{"id":63455,"date":"2020-07-31T08:27:45","date_gmt":"2020-07-31T06:27:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455"},"modified":"2020-07-31T08:27:45","modified_gmt":"2020-07-31T06:27:45","slug":"hinweise-des-tages-3664","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h01\">Arbeitsschutzkontrollgesetz: Mut zur L&uuml;cke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h02\">1,67 Euro f&uuml;r einen K&uuml;hlschrank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h03\">Selbst der DGB war f&uuml;r Hartz-IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h04\">Arbeitsmarktkrise zeigt Handlungsbedarf auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h05\">Pfleger kritisieren Corona-Pr&auml;mie: &ldquo;Das ist wie eine Art Schweigegeld&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h06\">Keingroschenoper<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h07\">Falsche Positivbescheide: T&ouml;nnies-Mitarbeiter zu Unrecht in Quarant&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h08\">Klinikum Ludwigshafen: Gibt es eine zweite Corona-Welle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h09\">Wie Covid-19-Masken Computer verwirren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h10\">Es droht der Abstieg in die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h11\">Die T&uuml;rkei auf imperialem Kurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h12\">Falschdarstellung von Nixons Chinapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h13\">US-Truppenabzug entfacht Koalitionsstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h14\">AfD-Machtkampf nach Kalbitz&rsquo; Aus: Herr Gauland macht sich nackig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63455#h15\">&ldquo;Mann, Sieber!&rdquo; ZDF-Show wird nach f&uuml;nf Jahren eingestellt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsschutzkontrollgesetz: Mut zur L&uuml;cke<\/strong><br>\nIm Raum steht aber auch die Frage, warum sich die Regierung nicht gleichzeitig auch um die Landwirtschaftshelfer oder Lieferdienste gek&uuml;mmert hat, Sparten, in denen es um Arbeitsverh&auml;ltnisse und Arbeitnehmerschutz nicht viel besser steht als in der Fleischindustrie. Heil will das &rsaquo;&rsaquo;pr&uuml;fen&lsaquo;&lsaquo;, was auf Deutsch so viel hei&szlig;t wie: man will es nicht. Nicht umsonst brauchte es auch bei T&ouml;nnies den Corona-Skandal, bis die Medien kollektiv hellh&ouml;riig wurden und zwangsl&auml;ufig auch die Politik unter Zugzwang geriet.<br>\nUm den T&ouml;nnies-Skandal und das eigentliche Nicht-Wollen der Politik einordnen zu k&ouml;nnen, muss man die Geschichte der Agenda 2010 kennen. Im Zuge dieser Reformen wurden ab 2003 Arbeitnehmerschutzrechte, welche nun wieder auf der &ndash; Achtung Wortwitz! &ndash; &rsaquo;&rsaquo;Agenda&lsaquo;&lsaquo; stehen, systematisch ausgehebelt. Der Missbrauch der Leiharbeit, der jetzt so am Pranger steht, wurde mit ihr &uuml;berhaupt erst gesetzlich erm&ouml;glicht. Das hei&szlig;t &ndash; ja, ganz genau &ndash; er wurde von genau der Partei auf den Weg gebracht, die ihn jetzt halbherzig bek&auml;mpfen will.<br>\nDie Geschichte geht aber mit der Reform des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes 2017 weiter. &rsaquo;&rsaquo;Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte &uuml;berhaupt eine gesetzliche Regelung, die ganz eindeutig die Rechte der Leiharbeitnehmer st&auml;rkt. Wir haben zum ersten Mal &uuml;berhaupt Regeln, damit Werkvertr&auml;ge nicht missbraucht werden&lsaquo;&lsaquo;, t&ouml;nte Heils Vorg&auml;ngerin und Parteikollegin, Andrea Nahles, &uuml;ber ihren Entwurf im Mai 2016.<br>\nTats&auml;chlich war das Gegenteil der Fall. Das Gesetz machte es wieder m&ouml;glich, Leiharbeit f&uuml;r Daueraufgaben legal zu nutzen, nachdem diese 2011 durch die Vorgaben der EU-Leiharbeitsrichtline stark beschr&auml;nkt wurde. Zwar k&ouml;nnen Leiharbeiter mit der Reform nur bis zu 18 Monate entliehen werden. Ein Tarifvertrag der Entleihbranche kann diese Frist aber unbegrenzt verl&auml;ngern. Gleichbehandlung beim Lohn ist fr&uuml;hestens nach 9 Monaten zwingend &ndash; die Frist kann in Tarifvertr&auml;gen auch l&auml;nger &rsaquo;&rsaquo;gestreckt&lsaquo;&lsaquo; werden.