{"id":63029,"date":"2020-07-19T13:00:45","date_gmt":"2020-07-19T11:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63029"},"modified":"2020-07-20T16:59:34","modified_gmt":"2020-07-20T14:59:34","slug":"leserbriefe-zu-cancel-culture-intoleranz-im-namen-der-toleranz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63029","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eCancel Culture\u201c \u2013 Intoleranz im Namen der Toleranz\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger nimmt sich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62972\">in diesem Beitrag<\/a> des aus den USA stammenden Ph&auml;nomens an, das &bdquo;Cancel Culture&ldquo; genannt wird. Es ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Als Beispiele nennt Jens Berger den Coburger &bdquo;Mohrenstreit&ldquo; und den Inhalt der letzten Folge der ZDF-&ldquo;Anstalt&ldquo;.<br>\nAls Ziel von &bdquo;Cancel Culture&ldquo; erkennt Jens Berger &bdquo;die systematische Boykottierung, Verbannung und Annullierung von Werken und Personen aus dem &ouml;ffentlichen Leben.&ldquo; Das dient jedoch nicht der Aufkl&auml;rung, sondern die Akteure pflegen eine &bdquo;Intoleranz im Namen der Toleranz&ldquo;. Jens Berger erinnert an die deutsche Geschichte, denn hierzulande hat es etwas Vergleichbares bereits schon einmal gegeben und wird B&uuml;cherverbrennung genannt. In den USA gibt es insbesondere von Intellektuellen wie Noam Chomsky sowie J.K. Rowling und Salman Rushdie Widerstand gegen &bdquo;Cancel Culture&ldquo;. Gefordert wird von ihnen ein offener Dialog.<br>\nJens Berger stellt Fragen und schl&auml;gt Alternativen vor:<br>\n&bdquo;Wie &uuml;berzeugt man Andersdenkende? Indem man jeden, der in einem Punkt eine vermeintlich unkorrekte Position vertritt, aus dem &ouml;ffentlichen Leben verbannen will? Indem man zusammen mit einem Mob daf&uuml;r sorgt, dass er seinen Job verliert und sich niemand mehr mit ihm in der &Ouml;ffentlichkeit sehen lassen will? Wie w&auml;re es, wenn man stattdessen wieder anf&auml;ngt, Debatten mit Argumenten auszutragen, dem Gegen&uuml;ber zuh&ouml;rt und einen gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Meinungskorridor in der Debatte akzeptiert?&ldquo;<br>\nAuch zahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten machen sich Gedanken &uuml;ber das komplexe Thema. F&uuml;r die Leserbriefe bedanken wir uns sehr. Hier nun eine Auswahl der eingereichten Antworten. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo gesch&auml;tzter Jens Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nobwohl ich inzwischen bestm&ouml;glich der Versuchung widerstehe, auf gute oder &uuml;berf&auml;llige Artikel wie den hier in Rede stehenden per Leserbrief zu reagieren, will ich mich jetzt zumindest des k&uuml;rzest m&ouml;glichen Kommentars zu beflei&szlig;igen versuchen:<br>\n&nbsp;<br>\nBei &bdquo;Cancel Culture&ldquo; handelt es sich m.E. weniger um &bdquo; Intoleranz im Namen der Toleranz&ldquo;, als um pervertierten Unsinn geistig allzu nachhaltig Verbl&ouml;deter!<br>\n&nbsp;<br>\nDenn dieselben regen sich mit keinem Seufzer auf &uuml;ber die laufende Ermordung Verzweifelter und Verhungernder durch das im Unrecht vereinigte Konglomerat sogenannter &bdquo;christlicher&ldquo; Staaten wie insbesondere den USA mit deren &Uuml;berf&auml;llen auf total Unschuldige beispielsweise in Afghanistan, im Irak, in Pal&auml;stina, oder der BRD in Syrien und im&nbsp; Jemen, wo BEIDE L&auml;nder gemeinsam Verbrechen begehen und das sog. &bdquo;V&ouml;lkerrecht&ldquo; endg&uuml;ltig au&szlig;er Kraft setzen.<br>\n&nbsp;<br>\nBeide L&auml;nder, die scheinbar noch immer allm&auml;chtigen USA und die von denselben noch immer besetzte BRD, sind sich auch darin einig, Russland und China zu verteufeln, weil diese Beiden sich nicht mehr von diesen USA wie anhin mit Hilfe recht- und gesetzloser &bdquo;Sanktionen&ldquo; g&auml;ngeln lassen!<br>\n&nbsp;<br>\nDie Tage dieser kriminellen USA sind gez&auml;hlt! Und damit auch die ihrer treuesten Vasallen einschlie&szlig;lich &nbsp;NATO!<br>\n&nbsp;<br>\nChina und Russland werden &ndash; mit oder ohne einen dritten Weltkrieg &ndash; in K&uuml;rze bestimmen, &bdquo;wo`s langgeht&ldquo;! Und DAS ist GUT so!<br>\n&nbsp;<br>\nDie von der WHO weshalb auch immer ausgerufene &bdquo;Pandemie&ldquo; ist erfolgreich dabei, das Ihre beizutragen!<br>\n&nbsp;<br>\nGruss<br>\nRolf Schmid(86)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Jens,<\/p><p>dem Text kann man wenig hinzuf&uuml;gen.<\/p><p>Ich sage wenig, weil es da meiner Meinung nach noch einen interessanten Aspekt gibt.<\/p><p>Vor zwei, drei Wochen las ich (ich glaube in einer Sonntagsausgabe der La Vanguardia), das es in dem Zusammenhang mittlerweile auch eine Multimilliarden Dollar Beratungsindustrie in den USA zu diesen Themen gibt (black lives, gender, etc.).<\/p><p>Da muss man das Thema nat&uuml;rlich am Kochen halten, bzw. es erst gro&szlig; machen. Man braucht nur ein paar wirklich Engagierte, die man manipulieren kann und dann geht die Reise los.<\/p><p>Am Ende dreht es sich doch nur um den almighty Dollar, den man mit Corporate America machen kann.<\/p><p>Es interessiert doch kaum jemanden, was da wirklich passiert. Man bekommt mal wieder frisches Fleisch (darf man auch nicht mehr sagen) vorgeworfen. Alle zwei Wochen eine neue Sau durchs Dorf treiben, die Aufmerksamkeitsspanne ist zu klein geworden.<\/p><p>Wir sollten ja auch T&ouml;pfe schlagen und in Barcelona gab es auch eine black lives matter Demo.&nbsp;<\/p><p>Ja, kann man machen.<\/p><p>Man k&ouml;nnte sich aber auch daran erinnern, das es in Katalonien immer noch Staatsbedienstete und Pflegekr&auml;fte gibt, die nach wie vor auf ihrer Gehaltsabrechnung&nbsp; einen Abschlag von -5% vorfinden, bzw die tariflichen Sonderzahlungen nicht voll erhalten haben.&nbsp;<\/p><p>Ich spreche hier von der Bankenkrise 2008, nicht das jemand falsche Vorstellungen entwickelt.