{"id":62984,"date":"2020-07-17T08:31:39","date_gmt":"2020-07-17T06:31:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984"},"modified":"2020-07-17T08:31:39","modified_gmt":"2020-07-17T06:31:39","slug":"hinweise-des-tages-3654","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h01\">Ein &rsaquo;&rsaquo;Wiederaufbau&lsaquo;&lsaquo; mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h02\">Sanktionen gegen Nord-Stream-Investoren: Bund weist US-Drohung als v&ouml;lkerrechtswidrig zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h03\">Warnungen vor russischen Hackern, die &ldquo;fast sicher&rdquo; russischen Geheimdiensten angeh&ouml;ren <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h04\">Scholz wusste seit Februar 2019 von Verdacht bei Wirecard<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h05\">Umstrittenes &ldquo;Lex Cum-Ex&rdquo;: Geld ist wohl in vielen F&auml;llen weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h06\">Illegale Abfragen von Polizeidatenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h07\">Prozess gegen Polizisten: Falscher Zeitpunkt, falscher Ort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h08\">Geschlechtsspezifische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h09\">Altmaiers Stahlkonzept ist nicht mehr als hei&szlig;e Luft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h10\">Telefonat von Heiko Maas mit Putschist Guaid&oacute;: Bankrotterkl&auml;rung deutscher Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h11\">Abrieb von Autoreifen: Mikroplastik weht um die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h12\">Foodwatch-Bericht: Lebensmittelampel soll &uuml;berwiegend auf Gr&uuml;n stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h13\">Tiertransporte: Eine Qual &ndash; mit amtlicher Genehmigung Die 9 Sargn&auml;gel der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h14\">Die 9 Sargn&auml;gel der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h15\">Krise in der US-Frackingindustrie: Pleitewelle und die Banken verweigern dringend n&ouml;tige Kredite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62984#h16\">Das Letzte: Liebe Schutzmaskenverweigerer!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein &rsaquo;&rsaquo;Wiederaufbau&lsaquo;&lsaquo; mit Risiken und Nebenwirkungen<\/strong><br>\nDer &rsaquo;&rsaquo;Recovery Fund&lsaquo;&lsaquo; wird zu einem Meilenstein und Wendepunkt der EU-Geschichte verkl&auml;rt. Doch es gibt Zweifel, ob der Plan funktioniert. Die &rsaquo;&rsaquo;Next Generation EU&lsaquo;&lsaquo; k&ouml;nnte sich noch als Hypothek erweisen.<br>\nEs soll etwas Gro&szlig;es werden, etwas Einmaliges &ndash; eine Art Wunderwaffe gegen die Corona-Krise und den drohenden Kollaps des Binnenmarkts in Europa. Deswegen d&uuml;rfe man den geplanten, bis zu 750 Milliarden Euro schweren &rsaquo;&rsaquo;Recovery Fund&lsaquo;&lsaquo; der EU auch nicht &rsaquo;&rsaquo;verzwergen&lsaquo;&lsaquo;, sagte Kanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch des italienischen Ministerpr&auml;sidenten Giuseppe Conte in Berlin.<br>\nAber darf man ihn noch kritisieren? Ist die Frage erlaubt, ob das schuldenfinanzierte Hilfsprogramm ausreicht, um die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg zu lindern? Ist das Ziel der Hilfen mit &rsaquo;&rsaquo;Wiederaufbau&lsaquo;&lsaquo; richtig beschrieben, m&uuml;sste es nicht vielmehr um einen Umbau oder Neustart gehen? Und was ist mit den Konditionen bei der Mittelvergabe?