{"id":63503,"date":"2020-07-31T16:34:42","date_gmt":"2020-07-31T14:34:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503"},"modified":"2020-07-31T16:34:42","modified_gmt":"2020-07-31T14:34:42","slug":"hinweise-des-tages-ii-453","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h01\">Wie man Arbeitslosigkeit und Deflation erzeugt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h02\">Schattenwelten: Wie Arbeiter aus Osteuropa mit Werkvertr&auml;gen ausgebeutet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h03\">Armut und COVID-19 &ndash; was jetzt zu tun ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h04\">Brain Gain<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h05\">Volatiles wird veritabel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h06\">&ldquo;Das gr&ouml;&szlig;te Risiko der &bdquo;Risikogruppen&ldquo; &ndash; Hausarrest und Isolierung f&uuml;r Alte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h07\">Abfragen von Datenbanken durch Polizeibeamte -2:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h08\">EU-Budget 2021-2027: Darf&rsquo;s a bissal mehr sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h09\">Der (un)heimliche Siegeszug der Chauvis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h10\">Trotz Corona-Pandemie wird Syrien ausgehungert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h11\">Todesursache &ldquo;Gewalt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h12\">Der Fl&uuml;chtlingsrat Berlin kritisierte am Donnerstag: Berlin schiebt wieder ab &ndash; mitten in der Nacht in Coronarisikogebiete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h13\">Die Anatomie eines Glaubenskriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63503#h14\">Zu guter Letzt: Spahn will Maskenpflicht erweitern: Schnorchel soll Aerosole in h&ouml;here Luftschicht leiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie man Arbeitslosigkeit und Deflation erzeugt<\/strong><br>\nIn den USA wird zur Zeit so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Kommt es jetzt noch in der Breite zu Lohnk&uuml;rzungen, ist ein Szenario wie in der gro&szlig;en Depression von 1929 nicht mehr ausgeschlossen. Aber auch in Deutschland wird die Bedeutung stabiler L&ouml;hne nicht begriffen.<br>\nEin Lehrst&uuml;ck in Sachen falscher wirtschaftspolitischer Weichenstellungen kann man derzeit in den USA erleben. Die Unternehmen tun n&auml;mlich wieder einmal, was sie partout nicht lassen k&ouml;nnen: Sie k&uuml;rzen die L&ouml;hne. Wie hier anschaulich berichtet wird, werden in den USA im Zuge dieser vom Staat unmittelbar verursachten Krise nicht nur viele Millionen Arbeitnehmer vor die T&uuml;r gesetzt, sondern vielen weiteren Millionen werden die L&ouml;hne gek&uuml;rzt, weil die Arbeitslosigkeit hoch ist.<br>\nDas ist, wie in dem Bericht richtig dargestellt, fatal. Weil die amerikanische Wirtschaft mehr als irgendeine andere auf Konsum angewiesen ist, f&uuml;hrt die K&uuml;rzung der L&ouml;hne unmittelbar zu einem Konsumr&uuml;ckgang, der wiederum unmittelbar die Unternehmen insgesamt sch&auml;digt. Wird aus der Lohnk&uuml;rzung ein Massenph&auml;nomen &ndash; und wer wollte das bei &bdquo;frei entscheidenden&ldquo; Unternehmen verhindern? &ndash; sind die Lohnk&uuml;rzungen der direkte Weg in die Deflation und eine wirklich kaum noch zu beherrschende Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/07\/wie-man-arbeitslosigkeit-und-deflation-erzeugt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schattenwelten: Wie Arbeiter aus Osteuropa mit Werkvertr&auml;gen ausgebeutet werden<\/strong><br>\nArbeitnehmer aus Osteuropa arbeiten in Deutschland oft zu Dumpingl&ouml;hnen und wohnen hier unter erb&auml;rmlichen Umst&auml;nden. Die Emp&ouml;rung ist gro&szlig;, Bundesarbeitsminister Heil legte jetzt eilig einen Gesetzentwurf vor. Allein: Er bringt wohl nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-schattenwelten-wie-arbeiter-aus-osteuropa-mit-werkvertraegen-ausgebeutet-werden-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Armut und COVID-19 &ndash; was jetzt zu tun ist<\/strong><br>\nDer Anteil der Menschen in &Ouml;sterreich, die von Armut betroffen sind, ist im letzten Jahrzehnt gesunken. 