{"id":63282,"date":"2020-07-27T08:22:22","date_gmt":"2020-07-27T06:22:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282"},"modified":"2020-07-27T13:28:05","modified_gmt":"2020-07-27T11:28:05","slug":"hinweise-des-tages-3660","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h01\">&ldquo;Wer das nicht will, soll zur Fremdenlegion gehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h02\">Und soll das bezahlen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h03\">Seehofer f&uuml;r l&auml;ngere Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h04\">Chinesische Diplomatin gibt Pompeo Kontra: USA schuld am Tod Hunderttausender Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h05\">Pr&uuml;fungsrelevant: Sinnlosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h06\">Der Scholz&rsquo;sche Kontrollverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h07\">Bericht: USA erh&ouml;hen Druck wegen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h08\">Heimliche Gro&szlig;z&uuml;gigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h09\">Die Fishrot-Aff&auml;re in Namibia &ndash; So wird Afrikas Fisch gepl&uuml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h10\">Ein eindrucksvolles Beispiel daf&uuml;r, wie die viel zu niedrigen Hartz IV &ndash; Regelbedarfe vom BMAS kleingerechnet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h11\">Bahngewerkschaften sprechen von &bdquo;Denunziation&ldquo; &ndash; Deutsche Bahn &auml;u&szlig;ert sich nach misslungenem Tweet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h12\">Questions for lockdown apologists<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h13\">Versprochen, gebrochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h14\">&bdquo;Sie fahren Preise in den Keller&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h15\">Scheuer tauschte sich &uuml;ber WhatsApp-Gruppe mit Augustus-Intelligence-Gr&uuml;ndern aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h16\">Fleischbranche warnt vor 20 Prozent h&ouml;heren Preisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h17\">&raquo;Andersartige Krisenlagen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h18\">Covid-19-Statistik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Wer das nicht will, soll zur Fremdenlegion gehen&rdquo;<\/strong><br>\nVor einem Jahr &uuml;bernahm die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer die Bundeswehr. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber bewaffnete Drohnen, kritische Soldaten und die Zukunft des KSK (&hellip;)<br>\nZEIT ONLINE: Gehen die Rechtsextremen da vielleicht in eine emotionale L&uuml;cke rein, f&uuml;r die eine postheroische Gesellschaft einfach keine eigene Sprache hat?<br>\nKramp-Karrenbauer: Der absolut &uuml;berwiegende Teil der Bundeswehr kommt aus der Mitte der Gesellschaft und steht aktiv f&uuml;r unsere Verfassung ein. Es gibt ein ausgepr&auml;gtes Gef&uuml;hl f&uuml;r Kameradschaft &ndash; was die Bundeswehr im &Uuml;brigen ja auch gerade f&uuml;r junge Leute attraktiv macht. Die Idee einer allgemeinen Dienstpflicht findet auch deshalb bei so vielen Zustimmung, weil sie nach etwas Bedeutungsvollem suchen, was sie mit anderen verbindet. Ich werde nicht zulassen, dass positive Begriffe wie &ldquo;Kameradschaft&rdquo; und &ldquo;Patriotismus&rdquo; von Rechten gekapert werden. (&hellip;)<br>\nZEIT ONLINE: Ein KSK-Soldat wurde k&uuml;rzlich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit der Klage zitiert, wenn man vier Talibanf&uuml;rsten unter Einsatz seines Lebens get&ouml;tet habe, dann h&auml;tte das doch ein Erfolg sein m&uuml;ssen &ndash; stattdessen wurde dar&uuml;ber geschwiegen. Hat er da nicht recht, ist das nicht ein Problem?<br>\nKramp-Karrenbauer: Die Eins&auml;tze des KSK unterliegen einer besonderen Verschwiegenheit, schon um den Erfolg nicht zu gef&auml;hrden. Diese Verschwiegenheit hat sich in Teilen zu einem Mythos verfestigt, der unn&ouml;tig ist. Auch aus dem KSK selbst kommt jetzt der Wunsch, offener &uuml;ber die Eins&auml;tze sprechen zu k&ouml;nnen. Wir werden das erm&ouml;glichen, auch das ist Teil der k&uuml;rzlich getroffenen Entscheidungen. Alle wissen gleichzeitig auch: Es gilt das Primat der Politik. Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Wenn Einzelne sich beschweren, es g&auml;be zu wenig Eins&auml;tze, sage ich: Das muss man aushalten. Wer das nicht will, muss zur Fremdenlegion gehen. In der Bundeswehr hat er dann nichts verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-07\/annegret-kramp-karrenbauer-verteidigungsministerium-bundeswehr\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Das Interview sollte jeder gelesen haben. Die Formulierung von der Interviewerin Mariam Lau (Die Zeit) und die Gedanken von Kramp-Karrenbauer (CDU) sind ersch&uuml;tternd.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Und soll das bezahlen?<\/strong><br>\nSchon vor Corona war Deutschland ein politisch und &ouml;konomisch gespaltenes Land. Vierzig Jahre Neoliberalismus haben hier ihre Spuren hinterlassen. Der Staat, vor allen Dingen der Sozialstaat, wurde zunehmend diskreditiert und die arbeitsteilig geschaffenen Wertsch&ouml;pfungen zu den Reichen umverteilt.<br>\nDie Herrschaft der Finanzm&auml;rkte ist nicht beendet und die Arbeitsm&auml;rkte sind auf vielen Teilm&auml;rkten prekarisiert worden. Arbeitslosigkeit wurde in Teilzeit und geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung umgeschichtet und die Armut ist weiter gestiegen. Nicht zuletzt hat die Machtkonzentration von Gro&szlig;konzernen zugenommen. Wirtschaftsdemokratie ist immer noch Fehlanzeige. Die Kapitaleigner herrschen weiter autokratisch, schlimmer als je zuvor. Und in der Politik zog eine deutschnationale rechte Partei in den Bundestag und alle Landesparlamente ein.