{"id":62926,"date":"2020-07-15T08:38:13","date_gmt":"2020-07-15T06:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926"},"modified":"2020-07-15T08:38:13","modified_gmt":"2020-07-15T06:38:13","slug":"hinweise-des-tages-3652","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h01\">Revolte gegen die &ldquo;gr&uuml;ne Revolution&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h02\">F&uuml;rchten die deutschen Gewerkschaften steigende L&ouml;hne?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h03\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h04\">Gef&auml;hrliche Klassen und der &ldquo;Screen New Deal&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h05\">Ermittler gehen gegen Zoll-Spezialeinheit vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h06\">&ldquo;&Ouml;ffentliche Auftr&auml;ge nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h07\">Ehre statt Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h08\">UN-Weltern&auml;hrungsbericht: Corona-Krise versch&auml;rft den Hunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h09\">Krankenpflegerin &uuml;ber Coronakrise &ndash; &ldquo;Wir haben uns wie Kanonenfutter gef&uuml;hlt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h10\">Forderung der EU-Kommission &ndash; Firmen mit Verbindungen zu Steueroasen sollen keine Corona-Hilfe bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h11\">Widerstand gegen Lieferkettengesetz &ldquo;Zus&auml;tzliche Belastungen sind Gift&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h12\">Wenn Gier die Erde frisst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h13\">In sieben Jahren &ldquo;Huawei-frei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h14\">Neue Studie: Privates Investment beg&uuml;nstigt Waldzerst&ouml;rung im Amazonas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h15\">Die Autobahn GmbH, das n&auml;chste Scheuer-Debakel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h16\">Juan Guaid&oacute;: Politisch gescheitert, aber Schl&uuml;sselfigur bei der Pl&uuml;nderung Venezuelas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62926#h17\">Der t&uuml;rkische Pr&auml;sident hat mit der Umwandlung der Hagia Sophia den Islamisten und Nationalisten nachgegeben <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Revolte gegen die &ldquo;gr&uuml;ne Revolution&rdquo;<\/strong><br>\nNichtregierungsorganisationen f&auml;llen ein vernichtendes Urteil &uuml;ber die von der Gates-Stiftung finanzierte Agrarallianz in Afrika. Diese sieht sich zu Unrecht attackiert.<br>\nBauern, die gezwungen werden, ihre Mischkulturen aufzugeben, n&auml;hrstoffreiche Pflanzen, die verdr&auml;ngt werden, Kleinbauern, die in der Schuldenfalle landen: Eine am Freitag ver&ouml;ffentlichte Untersuchung f&auml;llt ein vernichtendes Urteil der von Bill und Melinda Gates finanzierten entwicklungspolitischen Agrarallianz in Afrika. Die Allianz habe ihre eigenen Ziele nicht erreicht, ihr konzerngetriebener Ansatz tauge nicht zur Beendigung des Hungers, so das Fazit der Studie.<br>\nDas von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die der Partei Die Linke nahesteht, in Auftrag gegebene Papier mehrerer internationaler Hilfsorganisationen spricht von mehr Hungernden, kaum mehr Produktivit&auml;t, weniger Ern&auml;hrungsvielfalt, negativen finanziellen Folgen f&uuml;r Bauern, Umweltsch&auml;digungen, gef&auml;hrdeter Selbstbestimmung vor Ort und politischem Druck zugunsten von Gro&szlig;firmen. &ldquo;Die gr&uuml;ne Revolution ist ausgeblieben&rdquo;, sagt der Agrarexperte von &ldquo;Brot f&uuml;r die Welt&rdquo;, Stig Tanzmann, der Nachrichtenagentur epd.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/agraralliannz-afrika-gates-stiftung-1.4963169\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Falsche Versprechen<\/strong><br>\nDie Allianz f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika (AGRA)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/42635\/falsche-versprechen?cHash=6c7f16e40a6a4bd769c64b93265dd274\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>F&uuml;rchten die deutschen Gewerkschaften steigende L&ouml;hne?<\/strong><br>\nDie Antwort auf die Titelfrage lautet: Ja! Warum? Die Antwort darauf: &bdquo;Besch&auml;ftigungssicherung&ldquo;! Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Berater glauben an eine einzelwirtschaftliche Fata Morgana. Das ist fatal, insbesondere f&uuml;r Europa.<br>\n(&hellip;) Mit keinem Wort erw&auml;hnt das IMK, dass jede Verringerung der Lohnzuw&auml;chse, mit der die &bdquo;Besch&auml;ftigungssicherung&ldquo; auf der betrieblichen Ebene oder auf der Ebene einer Branche erkauft wird, gesamtwirtschaftlich negative Arbeitsplatzeffekte hat. Die Besch&auml;ftigungssicherung wird ja immer nur f&uuml;r einen Teil der Wirtschaft vereinbart. Was im Rest geschieht, h&auml;ngt von der Nachfrageentwicklung im Binnenmarkt ab, und die wird von der Lohnentwicklung, wie das IMK selbst einr&auml;umt, entscheidend bestimmt. Insofern wird vielleicht ein kleiner (privilegierter) Teil der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse &bdquo;gesichert&ldquo;, niemals aber die gesamte Besch&auml;ftigung.<br>\nFolglich ist auch die Position des IMK zu den Folgen der aktuellen Krise mehr als fragw&uuml;rdig&hellip;<br>\n(&hellip;) Warum sollte es in der Corona-Krise zu einer Pause bei der Lohnentwicklung, die den Verteilungsspielraum aussch&ouml;pft, kommen? Wieder werden &bdquo;Besch&auml;ftigungssicherung&ldquo; und eine den Verteilungsspielraum aussch&ouml;pfende Lohnentwicklung als Gegensatzpaar behandelt. Das ist eindeutig falsch. Es muss hei&szlig;en: Besch&auml;ftigungssicherung durch eine den Verteilungsspielraum aussch&ouml;pfende Lohnentwicklung!<br>\nWeil es, wie das IMK nat&uuml;rlich wei&szlig;, keinen neoklassischen Arbeitsmarkt gibt, f&uuml;hrt die Vorstellung, es sei normal und offenbar angemessen, dass bei hoher und steigender Arbeitslosigkeit die Lohnabschl&uuml;sse &bdquo;sehr moderat&ldquo; ausfallen, in die Irre.  Auf der Seite der Gewerkschaften sollte man zur Kenntnis nehmen, dass es, vollkommen anders als in der neoklassischen Welt, keine &bdquo;zu hohen&ldquo; L&ouml;hne sind, die die jetzt stark ansteigende Arbeitslosigkeit verursacht haben. Die Arbeitslosigkeit, die wir derzeit beobachten, ist vom Staat verordnet! Weniger steigende, stagnierende oder gar sinkende L&ouml;hne bedeuten unmittelbar den Verzicht auf Nachfrage, die genau dadurch geschaffen worden w&auml;re, dass die Unternehmen die L&ouml;hne h&auml;tten erh&ouml;hen m&uuml;ssen&hellip;<br>\nVerzicht auf Nachfrage?