{"id":6319,"date":"2010-07-28T07:04:41","date_gmt":"2010-07-28T05:04:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6319"},"modified":"2010-07-28T11:36:40","modified_gmt":"2010-07-28T09:36:40","slug":"hinweise-des-tages-1190","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6319","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schattenfinanzpl&auml;tze ans Licht zerren; Krisen-Papiere der deutschen Banken; Devisenumsatzfieber; Bankster vor Gericht; Rezession oder Konsumlaune; Wirtschaftsmacht dank M&auml;&szlig;igung; Mini-L&ouml;hne f&uuml;r Millionen; Kurzarbeit; K&uuml;rzung der Mietzusch&uuml;sse; Entsorgung von Altreaktoren wird teuer; &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; wird teurer; Polizei &uuml;bertreibt &Uuml;berwachung; nationales Stipendienprogr&auml;mmchen; Hartz-IV-Sch&uuml;ler sollen arbeiten statt lernen; Kampf im Klassenzimmer; Schuldenbremse f&ouml;rdert Bildungsideale; kick it like Roosevelt Obama; Afghanistanpapiere; Griechenlands Medien; Nachtrag zu Duisburgs OB Sauerland.  (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">DGB: Schattenfinanzpl&auml;tze und ihre Nutzer ans Licht zerren!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wie viele Krisen-Papiere die deutschen Banken haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schuldenkrise: Devisenumsatz erreicht 4.100.000.000.000 Dollar am Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Werner R&uuml;gemer: Bankster vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Deutsche Bank: Provisionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Shiller warnt vor R&uuml;ckfall in die Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Stiglitz: &ldquo;Harte Sparprogramme werden katastrophale Folgen haben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">GfK-Konsumklima: Verbraucher sind in Sommerlaune<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wirtschaftsmacht dank M&auml;&szlig;igung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Mini-L&ouml;hne f&uuml;r Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Tarifliche Regelungen zur Kurzarbeit &ndash; &Uuml;bersicht &uuml;ber 18 Wirtschaftszweige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">K&uuml;rzung des Mietzuschusses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Entsorgung von Altreaktoren wird teurer &ndash; Milliardenkosten f&uuml;r Stilllegung der Asse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">&ldquo;Stuttgart 21&rdquo; wird erneut teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Polizei &uuml;bertreibt &Uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die dicksten Parteispenden seit der Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nationales Stipendienprogr&auml;mmchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Professor muss Studenten Grundlagen vermitteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Hartz-IV-Sch&uuml;ler f&uuml;hlen sich zu Ausbildung gedr&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">&ldquo;Kampf im Klassenzimmer&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Neonazis als Kinderbetreuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Stoiber: Schuldenbremse f&ouml;rdert Bildungsideale durch L&auml;nderfusionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Kick it like Roosevelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Afghanistanpapiere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Griechenlands Medien &ndash; Kontrolleur und Komplize<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Nachtrag zum Artikel &bdquo;Stellen wir uns vor, Duisburgs OB h&auml;tte Ypsilanti (SPD) und nicht Sauerland (CDU) gehei&szlig;en&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6319&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>DGB: Schattenfinanzpl&auml;tze und ihre Nutzer ans Licht zerren!<\/strong><br>\nSteueroasen &ndash; oder genauer gesagt Schattenfinanzpl&auml;tze (tax justice network) &ndash; liegen nicht weit entfernt, sondern um die Ecke. Deutlich wird das, wenn wieder Steuer-CDs im Angebot sind: Kopierte Bankdaten aus Liechtenstein oder der Schweiz. Allein in der Schweiz sollen nach Angaben des Schweizer Forschungsinstituts Helvea 132 Milliarden Euro Schwarzgeld aus Deutschland angelegt sein. Hinterzogenes lie&szlig;e sich sicherlich aber auch auf Konten in &Ouml;sterreich oder in Luxemburg finden, um nur zwei weitere Beispiele zu nennen. Auch belegen j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichte Zahlen erneut, wie ungehindert sich weltweit &ndash; trotz Finanzkrise &ndash; das in Steueroasen angelegte Verm&ouml;gen vermehrt hat: von 6,8 Billionen in 2008 auf 7,4 Billionen US-Dollar im vergangenen Jahr (Reichtumsbericht der Boston Consulting Group). F&uuml;r Deutschland werden nach wie vor regierungsoffiziell Einnahmenverluste durch Steuerhinterziehung im Umfang von rd. 100 Milliarden Euro pro Jahr gesch&auml;tzt.<br>\nAll dies sind nur Schlaglichter die deutlich machen, wie hoch das Einnahmenpotential ist, w&uuml;rde illegaler Steuerflucht entschiedener nachgegangen. W&uuml;rde dar&uuml;ber hinaus gegen legale grenz&uuml;berschreitende Steuergestaltungsm&ouml;glichkeiten und inl&auml;ndische Steuerverk&uuml;rzungen entschiedener ermittelt bzw. Gestaltungsm&ouml;glichkeiten erschwert, w&auml;re der Erl&ouml;s f&uuml;r die bundesdeutschen Steuerbeh&ouml;rden noch um Milliardenbetr&auml;ge h&ouml;her.<br>\nStatt aber offensiv alle M&ouml;glichkeiten zu nutzen, um j&auml;hrlich Milliarden mehr an Einnahmen zu erzielen und diese in wichtige Aufgaben wie Bildung, Kinderbetreuung, soziale und wirtschaftliche Infrastruktur zu investieren, werden von Bund und L&auml;ndern v&ouml;llig unzureichende Vertr&auml;ge zum grenz&uuml;berschreitenden Informationsaustausch geschlossen und immer weitere Personalk&uuml;rzungen bei der Steuerverwaltung durchgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100728_Hinweise_Schattenfinanzplaetze.pdf\">DGB Standpunkt 4\/2010 [PDF &ndash; 266KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie viele Krisen-Papiere die deutschen Banken haben<\/strong><br>\nAls letzte ver&ouml;ffentlichte die Deutsche Bank die Zahlen am Dienstag. So bezifferte das gr&ouml;&szlig;te deutsche Geldhaus sein Engagement in Papieren der so genannten PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) mit knapp zwei Milliarden Euro. Das bereinigte Engagement der Commerzbank lag Ende M&auml;rz bei 7,6 Milliarden Euro, wie die Bank mitteilte.<br>\nAuch das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank legte am Dienstag nach. So bel&auml;uft sich das Engagement der Bank in Staatsanleihen kriselnder L&auml;nder auf mehr als acht Milliarden Euro. Am schwersten wogen ihren Angaben zufolge die Staatsanleihen in Spanien von 5,19 Milliarden Euro, gefolgt von Italien mit 3,26 Milliarden Euro.<br>\nDie ebenfalls in die Kritik geratene Postbank hatte bereits am Montag ihre Zahlen ver&ouml;ffentlicht. Demnach liegt der L&ouml;wenteil des Engagements der Bank in Italien mit 4,6 Milliarden Euro, gefolgt von Griechenland mit 1,3 Milliarden Euro und Spanien mit 1,2 Milliarden Euro. Die Landesbank Berlin ist nach eigenen Angaben mit 439 Millionen Euro in Italien investiert, in Griechenland mit 393 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,708667,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe in diesem Beitrag die in einer Tabelle aufbereiteten Ergebnisse des Banken-Stresstests.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schuldenkrise: Devisenumsatz erreicht 4.100.000.000.000 Dollar am Tag<\/strong><br>\nDie Angst um die W&auml;hrungsunion belastete den Euro und gab dem Dollar Auftrieb. Investoren reagierten verschreckt, was die Handelsvolumina laut einer Sch&auml;tzung von HSBC deutlich anziehen lie&szlig;. Das gilt vor allem f&uuml;r Fernost.