{"id":63069,"date":"2020-07-20T08:39:13","date_gmt":"2020-07-20T06:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069"},"modified":"2020-07-20T08:39:13","modified_gmt":"2020-07-20T06:39:13","slug":"hinweise-des-tages-3655","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h01\">Cancel Culture<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h02\">Trump schickt ungefragt &ldquo;Hilfe&rdquo; durch Spezialeinheiten nach Portland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h03\">Ein Monat Corona-Warn-App: Bisher bleibt der Effekt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h04\">T&ouml;nnies spricht von &ldquo;politischem Feldzug&rdquo; gegen sein Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h05\">Skandale wie Sand am Meer: Gro&szlig;es BaFin-Gewinnspiel endet mit 71 eingereichten Skandalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h06\">Nach Apple-Urteil: &ldquo;Wir brauchen eine Strafsteuer&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h07\">Rasanter Niedergang der amerikanischen Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h08\">Das Leben als Tafel-&ldquo;Kunde&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h09\">Die D&auml;nen m&uuml;ssen verr&uuml;ckt sein, oder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h10\">Bittere Corona-Abrechnung: Friseurin soll Soforthilfe zur&uuml;ckzahlen &ndash; und nicht nur sie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h11\">Ecuador: Die stille Umweltkatastrophe im Amazonas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h12\">So will die Lebensmittellobby den Nutri-Score verw&auml;ssern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h13\">&ldquo;Ungleichheit beginnt ganz oben&rdquo;: Guterres fordert neue Weltordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h14\">KSK: interne Ermittlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h15\">Regeln zur Datenauskunft an Sicherheitsbeh&ouml;rden sind verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h16\">Ein neuer deutscher Sonderweg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h17\">Transformation als Bew&auml;hrungsprobe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63069#h18\">Covid-19-Statistik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Cancel Culture<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Harvard-Professor Pinker sieht Ideale der Aufkl&auml;rung gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDie Ideale von Humanismus, individueller Freiheit und wissenschaftlichem Denken seien uns nicht einfach gegeben, sagte er der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;. Der US-Kanadier ist einer der prominentesten Unterzeichner eines offenen Briefs, in dem rund 150 Intellektuelle beklagen, dass Meinungsfreiheit vor allem in den USA von ideologischer Konformit&auml;t bedroht sei. Pinker nannte f&uuml;r seine Unterst&uuml;tzung mehrere Gr&uuml;nde. Zum einen werde durch die sogenannte &bdquo;Cancel Culture&ldquo; das Leben unschuldiger Menschen ruiniert. Zum anderen w&uuml;rde eine j&uuml;ngere Generation von Intellektuellen, Wissenschaftlern und K&uuml;nstlern eingesch&uuml;chtert und traue sich nicht mehr, eine andere Meinung zu &auml;u&szlig;ern. Au&szlig;erdem l&auml;hme der Trend, Menschen mit anderen &Uuml;berzeugungen zu verleumden oder zu feuern, die F&auml;higkeit, kollektiv Probleme zu l&ouml;sen. Der Kognitionswissenschaftler betonte, dass niemand allwissend sei. Wenn nur bestimmte Ideen diskutiert werden d&uuml;rften, bleibe man unwissend.<br>\nDen Ursprung dieser von ihm kritisierten Bewegung verortet Pinker in den 1960ern bei den sogenannten Babyboomern. Den Millennials warf er vor, aggressiv zu sein und den Opferstatus als Vorwand f&uuml;r Macht zu nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/debatte-um-meinungsfreiheit-harvard-professor-pinker-sieht.1939.de.html?drn:news_id=1152790\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62972\">&bdquo;Cancel Culture&ldquo; &ndash; Intoleranz im Namen der Toleranz<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&lsquo;Cancel Culture&rsquo; Letter Really About Stifling Free Speech<\/strong><br>\nAn open letter published by Harper&rsquo;s magazine, and signed by dozens of prominent writers and public figures, has focused attention on the apparent dangers of what has been termed a new &ldquo;cancel culture.&rdquo;<br>\nThe letter brings together an unlikely alliance of genuine leftists, such as Noam Chomsky and Matt Karp, centrists such as J. K. Rowling and Ian Buruma, and neoconservatives such as David Frum and Bari Weiss, all speaking out in defense of free speech.<br>\nAlthough the letter doesn&rsquo;t explicitly use the term &ldquo;cancel culture,&rdquo; it is clearly what is meant in the complaint about a &ldquo;stifling&rdquo; cultural climate that is imposing &ldquo;ideological conformity&rdquo; and weakening &ldquo;norms of open debate and toleration of differences.&rdquo;<br>\nIt is easy to agree with the letter&rsquo;s generalized argument for tolerance and free and fair debate. But the reality is that many of those who signed are utter hypocrites, who have shown precisely zero commitment to free speech, either in their words or in their deeds.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2020\/07\/15\/cancel-culture-letter-really-about-stifling-free-speech\/\">Jonathan Cook via Consortiumnews<\/a><\/li>\n<li><strong>Open letter against &lsquo;cancel culture&rsquo; backed by &lsquo;frauds,&rsquo; says Glenn Greenwald after authors &lsquo;outvote&rsquo; him from signers list<\/strong><br>\n[&hellip;] Journalist Glenn Greenwald is not a signatory to the letter. Although a leftist himself, Greenwald has railed against the tyrannical aspirations of modern liberalism for years. As it turns out, cultural critic Thomas Chatterton Williams, who drafted the letter, wanted Greenwald to sign, but was &ldquo;outvoted on that&rdquo; by his colleagues.<br>\n[&hellip;] Greenwald&rsquo;s views may have been &ldquo;too far beyond the pale,&rdquo; for some of the letter&rsquo;s signatories, Rolling Stone&rsquo;s Katie Halper suggested. Indeed, the letter is hardly a modern 95 Theses. It does not even mention the phenomenon of &ldquo;canceling,&rdquo; and opens with some boilerplate liberal criticism of Donald Trump and praise of the Black Lives Matter movement. Furthermore, some signatories pulled out when they saw their name appear alongside those of certain &lsquo;undesirables,&rsquo; presumably JK Rowling, a former LGBT enthusiast now accused of &ldquo;transphobia,&rdquo; among them.