<br>\n&hellip;Verzicht auf Lohnsteigerungen bedeutet kurzfristig geringere Nachfragezuw&auml;chse und damit Arbeitsplatzverluste und l&auml;ngerfristig eine Versch&auml;rfung der deflation&auml;ren Tendenzen&hellip;Die j&uuml;ngste Vereinbarung zur Steigerung des Mindestlohns ab Januar 2021 auf 9,50 Euro, die klar unterhalb der Anhebung auf 9,82 Euro gem&auml;&szlig; dem bisher &uuml;blichen Verfahren geblieben ist, gibt einen Vorgeschmack auf das, was von den Lohnverhandlungen in n&auml;chster Zeit zu erwarten ist, zumal diese Vereinbarung explizit mit den Folgen der Corona-Krise begr&uuml;ndet wurde&hellip;<br>\n(&hellip;) Die in Deutschland verbreitete Erz&auml;hlung, Rot-Gr&uuml;n habe damals eine gro&szlig;e Leistung vollbracht, indem man Lohnzur&uuml;ckhaltung durchsetzte, h&auml;ngt den deutschen Gewerkschaften wie ein M&uuml;hlstein am Hals. Wie k&ouml;nnten sie heute f&uuml;r eine vern&uuml;nftige Lohnpolitik eintreten, so lange ihr wichtigster politischer Ansprechpartner, die SPD, diese Erz&auml;hlung mit Z&auml;hnen und Klauen verteidigt, und sie selbst nicht bereit sind, auch gegen die SPD ihre eigenen Fehler in dieser Geschichte klar zu benennen?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/fuerchten-die-deutschen-gewerkschaften-steigende-loehne\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die &bdquo;Syrien-Hilfe&ldquo; und Maas, der Schein-Heilige<\/strong><br>\nvon Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam<br>\nDie Tagesschau verschweigt die Verbrechen der westlichen &bdquo;Koalition&ldquo; im Nahen Osten<br>\n&bdquo;Caesar Act?&ldquo; Schon mal geh&ouml;rt? Wenn ja, dann sicher nicht in einer Tagesschau-Sendung. Der Name dieses j&uuml;ngsten US-amerikanischen Verbrechens an den Syrern taucht im Nachrichtenangebot der ARD-aktuell &uuml;berhaupt nur ein einziges Mal auf: am Schluss eines bodenlos demagogischen, aus der Ferne geschriebenen Internet-Trakt&auml;tchens auf tagesschau.de.  Der Caesar Act ist ein weiteres Sanktionsgesetz, mit dem Washington die syrische Bev&ouml;lkerung jetzt zur Hungerrevolte gegen die Assad- Regierung zwingen will. Urheber und Anwender dieses Machwerks geh&ouml;ren als Angeklagte eines Verbrechens gegen die Menschheit vor den Internationalen Strafgerichtshof. Doch das verschweigt die Tagesschau sorgf&auml;ltig. So, wie sie oft wochenlang nicht aus Syrien berichtet, weil sich das dortige m&ouml;rderische Treiben der westlichen Alliierten ums Verrecken nicht in positivem Licht darstellen l&auml;sst.<br>\nDie milit&auml;rische und wirtschaftliche Interventionspolitik der westlichen Koalition unter F&uuml;hrung der USA und unter Mitwirkung Deutschlands firmiert in den Massenmedien als Kampf f&uuml;r demokratischen Wandel in Syrien. Sie basiert jedoch auf grunds&auml;tzlicher Missachtung der UN-Charta und f&uuml;hrt seit neun Jahren zu ungez&auml;hlten Kriegsverbrechen.<br>\nDie Tagesschau verzichtet seit jeher auf Versuche, das sauber zu analysieren und zu publizieren. Dass die Europ&auml;ische Union Ende Mai ihre eigenen, ebenfalls v&ouml;lkerrechtswidrigen Sanktionen gegen Syrien um ein weiteres Mal verl&auml;ngerte, vermerkte die ARD-aktuell-Redaktion nicht mal am Rande. So offenbaren sich das ganze Elend der deutschen Au&szlig;enpolitik und der nachrichtenjournalistische Niedergang des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks.<br>\nMit der Verabschiedung ihres &bdquo;C&auml;sar Gesetzes&ldquo; versuchen die USA jetzt, das wirtschaftliche Leben in Syrien vollends abzuw&uuml;rgen, ohne R&uuml;cksicht auf den lebensnotwendigen Bedarf der syrischen Bev&ouml;lkerung. Mit einem B&uuml;ndel von Strafma&szlig;nahmen verfolgt werden &bdquo;Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und L&auml;nder, die mit der Regierung in Damaskus Gesch&auml;ftsbeziehungen eingehen&ldquo;. Sie werden daran gehindert, zum Wiederaufbau, zu Investitionen und zur Bereitstellung von Ersatzteilen f&uuml;r den Energie- und den Luftfahrtsektor in Syrien beizutragen. Die finanziellen Zug&auml;nge zu den M&auml;rkten f&uuml;r Nahrungsmittel und f&uuml;r medizinische G&uuml;ter sind f&uuml;r Syrien blockiert.<br>\n(&hellip;) Wir Schandt&auml;ter<br>\nWir Deutsche tragen mit eigenen politischen Man&ouml;vern zu diesen Abscheulichkeiten bei. Unsere Bundesluftwaffe lieferte die Zieldaten f&uuml;r alliierte Bombenangriffe auf syrischem Gebiet und unterst&uuml;tzte damit unstreitige Kriegsverbrechen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2020\/07\/12\/die-syrien-hilfe-und-maas-der-schein-heilige\/\">Linke Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Einigung bei Syrien-Hilfe<\/strong><br>\nUN-Sicherheitsrat verl&auml;ngert grenz&uuml;berschreitende Lieferungen. Russland und China setzen sich durch<br>\nVon Karin Leukefeld<br>\nDer UN-Sicherheitsrat hat am Samstag in New York die grenz&uuml;berschreitenden UN-&thinsp;Hilfslieferungen f&uuml;r Teile der syrischen Provinz Idlib um ein weiteres Jahr verl&auml;ngert. Die entsprechende Resolution 2533 wurde mit zw&ouml;lf Stimmen angenommen, Russland, China sowie die Dominikanische Republik enthielten sich.<br>\nDie Resolution sieht vor, dass UN-Hilfskonvois &uuml;ber den t&uuml;rkisch-syrischen Grenz&uuml;bergang Bab Al-Hawa f&uuml;r zw&ouml;lf Monate fortgesetzt werden k&ouml;nnen. Der Grenz&uuml;bergang Bab Al-Salam, n&ouml;rdlich der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo, wird f&uuml;r UN-Hilfskonvois geschlossen&hellip;<br>\nGrenz&uuml;berschreitende Hilfe erfolgt auf Basis einer zeitlich befristeten Ausnahmeregelung, weil sie die Regierung des betroffenen Landes von der Entscheidung ausschlie&szlig;t. Es handelt sich um einen schwerwiegenden Eingriff in die staatliche Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t und muss daher vom UN-Sicherheitsrat bewilligt werden.<br>\nWiederholt hatten die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in der vergangenen Woche &uuml;ber verschiedene Resolutionsentw&uuml;rfe abgestimmt. Belgien und Deutschland hatten zun&auml;chst drei, dann zwei, dann einen Grenz&uuml;bergang vorgeschlagen. Russland und China hatten von Anfang an lediglich der &Ouml;ffnung des Grenz&uuml;bergangs Bab Al-Hawa f&uuml;r die Versorgung von Teilen der Provinz Idlib zugestimmt. Sie forderten eine Untersuchung des UN-Generaldirektors zu den Auswirkungen der einseitigen wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen der Europ&auml;ischen Union und der USA auf die wirtschaftliche, humanit&auml;re und medizinische Situation Syriens. Die UNO und die UN-Mitgliedstaaten sollten ihre Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung st&auml;rken, um dieser die Versorgung der Bev&ouml;lkerung im ganzen Land &ndash; nicht nur in Idlib &ndash; zu erm&ouml;glichen. Daf&uuml;r m&uuml;sse die UN-Resolution 46\/182 gest&auml;rkt werden, mit der seit 1991 die Koordination von humanit&auml;rer Hilfe in einem souver&auml;nen Staat mit der jeweiligen Regierung v&ouml;lkerrechtlich geregelt ist. Da davon in der Resolution 2533 nicht die Rede ist, enthielten sich Russland und China bei der Abstimmung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/382036.syrien-einigung-bei-syrien-hilfe.html?sstr=SyrienHilfe\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>UN-Hilfslieferungen: Die Macht der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nKommentar: Russland und China werden als Blockierer f&uuml;r Hilfslieferungen nach Syrien angeklagt, aber die Kontrolle &uuml;ber wichtige Versorgungswege im Norden liegt bei der T&uuml;rkei und im S&uuml;den haben die USA gro&szlig;en Einfluss<br>\nDer Hunger und das Elend in Syrien und die Schuldigen: &ldquo;Weil Russland und China es so wollen, wird die Hilfe f&uuml;r die syrische Zivilbev&ouml;lkerung eingeschr&auml;nkt&rdquo;, kommentiert die FAZ die UN-Resolution 2533, die nach l&auml;ngeren Verhandlungen vor drei Tagen den Sicherheitsrat passierte.