<br>\nDie Angst vor Staatspleiten hat das t&auml;gliche Handelsvolumen am Devisenmarkt deutlich angekurbelt. Die britische Bank HSBC geht davon aus, dass der t&auml;gliche Umsatz im April 2010 mehr als 4100 Mrd. Dollar betrug. Laut der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) waren es im April 2007 noch 3100 Mrd. Dollar gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:schuldenkrise-devisenumsatz-erreicht-4-100-000-000-000-dollar-am-tag\/50149248.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An diesen Handelsvolumina auf dem Devisenmarkt mag man ablesen, wie das Spekulationsfieber an den Spielcasinos gestiegen ist. Da werden st&auml;ndig neue Latrinenparolen ausgegeben und sek&uuml;ndlich Milliarden auf dem Spieltisch hin und her geschoben. Solche Spieler heben und senken den Daumen &uuml;ber die Finanzen und damit &uuml;ber die Politik ganzer Staaten. Da k&ouml;nnen Regierungen und Parlamente entscheiden, was und wie sie wollen, die Zocker nehmen ihnen schlicht die Karten aus der Hand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Bankster vor Gericht<\/strong><br>\nJetzt will es niemand mehr gewesen sein. Die wenigen juristisch belangten Krisenverursacher berufen sich auf &raquo;kollektive Fehleinsch&auml;tzungen&laquo; der Finanzwelt &ndash; und wollen ihre Boni ausgezahlt haben. Da&szlig; &raquo;alle&laquo; in gleicher Weise gehandelt h&auml;tten, k&ouml;nnen die T&auml;ter nachtr&auml;glich umso leichter behaupten, als sie selbst jede gegenteilige systematisch Position unterdr&uuml;ckt haben, nicht zuletzt mit der Behauptung angeblicher &raquo;Alternativlosigkeit&laquo; des eigenen Handelns. Das Diktum kollektiver Unschuld negiert die M&ouml;glichkeit von Kritik und Widerstand und setzt damit sich selbst mit &raquo;allen&laquo; B&uuml;rgern identisch. Die Kollektivunschuld kann deshalb leicht auch die Gestalt ihres scheinbaren Gegenteils annehmen, n&auml;mlich der Kollektivschuld; das beliebte Klischee lautet hier: &raquo;Wir sind alle irgendwie auch Getriebene der M&auml;rkte&laquo; &ndash; so zitierte Der Spiegel j&uuml;ngst Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Auf diese Weise k&ouml;nnen sowohl die Hauptt&auml;ter, als auch die weniger schuldigen Mitt&auml;ter sich in den Schutz der Kollektivschuld-Familie fl&uuml;chten &ndash; und die Unschuldigen m&uuml;ssen die Kostenfolgen der Schuldigen tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-28\/005.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"?p=5128\">das Bankentribunal<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Provisionen<\/strong><br>\nEine Unterschrift und schon ist das Geld futsch: Die Deutsche Bank m&ouml;chte von ihren Kunden das Einverst&auml;ndnis, Provisionen behalten zu d&uuml;rfen. Verbrauchersch&uuml;tzer sind entsetzt.<br>\nR&uuml;ckverg&uuml;tungen sind absolut &uuml;blich. Das System funktioniert so: Vermittelt eine Bank ihrem Kunden einen Fonds oder ein Zertifikat, so zahlt der Anleger eine Provision an die Fondsgesellschaft oder den Emittenten des Zertifikats. Der Emittent wiederum zahlt eine Verg&uuml;tung an die Bank, quasi als Belohnung f&uuml;r den&nbsp;Vertrieb.<br>\nDer Bundesgerichtshof entschied vor drei Jahren, dass diese &ldquo;Kickback-Provisionen&rdquo; zwar grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig sind, die Bank den Kunden aber dar&uuml;ber informieren muss. Denn es bestehe die Gefahr, dass die Bank dem Anleger nicht das Produkt vermittelt, das am besten f&uuml;r ihn geeignet ist, sondern dasjenige, das der Bank die meiste Provision bringt. Banken, die die R&uuml;ckverg&uuml;tung in der Vergangenheit verschwiegen haben, m&uuml;ssen seither mit Schadenersatzklagen&nbsp;rechnen.<br>\nMohn r&auml;t, die Vereinbarung nicht zu unterschreiben, sondern stattdessen die Bank um Herausgabe der Provisionen zu bitten. &ldquo;Unserer Ansicht nach steht das Geld den Kunden zu. Wer unterschreibt, verzichtet auf das Recht der Herausgabe.&rdquo; Zugleich stellt sie mit gewissem ironischen Unterton fest, dass es &ldquo;fast l&ouml;blich&rdquo; von der Deutschen Bank ist, die Kunden ausdr&uuml;cklich darauf hinzuweisen, dass sie die Provisionen f&uuml;r sich behalten will. &ldquo;Andere Banken schweigen sich dar&uuml;ber einfach&nbsp;aus.&rdquo;<br>\nIhrer Ansicht nach w&auml;re es am besten, die Provisionen abzuschaffen und stattdessen f&uuml;r die Beratung Geld zu verlangen. Anwalt Tilp hat ohnehin Zweifel, ob das Deutsche-Bank-Formular funktioniert. &ldquo;Ich halte die Klausel f&uuml;r unwirksam. Sie macht dem Kunden nicht hinreichend transparent, auf welche Rechte er mit Unterschrift&nbsp;verzichtet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/deutsche-bank-provisionen-bitte-unterschreiben-sie-her-1.979954\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Shiller warnt vor R&uuml;ckfall in die Rezession<\/strong><br>\nDie US-Wirtschaft erholt sich. Doch die Angst vor einem erneuten Einbruch w&auml;chst. Der Yale-&Ouml;konom h&auml;lt ein solches Szenario sogar f&uuml;r ziemlich wahrscheinlich. Das Verbrauchervertrauen gibt Grund zur Sorge.<br>\nDie Angst vor einer Verlangsamung der US-Konjunktur w&auml;chst. Yale-&Ouml;konom Robert Shiller beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Wirtschaft zur&uuml;ck in die Rezession rutscht, auf mehr als 50 Prozent. Das sagte der Wissenschaftler am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nBegleitet wurden Shillers Kommentare von ern&uuml;chternden Wirtschaftsdaten.<br>\nDas Verbrauchervertrauen, das vom privaten Forschungsinstitut Conference Board ermittelt wird, fiel im Juli von 54,3 auf 50,4 Z&auml;hler. Das ist der tiefste Stand seit f&uuml;nf Monaten. Ein Grund f&uuml;r die Verschlechterung sei die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt: &ldquo;Die Haushalte f&uuml;rchten sich davor, dass die Arbeitslosenquote wieder ansteigt&rdquo;, sagte David Semmens, Volkswirt bei Standard Chartered. &ldquo;Das wird ein schwacher Aufschwung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:double-dip-shiller-warnt-vor-rueckfall-in-die-rezession\/50149534.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stiglitz: &ldquo;Harte Sparprogramme werden katastrophale Folgen haben&rdquo;<\/strong><br>\nDie USA und Europa sollten sich nicht von den Finanzm&auml;rkten zur&uuml;ck in die Wirtschaftsflaute treiben lassen und Forderungen nachgeben, ihre Staatsausgaben massiv zu k&uuml;rzen. Vor allem Deutschland sollte sich davor h&uuml;ten. Sonst droht ein R&uuml;ckfall in die Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:haushaltspolitik-harte-sparprogramme-werden-katastrophale-folgen-haben\/50149559.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Stiglitz und Shiller w&uuml;rden allerdings an deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&auml;ten nie einen Lehrstuhl bekommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei uns erz&auml;hlt man lieber Sommerm&auml;rchen:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>GfK-Konsumklima: Verbraucher sind in Sommerlaune<\/strong><br>\nDas Sommerwetter, die Fu&szlig;ball-WM und die niedrigen Arbeitslosenzahlen schlagen sich in der Verbraucherstimmung nieder: Der GfK-Konsumklimaindex steigt deutlich. Jetzt rechnen die Befragten sogar mit h&ouml;heren Einkommen.<br>\nVerbraucher und Wirtschaftsexperten sind sich einig wie nie: Es geht aufw&auml;rts in Deutschland. Nach dem Rekordhoch beim Gfk-Gesch&auml;ftsklimaindex ist jetzt auch das Stimmungsbarometer der Verbraucher stark gestiegen. Der Gfk-Konsumklimaindex werde im August auf 3,9 Punkte steigen, teilte die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (Gfk) am Dienstag in ihrer neuesten Konsumklimastudie mit. Zuvor waren die Experten von 3,6 Punkten ausgegangen.