{"id":6343,"date":"2010-07-30T08:30:57","date_gmt":"2010-07-30T06:30:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6343"},"modified":"2010-07-30T08:30:57","modified_gmt":"2010-07-30T06:30:57","slug":"hinweise-des-tages-1192","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6343","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kein Jobwunder; Lage der Langzeitarbeitslosen versch&auml;rft; Lohndumping; von der Leyens Scheinalternative; Stress nach dem Test; Ausbeutung im Altersheim; Single-Eltern alleingelassen; im Rh&ouml;n-Klinikum h&auml;ufen sich &Auml;rztefehler; Aldi &ndash; Revolution&auml;r der Kr&auml;merseele; Lobbyismus; als der Euro gerettet wurde; Geheimstudie &uuml;ber Stuttgart 21; die Katastrophe von Duisburg; Wulff wohnt bei Maschmeyer; Bildung statt Ballermann; Guttenberg schwitzt; zwei Kriege am Hindukusch; Einwanderungsgesetz in Arizona; Georg Schramm: Zorn. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">DGB: Buntenbach: Sinkende Arbeitslosenzahlen kein Jobwunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Arbeitsmarkt: Bund versch&auml;rft Lage der Langzeitarbeitslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">&ldquo;6,81 Millionen mit weniger als 9,06 Euro Brutto&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Leiharbeiter arbeiten oft f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Von der Leyens Scheinalternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Der Stress nach dem Test<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ausbeutung im Altersheim: Mobbing, Stress und Doppelschichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Single-Eltern in Deutschland: Die Alleingelassenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Rh&ouml;n-Universit&auml;tsklinikum Marburg: &Auml;rzte-Fehler h&auml;ufen sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Milliard&auml;r Theo Albrecht: Revolution&auml;r der Kr&auml;merseele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Ist Professor Sinn ein &ldquo;verr&uuml;ckter Marxist&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Amokl&auml;ufer in der Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Faule Studien: Wie Lobbyisten uns manipulieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die Reflexe der Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Als der Euro gerettet wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Geheimstudie &uuml;ber Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Katastrophe von Duisburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">VIP-Klick: Christian Wulff &ndash; Hafen der Freundschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Manager fordern &ldquo;Bildung statt Ballermann&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Guttenberg schwitzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zwei Kriege am Hindukusch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Einwanderungsgesetz in Arizona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zu guter Letzt: Georg Schramm, Zorn<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6343&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>DGB: Buntenbach: Sinkende Arbeitslosenzahlen kein Jobwunder<\/strong>\n<ul>\n<li>Die statistisch gemessene Arbeitslosigkeit ist auch deshalb im Vorjahresvergleich gesunken, weil die Zahl der Arbeitskr&auml;fte demografisch bedingt kontinuierlich abnimmt &ndash; im letzten Jahr nach Sch&auml;tzung des IAB um 110.000 Personen.<\/li>\n<li>Zweitens wirkt sich eine ge&auml;nderte statistische Erfassung im Bereich von Ma&szlig;nahmen zur beruflichen Aktivierung (,Trainingsma&szlig;nahmen&rsquo;) aus, die im Ergebnis zu einer statistischen Entlastung der Arbeitslosenzahl um bis zu 190.000 Personen f&uuml;hrt.<\/li>\n<li>Drittens sind die offiziellen Arbeitslosenzahlen der BA Stichtagserhebungen, wodurch insbesondere die Zahl der Langzeitarbeitslosen statistisch unterzeichnet wird. Durch die g&auml;ngige Praxis ,rein in die kurzfristige Ma&szlig;nahme, raus aus der Ma&szlig;nahme&rsquo; zeichnet die Stichtags-Statistik kein realistisches Bild von dem, was arbeitsmarktpolitisch notwendig ist. Menschen in ,Trainingsma&szlig;nahmen&rsquo; oder Ein-Euro-Jobs werden nicht als Arbeitslose gez&auml;hlt; ebenso wenig diejenigen, die angeblich nicht mitwirken oder kurzfristig &ndash; z.B. wegen Krankheit &ndash; dem Arbeitsmarkt nicht zur Verf&uuml;gung stehen. Damit f&uuml;hrt diese Rotation am Arbeitsmarkt zu einem ,rasenden Stillstand&rsquo; und zu einer besch&ouml;nigenden Statistik.<\/li>\n<li>Viertens wirkt sich die Stille Reserve in Ma&szlig;nahmen (wie etwa Umschulungen) entlastend f&uuml;r die registrierte Arbeitslosigkeit aus. Nach den aktuellen BA-Daten betr&auml;gt die Unterbesch&auml;ftigung, die die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik einbezieht, immer noch 4,3 Mio. Personen, wobei die knappe halbe Million Menschen in konjunktureller Kurzarbeit noch gar nicht ber&uuml;cksichtigt ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++c46e6c06-9af4-11df-6658-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Bund versch&auml;rft Lage der Langzeitarbeitslosen<\/strong><br>\nVom Arbeitsmarkt kommen derzeit viele scheinbar gute Nachrichten: Die Zahl der Erwerbslosen ist deutlich niedriger als erwartet. Doch im freundlichen Bild fehlt ein wesentlicher Punkt: F&uuml;r Langzeitarbeitslose hat sich die Situation zuletzt nicht verbessert, sondern verschlechtert.