mandat der EZB muss ge&auml;ndert werden, um eine Staatsfinanzierung zu erm&ouml;glichen und damit das k&uuml;nstliche Euro-Insolvenzrisiko zu unterbinden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/europa-staerken-investitionsbremsen-loesen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hilfslieferungen nach Syrien: Kampf um die Kontrolle<\/strong><br>\nRussland und China legen ihr Veto gegen einen belgisch-deutschen UN-Resolutionsentwurf ein. Gro&szlig;e Emp&ouml;rung ist die Folge. &ldquo;Das ist einfach schockierend&rdquo; (&hellip;)<br>\nVordergr&uuml;ndig ist dies eine unerkl&auml;rliche Haltung, die sich aber zugleich gut einf&uuml;gt in Erz&auml;hlungen, die antipathische Affekte n&auml;hren. Sie stellen das Autorit&auml;re der F&uuml;hrungen heraus, die R&uuml;cksichtslosigkeit, ebenso bei der syrischen Regierung. (&hellip;)<br>\nDie Kontrolle ist der Kern des Konflikts &uuml;ber die Hilfslieferungen, die im UN-Sicherheitsrat verhandelt werden. Die syrische Regierung will, dass die Hilfslieferungen &agrave; la longue &uuml;ber Damaskus laufen und Russland unterst&uuml;tzt diese Position wie auch China prinzipiell (wenn auch wie oft in etwas distanzierterer Formulierung als Moskau).<br>\nDer Verhandlungsspielraum ist eingeengt. Eine neue UN-Resolution zu den humanit&auml;ren Hilfslieferungen war n&ouml;tig, weil die vorg&auml;ngige (Resolution 2504) am 10. Juli ausl&auml;uft. Sie bestimmte in Verbindung mit einer fr&uuml;heren Resolution zwei &Uuml;bergange f&uuml;r die Lieferungen: Bab al-Salam und Bab al-Hawa im Nordwesten Syriens an der Grenze zur T&uuml;rkei (Lagebild mit Informationen zur Menge der Lieferungen hier). Belgien und Deutschland wollten eine Verl&auml;ngerung der Autorisierung von 12 Monaten.<br>\nRusslands UN-Botschafter Wassili Nebensia erkl&auml;rte das Veto damit, dass Russland einen eigenen Entwurf f&uuml;r eine Resolution eingebracht habe und man angesichts der ver&auml;nderten Lage in Syrien, wo die Regierung nun mehr Kontrolle habe, die Zahl der Checkpoints, die Damaskus &uuml;bergehen, eingrenzen wolle &ndash; im Gegensatz zu dem, was im Resolutionsentwurf von Belgien und Deutschland angestrebt worden sei. Da sei von einer Verl&auml;ngerung des Mechanismus von einem Jahr die Rede, statt wie man es zuvor geplant habe, so Nebensia, von einem halben Jahr.<br>\nDas Veto Russlands ist also nicht, wie es die eingangs genannte schockierte Reaktion suggeriert, ein kategorisches Nein zu Hilfslieferungen, die &ldquo;Lebenslinien&rdquo; f&uuml;r Millionen Syrer bedeuten. Dass Hilfslieferungen n&ouml;tig sind, r&auml;umt auch Wassili Nebensia ein: &ldquo;Wir sind uns dessen bewusst, dass den humanit&auml;ren Bed&uuml;rftigkeiten begegnet werden muss.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hilfslieferungen-nach-Syrien-Kampf-um-die-Kontrolle-4839330.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Blockade im UN-Sicherheitsrat und politische Instrumentalisierung humanit&auml;rer Hilfe f&uuml;r Syrien beenden<\/strong><br>\n&bdquo;Das Scheitern einer gemeinsamen Resolution im UN-Sicherheitsrat f&uuml;r die Verl&auml;ngerung humanit&auml;rer Hilfe f&uuml;r den Norden Syriens ist eine Katastrophe f&uuml;r die Menschen und auch ein schlechter Auftakt des deutschen Vorsitzes im Sicherheitsrat. Die Bundesregierung hat mit ihrer starren Haltung gegen den Wiederaufbau in Syrien und den Stopp von Sanktionen dazu beigetragen, dass die Fronten politisch verh&auml;rtet sind&rdquo;, sagt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. H&auml;nsel weiter:<br>\n&bdquo;Die Kritik der Bundesregierung an der Haltung der Sicherheitsratsmitglieder Russland und China zu Syrien ist scheinheilig. Denn die von Deutschland und Belgien vorgelegte Resolution zielte lediglich darauf ab, humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r Gebiete zu organisieren, die von Al Quaida und anderen islamistischen Terrorgruppen kontrolliert werden. Damit nimmt sie bewusst die politische Instrumentalisierung dieser Hilfen in Kauf. Die Menschen ben&ouml;tigen humanit&auml;re Hilfe in ganz Syrien. Dies muss die syrische Regierung gew&auml;hrleisten und daf&uuml;r auch ihre Blockade aufgeben. Aber die Menschen sind auch auf ein Ende der Wirtschaftssanktionen angewiesen, die ebenso unendliches Leid f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/blockade-im-un-sicherheitsrat-und-politische-instrumentalisierung-humanitaerer-hilfe-fuer-syrien-beend\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Witzige Stellenanzeige: IBM sucht Bewerber mit 12 Jahren Erfahrung in 6 Jahre alter Technik<\/strong><br>\nBerufserfahrung ist wichtig, keine Frage. Doch wie soll jemand zw&ouml;lf Jahre Erfahrung in einem sechs Jahre alten Bereich aufweisen? Das wei&szlig; wohl nur IBM.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/witzige-stellenanzeige-ibm-12-1297859\/\">t3n<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ganz so witzig ist das nicht. So ist das Denken heute in den Unternehmen und dann wundert man sich &uuml;ber &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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