{"id":63697,"date":"2020-08-10T08:44:54","date_gmt":"2020-08-10T06:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697"},"modified":"2020-08-10T11:43:19","modified_gmt":"2020-08-10T09:43:19","slug":"hinweise-des-tages-3670","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h01\">Staatsminister Roth: US-Sanktionsdrohung gegen Sassnitz &bdquo;kann man sich nicht bieten lassen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h02\">Kommt jetzt die Diskussion mit den Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen noch in Gang?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h03\">Die Welt wird nach Corona ungleicher sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h04\">Ein Shutdown ist kein Heilmittel, sondern ein Elend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h05\">Nebeneink&uuml;nfte: So vergolden manche Abgeordnete ihr Mandat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h06\">&ldquo;Deutsche Krankheit&rdquo; &ndash; Die Rentenschwindsucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h07\">Bundesgesundheitsministerium will raus aus Beratervertrag mit EY<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h08\">Eine Rentenkasse von allen f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h09\">Corona-Tests f&uuml;r Reiser&uuml;ckkehrer in vielen F&auml;llen nutzlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h10\">Katja Kipping: Demog&auml;nger sind &ldquo;r&uuml;cksichtslose Menschen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h11\">Pfusch und Korruption? Gro&szlig;britannien ruft 741.000 Coronavirus-Tests zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h12\">Europ&auml;ische Solidarit&auml;t f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h13\">Scheuer lie&szlig; brisante Passage in Antwort auf Presseanfrage streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h14\">Zurechtger&uuml;ckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h15\">Klagen gegen Menschenrechtsakteure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h16\">Hiroshimas Ungl&uuml;ck und Heidelbergs Gl&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h17\">Europa ist (nicht) der Nabel der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63697#h18\">Covid-19-Statistik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Staatsminister Roth: US-Sanktionsdrohung gegen Sassnitz &bdquo;kann man sich nicht bieten lassen&ldquo;<\/strong><br>\nMan d&uuml;rfe sich nicht erpressbar machen lassen, sagte er dem Deutschlandfunk. Da helfe auch nicht nur Jammern und Wehklagen, sondern am Ende brauche man mehr europ&auml;ische Souver&auml;nit&auml;t, mehr europ&auml;ische Eigenverantwortung und mehr europ&auml;isches Selbstbewusstsein. So etwas k&ouml;nne man sich nicht bieten lassen.<br>\nMecklenburg-Vorpommerns Ministerpr&auml;sidentin Schwesig forderte von der Bundesregierung, den &ndash; Zitat &ndash; Erpressungsversuchen entschieden entgegenzutreten. SPD-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Schneider f&uuml;gte hinzu, Deutschland d&uuml;rfe sich nicht wie ein Vasallenstaat behandeln lassen. Der Gr&uuml;nen-Politiker Trittin nannte die Drohung eine wirtschaftliche Kriegserkl&auml;rung. Der Linken-Abgeordnete Ernst forderte die Einbestellung des US-Botschafters und die Androhung von Gegenma&szlig;nahmen wie Strafz&ouml;lle auf amerikanisches LNG-Gas.<br>\nDrei US-Senatoren hatten dem Ostsee-F&auml;hrhafen Sassnitz massive Strafen angek&uuml;ndigt, sollte er den Bau von Nord Stream 2 weiter unterst&uuml;tzen. Die USA lehnen das Projekt ab, das russisches Gas nach Deutschland liefern soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nord-stream-2-staatsminister-roth-us-sanktionsdrohung-gegen.1939.de.html?drn:news_id=1159575\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;Gut gebr&uuml;llt&ldquo;, k&ouml;nnte insbesondere der Vertreterschaft der Regierungspartei SPD zugerufen werden. Bel&auml;sst sie es lediglich bei der ge&auml;u&szlig;erten Emp&ouml;rung oder ergreift die Bundesregierung auch konkrete Gegenma&szlig;nahmen gegen die USA?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Schurkenstadt Sassnitz<\/strong><br>\nPipelineprojekt &raquo;Nord Stream 2&laquo;: US-Senatoren drohen Betreiber von Ostseehafen mit Sanktionen. Verhaltene Reaktion aus Berlin (&hellip;)<br>\nIn Deutschland l&ouml;ste der neuerliche US-Vorsto&szlig; scharfe Kritik aus &ndash; allerdings nur von Politikern aus der zweiten Reihe. So schickte Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) seinen Stellvertreter Niels Annen vor, der die Initiative im Handelsblatt als &raquo;v&ouml;llig unangebracht&laquo; kritisierte. Maas selbst &auml;u&szlig;erte sich nicht. Die Ministerpr&auml;sidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), nannte die Drohungen von Cruz und Co. gegen&uuml;ber dem Tagesspiegel &raquo;absolut inakzeptabel&laquo;. Deutschland k&ouml;nne selbst entscheiden, woher und auf welchem Weg es seine Energie beziehe. Sie erwarte von der Bundesregierung, &raquo;dass sie diesen Erpressungsversuchen entschieden entgegentritt&laquo;, so Schwesig. Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie, Klaus Ernst (Die Linke), nannte den Drohbrief der Senatoren &raquo;an Dreistigkeit nicht mehr zu &uuml;berbieten&laquo;. Er warf der Bundesregierung vor, es bisher bei verbalen Protesten belassen zu haben. Nun sei der Moment gekommen, zum Beispiel Strafz&ouml;lle auf US-Fl&uuml;ssiggas zu verh&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/383804.us-imperialismus-schurkenstadt-sassnitz.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kommt jetzt die Diskussion mit den Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen noch in Gang?