<br>\nUnd jetzt ist Corona-Zeit. Wie schon bei der weltweiten Finanz-, Immobilien- und Wirtschaftskrise von 2007 bis 2009 wird auch heute der ansonsten von den neoliberalen Geistern im Land so verschm&auml;hte Brite Sir John Maynard Keynes (1883 &ndash; 1946) wieder aus der Gruft geholt. Alle rufen, selbst die Marktradikalen, nach einem in die zusammengebrochene Wirtschaft intervenierenden Staat.<br>\nDie Privaten sind unf&auml;hig, die Krise zu meistern. Das Einkommen aller Deutschen wird in diesem Jahr im Durchschnitt um sieben Prozent sinken. Um uns davon zu erholen brauchen wir mindestens zwei bis drei Jahre, vorausgesetzt es kommt jetzt nicht zu einer zweiten Corona-Welle. Deutschland, nur der Bund, wird in diesem Jahr gut 218 Milliarden Euro neue Schulden machen m&uuml;ssen.<br>\nUnd wer bezahlt das? Die Verm&ouml;genden, die jetzt an der Krise auch noch verdienen, werden sich hier schadlos halten. Wie nach der Finanz-, Immobilien- und Wirtschaftskrise. Bezahlen sollen die arbeitenden Massen und die, die eh nichts haben. Es wird zu einer &ouml;konomisch kontraproduktiven und sozial verwerflichen Austerit&auml;tspolitik kommen, weil die herrschende Politikelite sich wieder nicht traut, von den Verm&ouml;genden im Land eine Abgabe auf ihr Verm&ouml;gen zu verlangen. Einem Prozent der Deutschen ab 17 Jahre geh&ouml;rt zu 35 Prozent ganz Deutschland und zehn Prozent gut zwei Drittel des Landes. CDU\/CSU und SPD nehmen dies als Regierungsparteien schweigend hin. Unglaublich! Aber jedes Volk verdient halt seine Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/soll-bezahlen-13841363.html\">Heinz-J. Bontrup in Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Seehofer f&uuml;r l&auml;ngere Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDer CSU-Politiker wolle dadurch den Kampf gegen Kindesmissbrauch verst&auml;rken und setze daf&uuml;r auf eine l&auml;ngere Speicherung von Computer-IP-Adressen. Der Minister wolle die Speicherfrist von zehn Wochen auf mindestens sechs Monate verl&auml;ngern. Die Justizministerin dagegen wolle damit noch warten. (&hellip;)<br>\nSeit Jahren wird &uuml;ber das Thema vor allem mit Blick auf den Datenschutz gestritten. Der Europ&auml;ische Gerichtshof hatte 2016 entschieden, dass eine allgemeine und unterschiedslose Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten mit EU-Recht nicht vereinbar ist. Derzeit steht ein erneutes Urteil des EuGH aus.<br>\nTrotzdem dr&auml;ngt Seehofer in seinem Schreiben vom 14. Juli den Angaben zufolge darauf, &ldquo;dringend erforderliche Anpassungen im Gesetz bereits jetzt vorzunehmen&rdquo;. Dann k&ouml;nnten diese nach einem m&ouml;glichen positiven Urteil des EuGH sofort angewendet werden. Dagegen sagte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums: &ldquo;Ein gesetzlicher Anpassungsbedarf kann sinnvoll erst gepr&uuml;ft werden, wenn die Gerichte entschieden haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/seehofer-vorratsdatenspeicherung-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Oft wird vor allem Chinas Regierung vorgeworfen, seine Bev&ouml;lkerung zu kontrollieren bzw. zu &uuml;berwachen. Dann ist der Aufschrei gro&szlig; &ndash; auch von deutscher Seite.<\/em><\/p>\n<p><em>Und nun werden hierzulande die Rufe nach der bereits gescheiterten Vorratsdatenspeicherung wieder lauter.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62355#h11\">Regierung schreibt anlasslose Massen&uuml;berwachung in neue Gesetze<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h14\">Trotz EuGH-Urteil: De Maizi&egrave;re arbeitet weiter an Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Seehofer verlangt l&auml;ngere Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nAktuell ist die Vorratsdatenspeicherung ausgesetzt. Horst Seehofer fordert dennoch eine Verl&auml;ngerung der Speicherfrist auf ein halbes Jahr. Der Innenminister begr&uuml;ndet das mit dem Kampf gegen Kindesmissbrauch. (&hellip;)<br>\nDas Bundesverwaltungsgericht hat die endg&uuml;ltige Kl&auml;rung der Frage, ob die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland angewendet werden darf, im September 2019 zur&uuml;ck an den EuGH gegeben. Solange die offenen Fragen nicht gekl&auml;rt sind, wird die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland nicht umgesetzt.<br>\nIm Gegensatz zu Familienministerin Giffey hat sich die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken klar gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Im Hinblick auf das EuGH-Verfahren teilte sie mit, dass sie davon ausgehe, dass die anlasslose Speicherung nicht mit den europ&auml;ischen Grundrechten vereinbar sei. Ein EU-Gutachter st&uuml;tzte diese Ansicht im Januar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/kindesmissbrauch-horst-seehofer-fordert-laengere-vorratsdatenspeicherung-a-6a0ae85e-dbc2-40d1-859e-91314c738d37\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man m&ouml;chte meinen, das Thema &ldquo;Vorratsdatenspeicherung&rdquo; w&auml;re tot, nachdem dieselbe schon mehrere Male vom BVerfG und vom EuGH als grundgesetzwidrig bzw. nicht mit EU-Recht vereinbar beurteilt worden war. Aber das Vorhaben ist seit vielen Jahren ein Wiederg&auml;nger &ndash; Bundesinnenminister und Bundesjustizminister sind leider nicht die H&uuml;ter der Verfassung, die sie sein sollten, sondern agieren wie in einer Zeitschleife gefangen (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vorratsdatenspeicherung#Umsetzung_in_Deutschland\">eine &Uuml;bersicht liefert z. B. die Wikipedia<\/a>). Auch die Argumente sind immer dieselben bzw. variieren nur marginal: &ldquo;Kinderpornographie&rdquo;\/&rdquo;Kindesmissbrauch&rdquo; oder &ldquo;Terrorismus&rdquo;. Nat&uuml;rlich soll beides so gut wie m&ouml;glich verhindert werden, aber in der Realit&auml;t hat sich empirisch immer wieder gezeigt, da&szlig; die normale Polizeiarbeit, konzentriert auf Verd&auml;chtige, viel bessere Ergebnisse liefert, die Vorratsdatenspeicherung (der Telekommunikation aller Menschen in Deutschland) nicht nur ein viel zu starker Eingriff in Grundrechte darstellt, sondern die Polizeiarbeit eher behindert, weil