{"id":63095,"date":"2020-07-21T08:49:09","date_gmt":"2020-07-21T06:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63095"},"modified":"2020-07-21T15:33:51","modified_gmt":"2020-07-21T13:33:51","slug":"die-piraten-von-albion-die-britische-enteignung-von-venezuelas-goldvorraeten-und-die-europaeischen-sanktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63095","title":{"rendered":"\u201cDie Piraten von Albion\u201d: Die britische Enteignung von Venezuelas Goldvorr\u00e4ten und die europ\u00e4ischen Sanktionen"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen ersten Juli-Tagen erlie&szlig; der Oberste Gerichtshof Gro&szlig;britanniens <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-latin-america-53262767\">ein Urteil<\/a>, das begr&uuml;ndete Annahmen &uuml;ber eine grobe Verletzung des internationalen Rechts zul&auml;sst. Mit der Entscheidung verweigerte der High Court der venezolanischen Regierung den Zugang zu rund 30 Tonnen Goldbarren im Werte von mehr als einer Milliarde US-Dollar, die Anfang des neuen Millenniums von der damaligen Regierung Hugo Ch&aacute;vez der Bank of England als Sicherheit anvertraut wurden. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2738\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-63095-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200721-Die-Piraten-von-Albion-Britische-Enteignung-Venezuelas-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200721-Die-Piraten-von-Albion-Britische-Enteignung-Venezuelas-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200721-Die-Piraten-von-Albion-Britische-Enteignung-Venezuelas-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200721-Die-Piraten-von-Albion-Britische-Enteignung-Venezuelas-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=63095-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200721-Die-Piraten-von-Albion-Britische-Enteignung-Venezuelas-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200721-Die-Piraten-von-Albion-Britische-Enteignung-Venezuelas-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Entscheidung folgte auf die im Juni 2019 von der Deutschen Bank vorgenommenen <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article194801401\/Venezuela-Deutsche-Bank-pfaendet-20-Tonnen-Gold.html\">Pf&auml;ndung von 20 Tonnen venezolanischem Gold<\/a>, die ebenfalls in der Bank of England deponiert waren und im Jahr 2016 von der Regierung Nicol&aacute;s Maduro als Sicherheit f&uuml;r die Vergabe eines 750-Millionen-Dollar-Kredits &ndash; ein Devisen-gegen-Gold-Swap &ndash; angeboten worden waren. Theoretisch hatte die Deutsche Bank das Recht dazu, da Venezuela seinen Ratenzahlungs-Verpflichtungen nicht nachgekommen war, k&uuml;ndigte jedoch einseitig einen Kreditvertrag mit Laufzeit bis 2021. Venezuela focht die Pf&auml;ndung nicht an. Doch bereits Mitte 2019 signalisierte diese Pf&auml;ndung eine politische Dimension und Eskalierung, die nicht nur den jetzigen britischen Gerichtsbeschluss, sondern auch die nahezu zeitgleich von der Europ&auml;ischen Union (EU) neu erlassenen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/neue-sanktionen-venezuela-weist-eu-botschafterin-aus-16839082.html\">Venezuela-Sanktionen<\/a> erkl&auml;rt, die seit Ende Juni 2020 auf 33 hohe Funktion&auml;re der Regierung Nicol&aacute;s Maduro und die Einfrierung ihres internationalen Verm&ouml;gens erweitert wurden.