{"id":6348,"date":"2010-07-30T16:10:28","date_gmt":"2010-07-30T14:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6348"},"modified":"2010-08-02T08:38:22","modified_gmt":"2010-08-02T06:38:22","slug":"hinweise-des-tages-2-141","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6348","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt Juli; deutsches Jobwunder; Raubtier-Staat; Ermittlungen gegen WestLB-Vorst&auml;nde eingestellt; teure Bankenrettung; Dokumentensammlung Wikileaks; eine Armee wird zermahlen; traumatisierte Soldaten fallen durchs Rost; FBI kontrolliert Internet; Millionenbetrug in Arztpraxen; riestern f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie; Verantwortung der Medien f&uuml;r die Toten in Duisburg; Hatz auf Klaus Ernst; Ausbildungsmarkt; Exzellenzwettbewerb; Medien st&auml;rken Sarkozy nicht mehr; Sozialpolitik-aktuell. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Arbeitsmarkt im Juli 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Deutsches Jobwunder in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">James K. Galbraith: Der Raubtier-Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ermittlungen gegen WestLB-Vorst&auml;nde eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Dem Steuerzahler wird die Bankenrettung teuer zu stehen kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Dokumentensammlung &bdquo;War Diary&ldquo; auf Wikileaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Eine Armee wird zermahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Traumatisierte Soldaten: Durchs Rost gefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">FBI bekomm Vollmacht f&uuml;r pers&ouml;nliche Internet-Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Regierung: Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen bleibt das Ziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\"> Reformalarm!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Millionenbetrug in Arztpraxen &ndash; Staatsanwaltschaft Verden ermittelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Riestern f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">PCB-Skandal: Das Versagen der Kontrollbeh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Verantwortung der Medien f&uuml;r die Toten in Duisburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hatz auf Klaus Ernst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Bundesagentur sieht den Ausbildungsmarkt optimistisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Worum geht es im Exzellenzwettbewerb?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Medien st&auml;rken Sarkozy nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Sozialpolitik-aktuell.de Newsletter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Juli 2010<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die nackten Zahlen<\/strong><br>\n5,812 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)1<br>\n4,962 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 18.000 (0,4%) mehr als im Juli 20092<br>\n3,192 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 271.000 (7,8%) weniger als im Juli 2009<br>\nVer&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Juli 2009 &ndash; Juli 2010):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;17,4% in Th&uuml;ringen bis &ndash;0,3% in Bremen<br>\nFrauen: &ndash;16,8% in Th&uuml;ringen bis +1,1% in Bremen<br>\nM&auml;nner: -18,0% in Th&uuml;ringen bis &ndash;1,3% in Bremen<br>\nunter 25 Jahre: -27,4% in Th&uuml;ringen bis &ndash;3,7% in Bremen\n<p>67,7% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Juli 2009: 64,9%)<br>\nIm Juli 2010 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,192 Millionen Arbeitslose registriert,<br>\n271.000 bzw. 7,8% weniger als im Juli 2009. Von diesen 3,192 Millionen Arbeitslosen waren 1,031 Millionen (32,3%) im Rechtskreis SGB III und 2,161 Millionen (67,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im Juli 2010 insgesamt 5,726 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 322.000 (5,3%) weniger als im Juli 2009. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Juli 2010 4,303 Millionen, 242.000 (5,3%) weniger als im Juli 2009.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 0,946 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,962 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 96.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Juli 2010 etwa 5,812 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 159.000 weniger als vor einem Jahr (BA-Monatsbericht, S. 20).<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100730_arbeitsmarkt_juli.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugend berufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 463 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>4,33 Millionen Arbeitslose Zeit zu handeln statt zu tricksen <\/strong><br>\nSchlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie wie die vorherige dabei, die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;n zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit l&auml;ngerem nicht als arbeitslos gez&auml;hlt. Fast alle Arbeitslosen, die &auml;lter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik.<br>\nIm Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler t&auml;tig werden, z&auml;hlt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.<br>\nWer die tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni 2009 in der Fernsehsendung Panorama: &bdquo;Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik ver&ouml;ffentlicht. &hellip; Ich glaube, dass man sich auf die Seriosit&auml;t dieses Prozesses verlassen kann.&ldquo; Wer anders rechnen wolle, k&ouml;nne ja &bdquo;seine Zahl ver&ouml;ffentlichen &ndash; und dazu ein Flugblatt drucken.&ldquo; Das tun wir gern. Hier ist die tats&auml;chliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit beruht. Im Juli 2010 sind 4,33 Millionen Menschen arbeitslos.\n<table>\n<tr>\n<td>Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit im Juli 2010<\/td>\n<td>4.328.516<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Offizielle Arbeitslosigkeit<\/td>\n<td>3.191.800<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nicht gez&auml;hlte Arbeitslose<\/td>\n<td>1.136.716<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&Auml;lter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II<\/td>\n<td>circa 350.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&Auml;lter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I (&sect; 428 SGB III)<\/td>\n<td>723<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten)<\/td>\n<td>316.411 <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Berufliche Weiterbildung<\/td>\n<td>192.477<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Eignungsfeststellungs- u. Trainingsma&szlig;nahmen (z.B. Bewerbungstraining)<\/td>\n<td>904<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte)<\/td>\n<td>203.663<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Besch&auml;ftigungszuschuss (f&uuml;r schwer vermittelbare Arbeitslose)<\/td>\n<td>34.414<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen<\/td>\n<td>2.685<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kranke Arbeitslose (&sect;126 SGB III)<\/td>\n<td>35.439<\/td>\n<\/tr>\n<p>&nbsp;<\/p><\/table>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.merling.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=169:433-millionen-arbeitslose-zeit-zu-handeln-statt-zu-tricksen&amp;catid=25:soziales-und-wirtschaft&amp;Itemid=8%20\">Die Linke<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsches Jobwunder in Gefahr<\/strong><br>\nF&uuml;nf Millionen Arbeitslose? Von wegen. Der deutsche Arbeitsmarkt hat der Krise getrotzt. &hellip;Und ist damit alles gut? K&ouml;nnen wir uns beruhigt zur&uuml;cklehnen und auf die Vollbesch&auml;ftigung warten? Mitnichten: Experten warnen dringend davor, angesichts des vermeintlichen Jobwunders nun die Augen vor den weiter bestehenden Gefahren zu verschlie&szlig;en. Denn davon gibt es nach wie vor genug. (&hellip;) Durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors und der Teilzeitarbeit geraten immer mehr Menschen in prek&auml;re Verh&auml;ltnisse, die ausgiebigen Konsum nicht mehr zulassen. Und aus Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg halten sich selbst Arbeitnehmer aus der gut verdienenden Mittelschicht immer mehr zur&uuml;ck. Die schwache Binnennachfrage versch&auml;rft ein weiteres Problem: die hohe Export-Abh&auml;ngigkeit Deutschlands. Zwar profitiert die deutsche Industrie momentan &uuml;berdurchschnittlich von der rasanten Zunahme des Welthandels, der laut der Welthandelsorganisation (WTO) dieses Jahr um zehn Prozent wachsen wird. Doch dadurch wird Deutschland immer anf&auml;lliger f&uuml;r externe Schocks. Schon bei der j&uuml;ngsten Weltwirtschaftskrise war der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von knapp f&uuml;nf Prozent hierzulande so hoch wie in nur wenigen Industriestaaten.<br>\nUnd Gefahren f&uuml;r erneute heftige Krisen im Ausland, die sich auf Deutschland &uuml;bertragen, gibt es viele: zum Beispiel die kritische Verschuldung Griechenlands und anderer Euro-L&auml;nder, deren m&ouml;gliche Staatspleiten eine Kettenreaktion ausl&ouml;sen k&ouml;nnten. Besonders bang wird &Ouml;konomen jedoch beim Blick auf die USA. Dort scheint der ohnehin nur zarte Aufschwung wieder zum Stillstand zu kommen, wie gerade die amerikanische Zentralbank in ihrem halbj&auml;hrlichen Konjunkturbericht gewarnt hat. Die US-Arbeitslosenquote verharrt bei 9,5 Prozent. Auch aus China kommen beunruhigende Nachrichten: Schon seit l&auml;ngerem warnen Beobachter, dass dort bald eine gro&szlig;e Immobilienblase platzt &ndash; mit unabsehbaren Folgen.<br>\nNun laufen auch noch &uuml;berall auf der Welt die Konjunkturprogramme aus. Sollte sich herausstellen, dass die Rettungspakete nur vor&uuml;bergehend das Schlimmste verhindert, aber nicht einen nachhaltigen Aufschwung initiiert haben, dann k&ouml;nnte die wahre Krise erst noch beginnen. Ob Deutschland sich ein zweites Mal so eine Ausgabenpolitik leisten kann, ist fraglich: Die Staatsschulden sind auf den Rekordstand von 1730 Milliarden Euro geklettert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/job\/trotz-guter-konjunktur-deutsches-jobwunder-in-gefahr-1588274.