{"id":62957,"date":"2020-07-16T08:35:56","date_gmt":"2020-07-16T06:35:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957"},"modified":"2020-07-16T08:35:56","modified_gmt":"2020-07-16T06:35:56","slug":"hinweise-des-tages-3653","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h01\">Parents@work &ndash; Eltern am Arbeitsplatz: &bdquo;Das war eine Horrorzeit.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h02\">Lauterbach wirft Karliczek Konzeptlosigkeit bei Schul&ouml;ffnung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h03\">Das gebrochene Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h04\">Hat sich Merkel schon bewegt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h05\">Aus der Folterkammer des Wirtschaftskriegs (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h06\">Wie ist die Wellenl&auml;nge der zweiten Welle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h07\">Wie es nach der COVID-19-Pandemie weitergehen soll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h08\">Wo ist nur der &ldquo;Ich bin wieder gesund&rdquo;-Knopf?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h09\">Das Lieferkettengesetz ist &uuml;berf&auml;llig &ndash; die Ablehnung der Unternehmerverb&auml;nde verantwortungslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h10\">Streit um Dokumente zur Rolle von Bafin-Vize Roegele im Cum-Ex-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h11\">Attac zu Apple Urteil: Die internationalen Steuerregeln sind faul und l&ouml;chrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h12\">500.000 tote Kinder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h13\">Der falsche Stammbaum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h14\">Beijing ruft zu Wachsamkeit gegen&uuml;ber US-Einmischung im S&uuml;dchinesischen Meer auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62957#h15\">Damit ist jedes Ihrer Argumente wertlos.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Parents@work &ndash; Eltern am Arbeitsplatz: &bdquo;Das war eine Horrorzeit.&ldquo;<\/strong><br>\nPolitischen und unternehmerischen Bekundungen zum Trotz ist die Vereinbarkeit von Erwerbst&auml;tigkeit und (Kinder-)Betreuung h&auml;ufig noch immer ein Drahtseilakt &ndash; nicht selten zum Nachteil der Eltern.<br>\nDas betrifft keineswegs nur die Zeit des Corona-bedingten Lockdowns von Schulen und Kinderg&auml;rten, sondern stellt ein grunds&auml;tzliches Problem dar, wie eine aktuelle Studie von L&amp;R Sozialforschung in Kooperation mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft zeigt.<br>\nViele M&uuml;tter und V&auml;ter wurden allein aufgrund der Tatsache, dass sie Eltern wurden und Elternkarenz oder Elternteilzeit in Anspruch nehmen wollten, massiven Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Das ist ein Ergebnis des von der Europ&auml;ischen Kommission gef&ouml;rderten Projektes &bdquo;Parents@work&ldquo;, in dessen Rahmen von November 2019 bis Februar 2020 ausf&uuml;hrliche Interviews mit Eltern gef&uuml;hrt wurden.<br>\nUnsere InterviewpartnerInnen hatten gemeinsam, dass sie die Diskriminierung nicht einfach hinnahmen, sondern sich dagegen zur Wehr setzten: Sie kontaktierten die Gleichbehandlungsanwaltschaft und in vielen F&auml;llen parallel auch die Arbeiterkammer, um sich Unterst&uuml;tzung zu holen. Teilweise zogen sie mit ihren F&auml;llen vor Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/eltern-am-arbeitsplatz\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lauterbach wirft Karliczek Konzeptlosigkeit bei Schul&ouml;ffnung vor<\/strong><br>\nSPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach kritisiert Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), weil sie bisher kein Konzept f&uuml;r die Schul&ouml;ffnung nach den Sommerferien vorgelegt hat. Karliczek setzt auf individuelle L&ouml;sungen anstatt eines nationalen Konzeptes. &ldquo;Das ist zu wenig. Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass man im Sommer ein nationales Konzept entwickelt. Wenn wir im Herbst wieder mehr Infektionen haben, wird es schwierig&rdquo;, sagte Lauterbach der Welt.