{"id":6298,"date":"2010-07-27T09:23:02","date_gmt":"2010-07-27T07:23:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6298"},"modified":"2010-07-27T12:46:04","modified_gmt":"2010-07-27T10:46:04","slug":"hinweise-des-tages-1189","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6298","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kommt der Aufschwung; im Stresstest wurden nur Leichen f&uuml;r tot erkl&auml;rt; Umsetzbarkeit der Schuldenbremse in den L&auml;ndern; Staatsverschuldung; Umkehrung des Matth&auml;us-Prinzips; garantiert Br&uuml;derle; St&auml;rkung der Tarifmacht; endliches &Ouml;l; BP kauft Wissenschaftler; Stuttgart 21; Utz Claassens Leistung kaum zu messen; Oskar Lafontaine &ndash; der Unvollendete; Wulff &ndash; ein moderner Aufkl&auml;rer; Protokolle des Afghanistan-Krieges; griechische Milliarden f&uuml;r deutsche U-Boote; was noch im Netz bleibt; Fernsehtipps; am Ende; Berichtigung. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Kommt der Aufschwung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Banken-Stresstests &ndash;  &ldquo;Leichen f&uuml;r tot erkl&auml;rt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Hypo Real Estate &ndash; Ursachen f&uuml;r Verluste und St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die Umsetzbarkeit der Schuldenbremse in den L&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hintergr&uuml;nde und Perspektiven der Staatsverschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wer wenig hat, dem wird genommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rentengarantie: Kanzleramt pfeift Br&uuml;derle zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">St&auml;rkung der Tarifmacht &ndash; notwendige Debatte steht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die unbequeme Wahrheit des endlichen &Ouml;ls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">BP kauft Wissenschaftler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Rettet die Kinder, bevor es zu sp&auml;t ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stuttgart 21 &ndash; Kritik und Alternativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Utz Claassen: Seine Leistung war kaum zu messen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Oskar Lafontaine: Der Unvollendete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Wulff &ndash; ein moderner Aufkl&auml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Afghanistan: Protokolle eines Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Griechische Milliarden f&uuml;r deutsche U-Boote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Spanien: Zur&uuml;ck zu den Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Was vom Netz &uuml;brig bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Fernsehtipps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Am Ende: Sparvorschlag zur Unterbringung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Berichtigung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6298&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kommt der Aufschwung?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Br&uuml;derle hofft auf mehr Wachstum<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle sieht die deutsche Wirtschaft dank des kr&auml;ftigen Aufschwungs schon in einer Boomphase. Er habe seine Wachstumserwartungen deutlich heraufgeschraubt, sagte der FDP-Politiker dem Magazin &ldquo;Focus&rdquo;. &ldquo;Bei aller Vorsicht glaube ich, dass wir sogar eine Zwei vor dem Komma erreichen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nBr&uuml;derle sagte: &ldquo;Ich gehe davon aus, dass es ein nachhaltiger Aufschwung sein wird. Insofern: Ja, der Boom ist da.&rdquo; Das werde sich auch bei den Arbeitslosenzahlen auswirken. &ldquo;Ich bin zuversichtlich, dass wir bald unter drei Millionen Arbeitslosen z&auml;hlen werden.&rdquo; Die Zahl der Kurzarbeiter k&ouml;nne bis zum Jahresende von &uuml;ber 600.000 auf unter 100.000 sinken.Der Aufschwung sei zwar vor allem exportgetrieben, doch werde im Verlaufe des Jahres &uuml;ber eine positive Nettolohnentwicklung auch die Kaufkraft der B&uuml;rger und damit die Konsumbereitschaft im Inland zunehmen, sagte der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bruederle-hofft-auf-mehr-wachstum\/-\/1472780\/4505586\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu aber:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Schlecht: Kommt jetzt der Aufschwung<\/strong><br>\nDie Medien &uuml;berschlagen sich mit Erfolgsmeldungen &uuml;ber die gute Stimmung unter deutschen Managern.<br>\nDie Verbesserung der Lage geht in erster Linie auf eine deutliche Ausweitung des Au&szlig;enhandels zur&uuml;ck. Dies brachte allein 1,6 Prozent. Au&szlig;erdem wirkt noch das &ndash; zu schwache &ndash; deutsche Konjunkturprogramm; 0,5 Prozent wurden so zus&auml;tzlich angeschoben. In gleicher H&ouml;he wirkte der Lageraufbau.<br>\nBeides &ndash; Konjunkturprogramm und Lageraufbau &ndash; werden jedoch zum Jahresende auslaufen. Deutliche Steigerungen der Investitionen der Unternehmer, die f&uuml;r einen selbstragenden Aufschwung charakteristisch sind, gibt es bislang nicht. Im Gegenteil. Besonders schlecht entwickelte sich der private Konsum. Er hat im ersten Quartal das Wachstum mit minus 0,7 Prozent ausgebremst.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/Michael_Schlecht_Kommt_jetzt_der_Aufschwung_01.gif\" alt=\"Grafik 01 zu Michael Schlecht: Kommt jetzt der Aufschwung\" title=\"Wachstumsbeitr&auml;ge\"><\/p>\n<p>Die Bundesregierung legte im internationalen Vergleich nur bescheidene Konjunkturprogramme auf. Sie entsprechen mit etwas &uuml;ber 60 Milliarden Euro in 2009 und 2010 etwa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gegen&uuml;ber 14 Prozent in China, sieben Prozent in den USA und sechs Prozent in Japan.