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Den Stern-Autoren Theresa Breuer und S&ouml;nke Wiese ist zu widersprechen, wenn sie die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; als Erfolg f&uuml;r den Arbeitsmarkt preisen. Arbeitspl&auml;tze entstehen nur dann, wenn das reale Wirtschaftswachstum h&ouml;her ausf&auml;llt als das Produktivit&auml;tswachstum der Wirtschaft. Seit der Jahrtausendwende fiel das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Vergleich zu den &uuml;brigen Staaten der Eurozone (mit Ausnahme des Jahres 2006) jedoch unterdurchschnittlich aus, so dass sich daraus keine bessere Arbeitsmarkt-Entwicklung f&uuml;r Deutschland ableiten lie&szlig;e. Das angebliche &ldquo;deutsche Jobwunder&rdquo; ist ganz ma&szlig;geblich auf zahlreiche statistische Tricks, auf die massive St&uuml;ckelung von ehemals zumeist gutbezahlten Vollzeit-Arbeitspl&auml;tzen (Stichworte: Minijobs, Teilzeitjobs), auf die Ausweitung der Kurzarbeit (w&auml;hrend der Wirtschaftskrise) sowie auf demografische Effekte (R&uuml;ckgang des Erwerbspersonenpotenzials) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Siehe hierzu den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=6174\">&ldquo;Das angebliche Jobwunder&rdquo;<\/a>.<br>\nDie von den Stern-Autoren sowie der Mehrzahl der deutschen Mainstream-Medien hervorgehobenen angeblich positiv wirkenden Aspekte der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; haben die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften gegen&uuml;ber der Wirtschaft in eine sehr schlechte Verhandlungsposition hineinman&ouml;vriert. Die Arbeitnehmer wurden mehr und mehr dazu gezwungen, Arbeitspl&auml;tze zu schlechteren Konditionen und Arbeitsbedingungen zu akzeptieren. Zumindest die Stern-Autoren weisen im Zusammenhang mit der schlechten Entwicklung des deutschen Binnenmarktes auf diesen Aspekt hin. Im Zuge des deutlichen Anwachsens prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse f&uuml;hrte die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; zu einer weiteren Versch&auml;rfung des seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Deutschland betriebenen Lohndumping.<br>\nSiehe erg&auml;nzend hierzu auch die <a href=\"?p=6273#h02\">&ldquo;Hinweise des Tages vom 23. Juli 2010 (2)&rdquo;, Ziffer 2b.<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>James K. Galbraith: Der Raubtier-Staat<\/strong><br>\nFreie M&auml;rkte sind die Ausnahme in den USA. Nach der Gro&szlig;en Depression hat Amerika reguliert und zahlreiche &ouml;ffentliche Institutionen geschaffen, um den Wohlstand zu sichern. Unter Bush wurden sie zweckentfremdet. Das hat die Finanzkrise ausgel&ouml;st.<br>\nIm vergangenen Jahrzehnt hat der Raubtier-Staat auf besonders dramatische Weise im Finanzsektor Fu&szlig; gefasst. Regulierung wurde zerst&ouml;rt. Zu Beginn der zweiten Bush-Regierung kam der Chef einer Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde zu einer Pressekonferenz mit einem Stapel von Vorschriften und einer Kettens&auml;ge &ndash; eine nicht gerade subtile Ansage.<br>\nIm Endergebnis wurde dieser Sektor &uuml;berrannt von den aggressivsten Vertretern der Kunst, fragw&uuml;rdige Hypotheken aufzulegen. Sie wurden den Kunden angedreht, die Geb&uuml;hr eingesteckt, dann weiterverkauft gegen eine weitere Geb&uuml;hr. Sie wurden verpackt, mit dem Weihwasser quantitativer Risikomanagement-Modelle benetzt und mit dem h&ouml;chsten Rating AAA gesegnet. Wenn das kriminell klingt, hat es einen Grund: Es war kriminell.<br>\nNach dem Zusammenbruch dieses Kartenhauses musste der Staat einspringen &ndash; zun&auml;chst die Bush-Regierung mit Finanzminister Hank Paulson, der unbedingt die Banken retten wollte. Die Obama-Regierung &uuml;bernahm dieses Ansatz nahtlos. So wurde eine Panik vermieden, aber um einen hohen Preis: Restrukturierung und Reform der Banken, die wirklich an die Wurzel des Problems gingen, wurden aufgeschoben.<br>\nGleichzeitig wirkten die gro&szlig;en Institutionen, von denen ich anfangs gesprochen habe, mit der Fiskalpolitik zusammen an der wirtschaftlichen Stabilisierung mit, was das Budgetdefizit hochgetrieben hat, weit jenseits dessen, was fr&uuml;her als nachhaltig galt. Das Gegenst&uuml;ck dazu ist der hohe Finanz&uuml;berschuss im Privatsektor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/essays\/usa-der-raubtier-staat;2626966\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen WestLB-Vorst&auml;nde eingestellt<\/strong><br>\nDie Ermittlungen gegen zwei amtierende und mehrere ehemalige Vorst&auml;nde der WestLB sind gegen Zahlung von insgesamt 445&nbsp;000 Euro Geldauflagen eingestellt worden. Das best&auml;tigte Staatsanwalt Johannes Mocken am Donnerstag in D&uuml;sseldorf.