<br>\nMit der guten Arbeitsmarktlage wachse die wirtschaftliche Zuversicht in vielen Haushalten und damit die Hoffnung auf h&ouml;here Einkommen, hie&szlig; es.<br>\nDas gute Abschneiden der deutschen Fu&szlig;baller bei der Weltmeisterschaft und das hochsommerliche Wetter h&auml;tten diesen Effekt noch verst&auml;rkt &ndash; und belastende Faktoren wie etwa das Sparpaket beinahe vergessen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,708651,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach dem Sommerwetter wird das statistische Bundesamt, was den Konsum anbetrifft, im Herbst sicherlich wieder die &uuml;bliche Abk&uuml;hlung melden. Wirtschaft hat sicher auch viel mit Psychologie zu tun, aber man sollte die harten Wirtschaftsdaten nicht ganz aus den Augen verlieren. Der Gfk-Konsumklimaindex erinnert mehr und mehr an die Quacksalber der n&auml;chtlichen Ratespiele in den Privatfernsehsendern, bei denen den Zuschauern mit suggestiven Spr&uuml;chen das Geld aus dem Portemonnaie gelockt wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Nochmals eine fr&uuml;here Anmerkung von G.K.:<\/strong> Seit dem Jahre 2005 (dem Beginn von Merkels Kanzlerschaft) werden von der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) oftmals sch&ouml;nf&auml;rberische Berichte zum jeweils aktuellen GfK-Konsumklima-Idex in die Welt gesetzt. In den Medien wurde auf Basis dieser GfK-Kaffeesatzleserei h&auml;ufig vom angeblichen &ldquo;Konsumrausch&rdquo;, &ldquo;Kaufrausch&rdquo;, der &ldquo;Konsumparty&rdquo; und dergleichen fabuliert. Zwischen den tats&auml;chlichen Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zur Entwicklung des realen Privaten Verbrauches und dem in den vergangenen Jahren von der GfK h&auml;ufig vorausgesagten Konsumanstieg klaffte jedoch stets eine deutliche L&uuml;cke. Und: Im europ&auml;ischen Vergleich ist Deutschland bzgl. der Entwicklung des Privaten Verbrauches seit vielen Jahren das Schlusslicht.<br>\nEin Blick in die vom Statistischen Bundesamt f&uuml;r den Zeitraum Januar bis Februar 2010 ausgewiesene Entwicklung der Einzelhandelsums&auml;tze zeigt gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum ein reales Minus in H&ouml;he von 2,5 Prozent. Auch der inl&auml;ndische PKW-Absatz, die zweite gro&szlig;e Komponente des Privaten Verbrauches, wird sich im Jahre 2010 wegen des Wegfalls der Abwrackpr&auml;mie negativ entwickeln.<br>\nDas Auseinanderklaffen von GfK-Konsumklimaindex und tats&auml;chlicher Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes wurde bereits in der Vergangenheit von den NachDenkSeiten dokumentiert, so z.B. in den Hinweisen des Tages vom 25.09.2009: &ldquo;Verbraucherstimmung gut, Umsatz mies&ldquo;.<br>\nSelbst der Spiegel, sonst zumeist unkritischer Lautsprecher der GfK, besch&auml;ftigte sich im Juli 2009 kritisch mit der Aussagekraft des GfK-Konsumklimaindex: &ldquo;GfK-Index: Warum das Konsumklima besser ist als die Realit&auml;t&ldquo;.<br>\nLaut der k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Fr&uuml;hjahrs-Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute wird sich der reale Private Verbrauch im Jahre 2010 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um -0,4 Prozent reduzieren. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter verwundert dies nicht. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;L&ouml;hne weiter unter Druck&rdquo; hei&szlig;t es im Gemeinschaftsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute: &ldquo;In den meisten Branchen liegen f&uuml;r dieses Jahr bereits Tarifabschl&uuml;sse vor. Diese lassen einen verlangsamten Anstieg der tariflichen Stundenl&ouml;hne um 1,5%erwarten. So stand der k&uuml;rzlich im Metallbereich erzielte Abschluss im Zeichen der Besch&auml;ftigungssicherung und enthielt f&uuml;r dieses Jahr keine Tariferh&ouml;hung, sondern nur zwei Einmalzahlungen. Hinzu kommt, dass &Ouml;ffnungsklauseln in den Tarifvertr&auml;gen es den Arbeitgebern erm&ouml;glichen, Leistungen in Krisenzeiten einzuschr&auml;nken oder vereinbarte Erh&ouml;hungen zu verschieben. Da der Spielraum zur vor&uuml;bergehenden Reduzierung der Arbeitszeit in den meisten Arbeitszeitkonten inzwischen ausgesch&ouml;pft sein d&uuml;rfte, die gesamtwirtschaftliche Erholung nur schleppend verl&auml;uft und zudem mit einem weiteren R&uuml;ckgang der Kurzarbeit zu rechnen ist, d&uuml;rfte die Lohndrift stark negativ sein; die Institute rechnen mit einem Wert von &ndash;1,5 % womit sich insgesamt eine Stagnation der Stundenverdienste ergibt. Angesichts der prognostizierten geringen Preissteigerungen sinken die realen Lohnkosten je Stunde im Jahr 2010 somit um 0,7%und die Lohnst&uuml;ckkosten auf Stundenbasis um 0,9 % gegen&uuml;ber dem Vorjahr.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wirtschaftsmacht dank M&auml;&szlig;igung<\/strong><br>\nDie Lohnzur&uuml;ckhaltung in Deutschland ist im Kreise der Industrienationen geradezu einmalig. So lagen die deutschen Arbeitnehmer im Ranking der OECD-Staaten mit einem Durchschnittseinkommen von 37&nbsp;900 Euro im Jahr 2000 noch auf Platz sechs. Ein Jahrzehnt sp&auml;ter ist das Durchschnittseinkommen der Deutschen zwar um 14 Prozent auf gut 43&nbsp;000 Euro gestiegen &ndash; aber mit diesem Gehaltsniveau finden sich die Deutschen nicht einmal mehr in den Top Ten der OECD-Einkommensliga wieder.<br>\nMit ihrer Lohnzur&uuml;ckhaltung trugen die deutschen Gewerkschaften freilich dazu bei, dass die hiesige Industrie auf dem Weltmarkt fast kontinuierlich immer mehr Anteile gewinnen konnte. Steuerten die Exporte im Jahr 2000 noch 29 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, waren es 2008, also vor Zuspitzung der Finanz- und Wirtschaftskrise, schon 39 Prozent. Und glaubt man Untersuchungen aus dem Stab des Sachverst&auml;ndigenrats, wird dieser Wert bis 2020 sogar auf 69 Prozent steigen.<br>\nEinen weiteren Beleg f&uuml;r die deutsche Lohnzur&uuml;ckhaltung bietet die Analyse des Volkseinkommens: Von 2000 bis 2009 legten die Arbeitnehmerentgelte in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung um insgesamt elf Prozent zu. Dagegen stiegen die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen im selben Zeitraum um 37 Prozent. Klammert man den Einbruch des Jahres 2009 aus, betr&auml;gt das Plus nicht weniger als 56 Prozent.<br>\nAllerdings blenden diese Makro-Daten zwei Trends auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus. Die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe durch die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung im Jahr 2005 f&uuml;hrte dazu, dass Jobs entstanden, die bis dahin niemand aus&uuml;ben wollte. Denn mit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV standen viele Langzeitarbeitslose pl&ouml;tzlich mit dem R&uuml;cken zur Wand &ndash; und mussten nun auch f&uuml;r sehr wenig Geld arbeiten. So entstanden in den letzten Jahren vor allem im Dienstleistungsbereich neue Jobs, etwa im Pflegesektor. Durch die Billiglohnstrategie rechneten sich auf einmal sogar bis dato undenkbare Gesch&auml;ftsmodelle wie etwa Billig-Friseure&hellip; Der Boom dieser Dienstleister bremste den Anstieg des Durchschnittseinkommens deutlich: obwohl etwa in der Metall- und Chemieindustrie die Tarifl&ouml;hne im letzten Jahrzehnt um fast 30 Prozent stiegen. Die Spreizung des Arbeitsmarkts in gut verdienende Fachkr&auml;fte und schlecht qualifizierte Niedrigl&ouml;hner schreitet voran, wahrscheinlich deutlich st&auml;rker als in vielen anderen Industriestaaten. W&auml;hrend im letzten Jahr mehr als 1,3 Millionen Geringverdiener zus&auml;tzlich zum Arbeitseinkommen Hartz IV bekamen, damit ihr Existenzminimum gesichert war, zahlt manch ein Facharbeiter in der Industrie heute bereits den Spitzensteuersatz.