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/news\/495180-glenn-greenwald-harpers-letter-frauds\/\">RT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trump schickt ungefragt &ldquo;Hilfe&rdquo; durch Spezialeinheiten nach Portland<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200720-portland.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200720-portland.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Wahltaktisch scheint Trump eine &ldquo;Strategie der Spannung&rdquo; zu verfolgen, die das Land weiter spaltet und mit Gewalt aufl&auml;dt<br>\nAm 1. Juli wurde vom Heimatschutzministerium DHS ein internes Memo verbreitet, das die zuvor erlassene Anordnung zum &ldquo;Schutz von amerikanischen Monumenten, Denkm&auml;lern und Staaten und zur Bek&auml;mpfung krimineller Gewalt&rdquo; umsetzen soll. Das Memo, das &ldquo;The Nation&rdquo; zugespielt wurde, macht klar, dass vermutlich in Portland Spezialeinheiten des Grenzschutzes CPB (Border Patrol Tactical Unit &ndash; BORTAC) und Angeh&ouml;rige der US Marshals Special Operations Group eingesetzt werden, um Demonstrationen mit hoher Gewalt und Verschleppungen von Demonstranten zu unterdr&uuml;cken.<br>\nIn Portland war aufgefallen, dass schwer bewaffnete, aber nicht ausgewiesene Sicherheitskr&auml;fte Demonstranten ausw&auml;hlten, gewaltsam verschleppten und in zivilen Fahrzeugen wegbrachten (USA unter Trump: Zur&uuml;ck zu Pinochet?). Nach einem Sprecher der CBP waren die Spezialkr&auml;fte des Grenzschutzes daf&uuml;r verantwortlich, die der am 1. Juli gegr&uuml;ndeten Protecting American Communities Task Force (PACT) unterstehen. &ldquo;Gewaltsame Anarchisten&rdquo; h&auml;tten w&auml;hrend der letzten Wochen absichtlich Eigentum der Bundesregierung besch&auml;digt und zerst&ouml;rt sowie Offiziere und Agenten des Bunds verletzt. Tats&auml;chlich scheint es meist um Graffitis gegangen zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-schickt-ungefragt-Hilfe-durch-Spezialeinheiten-nach-Portland-4847423.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Monat Corona-Warn-App: Bisher bleibt der Effekt aus<\/strong><br>\nDie Corona-Warn-App ist gut und funktioniert, wie sie soll. Nur das Drumherum wirft Fragen auf.<br>\nVor etwas &uuml;ber einem Monat hat die Bundesregierung die Corona-Warn-App vorgestellt, die hierzulande den Ausbruch des Virus SARS-CoV-2 eind&auml;mmen soll. Die App wurde seitdem auf knapp 16 Millionen Ger&auml;ten installiert.<br>\nOb die App so funktioniert, wie sie soll, ist nach wie vor unklar. Hinweise auf einen nennenswerten Einfluss der App auf den Verlauf der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland gibt es jedenfalls nicht. Trotzdem zeigen sich Politiker und das f&uuml;r die App zust&auml;ndige Robert-Koch-Institut (RKI) des Bundes zufrieden. [&hellip;]<br>\nErstens wei&szlig; das RKI nicht, auf wie vielen der 16 Millionen Ger&auml;te, welche die App heruntergeladen haben, sie noch installiert oder gar aktiv im Einsatz ist. Und zweitens m&uuml;ssen selbst laut konservativeren Sch&auml;tzungen von Epidemiologie-Experten mindestens 42 Millionen Menschen in Deutschland die App andauernd im Einsatz haben, damit sie effektiv Wirkung zeigen kann. Davon sind wir momentan weit entfernt. [&hellip;]<br>\nWie viele Nutzer im ersten Monat vor potenziell infekti&ouml;sen Kontakten gewarnt wurden, l&auml;sst sich aufgrund der dezentralen Natur des Protokolls nicht sagen. Gesichert ist, dass die Anzeige solcher Warnungen funktioniert und dass bisher mindestens 513 TeleTANs von der zust&auml;ndigen Hotline vergeben wurden. Was bedeutet, dass mindestens 513 Personen gegen&uuml;ber der App eine positive Infektion h&auml;tten melden k&ouml;nnen. Wie viele das genau getan haben, ist nicht bekannt, da es sich dabei um eine freiwillige Entscheidung jedes einzelnen Nutzers handelt. Beobachter der Diagnose-Schl&uuml;ssel auf den Servern der App und der Daten des RKI gehen davon aus, dass zwischen 4 und 6 Prozent der als positiv getesteten Personen dies anschlie&szlig;end der App mitgeteilt haben. [&hellip;]<br>\nUnd auch die vom Chaos Computer Club angemahnten Schwachstellen in der Infrastruktur bei Laboren und Gesundheits&auml;mtern sollten schnellstens behoben werden. Die beste App n&uuml;tzt halt wenig, wenn es drumherum &uuml;berall Fragezeichen gibt. Vielleicht haben wir im Moment in Deutschland aber auch einfach zu wenige SARS-CoV-2-F&auml;lle, als dass die App &uuml;berhaupt einen merklichen Einfluss entwickeln k&ouml;nnte. Aber das ist ja dann eher etwas Gutes &ndash; sollte aber, genausowenig wie eine gr&uuml;n leuchtende Corona-Warn-App, dazu f&uuml;hren, dass wir das Infektionsrisiko auf die leichte Schulter nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ein-Monat-Corona-Warn-App-Bisher-bleibt-der-Effekt-aus-4846827.html\">Heise<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>T&ouml;nnies spricht von &ldquo;politischem Feldzug&rdquo; gegen sein Unternehmen<\/strong><br>\nDer Corona-Ausbruch in seiner Fleischfabrik im Kreis G&uuml;tersloh brachte Clemens T&ouml;nnies viel Kritik ein. In einem Interview verteidigt der Firmenchef sein Vorgehen.<br>\nDer Chef des Fleischkonzerns T&ouml;nnies, Clemens T&ouml;nnies, bestreitet nach dem gro&szlig;en Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck juristisch relevante Verfehlungen. &ldquo;Wir haben uns immer an Recht und Gesetz gehalten&rdquo;, sagte er dem &ldquo;Westfalen-Blatt&rdquo;. So habe man beispielsweise nie wissentlich erkrankte Menschen f&uuml;r sich arbeiten lassen, &ldquo;wie es manche behauptet haben&rdquo;.<br>\nGegen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Konzerns l&auml;uft ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrl&auml;ssigen K&ouml;rperverletzung und des Versto&szlig;es gegen das Infektionsschutzgesetz. Bei den Untersuchungen kooperiere sein Unternehmen vollumf&auml;nglich, versicherte T&ouml;nnies. &ldquo;Wenn man uns Rechtsverst&ouml;&szlig;e vorwirft, dann werden wir das sachlich abarbeiten.&rdquo;<br>\nAuf die Frage, wie er mit der massiven Kritik vor allem aus der Politik umgehe, antwortete T&ouml;nnies, er stehle sich aus keiner Verantwortung. Es seien im Zuge der Kritik aber Grenzen &ldquo;deutlich &uuml;berschritten worden&rdquo;: &ldquo;Manch einer hat einen politischen Feldzug gegen T&ouml;nnies gef&uuml;hrt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/coronavirus-clemens-toennies-spricht-von-politischem-feldzug-gegen-sein-unternehmen-a-0dda9e07-396b-4630-b22d-0cd64177b7b6?