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/recovery-fund-wiederaufbau-mit-risiken-und-nebenwirkungen\/\">Eric Bonse auf Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel vergeigt Deutschlands EU-Ratspr&auml;sidentschaft schon in der ersten Minute<\/strong><br>\nEs h&auml;tte eine Chance werden k&ouml;nnen. Wenn Deutschland aus den vergangenen Krisen Lehren ziehen w&uuml;rde, lie&szlig;e sich die EU in einer gro&szlig;en Allianz neu ausrichten und k&ouml;nnte tats&auml;chlich gest&auml;rkt aus der Krise hervorgehen. Merkel macht klar: Das wird nicht passieren. [&hellip;]<br>\nIm Grundsatz wird sich nichts &auml;ndern. Das neoliberale Regime wird f&uuml;r die EU und die EURO-Zone erhalten bleiben, der Markt darf die EU weiter spalten, die EU wird auch aus der Corona-Krise erneut geschw&auml;cht hervorgehen. Aus den vergangenen Krisen hat die Kanzlerin nichts gelernt. Mit ihrer Rede macht Merkel deutlich, sie wird dem Zerfall der EU und den mit Vertr&auml;gen festgeschriebenen Zentrifugalkr&auml;ften, welche die EU auseinander treiben, nichts entgegensetzen. Es wird keine Korrekturen geben, es wird noch nicht einmal eine Diskussion dar&uuml;ber geben. Ein grundlegendes Umdenken &ndash; oder auch nur ansatzweisen Lernwillen aus den Fehlern der Vergangenheit zu zeigen &ndash; bleibt Merkel schuldig. Diese trostlose Nachricht bleibt im medialen Mainstream jedoch unerw&auml;hnt. Dort ist man voll des Lobes f&uuml;r diese Rede Merkels.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/104534-merkel-vergeigt-deutschlands-eu-ratspraesidentschaft-schon-in-der-ersten-minute\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sanktionen gegen Nord-Stream-Investoren: Bund weist US-Drohung als v&ouml;lkerrechtswidrig zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie USA versch&auml;rfen ihren Kurs gegen die russisch-deutsche Gaspipeline Nord Stream 2. Nun drohen doch Sanktionen gegen die Investoren wie die BASF-Tochter Wintershall Dea oder Uniper.<br>\nDie Bundesregierung hat die neuen Sanktionsdrohungen der USA gegen den Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 kritisiert. Deutschland lehne extraterritoriale Sanktionen ab, &ldquo;denn wir erachten sie als v&ouml;lkerrechtswidrig&rdquo;, erkl&auml;rte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag. &ldquo;Das ist die klare Haltung der Bundesregierung.&rdquo; Die Aussagen von US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo (56) seien &ldquo;zur Kenntnis genommen&rdquo; worden &ndash; in der Diplomatie eine r&uuml;de abweisende Formulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/nord-stream-2-bund-nennt-us-drohung-mit-sanktionen-voelkerrechtswidrig-a-ded0697d-b582-4cf4-b881-d4a58a8f0b4b\">manager magazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Transatlantische Konflikte (III)<\/strong><br>\nMit scharfem Protest weisen Vertreter der deutschen Wirtschaft und Berliner Regierungsstellen die j&uuml;ngsten US-Sanktionen gegen die Erdgasleitung Nord Stream 2 zur&uuml;ck. US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo hatte am Mittwoch mitgeteilt, die Trump-Administration setze Zwangsma&szlig;nahmen gegen Unternehmen, die an der Pipeline beteiligt sind, mit sofortiger Wirkung in Kraft. Unmittelbar betroffen sind laut Angaben aus Wirtschaftskreisen rund 120 Unternehmen aus zw&ouml;lf L&auml;ndern Europas, darunter deutsche Konzerne wie Uniper (Ex-EON) sowie die mehrheitlich im Besitz der BASF befindliche Wintershall Dea. Bedroht sind dabei Investitionen von etwa zw&ouml;lf Milliarden Euro. Die Bundesregierung nennt die Sanktionen explizit &ldquo;v&ouml;lkerrechtswidrig&rdquo; und weist sie entschieden zur&uuml;ck. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses &ndash; Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft verlangt umgehende Gegenma&szlig;nahmen: &ldquo;Die EU und Deutschland d&uuml;rfen sich &hellip; nicht wie ein amerikanisches Protektorat vorf&uuml;hren lassen&rdquo;. Au&szlig;enminister Maas fordert Washington zu einer R&uuml;ckkehr zu gemeinsamen Russland-Sanktionen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8338\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warnungen vor russischen Hackern, die &ldquo;fast sicher&rdquo; russischen Geheimdiensten angeh&ouml;ren <\/strong><br>\nNach dem Telegraph sollen Oxford University und das Imperial College London, wo ein Impfstoff entwickelt wird, Angriffsziele sein. Aber das ist nur H&ouml;rensagen. Ob tats&auml;chlich Informationen