<br>\nDie Konjunkturpakete kamen zudem reichlich sp&auml;t und setzten falsche Schwerpunkte auf Steuersenkungen und Subventionen. Das Konjunkturprogramm II widmete gerade einmal neun Milliarden Euro j&auml;hrlich den &ouml;ffentlichen Investitionen. Das sind weniger als 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.<br>\nDabei hat Deutschland einen deutlichen R&uuml;ckstand bei den &ouml;ffentlichen Investitionen aufzuholen.<br>\nDeutschland investierte im letzten Jahr 1,7 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in die &ouml;ffentliche Infrastruktur. Der Durchschnitt der EU investiert 2,9 Prozent, in Frankreich sind es 3,3 und in Gro&szlig;britannien 2,7 Prozent.<br>\nJetzt l&auml;uft aber selbst das magere deutsche Konjunkturprogramm zum Jahresende aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/Michael_Schlecht_Kommt_jetzt_der_Aufschwung_02.gif\" alt=\"Grafik 02 zu Michael Schlecht: Kommt jetzt der Aufschwung\" title=\"Europa spart in die Krise\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/Michael_Schlecht_Kommt_jetzt_der_Aufschwung_03.gif\" alt=\"Grafik 03 zu Michael Schlecht: Kommt jetzt der Aufschwung\" title=\"80 Milliarden K&uuml;rzungspaket\"><\/p>\n<p>Das deutsche Sparpaket versch&auml;rft die Euro-Krise. Deutschland hat seit 2000 Export&uuml;bersch&uuml;sse &uuml;ber 1,4 Billionen Euro angeh&auml;uft. Die Export&uuml;bersch&uuml;sse haben vor allem zwei Ursachen:<br>\nDeutsche Billigl&ouml;hne und Steuerdumping f&uuml;r Unternehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/Michael_Schlecht_Kommt_jetzt_der_Aufschwung_04.gif\" alt=\"Grafik 04 zu Michael Schlecht: Kommt jetzt der Aufschwung\" title=\"Lohnst&uuml;ckkosten 2000 - 2009\"><\/p>\n<p>Allein die Million&auml;rs- und die Finanztransaktionssteuer w&uuml;rden 90 bis 120 Milliarden Euro in die &ouml;ffentlichen Kassen sp&uuml;len.<br>\nKeine einzige Sozialk&uuml;rzung w&auml;re notwendig, kein einziger Job im &ouml;ffentlichen Dienst m&uuml;sste gestrichen werden. Im Gegenteil: Die Regierung h&auml;tte Geld, um in die Zukunft zu investieren und die Wirtschaft zu stabilisieren, etwa durch &ouml;ffentliche Investitionen in bessere Schulen und Universit&auml;ten, moderne und &ouml;kologische Verkehrssysteme und die Energiewende.<br>\nDar&uuml;ber hinaus w&auml;re Geld vorhanden um die Neuverschuldung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/Michael_Schlecht_Kommt_jetzt_der_Aufschwung_05.gif\" alt=\"Grafik 05 zu Michael Schlecht: Kommt jetzt der Aufschwung\" title=\"80 Milliarden Euro Million&auml;rsteuer\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/2010-07-15-Michael-Schlecht-Kommt-jetzt-der-Aufschwung.pdf\">Michael Schlecht [PDF &ndash; 400 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung F.d.M.:<\/strong> Ich beobachte schon lange wie Br&uuml;derle durchs Land rennt und behauptet wir seien mit unseren Export&uuml;bersch&uuml;ssen Klassenbester, man solle Deutschland also nicht kritisieren.<br>\nHier die nackten Zahlen:<br>\nDurchschnittl. Wachstum des realen BIP seit 2000 (gerundet) laut Eurostat:<br>\nEuro-Rone: 1,38 Prozent, Frankreich 1,35 Prozent und DEU nur 0,58 Prozent.<br>\nKlassenbester?<br>\nRichtig ist dass DEU z.Z. st&auml;rker aus dem Abschwung rauskommt als andere, weil unsere Exporte insbes. von asiatischen Konjunkturprogrammen (China 14 Prozent des BIP) profitieren. Wer tief f&auml;llt, kann hoch steigen: Die dt. Wirtschaft ist schlie&szlig;lich auch st&auml;rker eingebrochen als die Mehrheit der Euro-Staaten (-5 Prozent).<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Banken-Stresstests &ndash;  &ldquo;Leichen f&uuml;r tot erkl&auml;rt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Kritik am Stresstest f&uuml;r europ&auml;ische Banken rei&szlig;t auch nach der Ver&ouml;ffentlichung der Ergebnisse nicht ab. Vor allem angels&auml;chsische Investoren monieren, dass die durchgespielten Stressszenarien zu harmlos seien. Dadurch werde die Kapitalausstattung der Banken besser dargestellt als sie tats&auml;chlich ist.<br>\nWie die europ&auml;ischen Bankenaufseher mitteilten, ben&ouml;tigen die sieben Institute, die den Test nicht bestanden, zusammen gerade einmal 3,5 Milliarden Euro frisches Kapital. Analysten gro&szlig;er Investmentbanken hatten den Kapitalbedarf des europ&auml;ischen Bankensektors um ein Vielfaches h&ouml;her veranschlagt. So h&auml;lt die Investmentbank Goldman Sachs eine Kapitalzufuhr von 38 Milliarden Euro f&uuml;r n&ouml;tig, Barclays Capital aus Gro&szlig;britannien beziffert den Bedarf sogar auf 85 Milliarden Euro.<br>\nAngesichts dieser Differenz sparten Kritiker nicht an drastischen Worten. &ldquo;Der Markt wird kaum so dumm sein und glauben, dass die Analysten so falsch liegen&rdquo;, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den Fondsmanager Jason Brady von Thornburg Investment. Andere Kommentaren bemerkten s&uuml;ffisant, dass der Test, bei dem nur der bereits verstaatlichte M&uuml;nchener Baufinanzierer HRE, die griechische Landwirtschaftsbank und f&uuml;nf kleiner Sparkassen aus dem krisengesch&uuml;ttelten Spanien durchfielen, &ldquo;Leichen f&uuml;r tot erkl&auml;rt&rdquo; habe. &ldquo;Diese Test waren so aufgesetzt, dass die meisten Banken bestehen w&uuml;rden&rdquo;, sagte Komal Sri-Kumal, Anlagestratege des US-Investors TCW Group. &ldquo;Das bedeutet nicht, dass das System stabil w&auml;re.