2019 haben 13,3 Prozent der Menschen in &Ouml;sterreich unter der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle gelebt, 2008 waren es noch 15,2 Prozent. Die aktuellen Entwicklungen rund um COVID-19 haben die Situation in den letzten Monaten aber v&ouml;llig ver&auml;ndert. Was steht &Ouml;sterreich in den kommenden Jahren bevor?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/armut-und-covid-19-was-jetzt-zu-tun-ist\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Brain Gain<\/strong><br>\nDeutschland z&auml;hlt zu den Staaten, die am st&auml;rksten vom Zuzug hochqualifizierter Arbeitskr&auml;fte aus &auml;rmeren Regionen Europas profitieren. Dies belegt eine aktuelle Studie des Wiener Instituts f&uuml;r internationale Wirtschaftsvergleiche. Demnach steigt vor allem im Gesundheitswesen die Zahl etwa aus Ost- und S&uuml;dosteuropa stammender Fachkr&auml;fte rasch an. In deren Herkunftsl&auml;ndern verursacht der Brain Drain &ndash; auch mit Blick auf die Covid-19-Pandemie &ndash; gro&szlig;e Probleme; so ist die Quote der &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte pro 100.000 Einwohner etwa in Polen nur wenig mehr als halb so gro&szlig; wie in Deutschland; in Albanien liegt sie noch deutlich darunter. Die Bundesregierung stellt negative Auswirkungen auf die Herkunftsl&auml;nder in Abrede und spricht von einer angeblichen Win-win-Situation. Auf europ&auml;ischer Ebene formiert sich inzwischen allerdings Widerstand gegen die Absch&ouml;pfung von Fachkr&auml;ften, f&uuml;r deren Ausbildung die Herkunftsstaaten in aller Regel hohe Summen gezahlt haben &ndash; Investitionen, von denen nun die reichen L&auml;nder West- und Nordeuropas, vor allem Deutschland, profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8351\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Einwanderung nach Deutschland: Fachkraft mit Relevanz gesucht<\/strong><br>\nDie Migrationsstr&ouml;me nach Deutschland sind fast zum Erliegen gekommen. Braucht es &uuml;berhaupt noch qualifizierte Arbeiter*innen aus dem Ausland? [&hellip;]<br>\nGrenzschlie&szlig;ungen, der Einreisestopp f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige, die Schlie&szlig;ung vieler ausl&auml;ndischer Visa&shy;stellen und die Reduktion des Flugverkehrs h&auml;tten dazu beigetragen, dass Migrationsstr&ouml;me nach Deutschland &bdquo;ann&auml;hernd zum Erliegen gekommen sind&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Papier des ifo-Instituts von Mitte Juli. Auch seien Dienstleistungen wie die Anerkennung ausl&auml;ndischer Berufsqualifikationen teils ausgesetzt. Das neue Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz sei nun &bdquo;praktisch wirkungslos&ldquo;.<br>\nAber g&auml;be es &uuml;berhaupt Bedarf? Trotz allm&auml;hlicher Lockerungen stecken viele Unternehmen in der Krise, die Konjunktur ist abgesackt, die Arbeitslosenzahlen sind gestiegen. Braucht es &uuml;berhaupt noch Fachkr&auml;fte aus dem Ausland?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Einwanderung-nach-Deutschland\/!5704875\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Logisch braucht Deutschland massive Arbeitskr&auml;fteeinwanderung: das ist ein hervorragender Weg, die L&ouml;hne unten zu halten bzw. noch weiter zu dr&uuml;cken. Besonderen Bedarf gibt es nat&uuml;rlich in den Bereichen Gastronomie, Pflege und Transport (Paketdienste, Lkw-Fahrer), also dort, wo besonders schwere Arbeit besonders schlecht bezahlt wird &ndash; und wer, um Himmels Willen, k&ouml;nnte sich h&ouml;here L&ouml;hne w&uuml;nschen, von denen man &ndash; horribile dictu &ndash; leben oder sogar eine Familie ern&auml;hren