sie erst den riesigen Heuhaufen schafft, in dem die Nadel gar nicht mehr sinnvoll gesucht werden kann. Wenn Seehofer also gegen die Realit&auml;t argumentiert und eigentlich nicht dumm ist, dann stecken hinter dem x-ten Aufw&auml;rmen der altbekannten &Uuml;berwachungsphantasie ganz andere Ideen, offensichtlich die Rundum&uuml;berwachung aller Menschen. Traurig, da&szlig; die SPD-Vorsitzende, obwohl als Informatikerin durchaus bewandert und vom Fach, die Forderung nicht rundheraus politisch ablehnt, sondern sich auf juristische Beurteilungen zur&uuml;ckzieht. Mit einer Regierung aus Union und SPD ist einfach kein Staat zu machen, zumindest kein Staat, der endlich mal die Finger von der Vorratsdatenspeicherung l&auml;&szlig;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Chinesische Diplomatin gibt Pompeo Kontra: USA schuld am Tod Hunderttausender Menschen<\/strong><br>\nDie Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Hua Chunying, hat auf ihrem Twitter-Account eine vernichtende Kritik der US-Au&szlig;enpolitik ver&ouml;ffentlicht. Zudem verglich sie die chinesische Au&szlig;enpolitik mit jener der USA. Sie legte den Lesern nahe, dass nicht China, sondern die USA die &ldquo;wahre Bedrohung f&uuml;r die Welt&rdquo; seien.<br>\nHua erkl&auml;rte, dass die USA w&auml;hrend ihrer mehr als 240-j&auml;hrigen Geschichte insgesamt nur 16 Jahre in keinen milit&auml;rischen Konflikt verwickelt waren. Seit 2001 habe Washington &ldquo;ungerechtfertigte Kriege und Milit&auml;roperationen im Irak, in Libyen, Syrien, Afghanistan und anderen Staaten&rdquo; gef&uuml;hrt. Dabei h&auml;tten die USA den Tod von &uuml;ber 800.000 Menschen zu verantworten und Dutzende Millionen dazu gezwungen, ihren Wohnort zu verlassen.<br>\nSie zitierte eine Studie, der zufolge sich die USA zwischen 1946 und 2000 81 Mal in die Wahlen anderer Staaten eingemischt h&auml;tten &ndash; ein Vorwurf, der von westlicher Seite gegen Russland und neuerdings auch gegen China erhoben wird. Zudem verwies sie auf einen Bericht, laut dem das weltweite Vertrauen in die Vereinigten Staaten seit 2016 um 50 Prozent zur&uuml;ckgegangen sei &ndash; der st&auml;rkste R&uuml;ckgang aller L&auml;nder. Einer weiteren Studie zufolge, die in 65 Staaten durchgef&uuml;hrt wurde, seien die USA die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r den Weltfrieden.<br>\nDagegen sei China &ndash; unter F&uuml;hrung der Kommunistischen Partei &ndash; das einzige Land, das es innerhalb der letzten Jahrzehnte an die zweite Stelle der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften geschafft habe, ohne dabei Kriege zu f&uuml;hren oder Kolonialismus und Sklaverei zu praktizieren. China habe &uuml;ber ein Jahrzehnt mehr als drei&szlig;ig Prozent zum weltweiten BIP-Wachstum beigetragen und dar&uuml;ber hinaus 850 Millionen Menschen aus der Armut befreit. Die Volksrepublik leiste den zweitgr&ouml;&szlig;ten Beitrag zu den Vereinten Nationen. Die Kommunistische Partei genie&szlig;e ein sehr gro&szlig;es Vertrauen der Bev&ouml;lkerung &ndash; mit Zustimmungsraten von mehr als 90 Prozent, wie verschiedene internationale Umfragen, darunter auch eine aktuelle der Harvard-Universit&auml;t, zeigten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/104846-chinesische-diplomatin-usa-schuld-am\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die traditionell eher gepflegte Zur&uuml;ckhaltung ist von chinesischen Diplomaten offenbar aufgegeben worden. Erst vor wenigen Tagen hatte selbst der chinesische Chefdiplomat, Au&szlig;enminister und Staatsrat Wang Yi, seinem Unmut &uuml;ber die US-Regierung Luft verschafft &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Chinesischer Au&szlig;enminister zu seinem russischen Amtskollegen: &ldquo;USA haben den Verstand verloren&rdquo;<\/strong><br>\nBis vor wenigen Monaten w&auml;re das noch undenkbar gewesen. Eine m&ouml;gliche Erkl&auml;rung f&uuml;r diese ver&auml;nderte Haltung bot Chinas Au&szlig;enminister Wang Yi, als er mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow am Freitag telefonierte. Dabei beschwerte er sich &uuml;ber die Unberechenbarkeit der US-Regierung, die &ldquo;Egoismus, Unilateralismus und Schikane bis ans Limit geschoben&rdquo; hat.<br>\nDie USA haben zu extremen Ma&szlig;nahmen gegriffen und selbst Hotspots und Konfrontationen in internationalen Beziehungen geschaffen, haben ihren Verstand, ihre Moral und Glaubw&uuml;rdigkeit verloren.<br>\nEine &ldquo;Gro&szlig;macht sollte nicht so sein&rdquo;, meinte Wang weiter. Washington habe den &ldquo;ber&uuml;chtigten McCarthyismus und die veraltete Mentalit&auml;t des Kalten Krieges&rdquo; aufgegriffen. Dass das Au&szlig;enministerium in Peking den Wortlaut des Telefongespr&auml;chs ver&ouml;ffentlichen lie&szlig;, sei eine seltene Ma&szlig;nahme gewesen, wie die South China Morning Post feststellte, die das Transkript auf Englisch ver&ouml;ffentlichte. Demnach habe auch Lawrow angemerkt, dass die USA &ldquo;ihre Verkleidung fallengelassen&rdquo; und ihr wahres Gesicht gezeigt haben. Beide Au&szlig;enminister seien sich einig, dass man mit anderen L&auml;ndern zusammenarbeiten sollte, um sich den &ldquo;Taten zu widersetzen, die die internationale Ordnung zerst&ouml;ren&rdquo; und um gemeinsam den Weltfrieden zu wahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/104692-chinesischer-aussenminister-zu-seinem-russischen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pr&uuml;fungsrelevant: Sinnlosigkeit<\/strong><br>\nIn einer &ouml;konomisierten &ouml;konomischen Bildung werden Inhalte belanglos &ndash; gleichzeitig best&auml;tigt das eigene Handeln das Bild des Homo Oeconomicus, der Studenten vermittelt wird. So der Befund einer neuen Studie &uuml;ber die VWL.