{"id":62892,"date":"2020-07-13T08:37:45","date_gmt":"2020-07-13T06:37:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892"},"modified":"2020-07-14T09:56:13","modified_gmt":"2020-07-14T07:56:13","slug":"hinweise-des-tages-3650","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h01\">Warum der Neoliberalismus mit aller Macht zur&uuml;ckkehren wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h02\">Altmaier nennt Kriterium f&uuml;r m&ouml;gliche Lockerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h03\">T&ouml;nnies fordert Lohnkosten vom Land zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h04\">Der Katechismus der Antirassisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h05\">Die Damentoilette wird verwanzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h06\">Dudenh&ouml;ffer: &ldquo;Die Auto-Nation ist zur Oldtimer-Nation geworden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h07\">Corona: Experten schlie&szlig;en neue Bankenkrise nicht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h08\">Linke kritisiert hohe Zahl der Hartz-IV-Aufstocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h09\">Die Polizei ermittelt mit Corona-G&auml;stedaten aus Restaurants<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h10\">Vom Umgang mit Pflegepersonal in Belgien und Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h11\">Corona-Genesene verlieren Antik&ouml;rper<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h12\">Er wars nicht &ndash; wie immer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h13\">Damoklesschwert &uuml;ber Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h14\">Uralt-Windr&auml;der sollen deutsche CO2-Bilanz aufbessern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h15\">Hunger in Afrika: Allianz f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika (AGRA) scheitert an selbstgesteckten Zielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h16\">Weniger Spenden &ndash; au&szlig;er f&uuml;r die CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h17\">Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h18\">In eigener Sache: Ein seltsamer Flyer mit dem Namen der NachDenkSeiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum der Neoliberalismus mit aller Macht zur&uuml;ckkehren wird<\/strong><br>\nDie Corona-Krise hat Hoffnungen auf eine &Uuml;berwindung des Neoliberalismus und eine postneoliberale politische Ordnung geweckt. Doch daf&uuml;r spricht nur wenig.<br>\nDer Optimismus, der sich im Gefolge der Corona-Pandemie vielerorts herausgebildet hat, ist bemerkenswert. Beispielsweise glaubt Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin bei der &bdquo;taz&ldquo;, dass die Corona-Krise &bdquo;die neoliberale Ideologie beerdigen (d&uuml;rfte), die die westliche Welt seit 1980 dominiert hat&ldquo;. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich ihr Kollege bei der &bdquo;taz&ldquo;, Stefan Reinecke: &bdquo;Die Pandemie besiegelt den Bankrott des neoliberalen Modells.&ldquo;<br>\nSogar ein eher konservativer &Ouml;konom wie Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), wird im &bdquo;Spiegel&ldquo; mit der Bemerkung zitiert: &bdquo;Ich w&uuml;rde schon sagen, dass die Corona-Krise so etwas wie der letzte Sargnagel f&uuml;r den Neoliberalismus ist.&ldquo; Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt Fratzscher aus dem Bereich der Soziologie: Auf der Frage, was uns die Corona-Krise als Gemeinwesen lehre, antwortet der Soziologe Heinz Bude der &bdquo;Welt&ldquo;: &bdquo;Die Botschaft des Virus lautet: Der Neoliberalismus ist vorbei!&ldquo;<br>\nSelbst im Handelsblatt findet man pl&ouml;tzlich unter dem Titel &bdquo;Corona und das Ende der neoliberalen Weltordnung&ldquo; die These, dass &bdquo;der Coronaschock den Neoliberalismus in eine letale Krise st&uuml;rzen&ldquo; k&ouml;nnte, wenngleich sich die Begeisterung &uuml;ber eine solche Entwicklung beim &bdquo;Handelsblatt&ldquo; in Grenzen halten d&uuml;rfte.<br>\nAuch zwei MAKROSKOP-Autoren z&auml;hlen zu den Optimisten: &bdquo;Diese Krise bedeutet das Ende des Neoliberalismus auf allen Ebenen&ldquo;, so etwa Stephan Schulmeister und ganz &auml;hnlich Lee Jones: &bdquo;Die neoliberale Orthodoxie wird mit atemberaubender Geschwindigkeit &uuml;ber Bord geworfen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nEs ist verst&auml;ndlich, dass die umfangreichen staatlichen Hilfsma&szlig;nahmen in der Corona-Krise auf den ersten Blick wie eine Abkehr vom Neoliberalismus erscheinen. Schaut man sich aber die Begr&uuml;ndungen und die begleitenden Kommentare genauer an, so wird deutlich, dass sich wenig bis gar nichts ge&auml;ndert hat: Die Corona-Krise stellt in dieser Argumentation eine gravierende St&ouml;rung des Wirtschaftssystems dar, eine Notsituation, auf die staatlicherseits entsprechend reagiert werden muss, nach deren Beendigung sofort wieder zum alten Status Quo zur&uuml;ckzukehren ist.<br>\nDann gilt es, die &bdquo;schwarze Null&ldquo;, die das beherzte staatliche Eingreifen &uuml;berhaupt erst erm&ouml;glicht hat, schnellstm&ouml;glich wieder zu etablieren und mit einem radikalen Tilgungsplan die Staatsverschuldung auf das alte, &bdquo;ertr&auml;gliche&ldquo; Ma&szlig; zu reduzieren. Ob das gelingt &ndash; so erscheint es &ndash;, h&auml;ngt allein vom Sparwillen der Wirtschaftsakteure ab, also der Bereitschaft aller, &bdquo;(i)n den kommenden Jahren [&hellip;] den G&uuml;rtel enger (zu) schnallen&ldquo; (zdf heute). Ein postneoliberales Zeitalter klingt anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/warum-der-neoliberalismus-mit-aller-macht-zurueckkehren-wird\/\">G&uuml;nther Grunert und Walter Tobergte in Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Altmaier nennt Kriterium f&uuml;r m&ouml;gliche Lockerung<\/strong><br>\nDie Sicherheitsma&szlig;nahmen im Kampf gegen das Coronavirus sind Gegenstand hitziger Debatten und werden von einigen Gruppen immer wieder infrage gestellte &ndash; allen voran die Ansage, dass B&uuml;rger Nase und Mund beim Einkaufen und im &ouml;ffentlichen Nahverkehr bedecken sollen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat nun ein Kriterium f&uuml;r ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel genannt: den R&uuml;ckgang der t&auml;glichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf unter 100.