<br>\nIm Jahr 2009 sank die Zahl derer, die von der Langzeitarbeitslosigkeit in regul&auml;re Besch&auml;ftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt wechselten, erstmals wieder unter das Niveau vor der Einf&uuml;hrung von Hartz IV. Weder die gute Konjunktur der vergangenen Jahre noch die Hartz-Reformen haben die Besch&auml;ftigungschancen von Langzeitarbeitslosen nachhaltig verbessern k&ouml;nnen.<br>\nOhnehin sind die Aussichten, einen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden, geringer als in den meisten anderen Industriel&auml;ndern. Das Sparpaket der Bundesregierung wird sich diese Chancen aller Voraussicht nach noch weiter verringern.<br>\n2009 gab es im Schnitt 933&#8200;000 Langzeitarbeitslose. Gegenl&auml;ufig zur Entwicklung der Erwerbslosen insgesamt wurden im Juni 2010 etwa 27&#8200;000 mehr Langzeitarbeitslose gez&auml;hlt als ein Jahr zuvor. Ihr Anteil an den Arbeitslosen erh&ouml;hte sich um zwei Prozentpunkte auf gut 30 Prozent.<br>\n2009 waren 45,5 Prozent der Erwerbslosen zwischen 15 und 64 Jahren in Deutschland l&auml;nger als ein Jahr ohne Arbeit. Dies sind immerhin zehn Prozentpunkte mehr als im Schnitt der 16 L&auml;nder der Eurozone. Gemessen an diesen Kriterien liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosen bei uns immer noch leicht &uuml;ber dem Niveau von 1994, n&auml;mlich 44,3 Prozent &hellip;<br>\nDie von der Bundesregierung beschlossene neue Sparliste sieht f&uuml;r den Arbeitsmarkt weitergehende Einschnitte von allein 4,4 Milliarden Euro in 2011 vor; bis 2014 soll sich diese Summe auf 10,4 Milliarden Euro erh&ouml;hen. In der Arbeitsf&ouml;rderung sollen allein im kommenden Jahr zwei Milliarden Euro gek&uuml;rzt werden. F&ouml;rdern wird dann noch kleiner und Fordern gr&ouml;&szlig;er geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6326bda0-9ae9-11df-6658-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;6,81 Millionen mit weniger als 9,06 Euro Brutto&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich deutsche &Ouml;konomen und Wirtschaftspolitiker im tempor&auml;ren Exporterfolg Deutschlands sonnen, sind zu Hause die Karten f&uuml;r einen nachhaltigen Aufschwung aus eigener Kraft weiter schlecht verteilt! Dies wird sich bald als Bummerang erweisen, denn u.a. befeuern die deutschen Exporte die Ungleichgewichte im Welthandel auf neue H&ouml;hen, woraus fr&uuml;her oder sp&auml;ter eine noch gr&ouml;&szlig;ere Krise erwachsen wird.<br>\nDie deutschen Arbeitnehmer erhalten an der Produktivit&auml;tsentwicklung, an der Wertsch&ouml;pfung und am Exporterfolg nicht ihren geb&uuml;hrenden Anteil. Eine faire Teilhabe der Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg, w&auml;re aber eine Grundvoraussetzung um die Binnennachfrage anzukurbeln und die wirtschaftliche Entwicklung auf die eigenen F&uuml;&szlig;e zu stellen und einen Anteil am Abbau der Ungleichgewichte im Welthandel zu leisten.\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/1.bp.blogspot.com\/_4bEaRUYaLZ4\/TE8ssnwVUvI\/AAAAAAAAGV8\/i-OyI0ZjyKk\/s1600\/1.jpg\" alt=\"Grafik von wirtschaftquerschuss.blogspot.com\" title=\"Durchschnittliche deutsche Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/4.bp.blogspot.com\/_4bEaRUYaLZ4\/TE8u_1NvJaI\/AAAAAAAAGWc\/YvY6lKiLqC0\/s1600\/1.jpg\" alt=\"Grafik von wirtschaftquerschuss.blogspot.com\" title=\"Durchschnittliche deutsche reale Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftquerschuss.blogspot.com\/2010\/07\/681-millionen-mit-weniger-als-906-euro.html\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Leiharbeiter arbeiten oft f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne<\/strong><br>\nLeiharbeiter arbeiten oft zu extrem niedrigen L&ouml;hnen. Das best&auml;tigt nun auch das Institut f&uuml;r Arbeit und Qualifikation (IAQ) in Duisburg. Wie Schlecker auch, haben viele Unternehmen Leiharbeitsfirmen gegr&uuml;ndet, um Arbeitspl&auml;tze auszulagern.<br>\nClaudia Weinkopf vom IAQ macht deutlich, dass das Verhalten der Unternehmen nach geltender Rechtslage nicht illegal ist. Leiharbeiter k&ouml;nnen demzufolge nach eigenen Tarifvertr&auml;gen bezahlt werden. Dadurch wird der Grundsatz &ldquo;gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&rdquo; ausgehebelt. Die entsprechenden tariflichen Einstiegsl&ouml;hne f&uuml;r Leitarbeiter l&auml;gen zwischen 6,15 Euro und 6,50 Euro je Stunde in Ostdeutschland und zwischen 7,35 Euro und 7,51 Euro in Westdeutschland. Dies sei deutlich niedriger als die vergleichbare Bezahlung in anderen tarifgebunden Betrieben\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/www.igmetall.de\/int\/img\/armutsrisiko.gif\" alt=\"Grafik von IG Metall zu Armutsrisiko\" title=\"Armutsrisiko\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/internet\/style.xsl\/view_3037.htm\">IG Metall<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von der Leyens Scheinalternative<\/strong><br>\nGoldene Zeiten f&uuml;r die Langzeitarbeitslosen. Aus dem Hause von der Leyen kommt die frohe Botschaft, dass die B&uuml;rgerarbeit eine Alternative aus der Perspektivlosigkeit bietet. Das Konzept ist nicht besonders neu und existiert in verschiedenen Modellvarianten. Arbeitslosen soll eine sozialversicherungspflichtige Arbeit im gemeinn&uuml;tzigen Bereich angeboten werden. Die B&uuml;rgerarbeit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/88.