<br>\nDie Volkswirtschaftslehre befindet sich zw&ouml;lf Jahre nach Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise immer noch in einer tiefgreifenden Legitimationskrise. Die Ereignisse nach 2008 haben keinen Paradigmenwechsel mit sich gebracht, sie waren aber Ansto&szlig; f&uuml;r eine kritische Auseinandersetzung mit den Wirtschaftswissenschaften als sozialem Feld. In mehreren Studien wurde untersucht: Welche Netzwerke pr&auml;gen die &Ouml;konomie, warum kann sie &uuml;berleben und wie hat sich die Forschung ge&auml;ndert? Im deutschen Sprachraum haben Studierende auch die Ausbildungsprogramme hinterfragt, am bekanntesten durch das &rsaquo;&rsaquo;Netzwerk Plurale &Ouml;konomik&lsaquo;&lsaquo;.<br>\nAber unabh&auml;ngig von den Inhalten wurde bislang kaum die Perspektive von Studierenden direkt erforscht: Wie erleben sie ihre Ausbildung? Wie erfahren Sie diesen Lebensabschnitt? Zweifeln Sie an den Inhalten? Nehmen sie eine kritische Haltung ein, stimmen sie ihnen zu oder lassen sie das alles passiv &uuml;ber sich ergehen? (&hellip;)<br>\nEine eben erschienene Studie hat genau hier angesetzt. Sie hat Studierende befragt, die die Grundlagenlehrveranstaltungen in Volkswirtschaftslehre in den ersten Semestern besuchen. Dieser Unterricht ist nicht nur f&uuml;r Studierende der Wirtschaftswissenschaften vorgeschrieben, sondern f&uuml;r viele andere F&auml;cher, die nur eine Grundeinf&uuml;hrung in das &ouml;konomische Denken vermittelt bekommen, aber keine weitere Vertiefung. Insgesamt handelt es sich um nicht ganz ein Viertel aller an deutschen Hochschulen Immatrikulierten. (&hellip;)<br>\nDie Studie ergab einen &uuml;berraschend kritischen Befund. Die interviewten Studierenden sind in hohem Ma&szlig;e mit dem VWL-Studium unzufrieden, und zwar unabh&auml;ngig von Geschlecht, Alter oder Studienstandort. Vereinzelt werden positive Befunde genannt, das bezieht sich aber auf einzelne Dozenten, die engagiert und motivierend unterrichten, oder an besondere infrastrukturelle Bedingungen, wie interaktive Lehrangebote in Onlinekursen. Die kritischen Befunde und negativen Beschreibungen &uuml;berwiegen.<br>\nGleichwohl zeigt die Studie auch, wie manche Studierende kreative L&ouml;sungswege finden, um im Rahmen ihres Studienalltags ihren urspr&uuml;nglichen Motiven nachgehen zu k&ouml;nnen. Diese Eindr&uuml;cke ziehen jene regelm&auml;&szlig;ig erhobene Aussage in Zweifel, dass Studierende &rsaquo;ohnehin nur auf einen schnellen Pr&uuml;fungserfolg aus sind und kein wirkliches Interesse mitbringen&lsaquo;.<br>\nDas hei&szlig;t: Die multiplen Krisen der Gegenwart einer &ouml;konomisierten Gesellschaft haben auch mit den Inhalten zu tun, mit denen eine gebildete Schicht &uuml;ber die Wirtschaft unterrichtet wird. Es ist Zeit, das Studium der Volkswirtschaftslehre grundlegend zu reformieren. Im Vordergrund sollte der Bezug zu realweltlichen Ph&auml;nomenen sowie zu den Interessen der Studierenden stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/pruefungsrelevant-sinnlosigkeit\/\">Walter O. &Ouml;tsch in Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Scholz&rsquo;sche Kontrollverlust<\/strong><br>\nK&uuml;nftig soll alles besser werden. Scholz will die Finanzaufsicht Bafin st&auml;rken: mehr Geld, mehr Personal, mehr Rechte. Whistleblower k&ouml;nnten mehr Anreize bekommen, ihre Informationen zu teilen. Auch soll sichergestellt werden, dass diese dann nicht mehr in der Beh&ouml;rde versickern. Das soll nach Anpacken klingen, zeugt aber von Hilflosigkeit. An Warnungen hat es nicht gemangelt, sondern am Durchgriff. Im Finanzministerium zeigt man auf die rechtlichen Beschr&auml;nkungen, die ein energisches Eingreifen verhindert h&auml;tten. Doch wenn es an Gesetzen gefehlt hat, h&auml;tte Scholz Reformen vorlegen m&uuml;ssen. Wenn der Rahmen in Europa nicht gestimmt hat, h&auml;tte er &Auml;nderungen einfordern m&uuml;ssen.<br>\nDer Hamburger stellt sich gern als akribischer Arbeiter dar, der sich auch um letzte Details k&uuml;mmert. Das f&auml;llt nun auf ihn zur&uuml;ck. Er hat das Image eines Machers. Damit ist er so popul&auml;r geworden, dass seine Partei, die ihn an ihrer Spitze nicht haben wollte, sich zuletzt mit dem Gedanken anzufreunden schien, ihn vielleicht doch als Kanzlerkandidaten aufzustellen. Aber ein Macher, der nichts macht, steht nackt da. Scholz hat nach dem Auffliegen des Wirecard-Skandals ein handfestes Problem, seine Partei damit auch. Das zerst&ouml;rerische Potential, das von Wirecard ausgeht, ist gewaltig. Wie gro&szlig; wird es am Ende sein? Sicher ist bisher nur eins: Die Nervosit&auml;t in Berlin w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirecard-skandal-der-hilflose-olaf-scholz-16874953.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><strong>Dazu: Schwerste Vorw&uuml;rfe gegen Bafin: &bdquo;Steigb&uuml;gelhalter von Betr&uuml;gern&ldquo;<\/strong><br>\nDie Anlegerkanzlei Tilp reicht eine Klage gegen die Finanzaufsicht ein. Darin ist von einem &bdquo;Totalversagen&ldquo; der Beh&ouml;rde die Rede, die den Wirecard-Skandal h&auml;tte verhindern k&ouml;nnen. Die Bafin weist die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nDie Kanzlei wirft den Finanzaufsehern vor, leichtfertig gesetzlichen Pflichten zur Aufkl&auml;rung der Marktmanipulationen bei Wirecard verletzt und die &Ouml;ffentlichkeit und Kapitalm&auml;rkte einseitig informiert zu haben. &bdquo;Die Bafin hat sich unseres Erachtens jahrelang unter grober Missachtung ihrer gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse eigener Ermittlungen gegen&uuml;ber der Wirecard AG wegen Marktmanipulation verweigert und einseitig gegen Journalisten und Leerverk&auml;ufer agiert, obwohl sie die &ouml;ffentliche Berichterstattung &uuml;ber massive Unregelm&auml;&szlig;igkeiten der Wirecard AG genau kannte&ldquo;, sagt Andreas Tilp, Namenspartner der Kanzlei. Demnach h&auml;tte der Bilanzbetrug schon am 15. Februar 2019 auffliegen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/klage-gegen-bafin-wirecard-skandal-haette-verhindert-werden-koennen-16874863.