<\/p><p><strong>Die Offensive der &bdquo;Parallelm&auml;chte&ldquo; und ihre Anerkennung durch die USA und Europa<\/strong><\/p><p>Die Erkl&auml;rung daf&uuml;r umriss ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48461\">&bdquo;Venezuela &ndash; Die zweite Amtszeit Nicol&aacute;s Maduros und die &bdquo;Delegitimierungs&ldquo;-Maschine&ldquo;<\/a> von Mitte Januar 2019, in dem die geplante rechtsradikale Demontage der Institutionen und der Aufbau eines subversiven Staates im Staat angedeutet wurden. Diese Doppelherrschaft war l&auml;ngst vor der Selbsternennung Juan Guaid&oacute;s zum &bdquo;Interimspr&auml;sidenten&ldquo; Venezuelas, im sp&auml;teren Januar 2019, von Sprechern der rechtsextremen Szene mit dem Begriff des &bdquo;Parallelstaates&ldquo; angek&uuml;ndigt worden. Dessen &bdquo;Drehbuch&ldquo; scheint von Guaid&oacute; und seinen Verb&uuml;ndeten seitdem allerdings systematisch umgesetzt worden zu sein. So die Selbsternennung eines &bdquo;Obersten Gerichtshofs im Exil&ldquo;, der Boykott der Pr&auml;sidentschaftswahl vom Mai 2018 mit der Nicht-Anerkennung der Wiederwahl Nicol&aacute;s Maduros sowie die Nicht-Anerkennung der im August 2017 von der Regierung einberufenen Verfassunggebenden Versammlung.<\/p><p>Doch den gef&auml;hrlichsten Anschlag gegen die finanzpolitische Souver&auml;nit&auml;t, nicht nur der Regierung Maduro, sondern des Staates Venezuela generell, landete die Opposition mit zwei Ma&szlig;nahmen. Zum einen forderte die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung am 15. Januar 2019 die Regierungen von 46 L&auml;ndern dazu auf, den Zugang der Regierung Nicol&aacute;s Maduro zum venezolanischen Auslandsverm&ouml;gen zu unterbinden. W&ouml;rtlich hie&szlig; es in dem Beschluss, die Beh&ouml;rden dieser 46 L&auml;nder m&ouml;gen den &bdquo;Schutz von Verm&ouml;genswerten gew&auml;hrleisten&ldquo; und &bdquo;die Aufsichtsbeh&ouml;rden von Finanzunternehmen anweisen, jeglichen Umgang mit Verm&ouml;genswerten ausdr&uuml;cklich zu verbieten&ldquo;. Die gleiche Petition wurde an Privatbanken dieser L&auml;ndergruppe versandt, zu der die 28 Mitglieder der Europ&auml;ischen Union, die USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Guyana, Honduras sowie Panama, Paraguay, Peru, Bulgarien, Russland, China, die T&uuml;rkei und die Vereinigten Arabischen Emirate geh&ouml;ren.<\/p><p>Am darauffolgenden 23. Januar ernannte sich dann der turnusm&auml;&szlig;ige Vorsitzende des venezolanischen Parlaments, Juan Guaid&oacute;, zum &bdquo;&Uuml;bergangspr&auml;sidenten&ldquo;. Sechs Monate sp&auml;ter nominierte Guaid&oacute; Ende Juli 2019 ein paralleles &bdquo;Ad-hoc-Direktorium&ldquo; der venezolanischen Zentralbank (BCV). Der von den USA finanzierte und instruierte Regime Changer <a href=\"https:\/\/www.elnacional.com\/economia\/guaido-designo-junta-hoc-del-banco-central-venezuela_289692\/\">erkl&auml;rte damals<\/a>, das oppositionelle Direktorium sei &bdquo;die einzige legitime BCV-Vertretung gegen&uuml;ber internationalen Instanzen&ldquo;, die fortan die Finanzen, einschlie&szlig;lich venezolanischer Konten bei ausl&auml;ndischen Banken, &bdquo;verwalten&ldquo; werde.