<br>\nWer hat diese von Nahles so bejubelte Reform, von der &uuml;brigens im damaligen Koalitionsvertrag kein Wort stand, im BMAS &bdquo;bestellt&ldquo;? Sicherlich nicht die illegal verliehenen Arbeitnehmer, und sicher auch nicht die Kernklientel der SPD. Die gef&uuml;rchtete Lobby &ndash; Sie wissen schon, &rsaquo;&rsaquo;die mit sehr, sehr viel Geld ihr Gesch&auml;ftsmodell retten will&lsaquo;&lsaquo; &ndash; schon eher. Bemerkenswert aber ist vor allem, mit welchem Chuzpe Nahles ein Lobbyistengesetz als eine St&auml;rkung der Rechte f&uuml;r Leiharbeiter zu verkaufen wusste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/mut-zur-luecke\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>1,67 Euro f&uuml;r einen K&uuml;hlschrank<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat neu ermittelt, was Hartz-IV-Empf&auml;nger zum Leben brauchen. Die Zahlen sind umstritten.<br>\nAlle f&uuml;nf Jahre wird gepr&uuml;ft, was ein Mensch in Deutschland zum Leben braucht. Das Ergebnis ist der Hartz-IV-Satz &ndash; jener Geldbetrag, den Hilfsempf&auml;nger vom Staat erhalten. Jetzt liegt ein Gesetzentwurf mit den neuesten Zahlen vor. 439 statt 432 Euro w&uuml;rde ein alleinstehender Hilfsempf&auml;nger danach im kommenden Jahr monatlich erhalten (plus Wohnkosten). F&uuml;r ein Kind im Alter von 6 bis 13 Jahren bliebe es bei 308 Euro (f&uuml;r j&uuml;ngere Kinder 278 Euro, f&uuml;r &auml;ltere 367 Euro).<br>\nKritiker halten die Betr&auml;ge f&uuml;r viel zu niedrig. Von &ldquo;unversch&auml;mter Kleinrechnerei&rdquo; spricht Ulrich Schneider, der Chef des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wende die gleichen Tricks an wie seine Vorg&auml;ngerin Ursula von der Leyen (CDU). Auch andere Sozialverb&auml;nde wie die Arbeiterwohlfahrt (&ldquo;entt&auml;uschend&rdquo;) oder die Diakonie (&ldquo;methodisch falsch&rdquo;) &uuml;ben Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/32\/hartz-iv-satz-anpassung-grundsicherung-existenzminimum\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu sind auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47007#h07\">Hartz IV: Wie die Bundesregierung die Regels&auml;tze niedrig rechnet<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Studie_Was_der_Mensch_braucht_2015.pdf\">was der Mensch braucht<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Selbst der DGB war f&uuml;r Hartz-IV<\/strong><br>\nEine Dokumentation zu einem fast vergessenen Sachverhalt \/ Holdger Platta<br>\nMehrfach habe ich es schon in der Zwischenzeit erlebt: selbst engagierte Mitmenschen erinnern sich nicht mehr daran, da&szlig; in den Anfangsmonaten von Hartz-IV &ndash; w&auml;hrend der ersten Monate des Jahres 2005 &ndash; Michael Sommer, zu dieser Zeit noch DGB-Chef, zig Interviews gab und durch zig Talkshows zog, um der &Ouml;ffentlichkeit dieses Menschenverelendungswerk als &ndash; so w&ouml;rtlich! &ndash; &bdquo;Schutz vor Armut&ldquo; zu verkaufen. Ein trauriges Beispiel, dem selbst aktive Gewerkschaftler &sbquo;von ganz unten&lsquo; kein Ende zu setzen vermochten. Hier Erinnerung an die Korrekturversuche der &bdquo;Gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppe G&ouml;ttingen&ldquo; aus den Monaten April und Mai 2005. Zwei Briefe, die Michael Sommer mit Argumenten umzustimmen versuchten, und zwei Reaktionen der DGB-Spitze darauf, die das v&ouml;llige Scheitern dieses Bem&uuml;hens dokumentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/selbst-der-dgb-war-fuer-hartz-iv\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsmarktkrise zeigt Handlungsbedarf auf<\/strong><br>\nDie aktuelle Krise am Arbeitsmarkt zeigt deutlich den politischen Handlungsbedarf auf. Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld sind zu niedrig, um damit &uuml;ber die Runden zu kommen. Das Kurzarbeitergeld muss sofort auf 90 Prozent des Nettoentgelts erh&ouml;ht werden, und f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die nur den gesetzlichen Mindestlohn erhalten, auf 100 Prozent. Das Arbeitslosengeld muss von 60 Prozent auf 68 Prozent des Nettoentgelts angehoben werden. Die Bundesregierung muss schnellstm&ouml;glich f&uuml;r eine bessere Krisenabsicherung sorgen&rdquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Durch die Corona-Krise wird deutlich, dass die Auszahlung von Leistungen beschleunigt und vereinfacht werden muss. Menschen in Not brauchen so schnell wie m&ouml;glich Unterst&uuml;tzung. Die Prozesse sind zu langwierig, Reaktionen auf Anfragen erfolgen oft mit gro&szlig;er Zeitverz&ouml;gerung, Unterlagen kommen nicht beim zust&auml;ndigen Sachbearbeiter an usw. Das System muss dringend optimiert werden. Die Krise zeigt auch, dass ausreichend Personal in der Arbeitsverwaltung ben&ouml;tigt wird und nicht leichtfertig abgebaut werden darf, nur weil der Arbeitsmarkt in einer Momentaufnahme stabil erscheint. Das sollte auch die Bundesregierung endlich lernen und die personelle Situation verbessern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/arbeitsmarktkrise-zeigt-handlungsbedarf-auf\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pfleger kritisieren Corona-Pr&auml;mie: &ldquo;Das ist wie eine Art Schweigegeld&rdquo;<\/strong><br>\nAlexander Jorde wurde 2017 durch seinen Auftritt in der &ldquo;ARD&rdquo;-Wahlarena bekannt, als er im Gespr&auml;ch mit Bundeskanzlerin Merkel auf die Missst&auml;nde in der Pflege aufmerksam machte. Auch jetzt kritisiert der Gesundheits- und Krankenpfleger die Zust&auml;nde in seinem Beruf scharf &ndash; erkl&auml;rt aber auch, warum er den Pflegebonus ohnehin f&uuml;r das falsche Instrument h&auml;lt.<br>\n&ldquo;Ich war von Anfang an eigentlich gar nicht f&uuml;r diesen einmaligen Pflegebonus &ndash; weil ich den Sinn dahinter nicht so wirklich erkenne. Klar: Anerkennung. Aber ich habe auch die Vermutung, dass es etwas ist, wo die Politik dann sagen kann &lsquo;Ihr habt doch etwas bekommen, jetzt ist aber auch erst einmal gut, wir sind in einer schlechten wirtschaftlichen Lage&rsquo; &ndash; wie so eine Art Schweigegeld&rdquo;, gibt der 24-J&auml;hrige zu bedenken.<br>\nDie viel bessere Alternative w&auml;re in seinen Augen eine staatlich finanzierte Stundenzulage gewesen, die nach der Corona-Krise auch in die Tarifvertr&auml;ge h&auml;tte &uuml;bernommen werden k&ouml;nnen. Das h&auml;tte seiner Meinung nach einen Anreiz geschaffen, freiwillig mehr zu arbeiten &ndash; und nicht, weil man dazu gedr&auml;ngt w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nDass der Pflegebonus letztlich nur an eine Berufsgruppe gezahlt wurde, sei Jorde zufolge ein Instrument, um Geld zu sparen. Eines, dass er nicht nachvollziehen kann: &ldquo;Wenn man den Bonus an alle gezahlt h&auml;tte, w&auml;ren es nicht einmal zwei Milliarden Euro mehr gewesen &ndash; und das ist weniger als ein Viertel von dem, was man f&uuml;r die Lufthansa-Rettung gezahlt hat. Und da sieht man, wo die Priorit&auml;ten liegen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/id_88298550\/pflegebonus-das-sagen-betroffene-und-politik-dazu-.html\">T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Keingroschenoper<\/strong><br>\nInsgesamt erwecken privatwirtschaftliche und staatliche Finanzaufsicht den Eindruck eines bewusst auf Unf&auml;higkeit getrimmten Systems. Da n&uuml;tzen auch kosmetische Korrekturen durch Aktionspl&auml;ne nichts. Es besteht sogar der Verdacht, dass die Aufsicht eine Kontrolle gar nicht aus&uuml;ben soll, sondern ihre Existenz die M&ouml;glichkeit schafft, den Staat und nicht das Unternehmen (wo eh nichts zu holen ist) auf Schadenersatz zu verklagen. Der Staat wird so zum ideellen Gesamthafter f&uuml;r die Verfehlungen der Finanzindustrie. Der T&uuml;binger Anwalt Andreas Tilp versammelt bereits die gesch&auml;digten Anleger f&uuml;r eine Sammelklage gegen die BaFin um sich. Er wirft ihr &bdquo;Amtsmissbrauch&ldquo; nach &sect; 839 BGB vor. Die BaFin, sagt er, habe ihre Pflichten verletzt, weil sie nicht fr&uuml;hzeitig dem Verdacht nachging, dass Wirecard seine Bilanzen frisiert.