<br>\nDer kurze Kommentar in der b&uuml;rgerlichen Zeitung ist exemplarisch f&uuml;r eine politisch deutlich verk&uuml;rzte Sicht auf Syrien mit agitatorischen Ankl&auml;ngen, da er von &ldquo;Verbrechern&rdquo; spricht und politische F&uuml;hrungen meint. Er betreibt genau das, was Russland und China vorgeworfen wird &ndash; das &ldquo;Politisieren humanit&auml;rer Hilfe&rdquo;. Denn er k&uuml;mmert sich nur um einen Ausschnitt. Beendet wird der Kommentar mit der Aufforderung an den deutschen Au&szlig;enminister, sich nicht durch die Erleichterung &uuml;ber einen Kompromiss zu erniedrigen, &ldquo;sondern den Verbrechern sagen, was sie sind&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Wenn es um Lieferungen nach Syrien geht, so spielt die T&uuml;rkei eine Schl&uuml;sselrolle, schon seit Beginn des mittlerweile neun-j&auml;hrigen Krieges. Der Grenz&uuml;bergang Bab al-Hawa liegt im Nordwesten Syriens, in n&auml;chster N&auml;he sind Aleppo und Idlib. Kontrolliert wird der profitable &Uuml;bergang auf der einen Seite von t&uuml;rkischen Grenzbeamten und auf der anderen von der Miliz Hayat Tahrir asch-Scham (HTS), deren Kern aus der terroristischen Organisation al-Qaida stammt&hellip;<br>\nF&uuml;r diejenigen, die den Grenz&uuml;bergang kontrollieren, bedeutet das bares Geld&hellip;Offensichtlich ist: Die Versorgung des Nordwestens Syriens h&auml;ngt von der T&uuml;rkei ab. Sie wird von ihr kontrolliert &ndash; in den von ihr besetzten Gebieten wie Afrin und\/oder &uuml;ber Verb&uuml;ndete, die wie die islamistischen Milizen im Raum Aleppo Gebiete kontrollieren oder wie die HTS einen gro&szlig;en Teil des Gouvernements Idlib.<br>\n(&hellip;) UN-Hilfen und die Souver&auml;nit&auml;t der syrischen Regierung<br>\nSchaut man sich die Lage im Nordwesten Syriens an, wo die T&uuml;rkei die bestimmende Macht ist, verdeckt mit dschihadistischen Milizen und offen mit islamistischen Gegnern der Regierung Assad kooperiert, so wird der russische und chinesische Ansatz klar. Beide L&auml;nder unterst&uuml;tzen eine Forderung nach internationalem Recht: Dass die legitime Regierung ihre Souver&auml;nit&auml;tsrechte aus&uuml;bt und die UN-Hilfslieferungen &agrave; la longue &uuml;ber Damaskus laufen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/UN-Hilfslieferungen-Die-Macht-der-Tuerkei-4843938.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche Klassen und der &ldquo;Screen New Deal&rdquo;<\/strong><br>\nWie sich in letzter Zeit herausstellte, hat das Coronavirus Sars-CoV-2 eine unerwartete Nebenwirkung. Es bringt Dinge ins Bewusstsein, die eigentlich schon immer bekannt, aber von der &Ouml;ffentlichkeit und der Mehrheitsgesellschaft erfolgreich verdr&auml;ngt worden waren. Die Zust&auml;nde in der deutschen Fleischindustrie, die faktische Entrechtung der osteurop&auml;ischen Arbeiter, ihre Unterbringung in beengten, heruntergewirtschafteten Unterk&uuml;nften &ndash; all das ist seit vielen Jahren kein Geheimnis, aber bisher nahm kaum jemand davon Notiz. Nun schaut die &Ouml;ffentlichkeit hin, weil die menschenunw&uuml;rdigen Zust&auml;nde durch die Corona-Pandemie auch eine gesundheitliche Bedrohung f&uuml;r den Rest der Gesellschaft darstellen.<br>\nIn anderen L&auml;ndern geschieht &Auml;hnliches. Die &Ouml;ffentlichkeit nimmt Notiz von sozialen Verwerfungen, die seit Jahrzehnten das Leben der Armutsbev&ouml;lkerung pr&auml;gen, von denen sich jedoch die b&uuml;rgerliche Gesellschaft erfolgreich geistig und materiell abschotten konnte &ndash; von den Wohn- und Lebensbedingungen in den Armenvierteln von Sao Paolo bis zu den fragilen Existenzen von Millionen indischer Wanderarbeiter.<br>\n(&hellip;) So bringt die Corona-Pandemie nicht nur verdr&auml;ngte soziale Probleme ins Bewusstsein, sie macht auch die Trennungslinien der globalen Apartheit deutlich sichtbar. Weltweit wurden und werden B&uuml;rgerrechte eingeschr&auml;nkt, um &ldquo;Leben zu retten&rdquo;. Doch manche Leben z&auml;hlen weniger. Sie werden in Lager gesperrt, in abgeriegelte Slums, Wohnblocks oder Schlafquartiere, um die anderen vor ihnen zu sch&uuml;tzen, w&auml;hrend sie selbst durch diese Ma&szlig;nahmen noch gr&ouml;&szlig;eren Gefahren ausgesetzt sind.<br>\nDabei wird auch weitgehend ignoriert, dass der &ldquo;Schutz des Lebens&rdquo; auf Kosten der B&uuml;rgerrechte in der globalen Armutsklasse nicht funktioniert. Gerade die Menschen in den Elendsvierteln brauchen ihre B&uuml;rgerrechte, ihre Freiheit, sich auf den Stra&szlig;en und &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen zu bewegen, ihre sozialen Kontakte zu pflegen und ihren T&auml;tigkeiten nachzugehen, um von Tag zu Tag zu &uuml;berleben. Nimmt man ihnen diese B&uuml;rgerrechte, dann m&uuml;sste man ihnen im Gegenzug neue soziale Rechte gew&auml;hren, die ihre Gesundheit sch&uuml;tzen und ihr &Uuml;berleben sichern k&ouml;nnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gefaehrliche-Klassen-und-der-Screen-New-Deal-4838755.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ermittler gehen gegen Zoll-Spezialeinheit vor<\/strong><br>\nEs ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt in der an Peinlichkeiten nicht armen Geschichte der Zoll-Spezialeinheit zur Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche: Die Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck l&auml;sst seit Dienstagmorgen die R&auml;ume der Financial Intelligence Unit (FIU) in K&ouml;ln durchsuchen. (&hellip;) Laut Durchsuchungsbeschluss soll die FIU zwischen Mitte 2018 und Anfang 2020 acht Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen nicht ordnungsgem&auml;&szlig; an die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weitergeleitet haben. &Uuml;ber Dutzende dubioser Konten bei drei deutschen Banken wurden daher insgesamt 1,7 Millionen Euro in afrikanische Staaten weitergeleitet. Die Geldinstitute hatten den Verdacht, dass die transferierten Gelder aus illegalen Gesch&auml;ften stammen k&ouml;nnten, dem Zoll gemeldet. Doch der gab die Informationen wohl nicht oder erst sehr sp&auml;t an Polizei und Justiz weiter.