<\/p><p>Die Usurpierung des Zentralbank-Mandats hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Pf&auml;ndung der Deutschen Bank. Nach dem Stand des Goldpreises im Juni 2019 war die venezolanische Deponie inzwischen 860 Millionen Dollar wert. Also hatte die Regierung Nicol&aacute;s Maduro, abz&uuml;glich der Zinsen und Bearbeitungsgeb&uuml;hren, Anspruch auf R&uuml;ckzahlung einer Differenz von 110 Millionen US-Dollar. Da stand die Deutsche Bank pl&ouml;tzlich vor der politisch brisanten Entscheidung: Wer hat das legitime Anrecht auf den Betrag? Die offizielle Regierung Nicol&aacute;s Maduro oder die parallele &bdquo;Regierung&ldquo; Juan Guaid&oacute;?<\/p><p>Die 110 Millionen US-Dollar wurden seitdem nicht ausgezahlt, was auch das politische Umfeld Guaid&oacute;s auf die Palme brachte. Der im US-Exil aktive, ultrakonservative venezolanische Anwalt Carlos Ram&iacute;rez L&oacute;pez &ndash; der sich in den Medien gern als Experte f&uuml;r internationale Schlichtungsverfahren ausgibt &ndash; verbreitete die <a href=\"https:\/\/medium.com\/@carlosramirezl3\/banco-alem%C3%A1n-nos-roba-tres-mil-millones-de-d%C3%B3lares-c062e52436c3\">l&auml;cherliche Legende<\/a>, Nicol&aacute;s Maduro h&auml;tte die an die Deutsche Bank nicht ausgezahlten Schuldenraten in die eigene Tasche gesteckt und beide h&auml;tten sich mit dem Ziel &bdquo;verschworen&ldquo;, Venezuela um 3 Milliarden US-Dollar zu betr&uuml;gen.<\/p><p>Dem Delirium sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Allerdings k&ouml;nnte die Begr&uuml;ndung der britischen High Court von Anfang Juli zur Beschlagnahme der rund 30 Tonnen Gold nun die Entscheidung f&uuml;r den Auszahlungs-Beg&uuml;nstigten der Deutschen Bank beschleunigen. Denn Richter Nigel Teare urteilte: &bdquo;Die Regierung Ihrer Majest&auml;t erkennt Herrn Guaid&oacute; als verfassungsm&auml;&szlig;igen Interimspr&auml;sidenten von Venezuela an. Woraus folgt, dass sie Herrn Maduro als konstitutionellen Interimspr&auml;sidenten von Venezuela nicht anerkennt&rdquo;.<\/p><p><strong>Donald-Trump-Intermezzo: Vor Corona sind alle gleich, aber einige sind gleicher als andere &hellip;<\/strong><\/p><p>Apropos 110 Millionen. Vom medialen Rampenlicht sichtlich ged&auml;mpfter angeleuchtet ist da der Antrag eines anderen prominenten Staatschefs und <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2020-04-02\/trump-organization-asks-deutsche-bank-for-loan-payment-delay\">Milliarden-Schuldners der Deutschen Bank<\/a>, n&auml;mlich US-Pr&auml;sident und Unternehmer Donald Trump. Trumps Firmen-Imperium hat sich seit 1998 mehr als 2 Milliarden US-Dollar von der Deutschen Bank geliehen, wovon nach Angaben des Finanzmarktes &ndash; wiedergegeben von der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/politik-ausland\/coronavirus-donald-trumps-firma-bittet-deutsche-bank-um-raten-aufschub-69843694.bild.html\">deutschen BILD-Zeitung<\/a> &ndash; bislang 95 Prozent plus Zinsen zur&uuml;ckgezahlt worden seien.<\/p><p>Bei seinem Amtsantritt schuldete Trump der Bank jedoch noch 350 Millionen Dollar, von denen seitdem angeblich zwei Drittel abgestottert wurden. &bdquo;Doch die Corona-Krise beschert auch dem Hotel-Imperium der Trump-Familie herbe Einbu&szlig;en&ldquo;, so BILD mitleidig. Wegen der Pandemie sei der Betrieb in einer Reihe von Trump-Anlagen gestoppt oder zumindest stark eingeschr&auml;nkt worden, weshalb der 2,1-Milliarden-Dollar-Tycoon und Staatschef um eine Stundung von 120 Millionen US-Dollar bettelte, die die Deutsche Bank in hartem Kontrast zur Behandlung der Regierung Nicol&aacute;s Maduro mit Vergn&uuml;gen bediente.