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=11265&amp;tx_ttnews[backPid]=7&amp;cHash=2f2dd87695\">Scharf links<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Der Stress nach dem Test<\/strong><br>\nDie Stresstester der europ&auml;ischen Bankaufsicht in London haben als Grundlage f&uuml;r ihre Tests das sogenannte Tier-1-Kapital benutzt, eine offizielle Definition des Kernkapitals. Hierbei handelt es sich um Aktien, zur&uuml;ckbehaltende Gewinne, aber auch um verschiedene hybride Formen von Kapital. Dazu geh&ouml;ren stille Einlagen oder Vorzugsaktien. Diese Definition von Kapital entspricht den geltenden Baseler Eigenkapitalrichtlinien und wird fast &uuml;berall auf der Welt angewandt. Nur leider ist die Definition genauso schrottreif wie der Giftm&uuml;ll, der durch dieses Schrottkapital gedeckt wird. Das Baseler Komitee der Bankaufseher hat im Laufe der Krise einen neuen Vorschlag gemacht mit dem Ziel, die Definition des Kernkapitals zu versch&auml;rfen. Zugelassen sein sollen danach vorwiegend Aktienkapital und einbehaltende Gewinne, nicht mehr die hybriden Instrumente. Eine in Deutschland besonders beliebte Form hybriden Kapitals ist das sogenannte stille Kapital. Der Ausdruck &ldquo;stilles Kapital&rdquo; ist ein Widerspruch in sich. Denn es ist das Wesen des Kapitals, dass es nicht still ist, dass die Eigner des Kapitals kr&auml;ftig bei der F&uuml;hrung des Unternehmens mitwirbeln. Anleihen sind still. Der Besitzer von Anleihen will nicht mitregieren, sondern p&uuml;nktlich sein Geld bekommen. Die stillen Kapitalgeber deutscher Landesbanken, oft Bundesl&auml;nder, wollen zwar mitregieren, aber am liebsten nicht daf&uuml;r geradestehen. F&uuml;r sie ist es nicht denkbar, dass ihr Kapital dazu benutzt wird, toxischen M&uuml;ll zu neutralisieren. Sie sehen sich nicht als Aktion&auml;re.<br>\nDie angeblich so soliden deutschen Banken sind Weltmeister im Erfinden innovativer Kapitalformen. Es geht dabei h&auml;ufig um regulatorische und rechtliche Gesichtspunkte, nicht um &ouml;konomische. Das Ziel besteht darin, ein System aufrechtzuerhalten, das &ouml;konomisch betrachtet nicht mehr funktioniert. Ich habe f&uuml;r die folgende Aussage sehr viel Kritik einstecken m&uuml;ssen, aber ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass das deutsche Bankensystem bei rein &ouml;konomischer Betrachtung nicht mehr solvent ist. Das hei&szlig;t jetzt nicht, dass Ihre Sparkasse oder Bank morgen den Konkurs anmeldet, sondern dass das Bankensystem insgesamt nicht die Ressourcen hat, um den wahrscheinlich drohenden Schocks in Zukunft zu begegnen. Ob also eine Bank in einem mehr oder minder plausiblen Stresstestszenario eine offizielle Kernkapitalquote von 5,9 Prozent oder 6,1 Prozent hat, ist f&uuml;r mich irrelevant. Wenn das hybride Kapital wie bei einigen Landesbanken die H&auml;lfte des Gesamtkapitals ausmacht, dann brauchen wir uns um Dezimalstellen bei diesen Tests nicht weiter k&uuml;mmern. Wenn man eine strenge Eigenkapitalquote zugrunde legt, dann wird man feststellen, dass die britischen Banken allgemein ausreichend kapitalisiert sind, die deutschen und die spanischen nicht. &ndash; Die Kritik an der Durchf&uuml;hrung der Stresstests war zwar gr&ouml;&szlig;tenteils gerechtfertigt, aber sie verblasst angesichts der wirklichen Problematik der Rekapitalisierung. Ich halte es f&uuml;r ausgeschlossen, dass der Privatsektor in Europa diese Last allein stemmen kann. Hier bedarf es des Staates. Der Staat muss auf Restrukturierung dringen, entweder durch echte Verstaatlichungen oder durch erzwungene Rekapitalisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:kolumne-wolfgang-muenchau-der-stress-nach-dem-test\/50149627.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ausbeutung im Altersheim: Mobbing, Stress und Doppelschichten<\/strong><br>\nDie Verantwortung ist gro&szlig;, die Bezahlung mies: In vielen Altersheimen sind die Arbeitsbedingungen desastr&ouml;s. Manch ein Leiter holt sich sogar Tipps beim Anwalt, wie weit er die Ausbeutung legal treiben darf. Frustrierte Angestellte f&uuml;rchten um ihre Gesundheit. Auf SPIEGEL ONLINE packen sie aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,702417,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Single-Eltern in Deutschland: Die Alleingelassenen<\/strong><br>\nSie leben am Rande der Gesellschaft, oft fehlt das Geld f&uuml;r das Allern&ouml;tigste. Die Lage vieler Alleinerziehender in Deutschland ist dramatisch &ndash; wie sehr, belegen die Daten des neuen Mikrozensus. SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten Ergebnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,709034,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die Lage f&uuml;r Alleinerziehende hat sich dank Lohndumping, Hartz IV und anderem Sozialabbau &ndash; d. h. auch dank SPIEGEL &ndash; massiv versch&auml;rft. Denn anders als durch krasses Lohndumping ist nicht zu erkl&auml;ren, da&szlig; ein\/e Arbeitnehmer\/in mit Vollzeitstelle, wie beschrieben, nicht sich und sein\/e Kind\/er ern&auml;hren kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rh&ouml;n-Universit&auml;tsklinikum Marburg: &Auml;rzte-Fehler h&auml;ufen sich<\/strong><br>\nZeitmangel und hohe Personalfluktuation &ndash; das sind nach Beobachtung von Ulrike Kretschmann die Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r Fehler wie diese. &bdquo;Die erfahrenen &Auml;rzte verlassen das Rh&ouml;n-Uniklinikum rasch, da die Arbeitsbedingungen so schlecht sind.