<br>\n(&hellip;) Der Vorwurf lautet nun, dass die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden nicht eingreifen konnten, weil sie nicht rechtzeitig von den heiklen Transaktionen erfuhren. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren von Amts wegen eingeleitet, nachdem die zust&auml;ndigen Ermittler der Polizei Osnabr&uuml;ck die F&auml;lle in einem Auswertebericht aufgelistet hatten. In den B&uuml;ros des Zolls suchen die Fahnder an diesem Dienstagmorgen nach Hinweisen, weshalb der Informationsfluss damals stockte.<br>\n&ldquo;Ich f&uuml;rchte&rdquo;, sagt Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, &ldquo;dass solche Ermittlungen Tausende Geldw&auml;scheverdachtsf&auml;lle ans Tageslicht bringen k&ouml;nnten, die Straftaten enthielten und von der FIU in die Ablage verbannt wurden.&rdquo; Es k&ouml;nnte auf diese Weise offenbar werden, &ldquo;wie viel schmutziges Geld uns durch die Lappen ging&rdquo;. Ermittlungsverfahren seien &ldquo;am Ende der wohl einzige Weg, um s&auml;mtliche Missst&auml;nde bei der FIU aufzudecken und zu beheben&rdquo;, so Fiedler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/verdacht-auf-strafvereitelung-ermittler-gehen-gegen-zoll-spezialeinheit-fiu-vor-a-8d657c7f-f570-4a16-85c0-82134da79905\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56219#h09\">Darum f&uuml;hlen sich Geldw&auml;scher in Deutschland wohl<\/a> mit Anmerkungen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;&Ouml;ffentliche Auftr&auml;ge nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben&rdquo;<\/strong><br>\nDGB stellt Eckpunkte f&uuml;r eine Bundesregelung zur Tariftreue vor<br>\nJedes Jahr geben Bund, L&auml;nder und Kommunen 400 bis 450 Milliarden Euro f&uuml;r die Anschaffung von Waren und Dienstleistungen aus &ndash; und oft bekommen Firmen den Zuschlag, die keinen Tarifvertrag haben. Das muss sich &auml;ndern, fordert DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell: &ldquo;Der Staat, der Auftr&auml;ge an nicht tarifgebundene Betriebe vergibt, macht sich zum Komplizen beim Lohndumping.&rdquo;<br>\nStaatsauftr&auml;ge nur noch an tarifgebundene Unternehmen zu vergeben: Damit w&uuml;rde die Politik ein deutliches Zeichen pro Tarifbindung setzen und unterstreichen, wie wichtig ihr Tarifvertr&auml;ge und gute Arbeit sind.<br>\nDer DGB hat nun Eckpunkte f&uuml;r eine Bundesregelung zur Tariftreue in der &ouml;ffentlichen Auftragsvergabe vorgelegt. Zentrale Forderung: Auftr&auml;ge der &ouml;ffentlichen Hand sollen nur noch an Unternehmen gehen, die Tarifvertr&auml;ge anwenden. Der (niedrigste) Preis darf kein alleiniges Zuschlagskriterium sein. Ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen ebenso\n<ul>\n<li>soziale Aspekte, wie z.B. Ausbildungsquoten, Systeme zur betrieblichen Gleichstellung von M&auml;nnern und Frauen sowie die Besch&auml;ftigung von Menschen mit Behinderung<\/li>\n<li>ein Vergabemindestlohn, der dynamisch an die H&ouml;he der untersten Entgeltgruppen im &ouml;ffentlichen Dienst gekoppelt wird<\/li>\n<li>eine gesetzliche Begrenzung der Subunternehmerschaft auf maximal drei<\/li>\n<li>bei einem Personal&uuml;bergang (Betreiberwechsel, bzw. Wechsel des Unternehmens, das eine Dienstleistung in &ouml;ffentlichem Auftrag erbringt) m&uuml;ssen f&uuml;r alle betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die bisherigen Anspr&uuml;che auch beim neuen Betreiber als Mindestbedingungen dauerhaft garantiert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;Wir brauchen eine Politik, die mit gutem Beispiel voran geht&rdquo;<br>\n&ldquo;Gute L&ouml;hne und anst&auml;ndige Arbeitsbedingungen gibt es nur mit Tarif. Gerade in der Corona-Krise wurde deutlich: Anerkennung braucht nicht nur Applaus, sondern vor allem eine gute Bezahlung&rdquo;, sagt DGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d1666928-c287-11ea-b855-001a4a16011a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ehre statt Geld<\/strong><br>\nFrankreich: Macron feiert am Nationalfeiertag das Krankenhauspersonal und will die &raquo;Rentenreform&laquo; durchsetzen<br>\nEin beinahe selbstkritischer franz&ouml;sischer Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat am gestrigen 14. Juli, dem franz&ouml;sischen Nationalfeiertag, eingestanden, in den bisher drei Jahren seiner Amtszeit &raquo;Fehler gemacht&laquo; und es vers&auml;umt zu haben, &raquo;das Vertrauen&laquo; der Bev&ouml;lkerung zu gewinnen. Wie er in einem Interview mit Journalisten der TV-Sender TF 1 und France 2 erkl&auml;rte, will er die von den Franzosen mehrheitlich abgelehnte &raquo;Reform&laquo; des Rentensystems dennoch in den bis zur n&auml;chsten Wahl verbleibenden zwei Jahren durchsetzen, notfalls auch &bdquo;gegen sie&ldquo;&hellip;<br>\nDie aufmarschierten Uniformierten aus 39 verschiedenen Milit&auml;reinheiten dokumentierten allerdings vor allem den Willen ihres Oberbefehlshabers, Frankreichs postkoloniale Kriege in Afrika weiterzuf&uuml;hren. F&uuml;r Mediziner, Krankenschwestern und Pfleger der staatlichen Gesundheitsdienste, die nicht erst seit der Corona Pandemie ihre Arbeit bis zur Ersch&ouml;pfung leisten, hat Macrons Regierung dagegen fast kein Geld &uuml;brig.<br>\nDas am Dienstag zur pr&auml;sidialen Feier in das menschenleere Zentrum der Hauptstadt abkommandierte Personal in wei&szlig;en Arztkitteln hatte dem Staatschef in den vergangenen sechs Wochen erst mit der Drohung, die Arbeit landesweit niederzulegen, einen Kompromiss abringen k&ouml;nnen. Statt der geforderten 300 Euro im Monat wurde eine Lohnaufstockung um 183 Euro zugestanden, die zun&auml;chst ab September mit 90 Euro monatlich und im kommenden M&auml;rz mit noch einmal 93 Euro in Raten verwirklicht werden soll. Zugestimmt hatten dem von der Gewerkschaft CGT als &raquo;Parodie&laquo; bezeichneten Ergebnis nur drei der f&uuml;nf gewerkschaftlichen Verhandlungsf&uuml;hrer. (Anm. Marco Wenzel: CFDT, UNSA und FO)<br>\nDas Ziel seiner &raquo;Reformpolitik&laquo; will Macron auch nach der Gesundheitskrise nicht &auml;ndern. Mit seiner in der vergangenen Woche unter dem Ministerpr&auml;sidenten Jean Castex neu formierten Regierung werde er, wie er in dem Interview bekr&auml;ftigte, &raquo;vor allem um Vertrauen werben&laquo;. In Castex &ndash; ein Vertreter der politischen Rechten wie sein Vorg&auml;nger &Eacute;douard Philippe &ndash; habe er einen Mann, der sich &raquo;auf dem Land auskennt und seine Erfahrung hat mit dem &ouml;ffentlichen Dienst und den Gewerkschaften&laquo;, sowie &raquo;eine Mannschaft&laquo;, die seine &raquo;Reformen konsequent durchsetzen kann&laquo;&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/382220.frankreich-ehre-statt-geld.