<\/p><p>Meine Person geht jetzt erst einmal in den privaten Untergrund. Meine Freundin geht Donnerstags zum Yoga (mal sehen, ob das klappt, wir haben wieder strengere Maskenpflicht).<\/p><p>Die Zeit reicht, um mir als Vorspeise eine Folge Al Bundy zu g&ouml;nnen. Als Hauptgericht gibt es zwei Folgen Ekel Alfred und als Nachspeise eine Folge Modern Family und vielleicht gehe ich am Freitag zu Dr. House.<\/p><p>VG and don&acute;t mention the war,<br>\nMarkus.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein Paradebeispiel f&uuml;r deutsche &bdquo;Cancel Culture&ldquo; war auch die letzte Folge der eigentlich ja kritischen ZDF-Sendung &bdquo;Die Anstalt&ldquo;, in der u.a. Karl Marx und Hannah Arendt mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten als Rassisten dargestellt und metaphorisch als Denkm&auml;ler vom Sockel gesto&szlig;en werden sollten.<\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>gro&szlig;artiger Kommentar. Das war nun die dritte Anstalt in Folge, die bei mir Brechreiz ausl&ouml;ste und nicht nur wegen Marx und Arendt. Welcher Virus ist denn in die Hirne dieser bis dato aufkl&auml;rerischen Kabarettisten gefahren? Wollen die uns verarschen oder werden sie vom ZDF unter Druck gesetzt?<\/p><p>Bei weiter anhaltender uns&auml;glicher Kritik an den Corona-Ma&szlig;nahmen-Kritiker besteht die Gefahr, da&szlig; die sinnvollen Ma&szlig;nahmen zum Schutz des Klimas, der Luft, der Umwelt oder von Minderheiten ebenfalls in die Tonne getreten werden. &bdquo;Wer einmal l&uuml;gt, dem glaubt man nicht&ldquo;. Wenn Regierung und Opposition ins gleiche Horn von Drosten, Gates und Wieler tuten, kann man denen und ihren Wissenschaftlern dann noch trauen, wenn sie behaupten, da&szlig; die Erderw&auml;rmung menschengemacht ist, die Stickoxyde die Lungen sch&auml;digen, Plastik und G&uuml;lle erst das Wasser und dann die Menschen sch&auml;digen und Fl&uuml;chtlinge nicht f&uuml;r mehr Kriminalit&auml;t sorgen. Wenn sich die AFD als einzige Oppositionspartei gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen etabliert, dann sehe ich f&uuml;r unsere Demokratie schwarz bzw. braun.<\/p><p>Es ist zum Kotzen, wie jede auch nur einen Deut von &bdquo;der politischen Korrektheit&ldquo; abweichende Meinung wahlweise als antisemitisch, rassistisch, ausl&auml;nderfeindlich, unwissenschaftlich, verschw&ouml;rungstheoretisch, sexistisch oder menschenverachtend denunziert wird. Ich kann Ihnen\/Dir daher nur zustimmen:<\/p><p>Wie w&auml;re es, wenn man stattdessen wieder anf&auml;ngt, Debatten mit Argumenten auszutragen, dem Gegen&uuml;ber zuh&ouml;rt und einen gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Meinungskorridor in der Debatte akzeptiert? Aber das ist wohl zu viel verlangt, da in einem offenen Austausch der Argumente selten totalit&auml;re Sichtweisen gewinnen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFritz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger.<\/p><p>Wie schon in meinem letzten Leserbrief zu &ldquo;Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan&hellip;&rdquo;&nbsp;erw&auml;hnt, ist diese ganze Debatte an Scheinheiligkeit und Aberwitz kaum noch zu toppen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Twitter-Gemeinde f&uuml;hlt sich m&auml;chtig, durch Lawinenartig anwachsende Shitstorms, da wiederholt dutzendfach geteilt, haben sie tats&auml;chlich so etwas wie &ldquo;Macht&rdquo;, sei es jetzt im Rahmen von Cancel Culture, oder vor ein paar Monaten, als die ARD einknickte wegen der &ldquo;Umweltsau-Oma&rdquo;. Wenn dann &ldquo;Vom Winde Verweht&rdquo; quasi durch einen Sturm von der Bildfl&auml;che, bzw, in den Archiven verschwindet, entbehrt das nicht einer gewissen Ironie&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nWas mich vielmehr besch&auml;ftigt ist die Frage, was die Zwitschernden Hobbyornitologen tats&auml;chlich erreichen k&ouml;nnten, wenn sie sich mal auf essentielle Themen konzentrieren w&uuml;rden? Ein elementarer Shitstorm was die Bundeswehreins&auml;tze auf unserem Globus betrifft? Die Steuergerechtigkeit und Verteilung&nbsp;in unserem Land? Rentenh&ouml;he, Renteneintrittsalter? Reichtumsverteilung? Oder um beim urspr&uuml;nglichen Thema zu bleiben: Tats&auml;chliche Verbesserungen was Rassismus und Chancengleichheit angeht und kein&nbsp;Pillepalle-Kram, wie tagt&auml;glich zu lesen ist?<br>\n&nbsp;<br>\nDa kann einem schwindlig werden. Man k&ouml;nnte glatt anfangen zu tr&auml;umen&hellip;<\/p><p>Hochachtungsvoll, Ulrich Erich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nder Artikel zur Cancel Culture von Jens Berger spricht mir&nbsp;sehr aus der Seele. Es ist verbl&uuml;ffend und irritierend zu sehen, welche&nbsp;Extremz&uuml;ge&nbsp;die Debattenkultur&nbsp;angenommen hat &ndash; auf allen Seiten des politischen Spektrums. Zu diesem Thema m&ouml;chte ich zugleich auf einen&nbsp;Artikel&nbsp;in der Berliner Zeitung hinweisen, den ich interessant fand und der (wenn ich richtig sehe)&nbsp;bislang&nbsp;nicht in den Hinweisen des Tages auftauchte:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/haltet-doch-mal-eine-andere-meinung-aus-cancel-culture-donald-trump-taz-li.92770\">berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/haltet-doch-mal-eine-andere-meinung-aus-cancel-culture-donald-trump-taz-li.92770<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDarin wird&nbsp;die Kritik einer&nbsp;ehemaligen Mitarbeiterin der New York Times zitiert, wonach sich unter&nbsp;j&uuml;ngeren Journalisten&nbsp;eine Weltsicht ausbreite, die als&nbsp;&ldquo;Safetyism&rdquo; bezeichnet wird. Diese Weltsicht fordere das&nbsp;Recht, sich emotional &ldquo;sicher&rdquo; zu f&uuml;hlen, und das habe Vorrang vor&nbsp;freier Rede. Ich kann nicht beurteilen, ob das wirklich ein Konflikt ist, der&nbsp;zwischen Generationen verl&auml;ut &ndash; immerhin nimmt&nbsp;die&nbsp;Debattenkultur &uuml;berall (in den Massenmedien) sehr absurde Z&uuml;ge an. Dennoch fand ich diese Beschreibung erhellend, denn es fasst sehr gut ein Ph&auml;nomen&nbsp;in Worte, wof&uuml;r ich lange keinen Begriff hatte:&nbsp;fehlende Streit- bzw. Konfliktf&auml;higkeit oder auch die&nbsp;Abwehr von Fakten und Ansichten, die als unangenehm empfunden werden k&ouml;nnten. Mit einer (legitimen und wichtigen)&nbsp;Diskussionen &uuml;ber Grenzen zwischen Meinungen und&nbsp;Beleidigungen hat das aus meiner Sicht nichts mehr&nbsp;zu tun, sondern betrifft ganz andere&nbsp;Aspekte des freien Diskurses.