&ldquo; Dass immer mehr Kollegen k&uuml;ndigten hatten im April auch acht Ober&auml;rzte der Kinderklinik in einem Brandbrief an die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung beklagt. Wegen der hohen Fluktuation w&uuml;rden vom Land bezahlte Stellen f&uuml;r Forschung &bdquo;zweckentfremdet&ldquo;. Mehrmals pro Woche sieht die Marburger Allgemein&auml;rztin Patienten in ihrer Praxis, die sie zu dem Schluss kommen lassen: Seitdem die Landesregierung der Rh&ouml;n-Aktiengesellschaft vor vier Jahren 90 Prozent der Anteile des Universit&auml;tsklinikums Marburg-Gie&szlig;en verkaufte, hat sich die Qualit&auml;t der Versorgung massiv verschlechtert. &Auml;rztliche Gespr&auml;che und k&ouml;rperliche Untersuchungen k&auml;men zu kurz, die Fehlerquote nehme drastisch zu. &bdquo;Das liegt nicht an der Unzul&auml;nglichkeit oder Faulheit der &Auml;rzte&ldquo;, betont Kretschmann, &bdquo;sondern am Zeitmangel und der &Uuml;berlastung&ldquo;.  Die Haus&auml;rztin hat mit Kollegen aus Marburg und Gie&szlig;en sowie anderen Interessierten vor mehr als einem Jahr die Initiative &bdquo;Notruf 113&ldquo; gegr&uuml;ndet. L&auml;ngst geht es ihnen um mehr als eine gute Patientenversorgung und bessere Arbeitsbedingungen der &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte an den beiden Uniklinik-Standorten Marburg und Gie&szlig;en. Ihr Ziel ist Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Folgen der Privatisierung &ndash; auch, damit solche &bdquo;Fehler&ldquo; sich nicht wiederholen. Aktuell pflegen sie Kontakte nach Schleswig-Holstein, wo der Verkauf der Universit&auml;tsklinik in Kiel und L&uuml;beck zur Diskussion steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/aerzte-fehler-haeufen-sich\/-\/1472796\/4514700\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Milliard&auml;r Theo Albrecht: Revolution&auml;r der Kr&auml;merseele<\/strong><br>\nDas auff&auml;lligste Merkmal der &ouml;ffentlichen Person Theo Albrecht war seine Unsichtbarkeit. &Uuml;ber sein Privatleben ist kaum mehr bekannt als die &auml;u&szlig;eren Lebensdaten, und auf den wenigen publizierten Fotos wirkt er unscheinbar wie Willy Loman, der Handlungsreisende aus dem ber&uuml;hmten St&uuml;ck von Arthur Miller. Buschige Brauen, gro&szlig;e Brillengl&auml;ser, ein freundlicher Blick. Theo Albrecht, einer der erfolgreichsten Unternehmer der deutschen Nachkriegsgeschichte und als Inhaber der Discount-Kette Aldi Nord einer der reichsten M&auml;nner Deutschlands, ist am vergangenen Samstag in Essen im Alter von 88 Jahren gestorben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/revolutionaer-der-kraemerseele\/-\/1472780\/4513878\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Auswirkungen von ALDI&acute;s Gesch&auml;ftsmodell auf Einkommen der Besch&auml;ftigten, Arbeitsbedingungen und Wettbewerb im Einzelhandel sowie auf Landwirtschaft, Zulieferer und das Konsumverhalten werden leider vor lauter Revolution &uuml;berhaupt nicht beleuchtet. Dazu erfahren wir mehr in einem <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2010\/07\/28\/dlf_20100728_1908_6033bc7b.mp3\">Kurzkommentar im Deutschlandradio<\/a>.<br>\nUnd sind ein paar gesparte Euro pro Gro&szlig;einkauf wirklich den Stress wert, die Waren in Hetze &ndash; eigentlich fast N&ouml;tigung! &ndash; von einer Fl&auml;che von h&ouml;chstens einem halben Quadratmeter ohne Laufband in den Einkaufswagen kehren zu m&uuml;ssen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ist Professor Sinn ein &ldquo;verr&uuml;ckter Marxist&rdquo;?<\/strong><br>\nWenn die Heidi Klum des deutschen &Ouml;konomiegewerbes mal wieder irgendwo spricht, dann taugt das Ergebnis zur lehrreichen und unterhaltsamen Lekt&uuml;re. So auch dieses Interview, das der ehrenwerte Professor Sinn dem Deutschlandradio gegeben hat. Darin wurde er vom Interviewer u.a. gefragt:<br>\nAber irgendwann muss auch das Sparen aufh&ouml;ren und der Konsum wieder angekurbelt werden, wenn wir die Abh&auml;ngigkeit vom Export verringern wollen. Wie kann das geschehen?<br>\nGute Frage, Herr Liminski &ndash; das interessiert ihre Zuh&ouml;rer und Leser brennend! Ja, Herr Professor: Wie kriegen wir das bo&szlig; hin? Sie wissen doch sonst immer alles. Wie also?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/07\/26\/ist-professor-sinn-ein-verruckter-marxist\/\">Weissgarnix<\/a>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Amokl&auml;ufer in der Lobby<\/strong><br>\nEr ist Lobbyist aus Leidenschaft &ndash; und gegen Bezahlung, wie man annehmen darf. Wer aber zitiert diesen losgelassenen Quacksalber noch? Hans-Werner Sinn, Atomlobbyist und neoliberale Allzweckwaffel, kurbelt weiterhin flei&szlig;ig die Gebetsm&uuml;hle durchs Land und findet immer wieder jemanden, der ihn auch noch anspricht. Wieder einmal trommelt der Umwelt-Dino f&uuml;r die Atomkraft, und das nach dem Absaufen der Asse und neuer Berechnungen, denen zufolge heute schon mehr als 10 Millliarden Euro Folgekosten aus der Kernkraft anstehen. Das ficht den Hans-Werner freilich nicht an. Er h&auml;lt Vortr&auml;ge vor dem Atomforum, in dem sich Freunde und F&ouml;rderer zu einem Eintrittspreis von 890 Euro einfinden. Ob davon ein klein wenig f&uuml;r ihn abgefallen ist? Dort d&uuml;rfte jedenfalls aufmerksam gepr&uuml;ft werden, ob K&auml;ptn Iglo seine vorgestrigen Argumente, die allesamt widerlegt sind, noch sch&ouml;n auswendig aufsagen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=4096\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Faule Studien: Wie Lobbyisten uns manipulieren<\/strong><br>\nLobbyisten wollen die Politik beeinflussen. Die Arbeitgeber sind in dieser Disziplin recht erfolgreich. Sie verweisen gern auf Studien, die belegen sollen, dass ihre Forderungen nicht nur ihren Interessen entsprechen, sondern wissenschaftlich fundiert sind. Doch k&uuml;rzlich sind zwei widerspr&uuml;chliche Studien frontal aufeinandergeprallt. Der Unfall wurde &ndash; was sehr selten passiert &ndash; aufgekl&auml;rt, und der Untersuchungsbericht zeigt: Die Lobbyisten scheuen sich nicht, uns mit fragw&uuml;rdigen Methoden zu manipulieren. Was ist geschehen? Am 10. Februar berichtet das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW): &ldquo;Die Regelungen des K&uuml;ndigungsschutzes kosten die Wirtschaft hierzulande 7,5 Milliarden Euro pro Jahr.