<\/p><p>Mit nahezu leeren Staatskassen bei Ausbruch der Covid-19-Pandemie hatte die venezolanische Regierung noch im April einen <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-health-coronavirus-venezuela-gold-exc\/exclusive-venezuela-asks-bank-of-england-to-sell-its-gold-to-u-n-for-coronavirus-relief-sources-idUSKBN22B30X\">humanit&auml;ren Appell an die Bank of England<\/a> gerichtet. Sie bat darum, einen Teil der beschlagnahmten venezolanischen Goldreserven zu verkaufen und den Erl&ouml;s an die Vereinten Nationen zur Unterst&uuml;tzung von Pandemie-Ma&szlig;nahmen in Venezuela zu &uuml;berweisen. Erst nachdem die britische Bank dies verweigerte, reichte die Regierung Nicol&aacute;s Maduro Ende Mai eine <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/spa\/afp\/venezuela-demanda-al-banco-de-inglaterra-para-recuperar-su-oro\/45776710\">internationale Klage zur Herausgabe ihres Goldes<\/a> ein.<\/p><p><strong>Piraterie by appointment of her Majesty the Queen&hellip;<\/strong><\/p><p>K&ouml;nnte die britische Gerichtsentscheidung etwa eine hintergr&uuml;ndige &bdquo;Sp&auml;trache&ldquo; f&uuml;r jene Zusicherung des todkranken Hugo Ch&aacute;vez sein, der <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/worldnews\/southamerica\/falklandislands\/9063065\/Hugo-Chavez-says-Venezuelan-troops-would-fight-with-Argentina-over-Falklands.html\">im Februar 2012 anmahnte<\/a>, in einem neuen Malvinen\/Falkland-Krieg gegen Gro&szlig;britannien w&uuml;rden venezolanische Truppen auf der Seite Argentiniens k&auml;mpfen? Dass die britischen Tories dies nicht vergessen haben, scheint ebenso m&ouml;glich wie die Umsetzung von Ch&aacute;vez&lsquo; Wink durch Nicol&aacute;s Maduro.<\/p><p>W&auml;hrend sich der britische Mainstream, einschlie&szlig;lich des <em>Guardians<\/em>, bedeckt hielt, hagelte es Proteste aus den Reihen von Labour-Aktivisten, wie der Kolumnistin Fiona Edwards, die die Gerichtsentscheidung <a href=\"https:\/\/www.stopwar.org.uk\/index.php\/news-comment\/3732-britain-s-theft-of-venezuela-s-gold-is-part-of-us-illegal-regime-change-agenda\">einen &bdquo;Diebstahl&ldquo; nannte<\/a>. &bdquo;Die Rechtfertigung der britischen Regierung f&uuml;r den Diebstahl von Venezuelas Gold beruht auf einer unversch&auml;mten imperialistischen Mentalit&auml;t und Politik. Hier ma&szlig;t sich die britische Regierung an, besser als das venezolanische Volk zu wissen und zu entscheiden, wer der Pr&auml;sident von Venezuela ist&ldquo;, kommentierte Edwards.<\/p><p>&bdquo;In wessen Namen, basierend auf welchen Rechten, mit welcher Expertise wagt es diese neue Heilige Allianz der von der NATO besetzten L&auml;nder, die sich als Europ&auml;ische Union bezeichnet, venezolanische Beamte zu sanktionieren oder Usurpatoren anzuerkennen, die von niemandem gew&auml;hlt wurden? Ihr unverbesserlicher Zustand, st&auml;ndig von extrakontinentalen Truppen besetzt zu sein, l&auml;sst sie offensichtlich vergessen, was Souver&auml;nit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit bedeuten, und dass die Absolutismen des alten Kontinents keine Generalkapit&auml;ne oder Vizek&ouml;nige in Amerika (mehr) benennen oder absetzen. Ich schlage vor, ihnen eine Kopie unserer Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung zu schicken, um zu sehen, ob sie ermutigt werden, ihre eigene zu erkl&auml;ren&rdquo;, <a href=\"http:\/\/redangostura.org.ve\/?p=5298\">schimpfte und ironisierte<\/a> seinerseits der mehrfach ausgezeichnete venezolanische Schriftsteller, Dramatiker und Essayist Luis Britto Garc&iacute;a.