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r die wertvolle Arbeit und die gelungenen Inhalte&nbsp;der Nachdenkseiten!<br>\nMelanie Haas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein Erkl&auml;rungsversuch: Weil manche Menschen M&uuml;he haben, vom allm&auml;chtigen Virus und den strengen Corona-Massnahmen der Regierung bevormundet zu werden, suchen sie kleinere Opfer, denen sie auch mal die Meinung sagen k&ouml;nnen.<\/p><p>F&uuml;r die Opfer ist das nat&uuml;rlich eine Katastrophe.<\/p><p>Andererseits w&uuml;rde es bedeuten, dass jede Unterdr&uuml;ckung der Freiheit recht schnell zu einem Aufstand f&uuml;hrt. Das w&auml;re ja ein gutes Zeichen.<\/p><p>Und es l&auml;sst hoffen, dass auch die sonst &uuml;berall gegenw&auml;rtige Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung ebenfalls einmal einen solchen Shitstorm erfahren.  <\/p><p>Ekkehard Blomeyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nseit Jahren sehen wir, wie im Namen einer vermeintlichen politischen Korrektheit zunehmend Meinungen verfemt und zensiert, Sprache vergewaltigt und die Bev&ouml;lkerung dazu gen&ouml;tigt wird, das &ldquo;richtige&rdquo; Weltbild zu vertreten und das &ldquo;falsche&rdquo; totzuschweigen, sowie sich eine best&auml;ndig &auml;ndernde, hyperkorrekte, wom&ouml;glich morgen schon wieder als beleidigend empfundene Sprechweise anzueignen und quasi auf Knopfdruck die pl&ouml;tzlich falsche Ausdrucksart abzulegen. Da wird der Student zum Studierenden, weil Studentinnen offenbar zu bl&ouml;d sind zu merken, da&szlig; auch sie mit dem generischen Maskulinum gemeint sein k&ouml;nnten; der Forscher wird zum Forschenden, damit auch ja kein Forscher (mwd) sich ausgegrenzt f&uuml;hlen k&ouml;nnte. Seltsamerweise werden M&ouml;rder aber recht selten zu Mordenden, Vergewaltiger nie zu Vergewaltigenden und Kanalreiniger schon gar nicht zu Kanalreinigenden. Sexismus ist solch sprachliche Ausgrenzung komischerweise nur dann, wenn Frauen bei den angenehmen Dingen nicht ausreichend sichtbar gemacht werden. Der Mist darf weiterhin an den M&auml;nnern h&auml;ngenbleiben.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Vertreter dieser neuen Tugendhaftigkeit legen dabei bisweilen eine Radikalit&auml;t an den Tag, wie man sie sonst nur von religi&ouml;sen Eiferern kennt und man kann davon ausgehen, da&szlig; sich dieser Extremismus noch steigern wird, wenn man ihm weiter freien Lauf l&auml;&szlig;t und nicht gesamtgesellschaftlich Einhalt gebietet. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der erste dazu berufen f&uuml;hlt, im Namen des Guten und der Gerechtigkeit zur Waffe zu greifen und jene mit dem vergifteten Gedankengut zum Wohle der Menschheit vom Erdboden zu tilgen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist weiterhin unvermeidlich, da&szlig; dieser rigorose Moralismus die Gesellschaft spalten und fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu einer ebenso radikalen Gegenreaktion f&uuml;hren wird, denn ein Gro&szlig;teil der Menschen wird es auf Dauer unertr&auml;glich finden, wenn die von ihnen erlebte Wirklichkeit nicht mal mehr benannt werden darf. Wir leben aber bereits jetzt in einer Zeit, in der selbst f&uuml;r alle sichtbare Realit&auml;ten geleugnet werden m&uuml;ssen, will man nicht den Ha&szlig; eines kleinen, aber daf&uuml;r umso lauteren Teils der Bev&ouml;lkerung auf sich zu ziehen. Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen auch nat&uuml;rlichste Tatsachen nicht mehr anerkennen wollen, weil sie ihrem verqueren Moralverst&auml;ndnis zuwiderlaufen. Mutter Natur interessiert unsere Moral allerdings herzlich wenig; ihre Gesetze sind unab&auml;nderlich und ihre Methoden zu Durchsetzung derselben unerbittlich.<br>\n&nbsp;<br>\nAus biologischer Sicht ist die Sachlage recht eindeutig: Homo Sapiens kennt nur zwei Geschlechter: Mann und Frau; und mehr als 99,5% sind eindeutig einem der beiden zuzuordnen. Alles andere ist entweder genetischer Murks oder das Ergebnis von Selbstverst&uuml;mmelung. Es ist dabei auch v&ouml;llig unerheblich ob sich der 47-j&auml;hrige Hans Meier einbildet, er sei die 6-j&auml;hrige Pocahontas, denn jeder mit Augen im Kopf sieht: Der Kaiser ist nackt und Hans Meier spinnt. &Uuml;ber die teilweise unaufl&ouml;slichen Widerspr&uuml;che, in die sich die Anh&auml;nger der Gender-Ideologie verstricken, will ich mich hier gar nicht auslassen. Mit Logik hat das jedenfalls nichts mehr zu tun, mit irrsinnigen Phantastereien aber sehr viel, und es ist unfa&szlig;bar, da&szlig; eine verschwindend kleine Minderheit mit Gewalt versucht, die Masse dazu zu zwingen, ihre Verr&uuml;cktheit als Normalit&auml;t zu akzeptieren und das gesellschaftliche Leben danach zu ordnen.<br>\n&nbsp;<br>\nEin zweites biologisches Faktum ist die unterschiedliche ph&auml;notypische Auspr&auml;gung des Menschen, gemeinhin mit dem verp&ouml;nten Wort Rasse ausgedr&uuml;ckt. Egal welches Wort man daf&uuml;r nun verwendet, egal auch, ob man jedes einzelne davon in den Giftschrank verbannt, der Wei&szlig;e hat weiterhin eine lange Nase, der Ostasiate weiterhin Schlitzaugen und (Achtung Rassismus!) der Neger bleibt schwarz. Ob man ihn nun Schwarzer, Farbiger, AfroX, Person of Colour, oder sonstwie nennt, dieses Faktum wird nicht verschwinden und egal wie sehr sich selbstberufene Moralapostel und Aktionisten daf&uuml;r einsetzen werden, alle W&ouml;rter, die diesen Unterschied benennen, auszumerzen und unter Strafe zu stellen, weil sie angeblich rassistisch seien, weil ja das Benennen von &auml;u&szlig;eren Unterschieden rassistisch ist!, die Menschen werden stets neue Wege finden, diese Unterschiede sprachlich auszudr&uuml;cken. Und wenn dieser Unterschied eine negative Konnotation hat, dann wird das neue Wort &uuml;ber kurz oder lang immer auch diese negative Bedeutung annehmen. Willkommen in der Euphemismus-Tretm&uuml;hle.