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Mit der Ernennung von Jean Castex zum neuen Premierminister hat Macron das Amt des Premierministers praktisch abgeschafft. Castex gilt als stramm rechtsstehend, regierungstreu und verl&auml;sslicher B&uuml;rokrat, der Befehle akkurat ausf&uuml;hrt und seinem Herrn (Macron) nicht widerspricht. Castex scheut das Rampenlicht und arbeitet lieber im Hintergrund. Die Rollen wurden mit der letzte Woche vollzogenen Regierungsumbildung  neu verteilt.<\/em><\/p>\n<p><em>Castex arbeitete seit 2004 als Direktor f&uuml;r Krankenhausaufenthalte und Pflegeversorgung im Gesundheitsministerium und war dort Wegbereiter einer als &ldquo;T2A&rdquo; bekannten Reform der Krankenhauspreisgestaltung, einer der S&auml;ulen der Umwandlung des Krankenhauses in ein &ldquo;Pflegeproduktionsunternehmen&rdquo;. Beim Krankenhauspersonal ist er daher auch unter dem Namen Monsieur T2A bekannt.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es war ausgerechnet Castex, der Vorabend des 14. Juli zusammen mit den reformistischen Gewerkschaften den oben erw&auml;hnten faulen Kompromiss unterschrieb, ein Kompromiss, der von den Betroffenen &uuml;berwiegend als ungen&uuml;gend abgelehnt wird. Auch die CGT lehnt den Kompromiss ab. Mit unterschrieben haben vorwiegend dieselben Gewerkschaftsfunktion&auml;re, allen voran Laurent Berger und die CFDT, dieselben, die bereits im vergangenen Jahr die Gewerkschaftsfront gegen Macron&rsquo;s Rentenreform verlassen und damit den Streikenden in den R&uuml;cken gefallen sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>UN-Weltern&auml;hrungsbericht: Corona-Krise versch&auml;rft den Hunger<\/strong><br>\nWeltweit haben im vergangenen Jahr fast 690 Millionen Menschen gehungert &ndash; zehn Millionen mehr als 2018. Das geht aus dem UN-Weltern&auml;hrungsbericht hervor. Die Corona-Krise d&uuml;rfte die globale Ern&auml;hrungslage weiter verschlechtern.<br>\nEigentlich wollten die UN den Hunger in der Welt bis zum Jahr 2030 besiegt haben. Doch nun steigt die Zahl der Unterern&auml;hrten nach einem UN-Bericht seit Jahren 2019 &ndash; auf jetzt weltweit 690 Millionen Menschen. Das sind etwa neun Prozent der Weltbev&ouml;lkerung.<br>\n&ldquo;Seit 2014 ist die Zahl hungriger Menschen weltweit langsam angestiegen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem UN-Bericht. Die Zunahme seither betrage knapp 60 Millionen Menschen &ndash; das ist etwa die Einwohnerzahl Italiens. In den Jahren 2017 und 2018 h&auml;tten Konflikte und extreme Klimalagen die Ern&auml;hrungssicherheit negativ beeinflusst. Beim Anstieg des Vorjahres um rund zehn Millionen unterern&auml;hrte Menschen seien Wirtschaftskrisen ausschlaggebend gewesen.<br>\nF&uuml;r 2020 verd&uuml;stern die Corona-Pandemie, die in vielen Staaten zu Erwerbslosigkeit und Wirtschaftskrisen gef&uuml;hrt hat, sowie Heuschreckenplagen in Indien und Pakistan sowie in Ostafrika die Aussichten zus&auml;tzlich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/welternaehrungsbericht-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Ich kann mich nicht entsinnen, dass aufgrund dieser Meldung Menschen auf die Stra&szlig;e gehen, um gegen den Hunger in der Welt zu demonstrieren, oder daf&uuml;r vielleicht sogar Denkm&auml;ler st&uuml;rzen. Auch all die Klimabewegten scheinen sich um die Hungernden wenig zu scheren. Fridays for Today statt Fridays for Future oder zumindest beides, so sollte es sein. Doch die Menschen, die kaum etwas zu essen haben, besitzen eben keine Lobby. Dabei k&ouml;nnte ihr Schicksal tats&auml;chlich verbessert werden. Es k&auml;me nur vor allem darauf an, den Reichtum dieser Welt besser zu verteilen. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Jean-Ziegler-ueber-Hunger-in-Afrika\/!5398440\/\">Dazu hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Krankenpflegerin &uuml;ber Coronakrise &ndash; &ldquo;Wir haben uns wie Kanonenfutter gef&uuml;hlt&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Coronakrise feierten manche sie zwar als &ldquo;Heldin&rdquo; &ndash; w&uuml;tend wurde sie trotzdem. Oder gerade deswegen? Ein Gespr&auml;ch mit Krankenpflegerin Nina B&ouml;hmer &uuml;ber Arbeiten am Limit und schwierige Patienten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/coronakrise-krankenpflegerin-nina-boehmer-fuehlt-sich-verheizt-a-48868e06-4aa7-4aef-873b-e43ca9d61110\">SPIEGEL<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Forderung der EU-Kommission &ndash; Firmen mit Verbindungen zu Steueroasen sollen keine Corona-Hilfe bekommen<\/strong><br>\nWenn ein Unternehmen Steuern vermeidet, sollte es nicht vom Staat gerettet werden. Das fordert EU-Wettbewerbskommissarin Vestager. Sonst handle es sich um einen Missbrauch von Hilfsgeldern.<br>\nDie EU-Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten, Unternehmen mit Verbindung zu Steueroasen in der Coronakrise keine staatliche Finanzhilfe zu gew&auml;hren. &ldquo;Wir befinden uns in einer beispiellosen Situation, in der Unternehmen vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie in au&szlig;ergew&ouml;hnlichem Umfang staatliche Beihilfen erhalten&rdquo;, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.<br>\n&ldquo;Insbesondere in diesem Kontext ist es nicht hinnehmbar, dass Unternehmen, die &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung erhalten, mithilfe von Steueroasen Steuervermeidungspraktiken anwenden.&rdquo; Das w&auml;re ein Missbrauch von Hilfsgeldern zulasten der Steuerzahler und der Sozialversicherungssysteme.<br>\n&ldquo;Zusammen mit den Mitgliedstaaten wollen wir dem einen Riegel vorschieben&rdquo;, sagte Vestager. Auch f&uuml;r Unternehmen, die wegen schwerwiegender Finanzdelikte, etwa Finanzbetrug, Korruption oder Nichtzahlung von Steuern und Sozialabgaben, verurteilt wurden, sollten Beschr&auml;nkungen gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/coronavirus-eu-staaten-sollen-firmen-mit-draht-zu-steueroasen-hilfen-verweigern-a-25bfd478-69e4-485d-a729-c633402ff0bd\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man m&ouml;chte meinen, das sollte eh selbstverst&auml;ndlich sein, aber nat&uuml;rlich es wieder wieder ganz anders gehen: jedes Gro&szlig;unternehmen bekommt auf Anfrage die Hilfen, und niemand wird &uuml;berpr&uuml;fen oder gar darauf bestehen, dass alle Tochtergesellschaften sauber alle Steuern zahlen oder keine unfairen Arbeitsbedingungen haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Widerstand gegen Lieferkettengesetz &ldquo;Zus&auml;tzliche Belastungen sind Gift&rdquo;<\/strong><br>\nWeltweit 75 Millionen ausgebeutete Kinder, Hungerl&ouml;hne, unw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen: In der Bundesregierung gibt es Pl&auml;ne f&uuml;r klarere Regeln f&uuml;r Firmen, die im Ausland produzieren. Doch die Wirtschaft wehrt sich.