<br>\nDer zweite Megatrend auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind k&uuml;rzere Arbeitszeiten. Gemeint ist nicht die fl&auml;chendeckende 35-Stunden-Woche oder gar eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich, wie sie bis Mitte der 90er-Jahre manchem Gewerkschafter vorschwebte. Vielmehr wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtig Teilzeitbesch&auml;ftigten kontinuierlich von 3,8 auf 5,3 Millionen. Dementsprechend sinken die gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsl&ouml;hne &ndash; und f&uuml;r die Teilzeitkr&auml;fte steigt der Freizeitwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/lohnentwicklung-wirtschaftsmacht-dank-maessigung;2624980;0\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Besser h&auml;tten wir die Entwicklung der L&ouml;hne und deren Folge nicht kritisieren k&ouml;nnen. Nur, f&uuml;r das Handelsblatt ist diese Darstellung nat&uuml;rlich keine Kritik, sondern eine Erfolgsmeldung: &bdquo;Marktmacht durch M&auml;&szlig;igung.&ldquo; Ist doch sch&ouml;n dass wir eine Markmacht sind, auch wenn diejenigen die das erm&ouml;glicht haben, nichts davon haben &ndash; Hauptsache &bdquo;Marktmacht&ldquo;.<br>\nVon welchem Bild der Rolle der Arbeit solche Arbeitsmarkt&ouml;konomen ausgehen, erhellt der letzte Satz. &bdquo;F&uuml;r die Teilzeitkr&auml;fte steigt der Freizeitwert&ldquo;.<br>\nDiese Alternative zwischen Arbeit und Freizeit  wird in der  neoliberalen Grenzproduktivt&auml;tstheorie unterstellt, d.h. dass der Arbeitslohn dem &bdquo;Grenzprodukt der Arbeit&ldquo; entspricht. Danach steigt das Angebot von Arbeit (durch die Haushalte) mit dem Lohnsatz, w&auml;hrend die Nachfrage nach Arbeit (durch die Unternehmen) mit steigendem Lohnsatz abnimmt. Mit sinkendem Lohnsatz w&auml;hlen die Arbeiter statt Arbeit eben lieber Freizeit. Und deshalb steigt die Zahl der Teilzeitkr&auml;fte. Ihnen ist die Freizeit eben mehr wert als der geringe Lohn.<br>\nUnd den Rest des Geldes zum &Uuml;berleben in der Freizeit holt man sich aus seinem Verm&ouml;gen und, sofern dieses nicht vorhanden ist, von der Grundsicherung durch den Staat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mini-L&ouml;hne f&uuml;r Millionen<\/strong><br>\nStudie: Trotz Berufsausbildung m&uuml;ssen viele Deutsche f&uuml;r niedrigste Geh&auml;lter arbeiten<br>\nZu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Uni Duisburg-Essen, die der Berliner Zeitung vorliegt. Demnach verdienen mehr als zwei Millionen Menschen weniger als sechs Euro pro Stunde &ndash; brutto. In Ostdeutschland sind solche Niedrigstl&ouml;hne besonders weit verbreitet: Fast 13 Prozent der Besch&auml;ftigten erhielten dort im Jahr 2008 weniger als sechs Euro. Im Westen waren es 5,4 Prozent.<br>\nRund 830 000 Menschen erhielten 2008 weniger als ein Drittel des mittleren Einkommens. In Westdeutschland entsprach dies einem Stundenlohn von weniger als 4,75 Euro pro Stunde, im Osten von weniger als 3,42 Euro. Die Zahl der Besch&auml;ftigten mit solchen Mini-Einkommen hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.<br>\nDerart niedrige Eink&uuml;nfte sind in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern nicht erlaubt, sagte Weinkopf dieser Zeitung. Dort w&uuml;rden gesetzliche Mindestl&ouml;hne oder eine hohe Tarifbindung die Besch&auml;ftigten sch&uuml;tzen&hellip;<br>\nDemnach sind insgesamt 6,55 Millionen Menschen in Deutschland Geringverdiener. Im Westen bedeutet dies: Sie erhalten weniger als 9,50 Euro pro Stunde. In Ostdeutschland liegt die Schwelle bei 6,87 Euro. Knapp 21 Prozent aller Besch&auml;ftigten sind demnach Geringverdiener &ndash; ihr Anteil stagniert seit Jahren auf diesem hohen Niveau.<br>\nWer glaubt, dabei handle es sich meist um Unqualifizierte, irrt. Fast 80 Prozent der Niedrigl&ouml;hner haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen Hochschulabschluss.<br>\nDie Forscher haben auch ausgerechnet, wie hoch ein Mindestlohn in Deutschland sein m&uuml;sste, wenn sich die Bundesregierung an den Regeln in anderen L&auml;ndern orientieren w&uuml;rde. Dabei haben sie nachgeschaut, wie hoch dort die Untergrenze gemessen am mittleren Einkommen ist. Je nach Land w&uuml;rde diese Untergrenze dann bis zu 9,18 Euro je Stunde betragen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2010\/0727\/wirtschaft\/0038\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2010\/report2010-06.php\">IAQ-Studie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tarifliche Regelungen zur Kurzarbeit &ndash; &Uuml;bersicht &uuml;ber 18 Wirtschaftszweige<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise hat seit Ende 2008 verst&auml;rkt auf den Arbeitsmarkt &uuml;bergegriffen.<br>\nDie Zahl der registrierten Arbeitslosen ist seitdem von knapp 3 Mio. auf in der Spitze 3,6 Mio. gestiegen. Durch den sehr starken R&uuml;ckgriff auf das Instrument der Kurzarbeit sowie durch den Abbau von Zeitguthaben auf den Arbeitszeitkonten der Besch&auml;ftigten konnte jedoch der bef&uuml;rchtete Anstieg auf &uuml;ber 5 Mio. registrierte Arbeitslose vermieden werden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/kurzarbeit_deutschland.gif\" alt=\"Grafik zu: Tarifliche Regelungen zur Kurzarbeit - &Uuml;bersicht &uuml;ber 18 Wirtschaftszweige\" title=\"Kurzarbeit in Deutschland\"><\/p>\n<p>In den Tarifvertr&auml;gen vieler Branchen gibt es spezielle Regelungen zur Kurzarbeit, die sich auf die Einf&uuml;hrung und Ausgestaltung dieses Instruments im Einzelnen beziehen.<br>\nDie folgende Auswertung gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die wichtigsten Bestimmungen in ausgew&auml;hlten Tarifbereichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_ta_elemente_kurzarbeit.pdf\">WSI Tarifpolitik Nr. 66 [PDF &ndash; 188 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>K&uuml;rzung des Mietzuschusses<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will ihren Mietzuschuss f&uuml;r Geringverdiener drastisch k&uuml;rzen. Damit geht die staatliche Hilfe f&uuml;r das Wohnen immer mehr zu Lasten der Kommunen. Doch auch die Mietschulden steigen.<br>\nIn ihren Bem&uuml;hungen, den Haushalt zu sanieren, hat die Bundesregierung eine Kehrtwende beim Wohngeld vollzogen. Im vergangenen Jahr wurde der Zuschuss f&uuml;r Geringverdiener noch um 200 auf 800 Millionen Euro aufgestockt. Vom kommenden Jahr an soll nicht nur diese Aufstockung r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Auch der im Wohngeld enthaltene Heizkostenzuschuss von 100 Millionen Euro ist zur Streichung vorgesehen&hellip;<br>\nLetztlich schiebt der Bund mit der Wohngeldk&uuml;rzung eine finanzielle Last von sich weg &ndash; und den Kommunen zu. Viele der betroffenen Haushalte mit niedrigen Eink&uuml;nften d&uuml;rften nun in andere staatliche Transferleistungen wechseln &ndash; vor allem in die Mindestsicherung des Lebensunterhalts durch das sogenannte Arbeitslosengeld II. Dabei tragen die Kommunen die Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung. Schon nach der Umsetzung der Hartz-IV-Reform waren viele Wohngeldbezieher in diese Leistungsform gewechselt. Bezogen vor der Reform 3,5 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld, so waren es nach den zuletzt verf&uuml;gbaren Angaben 560 000. Das sind nur noch 1,4 Prozent aller Haushalte, nach zuvor knapp 10 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2\/Doc~ECCA6C1CCF1E94DD08E11CCA05E3523E4~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allm&auml;hlich merkt die FAZ, dass auch ihre Leserklientel, die Vermieter, betroffen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Entsorgung von Altreaktoren wird teurer &ndash; Milliardenkosten f&uuml;r Stilllegung der Asse<\/strong><br>\nDas Bundesforschungsministerium rechnet damit, dass die Stilllegung alter Anlagen bis zum Jahr 2035 voraussichtlich 5,4 Milliarden Euro kosten wird. Zusammen mit den bisher get&auml;tigten Ausgaben summieren sich die Gesamtkosten des Bundes f&uuml;r den R&uuml;ckbau von Atomreaktoren damit auf rund 10,6 Milliarden Euro.