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Kr&uuml;ppel ist ein Kr&uuml;ppel und bleibt ein Kr&uuml;ppel, und ein Kr&uuml;ppel zu sein ist f&uuml;r niemanden erstrebenswert, egal ob man dazu nun Invalide, Behinderter oder Mensch mit besonderen Eigenschaften sagt. Die Tatsache bleibt, Kr&uuml;ppel sein ist schei&szlig;e und deshalb will niemand einer sein und deshalb wird Kr&uuml;ppel oder eine seiner Variet&auml;ten wohl auf ewig dazu verwendet werden, um andere zu beleidigen. Dasselbe gilt f&uuml;r Minderheiten, die mit negativen Stereotypen behaftet sind, egal ob nun zurecht, oder zu unrecht. Ein positives Image f&auml;llt nicht vom Himmel, man mu&szlig; es sich m&uuml;hsam und hart &uuml;ber viele Jahrzehnte erarbeiten, ein negatives bleibt aber sofort &uuml;berall h&auml;ngen. Ich bin mir sicher, fragt man irgendwo auf der Welt Nicht-Schwarze &uuml;ber positive Stereotypen von Schwarzen, wird nicht viel kommen. Auch bei typisch schwarzer Kultur werden viele erstmal &uuml;berlegen m&uuml;ssen, damit ihnen nach Gangsta-Style und Gangsta-Rap noch was einf&auml;llt. Das ist dann aber nicht prim&auml;r die Schuld wei&szlig;er Rassisten, denn niemand zwingt afroamerikanische S&auml;nger dazu, sich mit reichlich Gold zu beh&auml;ngen, davon zu schwadronieren, wie sie Leute abknallen und Schlampen ficken und dadurch das Image aller Afroamerikaner, um nicht zu sagen aller Schwarzen, in der gesamten Welt nachhaltig zu ruinieren, noch zwingt jemand schwarze Jugendliche, sich diese Unkultur zum Vorbild zu nehmen. Nat&uuml;rlich ist es schwer ein gesundes Selbstbild zu entwickeln, wenn die Identit&auml;t so nachhaltig zertr&uuml;mmert wurde, wie bei den Afroamerikanern, die L&uuml;cke aber durch das zelebrieren von asozialem Verhalten zu f&uuml;llen, kann nicht hilfreich sein.<br>\n&nbsp;<br>\nSelbst so mancher Schwarzafrikaner (wieder so ein rassistisches Wort, das vor 20 Jahren noch keine Sau gest&ouml;rt hat) w&auml;re offensichtlich gerne weniger schwarz, denn auch in etlichen afrikanischen Gesellschaften gilt ein hellerer Hautteint als begehrenswert, weshalb viele Frauen dort selbst vor der Verwendung von Bleichmitteln nicht zur&uuml;ckschrecken, um diesem Ideal gerecht zu werden. Wenn aber schon die Neger eigentlich keine Neger sein wollen, wieso sollte dann ein Wei&szlig;er dem Negersein etwas positives abgewinnen? Ebenso berechtigt k&ouml;nnte man fragen, wieso sich ein Zuwanderer in die deutsche Gesellschaft integrieren sollte, wenn schon die Deutschen ihr Land und ihre Kultur verabscheuen und mit einem nie enden wollenden mea culpa auf den Lippen vor der ganzen Welt kriechen wie ein Wurm? Das w&auml;re f&uuml;r ihn doch nur ein Akt der Selbsterniedrigung.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe mitunter das Gef&uuml;hl, da&szlig; es weniger die Wei&szlig;en sind, die ein Problem mit der schwarzen Hautfarbe haben, als die Neger selbst, weil sie dadurch tagt&auml;glich daran erinnert werden, da&szlig; sie in einer wei&szlig;en Mehrheitsgesellschaft niemals nicht abgegrenzt sein k&ouml;nnen. Jedesmal wenn ein Afrodeutscher in den Spiegel sieht, wird er unweigerlich mit der Tatsache konfrontiert, da&szlig; seine ethnischen Wurzeln nicht in diesem Land liegen, da&szlig; ihn praktisch nichts mit der 2000j&auml;hrigen Geschichte dieses Landes verbindet, da&szlig; die deutsche Kultur nicht die seiner Vorfahren ist, da&szlig; ein erheblicher Teil seiner Identit&auml;t in einer anderen Weltregion wurzelt, da&szlig; er hierzulande immer einer Minderheit angeh&ouml;ren und damit nie g&auml;nzlich dazugeh&ouml;ren wird. (Das Entfernen aller Neger und Mohren aus dem Stadtbild, sprich die Bereinigung der deutschen Kultur und Geschichte von allen, als rassistisch empfundenen oder empfindbaren Darstellungen schwarzer Menschen, wird ihm sicherlich nicht dabei helfen Ankn&uuml;pfungspunkte an Deutschland zu finden. Genauso wenig, wie die Verf&auml;lschung der Geschichte, indem man etwa die Hautfarbe historischer Pers&ouml;nlichkeiten mal schnell von wei&szlig; zu schwarz oder sonst was &auml;ndert, wie es beispielsweise die BBC in ihren Historiendramen praktiziert.)<br>\n&nbsp;<br>\nAll das lastet verst&auml;ndlicherweise schwer auf ihm, denn als Gruppentier ist das Dazugeh&ouml;ren essentiell f&uuml;r unser Wohlbefinden. Also w&uuml;rde er das alles am liebsten verdr&auml;ngen, aber dazu m&uuml;&szlig;te er letztlich sich selbst verleugnen und das wird eben schwer, wenn die Tatsache, da&szlig; er schwarz und die Mehrheit wei&szlig; ist, ihn best&auml;ndig mit der Nase auf die Unterschiede st&ouml;&szlig;t. Da liegt es nahe, die Gesellschaft dazu zu zwingen sein Anderssein nicht mehr anzusprechen, oder am besten gleich das gesamte Vokabular auszurotten, das dazu verwendet werden kann, es zu benennen. Aber die Realit&auml;t &auml;ndert sich dadurch nicht und seine schwarze Haut bleibt als sichtbares Zeichen seiner Andersartigkeit f&uuml;r alle anderen bestehen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie einzig praktikablen L&ouml;sungen die sich also bieten, sind entweder in ein Land auszuwandern, in dem seine schwarze Hautfarbe nicht mehr auff&auml;llt, oder aber sich bewu&szlig;t dazu zu entscheiden, da&szlig; er Deutscher ist, da&szlig; Deutschland seine Heimat ist, da&szlig; die deutsche Geschichte und Kultur die seine ist, auch wenn seine Hautfarbe etwas anderes behauptet. Dieser Bruch mit einer Identit&auml;t