<br>\nEin nationales Konzept k&ouml;nne Lauterbach zufolge vorsehen, dass Klassen ausged&uuml;nnt werden, Unterricht &uuml;ber den ganzen Tag gestreckt und ein qualitativ hochwertiger Onlineunterricht angeboten wird. &ldquo;Wenn wir im Herbst t&auml;glich mit ein paar Hundert Neuinfektionen &uuml;ber die Runden kommen &ndash; also so wie jetzt -, brauchen wir das nicht. Aber die zweite Welle in L&auml;ndern wie Israel zeigt mir, dass es wichtig ist, sich auch auf ein anderes Szenario vorzubereiten&rdquo;, so Lauterbach. (&hellip;)<br>\nDie Pr&auml;sidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pf&auml;lzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte hingegen Ende Juni erkl&auml;rt, der Regelbetrieb sei nach den Sommerferien das Ziel. Hubig sagte damals bei der Vorstellung des Nationalen Bildungsberichtes, es liefen Planungen f&uuml;r drei verschiedene Szenarien je nach Entwicklung der Corona-Pandemie: Regelbetrieb, rollierender Betrieb mit abwechselndem Unterricht in der Schule und zu Hause, und auch m&ouml;gliche Komplettschlie&szlig;ungen von Schulen. Mehrere Bundesl&auml;nder haben bereits angek&uuml;ndigt, nach den Sommerferien zu einem Regelbetrieb zur&uuml;ckkehren zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-deutschland-1.4965422\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie zum Thema z.B. auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62906#h07\">Kinder wirken eher als Bremskl&ouml;tze der Infektion<\/a>&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62255\">Corona: Ein Land ignoriert seine Kinder<\/a> und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61198\">Schule mit Abstand, Maske und Desinfektionsmitteln &ndash; ist das kindgerecht und medizinisch geboten?<\/a>&ldquo;. Das Konzept, was Herr Lauterbach offenbar verfolgt, besteht wohl aus dem Dreht&uuml;r-Effekt von der Politik in die Privatwirtschaft. Mehr &uuml;ber diesen &ldquo;Experten&rdquo; k&ouml;nnen sie hier nachlesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62278\">Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das gebrochene Versprechen<\/strong><br>\nDas Absurde ist: Weil Deutschland vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen ist und sich daf&uuml;r r&uuml;hmt, haben viele Menschen jetzt das Gef&uuml;hl, Deutschland sei gut aufgestellt, tue alles f&uuml;r die Risikogruppe und habe alles im Griff. Doch davon kann keine Rede sein.<br>\nWir sch&uuml;tzen die Alten &ndash; das war das Motto des Corona-Lockdowns. Weil mit den Lebensjahren und Vorerkrankungen die Gefahr, an dem Virus zu sterben, signifikant erh&ouml;ht ist, legen wir unsere Wirtschaft in Teilen lahm, verh&auml;ngen monatelange Kontaktverbote, greifen in die Grundrechte ein. Aus Solidarit&auml;t, hie&szlig; es. Denn die Jungen und Gesunden seien viel weniger betroffen und m&uuml;ssten trotzdem ihre Freiheiten einschr&auml;nken. Kinder d&uuml;rfen ihren Opa nicht mehr besuchen, damit der nicht vorzeitig sterben muss. So lautete die Erz&auml;hlung. [&hellip;]<br>\nWie passt es nun in dieses Bild, dass ausgerechnet die am st&auml;rksten von Corona gef&auml;hrdete Gruppe vergessen wurde? Die meisten Pflegebed&uuml;rftigen sind alt, alle sind krank, haben meist diverse Vorerkrankungen. Hinzu kommt noch die Gruppe der pflegebed&uuml;rftigen j&uuml;ngeren Erwachsenen und Kinder. Es handelt sich hier also genau um die Gruppe, die am meisten vor Corona gesch&uuml;tzt werden muss. Doch was ist passiert? Sie fiel hinten&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/das-gebrochene-versprechen-li.93247\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hat sich Merkel schon bewegt?