<\/strong><br>\nDas Interview mit Anselm Lenz im Deutschlandfunk h&auml;tte Ende M&auml;rz gesendet werden sollen. Dann w&auml;re vielleicht verhindert worden, dass sich Rechte als Freiheitsfreunde aufspielen<br>\nDie Massendemonstration der Coronama&szlig;nahmen-Kritiker vom 1. August hat wohl auch den offiziellen Medien gezeigt, dass die Bewegung nicht so schnell wieder verschwinden wird. Dann sucht man Menschen, die bereit und in der Lage sind, f&uuml;r die Bewegung zu sprechen. Doch in der Regel haben die Bewegungen keine Sprecher, aber es gibt Aktive, die sprechen k&ouml;nnen.<br>\nSo brachte der Deutschlandfunk am Samstag ein Interview mit Anselm Lenz, einen der Mitgr&uuml;nder der Koordinationsstelle Demokratischer Widerstand, des liberalen Fl&uuml;gel der heterogenen Protestbewegung. Lenz monierte in dem Interview, dass Wissenschaftler, die das Virus als nicht gef&auml;hrlicher als eine Grippe sehen, in den &ouml;ffentlichen Medien in Deutschland kaum zu Wort kommen. Dem entgegnete der Moderator, dass kritische Stimmen durchaus zu Wort kamen, was Lenz aber bestritt. [&hellip;]<br>\nEs w&auml;re auf jeden Fall sinnvoller gewesen, nicht so schnell mit Begriffen wie Verschw&ouml;rungstheoretiker oder Coronaleugner zu hantieren und damit Wissenschaftler, die begr&uuml;ndete Zweifel an der offiziellen Version ge&auml;u&szlig;ert haben, praktisch aus der Debatte auszugrenzen. H&auml;tte es Interviews mit Anselm Lenz oder anderen Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen schon Mitte M&auml;rz gegeben, h&auml;tte vielleicht verhindert werden k&ouml;nnen, dass sich Rechte aller Couleur pl&ouml;tzlich als Freunde der Freiheit ausgeben.<br>\nEs ist allerdings fraglich, ob das Lenz-Interview der Auftakt einer Diskussion ist. Zumindest, wenn die Coronaproteste anhalten, k&ouml;nnte es da Verschiebungen geben. Das w&uuml;rde voraussetzen, dass auch bei den Gegnern der Coronama&szlig;nahmen die Differenzierung einsetzt. Sie m&uuml;ssten ihren Wahrheitsanspruch, den viele von ihnen vor sich hertragen, aufgeben und einr&auml;umen, dass sie sich geirrt haben k&ouml;nnten. Zudem m&uuml;ssten sich Leute, die ernsthaft gegen autorit&auml;re Staatlichkeit auf die Stra&szlig;e gehen, klar von Rechten trennen, die Freunde von Staatsautorit&auml;t sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kommt-jetzt-die-Diskussion-mit-den-Kritikern-der-Corona-Massnahmen-noch-in-Gang-4866063.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Corona und die Demonstrationen &ndash; Einordnung des Interviews mit Anselm Lenz [AUDIO]<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview.693.de.html?drbm:date=2020-08-08\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein wenig nach unten scrollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Welt wird nach Corona ungleicher sein<\/strong><br>\nNach Corona sind alle gleich? Vermutlich nicht. Eher ist zu bef&uuml;rchten, dass Covid-19 die Welt ungleicher machen wird. Und dass vor allem die &Auml;rmeren leiden werden. Die Aktienbesitzer konnten sich nach einem kurzen Schock wieder freuen; ihr Depot erreicht bald wieder den Vor-Corona-H&ouml;chststand. (&hellip;)<br>\nDoch welche Verteilungswirkung hat das Virus in reichen L&auml;ndern? Aggregierte Zahlen wie der R&uuml;ckgang des Bruttosozialprodukts und die steigende Arbeitslosigkeit bleiben ziemlich abstrakt. Wie soll man sich den Einbruch der Wirtschaftsleistung um 10 Prozent konkret vorstellen, den die Statistiker f&uuml;r das zweite Quartal in Deutschland errechnet haben? Einen faszinierenden Versuch, Verteilungswirkungen konkret zu machen, hat der Harvard-&Ouml;konom Raj Chetti zusammen mit seinem &bdquo;Opportunity Insight Team&ldquo; unternommen. Dazu wertet das Team Daten zum echten Konsumverhalten der Menschen aus, die von Kredit- und Debitkarten-Unternehmen zur Verf&uuml;gung gestellt werden. F&uuml;r sensible deutsche Datensch&uuml;tzer muss man sogleich hinzuf&uuml;gen, dass es sich zwar um eine F&uuml;lle von Echtzeitdaten handelt, die man am Markt kaufen kann, die aber selbstverst&auml;ndlich alle anonymisiert sind.<br>\nWas kommt dabei heraus? Zun&auml;chst: Der gr&ouml;&szlig;te Anteil der ausbleibenden Wirtschaftsaktivit&auml;ten l&auml;sst sich auf den gesunkenen Konsum zur&uuml;ckf&uuml;hren. Das wiederum liegt weniger an schwindender Kaufkraft, sondern am coronabedingt verriegelten Angebot insbesondere der personenbezogenen Dienstleistungen: Hotels, Restaurants, Reisen, Eink&auml;ufe in der Boutique &ndash; all das kam zum Erliegen, wie die Kreditkartenabrechnungen zeigen. Es gibt aber einen gravierenden Unterschied: Der Konsum der Reichen ging in Amerika im zweiten Quartal 2020 viel st&auml;rker zur&uuml;ck als die Geldausgaben der &Auml;rmeren, und zwar proportional wie absolut. Die Reichen reduzierten ihre Konsumausgaben um 3,1 Milliarden Dollar (31 Prozent) am Tag, die Armen um eine Milliarde (23 Prozent). (&hellip;)<br>\nDie entscheidende Frage ist jetzt, ob sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schlie&szlig;en wird, wenn Corona vorbei ist. Auch hier ist Skepsis angebracht. Unterschiede im Lernverhalten werden ohnehin l&auml;ngerfristige negative Wirkungen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/hanks-welt\/die-welt-wird-nach-corona-ungleicher-sein-16896127.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Shutdown ist kein Heilmittel, sondern ein Elend<\/strong><br>\nWenn k&uuml;nftig bei jeder einzelnen Infektion die ganze Schule geschlossen wird &ndash; dann besteht das Risiko, dass eine ganze Generation massive und nicht heilbare Verletzungen erleidet.