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Nun, in gewisser Weise hat T&ouml;nnies recht. Die Zust&auml;nde in den Fleischfabriken waren seit langem bekannt und es wurde nichts dagegen unternommen. Ebenso wurde die Rechtsgrundlage der Werkvertr&auml;ge bewusst geschaffen. Wenn die politische Elite jetzt &bdquo;haltet den Dieb&ldquo; schreit, ist das heuchlerisch.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61638\">&bdquo;Werkvertr&auml;ge in der Fleischindustrie abschaffen? Das vordergr&uuml;ndige Skandal-Management der Bundesregierung &ndash; L&uuml;gen inbegriffen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: T&ouml;nnies will Lohnkostenerstattung gerichtlich durchsetzen<\/strong><br>\nDer Fleischproduzent Clemens T&ouml;nnies will trotz heftiger Kritik nicht darauf verzichten, Lohnkostenerstattung wegen der beh&ouml;rdlichen Schlie&szlig;ung seines Hauptwerks geltend zu machen. Notfalls wolle er das auch gerichtlich durchfechten. &bdquo;Dar&uuml;ber wird im Zweifelsfall auch Recht gesprochen werden&ldquo;, sagte er dem &bdquo;Westfalen-Blatt&ldquo;.<br>\nNRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geht hingegen davon aus, dass T&ouml;nnies keinen Regress f&uuml;r die vierw&ouml;chige Zwangspause nach massenhaften Corona-Infektionen in seinem Stammwerk im nordrhein-westf&auml;lischen Kreis G&uuml;tersloh geltend machen kann. T&ouml;nnies hielt dagegen, er wolle verhindern, dass seine Mitarbeiter und Dienstleister bei der Verteilung von Quarant&auml;nehilfen &bdquo;stigmatisiert&ldquo; w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-corona-bedingter-schliessung-toennies-will-lohnkostenerstattung-gerichtlich-durchsetzen\/26016542.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Bin gespannt, ob die Weigerung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rechtlich h&auml;lt. Laumann will &ldquo;freiwillig&rdquo; keinen Cent zahlen an Lohnkostenerstattung an T&ouml;nnies zahlen. Die Schlie&szlig;ung sei &ldquo;ordnungsbeh&ouml;rdlich&rdquo; erfolgt und nicht auf Grund Infektionsschutzgesetzes, das bekanntlich eine Lohnerstattung vorsieht, argumentiert Laumann &ndash; <a href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/nachrichten\/nrw-wird-freiwillig-keinen-cent-an-toennies-bezahlen-laumann-besteht-auf-konsequenzen-1538285.html\">siehe hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Leider gibt es viele schlechte oder durch Lobbyisten verw&auml;sserte Gesetze mit Schlupfl&ouml;chern, die von gerissenen Anw&auml;lten schamlos ausgenutzt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Skandale wie Sand am Meer: Gro&szlig;es BaFin-Gewinnspiel endet mit 71 eingereichten Skandalen<\/strong><br>\nFinanzskandale, die die BaFin nicht aufgedeckt hat, gibt es fast wie Sand am Meer. Dank der Hilfe von 48 Einsender*innen haben wir insgesamt 71 Skandale seit 2007 zusammengetragen (hier geht es zur aktuellen Liste). (&hellip;)<br>\nVon den 71 Einsendungen geht es in rund der H&auml;lfte der F&auml;lle um Formen von Anlagebetrug, oftmals verbunden mit Bilanzbetrug. Besonders h&auml;ufig betroffen sind Angebote des grauen Kapitalmarkts, die sich an Kleinanleger richten, sowie geschlossene Fonds. Rund 10 der Angebote waren eindeutige Schneeballsysteme. Die andere H&auml;lfte der F&auml;lle ist gr&ouml;&szlig;tenteils im Bankbereich angesiedelt. 11 Pleitebanken schafften es in unsere Liste, die mit Steuergeld aufgep&auml;ppelt werden mussten. In 5 F&auml;llen kam es durch Banken zu Marktmanipulationen, in ebenso vielen F&auml;llen zu Untreue und Betrug. Au&szlig;erdem spielten Banken wiederholt eine Rolle bei Geldw&auml;sche und Steuerbetrug. Einzelne F&auml;lle bei Versicherungen und Pensionskassen runden unsere traurige Liste ab.<br>\nUnsere Liste l&auml;sst au&szlig;erdem nicht vermuten, dass die BaFin besser darin wird, Investoren und Steuerzahler*innen zu sch&uuml;tzen. 34 aller Skandale stammen alleine aus den letzten 5 Jahren. Diese fallen damit in Amtszeiten des amtierenden BaFin-Pr&auml;sidenten Felix Hufeld und seiner zust&auml;ndigen Exekutivdirektor*innen Elisabeth Roegele (Wertpapieraufsicht), Raimund R&ouml;seler (Bankenaufsicht) und Frank Grund (Versicherungsaufsicht).<br>\nDie politische Arbeit geht jetzt erst los. Olaf Scholz hat die Missst&auml;nde in der BaFin viel zu lange ignoriert. Unsere atemberaubende Liste an Skandalen zeigt, wie desastr&ouml;s es um den Anlegerschutz und die Bek&auml;mpfung von Finanzkriminalit&auml;t in Deutschland bestellt ist. Wir brauchen endlich eine BaFin, die die gro&szlig;en Risiken und Missst&auml;nde aufdeckt, statt sie b&uuml;rokratisch zu verwalten. Die Vorschl&auml;ge von Olaf Scholz f&uuml;r eine Reform der BaFin gehen bisher am Kern des Problems vorbei, denn nur mit mehr Personal und ein paar mehr Kompetenzen &auml;ndert sich noch nichts an den strukturellen Problemen. Stattdessen braucht es eine Neuausrichtung der BaFin und einen personellen Neuanfang bei den Spitzenpositionen.<br>\nAu&szlig;erdem ist eine Reform der Wirtschaftspr&uuml;fung &uuml;berf&auml;llig. Vor allem die marktbeherrschenden &ldquo;Big Four&rdquo; der Branche bestehend aus EY, KPMG, PwC und Deloitte fallen schon seit Jahren immer wieder mit &uuml;bersehenen Skandalen auf. Auch in unserer Liste finden neben Wirecard weitere F&auml;lle von Bilanzbetrug. Ein wichtiger erster Schritt w&auml;re es, bei der Wirtschaftspr&uuml;fung Beratung und Pr&uuml;fung hart zu trennen. Hier bleiben Scholz&rsquo; Vorschl&auml;ge leider bisher viel zu zaghaft. Dar&uuml;ber hinaus brauchen wir eine klare Trennung zwischen Bestellung und Abbestellung der Wirtschaftspr&uuml;fer und den gepr&uuml;ften Unternehmen. Die Pr&uuml;fer sollten von einem unabh&auml;ngigen Dritten wie einer Stiftung ernannt werden, um Interessenskonflikte zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/bafin-gewinnspiel-ende\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nach Apple-Urteil: &ldquo;Wir brauchen eine Strafsteuer&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Apple-Urteil: Bleibt die EU ein verkapptes Steuerparadies? Ein Interview mit Fabio de Masi, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/Nach-dem-Apple-Urteil-Bleibt-die-EU-ein-verkapptes-Steuerparadies,audio714190.html\">NDR<\/a>\n<p><strong>Dazu: Stellungnahme zum Urteil des EU-Gerichts im Fall Apple\/Irland<\/strong><br>\nDas Netzwerk Steuergerechtigkeit schlie&szlig;t sich der Einsch&auml;tzung von Eurodad zum gestrigen Urteil Gerichts der Europ&auml;ischen Union (EuG) im Fall Apple\/Irland &uuml;ber steuerbezogene Staatsbeihilfen an: EU-Vorgaben zu Staatsbeihilfen d&uuml;rfen nicht das Mittel der Wahl sein, gro&szlig;angelegte Steuervermeidung von multinationalen Konzernen zu verhindern. Sie sind dazu ungeeignet. Stattdessen braucht es eine Neuordnung des europ&auml;ischen und globalen Systems der Unternehmensbesteuerung.