<\/p><p>Aram Aharonian, uruguayischer Publizist und Mitbegr&uuml;nder des venezolanischen Auslands-TV-Senders Telesur, <a href=\"https:\/\/venezuelanalysis.com\/analysis\/14936\">schrieb<\/a>, &bdquo;Nationales und internationales Recht z&auml;hlen nicht mehr. Das zeigte das Spektakel des Londoner Handelsgerichts, das beschlossen hat, die im Vereinigten K&ouml;nigreich aufbewahrten 30 Tonnen venezolanischer Goldreserven nicht an die Nation, sondern an den virtuellen und selbsternannten &acute;&Uuml;bergangspr&auml;sidenten&acute; Juan Guaid&oacute; (eine Marionette Washingtons) auszuh&auml;ndigen. Wir haben es hier mit der Neuinszenierung der vorsintflutlichsten Seer&auml;uber-Tradition des alten Albion zu tun &hellip; Das Vereinigte K&ouml;nigreich ist eine notorische Quelle von Lumpenst&uuml;cken. Gro&szlig;grundbesitzer, Rassisten, Piraten, Ausbeuter und Pl&uuml;nderer: Sie wahren eine alte Tradition krimineller Handlungen. Wenn wir uns nur vor Augen f&uuml;hren, dass sie immer noch mehrere Kolonien in unserer Region in Besitz nehmen &ndash; Anguilla-Inseln, Bermuda, Kaiman-Inseln, S&uuml;dgeorgien und die S&uuml;dsandwich-Inseln, Falkland-Inseln, Pitcairn-Inseln, Turks- und Caicos-Inseln, Britische Jungferninseln, Britisches Antarktisgebiet &ndash; wird deutlich, dass diese Piraterie fortgesetzt wird. Was kann man von einem thalassokratischen Reich (einem Staat, dessen Herrschaft sich haupts&auml;chlich auf Seegebiete erstreckt) erwarten, das aus Pl&uuml;nderungen, Piraterie, Beute, faulen Tricks und Sklaverei bestand und dessen Avantgarde die Korsaren von gestern waren und die globalistischen Freibeuter von heute sind?&ldquo;, schimpft Aharonian.<\/p><p>Der venezolanische Au&szlig;enminister Jorge Arreaza stimmte in den historischen Vergleich Edwards&lsquo;, Garc&iacute;as und Aharonians ein. &bdquo;Es gibt hier nur eine (legitime) Regierung, die rechtm&auml;&szlig;ig gew&auml;hlt und konstituiert wurde und im Amt ist. Es ist ein Raub&uuml;berfall, deshalb waren im 18. Jahrhundert die ber&uuml;hmtesten Piraten die englischen Korsaren, die alle f&uuml;r die britische Krone handelten (&hellip;). Das Vereinigte K&ouml;nigreich verst&ouml;&szlig;t gegen internationales Recht und beabsichtigt, Ressourcen aus Venezuela zu stehlen&rdquo;, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/CancilleriaVE\/status\/1279202911394902016\">lautete seine erste Reaktion<\/a> auf den Gerichtsbeschluss.<\/p><p>Das Au&szlig;enministerium k&uuml;ndigte an, es werde Einspruch einlegen, Beschwerde in allen internationalen Foren einreichen. Als Parallelma&szlig;nahme <a href=\"https:\/\/www.telesurtv.net\/news\/venezuela-informa-respuesta-legal-despojo-reservas-oro-20200703-0027.html\">erlie&szlig; die venezolanische Staatsanwaltschaft Haftbefehle<\/a> gegen die in den britischen Goldcoup mutma&szlig;lich Involvierten. Zu den Angeklagten z&auml;hlen Ricardo Adolfo Villamil, Giacoma Cudish Cortesia, Manuel Rodr&iacute;guez Armesta, Nelson Andr&eacute;s Lugo und Carlos Andr&eacute;s Su&aacute;rez &ndash; allesamt Mitglieder des von Juan Guaid&oacute; benannten, illegalen &bdquo;Ad-hoc-Verwaltungsrats&ldquo; der Zentralbank von Venezuela. Ferner werden Jose Gregorio