<\/strong><br>\nMerkels Jobs w&auml;re es, Rutte von seinem &ldquo;Nein&rdquo; zu schuldenfinanzierten Zusch&uuml;ssen abzubringen. Au&szlig;erdem m&uuml;sste sie ihm klarmachen, dass Den Haag nicht &uuml;ber Reformen in den Krisenl&auml;ndern bestimmen kann. Doch das tut sie nicht &ndash; im Gegenteil. Bei ihrem Treffen mit Rutte in Berlin forderte auch Merkel strikte Reformauflagen f&uuml;r die Hilfsempf&auml;nger. Sie best&auml;rkte Rutte damit in seinem Widerstand, statt ihn umzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/hat-sich-merkel-schon-bewegt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Varoufakis: &bdquo;Europa wird traurig und geteilt sein&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here griechische Finanzminister Yanis Varoufakis glaubt, dass die neuen Corona-Milliarden der EU nicht den Arbeitern, sondern den Oligarchen zugute kommen werden.<br>\nSie stehen dem von der EU geplanten Corona-Fonds sehr kritisch gegen&uuml;ber. Warum?<br>\nDer Fonds wurde als Ersatz f&uuml;r Eurobonds entwickelt. Er ist er aber kein Ersatz. Seine Struktur spaltet und f&uuml;hrt zu gr&ouml;&szlig;erer Uneinigkeit unter den Europ&auml;ern. Und schlie&szlig;lich: Er ist zu klein und kommt zu sp&auml;t.<br>\nZwar handelt es sich bei dem Fonds zu einem Teil um gemeinsame Schulden. Doch es handelt sich ausdr&uuml;cklich und rechtlich um einmalige Schulden mit spezifischen Einzelheiten dar&uuml;ber, wie und wann sie zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen. Wir haben eine historische Gelegenheit verpasst, das &Auml;quivalent zu US-Schatzwechseln zu etablieren. Diese haben den Dollar stark gemacht und die Vereinigten Staaten in die Lage versetzt, Schocks weitaus besser zu absorbieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/varoufakis-europa-wird-traurig-und-geteilt-sein-li.93051\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aus der Folterkammer des Wirtschaftskriegs (II)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung dringt auf die Einf&uuml;hrung eines neuen globalen EU-Sanktionsmechanismus nach dem Vorbild von US-Zwangsma&szlig;nahmen. Man wolle sich in diesem Halbjahr daf&uuml;r einsetzen, &ldquo;die Kapazit&auml;ten&rdquo; der Union &ldquo;zur Verh&auml;ngung und Umsetzung von Sanktionen zu erweitern&rdquo;, hei&szlig;t es im Programm f&uuml;r die aktuelle deutsche EU-Ratspr&auml;sidentschaft. Bereits im vergangenen Jahr hatten die EU-Au&szlig;enminister die Arbeiten an einem EU-Gesetz auf den Weg gebracht, das offiziell Menschenrechtsverletzungen bestrafen soll. Faktisch richtet es sich nur gegen Funktionstr&auml;ger gegnerischer Staaten und schont verb&uuml;ndete Menschenrechtsverbrecher, dient also, wie sein US-Sanktionsvorbild, als Instrument im globalen Machtkampf. Es erg&auml;nzt ein wucherndes EU-Sanktionsregime, das sich schon jetzt etwa gegen Russland, Syrien und Venezuela richtet und mitverantwortlich f&uuml;r die massive Mangelversorgung einiger betroffener L&auml;nder ist. In den vergangenen Wochen hat die EU verschiedene Sanktionen trotz der Covid-19-Pandemie ausgeweitet und verl&auml;ngert &ndash; gegen den Protest der UNO.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8336\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie ist die Wellenl&auml;nge der zweiten Welle?<\/strong><br>\nDie Fallzahlen steigen wieder rapide. Den Satz hat man in den letzten Wochen in fast jedem Medium gelesen oder geh&ouml;rt &ndash; gef&uuml;hlte tausend Mal.<br>\nNeue d&uuml;stere Panik-W&ouml;rter machen die Runde: Superspreader. Und neue Berufe sind entstanden: Contact-Tracer. Der Z&uuml;rcher Tages-Anzeiger schreibt &laquo;Die Schweiz lernt die Maske lieben&raquo; und stellt die neue Sommerkollektion der Maskenmode vor. Und in Neuenburg werden schon Flaggen gehisst, welche die t&auml;gliche Gefahrenstufe im Kanton anzeigen: gelb, orange, rot! Etwa wie die Sturmfahnen an den Nordsee-Str&auml;nden: Land unter.<br>\nF&uuml;r die grossen Medien gab es kaum noch Zweifel: &laquo;Rollt gerade die zweite Welle auf uns zu?&raquo;, titelte die Sonntagszeitung am 28. Juni. Wenn die Dimension der Welle an den journalistischen Schallwellen und Druckwellen zu messen ist, welche Radio, Fernsehen und Zeitungen &uuml;berfluteten, dann war es eine La-Ola-Welle. Der Tages-Anzeiger schrieb am 3. Juli, man habe keine Zeit mehr, um den Ernstfall abzuwarten: &laquo;Exponentiell ansteigende Kurven sind heimt&uuml;ckisch.