<br>\n(&hellip;)  &ldquo;Falls (die Unternehmen) ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen und es zu einem Schaden kommt, m&uuml;ssen Betroffene (bspw.) aus Bangladesch die M&ouml;glichkeit haben, Unternehmen in Deutschland (zu) verklagen&rdquo; Doch genau solch eine Haftung lehnen die Spitzenverb&auml;nde der deutschen Wirtschaft f&uuml;r gro&szlig;e deutsche Firmen mit 500 und mehr Besch&auml;ftigten ab&hellip;<br>\nEnde Juni erreichte Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus ein Brandbrief von den Spitzenverb&auml;nden der deutschen Wirtschaft. Darin (warnen ebendiese) vor einer &Uuml;berforderung der Firmen &ndash; gerade in Corona-Zeiten&hellip;<br>\n(&hellip;) Doch angesichts der Corona-Krise traten Kanzleramt und Wirtschaftsministerium auf die Bremse, weil sie den Firmen nicht noch mehr aufb&uuml;rden wollten. (Der stellvertretende DIHK-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer) Dercks betonte: Da die Exporte eingebrochen seien, bef&auml;nden sich die Unternehmen bis heute in einer existenziellen Krise. &ldquo;In dieser Situation sind alle zus&auml;tzlichen Belastungen nat&uuml;rlich Gift.&rdquo; Er wies darauf hin, dass deutsche Firmen weltweit bereits zu h&ouml;heren Sozial- und Umweltstandards beitr&uuml;gen. Doch nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios verfehlen die Unternehmen ihre selbstgesteckten Zieldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/lieferkettengesetz-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.B.K.:<\/strong> Nach Verinnerlichung <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/067121-000-A\/ganz-oben\/\">dieser aufschlussreichen Doku<\/a>, dieses <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62910\">ungesch&ouml;nt realistischen Artikels<\/a> und dieser freilich handzahmen aber deutungsvollen tagesschau-Meldung kommt man kaum umhin anzunehmen, dass der Kapitalismus, obwohl er doch angeblich &uuml;berall und in all seinen Facetten f&uuml;r alle Lebensformen in jeder Lebenslage das beste Vehikel zum Erfolg sei, sogar in seiner radikalen, weltumgreifenden, energiebed&uuml;rftigen Auspr&auml;gung am Tagesende dann aber f&uuml;r offenbar niemanden einen lebenswerten Gewinn darstellt: die Reichen, die Kunden, die Arbeitskr&auml;fte, die Investoren, die Rendite etc. alle jammern wie schlecht es ihnen in diesem Wirtschaftssystem ergeht, was sie daf&uuml;r alles entbehren m&uuml;ssen und insgeheim verschwinden sie mit &ldquo;ihrem&rdquo; Kopfkissen bei der n&auml;chsten Gelegenheit dahin, wo die Bedingungen f&uuml;r sie besser sind. Aber wohin eigentlich? Letterbox Island? Warum l&auml;sst man denn Unternehmen, die in betriebswirtschaftlicher Sicht auf gr&ouml;bst mangelhaften Gesch&auml;ftskonzepten aufbauen indem sie offenbar nur dann &uuml;berlebensf&auml;hig sind, wenn die Lohnkosten 50&euro;\/Woche nicht &uuml;bersteigen und die Menschenrechte f&uuml;r jene, die die Arbeit verrichten, ausgeklammert werden, &uuml;berhaupt am Markt zu bzw. auf die Menschen los? Mit welcher Berechtigung steht die Existenz einer solchen Firma &uuml;ber der Existenz eines Menschen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenn Gier die Erde frisst<\/strong><br>\nNimmersatt nennt man einen Menschen, der den Hals nicht voll genug bekommt. Das gilt f&uuml;r einen Dickwanst ebenso wie f&uuml;r einen Milliard&auml;r. Der eine, weil er wegen seiner K&ouml;rperf&uuml;lle meint, noch mehr essen zu m&uuml;ssen, der andere, weil sein Verm&ouml;gen in steter &Uuml;bung noch weiter vermehrt werden muss. Diese &Uuml;bung kann jetzt eben der Milliard&auml;r nicht lassen, der &ndash; vor kurzem aufgedeckt, aber seit Jahren praktiziert -, ein schamlos durch Sklavenarbeit in seinem gro&szlig;en Fleischereibetrieb aufgeh&auml;uftes Verm&ouml;gen jetzt auch noch dadurch vermehren will, dass er Lohnkostenerstattung, f&uuml;r die von ihm selbst verantwortungslos ausgel&ouml;ste Corona-Quarant&auml;ne fordert. Dreister und d&uuml;mmer geht&rsquo;s wirklich nimmer.<br>\n&Uuml;bung hat der Fleischer-Kaiser wahrlich: 2012 Steuerfahndung wegen Steuerhinterziehung, 2013 verschweigt er dem Bundeskartellamt eine Unternehmensbeteiligung und schluckt ganz l&auml;ssig ein Bu&szlig;geld in H&ouml;he von 90.000 Euro, 2014 Cum-Ex-Gesch&auml;fte mit Erstattung von Ertragssteuern, die nie abgef&uuml;hrt wurden, 2016 erwiesene Preisabsprachen mit einem Bu&szlig;geld von 128 Millionen Euro, die aber wegen erst Verschiebungen und dann Aufl&ouml;sung von Unternehmen der T&ouml;nnies-Gruppe nicht eingetrieben werden konnten, und schlie&szlig;lich der Infektions-Skandal 2020, der jetzt mit einer tolldreisten Lohnkostenerstattung aufgeh&uuml;bscht werden soll.<br>\n(&hellip;) Wann endlich setzen unsere Legislative und Judikative ein klares Zeichen, solche profitgetriebenen, menschen- und rechtverachtenden Machenschaften in unserem Land mit Stumpf und Stiel auszurotten? Arbeitsuchende aus EU-L&auml;ndern haben bei uns dieselben Rechte und Pflichten wie wir selbst, und vor allem ist ihre W&uuml;rde unantastbar. Sie zu sch&uuml;tzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Profitgeile Nimmersatte, wie Clemens T&ouml;nnies schaden unserer Gesellschaft. Bei Schalke 04 ist er bereits rausgeschmissen, wann kommt bei einer solchen Vita endlich ein Gewerbeverbot nach &sect; 35 Abs. 1 GewO?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/48.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=74383&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=32228b6f70\">Scharf links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In sieben Jahren &ldquo;Huawei-frei&rdquo;<\/strong><br>\nKomplettausschluss von Huawei bei 5G in Gro&szlig;britannien verst&auml;rkt den Druck auf Deutschland, jetzt nachzuziehen.<br>\nBerlin\/London\/Washington (Eigener Bericht) &ndash; Mit dem gestrigen Komplettausschluss von Huawei vom Aufbau der britischen 5G-Netze steigt der US-Druck auf Berlin und Br&uuml;ssel, es London gleichzutun. Die britische Regierung hat gestern nach heftigen Machtk&auml;mpfen ihre Entscheidung vom Januar, Huawei an 5G zu beteiligen, revidiert und fordert nun sogar, bereits verbaute Huawei-Technologie zu deinstallieren und zu verschrotten. Dies werde den Netzaufbau zwei bis drei Jahre verz&ouml;gern und bis zu zwei Milliarden Pfund kosten, r&auml;umt die Regierung ein. Gegenw&auml;rtig h&auml;lt sich der Nationale Sicherheitsberater von US-Pr&auml;sident Donald Trump in Paris auf, um auch Frankreich, Italien und die Bundesrepublik zum vollst&auml;ndigen Ausschluss des chinesischen Konzerns zu n&ouml;tigen. W&auml;hrend Au&szlig;enminister Maas als offen f&uuml;r das Ansinnen gilt, k&uuml;ndigt Wirtschaftsminister Peter Altmaier an: &ldquo;Wir werden Huawei nicht vom 5G-Netz ausschlie&szlig;en.