{"id":63152,"date":"2020-07-23T09:10:40","date_gmt":"2020-07-23T07:10:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63152"},"modified":"2026-01-27T12:03:32","modified_gmt":"2026-01-27T11:03:32","slug":"eliteforscher-hartmann-ueber-ein-erschreckendes-ausmass-der-vermoegensungleichheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63152","title":{"rendered":"Eliteforscher Hartmann \u00fcber ein \u201eerschreckendes Ausma\u00df der Verm\u00f6gensungleichheit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Nichts bewegt die Reichen so sehr wie ihr Verm&ouml;gen&ldquo;, sagt <strong>Michael Hartmann<\/strong> im NachDenkSeiten-Interview. Anlass f&uuml;r das Interview mit dem Eliteforscher ist eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), &uuml;ber die diese Tage in den Medien berichtet wurde. Laut der Studie ist die soziale Ungleichheit in Deutschland noch gr&ouml;&szlig;er als angenommen. Im Interview ordnet Hartmann die Studie kritisch ein und f&uuml;hrt aus, was sich &auml;ndern muss, um den Verh&auml;ltnissen hierzulande entgegenzutreten. Unter anderem sagt Hartmann: &bdquo;Um das Problem an der Wurzel zu packen, m&uuml;sste man tats&auml;chlich die Eigentumsverh&auml;ltnisse in der Wirtschaft grundlegend &auml;ndern.&ldquo; Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9740\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-63152-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200723_Eliteforscher_Hartmann_ueber_ein_nerschreckendes_Ausmass_der_Vermoegensungleichheit_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200723_Eliteforscher_Hartmann_ueber_ein_nerschreckendes_Ausmass_der_Vermoegensungleichheit_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200723_Eliteforscher_Hartmann_ueber_ein_nerschreckendes_Ausmass_der_Vermoegensungleichheit_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200723_Eliteforscher_Hartmann_ueber_ein_nerschreckendes_Ausmass_der_Vermoegensungleichheit_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=63152-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200723_Eliteforscher_Hartmann_ueber_ein_nerschreckendes_Ausmass_der_Vermoegensungleichheit_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200723_Eliteforscher_Hartmann_ueber_ein_nerschreckendes_Ausmass_der_Vermoegensungleichheit_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Hartmann, das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Tage eine neue Studie vorgestellt. Tenor: Die Ungleichheit in Deutschland ist noch gr&ouml;&szlig;er als angenommen. NachDenkSeiten-Redakteur Jens Berger hat sich mit der Studie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62934\">in einem aktuellen Artikel<\/a> auseinandergesetzt und sagt, dass ist alles nicht neu. Schon seit Jahren seien die Ausma&szlig;e der Ungleichheit hierzulande bekannt. <\/strong><br>\n<strong>Wie haben Sie die DIW-Kurzstudie aufgenommen? <\/strong><\/p><p>Faktisch enth&auml;lt sie nichts wirklich Neues. Dass das obere Prozent gut ein Drittel des Verm&ouml;gens besitzt, hat das DIW schon seit Jahren in anderen Studien ermittelt und auch eine Studie der EZB von 2014 ist zu demselben Ergebnis gelangt. Neu ist einzig die Methode. Das ist aber insofern wichtig, als die Resultate jetzt schwerer angezweifelt werden k&ouml;nnen als fr&uuml;her, wo sie viel st&auml;rker auf Sch&auml;tzungen beruhten. Deshalb habe ich die Ver&ouml;ffentlichung begr&uuml;&szlig;t.