<br>\nDer Unterricht des neuen Schuljahres hatte soeben erst wieder begonnen, da wurden zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona schon wieder geschlossen. Betroffen sind ein Gymnasium und eine Grundschule. Am Gymnasium war eine Lehrerin positiv getestet worden. Sie hatte noch gar nicht unterrichtet, hatte aber mit Kolleginnen und Kollegen an einer Fortbildung teilgenommen. Ist es zu verantworten, deswegen alle Sch&uuml;ler nach Hause zu schicken? An der geschlossenen Grundschule war ein Sch&uuml;ler infiziert. Also: E i n Sch&uuml;ler ist infiziert, die ganze Schule ist z w e i Wochen lang geschlossen. Ist das verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig? Ja? Wegen des Risikos? Wenn es k&uuml;nftig bei jeder einzelnen Infektion einen Schul-Shutdown gibt &ndash; dann besteht das viel gr&ouml;&szlig;ere Risiko darin, dass eine ganze Generation massive und nicht heilbare Verletzungen erleidet. Es geht nichts &uuml;ber Lernen in Gemeinschaft unter Anleitung. Der Shutdown ist kein Heilmittel, er ist ein Elend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-heribert-prantl-kolumne-schule-1.4994191\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nebeneink&uuml;nfte: So vergolden manche Abgeordnete ihr Mandat<\/strong>\n<ul>\n<li>215 Bundestagsabgeordnete gehen momentan einer Nebent&auml;tigkeit nach.<\/li>\n<li>So haben sie in den vergangenen drei Jahren 25,1 Millionen Euro eingenommen.<\/li>\n<li>Bei mehr als 11 Millionen Euro ist unklar, wer sie den Mandatstr&auml;gern gezahlt hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beinahe jeder dritte Bundestagsabgeordnete bezieht neben seiner offiziellen Di&auml;t noch Eink&uuml;nfte aus anderen T&auml;tigkeiten und Funktionen &ndash; und das teilweise in erheblicher H&ouml;he. 215 der insgesamt 709 Parlamentarier &ndash; das entspricht 30,3 Prozent &ndash; geben an, neben ihrem Abgeordnetenmandat f&uuml;r mindestens eine Nebent&auml;tigkeit bezahlt worden zu sein. Wer die Geldgeber sind, ist in vielen F&auml;llen gar nicht bekannt.<br>\nZusammen haben die 215 Abgeordneten in den ersten drei Jahren der laufenden Wahlperiode mindestens 25,1 Millionen nebenher verdient. Das haben Recherchen von Abgeordnetenwatch.de und dem &ldquo;Spiegel&rdquo; ergeben. Im Durchschnitt hat also jeder Abgeordnete mit Nebent&auml;tigkeiten zu der Di&auml;t von 10.083 Euro noch 116.744 Euro dazuverdient. Die individuellen Unterschiede sind aber gro&szlig;. Ebenso wie die Verteilung auf die Parteien: Mehr als die H&auml;lfte der Abgeordneten der FDP (53 Prozent) gab auf ihrer Bundestagsseite meldepflichtige Nebeneink&uuml;nfte an, gefolgt von der CSU (50 Prozent) und der CDU (36 Prozent). Die Gr&uuml;nen sind mit Abstand die Fraktion, in der die wenigsten Abgeordneten verg&uuml;tete Nebenjobs aus&uuml;ben (13 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/nebeneinkunfte-so-vergolden-manche-abgeordnete-ihr-mandat-Z24D3K6JRBCBBEWIXRVB75ZW4U.html\">RND<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Deutsche Krankheit&rdquo; &ndash; Die Rentenschwindsucht<\/strong><br>\nAls &ldquo;Deutsche Krankheit&rdquo; wird die Rentenschwindsucht in diesem Land bezeichnet werden k&ouml;nnen. Diese Krankheit ist gesellschaftlicher Natur und hat im Wesentlichen drei Erreger. Alle drei wurden durch den Bundestag kalkuliert mit Gesetzeskraft in die Welt gesetzt. Das erste Virus ist die Rentenformel zur Anpassung des aktuellen Rentenwerts (Riester- und Nachhaltigkeits-D&auml;mpfungsfaktoren) aus den Jahren 2001 und 2004 &ndash; siehe auch: Weg mit der Rentenformel! Es gibt starke Alternativen &hellip; [3]<br>\nDas zweite Virus ist die nachgelagerte Besteuerung, ebenfalls 2004 beschlossen als Alterseink&uuml;nftegesetz &ndash; siehe auch: Rentenschwindsucht durch die nachgelagerte Besteuerung [4]. (&hellip;)<br>\nDurch eine Vielzahl von Gesetzen hat der Gesetzgeber die Zahl der erreichbaren Entgeltpunkte systematisch reduziert:\n<ul>\n<li>F&uuml;r l&auml;ngerfristige Arbeitslose (ALG II-Empf&auml;nger) werden keinerlei Rentenpunkte mehr gut geschrieben (wie noch bei der Arbeitslosenhilfe bis 2000 &ndash; 80%, danach bis 2011 auf Null heruntergefahren).<\/li>\n<li>F&uuml;r Niedriglohnempf&auml;nger werden seit 1992 keine Aufstockungspunkte mehr angerechnet.<\/li>\n<li>F&uuml;r Ausbildungszeiten werden seit 2009 keine Entgeltpunkte mehr gut geschrieben, das waren bis 1996 noch 7 Jahre, die auf Null zusammengestrichen wurden.<\/li>\n<li>Die Hinterbliebenen-Anwartschaften (gro&szlig;e Witwenrente) wurden von 60% auf 55% reduziert.<\/li>\n<li>Wer vor der Regelarbeitsgrenze in Rente geht, dem werden die bereits erworbenen Entgeltpunkte reduziert (0,3% pro Monat). Diese Abz&uuml;ge werden mit der Erh&ouml;hung der Regelarbeitsgrenze auf 67 Jahre noch um einiges zunehmen.<\/li>\n<li>Zwangsverrentungen von ALG II-Empf&auml;ngern ab 63. Sie werden mit entsprechenden Rentenpunktabschl&auml;gen zus&auml;tzlich bestraft.<\/li>\n<li>Hinzu kommt, dass die stark gestiegenen Mini-Job Arbeitsverh&auml;ltnisse keine bis &auml;u&szlig;erst geringe Rentenanwartschaften erzielen.<\/li>\n<li>Generell sorgen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (Niedrigl&ouml;hne, Leiharbeit, Werkvertragsarbeit, Ketten-Praktika, sachgrundlose Befristungen&hellip;) daf&uuml;r, dass nur sehr geringe Entgeltpunkte erworben werden.<\/li>\n<li>Von all diesen Ma&szlig;nahmen sind viele in den aktuellen Rentenjahrg&auml;ngen nicht oder nur teilweise betroffen. Die fatalen Wirkungen werden die k&uuml;nftigen Rentenjahrg&auml;nge in zunehmender H&auml;rte erfahren m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie gesagt, diese Schwindsuchtfaktoren kommen noch auf die beiden ersten (D&auml;mpfungsfaktoren und Besteuerungssteigerung) hinzu. Sie sind in ihrer Auswirkung schwer zu berechnen und bisher auch noch von niemandem konkret untersucht worden. (&hellip;)<br>\nDas deutsche System der undurchschaubar komplexen Rentenberechnung ist weltweit einmalig. Um zu sehen, wie es einfacher und transparenter geht, muss man gar nicht weit &uuml;ber den Tellerrand schauen. (&hellip;)<br>\nDie Altersversorgungssysteme der Parlamentarier, der Beamten und der (aller) &ouml;sterreichischen Erwerbst&auml;tigen haben einen festen Prozentsatz von ihrem Einkommen als j&auml;hrliche Anwartschaftssteigerung. Das sind stabile und verl&auml;ssliche Rechengr&ouml;&szlig;en, da sinkt nichts. (&hellip;)<br>\nDie