Hern&aacute;ndez, Irene de Lourdes Loreto und Geraldin Afiuni &ndash; Mitglieder der &bdquo;parallelen&ldquo; Staatsanwaltschaft, die im venezolanischen Recht nicht existiert &ndash; ebenfalls strafrechtlich verfolgt. Mitangeklagt sind schlie&szlig;lich auch die an der Goldaneignung beteiligten und von Juan Guaid&oacute; ernannten &bdquo;diplomatischen Vertreter&ldquo;, darunter Julio Andr&eacute;s Borges, Carlos Beccio und Vanessa Neumann. Sie werden des Landesverrats, der Usurpation von Funktionen und der Bildung einer kriminellen Vereinigung beschuldigt, erkl&auml;rte Generalstaatsanwalt William Saab.<\/p><p><strong>Mick Jaggers &ldquo;Ex&rdquo; und die &ldquo;Venezuela Reconstruction Unit&rdquo; als trojanisches Pferd der Briten in Caracas<\/strong><\/p><p>Eine herausragende Rolle in den Man&ouml;vern zur Vorbereitung des britischen Goldcoups nimmt die geb&uuml;rtige Venezolanerin und gleichzeitige US-B&uuml;rgerin Vanessa Neumann ein. Sie dient seit einigen Monaten als Juan Guaid&oacute;s &bdquo;Botschafterin Venezuelas im Vereinigten K&ouml;nigreich&ldquo;.<\/p><p>Die Dr. Phil., Unternehmerin und vielfache Million&auml;rin ist Enkelin des aus der Tschechoslowakei geflohenen, jedoch in Berlin mit den Nazis kooperierenden und nach Venezuela ausgewanderten j&uuml;dischen Unternehmers Hans Neumann. Mit dem Chemie-Konzern <a href=\"https:\/\/www.corimon.com\/la-corporacion\/descripcion-general\/\">Corimon<\/a> gr&uuml;ndeten Migrant Neumann und Bruder Robert ein m&auml;chtiges Imperium f&uuml;r Herstellung, Vertrieb und Verkauf von Farben, Harzen und Verpackungsmaterialien, das in Venezuela sowie Trinidad und Tobago operiert. Die Neumanns hatten jedoch auch eine Schw&auml;che f&uuml;r Kultur und Politik. Sie gr&uuml;ndeten das Instituto Neumann f&uuml;r Design-Ausbildung, waren Mitbegr&uuml;nder des Museo de Arte Contempor&aacute;neo Sofia Imber und bet&auml;tigten sich als Verleger von zwei Tageszeitungen &ndash; das englischsprachige <em>The Daily Journal<\/em> und die spanischsprachige <em>Tal Cual<\/em> &ndash; die beide als oppositionelle Medien gegen die Regierung Hugo Ch&aacute;vez eingesetzt wurden.<\/p><p>Obwohl tschechischen Ursprungs, k&ouml;nnte man allerdings sinnieren, Hans Neumanns Unternehmungen passen wie die Faust aufs Auge von Aram Aharonians Beschreibung der britischen Piraten. Im Jahr 1976 erwarb er 60 Prozent der Aktien der <a href=\"https:\/\/www.mustique-island.com\/hans-neumann-the-man-who-saved-mustique\/\">Mustique Company<\/a>, die der Brite Colin Tennant auf der gleichnamigen karibischen Insel errichtet hatte.<\/p><p>Zur geographischen und historischen Orientierung sei gesagt, dass die kaum f&uuml;nf Kilometer lange Insel jahrhundertelang als Versteck britischer Piraten vor und nach ihren &Uuml;berf&auml;llen auf spanische Goldfrachter genutzt wurde. Wie s&auml;mtliche benachbarten Archipele ist die Geschichte der Insel von rabiater Ermordung und Vertreibung der indianischen Urbev&ouml;lkerung sowie anschlie&szlig;ender Massen-Versklavung von dahin transportierten AfrikanerInnen gekennzeichnet. Europ&auml;ische Pflanzer vertrieben im 17. Jahrhundert die einheimischen Kariben entlang der Inselkette der Kleinen Antillen nach Norden und legten mit westafrikanischen Sklaven Zuckerrohr-Plantagen an.