k&ouml;nnte? Gerade die Gastronomie (und das Hotelgewerbe), die zu Corona-Zeiten mit am schlimmsten gelitten haben (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/coronavirus-muenchen-gastronomie-hotels-krise-1.4901905\">Kurzarbeitsquoten von 90 Prozent<\/a>), haben einen so derma&szlig;enen Fachkr&auml;ftemangel&hellip; <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/news\/arbeitsmarkt-2020\">Auch unter den 635.000 Arbeitslosen und fast 7 Millionen Kurzarbeitern<\/a>, die es durch die Corona-Krise mehr gibt: keine Chance, unter denen auch nur eine einzige Fachkraft zu finden. Warum sonst sind die arbeitslos? Oder das Schlachtgewerbe: man findet tats&auml;chlich keinen Inl&auml;nder, der f&uuml;r 6 Euro die Stunde 13 Stunden am Tag arbeitet und f&uuml;r 200 Euro im Monat sich mit 10 anderen eine schimmelige Bude teilt. Wir sind so derma&szlig;en auf die S&uuml;dosteurop&auml;er angewiesen! Das einzige Gl&uuml;ck f&uuml;r die ohnehin seit Jahrzehnten durch den Quasi-Sozialismus in Deutschland gebeutelten Unternehmen: dass die taz als &ldquo;linke&rdquo; Zeitung mit der &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;-Propaganda das Spektrum abdeckt, das die rechten, noch unternehmern&auml;heren Journale (FAZ, WELT, ZEIT, Spiegel, Focus, Handelsblatt&hellip;), also fast die gesamte restliche Presse, nicht bedient.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Volatiles wird veritabel<\/strong><br>\nManch deutscher Skandal ist offenbar komplett in &ouml;sterreichischer Hand<br>\nEin Angeber ist einer, der angibt, was es nicht gibt. Die aus &Ouml;sterreich stammenden Wirecard-Manager Jan Marsalek und Markus Braun waren Angeber der besonderen Sorte. Man will sich gar nicht vorstellen, wie sie in M&uuml;nchen gelacht haben ob der Finten, die ihnen da jahrelang so viel Zufluss und Zuspruch bescherten. Zu Milliarden haben solche Leute ein ganz entspanntes, ja laxes Verh&auml;ltnis, jene sind entweder erfunden oder verschwunden. Die sch&ouml;nsten Bilanzen sind die frisierten. Dort, wo nichts ist, aber behauptet werden kann, dass dieses Nichts nicht sei, wird das Nichts zu einer &uuml;berm&auml;chtigen Gr&ouml;&szlig;e. Volatiles wird veritabel. Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass Marsalek und Braun selbst an die fiktiven Unsummen geglaubt haben, nachdem sie erleben durften, was mit ihnen alles anzustellen ist. Es ist anzunehmen, dass sie auch Opfer dieser Dynamik geworden sind. Der &bdquo;sch&ouml;pferischen Zerst&ouml;rung&ldquo; (Schumpeter) folgte die Zerst&ouml;rung der Sch&ouml;pfer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/volatiles-wird-veritabel\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Das gr&ouml;&szlig;te Risiko der &bdquo;Risikogruppen&ldquo; &ndash; Hausarrest und Isolierung f&uuml;r Alte&rdquo;<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit Mitte M&auml;rz werden wir mit dem Thema &bdquo;Corona&ldquo; so fl&auml;chendeckend und lautstark zugedr&ouml;hnt, dass man h&ouml;llisch aufpassen muss, um &uuml;berhaupt noch andere Ger&auml;usche wahrzunehmen. Wie etwa die Tatsache, dass der globale Lockdown nicht nur die unteren Schichten in den Metropolen hart trifft, sondern in der &bdquo;dritten Welt&ldquo; voraussichtlich mehrere Millionen Menschen umbringen wird. Wohlgemerkt: Nicht vom Virus selbst ist die Rede, das in den armen und &auml;rmsten L&auml;ndern noch mehr &bdquo;Opfer fordert&ldquo; als in Europa oder Nordamerika, sondern von den zus&auml;tzlichen Kollateralsch&auml;den aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise, die aus dem monatelangen, inzwischen zum zerm&uuml;rbenden Stop-and-Go-Modus &uuml;bergeleiteten Lockdown resultiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/das-groesste-risiko-der-risikogruppen\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Die Politik und die sie verk&ouml;rpernden Darsteller haben ihre Masken bereits abgelegt. Ohne Scham und scheinbar v&ouml;llig moralfrei verk&uuml;nden sie ihre Vorstellungen von einer Welt, in der kein Platz mehr ist f&uuml;r den wertlosen menschlichen Abfall, heute Risikogruppe genannt. Deren Charakterlosigkeit und die Verachtung f&uuml;r Menschen, die ihre Lebensarbeit getan haben und damit &uuml;berfl&uuml;ssig sind, sind kaum noch steigerungsf&auml;hig. Wenn solches Verhalten schon nicht strafw&uuml;rdig ist, so wird man doch denen wohl noch sagen d&uuml;rfen: Pfui Teufel!