<br>\nIm Rahmen der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft kann die Bundesregierung hier auf EU-Ebene gro&szlig;e Fortschritte bewirken. Wichtige Eckpfeiler einer modernen Steuergesetzgebung in der EU sollten eine europ&auml;ische L&ouml;sung der Besteuerung von Digitalunternehmen, die &ouml;ffentliche l&auml;nderbezogene Berichterstattung von multinationalen Unternehmen, eine gemeinsame K&ouml;rperschaftssteuer-Bemessungsgrundlage sowie eine europ&auml;ische Mindestunternehmenssteuer sein.<br>\nIm Folgenden finden Sie eine detaillierte Einsch&auml;tzung des EuG-Urteils von Eurodads Tove Maria Ryding, &uuml;bersetzt aus dem Englischen:<br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat entschieden, die Entscheidung der Europ&auml;ischen Kommission f&uuml;r nichtig zu erkl&auml;ren, wonach die steuerliche Behandlung von Apple in Irland eine unzul&auml;ssige staatliche Beihilfe darstellt. Im Jahr 2016 entschied die Europ&auml;ische Kommission, dass Irland rund 13 Milliarden Euro plus Zinsen von Apple einziehen muss, um die nach Ansicht der Kommission unzul&auml;ssigen Steuervorteile f&uuml;r das Unternehmen auszugleichen. Die Entscheidung der Kommission wurde von Irland und Apple vor dem EU-Gericht angefochten, und es ist sehr wahrscheinlich, dass auch gegen das gestrige Gerichtsurteil Berufung eingelegt wird &ndash; diesmal von der Europ&auml;ischen Kommission. Unterdessen erh&ouml;ht die Coronakrise den Druck auf die &ouml;ffentlichen Haushalte, und die Besorgnis &uuml;ber hochprofitable multinationale Unternehmen, die ultraniedrige Steuers&auml;tze zahlen, ist so aktuell wie eh und je.<br>\nAls Reaktion auf das Gerichtsurteil sagt Tove Maria Ryding, Koordinatorin f&uuml;r Steuergerechtigkeit beim Europ&auml;ischen Netzwerk f&uuml;r Schulden und Entwicklung (Eurodad):<br>\n&ldquo;Das Gerichtsurteil veranschaulicht, wie schwierig es ist, die EU-Vorschriften f&uuml;r staatliche Beihilfen bei der Steuererhebung anzuwenden. Wenn wir ein ordentliches System der Unternehmensbesteuerung h&auml;tten, br&auml;uchten wir keine langen Gerichtsverfahren, um herauszufinden, ob es f&uuml;r multinationale Unternehmen legal ist, weniger als ein Prozent Steuern zu zahlen(1).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/urteil-des-eu-gerichts-im-fall-apple-irland\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rasanter Niedergang der amerikanischen Mittelschicht<\/strong><br>\nEs sind vor allem wei&szlig;e Amerikaner, die den Anschluss l&auml;ngst verloren haben. Zwei US-&Ouml;konomen sind dem Ph&auml;nomen auf der Spur (&hellip;)<br>\nDeaton wurde 2015 mit dem Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Auch Case, seine Frau, ist &Ouml;konomin. Beide forschen an der Universit&auml;t Princeton. Sie wollten das Ph&auml;nomen Trump verstehen. Antworten auf die Frage finden, warum der milliardenschwere Gesch&auml;ftsmann ausgerechnet von so gro&szlig;en Teilen der wei&szlig;en Arbeiterschaft gew&auml;hlt wurde. Das Buch, mit dem das Ehepaar f&uuml;r Furore sorgt, handelt von der Krankheit, deren Symptom Donald Trumps Pr&auml;sidentschaft ist und die auch im Falle seiner Abwahl noch lange nicht geheilt sein wird.<br>\n&ldquo;Deaths of Despair&rdquo; lautet der Titel. Tode der Verzweiflung, erl&auml;utern Deaton und Case, das habe sich angeboten als Sammelbegriff. Gemeint ist die wachsende Zahl von Suiziden, von &Uuml;berdosen an Drogen, von Alkoholismus und seinen Folgeerkrankungen. Am st&auml;rksten betroffen ist das, was die beiden die &ldquo;white working class&rdquo; nennen, immerhin 70 Prozent aller Amerikaner mit heller Haut. Es sind Leute, die kein College besucht haben und heute oft nur schlecht bezahlter T&auml;tigkeit nachgehen, sich h&auml;ufig von einem Job zum n&auml;chsten hangeln, h&auml;ufig ohne die Krankenversicherung, die meist der Arbeitgeber f&uuml;r seine Besch&auml;ftigten abschlie&szlig;t. Die Fabriken, in denen sie arbeiteten, gibt es nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000118687185\/rasanter-niedergang-der-amerikanischen-mittelschicht\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.J.:<\/strong> Der Standard mal wieder zwei Wochen sp&auml;ter &ndash; mit ekelhafter Hetze. Trump ist nicht Ausdruck von &ldquo;Wut&rdquo;, sondern er hat erkannt, da&szlig; eine Nation nicht vom Geldverleihen leben kann &ndash; und da&szlig; man die Produktion zur&uuml;ckholen mu&szlig;. Das hat der Mann versprochen &ndash; und daf&uuml;r ist er gew&auml;hlt worden. Aber f&uuml;r arrogante bessergestellte europ&auml;ische Pseudoliberale mit Mainstreamscheuklappen in ihrer Obama- und Weltkriegsgeilheit kann D.T. ja nur der schlechthinnige populistische Satan sein. Und dann diese perverse abartig-kranke neoliberale Sichtweise: &ldquo;Die Weltwirtschaft&rdquo; ist schuld &ndash; nicht etwa die Vernichtung der Marktwirtschaft durch die neoliberale Raub-Ideologie, die von den angels&auml;chsischen Eliten ausgebr&uuml;tet und der Welt durch Thatcher und Reagan mit Gewalt aufgezwungen wurde! Die Gewerkschaften sind halt &ldquo;schwach&rdquo; und &ldquo;psychologisch hilflos&rdquo; &ndash; sie wurden nicht etwa in brutalstm&ouml;glichen politischen K&auml;mpfen desavouiert und zerschlagen. Und nat&uuml;rlich ist niemand anders als der Einzelne schuld, wenn es keine Krankenversicherung und keine Rente gibt &ndash; er h&auml;tte sich ja &ldquo;anpassen&rdquo;, sich einen &ldquo;flexiblen Lebensplan&rdquo; machen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Langsam w&uuml;nsche ich mir nur Eines: Da&szlig; der Printmarkt komplett zusammenbricht und da&szlig; diese neoliberalen Mainstream-Schmierlappen mal eine Woche lang obdachlos auf Hartz-IV-Niveau vegetieren, wenn sie alt sind! Dann werde ich mich daneben stellen und mit dem Finger drauf zeigen und sagen. &bdquo;Du bist selber schuld! H&auml;tts&rsquo;te dich mal der Weltwirtschaft angepa&szlig;t.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Leben als Tafel-&ldquo;Kunde&rdquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die konkrete Lebenssituation armer Menschen in der Gro&szlig;stadt<br>\nDie Idee der Tafeln ist ein fester Bestandteil der neoliberalen Politik und gleichzeitig ein billiges Konzept f&uuml;r die Abfallbeseitigung, denn schwerpunktm&auml;&szlig;ig sind die Produkte der Tafeln Waren, deren Verfallsdatum erreicht oder &uuml;berschritten ist und die deshalb nicht mehr verkauft werden d&uuml;rfen. Da ist die Entsorgung durch Abgabe an die Tafeln billiger als eine kostenpflichtige Entsorgung auf den M&uuml;ll. Nicht einmal Transportkosten entstehen, weil die Tafeln die Lebensmittel abholen.