<br>\nZugleich r&auml;umt Forschungsstaatssekret&auml;r Helge Braun ein, dass f&uuml;r nahezu alle R&uuml;ckbauprojekte &bdquo;mit weiteren Kostensteigerungen&ldquo; zu rechnen ist.<br>\nSo rechnet das Ministerium allein f&uuml;r die Stilllegung und Sanierung des Atomm&uuml;lllagers Asse II mit Ausgaben von mehr als zwei Milliarden Euro. Die Gesamtkosten lie&szlig;en sich allerdings zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt &bdquo;nicht belastbar&ldquo; absch&auml;tzen, hei&szlig;t es in dem Schreiben weiter. Das ehemalige Salzbergwerk in Niedersachsen gilt als einsturzgef&auml;hrdet, das Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz (BfS) will deshalb den Atomm&uuml;ll wieder herausholen, auch nachdem radioaktiv verseuchtes Salzwasser gefunden wurde. Eine komplette R&uuml;ckholung des M&uuml;lls k&ouml;nnte nach Angaben des Forschungsministeriums 3,7 Milliarden Euro kosten.<br>\nBeim R&uuml;ckbau der beiden stillgelegten DDR-Kernkraftwerke Greifswald und Rheinsberg erwartet die Bundesregierung Mehrausgaben von insgesamt rund einer Milliarde Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/entsorgung-von-altreaktoren-wird-teurer-milliardenkosten-fuer-stilllegung-der-asse\/1891286.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber die F&ouml;rderung von Solaranlagen soll gek&uuml;rzt werden und gegen die Subventionierung von Solarstromanlagen wird die <a href=\"?p=6258#h11\">Propagandatrommel ger&uuml;hrt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Stuttgart 21&rdquo; wird erneut teurer<\/strong><br>\nTunnelbauten f&uuml;hren laut Bahn zu zus&auml;tzlichen Baukosten auf der Schnellbahnstrecke Stuttgart-Ulm von 865 Millionen Euro.<br>\nDie Gesamtkosten f&uuml;r die 60 Kilometer lange Strecke beliefen sich damit auf 2,89 Milliarden Euro. Die bisherige Kostensch&auml;tzung aus dem Jahr 2004 war von 2,025 Milliarden Euro ausgegangen.<br>\nDie Hochgeschwindigkeitsstrecke von Wendlingen nach Ulm ist verkn&uuml;pft mit dem Gro&szlig;projekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;, bei dem der Stuttgarter Hauptbahnhof vom Kopf- zum Durchgangsbahnhof umgestaltet, unter die Erde verlegt und der Flughafen an das Schienennetz angebunden werden soll. Das Vorhaben kostet nach bisherigen Berechnungen 4,09 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-stuttgart-21--wird-erneut-teurer\/-\/1472780\/4510686\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polizei &uuml;bertreibt &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nPolizisten d&uuml;rfen auf friedlichen Demonstrationen nicht filmen, urteilt das Verwaltungsgericht. Ein Ohrfeige f&uuml;r die Polizei, die fast jeden Protest mit Kameras verfolgt.<br>\nF&uuml;r eine Einschr&auml;nkung des Versammlungsrechts durch eine Video&uuml;berwachung gebe es nur dann eine rechtliche Grundlage, wenn von der Versammlung eine &ldquo;erhebliche Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Sicherheit oder Ordnung&rdquo; ausgeht, erl&auml;uterte Michael Dolle, Sprecher des Verwaltungsgerichts. &ldquo;Wenn man davon ausgehen kann, dass es ein friedlicher Protest wird, darf die Polizei nicht filmen. Insofern hat das Urteil auch Auswirkungen auf andere Demonstrationen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/berlin\/artikel\/1\/polizei-schiesst-zu-viel\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die dicksten Parteispenden seit der Bundestagswahl<\/strong><br>\nDie im Bundestag vertretenen Parteien haben seit der Bundestagswahl am 27. September 2009 zusammen gut zwei Millionen Euro an Gro&szlig;spenden erhalten. Hier erfahren sie, wer von wem wieviel Geld bekam:<br>\nEtwa die H&auml;lfte der Zuwendungen von insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro erhielt die CDU (1 033 235,62 Euro). Die FDP bekam knapp ein Viertel (490 886,41 Euro). Die &uuml;brigen Gro&szlig;spenden verteilen sich auf die SPD (290 033,90 Euro), die CSU (208 719,17 Euro) und die Linkspartei (175 000 Euro). Als einzige Partei blieben seit der Bundestagswahl bislang die Gr&uuml;nen ohne gr&ouml;&szlig;ere Spende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tz-online.de\/nachrichten\/politik\/dicksten-parteispenden-seit-bundestagswahl-855157.html\">tz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die Gro&szlig;spenden an die CDU kamen von BMW\/Klatten\/Quandt sowie S&uuml;dwestmetall BaW&uuml;, Allfinanz Deutsche Verm&ouml;gensberatung, Deutsche Verm&ouml;gensberatung und Daimler. Die CSU erhielt Gro&szlig;spenden von BMW und von der Allianz AG, die FDP ebenfalls von BWM sowie von der Substantia AG (von Finck, Hotelier), vom Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen und von Allfinanz Deutsche Verm&ouml;gensberatung. Die SPD erhielt Geld von BMW und Daimler, und DIE LINKE. 175.000 Euro von einem 82-j&auml;hrigen Rentner.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nationales Stipendienprogr&auml;mmchen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gerhard Bosch: Nationales Stipendienprogramm &ndash; Mitnahmeeffekt ohne Steuerungswirkung<\/strong><br>\nWeit mehr als in anderen entwickelten L&auml;ndern entscheidet in Deutschland die soziale Herkunft &uuml;ber eine Studienteilnahme. Der unzureichende Ausbau des Baf&ouml;g ist einer der wesentlichen Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Ungleichheit. Nach Zahlen der OECD gibt Deutschland nur 0,22 Prozent des Bruttosozialprodukts f&uuml;r die Studienf&ouml;rderung aus, w&auml;hrend es z.B. in D&auml;nemark mit 0,67 Prozent dreimal und in Norwegen mit 0,86 Prozent fast viermal soviel sind.<br>\nWie wichtig eine gute Finanzierung f&uuml;r die Aufnahme eines Studiums ist, wissen wir aus repr&auml;sentativen Befragungen von Abiturienten: Je gr&ouml;&szlig;er die finanziellen Probleme eingesch&auml;tzt werden, desto geringer ist die Studierneigung. Au&szlig;erdem brechen Studenten mit finanziellen Problemen h&auml;ufiger ihr Studium ab. Durch Geldmangel gehen den Hochschulen also viele Studenten verloren.<br>\nUmso &uuml;berraschender die Entscheidungen des Bundesrats. Er hat soeben eine Erh&ouml;hung der Baf&ouml;g-S&auml;tze abgeschmettert, gleichzeitig aber ein neues nationales Stipendienprogramm verabschiedet. Danach sollen k&uuml;nftig bis zu 160&nbsp;000 begabte Studierende einkommensunabh&auml;ngig mit 300 Euro pro Monat unterst&uuml;tzt werden. Der Bund soll 300 Millionen Euro beitragen, die Wirtschaft den gleichen Betrag zuschie&szlig;en.<br>\nAus &ouml;konomischer Sicht ist dieses Geld schlecht angelegt. Die begabten Studenten aus gut verdienenden Familien werden ohnehin studieren. Nat&uuml;rlich werden sie die Zusatzf&ouml;rderung gerne annehmen. Das ist aber ein reiner Mitnahmeeffekt ohne jede Steuerungswirkung. Noch schlechter sieht die Bilanz aus, wenn man nach den Ertr&auml;gen alternativer Verwendungsm&ouml;glichkeiten fragt. Mit 300 Millionen Euro k&ouml;nnte man mehr Jugendliche aus einkommensschw&auml;cheren Familien zum Studium bewegen und das Risiko von Studienabbr&uuml;chen verringern. Nur solche nachweisbaren Zusatzeffekte rechtfertigen den Einsatz &ouml;ffentlicher Gelder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/waz\/montagsoekonom\/Zu-wenig-Geld-fuer-arme-Studenten-id3281026.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em>Sicher nicht aufgrund dieser Kritik wurde das &bdquo;Nationale Stipendienprogramm&ldquo; nunmehr praktisch wieder ageschafft. Siehe:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kaum Mittel f&uuml;r Stipendienprogramm<\/strong><br>\nNur 0,3 statt der anvisierten 10 Prozent der Studenten werden durch das neue Programm der Bundesregierung gef&ouml;rdert. Die Zahlen der Gef&ouml;rderten sollen j&auml;hrlich steigen. Die Mittel der staatlichen Begabtenf&ouml;rderwerke werden gek&uuml;rzt.