<br>\nIn dem Ermittlungsverfahren ging es um mehr als 600 Millionen Euro Spekulationsverluste im Eigenhandel der Bank im Jahr 2007. Ex-Vorstandschef Thomas Fischer, den der Skandal den Job kostete, muss demnach 150&nbsp;000 Euro zahlen, die amtierenden Vorst&auml;nde Werner Taiber 150&nbsp;000 Euro und Hans-J&uuml;rgen Niehaus 75&nbsp;000 Euro. Das Landgericht D&uuml;sseldorf habe der Einstellung per Beschluss zugestimmt.<br>\nEinige der Verfahren sind noch offen. Nach Angaben der &laquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&raquo; (Donnerstag) soll aber lediglich gegen zwei ehemalige Aktienh&auml;ndler der WestLB Anklage erhoben werden. Sie sollen bei der Jagd nach millionenschweren Boni Risikolimits und Vorstandsanweisungen ignoriert und ihre riskanten Deals verschleiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1021241%20\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dem Steuerzahler wird die Bankenrettung teuer zu stehen kommen<\/strong><br>\nNach einer von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Auftrag gegebenen Studiedes M&uuml;nchener Wirtschaftswissenschaftlers Christoph Kaserer wird es nicht billig, die Politiker, die so verantwortungsvoll gehandelt haben, wird das allerdings nicht betreffen.<br>\nKaserer sch&auml;tzt, dass die Bankenrettung dem Staat, also Bund und L&auml;ndern, zwischen 34 und 52 Milliarden Euro kosten wird, das w&auml;ren 417 bis 632 Euro je Einwohner. Am teuersten k&auml;me die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die staatlichen Banken, f&uuml;r die &ndash; die IKB eingeschlossen &ndash; 80 Prozent der Gesamtsumme aufgewendet werden m&uuml;sste, meint Kaserer. Die Sto&szlig;richtung liegt bei der INSM auf der Hand, die nach der liberalen Ideologie davon ausgeht, dass die Privatwirtschaft stets besser als Unternehmer auftritt als staatliche Strukturen. Zumindest lie&szlig;e sich dann seitens des Staates sagen, er brauche nicht in Verantwortung treten, um Banken oder Unternehmen zu retten, systemisch hin oder her.<br>\nDie Argumentation ist allerdings ziemlich durchsichtig, wenn es hei&szlig;t:<br>\n&ldquo;In Deutschland sei der Staatsanteil im Bankensektor traditionell &uuml;berdurchschnittlich gro&szlig;. Die Bankenrettungsma&szlig;nahmen haben zu einer weiteren Erh&ouml;hung des staatlichen Anteils gef&uuml;hrt.&rdquo; Man fragt sich, wie das dann in Gro&szlig;britannien, Frankreich oder in den USA gewesen war. Ist in diesen L&auml;ndern der Steuerzahler besser als in Deutschland weggekommen? Das k&ouml;nnte man nach der INSM-Mitteilung<br>\nmeinen: &ldquo;Die Finanzmarktkrise habe gezeigt, dass ein staatlich dominierter Bankensektor enorme finanzielle Risiken f&uuml;r die Steuerzahler in sich berge. Zudem beschr&auml;nke er die Wachstums- und Innovationsdynamik des Finanzsektors. Deshalb m&uuml;sse sich der Staat nun konsequent aus bestehenden Beteiligungen an Banken wieder zur&uuml;ckziehen.&rdquo; Empfohlen wird eine Exit-Strategie, also am besten die Privatisierung der Landesbanken, bei der HRE und der Commerzbank soll der Staat die erworbenen Anteile gleichfalls m&ouml;glichst schnell ver&auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148103\">heise.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erstens sind die Kosten f&uuml;r die Bankenrettung viel zu niedrig angesetzt. Schon bis Ende 2009 laben die Kosten der St&uuml;tzung der Finanzinstitute bei rund 98 Milliarden Euro und 53 Prozent der Bruttoneuverschuldung entfielen auf Rettungsma&szlig;nahmen zugunsten von <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:folgen-der-finanzkrise-bankenrettung-treibt-staatsschulden\/50103077.html\">Finanzinstituten<\/a>.<br>\nZweitens wird wieder die L&uuml;ge verbreitet, bei der IKB handle es sich um ein staatliches Bankinstitut. Siehe dazu IKB: <a href=\"?p=2982\">Sozialisierung der Verluste<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dokumentensammlung &bdquo;War Diary&ldquo; auf Wikileaks<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wardiary.wikileaks.org\/\">Wikileaks<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine Armee wird zermahlen<\/strong><br>\nDokumente der Vergeblichkeit: Die jetzt ver&ouml;ffentlichten Protokolle zeigen, wie die Nato in Afghanistan langsam untergeht.<br>\nDas wirklich Neue, das aus den Dokumenten hervorgeht, ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar, denn es kommt nicht sensationell daher, sondern leise: Es ist der Grundton der Vergeblichkeit dieses Krieges.<br>\nMan kann f&ouml;rmlich sp&uuml;ren, wie die m&auml;chtigste Milit&auml;rmaschine der Weltgeschichte, die Nato, in Afghanistan kleingemahlen wird, wie sie sich verliert in diesem weiten, un&uuml;bersichtlichen Land. Man wird in n&auml;herer Zukunft die Dokumente genauer aufarbeiten m&uuml;ssen, um zu begreifen, was wann schiefgelaufen ist und ob die Fehler unvermeidlich waren. Doch zun&auml;chst einmal zieht sich durch die f&uuml;nf dokumentierten Jahre ein leiser, aber deutlich d&uuml;sterer Ton. Bei der Lekt&uuml;re der Dokumente liegt einem ein best&auml;ndiges Knirschen in den Ohren. Es kommt von den vielen kleinen Konflikten, Zusammenst&ouml;&szlig;en, K&auml;mpfen, Aufbauversuchen, Verhandlungen, Intrigen, in denen sich die Nato aufreibt.