<\/p><p><strong>Wer die Diskussion um die Ungleichheit in Deutschland verfolgt, d&uuml;rfte feststellen, dass sich im Kreis gedreht wird. Immer wieder flackert das Thema auf, Medien berichten hier und da dar&uuml;ber, aber es tut sich nicht wirklich etwas, oder? <\/strong><\/p><p>Das ist leider so. In regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden von etwa ein, zwei Jahren werden Studien pr&auml;sentiert, die das erschreckende Ausma&szlig; der Verm&ouml;gensungleichheit in Deutschland belegen. Das greifen die Medien dann kurz auf, auch gro&szlig;e Medien wie etwa der Stern, der daraus vor Jahren sogar mal eine richtig gute Titelgeschichte gemacht hat, und danach geht es weiter wie zuvor. Erstaunlicherweise pr&auml;sentieren dieselben Medien dann etwas sp&auml;ter die offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamts oder der Bundesregierung, denen zufolge das obere Zehntel &bdquo;nur&ldquo; knapp 60 Prozent des Verm&ouml;gens besitzt. Das obere Prozent wird zumeist gar nicht aufgef&uuml;hrt, wenn ja, dann mit einem Wert, der weit unterhalb von 35 Prozent bei nur gut 20 Prozent liegt. Auf den Widerspruch bei den Zahlen geht man einfach nicht ein. Eine kontinuierliche Berichterstattung &uuml;ber das Thema mit wirklicher Hintergrundrecherche gibt es sowieso nicht. Besonders verwirrend wird es f&uuml;r die Leser, wenn dann von reich in Bezug auf Einkommen gesprochen wird. Das f&auml;ngt in der Berichterstattung wie k&uuml;rzlich in der FAZ schon bei 3500 Euro netto bei einem Alleinstehenden an. Diese Summe markiert tats&auml;chlich aber nur die Grenze zu den oberen zehn Prozent. Reich ist etwas komplett anderes. Da m&uuml;sste man mindestens &uuml;ber das Doppelte verf&uuml;gen, und zwar nur aus den Ertr&auml;gen seines Verm&ouml;gens. <\/p><p><strong>Der Studienleiter scheint nicht davon &uuml;berzeugt zu sein, dass eine Verm&ouml;gensabgabe etwas an der Grundsituation &auml;ndern kann. <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.793802.de\/publikationen\/wochenberichte\/2020_29_1\/millionaerinnen_unter_dem_mikroskop__datenluecke_bei_sehr_ho___geschlossen______konzentration_hoeher_als_bisher_ausgewiesen.html\">In der Studie hei&szlig;t es<\/a>: &bdquo;Wie in diesem Bericht gezeigt wurde, halten viele Hochverm&ouml;gende Betriebsverm&ouml;gen. Negative Anreize, ihr Verm&ouml;gen produktiver Aktivit&auml;t zuzuf&uuml;hren, kann langfristige Konsequenzen f&uuml;r den materiellen Wohlstand aller haben, weil Investitionen, die Arbeitspl&auml;tze geschaffen h&auml;tten, m&ouml;glicherweise nicht mehr oder weniger umfangreich get&auml;tigt werden. Auch die aktuelle Rezession verdeutlicht das Problem einer Verm&ouml;gensteuer, da diese ertragsunabh&auml;ngig bemessen wird und in einer Krisensituation wie derzeit die Rezession noch zus&auml;tzlich versch&auml;rfen kann.&ldquo;<\/strong><br>\n<strong>Was halten Sie von diesen Aussagen? <\/strong><\/p><p>Da ich Grabka lange kenne und auch sch&auml;tze, war ich etwas verwundert. Die Aussagen zu m&ouml;glichen L&ouml;sungen sind aber alle sehr vorsichtig formuliert. Bei der Verm&ouml;gensteuer sind sie eher skeptisch gehalten, bei der Erbschaftsteuer eher zustimmend. Warum die Forscher des DIW sich so ge&auml;u&szlig;ert haben, wei&szlig; ich aber nicht und ich will dar&uuml;ber auch nicht spekulieren. Faktisch ist das Argument gegen die Verm&ouml;gensteuer aber bei weitem nicht so zutreffend, wie es auf den ersten Blick vielen erscheinen