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/-leichen-fuer-tot-erklaert-\/-\/1471908\/4504532\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hypo Real Estate &ndash; Ursachen f&uuml;r Verluste und St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen sowie Perspektiven f&uuml;r die Zukunft<\/strong><br>\nDie Hypo Real Estate Holding AG (HRE), die sich zu 100 Prozent in Bundesbesitz befindet, wurde bislang mit 7,7 Mrd. Euro an Kapitalzuf&uuml;hrungen und 103,5 Mrd. Euro an Garantien staatlich unterst&uuml;tzt. Allein im Jahr 2010 wurden bisher rd. 1,9 Mrd. Euro an Kapital und 10 Mrd. Euro an Garantien an staatlichen Hilfen gew&auml;hrt. Im Jahr 2009 erwirtschaftete die HRE einen Verlust von 2,2 Mrd. Euro. &Uuml;ber die konkreten Ursachen und Hintergr&uuml;nde f&uuml;r die Verluste des Jahres 2009 und staatliche St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen des Jahres 2010 besteht genauso Unklarheit wie &uuml;ber die Umst&auml;nde f&uuml;r den R&uuml;cktritt des ehemaligen HRE-Vorstand Dr. Axel Wieandt und &uuml;ber die geplante strategische k&uuml;nftige Ausrichtung des Instituts.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100727_Kleine_Anfrage.pdf\">Deutscher Bundestag Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen [PDF &ndash; 53 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Umsetzbarkeit der Schuldenbremse in den L&auml;ndern<\/strong><br>\nDie vorliegenden Finanzdaten zur Umsetzung der Schuldenbremse in Bund und L&auml;ndern legen nahe, dass massiven Ausgabenk&uuml;rzungen zu einer Abschw&auml;chung der Konjunktur beitragen werden. Die Schuldenbremse versagt als Stabilisatorin der Staatsfinanzen. Zugleich wird deutlich, dass die Mehrheit der L&auml;nder ohne neue strukturelle Verbesserung ihrer Einnahmebasis kaum in der Lage sein wird, die Vorgaben der Schuldenbremse einzuhalten. Zudem k&ouml;nnen gesamtstaatliche Ziele wie der Ausbau des Bildungssektors nicht erreicht werden. Zur L&ouml;sung dieses Problems sollte, ankn&uuml;pfend an die &Uuml;berlegungen der letzten Finanzministerkonferenz, die &Uuml;bertragung eines gr&ouml;&szlig;eren Anteils der Umsatzsteuer an die L&auml;nder zur Debatte gestellt werden. Denkbar w&auml;re die &Uuml;bertragung von zwei, unter Einbeziehung der Kommunen von drei Umsatzsteuer-punkten. Die &Auml;nderung der Umsatzsteuerverteilung kann einzelgesetzlich erfolgen und bedarf keiner &Auml;nderung des Grundgesetzes. Zur Kompensation sollte der Bund die Erhebungskompetenz f&uuml;r die Verm&ouml;gens- und die Erbschaftssteuer erhalten. D.h. beide Steuern, die derzeit L&auml;nder steuern sind, werden Bundessteuern. Auf diese Weise k&ouml;nnten die Finanzprobleme der L&auml;nder nachhaltig bew&auml;ltigt und zugleich die Blockadesituation, die im Bundesrat regelm&auml;&szlig;ig entsteht, wenn es um einen gerechteren Beitrag der Besitzenden zur Finanzierung des &ouml;ffentlichen Gemeinwesens geht, aufgel&ouml;st werden.<br>\nDie gro&szlig;e Finanzreform von 1969 hatte fast 40 Jahre Bestand. Ob die F&ouml;deralismusreform II mit ihrem Kernbestandteil der Schuldenbremse so lange Bestand haben wird, ist zweifelhaft.<br>\nBei aller notwendigen Kritik an der Schuldenbremse sollte jedoch nicht &uuml;bersehen werden, dass sie derzeit vor allem als Legitimation einseitiger Ausgabenk&uuml;rzungen dient. Sie kann nicht als Entschuldigungen f&uuml;r den Verzicht auf gesamtstaatlich n&ouml;tige Steuererh&ouml;hungen dienen.<br>\nDie wachsende Staatsverschuldung der Bundesrepublik erzeugt einen objektiven Handlungsbedarf, der letztlich alle politischen Lager betrifft.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100727_Schuldenbremse_auf_Laenderebene.pdf\">Studie im Auftrag der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Linken von Klemens Himpele [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wege aus der Krise &ndash; Hintergr&uuml;nde und Perspektiven der Staatsverschuldung<\/strong><br>\nInzwischen wird deutlich, dass zumindest in Europa der Ausgleich von Nachfrageeinbr&uuml;chen durch expansive staatliche Ausgabenpolitik nicht mehr auf der Agenda steht. Die gegenw&auml;rtigen Sparprogramme bedeuten den sicheren Weg in den n&auml;chsten wirtschaftlichen Einbruch und eine hohe Deflationsgefahr. In einer Deflation allerdings werden Schulden, die ja ihren Nominalwert behalten, umso dr&uuml;ckender, und die Realzinsen steigen, selbst wenn die Nominalzinsen niedrig bleiben. Auch ist nicht unwahrscheinlich &ndash; und f&uuml;r mehrere Euro-L&auml;nder bereits Realit&auml;t &ndash;, dass unabh&auml;ngig von den Leitzinsen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) die Kapitalm&auml;rkte den Staaten aufgrund ihrer wachsenden Defizite h&ouml;here Zinsen abverlangen werden. Das w&uuml;rde das weitere Schuldenwachstum zus&auml;tzlich beschleunigen. Das hei&szlig;t aber: Selbst wenn wir von weiteren Bankenrettungen und einer fortgesetzten &Uuml;bertragung fauler privater Schulden auf die &ouml;ffentliche Hand absehen, ist die staatliche Finanzsituation explosiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-26\/014.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Reduzierung der Altschulden durch &shy;Umschuldung halte ich allenfalls f&uuml;r eine  theoretisch denkbare L&ouml;sung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wer wenig hat, dem wird genommen<\/strong><br>\nDie Kommunen sollen k&uuml;nftig selbst bestimmen, welche Mietkosten sie Hartz-IV-Empf&auml;ngern erstatten. Das soll die St&auml;dte und Gemeinden entlasten &ndash; doch langfristig werden die Pl&auml;ne das Gegenteil bewirken. Denn so bleibt die Armut unter sich.<br>\nDa beklagen Sozialverb&auml;nde seit Jahren die dramatische Situation der Hartz- IV-Empf&auml;nger &ndash; und ausgerechnet bei ihnen setzt schon wieder ein Sparvorschlag der Regierung an.