<br>\n&ldquo;Solange wir im Durchschnitt t&auml;glich mehrere Hundert neue Infizierte haben, wird sie &uuml;berall bleiben m&uuml;ssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird&rdquo;, sagte der CDU-Politiker der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo;. &ldquo;Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, m&uuml;ssen Mediziner und Politik neu nachdenken.&rdquo; Das Robert Koch-Institut meldete am Samstag 378 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/corona-krise-peter-altmaier-nennt-kriterium-fuer-lockerung-a-5c838b6e-8a89-4b79-ac6f-ce92f2ff7d14\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> In der allgemeinen Corona-Panik f&auml;llt keinem mehr die Willk&uuml;r auf mit der aktuelle die Politik agiert. Auf welcher Grundlage, auf welchen medizinischen Erkenntnissen basiert diese Zahl? Warum nicht 99 oder 107 t&auml;gliche Neuinfektionen? Wo w&auml;re da der Unterschied? Vor allem wer entscheidet dar&uuml;ber Altmaier allein, die Regierung, das Parlament? Man sollte nicht vergessen, faktische alle Ma&szlig;nahmen und Beschr&auml;nkungen basieren allein auf  auf beh&ouml;rdlichen Verordnungen und besitzen im Grunde keinerlei verfassungsrechtliche Legitimation.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>T&ouml;nnies fordert Lohnkosten vom Land zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Fleischkonzern T&ouml;nnies hat Lohnkosten f&uuml;r seine Mitarbeiter vom Land zur&uuml;ckgefordert. &bdquo;Ein Unding&rdquo;, kritisiert die Politik. Die Antwort m&uuml;sse lauten: Nein!<br>\nDer Schlachtbetrieb T&ouml;nnies und weitere Subunternehmer haben die Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Grund sind Quarant&auml;ne-Ma&szlig;nahmen nach dem massenhaften Fund von positiven Corona-Infektionen bei T&ouml;nnies-Arbeitern am Stammsitz in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck.<br>\nNach Angaben eines Sprechers des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), bei dem die Kostenr&uuml;ckerstattung beantragt wurde, sind die Antr&auml;ge eingegangen und werden bald abgearbeitet.<br>\nUm welche Summen es sich handelt und wann die Antr&auml;ge genau bearbeitet werden, sei v&ouml;llig offen, sagte Sprecher Markus Fischer der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nDas Infektionsschutzgesetz sieht die Erstattung vor, wenn Gesundheits&auml;mter einen Betrieb schlie&szlig;en und Quarant&auml;ne anordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wegen-quarantaene-massnahmen-toennies-fordert-lohnkosten-vom-land-zurueck\/25995230.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Habe beschlossen, mich &uuml;ber solche Dreistigkeiten nicht mehr emotional aufzuregen. Das f&auml;llt in diesem Fall ziemlich schwer!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Katechismus der Antirassisten<\/strong><br>\nManche Spielarten des Antirassismus dieser Tage gleichen mehr einer religi&ouml;sen Bewegung als einer kritischen Reflexion des Rassismus. (&hellip;)<br>\nAm deutlichsten wurde und wird der quasireligi&ouml;se Charakter der Bewegung indes in &not;ihrer moralischen Selbstsicherheit und Selbsterh&ouml;hung, die einen penetranten Missionierungswunsch -zeitigt. Der kolportierte Slogan &raquo;Silence is violence&laquo; (Schweigen ist Gewalt) bezeugt nicht nur, dass die Bewegung wohl noch zwischen einem Lynchmord, einem rassistischen Witz und Schweigen vielleicht noch zu unterscheiden vermag, es jedoch meistenteils nicht mehr will, sondern illustriert auch exemplarisch das der Mission zugrundeliegende Denken: Wer jetzt nicht mitmacht, der ist moralisch wirklich verkommen.<br>\nDass es vollkommen wohlfeil ist, eine schwarze Kachel auf Instagram zu posten, wenn dies alle tun und es lediglich der eigenen Selbstvergewisserung dient, ist die eine Sache. Dass der Gedanke &raquo;Wenn du nicht f&uuml;r uns bist, bist du gegen uns&laquo; au&szlig;erdem schon ein Schritt Richtung Autoritarismus ist und das Z&ouml;gern, Nachdenken und Zweifeln zu suspendieren sucht, ist der viel bedenklichere Punkt. Doch wo das Privileg, das letztlich in der falsch eingerichteten Gesellschaft einigen eben erst die M&ouml;glichkeit zu Distanz und Reflexion gibt, per se unter Generalverdacht ger&auml;t, ger&auml;t auch der Privilegierte unter Generalverdacht, wenn er sich nicht dem Katechismus der Uniformit&auml;t unterordnen will.<br>\nZur moralischen Selbst&uuml;berh&ouml;hung gesellt sich die Selbstkasteiung. Auch diese ist eng mit dem Privilegienbegriff verbunden. Privilegien, die zu bekennen sind, werden zu einer Art S&uuml;ndensurrogat. Dass Kritik einer Reflexion auf die eigene gesellschaftliche Position bedarf, steht au&szlig;er Frage. Doch der &raquo;antiprivilegatorischen Aktion&laquo; geht es nicht um Reflexion, sondern um Schuldbewusstsein. Jeder und jede Wei&szlig;e m&uuml;sse sich permanent seiner Schuldhaftigkeit inne sein und diese bekennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2020\/27\/der-katechismus-der-antirassisten?fbclid=IwAR11hLIj3a87qdn0cxQ60B7ai1BAMvYOqBi7IK5Fpui_tjdeDz3x65jclNM\">jungle.world<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein erstaunlicher Beitrag und das in der &ldquo;antideutschen&rdquo; Jungle World. Der aber den blinden Fleck der Identit&auml;tspolitik, deren totalit&auml;re Tendenzen und die Heuchelei der &ldquo;antirassistischen&rdquo; Proteste  treffend charakterisiert. Insbesondere den Zynismus, wenn das linksliberale, akademisch gebildete B&uuml;rgertum dauernd von &ldquo;wei&szlig;en Privilegien&rdquo; spricht und damit die soziale Polarisierung und die &ouml;konomischen Macht- und Besitzverh&auml;ltnisse gekonnt ausblendet. Oder will jemand allen Ernstes behaupten die osteurop&auml;ischen Schlachthofarbeiter, die bei T&ouml;nnies und nicht nur dort, unter ausbeuterischen und menschenunw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen schuften m&uuml;ssen seien &ldquo;privilegiert&rdquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Damentoilette wird verwanzt<\/strong><br>\n2017 beginnt die CIA mit einer umfassenden Spionageoperation gegen Julian Assange. Die Drecksarbeit &uuml;bernimmt UC Global. (2. Teil)<br>\nWhistleblower waren Barack Obama ein Dorn im Auge. Er verfolgte Aufdecker von Machtmissbrauch und Korruption. Doch WikLeaks liess er gew&auml;hren. Denn sollte Obama gegen WikiLeaks vorgehen, so h&auml;tte er sich auch alle diejenigen Zeitungen vorkn&uuml;pfen m&uuml;ssen, die mit Assange zusammengearbeitet hatten. Dazu geh&ouml;rten der &laquo;Spiegel&raquo;, die &laquo;New York Times&raquo;, der &laquo;Guardian&raquo; und weitere.