gestohlen wurden, ist auch nicht klar. Das National Cyber Security Centre (NCSC) ist sehr &uuml;berzeugt (&ldquo;highest level of confidence&rdquo;) davon, dass der Kreml hinter den Angriffen steht. Das britische Au&szlig;enministerium ist jedoch &ldquo;fast sicher&rdquo;, wie das auch schon bei Skripal der Fall gewesen ist, dass APT29 f&uuml;r die angeblichen Angriffe auf unbekannte Einrichtungen verantwortlich ist. Zu &ldquo;95%+&rdquo; ist man auch sicher, dass die Gruppe &ldquo;Teil der russischen Geheimdienste&rdquo; ist. Weniger sicher (&ldquo;80 &ndash; 90%&rdquo;) ist, dass es um das Sammeln von Informationen &uuml;ber die Impfstoffentwicklung oder die Erforschung des Virus geht.<br>\nAuff&auml;llig ist, dass eine gro&szlig;e Kampagne &uuml;ber angebliche &ldquo;verantwortungslose&rdquo; Angriffe gestartet wird, ohne dass es eigentlich Sch&auml;den gegeben haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warnungen-vor-russischen-Hackern-die-fast-sicher-russischen-Geheimdiensten-angehoeren-4846067.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Scholz wusste seit Februar 2019 von Verdacht bei Wirecard<\/strong><br>\nDer Skandal um das Dax-Unternehmen ist noch bei weitem nicht vollends aufgekl&auml;rt. Doch von verd&auml;chtigen Vorg&auml;ngen bei Wirecard wei&szlig; der Bundesfinanzminister schon l&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/f-a-z-exklusiv-scholz-wusste-seit-februar-2019-von-verdacht-bei-wirecard-16863916.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie unschuldig war die Wirecard Bank wirklich?<\/strong><br>\nDie Bafin sah sich nicht zust&auml;ndig, Wirecard zu kontrollieren &ndash; die Banktochter jedoch sehr wohl. Diverse Kredite lassen nun daran zweifeln, dass die Aufseher genau genug hingeschaut haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirecard-bank-bafin-1.4969127\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wirecard-Wirtschaftskrimi wird zum Politdrama<\/strong><br>\n&bdquo;Es gibt nicht nur eine Achse von Wirecard zur &Ouml;VP und FP&Ouml; nach &Ouml;sterreich, sondern auch eine Achse Wirecard-CSU-Bayern. &Uuml;berall, wo mit Hochstapelei Geld zu verdienen ist, ist Guttenberg nicht weit. Er ist der Felix Krull der deutschen Politik&ldquo;, erkl&auml;rt Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, angesichts der Enth&uuml;llungen &uuml;ber den Lobbyismus des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg f&uuml;r das China-Gesch&auml;ft der Wirecard AG und die politische Dimension des B&ouml;rsenskandals. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Der Wirtschaftskrimi um Wirecard ist auch eine politische Aff&auml;re: Das Treffen zwischen Finanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies und Ex-Wirecard-CEO Markus Braun wurde zun&auml;chst auf den 5. November 2019 &ndash; den Geburtstag Brauns und den Tag der &Uuml;bernahme der chinesischen AllScore Payment Services f&uuml;r den Markteintritt in China &ndash; datiert und soll nun doch sp&auml;ter stattgefunden haben.<br>\nNun gibt die Bundesregierung zu, das China-Gesch&auml;ft politisch begleitet zu haben. Es muss ausgeleuchtet werden, ob es einen Zusammenhang gibt, der verschleiert werden sollte und dem Bundestag vorenthalten wurde. Denn das Schneeballsystem von Wirecard war auf aggressives Wachstum angewiesen, um die schwarzen L&ouml;cher in der Bilanz zu stopfen.<br>\nWirecard wickelte die Corona-Hilfen umsonst f&uuml;r die bayerische Landesregierung ab und lie&szlig; sich durch die Kanzlei eines einstigen CSU-Bundestagsabgeordneten bei der Klage gegen die Journalisten der Financial Times anwaltlich vertreten. Zudem muss die Rolle der Nachrichtendienste und die Frage einer etwaigen &Uuml;berwachung von Zahlungsstr&ouml;men in Drittl&auml;ndern gekl&auml;rt werden.<br>\nIch w&uuml;rde mich lieber auf die dringend n&ouml;tige Reform der Finanzaufsicht konzentrieren, damit Big-Tech-Unternehmen, die Finanzgesch&auml;fte betreiben, ordentlich beaufsichtigt werden. Aber ein Untersuchungsausschuss erscheint kaum noch vermeidbar!