<br>\nDie Zahl der Menschen, die sich Lebensmittel bei den 940 Tafeln in Deutschland abholen, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Im Jahr 2019 ist sie um 10 Prozent auf 1,65 Millionen Menschen angestiegen, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Seit Beginn der &ldquo;Tafelbewegung&rdquo;, die durch die gro&szlig;en weltweit t&auml;tigen Unternehmensberatungen ins Leben gerufen wurde, haben die staatlichen Stellen die Institutionalisierung der Tafeln kr&auml;ftig gef&ouml;rdert, auch um die Leistungsbemessung f&uuml;r die Zahlungen gem&auml;&szlig; dem Sozialgesetzbuch II\/Hartz-IV m&ouml;glichst gering halten zu k&ouml;nnen.<br>\nMcKinsey, die weltweite Unternehmensberatung, hat mittlerweile sehr viel Erfahrung mit dem Sozialsystem in Deutschland. Sie ist auch f&uuml;r die Entlassung Hunderttausender verantwortlich, die in dem von ihr beratenden Unternehmen besch&auml;ftigt waren. Auch hat McKinsey ma&szlig;geblich am Hartz-Konzept mitgewirkt und war Mitglied der Hartz-Kommission.<br>\nDer Leitspruch lautet dabei immer, dass Sozialleistungen und Unternehmenssteuern abgebaut werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Leben-als-Tafel-Kunde-4845968.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die D&auml;nen m&uuml;ssen verr&uuml;ckt sein, oder?<\/strong><br>\nIn der Debatte um eine Maskenpflicht dominiert nicht die Angst vor dem Virus, sondern die Angst vor den Beh&ouml;rden<br>\nWer derzeit in Hamburg einen Zug in Richtung des d&auml;nischen Aarhus besteigt, kann kurz hinter Flensburg ein interessantes Ph&auml;nomen beobachten. Alle Fahrg&auml;ste nehmen ihre Maske ab, denn sie sind in einem Land angekommen, in dem es die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung nicht gibt, weder beim Einkaufen noch in &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln. Die D&auml;nen m&uuml;ssen verr&uuml;ckt sein! Zumindest aus deutscher Sicht.<br>\nDenn wer ein paar Tage sp&auml;ter weiter nach Bayern reist, erlebt einen Freistaat, in dem der Mundschutz sogar unter freiem Himmel getragen werden muss, etwa auf den Wochenm&auml;rkten oder auf dem Weg zum Tisch im Biergarten. Auch bei Bergwanderungen darf er nicht fehlen. Denn in der Stille ihrer Amtsstuben legten bayerische Beamte fest, dass auch im Au&szlig;enbereich der Bergwirtschaften eine Maske getragen werden muss.<br>\nMit dem Infektionsschutz kann das nichts zu tun haben, denn die Zahl der t&auml;glichen Neuinfektionen bewegt sich sowohl im maskenfreien D&auml;nemark als auch in Bayern auf niedrigem zweistelligen Niveau. Dabei ist unser Nachbar im Norden kein Einzelfall. Auch Norwegen und Finnland haben sich gegen eine generelle Maskenpflicht entschieden und verzeichnen dennoch ein geringes Infektionsgeschehen. In den Niederlanden darf man maskenfrei einkaufen, am Wochenende bilden sich in der Grenzregion lange Staus in Richtung der holl&auml;ndischen Superm&auml;rkte.<br>\nAngesichts des Blicks in unsere Nachbarl&auml;nder muss die Frage erlaubt sein, ob sich der staatliche Eingriff in die Gesichter aller Menschen hierzulande noch rechtfertigen l&auml;sst. Doch in der Diskussion um die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Ma&szlig;nahme sind Ma&szlig; und Mitte verloren gegangen. Nicht einmal in China gibt es eine Maskenpflicht. Dennoch wird hierzulande jeder kritische Einwand mit dem Verweis auf Leben oder Tod zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-daenen-muessen-verrueckt-sein-oder-vielleicht-doch-nicht\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bittere Corona-Abrechnung: Friseurin soll Soforthilfe zur&uuml;ckzahlen &ndash; und nicht nur sie<\/strong><br>\nMit Milliarden-Soforthilfen wollte der Staat den wirtschaftlichen Absturz von Kleinbetrieben und Selbstst&auml;ndigen in der Corona-Krise verhindern. Jetzt fordern die L&auml;nder viele Empf&auml;nger zur R&uuml;ckzahlung auf, weil sie angeblich die Bedingungen nicht erf&uuml;llten. Die Gesch&auml;ftsleute f&uuml;hlen sich von der Politik get&auml;uscht. Die Wut w&auml;chst. (&hellip;)<br>\nInsgesamt 50 Milliarden Euro Corona-Soforthilfe stellte der Bund krisengebeutelten Unternehmen zur Verf&uuml;gung und stockte damit die Leistungen der L&auml;nder massiv auf. Ein beispielloser finanzieller Kraftakt, mit dem die deutsche Wirtschaft vor dem Absturz bewahrt werden sollte.<br>\nDie vollmundigen Erkl&auml;rungen zum Sinn der Soforthilfen klingen den Betroffenen noch heute in den Ohren. So verk&uuml;ndete Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am 23. M&auml;rz 2020: &bdquo;Wir geben einen Zuschuss, es geht nicht um einen Kredit. Es muss also nichts zur&uuml;ckgezahlt werden.&ldquo; Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von &bdquo;direkten Zusch&uuml;ssen, die nicht zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nEs waren solche S&auml;tze, die viele Unternehmer dankbar aufatmen lie&szlig;en. Zumal den Worten Taten folgten. Hunderttausende stellten einen Antrag auf Soforthilfe und hatten das Geld kurz danach auf ihrem Konto. So wie die Friseurin Kirsten Helmbrecht. &bdquo;Alles ging schnell und unb&uuml;rokratisch&ldquo;, erinnert sie sich. &bdquo;So, wie es die Politik versprochen hatte.&ldquo;<br>\nDoch die anf&auml;ngliche Begeisterung ist bei vielen Unternehmern verflogen. Stattdessen machen sich Entt&auml;uschung und Wut breit, die Sorgen vor existenziellen N&ouml;ten sind zur&uuml;ck &ndash; so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. (&hellip;)<br>\nGrund: Immer mehr Soforthilfe-Empf&auml;nger erhalten eine Aufforderung, r&uuml;ckwirkend ihren tats&auml;chlichen Bedarf an finanzieller Hilfe darzulegen. Sollten die Verluste geringer sein als die erhaltenen Mittel, m&uuml;ssen sie die Soforthilfe anteilig oder sogar vollst&auml;ndig zur&uuml;ckzahlen. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden bislang etwa 100.000 der insgesamt 426.000 Hilfeempf&auml;nger aufgefordert, ihre finanziellen Sch&auml;den genau darzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.focus.de\/politik\/todesstoss-fuer-viele-unternehmer-bittere-corona-abrechnung-friseurin-soll-soforthilfe-zurueckzahlen-und-nicht-nur-sie_id_12221702.html?fbc=fb-shares&amp;fbclid=IwAR1B48EggWjtErQTZZRFYDDpAyZ8BVDNt4MX10CpMK7NbokqJpcNMLFIfNw\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Heiner Flassbeck hat bereits zu Beginn des Lockdowns\/Shutdowns Empfehlungen ausgesprochen. Bitte lesen Sie dazu u.a. dieses Interview: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59510\">Heiner Flassbeck: Das gibt einen ganz tiefen Einbruch und den muss der Staat jetzt abfedern<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ecuador: Die stille Umweltkatastrophe im Amazonas<\/strong><br>\n2,5 Millionen Liter &Ouml;l aus einer gebrochenen Pipeline haben mehrere Fl&uuml;sse im Amazonas verseucht. Eine Bildreportage aus Ecuador.