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abfragen von Datenbanken durch Polizeibeamte -2:<\/strong><br>\nTragweite des Problems, &uuml;berwindbare Zugangskontrollen und Angeben zum Zweck, die die illegale Abfrage nicht verhindern<br>\nDas Problem des Datendiebstahls aus polizeilichen Datenbanken ist evident. Sowohl die Datenschutzaufsichtsbeh&ouml;rden als auch &ndash; vereinzelt &ndash; parlamentarische Initiativen versuchten in den letzten Jahren, f&uuml;r mehr Sicherheit f&uuml;r die Betroffenen im Umgang mit deren pers&ouml;nlichen Daten zu sorgen.<br>\nKomplett verhindern l&auml;sst sich der Diebstahl von personenbezogenen Informationen aus polizeilichen Datenbanken allerdings nicht! Wer es darauf anlegt, wird immer Mittel und Wege finden, solche Informationen illegal auszuforschen und f&uuml;r seine eigenen Zwecke oder zur Weitergabe an interessierte Dritte zu nutzen. Zumal es ein Polizeibeamter gar nicht besonders raffiniert anstellen muss: Wer es darauf anlegt, kann die Zugangskontrolle zu Datenbanken der Polizei &uuml;berwinden; teilweise erleichtert eine nachl&auml;ssige technische Absicherung solche Informations-Piraterie. Die Pflichtangabe eines Zwecks der Abfrage steht auf geduldigem Papier: In der Praxis gibt es Belege daf&uuml;r, dass banale Schlagworte, wie &lsquo;Strafverfolgung&rsquo; oder &lsquo;Vorgangsbearbeitung&rsquo; bereits ausreichen, um der vermeintlichen Formalie Gen&uuml;ge zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.net\/https-police-it-net-abfrage-von-datenbanken-durch-polizeibeamte-2\">Police-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Budget 2021-2027: Darf&rsquo;s a bissal mehr sein?<\/strong><br>\nEs war eine schwere Geburt: Mehr als zwei Jahre haben die EU-Institutionen &uuml;ber den EU-Finanzrahmen 2021 &ndash; 2027 verhandelt. Zuletzt kam noch das umfangreiche Konjunkturpaket &bdquo;Next Generation EU&ldquo; dazu, um die coronabedingte schwere Rezession in der EU besser abzufedern. Die nun im Europ&auml;ischen Rat erreichte Einigung ist historisch. F&uuml;r eine nachhaltige Entwicklung von Wohlstand und Wohlergehen bleibt sowohl inhaltlich als auch vom Finanzvolumen ein Spielraum nach oben, der vom EU-Parlament nun noch genutzt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/eu-budget-2021-2027\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der (un)heimliche Siegeszug der Chauvis<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich, Niederlande, Schweden, D&auml;nemark: Europas angeblich so sparsame Vier machen auf Gut gegen B&ouml;se. Das zeigt, wie populistisch selbst dort regiert wird, wo Populisten gar nicht an der Macht sind.<br>\nEs hat etwas Paradoxes. &Uuml;berall &uuml;ben sich derzeit just diejenigen in Selbstdemontage, die vor Kurzem noch Teil einer populistischen Welle gegen liberale Demokratien zu sein schienen. Ob der US-Pr&auml;sident, den keiner mag, wie er etwas beleidigt diese Woche festgestellt hat. Oder Deutschlands selbst erkl&auml;rte Alternative, die sich vor allem untereinander nicht mag &ndash; und in diesen Tagen mehr mit dem Ausschluss von Parteimitgliedern zu tun hat als mit dem Ausschluss von Fl&uuml;chtlingen.