Therapie k&ouml;nnte so einfach und transparent sein. Sie ist aber nicht gewollt, weil die Interessen der Versicherungen und der Finanzkonzerne einer Gesundung der gesetzlichen Rente diametral entgegenstehen. Sie haben derzeit etwa eine Billion Euro f&uuml;r private Alterssicherungen auf ihren Konten und machen damit pr&auml;chtige Gewinne. Das Gesch&auml;ftsfeld soll erweitert werden. Eine Billion Euro (nur in Deutschland), daf&uuml;r lassen sich etliche Millionen f&uuml;r die politische &ldquo;Landschaftspflege&rdquo; locker machen. Die finanzierten Think Tanks, Lobbyisten, einschl&auml;gigen Politiker, &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; und besonders engagierte Medienvertreter beherrschen offensichtlich Politik und &ouml;ffentliche Wahrnehmung. (&hellip;)<br>\nBlack Rock, Allianz und Co. betreiben seit l&auml;ngerem Lobbyarbeit auf h&ouml;chstem Niveau. Der Verordnungsentwurf &uuml;ber ein &ldquo;Paneurop&auml;isches Privates Pensionsprodukt&rdquo; (PEPP) kursiert seit Juni 2019 in den zust&auml;ndigen EU-Gremien (Aktien als Heilmittel gegen Altersarmut und gegen das sinkende Rentenniveau? [7] und Die Party braucht neuen Stoff! &ndash; CSU und Merz als willige Dealer [8]).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutsche-Krankheit-Die-Rentenschwindsucht-4859738.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesgesundheitsministerium will raus aus Beratervertrag mit EY<\/strong><br>\nUnterdessen wurde bekannt, dass eine Kanzlei die Open-House-Vergabe ausgearbeitet hat: dieselbe, die das Ministerium vor der Vergabekammer vertritt. (&hellip;)<br>\nLinken-Fraktionsvize Fabio De Masi, dem die Beauftragung von MWP durch das BMG in einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage gerade best&auml;tigt wurde, sieht das &auml;hnlich. &bdquo;Dass genau die Kanzlei, die das Chaos im Open-House-Verfahren zu verantworten hat, nun auch f&uuml;r das Ministerium die Freihandvergabe an EY vor dem Kartellamt rechtfertigen muss, ist eher peinlich&ldquo;, sagt er. Es sei f&uuml;r ihn zwar &bdquo;nachvollziehbar, dass in einer Not-Situation auf Ausschreibungsverfahren verzichtet wird&ldquo;, so De Masi. &bdquo;Da aber der zus&auml;tzliche Personalbedarf durch das Open-House-Verfahren ausgel&ouml;st wurde und fr&uuml;hzeitig absehbar war, muss beantwortet werden, warum dennoch eine freih&auml;ndige Vergabe an EY erfolgte.&ldquo;<br>\nIn einer Antwort auf eine weitere schriftliche Anfrage erkl&auml;rte das BMG De Masi gerade au&szlig;erdem, dass man bei Einleitung des Open-House-Verfahrens davon ausgegangen sei, &bdquo;dass die im Rahmen der sonstigen Beschaffungsma&szlig;nahmen bereitgestellten personellen Ressourcen ausreichen&ldquo;. Es sei nun zu hoffen, so der Linken-Vize, dass Minister Spahn &bdquo;in diesem Chaos endlich Klarheit schafft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/beschaffung-von-schutzmasken-bundesgesundheitsministerium-will-raus-aus-beratervertrag-mit-ey\/26074652.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63384#h02\">Jens Spahn muss sich vor dem Kartellamt verantworten<\/a>. Bundesminister Spahn entwickelt sich offenbar zu einem Pannenminister &ndash; wie so viele andere am schwarz-roten Kabinettstisch auch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eine Rentenkasse von allen f&uuml;r alle<\/strong><br>\nEine Reform der Rente fordert Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag. Wie die aussehen soll, verr&auml;t Bartsch in einem Gastkommentar. (&hellip;)<br>\nDreh- und Angelpunkt einer gro&szlig;en Rentenreform ist die Finanzierung und die Frage, wer in die Rentenkasse einzahlt. Warum zahle ich z.B. nicht ein? Warum zahlt Frau Merkel nicht ein? Warum zahlen Beamte, Freiberufler und Selbstst&auml;ndige nicht ein? Warum zahlen Top-Verdiener nur auf einen Teil ihres Gehalts Beitr&auml;ge?<br>\nDie Rente ist weniger eine Generationenfrage, sondern es geht vielmehr darum, wer einzahlen muss und wer sich aus der Solidarit&auml;t verabschieden kann. Es braucht einen Systemwechsel. Wir wollen, dass nicht nur Arbeitnehmer in die gesetzliche Rente einzahlen, sondern alle Menschen mit Erwerbseinkommen. Dabei sollten Bundestagsabgeordnete vorangehen. (&hellip;)<br>\nEs ist nicht akzeptabel, dass wir durch ein Extra-System &uuml;ppig versorgt sind. Ohne eigene Beitr&auml;ge erwerben Bundestagsabgeordnete bereits nach vier Jahren im Parlament einen h&ouml;heren Anspruch als viele Rentner nach einem gesamten Erwerbsleben an gesetzlicher Rente erhalten. Mitglieder der Bundesregierung haben nach vier Jahren im Amt einen Anspruch auf eine Altersversorgung von etwa 4500 Euro.<br>\nDie Rentenbeitragspflicht f&uuml;r Abgeordnete w&auml;re zwar zun&auml;chst symbolisch, aber letztlich ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r einen Systemwechsel. Danach m&uuml;ssen alle anderen einbezogen werden. Dies w&auml;re ein notwendiges Signal gegen den zunehmenden Vertrauensverlust der B&uuml;rger gegen&uuml;ber der gesetzlichen Rente und gegen&uuml;ber unserem politischen System insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lr-online.de\/nachrichten\/lesermeinungen\/gastkommentar-von-dietmar-bartsch-eine-rentenkasse-von-allen-fuer-alle-50254173.html?fbclid=IwAR2MxyxLraeXPiGdgkw7dVS50xILOtkcC-cB9HU5WBoJCj2y8FLVBfC4DrY\">LR-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Tests f&uuml;r Reiser&uuml;ckkehrer in vielen F&auml;llen nutzlos<\/strong><br>\nMehr als 40.000 Reiser&uuml;ckkehrer haben sich an Teststationen an Autobahnen und Bahnh&ouml;fen in Bayern freiwillig auf Corona testen lassen &ndash; viele haben ihr Testergebnis aber nie erhalten. Beim zust&auml;ndigen Landesamt gibt man sich zerknirscht.