<br>\nGerade erst hat das Familienministerium verk&uuml;ndet, Langzeitarbeitslosen das Elterngeld zu k&uuml;rzen, da wartet das Arbeitsministerium schon mit neuen Pl&auml;nen auf: Eine Expertengruppe empfiehlt, die Kommunen sollten k&uuml;nftig selbst bestimmen, welche Mietkosten sie Hartz-IV-Empf&auml;ngern erstatten. Der Anspruch f&uuml;r alleinstehende Langzeitarbeitslose soll etwa auf 25 Quadratmeter Wohnraum beschr&auml;nkt werden.<br>\nDieser Plan ist extrem kurzsichtig: Er soll die Kommunen entlasten, aber langfristig w&uuml;rde er das Gegenteil bewirken. Erst im Mai hat der St&auml;dtetag wieder vor dem &ldquo;finanziellen Ruin&rdquo; durch die hohen Ausgaben f&uuml;r Langzeitarbeitslose gewarnt. Der Druck, die Wohngeldleistungen m&ouml;glichst niedrig anzusetzen, ist also hoch. Trotzdem sollten die Kommunen dieser Versuchung widerstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/plaene-zu-hartz-iv-wohnungen-wer-wenig-hat-dem-wird-genommen-1.979099\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rentengarantie: Kanzleramt pfeift Br&uuml;derle zur&uuml;ck<\/strong><br>\nFDP-Wirtschaftsminister Br&uuml;derle will die Rentengarantie wieder abschaffen &ndash; das Kanzleramt nicht. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU), hingegen begr&uuml;&szlig;te, dass Br&uuml;derle die Diskussion &uuml;ber die Rentengarantie angesto&szlig;en habe. &bdquo;Es war ein ordnungspolitischer Fehler, die Lohnbezogenheit der Rente aufzugeben&ldquo;, sagte der Mittelstandspolitiker dem Tagesspiegel. &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht auf Dauer Politik nach dem Motto machen: Kinder haften f&uuml;r ihre Eltern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/kanzleramt-pfeift-bruederle-zurueck\/1891284.html;jsessionid=E372CF519FBB88904D31801D37B9C333\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wof&uuml;r doch alles der Begriff Ordnungspolitik herhalten muss. Aber nehmen wir einmal an, dass die Lohnbezogenheit der Rente sakrosankt sei, dann sollten die Herrschaften damit beginnen das Aussetzen der Rentenanpassung 1978 und die Abkoppelung von der Lohnentwicklung in den Jahren 1979, 1980, 1981, 2000 und 2001 wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Auch die Einbeziehung eines Nachhaltigkeitsfaktors ist mit einer strikten Anpassung der Rente an die Lohnentwicklung nicht vereinbar. &ndash; Und dann dieses heuchlerische Getue, diese Sorge um k&uuml;nftige Generation. Wer hat denn daf&uuml;r gesorgt, dass in 20 Jahren die H&auml;lfte unserer Kinder durch &nbsp;eine verfehlte Wirtschaftspolitik, &uuml;ber die bewusste F&ouml;rderung eines Niedriglohnsektors und das Konstrukt Nachhaltigkeitsfaktors kaum mehr als den heutigen Sozialhilfesatz als Rente haben werden &ndash; wenn nicht die Politiker, die gerade das Wort Ordnungspolitik stammeln k&ouml;nnen und sich, wei&szlig; Gott was, darauf einbilden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Michael Schlecht: St&auml;rkung der Tarifmacht &ndash; notwendige Debatte steht aus<\/strong><br>\nDas Bundesarbeitsgericht hat den Grundsatz der Tarifeinheit aufgegeben. DGB\/BDA haben unverz&uuml;glich gemeinsam Vorschl&auml;ge an den Gesetzgeber zur Wiederherstellung der Tarifeinheit formuliert.<br>\nDieser Vorschlag ist innerhalb der Gewerkschaften und ihnen nahestehenden Arbeitsrechtlern auf heftige Kritik gesto&szlig;en. Gerade auch wegen der Einschr&auml;nkung des Streikrechts. So lehnt die ver.di-Fachgruppe Verlage, Druck und Papier den Vorsto&szlig; rundweg ab. Auch in anderen DGB-Einzelgewerkschaften macht sich derzeit gro&szlig;er Unmut breit.<br>\nSicher, der Aufsplitterung von Interessen und Belegschaften in einzelnen Betrieben oder Branchen muss entgegengewirkt werden. Daher begr&uuml;&szlig;en wir eine Debatte dar&uuml;ber, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Ob hierf&uuml;r eine &Auml;nderung des Tarifvertragsgesetzes der richtige Weg ist, muss sorgf&auml;ltig gepr&uuml;ft werden. Jedoch: Ob berufsverbandlicher Absonderung durch gesetzliche Reglementierung beizukommen ist, erscheint zumindest sehr diskussionsw&uuml;rdig. In jedem Fall muss auch mitdiskutiert werden, wie durch politische Kooperation das Problem gel&ouml;st oder zumindest geregelt werden kann.<br>\nEinen Punkt k&ouml;nnen wir uns f&uuml;r DIE LINKE jedoch nicht vorstellen: Die Hand zu reichen f&uuml;r die Einschr&auml;nkung des Streikrechtes. F&uuml;r wen und f&uuml;r welche Organisation auch immer. Wir brauchen im Gegenteil die Ausweitung dieses Widerstandsrechtes, wir brauchten die definitive Klarstellung, dass auch ein politischer Streik in Deutschland legal ist!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/kommentar-starkung-der-tarifmacht-%E2%80%93-notwendige-debatte-steht-aus.html\">Michael Schlecht MdB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit vielen interessanten Links zum Thema Tarifeinheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die unbequeme Wahrheit des endlichen &Ouml;ls<\/strong><br>\nDie &Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko hat eine unbequeme Wahrheit ins Ged&auml;chtnis zur&uuml;ckgerufen: Die &Ouml;lreserven der Welt sind endlich und werden eines Tages zur Neige gehen. In Deutschland hat seit der Explosion der BP-&Ouml;lplattform kein Politiker der ersten Reihe den Tabu-Begriff  Peak Oil in den Mund genommen.  Peak Oil  bedeutet, dass das globale F&ouml;rdermaximum &uuml;berschritten ist und die F&ouml;rderung damit aufwendiger und teurer wird und die Umwelt noch st&auml;rker belastet. Im Falle BPs scheint die einheimische Politik zu denken: Es ist ja nicht unser &Ouml;l, das da in den Golf sprudelt!