&rdquo; Mehr noch: Der K&uuml;ndigungsschutz verhindere, &ldquo;dass j&auml;hrlich mehr als 40000 neue Stellen geschaffen werden&rdquo;. Das habe das IW mit IW Consult in einer &ldquo;repr&auml;sentativen Unternehmensbefragung&rdquo; ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wie-lobbyisten-uns-manipulieren\/-\/1472780\/3317136\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Ein wissenschaftlicher Offenbarungseid f&uuml;r das Institut der Deutschen Wirtschaft!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Reflexe der Lobby<\/strong><br>\nDie Regierung will Privilegien von Firmen bei der &Ouml;kosteuer streichen, die Verb&auml;nde reagieren entsetzt. Das ist weder &uuml;berraschend noch begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-07\/oekosteuer-kommentar?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Als der Euro gerettet wurde<\/strong><br>\nEs war die Nacht vom 7. auf den 8. Mai. Die Staats- und Regierungschefs der Eurostaaten tagten, ihre W&auml;hrung stand kurz vor dem Kollaps. Nicolas Sarkozy sah sich als &bdquo;Retter des Euro&ldquo;. War das eine seiner ber&uuml;hmten &Uuml;bertreibungen? Ein britischer Historiker hat die Szenen vom dramatischen Euro-Gipfel genau rekonstruiert.<br>\nDer Br&uuml;sseler Euro-Gipfel vom 7. Mai war ein sonderbares Ereignis. Er f&uuml;hrte zu einer dramatischen, milliardenschweren Rettungsaktion f&uuml;r die Gemeinschaftsw&auml;hrung, ohne dass die &Ouml;ffentlichkeit recht mitbekam, was da eigentlich geschehen war.<br>\nEs dauerte zwei, drei Tage, bis den B&uuml;rgern in den Eurol&auml;ndern klar wurde, dass ihre W&auml;hrung offenbar kurz vor dem Kollaps gestanden hatte und dass nun die gewaltige Summe von 750 Milliarden Euro an B&uuml;rgschaften f&uuml;r ihre St&uuml;tzung aufgebracht werden musste. Es war wie so oft in der Finanzkrise: Politiker, Medien und B&uuml;rger wurden von den Entwicklungen an den Finanzm&auml;rkten &uuml;berrollt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~E8B02B8EE48DC43F592E7472B868C052D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ganz interessant zu lesen. Die Schilderung macht verst&auml;ndlich, warum die Gr&uuml;nen im Bundestag verlangen, dass der Vertrag &uuml;ber den Euro-Rettungsschirm dem <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_07\/2010_260\/01.html\">Bundestag vorgelegt werden muss<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Geheimstudie &uuml;ber Stuttgart 21 und die Neubaustrecke im Internet<\/strong><br>\nAnalyse des bisher unver&ouml;ffentlichten sma-Bericht an die Nahverkehrsgesellschaft Baden-W&uuml;rttemberg NVBW vom 3.6.2008 vom Fahrgastverband PRO BAHN, vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland und vom Verkehrsclub Deutschland (VCD).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/index.php?id=534\">K 21 &ndash; Ja zum Kopfbahnhof<\/a>\n<p><em>passend dazu: <\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/kopfbahnhof-21.de\/index.php?id=525\">Offener Brief<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MR:<\/strong> Bitte ver&ouml;ffentlichen Sie diesen Offenen Brief und geben einen Hinweis auf die Homepage der Stuttgart 21 Gegner. Es ist &ldquo;f&uuml;nfvorzw&ouml;lf&rdquo; &ndash; in wenigen Tagen will die Bahn einen Teil unseres sch&ouml;nen Stuttgarter Bahnhofs abrei&szlig;en, gegen alle Widerst&auml;nde. Es ist einfach ganz egal, was die Bev&ouml;lkerung will, dieses Wahnsinnsprojekt, das keiner will und vor allem keiner bezahlen kann, wird einfach umgesetzt. Es ist heute schon klar, dass die Kosten ins unermessliche steigen werden. Dann werden die Politiker sagen, das habe man nicht voraussehen k&ouml;nnen &ndash; kein Bauprojekt wurde jemals zu den vorkalkulierten Kosten fertig gestellt. Es ist ganz klar, dass hier politischer Wahnsinn umgesetzt wird, der jetzige Bahnhof ist vollkommen in Ordnung, m&uuml;sste nur etwas renoviert werden &ndash; das w&auml;re es denn auch. Au&szlig;erdem ist jetzt schon, durch die angefangenen Bauma&szlig;nahmen, der S-Bahn-Verkehr zusammengebrochen, davor konnte man sich auf die P&uuml;nktlichkeit verlassen. Das ist ein Paradebeispiel, wie unsere &ldquo;Sonnenk&ouml;nige&rdquo; mit der Demokratie umgehen und mit den Geldern der kleinen Leute, Der Stadt Stuttgart fehlt es ja jetzt schon an Geld (den anderen auch).