<br>\nUnd so wird der Skandal wohl enden wie Brechts Dreigroschenoper. Da begnadigt K&ouml;nigin Victoria (die eine frappierende &Auml;hnlichkeit mit Angela Merkel aufweist) den bereits unter dem Galgen stehenden Mackie Messer und erhebt ihn in den Adelsstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/keingroschenoper\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Wirecard, Olaf Scholz und die gro&szlig;e Heuchelei<\/strong><br>\nNun stellte sich heraus, dass der Dax-Konzern unter dem Radar der deutschen Finanzaufsicht seine ganz spezielle Version des Kapitalismus betrieben hat. Da hat man auch schon mal Luftbuchungen in Millionenh&ouml;he vorgenommen. Prompt kommt die Stunde der Heuchler, die nun ganz besonders klare Kante gegen angebliche schwarze Schafe unter den Kapitalisten zeigen wollen.<br>\nPrompt geraten Charaktermasken wie Scholz in die Kritik, weil sie das gemacht haben, f&uuml;r das sie eben noch hochgelobt wurden: den deutschen Standort zu st&auml;rken und der deutschen Wirtschaft m&ouml;glichst ihre W&uuml;nsche schon zu erf&uuml;llen, bevor sie von ihr ausgesprochen werden.<br>\nNat&uuml;rlich reden die meisten, die sich jetzt &uuml;ber Wirecard aufregen nicht von Kapitalismus, daf&uuml;r wird der in Ungnade gefallene deutsche Dax-Konzern dann beispielsweise von SPD-Vorsitzen Borjahns zur &ldquo;hochintelligenten Finanzmafia&rdquo;. Dass die Verantwortlichen dabei genau die kapitalistischen gesetzlichen M&ouml;glichkeiten ausnutzen, &uuml;ber die auch Borjahns und Co. nie reden wollen, wird dabei verschwiegen.<br>\nZur Mafia wird ein kapitalistisches Unternehmen dann, wenn es bei der Durchsetzung seiner kapitalistischen Methoden &ouml;ffentlichen Unmut erzeugt. W&auml;ren die Wirecard-Verantwortlichen B&uuml;rger der USA h&auml;tte man vielleicht die Heuschrecken-Metapher wieder aus dem Inventar einer regressiven Kapitalismuskritik geholt, wie es Franz M&uuml;ntefering, ein vor 15 Jahren bekannter SPD-Politiker, praktiziert hat.<br>\nWer von Heuschrecken und Mafia redet, will von kapitalistischen Mechanismen genau so wenig wissen wie alle Politiker und Medien, die erst, als sich prek&auml;r Besch&auml;ftigte Arbeiter bei T&ouml;nnies mit dem Corona-Virus angesteckt haben, entdeckten, dass es im Kapitalismus Ausbeutung gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wirecard-Olaf-Scholz-und-die-grosse-Heuchelei-4859358.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Falsche Positivbescheide: T&ouml;nnies-Mitarbeiter zu Unrecht in Quarant&auml;ne<\/strong><br>\nNach Monitor-Recherchen sind falsche Corona-Positivbescheide an zahlreiche Leiharbeiter des Fleischkonzerns T&ouml;nnies geschickt worden. Diese wurden daraufhin zu Unrecht in Quarant&auml;ne gehalten.<br>\nIm Kreis G&uuml;tersloh werden zahlreiche T&ouml;nnies-Besch&auml;ftigte zu Unrecht in Quarant&auml;ne gehalten. Der Redaktion des ARD-Magazins Monitor liegen zahlreiche wortgleiche Quarant&auml;ne-Anordnungen an Besch&auml;ftigte des Fleischunternehmens vor, bei denen es sich offenbar um Musterschreiben des Kreisgesundheitsamts handelt. In den Schreiben ist etwa von positiven Corona-Tests und Krankheitssymptomen die Rede, die sich nach Monitor-Recherchen in vielen F&auml;llen als falsch herausgestellt haben.<br>\nBei Stichproben r&auml;umte das zust&auml;ndige Gesundheitsamt die falschen Positiv-Bescheide in allen nachgefragten F&auml;llen ein. In anderen Briefen wurde Besch&auml;ftigten mitgeteilt, dass sie aufgrund von Kontakten zu Infizierten in Quarant&auml;ne bleiben m&uuml;ssten, obwohl es sich bei den Adressaten um genesene Infizierte handelte, die als nicht mehr ansteckend gelten und bereits aus der Quarant&auml;ne entlassen worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/monitor\/toennies-quarantaene-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klinikum Ludwigshafen: Gibt es eine zweite Corona-Welle?