<br>\nDoch die sch&ouml;ne Illusion, wir in Europa h&auml;tten mit dem Golf-Desaster nichts zu tun, k&ouml;nnte sich bald als Irrtum herausstellen. Den Welt&ouml;lmarkt kann man sich wie ein gro&szlig;es Fass &Ouml;l vorstellen, in das alle F&ouml;rderquellen hineinpumpen und aus dem alle Verbraucherl&auml;nder ihren Bedarf abzapfen. Wenn nun die &Ouml;lf&ouml;rderung der USA wegen der allzu berechtigten Bedenken gegen immer tiefere &Ouml;lbohrungen im Meer nicht weiter zunehmen, sondern abnehmen wird, weil die vorhandenen Quellen ihr F&ouml;rdermaximum &uuml;berschritten haben, dann wird der Effekt auch in Deutschland an den Zapfs&auml;ulen der Tankstellen ablesbar sein.<br>\nNachdem Peak Oil lange Zeit nur von einer kleinen Gruppe internationaler Geologen und ehemaliger Mitarbeiter der gro&szlig;en &Ouml;lgesellschaften diskutiert wurde, best&auml;tigen inzwischen auch einschl&auml;gige Organisationen wie die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris oder die Bundesanstalt f&uuml;r Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover, dass Peak Oil wahrscheinlich vor Mitte des Jahrhunderts eintreten wird. Der Chef&ouml;konom der IEA vermutet gar, dass schon vor 2020 mit einem Zur&uuml;ckbleiben der weltweiten F&ouml;rderung hinter dem globalen Verbrauchsanstieg zu rechnen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-07\/peak-oil\">ZEIT Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>BP kauft Wissenschaftler<\/strong><br>\nOffentsichtlich versucht BP, sich das Schweigen der Fachleute zu erkaufen. Cary Nelson, Vorsitzender des Verbandes der US-amerikanischen Hochschullehrer, beklagt in einem Beitrag f&uuml;r das Internetmagazin &raquo;Inside Higher Ed&laquo;, da&szlig; der britische Konzern verschiedenen US-Wissenschaftlern Vertr&auml;ge mit Knebelklauseln angeboten hat. Die Erkenntnisse der Fachleute w&uuml;rden zum Eigentum BPs und d&uuml;rften erst nach drei Jahren ver&ouml;ffentlicht werden. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten die Experten sich in ihren &Auml;u&szlig;erungen an die Anweisungen der BP-Rechtsanw&auml;lte halten. Nelson weist darauf hin, dass sie damit auch nicht in einem Verfahren gegen BP aussagen k&ouml;nnten, und sieht nicht nur die wissenschaftliche Freiheit, sondern auch die Interessen der B&uuml;rger der USA bedroht.<br>\nDer britische Sender BBC, dessen Recherchen diesen Inhalt der Vertr&auml;ge best&auml;tigen, kennt auch den Grund, weshalb f&uuml;r einige Wissenschaftler das BP-Angebot dennoch verlockend ist: Das Unternehmen, das f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA verantwortlich ist, bietet den Wissenschaftlern bis zu 250 US-Dollar pro Stunde. BBC berichtet von einem Beispiel, der Abteilung f&uuml;r Meereswissenschaften der Universit&auml;t von South Alabama, die BP vollst&auml;ndig habe unter Vertrag nehmen wollen. Als die Wissenschaftler jedoch zur Bedingung machten, dass sie die Daten und Forschungsergebnisse jederzeit publizieren k&ouml;nnen, wie es guter wissenschaftlicher Praxis entspricht, habe der Multi einen R&uuml;ckzieher gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-26\/041.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rettet die Kinder, bevor es zu sp&auml;t ist<\/strong><br>\nNur die Schlagzeilen gleichen sich: Polizei machtlos; neue Dimension der Kriminalit&auml;t; Kinderdealer ohne Papiere zum x-ten Mal erwischt. Wenn es nicht so bitter w&auml;re, k&ouml;nnte man die vergeblichen Versuche, den strafunm&uuml;ndigen Drogenkurieren beizukommen, als Teil des allj&auml;hrlichen Berliner Sommertheaters abtun. Nur wird dieses Mal offener als sonst &uuml;ber die Herkunft der Kinder informiert. Viele werden Jahr um Jahr aus Beirut eingeschleust; in Berlin leben sie entweder in einer der arabischen Gro&szlig;familien &ndash; vor denen sich die Beh&ouml;rden, aber auch die Polizei f&uuml;rchten &ndash; oder in einem offenen Heim f&uuml;r junge Fl&uuml;chtlinge. Das Heim verlassen sie schnell, wenn sich die erste Aufregung &uuml;ber ihre gef&auml;hrlichen, lukrativen Gesch&auml;fte gelegt hat, um dort alsbald wieder von der Polizei abgeliefert zu werden: folgenlos. Und weil die Heimkinder keine Papiere haben, k&ouml;nnen sie auch nicht abgeschoben werden, etwa zu ihren Eltern. Die seien, so geben sie stereotyp an, gestorben.<br>\nDie Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich vor einigen Wochen das Leben nahm, hat &uuml;ber diese Kinder, deren kriminelle Laufbahn offenbar alle zust&auml;ndigen &Auml;mter &uuml;berfordert, ausf&uuml;hrlich in ihrem heute erscheinenden Buch berichtet. Sie hat vorausgesehen, dass es im Juli 2010 wieder passieren, dass wieder vor geschlossenen Heimen gewarnt und Politiker forsch die Herabsetzung des Strafm&uuml;ndigkeitsalters verlangen w&uuml;rden. Wenn das geschieht, schreibt die Richterin, werden demn&auml;chst Zehnj&auml;hrige als Dealer geholt.<br>\nWarum aber, fragt Kirsten Heisig, kann man die Identit&auml;t der Kinder nicht feststellen, die in Beirut mit Pass die Kontrollen passieren und in Berlin ohne Pass aus dem Flugzeug steigen? Warum erleichtert man der libanesischen Drogenmafia, die inzwischen zu Reichtum gekommen ist und dealen l&auml;sst, auch noch durch Unt&auml;tigkeit das Geldverdienen? Und warum ist es nicht allererstes Ziel, diese Kinder dem Einfluss der Drogenclans zu entziehen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101\/Doc~EDE0D95E2F78146769DB31CD354AE9DE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21 &ndash; Kritik und Alternativen<\/strong><br>\nDie verantwortlichen Politiker und der gro&szlig;e Kreis der Bef&uuml;rworter freuen sich, dass nun nach fast zwei Jahrzehnten der Planungen und Diskussionen die Bauarbeiten beginnen sollen. Die Promotoren haben viele Gr&uuml;nde, denn der heruntergekommene Bahnhof bedarf dringender Verbesserungen. Da es eine Reihe von Alternativen zu der beschlossenen Planung gibt, die offensichtlich nur einen Bruchteil der jetzt geplanten &ouml;ffentlichen Mittel erfordern w&uuml;rden, stellt sich die Frage nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die Entscheidung, mehr Geld als notwendig auszugeben.