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bericht: USA erh&ouml;hen Druck wegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nDie USA erh&ouml;hen laut einem Zeitungsbericht den Druck auf deutsche und europ&auml;ische Firmen, die am Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beteiligt sind. US-Vertreter h&auml;tten in den vergangenen Tagen per Videokonferenz Gespr&auml;che mit Auftragnehmern des Projekts gef&uuml;hrt um sie auf &bdquo;die weitreichenden Konsequenzen einer weiteren Mitarbeit an dem Projekt hinzuweisen&ldquo;, berichtete die &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;.<br>\nDabei h&auml;tten sich die Firmenvertreter teilweise bis zu zw&ouml;lf Vertretern der US-Regierung gegen&uuml;bergesehen. Diese h&auml;tten &bdquo;in freundlichem Ton sehr deutlich gemacht, dass sie die Fertigstellung der Pipeline verhindern wollen&ldquo;, zitiert die Zeitung einen Beobachter der Gespr&auml;che: &bdquo;Ich glaube, dass die Drohung sehr, sehr ernsthaft ist.&ldquo; (&hellip;)<br>\nUS-Au&szlig;enminister Mike Pompeo hatte vergangene Woche verk&uuml;ndet, die umstrittene Ostsee-Pipeline, die Gas von Russland nach Deutschland transportieren soll, falle fortan unter ein Gesetz, das Strafma&szlig;nahmen unter anderem gegen Unternehmen erm&ouml;glicht, die Gesch&auml;fte mit Russland oder Staaten wie dem Iran und Nordkorea machen.<br>\nDie deutsche Bundesregierung erkl&auml;rte daraufhin, sie lehne extraterritoriale Sanktionen ab, da diese &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo; seien. Die deutsche Wirtschaft verurteilte die Drohungen als &bdquo;unfassbaren Tiefpunkt in den transatlantischen Beziehungen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3175019\/\">ORF.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Heimliche Gro&szlig;z&uuml;gigkeit<\/strong><br>\nZur Amnestie f&uuml;r Tatertr&auml;ge aus &bdquo;Cum\/Ex&ldquo;-Taten bei verj&auml;hrtem Steueranspruch durch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz<br>\nMilliarden hat der Fiskus durch die sogenannten &bdquo;Cum\/Ex&ldquo;-Gesch&auml;fte verloren. Geld, das er sich eigentlich im Wege der sogenannten Tatertrageinziehung h&auml;tte zur&uuml;ckholen k&ouml;nnen. Soweit es um steuerrechtlich verj&auml;hrte Anspr&uuml;che des Fiskus geht, hat der Gesetzgeber diese M&ouml;glichkeit aber vor wenigen Tagen still und heimlich &ndash; und ohne Not &ndash; mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz versperrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/heimliche-grosszuegigkeit\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Fishrot-Aff&auml;re in Namibia &ndash; So wird Afrikas Fisch gepl&uuml;ndert<\/strong><br>\nEine isl&auml;ndische Firma besticht in Namibia Politiker, um Fischgr&uuml;nde zu sichern. Die taz pr&auml;sentiert die Recherche von Al Jazeera exklusiv auf Deutsch. [&hellip;]<br>\nAls Gegenleistung f&uuml;r die gro&szlig;z&uuml;gigen Zuteilungen von Fangquoten erhielten die &bdquo;Haifische&ldquo; und andere in ihrer Entourage mehr als 10 Millionen US-Dollar, die Stefansson als &bdquo;Bestechungsgelder&ldquo; bezeichnet. Eine eintr&auml;gliche Investition: Nach Stefanssons Berechnungen erwirtschafteten Samherji und die Tochterfirmen im Zeitraum zwischen 2012 und 2019 rund 124 Millionen US-Dollar Profit aus ihren namibischen Fischereiaktivit&auml;ten, bei einem Gesamtumsatz von etwas &uuml;ber 500 Millionen US-Dollar. Sie fischten in diesem Zeitraum 585.000 Tonnen. Zum Vergleich: Insgesamt werden vor Namibias K&uuml;ste pro Jahr rund 515.000 Tonnen Fisch aus dem Meer geholt.<br>\nDie Steuerzahlungen darauf, so Stefansson: &bdquo;Nahezu nichts.&ldquo; Doppelbesteuerungsabkommen in Steueroasen wie Mauritius, den Marshallinseln und Zypern wurden genutzt, um die Steuerverbindlichkeiten auf einen Bruchteil von dem zu reduzieren, was namibische Unternehmen zahlen m&uuml;ssen. Auf dem Papier blieben Samherjis namibische Tochtergesellschaften mehrheitlich im Besitz von Namibiern, die &bdquo;Namibisierungs&ldquo;-Vorschriften wurden somit erf&uuml;llt.<br>\nAl Jazeera beschloss, die Korruptionsvorw&uuml;rfe ausf&uuml;hrlicher zu untersuchen. Die Mission: Zu sehen, ob Al Jazeera die Erfolge von Samherji bei der Zuteilung von Fangquoten in Namibia wiederholen konnte, indem gut vernetzten Personen Bestechungsgelder angeboten wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Fishrot-Affaere-in-Namibia\/!5699113\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein eindrucksvolles Beispiel daf&uuml;r, wie die viel zu niedrigen Hartz IV &ndash; Regelbedarfe vom BMAS kleingerechnet werden<\/strong><br>\nDer Gesetzentwurf zum neuen Regelbedarfsermittlungsgesetz (Regelbedarfe f&uuml;r das Jahr 2021) zeigt deutlich, wie mit Statistiktricksereien die Regelbedarfe kleingerechnet werden.<br>\nVorliegend wird nicht ber&uuml;cksichtigt, was z.B. ein  Kaffee, getrunken in einem Caf&eacute;, kosten w&uuml;rde, sondern nur der Warenwert des Kaffees, also die Kosten f&uuml;r Pulver, Wasser usw., also nicht der Preis, was ein Kaffee im realen Leben kostet. Also die Kosten werden auf 31,1 %, noch nicht einmal 1\/3, gek&uuml;rzt.<br>\nMit solchen Statistiktricksereien werden die Regelbedarfe gezielt kleingerechnet. Diese Trickserei ist die Fortf&uuml;hrung der systematischen Bedarfsunterdeckung, um die Leistungsbeziehenden entweder in den Niedriglohn zu hungern oder um sie fr&uuml;hzeitig als nicht mehr zur Arbeitsauspl&uuml;nderung benutzbar ableben zu lassen.<br>\n<a href=\"https:\/\/t1p.de\/hgll\">Hier geht es zum Gesetzestextentwurf und zur Anlage er Herleitung der Regelbedarfe<\/a>.<br>\nAus der Gesetzesbegr&uuml;ndung:<br>\n&bdquo;Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Rohertragsquote der Gastronomie (Wirtschaftszweignummer 08-56) im Jahr 2017 bei 68,7 Prozent und damit die Wareneinsatzquote bei 31,3 Prozent. Deshalb werden 31,3 Prozent der Verbrauchsausgaben dieser Positionen als regelbedarfsrelevant ber&uuml;cksichtigt (Statistisches Bundesamt, Genesis-Onlinedatenbank; Tabelle 45342-0001, Unternehmen, Besch&auml;ftigte, Umsatz und weitere betriebs- und volkswirtschaftliche Kennzahlen Gastgewerbe (Zahlen f&uuml;r 2018 fr&uuml;hestens ab August 2020)&ldquo;(S. 32, 2 Abs) <a href=\"https:\/\/t1p.de\/lh7w\">Hier direkt zum Download<\/a>.