<\/strong><br>\nHerr Prof. Layer, das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag &ouml;ffentlich Alarm geschlagen: Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder. Wie sieht es denn in Ludwigshafen aus? Stellen Sie auch fest, dass die Corona-F&auml;lle am Klinikum zunehmen?<br>\nProf. G&uuml;nter Layer:  Nein, eigentlich nicht. Wir haben zwar momentan wieder zwei Covid-Erkrankte auf der Intensivstation im Klinikum, aber das ist nicht so viel, dass ich sagen w&uuml;rde, das ist ein klares Signal. Statistisch gesehen ist das nicht signifikant. Bei unserem letzten Interview hatten wir null F&auml;lle auf der Intensivstation. Aber zwei Covid-F&auml;lle w&uuml;rde ich noch nicht als alarmierend f&uuml;r Ludwigshafen betrachten! [&hellip;]<br>\nMit zwei Covid-Patienten ist die Lage also entspannt. Glauben Sie, das &auml;ndert sich, wenn die Leute sp&auml;testens im September wieder aus dem Urlaub kommen und auch die Schule wieder startet?<br>\nIm Moment beobachten wir in Deutschland einen eindeutigen Fallanstieg. Aber die Covid-F&auml;lle nehmen punktuell zu. Und ob es zu einem fl&auml;chenhaften Anstieg kommt, bleibt spekulativ. Die Wahrscheinlichkeit steigt aber, dass wir, wenn wir immer mehr lokale Ausbr&uuml;che haben, auch einen Ausbruch in der Fl&auml;che bekommen. Das ist ganz klar. Und dass die Reisen und der Schulbeginn das f&ouml;rdern, ist auch klar. [&hellip;]<br>\nHaben Sie eigentlich abends noch Lust, sich Nachrichten &uuml;ber Corona anzuh&ouml;ren?<br>\nJa, das geh&ouml;rt zu meinem Standardprogramm, abends noch Nachrichtensendungen zu schauen. Ich bin jetzt noch nicht v&ouml;llig abgenervt &uuml;ber die Corona-Berichte, aber ich finde es bedenklich, dass unser Leben sich allm&auml;hlich so auf dieses Thema fokussiert und auch reduziert. Es geht mir nicht anders, wie jedem anderen B&uuml;rger auch: Man schwankt immer zwischen gewisser Unsicherheit, Genervtheit und Disziplin, die man sich selber auferlegt, weil man wei&szlig;, es geht nicht anders. Da m&uuml;ssen wir alle durch. Im Moment habe ich mehr Sorge, dass uns der finanzielle Atem ausgeht, als das uns gesundheitliche Probleme &uuml;berrennen. Wenn ich in die Republik schaue, mache ich mir eher um die Wirtschaft Sorgen, als dass wir das in der klinischen Versorgung nicht im Griff behalten. Ich habe den Eindruck, dass wir in den Krankenh&auml;usern die Lage ziemlich gut im Griff haben und auch behalten werden. Aber das fordert seinen Preis im restlichen Leben. Das wird richtig teuer. Deswegen muss es irgendwann auch ein Ende geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/ludwigshafen\/interview-layer-klinikum-lu-teil-8-100.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie Covid-19-Masken Computer verwirren<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Software f&uuml;r Gesichtserkennung l&auml;sst sich von Masken t&auml;uschen. Ein echtes Problem f&uuml;r die Technologie ist das aber nicht. (&hellip;)<br>\nAuch in Deutschland gab es bereits Testl&auml;ufe. Ob Masken diese Massen&uuml;berwachung dauerhaft erschweren k&ouml;nnten, ist aber auch nach der Studie unklar. Die Forscher um Ngan haben nur sogenanntes &ldquo;One-to-one matching&rdquo; (deutsch: &ldquo;Vergleich mit einem&rdquo;) untersucht. Dabei gleicht zum Beispiel ein Handy oder Tablet ein aktuelles Bild mit den im Ger&auml;t hinterlegten Aufnahmen des Besitzers ab. F&uuml;r die digitale Massen&uuml;berwachung ist dagegen das &ldquo;One-to-many matching&rdquo; (deutsch: &ldquo;Vergleich mit vielen&rdquo;) relevant. Dabei werden Gesichter aus einer Menschenmenge mit allen in Datenbanken gespeicherten Gesichtern abgeglichen.<br>\nDie Technologie hinter beiden Anwendungen ist prinzipiell dieselbe, doch beim &ldquo;One-to-many&rdquo; muss die Software deutlich mehr Bilder miteinander vergleichen. Das erh&ouml;ht die Schwierigkeit. Wenn Masken also schon &ldquo;One-to-one&rdquo;-Programme aus dem Konzept bringen, liegt die Vermutung nahe, dass sie auch &ldquo;One-to-many&rdquo;-Systemen Probleme bereiten werden.