<br>\nDabei sei hier ausgeblendet, dass die aktuelle Planung eine Reihe unerw&uuml;nschter Nachteile gegen&uuml;ber dem Ist-Zustand schafft: U.a. werden die wesentlich h&ouml;heren Stations- und Trassenkosten Bund und Land zu h&ouml;heren, j&auml;hrlich wiederkehrenden Ausgaben zwingen &ndash; es sei denn, die Zugleistungen w&uuml;rden eingeschr&auml;nkt.<br>\nWelche, vordergr&uuml;ndig bislang nicht diskutierten Gr&uuml;nde liegen der Entscheidung f&uuml;r das Gro&szlig;projekt zu Grunde? Warum wurden die Alternativen, die nur einen Bruchteil kosten w&uuml;rden, gar nicht ernsthaft untersucht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.leben-in-stuttgart.de\/s%2021%20kritik\/s21kritik01.htm\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Utz Claassen: Seine Leistung war kaum zu messen<\/strong><br>\nEr wollte so gern Vorbild sein. Utz Claassen sa&szlig; in zahllosen Talk-Shows, um seine Ansichten &uuml;ber Anstand und Moral in die Welt zu verbreiten. Er hat B&uuml;cher geschrieben, um das Land aufzur&uuml;tteln. In seinem aktuellen Werk &ldquo;Wir Geisterfahrer&rdquo; scheut er auch vor einem heiklen Thema nicht zur&uuml;ck &ndash; der Gier der Manager. Claassen: &ldquo;Wer missbr&auml;uchlich die Potenziale von Anreizsystemen aussch&ouml;pft, wissend, dass das zum Schaden des Unternehmens ist, das er vertritt, der ist gierig.&rdquo;<br>\nSein eigener ehemaliger Arbeitgeber, Solar Millennium, wirft Claassen heute genau das vor. Der Hintergrund: Solar Millennium bezahlte f&uuml;r den Antritt von Claassen mehr als neun Millionen Euro. Gemeinsam hatte man f&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre gro&szlig;e Ziele. Doch nach nicht einmal drei Monaten war Claassen wieder verschwunden und das Geld auch. Nun werden Richter zu kl&auml;ren haben, ob Claassen rechtens gehandelt hat, wie er glaubt. Oder ob das Geld ihm gar nicht zusteht, wie die Firma meint.<br>\nF&uuml;nf Jahre sollte Claassen bei Solar Millennium bleiben. Nach 74 Tagen war er wieder verschwunden. Kuhn sitzen die eigenen Aktion&auml;re im Nacken, die den Geldabfluss als schmerzhaft empfinden. Claassens Bonus f&uuml;hrte bei Solar Millennium bereits zu einer Gewinnwarnung. Nun will das Unternehmen den Ex-Chef auf neun Millionen Euro Schadenersatz verklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/koepfe\/utz-claassen-seine-leistung-war-kaum-zu-messen;2624327;0\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"?p=2196\">&ldquo;Wie uns ein &bdquo;Top-Manager&ldquo; f&uuml;r dumm verkaufen will&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Der Unvollendete<\/strong><br>\nDie englische &bdquo;Sun&ldquo; bezeichnete ihn als &bdquo;gef&auml;hrlichsten Mann Europas&ldquo;, Willy Brandt als &bdquo;gelungene Mischung aus Napoleon und Mussolini&ldquo;, Helmut Schmidt verglich seine rhetorische Begabung mit Adolf Hitlers. Er zierte mehrmals den &bdquo;Spiegel&ldquo;-Titel, sowohl als Napoleon als auch als Supermann. In den zahllosen Artikeln im ehemals wichtigsten Meinungsmedium hat wohl niemand so viele feindliche Attribute gesammelt wie Oskar Lafontaine: Sponti, Primadonna, Saar-Gebieter, Intrigant. Er sei entsetzlich ehrgeizig, egomanisch, rach- und herrschs&uuml;chtig.<br>\nBetrachtet man n&uuml;chtern die Stationen seiner politischen Karriere, dann gibt es kaum einen erfolgreicheren Politiker der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte, der gleichzeitig so unvollendet geblieben ist. Lafontaines politische Karriere war von gro&szlig;en Auf-, aber auch vielen Fehltritten und vor allem einem spektakul&auml;ren R&uuml;cktritt gepr&auml;gt. Er war in seiner langen Karriere der j&uuml;ngste Oberb&uuml;rgermeister einer deutschen Gro&szlig;stadt, saarl&auml;ndischer Ministerpr&auml;sident, der Lieblingsenkel von Willy Brandt, SPD-Parteivorsitzender, Bundesfinanzminister, Privatier, &bdquo;Bild&ldquo;-Kolumnist und am Ende seiner politischen Laufbahn Wegbereiter und Vorsitzender der erfolgreichsten Linkspartei Westeuropas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/juni\/oskar-lafontaine-der-unvollendete\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wulff &ndash; ein moderner Aufkl&auml;rer<\/strong><br>\nWulff, ein passionierter Aufkl&auml;rer, ein aus Drang der Aufkl&auml;rung verschriebener Charakter.<br>\nSo wie er zum aktuellen Anlass in Duisburg einforderte, es m&uuml;sse nun eine &ldquo;r&uuml;ckhaltlose Aufkl&auml;rung&rdquo; geschehen, so hat er eine ebensolche, wortw&ouml;rtlich ebensolche sogar, bereits vor einem Monat in Sachen Katholische Kirche gefordert. Eine liebe Gewohnheit, die er schon vor mehr als einer Dekade pflegte, als er zur Parteispendenaff&auml;re der CDU die Ansicht vertrat, dass nur eine &ldquo;r&uuml;ckhaltlose Aufkl&auml;rung&rdquo; seine Partei retten k&ouml;nne &ndash; wer nun meint, Wulff ist ein terminologischer Langweiler, der irrt sich, denn er variiert in seiner Wortwahl durchaus: so wie vor sechs Jahren, als er eine &ldquo;umfassende Aufkl&auml;rung&rdquo; &uuml;ber VW-Geh&auml;lter f&uuml;r Abgeordnete gesichert wissen wollte. Oder ein Jahr sp&auml;ter, als er eine &ldquo;l&uuml;ckenlose Aufkl&auml;rung&rdquo; zur VW-Aff&auml;re f&uuml;r unausweichlich hielt. Wieder ein Jahr danach hatte sich sein Wortschatz erneut aufgefrischt: er sprach von &ldquo;restloser Aufkl&auml;rung&rdquo;, die man dem Engagement Gerhard Schr&ouml;ders bei Gasprom angedeihen lassen sollte. Wahrlich, ein Aufkl&auml;rer ohne Unterlass, ein Mann, der stets um Aufhellung und Ermittlung bem&uuml;ht ist, unaufh&ouml;rlich die Aufkl&auml;rung im Munde f&uuml;hrt.