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Katastrophe von Duisburg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>T&auml;uschen, Tarnen, Tricksen<\/strong><br>\n21 Menschen wurden get&ouml;tet &ndash; ihr Tod hat jedoch nichts mit Schicksal zu tun, sondern wurde durch die Verantwortlichen billigend in Kauf genommen. Wer aber sind die Verantwortlichen? Man sollte den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, die nach Aussage des NRW-Innenministers J&auml;ger wohl in einem Strafverfahren m&uuml;nden werden, vielleicht nicht vorgreifen, zumal die Situation immer noch un&uuml;bersichtlich ist. Alle Verantwortlichen tun n&auml;mlich ihr Bestes, um falsche Informationen zu streuen und sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen. (&hellip;) Aus den Einzelheiten, die bis jetzt an die &Ouml;ffentlichkeit drangen, l&auml;sst sich jedoch bereits sagen, dass ein R&uuml;cktritt von Oberb&uuml;rgermeister Sauerland oder Ordnungsdezernent Rabe l&auml;ngst nicht mehr ausreicht &ndash; wenn Gerechtigkeit walten w&uuml;rde, m&uuml;ssten sie das Duisburger Rathaus in Handschellen verlassen. (&hellip;)<br>\nAuch die Herren im Duisburger Rathaus bekommen aus dem Innenministerium ihr Fett weg. J&auml;ger beschwerte sich nicht nur &uuml;ber die mangelnde Zusammenarbeit im Vorfeld der Veranstaltung und die ignorierten Warnungen, sondern lie&szlig; die &Ouml;ffentlichkeit auch wissen, dass die Polizei erst am Veranstaltungstag die endg&uuml;ltige Genehmigung zu sehen bekam. Das verwundert nur auf den ersten Blick, schlie&szlig;lich lie&szlig; sich im Duisburger Rathaus niemand finden, der seine Unterschrift unter dieses Papier setzen wollte. Wie eine hei&szlig;e Kartoffel kreisten die Dokumente von Entscheider zu Entscheider. Oberb&uuml;rgermeister Sauerland rettete sich erst einmal in den Urlaub nach &Ouml;sterreich und am 21. Juli fand man endlich einen Dummen &ndash; ein kleiner Sachbearbeiter aus dem Bauamt unterzeichnete die Genehmigung. Der Endpunkt dieser perfiden Geschichte k&ouml;nnte es sein, dass nun dieser Sachbearbeiter als Bauernopfer gehen muss und die Herren Rabe und Sauerland bis zu ihrer unverdienten Pension im Amt bleiben. Um mit Max Liebermann zu schlie&szlig;en: &bdquo;Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen m&ouml;chte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/3744\/tauschen-tarnen-tricksen\">Spiegelfechter<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Chronologie einer Katastrophe<\/strong><br>\nHier die gesammelten Videoaufnahmen eines Besuchers von der Ankunft auf dem Gel&auml;nde und sp&auml;ter direkt vom Geschehen bei der Treppe und sehr schrecklich, aber hilfreich, um sich ein recht genaues Bild von der Situation und den Bedingungen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.crankworld.de\/archives\/1125\">Crank World<\/a><\/li>\n<li><strong>Ruhrgebiet und Loveparade: Der Zwang zum Megaevent<\/strong><br>\nDie breite nationale und internationale &Ouml;ffentlichkeit sollte hingegen mit Events auf das Ruhrgebiet aufmerksam werden. Ob Klavierfestival Ruhr, Kulturhauptstadt, Loveparade oder die gescheiterte Olympia-Bewerbung: M&ouml;glichst gro&szlig;e Events sollten als Kommunikationsvehikel die Botschaft des strukturgewandelten Ruhrgebiets transportieren.<br>\nAuf den ersten Blick ein schl&uuml;ssiges Konzept: Die Kontakte, die man auf diesem Weg erzielt hat, h&auml;tte sich das Ruhrgebiet &uuml;ber klassisches Werbung nie leisten k&ouml;nnen. Die Bilder des Stilllebens auf der &nbsp;A40 gingen um die Welt &ndash; unbezahlbar.<br>\nDer Nachteil dieser Strategie: Es mussten immer neue, m&ouml;glichst gro&szlig;e Events her. In der Region gewachsene Veranstaltungen wie Bochum-Total oder Juicy Beats wurden nie gefeatured. Sie waren schlicht zu klein, sorgten nicht f&uuml;r das n&ouml;tige mindestens bundesweite mediale Interesse. Lieber kaufte man die Marke Loveparade ein. Klar, die Veranstaltung war eigentlich schon tot als sie 2007 ins Revier kam. Aber es war damals kein &nbsp;andere Megavent auf dem Markt, das man ins Ruhrgebiet holen konnte. Und langfristig auf die eigenen St&auml;rken zu setzen passte nicht ins Konzept.<br>\nDer Zwang zum Megaevent war einer der Gr&uuml;nde warum bei der Sicherheit alle Augen zu gedr&uuml;ckt wurden. Die Loveparade durfte nicht scheitern &ndash; wer auf gro&szlig;e Events als Haupt-Kommunikationsmittel setzt &nbsp;kann das Scheitern eines solchen Events nicht auffangen. Das Ruhrgebiet definierte sich &uuml;ber Massenveranstaltungen und wurde von den gro&szlig;en Zahlen abh&auml;ngig wie ein Junkie vom Heroin: Es mussten immer Millionen Besucher sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/ruhrgebiet-und-loveparade-der-zwang-zum-megaevent\/\">Ruhrbarone<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&ouml;&szlig;enwahn und Provinzialit&auml;t<\/strong><br>\nGro&szlig;, gr&ouml;&szlig;er, am gr&ouml;&szlig;ten &ndash; dieses Denken hat das Revier an seine Grenzen gef&uuml;hrt. Nach dem Inferno von Duisburg ist der Metropol-Traum ausgetr&auml;umt: Das Ruhrgebiet muss umdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCCB49507459C498F8E6FA9E990486D14\/Doc~E8EDC82CF10CC477595A5DC0DDE5B506B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Tot von &uuml;ber 20 jungen Menschen und zahllose Verletzte anl&auml;sslich der Love Parade sind ein furchtbares Ungl&uuml;ck. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese schreckliche zu suchen, das ist unerl&auml;sslich, nicht nur um die daf&uuml;r Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen sondern vor allem um daraus zu lernen und k&uuml;nftige Katastrophen zu vermeiden. Die Kritik am Gr&ouml;&szlig;enwahn ist berechtigt, doch mich &auml;rgert diese herablassende Berichterstattung &uuml;ber das Ruhrgebiet. Dem Ruhrgebiet jetzt den Stempel der Provinzialit&auml;t aufzudr&uuml;cken, ist angesichts des offensichtlichen Versagens bei der Organisation dieses &bdquo;Events&ldquo; schlicht billig. Ein solches Versagen h&auml;tte es auch in Frankfurt oder anderswo geben k&ouml;nnen. Jetzt &uuml;ber das Ruhrgebiet insgesamt herzufallen, ist nichts anderes als die Arroganz der &bdquo;Kulturkritiker&ldquo; aus Berlin, Frankfurt oder M&uuml;nchen, die ansonsten das Ruhrgebiet links liegen lassen und die Events in den Sitzst&auml;dten ihrer Redaktionen hochjubeln. Das Ruhrgebiet hat es schwer, seine Vorz&uuml;ge und vor allem seine kulturellen Angebote zu vermitteln. Dort gibt es z.B. keine &uuml;berregionale Zeitung, die &uuml;ber Ereignisse berichten w&uuml;rden, die an Qualit&auml;t oder Kreativit&auml;t durchaus mit den Angeboten in den selbsternannten Kulturmetropolen mithalten k&ouml;nnten.