<br>\nDoch die Zeiten &auml;nderten sich f&uuml;r WikiLeaks, nachdem Donald Trump in den USA und Lenin Moreno in Ecuador an die Macht kamen. Zwar sprachen einzelne Mitglieder der US-Regierung kurz zuvor noch in den h&ouml;chsten T&ouml;nen &uuml;ber WikiLeaks. Doch im M&auml;rz 2017 wurden die CIA Vault 7 Files ver&ouml;ffentlicht, welche die elektronische &Uuml;berwachung des US-Geheimdienstes detailliert aufdeckten. Jetzt argumentierten Beamte des Justizministeriums, dass WikiLeaks nicht mehr als journalistische Plattform gesch&uuml;tzt sei und verlangten umfassende Ermittlungen gegen Assange und sein Team. Die Ver&ouml;ffentlichung von Hacking-Tools sah die US-Regierung als ein &Uuml;berschreiten der roten Linie an. Dazu kam in ihren Augen, dass Assange auch eine Rolle gespielt habe w&auml;hrend den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2016.<br>\nDarauf wurde es f&uuml;r Assange und sein Team ungem&uuml;tlich. Trumps damaliger CIA-Chef und heutiger Aussenminister Mike Pompeo erkl&auml;rte in seinem ersten &ouml;ffentlichen Auftritt im April 2017: &laquo;Es ist an der Zeit, WikiLeaks als das zu bezeichnen, was es wirklich ist &ndash; ein nichtstaatlicher feindlicher Nachrichtendienst, der oft von staatlichen Akteuren wie Russland unterst&uuml;tzt wird.&raquo; Das Ausschalten von Assange erhielt f&uuml;r Pompeo oberste Priorit&auml;t. Gemeinsam mit dem damaligen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions entfesselte der CIA-Chef eine aggressive Kampagne gegen WikiLeaks und legte damit die Basis f&uuml;r die Anklage gegen Assange.<br>\nMit grossem Aufwand versuchte die US-Justiz, mehr &uuml;ber Assange und seine Verbindungen zu Russland zu erfahren. Hochrangige US-Beamte waren &uuml;berzeugt, dass der WikiLeaks-Gr&uuml;nder mit Moskau zusammenarbeite. Die CIA begann nun WikiLeaks auszuspionieren. Als einer der wichtigsten Partnerinnen des US-Auslandsgeheimdienstes erwies sich die Sicherheitsfirma UC Global von David Morales (siehe 1. Teil: &laquo;US-Geheimdienste sp&auml;hten Assange aus&raquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/xxxxx\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>und: &laquo;Von der Vergiftung bis zur Entf&uuml;hrung ist alles m&ouml;glich&raquo;<\/strong><br>\nZeugenaussage im Gerichtsverfahren in Spanien: So habe die US-Administration Assanges Flucht aus der Botschaft vereitelt. (3. Teil)<br>\n&laquo;Es gibt drei Zielscheiben von h&ouml;chster Priorit&auml;t, die jederzeit kontrolliert werden m&uuml;ssen&raquo;, schrieb David Morales, CEO der UC Global, am 12. Dezember seinen Angestellten. Das war zwei Tage nachdem Morales ausgew&auml;hlten Mitarbeitern eine Powerpoint-Pr&auml;sentation zeigte, wie sie den &laquo;amerikanischen Freunden&raquo; einen direkten Streaming-Zugriff auf die ecuadorianische Botschaft gew&auml;hren konnten. Die ecuadorianische Botschaft sollte nichts davon erfahren (siehe 2. Teil: &laquo;Die Damentoilette wird verwanzt&raquo;).<br>\nGemeint mit den Zielscheiben waren &laquo;Fix&raquo;, ein deutscher Cyber-Sicherheitsexperte, und &laquo;Muller&raquo;, ein deutscher Informatiker namens Andy M&uuml;ller-Maguhn, der eng mit Assange befreundet war. Weiter machte Morales in dem Mail auch auf Ola Bini, einen schwedischen Softwareentwickler, und Felicity Ruby, eine Kollegin von Bini bei der Firma &laquo;ThoughtWorks&raquo; aufmerksam. Morales nannte die Firma &laquo;ein Team von Hackern&raquo;. Auch sie galt es auszuspionieren. Als M&uuml;ller-Maguhn Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London besuchte, fotografierten UC Global-Mitarbeiter den Inhalt seines Rucksacks sowie auch alle seine elektronischen Ger&auml;te. Das geht aus der Klageschrift hervor, welche Assanges Anwalt letzten Sommer einreichte und zu einer laufenden Untersuchung der spanischen Justiz f&uuml;hrte (siehe 1. Teil: &laquo;US-Geheimdienste sp&auml;hten Assange aus&raquo;).<br>\nAuch sollte ein besonderes Augenmerk auf alle russischen B&uuml;rger gelegt werden, die Assange besuchten. Gem&auml;ss den Gerichtsdokumenten ist dies ein Indiz daf&uuml;r, dass Morales in &Uuml;bereinstimmung mit der zum damaligen Zeitpunkt vorherrschenden Meinung der US-Geheimdienste gehandelt habe, die ihren Blick stets auf Russland gerichtet hatten. Zumindest ein Teil der US-Geheimdienste war wohl der Meinung, dass Russland Einfluss nahm auf die US-Politik und auch Assange ein russischer Agent gewesen sei. Besondere Beachtung schenkte UC Global auch dem &laquo;The Intercept&raquo;-Journalisten Glenn Greenwald, der Assange ebenfalls besucht hatte. Von ihm fotografierten sie den Reisepass.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/x-xx-xxx-xxx\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dudenh&ouml;ffer: &ldquo;Die Auto-Nation ist zur Oldtimer-Nation geworden&rdquo;<\/strong><br>\nDie Autos auf deutschen Stra&szlig;en sind einer Studie zufolge im Schnitt so alt wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Mit einem Durchschnittsalter von 9,6 Jahren belegt die deutsche Kfz-Flotte einen der hinteren Pl&auml;tze in Westeuropa, wie eine Studie des Duisburger CAR-Instituts zeigt. Luxemburg, Gro&szlig;britannien, Italien, Belgien oder Frankreich: &Uuml;berall seien die Autos im Schnitt j&uuml;nger, sodass nur die Best&auml;nde in Osteuropa den EU-Durchschnitt auf 10,8 Jahre heben.<br>\nLaut der Auswertung, die auf der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes basiert, sind fast ein Viertel (23,4 Prozent) der Autos in Deutschland &auml;lter als 15 Jahre. Das sind mehr als elf Millionen Fahrzeuge. Ein knappes Zehntel des Gesamtbestandes ist &auml;lter als 20 Jahre und jedes 50. Fahrzeug hat mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die Auto-Nation ist zur Oldtimer-Nation geworden. Genau dieser &uuml;beralterte Fahrzeugbestand w&auml;re ein perfekter Ausgangspunkt, um mit staatlichen Pr&auml;mien Kaufimpulse auszul&ouml;sen&rdquo;, erkl&auml;rt Studienleiter und Branchen-Experte Ferdinand Dudenh&ouml;ffer. Die Bundesregierung habe eine gro&szlig;e Chance verpasst, mit einer Stimulierung des Automarktes die Rezession fr&uuml;hzeitig zu bek&auml;mpfen und einen st&auml;rkeren R&uuml;ckgang des Sozialproduktes zu vermeiden.