<br>\nEr kl&auml;rt uns dar&uuml;ber auf, dass Aufkl&auml;rung r&uuml;ckhaltlos, l&uuml;ckenlos, restlos zu erfolgen habe: eine aktuelle, zeitgem&auml;&szlig;e Auspr&auml;gung von Aufkl&auml;rung! Eine ohne nachhaltige Denkarbeit, eine, die man keck in die &Ouml;ffentlichkeit hinausposaunt. Rousseau, Montesquieu oder Kant haben nicht laut nach Aufkl&auml;rung gerufen &ndash; sie haben es selbst getan, selbst aufgekl&auml;rt. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft l&auml;&szlig;t man schlie&szlig;lich aufkl&auml;ren, zieht Aufkl&auml;rungsexperten heran &ndash; oder man ruft wenigstens zu jeden gegebenen Anlass unverbindlich nach solchen. Der moderne Aufkl&auml;rer kl&auml;rt dar&uuml;ber auf, dass Aufkl&auml;rung n&ouml;tig sei &ndash; und er tut es nicht f&uuml;r die Wahrheit, er tut es f&uuml;r sein blutleeres Antlitz, damit er was gilt, was darstellt, wer ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/07\/ein-moderner-aufklarer.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Afghanistan: Protokolle eines Krieges<\/strong><br>\n92.000 geheime Dokumente des US-Milit&auml;rs sind &ouml;ffentlich geworden. Marc Th&ouml;rner hat gro&szlig;e Teile ausgewertet und sie dann mit seinen Recherchen im Land am Hindukusch abgeglichen. Seine Analyse zeigt: Der Konflikt wird mit jedem Tag schwieriger zu l&ouml;sen. Marc Th&ouml;rner ist freier Journalist und in Afghanistan h&auml;ufig im Auftrag der ARD-Rundfunkanstalten unterwegs gewesen. Teilweise war er bei verschiedenen Armeen &bdquo;eingebettet&ldquo;, reiste aber auch, als einer der wenigen westlichen Journalisten, unabh&auml;ngig durchs Land. F&uuml;r eine Afghanistan-Reportage erhielt er 2009 den <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-preis.de\/dokumentation\/2009\/preistraeger\/1-preis-marc-thoerner.html\">Otto-Brenner-Preis f&uuml;r kritischen Journalismus<\/a>. Im Fr&uuml;hjahr 2010 erschien sein Buch &bdquo;Afghanistan-Code. Eine Reportage &uuml;ber Krieg, Fundamentalismus und Demokratie&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/protokolle-eines-krieges\/1891326.html;jsessionid=E372CF519FBB88904D31801D37B9C333\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer sich pers&ouml;nlich mit den Dateien besch&auml;ftigen will, sei verwiesen auf <a href=\"http:\/\/www.wikileaks.org\/wiki\/Afghan_War_Diary,_2004-2010\">wikileaks<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Griechische Milliarden f&uuml;r deutsche U-Boote<\/strong><br>\nGriechenland hat zwar lediglich 11 Millionen Einwohner, ist aber dennoch Europas gr&ouml;&szlig;ter Waffenimporteur weltweit steht es an f&uuml;nfter Stelle. &Uuml;ber Jahre hinweg verkauften deutsche Konzerne mit Protektion der Bundesregierung ihre neuesten Innovationen an die Griechen. Ein todsicheres Gesch&auml;ft, schlie&szlig;lich liefert man sich auf beiden Seiten der &Auml;g&auml;is einen absurden R&uuml;stungswettlauf. Jeder Auftrag aus Athen zieht einen Auftrag aus Ankara nach sich &ndash; und umgekehrt. Und wenn die Griechen ihre Wehrtechnik Made in Germany nicht bezahlen k&ouml;nnen, hilft halt der deutsche Steuerzahler aus.<br>\nEin Ausstieg aus dieser Spirale der Unvernunft ist nicht in Sicht. Anstatt bei den Verteidigungsausgaben zu sparen, orderte Athen in diesem Jahr zwei neue deutsche U-Boote und sechs franz&ouml;sische Fregatten. Die Konkurrenzauftr&auml;ge mit Ankara sind schlie&szlig;lich bereits unterschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32961\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Welche Perversit&auml;t: Einerseits sch&uuml;rt die schwarz-gelbe Bundesregierung, unterst&uuml;tzt von nahezu s&auml;mtlichen Mainstream-Medien, in der hiesigen Bev&ouml;lkerung Ressentiments gegen Griechenland und die griechische Bev&ouml;lkerung und zwingt dieses Land zu Lohnsenkungen und Sozialk&uuml;rzungen. Andererseits macht sich Berlin zum Handlanger der Interessen der R&uuml;stungsindustrie und treibt die griechischen (und t&uuml;rkischen) R&uuml;stungsausgaben und damit die staatlichen Haushaltsdefizite in die H&ouml;he. Und falls die Sache schief gehen sollte, m&uuml;ssen die deutschen Steuerzahler die Suppe ausl&ouml;ffeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Spanien: Zur&uuml;ck zu den Eltern<\/strong><br>\nNach Jahrzehnten des Wirtschaftsbooms ist Spanien in eine Krise geschlittert, deren Ende nicht abzusehen ist. Viele k&ouml;nnen ihren Lebensstandard nicht halten und gehen den Weg der Dem&uuml;tigung. Die Regierung vermag den Menschen nicht zu erkl&auml;ren, was eigentlich passiert ist.<br>\nKnapp vier Millionen Menschen suchen in Spanien gegenw&auml;rtig Arbeit. Zur Sommersaison haben zwar einige einen Job gefunden, in Hotels oder Restaurants der Ferienorte. Dennoch leben mittlerweile fast 20 Prozent aller Spanier unter der Armutsgrenze. Die liegt f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie bei einem Jahres-Nettoeinkommen von 16 684 Euro oder knapp 1400 Euro monatlich. Mit 1400 Euro das Leben bestreiten, das schaffen nicht viele Familien. 350 000 sind deshalb in den vergangenen zwei Jahren mitsamt Schulden aus ihrer Eigentumswohnung ausgezogen &ndash; sie konnten die Hypothek nicht mehr bezahlen. Statistisch gesehen werden jeden Tag 500 Wohnungen zwangsger&auml;umt. Die Betroffenen quartieren sich meist mit dem N&ouml;tigsten wieder bei den Eltern ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/zurueck_zu_den_eltern_1.6882356.