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/wirecard-wirtschaftskrimi-wird-zum-politdrama\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umstrittenes &ldquo;Lex Cum-Ex&rdquo;: Geld ist wohl in vielen F&auml;llen weg<\/strong><br>\nVon Parlamentariern und &Ouml;ffentlichkeit unbemerkt hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das weitreichende Folgen im Cum-Ex-Skandal haben k&ouml;nnte &ndash; nach Recherchen von WDR und SZ k&ouml;nnten Milliarden verloren gehen.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz zeigt sich gern entschlossen im Kampf gegen den milliardenschweren Steuerbetrug Cum-Ex. Mit neuen Gesetzen, so die Schlagzeilen Mitte Juni, trete der Sozialdemokrat die Flucht nach vorne an. Kurz darauf lie&szlig; Scholz den Worten Taten folgen. Eigentlich war das zweite Corona-Steuerhilfegesetz dazu gedacht, die Wirtschaft in Zeiten der Pandemie zu st&uuml;tzen.<br>\nDoch das Scholz-Ministerium brachte darin auch neue Bestimmungen auf den Weg, die manche als &ldquo;Lex Cum-Ex&rdquo; bezeichnen &ndash; etwa den neuen Paragraph 375a in Deutschlands &ldquo;Steuergrundgesetz&rdquo;, der Abgabenordnung. Die neue Bestimmung soll es Staatsanwaltschaften erm&ouml;glichen, die Cum-Ex-Beute von Banken und anderen Beteiligten nach einer Verurteilung einzuziehen. Und zwar auch dann noch, wenn die F&auml;lle steuerlich bereits verj&auml;hrt sind. Bislang war diese Frage nicht klar geregelt &ndash; und hochumstritten.<br>\nSo gut der neue Paragraph wohl gemeint war, so schwerwiegende Folgen d&uuml;rfte seine konkrete Ausgestaltung jetzt haben. Nach Recherchen von WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; (SZ) bewirkt das neue Gesetz in vielen F&auml;lle genau das Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/cum-ex-139.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Illegale Abfragen von Polizeidatenbanken<\/strong><br>\nIT-Missmanagement des hessischen Innenministeriums beg&uuml;nstigt &sbquo;NSU 2.0&lsquo;<br>\nSeit Jahren regiert das hessische Innenministerium in die Beschaffung und Entwicklung wichtiger Polizei-IT-Systeme hinein. NSU 2.0 wurde dadurch beg&uuml;nstigt. &hellip;<br>\nDas hessische Innenministerium hat mit seinem Missmanagement in Sachen polizeilicher Informationstechnik &uuml;ber Jahre hinweg ein beachtliches Chaos angerichtet. Hervorzuheben sind\n<ul>\n<li>die technisch und fachlich inkompetente Entwicklung des Fallbearbeitungssystems CRIME, das nach schweren Bedenken au&szlig;er Betrieb gestellt werden musste.<\/li>\n<li>Die Beauftragung des BETRIEBS eines Big-Data-Analyse- und Auswertungssystems an eine amerikanische Firma, die bekannt daf&uuml;r ist, niemanden in ihre Systeme schauen zu lassen. <\/li>\n<li>Ein Buddy-System zwischen Beschaffungsentscheidern und beg&uuml;nstigten Auftragnehmern.<\/li>\n<li>Und eine nicht vorhandene interne Kontrolle der technischen Leistungsf&auml;higkeit und Compliance mit gesetzlichen Anforderungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das damit umrissene Chaos und seine Fortf&uuml;hrung wurden beg&uuml;nstigt durch nicht funktionierende politische Kontrolle, nicht existente datenschutzrechtliche Aufsicht und ein schon lange nicht mehr gerechtfertigter Vertrauensvorschuss von &Ouml;ffentlichkeit und Medien in die Rechtm&auml;&szlig;igkeit politischen und polizeilichen Handelns.