<br>\nUnd doch scheint der Geist eben dieses Populismus in diesem Sommer irgendwie pr&auml;sent. Nur anders. Etwa auf EU-Gipfeln, auf denen ein paar europ&auml;ische Regierungen daf&uuml;r sorgen, dass blo&szlig; nicht zu viel Geld an andere geht &ndash; also in diesem Fall an Italiener und Spanier -, mit Argumenten, die &ouml;konomisch nicht wirklich, wie sollen wir sagen, auf Nobelpreislevel lagen; und die menschlich eher unterhalb der edelsten aller Instinkte ansetzen. So wie man das eigentlich nur von Populisten kennt, die in der Regel auch nicht so gut darin sind, stringent-komplex zu analysieren, was wirklich gut f&uuml;rs Land ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/europa-der-un-heimliche-siegeszug-der-populisten-kolumne-a-d04b3351-4565-42eb-a947-8a191034ba76\">Thomas Fricke auf DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Trotz Corona-Pandemie wird Syrien ausgehungert<\/strong><br>\nIn Nord- und Ostsyrien, dem Gebiet der multiethnischen Selbstverwaltung, zeigt sich die Lage besonders extrem. Die deutsche Regierung verteilt bei der Frage nach humanit&auml;ren Hilfen &ldquo;Nebelkerzen&rdquo;<br>\nMitten in der Coronakrise verh&auml;ngten die USA neue Sanktionen gegen Syrien. Das Land steht kurz vor der gr&ouml;&szlig;ten Hungerkrise seit Kriegsbeginn. Wieder einmal trifft es nicht die Verantwortlichen der desastr&ouml;sen Situation in Syrien, sondern die Bev&ouml;lkerung.<br>\nIn Nordsyrien scheint die T&uuml;rkei neue Annexionen vorzubereiten. Die Bundesregierung stuft die Operationen der T&uuml;rkei im Gebiet der Selbstverwaltung als v&ouml;lkerrechtswidrig ein und will NGOs, die in Nord- und Ostsyrien t&auml;tig sind, mit einer Million Euro gegen die Covid-19-Pandemie unterst&uuml;tzen. Unklar ist bislang, welche im Gebiet der Selbstverwaltung aktiven NGOs die Mittel bekommen sollen und wie die medizinischen G&uuml;ter und Medikamente die Region erreichen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trotz-Corona-Pandemie-wird-Syrien-ausgehungert-4857838.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Todesursache &ldquo;Gewalt&rdquo;<\/strong><br>\nMario Paciolla ging nach Kolumbien, um dort als UN-Mitarbeiter den Friedensprozess zu begleiten. Dann wurde er tot aufgefunden. Freunde sagen: Jemand hat ihn umgebracht.<br>\n288 Kilometer Luftlinie, aber fast 700 Stra&szlig;enkilometer trennen San Vicente del Cagu&aacute;n, im S&uuml;den Kolumbiens gelegen, von der Hauptstadt Bogot&aacute;. Mund-Nasen-Masken sind in Cagu&aacute;n heute ebenso Teil des Alltags wie Flecktarn und Gummistiefel. Derzeit k&auml;mpft die Welt gegen eine Pandemie &ndash; doch die Gewalt in Cagu&aacute;n war schon immer da. Sie ist endemisch, historisch.<br>\nMario Paciolla versuchte diese Gewalt im Dienst der Vereinten Nationen einzud&auml;mmen. Am vergangenen 15. Juli fand man ihn erh&auml;ngt und mit aufgeschnittenen Armgelenken in seinem Haus in San Vicente del Cagu&aacute;n. Die Todesursache laut Totenschein: &ldquo;Gewalt&rdquo;. Die &ouml;rtliche Polizei erkl&auml;rt, es habe sich um einen Suizid gehandelt, doch viele Beobachter bezweifeln das. Die bekannte kolumbianische Investigativjournalistin Claudia Julieta Duque, die sich des Falles angenommen hat, schreibt auf Twitter: &ldquo;Mario starb nicht, Mario wurde get&ouml;tet.&rdquo; Paciolla war italienischer Staatsb&uuml;rger. Deshalb f&uuml;hrt der Fall nun zu internationalen Verwicklungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-07\/kolumbien-mario-paciolla-caguan-vereinte-nationen-gewalt\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Fl&uuml;chtlingsrat Berlin kritisierte am Donnerstag: Berlin schiebt wieder ab &ndash; mitten in der Nacht in Coronarisikogebiete<\/strong><br>\nAm 15. Juli 2020 holte die Berliner Polizei bis zu 200 Menschen, darunter zahlreiche Familien mit kleinen Kindern, um ca. drei Uhr nachts aus dem Bett, um sie noch am selben Tag per Sammelcharter in die Republik Moldau (Moldawien) abzuschieben.<br>\nMoldawien meldet derzeit etwa 2.000 registrierte Neuinfektionen w&ouml;chentlich &ndash; bei einer mit 3,5 Millionen &auml;hnlichen Einwohner*innenzahl wie Berlin. Die Zahl der aktiv infizierten F&auml;lle soll bei 6.250 liegen (Berlin: 235 Neuinfektionen\/Woche, 333 aktive F&auml;lle). Das Ausw&auml;rtige Amt warnt vor Reisen nach Moldawien. Das RKI weist die Republik Moldau als Coronarisikogebiet aus. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/383321.rechte-demonstrationen-verdi-bef%FCrchtet-%FCbergriffe-gegen-journalisten.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Komisch, in Berlin ist ein gewisser Klaus Lederer (Linke) Senator f&uuml;r Kultur und Europa, der ein paar Jahre zuvor noch folgendes von sich gegeben hatte:<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Sarah Wagenknecht hat all die Beschl&uuml;sse, die wir zur Fl&uuml;chtlingspolitik, zum Umgang mit Gefl&uuml;chteten in den vergangenen Jahren gefasst haben, mit unterst&uuml;tzt. Was das anbetrifft sozusagen, habe ich an Sarah Wagenknecht &uuml;berhaupt nichts zu monieren. Was ich von ihr verlange, ist, diese Position dann auch durchzuhalten.&rdquo; Wie die Zeiten sich doch &auml;ndern k&ouml;nnen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Anatomie eines Glaubenskriegs<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten streiten die Deutschen &uuml;ber ein Tempolimit. Der Sieg &uuml;ber die Vernunft gelang stets mit einer einfachen Strategie.<br>\nDie Deutschen gehen sich mal wieder an die Gurgel. Der Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck k&uuml;ndigte vor Kurzem an, seine Partei werde Tempo 130 auf allen deutschen Autobahnen durchsetzen, sollten sie es in die Regierung schaffen [1]. Sogleich hagelte es Kritik in einer Heftigkeit, als wollte Habeck das Fussballspielen verbieten. FDP-Generalsekret&auml;rin Linda Teuteberg schrieb f&uuml;r das konservative Monatsmagazin &laquo;Cicero&raquo; einen Gastbeitrag und warf den Gr&uuml;nen eine &laquo;absurde Priorit&auml;tensetzung&raquo; vor, Dekadenz, Ignoranz und Zynismus. Was Habeck hier vertrete, sei ein &laquo;Infektionsrisiko f&uuml;r unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung&raquo; [2].<br>\nWer in Deutschland f&uuml;r ein Tempolimit k&auml;mpft, ist ein Feind von Freiheit und Demokratie. Oder auch einfach ein Idiot. Ein Tempolimit sei &laquo;gegen jeden Menschenverstand&raquo;, sagte nicht etwa ein von der Autoindustrie bezahlter Lobbyist, sondern der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) h&ouml;chstselbst. Die Schl&uuml;sselworte im Kampf gegen die Raserei auf deutschen Autobahnen sind Verbotswahn, &Ouml;kodiktatur, Hetze. Das ist der ganz normale Ton in dieser Debatte.<br>\nAutobahnen ohne Geschwindigkeitsbeschr&auml;nkung sind das Markenzeichen Deutschlands. Sie versetzen Autofans auf der ganzen Welt in Euphorie. Und lassen alle anderen fassungslos zur&uuml;ck. Der Kampf gegen dieses Temporegime dauert schon mehr als vier Jahrzehnte &ndash; bisher ohne jede Chance. Doch es gibt ein paar Gr&uuml;nde zur Annahme, dass der Widerstand gegen eine Geschwindigkeitsbeschr&auml;nkung auf allen Autobahnen zusammenbricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Die-Anatomie-eines-Glaubenskriegs\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>14. Zu guter Letzt: Spahn will Maskenpflicht erweitern: Schnorchel soll Aerosole in h&ouml;here Luftschicht leiten<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; An die Maskenpflicht in Gesch&auml;ften und &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln haben sich die meisten Deutschen wahrscheinlich schon gew&ouml;hnt. Doch nun &uuml;berrascht Gesundheitsminister Spahn mit einer Neuerung: Um den Schutz vor dem Coronavirus weiter zu verbessern, muss die Maske im Alltag k&uuml;nftig mit einem Schnorchel erg&auml;nzt werden. So soll sichergestellt werden, dass kontaminierte Aerosole nicht in Gesichtsh&ouml;he ausgesto&szlig;en werden, sondern in h&ouml;here Luftschichten gelangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/07\/corona-schnorchel.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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