&nbsp;<br>\nDie Testungen von mittlerweile mehr als 40.000 Reiser&uuml;ckkehrern an den acht Teststationen an Autobahnen und Bahnh&ouml;fen in Bayern, die seit Donnerstag vergangener Woche durchgef&uuml;hrt werden, sind in vielen F&auml;llen nutzlos, weil getestete Personen nun schon seit mehr als sieben Tagen auf ihre Testergebnisse warten. Ein Sprecher des Bayerischen Landesamts f&uuml;r Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Freitag gegen&uuml;ber der F.A.Z. eingestanden, dass &bdquo;Personen, die sich haben freiwillig testen lassen, leider l&auml;nger auf ihre Befunde warten mussten&ldquo;. [&hellip;]<br>\nEin Mitarbeiter einer vom LGL bereitgestellten Hotline sagte am Freitagnachmittag auf Nachfrage: &bdquo;Da ist viel schiefgelaufen.&nbsp;<br>\nViele Befunde sind nicht verschickt worden, weil die Zuordnung der Tests zu den Patienten nicht funktioniert hat.&ldquo; Nicht alles, was die Politik beschlie&szlig;e, sei in der Praxis von heute auf morgen umsetzbar. [&hellip;]<br>\nDie Kosten f&uuml;r die Tests zahlt das Land Bayern, also der Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/corona-tests-in-bayern-fuer-reiserueckkehrer-oft-nutzlos-16895169.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Katja Kipping: Demog&auml;nger sind &ldquo;r&uuml;cksichtslose Menschen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Vorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, hat in der ZDF-Sendung &ldquo;Dunja Hayali&rdquo; zum Thema &ldquo;Leben mit der Pandemie: Was tun gegen eine zweite Infektionswelle?&rdquo; die Teilnehmer an der Protestdemonstration vom 1.8. in Berlin als &ldquo;r&uuml;cksichtslose Menschen&rdquo; bezeichnet. Bezugnehmend auf die Demonstranten sagte Kipping w&ouml;rtlich:<br>\nDie sind nicht rebellisch, die sind r&uuml;cksichtslos &ndash; gerade gegen &auml;rmere Menschen und gegen verletzbare Menschen.<br>\nKipping sagte, &ldquo;Verschw&ouml;rungsmythen&rdquo; bek&auml;men hier Aufwind, &ldquo;auch im Zuge mit dem Rechtspopulismus&rdquo;. Zudem h&auml;tten &ldquo;organisierte Rechte&rdquo; zu den Organisatoren der Demonstration geh&ouml;rt. Es m&uuml;ssten daher:<br>\n&hellip; alle, die zu so einer Demonstration gehen, wissen, mit wem sie sich gemein machen. Und ich glaube, so mancher, der dort war und sich sagt: &lsquo;Aber ich bin doch gar nicht rechts&rsquo;, macht es sich ein bisschen zu einfach.<br>\nHayali hatte zuvor ge&auml;u&szlig;ert, auf der Demonstration sei das &ldquo;gesamte (politische) Spektrum&rdquo; vertreten gewesen, darunter erkennbar auch Anh&auml;nger der politisch linken Seite. Dazu erkl&auml;rte Kipping, dass sich die Partei Die Linke klar gegen &ldquo;diese Demos&rdquo; positioniert habe und f&uuml;hrte w&ouml;rtlich weiter aus:<br>\nWenn Mitglieder meiner Partei am Samstag auf der Stra&szlig;e waren, dann waren die bei den Gegendemonstrationen.<br>\nKipping hatte sich in der Sendung zudem daf&uuml;r ausgesprochen, jene zu unterst&uuml;tzen, &ldquo;die sich verantwortungsvoll verhalten wollen&rdquo;. Es gebe ja nicht nur &ldquo;Corona-Verharmloser&rdquo;, sondern auch &ldquo;die Mutter, die mit der Wickeltasche und Kind im Arm zur S-Bahn rennt und in allem Stress vergessen hat, die Maske einzupacken, die sich aber ordentlich verhalten will&rdquo;. Da w&auml;re es doch sinnvoll, &ldquo;von &ouml;ffentlicher Seite zu sagen, wir bauen &uuml;berall Maskenautomaten auf, damit, wer die mal vergessen hat, die schnell nachkaufen kann&rdquo;.<br>\nKippings Partei stagniert seit Monaten in den Umfragen bei etwa acht Prozent und musste zuletzt &ndash; mit Ausnahme in Th&uuml;ringen &ndash; derbe Wahlniederlagen in politischen Stamml&auml;ndern hinnehmen. Trotz &ndash; nach kurzer Unterbrechung &ndash; erneuter Wahl eines Ministerpr&auml;sidenten der Linken in Th&uuml;ringen verf&uuml;gt die dortige Landesregierung bislang &uuml;ber keine eigene Mehrheit. In der Corona-Debatte hat die Partei Die Linke zwar Anpassungen f&uuml;r sozial Benachteiligte gefordert, ansonsten aber den Kurs der Bundesregierung unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/105306-kipping-demoganger-sind-rucksichtslose-menschen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.S.:<\/strong> Frau Kipping macht es sich hier einfach, indem sie die Demonstranten pauschal als &ldquo;r&uuml;cksichtslos&rdquo; abstempelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pfusch und Korruption? Gro&szlig;britannien ruft 741.000 Coronavirus-Tests zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie britische Regierung ruft massenhaft Corona-Tests zur&uuml;ck, weil diese &ldquo;m&ouml;glicherweise nicht sicher f&uuml;r den Gebrauch&rdquo; seien. Die Herstellerfirma hatte den Auftrag ohne Ausschreibung erhalten. Bemerkenswert sind die guten Verbindungen des Unternehmens zur Politik.<br>\nDie britische Aufsichtsbeh&ouml;rde f&uuml;r Medizinprodukte &ldquo;Medicines and Healthcare products Regulatory Agency&rdquo; (MHRA) hat am Freitag den R&uuml;ckruf Hunderttausender Coronavirus-Test-Sets veranlasst. Wie die britische Regierung am Samstag best&auml;tigte, handelt es sich um bis zu 741.000 Tests der Firma Randox. Zur Begr&uuml;ndung hie&szlig; es, diese seien m&ouml;glicherweise nicht sicher f&uuml;r den Gebrauch.<br>\nDie nordirische Firma Randox hatte im M&auml;rz vom britischen Gesundheitsministerium einen Auftrag in H&ouml;he von 133 Millionen Pfund erhalten, unter anderem f&uuml;r die Bereitstellung von Coronavirus-Tests. Der britischen Zeitung Guardian zufolge erfolgte die Vergabe ohne Ausschreibung. Gerechtfertigt wurde dies seinerzeit durch die hohe Dringlichkeit, die Testkapazit&auml;ten des Landes rasch zu erh&ouml;hen.