&raquo;<br>\nWer aber am 11. Juli denselben Tages-Anzeiger aufschl&auml;gt, reibt sich die Augen. Da steht auf Seite zwei schwarz auf weiss: Die Epidemiologen &laquo;lagen falsch&raquo;, als sie nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen mit einem starken Aufflammen der Ansteckungen rechneten. Und noch verwirrender ist der Hinweis, es d&uuml;rften Ansteckungen &laquo;hinzugekommen sein, die nur dank h&auml;ufigerem Testen und intensiverem Contact-Tracing entdeckt wurden&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Wie-ist-die-Wellenlange-der-zweiten-Welle\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie es nach der COVID-19-Pandemie weitergehen soll<\/strong><br>\nF&uuml;r diejenigen, die sich fragen, wie es nach der COVID-19-Pandemie, die fast die komplette Weltwirtschaft lahm gelegt und die schlimmste Depression seit den 1930er Jahren verursacht hat, weitergehen soll, haben die Initiatoren des in Davos tagenden Weltwirtschaftsforums WEF &ndash; der NGO, die bei der Propagierung der Globalisierung die f&uuml;hrende Rolle gespielt hat &ndash; gerade die Umrisse des Plans ver&ouml;ffentlicht, den sie ab Januar 2021 realisieren wollen. Diese Leute haben sich daf&uuml;r entschieden, die Corona-Krise f&uuml;r ihre Zwecke auszunutzen. Am 3. Juni 2020 hat das in Davos tagende Weltwirtschaftsforum WEF auf seiner Website das Thema seines im Januar 2021 stattfindenden n&auml;chsten Forums ver&ouml;ffentlicht. Es lautet &ldquo;The Great Reset&rdquo; (Der Totale Neustart). (1) Die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie sollen dazu genutzt werden, eine sehr spezielle Agenda durchzusetzen. Es f&auml;llt auf, dass diese Agenda perfekt zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen passt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=26909\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wo ist nur der &ldquo;Ich bin wieder gesund&rdquo;-Knopf?<\/strong><br>\nMehr als 15 Millionen Menschen haben die Corona-Warn-App heruntergeladen. Was passiert, wenn man sich positiv meldet, wissen die wenigsten. Eine Betroffene erz&auml;hlt. [&hellip;]<br>\nAuf Nachfrage hei&szlig;t es vom Robert Koch-Institut (RKI): &ldquo;Eine Gesundmeldung ist [&hellip;] nicht m&ouml;glich.&rdquo; (&hellip;)<br>\nKristina Wolfinger wollte es genauer wissen und rief die Telefonnummer f&uuml;r technische Fragen rund um die Corona-Warn-App an. Der Mitarbeiter dort sagte ihr, den Fall, dass sich jemand gesund melden will, habe man noch nicht gehabt. Es sei ja vielleicht besser f&uuml;r das Umfeld, wenn es einmal mehr gewarnt w&uuml;rde als einmal zu wenig. Und riet ihr, doch mal bei der Hotline f&uuml;r Positiv-Meldungen durchzuklingeln. Dort sagte man ihr, die Einstellung w&uuml;rde nach 14 Tagen gel&ouml;scht &ndash; sie solle aber doch lieber den technischen Support anrufen. Wolfinger setzte stattdessen die Einstellungen in der Corona-Warn-App zur&uuml;ck. Drei Tage lang habe die App danach nur Fehlermeldungen ausgespuckt, sagt Wolfinger, da habe sie sie von ihrem Smartphone geworfen. &ldquo;Ich habe genug von dieser App.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/mobil\/2020-07\/corona-warn-app-positives-ergebnis-infiziert-reaktion\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Corona-App scheint ein teurer Flop zu sein &ndash; und ganz nebenbei erf&auml;hrt die Leserschaft dieses Artikels, dass es offensichtlich doch m&ouml;glich ist: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/corona-warn-app-wie-erklaeren-sich-die-gesamtkosten-von-68-millionen-euro-a-56b5abe1-e0a6-4b1c-9177-9066df3d9b14\">&ldquo;Trotz Mund- und Nasenschutz hatte sich Wolfinger angesteckt&rdquo;. &Uuml;ber die Gesamtkosten und zur Frage: Wer bekommt wie viel f&uuml;r die Corona-Warn-App?<\/a>&ldquo;. <\/em><br>\nBitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">Corona-App &ndash; ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a>.