<br>\nKurzbemerkung dazu: Da ja die Leistungsbeziehenden es vorziehen, sich eher nicht zur Wehr zu setzen und auf die Stra&szlig;e zu gehen, bleibt zu hoffen, dass diese wirklich miese Statistikmanipulation wenigstens mal von den Obergerichten gekippt wird und die Untergerichte bis dahin der Aufforderung des BVerfG aus dem Regelbedarfsurteil folgen und bei Unterdeckungen verfassungskonforme Auslegungen wagen. Punkte g&auml;be es genug, Schulbedarfe und digitale Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen sind nur ein Teil davon.<br>\n<a href=\"https:\/\/t1p.de\/9jun\">Stellungnahme und Kritik vom DPWV<\/a>.<br>\n<a href=\"https:\/\/t1p.de\/gvrw\">Stellungnahme der Diakonie zu den Regelbedarfen<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/xvh80.mjt.lu\/nl2\/xvh80\/x23k.html?m=AMUAAHrIeykAAAAA8WAAAASbDyIAAAAAae0AAEowABM5iABfHZ3K77Ssb7CiQzasQArGkLN1SQATKuk&amp;b=79f076c3&amp;e=9c9da116&amp;x=M18-2Y5F8BgVpNhTdFUw2OUU_-0FPanEXak-5hiFzA4\">Harald Thom&eacute;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63121#h10\">Gr&uuml;ne und Linke: Geplante Hartz-IV-Erh&ouml;hung reicht nicht aus<\/a> mit einer Anmerkung zu weiterf&uuml;hrenden Hinweisen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bahngewerkschaften sprechen von &bdquo;Denunziation&ldquo; &ndash; Deutsche Bahn &auml;u&szlig;ert sich nach misslungenem Tweet<\/strong><br>\nSeit einigen Tagen zeigen sich zahlreiche Bahnmitarbeiter in den sozialen Medien ver&auml;rgert &uuml;ber ihren Arbeitgeber. Grund daf&uuml;r ist ein Twitter-Post der Deutschen Bahn, der Reisende dazu aufgefordert hat, DB-Besch&auml;ftigte zu melden, wenn sie ohne Mund-Nasen-Schutz gesehen werden.<br>\nAuch die beiden Gewerkschaften GDL und EVG haben sich bereits &rarr; mit ordentlich Kritik zu Wort gemeldet und verlangen vom DB-Konzern eine &bdquo;nachvollziehbare&ldquo; und &bdquo;erreichbare&ldquo; Entschuldigung f&uuml;r alle betroffenen Mitarbeiter. F&uuml;r die Arbeitnehmervertreter sei der Tweet eine &bdquo;Aufforderung zur Denunziation&ldquo; und &bdquo;an Sch&auml;bigkeit kaum zu &uuml;berbieten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bahnblogstelle.net\/2020\/07\/25\/bahngewerkschaften-sprechen-von-denunziation-deutsche-bahn-aeussert-sich-nach-misslungenem-tweet\/?fbclid=IwAR2PsC8rreDX5-kxbc3o42Eza2V1SlxrFjHYSSLKhU9OiQKmbYybEC8nbV0\">Bahnblogstelle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Questions for lockdown apologists<\/strong><br>\nWe now have mortality data for the first few months of 2020 for many countries, and, as you might expect, there were steep increases associated with the beginning of the COVID-19 pandemic in each one.<br>\nSurprisingly, however, these increases did not begin before the lockdowns were imposed, but after. Moreover, in almost every case, they began immediately after. Often, mortality numbers were on a downward trend before suddenly reversing course after lockdowns were decreed.<br>\nThis is an astonishing finding. But before I discuss its full import, and pose some questions to those who still defend the utility of lockdowns, I want to present the data that proves it.<br>\nHere&rsquo;s a series of charts by the Financial Times showing overall mortality and &ldquo;deaths in excess of normal levels&rdquo; in 2020 for a number of countries: (&hellip;)<br>\nQ: Why was there no significant increase in overall mortality, in any country we have good data for, before the start of lockdowns?<br>\nQ: Why does a precise and exact correlation exist between the start of lockdowns and significant rises in overall mortality?<br>\nOr:<br>\nQ: How is it that governments in every country imposed lockdowns at precisely the same time relative to the future precipitous rise in their populations&rsquo; overall mortality rate?<br>\nAnd:<br>\nQ: How is it, moreover, that this moment in time happened to fall immediately before that precipitous rise?<br>\nMost attempts to answer these questions would probably involve the assertion that the authorities in every country had some notion of the true prevalence of the virus at the beginning of the pandemic. But we know now that that was not really the case. In the early weeks and months of 2020, testing was extremely limited. This was based, partly, on the assumption that the virus was not yet widespread. As testing was systematically expanded, the number of positive results increased, and this increase was generally believed to correspond to the actual spread of the virus.<br>\nNow, posthumous testing has shown that the virus was circulating &mdash; and killing &mdash; weeks, or even months before it was initially detected in many countries. Other researchers are coming to the same conclusion; the prevalence of the virus was vastly underestimated at the beginning of the pandemic.<br>\nWhich leads us to our final question:<br>\nQ: If health authorities vastly underestimated the prevalence of the virus at the beginning of the pandemic, why did the virus nevertheless wait until lockdowns were imposed to suddenly start killing at levels which exceeded normal deaths?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/@JohnPospichal\/questions-for-lockdown-apologists-32a9bbf2e247\">John Pospichal in Medium<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Versprochen, gebrochen<\/strong><br>\nDie Regierung hat bei den Corona-Ma&szlig;nahmen nur Gutes im Sinn und hilft in der Not. Diese von den Medien gern verbreitete Botschaft wird allerdings immer mehr zu einem Zerrbild. Drei aktuelle Hasthags zum Thema &bdquo;Versprochen, gebrochen&ldquo;.