<br>\nEigentlich wollte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) in Zukunft insgesamt zehn Prozent der leistungsst&auml;rksten Studierenden mit 300 Euro pro Monat unterst&uuml;tzen. Das w&auml;ren 160.000 Studierende &ndash; zus&auml;tzlich zu den zwei Prozent, die im Moment schon ein Stipendium bekommen. Im Haushalt f&uuml;r 2011 sind daf&uuml;r allerdings nur zehn Millionen Euro vorgesehen &ndash; was gerade mal f&uuml;r 6000 Studenten beziehungsweise 0,3 Prozent aller Studierenden reicht.<br>\nAuf Anfrage des SPD-Haushaltspolitikers Klaus Hagemann gab das Bildungsministerium (BMBF) an, im Zuge eines &bdquo;nachhaltigen, sukzessiven Aufbaus&ldquo;, sollten jedes Jahr 0,3 Prozent zus&auml;tzliche Studierende folgen. &bdquo;Wenn man die Geschwindigkeit beibeh&auml;lt, dauert das ja Jahrzehnte, bis die 160 000 erreicht sind&ldquo;, sagt Hagemann. &bdquo;Das ist eine Ver&auml;ppelung der Studierenden.&ldquo;<br>\nGleichzeitig zum schrittweisen Aufbau des Stipendienprogramms plant das BMBF, die Mittel f&uuml;r die Begabtenf&ouml;rderwerke zu k&uuml;rzen &ndash; nach Angaben von Hagemann um &bdquo;mehr als 65 Millionen Euro&ldquo;. Darin sieht das BMBF allerdings keinen &bdquo;dramatischen R&uuml;ckgang&ldquo; &ndash; vielmehr entst&uuml;nden durch &Uuml;bersch&uuml;sse aus dem Jahr 2010 zus&auml;tzliche &bdquo;Spielr&auml;ume&ldquo;. Die staatlichen Begabtenf&ouml;rderwerke f&ouml;rdern im Moment ein Prozent aller Studierenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1280133196815.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Professor muss Studenten Grundlagen vermitteln<\/strong><br>\nDie Lehre geh&ouml;re zu den dienstlichen Pflichten von Hochschulprofessoren, betonten die acht Karlsruher Richter, von denen vier selbst Universit&auml;tsprofessoren sind. Daher seien Entscheidungen der Hochschulorgane &uuml;ber die &ldquo;inhaltliche, zeitliche und &ouml;rtliche Koordination&rdquo; der Lehre grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig. Dies gelte auch f&uuml;r Entscheidungen zur Verteilung und &Uuml;bernahme von Lehrverpflichtungen. Eine &ldquo;unbeschr&auml;nkte M&ouml;glichkeit&rdquo; f&uuml;r die Hochschulorgane, einem Professor fachfremden Unterricht abzuverlangen, w&uuml;rde dessen Lehrfreiheit jedoch nicht mehr gerecht.<br>\nDie Verfassungsbeschwerde eines Professors f&uuml;r Vermessungskunde an der Hochschule Wismar wurde verworfen. Der Diplomingenieur war im Dezember 2005 vom Hochschulrektor angewiesen worden, ab Sommersemester 2006 auch Lehrveranstaltungen im Fach Darstellende Geometrie abzuhalten, im Rahmen des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,708669,00.html\">Unispiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bverfg.de\/entscheidungen\/rs20100413_1bvr021607.html?Suchbegriff=wissenschaftsfreiheit+professor\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Hartz-IV-Sch&uuml;ler f&uuml;hlen sich zu Ausbildung gedr&auml;ngt<\/strong><br>\nNach SPIEGEL-ONLINE-Informationen kontrollieren sie die Zeugnisse von Sch&uuml;lern mit Hartz-IV-Eltern &ndash; und drohen mit Sanktionen, teils ohne Rechtsgrundlage. 16-J&auml;hrige f&uuml;hlen sich bedr&auml;ngt, eine Ausbildung zu beginnen. Dabei wollen sie weiter zur Schule gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/leben\/0,1518,707608,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum braucht ein &bdquo;Unterschichtenkind&ldquo; auch Bildung, es soll m&ouml;glichst schnell Geld verdienen. Machen wir uns doch nichts vor, dieser &ouml;konomische Zwang die Kinder aus Familien mit geringem Einkommen vom Besuch einer weiterf&uuml;hrenden Schule oder gar einem Studium abzuhalten, beherrscht doch das Denken der Mittel- und Oberschicht bis heute.<br>\nWie sollten sie sonst ihre Kinder vor l&auml;stiger Konkurrenz von unten sch&uuml;tzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>&ldquo;Kampf im Klassenzimmer&rdquo;<\/strong><br>\nDeutsche Sch&uuml;ler in der Minderheit, ein Film von Nicola Graef und G&uuml;ner Balci. Die Autorinnen zeigen das Verstehen und Nichtverstehen in einer Schulklasse, die inzwischen nicht nur f&uuml;r das Ruhrgebiet typisch geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detailarch.aspx?id=078AF2B859F78747D8D64762EE57B61B\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re falsch, sich der dokumentierten Realit&auml;t zu verweigern. Was mich an dieser Dokumentation gest&ouml;rt hat, das ist, dass nur gezeigt wird, dass im Wortsinne &bdquo;das Kind in den Brunnen gefallen ist&ldquo;, Dass es dazu kam, ist bedr&uuml;ckend. Leider hat man Jahrzehnte nichts unternommen, um die Kinder vom Sturz in den Brunnen abzuhalten. Im Gegenteil in NRW hat die vorherige schwarz-gelbe Regierung sogar noch die Grundschulbezirke aufgehoben und der Abgrenzung und parallelen Lebenswelten schon in der Grundschule Vorschub geleistet.<br>\nBis vor Kurzem galt der Glaubenssatz, dass Deutschland kein &bdquo;Einwanderungsland&ldquo; ist, man lebte in der Fiktion, dass die hier Angekommenen einfach wieder in ihre Herkunftsl&auml;nder zur&uuml;ckkehrten. Gek&uuml;mmert hat man sich um die Kinder von Migranten kaum, gef&ouml;rdert (auch sprachlich und kulturell) hat man sie schon gar nicht. Das Ergebnis konnte man in der Dokumentation sehen. Das Versagen der Bildungspolitik gerade gegen&uuml;ber diesen Kindern und Jugendlichen wird zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Probleme f&uuml;r unsere Gesellschaft. Was in der Bildung vers&auml;umt wurde, kann durch die Polizei nicht wieder korrigiert werden.<br>\nWenn die Dokumentation nur Vorurteile gegen&uuml;ber den sog. &bdquo;Kindern mit Migrationshintergrund&ldquo; gesch&uuml;rt hat, dann ist sie Wasser auf die M&uuml;hlen der Rechten. Wie man h&ouml;rt, wird dieser Film in der Neo-Nazi-Szene herumgereicht. Wenn er einen Ansto&szlig; zum Umdenken gegeben hat, dann h&auml;tte sie Sinn gemacht. Doch solche Anst&ouml;&szlig;e habe ich leider nur wenige entdecken k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Neonazis als Kinderbetreuer<\/strong><br>\nAls erstes Bundesland will Mecklenburg-Vorpommern mit einem Gesetz verhindern, dass Neonazis Kindertagesst&auml;tten (Kitas) unterwandern. K&uuml;nftige Kinderhort-Betreiber m&uuml;ssen vom 1. August an mit einer Selbsterkl&auml;rung nachweisen, dass sie und ihre Mitarbeiter auf dem Boden der Verfassung stehen, wie Sozialministerin Manuela Schwesig am Montag in Schwerin erkl&auml;rte. Eine Vertreterin des Projekts Demokratie f&uuml;r Frauen im Landkreis Ludwigslust sprach von vier Versuchen, bei denen Rechtsextreme sich um Tr&auml;gerschaft von Kinderhorten bem&uuml;ht hatten. Die Dunkelziffer sei allerdings erheblich h&ouml;her, da nicht alle Versuche gleich erkannt w&uuml;rden. Zudem habe es einen Aufruf aus der rechtsextremen Szene an Frauen und M&auml;dchen gegeben, sich als Kinderhort-Erzieherinnen ausbilden zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/deutsches_bundesland_will_neonazis_als_kinderbetreuer_verhindern_1.6906077.