&rdquo; Gro&szlig;britannien arbeitet unterdessen an einer Alternative, in die auch Deutschland einbezogen werden k&ouml;nnte. Ihre Realisierung kann Experten zufolge freilich Jahre dauern.<br>\n(&hellip;) Druck aus Washington<br>\nWashington erh&ouml;ht nicht zuletzt auch den Druck auf Berlin und die EU. Am Montag ist der Nationale Sicherheitsberater von US-Pr&auml;sident Donald Trump, Robert O&rsquo;Brien, zu Gespr&auml;chen in Paris eingetroffen; Washington hat mitgeteilt, dass es dabei auch um den Aufbau der 5G-Netze in der EU geht. O&rsquo;Brien verhandelt nicht nur mit franz&ouml;sischen, sondern auch mit britischen, italienischen und deutschen Stellen mit dem Ziel, einen m&ouml;glichst weit reichenden Ausschluss von Huawei zu erreichen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8335\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: China setzt US-Senatoren auf Sanktionsliste<\/strong><br>\nNachdem die USA mehrere chinesische Beamte aufgrund von angeblichen Menschenrechtsverletzungen gegen die Uiguren sanktioniert hatte, holt jetzt Peking zum Gegenschlag aus. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten rutschen von einer Krise zur n&auml;chsten.<br>\nChina hat gegen mehrere US-Politiker Sanktionen verh&auml;ngt. Unter den sanktionierten US-Vertretern sind auch Marco Rubio und Ted Cruz, zwei besonders aggressiv antichinesische Senatoren der Republikanischen Partei. Peking erkl&auml;rte, der Schritt sei eine Reaktion darauf, dass die USA Sanktionen gegen chinesische Beamte im Zusammenhang mit den Uiguren in China beschlossen hatte.<br>\nAuf der Sanktionsliste stehen neben Rubio und Cruz das Repr&auml;sentantenhaus-Mitglied Chris Smith, der US-Gesandte f&uuml;r Religionsfreiheit Sam Brownback und die Kommission der US-Regierung und des US-Kongresses f&uuml;r China. Alle sanktionierten Politiker sind lautstarke Kritiker der chinesischen Regierung und haben immer wieder auf strenge Anti-China-Gesetze in den USA gedr&auml;ngt.<br>\nDie Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Hua Chunying, erkl&auml;rte, die Sanktionen seien Vergeltungsma&szlig;nahmen gegen fr&uuml;here feindliche Aktionen der USA.<br>\n(&hellip;) Im vergangenen Jahr hatte US-Pr&auml;sident Donald Trump US-amerikanischen Firmen im Bereich der sensiblen Informationstechnologie verboten, die Produkte des chinesischen Telekommunikationsunternehmens Huawei zu verwenden. Washington beschuldigte die chinesische Regierung, Huawei-Technik f&uuml;r Spionagezwecke zu missbrauchen, was sowohl das Unternehmen als auch Peking vehement bestreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/104445-china-setzt-us-senatoren-auf\/\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neue Studie: Privates Investment beg&uuml;nstigt Waldzerst&ouml;rung im Amazonas<\/strong><br>\nGlobaler Klimawandel wird dadurch immer weiter beschleunigt. HRW warnt aus diesem Grund vor Abschluss des Freihandelsabkommens EU-Mercosur<br>\nBras&iacute;lia. Gro&szlig;fl&auml;chige Landk&auml;ufe mit einer Fl&auml;che von mindestens 200 Hektar tragen zur Zerst&ouml;rung der Tropenw&auml;lder bei, wie aus einer neuen Studie von Nature Geosciences hervorgeht. Die Studie hat die Folgen von mehr als 80.000 Kaufvertr&auml;gen analysiert, die zwischen 2000 und 2018 in 15 L&auml;ndern S&uuml;damerikas, aber auch der Subsahara in Afrika und in S&uuml;dostasien abgeschlossen wurden. &Uuml;ber drei Viertel dieser &Uuml;bernahmen wurden laut Umfrage von ausl&auml;ndischen Investoren get&auml;tigt. Dabei steht auch besonders die Amazonas-Region im Mittelpunkt. Human Rights Watch (HRW) &auml;u&szlig;erte sich nun besorgt ob des mangelhaften Schutzes der Region, allen voran im Hinblick auf die anstehende Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen Mercosur und Europ&auml;ischer Union.<br>\nDie Untersuchung von Nature Sciences verglich die Aufzeichnungen &uuml;ber Verk&auml;ufe staatlichen Landes mit Satellitendaten &uuml;ber Ver&auml;nderungen der Vegetationsbedeckung. Der gro&szlig;fl&auml;chige Bergbau im gesamten Amazonasgebiet wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten am h&auml;ufigsten mit der Waldzerst&ouml;rung in Verbindung gebracht. In anderen Regionen waren Palm&ouml;l und Holz die Nutzungen, die am h&auml;ufigsten die zunehmende Abholzung der Tropenw&auml;lder verursachten. Von 2000 bis 2018 verloren Brasilien, Kambodscha, Indonesien, Liberia, Malaysia und Mosambik durchschnittlich zehn Prozent ihrer W&auml;lder.<br>\n(&hellip;) Die illegale Entwaldung in Brasilien soll weitgehend von gewaltt&auml;tigen kriminellen Netzwerken vorangetrieben werden, wie bereits aus einem HRW-Bericht aus dem Jahr 2019 hervorging. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2019 habe Bolsonaro zudem die brasilianische Umwelt- und Indigenenschutzbeh&ouml;rde sabotiert und versucht, die Umweltgruppen des Landes ins Abseits zu dr&auml;ngen. Die Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet soll allein im Jahr 2019 um mehr als 80 Prozent zugenommen haben. Vorl&auml;ufigen Daten zufolge, die auf Echtzeitwarnungen der brasilianischen Weltraumforschungsagentur basieren, habe die Entwaldung auch in diesem Jahr w&auml;hrend der Covid-19-Pandemie weiter zugenommen. Auch gebe es immer mehr Bedrohungen gegen Waldsch&uuml;tzer.<br>\nHRW warnte auch die EU-Kommission, das Handelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und des Mercosur nicht zu ratifizieren, solange Brasilien nicht den Amazonas-Regenwald effektiv sch&uuml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/07\/241495\/abholzung-regenwald-abkommen-eu-mercosur\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Autobahn GmbH, das n&auml;chste Scheuer-Debakel<\/strong><br>\nDer Bundesverkehrsminister will die Verwaltung der Schnellstra&szlig;en in einer neuen Gesellschaft b&uuml;ndeln. Scheuer selbst gibt zu, dass die Beratervertr&auml;ge &bdquo;aus dem Ruder gelaufen&ldquo; seien. Nicht der einzige Grund f&uuml;r Negativschlagzeilen.<br>\nEigentlich geht es erst in einem knappen halben Jahr so richtig los: Am 1. Januar werden Stephan Krenz und seine Kollegen die Verantwortung f&uuml;r die 13.000 Kilometer Autobahn in Deutschland &uuml;bernehmen. Doch die Autobahn GmbH des Bundes, die Krenz leitet, sorgt schon seit Monaten f&uuml;r Diskussionen und &Auml;rger f&uuml;r Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).