<\/p><p>Nach dem Niedergang der Zuckerindustrie gegen Mitte des 19. Jahrhunderts &uuml;berlebten etwa 500 Afrikaner durch Subsistenzlandwirtschaft und Fischerei, bis die Insel Ende der 1950er Jahre &bdquo;wiederentdeckt&ldquo; und diesmal zum Luxus-Resort f&uuml;r britische Adlige und Million&auml;re ausgebaut wurde. <a href=\"https:\/\/www.mustique-island.com\/villa\/\">Seine Prunkvillen<\/a> k&ouml;nnten als Kulisse f&uuml;r Heiner M&uuml;llers karibisches Theater-Fragment &bdquo;Der Auftrag&ldquo; dienen, in dem die Handlungsfigur Dubuisson jenen b&ouml;sen Satz ausspricht, der nochmal wie die Faust aufs Auge die brutalen Kontraste auf dieser Welt veranschaulicht: &bdquo;In den Zeiten des Verrats sind die Landschaften sch&ouml;n&ldquo;.<\/p><p>Hans Neumann starb im Jahr 2001, als die Mustique Company und die Insel in den Besitz des Familienclans &uuml;bergingen. Hier scheint die zwischenzeitlich mit dem konservativen britischen Publizisten William Cash verheiratete Vanessa Neumann <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/tvshowbiz\/article-1209215\/Whirlwind-marriage-William-Cash-wife-Vanessa-Neumann-leaves-15-months.html\">mit Stones-Frontmann Mick Jagger eine Aff&auml;re<\/a> begonnen zu haben, die 2009 in Scheidung und ihrer &bdquo;Flucht&ldquo; in die USA gipfelten.<\/p><p>Ein Jahr sp&auml;ter gr&uuml;ndete Vanessa Neumann die Consulting-Firma <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Asymmetrica_\">Asymmetrica<\/a>, die offiziell Regierungen bei der Untersuchung von Korruption und illegalen Finanzpraktiken ber&auml;t, sich aber l&auml;ngst auf &bdquo;Beratung&ldquo; des US-State Dept. und des Pentagon konzentriert. Im Rahmen dieser halb &ouml;ffentlichen, halb geheimen Konvente mit US-Milit&auml;rs und zivilen NeoCons bet&auml;tigte sich Neumann als Autorin des Buches <em>Blood Profits<\/em>, dessen Narrativ die Leser &uuml;berzeugen will, &bdquo;wie amerikanische Verbraucher Terroristen unbewusst finanzieren&ldquo;. Damit setzte Neumann mehrfache Verschw&ouml;rungstheorien auf die Agenda des State Dept., wie die Legende, die venezolanische Regierung sei seit Hugo Ch&aacute;vez&lsquo; Pr&auml;sidentschaft in Drogenhandel und internationale Geldw&auml;sche involviert oder dass das Dreil&auml;ndereck Argentinien-Brasilien-Paraguay eine Bastion der libanesischen Hezbollah sei; ein filmreifer, jedoch der US-Geopolitik n&uuml;tzlicher Spuk, &uuml;ber den die NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58473\">ausf&uuml;hrlich berichteten<\/a>.<\/p><p>Im Mai 2019 enth&uuml;llte die sonst kaum auff&auml;llige <em>New York Post<\/em>, Vanessa Neumann sei <a href=\"https:\/\/nypost.com\/2019\/05\/11\/mick-jaggers-ex-vanessa-neumann-hired-as-envoy-in-venezuelan-uprising\/\">von der britischen Regierung angeheuert<\/a> worden. Die Dame ist also zugleich Juan Guaid&oacute;s &bdquo;Botschafterin&ldquo; und Agentin der Regierung Boris Johnson. Es sei ihr Traumjob, aber auch ein sehr seltsamer Job, erkl&auml;rte sie ihren Auftrag: die Beschlagnahme von Verm&ouml;genswerten der venezolanischen Regierung, darunter drei Immobilien in London. Als kurzfristiges Ziel nannte Neumann auch die Aberkennung und Ausweisung von Maduros Botschafterin Rocio Maneiro.<\/p><p>Doch da gibt es noch eine entscheidende Pointe. &bdquo;Im Gegensatz zu den USA haben die Briten immer noch eine Botschaft in Caracas. Und sie pflegen eine lange Tradition, Empork&ouml;mmlingen in Venezuela zu helfen, darunter Sim&oacute;n Bol&iacute;var und Francisco de Miranda, die 1811 die Spanier verdr&auml;ngten&ldquo;, erinnerte die NYP.