mag. <\/p><p><strong>Warum? <\/strong><\/p><p>Ich habe das 2017 mal nach einem Vortrag in Mannheim anhand eines im MDAX notierten Unternehmens aus diesem Raum nachrecherchiert, weil es da auch die Behauptung gab, dass eine Verm&ouml;gensteuer von einem Prozent es dem Unternehmen unm&ouml;glich mache, notwendige Investitionen zu t&auml;tigen. Die Mehrheitseigner, die mit einem Verm&ouml;gen von ca. 1,5 Milliarden zu den 100 reichsten Deutschen z&auml;hlen, h&auml;tten bei einer Steuer von einem Prozent 15 Millionen Euro zahlen m&uuml;ssen, eine auf den ersten Blick enorme Summe. Sie erhielten 2018 aber fast 70 Millionen als Dividende. Die Investitionen waren da schon alle als Betriebsausgaben herausgerechnet. <\/p><p><strong>Also w&uuml;rde immer noch ein ziemlicher Batzen Geld &uuml;brig bleiben? <\/strong><\/p><p>Nach der Steuer w&auml;ren ihnen immer noch &uuml;ber 50 Millionen als pers&ouml;nlicher Gewinn verblieben. Im Kern sieht es selbst bei den Tech-Konzernen mit ihren vergleichsweise hohen Aktienkursen und relativ niedrigen Dividenden &auml;hnlich aus. Der SAP-Gr&uuml;nder Hasso Plattner hat letztes Jahr damit gedroht, Deutschland zu verlassen, wenn eine Verm&ouml;gensteuer eingef&uuml;hrt w&uuml;rde. Sein Argument war, dass er seine SAP-Aktien verkaufen m&uuml;sse, um die Steuer zu zahlen. Dieses Jahr hat SAP eine Dividende von 1,30 Euro pro Aktie gezahlt. Zum Stichtag lag der Kurs der Aktie bei 110 Euro. Hopp h&auml;tte also, rechnet man die Abgeltungssteuer ab, allein von seiner Dividende auf SAP-Aktien knapp 90 Prozent der Verm&ouml;gensteuer zahlen k&ouml;nnen. Aber selbst wenn er die Steuer komplett mit seinen SAP-Aktien h&auml;tte zahlen m&uuml;ssen, w&auml;re sein entsprechendes Aktienverm&ouml;gen in den letzten zehn Jahren dennoch um &uuml;ber das Dreieinhalbfache gewachsen. Denn er h&auml;tte zwar jedes Jahr ein Prozent seiner Aktien abgeben m&uuml;ssen, die restlichen 99 Prozent aber w&auml;ren aufgrund der Vervierfachung des Aktienkurses in diesem Zeitraum heute mehr als das Dreieinhalbfache wert. Das Argument, man w&uuml;rde damit die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit beeintr&auml;chtigen, finde ich deshalb nicht &uuml;berzeugend. Man beeintr&auml;chtigt, um bei diesem Wort zu bleiben, nur das Wachstum des Reichtums einzelner Personen oder Familien. Was den Hinweis auf die Versch&auml;rfung einer Krise wie der jetzigen angeht, so lassen sich f&uuml;r solche Situationen immer L&ouml;sungen finden, wie etwa die Verschiebung von steuerlichen Zahlungen in die Zukunft. Im Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung findet man vergleichbare Regelungen f&uuml;r die Steuerzahlungen der Unternehmen ja bereits jetzt.<\/p><p><strong>Was m&uuml;sste aus Ihrer Sicht getan werden, um der Ungleichheit hier im Land beizukommen? In einem aktuellen taz-Interview sprechen Sie an, dass man im Grunde genommen an die Eigentumsstruktur der gro&szlig;en Unternehmen ran m&uuml;sste.