und die &Uuml;bernahme einer anderen ist immer schwierig, mit erheblichen Problemen behaftet und nicht zwangsl&auml;ufig von Erfolg gekr&ouml;nt, denn nicht nur der eigene Widerstand, sondern auch der der Umwelt mu&szlig; &uuml;berwunden werden: einerseits damit die Einheimischen den Fremden, der f&uuml;r jeden schon &auml;u&szlig;erlich als Fremder zu erkennen ist, als einen der ihren akzeptieren, andererseits damit das eigene Milieu die Entscheidung respektiert, da&szlig; man mit seinen ethnischen Wurzeln bricht, um in der neuen Heimat auch wirklich in jeder Hinsicht anzukommen. Deshalb wird dieser Schritt von den meisten Menschen, ungeachtet der Rasse, wenn m&ouml;glich vermieden und die Bildung von Parallelgesellschaften bevorzugt, was die Akzeptanz durch die Alteingesessenen nat&uuml;rlich noch einmal drastisch reduziert. Und je weniger Zuwanderer sich um die Integration, die letztendlich immer nur Assimilation sein kann, bem&uuml;hen und in Parallelgesellschaften abdriften, desto geringer wird ihre Akzeptanz durch die Einheimischen, desto gr&ouml;&szlig;er werden die Ressentiments zwischen den Gruppierungen, desto konfliktbeladener wird das Zusammenleben. Ein Teufelskreis der langfristig nur in eine Katastrophe m&uuml;nden kann.<br>\n&nbsp;<br>\nDies sind nun die Probleme, denen sich ein Afrodeutscher gegen&uuml;bersieht, ein Afroamerikaner hat es noch einmal deutlich schwerer, denn das Land, das er lieben soll, ist dasselbe, das ihn und seine Vorfahren jahrhundertelang versklavt und unterdr&uuml;ckt hat. Wei&szlig;e und Schwarze haben daher zwangsl&auml;ufig ein Bild von Amerika, das unm&ouml;glich miteinander vereinbar ist: Hier das Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten, dort der rassistische Unterdr&uuml;ckerstaat. Von einem Afroamerikaner zu erwarten, da&szlig; er die USA mit denselben Augen sieht wie ein Nachfahre englischer Siedler ist genauso absurd, als w&uuml;rde man von einem Indianer erwarten, da&szlig; er mit Stolz verk&uuml;ndet, er sei ein B&uuml;rger der Vereinigten Staaten von Amerika, also genau jenes Landes, das nur existiert, weil es sein Volk vernichtet und beraubt hat. Die Selbstverleugnung, die Afroamerikaner betreiben m&uuml;ssen, um diesen Identit&auml;tskonflikt zu l&ouml;sen, nimmt bisweilen bizarre Ausma&szlig;e an. Da behaupten Schwarze allen ernstes, sie seien nicht schwarz. Schlimmer noch, sie sehen es als Beleidigung, wenn man sie als schwarz bezeichnet. Diese Verachtung der eigenen Identit&auml;t durch die Afroamerikaner selbst stellt einen massiven R&uuml;ckschritt seit der B&uuml;rgerrechtsbewegung dar, als es noch hie&szlig; &ldquo;black is beautiful&rdquo; und man ernsthaft darum bem&uuml;ht war ein positives Selbstbild zu schaffen. Wer aber selbst verachtet was er ist, kann nicht erwarten, da&szlig; er von anderen daf&uuml;r geachtet wird.<br>\n&nbsp;<br>\nDer letzte Punkt den ich noch ansprechen will, ist der Rassismus an sich. Es wird von der, in ihrem Artikel kritisierten Klientel gerne so getan, als w&auml;re Rassismus ein rein wei&szlig;es Ph&auml;nomen, eine Ansicht die selbst schon zutiefst rassistisch ist, denn sie unterstellt, da&szlig; Wei&szlig;e per se schlechtere, oder zumindest andere Menschen sind, als die restlichen Volksgruppen. Unterdr&uuml;ckung und Ausgrenzung aufgrund der Ethnie gab es aber zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Der Fremde, der Andere war noch nie gut gelitten. In der westlichen Welt liegt der Fokus immer noch auf dem eigenen geographischen und kulturellen Umfeld, deshalb k&ouml;nnen die westlichen Anti-Rassisten unwidersprochen die Behauptung aufstellen, der Rassismus w&auml;re in der von wei&szlig;en dominierten Welt besonders arg. Ich glaube aber kaum, da&szlig; auch nur ein einziger von denen die Frage beantworten kann, wie oft etwa in Schwarzafrika Menschen aufgrund ihrer Ethnie, Rasse, Herkunft oder dergleichen verfolgt, ausgegrenzt, diskriminiert oder gar ermordet werden. Ist es kein Rassismus wenn in Ruanda und Burundi die Tutsi von den Hutu, oder die Hutu von den Tutsi massakriert werden? Ist es kein Rassismus wenn im S&uuml;dsudan die Dinka die Nuer bek&auml;mpfen, oder in Kenya die Kikuyu die Luo? Haben wir keinen Rassismus vor uns, wenn die S&uuml;dafrikaner den simbabwischen Immigranten die L&auml;den anz&uuml;nden, oder in Nigeria die Hausa und Fulani die Igbo zu Tode hungern? Ist es also nicht vielmehr so, da&szlig; der Rassismus in der westlichen Welt, verglichen mit dem, was wir in anderen Regionen sehen, gegenw&auml;rtig doch recht zahm ist und ein rassismusfreies Wunderland nicht existiert und nie existieren wird?<br>\n&nbsp;<br>\nIch denke es ist an der Zeit anzuerkennen, da&szlig; Rassismus zutiefst menschlich ist. Rassismus, ja, jede Form von Ab- und damit Ausgrenzung, geh&ouml;rt zum nat&uuml;rlichen Verhaltensrepertoire einer jeden Spezies, die sich in Gruppen organisiert und Territorien besetzt. Ich w&uuml;rde daher sogar soweit gehen und sagen, Rassismus ist aus evolutionsbiologischer Sicht notwendig und wir sind alle von Natur aus zum Rassismus f&auml;hig, es sind nur noch nicht alle in eine Situation geraten in der sich ihr Rassismus auch bemerkbar machen w&uuml;rde. Aber wenn es hart auf hart kommt, werden wir immer zu der Gruppe helfen, die uns am n&auml;chsten ist. Der Deutsche zu den Deutschen, der Franzose zu den Franzosen, der Christ zu den Christen, der Moslem zu den Moslems, der Wei&szlig;e zu den Wei&szlig;en und der Neger zu den Negern. Es mag uns nicht gefallen und wir m&ouml;gen die Auswirkungen scheu&szlig;lich finden, aber das Gruppendenken ist in uns allen angelegt und es zeigt sich allerorten, insbesondere bei denen, die von sich behaupten, frei von diesem Makel zu sein und dagegen vorzugehen &ndash; am liebsten gegen diejenigen, die nicht ihre Meinung teilen. Die deutsche Geschichte ist gezeichnet von der zerst&ouml;rerischen Wirkung einander unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;berstehender ethnischer und religi&ouml;ser Gruppierungen. Die schlimmsten Katastrophen unserer Vergangenheit wurden genau dadurch ausgel&ouml;st und f&uuml;hrten zur zweimaligen Vernichtung unseres Landes. Leider haben wir nichts daraus gelernt, im Gegenteil, wir haben die v&ouml;llig falschen Schl&uuml;sse gezogen und arbeiten mit Hochdruck daran, aus falsch verstandener Humanit&auml;t unseren dritten Untergang herbeizuf&uuml;hren.