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Lieferkettengesetz ist &uuml;berf&auml;llig &ndash; die Ablehnung der Unternehmerverb&auml;nde verantwortungslos<\/strong><br>\n&bdquo;Das Lieferkettengesetz m&uuml;sste schon l&auml;ngst in Kraft sein. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU\/CSU und SPD sieht klar vor, dass, wenn eine Mehrheit der von der Bundesregierung befragten Unternehmen eine &Uuml;berpr&uuml;fung ihrer Lieferketten auf Einhaltung von Menschenrechten nicht freiwillig durchf&uuml;hrt, ein wirksames Lieferkettengesetz mit verpflichtenden Regelungen durchgesetzt werden muss&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, die kontroverse Diskussion zwischen Industrie und Regierungsvertretern &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines Lieferkettengesetzes. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Die deutschen Unternehmen k&ouml;nnen sich nicht mehr herausreden. Wenn ihr Gesch&auml;ftsmodell auf Sozial- oder Umweltdumping auf Kosten anderer beruht, ist das moralisch nicht zu rechtfertigen. Frankreich hat bereits seit 2017 ein Lieferkettengesetz. Und hierzulande tr&auml;gt ein breites gesellschaftliches B&uuml;ndnis diese Forderung mit. Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller hat unsere volle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Durchsetzung dieses Gesetzes, damit deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung auch in anderen L&auml;ndern gerecht werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/das-lieferkettengesetz-ist-ueberfaellig-die-ablehnung-der-unternehmerverbaende-verantwortungslos\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Streit um Dokumente zur Rolle von Bafin-Vize Roegele im Cum-Ex-Skandal<\/strong><br>\nDer Linken-Abgeordnete De Masi fordert eine Freigabe der Protokolle aus dem Cum-Ex-Untersuchungsausschuss. Auch im Wirecard-Skandal agierte Roegele ungl&uuml;cklich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/cum-ex\/befragungsprotokolle-streit-um-dokumente-zur-rolle-von-bafin-vize-roegele-im-cum-ex-skandal\/26001304.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Attac zu Apple Urteil: Die internationalen Steuerregeln sind faul und l&ouml;chrig<\/strong><br>\nDer Kampf gegen Konzernsteuertricks muss politisch, nicht juristisch gewonnen werden<br>\nDas Gericht der Europ&auml;ischen Union (EuG) hat heute die Entscheidung der EU-Kommission f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt, wonach die steuerliche Behandlung von Apple in Irland eine unzul&auml;ssige staatliche Beihilfe darstellt. Irland darf daher darauf verzichten, 13 Milliarden Euro an Steuernachzahlung von Apple zu verlangen. Ob die Kommission dagegen Einspruch erhebt, ist zur Zeit noch offen.<br>\nF&uuml;r Attac best&auml;tigt das Urteil, dass das europ&auml;ische Wettbewerbsrecht grunds&auml;tzlich kein geeignetes Mittel ist, um die Steuertricks von Konzernen zu bek&auml;mpfen. Andernfalls w&auml;ren keine jahrelangen Gerichtsverfahren n&ouml;tig um zu kl&auml;ren, ob es legal ist, dass Konzerne weniger als 1 Prozent Steuern auf k&uuml;nstlich verschobene Gewinne zahlen.<br>\n&bdquo;Das Problem ist nicht ein fauler Apfel, das Problem sind die faulen und l&ouml;chrigen internationalen Steuerregeln. Sie stammen gro&szlig;teils aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und erm&ouml;glichen es, dass F&auml;lle wie Apple die Regel sind&ldquo;, kritisiert David Walch von Attac &Ouml;sterreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.at\/news\/details\/attac-zu-apple-urteil-die-internationalen-steuerregeln-sind-faul-und-loechrig\">attac &Ouml;sterreich<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>500.000 tote Kinder?<\/strong><br>\nLeerstellen in der &ldquo;humanit&auml;ren&rdquo; Berichterstattung &uuml;ber den Nordwesten Syriens<br>\nAls Donald Trump im Sommer letzten Jahres Kelly Craft zur UN-Botschafterin nominiert hatte, fielen in Deutschland die Reaktionen entsprechend skeptisch aus. Welt.de etwa berichtete damals, Craft sei mit einem &ldquo;milliardenschweren Gesch&auml;ftsmann aus der Kohleindustrie&rdquo; verheiratet und dass das Paar Trumps Wahlkampf mit 1,5 Mio. US$ unterst&uuml;tzt h&auml;tte. Au&szlig;erdem habe sie erkl&auml;rt, &ldquo;sie glaube &lsquo;beiden Seiten&rsquo; in der Debatte &uuml;ber den Klimawandel&rdquo;.