<br>\nMit der ausschlie&szlig;lichen F&ouml;rderung von Elektro-Autos seien 90 Prozent des Automarktes ignoriert worden, sagt Dudenh&ouml;ffer. Mit dem Ausschluss moderner Verbrenner von der F&ouml;rderung seien auch positive Effekte f&uuml;r die Umwelt verpasst worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/auto\/recht-und-verkehr\/id_88216056\/experte-dudenhoeffer-die-auto-ist-zur-oldtimer-nation-geworden-.html\">t-online.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leider stellt der Auto-Lobbyist nicht die entscheidende Frage: Warum werden in Deutschland, dessen Autos vor langer Zeit mal zu den im Durchschnitt j&uuml;ngsten geh&ouml;rten, inzwischen (mit) die &auml;ltesten Autos Westeuropas gefahren? Weil deutsche Autos so besonders lange halten? Oder weil sich die Bev&ouml;lkerung mit den niedrigsten L&ouml;hnen und den niedrigsten Renten einfach nichts Neueres leisten kann als das Blech, das so lange halten muss, bis es komplett auseinanderf&auml;llt? Warum fordert Dudenh&ouml;ffer nicht h&ouml;here Geh&auml;lter, insbesondere von der Automobilindustrie, die sich in den letzten 10 Jahren wirklich dumm und d&auml;mlich verdient hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona: Experten schlie&szlig;en neue Bankenkrise nicht aus<\/strong><br>\nDie Covid-19-Pandemie k&ouml;nnte Deutschlands Banken in eine neue Krise st&uuml;rzen, warnen die Experten der Boston Consulting Group (BCG). Sie f&uuml;hren daf&uuml;r zwei Gr&uuml;nde an: Erstens d&uuml;rfte die wachsende Zahl der faulen Krediten die Geldh&auml;user belasten. Zweitens droht eine Ertragsmisere. Die Ertr&auml;ge der Geldh&auml;user in Deutschland k&ouml;nnten im laufenden Jahr wegen der Coronakrise um bis zu vier Prozent einbrechen. Das geht aus einer BCG-Analyse hervor, &uuml;ber die die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.<br>\nVor allem im Privatkundengesch&auml;ft erwarten die Experten Probleme, die bis mindestens 2024 anhalten d&uuml;rften. Dort macht sich nun bemerkbar, dass die Ertr&auml;ge bereits seit Jahren zur&uuml;ckgehen, unter anderem, weil die Volumina von Konsumentenkrediten sinken. Das Firmenkundengesch&auml;ft d&uuml;rfte dagegen im laufenden Jahr zun&auml;chst noch stabil bleiben. Das liegt laut BCG nicht zuletzt daran, dass viele Unternehmen jetzt Kredite aufnehmen, um ihre Liquidit&auml;t zu sichern. Mittelfristig d&uuml;rfte aber auch dieses Segment unter Druck geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fondsprofessionell.de\/news\/unternehmen\/headline\/corona-experten-schliessen-neue-bankenkrise-nicht-aus-199068\/\">Fonds professionell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Surprise, surprise &ndash; obwohl unsere Bankenlandschaft alle zehn Jahre in eine existenzielle Krise ger&auml;t, denkt offenbar immer noch niemand dar&uuml;ber nach, dass man vielleicht doch h&ouml;here Eigenkapitalquoten, ein Trennbankensystem oder alle Gesch&auml;fte verbietet und eine klare Positivliste der erlaubten Gesch&auml;fte aufstellt. &ldquo;Der Markt&rdquo; findet offensichtlich nicht immer zu einem Gleichgewicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Und wenn es wieder eine Bankenkrise gibt, dann sollte der Staat die Rettungshilfen diesmal mit einer happigen Verm&ouml;gensabgabe und einer massiv erh&ouml;hten Erbschaftsteuer finanzieren. Mit Freibetr&auml;gen von 1 Mio. &euro; f&uuml;r Privatverm&ouml;gen und 5 Mio. f&uuml;r Betriebe ist auch der vielbeschworene Mittelstand raus.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu noch ein Spitzensteuersatz von 70% auf Einkommen oberhalb des 4-fachen Durchschnittseinkommens (ca. 160.000 &euro; j&auml;hrlich). <\/em><\/p>\n<p><em>Ich wette, wir werden die n&auml;chsten 200 Jahre keine Bankenkrise mehr sehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Linke kritisiert hohe Zahl der Hartz-IV-Aufstocker<\/strong><br>\nDie Linke im Bundestag kritisiert, dass in mehreren Berufen besonders viele Besch&auml;ftigte L&ouml;hne mit Hartz-IV-Leistungen aufstocken m&uuml;ssen. &ldquo;Betroffen sind auch ausgerechnet diejenigen, die eben noch als Helden des Alltags gefeiert wurden&rdquo;, sagte Linke-Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur etwa mit Blick auf Besch&auml;ftigte im Einzelhandel oder Reinigungskr&auml;fte und die Coronakrise. Insgesamt sei es nicht hinnehmbar, dass rund eine Million Menschen in Deutschland ihr niedriges Einkommen mit Hartz IV aufstocken m&uuml;ssten.<br>\nLaut einer Sonderauswertung der Bundesarbeitsagentur, die Zimmermann angefordert hat, waren unter 656.000 Reinigungskr&auml;ften der unteren Qualifikationsstufe &ldquo;Helfer&rdquo; 10,1 Prozent Aufstocker &ndash; unter Helfern aller Berufe waren es 5 Prozent. Von 176.000 Reinigungsfachkr&auml;ften bezogen demnach 7,8 Prozent erg&auml;nzend Hartz IV &ndash; verglichen mit 1,6 Prozent bei Fachkr&auml;ften aller Berufe. Die Angaben beziehen sich auf sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte im Jahresschnitt 2018. Unter Reinigungskr&auml;ften mit Minijob bekamen demnach 14,3 Prozent der Helfer und 16,1 Prozent der Fachkr&auml;fte erg&auml;nzende Unterst&uuml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-krise-linke-kritisiert-hohe-zahl-der-hartz-iv-aufstocker-a-e770a293-3d79-43fd-af09-ed8c8e97b4e6\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nicht erst seit der Corona-Krise, mit der die deutschen Niedrig(st)l&ouml;hne herzlich wenig zu tun haben, haben die Linksfraktion und die Abgeordnete Zimmermann immer wieder darauf hingewiesen, dass viel zu viele Menschen in Deutschland viel zu wenig verdienen. Nun behaupten alle im Bundestag vertretenen Parteien, lustigerweise sogar die Million&auml;rslobby von der FDP, sich f&uuml;r die Interessen der breiten Bev&ouml;lkerung, d. h. doch vor allem der gro&szlig;en Mehrheit der Arbeitnehmer, einzusetzen. Wieso gibt es dann nicht schon l&auml;ngst eine Gesetzgebung, die darauf abzielt, *Selbstverst&auml;ndlichkeiten* wie die durchzusetzen, dass jede\/r Arbeitnehmer\/in in Vollzeit von ihrem\/seinem Lohn leben kann? &ldquo;Auf Hartz IV aufstocken&rdquo; hei&szlig;t ja nicht einmal, dass damit die Existenz gesichert ist (daf&uuml;r sind die Alg-II-S&auml;tze viel zu niedrig), also kann die Politik sich nicht darauf hinausreden, dass &ldquo;der Staat&rdquo; schon f&uuml;r den B&uuml;rger sorge. Letztendlich ist das neoliberale Denken offensichtlich so tief eingesickert und eingraviert, dass die Perversit&auml;ten des deutschen Arbeitsmarkts gar nicht mehr als solche auffallen. Vielmehr wird an jeder Stelle behauptet, dass Lohnerh&ouml;hungen &ldquo;internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; kosteten (was stimmt, aber bei dem extremen deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss *positiv* ist) und zu Arbeitsplatzabbau f&uuml;hrten (was falsch ist, weil die Lohnerh&ouml;hungen die Binnenwirtschaft st&auml;rken). Leider wird das Verhalten des Bundestags auch nicht angemessen von der Bev&ouml;lkerung, die doch unter der Niedriglohnpolitik so sehr leidet, sanktioniert (sprich: die neoliberalen Parteien bei Wahlen abgestraft). Dementsprechend wird Zimmermanns Vorsto&szlig;, wie alle anderen vorher, im Nirvana enden, eigentlich unbegreiflich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Polizei ermittelt mit Corona-G&auml;stedaten aus Restaurants<\/strong><br>\nErmittler nutzen Corona-G&auml;stedaten in Restaurants, um Straftaten aufzukl&auml;ren. Dabei hie&szlig; es, die Daten seien ausschlie&szlig;lich den Gesundheits&auml;mtern vorbehalten.<br>\nWas genau sich vergangene Woche in einem Lokal in Hamburg abgespielt hat, versucht die Polizei noch zu kl&auml;ren. Wie sie das jedoch tut, ist bereits klar. Ein Mann soll vor dem Restaurant Passanten mit einem Teppichmesser bedroht haben. Jetzt sucht die Polizei Zeugen und nutzt dazu die Kontaktdaten, die das Restaurant gesammelt hat, um Corona-Infektionsketten nachvollziehen zu k&ouml;nnen. Das berichtet unter anderem die Hamburger Redaktion der Tageszeitung. Der Fall macht &ouml;ffentlich, was offenbar auch in anderen Teilen des Landes Praxis ist: Denn auch das Polizeipr&auml;sidium Schwaben Nord in Augsburg berichtet auf Anfrage unserer Redaktion von einem Fall, &bdquo;in dem derartige Daten f&uuml;r ein Ermittlungsverfahren herangezogen&ldquo; wurden. Dabei beruft sich Pressesprecher Michael Jakob auf die Strafprozessordnung &ndash; so wie es auch Hamburger Polizei und Staatsanwaltschaft tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/Die-Polizei-ermittelt-mit-Corona-Gaestedaten-aus-Restaurants-id57698221.html?fbclid=IwAR0cPBPfty2B0X4Ipf8CyseVkpKEcnT7-ezYRnsFXTRCvfEr8hWh-u4b5qc\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ja, was f&uuml;r eine &Uuml;berraschung!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vom Umgang mit Pflegepersonal in Belgien und Deutschland<\/strong><br>\nVon Beginn an des Corona bedingten Lockdowns gab es in Belgien viel &ouml;ffentliche Anerkennung f&uuml;r die Berufsgruppen, die als systemrelevant gelten: dem Personal in den Krankenh&auml;usern, den Lebensmittelh&auml;ndlern und den Mitarbeitenden bei der M&uuml;llabfuhr. W&auml;hrend des gesamten Lockdown wurde allabendlich um 20 Uhr an offenen Fenstern und von Balkonen geklatscht (vgl. dazu u.a. diesen Bericht vom 20. M&auml;rz 2020 auf dem deutschsprachigen belgischen Nachrichtenportal Flanderninfo). Dar&uuml;ber hinaus gab es Einzelaktionen, um die Menschen in diesen Berufsgruppen zu ermutigen.<br>\nAuch in der Bundesrepublik gab es Klatschaktionen. Doch w&auml;hrend in Belgien diese &ouml;ffentlichen Anerkennungsbekundungen durchgehen positiv aufgenommen wurden, sehen sich die Mitarbeitenden im Gesundheitssektor in der Bundesrepublik er &bdquo;verklatscht&ldquo; als beklatscht. Und das ist durchaus nachvollziehbar. Weshalb das so ist, erl&auml;uterte die Soziologin Friedericke Hardering in einem Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 7. Juli 2020 (&ldquo;Wir wissen das schon seit Jahrzehnten&rdquo;). In dem Interview geht es um die Frage, weshalb &bdquo;ausgerechnet die am schlechtesten bezahlt (werden), die am meisten f&uuml;r die Gesellschaft leisten&ldquo;. Haderings kurze und pr&auml;gnante Antwort lautet: &bdquo;Eine der wichtigsten Maximen der deutschen Politik lautet: Deutschland soll ein starker Wirtschaftsstandort sein. Diesem Interesse wird vieles untergeordnet. Deshalb wird der Gesundheitssektor auch eher vernachl&auml;ssigt als beispielsweise die Automobilindustrie.&ldquo; Das, so Hadering weiter, sei aber seit Jahrzehnten bekannt. Deshalb glaubt die Soziologin auch nicht, dass sich daran in n&auml;chster Zeit etwas &auml;ndern wird.<br>\nNun, so hei&szlig;t es in einem Artikel in Die Zeit vom 8. Juli 2020, soll nicht einmal die w&auml;hrend des Lockdowns zugesagte Pr&auml;mie an alle Pflegekr&auml;fte ausgezahlt werden.<br>\nGanz anders die Situation in Belgien. Dort blieb es nicht bei &bdquo;billigen&ldquo; symbolischen Unterst&uuml;tzungen, wie einem Artikel auf Flanderninfo vom 8. Juli 2020 zu entnehmen ist. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Sozialabkommen: 6 % mehr Lohn f&uuml;r das Pflegepersonal in Belgien&ldquo; berichtet das belgisch Nachrichtenportal von kr&auml;ftigen Lohnerh&ouml;hungen im belgischen Krankenhaussektor, die im Durchschnitt 6 % betragen und die noch vor der Sommerpause in Kraft treten sollen. Es gibt allerdings nicht nur Lohnerh&ouml;hungen. Zudem sollen bis zu 4.000 neue Stellen geschaffen werden, um die Arbeitsbedingungen in Krankenh&auml;usern familienfreundlicher zu gestalten.<br>\nF&uuml;r diese Verbesserungen der Arbeitsbedingungen plant der belgische Staat zum einen, 600 Millionen Euro zun&auml;chst f&uuml;r zwei Jahre zur Verf&uuml;gung zu stellen. Zudem wurde bereits ein Pflegepersonalfond in H&ouml;he von 400 Millionen Euro j&auml;hrlich bereitgestellt.<br>\nDiese Verbesserungen gelten zun&auml;chst nur f&uuml;r die Krankenh&auml;user, da sie in die Zust&auml;ndigkeit des belgischen F&ouml;deralstaates fallen. Pflege- und Altenheime fallen hingegen in die Zust&auml;ndigkeit der Regionalparlamente und Parlamente der Sprachgemeinschaften. Die werden sich aber nicht den Vorgaben der f&ouml;deralen Ebene entziehen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen in den n&auml;chsten Monaten wohl nachziehen mit Lohnerh&ouml;hungen und Verbesserungen der Personalausstattung.