<br>\nDas Ruhrgebiet ist eine durch den wirtschaftlichen Strukturwandel geschundene Region, doch sie hat den Umbau besser bew&auml;ltigt, als alle anderen vergleichbaren Regionen. Man schaue nur einmal nach Lothringen, nach Wallonien oder in die fr&uuml;heren Industrieregionen Englands.<br>\nNoch leben im Ruhrgebiet mindestens genauso viele Menschen, wie in Berlin und viel mehr als in Frankfurt, M&uuml;nchen, Hamburg oder gar Stuttgart. Es ist nach wie vor eine Metropole und eine Megapolis. Die Menschen im Ruhrgebiet haben diese Region lebendig erhalten, sie haben es nicht verdient, dass sie aufgrund einer schrecklichen Katastrophe nun als Provinzler abgetan werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>VIP-Klick: Christian Wulff &ndash; Hafen der Freundschaft<\/strong><br>\nChristian Wulff macht ganz klassisch Urlaub auf Mallorca. Allerdings nicht auf einer traditionellen Finca, sondern in der Villa eines deutschen Unternehmers.<br>\nDie 20-Millionen-Euro-Villa &ldquo;Paradise Castle&rdquo; soll unter anderem &uuml;ber einen gro&szlig;en Pool und eigenen Bootsanleger verf&uuml;gen, wie die Mallorca Zeitung berichtete. Das Heikle daran: Die Villa geh&ouml;rt dem Unternehmer Carsten Maschmeyer, unter anderem Gr&uuml;nder des Finanzdienstleisters AWD und Lebensgef&auml;hrte von Veronica Ferres, mit dem Wulff privat befreundet ist. Eigentlich sei der Aufenthalt l&auml;nger geplant gewesen, Wulff kehrte allerdings vorzeitig zur&uuml;ck, um am Samstag der Trauerfeier f&uuml;r die Opfer der Duisburger Loveparade beizuwohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/vip-klick-christian-wulff-hafen-der-freundschaft-1.981021\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Woran werden sich sp&auml;tere Generationen erinnern, wenn es um die politische Karriere des Christian Wulff geht? Er machte den ungekr&ouml;nten <a href=\"?p=2563\">K&ouml;nig der kommerziellen Altersvorsorge<\/a> und <a href=\"?p=1590\">Ministerpr&auml;sidentenkumpel<\/a> Carsten Maschmeyer mit Schauspielerin Veronica Ferres bekannt, verleiht als erste bundespr&auml;sidiale Amtshandlung den Bundesverdienstorden an Jogi L&ouml;w und seine Gattin ist die erste deutsche First Lady mit einer T&auml;towierung.<br>\nJa, normalerweise sollte eine 100-Tages-Frist eingehalten werden, aber es geht leider nicht respektvoller, tut mir leid.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Manager fordern &ldquo;Bildung statt Ballermann&rdquo;<\/strong><br>\nProvokanter Vorsto&szlig;: Der Verband der Wirtschaftsjunioren (WJD) hat die Arbeitnehmer aufgerufen, ihre Urlaubstage f&uuml;r Fortbildungen zu nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article8704605\/Manager-fordern-Bildung-statt-Ballermann.html?print=true#reqdrucken\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Alle Jahre wieder&hellip; zur Urlaubszeit. Und konsequent: wenn die Arbeitnehmer schon durch die Bank deutlich unterbezahlt sind, dann sollen sie wenigstens ihre Urlaubstage f&uuml;r Weiterbildung (= unbezahlte Mehrarbeit) verschwenden. Vom Arbeitgeber bezahlte Fortbildung scheint eh aus dem Arbeitsleben zu verschwinden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Guttenberg schwitzt<\/strong><br>\nIch glaube ja, da&szlig; Spezialkr&auml;fte nicht allein daf&uuml;r da sind, da&szlig; gezielte T&ouml;tungen vorgenommen worden&laquo;, erz&auml;hlt Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg dem Fernsehsender Phoenix. &raquo;Sie sind ja auch dazu da, an der einen oder anderen Stelle mal f&uuml;r Ruhe zu sorgen, oder da&szlig; man auch mal Festnahmen vornimmt.&laquo; Die &Auml;u&szlig;erungen fielen in einem &raquo;Kamingespr&auml;ch&laquo;, das Phoenix am kommenden Sonntag ausstrahlen will, interessierten Journalisten aber auch vorab zur Verf&uuml;gung stellt.<br>\nMan sollte meinen, der Mann redet sich um Kopf und Kragen. Nicht nur am Hindukusch, auch &raquo;f&uuml;r Gef&auml;hrdungslagen, die &uuml;ber Afghanistan hinausgehen&laquo;, m&uuml;sse die Bundesregierung &raquo;Strukturen bereithalten&laquo;, die ihm, dem zust&auml;ndigen Minister &raquo;die Schwei&szlig;perlen auf die Stirn&laquo; treiben, redet er sich am Kamin hei&szlig;, w&auml;hrend er mit beiden Armen propellert. Was f&uuml;r Strukturen? Nun: &raquo;Da&szlig; man international abgestimmt verst&auml;rkt mit Geheimdiensten wird vorgehen m&uuml;ssen, da&szlig; man &ndash; wenn man eine saubere Rechtsgrundlage hat &ndash; auch auf Spezialkr&auml;fte wird zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen m&uuml;ssen&laquo;, erkl&auml;rt Guttenberg.<br>\n&raquo;In klarem Deutsch hei&szlig;t das aber auch, gezielte T&ouml;tungen m&uuml;ssen m&ouml;glich sein?