<br>\nIn der Auseinandersetzung Mitte Juli 2020 um die Nutzung t&uuml;rkischer Grenz&uuml;berg&auml;nge zur humanit&auml;ren Versorgung der Bev&ouml;lkerung im Nordwesten Syriens hingegen wurde sie von der ARD unhinterfragt zitiert: &ldquo;Bis zu einer halbe Million Kinder w&uuml;rden sterben, wenn dieser Zugang [&uuml;ber Bab al-Salam] geschlossen wird.&rdquo; Der deutsche UN-Botschafter Heusgen, der zum 1. Juli 2020 den Vorsitz des Sicherheitsrates &uuml;bernommen hatte und sich offenbar profilieren wollte, griff diese Prognose auf und wurde von der deutschen Presse mit seiner moralischen Entr&uuml;stung umfangreich zitiert. An die UN-Botschafter Chinas und Russlands richtete er die Frage, &ldquo;ob die Leute, die die Anweisung gegeben haben, 500.000 Kinder von humanit&auml;rer Hilfe abzuschneiden, noch in den Spiegel schauen k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nDie Presseschau des Deutschlandfunks gibt einen guten &Uuml;berblick, wie sehr die Medien die vermeintliche Emp&ouml;rung des deutschen UN-Botschafters aufgriffen: Die M&auml;rkische Oderzeitung und die FAZ schrieben von einem &ldquo;menschenverachtende[n] Spiel Moskaus und Pekings&rdquo; und letztere bezeichnete deren Vertreter als &ldquo;Verbrecher&rdquo;; die Pforzheimer Zeitung schwadronierte vom &ldquo;kalte[n] Herz von Russlands Pr&auml;sident Putin&rdquo; und dem &ldquo;Schl&auml;chter von Damaskus, Diktator Assad&rdquo;.<br>\nPeter M&uuml;cke konnte in seinem Kommentar f&uuml;r den Deutschlandfunk dennoch einen kleinen Erfolg f&uuml;r die deutsche Diplomatie erkennen: &ldquo;So konnten immerhin die Verantwortlichen auf offener B&uuml;hne isoliert werden.&rdquo; Auch diese &ldquo;Nadelstiche&rdquo; w&uuml;rden bei den Regierungen in Peking und Moskau &ldquo;ankommen&rdquo;. Das ist sozusagen das kleine K&ouml;rnchen Wahrheit in der regierungsnahen Berichterstattung, dass es dem frischen deutschen Vorsitz im UN-Sicherheitsrat eben nicht &ldquo;allein um Hilfe f&uuml;r die Opfer des Krieges&rdquo; ging, wie der K&ouml;lner Stadtanzeiger (ebenfalls in o.g. Presseschau) schrieb bzw. um &ldquo;die Millionen Menschen [&hellip;], die von Truppen des Machthabers Assad zusammengetrieben unter erb&auml;rmlichen Bedingungen im Nordwesten Syriens leben&rdquo;, wie das M&uuml;cke in eben jenem Kommentar schrieb.<br>\nDer erste gro&szlig;e Auftritt des deutschen UN-Vorsitzes zielte offensichtlich und von wohlwollenden deutschen Medien bereitwillig aufgegriffen darauf ab, auch im Hinblick auf Syrien eine Front zwischen Russland und China auf der einen Seite und den NATO-Verb&uuml;ndeten und dem Rest der Welt auf der anderen Seite zu suggerieren und aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/500-000-tote-Kinder-4843941.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der falsche Stammbaum<\/strong><br>\nAlle Welt spricht &uuml;ber ein anst&ouml;&szlig;iges Wort: Stammbaumforschung. Der Polizeipr&auml;sident, dem es zugeschrieben wird, hat es nur nie gesagt. Verursacht wurde die ganze Aufregung von einem Sternschnuppen-Journalismus, der ungeniert Meldungen verbreitet, ohne ihren Wahrheitsgehalt zu &uuml;berpr&uuml;fen. In diesem Fall war es das Stuttgarter Pressehaus.<br>\nSeit der Krawallnacht vom 20. auf den 21. Juni wird landauf landab dar&uuml;ber nachgedacht, wie es zu einer derartigen Eskalation der Gewalt in der sonst so friedlichen Landeshauptstadt kommen konnte. Und wie eine Wiederholung zu verhindern sei. In den vergangenen Tagen wurde daraus ein Debatte mit betr&auml;chtlicher Schieflage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/485\/der-falsche-stammbaum-6873.