<br>\nHier stellt sich nun die Frage, weshalb in der Bundesrepublik seit Jahrzehnten keine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich stattfinden und in Belgien innerhalb weniger Wochen Lohnerh&ouml;hungen, von denen in der Bundesrepublik nur getr&auml;umt werden kann, durchsetzbar sind und auch eine beachtliche Stellenausweitung.<br>\nDie Antwort ist simpel. In Belgien gibt es auch im Gesundheits- und Sozialbereich handlungsf&auml;hige Gewerkschaften. In der Bundesrepublik fordert die zust&auml;ndige Gewerkschaft Verdi &ndash; mit Unterst&uuml;tzung der Linken &ndash; zwar schon lange Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in diesem Sektor. Nur der Organisationsgrad in diesem Sektor ist viel zu gering, um den n&ouml;tigen politischen Druck erzeugen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/europa.blog\/vom-umgang-mit-pflegepersonal-in-belgien-und-deutschland\/\">J&uuml;rgen Klute in Europa.blog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Braucht jeder<\/strong><br>\nEben noch galten die Corona-Retter als unterbezahlt. Und jetzt sollen sie nicht mal mehr eine Pr&auml;mie bekommen? (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung wiederum hat sich entschlossen, einen sogenannten Pflegebonus von bis zu 1500 Euro zu zahlen. Dieser allerdings gilt nur f&uuml;r die Altenpflege. Pflegekr&auml;fte im Krankenhaus erhalten von der Bundesregierung keine Pr&auml;mie daf&uuml;r, dass sie seit Beginn der Krise dort sind, wo das Risiko am gr&ouml;&szlig;ten ist. Laut Robert Koch-Institut haben sich bis heute rund 14.000 Menschen, die in Krankenh&auml;usern und Arztpraxen arbeiten, mit dem Coronavirus infiziert. In der Fleischindustrie sind es, zum Vergleich, rund 4500.<br>\nDas Bundesgesundheitsministerium begr&uuml;ndet seine Pr&auml;mienpolitik mit der Tatsache, dass die &ldquo;Entlohnung in der Altenpflege aktuell noch nicht so hoch ist wie zum Beispiel die Entlohnung von Pflegekr&auml;ften in Krankenh&auml;usern&rdquo;. Es ist eine Logik, die &uuml;berraschend viel &uuml;ber die Ideologie verr&auml;t: Weil die einen noch schlechter bezahlt werden, sollen die anderen nicht mehr bekommen. Mit gleichem Recht lie&szlig;e sich nat&uuml;rlich argumentieren, dass Krankenpflegekr&auml;fte erst recht mit Sonderzahlungen bedacht werden m&uuml;ssten, weil ihr Gehalt so deutlich unter dem, sagen wir, eines Oberarztes liegt. Aber hier beg&auml;nne nach landl&auml;ufiger Auffassung ja bereits die &ldquo;Neiddebatte&rdquo;. Und wer wollte die schon f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/29\/pflege-pflegebonus-altenpflege-krankenpflege-coronavirus?fbclid=IwAR3oBprdIj2zQSJ5u9Nr7eyWr8DEVSa1ZGZS1DCiuXqzgvMQaLcKxT5fDJA\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Ali Osman Bozdemir zeigt ein Foto von verstorbenen Krankenhauspersonal<\/strong><br>\nDieses Portr&auml;t wurde aus Fotos aller &Auml;rzte und Krankenschwestern der Welt erstellt, die w&auml;hrend der Pandemiezeit gestorben sind.<br>\nWenn du es vergr&ouml;&szlig;erst , kannst du sie alle eins nach dem anderen sehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=4109609012445845&amp;set=a.708211289252318&amp;type=3&amp;theater\">Ali Osman Bozdemir via Facebook<\/a><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200713-Kr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200713-Kr.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Corona-Genesene verlieren Antik&ouml;rper<\/strong><br>\nStudien legen nahe, dass die Zahl der Antik&ouml;rper im Blut von genesenen Covid-19-Patienten im Laufe der Zeit sinkt &ndash; nun best&auml;tigen dies auch Untersuchungen an einer M&uuml;nchner Klinik. Es k&ouml;nnte bedeuten, dass es im Falle des Coronavirus keine Langzeitimmunit&auml;t gibt und eine Impfung nicht auf Dauer sch&uuml;tzt.<br>\nNeue Untersuchungen von genesenen Covid-19-Patienten d&auml;mpfen die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunit&auml;t und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer m&ouml;glichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der M&uuml;nchen Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antik&ouml;rpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik f&uuml;r Infektiologie.<br>\n&ldquo;Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antik&ouml;rper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann&rdquo;, sagte Wendtner. &ldquo;Inwieweit dies Auswirkungen f&uuml;r die Langzeitimmunit&auml;t und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden.&rdquo; Es deute aber darauf hin, dass nach durchgemachter Krankheit eine Neuansteckung m&ouml;glich sei. Dies m&uuml;sse weiter beobachtet werden.<br>\nF&uuml;r die Langzeitimmunit&auml;t sei neben der sogenannten B-Zell-assoziierten, &uuml;ber Antik&ouml;rper gemessenen Immunit&auml;t auch die sogenannte T-Zell-Immunit&auml;t relevant. Wenn Patienten neutralisierende Antik&ouml;rper verl&ouml;ren, k&ouml;nnen diese eventuell einen Schutz geben. T-Lymphozyten k&ouml;nnen virusinfizierte Zellen gezielt abt&ouml;ten, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennengelernt haben. Wendtners Erkenntnisse reihen sich ein in Erfahrungen anderer Wissenschaftler und Studienergebnisse.<br>\nChinesische Forscher berichteten im Fachblatt &ldquo;Nature Medicine&rdquo;, dass die Antik&ouml;rper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zur&uuml;ckgingen, aber auch bei tats&auml;chlich erkrankten Patienten fielen die Werte deutlich. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antik&ouml;rper und somit eine schw&auml;chere Immunantwort entwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Corona-Genesene-verlieren-Antikoerper-article21905356.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Er wars nicht &ndash; wie immer<\/strong><br>\nWegen eines Formfehlers in der &uuml;berarbeiteten Stra&szlig;enverkehrsordnung liegen bundesweit Tausende Fahrverbote auf Eis. Statt Verantwortung zu &uuml;bernehmen, zerst&auml;ube und verteile Verkehrsminister Scheuer (CSU) die Verantwortung mal wieder weiter, meint Nadine Lindner. Dies sei ein altbekanntes Man&ouml;ver.<br>\nEs ist ein Drama rund um die neue Stra&szlig;enverkehrsordnung.<br>\nUrheber des verh&auml;ngnisvollen Formfehlers, ein Versto&szlig; gegen das wichtige Zitiergebot in der Verordnung, ist das Bundsverkehrsministerium. Denn hier liegt die Federf&uuml;hrung f&uuml;r die StVO-Novelle.