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Kultur der Hypermoral wird uns, aller Voraussicht nach, die n&auml;chsten Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte noch besch&auml;ftigen und da die Menschen dazu neigen, alle Dinge bis zum Exzess zu treiben, wenn sie nicht eingebremst werden, darf man davon ausgehen, da&szlig; die Sache ziemlich &uuml;bel enden wird. Wir k&ouml;nnen nur hoffen, da&szlig; der Schaden, den diese kurzsichtige Ideologie noch anrichtet, begrenzt bleiben und das Pendel nicht anschlie&szlig;end ins andere, nicht minder verheerende Extrem umschwenken wird, sondern da&szlig; sich am Ende ein realistischeres Bild des Menschen durchsetzt, in dem sein Ballast aus den letzten 4000 Millionen Jahren evolution&auml;rer Entwicklung nicht geleugnet oder ausradiert werden soll, sondern als Teil des Menschseins akzeptiert und die Politik danach ausgerichtet wird. Der Versuch mit der Brechstange ein ideologiegeborenes, widernat&uuml;rliches Ideal durchzusetzen, kann an der Realit&auml;t nur katastrophal scheitern. Der Mensch ist nicht nach belieben formbar; man kann ihm nicht alles m&ouml;gliche, das seiner Natur widerspricht, aufb&uuml;rden und erwarten, da&szlig; er es friedlich schluckt. Die Vertreter der &ldquo;Cancel Culture&rdquo; m&ouml;gen sich dessen nicht bewu&szlig;t sein, aber irgendwann wird die Gegenreaktion der schweigenden Mehrheit folgen und sie wird wom&ouml;glich sehr sehr h&auml;&szlig;lich ausfallen. Wer wird dann die Schuld auf sich nehmen? Mit Sicherheit nicht die, die, selbstverst&auml;ndlich nur das Gute wollend, das Elend verursacht haben.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRF<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das ist ein herausragender Artikel von Jens Berger; Linke und Liberale m&uuml;ssen st&auml;rker und deutlicher linksautorit&auml;rer Einfalt engegentreten. Linkssein bedeutet nicht und niemals, die soziale Vernichtung Andersdenkender zu betreiben! F&uuml;r D gilt:&nbsp; Grundrechte immer mehr einschr&auml;nken &ndash; wg. Corona oder wegen was auch immer &ndash; ist nicht links sondern autort&auml;r und reaktion&auml;r; und auch das sollte f&uuml;r Linke in D selbstverst&auml;ndlich sein: Grundrechte gelten f&uuml;r alle, nicht nur f&uuml;r die eigene politische Gemeinde! <\/p><p>J&uuml;rgen Kunze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie greifen die &ldquo;Die Anstalt&rdquo; wegen der letzten Sendung an. Ich fand diese Sendung durchaus ausgewogen und Karl Marx und die anderen wurden eben&nbsp; n i c h t&nbsp; vom Sockel gesto&szlig;en!&nbsp;&ndash; Das kann man durchaus vieldeutig sehen.<br>\n&nbsp;<br>\nIch war&nbsp;entsetzt &uuml;ber das Zitat von Hannah Arendt: &ldquo;&hellip;solche V&ouml;lker m&uuml;&szlig;ten vernichtet werden&rdquo; (wegen der Hautfarbe, der Br&auml;uche, etc.)&nbsp;&ndash; Wenn das nicht Rassismus pur ist!&nbsp;&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nIch bin ansonsten ganz auf Ihrer Seite, was den Artikel anbetrifft. Aber, wenn Sie hier zugunsten von Hannah Arendt Stellung beziehen, dann m&uuml;&szlig;ten Sie erkl&auml;ren, in welchem Zusammenhang sie diese S&auml;tze gesagt hat. &ndash; Sie schrieben, das Zitat wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Hat sie vielleicht nur die Aussage eines anderen zitiert? Zu einem Dialog, den Sie fordern, geh&ouml;rt auch, da&szlig; man solche Aussagen nicht unter den Teppich kehrt, sondern versucht, sie irgendwie einzuordnen, um&nbsp;den damit Verletzten ihre Ehre zur&uuml;ck zu geben.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nDoris Manner<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Liebe Frau Manner,<\/em><\/p><p><em>Leider kann ich keine Quelle f&uuml;r dieses Zitat finden und auch der Faktencheck der Anstalt schweigt sich an dieser Stelle aus.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r ihren Artikel, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen. Es ist leider nicht nur mehr so, dass die Dummheit und das Weltall unendlich sind (wobei Herr Einstein sich beim Weltall nicht so ganz sicher war), sondern die Dummheit schafft es mittels primitivster Gef&uuml;hle die Dialektik (= die Wahrheit liegt ZWISCHEN den Menschen) zu kriminalisieren.<\/p><p>Egal, im Zusammenhang mit dem von Ihnen zitierten offenen Brief gab es <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/30\/liberalismus-offene-gesellschaft-polarisierung-linke\">einen Artikel in der Zeit<\/a>, bei welchem sich der Author Robin Detje als unglaublicher D&auml;mlack outet (er gewann er 2014 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie &bdquo;&Uuml;bersetzung&ldquo;). Es hat sich trotzdem gelohnt die Kommentare zu lesen, da war ein Link zu einem YouTube &ndash; Video, welches dann doch wieder Hoffnung macht (unbedingt ansehen):<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e5TVLEaqqdI&amp;feature=youtu.be\">youtube.com\/watch?v=e5TVLEaqqdI<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Verner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, liebes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nwieder einmal ein gelungener und treffender Artikel.<br>\n&nbsp;<br>\nIch f&uuml;hle mich seit einiger Zeit in vielen Bereichen der &ldquo;Berichterstattung&rdquo; an George Orwells &ldquo;1984&rdquo; erinnert, wo alles nicht systemkonforme aus der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung entfernt wird.