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Stoiber: Schuldenbremse f&ouml;rdert Bildungsideale durch L&auml;nderfusionen<\/strong><br>\nFinanzschw&auml;chere L&auml;nder werden zu Fusionen gezwungen sein, um diese Schuldenbremse einzuhalten und die notwendige Leistungsf&auml;higkeit zu erreichen. Sieben oder acht Bundesl&auml;nder auf Augenh&ouml;he w&uuml;rden die Bildungsideale der F&ouml;deralismusreform vielleicht besser mit Leben erf&uuml;llen. Zum Wohl der Kinder und in Verantwortung f&uuml;r ganz&nbsp;Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/bildungspolitik-in-deutschland-schluss-mit-den-extrawuersten-1.980470-2\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Endlich erl&auml;utert uns Stoiber das eigentliche Ziel der Schuldenbremse in der Verfassung. Die abstruse Logik ist: Man muss die L&auml;nder finanziell ausbluten, so dass sie nicht einmal mehr Geld f&uuml;r die Schulen haben und wenn sie dann vor der Insolvenz stehen, dann sind die L&auml;nder, die zuerst pleite sind endlich bereit, sich mit den st&auml;rkeren zu fusionieren. Und dann kann man den Scherbenhaufen, den die F&ouml;deralismusreform mit dem Wettbewerbsf&ouml;deralismus auch in der Bildung hinterlassen hat, wieder zusammenkehren und dann mit 7 oder 8 L&auml;ndern die Bildungsideale wieder anstreben. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Kick it like Roosevelt<\/strong><br>\nDie &Ouml;lpest legt offen, wie massiv die Obama-Administration die Hinterlassenschaft von drei Jahrzehnten Neoliberalismus unter republikanischer Hegemonie untersch&auml;tzt hat. (&hellip;) Die &Ouml;lpest erweist sich geradezu als Lehrst&uuml;ck dar&uuml;ber, was passiert, wenn sich der Staat aus seiner Verantwortung zur&uuml;ckzieht und den Konzernen freie Hand l&auml;sst. Denn der systematisch betriebene, kriminelle Abbau staatlicher Aufsichtspflichten ist ja keineswegs auf die &Ouml;lbranche beschr&auml;nkt; auch in der Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungspolitik, im Gesundheits- und im Bankenwesen regiert der Anarchismus der M&auml;rkte.<br>\nHinzu kommt die Erosion des Rechts. Auch hier f&uuml;gt sich die staatliche Deregulierung der &Ouml;lbranche in die Kette von Rechtsverletzungen durch die Bush-Regierung ein &ndash; erinnert sei nur an das illegale Gef&auml;ngnis in Guant&aacute;namo, an die &Uuml;berwachung von B&uuml;rgern ohne konkretes Verdachtsmoment und an die systematische Exemption der f&uuml;r schwerwiegende Rechtsverst&ouml;&szlig;e der US-Regierung im In- und Ausland politisch Verantwortlichen. Und auch von einer Gleichbehandlung der Unternehmen und B&uuml;rger vor dem Gesetz kann keine Rede sein: W&auml;hrend die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger selbst f&uuml;r vergleichsweise harmlose Vergehen drakonisch bestraft werden, haben Politik und Justiz, allen voran der &ndash; inzwischen von Republikanern dominierte &ndash; Oberste Gerichtshof, das Strafma&szlig; f&uuml;r Unternehmen und ihre Verantwortlichen immer weiter reduziert. (&hellip;) Die Gegnerschaft m&auml;chtiger Konzerne verweist auf eine entscheidende Parallele zwischen Barack Obama und Franklin D. Roosevelt. Auch dem Pr&auml;sidenten Roosevelt begegneten weite Teile der Gesch&auml;ftswelt mit rigider Ablehnung, ja mit regelrechtem Hass angesichts seiner ambitionierten Politik eines New Deal. Roosevelt beging indes nicht den Fehler, seinen Widersachern selbst dann noch die Hand zu reichen, als sie diese schon ausgeschlagen hatten. Stattdessen ging er in einer Rede im Madison Square Garden am 31. Oktober 1936 in die Offensive und nannte Ross und Reiter: Er sehe sich mit dem Protest &bdquo;der alten Feinde des Friedens&ldquo; konfrontiert &ndash; &bdquo;Unternehmens- und Finanzmonopole, Spekulation, skrupellose Banken, Klassenantagonismus, Partikularismus, Kriegsprofiteure&ldquo;. Diese w&uuml;rden &bdquo;die Regierung der Vereinigten Staaten als blo&szlig;es Anh&auml;ngsel ihrer eigenen Gesch&auml;fte&ldquo; betrachten. Und Roosevelt zeigte sich nicht gewillt zur&uuml;ckzuweichen, sondern nahm den Fehdehandschuh auf: &bdquo;Sie sind einm&uuml;tig in ihrem Hass auf mich &ndash; und ich hei&szlig;e ihren Hass willkommen.&ldquo; Vor einer derartigen Entscheidung steht auch Obama. L&auml;ngst raten wohlmeinende Kommentatoren, den Angriffen von rechts damit zu begegnen, dass er die Alternative &ndash; De- oder Re-Regulierung &ndash; glasklar benennt, anstatt die &Ouml;ffentlichkeit mit immer weiteren Gespr&auml;chsangeboten an die Republikaner einzulullen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/august\/kick-it-like-roosevelt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Afghanistanpapiere<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die deutschen Soldaten sind hoch gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDer Krieg in Afghanistan ist h&auml;rter, schmutziger als offiziell dargestellt. Wenn das f&uuml;r die politische Elite nichts Neues ist, dann wussten die Regierungen also, dass die Soldaten im vermeintlich sicheren Norden seit langem hoch gef&auml;hrdet sind. Aber wussten das auch die Abgeordneten, die dem Einsatz zugestimmt haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-deutschen-soldaten-sind-hoch-gefaehrdet\/1892082.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum die Nato aus Afghanistan abziehen muss<\/strong><br>\nDer Einsatz der westlichen Allianz am Hindukusch ist ein Fiasko, das belegen die Afghanistan-Protokolle ein weiteres Mal. Die ausl&auml;ndischen Truppen sind nicht die L&ouml;sung, sondern Teil des Problems. Die Chance auf milit&auml;rischen Erfolg ist verstrichen &ndash; es ist h&ouml;chste Zeit zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,708710,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wikileaks-Coup zeigt die Ohnmacht der Isaf-Truppen<\/strong><br>\nSeit geraumer Zeit zeichnet sich ab, dass die internationalen Isaf-Truppen und die Kabuler Regierung R&uuml;ckschl&auml;ge hinnehmen m&uuml;ssen und der Einfluss der radikalislamischen Taliban neun Jahre nach der US-Invasion wieder w&auml;chst. Doch die schiere Quantit&auml;t &uuml;bereinstimmender Lagebeurteilungen, nach denen sich die Situation in dem von den Dokumenten erfassten Zeitraum 2004 bis Ende 2009 verd&uuml;stert hat, schafft gleichwohl eine neue Qualit&auml;t. Die verbreitete Einsch&auml;tzung, es laufe schlecht, gerinnt durch diese Informationen zur Erkenntnis, dass es schlecht steht. Einen &bdquo;Indizienbeweis&ldquo; nennt man so etwas in der Juristensprache. In den von Wikileaks publizierten Quellen fehlt n&auml;mlich jeder Silberstreifen am Horizont, jenes &bdquo;aber andererseits&ldquo;, das Politiker und f&uuml;hrende Milit&auml;rs nach dem Eingest&auml;ndnis existierender Probleme gern anf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article8677827\/Wikileaks-Coup-zeigt-die-Ohnmacht-der-Isaf-Truppen.html\">Die Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Leitmedien verlassen das sinkende Schiff, und als I-T&uuml;pfelchen: Wie der Iran seine Sicherheit am Hindukusch verteidigt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Irans geheime Operationen in Afghanistan<\/strong><br>\nIm Gegensatz zu vielen der &uuml;brigen als Enth&uuml;llungen dargestellten Dokumenten von Wikileaks, die zu einem grossen Teil bisher bereits bekannte Sachverhalte des Afghanistan-Krieges betreffen, d&uuml;rften die Details &uuml;ber die iranischen Aktionen nicht nur eher neu f&uuml;r die westliche &Ouml;ffentlichkeit sein, sondern auch von einiger politischer Brisanz, weil sie dem Krieg am Hindukusch eine weitere internationale Dimension geben.<br>\nDenn falls die Berichte wirklich zutreffen, hat die iranische Seite seit 2004 ihre Aktionen in Afghanistan kontinuierlich ausgeweitet. Beispielsweise habe die Regierung Irans einer Gruppe von Taliban-K&auml;mpfern f&uuml;r jeden get&ouml;teten afghanischen Soldaten rund 1700 Dollar und f&uuml;r jeden afghanischen Regierungsbeamten rund 3500 Dollar Kopfgeld geboten. Hunderte von Sprengminen (sogenannten &laquo;IED&raquo;) sollen den Weg von Iran nach Afghanistan gefunden haben, wo sie eine t&ouml;dliche Bedrohung f&uuml;r die westliche Truppen darstellen. Vor allem aber wird in den Dokumenten auch die Sorge &uuml;ber die grossz&uuml;gigen Bestechungsgelder sp&uuml;rbar, mit welchen Iran sich versuchen soll, Einfluss im Land zu kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/irans_geheime_operationen_in_afghanistan_1.6921128.