<br>\nScheuer versucht sich nun durch ein altbekanntes Man&ouml;ver aus der Aff&auml;re zu ziehen. Verantwortungsdiffusion ist seine Taktik, mit der er versucht die Verantwortung auf m&ouml;glichst viele Schultern zu verteilen   quasi zu zerst&auml;uben  in der Hoffnung, dass dadurch m&ouml;glichst wenig bei ihm h&auml;ngen bleibt.<br>\nIm Falle der StVO versucht er den Bundesrat und das Justizministerium in Mithaftung zu nehmen, auch ihnen sei der Formfehler nicht aufgefallen. Ein durchsichtiges Man&ouml;ver, das von eigenen Fehler ablenken soll. Denn das Justizminsterium wies umgehend darauf hin, die Unterlagen zu sp&auml;t f&uuml;r eine gr&uuml;ndliche Pr&uuml;fung erhalten zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/scheuer-und-die-stvo-novelle-er-wars-nicht-wie-immer.720.de.html?dram:article_id=480345\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Welche Besch&auml;ftigten k&ouml;nnen sich solche Schnitzer am laufenden Band in der &bdquo;freien&ldquo; Wirtschaft leisten, ohne dass sie um ihren Arbeitsplatz f&uuml;rchten m&uuml;ssen?!<\/em><\/p>\n<p><em>Aber f&uuml;r dieses &bdquo;F&uuml;hrungspersonal&ldquo; in Berlin gelten ja solche Bewertungsma&szlig;st&auml;be nicht; auf Scheuers Stuhl ist wohl ein extrem hartn&auml;ckiger Kleber aufgebracht, der ihn von seinem Posten aus freien St&uuml;cken nicht wanken und weichen l&auml;sst. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach die &bdquo;Pannen&ldquo; dieses Bundesministers aufgezeigt. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h12\">Der n&auml;chste Crash von Andreas Scheuer<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Damoklesschwert &uuml;ber Stuttgart 21<\/strong><br>\nUnglaubliche M&auml;ngel beim Brandschutz k&ouml;nnen das Mega-Projekt zu Fall bringen<br>\nDie komplette Planfeststellung von Stuttgart 21 steht aufgrund kapitaler M&auml;ngel beim Brandschutz grunds&auml;tzlich infrage. Das ist die Quintessenz eines umfangreichen Antrags des Aktionsb&uuml;ndnisses an das Eisenbahnbundeamt (EBA) als Genehmigungsbeh&ouml;rde. Der auf rechtliche Konsequenzen ausgerichtete Vorsto&szlig;, verfasst von B&uuml;ndnissprecher und Rechtsanwalt Dr. Eisenhart von Loeper und dem Vorsitzenden Richter am Landgericht a.D. Dieter Reicherter basiert auf umfangreichen Recherchen der Fachgruppe Ingenieure22, die die Preisgabe bahninterner Unterlagen zum Brand-schutz zuvor in einem langwierigen Rechtsstreit gegen die DB erzwungen hatte.<br>\nDer Antrag fordert zun&auml;chst, dass in einem die Planfeststellung erg&auml;nzenden Verfahren der Nach-weis des Brand- und Katastrophenschutzes schon vor der baulichen Fertigstellung der Tunnel er-bracht wird. Es sei ein &bdquo;rechtswidriger Verwaltungsakt&ldquo;, so der Antrag, dass der Brandschutz bei der Planfeststellung ausgelagert wurde, somit die DB AG erst nach Fertigstellung der Strecken vor deren Inbetriebnahme aufzeigen m&uuml;sse, dass ihr Konzept funktioniert. Dies widerspreche auch den EBA-eigenen Tunnelrichtlinien. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Vor allem sind wir fassungslos &uuml;ber die mangelhafte Aufsicht und &Uuml;berpr&uuml;fung durch das Eisen-bahnbundesamt unter Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die Verantwortungslosigkeit der zur Kontrolle berufenen Entscheidungstr&auml;ger nicht nur im Bund und bei der Deutschen Bahn AG, sondern auch des Landes Baden-W&uuml;rttemberg und der Stadt Stuttgart&ldquo;, so von Loeper und Reicherter.<br>\nAngesichts des vorger&uuml;ckten Stands des Bahnprojekts und des Ausma&szlig;es der festgestellten M&auml;ngel geht der von mehreren weiteren Betroffenen mitgezeichnete Antrag jedoch davon aus, dass diese Defizite, anders als beim Berliner Gro&szlig;flughafen BER, nicht mehr durch eine Planerg&auml;nzung behoben werden k&ouml;nnen (z.B. durch den Bau einer dritten R&ouml;hre), so dass die zugrunde liegenden Planfeststellungsbeschl&uuml;sse gem&auml;&szlig; &sect; 75 Abs. 1 a Satz 2 VwVfG ganz aufzuheben sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/pm-damoklesschwert-ueber-stuttgart-21\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Uralt-Windr&auml;der sollen deutsche CO2-Bilanz aufbessern<\/strong><br>\nDer Ausbau der Windkraft liegt weit hinter Plan, der Klimaschutz leidet darunter. Experten wollen alte Anlagen vor dem Abriss retten, um die &Ouml;kostroml&uuml;cke zu verkleinern.<br>\nProbleme bei der Windkraft gef&auml;hrden die Klimaziele der Bundesregierung. Anfang 2021 d&uuml;rfte der Ausbau der Rotorent&uuml;rme bis zu 7,4 Gigawatt hinter den Zielen der Bundesregierung liegen. Das geht aus Berechnungen des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (BNE) hervor, die dem SPIEGEL vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/windkraft-alte-anlagen-sollen-deutsche-co2-bilanz-aufbessern-a-00000000-0002-0001-0000-000171973729\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Kleine Windparks sind kaum in der Lage, nach dem Ende der festen Garantieverg&uuml;tung (nach meist 20 Jahren) ihren Strom selbst zu vermarkten. Eine Verl&auml;ngerung einer Garantieverg&uuml;tung (markgerecht nat&uuml;rlich) f&uuml;r oder zehn Jahre lehnt die Politik f&uuml;r diese Alt-Anlagen trotz der Flaute bei Neuanlagen strikt ab. An erster Stelle das Wirtschaftsministerium von Minister Peter Altmaier. So treiben Altmaier und Co. diese Windparks nach dem Ende der (&uuml;brigens nicht &uuml;ppigen) Garantieverg&uuml;tung f&ouml;rmlich in die F&auml;nge kapitalstarker Investoren (die &ldquo;Alternative&rdquo; w&auml;re Abriss), die viele Wienparks g&uuml;nstig erwerben und auf Grund der Gr&ouml;&szlig;e den Strom selbst vermarkten k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Windparkpioniere der ersten Stunde bzw. deren Kommanditisten, die vor 20 Jahren auf Grund fehlender Erfahrungen mit den M&uuml;hlen h&ouml;here Risiken eingegangen sind, um sauberen Strom auf den Markt zu bringen, gehen leer aus. Sie fungierten als Versuchskaninchen &ndash; bis die M&uuml;hlen marktreif waren und kapitalkr&auml;ftige Investoren diesen Markt f&uuml;r sich entdeckten. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Mohr (mit Verlaub) hat seine Schuldigkeit getan, mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der Politik von Peter Altmaier und Co.