<br>\n&nbsp;<br>\nMeiner Meinung nach wird aber nur selektiv auf andere Meinungen oder Richtungen eingedroschen, und dies auch nur &uuml;ber eine gewisse Zeit. Ist der oder die betroffende &ldquo;erledigt&rdquo; geht es halt woanders weiter. So, wie das F&auml;hnchen im Wind es gerade vorgibt.<br>\n&nbsp;<br>\nWer kann von sich behaupten, alles moralisch, ethisch einwandfrei zu betrachen und ebenso zu handeln?<br>\n&nbsp;<br>\nWer kann sich denn als Moralpolizist aufspielen und anderen Menschen von oben herab seine Meinung oder Verhalten aufzwingen?<br>\n&nbsp;<br>\nKein Mensch.<br>\n&nbsp;<br>\nIst es erforderlich, die Vergangenheit, die Fehler und Grausamkeiten aus der Geschichte zu verdr&auml;ngen, zu vergesen? Laufen wir so nicht eher Gefahr, dass sich das Gewesene wiederholt? Ich denke schon.<br>\n&nbsp;<br>\nEin Beispiel aus Kiel: Das &ldquo;Hindenburgufer&rdquo; wurde aufgrund Hindenburgs Rolle in der Geschichte in &ldquo;Kiellinie&rdquo; umbenannt. Und nun? Gute Frage.<br>\n&nbsp;<br>\nSolange wir in diesem Land eine Halle, Stra&szlig;en und Pl&auml;tze nach einem SS-Hauptsturmf&uuml;hrer benennen und es weiter niemanden zu st&ouml;ren scheint, h&auml;tte die Kiellinie auch weiter Hindenburgufer hei&szlig;en k&ouml;nnen.<br>\n&nbsp;<br>\nNiemand sollte sich auf einen Sockel moralischer Erleuchtung setzen und mit dem Finger auf andere zeigen. Niemand ist vollkommen in seinem Handeln und Wirken.<br>\n&nbsp;<br>\nInsofern hoffen wir insofern auf mehr Tolenanz, insbesondere von jenen, die mit dem Finger auf andere zeigen und sich selbst f&uuml;r vollkommen halten.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nStefan Wolff<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS-Team, hallo Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r den Artikel, genau daf&uuml;r lese ich die NDS!<\/p><p>Ich bin selbst links erzogen worden und kann manche Hintergr&uuml;nde der Cancel Culture nachvollziehen, allerdings halte ich das Ganze f&uuml;r einen fehlerhaften und kontraproduktiven Auswuchs, der nur im Extremismus enden kann.<\/p><p>Die Hintergr&uuml;nde:<br>\nDie USA haben seit mindestens 20 Jahren ja bekanntlich nichts au&szlig;er Krieg im Kopf, zumindest auf politischer Ebene. Und gro&szlig;e Teile der Gesellschaft sind sp&auml;testens &uuml;ber die Finanzwelt auch noch davon abh&auml;ngig. Dass man als Linker oder Liberaler damit Probleme haben kann, wenn nicht sogar muss, kann ich auch nachvollziehen. Verlust von pers&ouml;nlichen Freiheiten, das langsame Ver&auml;ndern von demokratischen hin zu autokratischen Strukturen und das Gef&uuml;hl einer allgemeinen Zukunfts- und Machtlosigkeit sind legitime Sorgen und Beschwerdepunkte. Dass dann &ldquo;Orange Man&rdquo; Trump mit seinen immer mal wieder wilden All&uuml;ren daher kommt, hilft nat&uuml;rlich auch nicht.<br>\nUnd dass all diese Probleme noch einmal mehr bei denen ankommen, die in sozial und finanziell schw&auml;cheren Schichten leben, also insbesondere Leute &ldquo;ethnischer Herkunft&rdquo; (wie die US-Medien es selbst gerne euphemistisch ausdr&uuml;cken und runterbeten), sollte nun auch kein Geheimnis sein.<\/p><p>Die unsch&ouml;ne andere H&auml;lfte ist, dass auch ein Obama quasi all seine urspr&uuml;nglichen Wahlversprechen gebrochen hat: Guantanamo l&auml;uft bis heute fr&ouml;hlich weiter, die anlasslose Massen&uuml;berwachung wurde sogar zum globalen Exportklassiker gemacht, der Krieg im Nahen Osten verschiebt sich auch nur von Land mit &Ouml;l zu anderem Land mit &Ouml;l, &auml;hhh, ich meine Land mit Terroristen, Zwinkersmiley! Man kann nur ahnen, wie wenig eine Hillary Clinton besser gemacht h&auml;tte, als ein Trump.<\/p><p>Noch mehr Macht- und Zukunftslosigkeit. Da wundert es mich eigentlich nur, dass die US-St&auml;dte erst dieses Jahr gebrannt haben. Liegt es daran, dass nun zum 2. mal ein, sich lose(!) zum Sozialismus bekennender, Bernie Sanders nicht zum Pr&auml;sidentschaftskandidaten ernannt wurde, mit hoher Wahrscheinlichkeit wie zur letzten Wahl, aus internen Intrigen des DNC heraus? Wer wei&szlig;&hellip;<\/p><p>All die oben genannten Ab- und Hintergr&uuml;nde halte ich f&uuml;r den Kompost auf dem Cancel Culture (und durchaus auch andere Neuzeit-Ideologien) gedeihen. Wer nichts wirklich ver&auml;ndern kann, sich das aber auch schmerzlicherweise nicht wirklich eingestehen will oder kann, hat zumindest auf Twitter, Facebook und Co. noch ein Ventil, um sich irgendwie auszulassen. Wenn Hysterie und Shitstorms dann auch noch Jobs und Statuen kippen und H&auml;user in Brand stecken, kann man sich zumindest einbilden, irgendwie irgendetwas Substanzielles geschafft zu haben.<\/p><p>&ldquo;Richter &uuml;ber Ethik und Moral&rdquo; (Zitat aus dem Artikel) kann man dann gewesen sein, wenn auch sonst nicht viel anderes. Dass zuk&uuml;nftige Dialogbereitschaft damit verhindert wird und sich eine bipolare Gut\/B&ouml;se Dialektik einstellt, die gegeben der schwindenden Dialogbereitschaft eigentlich nur im Extremismus enden kann, halte ich f&uuml;r sehr gef&auml;hrlich.<\/p><p>Kann man hier von n&auml;rrischem Linksfaschismus reden, gegeben der Tatsache, dass man an den o.g. Ab- und Hintergr&uuml;nden herzlich wenig &auml;ndern wird?<\/p><p>Schwieriges Thema, ich kann nur hoffen, dass Linke und Liberale wieder mehr ihr Hirn benutzen, anstatt ersatzlosem Parolengekreische hinterherzueifern und das auch nur prim&auml;r im Netz! Ob nun in den USA oder auch immer mehr bei uns.<\/p><p>Noch einmal danke f&uuml;r den Artikel,<br>\nP. aus B. an der S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>lieber jens berger,<\/p><p>vielleicht ist etwas selbstkritik auch bei ihnen angesagt. das wort &ldquo;mob&rdquo; wie sie es hier verwenden deckt sich weitgehend mit dem gebrauch in den main-stream medien.<\/p><p>transparenz, argumente und kritische dialoge? ja, aber wo finden sie statt? in den talkshows? ein frommer wunsch. die realit&auml;t sieht anders aus. ich kann da immer nur auf die ausf&uuml;hrungen von prof. mausfeld hinweisen.