\n<ul>\n<li>Wegen Corona m&uuml;ssen Restaurants die Daten ihrer G&auml;ste erfassen und diese mindestens einen Monat lang aufbewahren. Im Falle eines Falles erleichtert das dann die Nachverfolgung, was wiederum zu einer raschen Unterbrechung von Infektionsketten beitragen k&ouml;nnte. Soweit die Theorie. F&uuml;r den eigentlich Zweck werden diese Listen aber eher selten bis gar nicht genutzt. Daf&uuml;r greift die Polizei immer h&auml;ufiger auf die Daten zu, um Menschen zu kontaktieren, die sie f&uuml;r Zeugen oder was auch immer h&auml;lt. Die Listen dienen damit nicht ausschlie&szlig;lich dem Gesundheitsschutz und entsprechen auch nicht den Verordnungen zur Bek&auml;mpfung der Pandemie, in denen steht, dass die Daten nur f&uuml;r einen, nicht f&uuml;r mehrere Zwecke verarbeitet werden d&uuml;rfen oder nur auf Verlangen der Gesundheitsbeh&ouml;rden vorzulegen sind.<br>\n#Vorratsdatenspeicherung?<\/li>\n<li>&bdquo;Mit bis zu 50 Milliarden Euro Soforthilfen wollte der Staat Selbstst&auml;ndige und Kleinunternehmer in der Coronakrise vor der Pleite retten. Jetzt rechnen die L&auml;nder ab &ndash; und vielen Empf&auml;ngern der Hilfen droht ein neuer R&uuml;ckschlag&ldquo;, schreibt der Spiegel. Kurzer R&uuml;ckblick: &bdquo;Wir lassen niemanden allein&ldquo;, &bdquo;Whatever it takes&ldquo; und &bdquo;Greifen Sie zu, wir sind die ersten, die helfen und damit noch geiler als die anderen&ldquo;, stand am Anfang der Krisenbew&auml;ltigung. Es gab einen &Uuml;berbietungswettbewerb der L&auml;nder, die explizit nicht r&uuml;ckzahlbare Zusch&uuml;sse ins Schaufenster stellten. Doch so ganz stimmte das eben nicht, wie ein Streit zwischen Bund und L&auml;ndern &uuml;ber die F&ouml;rderbedingungen zeigte. Ergebnis: Bedingungslose Hilfe gibt es nur f&uuml;r Kleinstunternehmen wie die Lufthansa.<br>\n#WarNichtSoGemeint<\/li>\n<li>Die spottbillige Corona-Warn-App hat zu jeder Zeit funktioniert, bekr&auml;ftigt Regierungssprecherin Ulrike Demmer via Twitter. Man darf halt nicht so oberfl&auml;chlich an die Sache herangehen, sondern muss die Hintergrundaktualisierung f&uuml;r die App im Betriebssystem des Smartphones einschalten. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&Uuml;brigens muss Ulrike Demmer noch einmal nachlegen, um die Behauptung zu untermauern, die App h&auml;tte zu jeder Zeit funktioniert. Denn wie die Tagesschau berichtet, gibt es weitere L&uuml;cken. Diesmal bei den Ger&auml;ten von Apple. Die Redaktion beruft sich dabei auf den Software-Architekten der Corona-Warn-App von SAP, Thomas Klingbeil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/200725versprochen-gebrochen\">TauBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Sie fahren Preise in den Keller&ldquo;<\/strong><br>\nLKW-Fahrer wehren sich gegen ihre Arbeitsbedingungen. Warum viele so nicht weitermachen k&ouml;nnen, erkl&auml;rt die Spediteurin Sabine Klingbeil.<br>\ntaz: Frau Klingbeil, am Freitag demonstrierten etwa 500 Lkw-Fahrer in Berlin. Warum?<br>\nSabine Klingbeil: Durch ausl&auml;ndische Mitbewerber werden unsere Preise in den Keller gefahren. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen deren Fahrer nichts daf&uuml;r, es geht um das gesamte Miteinander. Viele osteurop&auml;ische Subunternehmen zahlen nicht den deutschen Mindestlohn. Bei diesen ungleichen Bedingungen k&ouml;nnen wir nicht weiterexistieren. Wenn deutsche Logistikfirmen &uuml;berleben sollen, muss die Politik eingreifen. Wenn es die Mittelst&auml;ndler nicht mehr gibt, ist die Versorgung hierzulande nicht mehr sicher.<br>\nWas macht Sie pers&ouml;nlich am w&uuml;tendsten?<br>\nDass nichts daf&uuml;r unternommen wird, dass die geltenden Regeln eingehalten werden. Eigentlich d&uuml;rfen die ausl&auml;ndischen Mitbewerber maximal sieben Tage hier sein und drei Transporte durch-f&uuml;hren. Aber man h&ouml;rt, dass sie zum Teil monatelang in ihren Lkws bleiben m&uuml;ssen und vor sich hin vegetieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Spediteurin-ueber-Billigkonkurrenz\/!5700647\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zuletzt hat &ndash; je nach Betrachtungsweise oder juristischer Auslegung &ndash; Andrea Nahles oder die EU verhindert, dass f&uuml;r ausl&auml;ndische Transporteure der Mindestlohn gilt, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-fuer-lkw-fahrer-aus-dem-ausland-auf-eis-gelegt-a-1015817.html\">solange sie in Deutschland t&auml;tig sind<\/a>. Konkurrenz bis aufs Messer, unterhalb des Existenzminimums, v&ouml;llig irre. Und dabei wurde noch vor wenigen Monaten ein Fachkr&auml;ftemangel nicht nur in Deutschland (<a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/nachrichten\/fachkraeftemangel-im-januar-sind-viele-berufskraftfahrer-auf-jobsuche-2527332.html\">verkehrsrundschau.de\/nachrichten\/fachkraeftemangel-im-januar-sind-viele-berufskraftfahrer-auf-jobsuche-2527332.html<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article194571059\/Zehntausende-Lkw-Fahrer-fehlen-Wir-sind-kurz-vor-dem-Versorgungskollaps.html\">welt.de\/wirtschaft\/article194571059\/Zehntausende-Lkw-Fahrer-fehlen-Wir-sind-kurz-vor-dem-Versorgungskollaps.html<\/a>), <a href=\"https:\/\/www.eurotransport.de\/artikel\/weltweiter-fachkraeftemangel-lkw-fahrer-heiss-begehrt-11152069.html\">sondern gar weltweit<\/a> behauptet. Die Probleme mit dem irrsinnigen Preis- und Lohndruck bestanden aber schon vor Corona. Gemeint ist nat&uuml;rlich wie immer kein Mangel an Fachkr&auml;ften, sondern ein Mangel an solchen Fachkr&auml;ften, die sich zu nicht mehr darstellbaren Niedrigstl&ouml;hnen ausbeuten lassen. Und die EU schaut nicht nur zu, sondern bef&ouml;rdert diese fr&uuml;hkapitalistischen Verh&auml;ltnisse. Bestens.