<br>\nRedaktion mutantia.ch &ndash; Anfang April ereignete sich in Ecuador eine der schlimmsten &Ouml;lkatastrophen der letzten 15 Jahre. Aber im Zuge der Covid-19-Pandemie blieb die &Ouml;lpest im Amazonasbecken von Medien weitgehend unbeachtet. Zehntausende Bauern und Indigene, die im verseuchten Gebiet leben, haben ihre Lebensgrundlage verloren. Doch die Verantwortlichen der Erd&ouml;lindustrie und der Regierung weisen jede Schuld von sich. Und die ecuadorianische Justiz bleibt unt&auml;tig.<br>\nDie Fotos der Familien, die entlang der Fl&uuml;sse Coca und Napo im ecuadorianischen Amazonasbecken leben, sind erschreckend. Auf den Bildern, die Indigene- und Menschenrechtsorganisationen in Umlauf gebracht haben, sind stark abgemagerte und verendete K&uuml;he zu sehen. Andere Fotos zeigen vom Erd&ouml;l schwarz verf&auml;rbte Uferl&auml;ufe sowie menschliche K&ouml;rper voller Blasen und Hautausschl&auml;ge. Auch Kinder mit roten Flecken auf Gesicht, Brust und Bauch sind zu sehen. Die j&uuml;ngsten von ihnen haben eben erst laufen gelernt.<br>\nUrsache dieser Katastrophe ist der Bruch mehrerer Erd&ouml;l-Pipelines zwischen den Bohrl&ouml;chern im Osten des Landes und der Hauptstadt Quito. Dabei sind am Abend des 7. April 2020 mindestens 15&rsquo;800 Barrel Erd&ouml;l in den Coca-Fluss gestr&ouml;mt &ndash; rund 2,5 Millionen Liter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Ecuador-Die-stille-Umweltkatastrophe-im-Amazonas\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>So will die Lebensmittellobby den Nutri-Score verw&auml;ssern<\/strong><br>\nDer Nutri-Score ist unter Beschuss: Die Lebensmittel-Lobby will die Ampelkennzeichnung so ver&auml;ndern, dass unausgewogene Produkte ges&uuml;nder abschneiden &ndash; selbst einige Zuckergetr&auml;nke bek&auml;men dann eine gr&uuml;ne Ampel.<br>\nDie Lebensmittellobby arbeitet mit Hochdruck daran, die Berechnungsgrundlagen des Nutri-Score zu ver&auml;ndern. Unwissenschaftliche Forderungen kommen vor allem vom Lebensmittelverband Deutschland. Dies belegen interne Dokumente des staatlichen Max-Rubner-Instituts, die foodwatch heute ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\n&Uuml;ber einen Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz haben wir die Dokumente erhalten, die belegen, mit welch absurden Forderungen die Industrielobby versucht, die Berechnungsgrundlage des Nutri-Score zu verw&auml;ssern &ndash; meist ohne wissenschaftliche Basis. Das Bundesern&auml;hrungsministerium hatte das MRI mit der Pr&uuml;fung der Lobby-Forderungen beauftragt, die Dokumente aber bisher nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDie dem Nutri-Score zugrundeliegenden Algorithmen sollen im kommenden Jahr auf europ&auml;ischer Ebene &uuml;berpr&uuml;ft werden &ndash; vor diesem Hintergrund sind die Forderungen der Lebensmittelverb&auml;nde entstanden. foodwatch fordert: Bundesern&auml;hrungsministerin Kl&ouml;ckner muss sicherstellen, dass der Nutri-Score-Algorithmus allein auf Basis unabh&auml;ngiger wissenschaftlicher Einsch&auml;tzungen und nicht aufgrund eines Wunschkonzerts der Lebensmittelindustrie weiterentwickelt wird.<br>\nIn Deutschland wird in wenigen Monaten das Nutri-Score-Modell auf freiwilliger Basis der Hersteller eingef&uuml;hrt und soll auf der Verpackungsvorderseite von verarbeiteten Lebensmitteln zu finden sein. Die EU-Kommission will im vierten Quartal 2022 ein verpflichtendes europ&auml;isches N&auml;hrwertlogo f&uuml;r Lebensmittel vorschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2020\/so-versucht-die-lebensmittel-lobby-den-nutri-score-zu-verwaessern\/?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=17-07-2020+Nutri+Score+Lobbyforderungen&amp;utm_content=Mailing_13669561\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Ungleichheit beginnt ganz oben&rdquo;: Guterres fordert neue Weltordnung<\/strong><br>\nEr gilt eigentlich nicht als Mann der gro&szlig;en Visionen. Doch anl&auml;sslich des Geburtstages von Nelson Mandela fordert UN-Chef Guterres nichts weniger als ein neues internationales Machtverh&auml;ltnis &ndash; und zielt dabei auch auf US-Pr&auml;sident Donald Trump. (&hellip;)<br>\nMit seiner Rede in Zeiten nationaler Alleing&auml;nge kritisierte Guterres die globale Vorherrschaft der Gro&szlig;m&auml;chte, deren F&uuml;hrungen bei den gr&ouml;&szlig;ten Herausforderungen und Konflikten der Gegenwart oftmals nicht zu gemeinsamen L&ouml;sungen kommen. Als Beispiel nannte der UN-Chef das Stimmrecht des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen: die USA, Russland, China, Gro&szlig;britannien und Frankreich sind Vetom&auml;chte des m&auml;chtigsten UN-Gremiums, das bei vielen Themen wie dem Syrien-Krieg blockiert ist, weil nichts gegen ihren Willen beschlossen werden kann. &ldquo;Ungleichheit beginnt ganz oben: in globalen Institutionen. Die Bek&auml;mpfung der Ungleichheit beginnt mit der Reform&rdquo;, so Guterres. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend der UN-Chef zwei der Hauptursachen f&uuml;r die Ungleichheit in der Welt in der Kolonisation und in von M&auml;nnern dominierten Gesellschaften sieht, bef&ouml;rderten aktuelle Entwicklungen diese noch: Populismus, Nationalismus, Extremismus und Rassismus w&uuml;rden weitere Ungleichheiten in L&auml;ndern sowie zwischen Nationen, Ethnien und Religionen schaffen.<br>\n&ldquo;Die Anti-Rassismus-Bewegung, die sich nach der T&ouml;tung von George Floyd von den Vereinigten Staaten &uuml;ber die ganze Welt ausgebreitet hat, ist ein weiteres Zeichen, dass die Menschen genug haben&rdquo;, sagte Guterres. Sie h&auml;tten genug von Ungleichbehandlung wegen ihrer Hautfarbe und Ungerechtigkeit, die Menschen ihrer fundamentalen Rechte beraube.