<\/p><p>Was auf den ersten Blick als schizophrener Status der britischen Diplomatie gegen&uuml;ber Venezuela betrachtet werden k&ouml;nnte &ndash; die Aufrechterhaltung der diplomatischen Beziehungen zur Regierung Nicol&aacute;s Maduro bei gleichzeitiger Anerkennung Juan Guaid&oacute;s als &bdquo;einzigem Pr&auml;sidenten&ldquo; Venezuelas &ndash; hat nach Polonius&lsquo; Satz im Hamlet allerdings Methode. Neumann ist die Verbindungsfrau zum britischen Regime-Change-Versuch in Caracas. Und der l&auml;uft wie folgt ab.<\/p><p>John McEvoy, ein unabh&auml;ngiger Journalist &ndash; der unter anderem f&uuml;r International History Review, The Canary, Tribune Magazine, Jacobin, Declassified UK und Brasil Wire schreibt &ndash; hatte Zugang zu Geheimdokumenten des Foreign &amp; Commonwealth Office (FCO). Dort entdeckte er eine Abteilung mit dem Codenamen <a href=\"https:\/\/geopolitics.news\/latin-america\/secret-unit-in-uk-foreign-office-working-with-venezuelan-coup-plotters-exposed-by-indy-journalist\/\">&bdquo;Venezuela Reconstruction Unit&rdquo;<\/a>, die weder von der Regierung, beteiligten Diplomaten, noch von Guaid&oacute;s Opposition zugegeben wird, jedoch von John Saville, dem ehemaligen britischen Botschafter in Venezuela in der Zeit von 2014 bis 2017, bearbeitet wird. McEvoy gelang auch die Feststellung, dass Guaid&oacute;s &bdquo;Botschafterin&ldquo; Vanessa Neumann mit Vertretern des FCO &uuml;ber die Wahrung der britischen Gesch&auml;ftsinteressen beim &bdquo;Wiederaufbau&ldquo; Venezuelas verhandelt hatte.<\/p><p>Angesichts der Tatsache, dass Venezuela &uuml;ber die nachgewiesenen weltgr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven verf&uuml;gt und Neumann in der Vergangenheit f&uuml;r internationale &Ouml;lkonzerne aktiv war, k&ouml;nnten diese Verhandlungen auf britische und US-Umtriebe hindeuten. In einem abgeh&ouml;rten Telefonat soll Neumann den Briten und Exxon Oil selbst den Zuschlag des von Venezuela beanspruchten Equesibo-Territoriums an die ehemalige britische Kolonie und Nachbarland Guyana versprochen haben; eine Art von Landesverrat im Verst&auml;ndnis der Regierung Nicol&aacute;s Maduro. Darauf angesprochen, habe das FCO sich mit humanit&auml;rer Hilfe herausgeredet. Gro&szlig;britannien versuche, den Venezolanern &bdquo;bei der L&ouml;sung ihrer entsetzlichen politischen und wirtschaftlichen Krise zu helfen&ldquo;.<\/p><p>McEvoys Fazit: Selbst bei oberfl&auml;chlicher Beobachtung der britischen Au&szlig;enpolitik und der Geschichte der britischen Interventionen im Ausland m&uuml;sste man dieser Erkl&auml;rung sofort misstrauen. Genannt seien die zahlreichen Sanktionen, mit denen sich die britische Regierung in den letzten 16 Monaten am wirtschaftlichen W&uuml;rgegriff gegen Venezuela &ndash; insbesondere beim Einfrieren von venezolanischem Gold im Wert von &uuml;ber einer Milliarde US-Dollar &ndash; beteiligt hat.<\/p><p>Titelbild: Rost9\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen ersten Juli-Tagen erlie&szlig; der Oberste Gerichtshof Gro&szlig;britanniens <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-latin-america-53262767\">ein Urteil<\/a>, das begr&uuml;ndete Annahmen &uuml;ber eine grobe Verletzung des internationalen Rechts zul&auml;sst. 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