<br>\nOb die Masken auf Dauer die Anonymit&auml;t der Tr&auml;ger wahren k&ouml;nnen, muss sich erst noch zeigen. Denn es geht um lernf&auml;hige Systeme. F&uuml;r die NIST-Studie wurden nur Algorithmen genutzt, die vor der Corona-Pandemie entwickelt worden waren. Diese Programme hatten dementsprechend anhand unmaskierter Gesichter gelernt, Personen zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/masken-gesichtserkennung-kuenstliche-intelligenz-1.4984489\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Digitale Massen&uuml;berwachung? Das war vor noch relativ kurzer Zeit ein Vorwurf gegen China. Mehr und mehr &ndash; und insbesondere w&auml;hrend dieser merk-w&uuml;rdigen Coronazeit &ndash; f&auml;llt jedoch auf, dass auch westliche Regierungen, auch die deutsche Bundesregierung, an diesen Technologien offenbar Gefallen finden. Erst vor wenigen Tagen war zu lesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63282#h03\">Seehofer f&uuml;r l&auml;ngere Vorratsdatenspeicherung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Erinnert sei auch daran: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62359\">Niemand hat die Absicht, einen Immunit&auml;tsausweis einzuf&uuml;hren<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62113\">Corona-App &ndash; ein soziales Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>Offenbar sollen auch hierzulande die M&ouml;glichkeiten der digitalen Massen&uuml;berwachung bzw. die des Datensammelns massiv ausgeweitet werden. Dazu k&ouml;nnten &uuml;brigens auch die zahlreich durchgef&uuml;hrten, von der Steuerzahlerschaft finanzierten Tests beitragen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63257#h04\">Gesundheitsminister vereinbaren Corona-Tests an Flugh&auml;fen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Es droht der Abstieg in die Armut<\/strong><br>\nDie Hoffnung auf eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft hat sich erledigt. Die Besch&auml;ftigung sinkt wieder, die Zahl der Arbeitslosengeldneuantr&auml;ge steigt. Und die Hilfsprogramme f&uuml;r die Haushalte laufen jetzt aus. Amerika droht ein &bdquo;Fiscal Cliff&ldquo;.<br>\nEs war absehbar gewesen. Amerikas politische F&uuml;hrung &ndash; allen voran Pr&auml;sident Donald Trump h&ouml;chstpers&ouml;nlich &ndash; hatte Entwarnung gegeben, als die Pandemie in weiten Teilen des Landes noch &uuml;berhaupt nicht unter Kontrolle gewesen war. Bundesstaaten, die daraufhin ihre Wirtschaft auf Teufel komm raus in Gang bringen wollten, erlebten seither einen rasanten Anstieg der Neuinfektionen. In akuten Krisenregionen sind heute die Grenzen der Krankenhauskapazit&auml;ten erreicht oder &uuml;berschritten.<br>\nMit entsprechender Verz&ouml;gerung ist auch die Sterblichkeit wieder im Steigen. Gut vier Millionen Infizierte hat es bislang in Amerika gegeben, mit &uuml;ber 140.000 Todesopfern. Das sind rund zwanzigmal so viele F&auml;lle wie in Deutschland und rund f&uuml;nfzehnmal so viel Tote; obwohl Amerikas Bev&ouml;lkerung nur viermal so gro&szlig; ist wie die deutsche. Kein anderes reiches Land hat diese Krise derart vermasselt: &bdquo;American exceptionalism&ldquo; zeigt sich hierin als Weltrekord politischen Versagens. Man hat die besseren &Auml;rzte, aber ansonsten ist die Entwicklung in Amerika &auml;hnlich schlecht wie in einigen Entwicklungsl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/es-droht-der-prompte-abstieg-in-die-armut\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die T&uuml;rkei auf imperialem Kurs<\/strong><br>\nDie Umwandlung der Hagia Sofia in eine Moschee besiegelt in Istanbul das unwiderrufliche Ende der kemalistischen Republik.<br>\n&laquo;Allah u ekber&raquo;, Allah ist gross! Die Muezzins riefen am 24. Juli von den vier Minaretten der Hagia Sofia mit melodischer Stimme die muslimische Gemeinschaft zum Freitagsgebet auf. Ihr Ruf war diesmal so laut, dass er das Gebet der Ausrufer aller umliegenden Moscheen deutlich &uuml;bert&ouml;nte. Bis zu 350&rsquo;000 Menschen waren laut offiziellen Angaben an diesem Freitagmittag aus allen Ecken des Landes ins historische Viertel Sultan-Ahmet in Istanbul gestr&ouml;mt. Nun sah man sie auf TV-Bildschirmen, wie sie in langen, engen Reihen auf Strassen und Pl&auml;tzen, in Parkanlagen und auf Trottoirs niederknieten und inbr&uuml;nstig beteten.