<\/strong><\/p><p>Um das Problem an der Wurzel packen zu k&ouml;nnen, m&uuml;sste man tats&auml;chlich die Eigentumsverh&auml;ltnisse in der Wirtschaft grundlegend &auml;ndern. Das ist auf absehbare Zeit aber wohl nicht zu machen. Daher bleibt aus meiner Sicht nur der Weg &uuml;ber die h&ouml;here Besteuerung gro&szlig;er Verm&ouml;gen, also Wiederinkraftsetzung der Verm&ouml;gensteuer, drastische Anhebung der Erbschaftsteuer, vor allem f&uuml;r Familienunternehmen, Abschaffung der Abgeltungsteuer etc. Damit k&ouml;nnte man die Verm&ouml;genskonzentration zumindest stoppen, je nach der konkreten H&ouml;he der Steuers&auml;tze vielleicht auch zur&uuml;ckdrehen. Eine Erbschaftsteuer, die diesen Namen auch verdient, w&uuml;rde auf jeden Fall die Weitergabe gro&szlig;er Verm&ouml;gen auf die n&auml;chste Generation massiv erschweren und so eine weitere Konzentration von einer Generation zur n&auml;chsten verhindern. Wenn man die Ungleichheit insgesamt betrachtet, k&ouml;nnte man, wie die DIW-Forscher fordern, nat&uuml;rlich auch die Verm&ouml;gensbildung der breiten Bev&ouml;lkerung f&ouml;rdern, um die Ungleichheit zu reduzieren. Daf&uuml;r k&auml;me es aber weniger auf neue staatliche F&ouml;rderinstrumente zur Verm&ouml;gensbildung an. Zu allererst w&auml;re es zentral, die Einkommen in der unteren H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung massiv anzuheben. Denn nur bei solch h&ouml;heren Einkommen kann &uuml;berhaupt auch nennenswert gespart werden. Bei den heutigen Einkommen ist das schlicht nicht m&ouml;glich.<\/p><p><strong>Die Widerstandskr&auml;fte gegen derartige Ver&auml;nderungen scheinen hoch zu sein.<\/strong><\/p><p>Die sind nat&uuml;rlich enorm gro&szlig;, denn hier geht es schlie&szlig;lich ums Geld. Da h&ouml;rt bekanntlich der Spa&szlig; auf. Nichts bewegt die Reichen so sehr wie die Frage, ob sie uneingeschr&auml;nkt &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen verf&uuml;gen k&ouml;nnen. Jeder Versuch, ihr Recht auf Eigentum zu beschneiden, wird dementsprechend skandalisiert und bek&auml;mpft. Je gr&ouml;&szlig;er das Verm&ouml;gen ist, desto heftiger ist in der Regel der Widerstand. In einer Studie &uuml;ber die deutschen Eliten haben wir Anfang des letzten Jahrzehnts ermittelt, dass Steueranhebungen auf hohe Einkommen, Verm&ouml;gen oder Erbschaften am vehementesten von denen abgelehnt wurden, die innerhalb der Eliten &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gen verf&uuml;gten. Sie lehnten sie mit einer Mehrheit von acht zu eins ab, w&auml;hrend das Verh&auml;ltnis bei den Eliten insgesamt &bdquo;nur&ldquo; zwei zu eins lautete.<\/p><p>Wie massiv von den Reichen Einfluss genommen wird, hat die Debatte um die Erbschaftsteuer f&uuml;r Familienunternehmen gezeigt. Die gesetzliche Regelung, die in der ersten gro&szlig;en Koalition unter Merkel von Peer Steinbr&uuml;ck als Finanzminister auf den Weg gebracht wurde, hat die Erbschaftsteuer in solchen F&auml;llen meistens auf Null reduziert. Zwischen 2009 und 2015 wurden von einem vererbten oder verschenkten Betriebsverm&ouml;gen in H&ouml;he von ungef&auml;hr 250 Milliarden Euro nicht einmal 20 Milliarden &uuml;berhaupt der Besteuerung unterworfen. Der Rest blieb steuerfrei. Das hat das Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig bezeichnet und eine gesetzliche &Auml;nderung verlangt. Der Bundestag hat daraufhin 2016 eine ge&auml;nderte Fassung beschlossen, die aber im Kern weitgehend identische steuerliche Freistellungen erlaubt. Ge&auml;ndert hat sich faktisch kaum etwas. Damit die politische Entscheidung so ausf&auml;llt, hat die Wirtschaft, vor allem die Stiftung Familienunternehmen mit Unternehmen wie Henkel, Haniel, Theo M&uuml;ller oder K&auml;rcher im Pr&auml;sidium, massiven &ouml;ffentlichen Druck aufgebaut. Die Argumentation war immer dieselbe. Familienunternehmen w&uuml;rden Arbeitspl&auml;tze schaffen und durch eine sch&auml;rfere Erbschaftsteuer in ihrer Existenz bedroht. Dass das zumeist Unsinn ist, weil man die f&auml;lligen Steuern ja notfalls &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum strecken und aus dem Teil des Gewinns zahlen kann, der den Erben zuf&auml;llt, wurde nicht thematisiert, weder von den zust&auml;ndigen Politikern noch von den gro&szlig;en Medien. Diesbez&uuml;glich war die Lobbyarbeit sehr erfolgreich.