&nbsp;<br>\nEin vorl&auml;ufiges, aber doch deutliches Fazit nach Lekt&uuml;re eines Teils der Dokumente: Der Krieg ist nicht au&szlig;er Kontrolle geraten, er hat sich atomisiert. Aus tausend dunklen Quellen bezieht er seine Kraft und untersp&uuml;lt die Fundamente des Hauses Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/31\/Afghanistan-Nato?page=all\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Traumatisierte Soldaten: Durchs Rost gefallen<\/strong><br>\nEin Elitesoldat wird in Afghanistan verletzt und als &bdquo;vor&uuml;bergehend dienstunf&auml;hig&ldquo; aus der Bundeswehr entlassen. Inzwischen lebt er von Hartz IV und manchmal auch im Wald. Wen k&uuml;mmert&rsquo;s?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174\/Doc~EEDDFFC6598104478B941601C5901E83E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber wenn die Soldaten tot sind, veranstaltet man gro&szlig;e Trauerfeierlichkeiten und mimt Betroffenheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>FBI bekomm Vollmacht f&uuml;r pers&ouml;nliche Internet-Daten<\/strong><br>\nDie US-Bundespolizei FBI soll ungehinderten Zugang zu allen Internet-Aktivit&auml;ten von Einzelpersonen erhalten, wenn diese im Verdacht von terroristischen Kontakten stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/ausland\/amerika\/FBI-bekommt-Vollmacht-fuer-persoenliche-InternetDaten\/story\/19889269\">Tages Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;re doch auch gelacht, wenn man den Informanten f&uuml;r die Geheimdokumente &uuml;ber den Afghanistan-Krieg nicht auf die Schliche k&auml;me. Dazu muss man nur den Internet-Verkehr von Wikileak &uuml;berwachen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Regierung: Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen bleibt das Ziel<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt ausdr&uuml;cklich an dem Ziel der weltweiten Abschaffung von Massenvernichtungswaffen fest. In ihrer Antwort (17\/2639) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17\/2357) hebt sie jedoch hervor, dass die Staats- und Regierungschefs der Nato auf ihrem Gipfeltreffen in Stra&szlig;burg\/Kehl am 3.\/4. April 2009 festgestellt h&auml;tten, dass eine Mischung aus nuklearen und konventionellen Waffen fester Bestandteil der Nato-Strategie zur Abschreckung bleiben werde. Im Koalitionsvertrag sei zudem vereinbart worden, dass sich die Bundesregierung f&uuml;r einen Abzug der von den USA in Deutschland stationierten Atomwaffen einsetzen wird. Aus der Antwort geht auch hervor, dass derzeit keine Pl&auml;ne f&uuml;r die Beschaffung neuer nuklearf&auml;higer Tr&auml;gersysteme existieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_07\/2010_261\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Antwort ist im Internet noch nicht verf&uuml;gbar. Aber schon nach der Pressemitteilung stellt sich die Frage, was die Bundesregierung unternimmt um die hehren Ziele zu erreichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Reformalarm!<\/strong><br>\nBei seinem Amtsantritt hat Minister R&ouml;sler versprochen, das Gesundheitssystem werde besser, aber nicht teurer. Und nun? Der &bdquo;Gesundheitskompromiss&ldquo; von Schwarz-Gelb macht das System f&uuml;r die Versicherten teurer, aber nicht besser! H&ouml;here Beitr&auml;ge und eine Zusatz-Kopfpauschale pumpen mehr Geld ins System, und zwar k&uuml;nftig ausschlie&szlig;lich zu Lasten der Versicherten. Dabei w&auml;re das gar nicht n&ouml;tig. Nach Ansicht von Experten gibt es gen&uuml;gend Effizienzreserven: Allein bei den Arzneimittelausgaben k&ouml;nnten j&auml;hrlich 3,4 Mrd. Euro gespart werden. Erhebliches Potenzial besteht zudem in der Verbesserung der Versorgungskette bei chronisch Kranken sowie im Ausbau der Pr&auml;vention. Hier anzusetzen w&auml;re der richtige Weg. Gleichzeitig m&uuml;sste die B&uuml;rgerversicherung eingef&uuml;hrt werden, die Ungerechtigkeiten im Finanzierungssystem beseitigt und das Abwandern in die private Krankenversicherung beendet.&nbsp;<br>\nDoch Schwarz-Gelb hat andere Interessen im Blick als die der Versicherten an einer guten Gesundheitsversorgung und gerechten Finanzierung. Das eigentliche Ziel der R&ouml;sler-Pl&auml;ne ist das ungehinderte Wachstum der Gesundheitswirtschaft. Da sind sich R&ouml;sler und Kanzlerin Merkel einig. Beide haben im Fr&uuml;hjahr auf einem vom Bundesgesundheitsministerium ausgerichteten Kongress zur Gesundheitswirtschaft entsprechende Zusagen gemacht. R&ouml;sler warb daf&uuml;r, die Gesundheitskosten von den Arbeitskosten abzukoppeln, damit der &bdquo;Jobmotor&ldquo; Gesundheitswirtschaft anziehen k&ouml;nne. Merkel schw&auml;rmte von den &bdquo;wunderbaren M&ouml;glichkeiten im phamazeutischen und medizintechnischen Bereich&ldquo; und k&uuml;ndigte neue Forschungsf&ouml;rderung an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/04-2010\/++co++3364c762-9b17-11df-567b-001ec9b03e44\">Gegenblende DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Millionenbetrug in Arztpraxen &ndash; Staatsanwaltschaft Verden