<br>\nGuterres d&uuml;rfte dabei neben US-Pr&auml;sident Donald Trump auch auf andere internationale Anf&uuml;hrer abzielen, die auf nationale Alleing&auml;nge setzen und sich der internationalen Kooperation zumindest teilweise verweigern. Zu ihnen werden auch die Regierungen Russlands, Chinas und Brasiliens gez&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/ungleichheit-beginnt-guterres-weltordnung-34898420\">GMX<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das wirklich eine Vision von Herrn Guterres oder nicht doch eher eine &bdquo;Sonntagsrede&ldquo; aus einem besonderen Anlass? Und warum wird seine Rede so interpretiert, dass Herr Guterres sich offenbar &uuml;ber keinen Staat der EU beklagt, sondern lediglich die Staaten benannt werden, die in den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; seit l&auml;ngerer Zeit als typische Feindbilder auserkoren sind? Es d&uuml;rfte doch z.B. bekannt sein, dass auch in Deutschland die Ungleichheit &ndash; insbesondere in &ouml;konomischer Hinsicht &ndash; zugenommen hat. Zu bef&uuml;rchten ist, dass der Lockdown diese Entwicklung sogar noch verst&auml;rken wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62892#h01\">Warum der Neoliberalismus mit aller Macht zur&uuml;ckkehren wird<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>KSK: interne Ermittlungen<\/strong><br>\nDas ND hat sich erkundigt, welche zivile Beh&ouml;rde nun die Ermittlungen wegen der 60 Kilogramm Sprengstoff f&uuml;hrt, die der Elitetruppe offenbar fehlen und von denen zwei Kilogramm k&uuml;rzlich bei einem Rechtsradikalen sichergestellt wurden: &bdquo;Auff&auml;llig aber ist, dass sich bisher seitens der Justiz keine Staatsanwaltschaft als ermittelnde Beh&ouml;rde zu erkennen gibt. Recherchen des &raquo;nd&laquo; ergaben, dass weder in Berlin, noch in Bonn Ermittlungen bekannt sind. Diese Staatsanwaltschaften w&auml;ren an den Dienstsitzen des Verteidigungsministeriums zust&auml;ndig. Die f&uuml;r den Standort des KSK in Calw, Baden-W&uuml;rttemberg, zust&auml;ndige Anwaltschaft war am Donnerstag nicht aussagef&auml;hig. Auch seitens der Bundesanwaltschaft gibt es keine &ouml;ffentlich bekannten Ermittlungen. Die Bundeswehr will zum Ermittlungsgeschehen derzeit keine Stellung nehmen. Es wirkt, als verliefen die Ermittlungen rein bundeswehrintern im B&uuml;ro von Generalinspekteur Zorn.&ldquo;<br>\nDazu ver&ouml;ffentlichte das ND auch einen Kommentar: &bdquo;Mit gro&szlig;em Tamtam k&uuml;ndigte das Verteidigungsministerium an, die rechtsradikalen Vorg&auml;nge innerhalb der Bundeswehr-Elitetruppe Kommando Spezialkr&auml;fte aufkl&auml;ren zu wollen. Untersuchungen, die bisher offenbar rein intern verlaufen, denn aktuell bekennt sich keine Staatsanwaltschaft &ouml;ffentlich dazu, Ermittlungen zu f&uuml;hren. Munition und Sprengstoff waren im einzigen nachgewiesenen Fall in den H&auml;nden eines Rechtsradikalen. Nur zwei von 60 Kilogramm Sprengstoff sind wieder aufgetaucht. Es ermitteln Soldaten gegen Soldaten. In einer Truppe, in der selbst der Geheimdienst, der rechtsradikale Umtriebe nicht nur verschlafen, sondern mutma&szlig;lich sogar gest&uuml;tzt hat, nun an der Ergreifung der T&auml;ter mitwirken soll.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/07\/17\/ksk-interne-ermittlungen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Staatsanwaltschaften sind weisungsgebunden vom jeweiligen Justizministerium. Steckt also ein politisches Motiv dahinter, dass es bisher offenbar noch keine staatsanwaltschftlichen Ermittlungen gegeben hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Regeln zur Datenauskunft an Sicherheitsbeh&ouml;rden sind verfassungswidrig<\/strong><br>\nDie staatlichen Zugriffsm&ouml;glichkeiten auf pers&ouml;nliche Daten von Handy- und Internetnutzern zur Strafverfolgung und Terrorabwehr gehen zu weit. Das Bundesverfassungsgericht erkl&auml;rte mehrere Regelungen zur sogenannten Bestandsdatenauskunft f&uuml;r verfassungswidrig. Sie verletzten das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und das Telekommunikationsgeheimnis, wie das Gericht in Karlsruhe am Freitag mitteilte.<br>\nDas Telekommunikationsgesetz und entsprechende Vorschriften in anderen Gesetzen m&uuml;ssen nun bis sp&auml;testens Ende 2021 &uuml;berarbeitet werden. Solange bleiben die beanstandeten Regelungen in Kraft. Die Richter des Ersten Senats machen aber Ma&szlig;gaben f&uuml;r ihre Anwendung.<br>\nPolizei, Bundeskriminalamt und Nachrichtendienste nutzen die Ausk&uuml;nfte, um Verbrechen aufzukl&auml;ren oder Terroranschl&auml;ge zu verhindern. Dazu d&uuml;rfen sie zum Beispiel bei Telefongesellschaften und Providern die &raquo;festen&laquo; Bestandsdaten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum abfragen, aber auch die genutzten IP-Adressen.<br>\nDie Regelungen mussten nach einem ersten Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2012 schon einmal &uuml;berarbeitet werden. Nun stellte sich heraus, dass das reformierte Gesetz immer noch nicht den Anforderungen gen&uuml;gt. Die Richter bekr&auml;ftigen zwar, dass die Auskunft &uuml;ber Bestandsdaten grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig ist. Voraussetzung m&uuml;sse aber das Vorliegen einer konkreten Gefahr oder der Anfangsverdacht einer Straftat sein. IP-Adressen, die R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Internetnutzung geben, genie&szlig;en besonderen Schutz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1139268.bestandsdatenauskunft-regeln-zur-datenauskunft-an-sicherheitsbehoerden-sind-verfassungswidrig.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein neuer deutscher Sonderweg?<\/strong><br>\nDie Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann hatte den kamerunischen Philosophen Achille Mbembe gegen den Vorwurf des Antisemitismus verteidigt &ndash; und wird seither selbst verd&auml;chtigt. Eine Entgegnung.<br>\nEin Gespenst geht um in Deutschland &ndash; das Gespenst des<br>\nDieser Vorwurf wird verk&ouml;rpert durch den neuen Antisemitismus-Beauftragten Felix Klein &bdquo;f&uuml;r j&uuml;disches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus&ldquo;. Er tritt in der Rolle Hamlets auf und befindet: Etwas ist faul in diesem Staat. Was alles faul ist, wird mithilfe des Antisemitismusvorwurfs t&auml;glich an die Oberfl&auml;che bef&ouml;rdert. Es f&auml;llt nicht leicht, der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit zu vermitteln, worum es dabei genau geht. Ein afrikanischer Gelehrter wurde als geplanter Teilnehmer eines prominenten Kulturereignisses ausgeladen und seither tobt eine &ouml;ffentliche Debatte, die sich mitten in der Corona-Krise viral ausbreitete, immer weitere Kreise zog und inzwischen Hunderte von Seiten f&uuml;llt, die von Studierenden in Universit&auml;tsseminaren bereits bearbeitet werden. Was ist da eigentlich genau geschehen?