<br>\n&laquo;Heute ist ein Tag, an dem die Gl&auml;ubigen aus Freude &uuml;berw&auml;ltigt sich dankbar zu Boden werfen&raquo;, bekundete Ali Erbas, der Pr&auml;sident der Beh&ouml;rde f&uuml;r religi&ouml;se Angelegenheiten (Diyanet). In einer betont emotionalen Rede bedankte er sich bei Mehmet dem Eroberer daf&uuml;r, dass dieser 1453 Istanbul vom byzantinischen Kaiser befreit und die Hagia Sofia, damals noch eine christliche Kathedrale, in eine Moschee umfunktioniert hatte. Die jetzige R&uuml;ckumwandlung der Hagia Sofia von einem Museum in eine Moschee verheisse die Hoffnung der muslimischen Welt auf eine &laquo;Befreiung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem&raquo;, f&uuml;hrte er hinzu. Seine Rede wurde auf grosse Bildschirme &uuml;bertragen und bewegte augenscheinlich die Gl&auml;ubigen, die oft in der roten t&uuml;rkischen Flagge eingeh&uuml;llt, in Tr&auml;nen ausbrachen. Ali Erbas, der die h&ouml;chste religi&ouml;se Instanz seines Landes verk&ouml;rpert, erschien in feierlicher, kaiserlicher Kleidung mit einem grossen osmanischen Schwert in seiner linken Hand und sprach viel von &laquo;Eroberung&raquo; und &laquo;Befreiung&raquo;. An diesem Freitagmittag mutete auch deshalb so vieles sehr befremdlich an im Altstadtviertel Istanbuls, als h&auml;tte sich die Linie zwischen Fiktion und Wirklichkeit in Luft aufgel&ouml;st. Was genau geschah also in diesem Land am &ouml;stlichen Rande Europas?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Die-Turkei-auf-imperialen-Kurs\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Falschdarstellung von Nixons Chinapolitik<\/strong><br>\nUS-Au&szlig;enminister Mike Pompeo schien am 23. Juli in einer Rede in der Richard-Nixon-Ged&auml;chtnisbibliothek die von Nixon eingeleitete Politik als kl&auml;glichen Fehlschlag zu beschreiben. &ldquo;Die Art unseres Engagements hat nicht die erwarteten Ver&auml;nderungen innerhalb Chinas erbracht, die Nixon gehofft hatte, anzusto&szlig;en,&rdquo; sagte Pompeo in seiner Ansprache. (&hellip;)<br>\nEin wichtiger Begleiter Nixons auf dessen Chinareise im Jahre 1972 hat sich nun zu Wort gemeldet. Der ehemalige US-Diplomat und Chefdolmetscher Nixons, Charles Freeman, will die Fakten richtigstellen.  Die Einlassungen Pompeos sieht er nicht als au&szlig;enpolitische Analyse, sondern als Wahlkampfrhetorik.<br>\n&ldquo;Pompeo stellt falsch dar, was Nixon im Jahr 1967 gesagt hat,&rdquo; so Freeman. In einem Artikel, der 1967 in Foreign Affairs erschienen ist, hatte Nixon geschrieben: &ldquo;Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, China auf immer und ewig au&szlig;erhalb der Gemeinschaft der Nationen zu halten.&rdquo;<br>\n&ldquo;Was er damit sehr deutlich gemeint hat, war die internationale Stellung Chinas. Die Welt m&uuml;sse sich &auml;ndern, um auf die sowjetische Aggression und Drohgeb&auml;rden gegen&uuml;ber China und die Welt zu reagieren,&rdquo; sagte Freeman gegen&uuml;ber der China Daily in einem exklusiven Interview, das am vergangenen Freitag online gef&uuml;hrt wurde. &ldquo;Nixon meinte nicht, dass China sich im Inneren ver&auml;ndern m&uuml;sse, was Pompeo nun verlangt,&rdquo; warnte Freeman.<br>\nIn seiner Ansprache versuche Pompeo, zwischen der Kommunistischen Partei Chinas und dem chinesischen Volke zu differenzieren und das Volk dazu aufzurufen, den Kurs der Partei zu &auml;ndern. &ldquo;Dies ist eine v&ouml;llige Missdeutung der Beziehung zwischen Partei und &Ouml;ffentlichkeit, oder der &Ouml;ffentlichkeit und der Partei, einer Beziehung, die keine antagonistische ist,&rdquo; so Freeman.<br>\n&ldquo;Wer sagt, dass das China-Engagement gescheitert sei, &uuml;bersieht, dass die Kooperation zwischen den USA und China dazu beigetragen hat, den Kalten Krieg zu beenden. Sie sagen, dass wir unserem gro&szlig;en Feind China zur Entwicklung verholfen h&auml;tten, aber sie verstehen nicht, dass wir in vieler Hinsicht sehr von Chinas Entwicklung profitiert haben,&rdquo; meinte Freeman.