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Scheuer tauschte sich &uuml;ber WhatsApp-Gruppe mit Augustus-Intelligence-Gr&uuml;ndern aus<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Scheuer hatte bereits Treffen mit der umstrittenen US-Firma Augustus Intelligence einger&auml;umt. Jetzt werden weitere Details bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/lobbyismus-scheuer-tauschte-sich-ueber-whatsapp-gruppe-mit-augustus-intelligence-gruendern-aus\/26036580.html?ticket=ST-12395627-xlfdw1xlcIKJYxaJ7anp-ap6\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fleischbranche warnt vor 20 Prozent h&ouml;heren Preisen<\/strong><br>\nDie deutsche Fleischwirtschaft h&auml;lt das von der Bundesregierung geplante Verbot von Werkvertr&auml;gen und Leiharbeit in ihrer Branche f&uuml;r verfassungswidrig. Au&szlig;erdem rechnet sie dadurch mit deutlich steigenden Fleischpreisen. Das geht aus einer Stellungnahme des sozialpolitischen Ausschusses der Branche zum Gesetzesvorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hervor, wie die &bdquo;Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo; in ihrer Samstagsausgabe berichtet.<br>\nIn dem Schreiben hei&szlig;t es, es sei nicht erkl&auml;rbar, warum beim Portionieren und Verpacken von K&auml;se k&uuml;nftig anderes Arbeitsrecht gelten solle als bei Wurst. &bdquo;Das Gesetz geht zu weit.&ldquo; Es stelle eine &bdquo;abstruse Ungleichbehandlung&ldquo; gegen&uuml;ber anderen Branchen dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fleischbranche-warnt-vor-20-prozent-hoeheren-preisen-16875795.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nun hatte die Firma T&ouml;nnies, also Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Schlachtbetrieb, vor einem Monat schon <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/toennies-will-werkvertraege-in-kernbereichen-abschaffen-16828623.html\">die Abschaffung von Werkvertr&auml;gen zugesagt<\/a>, und trotzdem h&auml;lt der Branchenverband unbeirrt an seinen Warnungen vor h&ouml;heren Preisen fest. Dreist und au&szlig;erdem widerspr&uuml;chlich, weil gleichzeitig davor gewarnt wird, die Branche k&ouml;nne ins Ausland abwandern, was zum Einen nur bei dann niedrigeren Verbraucherpreisen in Deutschland und zum Anderen anzeigt, wie unglaublich niedrig die L&ouml;hne und Produktionskosten in Deutschland sein m&uuml;ssen; zumindest niedriger als in allen osteurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern inklusive Bulgarien und Rum&auml;nien, wo der Durchschnittslohn zwischen 300 und 400 Euro im Monat betr&auml;gt. Aber in Deutschland ist man wahnsinnigerweise noch stolz darauf, das &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article118425725\/Deutschland-ist-Europas-Schlachthaus.html\">Schlachthaus Europas<\/a>&rdquo; und auch <a href=\"https:\/\/www.weltexporte.de\/schweinefleisch-exporte\/\">beim Schweinefleisch fast Exportweltmeister<\/a> zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&raquo;Andersartige Krisenlagen&laquo;<\/strong><br>\nWie sich Bundeswehr und Bundesregierung auf Krieg im eigenen Land vorbereiten (&hellip;)<br>\nEine der &raquo;andersartigen Krisenlagen&laquo; k&ouml;nnte so aussehen, dass die Bundeswehr in ein Bundesland einmarschiert, weil es &raquo;nicht selbst zur Bek&auml;mpfung der Gefahr bereit&laquo; ist. Wenn da schon eine spezialisierte Heimatschutzeinheit vor Ort ist, kann das nur hilfreich sein. Und w&auml;re es nicht denkbar, dass zu den von der Bundeswehr als &raquo;andersartigen Krisenlagen&laquo; umschriebenen Einsatzm&ouml;glichkeiten auch Streiks z&auml;hlen k&ouml;nnten? Diese Bef&uuml;rchtungen hatten wohl auch einige Mitglieder des Bundestages, weshalb Artikel 9 des Grundgesetzes um folgende Formulierung erweitert wurde: &raquo;Ma&szlig;nahmen nach den Artikeln (&hellip;) 87 a Abs. 4 (&hellip;) d&uuml;rfen sich nicht gegen Arbeitsk&auml;mpfe richten, die zur Wahrung und F&ouml;rderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 gef&uuml;hrt werden.&laquo; Das bedeutet aber nichts anderes, als dass deutsches Milit&auml;r gegen streikende Arbeiter eingesetzt werden kann, falls diese beispielsweise f&uuml;r politische Ziele streiken (wenn sich die Herrschenden in so einer &raquo;andersartigen Krisenlage&laquo; &uuml;berhaupt noch an Recht und Gesetz halten). Auch bei solchen Eins&auml;tzen kann der Heimatschutz wertvolle Dienste leisten. (&hellip;)<br>\nWohin die Debatte f&uuml;hren wird, das werden die n&auml;chsten Jahre zeigen, sagte Frau Kramp-Karrenbauer am Donnerstag. Falls &uuml;berhaupt eine stattfindet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/382949.gegen-militarismus-andersartige-krisenlagen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei daran, dass das Bundesverfassungsgericht bereits vor einigen Jahren auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14192\">den bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Inneren zugelassen hat<\/a>. In diesem Zusammenhang sei auch an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><br>\n<em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<\/em><br>\n<em>Artikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/p>\n<ul>\n<li>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;<\/li>\n<li>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;<\/li>\n<li>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF\">So jedenfalls nachlesbar im Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Covid-19-Statistik<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200727_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200727_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland stieg in der letzten Woche um 1.154 auf 6.091, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. In der letzten Woche sind lt. RKI 32 Menschen an Covid-19 gestorben. Der 26. und der 27. Juli waren die ersten Tage seit Beginn der t&auml;glichen Berichterstattung des RKI, an denen kein einziger neuer Todesfall vermeldet wurde.<\/p>\n<p>In der Kalenderwoche 29 wurden 531.571 Tests vorgenommen, von denen 0,6% positiv ausfielen.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200727_tests.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200727_tests.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Laut DIVI-Intensivregister sind zur Zeit 269 Covid-19-F&auml;lle in intensivmedizinischer Behandlung.<\/p>\n<p>Die NachDenkSeiten werden diese Statistik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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