ermittelt<\/strong><br>\nEtwa 50 &Auml;rzte und ein Pharmagro&szlig;h&auml;ndler aus Niedersachsen sind nach Informationen von NDR Info ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Ermittlungen gegen die Mediziner aus dem Raum Hannover und Celle wurden demnach wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung sowie gewerbsm&auml;&szlig;igem Betrug aufgenommen. Entsprechende Recherchen von NDR Info best&auml;tigte die zust&auml;ndige Staatsanwaltschaft Verden. Die Mediziner sollen gemeinsam mit dem Gro&szlig;h&auml;ndler aus der N&auml;he von Hannover deutlich mehr Rezepte f&uuml;r Sprechstundenbedarf ausgestellt und abgerechnet haben als geliefert. Den Krankenkassen soll so ein Schaden in H&ouml;he von mehr als 1,2 Millionen Euro entstanden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/ermittlungen132.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Riestern f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie: Wie Geld aus Riester-Vertr&auml;gen in die Finanzierung ge&auml;chteter Streumunition flie&szlig;t<\/strong><br>\nAnfang August tritt das internationale Oslo-Abkommen zur &Auml;chtung von Streumunition in Kraft, das bereits 2008 von Deutschland und rund 100 weiteren Staaten unterzeichnet wurde. Das Abkommen verbietet nicht nur den Einsatz und die Produktion von Streumunition sondern jegliche Unterst&uuml;tzung dabei. Doch MONITOR-Recherchen belegen: Gro&szlig;e deutsche Banken und Versicherungen investieren in Aktien von Streubombenherstellern in den USA und Asien. Und auch die Gelder von Riester-Produkten flie&szlig;en in solche Aktien-Beteiligungen. Damit finanzieren der deutsche Staat und viele Riester-Sparer die Produktion international ge&auml;chteter Waffen, deren Opfer vor allem Zivilisten sind. Denn anders als etwa die Regierungen in Gro&szlig;britannien, Luxemburg oder Belgien hat es die Bundesregierung bislang vers&auml;umt, Investitionen in Streumunition per Gesetz zu verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/0729\/riester.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>PCB-Skandal: Das Versagen der Kontrollbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nNeues Filmmaterial, dass der MONITOR-Redaktion zugespielt worden ist, zeigt wie Mitarbeiter der Entsorgungsfirma ENVIO schon im Jahre 2007 ohne Mund- und Augenschutz mit dem hochgiftigen PCB arbeiteten. Die Recherchen von MONITOR zeigen auch, dass die zust&auml;ndigen Aufsichtsbeh&ouml;rden sowohl bei der Kontrolle als auch bei der Genehmigung der Anlage versagt haben. Die Firma ENVIO in Dortmund entsorgt weltweit PCB-belastete Elektrotrafos und ging offenbar nachl&auml;ssig mit Sicherheitsvorschriften um. Sowohl auf dem Firmengel&auml;nde als auch in dem Blut der Mitarbeiter wurden extrem hohe Werte des hochgiftigen PCB nachgewiesen. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/0729\/pcb.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verantwortung der Medien f&uuml;r die Toten in Duisburg<\/strong><br>\nUnser Leser M.L. hat eine erhellende Dokumentation erstellt:<br>\nvielen dank f&uuml;r den Hinweis <a href=\"?p=6326\">&ldquo;Die Verantwortung der Medien f&uuml;r die Toten in Duisburg.&rdquo;<\/a><br>\nDie WAZ-Medien Gruppe sind&nbsp; m.E. die&nbsp; Meinungsmacher&nbsp; im Ruhrgebiet, vielleicht sogar noch vor der Bild-Zeitung. Neben der Westf&auml;lischen Rundschau, der NRZ und der WAZ&nbsp; h&auml;lt die WAZ- Medien-Gruppe an fast allen lokalen Radiosendern Beteiligungen. In Bochum und Duisburg sind sie Mehrheitsgesellschafter.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.waz-mediengruppe.de\/Westfunk.31.0.html?&amp;L=?ziel=_self&amp;L=&amp;link=Westfunk.31.0.html%3F%26L%3D\">Siehe auch hier<\/a><br>\nAls in meiner Stadt Bochum die Entscheidungstr&auml;ger die Loveparade, wohl zurecht, abgesagt hatten,&nbsp; ist die WAZ-Mediengruppe im H&ouml;rfunk und in den Print-Medien &uuml;ber die OB Otillie Scholz und die Bochumer Stadtverwaltung&nbsp; hergefallen. &ldquo;Blamage&rdquo; &ldquo;Spa&szlig;verderber&rdquo; &ldquo;Dilettanten&rdquo; &ldquo;Ein schwarzer Tag f&uuml;r Bochum&rdquo; etc etc. In den WAZ-Foren und auch in anderen Blog und Internetforen hatten diese Worte Wirkungen. Alles zeigte mit dem Zeigefinger auf die Versager Stadt Bochum!<br>\nIm Vorfeld des Genehmigungsverfahren in Duisburg hat die WAZ-Mediengruppe, gemeinschaftlich mit BILD und WDR kr&auml;ftig die PR-Trommel laufen lassen. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/trommeln-fuers-revier-1\/\">Die TAZ berichtete:<\/a><br>\nDas Treiben dieses Medienkonzern wird immer unertr&auml;glicher.<br>\nUnd Sie haben recht. Es wird sogar noch unertr&auml;glicher, weil viele Berichte von damals nicht mehr online sind. Das ist nicht nur uns&auml;glich, es ist ein Zeichen daf&uuml;r, dass der Konzern die Kultur des Netzes immer noch nicht verstanden hat.<br>\nEinen Bericht habe ich aber noch gefunden, der verdeutlicht, welchen medialen Druck der Medienkonzern <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/duisburg\/Loveparade-Absage-waere-laut-Gorny-eine-Blamage-id2425980.html\">im Vorfeld auf Duisburg aus&uuml;bte<\/a>.