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Beijing ruft zu Wachsamkeit gegen&uuml;ber US-Einmischung im S&uuml;dchinesischen Meer auf<\/strong><br>\nBeijing hat die Anrainerstaaten dazu aufgerufen, wachsam gegen&uuml;ber der amerikanischen Tendenz zur Militarisierung des S&uuml;dchinesischen Meeres zu sein und stattdessen gemeinsam Frieden und Stabilit&auml;t in der Region zu wahren.<br>\nStaatsrat und Au&szlig;enminister Wang Yi &auml;u&szlig;erte sich in diesem Sinne am Dienstag in einer Videokonferenz mit dem philippinischen Au&szlig;enminister Teodoro Locsin.<br>\nDie Vereinigten Staaten w&uuml;rden durch die Entsendung starker Seestreitkr&auml;fte und Kampfflugzeugen die Muskeln spielen lassen und fortgesetzt die Ruhe im S&uuml;dchinesischen Meer st&ouml;ren, sagte Wang.<br>\nAm Montag hatte US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo in einer Stellungnahme gesagt, dass &ldquo;Beijings Anspr&uuml;che auf Ressourcen in den gr&ouml;&szlig;ten Teilen des S&uuml;dchinesischen Meeres ohne jede rechtliche Grundlage sind&rdquo;.<br>\nDiese &Auml;u&szlig;erung verstie&szlig;e gegen die Zusicherung der Vereinigten Staaten, sich nicht in Territorialstreitigkeiten im S&uuml;dchinesischen Meer einzumischen und s&auml;e mutwillig Zwietracht zwischen China und Mitgliedsstaaten des Verbandes S&uuml;dostasiatischer Nationen (ASEAN), versuche Konflikte zwischen Anrainerstaaten auszul&ouml;sen und untergrabe die Stabilit&auml;t in der Region, meinte Wang. Ein derartiges Vorgehen werde allerdings nur negative R&uuml;ckwirkungen auf die Glaubw&uuml;rdigkeit der USA haben.<br>\nChina werde weiterhin mit den Philippinen und anderen L&auml;ndern der Region zusammenarbeiten, um Meeresfragen durch Dialog und Konsultationen zu kl&auml;ren und m&ouml;glichst bald einen Verhaltenskodex f&uuml;r das S&uuml;dchinesische Meer zu erstellen, so Wang.<br>\n&ldquo;Eine L&ouml;sung der Fragen zu finden, die das S&uuml;dchinesische Meer betreffen, erfordert einen Blick nach vorne, statt einer R&uuml;ckkehr in die Vergangenheit,&rdquo; sagte Wang seinem philippinischen Amtskollegen. (&hellip;)<br>\nDie chinesische Regierung habe eine Landkarte der Inseln im S&uuml;dchinesischen Meer aus dem Jahre 1948 ver&ouml;ffentlicht, in der die von Beijing beabsichtigte Grenzziehung verzeichnet sei, sagte Au&szlig;enamtssprecher Zhao auf der t&auml;glichen Presekonferenz seines Hauses.<br>\nDiese Grenzziehung sei &uuml;ber sehr lange Zeit von keinem Land in Frage gestellt worden. Chinas territoriale Souver&auml;nit&auml;t, maritime Rechte und Interessen im S&uuml;dchinesischen Meer h&auml;tten eine ausreichende historische und rechtliche Grundlage und stimmten mit internationalem Recht und g&auml;ngiger internationaler Praxis &uuml;berein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2020-07\/15\/content_76275148.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Bundesregierung m&ouml;chte offensichtlich auch hier an der Seite der USA stehen. Erinnert sei daran: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56708#h02\">Marine plant Entsendung einer Fregatte in den Indo-Pazifik<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Damit ist jedes Ihrer Argumente wertlos.<\/strong><br>\nDas Prinzip Kontaktschuld ist beliebt, vor allem bei Diskussionen im Netz: Man diskreditiert eine Person allein dadurch, dass sie auf der &lsquo;falschen&rsquo; Demo war, mit der &lsquo;falschen&rsquo; Person gesprochen oder gar Geburtstag gefeiert hat. Analysiert wurde das Prinzip bislang kaum, was daher an dieser Stelle versucht werden soll: Ein Gespr&auml;ch mit XY &uuml;ber Meinungspluralismus, Menschenbild, Radikalenerlass, den Umgang mit Rassisten und warum Twitter f&uuml;r Kontaktschuldvorw&uuml;rfe die ideale Plattform ist.