<br>\n&bdquo;NSU 2.0&ldquo; wurde zum Schlagwort f&uuml;r die Nutzung polizeilich erhobener und gespeicherter Informationen f&uuml;r die politischen Zwecke von rechtsextrem gesinnten Polizeibeamten. Unter dem gleichen Schlagwort gab es zahlreiche Morddrohungen. Doch &bdquo;NSU 2.0&ldquo; ist nur die Spitze des Eisberges mit dem Namen &bdquo;IT-Infrastruktur der hessischen Polizei&ldquo;. Es gen&uuml;gt nicht, wenn der Innenminister im Sinne von &bdquo;haltet den Dieb&ldquo; auf illegale Datenbankabfragen deutet. Auf den Pr&uuml;fstand geh&ouml;rt vielmehr die gesamte Informationstechnik der Polizei des Landes: Wie sie beschafft wurde, wer von den Vergabeverfahren in welcher Weise profitiert hat und &ndash; vor allem &ndash; wer die Systeme und darin gespeicherten Informationen aufgrund welcher Legitimation nutzt, und wer diese Nutzung kontrolliert und nachvollziehbar protokolliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.net\/it-missmanagement-des-hessischen-innenministeriums-beguenstigt-nsu2-0\">Police-IT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Prozess gegen Polizisten: Falscher Zeitpunkt, falscher Ort<\/strong><br>\nEin SZ-Journalist ger&auml;t in K&ouml;ln mit sechs Polizisten aneinander, am Ende dieser Nacht liegt er mit einem dreifachen Tr&uuml;mmerbruch des Sprunggelenks im Krankenhaus. Im Verfahren wird der angeklagte Polizist freigesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/polizeigewalt-polizei-prozess-journalist-1.4968854\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geschlechtsspezifische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nDie durch die COVID-19-Pandemie ausgel&ouml;ste wirtschaftliche Krise sch&auml;rft den Blick f&uuml;r bereits vorher existente soziale Ungleichheiten. Weniger Fokus liegt hingegen auf den Ungleichheiten aufgrund des gesellschaftlichen Geschlechterverh&auml;ltnisses. Dabei war dieser Zusammenhang selten so offensichtlich, denn Frauen sind besonders von der Krise betroffen &ndash; und das in mehrfacher Hinsicht. Die Krise trifft Frauen am Arbeitsmarkt mehrfach:\n<ul>\n<li>Der stark weiblich gepr&auml;gte Dienstleistungsbereich (z. B. pers&ouml;nliche Dienstleistungen, Tourismus) war besonders vom Lockdown betroffen. Seit April kommt es zu einer Trendwende: Erstmalig ist die Arbeitslosenquote der Frauen h&ouml;her als die der M&auml;nner.<\/li>\n<li>Gleichzeitig halten Frauen durch ihre unbezahlte und bezahlte Arbeit die Gesellschaft am Laufen. Viele Berufe, die derzeit als systemrelevant gelten &ndash; wie etwa im Lebensmittelhandel, im Gesundheits- und Pflegebereich, im Reinigungsbereich und im Sozialbereich &ndash; sind konstant unterbezahlt und weisen einen hohen Frauenanteil, insbesondere von Frauen mit Migrationsgeschichte, auf. W&auml;hrend andere Wirtschaftsbereiche stark von Arbeitslosigkeit betroffen waren, sahen sich die Besch&auml;ftigten in diesen Berufen mit einer sehr hohen Arbeitsbelastung konfrontiert. <\/li>\n<li>Die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und zus&auml;tzliches Homeschooling stellten f&uuml;r viele erwerbst&auml;tige Eltern &ndash; insbesondere f&uuml;r erwerbst&auml;tige M&uuml;tter &ndash; einen enormen Drahtseilakt dar. Speziell Alleinerziehende wurden hier im Stich gelassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/geschlechtsspezifische-auswirkungen-covid-19-auf-arbeitsmarkt\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altmaiers Stahlkonzept ist nicht mehr als hei&szlig;e Luft<\/strong><br>\nWenn Altmaiers Stahlkonzept nicht finanziell unterf&uuml;ttert wird, wird die Stahlindustrie in Deutschland aussterben. Das h&auml;tte verheerende Folgen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und das Klima&ldquo;, kommentiert Alexander Ulrich, industriepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, das Handlungskonzept Stahl von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Ulrich weiter:<br>\n&bdquo;F&uuml;r eine nachhaltige Wirtschaft wird viel hochwertiger Stahl ben&ouml;tigt, etwa f&uuml;r Windr&auml;der sowie den massiven Ausbau von &Ouml;PNV und Bahn. Stahl ist langlebig, gut recyclebar, und es ist schon heute m&ouml;glich, ihn klimaschonend herzustellen. Die Investitionszyklen in der Stahlindustrie sind jedoch lang, deswegen m&uuml;ssen schon jetzt die Weichen f&uuml;r die Stahlherstellung durch Wasserstoff gestellt werden. Finanzielle Hilfen des Bundes m&uuml;ssen allerdings klar an Zusagen zur Besch&auml;ftigungssicherung, Tariftreue und Mitbestimmung gekn&uuml;pft werden. Der Eigenstrom der Anlagen sollte m&ouml;glichst