<br>\nMaybrid Illner hat heute ausnahmsweise mal eine richtige Frage gestellt. &ldquo;Herr Pleitgen&hellip;ist ein Stimmung erzeugt worden, <a href=\"http:\/\/maybritillner.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/1\/0,1872,8094113,00.html\">Scheitern verboten&hellip;<\/a>&rdquo;<br>\nAllerdings darf diese berechtigte und notwendige Medienkritik nicht davon ablenken, dass die Entscheidungstr&auml;ger vor Ort offensichtlich versagt haben und auch keiner Verantwortung &uuml;bernehmen wollen. Noch schlimmer. Ein Amtstr&auml;ger darf sich von solcher Stimmungsmache nicht beeinflussen lassen. Wenn die Fachleute Sicherheitsbedenken vortragen, darf es ein Event wie dieses, nicht&nbsp; um &ldquo;Jeden Preis&rdquo; geben, nur weil irgendwelche lokalen Entscheidungsf&uuml;rsten sich mit so einer Veranstaltung schm&uuml;cken wollen.<br>\nHier wird aber auch ein Fehler im System deutlich. W&uuml;rden Kommunen wie bei uns im Pott nicht mit Nothaushalten wirtschaften m&uuml;ssen, br&auml;uchten sie sich nicht unbedingt&nbsp; an solche Standortwettbewerbe beteiligen, die ohnehin meist mehr Kosten, als Einnahmen produzieren und es unter dem Strich&nbsp; am meisten dem regionale Einzelhandel sowie die Gastronomie und &Uuml;bernachtsbranche nutzt.<br>\nDie Menschen im Ruhrgebiet sind traurig und w&uuml;tend.<br>\nBei einem Trauermarsch mit meiner Lebensgef&auml;hrtin durch den Todestunnel habe ich zwei Fotos mit dem Handy gemacht, daheim&nbsp; zu einer Bildmotage zusammengefasst, um die <a href=\"http:\/\/dnzs-dienetzschau.blog.de\/2010\/07\/29\/loveparade-trauer-wut-9068152\/\">Trauer und die Wut abzubilden<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hatz auf Klaus Ernst<\/strong><br>\nRund 17&nbsp;000 Euro\/Monat erh&auml;lt Ernst derzeit: 7668 Euro Di&auml;ten plus knapp 4000 Euro steuerfreie Kostenpauschale als Bundestagsabgeordneter.<br>\nDie Partei zahlt ihm zus&auml;tzlich 3500 Euro\/Monat (seine Co-Chefin Gesine L&ouml;tzsch verzichtet auf diese Zulage).<br>\nUnd dann gibt es noch 1913 Euro Zulage aus der Fraktionskasse. Begr&uuml;ndung: Zwar ist Ernst nicht Vize-Fraktionschef, beide Parteivorsitzenden sind aber im Vorstand stimmberechtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/07\/30\/klaus-ernst\/der-umstrittene-lifestyle-des-linken-chefs.html\">Bild<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann ja Klaus Ernst durchaus kritisieren, aber bei keinem Parteivorsitzenden einer anderen Partei, etwa von Merkel, Westerwelle, Gabriel, K&uuml;nast oder Trittin w&uuml;rde eine solche Rechnung aufgestellt. Es ist auch schlicht eine Manipulation, wenn die Kostenpauschale (etwa f&uuml;r Mitarbeiter und B&uuml;rokosten) schlicht als Einkommen angerechnet wird. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Bundesagentur sieht den Ausbildungsmarkt optimistisch. Die IG Metall warnt vor Verharmlosung<\/strong><br>\nAuch f&uuml;r den Ausbildungsmarkt ist die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) optimistisch gestimmt. Die Bewerberzahlen gingen durch den demografischen Wandel zur&uuml;ck. Gleichzeitig hielten Wirtschaft und &ouml;ffentliche Hand das Lehrstellenangebot &bdquo;stabil&ldquo;. Im Juli waren laut BA 108500 Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt. Dem standen 152600 unversorgte Bewerber gegen&uuml;ber. Allerdings rechnet die Beh&ouml;rde noch mit viel Bewegung in den kommenden Wochen.<br>\nDie IG Metall warnte davor, die Lage der Jugendlichen zu verharmlosen. Rein rechnerisch bleibe eine Differenz von rund 45000 zwischen den Bewerbern und freien Angeboten.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te deutsche Einzelgewerkschaft r&auml;umt ein, dass einige Bewerber die Anforderungen nicht erf&uuml;llten. &bdquo;Das wegdiskutieren zu wollen ist falsch&ldquo;, mahnt die IG Metall. &bdquo;Umdenken m&uuml;ssen aber auch die Unternehmen&ldquo;, fordert sie weiter. Die Wirtschaft m&uuml;sse sich f&uuml;r bessere Schulen einsetzen und zugleich Jugendlichen mit Defiziten mehr individuelle F&ouml;rderung anbieten. Es gebe noch immer viel zu viele, die 2010 keinen Ausbildungsplatz finden k&ouml;nnten. Und darunter bef&auml;nden sich nicht nur leistungsschwache Schulabg&auml;nger, sondern zahlreiche, denen von der Arbeitsverwaltung ihre Ausbildungsreife best&auml;tigt worden sei. Besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund seien benachteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/zu-wenig-lehrstellen--zu-wenig-bewerber\/-\/1472780\/4516976\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Worum geht es im Exzellenzwettbewerb?