<\/p><p><strong>In Ihrem Buch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46147\">Die Abgehobenen<\/a> vertreten Sie die These, dass es in Deutschland Akteure gibt, die aufgrund ihrer Ressourcen weit &uuml;ber einem gro&szlig;en Teil der anderen B&uuml;rger stehen. Sehen Sie sich durch die aktuelle Studie best&auml;tigt?<\/strong><\/p><p>Ja. Die Zahlen in meinem Buch zu dieser Thematik sind ja praktisch identisch mit denen der aktuellen DIW-Studie. Die Tatsachen, die ich im Buch schildere, werden durch die neuen Daten daher auch best&auml;tigt. Deutschland geh&ouml;rt in puncto Verm&ouml;gen zu den Industriestaaten mit der gr&ouml;&szlig;ten Ungleichheit, die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt weiter zu, die Politik beg&uuml;nstigt durch ihre Entscheidungen diese Entwicklung massiv und die Reichen und M&auml;chtigen bewegen sich immer st&auml;rker in einer eigenen Welt, materiell wie bei der Sicht auf die Wirklichkeit. Das bleibt alles richtig und wird durch die neuen Zahlen nur noch mal unterst&uuml;tzt.<\/p><p>Titelbild: sirirak kaewgorn\/shutterstock.com<\/p><p><em>Lesetipp: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/e-Book\/Alle-Buecher\/Die-Abgehobenen.html?\">Hartmann, Michael. Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gef&auml;hrden.<\/a> Campus. 276 Seiten. 19,95 Euro.<\/em><\/p><p><em>Hartmann, Michael: Soziale Ungleichheit &ndash; Kein Thema f&uuml;r die Eliten. Campus. 256 Seiten. Mai 2013. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Nichts bewegt die Reichen so sehr wie ihr Verm&ouml;gen&ldquo;, sagt <strong>Michael Hartmann<\/strong> im NachDenkSeiten-Interview. Anlass f&uuml;r das Interview mit dem Eliteforscher ist eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), &uuml;ber die diese Tage in den Medien berichtet wurde. Laut der Studie ist die soziale Ungleichheit in Deutschland noch gr&ouml;&szlig;er als angenommen. Im Interview<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63152\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":63153,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,209,137,132],"tags":[294,519,535,1786,2931,687,520],"class_list":["post-63152","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-interviews","category-steuern-und-abgaben","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-aktienkurse","tag-diw","tag-erbschaftsteuer","tag-hartmann-michael","tag-reichtum","tag-ungleichheit","tag-vermoegensteuer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/shutterstock_1210383916-Kopie.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=63152"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63152\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81382,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63152\/revisions\/81382"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/63153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=63152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=63152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=63152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}