<br>\nFreeman dr&uuml;ckte seine Sorge &uuml;ber die Feindseligkeit gegen&uuml;ber China in der US-Regierung aus. &ldquo;China wird als Universals&uuml;ndenbock missbraucht. Eine neue Qualit&auml;t hat die Tatsache bekommen, dass die Falken innerhalb der US-Regierung die Oberhand gewonnen haben und nun im ganzen Land mit den Mitteln der Propagangda China d&auml;monisieren.&rdquo; Mit China den Kampf zu suchen, w&uuml;rde am Ende nur zwei Verlierer produzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2020-07\/30\/content_76329863.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Truppenabzug entfacht Koalitionsstreit<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef M&uuml;tzenich stellt die R&uuml;stungszusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten in Frage. Unions-Politiker entgegen, er habe offenbar &ldquo;nicht verstanden&rdquo;, welche Bedeutung die USA f&uuml;r Deutschland h&auml;tte.<br>\nDer geplante US-Truppenabzug aus Deutschland sorgt nun auch innerhalb der Koalition in Berlin f&uuml;r &Auml;rger. SPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich will als Reaktion auf die angek&uuml;ndigte Reduzierung um 12 000 Soldaten die R&uuml;stungskooperation mit den USA auf den Pr&uuml;fstand stellen und st&ouml;&szlig;t damit bei der Union auf Unverst&auml;ndnis und Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/muetzenich-spd-union-usa-truppenabzug-ruestung-1.4984888\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>AfD-Machtkampf nach Kalbitz&rsquo; Aus: Herr Gauland macht sich nackig<\/strong><br>\nDer am Rauswurf des Rechtsau&szlig;en-Politikers Kalbitz entbrannte Richtungsstreit in der AfD l&auml;uft auf sein Finale zu: Niemand kann sich entziehen, jeder muss Farbe bekennen &ndash; auch Alexander Gauland: Der Co-Fraktionschef entscheidet sich f&uuml;r braun. [&hellip;]<br>\nVielleicht wegen seines fortgeschrittenen Alters hatte nun Alexander Gauland den Vortritt und musste sich als Erster nackig machen. Kein sch&ouml;ner Anblick, kann man sagen. Aber immerhin einer, der B&auml;nde spricht.<br>\nZum einen ist nun klar, dass Gauland nicht mehr Herr der Lage ist. Der &ldquo;Grandseigneur&rdquo; und Fraktionschef der AfD vermag den Machtkampf nicht zu entscheiden, er kann sich nur noch auf jene Seite schlagen, von der er glaubt, dass sie obsiegen wird. Das ist in den Augen des vermeintlichen Tweedjacket-Konservativen derzeit also der Rechtsau&szlig;en-&ldquo;Fl&uuml;gel&rdquo; mitsamt seines flie&szlig;enden &Uuml;bergangs zur Neonazi-Szene. Gaulands Entscheidung ist der politische wie charakterliche Offenbarungseid jenes Mannes, der die AfD mit Landadel-Charme und CDU-Herkunft besonders im B&uuml;rgertum salonf&auml;hig machen wollte. Jetzt kann er die Jagdhund-Krawatte getrost ablegen, denn dort, wo er innerparteilich angekommen ist, sind nicht Langbinder angesagt, sondern Armbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Herr-Gauland-macht-sich-nackig-article21941828.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Mann, Sieber!&rdquo; ZDF-Show wird nach f&uuml;nf Jahren eingestellt<\/strong><br>\nDie Late-Night-Show &ldquo;Mann, Sieber!&rdquo; im ZDF l&auml;uft aus. Nach f&uuml;nf Jahren und insgesamt 41 Folgen verabschieden sich Tobias Mann und Christoph Sieber von dem Format.<br>\nIm Herbst 2015 startete das M&auml;nner-Duo mit einer neuen Unterhaltungsshow. In &ldquo;Mann, Sieber!&rdquo; pr&auml;sentieren die beiden seitdem einen kabarettistischen Schlagabtausch und liefern eine politische Late-Night-Show mit zwei Blickwinkeln auf ein und dieselbe Sache. Doch damit ist in Zukunft Schluss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/tv\/id_88313486\/zdf-show-mann-sieber-wird-nach-fuenf-jahren-eingestellt-.html\">T-Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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