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Was vom Netz &uuml;brig bleibt<\/strong><br>\nIm Prinzip ist ja alles ganz einfach. Erst stellen ARD und ZDF haufenweise Inhalte ins Netz, um dann Mitarbeiter damit zu besch&auml;ftigen, sie alsbald wieder daraus zu entfernen. So verschwinden etwa 80 Prozent aller Eintr&auml;ge auf der Internetseite der &ldquo;Tagesschau&rdquo;. Der Online-Pr&auml;senz des Politmagazins &ldquo;Report Mainz&rdquo; geht immerhin jede zweite Seite verloren. Und die Sportredaktion des ZDF erlebt gerade, wie von ihren Webseiten kaum noch etwas &uuml;brig bleibt: Von sport.zdf.de verschwinden 19748 Eintr&auml;ge. Das sind 92 Prozent.<br>\nDen privaten Medienunternehmen reicht das Ergebnis allerdings noch nicht. Dietmar Wolff, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Zeitungsverlegerverbandes BDZV, sprach am Dienstag etwa davon, die Rundfunkr&auml;te h&auml;tten die Online-Auftritte &ldquo;einfach abgenickt&rdquo;. Das im Rundfunkstaatsvertrag niedergelegte Verbot presse&auml;hnlicher Angebote laufe bisher komplett leer. &ldquo;Presse ist nicht nur ,offline&lsquo; , sondern auch das, was unsere Verlage online und mobil verbreiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2010\/0721\/medien\/0016\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Besonders am&uuml;sant diesbez&uuml;glich die Auseinandersetzung des FAZ Chefredakteurs Franz Schirrrmacher mit ARD-Chef Peter Boudgoust. Schirrmacher warf in einem Leitartikel am Dienstag letzter Woche der ARD vor, &ldquo;nichts anderes als einen totalen Machtanspruch, das Ende der freien Presse und die Herrschaft des Staatsjournalismus&rdquo; zu verk&uuml;nden. Dies von einem f&uuml;hrenden Journalisten der Mainstreampresse, die mit ihrer jahrelangen aggressiven Propaganda f&uuml;r eine neoliberale Politik meilenweit von einer kritischen und unabh&auml;ngigen Berichterstattung entfernt ist.<br>\nDie neu entdeckte Liebe zur Pressefreiheit ist dabei &auml;u&szlig;erst vordergr&uuml;ndig. Wenn es wirklich um Informationsfreiheit gehen w&uuml;rde, weshalb fordern dann die Zeitungsverleger eine massive Einschr&auml;nkung des Online-Angebots der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender?<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong> <a href=\"?p=3288\">Zensur durch den Markt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Fernsehtipps<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die ungerechte Republik &ndash; Eine Deutschlandreise zwischen Arm und Reich&nbsp;<\/strong><br>\nDie einen setzen sich mit 50 als Million&auml;re zur Ruhe und sorgen sich nur noch darum, ob ihr Pool auch sch&ouml;n sauber ist. Die anderen w&auml;ren froh, in dem Alter noch einen Job zu finden. Die einen kennen Billig-Essen nur als Party-Gag gegen aufkeimende Langeweile (&lsquo;Lachs ist auf Dauer ja dr&ouml;ge&rsquo;). Die anderen wissen nicht, wie sie ihre Familien ern&auml;hren sollen &ndash; und das h&auml;ufig trotz Arbeit. Deutschland 2010 &ndash; kein Sommerm&auml;rchen.<br>\nSWR, Dienstag, 27.07., Magazin\/Dokumentation 22:30 &ndash; 23:00&nbsp;Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tvinfo.de\/exe.php3?target=popup&amp;sidnr=115600832\">tv-info<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Dokumentarfilm: Let&rsquo;s make money &ndash; machen wir Geld<\/strong><br>\nMit &ldquo;Let&rsquo;s make money&rdquo; setzt der &Ouml;sterreicher Erwin Wagenhofer seine Globalisierungskritik fort, die mit dem Film &ldquo;We Feed the World&rdquo; begann. Der Dokumentarfilm &uuml;ber die Massenproduktion von Lebensmitteln wurde zum erfolgreichsten &ouml;sterreichischen Dokumentarfilm aller Zeiten.<br>\nARD, Dienstag, 27.07., 22.45 Uhr, 105 Minuten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detail.aspx?id=776B8BFC49FC635078289B4DAEEE09B2\">Das Erste<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Am Ende: Sparvorschlag zur Unterbringung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/kultur\/Ausstellung-So-hausen-die-Kaefigmenschen_bid_47848.html\">RP Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Berichtigung<\/strong><br>\nIn meinem gestrigen Beitrag <a href=\"?p=6286\">&bdquo;Die Deutschen denken sich krank und Joachim Wagner denkt sich gesund&ldquo;<\/a> habe ich f&auml;lschlicherweise Joachim Wagner noch als &bdquo;stellvertretenden Studioleiter im ARD-Hauptstadtstudio&ldquo; angesprochen. Seit dem 1. Januar 2009 ist ihm auf der Position des stellvertretenden Chefredakteurs im ARD-Hauptstadt  Rainald Becker (SWR) nachgefolgt und Joachim Wagner ist in seinen verdienten <a href=\"http:\/\/www.blogspan.net\/presse\/das-erste-rainald-becker-tritt-neue-position-als-stellvertretender-chefredakteur-im-ard-hauptstadtstudio-an\/mitteilung\/17899\/\">Ruhestand getreten<\/a>.<br>\nIch bitte unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung f&uuml;r diesen Irrtum. Der Beitrag wurde entsprechend korrigiert.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kommt der Aufschwung; im Stresstest wurden nur Leichen f&uuml;r tot erkl&auml;rt; Umsetzbarkeit der Schuldenbremse in den L&auml;ndern; Staatsverschuldung; Umkehrung des Matth&auml;us-Prinzips; garantiert Br&uuml;derle; St&auml;rkung der Tarifmacht; endliches &Ouml;l; BP kauft Wissenschaftler; Stuttgart 21; Utz Claassens Leistung kaum zu messen; Oskar Lafontaine &ndash; der Unvollendete; Wulff &ndash; ein moderner Aufkl&auml;rer;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6298\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6298","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6298"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6298\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6307,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6298\/revisions\/6307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}