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hunger in Afrika: Allianz f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika (AGRA) scheitert an selbstgesteckten Zielen<\/strong><br>\nDie heute ver&ouml;ffentlichte Studie eines breiten zivilgesellschaftlichen B&uuml;ndnisses belegt: Der AGRA-Ansatz ist an den eigenen Zielen gescheitert. Vierzehn Jahre nachdem die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung die Agrarallianz gegr&uuml;ndet hat, hungern 30 Prozent mehr Menschen in den 13 AGRA-Schwerpunktl&auml;ndern und das Verschuldungsrisiko f&uuml;r Kleinbauern und -b&auml;uerinnen hat sich erh&ouml;ht. Zudem werden traditionelle klimaresistente und n&auml;hrstoffreiche Nahrungsmittel verdr&auml;ngt. Die Herausgeber der Studie fordern die Bundesregierung auf, die politische und finanzielle Unterst&uuml;tzung von AGRA einzustellen und stattdessen Agrar&ouml;kologie st&auml;rker zu f&ouml;rdern. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die Ergebnisse der Studie sind f&uuml;r AGRA und die Propheten der Gr&uuml;nen Revolution vernichtend&ldquo;, sagt Jan Urhahn, Agrarexperte bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. &bdquo;Die Ertragssteigerungen f&uuml;r wichtige Grundnahrungsmittel in den Jahren vor AGRA liegen auf einem fast identischen Niveau wie w&auml;hrend der Implementierung der AGRA-Programme. Statt den Hunger zu halbieren, hat sich seit dem Start von AGRA die Lage in den 13 Schwerpunktl&auml;ndern sogar verschlechtert, die Zahl der Hungernden ist in den AGRA-Jahren um fast ein Drittel gestiegen. Das ist ein Armutszeugnis f&uuml;r eine Initiative, die mit ihrem Narrativ der Gr&uuml;nen Revolution erheblichen Einfluss auf die Agrarpolitiken in vielen L&auml;ndern hat. H&ouml;chste Zeit AGRA nicht weiter auf den Leim zu gehen&ldquo;, so Urhahn.<br>\n&bdquo;AGRA wollte, durch den Einsatz von chemisch-synthetischen D&uuml;ngemitteln und industriell gez&uuml;chteten Saatgut Ertr&auml;ge und Einkommen f&uuml;r Kleinbauern und -b&auml;uerinnen verdoppeln und ist damit gescheitert &ldquo;, kritisiert Lena Bassermann, Agrarexpertin von der Entwicklungsorganisation INKOTA. &bdquo;Angesichts der Ergebnisse der Studie muss die Bundesregierung konsequent umsteuern und jede politische und finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r AGRA unterlassen. Stattdessen sollte sie Agrar&ouml;kologie und das Menschenrecht auf Nahrung als Kompass f&uuml;r ihre Politik nehmen.&ldquo;<br>\nDie Studie, deren Analyse zu einem Gro&szlig;teil auf der Arbeit des Wissenschaftlers Timothy A. Wise aus den USA beruht, zeigt auch: Kleinb&auml;uerliche Erzeuger*innen sind einem hohen Verschuldungsrisiko ausgesetzt. In Sambia und Tansania konnten sie schon nach der ersten Ernte die Kredite f&uuml;r D&uuml;nger und Saatgut nicht zur&uuml;ckzahlen. &bdquo;AGRA ist ein Teufelskreis, der kleinb&auml;uerliche Erzeuger*innen immer weiter in die Armut treibt und dabei ihre nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen zerst&ouml;rt&ldquo;, sagt die Landwirtschaftsspezialistin Mutinta Nketani von der Organisation PELUM Sambia und Mitautorin der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fian.de\/artikelansicht\/2020-07-10-pressemitteilung-hunger-in-afrika-allianz-fuer-eine-gruene-revolution-in-afrika-agra-scheitert-an-selbstgesteckten-zielen\/\">Fian Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> Hier zeigen sich mal wieder die verheerenden Folgen, wenn Entwicklungshilfe an private Stiftungen &ldquo;ausgelagert&rdquo; wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weniger Spenden &ndash; au&szlig;er f&uuml;r die CDU<\/strong><br>\nDen meisten im Bundestag vertretenen Parteien sind im ersten Halbjahr die Einnahmen aus Gro&szlig;spenden weggebrochen. Eine Ausnahme stellt die CDU dar. Sie bekam schon jetzt mehr als im ganzen Jahr 2019.<br>\nDie Spendenbereitschaft f&uuml;r im deutschen Bundestag vertretene Parteien ist im ersten Halbjahr 2020 zur&uuml;ckgegangen. Das geht aus der Ver&ouml;ffentlichung der Spenden von mehr als 50.000 Euro durch die Bundestagsverwaltung hervor. CSU, SPD, FDP, Gr&uuml;ne und Linke gingen bei den Gro&szlig;spenden demnach bisher leer aus.<br>\nAnders verh&auml;lt es sich mit den Zuwendungen der CDU. Die Partei erhielt f&uuml;nf Spenden von insgesamt 624.000 Euro. Das ist bereits deutlich mehr als im Gesamtjahr 2019. Die AfD bekam eine Gro&szlig;spende in H&ouml;he von 100.000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/parteispenden-117.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Best&auml;tigte aktive Covid-19-F&auml;lle in Deutschland <\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200713_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200713_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland sank in der letzten Woche um 539 auf 4.799, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. Die NachDenkSeiten werden diese Grafik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.<\/p>\n<p><em>Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60913\">Corona-Zahlen &ndash; warum reden wir nicht von den &bdquo;aktiv Erkrankten&ldquo;?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>In eigener Sache: Ein seltsamer Flyer mit dem Namen der NachDenkSeiten<\/strong><br>\nOffenbar werden zur Zeit dubiose Flyer verteilt, die f&uuml;r eine Demonstration im August werben und dabei auch die NachDenkSeiten namentlich nennen. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/pm_cheung\/status\/1281975701185470465\">Der Flyer wurde auch auf Twitter ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Dazu erreichten uns am Wochenende mehrere Nachfragen von irritierten Lesern. Wir stellen dazu fest, dass wir nicht wissen, wer hinter dieser Aktion steht und zu keinem Zeitpunkt dar&uuml;ber informiert oder gefragt wurden. Wir pr&uuml;fen noch, was wir gegen diesen Flyer tun k&ouml;nnen und ob dieser Flyer unter Umst&auml;nden in einer Reihe von Kampagnen steht, die die NachDenkSeiten b&ouml;swillig diskreditieren (Stichwort: Querfrontkampagne) wollen.\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62892","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62892"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62892\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62913,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62892\/revisions\/62913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}