&laquo; fragt daraufhin der Interviewer nach. Und Guttenberg sagt nicht nein. &raquo;Das ist jetzt sozusagen die &Uuml;berspitzung&laquo;, lautet die Antwort, die man &ndash; je nach Gusto &ndash; f&uuml;r nichts- oder vielsagend halten kann. In einem Punkt aber ist der Minister bemerkenswert deutlich: Da&szlig; &raquo;wir uns als Deutsche an solchen Dingen nur beschr&auml;nkt und bedingt beteiligen&laquo;, liegt nicht etwa daran, da&szlig; &raquo;wir&laquo; nicht wollen, sondern einzig daran, da&szlig; es daf&uuml;r &ndash; noch &ndash; keine &raquo;klaren Rechtsgrundlagen&laquo; gibt. &raquo;Die haben wir international abgestimmt zu meiner Zufriedenheit noch nicht&laquo;, moniert der Minister. &raquo;Aber sie m&uuml;ssen auch mal formuliert werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/07-30\/047.php\">junge Welt<\/a><br>\nSiehe auch:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/diskussionen\/314930\">PHOENIX-Kamingespr&auml;ch So, 01.08.10, 13.00 &ndash; 14.00 &amp; 22.30 &ndash; 23.30 Uhr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zwei Kriege am Hindukusch<\/strong><br>\nDie Wikileaks-Dateien zeigen: Es gibt zwei Kriege am Hindukusch &ndash; einen offiziellen und einen geheimen. Der Letztere hat kein deutsches Mandat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F07%2F29%2Fa0129&amp;cHash=786def3447\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Einwanderungsgesetz in Arizona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Obamas riskanter Sieg<\/strong><br>\nPr&auml;sident setzt sich vor Gericht im Streit um illegale Einwanderer durch &ndash; das k&ouml;nnte ihn Stimmen kosten. Es ist einerseits ein juristischer Sieg f&uuml;r Pr&auml;sident Barack Obama, der eine Reform des Einwanderungsrechts auf Bundesebene anstrebt. Sein Justizminister Eric Holder hatte gegen das Arizona-Gesetz geklagt. Andererseits erh&ouml;ht die Zuspitzung die politischen Risiken bei der Kongresswahl, bei der sich entscheidet, ob Obama seine Parlamentsmehrheit verliert. In Umfragen w&uuml;nscht eine klare Mehrheit der B&uuml;rger ein sch&auml;rferes Vorgehen gegen illegale Migranten. In der US-Bev&ouml;lkerung herrscht ein &auml;hnlicher Unmut wie in Deutschland vor der &Auml;nderung des Asylrechts 1993.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/obamas-riskanter-sieg\/1893382.html;jsessionid=D392A30508EF6476A6DCEC561427EE50\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Ich will diese Schlammschlacht<\/strong><br>\nIm Leichenhaus der W&uuml;stenstadt Tuscon im US-Bundesstaat Arizona ist kein Platz mehr. Die K&uuml;hlung bietet Raum f&uuml;r 200 K&ouml;rper, doch im Moment m&uuml;ssen mehr als 300 Tote gelagert werden. &ldquo;Die meisten sind Fl&uuml;chtlinge aus Mexiko&rdquo;, sagte Gerichtsmediziner Bruce Parks der New York Times. Sie kommen noch immer, obwohl in Arizona am 29. Juli das strengste Einwanderungsgesetz der USA in Kraft tritt. Doch weil bereits jetzt die Grenzkontrollen sch&auml;rfer werden, m&uuml;ssen sie entlegenere Wege w&auml;hlen. Todesrouten, die tagelang an keiner Wasserquelle vorbeif&uuml;hren.57 Leichen sind allein im Juli gefunden worden &ndash; wesentlich mehr als im Vergleichszeitraum 2009. Und das, obwohl die Gesamtzahl illegaler Einwanderer abzunehmen scheint. Festnahmen gab es in diesem Jahr nur halb so viele wie im Rekordjahr 2000.<br>\nHinter der Entscheidung, das Gesetz vor den Supreme Court zu bringen, steht Russell Pearce, Senator in Arizonas oberer Parlamentskammer: &ldquo;Ich habe das Gesetz geschrieben, um es vor das Oberste Gericht zu bringen. Ich will diese Schlammschlacht.&rdquo; Pearce hofft auf eine Mehrheitsentscheidung des konservativen Gerichtes zugunsten seines Gesetzes, um das Problem der illegalen Einwanderung ein f&uuml;r alle Mal zu l&ouml;sen. Nun w&auml;chst der Druck auf Obama, sich des Themas anzunehmen. Mit Konjunkturpaket, Finanz- und Gesundheitsreform hat der Pr&auml;sident jedoch bereits einen Gro&szlig;teil seines politischen Kapitals verbraucht. Es ist fraglich, ob die Kraft noch f&uuml;r ein weiteres Mammutprojekt reicht. Wahrscheinlicher ist, dass die US-Regierung die Richtungsentscheidung bei der Einwanderung dem Supreme Court &uuml;berl&auml;sst.Der Oberste Richter John Roberts stellt mit den Juristen Samuel Alito, Antonin Scalia und Clarence Thomas den konservativen Block. Die Stimme des moderaten Richters Anthony Kennedy ist daher bei fast allen Abstimmungen die entscheidende. In 92 Prozent aller Urteile gab seine Meinung den Ausschlag. Vermutlich wird es auch beim Thema Einwanderung so sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/einwanderungsgesetz-in-arizona-ich-will-diese-schlammschlacht-1.981427\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Schramm, Zorn<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XMZw1bSIE2k&amp;feature=related\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kein Jobwunder; Lage der Langzeitarbeitslosen versch&auml;rft; Lohndumping; von der Leyens Scheinalternative; Stress nach dem Test; Ausbeutung im Altersheim; Single-Eltern alleingelassen; im Rh&ouml;n-Klinikum h&auml;ufen sich &Auml;rztefehler; Aldi &ndash; Revolution&auml;r der Kr&auml;merseele; Lobbyismus; als der Euro gerettet wurde; Geheimstudie &uuml;ber Stuttgart 21; die Katastrophe von Duisburg; Wulff wohnt bei Maschmeyer; Bildung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6343\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6343","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6343"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6347,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6343\/revisions\/6347"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}