<\/strong><br>\nZweifellos ist es ein richtiges Ziel, die deutschen Universit&auml;ten zu eigenst&auml;ndigen, handlungs- und entscheidungsf&auml;higen kollektiven Akteuren zu entwickeln. Und selbstverst&auml;ndlich gilt es, auf die daf&uuml;r erforderlichen strukturellen wie mentalen Bedingungen hinzuwirken. Das kann aber nicht unabh&auml;ngig vom Status deutscher Universit&auml;ten als Einrichtungen &ouml;ffentlicher Verantwortung geschehen. Und ebenso wenig scheint dies realistisch, ohne den f&ouml;deralen Charakter unserer Verfassungsordnung zu ber&uuml;cksichtigen und die dauerhaft unterschiedliche Finanzkraft der L&auml;nder. Zu beiden Bedingungsgef&uuml;gen stehen aber die neuen Exzellenzuniversit&auml;ten &ndash; zumindest potentiell &ndash; in einem nicht zu untersch&auml;tzenden Spannungsverh&auml;ltnis. Die Frage ist also, ob mit einem Wettbewerb um &uuml;berzeugende &bdquo;Zukunftskonzepte&ldquo; nicht ein unrealistischer Nebenweg gew&auml;hlt wurde, gleichsam an der bundesdeutschen Wirklichkeit vorbei. Zu hinterfragen sind auch die Konsequenzen innerhalb der Universit&auml;ten, und zwar nicht nur die gesteigerte Inkongruenz in der Wahrnehmung der beiden universit&auml;ren Kernaufgaben, n&auml;mlich von Forschung und Lehre, sondern auch St&ouml;rungen in den akademischen Entscheidungsstrukturen. Zwar sind es die Universit&auml;tsleitungen, welche ein institutionelles Gesamtinteresse definieren und durchsetzen m&uuml;ssen, das die divergierenden Individual- und Partikularinteressen nicht nur integriert, sondern auch nach Priorit&auml;ten und Posteriorit&auml;ten sortiert. Aber daraus folgt keine Rechtfertigung einer Kommandouniversit&auml;t, weil nur diese Wettbewerbserfolge m&ouml;glich mache. Jede Zentralisierung f&uuml;hrt unvermeidlich zur Intransparenz von Leitungsentscheidungen und zur Privilegierung einzelner.<br>\nIn Wahrheit geht es bei den gegenw&auml;rtigen Reformprozessen um die Amerikanisierung der deutschen Hochschulen und um die Ersetzung des Deutschen durch das Englische als Hochschul- und Wissenschaftssprache. Insofern ist die Dominanz der dritten Linie im Exzellenzwettbewerb Teil einer Gesamtstrategie. Der eine wichtige Schritt war die Einf&uuml;hrung des angeblich existierenden und angeblich sogar international anerkannten angloamerikanischen Graduierungssystems im deutschen Hochschulwesen &ndash; unter missbr&auml;uchlicher Berufung auf die europ&auml;ische Bologna-Erkl&auml;rung. Wie zu erwarten und sicherlich auch gewollt, wirken Bachelor und Master als symbolische T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r den Gebrauch des Englischen im Studium. Der andere Schritt ist die Orientierung an einem diffusen Idealbild der amerikanischen Universit&auml;t als Zielvorstellung im Exzellenzwettbewerb, verbunden mit der strikten Vorgabe des Englischen als Sprache f&uuml;r die Bewertung aller zur F&ouml;rderung eingereichten Projekte und Konzepte, also auch in den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften.<br>\n(&hellip;) Ihre eigentliche Sto&szlig;richtung ist es, die deutschen Universit&auml;ten als Bewerber zu einer englisch sprechenden und amerikanisch dominierten Wissenschaftswelt zu behandeln. L&auml;ngerfristig wird das f&uuml;r das geistige Selbstverst&auml;ndnis Deutschlands und f&uuml;r seine Kultur einschneidende und verh&auml;ngnisvolle Folgen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/wordpress\/?p=5279\">Forschung &amp; Lehre<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Kritik an der Exzellenzinitiative aus konservativer Sicht, die jedoch auch fortschrittliche Aspekte enth&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Medien st&auml;rken Sarkozy nicht mehr<\/strong><br>\nEin interessanter Bericht im SF Videoportal &uuml;ber die Medienmacht Sarkozys und wie sich allm&auml;hlich Widerstand entwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.videoportal.sf.tv\/video?id=9522a91a-7a3f-447c-a629-68d0c8316845\">SF Videoportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Sozialpolitik-aktuell.de Newsletter Nr. 7\/2010 vom 29.07.2010<\/strong>\n<ol>\n<li>&bdquo;Finanzierung und &ouml;konomische Grundlagen des Sozialstaats&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo; Einkommensverteilung, Armut&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosigkeit&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Gesundheitswesen, Kranken- &amp; Pflegeversicherung&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Familie, Lebensformen, Familienpolitik&rdquo;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik-aktuell.de <\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt Juli; deutsches Jobwunder; Raubtier-Staat; Ermittlungen gegen WestLB-Vorst&auml;nde eingestellt; teure Bankenrettung; Dokumentensammlung Wikileaks; eine Armee wird zermahlen; traumatisierte Soldaten fallen durchs Rost; FBI kontrolliert Internet; Millionenbetrug in Arztpraxen; riestern f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie; Verantwortung der Medien f&uuml;r die Toten in Duisburg; Hatz auf Klaus Ernst; Ausbildungsmarkt; Exzellenzwettbewerb; Medien st&auml;rken Sarkozy nicht<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6348\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6348","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6348"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6355,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6348\/revisions\/6355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}