[&hellip;]<br>\nDas Kontaktschuld-Prinzip ist so alt wie der politische Kampf selbst. Wir kennen es aus den USA, wo es in der McCarthy-Zeit gegen Menschen angewendet wurde, die angeblich dem Kommunismus nahestanden. &Auml;hnlich war es dann mit dem Radikalenerlass in Deutschland, der vor allem auf das linke Spektrum zielte, auf Menschen, die mutma&szlig;lich mit Osteuropa oder mit dem Kommunismus sympathisierten. In der Weimarer Republik ging es um Frankreich oder um die Alliierten, die im Krieg gegen Deutschland gek&auml;mpft hatten. Wenn Sie einen politischen Gegner ausschalten wollten, haben Sie ihm damals am besten Beziehungen zu den Gegnern von einst unterstellt. Ein klassischer Kontaktschuldvorwurf. [&hellip;]<br>\nNach meiner Vorstellung gibt es in unserer Gesellschaft sehr viele unterschiedliche Meinungen und Interessen, zum Teil auch gegens&auml;tzliche, nicht miteinander vereinbare, die aber prinzipiell gleichberechtigt sind. Das sind Interessen von Einzelpersonen oder solche, die in Parteien, Vereinen oder Verb&auml;nden organisiert sind. Diese Interessen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen sich im Feld der &Ouml;ffentlichkeit verst&auml;ndigen. Das funktioniert aber nur, wenn die verschiedenen Interessen auch in den Leitmedien abgebildet und als gleichberechtigt wahrgenommen werden k&ouml;nnen &ndash; ohne dass von den Medien sofort die Abwertung mitgeliefert wird.<br>\nDieses Pluralismus-Modell entspricht meinem Ideal von Gesellschaft und Demokratie. Ich bin in der DDR aufgewachsen. Ein Punkt, der viele Menschen in der B&uuml;rgerbewegung im Herbst 1989 angetrieben hat, war die Verwirklichung von Pluralismus. Die DDR hat diesen ja nicht zugelassen, sondern sehr rigide in die &Ouml;ffentlichkeit hineinregiert. Die Regierenden haben dort nichts toleriert, was ihrer eigenen Position widersprochen hat. Es gab in der DDR keinen Ausgleich der gegens&auml;tzlichen Meinungen und Interessen. Insofern messe ich das, was ich heute vorfinde, immer an diesem Pluralismus-Ideal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.planet-interview.de\/interviews\/x-y\/51694\/\">Planet Interview<\/a>\n<p><strong>dazu: betr. Interview zu Kontaktschuld<\/strong><br>\nIrgendwann in der Corona-Krise fiel mir auf Twitter der Hashtag #Kontaktschuld auf. Dabei geht es um das Prinzip, eine Person &ouml;ffentlich zu diskreditieren, in dem man ihr N&auml;he zu Personen oder Positionen vorwirft, die von Teilen der Gesellschaft als &sbquo;Gegner&lsquo; identifiziert wurden. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Das Kontaktschuld-System ist ein Schneeballsystem&ldquo;, schreibt Schreyer. &bdquo;Es lebt davon, dass andere die Empfehlung zum Ausgrenzen unkritisch befolgen und damit weiter verbreiten. Das System selbst wird selten &ouml;ffentlich reflektiert und hinterfragt.&ldquo;<br>\nDieser Befund Schreyers war f&uuml;r mich letztlich ein Ansporn, das System der Kontaktschuld-Vorw&uuml;rfe in Form eines Interviews zu er&ouml;rtern. Nach einer kurzen Recherche fand ich dazu eine Person XY mit entsprechender Expertise und Erfahrung &sbquo;am eigenen Leib&lsquo;: XY war in den vergangen Jahren mehrfach Kontaktschuldvorw&uuml;rfen ausgesetzt. Eigentlich ideale Voraussetzungen, um Sinn- und Unsinn des Prinzips Kontaktschuld zu besprechen.<br>\nWas zum Zeitpunkt meiner Interview-Anfrage allerdings nicht absehbar war: Dass sich, etwa zeitgleich zu unserem Interview-Termin, neue Kontaktschuldvorw&uuml;rfe gegen XY medial so weit hochschaukeln w&uuml;rden, dass die Rei&szlig;leine gezogen wurde: Um weitere Medienberichte zu verhindern, einigte sich XY mit den Kolleginnen und Kollegen in seinem beruflichen Umfeld, sich bis auf Weiteres nicht zu jenem Thema\/jener Person zu &auml;u&szlig;ern, welche XY die Kontaktschuldvorw&uuml;rfe eingebracht hatten.<br>\nDamit w&auml;re eine Ver&ouml;ffentlichung des Interviews, in dem ich mit XY &uuml;ber all das gesprochen habe, eigentlich vom Tisch. Doch in diesem Fall gibt es eine andere L&ouml;sung: Wir haben das Interview anonymisiert. Zwar mussten daf&uuml;r einige Passagen komplett gestrichen werden, die eine eindeutige Identifizierung erm&ouml;glicht h&auml;tten, was ich sehr bedauere. Doch der &uuml;berwiegende Teil des Gespr&auml;chs ist erhalten geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.planet-interview.de\/blog\/betr-interview-zu-kontaktschuld\/51703\/\">Planet Interview<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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