schnell dekarbonisiert und die Energieeffizienz gesteigert werden &ndash; auch im Interesse der Unternehmen selbst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/altmaiers-stahlkonzept-ist-nicht-mehr-als-heisse-luft\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Telefonat von Heiko Maas mit Putschist Guaid&oacute;: Bankrotterkl&auml;rung deutscher Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nHeiko Maas f&uuml;hrte am 6. Juli mit Juan Guaid&oacute;, dem selbsternannten &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; und Organisator des gescheiterten Milit&auml;rputsches von 2019, ein Telefonat. [&hellip;]<br>\nRT Deutsch-Redakteur Florian Warweg wollte vor diesem Hintergrund auf der aktuellen Bundespressekonferenz wissen, ob der Aufruf zum Wahlboykott Thema des Telefonats mit Au&szlig;enminister Maas war und wie die Bundesregierung es grunds&auml;tzlich bewertet, dass der von ihr unterst&uuml;tzte &ldquo;Interimspr&auml;sident&rdquo; &ouml;ffentlich zu einem Wahlboykott aufruft. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, mit welchem strategischen Kalk&uuml;l die Bundesregierung so vehement eine Person unterst&uuml;tzt, die ma&szlig;geblich an einem gescheiterten Milit&auml;rputsch beteiligt war, deren Unterschrift unter einem Vertrag steht, der US-S&ouml;ldnern den Auftrag gab, eine Invasion in Venezuela durchzuf&uuml;hren, und deren n&auml;chstes Umfeld von einem gigantischen Korruptionsskandal ersch&uuml;ttert wird.<br>\nDie Antwort der Bundesregierung geriet zum Offenbarungseid und bezeugt zugleich, dass sich unter Au&szlig;enminister Heiko Maas die deutsche Venezuela-Politik in eine Sackgasse man&ouml;vriert hat, aus der sie selbst keinen Ausweg mehr findet:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/104515-telefonat-von-heiko-maas-mit-guaido-bankrotterklaerung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sehen so die deutschen Interessen im Umgang mit Venezuela aus? Wessen Interessen in Deutschland eigentlich genau? Erinnert sei daran, dass die USA Herrn Guaid&oacute; sehr fr&uuml;h unterst&uuml;tzt haben. Und was hat der Transatlantiker im Ausw&auml;rtigen Amt gemacht? Er eifert nach: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48684#h04\">Maas sichert Guaid&oacute; deutsche Unterst&uuml;tzung zu<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Abrieb von Autoreifen: Mikroplastik weht um die Welt<\/strong><br>\nKleine Plastikpartikel fanden Forscher schon in den entlegensten Regionen der Erde. Eine Studie zeigt nun, wie Reifenabrieb von Stra&szlig;en um die Welt fliegt. Winde tragen ihn sogar bis in die Arktis.<br>\nPlastikm&uuml;ll ist f&uuml;r die Meere schon lange ein Problem. In den letzten Jahren haben Forscher den Kunststoff und seine Folgen f&uuml;r die Umwelt genauer untersucht. Dabei entdeckten sie winzige Partikel, die in Fl&uuml;ssen, Seen und Meeren massenhaft vorkommen. Wo auch immer sie nach solchem Mikroplastik suchten, fanden sie es auch. Selbst auf weit entfernten Inseln oder im Eis der Arktis. Zwar wei&szlig; man immer noch wenig &uuml;ber die Folgen f&uuml;r die &Ouml;kosysteme. Aber sicher ist, dass Mikroplastik &uuml;ber Fische auch in die Nahrungskette des Menschen gelangt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/technik\/mikroplastik-autoreifenabrieb-weht-um-die-welt-a-aca289ae-d3d4-4741-b9f8-570f7cc09be4\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Foodwatch-Bericht: Lebensmittelampel soll &uuml;berwiegend auf Gr&uuml;n stehen<\/strong><br>\nBeste A-Bewertung selbst f&uuml;r zuckrige Getr&auml;nke: Foodwatch warnt, dass die neue Lebensmittelampel aufgeweicht werden soll. Der Lebensmittelverband gibt &ldquo;Nachbesserungsbedarf&rdquo; zu.