<\/p><p>mfg<br>\nreinhard wiecha<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nwieder einmal ein guter und treffender Artikel von Ihnen. Kleine Korrektur, bei Fawlty Towers hei&szlig;t die betreffende Folge<br>\n&ldquo;The Germans&rdquo; &bdquo;Don&acute;t mention the war&ldquo; sagt Basil Fawlty mehrmals in der Folge. Es ging au&szlig;erdem, zumindest neuerdings, um den Major der sich abf&auml;llig &uuml;ber nicht Wei&szlig;e &auml;u&szlig;ert, ansonsten stimmt das was Sie schreiben, das die Briten gemeint sind. Das sagt ja auch John Clesse. Ich meine ich erinnere mich richtig, das die Folge fr&uuml;her nicht im westdeutschen Fernsehen lief weil die Programmplaner dachten die Deutschen kommen nicht gut weg. Im DDR Fernsehen lief die Folge. Hier ein Artikel von 2013 &uuml;ber die Folge und die betreffende Stelle.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.schnittberichte.com\/news.php?ID=4832\">schnittberichte.com\/news.php?ID=4832<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nIn Synchronfassungen von Filmen gab es das schon &ouml;fter, das aufgepa&szlig;t wurde das Deutsche nicht zu schlecht dastehen, z.b. in der Originalfassung von Die Hard (1988) sprechen die Gangstern ab und zu deutsch, in der deutschen Synchronfassung wurden daraus S&uuml;dafrikaner gemacht die Afrikaans sprechen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAlexander Haack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>mit Interesse und weitgehender Zustimmung las ich Ihren Artikel &uuml;ber Cancel Culture, bis ich auf Ihre Behauptung stie&szlig;, dass konservative Medien sich f&uuml;r das Thema nicht interessieren. Die Intoleranz im Namen der Toleranz &ndash; das ist, wie Sie sicher sehr gut wissen, eines der gro&szlig;en Anliegen der Konservativen und wird seit langem in Medien wie Tichys Einblick und der Achse des Guten u. a. behandelt, w&auml;hrend Sie es reichlich sp&auml;t thematisieren. Und zudem mit einer Falschbehauptung garnieren.<\/p><p>Auch wundere ich mich, dass Sie das K&uuml;ndigungsschreiben von Bari Weiss an die NYT nicht erw&auml;hnen, das gerade hoch aktuell ist und genau diese Thematik betrifft. Die WELT hat es in deutscher &Uuml;bersetzung ver&ouml;ffentlicht, nachdem Tichys Einblick es bereits im Original gebracht hat. Was ist los bei Ihnen? Erscheinen die NDS auf einem anderen Stern? Kritik an der Verfolgung Andersdenkender ein genuin linkes Anliegen, w&auml;hrend die Rechten und Konservativen nur daran interssiert seien, das Thema &ldquo;f&uuml;r sich zu nutzen&rdquo;? Diese abgenutzte Polemik sollte Ihnen zu billig sein. Kann man nicht endlich auch Kritik von konservativer Seite zur Kenntnis nehmen, statt sie reflexhaft mit Floskeln abzuwerten? Ich sch&auml;tze die NDS durchaus, aber sie haben das Nachdenken nicht gepachtet.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Sibylle Knauss<\/p><p>Ps. Sie d&uuml;rfen dies auch gern als Leserbrief ver&ouml;ffentlichen.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Liebe Sibylle Knauss,<\/em><\/p><p><em>sch&ouml;nen Dank f&uuml;r Ihre Zuschrift. Da muss ich wohl etwas missverst&auml;ndlich ausgedr&uuml;ckt haben. Im Text hei&szlig;t es, dass konservative Medien sich nicht gro&szlig;artig f&uuml;r die typischen Twitter-Shitstorms interessieren, die gegen sie gerichtet sind. Dies als &ldquo;Falschbehauptung&rdquo; zu bezeichnen, finde ich aber dann doch ein wenig zu hart. Dass die Kritik an &ldquo;Cancel Culture&rdquo;, die von konservativen Medien kommt, zum Teil nat&uuml;rlich auch gerechtfertigt ist, ist nat&uuml;rlich vollkommen korrekt. Mir behagt es aber auch nicht, ausgerechnet der WELT die Rolle als Verteidiger der Meinungsfreiheit abzunehmen. Daf&uuml;r haben wir auf den NachDenkSeiten &uuml;ber die Jahre hinweg zu viele Beispiele zur Meinungsmache der WELT und des hinter ihr stehenden Springer-Verlags gesammelt. Auff&auml;llig ist, dass die WELT immer nur dann die Fahne der Meinungsfreiheit schwingt, wenn es um ihr genehme Meinungen geht. Dass die WELT beispielsweise einmal f&uuml;r Meinungen gek&auml;mpft h&auml;tte, die sich f&uuml;r eine Deeskalation gegen&uuml;ber Russland, f&uuml;r eine gerechtere Verteilung von Verm&ouml;gen oder gegen die NATO bzw. die transatlantische &ldquo;Partnerschaft&rdquo; mit den USA aussprechen, w&auml;re mir neu. Im Gegenteil. Bitte haben Sie Verst&auml;ndnis, dass ich daher die Kritik von dieser Seite im Artikel &ldquo;unterschlagen&rdquo; habe. Das w&auml;re ein Thema, das einen weiteren Artikel zu diesem Thema erfordern w&uuml;rde.<\/em><\/p><p><em>mit besten Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger nimmt sich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62972\">in diesem Beitrag<\/a> des aus den USA stammenden Ph&auml;nomens an, das &bdquo;Cancel Culture&ldquo; genannt wird. Es ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Als Beispiele nennt Jens Berger den Coburger &bdquo;Mohrenstreit&ldquo; und den Inhalt der letzten Folge der ZDF-&ldquo;Anstalt&ldquo;.<br \/> Als Ziel von &bdquo;Cancel Culture&ldquo; erkennt Jens Berger &bdquo;die systematische Boykottierung, Verbannung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63029\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[159,123,103,161],"tags":[],"class_list":["post-63029","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-kampagnentarnworteneusprech","category-leserbriefe","category-wertedebatte"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=63029"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63031,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63029\/revisions\/63031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=63029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=63029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=63029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}