<br>\nIn der Wissenschaft ist Einm&uuml;tigkeit nicht gefragt, denn dort ist der Dissens ein Produktionsmittel. Unterschiedliche Forschungsrichtungen und Meinungen sind an der Tagesordnung. Ein Beispiel sind die Schriften von Jan Assmann und mir, die auf einmal zum Gegenstand &ouml;ffentlicher Diffamierung geworden ist. Wie sind die pl&ouml;tzlichen Attacken zu erkl&auml;ren, denen wir von unterschiedlichen Seiten ausgesetzt sind? Die Antwort ist das Gespenst des Antisemitismusvorwurfs, das durch das Land geistert und immer neue Evidenz und Entlarvung verlangt. Es hat zu einer Enthemmung in den sozialen Medien und parallel dazu in den Feuilletons gef&uuml;hrt. Es wird heftig gelesen, allerdings nur noch mit dem einen Ziel, die Gegner zu entlarven und symbolisch zu vernichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/aleida-assmann-antisemitismus-ein-neuer-deutscher-sonderweg-li.93013\">Aleida Assmann in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Transformation als Bew&auml;hrungsprobe<\/strong><br>\nWarum eine sozial-&ouml;kologische Reformallianz eine unverzichtbare, aber schwierige Angelegenheit bleibt (&hellip;)<br>\nDie angesehene Wochenzeitung &raquo;Die Zeit&laquo; publizierte im Mai 2020 ein Gespr&auml;ch mit Saskia Sassen und Richard Sennett &uuml;ber ihre Leben unter Corona-Bedingungen. Interessant ist diese Gespr&auml;chsrunde nicht nur wegen ihrer prominenten Teilnehmer*innen. Zweifelsohne geh&ouml;ren die Interviewten zur Prominenz des globalen intellektuellen Diskurses. Doch die Leser*innen erfahren durch dieses Gespr&auml;ch mehr als die Interviewer fragten. Es bringt, wohl gegen die Intention der Sprechenden, einen Widerspruch des sozialen Lebens in der Pandemie zum Ausdruck. Als die Zeit-Redakteure wissen wollten: &raquo;Saskia Sassen und Richard Sennett, wie haben Sie die vergangenen Wochen der Isolation verbracht?&laquo;, antwortete die Erstgenannte: &raquo;Es war ehrlich gesagt himmlisch&laquo;. Und Richard Sennett f&uuml;gte hinzu: &raquo;Wir haben jeden Tag lange Spazierg&auml;nge durch die verlassenen Stra&szlig;en von London gemacht.&laquo; (&hellip;)<br>\nIn den USA sind bereits 40 Millionen Menschen arbeitslos geworden, in Europa 60 Millionen ohne Job oder in Kurzarbeit, und zumindest in den USA und Gro&szlig;britannien hat das unmittelbare Auswirkung auf die Frage, wer sich seine Miete, sein Haus noch leisten kann.&laquo;[1]<br>\nNun sind Saskia Sassen und Richard Sennett nicht nur profilierte und vielfach geehrte Analytiker*innen der Gegenwart. Sie haben in ihren wissenschaftlichen Arbeiten und politischen Interventionen auch immer wieder glaubhaft gemacht, dass ihr Engagement einer gerechteren Welt gilt und ihnen soziale Gesellschaftsspaltungen nicht einerlei sind. Das fast schon obsz&ouml;n anmutende Lob der Annehmlichkeiten in der Corona-Krise d&uuml;rfte daher weniger die elit&auml;re Ignoranz eines privilegierten Akademikerlebens zum Ausdruck bringen. Vielmehr spiegelt es den realen Kontrast zwischen der Lebenssituation einer materiell gesicherten Elite und der Prekarisierung der Lebenslagen wachsender Bev&ouml;lkerungsteile in den krisengesch&uuml;ttelten kapitalistischen Gesellschaften wider. Dieser Kontrast pr&auml;gt auch in der Corona-Krise die Wahrnehmungsmuster, Bed&uuml;rfnisse und politischen Pr&auml;ferenzen der sozialen Klassen und Akteure. Ebenfalls geht er in Strategien ihrer Interessenorganisationen ein. Dass sich daraus f&uuml;r heterogene Bewegungen immer wieder innere Spannungen ergeben k&ouml;nnen, aus denen schnell b&uuml;ndnispolitische Bew&auml;hrungsproben werden, ist wohl unvermeidlich. Dies umso st&auml;rker in Allianzen, in denen Repr&auml;sentant*innen aus unterschiedlichen Milieus und Statuslagen an gemeinsamen politischen Zielen arbeiten.<br>\nDer reale oder empfundene Grad an sozialer Sicherheit oder Prekarit&auml;t verschafft sich mitunter auch im Blick auf die Gewichtung von Besch&auml;ftigungs- und &Ouml;kologiefragen Geltung. Ohne direkte Krisenbetroffenheit ist die Vernachl&auml;ssigung sozialer Folgerisiken &ouml;kologiepolitischer Interventionen naheliegender. Und dass Menschen, deren Arbeitspl&auml;tze in einer Jahrhundertkrise unmittelbar gef&auml;hrdet sind, das Hemd der kurzfristigen Arbeitsplatzsicherung mitunter n&auml;her ist als der Rock des mittelfristigen Umweltschutzes, mag angesichts der zeitlichen N&auml;he der Klimakatastrophe unsachgem&auml;&szlig; sein. Doch das sollte eher Anlass zur Weiterentwicklung sozial-&ouml;kologischer Transformationsstrategien als zu moralischer Verdammung sein. Ein sachlicher, auch soziale Risiken und Interessenlagen (selbst-)kritisch reflektierender Blick auf b&uuml;ndnispolitische Fallstricke k&ouml;nnte helfen, sozial-&ouml;kologischen Allianzen auch in schwierigen Phasen die Perspektive gemeinsamer Arbeit zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/transformation-als-bewaehrungsprobe\/\">Hans-J&uuml;rgen Urban in Sozialismus.deAktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den kompletten Text von Herrn Urban, der gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes Vorstandsmitglied der IG Metall ist, k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/fileadmin\/users\/sozialismus\/Leseproben\/2020\/Sozialismus_2020_09_Hans-Juergen_Urban_Vorabdruck.pdf\">hier lesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Covid-19-Statistik<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200720_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200720_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland stieg in der letzten Woche um 138 auf 4.937, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. In der letzten Woche sind lt. RKI 22 Menschen an Covid-19 gestorben. <\/p>\n<p>In der Kalenderwoche 28 wurden 503.220 Tests vorgenommen, von denen 0,6% positiv ausfielen.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200720-tests.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200720-tests.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Laut DIVI-Intensivregister sind zur Zeit 231 Covid-19-F&auml;lle in intensivmedizinischer Behandlung.<\/p>\n<p>Die NachDenkSeiten werden diese Statistik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-63069","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=63069"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63069\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63072,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63069\/revisions\/63072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=63069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=63069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=63069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}