<br>\nDie Verbraucherorganisation Foodwatch warnt, dass die Lebensmittelampel Nutri-Score verw&auml;ssert werden k&ouml;nnte. Die Berechnungsgrundlage des Nutri-Score solle auf Druck vor allem des Lebensmittelverbandes so ver&auml;ndert werden, dass zucker- und fetthaltige Produkte besser abschneiden, teilt Foodwatch mit. Dies belegten interne Dokumente des staatlichen Max Rubner-Instituts (MRI), die Foodwatch analysiert hat, die Ergebnisse liegen dem SPIEGEL vor. Das Bundesern&auml;hrungsministerium hatte das MRI mit der Pr&uuml;fung der Reformforderungen beauftragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/foodwatch-warnt-lebensmittelampel-soll-ueberwiegend-auf-gruen-stehen-a-eb33c6da-c964-4e1b-9aa7-69e2844c60ba\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tiertransporte: Eine Qual &ndash; mit amtlicher Genehmigung<\/strong><br>\nTiertransporte &uuml;ber lange Strecken und unter qu&auml;lenden Bedingungen &ndash; die sollte es l&auml;ngst nicht mehr geben. Doch nach rbb-Recherchen genehmigten mehrere Veterin&auml;r&auml;mter solche Fahrten, Tiersch&uuml;tzer erstatten Anzeige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/mittagsmagazin\/tiertransporte-107.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Fazit der Recherche: Politik und Beh&ouml;rden kennen die Tierqu&auml;lerei, machen sich trotzdem zu Komplizen der Fleisch-Mafia&hellip;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die 9 Sargn&auml;gel der Demokratie<\/strong><br>\n&bdquo;Demokratie ist eine Errungenschaft im besten Sinn des Wortes, und sie muss in jeder Epoche neu errungen, ausgebaut und gegen Angriffe verteidigt werden. Selbst wenn es heute um nichts anderes ginge, als sich ihrem Verfall entgegenzustemmen, ihn f&uuml;r einige Zeit aufzuhalten oder nur zu verlangsamen, dann w&auml;re dieser Versuch jede Anstrengung wert.&ldquo; Wie das Prinzip &bdquo;Alle Gewalt geht vom Volk aus&ldquo; schrittweise ausgehebelt wird. Und was uns trotzdem hoffen l&auml;sst.<br>\nAm Horizont der Geschichte d&auml;mmert seit einiger Zeit ein kollektiver Alptraum auf: die be&auml;ngstigende Vision eines weltweiten, regional in Nuancen differierenden, in seinen Denkgrundlagen jedoch weitgehend einheitlichen Unterdr&uuml;ckungssystems, das auch als &bdquo;Demokratur&ldquo; bezeichnet worden ist. Gemeint ist eine durch polizei- und obrigkeitsstaatliche Strukturen gesch&uuml;tzte kapitalistische Oligarchie mit demokratischen Reststrukturen, die jedoch nur Feigenblattfunktion haben. (&hellip;)<br>\nDie repr&auml;sentative Demokratie in der urspr&uuml;nglich intendierten Form ist gescheitert, wenn die Repr&auml;sentanten das &bdquo;demos&ldquo; (Volk) nicht mehr repr&auml;sentieren, sondern es zur Unterwerfung unter die Interessen einer dritten Kraft aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor zwingen. Nat&uuml;rlich sagt niemand offen: &bdquo;Wir schaffen jetzt die Demokratie ab.&ldquo; Die Menschen d&uuml;rfen noch immer w&auml;hlen, was sie wollen, solange sie nur das denken k&ouml;nnen, was sie sollen. Die Hauptaufgabe &bdquo;demokratisch gew&auml;hlter&ldquo; Politikern besteht in einem solchen System paradoxerweise im Demokratieabbau, also in der Begrenzung demokratischer Volksmacht auf das f&uuml;r die Finanzoligarchie Unsch&auml;dliche.<br>\nDies geschieht mit Hilfe einiger Tricks, die ich auch die 9 Sargn&auml;gel der Demokratie genannt habe. Ich will sie hier anhand der deutschen Verh&auml;ltnisse etwas pr&auml;zisieren.<br>\nScheinalternativen: Mehrere Parteien, die im Grunde dasselbe sagen, treten zu Scheingefechten gegeneinander an. Was wirklich im Interesse des Volkes w&auml;re, wird gar nicht erst Teil der Angebotspalette im Politikbetrieb. Wie in einem kleinen bayerischen Landgasthof darf man zwischen Schweinebraten und Schweinshaxe w&auml;hlen, f&uuml;r Vegetarier gibt es &uuml;berhaupt kein Gericht auf der Karte &ndash; er kann gegen sein Gewissen w&auml;hlen oder muss hungrig nach Hause gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/die-9-sargnaegel-der-demokratie-2\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Krise in der US-Frackingindustrie: Pleitewelle und die Banken verweigern dringend n&ouml;tige Kredite<\/strong><br>\nEs ist erstaunlich ruhig geworden um die &Ouml;lpreise. Die steigen n&auml;mlich wieder und liegen jetzt bei &uuml;ber 40 Dollar. Aber das ist immer noch zu wenig f&uuml;r die US-Fracking-Industrie, die mit dem R&uuml;cken zur Wand steht und der erstens die Banken dringend n&ouml;tige Kredite verweigern und die zweitens von einer Pleitewelle &uuml;berrollt wird.