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Griechenlands Medien &ndash; Kontrolleur und Komplize<\/strong><br>\n&ldquo;Die griechischen Medien haben versagt&rdquo;, sagt Stelios Kouloglou, einer der bekanntesten Journalisten des Landes. &ldquo;Sie sind in den letzten Jahrzehnten ihrer Aufgabe der Kontrolle von Staat und Macht nicht nachgekommen.&rdquo; Das findet auch Roy Panagiotopoulou, Professorin an der Fakult&auml;t f&uuml;r Massenmedien der Universit&auml;t Athen: &ldquo;Die Medien hier sind Teil des Establishments. Sie haben mitgemacht beim Spiel der Korruption und sie waren beteiligt an der Zerst&ouml;rung des sozialen Gewebes im&nbsp;Land.&rdquo;<br>\nUnd das schreibt die Zeitung Kathimerini: &ldquo;Die Leute sind zornig &uuml;ber uns Journalisten, weil unsere Profession mitgeholfen hat, Griechenland zu dem zu machen, was es ist. Sie haben recht. Wir sollten zur Verantwortung gezogen werden.&rdquo; Das liberal-konservative Blatt druckte diese S&auml;tze Anfang Mai, es war ein seltenes Aufblitzen der Selbstkritik in einem ansonsten selbstgerechten Metier. Wenn das Land heute am Rande des Abgrunds steht, so das Res&uuml;mee von Kathimerini, dann auch deshalb, weil die Medien Komplizen waren im schmutzigen Spiel des alten Systems.<br>\nDie griechischen Medien haben ihre Unschuld gleich zwei Mal verloren: Erst vergingen sich der Staat und die politischen Parteien an ihnen; dann fielen die an Weisung gewohnten Redakteure in die H&auml;nde von Wirtschaftskonzernen. Zerrieben zwischen diesen beiden M&auml;chten, hatte unabh&auml;ngiger Journalismus nie wirklich eine Chance.<br>\nDas Ansehen der griechischen Presse ist im Keller. Laut Umfragen der Organisation Transparency International halten die Griechen die Medien f&uuml;r fast genauso korrupt wie ihre Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/griechenlands-medien-kontrolleur-und-komplize-1.979035\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Nachtrag zum Artikel <a href=\"?p=6316\">&bdquo;Stellen wir uns vor, Duisburgs OB h&auml;tte Ypsilanti (SPD) und nicht Sauerland (CDU) gehei&szlig;en&ldquo;<\/a><\/strong><br>\nDie Mail eines NDS-Nutzers mit einem vielleicht triftigen Hinweis:\n<blockquote><p>Es gibt vielleicht noch einen Grund, warum &ldquo;wohlwollend&rdquo; &uuml;ber den OB von Duisburg berichtet wird.<br>\nZitat <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/trommeln-fuers-revier-1\/\">taz<\/a>:<\/p>\n<p><em>Die Presse machte m&auml;chtig Druck. &ldquo;Warum darf die Loveparade 2010 nicht ausfallen?&rdquo;, fragte die Bild in ihrer Ruhrgebietsausgabe im Januar den Mann, der das gr&ouml;&szlig;te kommerzielle Interesse an dem Event hatte: Rainer Schaller, der Organisator der Loveparade. Die Antwort Schallers, der den Techno-Trubel als Werbung f&uuml;r seine Billigfitnesskette McFit nutzt, war deutlich: &ldquo;Zu kleinlich&rdquo; werde die Diskussion um Kosten von 800.000 Euro gef&uuml;hrt, die dem mit Milliardenschulden vor der Pleite stehenden Duisburg drohten. &ldquo;Mehr als 100 Millionen Euro&rdquo; habe 2008 die Loveparade nach Dortmund gesp&uuml;lt, hinzu k&auml;me ein &ldquo;gigantischer Marketingwert&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Als f&uuml;hrende Regionalzeitung legte sich auch die Westdeutsche Allgemeine (WAZ) ins Zeug. W&uuml;rde die Loveparade von der Duisburger Stadtverwaltung um CDU-Oberb&uuml;rgermeister Adolf Sauerland &ldquo;ausgerechnet im Jahr der Europ&auml;ischen Kulturhauptstadt wieder abgeblasen, w&auml;re es peinlich f&uuml;r das Revier&rdquo;, kommentierte die WAZ. Und nachdem Sauerlands Stadtverwaltung aller Sicherheitsbedenken zum Trotz gr&uuml;nes Licht gab, lief die Werbemaschine richtig an: &ldquo;So geil ravt die Loveparade&rdquo;, schrieb Bild und zeigte knapp bekleidete Technofans.<\/em> <\/p>\n<p>Insbesondere folgender Teil aus dem Artikel erkl&auml;rt vielleicht auch noch mehr:<\/p>\n<p><em>Bis zur Katastrophe d&uuml;rfte die Duisburger Stadtverwaltung das Gef&uuml;hl gehabt haben, alles richtig zu machen. Zudem hatten die B&uuml;rokraten wohl das Schicksal des ehemaligen Bochumer Polizeipr&auml;sidenten Thomas Wenner vor Augen, der sich 2009 mit seinen Sicherheitsbedenken durchgesetzt hatte und daraufhin als Bedenkentr&auml;ger abgekanzelt wurde. &ldquo;So richtig peinlich&rdquo; sei die Absage, befand die WAZ-Gruppe damals: &ldquo;Bochum rei&szlig;t die ganze Region mit rein. Wie stehen wir jetzt da?&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Auch auf die Sicherheitskr&auml;fte (insbesondere die Polizei) wurde <a href=\"http:\/\/www.cdu-duisburg.de\/index.jsp?content=ja&amp;id=103&amp;index=presse&amp;mid=20\">Druck ausge&uuml;bt<\/a>.<\/p>\n<p>Den in Ihrem Artikel beschriebenen Misstand gibt es (zumindest bei dem Thema) vielleicht nicht. M&ouml;glicherweise wollen die Medien sich in dem konkreten Fall nicht zu sehr selber in die Schusslinie bringen, schlie&szlig;lich ist von gro&szlig;en Zeitungen auch erheblich Druck auf den OB aufgebaut worden, die Parade zu genehmigen.<\/p>\n<p>Einen Einblick auf den Druck auf die Entscheidungstr&auml;ger zeigt auch der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/0,1518,708598,00.html\">offene Brief<\/a> des Polizeipr&auml;sidenten von 2009.<br>\nZitat:<\/p>\n<p><em>&ldquo;Was denken sich eigentlich Politiker und Journalisten, die die Metropole Ruhr als Monstranz ihrer Popularit&auml;t vor sich hertragen, wenn es um die Verantwortung derer geht, die als Amtstr&auml;ger f&uuml;r die Folgen ihres Handelns pers&ouml;nlich haften?&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, F. B.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Ich leugne nicht den Mediendruck. Aber es gibt ja immerhin das gegen Ende meines Beitrages zitierte Gegenbeispiel, dem Druck standzuhalten:<\/em><\/p>\n<p><strong>So war es 2009 in Bochum:<br>\nImageprojekt Love Parade<br>\nParty um jeden Preis<\/strong><br>\n(&hellip;)<br>\nDoch nach Bochum kam niemand. Die Love Parade wurde kurzfristig abgesagt, die Sicherheitsbedenken waren zu gro&szlig;. B&uuml;rgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) musste sich daraufhin heftige Kritik gefallen lassen: Bochum sei provinziell, warf man ihr vor, die Absage &ldquo;peinlich&rdquo;, in Bochum seien &ldquo;nur Deppen am Werk&rdquo;, h&ouml;hnte die CDU-Opposition, die Absage eine einzige &ldquo;Blamage f&uuml;rs Ruhrgebiet&rdquo;, polterte Soziologe und Techno-Forscher Ronald Hitzler.<br>\n&ldquo;Geht nicht, gibt&rsquo;s nicht&rdquo;, schrieb ein Kommentator der &ldquo;Westdeutschen Allgemeinen Zeitung&rdquo;.<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,druck-708573,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schattenfinanzpl&auml;tze ans Licht zerren; Krisen-Papiere der deutschen Banken; Devisenumsatzfieber; Bankster vor Gericht; Rezession oder Konsumlaune; Wirtschaftsmacht dank M&auml;&szlig;igung; Mini-L&ouml;hne f&uuml;r Millionen; Kurzarbeit; K&uuml;rzung der Mietzusch&uuml;sse; Entsorgung von Altreaktoren wird teuer; &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; wird teurer; Polizei &uuml;bertreibt &Uuml;berwachung; nationales Stipendienprogr&auml;mmchen; Hartz-IV-Sch&uuml;ler sollen arbeiten statt lernen; Kampf im Klassenzimmer; Schuldenbremse f&ouml;rdert<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6319\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6319","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6319"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6328,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6319\/revisions\/6328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}