<br>\nBemerkenswert ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass Owen Paterson, ein f&uuml;hrender Abgeordneter der regierenden Konservativen, als Berater f&uuml;r Randox t&auml;tig ist. Paterson erh&auml;lt dem Register f&uuml;r Nebeneink&uuml;nfte des britischen Parlaments zufolge daf&uuml;r j&auml;hrlich 100.000 Pfund (umgerechnet rund 110.000 Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/105351-pfusch-und-korruption-grossbritannien-ruft\/?fbclid=IwAR3C9aRHnStlybcigj2SIJKyEDv4d88OTu_ikrgfCJPq-5LwizFSU2NnDSc\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Solidarit&auml;t f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nWer Europa wirklich einigen will, hat die Pflicht, zun&auml;chst Solidarit&auml;t mit jener H&auml;lfte Deutschlands zu zeigen, die nur 1,5 Prozent des Verm&ouml;gens besitzt. Bevor wir &uuml;ber Eurobonds reden, m&uuml;ssen wir zun&auml;chst h&ouml;here deutsche L&ouml;hne, ein Verbot von Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen sowie drastisch einged&auml;mmte Bonuszahlungen in Unternehmen durchsetzen. (&hellip;)<br>\nMan stelle sich den Horror vor, m&uuml;sste der Deutsche Bundestag oder ein Forum aus Ministerpr&auml;sidenten der Bundesl&auml;nder verhandeln, wie viel Geld jedes der reicheren L&auml;nder wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-W&uuml;rttemberg jedem der &auml;rmeren L&auml;nder wie Th&uuml;ringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu &uuml;berweisen h&auml;tte. Und man stelle sich dar&uuml;ber hinaus vor, der bayerische Ministerpr&auml;sident k&ouml;nnte vor der Auszahlung der Finanzmittel die f&uuml;r Th&uuml;ringen bestimmten Gelder bis zu drei Monate blockieren, um die &ouml;ffentlichen Finanzen Th&uuml;ringens zu pr&uuml;fen. Die deutsche Einheit w&auml;re dahin und das Land gel&auml;hmt.<br>\nDamit habe ich gerade die verh&auml;ngnisvolle Entzweiung beschrieben, die in Next Generation EU festgeschrieben wurde. Wie ich schon an anderer Stelle festhielt, pr&auml;sentiert sich die Situation so, als w&auml;re die ganze Sache von einem raffinierten Euroskeptiker konzipiert worden. Wenn Next Generation EU bald aktiviert ist, werden Deutschlands Eliten die &ouml;ffentlichen Finanzen Italiens, Spaniens und Griechenlands unter die Lupe nehmen. Das wird dabei helfen, die Wut der deutschen Arbeitnehmer*innen &uuml;ber die Sparma&szlig;nahmen unter denen sie (gemeinsam mit italienischen, griechischen und spanischen Arbeitnehmer*innen) leiden, auf ihre Leidensgenossen in Italien, Spanien und Griechenland umzulenken &ndash; die die Animosit&auml;ten nat&uuml;rlich erwidern werden. So etwas ist kein Rezept f&uuml;r die Einigung Europas, sondern ein  Plan f&uuml;r die Spaltung von Menschen, die eigentlich die gleichen Interessen haben.<br>\nWer Europa wirklich einigen will, hat die Pflicht, zun&auml;chst Solidarit&auml;t mit jener H&auml;lfte Deutschlands zu zeigen, die nur 1,5 Prozent des Verm&ouml;gens besitzt. Bevor wir &uuml;ber Eurobonds reden, m&uuml;ssen wir uns zun&auml;chst f&uuml;r h&ouml;here deutsche L&ouml;hne, ein Verbot von Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen sowie drastisch einged&auml;mmte Bonuszahlungen in Unternehmen einsetzen.<br>\nAls n&auml;chstes m&uuml;ssen wir unseren deutschen Freunden zeigen, dass die aktuelle EU-Politik das Wohlstandsgef&auml;lle in Deutschland verst&auml;rkt, weil sich der Reichtum der 0,1 Prozent ebenso vergr&ouml;&szlig;ert wie die Probleme der Mehrheit. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen wir ihnen erkl&auml;ren, was eine echte Fiskalunion ausmacht: n&auml;mlich nicht den Wohlstandstransfer von Deutschland nach Griechenland oder von den Niederlanden nach Italien, sondern von Hamburg, der Lombardei und Nord-Athen nach Th&uuml;ringen, Kalabrien und Thrakien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++071e0b24-d733-11ea-9efe-001a4a160123\">Yanis Varoufakis in Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Scheuer lie&szlig; brisante Passage in Antwort auf Presseanfrage streichen<\/strong><br>\nVerkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lie&szlig; in der Maut-Aff&auml;re Hinweise auf Zusatzkosten aus der Antwort auf eine Medienanfrage entfernen. Die Opposition wirft ihm vor, Abreden mit TollCollect verschleiern zu wollen. (&hellip;)<br>\nDer Antwort-Entwurf bedurfte der Genehmigung von Scheuer. Am 18. Oktober mailte er von seinem Abgeordnetenaccount einem seiner Pressesprecher: &bdquo;Grau raus!&ldquo;. Damit verlangte Scheuer die Streichung einer Passage, der sich zus&auml;tzliche Belastungen des Bundeshaushalts durch die Einbeziehung von TollCollect entnehmen lie&szlig;en.<br>\nF&uuml;r den Gr&uuml;nen-Obmann im Maut-Untersuchungsausschuss, Stephan K&uuml;hn, folgt daraus: &bdquo;Scheuer versuchte, die Abreden mit TollCollect zu verschleiern, weil der Nachteil f&uuml;r Bund und Steuerzahler auf der Hand liegt: Die Einbindung von TollCollect zu einem offensichtlich nicht marktgerechten Preis h&auml;tte zu erheblichen Zusatzkosten gef&uuml;hrt, die nicht vom Haushaltsrahmen des Parlaments gedeckt waren.&ldquo; Scheuer habe, so K&uuml;hn, &bdquo;die tats&auml;chliche finanzielle Last bewusst versteckt und sch&ouml;ngerechnet&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article213160156\/Maut-Affaere-Scheuer-liess-eine-brisante-Passage-streichen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Liste der &bdquo;Pannen&ldquo; von Bundesminister Scheuer wird immer l&auml;nger. Auch hier k&ouml;nnte die &Uuml;berschrift lauten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62418#h12\">Der n&auml;chste Crash von Andreas Scheuer<\/a>. Das passiert, wenn eine Ideologie umgesetzt werden soll. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">PKW-Maut &ndash; es geht nicht um die CSU, sondern um k&uuml;nftige Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zurechtger&uuml;ckt<\/strong><br>\nAm 6. August 2020 ver&ouml;ffentlichte das Bundesverfassungsgericht einen Beschluss (1 BvR 842\/17) zum Einsatz von Leiharbeiter*innen als &bdquo;Streikbrecher*innen&ldquo;, der das Potential hat, politisch sowie sozial Wirkmacht zu entfalten. Die 3. Kammer des ersten Senats stellt recht eindr&uuml;cklich fest, dass sich Arbeitgeberinnen gegen&uuml;ber der Arbeitnehmer*innenseite von Natur aus in einer &uuml;berlegenen Position befinden und dass der Gesetzgeber daher Ma&szlig;nahmen ergreifen kann, um Kampfparit&auml;t zwischen beiden Seiten herzustellen. Diese Annahme wird auch in Zukunft Pate f&uuml;r Entscheidungen im Bereich des Streikrechts und insbesondere der Kampfparit&auml;t stehen. Arbeitgeberinnen werden sich daher darauf einstellen m&uuml;ssen, dass auf Grund dieser strukturellen &Uuml;berlegenheit ihre Arbeitskampfmittel anders beurteilt werden k&ouml;nnen als die der Arbeitnehmer*innenseite. (&hellip;)<br>\nDie Entscheidung ist in vielerlei Hinsicht richtig. Es wird oft vergessen, dass der Arbeitgeberinnenseite mit der Aussperrung &ndash; der Ausschlie&szlig;ung der Arbeitnehmer*innen von Arbeit und von Lohnzahlung &ndash; gerade ein unvergleichbar wirkm&auml;chtiges Kampfmittel zur Verf&uuml;gung steht. Da die Leiharbeit trotz inzwischen r&uuml;ckl&auml;ufiger Zahlen in Deutschland zum Alltag vieler Betriebe z&auml;hlt, kann so das altbew&auml;hrte Mittel des Streiks nahezu wirkungslos werden. Streikbruch war wohl nie so einfach wie mit dem Einsatz von Leiharbeitskr&auml;ften. Diese Art der Arbeitskampfma&szlig;nahme entf&auml;llt nun nach A&Uuml;G g&auml;nzlich. Dabei mag das Argument des BVerfG, dass der Einsatz von Leiharbeitskr&auml;ften nicht insgesamt verboten ist, f&uuml;r die Arbeitgeberinnenseite nur ein schwacher Trost sein. Tats&auml;chlich k&ouml;nnen sich Ver- und Entleiherin bei der Leiharbeit aber sowohl auf Art. 12 Abs. 1 GG wie auch unionsrechtlich auf die Dienstleistungsfreiheit nach Art. 56 AEUV berufen. Ein weiterer Trost f&uuml;r die Arbeitgeberinnen ist, dass das BVerfG lediglich feststellt, dass allein das in &sect; 11 Abs. 5 A&Uuml;G enthaltene Verbot mit der Koalitionsfreiheit vereinbar ist; es l&auml;sst aber offen, ob nach Art. 9 Abs. 3 GG bereits von Verfassungswegen der Einsatz von Leiharbeitskr&auml;ften als Streikbrecher*innen ausgeschlossen ist. Damit bleibt die M&ouml;glichkeit bestehen, das Verbot bei ver&auml;nderten parlamentarischen Mehrheiten wieder aufzuheben.<br>\nWegweisend f&uuml;r das gesamte Arbeitskampfrecht und die Grundrechtsdogmatik des Art. 9 Abs. 3 GG sind aber die Einlassungen der Kammer zu dem grundlegenden Kr&auml;fteverh&auml;ltnis und der Art der Kampfmittel zwischen Arbeitgeberin und Gewerkschaft. In dieser Klarheit hat sich das Gericht dar&uuml;ber in seinen letzten Entscheidungen zu Art. 9 Abs. 3 GG nicht ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nDie Verfassungsbeschwerde zeigt, dass das Ph&auml;nomen des Streikbruchs auch heute noch aktuell ist. Zwar werden Streikbrecher*innen nicht mehr systematisch aus dem Ausland oder aus einer sozial schwachen Gruppe rekrutiert, aber gerade der Bereich der Leiharbeit sieht sich oft dem politischen Vorwurf ausgesetzt, prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse zu schaffen. Daher stellt sich durchaus die Frage, inwiefern die Nutzung der Leiharbeit auch heute noch die historischen Probleme des Streikbrecher*inneneinsatzes widerspiegelt. Dass dies im Bereich der Leiharbeit gem. &sect; 11 Abs. 5 A&Uuml;G nun nicht mehr m&ouml;glich ist, erscheint richtig und historisch konsequent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/zurechtgerueckt\/%E2%80%80\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63651#h12\">hier<\/a> auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Klagen gegen Menschenrechtsakteure<\/strong><br>\nEs drohe eine Klagewelle gegen Unternehmen, heisst es oft. Umgekehrt ist sie schon da.<br>\nDas &laquo;Human Rights and Business Resource Center&raquo; f&uuml;hrt genau Buch &uuml;ber die Gerichtsf&auml;lle zwischen Unternehmen und Akteuren der Zivilgesellschaft. Mal werden Unternehmen eingeklagt, doch vermehrt passiert es vor allem umgekehrt. In einem im Fr&uuml;hjahr publizierten Bericht stellt das Zentrum fest, dass die von Unternehmen gegen Menschenrechtsverteidiger vor Gerichten erhobenen Klagen seit 2015 weltweit j&auml;hrlich um 48 Prozent zugenommen haben. Bei vielen dieser Klagen gehe es aber gar nicht darum, Recht zu bekommen. Rund 40 Prozent dieser Klagen bezeichnet die auf Menschenrechte und Wirtschaft spezialisierte Plattform als eigentliche Schikanen. Unternehmen wollten Kritiker mundtot machen &ndash; seien es Journalisten, Gewerkschaften, indigene Gemeinschaften oder zivilgesellschaftliche Organisationen. Die Kl&auml;ger setzten auf abschreckend hohen Kosten- und Zeitaufwand, den ein Rechtsstreit erfordert. &laquo;Strategic Lawsuits Against Public Participation &ndash; SLAPPs&raquo; werden die Klagen genannt, weil sie strategisch motiviert seien. Gravierend hinzu komme ihre generell abschreckende Wirkung auf die freie Meinungs&auml;usserung.<br>\nIn S&uuml;dostasien ist der Anteil von &laquo;SLAPPs&raquo;-Klagen sogar noch gr&ouml;sser, stellt das Zentrum in seinem speziell auf die neusten Entwicklungen in dieser Weltregion ausgerichteten Bericht fest. Ihr Anteil an den insgesamt gegen zivilgesellschaftliche Akteure in S&uuml;dostasien gerichteten Klagen belaufe sich sogar auf 44 Prozent.<br>\nDas &laquo;Human Rights and Business Resource Center&raquo; schl&auml;gt eine ganze Reihe von Massnahmen vor, um missbr&auml;uchliche Klagen zu unterbinden. Unternehmen sollten sich &ouml;ffentlich von solchen Klagen distanzieren, wie es beispielsweise Adidas, Unilever, die niederl&auml;ndische Bank ABN-Amro bereits vorgemacht haben. Gefordert seien nicht zuletzt die Regierungen. Sie sollten &uuml;ber Anti-SLAPP-Gesetze strategische Klagen unter abschreckend wirkende Strafe stellen.