<br>\nDenn das Gro&szlig;projekt Autobahnreform ist vor allem ein lukratives Gesch&auml;ft f&uuml;r Beratungsfirmen geworden, und auch der Bundesrechnungshof hat erhebliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Teilen der Pl&auml;ne. Selbst Scheuer musste zugeben, dass die Beratervertr&auml;ge &bdquo;aus dem Ruder gelaufen&ldquo; seien.<br>\nTats&auml;chlich ist das Vorhaben ambitioniert: Innerhalb von eineinhalb Jahren sollten Krenz und seine Kollegen in der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Autobahn GmbH eine Organisation aufbauen, die Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen zentral steuern kann. Bislang war das in den einzelnen Bundesl&auml;ndern erledigt worden. Doch damit soll Schluss sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article211560573\/Autobahn-Selbst-Scheuer-haelt-Kosten-fuer-Berater-fuer-zu-hoch.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Fr&uuml;her war die deutsche B&uuml;rokratie eine Quelle f&uuml;r Spott &ndash; heute w&uuml;nsche ich mir oft genug, sie w&uuml;rde funktionieren. Ein Desaster reiht sich ans andere; offenbar war das Projekt von Anfang an viel zu knapp geplant. Berater verdienen sich &ndash; zum x-ten Mal &ndash; eine goldene Nase, obwohl das Projekt doch Kosten sparen soll. Umgekehrt w&uuml;nschte man sich vielleicht sogar das Scheitern dieser Verwaltungsreform, das die weitere Privatisierung von Autobahnen beschleunigen soll&hellip; und mittendrin, wie immer, Andi Scheuer, bei dem nie wei&szlig;, ob er nur inkompetent und dummdreist ist oder in Wahrheit der gerissenste Gauner von allen, der seinen Spezln immer weitere Millionen zuschiebt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Juan Guaid&oacute;: Politisch gescheitert, aber Schl&uuml;sselfigur bei der Pl&uuml;nderung Venezuelas<\/strong><br>\nAls &ldquo;Interimspr&auml;sident&rdquo; hat Guaid&oacute; sich als politischer Fehlschlag erwiesen. Was den Diebstahl von Verm&ouml;gen des Landes angeht, sieht die Bilanz jedoch anders aus<br>\nJuan Guaid&oacute; ist politisch an einem toten Punkt angelangt. Er kann die Initiative nicht wiedererlangen, er kann nicht &uuml;berzeugen, und er wird den Ruf der schlechten Verwaltung von Geldern nicht los, der ihn umgibt. Im Laufe der Wochen und Monate wird seine Gestalt immer kleiner, und man erinnert sich kaum an die Zeit seiner Auftritte im US-Kongress und im Wei&szlig;en Haus Anfang 2020.<br>\nSo gesehen erweist sich der Versuch eines &ldquo;&Uuml;bergangspr&auml;sidenten&rdquo; als Fehlschlag. Die parallelen und virtuellen Institutionen erreichen ihre politischen Ziele nicht. Dasselbe gilt f&uuml;r den &ldquo;Obersten Gerichtshof im Exil&rdquo;, an den sich kaum noch jemand erinnert, oder den bedeutungslosen &ldquo;Generalstaatsanwalt im Exil&rdquo;&hellip;<br>\nAber Guaid&oacute; kann auch anders eingesch&auml;tzt werden: Nicht aufgrund seiner unmittelbaren und innenpolitischen Ergebnisse, sondern als Teil eines R&auml;derwerkes der Pl&uuml;nderung. Indem Guaid&oacute; von den USA zum Interimspr&auml;sidenten Venezuelas ernannt wurde, hat er es erm&ouml;glicht, dass in seinem Namen Diebstahl an den G&uuml;tern der Nation durchgef&uuml;hrt werden. Und das ist kein Misserfolg f&uuml;r die USA&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/241431\/venezuela-guaido-raubzug\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der t&uuml;rkische Pr&auml;sident hat mit der Umwandlung der Hagia Sophia den Islamisten und Nationalisten nachgegeben <\/strong><br>\nAls N&auml;chstes geht es den Frauenrechten an den Kragen<br>\n(&hellip;) Erdogan ist ziemlich allein, national und international<br>\nErdogan hat schon oft bewiesen, dass er sich aus politischen Notsituationen wieder befreien kann, aber diesmal wird es besonders schwierig. Die Wirtschaft, einst das Aush&auml;ngeschild der AKP, leidet unter Strukturproblemen, grassierender Korruption, der Abwanderung ausl&auml;ndischer Investoren und der Corona-Pandemie, die den wichtigen Devisenbringer Tourismus lahmlegt.<br>\nDie T&uuml;rkei hat Krach mit Europa und den USA, ist in Syrien und in Libyen in Kriege verwickelt und hat au&szlig;er dem kleinen Katar kaum noch Verb&uuml;ndete.<br>\nErdogans Regierung reagiert auf die vielen Herausforderungen, indem sie sich in die Wagenburg zur&uuml;ckzieht und auf alles zielt, was sich drau&szlig;en bewegt. Weil die legale Kurdenpartei HDP mit politischen Mitteln nicht kleinzukriegen ist, hat die Regierung Dutzende ihrer Politiker ins Gef&auml;ngnis werfen lassen.<br>\nB&uuml;rger zweifeln zunehmend an Erdogan, doch die Opposition bleibt zersplittert<br>\nMit der Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul von einem Museum in eine Moschee hat Erdogan gezeigt, dass er keine andere M&ouml;glichkeit mehr sieht, als islamistische und nationalistische Kreise zu bedienen. Er musste diese vermeintliche Trumpfkarte spielen, weil er nur noch wenig in der Hand hat. Islamisten wie Nationalisten verlangen als n&auml;chsten Schritt den Abbau von Frauenrechten, angeblich zum Wohl der Familie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/erdogan-mit-dem-ruecken-zur-wand-als-naechstes-geht-es-den-frauenrechten-an-den-kragen\/25997868.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das Exempel der Hagia Sophia<\/strong><br>\nErdo&#287;ans Botschaft richtet sich mehr an die islamische als an die christliche Welt<br>\n(&hellip;) An die islamische Welt gerichtet<br>\nEs ist ein nationalistischer Akt, ein hegemonialer Akt, und die meisten Analysen lassen v&ouml;llig aus, an wen er vor allem gerichtet ist: nicht an die christliche, sondern an die islamische Welt. &ldquo;Ich bin der Einzige, der es momentan bringt!&rdquo;, ist die Botschaft, wenn Erdo&#287;an in seiner Siegesrede auch die Befreiung von Al-Aqsa in Jerusalem erw&auml;hnt. So einfach gestrickt ist der t&uuml;rkische Pr&auml;sident nat&uuml;rlich nicht, dass er meint, die Israelis aus Jerusalem vertreiben zu k&ouml;nnen. Aber er pr&auml;sentiert sich als den Einzigen, der heute &uuml;berhaupt in der Lage ist, die Interessen der islamischen Welt politisch zu vertreten. Gemeint ist: Die Araber k&ouml;nnen es nicht&hellip;<br>\nDie Gegenreaktion, getragen von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Abdelfattah al-Sisis &Auml;gypten, war heftig. Aber die Kriege in Syrien und in Libyen gaben Erdo&#287;an sp&auml;ter die Chance, seine Macht auch auf ehemalige arabische und nordafrikanische Teile des Osmanischen Reichs zu projizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000118685283\/das-exempel-der-hagia-sophia\">Der Standard<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62926","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62926"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62929,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62926\/revisions\/62929"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}