<br>\nVon den finanziellen Problemen des Fracking-Marktf&uuml;hrers Chesapeake Energy habe ich schon Ende April im Zusammenhang mit der &uuml;berraschenden Kurs&auml;nderung der Saudis in &bdquo;&Ouml;lpreiskrieg&ldquo; berichtet. Inzwischen hat der Konzern Konkurs angemeldet und versucht, seine Kredite umzuschulden.<br>\nAm Mittwoch erschien beim russischen Fernsehen ein interessanter Artikel &uuml;ber die Situation der US-Fracking-Industrie (oder wie sie in Russland genannt wird, die &bdquo;Schiefer&ouml;lindustrie), den ich &uuml;bersetzt habe und zu dem ich nach der &Uuml;bersetzung noch ein paar Gedanken &auml;u&szlig;ern werde. (&hellip;)<br>\nDie &Ouml;lpreise sind Anfang M&auml;rz abgest&uuml;rzt, als sich die OPEC-Plus nicht auf F&ouml;rderquoten einigen konnte und Saudi-Arabien daraufhin den Markt mit &Ouml;l geflutet hat. Die Medien sprachen von einem &Ouml;lpreiskrieg zwischen den Saudis und den Russen, aber Anfang April habe ich dahinter einen Angriff der Saudis (m&ouml;glicherweise sogar in Absprache mit den Russen?) auf die US-Fracking-Industrie gesehen. Egal, ob ich damit Recht hatte oder nicht, aber was wir heute sehen, also die Existenzkrise der US-Fracking-Industrie, ist genau das Szenario, dass ich und auch andere Analysten erwartet haben, als wir von einem Angriff auf die US-Fracking-Industrie berichtet haben.<br>\nDer vom russischen Fernsehen am Ende erw&auml;hnte Lockdown in Kalifornien wird die Situation weiter versch&auml;rfen, denn die US-Fracking-Industrie produziert vor allem f&uuml;r den inl&auml;ndischen Markt. Ausl&auml;ndische M&auml;rkte versuchen sie ja erst zu erobern, ich erinnere nur an den Streit um Nord Stream 2.<br>\nWenn also aufgrund eines neuen Lockdowns in den USA der &Ouml;lverbrauch zur&uuml;ckgeht, wird das der ohnehin angeschlagenen US-Fracking-Industrie weiter zusetzen.<br>\nInteressanterweise handelt das russische Fernsehen in seinem Artikel eine weitere Zahl regelrecht in einem Nebensatz ab: Die Neuverschuldung der USA, die um das Hundertfache gestiegen ist. Die USA waren de facto schon bankrott, wo das nun hinf&uuml;hren soll, kann man nur raten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/krise-in-der-us-frackingindustrie-pleitewelle-und-die-banken-verweigern-dringend-noetige-kredite\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Liebe Schutzmaskenverweigerer!<\/strong><br>\nSie f&uuml;hlen sich &ldquo;gefangen&rdquo; unter Ihrer Maske? Lustig, das sagen Nudisten auch &uuml;ber Kleidung und tragen trotzdem Hosen beim Einkaufen. Mal ehrlich, es ist grob unh&ouml;flich, andere Menschen umbringen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/corona-pandemie-brief-an-die-schutzmaskenverweigerer-a-5069f101-74aa-4dae-89a6-9aea9e5331da\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Qualit&auml;tsjournalismus von einer preisgekr&ouml;nten Nachwuchsjournalistin &hellip; wer die Maskenpflicht kritisch sieht, &ldquo;will&rdquo; (sic!) also &ldquo;Menschen umbringen&rdquo; (sic!). Ernsthaft? Die anderen Artikel <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/impressum\/autor-ed5dda72-0001-0003-0000-000000026743\">dieser Autorin<\/a> sind &uuml;brigens kein Deut besser.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-62984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62984"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62984\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62987,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/62984\/revisions\/62987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=62984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=62984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}