<br>\nAuch in Europa h&auml;ufen sich solche Klagen. K&uuml;rzlich gab es solche in Deutschland, Malta, Frankreich und insbesondere Italien. Mehr als hundert europ&auml;ische Nicht-Regierungsorganisationen haben deshalb k&uuml;rzlich die EU aufgefordert, eine Richtlinie gegen strategische Klagen zu beschliessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Klagen-gegen-Menschenrechtsakteure\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hiroshimas Ungl&uuml;ck und Heidelbergs Gl&uuml;ck<\/strong><br>\nW&auml;hrend im Zweiten Weltkrieg fast alle deutschen St&auml;dte von den Alliierten in Schutt und Asche gelegt wurden, blieb dem idyllischen Heidelberg dieses Schicksal auf geheimnisvolle Weise erspart. Das Verschonen der Neckarstadt rief zwei Mythen auf den Plan: Heidelberg sei fr&uuml;h als Hauptquartier der US-Streitkr&auml;fte in Deutschland ins Auge gefasst worden und Dwight D. Eisenhower, seit Dezember 1943 Oberbefehlshaber der alliierten Streitkr&auml;fte in Nordwesteuropa, habe hier studiert.<br>\nBeide Behauptungen sind aus der Luft gegriffen. Tats&auml;chlich hatten Strategen in Washington n&auml;mlich das genaue Gegenteil im Sinn: Die Stadt mit ihren damals knapp 100.000 Einwohnern war als unverf&auml;lschtes Testgebiet f&uuml;r den ersten Abwurf der Atombombe reserviert. (&hellip;)<br>\nOffizielle Quellen f&uuml;r Heidelberg und Dresden als Zielgebiete sind nicht bekannt, jedoch war der legend&auml;re &ldquo;Atomspion&rdquo; Klaus Fuchs &uuml;ber solche Details informiert. Der deutschst&auml;mmige Nuklearphysiker war ma&szlig;geblich an der Konstruktion der Plutoniumbombe Fat Man beteiligt. 1950, vier Jahre nach seiner R&uuml;ckkehr nach Gro&szlig;britannien, wurde Fuchs als der sowjetische Spion entlarvt, der es Stalin erm&ouml;glicht hatte, das amerikanische Atomwaffenmonopol schnell zu brechen. Fuchs wurde 1959 begnadigt, ging in die DDR und arbeitete am Zentralinstitut f&uuml;r Kernforschung in Rossendorf bei Dresden. Bereits im April 1967 wurde er ins Zentralkomitee der SED aufgenommen und wechselte 1974 an die Akademie der Wissenschaften nach Berlin. (&hellip;)<br>\nAm 6. und 9. August 2020 j&auml;hren sich die Atombombenabw&uuml;rfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 75. Mal. Die Kernwaffen Little Boy mit einer Ladung aus Uran und die Plutoniumbombe Fat Man t&ouml;teten 65.000 Menschen sofort, bis zum Jahresende 1945 stieg die Zahl der Opfer auf &uuml;ber 200.000. Das seltene Gl&uuml;ck, im Zweiten Weltkrieg nicht durch alliierte Luftangriffe zerst&ouml;rt worden zu sein, verdankt die &auml;lteste Universit&auml;tsstadt Deutschlands demnach der Tatsache, dass man sie als deutsches Hiroshima einplante.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hiroshimas-Unglueck-und-Heidelbergs-Glueck-4858409.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Interessant, aber die Behauptung, es sei falsch, dass die USA Heidelberg bewusst schonen wollten, kann ich nach eigener Anschauung und Erinnerung nicht best&auml;tigen. Ich bin in der N&auml;he Heidelbergs aufgewachsen und habe noch die Erz&auml;hlung im Ohr, dass US Flieger &uuml;ber Heidelberg Flugbl&auml;tter abgeworfen haben mit der Botschaft: Heidelberg wollen wir schonen, denn darin wollen wir wohnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Europa ist (nicht) der Nabel der Welt<\/strong><br>\nDas Fernsehen galt lange als Fenster zur Welt, und f&uuml;r die meisten Zuschauer*innen stimmt das noch immer: Ihr Wissen &uuml;ber andere Kontinente verdanken sie in erster Linie den TV-Nachrichten. Der Politik- und Kommunikationswissenschaftler Kai Hafez von der Universit&auml;t Erfurt stellt &bdquo;Tagesschau&ldquo;, &bdquo;heute-journal&ldquo; oder &bdquo;RTL aktuell&ldquo; jedoch ein schlechtes Zeugnis aus: weil die Berichterstattung zu einem latenten Rassismus f&uuml;hre. &hellip;. Hafez spricht in diesem Zusammenhang von strukturellem Diskurs-Rassismus: &bdquo;Wir sagen zwar nicht &sbquo;Alle Muslime sind Islamisten&rsquo;, aber wenn im Kontext mit dem Islam immer nur von Terrorismus die Rede ist, muss das nicht mehr explizit formuliert werden.&ldquo; Er weist aber auch Auswege auf: &bdquo;Letztlich brauchen die Sender nicht mehr als den Mut zu Reformen, ein bisschen Geld sowie neugierige und hungrige Journalisten.&ldquo; Gro&szlig;e Hoffnungen macht er sich allerdings offenbar nicht, wie eine Anekdote zeigt: &bdquo;Als ich einem ARD-Intendanten mal eine internationale Talkshow vorgeschlagen habe, hat er erwidert: &sbquo;Das will doch niemand sehen.&rsquo;&ldquo;<br>\nHafez bezeichnet das als &bdquo;reine Schutzbehauptung, f&uuml;r die es keinerlei Belege gibt. Die Sender begeben sich selbst in eine kognitive Falle, wenn sie davon ausgehen, dass das Publikum etwas ablehnt, was noch gar nicht ausprobiert worden ist. Es steht doch gar nicht fest, dass sich die Menschen immer nur f&uuml;r die gleichen eingefahrenen Themen interessieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mmm.verdi.de\/beruf\/europa-ist-nicht-der-nabel-der-welt-67575\">Verdi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Covid-19-Statistik<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200810_corona.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200810_corona.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten B&uuml;rger in Deutschland stieg in der letzten Woche um 1.976 auf 9.730, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) f&uuml;r Infektionskrankheiten zeigen. In der letzten Woche sind lt. RKI 49 Menschen an Covid-19 gestorben.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200810_coronatot.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200810_coronatot.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>In der Kalenderwoche 31 wurden 573.802 Tests vorgenommen, von denen 1,0% positiv ausfielen.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200810_coronatests.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200810_coronatests.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Laut DIVI-Intensivregister sind zur Zeit 234 (-26 zur Vorwoche) Covid-19-F&auml;lle in intensivmedizinischer Behandlung.<\/p>\n<p>Die NachDenkSeiten werden diese Statistik w&ouml;chentlich in den Hinweisen des Tages aktualisieren.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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